[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens mit einem beweglichen
Spulenhalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine gattungsgemäße Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens geht beispielsweise aus
der
WO 2004/035446 A1 hervor.
[0003] Die gattungsgemäße Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens wird üblicherweise in
Textilmaschinen eingesetzt, um einen Faden kontinuierlich zu einer Spule aufzuwickeln.
Hierzu ist es üblich, dass ein zulaufender Faden am Ende des Prozesses möglichst ohne
Unterbrechung zu einer Spule gewickelt werden kann. Insoweit ist das Auswechseln einer
Vollspule möglichst automatisiert auszuführen. Die bekannte Aufwickelvorrichtung weist
somit einen beweglichen Spulenhalter auf, der die auf eine Hülse gewickelte Spule
zwischen zwei Klemmtellern hält. Damit die an dem Spulenhalter gehaltene Spule durch
eine leere Hülse ersetzt werden kann, muss der gewickelte Faden von der Vollspule
getrennt, während des Spulenwechsels kontinuierlich aufgenommen und zum Wickeln einer
neuen Spule neu angelegt werden. Hierzu weist die bekannte Aufwickelvorrichtung eine
Hilfseinrichtung auf, die zur Fadenführung an einem schwenkbaren Träger gehalten sind.
Der Träger hält an einem frei auskragenden Ende einen Saugrüssel, der über einen Saugkanal
mit einer Absaugeinrichtung verbunden ist. Am freien Ende des Saugrüssels ist eine
Sauöffnung zur Aufnahme des Fadens ausgebildet. Des Weiteren sind an dem Schwenkarm
verschiebbare Fadenführer und eine Schneideinrichtung angeordnet, die ein Durchtrennen
und ein Übernehmen des Fadens sowie ein Abgeben des Fadens ausführen. Hierbei lässt
sich der Schenkarm in unterschiedliche Positionen relativ zum Spulenhalter anordnen.
[0004] Durch
EP 1 428 783 A1 ist eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens mit einem beweglichen Spulenhalter,
der zwei gegenüberliegende Klemmteller zum Spannen einer Hülse aufweist, mit einer
dem Spulenhalter zugeordneten antreibbaren Treibwalze und mit einer Changiereinrichtung,
die einen oszillierend angetriebenen Fadenführer (9) aufweist, bekannt. Es ist einer
der Treibwalze im Fadenlauf vorgeordnete Hilfseinrichtung zur Führung des Fadens bei
einem Spulenwechsel vorgesehen. Die Hilfseinrichtung weist einen mit einer Absaugeinrichtung
verbundenen Saugrüssel mit einem Saugkanal auf,
In Praxis wird nun versucht, die Spulenwechsel in möglichst kurzen Unterbrechungszeiten
zu realisieren. Insoweit sind schnelle und präzise Bewegungen der Hilfseinrichtungen
erforderlich, um möglichst kurze Unterbrechungszeiten zu realisieren. Bei der bekannten
Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens besteht jedoch das Problem, dass die Hilfseinrichtung
am auskragenden Ende eines Schwenkarmes getragen wird und somit der Schwenkarm eine
hohe Massenträgheit aufweist. Damit lassen sich jedoch nur bedingt schnelle und präzise
Positionswechsel ausführen. Zudem sind leistungsstarke Schwenkantriebe erforderlich,
um die gesamte Hilfseinrichtung zu bewegen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die gattungsgemäße Vorrichtung zum Aufwickeln
eines Fadens derart weiterzubilden, dass die Hilfseinrichtung schnelle und präzise
Fadenführungen ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines
Fadens mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der jeweiligen Unteransprüche definiert.
[0007] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die Fadenführung während des Spulenwechsels
im Wesentlichen durch den Saugrüssel bestimmt ist, der an seinem Saugende den Faden
führt. Somit ist die Positionierung des Saugrüssels zur Übernahme des Fadens nach
einem Durchtrennen des Fadens von der Vollspule und die Übergabe des Fadens zum Start
einer neuen Wicklung maßgeblich für die Fadenführung. Die direkte Anbindung des Saugrüssels
an einen Drehantrieb hat den besonderen Vorteil, dass beliebige Positionen mit dem
Saugende des Saugrüssels exakt angesteuert werden können. Damit wird insbesondere
die Sicherheit beim Übernehmen des Fadens und beim Abgeben des Fadens wesentlich erhöht.
[0008] Damit die in der Vorrichtung vorgesehene Positionen zur Übernahme des Fadens und
zur Abgabe des Fadens in einfacher Art und Weise erreicht werden können, ist des Weiteren
vorgesehen, dass der Saugrüssel zwischen dem Anschlussende und dem Saugende eine Rohrkrümmung
aufweist, wobei ein Längenabschnitt mit dem Saugende länger ist als ein Längenabschnitt
mit dem Anschlussende und wobei der Längenabschnitt mit dem Saugende im Sinne eines
Uhrzeigers bewegbar ist. Damit lässt sich das Saugende des Saugrüssels ohne zusätzliche
Antriebe in die entsprechenden Positionen führen. Das Saugende des Saugrüssels lässt
sich allein durch den Drehantrieb wie das Ende eines Uhrzeigers in die verschiedenen
Positionen überführen.
[0009] Das Saugende des Saugrüssels lässt sich durch den Drehantrieb zwischen einer Ruheposition,
einer Übernahmeposition und einer Übergabeposition positionieren, wobei in der Übernahmeposition
der Saugrüssel quer zum Fadenlauf des zulaufenden Fadens ausgerichtet ist und wobei
in der Übergabeposition der Saugrüssel mit dem Saugende einen der Klemmteller zugeordnet
ist.
[0010] Die Übernahme des Fadens wird dabei insbesondere durch die Weiterbildung der Erfindung
ermöglicht, bei welcher dem Saugende des Saugrüssels in der Übernahmeposition eine
Schneideinrichtung zugeordnet ist, die zwischen einer Ruhestellung und einer Betriebsstellung
höhenverstellbar ausgebildet ist. So kann die Schneideinrichtung bereits in der Übernahmeposition
angeordnet sein, und nur bei Bedarf durch eine Höhenverstellung in den Fadenlauf geführt
werden.
[0011] Die Schneideinrichtung wird bevorzugt durch einen Fadenführer und einen Messerhalter
mit einer Schneide gebildet, die mit Abstand zueinander zwischen der Saugöffnung des
Saugrüssels in der Übernahmeposition und dem Changierfadenführer angeordnet sind.
Damit besteht die Möglichkeit, dass allein durch die Bewegung des Changierfadenführers
der Faden in die Schneideinrichtung geführt wird. Der Fadenführer der Schneideinrichtung
gewährleistet eine Positionierung des Fadens unmittelbar vor der Saugöffnung des Saugrüssels.
[0012] Um in der Übernahmeposition den Faden allein durch die Bewegung des Saugrüssels übernehmen
zu können, ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher an
dem Saugende des Saugrüssels eine Schneideinrichtung mit Abstand zu der Saugöffnung
gehalten ist. So lässt sich die Schneideinrichtung durch die Bewegung des Saugrüssels
in den Fadenlauf führen.
[0013] Damit der Faden selbsttätig erfasst und geschnitten werden kann, ist vorgesehen,
dass die Schneideinrichtung eine zur Saugöffnung hervorragende Fadenleitkante und
eine am Ende der Fadenleitkante V-förmige Messeranordnung aufweist, wobei eine Schneidkerbe
der Messeranordnung gegenüber der Saugöffnung zurückversetzt ausgebildet ist. Damit
ist gewährleistet, dass das Fadenende nach dem Durchtrennen des Fadens unmittelbar
in die Saugöffnung am Saugende aufgenommen werden kann. Durch die hervorragende Fadenleitkante
der Schneideinrichtung wird zudem ermöglich, dass selbst bei einem changierten Faden
dieser mühelos in die Schneidkerbe gelangt.
[0014] Zur Unterstützung und Positionierung des Fadens ist die Weiterbildung der Erfindung
besonders vorteilhaft, bei welcher der Saugrüssel am Saug-ende eine Halterung mit
zumindest einem Führungsblech aufweist, welches eine Fadenführungskante zur Führung
des Fadens bildet. So kann das Saugende des Saugrüssels unabhängig von der Saugöffnung
zusätzliche Fadenführungsfunktionen übernehmen.
[0015] Derartige Führungsfunktionen können noch dadurch verbessert werden, indem die Halterung
an dem Führungsblech einen Fadenführer trägt, der eine separate Fadenführungsnut zur
Führung des Fadens aufweist.
[0016] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung, ist der Fadenführer
in einem Abstand zur Saugöffnung des Saugrüssels derart gehalten, dass die Saugöffnung
des Saugrüssels und der Fadenführer einen geraden Fadenlauf aufspannen. Somit ist
der Saugrüssel geeignet, um am Saugende einen Fadenabschnitt des zulaufenden Fadens
zu führen.
[0017] Ein derartiger Fadenabschnitt ist somit besonders geeignet, um von einer rotierenden
Fangeinrichtung erfasst zu werden. Insoweit ist die Weiterbildung der Erfindung besonders
vorteilhaft, bei welcher der Längenabschnitt des Saugrüssels mit dem Saugende eine
derartige Länge aufweist, dass in der Übernahmeposition des Saugendes ein zwischen
der Saugöffnung und dem Fadenführer gespannter Fadenabschnitt einen Tellerrand des
Klemmtellers umschlingt. Derartige Klemmteller weisen vorzugsweise am Tellerrand Fangnasen
auf, die somit den Faden in einfacher Art und Weise vom Saugrüssel abgreifen können.
[0018] Bei der Variante der Erfindung, bei welcher die Schneideinrichtung durch den Saugrüssel
getragen wird, ist die Weiterbildung der Erfindung bevorzugt ausgeführt, bei welcher
die Halterung an dem Saugende des Saugrüssels zu einer Seite der Saugöffnung die Schneideinrichtung
und zu einer gegenüberliegenden Seite der Saugöffnung das Führungsblech mit dem Fadenführer
trägt. Hierbei können vorteilhaft die Führungskante des Führungsbleches und die Fadenleitkante
der Schneideinrichtung zusammenwirken, um beim Einschwenken des Saugrüssels den laufenden
Faden zu erfassen.
[0019] Um mit möglichst geringer Saugwirkung ein effektives Einsaugen des Fadens am Saugende
des Saugrüssels zu ermöglichen, ist die Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft,
bei welcher der Saugrüssel am Saugende eine Führungskerbe aufweist, die die Saugöffnung
durchdringt. So lässt sich beispielsweise der Faden in der Übernahmeposition in die
Führungskerbe am Saugende des Saugrüssels führen, so dass bereits die am Saugende
eintretende Umgebungsluft auf den Faden einwirkt.
[0020] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung wird der Drehantrieb des Saugrüssels
durch einen Schrittmotor gebildet, wobei der Längenabschnitt mit dem Saugende im Uhrzeigersinn
und entgegen dem Uhrzeigersinn drehbar ist. So können alle Bewegungen des Saugrüssels
schnell und präzise sowie mit hoher Wiederholbarkeit ausgeführt werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens besitzt somit den besonderen
Vorteil, dass die Spulenwechsel mit immer wiederkehrender Präzision ausführbar sind.
[0022] Im Nachfolgenden wird ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum
Aufwickeln des Fadens unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0023] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Aufwickeln eines Fadens
- Fig. 2
- schematisch eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
- Fig. 3.1, 3.2 und Fig. 3.3
- mehrere Ansichten eines Saugendes eines Saugrüssels des Ausführungsbeispiels aus Fig.
1
- Fig. 4.1 und Fig. 4.2
- schematisch mehrere Ansichten eines Saugrüssels in einer Übernahmeposition beim Spulenwechsel
- Fig. 5
- schematisch eine Draufsicht eines Saugrüssels in der Übergabeposition
- Fig. 6.1, 6.2 und Fig. 6.3
- mehrere Ansichten einer Hilfseinrichtung zur Führung des Fadens eines weiteren Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
[0024] In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Aufwickeln eines Fadens schematisch in mehreren Ansichten dargestellt. In Fig.
1 ist das Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht und in Fig. 2 in einer Draufsicht
gezeigt. Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt
die nachfolgende Beschreibung für beide Figuren.
[0025] Das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens
weist einen schwenkbaren Spulenhalter 1 auf, der an einer Schwenkachse 3 gelagert
ist. Dem Spulenhalter 1 ist ein Schwenkantrieb 4 zugeordnet. An den freien Enden des
gabelförmigen Spulenhalters 1 sind zwei sich gegenüberliegende Klemmteller 2.1 und
2.2 drehbar gelagert. Zwischen den Klemmtellern 2.1 und 2.2 ist eine Hülse 5 zur Aufnahme
einer Spule gespannt. Hierzu weisen die Klemmteller 2.1 und 2.2 jeweils einen konischen
Zentrieransatz auf, die teilweise in das Hülsenende hineinragen. Damit ist die Hülse
5 zwischen den Klemmtellern 2.1 und 2.2 zentriert.
[0026] An der Oberfläche der Hülse 5 bzw. an der Oberfläche einer gewickelten Spule 6 liegt
eine Treibwalze 7 an. Die Treibwalze 7 ist mit einem hier nicht dargestellten Walzenantrieb
gekoppelt, der die Treibwalze 7 mit im wesentlichen konstanter Geschwindigkeit zum
Aufwickeln eines Fadens antreibt. Über Friktion wird die Hülse 5 zu einer Spulendrehzahl
angetrieben, so dass ein Faden 28 auf der Hülse 5 zu einer Spule 6 aufgewickelt wird.
[0027] Zum Aufwickeln des Fadens ist der Treibwalze 5 im Fadenlauf eine Changiereinrichtung
8 mit einem oszillierend angetriebenen Changierfadenführer 9 vorgeordnet. Der Changierfadenführer
9 wird durch einen Riemenantrieb 10 angetrieben. Hierbei ist es üblich, dass der Changierfadenführer
9 an einem Riemen befestigt ist, der über mehrere Umlenkrollen und eine Antriebsrolle
geführt wird. Der Riemenantrieb 10 wird durch den Elektromotor 11 betrieben.
[0028] Dem Changierfadenführer 9 ist im Fadenlauf ein Kopffadenführer 27 vorgeordnet, welcher
den Zulauf des Fadens in die Aufwickelvorrichtung führt.
[0029] In den Fig. 1 und 2 ist die normale Betriebssituation dargestellt, bei welcher der
Faden 28 über den Kopffadenführer 27 zugeführt wird und kontinuierlich zur Spule 6
gewickelt wird. Dabei wird der Faden 28 durch den Changierfadenführer 9 oszillierend
parallel zur Spulenoberfläche hin- und hergeführt, so dass sich eine Kreuzwicklung
ergibt.
[0030] Im Fadenlauf zwischen der Changiereinrichtung 8 und dem Kopffadenführer 27 ist eine
Hilfseinrichtung 12 angeordnet, durch welche die Fadenführung während eines Spulenwechsels
erfolgt. Die Hilfseirichtung 12 weist einen seitlich angeordneten Saugrüssel 13 auf,
der ein bewegliches Sauende 14 mit einer Saugöffnung 20 aufweist. Innerhalb des Saugrüssels
13 ist ein Saugkanal 37 ausgebildet, der mit einer hier nicht dargestellten Absaugeinrichtung
und einem Abfallbehälter verbunden ist. Der Saugrüssel 13 weist ein zum Saugende 14
gegenüberliegendes Anschlussende 17 auf, das drehbar gelagert ist und mit einem Drehantrieb
18 gekoppelt ist. Der Drehantrieb 18 weist einen Schrittmotor 19 auf, um an dem Saugende
14 des Saugrüssels 13 eine Schwenkbewegung zu initiieren.
[0031] Wie insbesondere aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht, ist der Saugrüssel mit
einer zwischen dem Saugende 14 und dem Anschlussende 17 ausgebildeten Krümmung 16
versehen. Insoweit weist der Saugrüssel 13 einen ersten Längsabschnitt 15.1 mit dem
Saugende und einen zweiten Längsabschnitt 15.2 mit dem Anschlussende 17 auf. Der Längenabschnitt
15.1 ist hierbei wesentlich länger ausgeführt und lässt sich im Sinne eines Uhrzeigers
im Uhrzeigersinn und entgegen dem Uhrzeigersinn bewegen.
[0032] Zur weiteren Erläuterung des Saugrüssels 13 wird zusätzlich zu den Fig. 3.1, 3.2
und 3.3 Bezug genommen. In den Fig. 3.1 bis 3.3 ist das Saugende 14 des Saugrüssels
13 in mehreren Ansichten dargestellt. In Fig. 3.1 ist eine Vorderansicht, in Fig.
3.2 eine Draufsicht und in Fig. 3.3 eine Seitenansicht gezeigt. Insoweit kein ausdrücklicher
Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende Beschreibung für beide
Figuren.
[0033] An dem Saugende 14 des Saugrüssels 13 ist eine Halterung 29 befestigt. Die Halterung
29 weist mit einem Abstand zur Saugöffnung 20 ein Führungsblech 30 auf. Das Führungsblech
30 trägt an einer Unterseite eine Führungskante 31, die zur Umlenkung des Fadens dient.
An einer Seitenflanke des Führungsbleches 30 ist ein Fadenführer 32 eingelassen, der
eine offene Führungsnut 33 aufweist. Der Fadenführer 32 ragt an dem Führungsblech
30 gegenüber dem Saugrüssel 13 hervor. Hierbei liegen der Fadenführer 32 und die Saugöffnung
20 im Wesentlichen in einer Fadenlaufebene.
[0034] An dem Saugende 14 weist der Saugrüssel 13 eine durchgehende Fadenkerbe 34 auf, um
einen Faden quer zur Saugöffnung 20 zu führen. Durch die Fadenkerbe 34 am Ende des
Saugrüssels 13 lässt sich der Faden derart quer zur Saugöffnung 20 führen, dass bereits
eine Saugwirkung am Faden wirksam wird. Die Fadenkerbe 34 am Saugende 14 wirkt mit
der Führungskante 31 am Führungsblech 30, um in der Übernahmeposition ein Fadenende
einsaugen zu können.
[0035] Wie aus der Darstellung in Fig. 1 und 2 hervorgeht, enthält die Hilfseinrichtung
12 eine im mittleren Bereich angeordnete Schneideinrichtung 21. Die Schneideinrichtung
21 weist einen Messerhalter 22 mit einer Schneide 23 auf, welcher eine zur Changiermitte
gerichtete Einlauföffnung aufweist. Dem Messerhalter 22 ist im Fadenlauf ein Fadenführer
24 vorgeordnet. Der Messerhalter 22 und der Fadenführer 24 sind gemeinsam an einem
beweglichen Träger 25 gehalten, der über einen Hubantrieb 26 in seiner Höhe verstellbar
ausgebildet ist.
[0036] In der Fig. 1 und 2 ist die Hilfseinrichtung 12 jeweils außer Betrieb dargestellt.
In diesem Fall befindet sich der Saugrüssel 13 in einer Ruheposition. In diesem Fall
ist das Saugende 14 des Saugrüssels 13 entgegen der Fadenlaufrichtung seitlich neben
dem Changierbereich gehalten.
[0037] Die Schneideinrichtung 21 befindet sich ebenfalls in einer unteren Ruhestellung außerhalb
des Fadenlaufs.
[0038] Für den Fall, dass eine Spule ihren gewünschten Durchmesser aufweist, wird ein Spulenwechsel
eingeleitet. In Fig. 4.1 und 4.2 ist die Situation dargestellt, in welcher eine Fadenübernahme
durch die Hilfseinrichtung bevorsteht. Fig. 4.1 zeigt eine Draufsicht und in Fig.
4.2 ist eine Seitenansicht der Betriebssituation zur Übernahme des Fadens gezeigt.
Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende
Beschreibung für beide Figuren.
[0039] Zur Einleitung des Spulenwechsels wird zunächst der Drehantrieb 18 zum Verschwenken
des Saugrüssels 13 aktiviert. Der Saugrüssel 13 wird aus der Ruheposition in eine
Übernahmeposition geführt. Innerhalb der Übernahmeposition ist der Saugrüssel 13 im
Wesentlichen quer zum Fadenlauf ausgerichtet, wobei die Führungskante 31 des Führungsbleches
30 am Saugende 14 über den Fadenlauf geführt ist. Anschließend wird die Schneideinrichtung
21 über den Hubantrieb 26 aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung und damit in
den Fadenlauf des Fadens 28 geführt. Der Faden wird hierbei von dem Fadenführer 24
erfasst und an der Führungskante 31 des Führungsbleches 30 derart umgelenkt, dass
der Faden 28 quer zur Saugöffnung 20 am Saugende 14 verläuft. In dieser Situation
wird der Faden durch den Changierfadenführer 9 geführt. Bei einer fortschreitenden
Bewegung des Changierfadenführers 9 zu einem Hubende wird der Faden 28 in die Einlauföffnung
des Messerhalters 22 geführt und durch die Schneide 23 durchtrennt. Das lose Fadenende
wird sofort über die Saugöffnung 20 aufgenommen und über den Saugkanal 37 zu einem
Abfallbehälter kontinuierlich geführt. Die Schneideinrichtung 21 wird durch den Hubantrieb
26 in der Ruhestellung zurückgeführt.
[0040] Nachdem die Spule an dem Spulenhalter durch eine neue Hülse ersetzt wurde, lässt
sich der Aufwickelvorgang des Fadens fortsetzen. Zu diesem Zweck wird der Drehantrieb
18 der Hilfseinrichtung 12 erneut aktiviert. Hierbei wird zunächst der Saugrüssel
13 entgegen dem Uhrzeigersinn in Richtung der Ruheposition verschwenkt. Hierbei wird
der Faden von der Führungskante 31 des Führungsbleches 30 abgestreift und verläuft
unmittelbar in die Saugöffnung 20 des Saugrüssels 13. Sobald der Faden die Führungskante
31 des Führungsbleches 30 verlassen hat, wird die Drehbewegung des Drehantriebes 18
umgekehrt, so dass sich der Saugrüssel 13 im Uhrzeigersinn bewegt und in Richtung
einer Übergabeposition geführt wird. Hierbei wird der Faden selbsttätig in den an
der Seitenflanke des Führungsbleches 30 ausgebildeten Fadenführer 32 aufgenommen.
Zwischen dem Fadenführer 32 und der Saugöffnung 20 wird nun ein Fadenabschnitt des
Fadens 28 am Saugende 14 des Saugrüssels 13 geführt.
[0041] Zur Erläuterung der Übergabe des Fadens wird nachfolgend zu der Figur 5 Bezug genommen.
In Fig. 5 ist der Saugrüssel 13 in der Übergabeposition gehalten. In der Übergabeposition
ist die Länge des Längenabschnittes 15.1 des Saugrüssels 13 bzw. die Position des
Drehantriebes 18 derart gewählt, dass der sich zwischen dem Fadenführer 32 und der
Saugöffnung 20 erstreckende Fadenabschnitt den Umfang des Klemmtellers 2.1 kontaktiert.
Diese Situation ist in Fig. 5 dargestellt.
[0042] An dem Klemmteller 2.1 ist am Umfang ein Einschnitt 36 mit einer Fangnase 35 ausgebildet.
Bei fortschreitender Bewegung des Klemmtellers 2.1 fällt somit der Fadenabschnitt
des Fadens 28 am Rand des Klemmtellers 2.1 in den Einschnitt 36 und wird somit durch
die Fangnase 35 gefangen. Der Klemmteller 2.1 weist an einer Innenseite einen Klemm-
und Schneidmechanismus auf, so dass der zulaufende Faden fixiert und an der Hülse
5 angewickelt werden kann. Hierbei lässt sich der Faden selbsttätig von dem Changierfadenführer
9 erfassen, so dass eine neue Spulenreise beginnt. Der Saugrüssel 13 wird in seine
Ruheposition zurückversetzt, wobei der Saugrüssel 13 vorzugsweise entgegen dem Uhrzeitersinn
verschenkt wird. Der Saugrüssel 13 lässt sich dabei über einen Schwenkwinkel von ca.
180° führen. Grundsätzlich sind die verschiedenen Positionen und Schwenkwinkel des
Saugrüssels 13 beispielhaft. Im Extremfall wäre es auch möglich, dass der Saugrüssel
13 einen Schwenkwinkel von 360° durchlaufen könnte.
[0043] An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass die konstruktive Ausbildung der
Hilfseinrichtung 12 insbesondere der mechanischen Einrichtungen zur Fadenführung teilweise
beispielhaft sind. So lässt sich das Saug-ende 14 des Saugrüssels 13 auch ohne eine
Halterung 29 ausführen, wobei zusätzliche Fadenführungselemente beispielsweise in
der Übergabeposition oder in der Übernahmeposition angeordnet werden könnten. Ebenso
ist die Ausbildung des Führungsbleches an der Halterung 29 beispielhaft. Wesentlich
für die Erfindung ist die Beweglichkeit des Saugrüssels und die damit verbundene flexible
Fadenführung während des gesamten Spulenwechsels.
[0044] In den Fig. 6.1, 6.2 und 6.3 ist so ein weiteres Ausführungsbeispiel der Hilfseinrichtung
12 gezeigt, wie es beispielsweise in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Aufwickeln
eines Fadens gemäß Fig. 1 und 2 eingesetzt werden könnte. Gegenüber dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 und 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Hilfseinrichtung 12 eine
Schneideinrichtung am Saugrüssel gehalten. Die Fig. 6.1 und 6.3 zeigen jeweils eine
Seitenansicht und Fig. 6.2 eine Vorderansicht eines Saugendes eines Saugrüssels. Die
nachfolgende Beschreibung gilt für alle Figuren, insoweit kein ausdrücklicher Bezug
zu einer der Figuren gemacht ist.
[0045] Der Saugrüssel 13 ist identisch zu den vorgenannten Ausführungsbeispielen und weist
einen ersten Längenabschnitt 15.1 mit einem Saugende 14 und einen zweiten Längsabschnitt
15.2 mit einem hier nicht dargestellten Anschlussende. Das Anschlussende ist drehbar
gelagert und mit einem Drehantrieb gekoppelt, so dass sich der Längenabschnitt 15.1
mit dem Saugende 14 wie ein Uhrzeigersinn dreht.
[0046] An dem Saugende 14 des Saugrüssels 13 ist eine Halterung 29 befestigt, die zu einer
Seite einer Saugöffnung 20 eine Schneideinrichtung 38 und zur gegenüberliegenden Seite
der Saugöffnung 20 ein Führungsblech 30 trägt. Die Schneideinrichtung 38 und das Führungsblech
30 sind in einem Abstand zu der Saugöffnung 20 gehalten.
[0047] Wie aus der Darstellung in Fig. 6.1 und 6.2 hervorgeht, ist die Schneideinrichtung
38 auf der linken Seite der Saugöffnung 20 angeordnet. Hierbei befindet sich der Saugrüssel
13 in der in Fig. 6.2 gezeigten Situation in einer Ruhestellung. Die Schneideinrichtung
38 ist somit seitlich eines laufenden Fadens gehalten.
[0048] Die Schneideinrichtung 38 weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Fadenleitkante
39 auf, die mit einem freien Ende gegenüber der Saugöffnung 20 hervorragt. Die Fadenleitkante
39 mündet in eine Messeranordnung 40, die aus zwei V-förmig angeordneten Messern 40.1
und 40.2 gebildet ist. Insoweit mündet die Fadenleitkante 39 in eine Schneidkerbe
41 der Messeranordnung 40.
[0049] Auf der gegenüberliegenden Seite der Saugöffnung 20 ist das Führungsblech 30 angeordnet,
das eine gegenüber der Saugöffnung 20 hervorstehende Führungskante 31 mit einem freien
Ende aufweist. Die Führungskante 31 mündet in eine Führungsnut 33, die einen Fadenführer
32 bildet, wie aus der Darstellung in Fig. 6.3 hervorgeht.
[0050] Wie aus den Darstellungen in Fig. 6.1 bis 6.3 hervorgeht, ist an dem Saugende 14
des Saugrüssels 13 eine V-förmige Führungskerbe 34 ausgebildet, die die Saugöffnung
20 durchdringt. Die Führungskerbe 34 ist derart ausgerichtet, dass sich zwischen dem
Fadenführer 32, der Führungskerbe 34 und der Schneidkerbe 41 eine Fadenlaufebene aufspannt.
[0051] Um bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Aufwickelvorrichtung den Faden zum Zwecke
eines Spulenwechsels zu übernehmen, wird der Saugrüssel 13 durch den Drehantriebe
in eine Übernahmeposition verschenkt. In dieser Situation wird der Faden über die
Führungskante 31 des Führungsbleches 30 sowie über die Fadenleitkante 39 der Schneideinrichtung
38 erfasst und zur Saugöffnung 20 des Saugrüssels 13 geleitet. Bei fortschreitender
Bewegung gelangt der Faden in die Messeranordnung 40 der Schneideinrichtung 38 und
wird in der Schneidkerbe 41 durchtrennt. Das sich bildende lose Fadenende wird unmittelbar
in der Saugöffnung 20 eingesogen und gemeinsam mit dem Fadenführer 32 geführt.
[0052] Sobald die Vollspule von dem Spulenhalter abgenommen und durch eine neue Leerhülse
ersetzt ist, kann der neue Wickelvorgang beginnen. Hierzu wird nun der Saugrüssel
13 mit dem Saugende 14 in die Übergabeposition geführt. Diese Situation ist identisch
zu dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel nach Fig. 5. Insoweit wird an dieser
Stelle Bezug zu der Fig. 5 genommen.
[0053] Sobald der Faden übernommen und durchtrennt ist, wird der Saugrüssel 13 durch den
Drehantrieb zurück in seine Ruheposition versetzt.
[0054] Das in Fig. 6.1 bis 6.3 beschriebene Ausführungsbeispiel der Hilfseinrichtung 12
stellen somit eine weitere konstruktive Ausführungsvariante dar, die zur Automatisierung
eines Spulenwechsels in einer Aufwickelvorrichtung geeignet ist. Durch die Positioniersicherheit
des Saugrüssels durch den als Schrittmotor ausgebildeten Drehantrieb werden sehr hohe
Fang- und Übergabesicherheiten zur Führung des Fadens erreicht.
1. Vorrichtung zum Aufwickeln eines Fadens mit einem beweglichen Spulenhalter (1), der
zwei gegenüberliegende Klemmteller (2.1, 2.2) zum Spannen einer Hülse (5) aufweist,
mit einer dem Spulenhalter (1) zugeordneten antreibbaren Treibwalze (7), mit einer
Changiereinrichtung (8), die einen oszillierend angetriebenen Fadenführer (9) aufweist,
und mit einer der Treibwalze (7) im Fadenlauf vorgeordnete Hilfseinrichtung (12) zur
Führung des Fadens bei einem Spulenwechsel, wobei die Hilfseinrichtung (12) einen
mit einer Absaugeinrichtung verbundenen Saugrüssel (13) mit einem Saugkanal (37) aufweist
und wobei der Saugrüssel (13) an einem Saugende (14) eine Saugöffnung (20) bildet,
wobei der Saugrüssel (13) mit einem gegenüberliegendem Anschlussende (17) drehbar
gelagert ist und durch einen Drehantrieb (18) in einem Schwenkwinkelbereich von größer
90° in mehreren Positionen positionierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugende (14) des Saugrüssels (13) durch den Drehantrieb (18) zwischen einer
Ruheposition, einer Übernahmeposition und einer Übergabeposition positionierbar ist,
wobei in der Übernahmeposition der Saugrüssel (13) quer zum Fadenlauf des zulaufenden
Fadens (28) ausgerichtet ist und wobei in der Übergabeposition der Saugrüssel (13)
mit dem Saugende (14) einem der Klemmteller (2.1) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugrüssel (13) zwischen dem Anschlussende (17) und dem Saugende (14) eine Rohrkrümmung
(16) aufweist, wobei ein Längenabschnitt (15.1) mit dem Saugende (14) länger ist als
ein Längenabschnitt (15.2) mit dem Anschlussende (17) und wobei der Längenabschnitt
(15.1) mit dem Saugende (14) im Sinne eines Uhrzeigers bewegbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Saugende (14) des Saugrüssels (13) in der Übernahmeposition eine Schneideinrichtung
(21) zugeordnet ist, die zwischen einer Ruhestellung und einer Betriebsstellung höhenverstellbar
ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (21) einen Fadenführer (24) und einen Messerhalter (22) mit
einer Schneide (23) aufweist, die mit Abstand zueinander zwischen der Saugöffnung
(20) des Saugrüssels (13) in der Übernahmeposition und dem Changierfadenführer (9)
angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Saugende (14) des Saugrüssels eine Schneideinrichtung (38) mit Abstand zu
der Saugöffnung (20) gehalten ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (38) eine zur Saugöffnung (20) hervorragende Fadenleitkante
(39) und eine am Ende der Fadenleitkante (39) V-förmige Messeranordnung (40) aufweist,
wobei eine Schneidkerbe (41) der Messeranordnung (40) gegenüber der Saugöffnung (20)
zurückversetzt ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugrüssel (13) am Saugende (14) eine Halterung (29) mit zumindest einem Führungsblech
(30) aufweist, welches eine Fadenführungskante (31) zur Führung des Fadens (28) bildet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (29) an dem Führungsblech (30) einen Fadenführer (32) trägt, der eine
separate Fadenführungsnut (33) zur Führung des Fadens (28) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenführer (32) in einem Abstand zur Saugöffnung (20) des Saugrüssels (13) derart
gehalten ist, dass die Saugöffnung (20) des Saugrüssels (13) und der Fadenführer (32)
einen geraden Fadenlauf aufspannen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Längenabschnitt (15.1) des Saugrüssels (13) mit dem Saugende (14) eine derartige
Länge aufweist, dass in der Übernahmeposition des Saugendes (14) ein zwischen der
Saugöffnung (20) und dem Fadenführer (32) gespannter Fadenabschnitt einen Tellerrand
des Klemmtellers (2.1) umschlingt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (29) an dem Saugende (14) des Saugrüssels (13) zu einer Seite der Saugöffnung
(20) die Schneideinrichtung (38) und zu einer gegenüberliegenden Seite der Saugöffnung
(20) das Führungsblech (30) mit dem Fadenführer (32) trägt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugrüssel (13) am Saugende (14) eine Führungskerbe (34) aufweist, die die Saugöffnung
(20) durchdringt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (18) des Saugrüssels (13) einen Schrittmotor (19) aufweist, wobei
der Längenabschnitt (15.1) mit dem Saugende (14) im Uhrzeigersinn und entgegen dem
Uhrzeigersinn drehbar ist.
1. A device for winding a thread, having a movable bobbin holder (1) which has two opposite
clamping disks (2.1, 2.2) for clamping a tube (5), having a drivable driving roller
(7) that is assigned to the bobbin holder (1), having a traversing installation (8)
which has a thread guide (9) driven in an oscillating manner, and having an auxiliary
installation (12), disposed upstream of the driving roller (7) in the thread run,
for guiding the thread in the event of a bobbin change, wherein the auxiliary installation
(12) has a suction tube (13) which has a suction duct (37) and is connected to a suction
installation, and wherein the suction tube (13) at a suction end (14) forms a suction
opening (20), wherein suction tube (13) by way of an opposite connector end (17) is
rotatably mounted and by way of a rotating drive (18) is positionable in a plurality
of positions in a pivot angle range of greater than 90°, characterized in that the suction end (14) of the suction tube (13) by way of the rotating drive (18) is
positionable between a resting position, an acquisition position, and a transfer position,
wherein the suction tube (13) in the acquisition position is aligned so as to be transverse
to the thread run of the incoming thread (28), and wherein the suction tube (13) in
the transfer position by way of the suction end (14) is assigned to one of the clamping
disks (2.1).
2. The device as claimed in claim 1, characterized in that the suction tube (13) has a tube curve (16) between the connector end (17) and the
suction end (14), wherein a longitudinal portion (15.1) having the suction end (14)
is longer than a longitudinal portion (15.2) having the connector end (17), and wherein
the longitudinal portion (15.1) having the suction end (14) is movable in a clockwise
direction.
3. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the suction end (14) of the suction tube (13) in the acquisition position is assigned
a cutting installation (21) which is configured so as to be height-adjustable between
a resting position and an operating position.
4. The device as claimed in claim 3, characterized in that the cutting installation (21) has a thread guide (24) and a knife holder (22) having
a blade (23), said thread guide (24) and said knife holder (22) being disposed so
as to be mutually spaced apart between the suction opening (20) of the suction tube
(13) in the acquisition position and the traversing thread guide (9).
5. The device as claimed in claim 1 or 2, characterized in that a cutting installation (38) is held on the suction end (14) of the suction tube so
as to be spaced apart from the suction opening (20).
6. The device as claimed in claim 5, characterized in that the cutting installation (38) has a thread directing edge (39) that protrudes toward
the suction opening (20) and a V-shaped knife assembly (40) at the end of the thread
directing edge (39), wherein a cutting notch (41) of the knife assembly (40) is configured
so as to be set back in relation to the suction opening (20).
7. The device as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the suction tube (13) at the suction end (14) has a mounting (29) having at least
one guide plate (30) which forms a thread guiding edge (31) for guiding the thread
(28).
8. The device as claimed in claim 7, characterized in that the mounting (29) on the guide plate (30) supports a thread guide (32) which has
a separate thread guiding groove (33) for guiding the thread (28).
9. The device as claimed in claim 7, characterized in that the thread guide (32) is held so as to be spaced apart from the suction opening (20)
of the suction tube (13) in such a manner that the suction opening (20) of the suction
tube (13) and the thread guide (32) define a linear thread run.
10. The device as claimed in claim 8, characterized in that the longitudinal portion (15.1) of the suction tube (13) having the suction end (14)
has a length such that a thread portion that in the acquisition position of the suction
end (14) is tensioned between the suction opening (20) and the thread guide (32) wraps
a disk periphery of the clamping disk (2.1).
11. The device as claimed in one of claims 5 to 10, characterized in that the mounting (29) on the suction end (14) of the suction tube (13) on one side of
the suction opening (20) supports the cutting installation (38), and on an opposite
side of the suction opening (20) supports the guide plate (30) having the thread guide
(32).
12. The device as claimed in one of claims 1 to 11, characterized in that the suction tube (13) at the suction end (14) has a guiding notch (34) which penetrates
the suction opening (20).
13. The device as claimed in one of claims 1 to 12, characterized in that the rotating drive (18) of the suction tube (13) has a stepper motor (19), wherein
the longitudinal portion (15.1) having the suction end (14) is rotatable in the clockwise
and the counter-clockwise direction.
1. Dispositif de bobinage d'un fil comprenant un support de bobine mobile (1), qui comprend
deux disques de serrage (2.1, 2.2) opposés pour le serrage d'une douille (5), comprenant
un rouleau d'entraînement entraînable (7) associé au support de bobine (1), comprenant
une unité de va-et-vient (8), qui comprend un guide-fil (9) entraîné de manière oscillante,
et comprenant une unité auxiliaire (12) placée avant le rouleau d'entraînement (7)
dans la trajectoire du fil pour le guidage du fil lors d'un changement de bobine,
l'unité auxiliaire (12) comprenant une buse d'aspiration (13) reliée à une unité d'aspiration,
comprenant un canal d'aspiration (37), et la buse d'aspiration (13) formant une ouverture
d'aspiration (20) à une extrémité d'aspiration (14), la buse d'aspiration (13) étant
montée de manière rotative avec une extrémité de raccordement opposée (17) et pouvant
être positionnée dans plusieurs positions dans une plage d'angles de pivotement de
plus de 90° par un entraînement rotatif (18), caractérisé en ce que l'extrémité d'aspiration (14) de la buse d'aspiration (13) peut être positionnée
par l'entraînement rotatif (18) entre une position de repos, une position de prise
en charge et une position de transfert, la buse d'aspiration (13) dans la position
de prise en charge étant orientée perpendiculairement à la trajectoire de fil du fil
entrant (28) et la buse d'aspiration (13) dans la position de transfert étant associée
avec l'extrémité d'aspiration (14) d'un des disques de serrage (2.1).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la buse d'aspiration (13) comprend un coude de tuyau (16) entre l'extrémité de raccordement
(17) et l'extrémité d'aspiration (14), une section de longueur (15.1) comprenant l'extrémité
d'aspiration (14) étant plus longue qu'une section de longueur (15.2) comprenant l'extrémité
de raccordement (17), et la section de longueur (15.1) comprenant l'extrémité d'aspiration
(14) étant mobile dans le sens des aiguilles d'une montre.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'extrémité d'aspiration (14) de la buse d'aspiration (13) est associée dans la position
de prise en charge à une unité de coupe (21), qui est configurée sous forme ajustable
en hauteur entre une position de repos et une position d'exploitation.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de coupe (21) comprend un guide-fil (24) et un support de couteau (22) comprenant
une lame (23), qui sont agencés avec un écart entre eux entre l'ouverture d'aspiration
(20) de la buse d'aspiration (13) dans la position de prise en charge et le guide-fil
de va-et-vient (9).
5. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une unité de coupe (38) est maintenue à un écart de l'ouverture d'aspiration (20)
à l'extrémité d'aspiration (14) de la buse d'aspiration.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'unité de coupe (38) comprend un bord d'attaque de fil (39) en saillie vers l'ouverture
d'aspiration (20) et un agencement de couteau en forme de V (40) à l'extrémité du
bord d'attaque de fil (39), une entaille de coupe (41) de l'agencement de couteau
(40) étant configurée sous forme décalée en arrière par rapport à l'ouverture d'aspiration
(20).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la buse d'aspiration (13) comprend à l'extrémité d'aspiration (14) un élément de
retenue (29) comprenant au moins une tôle de guidage (30), qui forme un bord de guidage
de fil (31) pour le guidage du fil (28).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de retenue (29) porte sur la tôle de guidage (30) un guide-fil (32), qui
comprend une rainure de guidage de fil séparée (33) pour le guidage du fil (28).
9. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le guide-fil (32) est maintenu à un écart par rapport à l'ouverture d'aspiration
(20) de la buse d'aspiration (13), de telle sorte que l'ouverture d'aspiration (20)
de la buse d'aspiration (13) et le guide-fil (32) fixent une trajectoire de fil droite.
10. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que la section de longueur (15.1) de la buse d'aspiration (13) comprenant l'extrémité
d'aspiration (14) présente une longueur telle que, dans la position de prise en charge
de l'extrémité d'aspiration (14), une section de fil tendue entre l'ouverture d'aspiration
(20) et le guide-fil (32) enserre un bord de disque du disque de serrage (2.1).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que l'élément de retenue (29) porte à l'extrémité d'aspiration (14) de la buse d'aspiration
(13) d'un côté de l'ouverture d'aspiration (20) l'unité de coupe (38) et d'un côté
opposé de l'ouverture d'aspiration (20) la tôle de guidage (30) comprenant le guide-fil
(32).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la buse d'aspiration (13) comprend à l'extrémité d'aspiration (14) une entaille de
guidage (34), qui traverse l'ouverture d'aspiration (20).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que l'entraînement rotatif (18) de la buse d'aspiration (13) comprend un moteur pas à
pas (19), la section de longueur (15.1) comprenant l'extrémité d'aspiration (14) étant
rotative dans le sens horaire et dans le sens anti-horaire.