(19)
(11) EP 3 443 154 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.03.2022  Patentblatt  2022/13

(21) Anmeldenummer: 17717875.3

(22) Anmeldetag:  11.04.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D01H 13/06(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
D01H 13/06
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB2017/052072
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/178961 (19.10.2017 Gazette  2017/42)

(54)

RINGSPINNMASCHINE

RING SPINNING MACHINE

MÉTIER À FILER DU TYPE À ANNEAU


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 15.04.2016 CH 4932016

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.02.2019  Patentblatt  2019/08

(73) Patentinhaber: Maschinenfabrik Rieter AG
8406 Winterthur (CH)

(72) Erfinder:
  • KREJCI, Emil
    61500 Brno (CZ)
  • FARNER, Markus
    8477 Oberstammheim (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A1- 19 608 709
DE-T5-112012 005 348
DE-C- 142 184
GB-A- 191 028 503
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Ringspinnmaschine und ein Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine entsprechend dem jeweiligen Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.

    Stand der Technik



    [0002] Ringspinnmaschinen mit Changiervorrichtung zur Vorgarnverlegung sind an sich bereits bekannt. Bei der Zuführung des Vorgarns zum Streckwerk wird durch die Vorgarnverlegung erreicht, dass die Abnutzung der Streckwerkswalzen, die durch ein gleichmässiges Zuführen des Vorgarns an einer Stelle entstehen würde, reduziert wird. Die Abnutzung der Walzen wird vielmehr durch eine Verlegung der Zuführung auf einen bestimmten, definierten Bereich verteilt. Die Changiervorrichtung ist zu diesem Zweck mit Vorgarnleitschienen verbunden, die das Vorgarn dem Streckwerk bewegt zuführen.

    [0003] DE112012005348T5 offenbart eine Spinnmaschine mit einer Mehrzahl von Spinnstellen mit jeweils einem Streckwerk und einem Zwischenantrieb. Ein Streckwerk weist wenigstens zwei Verzugswalzen auf, die mit Druckwalzen gekoppelt sind. Der Zwischenantrieb ist zwischen den Längsenden der Verzugswalzen angeordnet, wodurch die auf beiden Seiten des Zwischenantriebs vorhandenen Sektionen der Verzugswalzen über den Zwischenantrieb antreibbar sind. Die Spinnmaschine weist eine vom Zwischenantrieb angetriebene Oszillationsvorrichtung zum Bewegen des Vorgarns in Längsrichtung der Maschine auf, wobei die Vorrichtung Garnführungsstangen umfasst, die sich von beiden Seiten des Zwischenantriebs aus erstrecken. Die Oszillationsvorrichtung von einem Zwischenantrieb anzutreiben hat sich allerdings als wenig vorteilhaft erwiesen, da man an den Zwischenantrieb gebunden ist und man sich dementsprechend konstruktiv einschränkt. Bei längeren Maschinen kann es beispielsweise notwendig sein, mehrere Changiervorrichtungen einzusetzen. Dies ist aber in DE112012005348T5 gar nicht möglich.

    [0004] JP06-019576Y offenbart eine am Kopf angetriebene Changiervorrichtung zur Vorgarnverlegung, die mit einer Walze über ein Getriebe verbunden ist. Auch hier ist es nachteilig, dass bei längeren Maschinen die Changiervorrichtung(en) nicht an einer beliebigen Stelle angesetzt werden kann oder können. Konstruktiv ist diese Lösung entsprechend sehr limitierend.

    [0005] DE19608709 offenbart eine Travisiervorrichtung, bei der eine Vielzahl von Fadenführungen auf einer langen, hin- und herbewegten Stange angeordnet sind, welche mit einem Nockengetriebe in Verbindung steht und eine Vielzahl von Kreuzspulen gleichzeitig formt.

    Darstellung der Erfindung



    [0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb dieser Ringspinnmaschine zu schaffen, die einfacher als die aus dem Stand der Technik bekannten Ringspinnmaschinen ist und die die Nachteile aus dem Stand der Technik vermeidet.

    [0007] Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb dieser Ringspinnmaschine zu schaffen, die in Bezug auf die Changiervorrichtung insbesondere bei längeren Maschinen konstruktiv eine grössere Flexibilität erlaubt.

    [0008] Der Erfindung liegt weiter die Aufgabe zugrunde, eine Ringspinnmaschine mit einer Vorgarnverlegung und ein Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine zu schaffen, in der über die Länge verteilt, mehrere, voneinander unabhängige Changiervorrichtungen verteilt angeordnet werden können.

    [0009] Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden durch eine Ringspinnmaschine bzw. einem Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine entsprechend den Merkmalen des Oberbegriffs der unabhängigen Ansprüche durch den entsprechenden kennzeichnenden Teil gelöst. Insbesondere werden die Aufgaben dadurch gelöst, dass die Changiervorrichtung von der Einlaufunterwalze angetrieben ist bzw. wird.

    [0010] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

    [0011] Vorteilhaft ist diese Lösung, die unabhängig von einem möglichen Mittenantrieb ist, da nun die Changiervorrichtung an einer beliebigen Stelle der Ringspinnmaschine angeordnet werden kann, was die konstruktive Flexibilität erhöht. Die Changiervorrichtung kann mit der Einlaufunterwalze je nach Ausführungsform über eine Kette oder einen Riemen verbunden werden. Auf die Einlaufunterwalze ist ein Antriebsrad aufgesetzt, das die Kette oder den Riemen antreibt. Es ist beispielsweise möglich, das Antriebsrad dort anzuordnen, wo die Einlaufunterwalze gelagert ist. Die Einlaufunterwalze selbst wird am Kopf oder Fuss der Ringspinnmaschine angetrieben.

    [0012] In Längsrichtung der Ringspinnmaschine können auch mehrere, unabhängig voneinander betriebene Changiervorrichtungen vorhanden sein. Die Vorgarnleitschienen werden in diesem Fall getrennt und separat gelagert. Diese Ausführungsform erlaubt ebenfalls eine grössere konstruktive Freiheit in der Ausgestaltung der Ringspinnmaschine.

    [0013] Zur besseren Führung des Vorgarns werden die Vorgarnleitschienen mit einer Vielzahl von Trichtern ausgestattet, die das Vorgarn zu den Streckenwerken führen. Die Vielzahl von Streckwerken kann symmetrisch auf zwei Seiten einer Längsachse der Ringspinnmaschine angeordnet sein, wobei die Changiervorrichtung mittig dazwischen angeordnet ist. Damit werden die Vorgarnleitschienen auf beiden Seiten von derselben Changiervorrichtung angetrieben. Die Changiervorrichtung kann beispielsweise aus einem Kegelgetriebe oder einer Nuttrommel bestehen. Die Changiervorrichtung ist mit einer Kurvenscheibe und zwei seitlichen Schwenkhebeln verbunden, wobei die Schwenkhebel jeweils mit einer Vorgarnleitschiene verbunden sind.

    [0014] Vorteilhaft besteht das Streckwerk aus drei Walzenpaaren, wobei die ersten beiden Walzenpaare für den Vorverzug des Vorgarns und die zweiten beiden Walzenpaare für den Hauptverzug des Vorgarns verantwortlich sind.

    [0015] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgend beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiels zu entnehmen.

    Kurze Beschreibung der Figuren



    [0016] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei
    Fig. 1
    eine schematische Darstellung einer Ringspinnmaschine gemäss der Erfindung;
    Fig. 2
    eine schematische Darstellung gemäss Schnitt II-II in der Fig. 1 mit einer Changiervorrichtung und einem Streckwerk; und
    Fig. 3
    eine schematische Darstellung eines Antriebs einer Changiervorrichtung;
    darstellen. Es werden nur für die Erfindung wichtigen Merkmale dargestellt. Gleiche Merkmale werden in unterschiedlichen Figuren gleich bezeichnet.

    Wege zur Ausführung der Erfindung



    [0017] Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemässe Ringspinnmaschine 1, die über eine Vielzahl von nebeneinander angeordneten Spinnstellen 2 verfügt. Die Spinnstellen 2 befinden sich in einer Längsrichtung x angeordnet zwischen einem Kopf 31 und einem Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1. Kopf 31 und Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1 können Lager, Antriebe, Steuerung, etc. enthalten, die für den Betrieb der Maschine notwendig sind. Wie man weiter beispielsweise an zwei in der Fig. 1 schematisch dargestellten Spinnstellen 2 sieht, besteht jede Spinnstelle 2 aus einer Vorgarnspule 4, die oberhalb eines Streckwerks 5 angeordnet ist, und auf der ein Vorgarn 6 aufgewickelt ist. Das Vorgarn 6 läuft von der Vorgarnspule 4 über das Streckwerk 5, wo es verstreckt wird, um dann zu einem Garnbildungelement geführt zu werden. Die Ringspinnmaschine 1 kann zudem einen Mittenantrieb 8 zum Antrieb mindestens einer Walze des Streckwerks 5, die vorzugsweise die Mittelwalze ist, aufweisen. Der Mittenantrieb 8 ist zwischen dem Kopf 31 und dem Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet. Weitere Antriebe der verschiedenen Walzen der Streckwerke 5 befinden sich in dem Kopf 31 und/oder dem Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1. Zusätzlich ist in der Fig. 1 schematisch eine Changiervorrichtung 9 zur Vorgarnverlegung ersichtlich. Die Vielzahl von Streckwerken 5 ist vorzugsweise um eine Längsachse symmetrisch auf zwei Seiten der Ringspinnmaschine 1 angeordnet, wobei die Changiervorrichtung 9 mittig dazwischen angeordnet ist, so dass diese die Vorgarnleitschienen auf jeder Seite antreibt. Wie in der Fig. 1 dargestellt können gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung mehrere, voneinander unabhängige Changiervorrichtungen 9 vorgesehen werden. Beispielhaft sind zwei Changiervorrichtungen 9 dargestellt. Die Vorgarnleitschienen 14 müssten in diesem Fall getrennt und separat gelagert werden. Der Aufbau und Betrieb der Changiervorrichtung 9 wird mit Bezug auf die Fig. 2 näher erläutert.

    [0018] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung gemäss Schnitt II-II in der Fig. 1, wobei die Fig. 2 beispielhaft nur eine Seite der Changiervorrichtung 9 zeigt. Das Vorgarn 6 wird durch das Streckwerk 5 geführt, das in der Fig. 2 lediglich schematisch dargestellt ist, und das im gezeigten Beispiel aus drei verschiedenen Walzenpaaren besteht. Das erste Walzenpaar ist das Einlaufwalzenpaar 10 und besteht aus einer angetriebenen Einlaufunterwalze 101 und einer gegen gelagerten Einlaufoberwalze 102, das zweite Walzenpaar ist das Mittelwalzenpaar 11 und besteht aus einer angetriebenen Mittelunterwalze 111 und einer gegen gelagerten Mitteloberwalze 112 und das dritte Walzenpaar ist das Auslaufwalzenpaar 12 und besteht aus einer angetriebenen Auslaufunterwalze 121 und einer gegen gelagerten Auslaufoberwalze 122. Die Unterwalzen laufen in Vorgarnlaufrichtung beim Betrieb der Ringspinnmaschine 1 jeweils mit steigenden Geschwindigkeiten, wobei die ersten beiden Walzenpaare 10, 11 für den Vorverzug des Vorgarns 6 und die zweiten beiden Walzenpaare 11, 12 für den Hauptverzug des Vorgarns 6 verantwortlich sind.

    [0019] Wie es in der Fig. 2 nun sichtbar ist, wird die Changiervorrichtung 9 erfindungsgemäss über eine Kette oder einen Riemen 13 von der Einlaufunterwalze 101 angetrieben. Die Changiervorrichtung 9 weist hierzu ein Antriebsrad 16 auf, das mit der Kette oder dem Riemen 13 verbunden ist. Die Kette oder der Riemen 13 wird von einem Antriebsrad 19, das auf der Einlaufunterwalze 101 sitzt, angetrieben. Die Einlaufunterwalze 101 wird wiederum von einem nicht dargestellten Motor an einem Kopf 31 (oder einem Fuss 32) der Ringspinnmaschine 1 angetrieben. Vorteilhaft ist diese Lösung, die unabhängig von einem möglichen Mittenantrieb 8 ist, da nun die Changiervorrichtung 9 an einer beliebigen Stelle zwischen Kopf 31 und Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet werden kann. Die Changiervorrichtung 9 setzt die Bewegung des Antriebrads 16 über einen internen Mechanismus (beispielsweise ein Kegelgetriebe) und die Kurvenscheibe 17 in eine Bewegung der Schwenkhebel 18 um. Zu dem gewünschten Zweck ist auch der Einsatz einer Nutentrommel denkbar, die die Bewegung des Antriebsrades 16 in eine Bewegung der Schwenkhebel 18 umsetzt. Wie in der Fig. 2 ersichtlich, ist der Schwenkhebel 18 mit der Vorgarnleitschiene 14 verbunden, auf der eine der Spinnstellen 2 entsprechende Anzahl Trichter 15 sitzen, die das Vorgarn 6 dem entsprechenden Streckwerk 5 zuführen. Entsprechend der Hin- und Herbewegung der Vorgarnleitschiene 14 in Längsrichtung x der Ringspinnmaschine 1 und der Trichter 15 wird das Vorgarn 6 dem Streckwerk 5 versetzt zugeführt.

    [0020] Aus Fig. 3 wird deutlich, dass Schwenkhebel 18 zur Changierung der Vorgarnleitschienen 14, auf der die Trichter 15 angeordnet sind, auf beiden Seiten angeordnet sind. Die Einlaufunterwalze 101 weist das Antriebsrad 19 auf, welches an einem Ende oder in der Mitte angeordnet sein kann, und welches über die Kette oder den Riemen 13 mit dem Antriebsrad 16 verbunden ist und dieses antreibt. Es ist beispielsweise möglich, das Antriebsrad 19 dort anzuordnen, wo die Einlaufunterwalze 101 gelagert ist. Da die Changiervorrichtung 9 zwischen dem Kopf 31 und dem Fuss 32 der Ringspinnmaschine 1 angeordnet ist, erstrecken sich die Vorgarnleitschienen 14 von der Changiervorrichtung 9 aus in der Längsrichtung x der Ringspinnmaschine 1 in beide Richtungen.

    Bezugszeichenliste



    [0021] 
    1
    Ringspinnmaschine
    2
    Spinnstelle
    31
    Kopf der Ringspinnmaschine 1
    32
    Fuss der Ringspinnmaschine 1
    4
    Vorgarnspule
    5
    Streckwerk
    6
    Vorgarn
    7
    Kops
    8
    Mittenantrieb
    9
    Changiervorrichtung
    10
    Einlaufwalzenpaar
    101
    Einlaufunterwalze
    102
    Einlaufoberwalze
    11
    Mittelwalzenpaar
    111
    Mittelunterwalze
    112
    Mitteloberwalze
    12
    Auslaufwalzenpaar
    121
    Auslaufunterwalze
    122
    Auslaufoberwalze
    13
    Kette, Riemen
    14
    Vorgarnleitschiene
    15
    Trichter
    16
    Antriebsrad
    17
    Kurvenscheibe
    18
    Schwenkhebel
    19
    Antriebsrad
    x
    Längsrichtung der Ringspinnmaschine 1



    Ansprüche

    1. Ringspinnmaschine umfassend:

    • mindestens eine Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung, wobei die Changiervorrichtung (9) mit Vorgarnleitschienen (14) verbunden ist; und wobei sich die Vorgarnleitschienen (14) von der Changiervorrichtung (9) aus in einer Längsrichtung (x) der Ringspinnmaschine (1) in beide Richtungen erstrecken;

    • eine Vielzahl von Streckwerken (5) zum Verzug eines Vorgarns (6), die aus mindestens zwei Walzenpaaren (10, 11, 12) mit einem Einlaufwalzenpaar (10) und einem Auslaufwalzenpaar (12) bestehen, wobei jedes Walzenpaar (10, 11, 12) eine Unterwalze (101, 111, 121) und eine gegengelagerte Oberwalze (102, 112, 122) aufweist, wobei

    • die Changiervorrichtung (9) mit einer Kurvenscheibe (17) und zwei seitlichen Schwenkhebeln (18) verbunden ist, wobei die Schwenkhebel (18) jeweils mit einer der Vorgarnleitschienen (14) verbunden sind;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Changiervorrichtung (9) mit der Einlaufunterwalze (101) über eine Kette oder einen Riemen (13) verbunden und von dieser angetrieben ist.


     
    2. Ringspinnmaschine (1) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere unabhängig voneinander betriebene Changiervorrichtungen (9) vorhanden sind.
     
    3. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufunterwalze (101) an einem Kopf (31) oder einem Fuss (32) der Ringspinnmaschine (1) angetrieben ist.
     
    4. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgarnleitschienen (14) eine Vielzahl von Trichtern (15) zur Zuführung des Vorgarns (6) zu den Streckwerken (5) aufweisen.
     
    5. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Streckwerken (5) symmetrisch um eine Längsachse an zwei Seiten der Ringspinnmaschine (1) angeordnet ist und die Changiervorrichtung (9) mittig dazwischen angeordnet ist.
     
    6. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (5) aus drei Walzenpaaren (10, 11, 12) besteht, wobei die ersten beiden Walzenpaare (10, 11) für den Vorverzug des Vorgarns (6) und die zweiten beiden Walzenpaare (11, 12) für den Hauptverzug des Vorgarns (6) verantwortlich sind.
     
    7. Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringspinnmaschine (1) einen von der Changiervorrichtung (9) unabhängigen Mittenantrieb (8) aufweist.
     
    8. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1), wobei die Ringspinnmaschine (1) umfasst:

    • mindestens eine Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung, wobei die Changiervorrichtung (9) mit Vorgarnleitschienen (14) verbunden ist; und wobei sich die Vorgarnleitschienen (14) von der Changiervorrichtung (9) aus in Längsrichtung (x) der Ringspinnmaschine (1) in beide Richtungen erstrecken;

    • eine Vielzahl von Streckwerken (5) zum Verzug eines Vorgarns (6), die aus mindestens zwei Walzenpaaren (10, 11, 12) mit einem Einlaufwalzenpaar (10) und einem Auslaufwalzenpaar (12) bestehen, wobei jedes Walzenpaar (10, 11, 12) eine Unterwalze (101, 111, 121) und eine gegen gelagerte Oberwalze (102, 112, 122) aufweist,

    • die Changiervorrichtung (9) mit einer Kurvenscheibe (17) und zwei seitlichen Schwenkhebeln (18) verbunden ist, wobei die Schwenkhebel (18) jeweils mit einer der Vorgarnleitschienen (14) verbunden sind;

    dadurch gekennzeichnet, dass

    die Changiervorrichtung (9) zur Vorgarnverlegung von der Einlaufunterwalze (101) über eine Kette oder einen Riemen (13) angetrieben wird.


     
    9. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1) gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlaufunterwalze (101) an einem Kopf (31) oder Fuss (32) der Ringspinnmaschine (1) angetrieben wird.
     
    10. Verfahren zum Betrieb einer Ringspinnmaschine (1) gemäss einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringspinnmaschine (1) einen von der Changiervorrichtung (9) unabhängigen Mittenantrieb (8) aufweist, der mindestens eine Walze (10, 11, 12) des Streckwerks (5) antreibt.
     


    Claims

    1. A ring spinning machine, comprising

    • at least one traversing device (9) for laying of the roving, wherein the traversing device (9) is connected to roving guide rails (14), and wherein the roving guide rails (14) extend in both directions from the traversing device (9) in a longitudinal direction (x) of the ring spinning machine (1);

    • a plurality of drawing devices (5) for drawing a roving (6) consisting of at least two roller pairs (10, 11, 12) with an intake roller pair (10) and an outlet roller pair (12), wherein each roller pair (10, 11, 12) has a lower roller (101, 111, 121) and an upper roller (102, 112, 122), which is oppositely mounted, wherein

    • the traversing device (9) is connected to a cam (17) and two lateral pivot levers (18), the pivot levers (18) each being connected to a roving guide rail (14);

    characterized in that the traversing device (9) is connected to the lower intake roller (101) by a chain or a belt (13) and is driven by it.
     
    2. The ring spinning machine (1) according to claim 1, characterized in that multipe independently operated traversing devices (9) are present.
     
    3. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 or 2, characterized in that the lower intake roller (101) is driven at a head (31) or at a foot (32) of the ring spinning machine (1).
     
    4. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the roving guide rails (14) have a plurality of chutes (15) for supplying the roving (6) to the drawing devices (5).
     
    5. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the plurality of drawing devices (5) is arranged symmetrically around a longitudinal axis on two sides of the ring spinning machine (1), and the traversing device (9) is arranged centrally in between.
     
    6. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the drawing device (5) consists of three roller pairs (10, 11, 12), wherein the first two roller pairs (10, 11) are responsible for the predrawing of the roving (6), and the second two roller pairs (11, 12) are responsible for the main drawing of the roving (6).
     
    7. The ring spinning machine (1) according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the ring spinning machine (1) has a center drive (8), which is independent of the traversing device (9).
     
    8. A method for operating a ring spinning machine (1), wherein the ring spinning machine (1) comprises:

    • at least one traversing device (9) for laying of the roving, wherein the traversing device (9) is connected to roving guide rails (14), and wherein the roving guide rails (14) extend in both directions from the traversing device (9) in the longitudinal direction (x) of the ring spinning machine (1);

    • a plurality of drawing devices (5) for drawing a roving (6) consisting of at least two roller pairs (10, 11, 12) with an intake roller pair (10) and an outlet roller pair (12), each roller pair (10, 11, 12) having a lower roller (101, 111, 121) and an oppositely mounted upper roller (102, 112, 122);

    • the traversing device (9) is connected to a cam (17) and two lateral pivot levers (18), each of the pivot levers (18) being connected to a roving guide rail (14),

    characterized in that the traversing device (9) is driven by the lower intake roller (101) via a chain or a belt (13) for laying of the roving.
     
    9. The method for operating a ring spinning machine (1) according to claim 8, characterized in that the lower intake roller (101) is driven at the head (31) or foot (32) of the ring spinning machine (1).
     
    10. The method for operating a ring spinning machine (1) according to any one of claims 8 or 9, characterized in that the ring spinning machine (1) has a center drive (8), which is independent of the traversing device (9) and drives at least one roller (10, 11, 12) of the drawing device (5).
     


    Revendications

    1. Métier à filer à anneaux comprenant :

    • au moins un dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches, dans lequel le dispositif de va-et-vient (9) est relié à des rails de guidage de mèche (14) ; et dans lequel les rails de guidage de mèche (14) s'étendent, à partir du dispositif de va-et-vient (9) dans un sens longitudinal (x) du métier à filer à anneaux (1), dans les deux sens ;

    • une pluralité de bancs d'étirage (5) destinés à l'étirage d'une mèche (6), lesquels sont composés d'au moins deux paires de rouleaux (10, 11, 12) comportant une paire de rouleaux d'entrée (10) et une paire de rouleaux de sortie (12), dans lequel chaque paire de rouleaux (10, 11, 12) comporte un rouleau inférieur (101, 111, 121) et un rouleau supérieur (102, 112, 122) contre-supporté, dans lequel

    • le dispositif de va-et-vient (9) est relié à un disque à cames (17) et à deux leviers de pivotement (18) latéraux, les leviers de pivotement (18) étant respectivement reliés à l'un des rails de guidage de mèche (14) ;

    caractérisé en ce que

    le dispositif de va-et-vient (9) est relié au rouleau d'entrée inférieur (101) par l'intermédiaire d'une chaîne ou d'une courroie (13) et est entraîné par celui-ci.


     
    2. Métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs dispositifs de va-et-vient (9) fonctionnant indépendamment les uns des autres sont fournis.
     
    3. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le rouleau d'entrée inférieur (101) est entraîné sur une tête (31) ou un pied (32) du métier à filer à anneaux (1).
     
    4. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rails de guidage de mèche (14) comportent une pluralité de trémies (15) destinées à l'amenée de la mèche (6) aux bancs d'étirage (5).
     
    5. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pluralité de bancs d'étirage (5) sont disposés symétriquement autour d'un axe longitudinal des deux côtés du métier à filer à anneaux (1) et le dispositif de va-et-vient (9) est disposé au centre entre eux.
     
    6. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le banc d'étirage (5) est constitué de trois paires de rouleaux (10, 11, 12), dans lequel les deux premières paires de rouleaux (10, 11) sont utilisées pour le pré-étirage de la mèche (6) et les deux deuxièmes paires de rouleaux (11, 12) sont utilisées pour l'étirage principal de la mèche (6).
     
    7. Métier à filer à anneaux (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le métier à filer à anneaux (1) comporte un entraînement central (8) indépendant du dispositif de va-et-vient (9).
     
    8. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1), dans lequel le métier à filer à anneaux (1) comprend :

    • au moins un dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches, dans lequel le dispositif de va-et-vient (9) est relié à des rails de guidage de mèche (14) ; et dans lequel les rails de guidage de mèche (14) s'étendent, à partir du dispositif de va-et-vient (9) dans le sens longitudinal (x) du métier à filer à anneaux (1), dans les deux sens ;

    • une pluralité de bancs d'étirage (5) destinés à l'étirage de mèches (6), lesquels sont composés d'au moins deux paires de rouleaux (10, 11, 12) comportant une paire de rouleaux d'entrée (10) et une paire de rouleaux de sortie (12), dans lequel chaque paire de rouleaux (10, 11, 12) comporte un rouleau inférieur (101, 111, 121) et un rouleau supérieur (102, 112, 122) contre-supporté,

    • le dispositif de va-et-vient (9) étant relié à un disque à cames (17) et à deux leviers de pivotement (18) latéraux, les leviers de pivotement (18) étant respectivement reliés à l'un des rails de guidage de mèche (14) ;

    caractérisé en ce que

    le dispositif de va-et-vient (9) destiné à la pose de mèches est entraîné par le rouleau d'entrée inférieur (101) par l'intermédiaire d'une chaîne ou d'une courroie (13).


     
    9. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le rouleau d'entrée inférieur (101) est entraîné sur une tête (31) ou un pied (32) du métier à filer à anneaux (1).
     
    10. Procédé de fonctionnement d'un métier à filer à anneaux (1) selon l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que le métier à filer à anneaux (1) comporte un entraînement central (8) indépendant du dispositif de va-et-vient (9), lequel entraîne au moins un rouleau (10, 11, 12) du banc d'étirage (5).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente