Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Ringspinnmaschine und ein Verfahren zum Betrieb
einer Ringspinnmaschine entsprechend dem jeweiligen Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
[0002] Ringspinnmaschinen mit Changiervorrichtung zur Vorgarnverlegung sind an sich bereits
bekannt. Bei der Zuführung des Vorgarns zum Streckwerk wird durch die Vorgarnverlegung
erreicht, dass die Abnutzung der Streckwerkswalzen, die durch ein gleichmässiges Zuführen
des Vorgarns an einer Stelle entstehen würde, reduziert wird. Die Abnutzung der Walzen
wird vielmehr durch eine Verlegung der Zuführung auf einen bestimmten, definierten
Bereich verteilt. Die Changiervorrichtung ist zu diesem Zweck mit Vorgarnleitschienen
verbunden, die das Vorgarn dem Streckwerk bewegt zuführen.
[0003] DE112012005348T5 offenbart eine Spinnmaschine mit einer Mehrzahl von Spinnstellen mit jeweils einem
Streckwerk und einem Zwischenantrieb. Ein Streckwerk weist wenigstens zwei Verzugswalzen
auf, die mit Druckwalzen gekoppelt sind. Der Zwischenantrieb ist zwischen den Längsenden
der Verzugswalzen angeordnet, wodurch die auf beiden Seiten des Zwischenantriebs vorhandenen
Sektionen der Verzugswalzen über den Zwischenantrieb antreibbar sind. Die Spinnmaschine
weist eine vom Zwischenantrieb angetriebene Oszillationsvorrichtung zum Bewegen des
Vorgarns in Längsrichtung der Maschine auf, wobei die Vorrichtung Garnführungsstangen
umfasst, die sich von beiden Seiten des Zwischenantriebs aus erstrecken. Die Oszillationsvorrichtung
von einem Zwischenantrieb anzutreiben hat sich allerdings als wenig vorteilhaft erwiesen,
da man an den Zwischenantrieb gebunden ist und man sich dementsprechend konstruktiv
einschränkt. Bei längeren Maschinen kann es beispielsweise notwendig sein, mehrere
Changiervorrichtungen einzusetzen. Dies ist aber in
DE112012005348T5 gar nicht möglich.
[0004] JP06-019576Y offenbart eine am Kopf angetriebene Changiervorrichtung zur Vorgarnverlegung, die
mit einer Walze über ein Getriebe verbunden ist. Auch hier ist es nachteilig, dass
bei längeren Maschinen die Changiervorrichtung(en) nicht an einer beliebigen Stelle
angesetzt werden kann oder können. Konstruktiv ist diese Lösung entsprechend sehr
limitierend.
[0005] DE19608709 offenbart eine Travisiervorrichtung, bei der eine Vielzahl von Fadenführungen auf
einer langen, hin- und herbewegten Stange angeordnet sind, welche mit einem Nockengetriebe
in Verbindung steht und eine Vielzahl von Kreuzspulen gleichzeitig formt.
Darstellung der Erfindung
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer
Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb dieser Ringspinnmaschine zu schaffen,
die einfacher als die aus dem Stand der Technik bekannten Ringspinnmaschinen ist und
die die Nachteile aus dem Stand der Technik vermeidet.
[0007] Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer
Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb dieser Ringspinnmaschine zu schaffen,
die in Bezug auf die Changiervorrichtung insbesondere bei längeren Maschinen konstruktiv
eine grössere Flexibilität erlaubt.
[0008] Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer
Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine zu schaffen,
in der über die Länge verteilt, mehrere, voneinander unabhängige Changiervorrichtungen
verteilt angeordnet werden können.
[0009] Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch eine Ringspinnmaschine bzw.
einem Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine entsprechend den Merkmalen des
Oberbegriffs der unabhängigen Ansprüche durch den entsprechenden kennzeichnenden Teil
gelöst. Insbesondere werden die Aufgaben dadurch gelöst, dass die Changiervorrichtung
von der Einlaufunterwalze angetrieben ist bzw. wird.
[0010] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Vorteilhaft ist diese Lösung, die unabhängig von einem möglichen Mittenantrieb ist,
da nun die Changiervorrichtung an einer beliebigen Stelle der Ringspinnmaschine angeordnet
werden kann, was die konstruktive Flexibilität erhöht. Die Changiervorrichtung kann
mit der Einlaufunterwalze je nach Ausführungsform über eine Kette oder einen Riemen
verbunden werden. Auf die Einlaufunterwalze ist ein Antriebsrad aufgesetzt, das die
Kette oder den Riemen antreibt. Es ist beispielsweise möglich, das Antriebsrad dort
anzuordnen, wo die Einlaufunterwalze gelagert ist. Die Einlaufunterwalze selbst wird
am Kopf oder Fuss der Ringspinnmaschine angetrieben.
[0012] In Längsrichtung der Ringspinnmaschine können auch mehrere, unabhängig voneinander
betriebene Changiervorrichtungen vorhanden sein. Die Vorgarnleitschienen werden in
diesem Fall getrennt und separat gelagert. Diese Ausführungsform erlaubt ebenfalls
eine grössere konstruktive Freiheit in der Ausgestaltung der Ringspinnmaschine.
[0013] Zur besseren Führung des Vorgarns werden die Vorgarnleitschienen mit einer Vielzahl
von Trichtern ausgestattet, die das Vorgarn zu den Streckenwerken führen. Die Vielzahl
von Streckwerken kann symmetrisch auf zwei Seiten einer Längsachse der Ringspinnmaschine
angeordnet sein, wobei die Changiervorrichtung mittig dazwischen angeordnet ist. Damit
werden die Vorgarnleitschienen auf beiden Seiten von derselben Changiervorrichtung
angetrieben. Die Changiervorrichtung kann beispielsweise aus einem Kegelgetriebe oder
einer Nuttrommel bestehen. Die Changiervorrichtung ist mit einer Kurvenscheibe und
zwei seitlichen Schwenkhebeln verbunden, wobei die Schwenkhebel jeweils mit einer
Vorgarnleitschiene verbunden sind.
[0014] Vorteilhaft besteht das Streckwerk aus drei Walzenpaaren, wobei die ersten beiden
Walzenpaare für den Vorverzug des Vorgarns und die zweiten beiden Walzenpaare für
den Hauptverzug des Vorgarns verantwortlich sind.
[0015] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgend beschriebenen und gezeigten
Ausführungsbeispiels zu entnehmen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0016] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Ringspinnmaschine gemäss der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung gemäss Schnitt II-II in der Fig. 1 mit einer Changiervorrichtung
und einem Streckwerk; und
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Antriebs einer Changiervorrichtung;
darstellen. Es werden nur für die Erfindung wichtigen Merkmale dargestellt. Gleiche
Merkmale werden in unterschiedlichen Figuren gleich bezeichnet.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0017] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Ringspinnmaschine 1, die über eine
Vielzahl von nebeneinander angeordneten Spinnstellen 2 verfügt. Die Spinnstellen 2
befinden sich in einer Längsrichtung x angeordnet zwischen einem Kopf 3
1 und einem Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1. Kopf 3
1 und Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1 können Lager, Antriebe, Steuerung, etc. enthalten, die für
den Betrieb der Maschine notwendig sind. Wie man weiter beispielsweise an zwei in
der Fig. 1 schematisch dargestellten Spinnstellen 2 sieht, besteht jede Spinnstelle
2 aus einer Vorgarnspule 4, die oberhalb eines Streckwerks 5 angeordnet ist, und auf
der ein Vorgarn 6 aufgewickelt ist. Das Vorgarn 6 läuft von der Vorgarnspule 4 über
das Streckwerk 5, wo es verstreckt wird, um dann zu einem Garnbildungelement geführt
zu werden. Die Ringspinnmaschine 1 kann zudem einen Mittenantrieb 8 zum Antrieb mindestens
einer Walze des Streckwerks 5, die vorzugsweise die Mittelwalze ist, aufweisen. Der
Mittenantrieb 8 ist zwischen dem Kopf 3
1 und dem Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet. Weitere Antriebe der verschiedenen Walzen der
Streckwerke 5 befinden sich in dem Kopf 3
1 und/oder dem Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1. Zusätzlich ist in der Fig. 1 schematisch eine Changiervorrichtung
9 zur Vorgarnverlegung ersichtlich. Die Vielzahl von Streckwerken 5 ist vorzugsweise
um eine Längsachse symmetrisch auf zwei Seiten der Ringspinnmaschine 1 angeordnet,
wobei die Changiervorrichtung 9 mittig dazwischen angeordnet ist, so dass diese die
Vorgarnleitschienen auf jeder Seite antreibt. Wie in der Fig. 1 dargestellt können
gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung mehrere, voneinander unabhängige
Changiervorrichtungen 9 vorgesehen werden. Beispielhaft sind zwei Changiervorrichtungen
9 dargestellt. Die Vorgarnleitschienen 14 müssten in diesem Fall getrennt und separat
gelagert werden. Der Aufbau und Betrieb der Changiervorrichtung 9 wird mit Bezug auf
die Fig. 2 näher erläutert.
[0018] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung gemäss Schnitt II-II in der Fig. 1, wobei
die Fig. 2 beispielhaft nur eine Seite der Changiervorrichtung 9 zeigt. Das Vorgarn
6 wird durch das Streckwerk 5 geführt, das in der Fig. 2 lediglich schematisch dargestellt
ist, und das im gezeigten Beispiel aus drei verschiedenen Walzenpaaren besteht. Das
erste Walzenpaar ist das Einlaufwalzenpaar 10 und besteht aus einer angetriebenen
Einlaufunterwalze 10
1 und einer gegen gelagerten Einlaufoberwalze 10
2, das zweite Walzenpaar ist das Mittelwalzenpaar 11 und besteht aus einer angetriebenen
Mittelunterwalze 11
1 und einer gegen gelagerten Mitteloberwalze 11
2 und das dritte Walzenpaar ist das Auslaufwalzenpaar 12 und besteht aus einer angetriebenen
Auslaufunterwalze 12
1 und einer gegen gelagerten Auslaufoberwalze 12
2. Die Unterwalzen laufen in Vorgarnlaufrichtung beim Betrieb der Ringspinnmaschine
1 jeweils mit steigenden Geschwindigkeiten, wobei die ersten beiden Walzenpaare 10,
11 für den Vorverzug des Vorgarns 6 und die zweiten beiden Walzenpaare 11, 12 für
den Hauptverzug des Vorgarns 6 verantwortlich sind.
[0019] Wie es in der Fig. 2 nun sichtbar ist, wird die Changiervorrichtung 9 erfindungsgemäss
über eine Kette oder einen Riemen 13 von der Einlaufunterwalze 10
1 angetrieben. Die Changiervorrichtung 9 weist hierzu ein Antriebsrad 16 auf, das mit
der Kette oder dem Riemen 13 verbunden ist. Die Kette oder der Riemen 13 wird von
einem Antriebsrad 19, das auf der Einlaufunterwalze 10
1 sitzt, angetrieben. Die Einlaufunterwalze 10
1 wird wiederum von einem nicht dargestellten Motor an einem Kopf 3
1 (oder einem Fuss 3
2) der Ringspinnmaschine 1 angetrieben. Vorteilhaft ist diese Lösung, die unabhängig
von einem möglichen Mittenantrieb 8 ist, da nun die Changiervorrichtung 9 an einer
beliebigen Stelle zwischen Kopf 3
1 und Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet werden kann. Die Changiervorrichtung 9 setzt die
Bewegung des Antriebrads 16 über einen internen Mechanismus (beispielsweise ein Kegelgetriebe)
und die Kurvenscheibe 17 in eine Bewegung der Schwenkhebel 18 um. Zu dem gewünschten
Zweck ist auch der Einsatz einer Nutentrommel denkbar, die die Bewegung des Antriebsrades
16 in eine Bewegung der Schwenkhebel 18 umsetzt. Wie in der Fig. 2 ersichtlich, ist
der Schwenkhebel 18 mit der Vorgarnleitschiene 14 verbunden, auf der eine der Spinnstellen
2 entsprechende Anzahl Trichter 15 sitzen, die das Vorgarn 6 dem entsprechenden Streckwerk
5 zuführen. Entsprechend der Hin- und Herbewegung der Vorgarnleitschiene 14 in Längsrichtung
x der Ringspinnmaschine 1 und der Trichter 15 wird das Vorgarn 6 dem Streckwerk 5
versetzt zugeführt.
[0020] Aus Fig. 3 wird deutlich, dass Schwenkhebel 18 zur Changierung der Vorgarnleitschienen
14, auf der die Trichter 15 angeordnet sind, auf beiden Seiten angeordnet sind. Die
Einlaufunterwalze 10
1 weist das Antriebsrad 19 auf, welches an einem Ende oder in der Mitte angeordnet
sein kann, und welches über die Kette oder den Riemen 13 mit dem Antriebsrad 16 verbunden
ist und dieses antreibt. Es ist beispielsweise möglich, das Antriebsrad 19 dort anzuordnen,
wo die Einlaufunterwalze 10
1 gelagert ist. Da die Changiervorrichtung 9 zwischen dem Kopf 3
1 und dem Fuss 3
2 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet ist, erstrecken sich die Vorgarnleitschienen 14
von der Changiervorrichtung 9 aus in der Längsrichtung x der Ringspinnmaschine 1 in
beide Richtungen.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Ringspinnmaschine
- 2
- Spinnstelle
- 31
- Kopf der Ringspinnmaschine 1
- 32
- Fuss der Ringspinnmaschine 1
- 4
- Vorgarnspule
- 5
- Streckwerk
- 6
- Vorgarn
- 7
- Kops
- 8
- Mittenantrieb
- 9
- Changiervorrichtung
- 10
- Einlaufwalzenpaar
- 101
- Einlaufunterwalze
- 102
- Einlaufoberwalze
- 11
- Mittelwalzenpaar
- 111
- Mittelunterwalze
- 112
- Mitteloberwalze
- 12
- Auslaufwalzenpaar
- 121
- Auslaufunterwalze
- 122
- Auslaufoberwalze
- 13
- Kette, Riemen
- 14
- Vorgarnleitschiene
- 15
- Trichter
- 16
- Antriebsrad
- 17
- Kurvenscheibe
- 18
- Schwenkhebel
- 19
- Antriebsrad
- x
- Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1
1. Ringspinnmaschine umfassend:
• mindestens eine Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung, wobei die Changiervorrichtung
(9) mit Vorgarnleitschienen (14) verbunden ist; und wobei sich die Vorgarnleitschienen
(14) von der Changiervorrichtung (9) aus in einer Längsrichtung (x) der Ringspinnmaschine
(1) in beide Richtungen erstrecken;
• eine Vielzahl von Streckwerken (5) zum Verzug eines Vorgarns (6), die aus mindestens
zwei Walzenpaaren (10, 11, 12) mit einem Einlaufwalzenpaar (10) und einem Auslaufwalzenpaar
(12) bestehen, wobei jedes Walzenpaar (10, 11, 12) eine Unterwalze (101, 111, 121) und eine gegengelagerte Oberwalze (102, 112, 122) aufweist, wobei
• die Changiervorrichtung (9) mit einer Kurvenscheibe (17) und zwei seitlichen Schwenkhebeln
(18) verbunden ist, wobei die Schwenkhebel (18) jeweils mit einer der Vorgarnleitschienen
(14) verbunden sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Changiervorrichtung (9) mit der Einlaufunterwalze (101) über eine Kette oder einen Riemen (13) verbunden und von dieser angetrieben ist.
2. Ringspinnmaschine (1) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere unabhängig voneinander betriebene Changiervorrichtungen (9) vorhanden sind.
3. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufunterwalze (101) an einem Kopf (31) oder einem Fuss (32) der Ringspinnmaschine (1) angetrieben ist.
4. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgarnleitschienen (14) eine Vielzahl von Trichtern (15) zur Zuführung des Vorgarns
(6) zu den Streckwerken (5) aufweisen.
5. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Streckwerken (5) symmetrisch um eine Längsachse an zwei Seiten der
Ringspinnmaschine (1) angeordnet ist und die Changiervorrichtung (9) mittig dazwischen
angeordnet ist.
6. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (5) aus drei Walzenpaaren (10, 11, 12) besteht, wobei die ersten beiden
Walzenpaare (10, 11) für den Vorverzug des Vorgarns (6) und die zweiten beiden Walzenpaare
(11, 12) für den Hauptverzug des Vorgarns (6) verantwortlich sind.
7. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringspinnmaschine (1) einen von der Changiervorrichtung (9) unabhängigen Mittenantrieb
(8) aufweist.
8. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1), wobei die Ringspinnmaschine (1)
umfasst:
• mindestens eine Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung, wobei die Changiervorrichtung
(9) mit Vorgarnleitschienen (14) verbunden ist; und wobei sich die Vorgarnleitschienen
(14) von der Changiervorrichtung (9) aus in Längsrichtung (x) der Ringspinnmaschine
(1) in beide Richtungen erstrecken;
• eine Vielzahl von Streckwerken (5) zum Verzug eines Vorgarns (6), die aus mindestens
zwei Walzenpaaren (10, 11, 12) mit einem Einlaufwalzenpaar (10) und einem Auslaufwalzenpaar
(12) bestehen, wobei jedes Walzenpaar (10, 11, 12) eine Unterwalze (101, 111, 121) und eine gegen gelagerte Oberwalze (102, 112, 122) aufweist,
• die Changiervorrichtung (9) mit einer Kurvenscheibe (17) und zwei seitlichen Schwenkhebeln
(18) verbunden ist, wobei die Schwenkhebel (18) jeweils mit einer der Vorgarnleitschienen
(14) verbunden sind;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung von der Einlaufunterwalze (101) über eine Kette oder einen Riemen (13) angetrieben wird.
9. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1) gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufunterwalze (101) an einem Kopf (31) oder Fuss (32) der Ringspinnmaschine (1) angetrieben wird.
10. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringspinnmaschine (1) einen von der Changiervorrichtung (9) unabhängigen Mittenantrieb
(8) aufweist, der mindestens eine Walze (10, 11, 12) des Streckwerks (5) antreibt.
1. A ring spinning machine, comprising
• at least one traversing device (9) for laying of the roving, wherein the traversing
device (9) is connected to roving guide rails (14), and wherein the roving guide rails
(14) extend in both directions from the traversing device (9) in a longitudinal direction
(x) of the ring spinning machine (1);
• a plurality of drawing devices (5) for drawing a roving (6) consisting of at least
two roller pairs (10, 11, 12) with an intake roller pair (10) and an outlet roller
pair (12), wherein each roller pair (10, 11, 12) has a lower roller (101, 111, 121) and an upper roller (102, 112, 122), which is oppositely mounted, wherein
• the traversing device (9) is connected to a cam (17) and two lateral pivot levers
(18), the pivot levers (18) each being connected to a roving guide rail (14);
characterized in that the traversing device (9) is connected to the lower intake roller (10
1) by a chain or a belt (13) and is driven by it.
2. The ring spinning machine (1) according to claim 1, characterized in that multipe independently operated traversing devices (9) are present.
3. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 or 2, characterized in that the lower intake roller (101) is driven at a head (31) or at a foot (32) of the ring spinning machine (1).
4. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the roving guide rails (14) have a plurality of chutes (15) for supplying the roving
(6) to the drawing devices (5).
5. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the plurality of drawing devices (5) is arranged symmetrically around a longitudinal
axis on two sides of the ring spinning machine (1), and the traversing device (9)
is arranged centrally in between.
6. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the drawing device (5) consists of three roller pairs (10, 11, 12), wherein the first
two roller pairs (10, 11) are responsible for the predrawing of the roving (6), and
the second two roller pairs (11, 12) are responsible for the main drawing of the roving
(6).
7. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the ring spinning machine (1) has a center drive (8), which is independent of the
traversing device (9).
8. A method for operating a ring spinning machine (1), wherein the ring spinning machine
(1) comprises:
• at least one traversing device (9) for laying of the roving, wherein the traversing
device (9) is connected to roving guide rails (14), and wherein the roving guide rails
(14) extend in both directions from the traversing device (9) in the longitudinal
direction (x) of the ring spinning machine (1);
• a plurality of drawing devices (5) for drawing a roving (6) consisting of at least
two roller pairs (10, 11, 12) with an intake roller pair (10) and an outlet roller
pair (12), each roller pair (10, 11, 12) having a lower roller (101, 111, 121) and an oppositely mounted upper roller (102, 112, 122);
• the traversing device (9) is connected to a cam (17) and two lateral pivot levers
(18), each of the pivot levers (18) being connected to a roving guide rail (14),
characterized in that the traversing device (9) is driven by the lower intake roller (10
1) via a chain or a belt (13) for laying of the roving.
9. The method for operating a ring spinning machine (1) according to claim 8, characterized in that the lower intake roller (101) is driven at the head (31) or foot (32) of the ring spinning machine (1).
10. The method for operating a ring spinning machine (1) according to any one of claims
8 or 9, characterized in that the ring spinning machine (1) has a center drive (8), which is independent of the
traversing device (9) and drives at least one roller (10, 11, 12) of the drawing device
(5).
1. Métier à filer à anneaux comprenant :
• au moins un dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches, dans lequel
le dispositif de va-et-vient (9) est relié à des rails de guidage de mèche (14) ;
et dans lequel les rails de guidage de mèche (14) s'étendent, à partir du dispositif
de va-et-vient (9) dans un sens longitudinal (x) du métier à filer à anneaux (1),
dans les deux sens ;
• une pluralité de bancs d'étirage (5) destinés à l'étirage d'une mèche (6), lesquels
sont composés d'au moins deux paires de rouleaux (10, 11, 12) comportant une paire
de rouleaux d'entrée (10) et une paire de rouleaux de sortie (12), dans lequel chaque
paire de rouleaux (10, 11, 12) comporte un rouleau inférieur (101, 111, 121) et un rouleau supérieur (102, 112, 122) contre-supporté, dans lequel
• le dispositif de va-et-vient (9) est relié à un disque à cames (17) et à deux leviers
de pivotement (18) latéraux, les leviers de pivotement (18) étant respectivement reliés
à l'un des rails de guidage de mèche (14) ;
caractérisé en ce que
le dispositif de va-et-vient (9) est relié au rouleau d'entrée inférieur (101) par l'intermédiaire d'une chaîne ou d'une courroie (13) et est entraîné par celui-ci.
2. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs dispositifs de va-et-vient (9) fonctionnant indépendamment les uns des
autres sont fournis.
3. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le rouleau d'entrée inférieur (101) est entraîné sur une tête (31) ou un pied (32) du métier à filer à anneaux (1).
4. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rails de guidage de mèche (14) comportent une pluralité de trémies (15) destinées
à l'amenée de la mèche (6) aux bancs d'étirage (5).
5. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pluralité de bancs d'étirage (5) sont disposés symétriquement autour d'un axe
longitudinal des deux côtés du métier à filer à anneaux (1) et le dispositif de va-et-vient
(9) est disposé au centre entre eux.
6. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le banc d'étirage (5) est constitué de trois paires de rouleaux (10, 11, 12), dans
lequel les deux premières paires de rouleaux (10, 11) sont utilisées pour le pré-étirage
de la mèche (6) et les deux deuxièmes paires de rouleaux (11, 12) sont utilisées pour
l'étirage principal de la mèche (6).
7. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le métier à filer à anneaux (1) comporte un entraînement central (8) indépendant
du dispositif de va-et-vient (9).
8. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1), dans lequel le métier
à filer à anneaux (1) comprend :
• au moins un dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches, dans lequel
le dispositif de va-et-vient (9) est relié à des rails de guidage de mèche (14) ;
et dans lequel les rails de guidage de mèche (14) s'étendent, à partir du dispositif
de va-et-vient (9) dans le sens longitudinal (x) du métier à filer à anneaux (1),
dans les deux sens ;
• une pluralité de bancs d'étirage (5) destinés à l'étirage de mèches (6), lesquels
sont composés d'au moins deux paires de rouleaux (10, 11, 12) comportant une paire
de rouleaux d'entrée (10) et une paire de rouleaux de sortie (12), dans lequel chaque
paire de rouleaux (10, 11, 12) comporte un rouleau inférieur (101, 111, 121) et un rouleau supérieur (102, 112, 122) contre-supporté,
• le dispositif de va-et-vient (9) étant relié à un disque à cames (17) et à deux
leviers de pivotement (18) latéraux, les leviers de pivotement (18) étant respectivement
reliés à l'un des rails de guidage de mèche (14) ;
caractérisé en ce que
le dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches est entraîné par le rouleau
d'entrée inférieur (101) par l'intermédiaire d'une chaîne ou d'une courroie (13).
9. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1) selon la revendication
8, caractérisé en ce que le rouleau d'entrée inférieur (101) est entraîné sur une tête (31) ou un pied (32) du métier à filer à anneaux (1).
10. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications
8 ou 9, caractérisé en ce que le métier à filer à anneaux (1) comporte un entraînement central (8) indépendant
du dispositif de va-et-vient (9), lequel entraîne au moins un rouleau (10, 11, 12)
du banc d'étirage (5).