[0001] Die vorliegende Offenbarung betrifft eine transportable Ausstellungsbox zur Ausstellung
und zum Transport eines Kunstgegenstandes.
[0002] Kunstgegenstände wie beispielsweise Gemälde werden zwischen unterschiedlichen Ausstellungsorten
üblicherweise in Transportkisten aus Holz transportiert, welche mit einem Deckel,
beispielsweise mittels Schrauben oder Nägeln, fest verschlossen sind. Dadurch werden
die Kunstgegenstände besonders gut geschützt.
[0003] An dem jeweiligen Ausstellungsort wird die Transportkiste aufgemacht, der Kunstgegenstand
aus der Transportkiste herausgenommen und gesondert in einem Ausstellungsraum ausgestellt.
Mit jedem Handhabungsschritt steigt jedoch die Gefahr der Beschädigung des Kunstgegenstandes.
Darüber hinaus ist der Transport- und Ausstellungsprozess unter Verwendung derartiger
Transportkisten aufwendig.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein effizienteres Konzept für
die Handhabung eines Kunstgegenstandes zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung
sowie der beiliegenden Figuren.
[0006] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die obige Aufgabe durch
eine Ausstellungsbox gelöst werden kann, in welcher der Kunstgegenstand transportiert
und anschließend in einem Ausstellungsraum ausgestellt wird. Dadurch wird der Kunstgegenstand
besser geschützt.
[0007] Die Offenbarung betrifft eine transportable Ausstellungsbox zur Ausstellung eines
Kunstgegenstandes, mit: einem ersten Gehäuseteil mit einem Aufnahmeraum, welcher für
die Aufnahme des Kunstgegenstandes vorgesehen ist, und mit einem zweiten Gehäuseteil,
welches um eine Hochachse der aufklappbaren Ausstellungsbox schwenkbar mit dem ersten
Gehäuseteil verbunden ist, um beispielsweise den Aufnahmeraum für die Ausstellung
des Kunstgegenstandes freizugeben.
[0008] Die Hochachse ist durch eine die Vertikalachse der Ausstellungsbox definiert, entlang
welcher bei einer Ausstellung des Kunstgegenstandes die Schwerkraft wirkt.
[0009] Das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil können zusammengeklappt werden,
wodurch die Ausstellungsbox für transportzwecke verschlossen werden kann. Dadurch
wird der Gunstgegenstand in Inneren der Ausstellungsbox besonders gut geschützt.
[0010] In einer Ausführungsform sind das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil um
die Hochachse zusammenklappbar, um den Aufnahmeraum zu verschließen. Dabei kann das
zweite Gehäuseteil als schwenkbarer Deckel das erste Gehäuseteil verschliessen.
[0011] In einer Ausführungsform weist der Aufnahmeraum ein Formteil, insbesondere ein auswechselbares
Formteil, für die Halterung des Kunstgegenstandes auf. Das Formteil kann die Ausmaße
des Kunstgegenstandes berücksichtigen, sodass der Kunstgegenstand in dem Formteil
sowohl für den Transport als auch für die Ausstellung eingebettet sein kann. Das Formteil
kann beispielsweise aus elastischem Kunststoff bestehen und mit einem Stoff überzogen
oder beschichtet sein.
[0012] In einer Ausführungsform umfasst die Ausstellungsbox zumindest ein Schwenkscharnier
oder eine Kulisse, welches oder welche mit einem der Gehäuseteile verbunden ist, um
das zweite Gehäuseteil schwenkbar mit dem ersten Gehäuseteil zu verbinden.
[0013] In einer Ausführungsform ist das Schwenkscharnier oder die Kulisse fest oder lösbar
mit dem ersten Gehäuseteil oder mit dem zweiten Gehäuseteil verbunden.
[0014] In einer Ausführungsform ist das Schwenkscharnier oder die Kulisse fest mit dem ersten
Gehäuseteil verbunden, wobei das zweite Gehäuseteil fest mit dem Schwenkscharnier
oder der Kulisse verbunden ist, oder wobei das zweite Gehäuseteil ein Eingriffselement,
insbesondere einen Zapfen oder einen Haken, für den lösbaren Eingriff in das Schwenkscharnier
oder die Kulisse aufweist.
[0015] In einer Ausführungsform ist die Kulisse ausgebildet, das zweite Gehäuseteil zumindest
teilweise hinter das erste Gehäuseteil zu führen, oder wobei das Schwenkscharnier
ausgebildet ist, das zweite Gehäuseteil aufzuklappen, um das erste Gehäuseteil und
das zweite Gehäuseteil zueinander auszurichten oder um das zweite Gehäuseteil hinter
das erste Gehäuseteil zu schwenken.
[0016] In einer Ausführungsform sind das erste Gehäuseteil und/oder das zweite Gehäuseteil
ausziehbar geformt, um eine Größe der Ausstellungsbox an eine Größe des Kunstgegenstandes
anzupassen.
[0017] In einer Ausführungsform umfasst die Ausstellungsbox ferner eine Positionierungseinrichtung,
um die Ausstellungsbox im Raum zu positionieren.
[0018] In einer Ausführungsform weist die Positionierungseinrichtung einen Aufsteller, insbesondere
einen Standfuß oder ein Stativ oder eine Kufe, auf, um die Ausstellungsbox erhöht
aufzustellen.
[0019] In einer Ausführungsform hat der Aufsteller ein höheres Gewicht als das Gewicht des
ersten Gehäuseteils und des zweiten Gehäuseteils.
[0020] In einer Ausführungsform weist die Positionierungseinrichtung ferner zumindest eine
Hängeeinrichtung, insbesondere eine Öse oder einen Haken, auf, um die Ausstellungsbox
aufzuhängen.
[0021] In einer Ausführungsform ist die Positionierungseinrichtung fest oder lösbar mit
dem ersten Gehäuseteil oder dem zweiten Gehäuseteil verbunden.
[0022] In einer Ausführungsform weist das zweite Gehäuseteil einen Aufnahmeraum für die
Aufnahme eines weiteren Kunstgegenstandes, insbesondere Gemäldes, auf.
[0023] Der Aufnahmeraum des zweiten Gehäuseteils kann durch eine lichttransparente Abdeckung
abdeckbar sein.
[0024] In einer Ausführungsform weist die Ausstellungsbox ferner eine Schließeinrichtung,
insbesondere einen Schließbolzen, auf, um das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil
aufbruchsicher zu verbinden.
[0025] In einer Ausführungsform ist die jeweilige lichttransparente Abdeckung bruchsicher.
Hierzu kann beispielsweise Sicherheitsglas oder Verbund-Sicherheitsglas oder lichttransparenter
Kunststoff verwendet werden.
[0026] In einer Ausführungsform ist die jeweilige lichttransparente Abdeckung vorgesehen,
den jeweiligen Aufnahmeraum fluiddicht zu verschließen. Dadurch kann der Kunstgegenstand
effizient gegen äußere Einflüsse geschützt werden.
[0027] In einer Ausführungsform kann der Aufnahmeraum mit Schutzgas befüllt oder befüllbar
oder vakumierbar sein. Dazu kann die Ausstellungsbox ein Gasventil aufweisen. Auf
diese Weise kann das Gemälde vor Umwelteinflüssen geschützt werden.
[0028] In einer Ausführungsform umfasst die Ausstellungsbox eine Fluiddichtung, welche das
erste Gehäuseteil gegenüber dem zweiten Gehäuseteil fluiddicht abdichtet.
[0029] In einer Ausführungsform sind das erste Gehäuseteil und das zweite Gehäuseteil aus
einem feuerfesten Material, insbesondere feuerfestem Kunststoff oder Metall geformt.
[0030] In einer Ausführungsform ist der Aufnahmeraum des ersten Gehäuseteils und/oder ein
Aufnahmeraum des zweiten Gehäuseteils durch eine lichttransparente Abdeckung abdeckbar.
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 2a, 2b
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 3
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 4
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 5
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 6a, 6b
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform;
- Fig. 7
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform; und
- Fig. 8
- die transportable Ausstellungsbox in einer Ausführungsform.
[0033] Fig. 1 zeigt eine transportable Ausstellungsbox 100 zur Ausstellung eines nicht dargestellten
Kunstgegenstandes in einer Ausführungsform.
[0034] Die Ausstellungsbox 100 hat ein erstes Gehäuseteil 101 mit einem Aufnahmeraum 105,
welcher für die Aufnahme des Kunstgegenstandes vorgesehen ist, wobei der Aufnahmeraum
105 des ersten Gehäuseteils 101 durch eine lichttransparente Abdeckung 102 abdeckbar
ist.
[0035] Die Ausstellungsbox 100 hat ferner ein zweites Gehäuseteil 103, welches um eine Hochachse
106 der Ausstellungsbox 100 schwenkbar mit dem ersten Gehäuseteil 101 verbunden ist,
um den Aufnahmeraum 105 für die Ausstellung des Kunstgegenstandes freizugeben.
[0036] Die Ausstellungsbox 100 kann hierzu zumindest eine Schwenkeirichtung 107, beispielsweise
ein Schwenkscharnier oder eine Kulisse oder eine Öse-Haken-Anordnung oder einen Stoffrücken
oder ein Elastomer, das entlang der Hochachse 106 die Gehäuseteile 101, 103 verbindet,
aufweisen. Dadurch kann die Ausstellungsbox 100 aufgeklappt werden, wobei die Gehäuseteile
101, 103 winklig oder nebeneinander angeordnet werden können. Das zweite Gehäuseteil
103 kann jedoch hinter das erste Gehäuseteil 101 geklappt oder geführt werden und
so eine Rückseite der offenen Ausstellungsbox 100 formen.
[0037] Das zweite Gehäuseteil 103 kann als Verschluss des ersten Gehäuseteils 101 wirken,
um die Ausstellungsbox 100, beispielsweise Flightcase-artig, zu verschliessen.
[0038] In dem Aufnahmeraum 105 ist ein Formteil 108, insbesondere ein festes oder auswechselbares
Formteil, für die Halterung des Kunstgegenstandes angeordnet. Das Formteil 108 kann
aus Kunststoff, beispielsweise Schaumstoff, gefertigt sein, sodass der Kunstgegenstand
darin eingebettet werden kann. Somit können für unterschiedlich große Kunstgegenstände
wie Gemälde passende Formteile 108 eingesetzt werden, um den Kunstgegenstand zu schützen
und gleichzeitig einen Rahmen für die Ausstellung des Kunstgegenstandes bereitzustellen.
Das Formteil 108 kann ferner mit Stoff bezogen oder beschichtet sein, welcher farblich
an den Kunstgegenstand oder an einen Ausstellungsraum angepasst sein kann.
[0039] Das zweite Gehäuseteil 103 kann in allen Ausführungsformen ebenfalls durch eine lichttransparente
Abdeckung mit den vorstehend beschrieben Eigenschaften aufweisen.
[0040] Das zweite Gehäuseteil 103 kann ferner einen eigenen Aufnahmeraum 301 aufweisen oder
eine Fortsetzung des Aufnahmeraums 105, im aufgeklappten Zustand der Ausstellungsbox,
bilden. Das Formteil 108 kann sich daher in einer Ausführungsform über die beiden
Gehäuseteile 101, 103 erstrecken und beispielsweise entlang der Hochachse 106 faltbar
sein.
[0041] Fig. 2a und 2b zeigen Ausführungsformen der Ausstellungsbox 100 mit unterschiedlichen
Positionierungseinrichtungen, beispielsweise Stativen 201, 203 oder Hängeeinrichtungen
205, 207 zur Positionierung der Ausstellungsbox 100 im Raum.
[0042] Wie es in Fig. 2a dargestellt ist, umfasst die Positionierungseinrichtung zumindest
ein Stativ 201, 203 zur Aufstellung der Ausstellungsbox 100. Das Stativ 201, 203 ist
beispielsweise lösbar mit der Ausstellungsbox 100, beispielsweise durch eine Schraub-
oder Bajonettverbindung, verbunden sein.
[0043] Ist nur ein Stativ 201, 203 vorgesehen, so kann dieses beispielsweise unterhalb des
ersten Gehäuseteils 101 oder mittig angeordnet sein. In der in Fig. 2a dargestellten
Ausführungsform ist das erste Gehäuseteil 101 durch das Stativ 201 und das zweite
Gehäuseteil 103 durch das Stativ 203 gestützt.
[0044] Die Stative 201, 203 bilden in einer Ausführungsform ein Gegengewicht zu den Gehäuseteilen
101, 103, um die Ausstellungsbox 100 kippsicher aufzustellen.
[0045] Fig. 2b zeigt eine Ausführungsform der Positionierungseinrichtung, welche durch zumindest
eine Öse 205, 207 für die Aufhängung der Ausstellungsbox 100 im Raum gebildet ist.
[0046] In einer Ausführungsform kann nur das erste Gehäuseteil 101 mit einer oder mehreren
Ösen 205 versehen sein. In einer weiteren Ausführungsform können beide Gehäuseteile
101, 103 jeweils zumindest eine Öse 205, 207 aufweisen.
[0047] Fig. 3 zeigt die Ausstellungsbox 100 mit beispielhaft dargestellten Stativen 201,
203. Das zweite Gehäuseteil 103 hat einen Aufnahmeraum 301 für die Aufnahme eines
weiteren Kunstgegenstandes, insbesondere eines Gemäldes, wobei der Aufnahmeraum 301
des zweiten Gehäuseteils 103 durch eine nicht dargestellte lichttransparente Abdeckung,
welche wie die lichttransparente Abdeckung 102 gebildet sein kann, abdeckbar sein
kann.
[0048] In dem Aufnahmeraum 301 ist ferner ein Formteil 306 angeordnet, welches die Merkmale
des Formteils 108 aufweisen kann.
[0049] Somit können in derselben Ausstellungsbox 100 zwei oder mehr Kunstgegenstände gemeinsam
transportiert und ausgestellt werden.
[0050] In der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist die Schwenkeinrichtung 107 exemplarisch
zwischen den Gehäuseteilen 101, 103 angeordnet.
[0051] Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform der Ausstellungsbox 100, bei der die Schwenkeinrichtung
107 derart geformt ist, dass die Gehäuseteile 101, 103 aneinander angrenzen bzw. einander
seitlich berühren. Hierzu kann die Schwenkeinrichtung 107 rückseitig angeordnet und/oder
aus einem elastischen Material, beispielsweise Elastomer, oder einem Stoffband geformt
sein.
[0052] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform der Ausstellungsbox 100, in der die Gehäuseteile
101, 103 aneinander gestellt und beispielsweise entlang der angedeuteten Schwenkkante
401, welche mit der Hochachse zusammenfällt, getrennt.
[0053] Die Aufnahmeräume 105, 301 der Gehäuseteile 101, 103 formen einen gemeinsamen Aufnahmeraum
407, in welchem ein gemeinsames Formteil 405 eingelegt ist. Das Formteil 405 erstreckt
sich über beide Aufnahmeräume 105, 301 und bildet Aufnahme für einen oder mehrere
Kunstgegenstände, beispielsweise Gemälde. Das Formteil 405 kann die Merkmale der Formteile
108, 306 aufweisen.
[0054] Das Formteil 405 kann entlang der Schwenkkante 401 klappbar sein.
[0055] In den Fig. 6a und 6b sind eine Vorderansicht und eine Seitenansicht der in Fig.
5 dargestellten Ausstellungsbox 100 mit beispielhaften Abmessungen dargestellt.
[0056] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform der Ausstellungsbox 100, in welcher beispielhaft
der Aufbau des ersten Gehäuseteils 101 und des zweiten Gehäuseteils 103 dargestellt
ist.
[0057] Das erste Gehäuseteil 101 umfasst eine Seitenwandung 705, beispielsweise aus einer
Alucore-Wabenplatte, und eine Rückwandung 707, beispielsweise aus einer Holzwerkstoffplatte.
Die Seitenwandung 705 ist beispielsweise rechtwinklig zu der Rückwandung 707 angeordnet.
[0058] Die Rückwandung 707 ist außenseitig mit einem Metallprofil 713 versehen, beispielsweise
aus Aluminium. Das Metallprofil 713 ist beispielsweise aus einem gebogenen Blech mit
nach Innen gebogenen Abschnitten 706, 708 zur Befestigung des Metallprofils 713 an
der Rückwandung 707 geformt.
[0059] Das zweite Gehäuseteil 103 ist hierzu korrespondierend aufgebaut und umfasst eine
Seitenwandung 711, beispielsweise aus einer Alucore-Wabenplatte sowie eine hierzu
rechtwinklig angeordnete Rückwandung 709, beispielsweise aus einer Holzwerkstoffplatte.
[0060] Die Rückwandung 709 ist außenseitig mit einem Metallprofil 715 versehen, beispielsweise
aus Aluminium. Das Metallprofil 715 ist beispielsweise aus einem gebogenen Blech mit
nach Innen gebogenen Abschnitten 710, 712 zur Befestigung des Metallprofils 715 an
der Rückwandung 709 geformt, gebildet.
[0061] Die in Fig. 7 dargestellte Schwenkeinrichtung 107 ist als eine Feder-Nut-Verbindung
entlang der Schwenkkante 401, welche an den einander weisenden Seiten 701, 703 der
Metallprofile 713, 715, geformt ist.
[0062] In dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel hat das Metallprofil 713 an der Seite 701
eine geformte Nut 713a. Das Metallprofil 715 hat eine an der Seite 703 geformte Feder
711a, welche in die Nut 713a eingreift.
[0063] In einer Ausführungsform können an der Seite 701 eine Nut und an der Seite 703 eine
Feder geformt werden.
[0064] Die Nut 713a kann in einer Ausführungsform breiter als die Feder 711a sein, um das
Verschwenken der Gehäuseteile 101, 103 noch effizienter zu unterstützen.
[0065] Das Feder-Nut-System kann jedoch durch eine der vorstehenden Ausführungsformen der
Schwenkeinrichtung 107 ersetzt werden.
[0066] Bei einer gemeinsamen Anordnung der Gehäuseteile 101, 103 entsteht beispielswiese
die in Fig. 5 dargestellte Ausstellungsbox 100.
[0067] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform der Ausstellungsbox 100, bei der im Unterschied
zu der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform die Seitenwandungen 705, 711 sowie
die Rückwandungen 707, 709 aus demselben Werkstoff, beispielswiese aus einer Holzwerkstoffplatte,
geformt sind.
[0068] Die Außenseite der Seitenwandung 705 ist mit einer Metallplatte 805, beispielsweise
Blech, versehen, welche einen rückseitig hervorstehenden Kantenabschnitt 806 versehen
ist.
[0069] Das Metallprofil 713 ist abgewinkelt und auf den Kantenabschnitt 806 aufgesetzt.
Im Bereich der Seite 701 hat das Metallprofil 713 einen nach Innen gebogenen Abschnitt
807 zur Befestigung des Metallprofils 713 an der Außenseite der Rückwandung 707.
[0070] Die Außenseite der Seitenwandung 711 ist mit einer Metallplatte 808, beispielsweise
Blech, versehen, welche einen rückseitig hervorstehenden Kantenabschnitt 809 versehen
ist.
[0071] Das Metallprofil 715 ist abgewinkelt und auf den Kantenabschnitt 809 aufgesetzt.
Im Bereich der Seite 703 hat das Metallprofil 715 einen nach Innen gebogenen Abschnitt
810 zur Befestigung des Metallprofils 715 an der Außenseite der Rückwandung 709.
[0072] In dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel hat das Metallprofil 713 an der Seite 701
die geformte Nut 713a. Das Metallprofil 715 hat eine an der Seite 703 geformte Feder
711a, welche in die Nut 713a eingreift.
[0073] Die Nut 713a und die Feder 711a sind mittig in der jeweiligen Seite 701, 703 geformt.
Die Nut 713a ist zudem breiter, beispielsweise um Faktor 2, als die Feder 711a. Dadurch
wird das Verschwenken der Gehäuseteile 101, 103 begünstigt.
[0074] In einer Ausführungsform können an der Seite 701 eine Nut und an der Seite 703 eine
Feder geformt werden.
[0075] Die Ausstellungsbox 100 in den in Fig. 7 und Fig. 8 dargestellten Ausführungsformen
hat bei einer Aneinanderreihung der Gehäuseteile 101, 103 einen gemeinsamen, durchgehenden
Aufnahmeraum und kann die weiteren Merkmale der in Fig. 5 dargestellten Ausstellungsbox
100 aufweisen.
1. Transportable Ausstellungsbox (100) zur Ausstellung eines Kunstgegenstandes, mit:
einem ersten Gehäuseteil (101) mit einem Aufnahmeraum (105), welcher für die Aufnahme
des Kunstgegenstandes vorgesehen ist;
einem zweiten Gehäuseteil (103), welches um eine Hochachse (106) der Ausstellungsbox
(100) schwenkbar mit dem ersten Gehäuseteil (101) verbunden ist.
2. Ausstellungsbox (100) nach Anspruch 1, wobei das erste Gehäuseteil (101) und das zweite
Gehäuseteil (103) um die Hochachse (106) zusammenklappbar sind, um den Aufnahmeraum
(105) zu verschließen.
3. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Aufnahmeraum
(105) ein Formteil (108), insbesondere ein auswechselbares Formteil, für die Halterung
des Kunstgegenstandes aufweist.
4. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche ferner zumindest
eine Schwenkeinrichtung (107), insbesondere ein Schwenkscharnier oder eine Kulisse
aufweist, welches mit einem der Gehäuseteile (101, 103) verbunden ist, um das zweite
Gehäuseteil (103) schwenkbar mit dem ersten Gehäuseteil (101) zu verbinden.
5. Ausstellungsbox (100) nach Anspruch 4, wobei die Schwenkeinrichtung (107) fest oder
lösbar mit dem ersten Gehäuseteil (101) oder mit dem zweiten Gehäuseteil (103) verbunden
ist.
6. Ausstellungsbox (100) nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Schwenkeinrichtung (107) fest
mit dem ersten Gehäuseteil (101) verbunden ist, wobei das zweite Gehäuseteil (103)
fest mit der Schwenkeinrichtung (107) verbunden ist, oder wobei das zweite Gehäuseteil
(103) ein Eingriffselement, insbesondere einen Zapfen oder einen Haken, für den lösbaren
Eingriff mit der Schwenkeinrichtung (107) aufweist.
7. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 6, wobei die Kulisse
ausgebildet ist, das zweite Gehäuseteil (103) zumindest teilweise hinter das erste
Gehäuseteil (101) zu führen, oder wobei das Schwenkscharnier ausgebildet ist, das
zweite Gehäuseteil (103) aufzuklappen, um das erste Gehäuseteil (101) und das zweite
Gehäuseteil (103) zueinander auszurichten oder um das zweite Gehäuseteil (103) hinter
das erste Gehäuseteil (101) zu schwenken.
8. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste Gehäuseteil
(101) und/oder das zweite Gehäuseteil (103) ausziehbar geformt sind, um eine Größe
der Ausstellungsbox (100) an eine Größe des Kunstgegenstandes anzupassen.
9. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welcher ferner eine Positionierungseinrichtung
aufweist, um die Ausstellungsbox (100) im Raum zu positionieren.
10. Ausstellungsbox (100 nach Anspruch 9, wobei die Positionierungseinrichtung einen Aufsteller
(201, 203), insbesondere einen Standfuß oder ein Stativ oder eine Kufe, aufweist,
um die Ausstellungsbox (100) erhöht aufzustellen.
11. Ausstellungsbox (100) nach Anspruch 10, wobei der Aufsteller (201, 203) ein höheres
Gewicht als das Gewicht des ersten Gehäuseteils (101) und des zweiten Gehäuseteils
(103) aufweist.
12. Ausstellungsbox (100) nach Anspruch 9, 10 oder 11, wobei die Positionierungseinrichtung
ferner zumindest eine Hängeeinrichtung (205), insbesondere eine Öse oder einen Haken,
aufweist, um die Ausstellungsbox (100) aufzuhängen.
13. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche 9 bis 12, wobei die Positionierungseinrichtung
fest oder lösbar mit dem ersten Gehäuseteil (101) oder dem zweiten Gehäuseteil (103)
verbunden ist.
14. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das zweite Gehäuseteil
(103) einen Aufnahmeraum (301) für die Aufnahme eines weiteren Kunstgegenstandes,
insbesondere eines Gemäldes, aufweist.
15. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, welche ferner eine Schließeinrichtung,
insbesondere einen Schließbolzen, aufweist, um das erste Gehäuseteil (101) und das
zweite Gehäuseteil (103) aufbruchsicher zu verbinden.
16. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die jeweilige lichttransparente
Abdeckung (102) bruchsicher ist.
17. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die jeweilige lichttransparente
Abdeckung (102) vorgesehen ist, den jeweiligen Aufnahmeraum (105, 301) fluiddicht
zu verschließen.
18. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, mit einer Fluiddichtung,
welche das erste Gehäuseteil (101) gegenüber dem zweiten Gehäuseteil (103) fluiddicht
abdichtet.
19. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste Gehäuseteil
(101) und das zweite Gehäuseteil (103) aus einem feuerfesten Material, insbesondere
feuerfestem Kunststoff oder Metall geformt sind.
20. Ausstellungsbox (100) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Aufnahmeraum
(105) des ersten Gehäuseteils (101) und/oder des zweiten Gehäuseteils (103) durch
eine lichttransparente Abdeckung (102) abdeckbar ist.