[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern
der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen, wobei jede Absperrvorrichtung
wenigstens einen Absperrpfahl aufweist.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Herstellen einer Anordnung mehrerer
Absperrvorrichtungen, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens eine Verankerungsvorrichtung
aufweist, an der jeweils ein Befestigungsende eines Absperrpfahles festgelegt ist
oder festlegbar ist.
[0003] Um die Durchfahrt von Landfahrzeugen zu verhindern, werden üblicherweise Absperrvorrichtungen
eingesetzt, die derart ausgebildet sind, dass sie wenigstens für Fahrzeuge bis zu
einer bestimmten Größe und wenigstens bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit nicht
gewaltsam überfahren werden können. Derartige Absperrvorrichtungen werden üblicherweise
eingesetzt, um Gebäude oder Personen vor dem Anprall von Fahrzeugen zu schützen. Um
zu gewährleisten, dass die Absperrvorrichtung ausreichend Widerstand bildet, werden
oftmals massive Absperrpfosten zumeist sehr tief im Erdreich, beispielsweise durch
einbetonieren, verankert. Allerdings ist eine solche Art der Verankerung gar nicht
oder nur mit ganz erheblichen Aufwand möglich, wenn im Erdreich bereits Gegenstände,
wie beispielsweise elektrische Leitungen, Wasserleitungen, Gasleitungen oder Erdtanks,
in geringer Tiefe vorhanden sind, die einer tiefen Verankerung von Absperrpfählen
entgegenstehen. In derartigen Fällen blieb bislang lediglich die Möglichkeit, die
im Boden bereits vorhandenen Gegenstände, falls überhaupt möglich, an eine andere
Stelle zu verlegen oder auf die Installation der Absperrpfosten gänzlich zu verzichten.
[0004] Aus
WO 2007/091977 A1 ist ein System mit mehreren Absperrpfosten bekannt. Das System beinhaltet ein aus
Stahlbeton hergestelltes Fundament, in das die Absperrpfosten eingegossen sind. Die
Installation des Systems ist sehr umständlich und zweitaufwändig. Ein ähnliches System
ist aus
WO 2007/091978 A1 bekannt.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anordnung von Absperrvorrichtungen
anzugeben, die auch dann einsetzbar ist, wenn nur in geringen Umfang vertikaler Bauraum
im Erdreich zur Verfügung steht und die schnell zu installieren ist.
[0006] Die Aufgabe wird eine Absperrvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere
Betonfertigteil, ausgebildete Verankerungsvorrichtung aufweist, an der ein Befestigungsende
des Absperrpfahles festgelegt ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und
bestimmt ist, derart, insbesondere unsichtbar, unter der Erdoberfläche angeordnet
zu werden, dass der Absperrpfahl vertikal aus Erdoberfläche herausragt, und dass jeweils
benachbarte Absperrvorrichtungen jeweils mit mindestens einem Verbindungselement fest
miteinander verbunden sind.
[0007] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen
einer Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen, insbesondere einer erfindungsgemäßen
Anordnung, anzugeben, das es ermöglicht, schnell mehrere Absperrpfosten sicher im
Erdreich zu verankern, wenn lediglich ein geringer vertikaler Bauraum im Erdreich
zur Verfügung steht.
[0008] Die weitere Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das durch folgende Schritte
gekennzeichnet ist:
- a. Herstellen einer Grube im Erdreich,
- b. Ablegen mehrerer Verankerungsvorrichtungen, insbesondere horizontal nebeneinander,
in der Grube, wobei jede Verankerungsvorrichtung als Fertigteil, insbesondere als
Betonfertigteil, ausgebildet ist,
- c. Verbinden jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtung mittels wenigstens eines
Verbindungselements.
- d. Absperrvorrichtungen horizontal nebeneinander auf dem Boden der Grube, wobei jede
Absperrvorrichtung wenigstens einen Absperrpfahl aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete
Verankerungsvorrichtung aufweist, an der ein Befestigungsende des Absperrpfahles festgelegt
ist oder festlegbar ist.
[0009] Dadurch, dass die Verankerungsvorrichtungen als Fertigteile, insbesondere Betonfertigteile,
ausgebildet sind, ist eine schnelle und zuverlässige Installation ermöglicht, wobei
insbesondere vermieden ist, dass bei der Installation auf das Aushärten einer aushärtbaren
Masse, wie beispielsweise Beton, gewartet werden muss. Unter einem Fertigteil wird
hierbei insbesondere ein Teil verstanden, das unter Verwendung eines aushärtbaren
Materials, beispielsweise Beton entstanden ist. Insbesondere kann das Fertigteil Streben
und/oder Träger, insbesondere aus Stahl, beinhalten. Die Verankerungsvorrichtungen
können vorteilhaft Ösen, insbesondere aus Stahl, aufweisen, die es erlauben, die Verankerungsvorrichtungen
an einen Kran anzuhängen, um sie in ihre endgültige Lage in einer zuvor ausgehobenen
Grube zu verbringen. Alternativ kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass die Verankerungsvorrichtungen
eingegossene Anker aufweist, in die Ösen eingeschraubt werden können. Dies hat den
Vorteil, dass die Ösen nach dem Verlegen einer Verankerungsvorrichtung in der Grube
einfach wieder entfernt können. Wenn die Verankerungsvorrichtung wieder entfernt werden
soll, können die Ösen wieder eingeschraubt werden.
[0010] Die Erfindung hat den ganz besonderen Vorteil, dass auch in solchen baulichen Situationen
ein oder mehrere Absperrpfosten sicher gegen ein Überfahren mit einem Landfahrzeug
installiert werden können, in denen im Erdreich lediglich ein geringer vertikaler
Bauraum, beispielsweise ein Bauraum kleiner 1.000 mm, insbesondere kleiner 700 mm,
oder von ca. 600 mm, zur Verfügung steht. Hierbei wirkt sich vorteilhaft aus, dass
die erfindungsgemäße Absperrvorrichtung wenig vertikalen Bauraum benötigt und dennoch
einen sicheren Schutz gegen ein gewaltsames Überfahren mit Landfahrzeugen bietet.
[0011] Beispielsweise kann die erfindungsgemäße Absperrvorrichtung ohne weiteres derart
ausgebildet sein, dass sie lediglich eine vertikale Bauraumtiefe von 600 mm in Anspruch
nimmt und dennoch die Überfahrt eines Lastkraftwagens von 7,5 Tonnen Gewicht bei einer
Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h oder sogar, bei entsprechend größerer Dimensionierung
die Überfahrt eines Lastkraftwagens von 40 Tonnen Gewicht bei einer Fahrgeschwindigkeit
von 50 km/h oder 80 km/h sicher verhindert.
[0012] Insoweit kann die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen vorteilhaft
oberhalb von bereits vorhandenen Strukturen, wie Leitungen oder Tanks, verbaut werden
kann, ohne dass die Strukturen beschädigt werden oder an einen anderen Ort verlegt
werden müssten. Außerdem kann die die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen
vorteilhaft mit vergleichsweise geringem Aufwand wieder entfernt werden. Beispielsweise
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Verankerungsvorrichtungen zunächst lose
in der Grube abgesetzt und dann mittels Verbindungselementen, vorzugsweise zerstörungsfrei
und/oder werkzeugfrei wieder lösbar, miteinander verbunden werden. Die Verbindungselemente
können beispielsweise als, insbesondere u-förmige, Klammern ausgebildet sein, die
lediglich eingesteckt werden und die einfach wieder herausgezogen werden können, wenn
die Verbindungselemente wieder entfernt werden sollen.
[0013] Eine einfache Entfernbarkeit und ein einfaches Wiedereinsetzen der erfindungsgemäßen
Anordnung oder von Teilen davon ist besonders vorteilhaft, wenn es beispielsweise
in einem Stadtgebiet erforderlich sein sollte, an die darunter liegenden Versorgungsleitungen
zu kommen. Eine einfache Entfernbarkeit und ein einfaches Wiedereinsetzen von Teilen
der Anordnung ist besonders vorteilhaft, wenn durch einen Anschlag eines oder mehrere
Verbindungselemente beschädigt wurden, weil diese einfach und schnell ausgetauscht
werden können, ohne die gesamte Anordnung abbauen zu müssen.
[0014] Darüber hinaus hat die erfindungsgemäße Anordnung von Absperrvorrichtungen den weiteren
ganz besonderen Vorteil, dass sie modular ausgebildet ist, so dass es durch Zusammenfügen
mehrerer, insbesondere gleicher, Module möglich ist, auch größere Areale gegen das
Überfahren mit einem Landfahrzeug zuverlässig zu sichern. Hierzu ist, was weiter unten
noch im Detail beschrieben ist, vorteilhaft vorgesehen, dass jeweils benachbarte Module
nach dem Verbringen in eine Grube im Erdreich fest, insbesondere formschlüssig und/oder
stoffschlüssig, miteinander verbunden werden. Es ist im Hinblick auf die Dauer bis
zur Fertigstellung einer Installation nicht vorteilhaft, jedoch auch nicht ausgeschlossen,
dass der Raum zwischen oder über den Verankerungsvorrichtungen wenigstens teilweise
mit Beton ausgegossen wird.
[0015] Bei einer vorteilhaften Ausführung weist das Verbindungselement ein Gewinde zum Herstellen
einer Schraubverbindung auf.
[0016] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist das Verbindungselement als
Steckelement ausgebildet, das zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen
lediglich eingesteckt zu werden braucht. Beispielsweise kann das Verbindungselement
vorteilhaft u-förmig ausgebildet sein und zwei, insbesondere zueinander parallele,
Schenkel aufweisen. Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen wird hierbei,
vorzugsweise von oben, ein Schenkel in eine Öffnung eine der Verankerungsvorrichtungen
eingesteckt, während der andere Schenkel in eine Öffnung eines benachbarten Verankerungsvorrichtung
eingesteckt wird. Die Öffnungen dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln
des Verbindungselements. Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen Vorteil, dass
eine, insbesondere formschlüssige oder ausschließlich formschlüssige, Verbindung zwischen
benachbarten Verankerungsvorrichtungen schnell und zuverlässig hergestellt werden
kann. Außerdem besteht der ganz besondere Vorteil, dass die Verbindung einfach, schnell
und zerstörungsfrei wieder gelöst werden kann. Dies beispielsweise, wenn die Anordnung
wieder entfernt werden soll.
[0017] Insbesondere können zum Verbinden zweier benachbarter Verankerungsvorrichtungen gleich
große Verbindungselemente verwendet werden, wenn die Verankerungsvorrichtungen parallel
zueinander ausgerichtet sind. Alternativ ist es möglich, ungleich große Verbindungselemente
zu verwenden, wenn zwei Verankerungsvorrichtungen nicht parallel zueinander ausgerichtet
werden, beispielsweise um eine bogenförmige Anordnung mehrerer Verankerungsvorrichtungen
zu erreichen.
[0018] Die Verankerungsvorrichtungen sind vorzugsweise als voneinander separate Fertigteile
horizontal nebeneinander in einer Grube abgesetzt. Um dies zu erreichen kann zunächst
eine Grube ausgehoben werden, die einen Ebenen, horizontalen Boden aufweist, auf dem
die Verankerungsvorrichtungen abgelegt werden. Anschließend kann der darüber liegende
Raum bis zur Erdoberfläche aufgefüllt und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag, insbesondere
einem Pflasterbelag oder einem Asphaltbelag, versehen werden.
[0019] Besonders stabil ist eine Ausführung, bei der jede Verankerungsvorrichtung Streben
beinhaltet. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Streben von einem
ausgehärteten Füllmaterial, insbesondere Beton, umgeben sind.
[0020] Es wurde außerdem erkannt, dass durch die Verwendung einer speziellen Verankerungsvorrichtung,
die mehreren Streben, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl und
in Richtung auf das Befestigungsende ausgerichtet sind, eine ganz besonders überfahrsichere
Verankerung des Absperrpfahl auch dann erreicht werden kann, wenn die Verankerungsvorrichtung
im Erdreich lediglich in geringer Tiefe angeordnet ist.
[0021] Durch das Festlegen des unteren Befestigungsendes des Absperrpfahles an mehreren
unterschiedlich ausgerichteten Streben der Verankerungsvorrichtung, insbesondere an
Streben, die Teil eines Fachwerks sind, ist gewährleistet, dass die bei Anprall eines
Landfahrzeugs gegen den Absperrpfosten auftretenden Kräfte auf unterschiedliche Bereiche
der Verankerungsvorrichtung verteilt werden. Insbesondere ist auf diese Weise wirkungsvoll
erreicht, dass sich der Absperrpfahl bei einem Anprall eines Landfahrzeugs nicht von
der Verankerungsvorrichtung löst.
[0022] Simulationsversuche haben gezeigt, dass sich die einzelnen Komponenten der Absperrvorrichtung
bei Anprall eines Landfahrzeuges zwar dauerhaft verformen, wobei jedoch ein Auseinanderreißen
der Strukturen durch die erfindungsgemäße Anordnung der, insbesondere unterschiedlich
ausgerichteten, Streben und die damit einhergehende Verteilung der auftretenden Kräfte
wirkungsvoll vermieden ist. Dies insbesondere dann, wenn die Verankerungsvorrichtung
zusätzlich mit einem aushärtbaren Material, insbesondere Beton, ausgegossen ist, der
die Verankerungsvorrichtung zusätzlich aussteift.
[0023] Darüber hinaus ist bei einer besonderen Ausführung vorgesehen, dass nicht nur die
Verankerungsvorrichtung als solche, sondern auch der darüber liegende Raum bis zur
Erdoberfläche mit einem aushärtbaren Material, insbesondere Beton, ausgegossen wird.
Dies hat den besonderen Vorteil, dass die träge Masse des Gesamtsystems besonders
hoch ist, was sich bei Anprall eines Landfahrzeuges positiv auswirkt, um die Anprallenergie
aufzunehmen. Bei einem Anprall eines Landfahrzeuges gegen den Absperrpfahl stützt
sich der aus der Absperrvorrichtung samt dem Betonblock gebildete Komplex gegen das
in Fahrtrichtung gesehen dahinter liegende Erdreich ab, so dass die Anprallkräfte
wirkungsvoll ins Erdreich eingeleitet werden können. Dies Ausführung hat allerdings
den Nachteil, dass ein einfaches und schnelles Entfernen der erfindungsgemäßen Anordnung
oder von Teilen davon nicht möglich ist.
[0024] Bei einer besonderen Ausführungsform sind die Streben fest, insbesondere formschlüssig
und/oder stoffschlüssig, mit dem Befestigungsende des Absperrpfahles verbunden. Insbesondere
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die, insbesondere unterschiedlich ausgerichteten,
Streben mit dem Befestigungsende des Absperrpfahls unmittelbar verschweißt sind. Allerdings
bietet eine solche Ausführung nicht die Möglichkeit, den Absperrpfahl vorrübergehend
zu entfernen.
[0025] Daher kann alternativ vorgesehen sein, dass die Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement
aufweist, in das das Befestigungsende des Absperrpfahles bei Bedarf eingefügt werden
kann. Bei einer solchen Ausführung ist statt dem Absperrpfahl das Aufnahmeelement,
das beispielsweise als Hülse ausgebildet sein kann, fest, insbesondere formschlüssig
und/oder stoffschlüssig, mit dem Streben verbunden, insbesondere verschweißt.
[0026] Beispielsweise im Hinblick auf das Verhindern des Überfahrens der erfindungsgemäßen
Absperrvorrichtung mit einem Lastkraftwagen von 7,5 Tonnen Gewicht bei einer Geschwindigkeit
von 80 km/h kann die Hülse beispielsweise aus Stahl bei einer Wanddicke im Bereich
von 20 mm bis 40 mm und mit einer Höhe von 600 mm ausgebildet und unmittelbar mit
dem Streben verschweißt sein. Die Hülse kann einen Innendurchmesser von 254 mm aufweisen,
so dass ein Absperrpfosten mit passendem Außendurchmesser von beispielsweise 250 mm,,
der insbesondere als Vollmaterialpfosten aus Stahl ausgebildet sein kann, von oben
eingelassen und bei Bedarf wieder entfernt werden kann. Beispielsweise kann vorteilhaft
vorgesehen sein, dass die Hülse beispielsweise aus Stahl gefertigt ist und eine Wanddicke
im Bereich von 40 mm bis 60 mm aufweist. Die Hülse kann hierfür einen Innendurchmesser
im Bereich von 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 254 mm, aufweisen, so dass ein
Absperrpfosten mit entsprechendem Außendurchmesser, der insbesondere als Vollmaterialpfosten
aus Stahl ausgebildet sein kann, von oben eingelassen und bei Bedarf wieder entfernt
werden kann.
[0027] Eine zusätzliche Befestigung des Absperrpfostens ist zwar möglich, aber in der Regel
nicht erforderlich, da der Absperrpfosten bereits selbst ein sehr hohes Eigengewicht
aufweist und da sich der Pfosten bei dem Anprall eines Landfahrzeuges automatisch
derart in der Hülse verklemmt, dass ein ungewolltes Herausreißen aus der Hülse nicht
auftritt.
[0028] Der Absperrpfosten kann ein, insbesondere unter einer abnehmbaren Abdeckung angeordnetes,
Innengewinde aufweisen, in das ein Haken eingeschraubt werden kann. Der Schraubhaken
ermöglicht es, den Abstandpfosten an einen Kranhaken anzubringen, um diesen zu installieren
oder zu entnehmen.
[0029] Wie bereits erwähnt, kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft als Fertigteil
mit einem aushärtbaren Material, insbesondere mit flüssigem Beton, ausgegossen sein.
Hierzu kann die Verankerungsvorrichtung beispielsweise einen äußeren Rahmen und eine
Bodenplatte aufweisen, die gemeinsam eine nach oben offene Wanne für das aushärtbare
Material bilden. Da das Ausgießen mit einem aushärtbaren Material bereits bei der
Herstellung des Fertigteils erfolgt, entsteht auf der Baustelle beim Installieren
der erfindungsgemäßen Anordnung kein Zeitverlust, weil nicht auf ein Aushärten, wie
beispielsweise das Aushärten von Beton, gewartet werden muss.
[0030] Wie bereits erwähnt, können die die Streben vorteilhaft Teil eines Fachwerks sein.
Insbesondere kann der Rahmen zusammen mit den Streben Teil einer Fachwerkstruktur
der Verankerungsvorrichtung sein. Insbesondere ist es vorteilhaft möglich, dass wenigstens
eine der Streben gleichzeitig auch ein Rahmenteil des Rahmens ist.
[0031] Der Rahmen kann aus mehreren Rahmenteilen gebildet sein, die miteinander form- und/oder
stoffschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt, sind. Außerdem sind die Rahmenteile
vorzugsweise fest mit der Bodenplatte verbunden, insbesondere verschweißt. Ganz allgemein
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Rahmen aus Rahmenteilen zusammengefügt,
insbesondere geschweißt, ist, wobei wenigstens eines der Rahmenteile als Breitflanschträger
und/oder als Profilträger und/oder als T-Träger oder als Doppel-T-Träger oder als
ebene Platte ausgebildet ist. Soweit eine der Streben als ebene Platte ausgebildet
ist, ist es hinsichtlich der Stabilität von besonderem Vorteil, wenn die Hauptebene
der Platte vertikal ausgerichtet ist. Soweit eine der Streben als Breitflanschträger,
insbesondere als Doppel-T-Träger, ausgebildet ist, ist es hinsichtlich der Stabilität
der Verankerungsvorrichtung von besonderem Vorteil, wenn die Flansche horizontal ausgerichtet
sind, während der Steg vertikal ausgerichtet ist.
[0032] Bei einer besonderen Ausführung ist die Verankerungsvorrichtung im Wesentlichen,
abgesehen von eventuell vorhandenen Aufnahmeelementen zum einfügen von Absperrpfosten,
quaderförmig ausgebildet.
[0033] Es hat sich gezeigt, dass eine Ausführung der Verankerungsvorrichtung, die eine Länge
im Bereich von 1.500 mm bis 2.800 mm, insbesondere von 2.000 mm, eine Breite im Bereich
von 1.000 mm bis 1.400 mm, insbesondere von 1.200 mm aufweist, besonders kompakt und
dennoch besonders stabil ausgebildet werden kann. Insbesondere kann die Verankerungsvorrichtung
eine Höhe im Bereich von 100 mm bis 500 mm, insbesondere von 450 mm, aufweisen. Die
Verankerungsvorrichtung kann vorteilhaft Insbesondere im Wesentlichen plattenförmig
ausgebildet sein. Insbesondere kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft ein Gewicht
im Bereich von 2 t bis 4 t, insbesondere im Bereich von 2,7 t bis 3,1 t, insbesondere
von 2,9 t aufweisen. Eine solche Ausführung erlaubt einerseits eine ausreichend gute
Handhabbarkeit beim Anliefern und Ablegen in die Grube und andererseits eine ausreichend
große Massenträgheit.
[0034] Insbesondere kann eine solche Ausführung unter Verwendung Bauteilen aus DIN-Rohmaterial
derart hergestellt werden, dass die installierte Absperrvorrichtung von einem LKW
mit einem Gewicht von 7,5 Tonnen bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h nicht überfahren
werden kann.
[0035] Bei einer besonderen Ausführung weist die Absperrvorrichtung wenigstens einen weiteren
Absperrpfahl auf, dessen Befestigungsende an der Verankerungsvorrichtung festgelegt
ist oder festlegbar ist. Hierzu kann die Verankerungsvorrichtung vorteilhaft mehrere
weitere Streben aufweisen, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum weiteren
Absperrpfahl und in Richtung auf das Befestigungselement des weiteren Absperrpfahles
ausgerichtet sind. Eine solche Ausführung kann entsprechend breiter ausgebildet sein.
[0036] Wie bereits oben in Bezug auf den Absperrpfahl beschrieben, kann auch der weitere
Absperrpfahl entweder unmittelbar fest mit den Streben verbunden, insbesondere verschweißt
sein, oder indirekt über ein fest mit den weiteren Streben verbundenes Aufnahmeelement
eingefügt werden. Letzteres hat den besonderen Vorteil, dass auch der weitere Absperrpfahl
bei Bedarf vorübergehend entfernt werden kann.
[0037] Vorzugsweise sind die Verankerungsvorrichtungen der erfindungsgemäßen Anordnung gleich,
insbesondere wenigstens gleich groß, ausgebildet. Eine solche Ausführung erlaubt eine
kostengünstige Herstellung, weil gleich Teile hergestellt werden können. Dennoch ist
eine solche Ausführung besonders flexibel einsetzbar wie bereits erwähnt, durch die
Verwendung unterschiedlicher Verbindungselemente insbesondere eine Verlegung der Verankerungsvorrichtungen
in Bogenform genauso möglich, wie eine geradlinige Verlegung, wobei bei einer gradlinigen
Verlegung vorzugsweise gleichgroße Verbindungselemente verwendet werden.
[0038] Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt das Herstellen der Grube vorzugsweise
derart, dass am Grund der Grube ein ebener, horizontaler Boden entsteht. Vorzugsweise
wird eine Grube mit senkrechten Wänden hergestellt. Ein horizontaler, ebener Boden
der Grube kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass ein feinkörniges Granulat,
wie beispielsweise Kies oder Sand, in nach dem Ausheben von Erdreich in die Grube
eingefüllt und anschließend horizontal abgezogen wird. Auf den ebenen und horizontalen
Boden der Grube können anschließend die Verankerungsvorrichtungen aufgelegt werden.
[0039] Nach dem Ablegen der Verankerungsvorrichtungen in der Grube erfolgt das Verbinden
jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen mittels wenigstens eines Verbindungselements.
Auf diese Weise wird vorteilhaft erreicht, dass eine Krafteinwirkung auf den Absperrpfahl
einer Absperrvorrichtung nicht allein von der betroffenen Absperrvorrichtung aufgefangen
werden muss, sondern dass vielmehr eine teilweise Weiterleitung der Kraft auf die
benachbarten Verankerungsvorrichtungen und ggf. von diesen auf die übernächsten Verankerungsvorrichtungen
erfolgt, so dass sich die Absperrvorrichtungen insgesamt gegenseitig stützen.
[0040] Bei einer besonderen Ausführung sind benachbarte Verankerungsvorrichtungen (abgesehen
davon, dass sie über das Erdreich oder das Füllmaterial oder den Verkehrsbelag indirekt
miteinander in Kontakt sind) ausschließlich mittels eines Verbindungselements oder
mehrerer Verbindungselemente, insbesondere formschlüssig oder ausschließlich formschlüssig,
miteinander verbunden. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass sind benachbarte
Verankerungsvorrichtungen ausschließlich mittels eines Verbindungselements oder mehrerer
Verbindungselemente derart verbunden, dass Zugkräfte übertragbar sind.
[0041] Vorzugsweise werden der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen und/oder wenigstens
ein Teil des Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der Zwischenräume
mit einem Füllmaterial aufgefüllt. Das Füllmaterial beinhaltet vorzugsweise kein aushärtendes
Material, wie beispielsweise Beton. Dies hat den besonderen Vorteil, dass auf das
Aushärten gewartet werden muss. Vielmehr ist es möglich, unmittelbar auf dem Füllmaterial
einen Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag,
herzustellen. Das Füllmaterial kann beispielsweise aus dem Aushub bestehen oder Teile
des Aushubs beinhalten, der beim Herstellen der Grube ausgehoben wurde. Alternativ
oder zusätzlich ist es auch möglich, dass das Füllmaterial Kies oder Schotter oder
Sand beinhaltet.
[0042] Vorzugsweise werden die Räume zwischen den Verankerungsvorrichtungen Füllmaterial
wie es im Straßenbau verwendet wird, insbesondere mit Kies oder Schotter, aufgefüllt
und das Füllmaterial auf eine Proctordichte von mindestens 98% bis 103 % verdichtet.
Das Auffüllen der Räume zwischen den Verankerungsvorrichtungen erfolgt vorzugsweise
bis zur Oberkante der Verankerungsvorrichtungen, so dass insgesamt eine plane Oberfläche
entsteht. Anschließen kann auf die plane Oberfläche ein Verkehrsflächenbelag aufgebracht
werden. Für den Verkehrsflächenbelag kann insbesondere eine Bauhöhe von 15 cm vorgesehen
sein.
[0043] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung wird oberhalb der Verankerungsvorrichtungen
und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen
ein Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, hergestellt,
wobei der Verkehrsflächenbelag unmittelbar auf den Verankerungsvorrichtungen aufliegt.
Bei einer solchen Ausführung ist es lediglich nötig, die Zwischenräume zwischen den
Verankerungsvorrichtungen mit einem Füllmaterial auszufüllen. Auch hierbei gilt, dass
es vorteilhaft nicht nötig ist, ein aushärtendes Füllmaterial zu verwenden. Das Füllmaterial
kann beispielsweise aus dem Aushub bestehen oder Teile des Aushubs beinhalten, der
beim Herstellen der Grube ausgehoben wurde. Das Füllmaterial kann auch Kies oder Schotter
oder Sand sein.
[0044] Bei einer besonderen Ausführung ist wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen
auf der Oberseite aufgeruht oder weist eine Anti-Rutsch-Beschichtung auf. Eine solche
Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass der unmittelbar angrenzende Verkehrsflächenbelag,
insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, nicht verrutscht, beispielsweise
wenn ein Fahrzeug darüber fährt.
[0045] Vorzugsweise werden anschließend die Verankerungsvorrichtung und der darüber liegende
Raum bis zur Erdoberfläche mit einem aushärtbaren Material, insbesondere mit flüssigem
Beton, ausgegossen. Für den Fall, dass mehrere Absperrvorrichtungen installiert werden,
werden sämtliche Verankerungsvorrichtungen gleichzeitig und gemeinsam mit dem über
den Verankerungsvorrichtungen liegenden Raum bis zur Erdoberfläche mit dem aushärtbaren
Material, insbesondere flüssigen Beton, ausgegossen. Auf diese Weise ist vorteilhaft
erreicht, dass die Verankerungsvorrichtungen zusätzlich über das aushärtbare Material
miteinander verbunden sind. Darüber hinaus werden die bei einem Anprall eines Landfahrzeugs
auf den Absperrpfosten einer Absperrvorrichtung wirkenden Kräfte wirkungsvoll auf
die benachbarten Absperrvorrichtungen und den gesamten gemeinsamen Betonblock übertragen,
so dass die Gesamtstruktur insgesamt besonders stabil, robust und massenträge ist.
[0046] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen,
insbesondere von Lastkraftwagen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer der Absperrvorrichtungen der in Fig. 1 gezeigten
Anordnung,
- Fig. 3
- eine Querschnittsdarstellung durch eine in einer Grube verbauten Absperrvorrichtung,
- Fig.4
- eine perspektivische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Absperrvorrichtung,
- Fig. 5
- eine Explosionsdarstellung des anderen Ausführungsbeispiels,
- Fig. 6
- das andere Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht,
- Fig. 7
- das andere Ausführungsbeispiel in einer weiteren Seitenansicht,
- Fig. 8
- das andere Ausführungsbeispiel in einer Ansicht von oben,
- Fig. 9
- eine ganz schematische Schnittdarstellung des anderen Ausführungsbeispiels, das im
Erdreich verbaut ist,
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Absperrvorrichtung,
- Fig. 11
- eine Explosionsdarstellung des weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Absperrvorrichtung,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des weiteren Ausführungsbeispiels,
- Fig. 13
- eine weitere Seitenansicht des weiteren Ausführungsbeispiels,
- Fig. 14
- eine Draufsicht auf das weitere Ausführungsbeispiel von oben,
- Fig. 15
- eine ganz schematische Schnittdarstellung des weiteren Ausführungsbeispiels, das im
Erdreich verbaut ist,
- Fig.16
- eine Detaildarstellung des vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung
ohne seinen Betonguss,
- Fig.17
- das vierte Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung ohne Absperrpfahl,
und
- Fig. 18
- drei miteinander verbundene Absperrvorrichtungen gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
wobei zur besseren Illustration bei einer der Absperrpfahl und bei einer der Betonguss
nicht dargestellt ist.
[0047] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen 21 zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen,
insbesondere von Lastkraftwagen. Jede Absperrvorrichtung 21 weist einen Absperrpfahl
1 auf. Darüber hinaus weist jede Absperrvorrichtung 1 eine als Fertigteil, insbesondere
Betonfertigteil, ausgebildete Verankerungsvorrichtung 3 auf, an der ein Befestigungsende
des Absperrpfahles 1 festgelegt ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und
bestimmt ist, derart, insbesondere unsichtbar, unter der Erdoberfläche angeordnet
zu werden, dass der Absperrpfahl 1 vertikal aus Erdoberfläche herausragt.
[0048] Nach dem Ablegen der Verankerungsvorrichtungen 3 in der Grube erfolgt das Verbinden
jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen 3 mittels wenigstens eines Verbindungselements
22. Jeweils benachbarte Verankerungsvorrichtungen 3 der Absperrvorrichtungen 21 sind
jeweils mit zwei Verbindungselementen 22 miteinander verbunden. Die Verbindungselemente
22 sind als Steckelemente ausgebildet, die zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen
3 lediglich eingesteckt zu werden braucht. Die Verbindungselement 22 sind u-förmig
ausgebildet und weisen zwei zueinander parallele Schenkel 23 auf, die über einen Steg
24 fest miteinander verbunden sind.
[0049] Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen wird ein Schenkel 23 von oben
in eine Öffnung 25 eines der Verbindungselemente eingesteckt, während der andere Schenkel
23 in eine Öffnung 25 einer benachbarten Verankerungsvorrichtungen eingesteckt wird.
Die Öffnungen 25 dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln des Verbindungselements
22.
[0050] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden jeweils zum Verbinden zweier benachbarter
Verankerungsvorrichtungen 3 gleich große Verbindungselemente 22 verwendet, weil die
Verankerungsvorrichtungen 3 parallel zueinander ausgerichtet sein sollen. Alternativ
wäre es möglich, ungleich große Verbindungselemente 22 zu verwenden, wenn zwei Verankerungsvorrichtungen
3 nicht parallel zueinander ausgerichtet werden, beispielsweise um insgesamt eine
bogenförmige Anordnung der Verankerungsvorrichtungen 3 zu erreichen.
[0051] Figur 2 zeigt eine perspektivische Darstellung einer der Absperrvorrichtungen 21
der in Fig. 1 gezeigten Anordnung, wobei der Absperrpfahl 1 mit seinem Befestigungsende
4 in ein Aufnahmeelement 19, nämlich eine Hülse, der Verankerungsvorrichtung 3 eingesteckt
ist.
[0052] Figur 3 zeigt eine Querschnittsdarstellung durch eine in einer Grube 17 verbauten
Absperrvorrichtung 21 einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen
21. Die Verankerungsvorrichtung 3 der Absperrvorrichtungen 21 ist am Boden der Grube
17, die beispielsweise mit einer Tiefe von 600 mm hergestellt wurde. abgelegt. Die
Grube 17 wurde derart hergestellt, dass sie einen ebenen, horizontalen Boden aufweist,
auf dem die Verankerungsvorrichtungen 3 horizontal ausgerichtet ausgelegt werden können.
Es ist insbesondere nicht notwendig, am Boden der Grube 17 vor dem Einbringen der
Absperrvorrichtung aufwendig 21 ein Fundament zu erstellen. Vorzugsweise wird lediglich
ein Schüttgut, beispielsweise feinkörniger Kies, eingefüllt und horizontal abgezogen,
so dass die abgezogene Oberfläche des Schüttgutes den horizontalen und ebenen Grubenboden
bildet, auf den die Verankerungsvorrichtungen 3 aufgelegt werden können.
[0053] Oberhalb der Verankerungsvorrichtung 3 und oberhalb der (nicht dargestellten), vorzugsweise
aufgefüllten, Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen 2 ist ein Verkehrsflächenbelag
26, insbesondere ein Pflasterbelag 27 verlegt, wobei der Verkehrsflächenbelag unmittelbar
auf der Verankerungsvorrichtung 3 aufliegt.
[0054] Figur 4 zeigt ein anders Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung
21 zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen.
Die Absperrvorrichtung 21 weist einen Absperrpfahl 1 und einen weiteren Absperrpfahl
2 auf. Darüber hinaus weist die Absperrvorrichtung 21 eine Verankerungsvorrichtung
3 auf, an der ein Befestigungsende 4 des Absperrpfahles 1 festgelegt ist. Darüber
hinaus weist die Verankerungsvorrichtung 3 mehrere Streben 5, 6, 7, 8, 9 auf, deren
Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl 1 und in Richtung auf das Befestigungsende
4 ausgerichtet sind.
[0055] Es ist vorgesehen, dass zum Herstellen einer erfindungsgemäßen Anordnung mehrere
der in Figur 4 dargestellten Verankerungsvorrichtungen 3 mittels Verbindungselementen,
insbesondere zerstörungsfrei wieder lösbar, miteinander verbunden werden. Insbesondere
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere der in Figur 4 dargestellten Verankerungsvorrichtungen
3 so miteinander verbunden werden, wie dies bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel erfolgt.
Außerdem weist die Verankerungsvorrichtung 3 mehrere weitere Streben 10, 11, 12, 13
auf, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum weiteren Absperrpfahl 2 und in
Richtung auf das Befestigungsende 14 des weiteren Absperrpfahls 2 ausgerichtet sind.
[0056] Die Streben 5, 6, 7, 8, 9 sind endseitig mit dem Befestigungsende 4 des Absperrpfahles
1 verschweißt. Analog sind die weiteren Streben 10, 11, 12, 13 mit dem Befestigungsende
14 des weiteren Absperrpfahls 2 verschweißt. Die Strebe 9, ist an einem Ende an den
Absperrpfahl 1 angeschweißt und am anderen Ende an den weiteren Absperrpfahl 2 angeschweißt.
[0057] Die Verankerungsvorrichtung 3 weist einen äußeren Rahmen auf, der aus miteinander
verschweißten Rahmenteilen 15 zusammengefügt ist. Hierbei erfüllen die Streben 8,
9 und 13 eine Doppelfunktion. Die Streben 8, 9, 13 fungieren nämlich zusätzlich als
Rahmenteile 15.
[0058] Die Streben 8, 9 und 13 sind jeweils als T-Träger aus Stahl ausgebildet. Die übrigen
Rahmenteile 15 sind als Platten ausgebildet. Die Streben 5, 6 und 7 sowie die weiteren
Streben 10, 11 und 12 sind in derselben (in der Einbaulage horizontalen) Ebene angeordnet,
wie der durch die Rahmenteile 15 gebildete Rahmen.
[0059] Die Verankerungsvorrichtung 3 weist außerdem eine Bodenplatte 16 auf, die mit dem
Rahmenteilen 15 und den Streben 5, 6, 7 sowie den weitern Streben 10, 11, 12 verschweißt
ist. Der Rahmen und die Bodenplatte 16 bilden gemeinsam eine oben offene Wanne, in
die ein aushärtbares Material, insbesondere flüssiger Beton, eingefüllt werden kann.
[0060] Der Absperrpfahl 1 und der weitere Absperrpfahl 2 sind kreiszylinderförmig und vorzugsweise
aus einem Vollmaterial, insbesondere aus Stahl, ausgebildet. Auch die übrigen Teile
der Verankerungsvorrichtung 3 können vorteilhaft aus Stahl hergestellt sein.
[0061] Insbesondere in den Figuren 4, Figur 5 und in Figur 6 ist zu erkennen, dass die Strebe
6 und die weitere Strebe 11 als Breitflanschträger, nämlich als Doppel-T-Träger, ausgebildet
sind, die jeweils endseitig kreiszylinderförmig derart ausgeschnitten sind, dass sie
formschlüssig an den Absperrpfahl 1 beziehungsweise den weiteren Absperrpfahl 2 angefügt
und verschweißt werden können.
[0062] Die Verankerungsvorrichtung 3 ist fachwerkartig aufgebaut, wobei insbesondere die
Streben 5, 6, 7 sowie die weiteren Streben 10, 11, 12 jeweils einem Knoten des Fachwerks
zuzuordnen sind, in dem ein Befestigungsende des Absperrpfahls 1 beziehungsweise des
weiteren Absperrpfahls 2 angeordnet ist.
[0063] Figur 9 zeigt ganz schematisch eine Absperrvorrichtung 21 gemäß dem anderen Ausführungsbeispiel,
die im Erdreich verbaut ist. Die Absperrvorrichtung ist in einer Grube 17 angeordnet,
die beispielsweise mit einer Tiefe von 600 mm hergestellt wurde. Die Grube wurde derart
hergestellt, dass sie einen ebenen, horizontalen Boden aufweist, auf dem die Verankerungsvorrichtung
3 mit der Außenseite der Bodenplatte 16 horizontal ausgerichtet ausgelegt werden kann.
Der Absperrpfahl 1 und der weitere (in Figur 6 nicht sichtbare) Absperrpfahl 2, die
fest an der Verankerungsvorrichtung 3 festgelegt sind, ragen vertikal aus der Grube
17 heraus. Es ist insbesondere nicht notwendig, am Boden der Grube 17 vor dem Einbringen
der Absperrvorrichtung aufwendig ein Fundament zu erstellen. Vorzugsweise wird lediglich
ein Schüttgut, beispielsweise feinkörniger Kies, eingefüllt und horizontal abgezogen,
so dass die abgezogene Oberfläche des Schüttgutes den horizontalen und ebenen Grubenboden
bildet, auf den die Absperrvorrichtung aufgelegt werden kann.
[0064] Nachdem die Verankerungsvorrichtungen 3 in die Grube 17 eingebracht wurden, werden
sie mittels (in dieser Figur nicht dargestellten) Verbindungselementen 22 miteinander
verbunden.
[0065] Anschließend kann der darüber liegende Raum mit einem Füllmaterial 28, beispielsweise
mit dem zuvor bei der Herstellung der Grube 17 aufgehobenen Erdaushub oder beispielsweise
mit Kies oder Schotter, aufgefüllt und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag 26, insbesondere
einem Pflasterbelag 27 oder einem Asphaltbelag, versehen werden.
[0066] Die dargestellte Absperrvorrichtung hat den ganz besonderen Vorteil, dass die Grube
17 nicht sehr tief zu sein braucht, so dass nicht die Gefahr besteht, beim Ausheben
der Grube 17 bereits im Erdreich verlegte Elemente, wie elektrische Leitungen, Wasserleitungen
oder Gasleitungen, oder Erdtanks zu beschädigen. Vielmehr hat die erfindungsgemäße
Absperrvorrichtung 21 den ganz besonderen Vorteil, dass bei einer insgesamt flachen
Bauweise ein wirksamer Schutz gegen eine gewaltsame Überfahrt von Landfahrzeugen,
insbesondere von Lastkraftwagen, erzielbar ist. So hat sich bei Simulationsrechnungen
nach der Finite-Element-Methode gezeigt, dass mittels eines Absperrpfahls 1 und eines
weiteren Absperrpfahls 2, die einen Durchmesser von 130 mm aufweisen und die in Vollmaterialbauweise
aus Stahl gebildet sind, die Durchfahrt eines 7,5 Tonnen schweren Lastkraftwagens
bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h sicher aufgehalten werden kann.
[0067] Figur 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung
in einer perspektivischen Ansicht. Das weitere Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
von dem anderen Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Streben 5, 6, 7, 8, 9 nicht
unmittelbar fest mit dem Befestigungsende 4 des Absperrpfahles 1 verbunden sind, sondern
mit einem als Hülse ausgebildeten Aufnahmeelement 19. In das Aufnahmeelement 19 kann
das Befestigungsende 4 des Absperrpfahls 1 von oben formschlüssig eingefügt werden,
was insbesondere in Figur 11 zu erkennen ist. Analog sind die weiteren Streben 10,
11, 12 und 13 nicht unmittelbar mit dem Befestigungsende 14 des weiteren Absperrpfahls
2 verbunden, insbesondere verschweißt, sondern vielmehr fest mit einem weiteren Aufnahmeelement
20, das als weitere Hülse ausgebildet ist. In das weitere Aufnahmeelement 20 kann
der weitere Absperrpfahl 2 im seinem Befestigungsende 14 voran von oben formschlüssig
eingefügt werden, was insbesondere in Figur 11 zu erkennen ist.
[0068] Die Absperrvorrichtung 21 gemäß dem weiteren Ausführungsbeispiel hat den ganz besonderen
Vorteil, dass der Absperrpfahl 1 und der weitere Absperrpfahl 2 vorübergehend entnommen
werden können, so dass dann eine Überfahrt eines Landfahrzeugs ungehindert möglich
ist. Bei Bedarf, nämlich wenn die Überfahrt eines Landfahrzeuges verhindert werden
soll, können der Absperrpfahl 1 und der weiteren Absperrpfahl 2 in das Aufnahmeelement
19 beziehungsweise das weitere Aufnahmeelement 20 der Verankerungsvorrichtung 3 eingefügt
werden.
[0069] Figur 15 zeigt in einer ganz schematischen Querschnittsdarstellung die im Erdreich
verbaute Absperrvorrichtung 21 gemäß dem weiteren Ausführungsbeispiel. Vorzugsweise
wird die Grube 17 so tief ausgehoben, dass die oberen Enden des Aufnahmeelements 19
und des weiteren Aufnahmeelements 20 der Verankerungsvorrichtung 3 bündig mit der
Erdoberfläche abschließen. Beispielsweise kann die vertikal Höhe des Aufnahmeelements
19 und des weiteren Aufnahmeelements 20 jeweils ca. 600 mm betragen. Die Dicke der
Bodenplatte 16 kann beispielsweise 10 mm betragen, so dass insgesamt eine Grubentiefe
von 610 mm erforderlich ist.
[0070] Nachdem die Verankerungsvorrichtungen 3 in die Grube 17 eingebracht wurden, werden
sie mittels (in dieser Figur nicht dargestellten) Verbindungselementen 22 miteinander
verbunden.
[0071] Anschließend kann der darüber liegende Raum mit einem Füllmaterial 28, beispielsweise
mit dem zuvor bei der Herstellung der Grube 17 aufgehobenen Erdaushub oder beispielsweise
mit Kies oder Schotter, aufgefüllt und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag 26, insbesondere
einem Pflasterbelag 27 oder einem Asphaltbelag, versehen werden.
[0072] Wenn die Überfahrt eines Landfahrzeugs nicht verhindert werden soll, können der Absperrpfahl
1 und der (in Figur 15 nicht sichtbare) weitere Absperrpfahl 2 entfernt werden und
die verbleibenden Öffnungen in dem Aufnahmeelement 19 und dem weiteren Aufnahmeelement
20 jeweils mit einem Deckel verschlossen werden.
[0073] Figur 16 zeigt eine Detaildarstellung des vierten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Absperrvorrichtung 21 ohne ihren Betonguss. Es ist ein Aufnahmeelement 19 in Form
einer Hülse vorhanden, in das ein Absperrpfahl 1 eingesteckt ist. Die Verankerungsvorrichtung
3 weist mehrere plattenförmige Streben 5, insbesondere aus Stahl, auf, die von einem
(in dieser Figur nicht dargestellten) ausgehärteten Füllmaterial, nämlich Beton, umgeben
sind und deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum Absperrpfahl 1 und in Richtung
auf das Befestigungsende 4 ausgerichtet sind. Zusätzlich sind Verstrebungen 28 aus
einem, insbesondere im Querschnitt kreisrunden, Stangenmaterial, insbesondere Stahlstangen,
in die Verankerungsvorrichtung 3 eingefügt und von Beton umgeben.
[0074] Es ist vorgesehen, dass mehrere der in Figur 16 dargestellten Verankerungsvorrichtungen
3 so miteinander verbunden werden, wie dies bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel erfolgt. Zum Verbinden benachbarter Verankerungsvorrichtungen
3 wird ein Schenkel 23 eines Verbindungselements 22 von oben in eine Öffnung 25 der
Verankerungsvorrichtung 3 eingesteckt, während der (in dieser Figur nicht dargestellte)
andere Schenkel 23 in eine Öffnung 25 einer benachbarten Verankerungsvorrichtung 3
eingesteckt wird. Die Öffnungen 25 dienen hierbei als Ankopplungselemente zum Ankoppeln
des Verbindungselements 22.
[0075] Figur 17 zeigt das vierte Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Absperrvorrichtung
21 ohne Absperrpfahl 1. In Figur 18 sind exemplarisch drei miteinander verbundene
Absperrvorrichtungen 21 dargestellt, wobei jede gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
ausgebildet ist und wobei zur besseren Illustration bei der linken Verankerungsvorrichtung
3 der Absperrpfahl 1 und bei der rechten Verankerungsvorrichtung 3 der Betonguss nicht
dargestellt ist. Die Absperrvorrichtungen 21 bilden eine erfindungsgemäße Anordnung
mehrerer Absperrvorrichtungen 21.
Bezugszeichenliste:
[0076]
- 1
- Absperrpfahl
- 2
- Weiterer Absperrpfahl
- 3
- Verankerungsvorrichtung
- 4
- Befestigungsende des Absperrpfahles 1
- 5
- Strebe
- 6
- Strebe
- 7
- Strebe
- 8
- Strebe
- 9
- Strebe
- 10
- Weitere Strebe
- 11
- Weitere Strebe
- 12
- Weitere Strebe
- 13
- Weitere Strebe
- 14
- Befestigungsende des weiteren Absperrpfahles 2
- 15
- Rahmenteile
- 16
- Bodenplatte
- 17
- Grube
- 18
- Beton
- 19
- Aufnahmeelement
- 20
- Weiteres Aufnahmeelement
- 21
- Absperrvorrichtung
- 22
- Verbindungselement
- 23
- Schenkel des Verbindungselements 22
- 24
- Steg des Verbindungselements 22
- 25
- Öffnung
- 26
- Verkehrsflächenbelag
- 27
- Pflasterbelag
- 28
- Verstrebungen
1. Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen zum Verhindern der Durchfahrt von Landfahrzeugen,
insbesondere von Lastkraftwagen, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens einen Absperrpfahl
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete
Verankerungsvorrichtung aufweist, an der ein Befestigungsende des Absperrpfahles festgelegt
ist oder festlegbar ist und die dazu ausgebildet und bestimmt ist, derart, insbesondere
unsichtbar, unter der Erdoberfläche angeordnet zu werden, dass der Absperrpfahl vertikal
aus Erdoberfläche herausragt, und dass jeweils benachbarte Absperrvorrichtungen jeweils
mit mindestens einem Verbindungselement fest miteinander verbunden sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Verbindungselement ein Gewinde zum Herstellen einer Schraubverbindung aufweist,
und/oder dass
b. das Verbindungselement als Steckelement ausgebildet ist, und/oder dass
c. das Verbindungselement u-förmig ausgebildet ist und zwei, insbesondere zueinander
parallele, Schenkel aufweist, wobei ein Schenkel in eine Öffnung eines der Verbindungselemente
eingreift und der andere Schenkel in eine Öffnung eines benachbarten Verbindungselements
eingreift, und/oder dass
d. mittels des Verbindungselement eine formschlüssige Verbindung, insbesondere eine
ausschließlich formschlüssige Verbindung hergestellt ist, und/oder dass
e. das Verbindungselement zerstörungsfrei von den Verankerungsvorrichtung en lösbar
ist, und/oder dass
f. benachbarte Verankerungsvorrichtungen ausschließlich mittels wenigstens eines Verbindungselements,
insbesondere formschlüssig Verankerungsvorrichtungen ausschließlich formschlüssig,
miteinander verbunden sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungsvorrichtungen als voneinander separate Fertigteile horizontal nebeneinander
in einer Grube abgesetzt sind und dass der darüber liegende Raum bis zur Erdoberfläche
aufgefüllt ist und/oder mit einem Verkehrsflächenbelag, insbesondere einem Pflasterbelag
oder einem Asphaltbelag, versehen ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. jede Verankerungsvorrichtung Streben beinhaltet, die von einem ausgehärteten Füllmaterial,
insbesondere Beton, umgeben sind, und/oder dass
b. jede Verankerungsvorrichtung mehrere Streben aufweist, deren Längserstreckungsrichtung
senkrecht zum Absperrpfahl und in Richtung auf das Befestigungsende ausgerichtet sind,
und/oder dass
c. wenigstens eine der Streben als Breitflanschträger und/oder als Profilträger und/oder
als T-Träger oder als Doppel-T-Träger oder als ebene Platte ausgebildet ist, oder
dass wenigstens eine der Streben aus Profilstahl gefertigt ist, und/oder dass
d. die Streben fachwerkartig angeordnet sind und/oder dass die Streben ein Fachwerk
bilden, und/oder dass
e. die Streben fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, mit dem Absperrpfahl
verbunden sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende
des Absperrpfahles, insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist,
oder dass
b. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende
des Absperrpfahles, insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist,
und das als Hülse ausgebildet ist, und/ oder dass
c. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende
des Absperrpfahles, insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist
und das als Hülse aus Stahl ausgebildet ist, die eine Höhe im Bereich vom 500 mm bis
700 mm, insbesondere von 600 mm, aufweist, und/oder dass
d. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende
des Absperrpfahles, insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist
und das als Hülse aus Stahl ausgebildet ist, die eine Wanddicke im Bereich von 20
mm bis 40 mm, insbesondere von 25 mm, oder im Bereich von 40 mm bis 60 mm, aufweist,
und/oder dass
e. jede Verankerungsvorrichtung ein Aufnahmeelement aufweist, in das das Befestigungsende
des Absperrpfahles, insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist
und das die Streben fest, insbesondere formschlüssig und/oder stoffschlüssig, mit
dem Aufnahmeelement oder dem Absperrpfahl verbunden sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte in einer
zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, und/oder dass
b. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte in einer
zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, wobei der Rahmen und die Bodenplatte
gemeinsam eine Wanne bilden, die mit einem Material, insbesondere Beton, das bereits
bei der Herstellung der Verankerungsvorrichtung als Fertigteil ausgehärtet ist, gefüllt
ist und/oder dass
c. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte in einer
zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, wobei der Rahmen aus Rahmenteilen zusammengefügt
ist, und wobei wenigstens eines der Rahmenteile als Breitflanschträger und/oder als
Profilträger und/oder als T-Träger oder als Doppel-T-Träger oder als ebene Platte
ausgebildet ist, und/oder dass
d. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene sowie Streben aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte
in einer zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, wobei sowie Streben aufweist,
wobei .wenigstens eine der Streben Teil des Rahmens ist, und/oder dass
e. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene sowie Streben aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte
in einer zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, wobei sowie Streben aufweist,
wobei der Rahmen und/oder die Streben eine vertikale Höhe im Bereich von 100 mm bis
200 mm, insbesondere von 150 mm aufweisen, und/oder dass
f. jede Verankerungsvorrichtung einen äußeren Rahmen in einer zum Absperrpfahl senkrechten
Ebene sowie Streben aufweist und/oder dass jede Verankerungsvorrichtung eine Bodenplatte
in einer zum Absperrpfahl senkrechten Ebene aufweist, wobei sowie Streben aufweist,
wobei der Rahmen und/oder die Streben eine vertikale Höhe aufweisen, die um mehr als
das achtfache, insbesondere um mehr als das zehnfache kleiner ist, als die vertikale
Höhe des Absperrpfahles.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Absperrpfahl nicht hohl ausgebildet ist oder dass alle Absperrpfähle
nicht hohl ausgebildet sind, und/oder dass
b. wenigstens ein der Absperrpfahl kreiszylinderförmig mit einem Durchmesser im Bereich
vom 120 mm bis 150 mm, insbesondere im Bereich vom 130 mm bis 140 mm, insbesondere
von 130 mm, oder im Bereich vom 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 250 mm, ausgebildet
ist, oder dass alle Absperrpfähle kreiszylinderförmig mit einem Durchmesser im Bereich
vom 120 mm bis 150 mm, insbesondere im Bereich vom 130 mm bis 140 mm, insbesondere
von 130 mm, oder im Bereich vom 200 mm bis 300 mm, insbesondere von 250 mm, ausgebildet
sind und/oder dass
c. wenigstens ein Absperrpfahl aus Stahl hergestellt ist oder dass alle Absperrpfähle
aus Stahl hergestellt sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein weiterer Absperrpfahl vorhanden ist, dessen Befestigungsende an
der Verankerungsvorrichtung festgelegt ist oder festlegbar ist, und/oder dass
b. wenigstens ein weiterer Absperrpfahl vorhanden ist, dessen Befestigungsende an
der Verankerungsvorrichtung festgelegt ist oder festlegbar ist, wobei die Verankerungsvorrichtung
mehrere weitere Streben aufweist, deren Längserstreckungsrichtung senkrecht zum weiteren
Absperrpfahl und in Richtung auf das Befestigungsende des weiteren Absperrpfahles
ausgerichtet sind, und/oder dass
c. wenigstens ein weiterer Absperrpfahl vorhanden ist, dessen Befestigungsende an
der Verankerungsvorrichtung festgelegt ist oder festlegbar ist, wobei die Verankerungsvorrichtung
mehrere weitere Streben aufweist, wobei .die weiteren Streben fachwerkartig angeordnet
sind oder ein Fachwerk bilden oder zusammen mit den Streben ein Fachwerk bilden, und/oder
dass
d. wenigstens ein weiterer Absperrpfahl vorhanden ist, dessen Befestigungsende an
der Verankerungsvorrichtung festgelegt ist oder festlegbar ist, wobei die Verankerungsvorrichtung
mehrere weitere Streben aufweist, wobei die weiteren Streben fest, insbesondere formschlüssig
und/oder stoffschlüssig, mit dem Befestigungsende des weiteren Absperrpfahles oder
mit einem weiteren Aufnahmeelement, in die das Befestigungsende des weiteren Absperrpfahles,
insbesondere zerstörungsfrei wieder entnehmbar, einfügbar ist, verbunden sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Absperrvorrichtungen gleich sind, und/oder dass
b. wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen auf der Oberseite aufgeruht ist oder
eine Anti-Rutsch-Beschichtung aufweist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet
ist, und/oder dass
b. wenigstens eine der Verankerungsvorrichtungen im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet
ist und eine Länge im Bereich von 1500 mm bis 2800 mm, insbesondere von 2000 mm, und
ein Breite im Bereich von 1000 mm bis 1400 mm, insbesondere von 1200 mm, aufweist,
und/oder dass
c. der Abstand der Absperrpfähle benachbarter Absperrvorrichtungen im Bereich von
1000 mm bis 1400 mm liegt, insbesondere 1200 mm beträgt.
11. Absperrvorrichtung für eine Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrvorrichtung als Fertigteil, insbesondere als Betonfertigteil, ausgebildet
ist und Ankopplungselemente, insbesondere Öffnungen, zum Ankoppeln wenigstens eines
Verbindungselements zum formschlüssigen, insbesondere wieder lösbaren, Verbinden der
Absperrvorrichtung mit wenigstens einer weiteren, insbesondere gleichen, Absperrvorrichtung
aufweist.
12. Verfahren zum Herstellen einer Anordnung mehrerer Absperrvorrichtungen, insbesondere
einer Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei jede Absperrvorrichtung wenigstens
eine Verankerungsvorrichtung aufweist, an der jeweils ein Befestigungsende eines Absperrpfahles
festgelegt ist oder festlegbar ist,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a. Herstellen einer Grube im Erdreich,
b. Ablegen mehrerer Verankerungsvorrichtungen, insbesondere horizontal nebeneinander,
in der Grube, wobei jede Verankerungsvorrichtung als Fertigteil, insbesondere als
Betonfertigteil, ausgebildet ist,
c. Verbinden jeweils benachbarter Verankerungsvorrichtungen mittels eines wenigstens
Verbindungselements.
d. Absperrvorrichtungen horizontal nebeneinander auf dem Boden der Grube, wobei jede
Absperrvorrichtung wenigstens einen Absperrpfahl aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Absperrvorrichtung eine als Fertigteil, insbesondere Betonfertigteil, ausgebildete
Verankerungsvorrichtung aufweist, an der ein Befestigungsende des Absperrpfahles festgelegt
ist oder festlegbar ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen und/oder wenigstens ein Teil des
Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der Zwischenräume mit einem
Füllmaterial aufgefüllt wird, oder dass
b. der Raum zwischen den Verankerungsvorrichtungen und/oder wenigstens ein Teil des
Raumes oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der Zwischenräume mit einem
Füllmaterial aufgefüllt wird, wobei das Füllmaterial kein aushärtendes Material beinhaltet
und/oder dass das Füllmaterial keinen flüssigen Beton beinhaltet und/oder dass das
Füllmaterial aus dem Aushub besteht oder Aushub beinhaltet, der beim Herstellen der
Grube ausgehoben wurde, und/oder dass das Füllmaterial Kies oder Schotter oder Sand
beinhaltet.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten,
Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen ein, insbesondere befahrbarer,
Verkehrsflächenbelag, insbesondere ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, hergestellt
wird, oder dass
b. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten,
Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen ein Verkehrsflächenbelag, insbesondere
ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, hergestellt wird, wobei der Verkehrsflächenbelag
unmittelbar auf den Verankerungsvorrichtungen aufliegt, oder dass
c. oberhalb der Verankerungsvorrichtungen und oberhalb der, vorzugsweise aufgefüllten,
Zwischenräume zwischen den Verankerungsvorrichtungen ein Verkehrsflächenbelag, insbesondere
ein Pflasterbelag oder ein Asphaltbelag, hergestellt wird, wobei der Verkehrsflächenbelag
unmittelbar auf dem Füllmaterial aufliegt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Grube mit einer Tiefe im Bereich von 400 mm bis 800 mm, insbesondere mit einer
Tiefe von 600 mm ausgehoben wird, und/oder dass
b. die Grube derart ausgehoben wird, dass sie einen ebenen, horizontalen Boden aufweist,
und/oder dass
c. kein Fundament, insbesondere kein Betonfundament, in der Grube hergestellt wird,
und/oder dass
d. außer zum Herstellen der Verankerungsvorrichtungen als Fertigteile nicht betoniert
wird.