[0001] Die Erfindung betrifft ein Terrassendach mit einer Dachfläche.
[0002] Derartige Terrassendächer mit einer Dachfläche sind bekannt. Nachteilig bei den bekannten
Terrassendächern ist es, dass sich bei starker Sonneneinstrahlung erhitzte Luft unterhalb
des Terrassendaches stauen kann und hierdurch die Aufenthaltsqualität unter dem Terrassendach
gemindert wird.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu überwinden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Terrassendach gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Erfindungsgemäß handelt es sich um Terrassendach mit zumindest einer Dachfläche,
wobei zumindest ein Teil der Dachfläche durch ein oder mehrere feststehende Dachelemente
gebildet ist und zumindest ein Teil der Dachfläche durch eine oder mehrere bewegbare
Lamellen gebildet ist.
[0006] Das Terrassendach kann auch mehrere Teile der Dachfläche mit feststehenden Dachelementen
und/oder mehrere Teile der Dachfläche mit bewegbaren Lamellen aufweisen.
[0007] Das erfindungsgemäße Terrassendach weist somit zumindest zwei Teildachflächen auf,
von denen zumindest eine erste Teildachfläche durch feststehende Dachelemente gebildet
ist, wobei zumindest eine zweite Telldachfläche durch bewegbare Lamellen gebildet
ist. Die Lamellen können zumindest von einer Schließposition in eine Öffnungsposition
verlagert werden. In der Schließposition bilden die bewegbaren Lamellen eine geschlossene
Teildachfläche und bilden somit einen Wetterschutz. In der Öffnungsposition geben
die bewegbaren Lamellen zumindest Teilbereiche der von den Lamellen gebildeten Teildachfläche
frei, sodass eine Luftzufuhr ermöglicht wird.
[0008] Die zumindest zwei Teildachflächen aus feststehenden Dachelementen einerseits und
den bewegbaren Lamellen andererseits können in einer Ebene liegen und somit in der
Schließposition der Lamellen eine einheitliche Dachfläche bilden. Alternativ können
die beiden Teildachflächen jedoch auch in unterschiedlichen Ebenen liegen und insbesondere
aneinander angrenzen oder sich teilweise überlappen. In der Projektion von oben betrachtet
bilden beide Teildachflächen bevorzugt eine geschlossene Dachfläche des Terrassendaches.
So können die bewegbaren Lamellen beispielsweise in einer Ebene oberhalb oder unterhalb
der Ebene liegen, in welcher die feststehenden Dachelemente liegen.
[0009] Die Dachfläche des Terrassendaches kann somit durch zwei oder mehr Teildachflächen
gebildet sein, die in unterschiedlichen Ebenen liegen. In der Projektion von oben
bilden diese Teildachflächen bevorzugt eine durchgehende Dachfläche dadurch, dass
die senkrechten Projektionen der Teildachflächen anelnander anstoßen oder die Teildachflächen
sich teilweise überlappen
[0010] Mit dem erfindungsgemäßen Terrassendach werden somit die Vorteile eines Terrassendaches
mit feststehenden Dachelementen wie beispielsweise einer Verglasung mit den Vorteilen
eines Lamellendaches kombiniert, da jener Teil der Dachfläche, welcher durch bewegbare
Lamellen gebildet ist, geöffnet werden und hierdurch unterhalb des Daches angestaute
Warme schlagartig entweichen kann. Durch die durch die geöffneten Lamellen noch oben
entweichende erhitzte Luft wird wiederum ein Luftstrom frischer Luft in Richtung des
Bereiches unterhalb des Terrassendaches erzeugt, wodurch die Aufenthaftsqualität unterhalb
des Terrassendaches gesteigert wird.
[0011] Dabei können eine oder mehrere bewegbare Lamellen angeordnet sein. Das Verhältnis
des Teiles der Dachfläche, der durch feststehende Dachelemente gebildet ist, zu jenem
Teil der Dachfläche, der durch bewegbare Lamellen gebildet ist, kann den jeweiligen
Anforderungen und ästhetischen Wünschen angepasst werden. So kann das Verhältnis beispielsweise
bei 1/3 zu 2/3 bis zu ½ zu ½ der beiden Dachflächenteile zueinander liegen. Insbesondere
kann der Teil der Dachfläche, der durch bewegbare Lamellen gebildet ist, bis zu 10
% oder bis zu 20 % oder bis zu 30 % oder bis zu 40 % oder bis zu 50 % oder bis zu
60 % oder bis zu 70 % oder bis zu 80 % oder bis zu 90 % der gesamten Dachfläche des
Terrassendaches betragen.
[0012] Bevorzugt weisen die Lamellen eine rechteckige Grundform auf. Insbesondere kann jede
Lamelle um eine zur längeren Seite der rechteckigen Grundform parallele Drehachse
drehbar gelagert sein. Durch eine drehbare Lagerung der Lamellen können die Lamellen
von einer Schließposition, in welcher die Lamellen eine geschlossene Dachfläche bilden,
in eine Öffnungsposition verdreht werden. Hierdurch wird eine Belüftung des Raumes
unterhalb des Terrassendaches möglich.
[0013] Dabei können die die Lamellen bildenden Rechtecke abgerundete oder abgeschrägte Ecken
aufweisen. Die Grundform dieser Lamellen entspricht einem Rechteck mit zwei parallelen
längeren gegenüberliegenden Seiten und zwei parallelen kürzeren gegenüberliegenden
Seiten.
[0014] Vorzugsweise sind die Lamellen untereinander kinematisch gekoppelt. Durch eine solche
kinematische Kopplung ist ein gleichzeitiges Verstellen und/oder Verdrehen und insbesondere
Öffnen und Schließen der Lamellen möglich.
[0015] Vorzugsweise sind die Lamellen mittels Antriebsmitteln von einer Schließposition,
in der die Lamellen eine geschlossene Fläche bilden, in eine Öffnungsposition, in
welcher ein Bereich zwischen zwei jeweils benachbarten Lamellen freigegeben ist, und/oder
von einer Öffnungsposition in eine Schließposition verfahrbar und/oder verdrehbar.
Insbesondere können die Lamellen jeweils um eine Drehachse drehbar gelagert und/oder
jeweils entlang von Kulissenführungen verfahrbar sein. Es können auch in Bezug auf
die Lamellen rotatorische Bewegungen und Bewegungsabschnitte mit translatorischen
Bewegnungen und Bewegungsabschnitte überlagert sein und/oder aufeinander folgen.
[0016] Dabei können die Lamellen insbesondere durch Drehen und/oder durch ein Kippen und
Verfahren entlang einer oder mehrerer Schienen von der Schließposition und die Öffnungsposition
und/oder von der Öffnungsposition in die Schließposition verlagerbar sein. Hierzu
können entsprechende Antriebsmittel wie beispielsweise Stellmotoren, Zugstangen oder
Seilzüge angeordnet sein, mittels derer eine Lageänderung der Lamellen bewirkt werden
kann. In einer bevorzugten Ausführungsform können die in die Öffnungsposition verdrehten
Lamellen ferner entlang von Schienen zu einem Paket eng aneinander liegender Lamellen
zusammen geschoben werden.
[0017] Vorzugsweise sind die Lamellen in eine Schließposition verfahrbar und/oder verdrehbar,
in der die Lamellen eine geschlossene Fläche bilden, wobei angrenzende Lamellen in
der Schließposition aneinander anliegen, insbesondere einander überlappen. Hierdurch
ist es gewährleistet, dass die Lamellen in der Schließposition eine geschlossene Fläche
bilden, sodass auf das Terrassendach auftreffendes Regenwasser nicht zwischen den
Lamellen hindurch treten.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche
begrenzende Längsträger auf, an denen die Lamellen mittelbar oder unmittelbar drehbar
gelagert sind und von einer Schließposition, in der die Lamellen eine geschlossene
Fläche bilden, in eine Öffnungsposition und umgekehrt verfahrbar und/oder verdrehbar
sind. Die Lamellen können in dem Raum zwischen den Langsträgem oder oberhalb der Längsträger
liegen.
[0019] Insbesondere kann das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger
aufweisen, wobei die Lamellen in ihrer Schließposition eine andere Neigung gegenüber
der Horizontalen aufweisen können, als die Längsträger.
[0020] Bevorzugt weist das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Träger
aufweist, welche die feststehenden Dachelemente mittelbar oder unmittelbar tragen.
[0021] Bevorzugt weist das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Querträger
auf, welche einen oder mehrere Sparren mittelbar oder unmittelbar tragen, wobei die
Sparren die feststehenden Dachelemente mittelbar oder unmittelbar tragen. Die Sparren
bilden somit insbesondere mehrere Felder, in denen die feststehenden Dachelemente
aufgenommen sind. Die feststehenden Dachelemente können beispielsweise mittels Glashalteleisten
an den Sparren montiert sein.
[0022] Vorzugsweise weist das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Querträger
auf, welche einen oder mehrere Sparren mittelbar oder unmittelbar tragen, wobei die
Lamellen oberhalb der Sparren angeordnet sind. Es können somit mehrere Sparren von
Querträgern getragen werden und den Raum unterhalb des Terrassendaches überspannen.
In einem ersten Abschnitt der durch die Sparren gebildeten Felder können dann die
feststehenden Dachelemente angeordnet sein. In einem zweiten Abschnitt des von den
Sparren überspannten Bereiches können dann in einer Ebene oberhalb oder unterhalb
der Sparren die Lamellen angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich aufgrund der durchgehenden
Sparren eine besonders vorteilhafte Stabilität und Statik der gesamten Anordnung.
[0023] Die Dachfläche des Terrassendaches ist in diesem Fall durch zwei oder mehr Teildachflächen
gebildet, die in unterschiedlichen Ebenen liegen. In der Projektion von oben bilden
diese Teildachflächen bevorzugt eine durchgehende Dachfläche dadurch, dass die senkrechten
Projektionen der Teildachflächen aneinander anstoßen oder die Teildachflächen sich
teilweise überlappen. Die Lamellen liegen in dem Fall in einer Ebene oberhalb oder
unterhalb der Sparren, wobei die Sparren die feststehenden Dachelemente tragen.
[0024] Insbesondere kann das Terrassendach zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger
aufweisen, wobei die feststehenden Dachelemente eine andere Neigung gegenüber der
Horizontalen aufweisen können, als die Längsträger.
[0025] Das Terrassendach kann somit zwei Längsträger aufweisen. Die Längsträger können an
einem ersten Ende mit einem ersten insbesondere horizontal verlaufenden Querträger
verbunden sein und/oder auf einem ersten insbesondere horizontal verlaufenden Querträger
aufliegen. Ferner können die Längsträger an einem zweiten Ende mit einem zweiten insbesondere
horizontal verlaufenden Querträger verbunden sein und/oder auf einem zweiten insbesondere
horizontal verlaufenden Querträger aufliegen. Insbesondere können die Längsträger
und ein erster Querträger und ein zweiter Querträger einen Rahmen bilden, der sowohl
die feststehenden Dachelemente trägt und/oder aufnimmt, als auch die Lamellen. Die
Befestigung der feststehenden Dachelemente und/oder der Lamellen an den Längsträgern
und/oder Querträgern kann mittelbar oder unmittelbar erfolgen.
[0026] Dadurch, dass die Lamellen in ihrer Schließposition eine andere Neigung gegenüber
der Horizontalen aufweisen können, als die Längsträger, kann eine Neigung der Dachfläche
zur Abfuhr von Regenwasser bei horizontal verlaufenden Längsträgern herbeigeführt
werden.
[0027] Alternativ oder kumulativ können die feststehenden Dachelemente eine andere Neigung
gegenüber der Horizontalen aufweisen, als die Längsträger, wodurch auf das Terrassendach
auftreffendes Regenwasser bei horizontal verlaufenden Längsträgern über die geneigten
feststehenden Dachelemente abfließen und insbesondere über einen Regenwassersammler
und/oder eine Regenrinne abgeführt werden kann.
[0028] Die Längsträger und/oder ein erster Querträger und/oder ein zweiter Querträger kann
von zwei oder mehr senkrechten Stützen getragen werden. In dem Bereich des Terrassendaches,
welches durch feststehende Dachelemente gebildet ist, können zwischen zwei äußeren
Längsträgern mehrere angeordnet sein, die mehrere Felder zwischen den Längsträgern
und den Sparren bilden, wobei in den Feldern Dachelemente angeordnet sind. Sofern
Querträger zwischen den Längsträgern angeordnet sind, können die Sparren parallel
zu den Längsträgern verlaufen. Alternativ oder kumulativ können auch Sparren angeordhet
sein, die senkrecht zu den Längsträgern zwischen den Längsträgern verlaufen und mehrere
Dachfelder bilden. Dabei können die Längsträger und die Sparren horizontal verlaufen.
[0029] Wie erläutert können die Lamellen in ihrer Schließposition und/oder die feststehenden
Dachelemente eine andere Neigung gegenüber der Horizontalen aufweisen als die Längsträger.
Die Neigung der Lamellen in ihrer Schließposition und/oder der feststehenden Dachelemente
gegenüber den Längsträgern und den Sparren kann insbesondere mindestens 2°, insbesondere
mindestens 5° betragen.
[0030] Ferner können die Längsträger und insbesondere die Sparren Glashalteleisten zur Aufnahme
der feststehenden Dachelemente aufweisen. Dabei kann die Neigung der Glashalteleisten
gegenüber der Horizontalen der Neigung der feststehenden Dachelemente entsprechen.
[0031] Zur Abfuhr von auf dem Terrassendach auftreffendem Regenwasser kann der durch feststehende
Dachelemente gebildete Teil der Dachfläche und/oder der durch Lamellen gebildete Teil
der Dachfläche eine Neigung gegenüber der Horizontalen aufweisen. Dabei können der
durch feststehende Dachelemente gebildete Teil der Dachfläche und der durch Lamellen
gebildete Teil der Dachfläche dieselbe Neigung gegenüber der Horizontalen oder unterschiedliche
Neigungen gegenüber der Horizontalen aufweisen.
[0032] Dabei können die Drehachsen der bewegbaren Lamellen eine Ebene bilden, die geneigt
ist. In diesem Fall liegen die Drehachsen der bewegbaren Lamellen alle in einer gegenüber
der Horizontalen geneigten Ebene.
[0033] Ferner können die Dachelemente an ihrem geodätisch tiefer gelegenen Ende in eine
Regenrinne und/oder einen Öffnungsschlitz in einem Querträger münden, wobei innerhalb
des Querträgers Kanäle zur Abfuhr von Regenwasser angeordnet sein können, insbesondere
zur Abfuhr von Regenwasser über eine oder mehrere den Querträger tragenden senkrechten
Stützen.
[0034] Ferner können die Dachelemente an ihrem geodätisch tiefer gelegenen Ende in eine
Dachrinne münden, insbesondere kann die Dachrinne in zumindest eine senkrechte Stütze
münden. In diesem Fall kann die senkrechte Stütze ein integriertes Fallrohr für Regenwasser
aufweisen.
[0035] Bevorzugt weist die Dachfläche eine Neigung auf, wobei der von den Lamellen gebildete
Teil der Dachfläche in den durch die feststehenden Dachelemente gebildeten Teil der
Dachfläche abwärts gerichtet übergeht, sodass auf dem Terrassendach auftreffendes
Regenwasser von den Lamellen aus über den durch die feststehenden Dachelemente gebildeten
Teil der Dachfläche weiter abgeleitet wird. Mit dem Begriff des abwärts gerichteten
Übergangs ist dabei gemeint, dass sich der durch die feststehenden Dachelemente gebildete
Teil der Dachfläche hangab des von den Lamellen gebildeten Teils der Dachfläche befindet,
d.h. dass Regenwasser von dem durch die Lamellen gebildeten Teil der Dachfläche in
Richtung auf den durch die feststehenden Dachelemente gebildeten Teil der Dachfläche
abfließt und sich der durch die feststehenden Dachelemente gebildete Teil der Dachfläche
in Fließrichtung des Regenwassers an den durch die Lamellen gebildeten Teil der Dachfläche
anschließt.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Terrassendach einen oder mehrere insbesondere
senkrechte Stützpfosten auf, insbesondere kann in einen oder mehrere Stützpfosten
ein Fallrohr zur Regenwasserableitung integriert sein.
[0037] Vorzugsweise weist das das Terrassendach integrierte Beleuchtungselemente und/oder
Lautsprecher und/oder Beheizungselemente und/oder Klimatisierungseinrichtungen auf.
Mittels derartiger Einrichtungen kann die Aufenthaltsqualität unterhalb des Terrassendaches
weiter gesteigert werden.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die feststehenden Dachelemente durch insbesondere
getönte Glaselemente oder durch insbesondere getönte Kunststoffelemente gebildet.
Alternativ oder kumulativ können die Lamellen durch Aluminiumprofile gebildet sein.
[0039] Die feststehenden Dachelemente können somit durch Glasscheiben und/oder Kunststoffelemente
gebildet sein. Diese können opak oder zumindest teilweise durchsichtig und/oder getönt
sein. Es kann sich daher bei den feststehenden Dachelementen insbesondere um getönte
Glasscheiben und/oder getönte Kunststoffelemente handeln. Wenn die feststehenden Dachelemente
durch Glasscheiben und die Lamellen durch Aluminiumprofile gebildet sind werden somit
beide Teile der Dachfläche aus unterschiedlichen Materialien gebildet, wodurch in
vorteilhafter Weise die angenehme Atmosphäre eines Glasdaches mit der Robustheit von
drehbaren Aluminiumlamellen zur Stoßlüftung des Raumes unterhalb des Terrassendaches
durch eine Verdrehung der Lamellen in eine Öffnungsstellung kombiniert werden. Dabei
weisen Aluminiumlamellen eine besondere Robustheit und Zeltstandfähigkeit auf. Es
können somit mit der Erfindung die Vorteile einer Glasüberdachung mit den Vorteilen
eines Lamellendaches kombiniert werden.
[0040] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt und wird nachfolgend
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Ansicht eines Terrassendaches.
[0041] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Terrassendaches 1. Die Dachfläche
des Terrassendaches 1 ist aufgeteilt in zwei Teile 10, 20, wobei der erste Teil 10
der Dachfläche durch feststehende Dachelemente 11, 12, 13, 14 gebildet ist. Die feststehenden
Dachelemente 11, 12, 13, 14 sind durch Glasscheiben gebildet.
[0042] Der zweite Teil 20 der Dachfläche des Terrassendaches 10 ist gebildet durch drehbar
gelagerte Lamellen 21, 22, 23.
[0043] Ferner weist das Terrassendach 1 einen Rahmen auf, der durch die Längsträger 2, 3
sowie den vorderen Querträger 4 und den hinteren Querträger 5 gebildet ist. Die Bezeichnungen
vorne und hinten beziehen sich dabei auf die Darstellung gemäß Figur 1 und dienen
nur der Erläuterung.
[0044] Zwischen den Längsträgern 2, 3 ist ferner ein mittlerer Querträger 6 angeordnet,
welcher die beiden Dachflächenteile 10,20 teilt. Von dem vorderen Querträger 4 und
dem mittleren Querträger 6 werden die Sparren 7 getragen. Die Sparren 7 liegen auf
dem vorderen Querträger 4 auf und werden des Weiteren an ihrem hinteren Ende von dem
mittleren Querträger 6 getragen.
[0045] In dem durch die feststehenden Dachelemente 11, 12, 13, 14 gebildeten Teil 10 der
Dachfläche weisen die Längsträger 2, 3 sowie die Sparren 7 Glashalteprofile auf, welche
die Glasscheiben aufnehmen, die die feststehenden Dachelemente 11, 12, 13, 14 bilden.
[0046] Längsträger 2, 3 und Sparren 7 verlaufen horizontal. Die feststehenden Dachelemente
11, 12, 13, 14 sind gegenüber der Horizontalen geneigt, das heißt, dass diese ebenfalls
eine Neigung gegenüber den horizontal verlaufenen Längsträgern 2, 3 und Sparren 7
aufweisen. Die Neigung der feststehenden Dachelemente 11, 12, 13, 14 dient der Abfuhr
von auf das Terrassendach 1 auftreffendem Regenwasser in Richtung nach vorne zur Ableitung
über den überbauten Raum hinweg.
[0047] Der vordere Querträger 4 wird getragen von vorderen Stützpfosten 8, 9. Der hintere
Querträger 5 ist an einer nicht dargestellten Gebäudewand befestigt.
[0048] In dem Teil 20 der Dachfläche, die durch bewegbare Lamellen 21, 22, 23 gebildet ist,
sind die Lamellen 21, 22, 23 jeweils um eine Achse drehbar an den Längsträgern 2,
3 gelagert.
[0049] Die Lamellen 21, 22, 23 sind durch Aluminiumprofile mit einer rechteckigen Grundform
gebildet. Jede Lamelle 21, 22, 23 ist um eine zur längeren Seite der rechteckigen
Grundform parallele Drehachse drehbar an den Längsträgern 2, 3 gelagert. Die Lamellen
21, 22, 23 sind untereinander kinematisch gekoppelt und können mittels eines Antriebes
von einer Schließstellung in eine Öffnungsstellung verdreht werden. In der Schließstellung
der Lamellen 21, 22, 23 bilden diese eine geschlossene Fläche in dem Teil 20 der Dachfläche
des Terrassendaches 1. In der Schließstellung der Lamellen 21, 22, 23 kann kein Regenwasser
zwischen den Lamellen 21, 22, 23 hindurch treten, sondern wird nach vorne zum dem
Teil 10 der Dachfläche mit den feststehenden Dachelementen 11, 12, 13, 14 abgeleitet.
Es liegen die Drehachsen der Lamellen 21, 22, 23 in einer gegenüber der Horizontalen
geneigten Ebene, wodurch die Abfuhr des Regenwassers bewirkt wird, da die geschlossene
Fläche bei den Lamellen 21, 22, 23 in ihrer Schließstellung somit ebenfalls geneigt
ist.
[0050] In der perspektivischen Darstellung gemäß Fig. 1 sind die Lamellen 21, 22, 23 um
einen Winkel aus der Schließstellung heraus in eine Öffnungsstellung verdreht, wie
dies in Fig. 1 erkennbar ist. Die Lamellen 21, 22, 23 können noch weiter aus der Schließstellung
heraus in die Öffnungsstellung verdreht werden, bis die Profile der Lamellen 21, 22,
23 maximal geöffnete Lüftungsschlitze bilden.
[0051] Durch ein Aufstellen der Lamellen 21, 22, 23 in die Öffnungsstellung kann der Raum
unterhalb des Terrassendaches 1 belüftet werden und angestaute durch Sonneneinstrahlung
erhitzte Luft kann durch den geöffneten Teil 20 der Dachfläche entweichen. Hierdurch
erfolgt aufgrund des entstehenden Luftsoges eine automatische Belüftung des Raumes
unterhalb des Terrassendaches, wodurch die Aufenthaltsqualität unterhalb des Terrassendaches
deutlich gesteigert wird.
[0052] In einer nicht dargestellten Alternative laufen die Sparren 7 vom vorderen Querträger
4 bis zum hinteren Querträger 5, wobei nur im vorderen Teil 10 des Daches feststehende
Dachelemente 11, 12, 13, 14 von den Sparren getragen werden und im hinteren Bereich
20 des Daches keine feststehenden Dachelemente angeordnet sind. Vielmehr sind im hinteren
Bereich 20 des Daches die verstellbaren Lamellen 21, 22, 23 in einer Ebene oberhalb
der Sparren 7 angeordnet und an den Längsträgern 2, 3 drehbar gelagert. In der Schließposition
können die Lamellen 21, 22, 23 an den Sparren 7 und/oder den Längsträgern 2, 3 aufliegen,
um beispielsweise Schneelasten zu tragen.
1. Terrassendach (1) mit einer Dachfläche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil (10) der Dachfläche durch ein oder mehrere feststehende Dachelemente
(11, 12, 13, 14) gebildet ist und zumindest ein Teil (20) der Dachfläche durch eine
oder mehrere bewegbare Lamellen (21, 22, 23) gebildet ist.
2. Terrassendach (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (21, 22, 23) eine rechteckige Grundform aufweisen, insbesondere dass
jede Lamelle (21, 22, 23) um eine zur längeren Seite der rechteckigen Grundform parallele
Drehachse drehbar gelagert ist.
3. Terrassendach (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (21, 22, 23) untereinander kinematisch gekoppelt sind.
4. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (21, 22, 23) mittels Antriebsmitteln von einer Schließposition, in der
die Lamellen (21, 22, 23) eine geschlossene Fläche bilden, in eine Öffnungsposition,
in welcher ein Bereich zwischen zwei jeweils benachbarten Lamellen (21, 22, 23) freigegeben
ist, und/oder von einer Öffnungsposition in eine Schließposition verfahrbar und/oder
verdrehbar sind.
5. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (21, 22, 23) in eine Schließposition, in der die Lamellen (21, 22, 23)
eine geschlossene Fläche bilden, verfahrbar und/oder verdrehbar sind, wobei angrenzende
Lamellen (21, 22, 23) in der Schließposition aneinander anliegen, insbesondere einander
überlappen.
6. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger (2, 3)
aufweist, an denen die Lamellen (21, 22, 23) mittelbar oder unmittelbar drehbar gelagert
sind und von einer Schließposition, in der die Lamellen (21, 22, 23) eine geschlossene
Fläche bilden, in eine Öffnungsposition und umgekehrt verfahrbar und/oder verdrehbar
sind.
7. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger (2, 3)
aufweist, wobei die Lamellen (21, 22, 23) in ihrer Schließposition eine andere Neigung
gegenüber der Horizontalen aufweisen als die Längsträger (2, 3).
8. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger (2, 3)
aufweist, welche die feststehenden Dachelemente (11, 12, 13, 14) mittelbar oder unmittelbar
tragen.
9. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Querträger (4, 5)
aufweist, welche einen oder mehrere Sparren (7) mittelbar oder unmittelbar tragen,
wobei die Sparren (7) die feststehenden Dachelemente (11, 12, 13, 14) mittelbar oder
unmittelbar tragen.
10. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Querträger (4, 5)
aufweist, welche einen oder mehrere Sparren (7) mittelbar oder unmittelbar tragen,
wobei die Lamellen in einer Ebene (21, 22, 23) oberhalb der Sparren (7) angeordnet
sind.
11. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) zumindest zwei die Dachfläche begrenzende Längsträger (2, 3)
aufweist, wobei die feststehenden Dachelemente (11, 12, 13, 14) eine andere Neigung
gegenüber der Horizontalen aufweisen als die Längsträger (2, 3).
12. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dachfläche eine Neigung aufweist und der von den Lamellen (21, 22, 23) gebildete
Teil (20) der Dachfläche in den durch die feststehenden Dachelemente (101, 12, 13,
14) gebildeten Teil (10) der Dachfläche abwärts gerichtet übergeht, sodass auf dem
Terrassendach (1) auftreffendes Regenwasser von den Lamellen (21, 22, 23) aus über
den durch die feststehenden Dachelemente (11, 12, 13, 14) gebildeten Teil (10) der
Dachfläche weiter abgeleitet wird.
13. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) einen oder mehrere insbesondere senkrechte Stützpfosten (8,
9) aufweist, insbesondere dass in einen oder mehrere Stützpfosten (8, 9) ein Fallrohr
zur Regenwasserableitung integriert ist.
14. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Terrassendach (1) integrierte Beleuchtungselemente und/oder Lautsprecher und/oder
Beheizungselemente und/oder Klimatisierungseinrichtungen aufweist.
15. Terrassendach (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die feststehenden Dachelemente (11, 12, 13, 14) durch insbesondere getönte Glaselemente
oder durch insbesondere getönte Kunststoffelemente gebildet sind, und/oder dass die
Lamellen (21, 22, 23) durch Aluminiumprofile gebildet sind.