[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung eines Rahmens für eine Sanitäreinheit.
[0002] Es ist bekannt, Sanitäreinheiten wie beispielsweise WC's an einer Wand zu befestigen.
Innenwände von Gebäuden, insbesondere für Badezimmer, weisen regelmäßig nicht nur
eine Grundwand auf (die beispielsweise mit gemauerten Steinen gebildet sein kann).
Regelmäßig weisen derartige Wände darüber hinaus eine Vorwand auf, die von der Grundwand
beabstandet angeordnet ist und mit dieser einen Hohlraum einschließt. In dem Hohlraum
kann insbesondere ein Spülkasten vorgesehen sein. Die Vorwand kann beispielsweise
mit Gipsplatten gebildet sein. Die Sanitäreinheit kann an derartigen Wandkonstruktionen
insbesondere mittels eines Rahmens befestigt werden, der innerhalb des Hohlraums angeordnet
ist. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Rahmen in einem bestimmten Abstand von der
Grundwand gehalten wird. Insbesondere ist es regelmäßig gewünscht, dass der Rahmen
an die Vorwand anliegend gehalten wird, um die Vorwand zu stabilisieren. Mit bekannten
Lösungen zur Befestigung von Sanitäreinheiten an derartigen Wandkonstruktionen ist
das Einstellen des Abstandes zwischen Grundwand und dem Rahmen allerdings sehr zeitaufwendig.
Auch kann der Rahmen Teil der tragenden Konstruktion der Vorwand sein.
[0003] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung, die im Zusammenhang
mit dem Stand der Technik geschilderten technischen Probleme zu lösen bzw. zumindest
zu verringern. Es soll insbesondere eine Vorrichtung zur besonders effizienten Befestigung
eines Rahmens für eine Sanitäreinheit vorgestellt werden. Insbesondere soll die Befestigung
besonders sicher, stabil, genau, schnell und/oder werkzeuglos erfolgen können.
[0004] Diese Aufgaben werden gelöst mit einer Vorrichtung und mit einer Verwendung gemäß
den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Vorrichtung sind in den abhängig formulierten Patentansprüchen angegeben. Die
in den Patentansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale sind in beliebiger, technologisch
sinnvoller Weise miteinander kombinierbar und können durch erläuternde Sachverhalte
aus der Beschreibung ergänzt werden, wobei weitere Ausführungsvarianten der Erfindung
aufgezeigt werden.
[0005] Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung zur Befestigung eines Rahmens für eine Sanitäreinheit
an einem Befestigungselement, umfassend zumindest einen Führungskanal zur Führung
eines Befestigungsstifts, der in einem Stutzen der Vorrichtung ausgebildet ist, wobei
weiterhin ein Gewindeabschnitt des Führungskanals durch Einlegen eines Einlegeteils
in eine Aufnahme des Stutzens ausbildbar ist, wobei das Einlegeteil von einem Sicherungsteil
an dem Stutzen gehalten werden kann, wobei der Gewindeabschnitt in einer Grobjustierstellung
des Sicherungsteils derart deaktiviert ist, dass der Befestigungsstift translatorisch
in dem Führungskanal verstellbar ist, und wobei der Gewindeabschnitt in einer Feinjustierstellung
des Sicherungsteils derart aktiviert ist, dass der Befestigungsstift rotatorisch in
dem Führungskanal verstellbar ist oder durch mindestens eine Klemmkraft gehalten ist.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist der Befestigungsstift als
eine Schraube ausgeführt. Der Befestigungsstift hat zumindest einen Abschnitt mit
einer Gewindestruktur, die dazu geeignet ist, mit dem Gewindeabschnitt des Führungskanals
zusammenzuwirken.
[0007] Die beschriebene Vorrichtung ist insbesondere zur Befestigung einer Sanitäreinheit
wie beispielsweise eines Waschbeckens, eines WC's, Haltevorrichtungen im Sanitärbereich
und/oder eines Urinals bestimmt und eingerichtet. Die Sanitäreinheit kann mit der
beschriebenen Vorrichtung insbesondere an einer Wand eines Gebäudes befestigt werden.
Besonders geeignet ist die beschriebene Vorrichtung für Wände, die eine Grundwand
aufweisen (die beispielsweise aus gemauerten Steinen gebildet ist), an die ein Hohlraum
anschließt, der von einer Vorwand (die beispielsweise mit Gipsplatten gebildet sein
kann) abgeschlossen wird. In dem Hohlraum ist bevorzugt ein Rahmen vorgesehen, an
den die Sanitäreinheit befestigt wird. Der Rahmen kann Teil der tragenden Konstruktion
der Vorwand sein. Insbesondere in einem solchen Fall kann der Rahmen mit einer oder
mehreren der beschriebenen Vorrichtungen mit jeweiligen Befestigungsstiften an der
Grundwand befestigt werden. Der Rahmen und die beschriebene Vorrichtung werden nach
erfolgter Montage vorzugsweise von der Vorwand verdeckt. Bevorzugt kann der Rahmen
derart mit der beschriebenen Vorrichtung und mit den entsprechenden Befestigungsstiften
an der Grundwand gehalten werden, dass der Rahmen an die Vorwand anliegend gehalten
wird und/oder einen Teil der tragenden Konstruktion der Vorwand bildet.
[0008] Insbesondere eine Wand und Komponenten einer Wand (wie insbesondere die Grundwand)
werden hier als Befestigungselemente bezeichnet. Auch Komponenten von Trockenbauwänden
kommen als Befestigungselemente in Betracht. Der Begriff des Befestigungselements
ist hier weit auszulegen und umfasst insbesondere alle Bestandteile von Gebäuden oder
Komponenten solcher Bestandteile, an denen der Rahmen zur Befestigung der Sanitäreinheit
befestigt werden kann.
[0009] Die Vorrichtung wird bevorzugt an der Grundwand befestigt. Auch kann die Vorrichtung
an einer einfachen Wand (die insbesondere nicht in Grundwand und Vorwand unterteilt
ist), einer Decke oder einem Boden befestigt werden. Die Vorrichtung weist vorzugsweise
einen Grundkörper auf, wobei der Stutzen bevorzugt als Teil des Grundkörpers ausgebildet
ist. Der Grundkörper weist bevorzugt entsprechende Ausnehmungen oder Bohrungen auf,
durch die der Grundkörper beispielsweise mit Schrauben an der Grundwand befestigt
werden kann. Bevorzugt ist ein Befestigungsstift in der Vorrichtung vormontiert, d.h.
in den Führungskanal eingeführt. Der Befestigungsstift ist insbesondere dazu bestimmt
und eingerichtet, den Rahmen über die beschriebene Vorrichtung an der Grundwand zu
befestigen. Der Befestigungsstift weist dazu bevorzugt eine Struktur auf, mittels
derer der Befestigungsstift an der beschriebenen Vorrichtung gehalten werden kann.
[0010] Der Befestigungsstift kann bevorzugt derart an der beschriebenen Vorrichtung befestigt
werden, dass der Befestigungsstift senkrecht zu der Grundwand ausgerichtet ist. Insbesondere
dazu ist es bevorzugt, dass der Befestigungsstift in den Stutzen des Grundkörpers
eingreift. Der Stutzen ist bevorzugt zumindest teilweise zylinderförmig ausgeführt.
Ist der Grundkörper an einer Fläche (insbesondere an der Grundwand) befestigt, ist
der Stutzen bevorzugt senkrecht zu der Fläche ausgerichtet.
[0011] In dem Stutzen ist der Führungskanal ausgebildet, in den der Befestigungsstift eingeführt
werden kann. Bevorzugt wird der Befestigungsstift dabei in einer solchen Position
arretiert, dass der Rahmen an die Vorwand anliegend gehalten wird. Diese bevorzugte
Position für den Befestigungsstift in dem Führungskanal wird hier als eine Montageposition
des Befestigungsstifts bezeichnet. Die Montageposition des Befestigungsstifts kann
insbesondere von der Ausgestaltung der Wand und insbesondere von der Ausdehnung des
Hohlraums zwischen der Grundwand und der Vorwand abhängen. Um die Sanitäreinheit besonders
schnell befestigen zu können, ist es vorteilhaft, wenn der Befestigungsstift besonders
schnell in die Montageposition gebracht werden kann. Das kann mit der beschriebenen
Vorrichtung insbesondere dadurch erreicht werden, dass der Führungskanal durch einen
Führungsabschnitt und durch den Gewindeabschnitt gebildet ist. Der Führungsabschnitt
dient insbesondere zu einer ersten Grobjustierung der Position des Befestigungsstifts
und der Gewindeabschnitt einer anschließenden Feinjustierung der Position des Befestigungsstifts.
Der Führungsabschnitt und der Gewindeabschnitt sind entlang des Führungskanals der
Vorrichtung hintereinander angeordnet.
[0012] Der Gewindeabschnitt kann aktiviert und deaktiviert sein. Ist der Gewindeabschnitt
deaktiviert, kann der Befestigungsstift translatorisch in dem Führungskanal verstellt
werden. Ist der Gewindeabschnitt aktiviert, kann der Befestigungsstift nur rotatorisch
in dem Führungskanal verstellt werden. Unter einer rotatorischen Verstellung ist insbesondere
zu verstehen, dass die Position des Befestigungsstifts durch eine Rotation um die
eigene Achse translatorisch verändert werden kann, wie dies bei einer Schraube in
einem Gewinde der Fall ist. Insbesondere ist es nicht ausgeschlossen, dass der Befestigungsstift
bei deaktiviertem Gewindeabschnitt um die eigene Achse gedreht werden kann. Dabei
führt eine solche Rotation aber mangels Wechselwirkung mit dem Gewindeabschnitt nicht
zwangsläufig zu einer translatorischen Veränderung der Position des Befestigungsstifts.
[0013] Ist der Gewindeabschnitt deaktiviert, kann der Befestigungsstift in dem Führungskanal
translatorisch verschoben werden, auch wenn der Befestigungsstift eine Struktur aufweist.
Dazu ist es bevorzugt, dass der Führungskanal im Führungsabschnitt eine glatte Innenseite
aufweist. Unter einer glatten Innenseite ist insbesondere zu verstehen, dass die Innenseite
kein Gegenstück zu einer Struktur des Befestigungsstifts aufweist. Ist der Befestigungsstift
beispielsweise eine Schraube, weißt die glatte Innenseite insbesondere kein Gewinde
auf.
[0014] Die Grobjustierung der Position des Befestigungsstifts kann besonders schnell durch
translatorisches Verstellen des Befestigungsstifts erfolgen. Insbesondere muss der
Befestigungsstift zur Grobjustierung nicht gedreht werden. Das kann insbesondere im
Vergleich zum Eindrehen einer Schraube in ein Gewinde erheblich Zeit einsparen.
[0015] Ist der Befestigungsstift durch die Grobjustierung annähernd in die Montageposition
gebracht worden, wird das Sicherungsteil bevorzugt in die Feinjustierstellung gebracht.
Dadurch wird der Gewindeabschnitt des Führungskanals aktiviert. Das bedeutet insbesondere,
dass der Befestigungsstift aufgrund des Gewindeabschnitts nur noch rotatorisch und
nicht mehr translatorisch verstellt werden kann. Damit kann eine besonders feine Justierung
der Position des Befestigungsstifts erfolgen, so dass die Montageposition des Befestigungsstifts
besonders genau erreicht werden kann. Insbesondere kann eine translatorische Verschiebung
des Befestigungsstifts durch den Gewindeabschnitt verhindert werden. Bei einem als
eine Schraube ausgeführten Befestigungsstift kann eine rein translatorische Verschiebung
beispielsweise derart verhindert werden, dass eine Verschiebung nur unter Drehung
des Befestigungsstifts möglich ist.
[0016] Das Einlegeteil wird vorzugsweise durch das Sicherungsteil in der Aufnahme und damit
an dem Stutzen gehalten. Bevorzugt kann das Sicherungsteil kontinuierlich verstellt
werden. Ist das Sicherungsteil in der Grobjustierstellung, ist der Gewindeabschnitt
deaktiviert. Ist das Sicherungsteil in der Feinjustierstellung, ist der Gewindeabschnitt
aktiviert. Die Grobjustierstellung umfasst dabei jede Position und jede Einstellung
des Sicherungsteils, bei denen das Einlegeteil derart von dem Sicherungsteil an dem
Stutzen gehalten wird, dass der Befestigungsstift zumindest translatorisch in dem
Führungskanal verstellt werden kann. Die Feinjustierstellung umfasst jede Position
und jede Einstellung des Sicherungsteils, bei denen das Einlegeteil derart von dem
Sicherungsteil in der Aufnahme gehalten wird, dass der Befestigungsstift nur unter
Drehung in dem Führungskanal verstellt werden kann. Bevorzugt ist das Sicherungsteil
sowohl in der Grobjustierstellung als auch in der Feinjustierstellung an dem Stutzen
befestigt. Das Sicherungsteil kann dabei in der Grobjustierstellung und in der Feinjustierstellung
beispielsweise in verschiedenen Positionen und/oder Orientierungen an dem Stutzen
befestigt sein. Damit kann verhindert werden, dass das Sicherungsteil verlorengeht.
[0017] Wenn der Gewindeabschnitt in der Feinjustierstellung aktiviert ist besteht auch eine
Alternative zu einer rotatorischen Verstellmöglichkeit. Es ist auch möglich, dass
bei aktivierter Feinjustierstellung Klemmkräfte auf den Befestigungstift wirken, die
eine translatorische Verstellung behindern ohne das eine rotatorische Verstellmöglichkeit
gegeben ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Gewindeabschnitt und/oder
eine mit dem Gewindeabschnitt korrespondierende Struktur an dem Befestigungsstift
eine Steigung von "0" hat. Ein solcher Gewindeabschnitt kann auch als "Riffelung",
"geriffelte Struktur" oder "geriffelte Oberflächenstruktur" des Einlegebauteils bzw.
des Stutzens bezeichnet werden. Eine solche Riffelung, geriffelte Struktur bzw. geriffelte
Oberflächenstruktur unterstützt von dem Stutzen und dem Einlegeteil auf den Befestigungsstift
wirkende Klemmkräfte. Gegebenenfalls kann auch ein Formschluss zwischen Oberflächenstrukturen
des Einlegeteils und des Stutzens bzw. des Befestigungsstiftes wirken, wenn die Feinjustierstellung
aktiviert ist. Es sind auch Ausführungsvarianten möglich in denen im Bereich des Gewindeabschnitts
an dem Einlegebauteil und dem Stutzen überhaupt keine Oberflächenstruktur vorhanden
ist. Der Gewindeabschnitt kann dann auch als "Klemmabschnitt" bezeichnet werden. In
solchen Varianten werden von den Oberflächen des Einlegebauteils und des Stutzens
bei aktivierter Feinjustierstellung reine Klemmkräfte bzw. Reibkräfte erzeugt.
[0018] In der Ausführungsvariante in der Klemmkräfte auf den Befestigungstift wirken, ist
es gegebenenfalls möglich den Befestigungsstift in der Feinjustierstellung translatorisch
mit einem erhöhten Kraftaufwand zu verschieben, um eine Feinjustierung zu erreichen.
Gegebenenfalls kann die Feinjustierung hier auch durch eine Rastwirkung erreicht werden.
Bei solchen Ausführungsvarianten rastet der Befestigungsstift in translatorischer
Richtung jeweils um einen festgelegten Rastabstand weiter, wenn daran gezogen oder
geschoben wird und die Feinjustierstellung aktiviert ist. In einer Ausführungsvariante
kann an dem Befestigungsstift auch eine zusätzliche Schraubenstruktur vorgesehen sein,
die den Befestigungsstift mit dem Rahmen verbindet und mit der eine Feinjustierung
möglich ist. Eine solche zusätzliche Schraubenstruktur ist bevorzugt unabhängig von
dem Gewindeabschnitt bzw. dem Stutzen und dem Einlegeteil.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Sicherungsteil
um den Stutzen umlaufend ausgeführt.
[0020] Das Sicherungsteil ist bevorzugt hohlzylinderförmig ausgeführt. Umläuft das Sicherungsteil
den Stutzen, kann das Sicherungsteil besonders gut eine Haltekraft auf das Einlegeteil
ausüben und das Einlegeteil damit besonders gut in der Aufnahme halten.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Einlegeteil
in einer Montagestellung des Sicherungsteils in die Aufnahme des Stutzens einlegbar.
[0022] In der Montagestellung des Sicherungsteils kann das Einlegeteil vorzugsweise in die
Aufnahme des Stutzens eingelegt und/oder aus dieser herausgenommen werden. Die Montagestellung
wird vorzugsweise bei der Herstellung der beschriebenen Vorrichtung verwendet. So
kann bei der Herstellung der beschriebenen Vorrichtung insbesondere zunächst der Grundkörper
mit dem Stutzen hergestellt werden und das Sicherungsteil an den Stutzen angebracht
werden. Anschließend kann das Sicherungsteil in die Montagestellung gebracht werden,
so dass das Einlegeteil in die Aufnahme des Stutzens eingelegt werden kann.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung kann das Sicherungsteil
nur in einer Montageorientierung in die Montagestellung gebracht werden.
[0024] Das Sicherungsteil ist bevorzugt derart an dem Stutzen befestigt, dass das Sicherungsteil
um eine eigene Achse verdreht werden kann. Ist das Sicherungsteil um den Stutzen umlaufend
ausgeführt, so kann das Sicherungsteil bevorzugt um eine Achse des Stutzens verdreht
werden. Um das Sicherungsteil insbesondere von der Grobjustierstellung oder der Feinjustierstellung
in die Montagestellung zu bringen, muss das Sicherungsteil in die Montageorientierung
gebracht werden. Damit kann insbesondere ein Herausfallen des in die Aufnahme eingelegten
Einlegeteils verhindert werden. Ist das Einlegeteil beispielsweise in die Aufnahme
eingelegt und befindet sich das Sicherungsteil in der Grobjustierstellung, kann das
Sicherungsteil nicht (versehentlich) in die Montagestellung gebracht werden. Erst
ist das Sicherungsteil, sofern nicht zufällig bereits der Fall, in die Montageorientierung
zu bringen. Zudem kann das Sicherungsteil bei Verstellen aus der Montagestellung beispielsweise
in die Grobjustierstellung aus der Montageorientierung heraus verdreht werden, damit
ein versehentliches Verschieben des Sicherungsteils in die Montagestellung verhindert
werden kann.
[0025] Es kann eine oder mehrere Montageorientierungen geben. Beispielsweise kann eine Montageorientierung
bei einer Orientierung des Sicherungsteils von 0° (bezogen auf einen entsprechend
festgelegten Nullpunkt), von 120° und von 240° vorliegen. Um das Sicherungsteil in
die Montagestellung zu bringen, kann aus allen Montagestellungen eine ausgewählt werden.
Wenn hier von Orientierungen des Sicherungsteils die Rede ist, dann bezieht sich dies
immer auf eine rotatorische Orientierung des Sicherungsteils relativ zu dem Stutzen.
Wenn hier von einer Stellung des Sicherungsteils die Rede ist, dann bezieht sich dies
immer auf eine translatorische Stellung des Sicherungsteils relativ zu dem Stutzen.
[0026] Dass das Sicherungsteil nur in der Montageorientierung in die Montagestellung gebracht
werden kann, kann insbesondere durch entsprechende Ausrichtungselemente erreicht werden.
So können beispielsweise an dem Sicherungsteil und/oder an dem Stutzen Nuten mit entsprechenden
Gegenstücken derart vorgesehen sein, dass das Sicherungsteil nur bei Eingreifen der
Gegenstücke in die Nuten in die Montageposition gebracht werden kann.
[0027] Besonders bevorzugt ist dabei die Ausführungsform der Vorrichtung, bei der in der
Montagestellung des Sicherungsteils mindestens ein erstes Federelement in ein erstes
Gegenstück an dem Stutzen eingreift.
[0028] Bevorzugt ist das erste Gegenstück ein Vorsprung an dem Stutzen. Ist das Sicherungsteil
in der Montageorientierung, kann der Vorsprung das erste Federelement beim Verstellen
des Sicherungsteils in die Montageposition auslenken. Das Federelement kann damit
bewirken, dass das Sicherungsteil nur gegen einen Widerstand (der durch das Federelement
erzeugt wird) in die Montageposition gebracht werden kann. Damit kann ein versehentliches
Verstellen des Sicherungsteils in die Montagestellung verhindert werden.
[0029] Vorzugsweise sind drei erste Federelemente vorgesehen, die jeweils einer der Montageorientierungen
von 0°, 120° und 240° zugeordnet sind.
[0030] Federelemente sind bevorzugt als Abschnitte einer Innenfläche des Sicherungsteils
ausgeführt, die nur in einem (in axialer Richtung) zentralen Bereich des Sicherungsteils
abgestützt sind und die mit Gegenstücken auf der Außenfläche des Stutzens derart zusammenwirken
können, dass die Federelemente zurückfedern, wenn sie mit derartigen Gegenstücken
in Kontakt treten. Die Gegenstücke sind insbesondere in Form von Vorsprüngen auf der
ansonsten rotationssymmetrischen Außenfläche des Stutzens ausgeführt.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung wird das Einlegeteil
in einer Haltestellung des Sicherungsteils derart an dem Stutzen gehalten, dass der
Befestigungsstift durch Kraftschluss in dem Führungskanal gehalten wird.
[0032] Sobald der Rahmen für die Sanitäreinheit an dem Befestigungselement befestigt wurde,
wird das Sicherungsteil bevorzugt in die Haltestellung gebracht. Die Haltestellung
ist also insbesondere die Stellung, in der das Sicherungsteil vorzugsweise dauerhaft
verbleibt, wenn die beschriebene Vorrichtung bestimmungsgemäß verbaut worden ist.
Dabei ist weder eine Grobjustierung noch eine Feinjustierung des Befestigungsstifts
mehr nötig. Stattdessen wird der Befestigungsstift vorzugsweise unverstellbar in dem
Führungskanal gehalten. Alternativ ist es bevorzugt, dass der Befestigungsstift in
der Haltestellung nur sehr schwer und insbesondere schwerer als in den übrigen Stellungen
des Sicherungsteils bewegt werden kann.
[0033] In der Haltestellung kann das Sicherungsteil insbesondere derart an dem Stutzen gehalten
sein, dass das Einlegeteil mit einer besonders großen Kraft an den Stutzen bzw. an
den Befestigungsstift gedrückt wird. Ist das Sicherungsteil um den Stutzen umlaufend
ausgeführt, kann beispielweise ein Durchmesser, den der Stutzen zusammen mit dem in
die Aufnahme eingelegten Einlegeteil bildet, in der Haltestellung des Sicherungsteils
besonders groß sein.
[0034] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung kann das Sicherungsteil
nur in einer Halteorientierung in die Haltestellung gebracht werden.
[0035] Um das Sicherungsteil insbesondere von der Grobjustierstellung oder der Feinjustierstellung
in die Haltestellung zu bringen, muss das Sicherungsteil in die Halteorientierung
gebracht werden.
[0036] Es kann eine oder mehrere Halteorientierungen geben. Beispielsweise können die eine
oder die mehreren Halteorientierungen mit der einen oder den mehreren Montageorientierungen
übereinstimmen.
[0037] Dass das Sicherungsteil nur in der Halteorientierung in die Haltestellung gebracht
werden kann, kann insbesondere, wie für die Montageorientierung beschrieben, durch
entsprechende Ausrichtungselemente erreicht werden.
[0038] Besonders bevorzugt ist dabei die Ausführungsform der Vorrichtung, bei der in der
Haltestellung des Sicherungsteils mindestens ein zweites Federelement in ein zweites
Gegenstück an dem Stutzen eingreift.
[0039] Bevorzugt ist das zweite Gegenstück ein Vorsprung an dem Stutzen. Ist das Sicherungsteil
in der Halteorientierung, kann der Vorsprung das zweite Federelement beim Verstellen
des Sicherungsteils in die Halteposition auslenken. Das zweite Federelement kann damit
bewirken, dass das Sicherungsteil nur gegen einen Widerstand (der durch das zweite
Federelement erzeugt wird) aus der Haltestellung heraus gebracht werden kann. Damit
kann ein versehentliches Verstellen des Sicherungsteils aus der Haltestellung heraus
verhindert werden. Dadurch kann der Befestigungsstift insbesondere dauerhaft in dem
Führungskanal gehalten werden, ohne dass der Befestigungsstift (insbesondere nach
bestimmungsgemäßem Verbau der beschriebenen Vorrichtung) versehentlich verstellt wird.
[0040] Vorzugsweise sind drei zweite Federelemente vorgesehen, die jeweils einer der Halteorientierungen
von 0°, 120° und 240° zugeordnet sind.
[0041] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Einlegeteil
zumindest in der Grobjustierstellung und in der Feinjustierstellung durch das Sicherungsteil
gegen Herausfallen gesichert.
[0042] Vorzugsweise ist das Einlegeteil auch in der Haltestellung durch das Sicherungsteil
gegen Herausfallen gesichert. Das Einlegeteil kann vorzugsweise nur in der Montagestellung
in die Aufnahme eingelegt und/oder aus dieser herausgenommen werden. Damit kann in
den übrigen Stellungen ein versehentliches Herausfallen des Einlegeteils aus der Aufnahme
verhindert werden.
[0043] Ist das Sicherungsteil um den Stutzen umlaufend ausgebildet, kann ein Herausfallen
des Einlegeteils aus der Aufnahme insbesondere dadurch verhindert werden, dass das
Sicherungsteil mit Ausnahme der Montagestellung in jeder Stellung zumindest teilweise
mit dem Einlegeteil überlappend angeordnet ist.
[0044] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Einlegeteil
in der Grobjustierstellung des Sicherungsteils durch Verkippen verstellbar.
[0045] Vorzugsweise kann der Gewindeabschnitt durch Verkippen des Einlegeteils aktiviert
und deaktiviert werden. In der Feinjustierstellung des Sicherungsteils ist das Einlegeteil
bevorzugt derart in der Aufnahme gehalten, dass durch das Einlegeteil eine (rein)
translatorische Verstellung des Befestigungsstifts unterdrückt wird. Das kann insbesondere
dadurch erfolgen, dass das Einlegeteil in der Feinjustierstellung des Sicherungsteils
so angeordnet ist, dass das Einlegeteil und der Stutzen gemeinsam eine Zylinderform
ausbilden. Aus dieser Stellung heraus kann das Einlegeteil in der Grobjustierstellung
des Sicherungsteils verkippt werden. Das bedeutet, dass das Einlegeteil in der Grobjustierstellung
des Sicherungsteils derart von dem Stutzen weggekippt werden kann, dass das Einlegeteil
und der Stutzen gemeinsam keine Zylinderform bilden. Dadurch kann insbesondere erreicht
werden, dass das Einlegeteil nicht an den Befestigungsstift gedrückt wird, so dass
der Gewindeabschnitt deaktiviert ist.
[0046] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist eine erste Gewindestruktur
an dem Einlegeteil vorgesehen.
[0047] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist eine zweite Gewindestruktur
an einem von dem Stutzen gebildeten Teil des Gewindeabschnitts des Führungskanals
vorgesehen.
[0048] Es ist bevorzugt, dass die erste Gewindestruktur an dem Einlegeteil vorgesehen ist
und dass zusätzlich die zweite Gewindestruktur an einem von dem Stutzen gebildeten
Teil des Gewindeabschnitts des Führungskanals vorgesehen ist. Es ist alternativ aber
auch bevorzugt, dass nur die erste Gewindestruktur vorgesehen ist oder dass nur die
zweite Gewindestruktur vorgesehen ist.
[0049] Beim Deaktivieren des Gewindeabschnitts durch Verkippen des Einlegeteils wird das
Einlegeteil bzw. die erste Gewindestruktur an dem Einlegeteil von dem Befestigungsstift
weg bewegt. Der Gewindeabschnitt befindet sich dann nicht mehr im Eingriff mit einer
Gewindestruktur an dem Befestigungsstift, so dass der Gewindeabschnitt (in Bezug auf
den Befestigungsabschnitt) deaktiviert ist.
[0050] Der Stutzen hat bevorzugt eine Ausnehmung und das Einlegeteil hat einen Vorsprung.
Der Vorsprung und die Ausnehmung bilden zusammen ein Gelenk, um welches das Einlegeteil
verkippbar ist.
[0051] Das Einlegeteil und ein der Aufnahme gegenüberliegender Bereich des Stutzens sind
bevorzugt derart ausgebildet, dass durch diese gemeinsam die mindestens eine Gewindestruktur
in eine Struktur des Befestigungsstifts eingreifen kann. Ist der Gewindeabschnitt
deaktiviert, wird das Einlegeteil vorzugsweise nicht an den Befestigungsstift bzw.
an den Stutzen gedrückt. Damit fehlt ein entsprechender Gegendruck durch das Einlegeteil
und der Befestigungsstift kann ohne Beeinflussung durch die erste und/oder die Gewindestruktur
zur Grobjustierung verstellt werden.
[0052] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist die mindestens
eine Gewindestruktur als ein Gegenstück für ein Gewinde eines als Schraube ausgeführten
Befestigungsstifts ausgeführt.
[0053] In dieser Ausführungsform ist es bevorzugt, dass sowohl die erste Gewindestruktur
als auch die zweite Gewindestruktur vorgesehen sind. In das Einlegeteil in die Aufnahme
eingelegt, bilden die erste Gewindestruktur und die zweite Gewindestruktur bevorzugt
gemeinsam ein Gewinde für den als Schraube ausgeführten Befestigungsstift. Das Gewinde
ist bevorzugt um einen gesamten Umfang des Gewindeabschnitts des Führungskanals umlaufend
ausgebildet. Alternativ ist es aber auch hier bevorzugt, dass nur die erste Gewindestruktur
oder nur die zweite Gewindestruktur vorgesehen sind. Dabei ist das Gewinde nur über
einen Teil des Umfangs des Gewindeabschnitts des Führungskanals umlaufend ausgebildet.
Das kann für eine Feinjustierung des Befestigungsstifts aber ausreichen.
[0054] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung ist das Sicherungsteil
translatorisch entlang des Stutzens verschiebbar.
[0055] Unter einer translatorischen Verschiebung des Sicherungsteils entlang des Stutzens
ist insbesondere eine geradlinige Verschiebung des Sicherungsteils parallel zu einer
Achse des Stutzens bzw. des in dem Stutzen angeordneten Führungskanals zu verstehen.
Das Einlegeteil kann beispielsweise als ein Ausschnitt des Stutzens ausgeführt sein.
Ist das Einlegeteil in die Aufnahme eingelegt und überdeckt das Sicherungsteil das
Einlegeteil zumindest teilweise, kann das Einlegeteil durch das Sicherungsteil gehalten
werden.
[0056] Als ein weiterer Aspekt der Erfindung wird eine Verwendung der beschriebenen Vorrichtung
zur Befestigung eines Rahmens für zumindest eine der folgenden Sanitäreinheiten an
einem Befestigungselement vorgestellt:
- ein Waschbecken,
- ein WC,
- ein Urinal.
[0057] Die weiter vorne beschriebenen besonderen Vorteile und Ausgestaltungsmerkmale der
Vorrichtung sind auf die beschriebene Verwendung anwendbar und übertragbar.
[0058] Die Erfindung und das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Die Figuren zeigen besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele, auf die die
Erfindung jedoch nicht begrenzt ist. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die
Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch sind.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung zur Befestigung eines Rahmens für eine
Sanitäreinheit an einem Befestigungselement mit einem Sicherungsteil in einer Montagestellung,
- Fig. 2:
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung aus Fig. 1 mit dem Sicherungsteil
in der Montagestellung,
- Fig. 3:
- eine Querschnittsdarstellung der Vorrichtung aus den Fig. 1 und 2 mit dem Sicherungsteil
in einer Grobjustierstellung, und
- Fig. 4:
- eine Querschnittsdarstellung der Vorrichtung aus den Fig. 1 bis 3 mit dem Sicherungsteil
in der Grobjustierstellung.
- Fig. 5:
- eine Querschnittsdarstellung der Vorrichtung aus den Fig. 1 bis 4 mit dem Sicherungsteil
in einer Feinjustierstellung, und
- Fig. 6:
- eine Querschnittsdarstellung der Vorrichtung aus den Fig. 1 bis 5 mit dem Sicherungsteil
in der Feinjustierstellung.
[0059] Die Fig. 1 bis 6 zeigen eine Vorrichtung 1 zur Befestigung eines Rahmens für eine
Sanitäreinheit an einem Befestigungselement, insbesondere für ein Waschbecken, ein
WC oder ein Urinal als die Sanitäreinheit. Die Vorrichtung 1 umfasst einen Führungskanal
4 mit einem Führungsabschnitt 15 zur Führung eines Befestigungsstifts. Der Führungsabschnitt
15 ist in einem Stutzen 14 der Vorrichtung 1 ausgebildet. In dem Führungsabschnitt
15 hat der Führungskanal 4 eine glatte Innenseite 5. Weiterhin weist die Vorrichtung
1 einen Grundkörper 3 auf. Durch Einlegen eines (in den Fig. 3 bis 6 gezeigten) Einlegeteils
7 in eine Aufnahme 6 kann weiterhin ein Gewindeabschnitt 16 des Führungskanals 4 des
Stutzens 14 ausgebildet werden. Das Einlegeteil 7 kann von einem Sicherungsteil 2
an dem Stutzen 14 gehalten werden. Das Sicherungsteil 2 ist um den Stutzen 14 umlaufend
ausgeführt und translatorisch entlang des Stutzens 14 verschiebbar. An dem Einlegeteil
7 ist eine erste Gewindestruktur 11 vorgesehen.
[0060] In den Fig. 1 und 2 ist das Sicherungsteil 2 in einer Montagestellung 8. Dabei ist
das Einlegeteil 7 in die Aufnahme 6 des Stutzens 14 einlegbar. Das Sicherungsteil
2 kann nur in einer Montageorientierung in die Montagestellung 8 gebracht werden.
Dazu weist das Sicherungsteil ein erstes Federelement 17 und der Stutzen ein erstes
Gegenstück 12 auf.
[0061] In den Fig. 3 und 4 ist das Sicherungsteil 2 in einer Grobjustierstellung 9. Dabei
ist der Gewindeabschnitt 16 derart deaktiviert, dass der Befestigungsstift translatorisch
in dem Führungskanal 4 verstellbar ist. Das Einlegeteil 7 ist in der Grobjustierstellung
9 des Sicherungsteils 2 durch Verkippen verstellbar.
[0062] In den Fig. 5 und 6 ist das Sicherungsteil 2 in einer Feinjustierstellung 10. Dabei
ist der Gewindeabschnitt 16 derart aktiviert, dass der Befestigungsstift rotatorisch
in dem Führungskanal 4 verstellbar ist. Weiterhin ist in Fig. 6 ein zweites Federelement
18 eingezeichnet, in welches ein zweites Gegenstück 13 an dem Stutzen 14 eingreifen
kann, sofern das Sicherungsteil 2 in einer Halteorientierung ist. Greift das zweite
Gegenstück 13 in das zweite Federelement 18 ein, liegt das Sicherungsteil in einer
(in den Figuren nicht gezeigten) Haltestellung vor.
[0063] In Fig. 1 ist zu erkennen, dass das erste Gegenstück 12 und das zweite Gegenstück
13 jeweils in Form von Vorsprüngen an einer Außenfläche 20 des Stutzens 14 ausgeführt
sind. Das erste Federelement 17 und das zweite Federelement 18 befinden sich an einer
Innenfläche 19 des Sicherungsteils 2. Erkennbar ist weiter, dass das erste Federelement
17 und das zweite Federelement 18 an einem (in axialer Richtung) zentralen Bereich
24 fixiert sind. Ansonsten sind das erste Federelement 17 und das zweite Federelement
18 nicht an dem sonstigen Sicherungsteil 2 befestigt. Daher können das erste Federelement
17 und das zweite Federelement 18 um den zentralen Bereich 24 zurückfedern, wenn ein
erstes Gegenstück 12 oder ein zweites Gegenstück 13 an der Außenfläche 20 des Stutzens
14 auf das jeweilige Federelement 17, 18 trifft.
[0064] In Fig. 3 und Fig. 5 ist das Gelenk 21 zwischen dem Einlegeteil 7 und dem Stutzen
14 bzw. dem Grundkörper 3 erläutert. Das Gelenk 21 ist von einer (insbesondere in
Fig. 1 zu erkennenden) Ausnehmung 22 an dem Stutzen 14 bzw. dem Grundkörper 3 und
einem Vorsprung 23 an dem Einlegeteil 7 gebildet, welche sich in einem Eingriff miteinander
befinden. Die Ausnehmung 22 und der Vorsprung 23 sind jeweils mit einer zylindrischen
Oberfläche ausgeführt, so dass diese relativ zueinander verschiebbar sind, während
sie sich im Eingriff miteinander befinden. Fig. 3 zeigt das Gelenk 21 in der verkippten
Stellung bzw. in einer Grobjustierstellung 9, während Fig. 5 das Gelenk in axial ausgerichteter
Stellung bzw. in einer Feinjustierstellung 10 zeigt. Zu erkennen ist, dass sich in
der Feinjustierstellung 10 zwischen dem Einlegeteil 7 und dem Stutzen 14 bzw. dem
Grundkörper 3 ein dreiecksförmiger Ausweichraum 25 befindet, welcher die Auslenkung
bzw. die Verkippung des Einlegeteils 7 in der Grobjustierstellung 9 ermöglicht.
[0065] Insbesondere in Fig. 5 und Fig. 6 ist auch zu erkennen, dass an dem Einlegeteil 7
noch ein drittes Gegenstück 26 vorgesehen ist. In umlaufenden Richtung relativ zu
dem Führungskanal 4 bzw. dem Stutzen 14 ist das dritte Gegenstück 26 um 180 Grad versetzt
zu dem zweiten Gegenstück 13 an dem Stutzen 14 angeordnet. In Fig. 6 ist zu erkennen,
dass die Federelemente (hier sichtbar zweite Federelemente 18) an dem Sicherungsteil
2 In umlaufender Richtung relativ zu dem Führungskanal 4 bzw. dem Stutzen 14 jeweils
um 120 Grad zueinander versetzt angeordnet sind. Hierdurch wird erreicht, dass sich
das Sicherungsteil 2 in keiner Stelle über das dritte Gegenstück 26 und das zweite
Gegenstück 13 hinaus verschieben lässt, weil keine Stellung existiert in welcher sowohl
das dritte Gegenstück 26 als auch das zweite Gegenstück 13 in Deckung mit einem zweiten
Federelement 18 gebracht sind. Das Einlegeteil 7 ist durch das von dem Vorsprung 26
an den Einlegeteil 7 und die Ausnehmung 22 an dem Stutzen 14 gebildete Gelenk 25 auch
dagegen gesichert zuzsammen mit dem Sicherungsteil 2 von dem Stutzen 14 abgezogen
zu werden.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Sicherungsteil
- 3
- Grundkörper
- 4
- Führungskanal
- 5
- Innenseite
- 6
- Aufnahme
- 7
- Einlegeteil
- 8
- Montagestellung
- 9
- Grobjustierstellung
- 10
- Feinjustierstellung
- 11
- erste Gewindestruktur
- 12
- erstes Gegenstück
- 13
- zweites Gegenstück
- 14
- Stutzen
- 15
- Führungsabschnitt
- 16
- Gewindeabschnitt
- 17
- erstes Federelement
- 18
- zweites Federelement
- 19
- Innenfläche
- 20
- Außenfläche
- 21
- Gelenk
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Vorsprung
- 24
- zentraler Bereich
- 25
- Ausweichraum
- 26
- drittes Gegenstück
1. Vorrichtung (1) zur Befestigung eines Rahmens für eine Sanitäreinheit an einem Befestigungselement,
umfassend zumindest einen Führungskanal (4) zur Führung eines Befestigungsstifts,
der in einem Stutzen (14) der Vorrichtung (1) ausgebildet ist, wobei weiterhin ein
Gewindeabschnitt (16) des Führungskanals (4) durch Einlegen eines Einlegeteils (7)
in eine Aufnahme (6) des Stutzens (14) ausbildbar ist, wobei das Einlegeteil (7) von
einem Sicherungsteil (2) an dem Stutzen (14) gehalten werden kann, wobei der Gewindeabschnitt
(16) in einer Grobjustierstellung (9) des Sicherungsteils (2) derart deaktiviert ist,
dass der Befestigungsstift translatorisch in dem Führungskanal (4) verstellbar ist,
und wobei der Gewindeabschnitt (16) in einer Feinjustierstellung (10) des Sicherungsteils
(2) derart aktiviert ist, dass der Befestigungsstift rotatorisch in dem Führungskanal
(4) verstellbar ist oder durch mindestens eine Klemmkraft gehalten ist.
2. Vorrichtung (1) nach Patentanspruch 1, wobei das Sicherungsteil (2) um den Stutzen
(14) umlaufend ausgeführt ist.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Einlegeteil
(7) in einer Montagestellung (8) des Sicherungsteils (2) in die Aufnahme (6) des Stutzens
(14) einlegbar ist.
4. Vorrichtung (1) nach Patentanspruch 3, wobei das Sicherungsteil (2) nur in einer Montageorientierung
in die Montagestellung (8) gebracht werden kann.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Einlegeteil
(7) in einer Haltestellung des Sicherungsteils (2) derart an dem Stutzen (14) gehalten
wird, dass der Befestigungsstift durch Kraftschluss in dem Führungskanal (4) gehalten
wird.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch 5, wobei das Sicherungsteil (2) nur in einer Halteorientierung
in die Haltestellung gebracht werden kann.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Einlegeteil
(7) zumindest in der Grobjustierstellung (9) und in der Feinjustierstellung (10) durch
das Sicherungsteil (2) gegen Herausfallen aus der Aufnahme (6) gesichert ist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Einlegeteil
(7) in der Grobjustierstellung (9) des Sicherungsteils (2) durch Verkippen verstellbar
ist.
9. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei eine erste Gewindestruktur
(11) an dem Einlegeteil (7) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei eine zweite Gewindestruktur
an einem von dem Stutzen (14) gebildeten Teil des Gewindeabschnitts (16) des Führungskanals
(4) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, wobei das Sicherungsteil
(2) translatorisch entlang des Stutzens (14) verschiebbar ist.
12. Verwendung einer Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche zur
Befestigung eines Rahmens für zumindest eine der folgenden Sanitäreinheiten an einem
Befestigungselement:
- ein Waschbecken,
- ein WC,
- ein Urinal.