| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 445 508 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.12.2020 Patentblatt 2020/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.04.2017 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2017/057833 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2017/182255 (26.10.2017 Gazette 2017/43) |
|
| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES WICKELSCHLAUCHS
DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING A COILED TUBE
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE PRODUCTION D'UN TUYAU HÉLICOÏDAL
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.04.2016 DE 102016107241
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.02.2019 Patentblatt 2019/09 |
| (73) |
Patentinhaber: BOA Metal Solutions GmbH |
|
76297 Stutensee (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- MILOWSKY, Stefan
76646 Bruchsal (DE)
- SCHMITT, Frank
76356 Weingarten (DE)
- BUCHER, Rolf
76227 Karlsruhe (DE)
|
| (74) |
Vertreter: DREISS Patentanwälte PartG mbB |
|
Friedrichstraße 6 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 962 777 JP-A- H08 117 842 JP-A- 2011 131 283
|
WO-A2-2016/146344 JP-A- 2007 030 025
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zum Herstellen eines begrenzt flexibel
längbaren und biegsamen Wickelschlauchs aus einem endlos zugeführten Band aus metallischem
Flachmaterial, mit einer Rollbiege- und Wickeleinheit, welcher das Band zugeführt
wird und dort in eine quer zur Bandlängsrichtung betrachtet ungefähr S- oder Z-förmige
Gestalt gebracht wird und dann unter Ausbildung eines in axialer Richtung wirkenden
Hintergriffs schraubenförmig gewickelt wird, wobei ein in einer Schlauchlängsrichtung
endlos erstreckter Wickelschlauch hergestellt wird, der sich aus der Rollbiege- und
Wickeleinheit kontinuierlich und mit einer entsprechend der Wickelgeschwindigkeit
sich ergebenden Vorschubgeschwindigkeit in der Schlauchlängsrichtung herausbewegt,
und mit einer sich an die Rollbiege- und Wickeleinheit anschließenden Füge- und Trenneinheit
mit einer ungefähr entsprechend der Vorschubgeschwindigkeit verfahrbaren Füge- und
Trennstelle, wo der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegende
Wickelschlauch in Längsabschnitte vorbestimmter Länge abgelängt wird und an gegenüberliegenden
Längsendbereichen der Längsabschnitte übereinander zu liegen kommende Flachmaterialbereiche
stoffschlüssig gefügt werden.
[0002] Wickelschläuche, häufig auch als Agraffe oder Inlocks bezeichnet, werden, insbesondere
in Metallbälge verbaut, bei Abgasanlagen von Kraftfahrzeugen eingesetzt. Ein solches
Teil ist in Figur 6 dargestellt. Durch ihren schraubenförmigen Aufbau von sich in
axialer oder Schlauchlängsrichtung spielbehaftet hintergreifenden Wendelgängen sind
die Wickelschläuche in axialer Richtung begrenzt längbar und auch quer zur Schlauchlängsrichtung
biegsam. Sie eignen sich daher zum Verbinden von relativ zueinander nicht vollständig
starr angeordneten Komponenten und vermögen zudem eine schwingungsentkoppelnde Funktion
auszuüben. Die endlose Herstellung solcher Wickelschläuche aus einem endlos zugeführten
Band aus metallischem Flachmaterial in einer Rollbiege- und Wickeleinheit ist seit
langem bekannt. Zur Gewinnung von Längsabschnitten vorbestimmter Länge können zunächst
endlos aus der Rollbiege- und Wickeleinheit sich herausbewegende Wickelschlauchabschnitte
einer demgegenüber großen Längserstreckung hergestellt werden. Der Wickelprozess kann
dann unterbrochen werden und der sehr lange Strang wird abgetrennt und in nachfolgenden
Prozessen in die gewünschten Längsabschnitte getrennt. Es wurde auch bereits der Vorschlag
unterbreitet, den sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegenden
Wickelschlauch gleich in die erwünschten Längsabschnitte zu trennen, so dass der Rollbiege-
und Wickelprozess unterbrechungsfrei erfolgen kann; so ist z.B. gemäß
JP 2007030025 A oder
EP 2 962 777 A1 der Rollbiege- und Wickeleinheit eine Trenneinheit nachgeordnet, in die sich der
aus der Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegende Wickelschlauch unter Drehung
hineinbewegt. Typischerweise bewegt sich der Schlauch auf Einführstützen, insbesondere
auf in Längsrichtung erstreckten Einlaufrollen, um eine möglichst gerade Führung des
Wickelschlauchs zu erreichen. Dennoch erweist sich dies als schwierig, weil durch
die kombinierte Rotations- und Vorschubbewegung des endlosen Wickelschlauchs und infolge
dessen schraubenförmigen Aufbaus Verwindungskräfte und Federeffekte wirken, die zu
Querbewegungen des Wickelschlauchs, insbesondere innerhalb der Trenneinheit, führen
und jedenfalls undefinierte Verhältnisse schaffen, welche an die Steuerung einer insbesondere
laserbasierten Schneideeinrichtung große Anforderungen stellen. Auch die axiale Erstreckung
des Wickelschlauchs in einem abzulängenden Abschnitt ist nicht hinreichend definiert.
Gemäß den beiden vorgenannten Druckschriften wurde bereits ein axialer Endanschlag
für das vordere freie Ende des endlosen Wickelschlauchs vorgesehen, durch den das
Problem aber nicht zufriedenstellend gelöst wurde.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene
gattungsgemäße Vorrichtung sowie ein gattungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines
Wickelschlauchs bzw. von Wickelschlauchabschnitten dahingehend zu verbessern, dass
eine hohe Maßhaltigkeit bei der Herstellung von endgefügten Wickelschlauchlängsabschnitten
erreicht wird, ohne dass hierdurch eine Rückkopplung auf den Rollbiege- und Wickelprozess
ausgeübt wird, der sich wiederum problematisch erweisen kann.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass eine Spanneinheit vorgesehen ist, welche den sich aus der Rollbiege-
und Wickeleinheit endlos herausbewegenden Wickelschlauch drehfest fixiert und in diesem
Zustand mit ungefähr derselben Umdrehungsgeschwindigkeit wie der sich herausbewegende
Wickelschlauch rotierend antreibbar und mit ungefähr derselben Vorschubgeschwindigkeit
wie der Wickelschlauch von der Rollbiege- und Wickeleinheit weg bewegbar ist, damit
der Wickelschlauch im Bereich der Füge- und Trenneinheit einen definierten Rotations-
und Vorschubantrieb erfährt und unmittelbar nach Anlaufen gegen einen Endanschlag
bei der Füge- und Trenneinheit eine definierte Länge des Wickelschlauchs unter Ausschluss
von Verwindung und Spiel zwischen dem Endanschlag und der Füge- und Trennstelle erhaltbar
ist.
[0005] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Spanneinheit vermag der Wickelschlauch zwischen
der Rollbiege- und Wickeleinheit und der Trenn- und Fügestelle ergriffen zu werden,
wobei die Spanneinheit den Wickelschlauch selbst rotierend antreibt und eine Vorschubbewegung
ausübt, beides mit ungefähr derselben Umdrehungs- und Vorschubgeschwindigkeit wie
diejenige des sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit herausbewegenden Wickelschlauchs.
Dies eröffnet die Möglichkeit, dass die Spanneinheit den Wickelschlauch mit seinem
freien Ende gegen einen axialen Endanschlag fahren kann, so dass die Schrauben- oder
Wendelgänge des Wickelschlauchs in axialer Richtung im Wesentlichen spielfrei gegeneinander
anliegen, so dass eine definierte Längserstreckung des Wickelschlauchs realisiert
wird. Da die Spanneinheit zwischen der Rollbiege- und Wickeleinheit und der Trenn-
und Fügestelle angeordnet ist, werden hierdurch keine axialen Kräfte in Richtung auf
die Rollbiege- und Wickeleinheit zurückübertragen, welche den dort ausgeführten Rollbiege-
und Wickelprozess stören könnten.
[0006] Die Spanneinheit könnte in grundsätzlich beliebiger Weise ausgebildet sein, solange
sie den Wickelschlauch rotierend antreibbar und vorschiebbar zu fixieren vermag. In
Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Spanneinheit als Spannfuttereinheit
ausgebildet ist und radial zustellbare Spannbacken aufweist, wobei sich der aus der
Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegende Wickelschlauch durch die Spannfuttereinheit
hindurch erstreckt. Die Spanneinheit kann also an einem in Schlauchlängsrichtung verfahrbaren
Spindelstock vorgesehen sein.
[0007] Es wäre denkbar, dass der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegende
Wickelschlauch erst unmittelbar kurz vor dem Prozess des Ablängens auf einen definierten
Längsabschnitt von der Spanneinheit fixiert wird. Demgegenüber wird eine Ausführungsform
bevorzugt, bei der der Wickelschlauch gewissermaßen während des gesamten Rotations-
und Vorschubprozesses durch die Spanneinheit fixiert und angetrieben wird. Hierfür
erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Spanneinheit in der Vorschubrichtung des
sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit endlos herausbewegenden Wickelschlauchs
hin und her bewegbar ist, so dass die Spanneinheit immer wieder von dem Wickelschlauch
gelöst und entgegen der Vorschubrichtung des Wickelschlauchs zurückbewegt werden kann,
um erneut den Wickelschlauch zu fixieren. Auf diese Weise kann der Wickelschlauch
bis auf die Unterbrechungsphasen, während derer die Spanneinheit zurückbewegt wird,
durch die Spanneinheit ergriffen und definiert geführt werden.
[0008] Vorzugsweise wirkt der Endanschlag mit einem Endlagensensor zusammen, der eine mit
der Vorschubbewegung der Spanneinheit synchrone Vorschubbewegung des Endanschlags
initiiert. Wenn also durch Anlaufen des Wickelschlauchs gegen den Endanschlag und
nach einem spielfreien Anliegen der Schrauben- oder Wendelgänge in axialer Richtung
gegeneinander eine definierte Längserstreckung des Wickelschlauchs festgelegt ist,
kann die ganze Anordnung aus Spanneinheit und Endanschlag mit derselben Vorschubgeschwindigkeit
weiterbewegt werden. Währenddessen kann an vorbestimmter Stelle die Fügeverbindung
und die Abtrennung des Längsabschnitts des Wickelschlauchs ausgeführt werden. Sofern
der Endanschlag ortsfest ausgebildet ist, müsste die Spanneinheit zuvor mit einer
gegenüber der Vorschubgeschwindigkeit des Wickelschlauchs etwas größeren Vorschubgeschwindigkeit
bewegt worden sein, um in axialer Richtung einen gewissen Puffer aufgebaut zu haben,
der dann während der Ausführung des Fügens und Trennens aufgebraucht wird. Dies wäre
zwar grundsätzlich denkbar; gleichwohl wird die vorbeschriebene Ausführungsform bevorzugt,
bei der der gesamte Wickelschlauch in kontinuierlicher Vorschubbewegung auch innerhalb
der Trenneinheit verbleibt.
[0009] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erweist es sich als vorteilhaft,
wenn der Endanschlag entgegen der Vorschubrichtung des Wickelschlauchs unter Federvorspannung
steht. Auf diese Weise kann der durch die Spanneinheit definierten Vorschubbewegung
des Wickelschlauchs ein gewisser Widerstand entgegengebracht werden, damit die Schrauben-
oder Wendelgänge des Wickelschlauchs in axialer Richtung spielfrei gegeneinander gelegt
werden.
[0010] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, wenn sich von dem Endanschlag ein Führungsdorn
entgegen der Vorschubrichtung des Wickelschlauchs weg erstreckt, so dass der Wickelschlauch
infolge seiner Vorschubbewegung auf den Führungsdorn aufgeschoben wird und dabei ein
definierter Innendurchmesser des Wickelschlauchs resultiert. Der Führungsdorn erstreckt
sich vorzugsweise über wenigstens die gesamte Längserstreckung des abzutrennenden
Längsabschnitts des Wickelschlauchs. Er ist zweckmäßigerweise rohrförmig ausgebildet
und umfasst eine Queröffnung im Bereich der Trenn- und Fügestelle, um den Trenn- und
Fügeprozess, vorzugsweise mittels Laserenergie, nicht zu behindern.
[0011] Wie erwähnt ist Gegenstand der Erfindung auch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 8.
[0012] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0013] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen eines
Wickelschlauchs (noch ohne Wickelschlauch);
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung nach Figur 1 zu Beginn eines Herstellvorgangs;
- Figur 3
- die Vorrichtung nach Figur 2 unmittelbar beim Anlaufen des Wickelschlauchs gegen einen
Endanschlag;
- Figur 4
- die Vorrichtung nach Figur 3 im eingefederten Zustand des Endanschlags und beginnender
Füge- und Trennbearbeitung;
- Figur 5
- die Vorrichtung nach Anspruch 4 nach Ausführung des Füge- und Trennvorgangs;
- Figur 6
- ein Bauteil für ein Abgassystem mit einem Wickelschlauch; und
- Figur 7
- einen Querschnitt durch die Wandung des Wickelschlauchs nach Figur 6.
[0014] Die Figuren zeigen schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung 2 zum Herstellen
eines Wickelschlauchs aus einem endlos zugeführten Band aus metallischem Flachmaterial.
Die Vorrichtung umfasst eine an sich bekannte und daher nur schematisch angedeutete
Rollbiege-und Wickeleinheit 4. In der Rollbiege- und Wickeleinheit 4 wird das endlos
zugeführte Band aus metallischem Flachmaterial in im Querschnitt S- oder Z-förmige
Gestalt gebracht und unter Ausbildung eines in axialer Richtung 6 wirkenden Hintergriffs
schraubenförmig gewickelt, so dass ein in einer Schlauchlängsrichtung 8 endlos erstreckter
Wickelschlauch 10 hergestellt wird, der sich kontinuierlich mit einer entsprechend
der Wickelgeschwindigkeit sich ergebenden Vorschubgeschwindigkeit in der Schlauchlängsrichtung
8 aus der Rollbiege-und Wickeleinheit 4 herausbewegt. Der Rollbiege- und Wickeleinheit
4 in axialer Richtung 6 nachgeordnet ist eine Füge- und Trenneinheit, die mit dem
Bezugszeichen 12 bezeichnet ist. Die Füge- und Trenneinheit 12 umfasst eine Füge-
und Trenneinrichtung 14, die vorzugsweise mit Laserenergie arbeitet und im Bereich
einer Trenn- und Fügestelle 15 angeordnet und in axialer oder Schlauchlängsrichtung
6, 8 sowie vorzugsweise auch in radialer Richtung verfahrbar ist. Die Füge- und Trenneinheit
12 umfasst des Weiteren eine Spanneinheit 16, die auf einem Reitstock 18 angeordnet
und ebenfalls in axialer oder Schlauchlängsrichtung 6, 8 verfahrbar ist. Des Weiteren
umfasst die Trenneinheit 12 einen Endanschlag 20 und eine Greifeinrichtung 22 zur
Entnahme abgetrennter Längsabschnitte.
[0015] Die Figuren 2 bis 5 verdeutlichen die Herstellung eines Längsabschnitts eines Wickelschlauchs.
Gemäß Figur 2 erstreckt sich ein Wickelschlauch 10 endlos aus der Rollbiege- und Wickeleinheit
4 heraus in Schlauchlängsrichtung 8. Ein freies Ende 24 des Wickelschlauchs 8 hat
sich bereits durch die Spanneinheit 16 hindurcherstreckt. Die Spanneinheit 16 ist
vorzugsweise als Spannfuttereinheit 26 mit radial zustellbaren Spannbacken 28 ausgebildet.
Sobald sich zu Beginn eines Herstellvorgangs das freie Ende 24 des Wickelschlauchs
10 durch die Spanneinheit 16 hindurcherstreckt, wird der Wickelschlauch in der Spanneinheit
16 fixiert. Die Spanneinheit 16 ist mit variabler Umdrehungsgeschwindigkeit rotierend
antreibbar. Im eingespannten Zustand des Wickelschlauchs 10 ist die Spanneinheit 16
mit vorzugsweise exakt der Umdrehungsgeschwindigkeit des Wickelprozesses rotierend
antreibbar und in axialer bzw. Schlauchlängsrichtung 6, 8 hin- und herbewegbar, also
von der Rollbiege- und Wickeleinheit 4 wegbewegbar und wieder zurückbewegbar. Sobald
sich das freie Ende 24 des Wickelschlauchs 10 durch die Spannfuttereinheit 26 hindurchbewegt
hat, wird der Wickelschlauch 10 durch die Spannbacken 28 eingespannt und hierdurch
fixiert. Die Spannfuttereinheit 26 wird daraufhin rotierend angetrieben und in Schlauchlängsrichtung
8 von der Rollbiege- und Wickeleinheit 4 wegbewegt, und zwar vorzugsweise mit derselben
Vorschubgeschwindigkeit des Wickelprozesses. Hierdurch wird der Wickelschlauch stabilisiert
und mit definiertem Rotationsantrieb und Vorschub weiter transportiert, ohne dass
es zu Verwindungen im Bereich zwischen der Rollbiege- und Wickeleinheit 4 und der
Füge- und Trenneinheit 12 kommt. Nach einer vorgegebenen Distanz wird die Spannfuttereinheit
26 durch Lösen der Spannbacken 28 gelöst und in axialer Richtung 6 zurückgefahren,
um erneut den Wickelschlauch weiter hinten einzuspannen und weiterzutransportieren.
Die Spanneinheit 16 führt also einen quasi kontinuierlichen nur durch die Zurückbewegung
unterbrochenen geführten Transport des Wickelschlauchs 10 aus.
[0016] Mit zunehmender Vorschubbewegung des Wickelschlauchs 10 in der Füge- und Trenneinheit
12 wird der Endanschlag 20 in Richtung auf das freie Ende 24 des Wickelschlauchs verfahren.
Der Endanschlag umfasst eine axiale Anschlagfläche 30, von der ein Führungsdorn 32
in der axialen oder Schlauchlängsrichtung 6, 8 in Richtung auf die Spanneinheit 16
vorsteht. Dieser Führungsdorn wird in das freie Ende 24 des Wickelschlauchs 10 eingeführt,
so dass der Wickelschlauch 10 in Vorschubrichtung auf den Führungsdorn 32 aufgeschoben
wird. Schließlich gelangt das freie Ende 24 in axiale Anlage gegen die axiale Anschlagfläche
30. Die Schraubengänge oder Wendeln des Wickelschlauchs 10 werden nun spielfrei in
axialer Richtung 6 gegeneinander gedrückt, und sodann wird der Endanschlag 20 gegen
ein Federpaket 34 gedrückt. Hierdurch wird ein Endlagensensor betätigt, welcher den
Endanschlag 20 exakt synchron und mit derselben Vorschubbewegung der Spanneinheit
16 in der Figur 4 nach rechts bewegt. Auf diese Weise wird der in axialer Richtung
6 spielfrei zusammengeschobene Zustand des sich gegen die axiale Anschlagfläche 30
abstützenden Wickelschlauchs 10 beibehalten. In diesem Zustand wird die Füge- und
Trennbearbeitung durch die Füge- und Trenneinrichtung 14 ausgeführt. Die Füge- und
Trenneinrichtung 14 ist ebenfalls synchron mit der Spanneinheit 16 und dem Endanschlag
20 in axialer Richtung 6 verfahrbar. Sie wird typischerweise zunächst an einer Stelle
in axialer bzw. Schlauchlängsrichtung 6, 8 positioniert, um eine erste Fügenaht bei
den in radialer Richtung übereinanderliegenden Flachmaterialabschnitten des Wickelschlauchs
auszuführen. Danach wird die Trennvorrichtung in axialer Richtung 6 geringfügig verfahren,
um eine zweite Fügenaht auszubilden. Danach wird in axialer Richtung 6 zwischen den
Fügenähten die Trennbearbeitung ausgeführt. Anstelle der ersten und der zweiten Fügenaht
wäre es auch denkbar, dass eine sinusförmige oder eine in sonstiger Weise hin und
her gehende kontinuierliche oder quasi kontinuierliche Fügenaht oder sonstige Aufeinanderfolge
von Fügestellen ausgeführt wird. Da der Wickelschlauch 10 sich währenddessen dreht
und mit der Vorschubgeschwindigkeit der Spanneinheit 16 weitertransportiert wird,
wird auch die Füge- und Trenneinrichtung 14 mit entsprechender Vorschubgeschwindigkeit
während der Ausführung des Füge- bzw. des Trennvorgangs in der Figur 4 nach rechts
bewegt, damit ein Trennschnitt in einer zur Schlauchlängsrichtung 8 orthogonalen Ebene
ausgeführt werden kann.
[0017] Nach Fertigstellung der Füge- bzw. Trennbearbeitung wird die Füge- und Trenneinrichtung
14 in radialer Richtung 36 von dem Wickelschlauch 10 zurückbewegt (Figur 5). Die Greifeinrichtung
22 wird in radialer Richtung 36 zum Ergreifen des abgetrennten Längsabschnitts 38
des Wickelschlauchs 10 herangefahren. Sodann wird der Endanschlag 20 und dessen Führungsdorn
32 in der Figur 5 in Schlauchlängsrichtung 10 nach rechts aus dem Längsabschnitt 38
herausbewegt, so dass mittels der Greifeinrichtung 22 der Längsabschnitt 38 entnommen
werden kann. Ein jeweiliger entnommener Längsabschnitt 38 weist also zwei in Umfangsrichtung
kontinuierlich oder quasi kontinuierlich oder auch intermittierend gefügte Längsendbereiche
40 sowie eine exakte Abschnittslänge auf.
[0018] Sodann wiederholt sich der soeben beschriebene Prozess zum Abtrennen des nächstfolgenden
Längsabschnitts. Währenddessen wird das metallische Flachmaterial kontinuierlich,
d. h. nicht unterbrochen, in der Rollbiege-und Wickeleinheit 4 in die Form des Wickelschlauchs
10 gebracht. Eine Unterbrechung dieses Vorgangs ist erst beim Austausch einer Flachmaterialrolle
gegen eine neue erforderlich, sofern die Längsenden nicht miteinander auf Stoß verbunden
werden können. Insgesamt können in einem endlosen kontinuierlichen Verfahren Längsabschnitte
von Wickelschläuchen mit gefügten Längsendbereichen und exakten Abmessungen in der
Längsrichtung gefertigt werden, ohne dass die eingangs erwähnten Probleme auftreten
oder ausgeglichen werden müssten.
[0019] Figur 6 zeigt ein eingangs genanntes Bauteil für ein Abgassystem eines Kraftfahrzeugs
mit einem rohrförmigen Faltenbalg 42, der einen Längsabschnitt 38 eines Wickelschlauchs
10 umgibt. Die Komponenten sind über Rohranschlussstücke 44 an den Längsenden miteinander
stoffschlüssig verbunden.
[0020] Figur 7 zeigt noch schematisch einen Querschnitt durch die Wandung des Wickelschlauchs
10 mit sich in axialer oder Schlauchlängsrichtung formschlüssig hintergreifenden Windungen
des zuvor S-oder Z-förmig geformten metallischen Flachmaterialbands.
1. Vorrichtung (2) zum Herstellen eines begrenzt flexibel längbaren und biegsamen Wickelschlauchs
(10) aus einem endlos zugeführten Band aus metallischem Flachmaterial, mit einer Rollbiege-
und Wickeleinheit (4), welcher das Band zugeführt wird und dort in eine quer zur Bandlängsrichtung
betrachtet ungefähr S- oder Z-förmige Gestalt gebracht wird und dann unter Ausbildung
eines in axialer Richtung (6) wirkenden Hintergriffs schraubenförmig gewickelt wird,
wobei ein in einer Schlauchlängsrichtung (8) endlos erstreckter Wickelschlauch (10)
hergestellt wird, der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) kontinuierlich
und mit einer entsprechend der Wickelgeschwindigkeit sich ergebenden Vorschubgeschwindigkeit
in der Schlauchlängsrichtung (10) herausbewegt, und mit einer sich an die Rollbiege-
und Wickeleinheit (4) anschließenden Füge- und Trenneinheit (12) mit einer ungefähr
entsprechend der Vorschubgeschwindigkeit verfahrbaren Füge- und Trennstelle (15),
wo der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) endlos herausbewegende Wickelschlauch
(10) in Längsabschnitte (38) vorbestimmter Länge abgelängt wird und an gegenüberliegenden
Längsendbereichen (40) der Längsabschnitte (38) übereinander zu liegen kommende Flachmaterialbereiche
stoffschlüssig gefügt werden, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endanschlag (20) vorgesehen ist, sowie eine Spanneinheit (16), welche den sich
aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) endlos herausbewegenden Wickelschlauch (10)
drehfest fixiert und in diesem Zustand mit ungefähr derselben Umdrehungsgeschwindigkeit
wie der sich herausbewegende Wickelschlauch (10) rotierend antreibbar und mit ungefähr
derselben Vorschubgeschwindigkeit wie der Wickelschlauch von der Rollbiege- und Wickeleinheit
(4) weg bewegbar ist, damit der Wickelschlauch im Bereich der Füge- und Trenneinheit
(12) einen definierten Rotations- und Vorschubantrieb erfährt und unmittelbar nach
Anlaufen gegen den Endanschlag (20) bei der Füge- und Trenneinheit (12) eine definierte
Länge des Wickelschlauchs (10) unter Ausschluss von Verwindung und Spiel zwischen
dem Endanschlag (20) und der Füge- und Trennstelle (15) erhaltbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (16) als Spannfuttereinheit (26) ausgebildet ist und radial zustellbare
Spannbacken (28) aufweist, wobei sich der aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4)
endlos herausbewegende Wickelschlauch (10) durch die Spannfuttereinheit (26) hindurch
erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (16) in der Vorschubrichtung des sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit
(4) endlos herausbewegenden Wickelschlauchs (10) hin und her bewegbar ist, so dass
die Spanneinheit (16) immer wieder von dem Wickelschlauch (10) gelöst und entgegen
der Vorschubrichtung des Wickelschlauchs (10) zurückbewegt werden kann, um erneut
den Wickelschlauch (10) zu fixieren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Endanschlag (20) mit einem Endlagensensor zusammenwirkt, der eine mit der Vorschubbewegung
der Spanneinheit (16) synchrone Vorschubbewegung des Endanschlags (20) initiiert.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endanschlag (20) entgegen der Vorschubrichtung des Wickelschlauchs (10) unter
Federvorspannung steht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich von dem Endanschlag (20) ein Führungsdorn (32) entgegen der Vorschubrichtung
des Wickelschlauchs (10) weg erstreckt, so dass der Wickelschlauch infolge seiner
Vorschubbewegung auf den Führungsdorn aufgeschoben wird und dabei ein definierter
Innendurchmesser des Wickelschlauchs resultiert.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Füge- und Trenneinheit (12) mittels Laserenergie arbeitet.
8. Verfahren zum Herstellen eines begrenzt flexibel längbaren und biegsamen Wickelschlauches
(10) aus einem endlos zugeführten Band aus metallischem Flachmaterial, unter Verwendung
einer Vorrichtung (2) nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, mit einer
Rollbiege- und Wickeleinheit (4), welcher das Band zugeführt wird und dort in eine
quer zur Bandlängsrichtung betrachtet ungefähr S- oder Z-förmige Gestalt gebracht
wird und dann unter Ausbildung eines in axialer Richtung wirkenden Hintergriffs schraubenförmig
gewickelt wird, wobei ein in einer Schlauchlängsrichtung (8) endlos erstreckter Wickelschlauch
(10) hergestellt wird, der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) kontinuierlich
und mit einer entsprechend der Wickelgeschwindigkeit sich ergebenden Vorschubgeschwindigkeit
in der Schlauchlängsrichtung (8) herausbewegt, und mit einer sich an die Rollbiege-
und Wickeleinheit (4) anschließenden Füge- und Trenneinheit (12) mit einer ungefähr
entsprechend der Vorschubgeschwindigkeit verfahrbaren Füge- und Trennstelle (15),
wo der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) endlos herausbewegende Wickelschlauch
(10) in Längsabschnitte (38) vorbestimmter Länge abgelängt wird und an gegenüberliegenden
Längsendbereichen (40) der Längsabschnitte (38) übereinander zu liegen kommende Flachmaterialbereiche
stoffschlüssig gefügt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der sich aus der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) endlos herausbewegende Wickelschlauch
(10) mittels einer Spanneinheit (12) drehfest fixiert und in diesem Zustand mit ungefähr
derselben Umdrehungsgeschwindigkeit wie die Wickelgeschwindigkeit rotierend angetrieben
wird und mit ungefähr derselben Vorschubgeschwindigkeit wie der Wickelschlauch (10)
von der Rollbiege- und Wickeleinheit (4) weg bewegt wird, damit der Wickelschlauch
(10) im Bereich der Füge- und Trenneinheit (12) einen definierten Rotations- und Vorschubantrieb
(20) erfährt und unmittelbar nach Anlaufen gegen einen Endanschlag bei der Füge- und
Trenneinheit eine in axialer Richtung (6) zusammengeschobene spielfreie Konfiguration
des Wickelschlauchs (10) erhalten wird, so dass eine definierte Länge des Wickelschlauchs
(10) unter Ausschluss von Verwindung und Spiel zwischen dem Endanschlag (20) und der
Füge- und Trennstelle (15) hergestellt wird und somit ein Längsabschnitt (38) definierter
Länge abgetrennt wird.
1. Device (2) for producing a coiled tube (10), which is flexibly extendable and bendable
to a limited extent, from a continuously supplied strip of flat metal material, comprising
an edge rolling and coiling unit (4), to which the strip is supplied and where said
strip is made into an approximately S or Z shape when viewed transversely to the strip
longitudinal direction and then coiled into a spiral so as to produce a rear grip
that acts in the axial direction (6), a coiled tube (10) being produced which extends
continuously in a tube longitudinal direction (8) and which moves out of the edge
rolling and coiling unit (4) constantly and in the tube longitudinal direction (10)
at a feed speed that corresponds to the coiling speed, and comprising a joining and
separating unit (12) that follows on from the edge rolling and coiling unit (4) and
that comprises a joining and separating point (15) which can be moved in a manner
approximately corresponding to the feed speed and at which the coiled tube (10) moving
continuously out of the edge rolling and coiling unit (4) is cut into longitudinal
portions (38) of a predetermined length and flat material regions that come to lie
one on top of the other are materially joined at opposing longitudinal end regions
(40) of the longitudinal portions (38), characterised in that an end stop (20) is provided, as well as a clamping unit (16), which secures the
coiled tube (10) moving continuously out of the edge rolling and coiling unit (4)
against rotation and which, in this state, can be rotated at approximately the same
revolution speed as the coiled tube (10) moving out and can be moved away from the
edge rolling and coiling unit (4) at approximately the same feed speed as the coiled
tube, such that the coiled tube experiences a defined rotational and forward shunt
in the region of the joining and separating unit (12) and such that a defined length
of the coiled tube (10) can be obtained immediately after striking the end stop (20)
on the joining and separating unit (12) while excluding twisting and backlash between
the end stop (20) and the joining and separating point (15) .
2. Device according to claim 1, characterised in that the clamping unit (16) is designed as a chuck unit (26) and comprises radially adjustable
clamping jaws (28), the coiled tube (10) moving continuously out of the edge rolling
and coiling unit (4) extending through the chuck unit (26).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the clamping unit (16) can be moved back and forth in the feed direction of the coiled
tube (10) moving continuously out of the edge rolling and coiling unit (4) such that
the clamping unit (16) can repeatedly be released from the coiled tube (10) and moved
back counter to the feed direction of the coiled tube (10) in order to secure the
coiled tube (10) again.
4. Device according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the end stop (20) cooperates with an end position sensor that initiates a forward
movement of the end stop (20) that is synchronous with the forward movement of the
clamping unit (16).
5. Device according to one or more of the preceding claims, characterised in that the end stop (20) is spring-biased counter to the feed direction of the coiled tube
(10).
6. Device according to one or more of the preceding claims, characterised in that a guide pin (32) extends away from the end stop (20) counter to the feed direction
of the coiled tube (10) such that the coiled tube is pushed onto the guide pin as
a result of the feed movement thereof and a defined inner diameter of the coiled tube
is produced as a result.
7. Device according to one or more of the preceding claims, characterised in that the joining and separating unit (12) operates using laser energy.
8. Method for producing a coiled tube (10), which is flexibly extendable and bendable
to a limited extent, from a continuously supplied strip of flat metal material, using
a device (2) according to one or more of the preceding claims, comprising an edge
rolling and coiling unit (4), to which the strip is supplied and where said strip
is made into an approximately S or Z shape when viewed transversely to the strip longitudinal
direction and then coiled into a spiral so as to produce a rear grip that acts in
the axial direction, a coiled tube (10) being produced which extends continuously
in a tube longitudinal direction (8) and which moves out of the edge rolling and coiling
unit (4) constantly and in the tube longitudinal direction (8) at a feed speed that
corresponds to the coiling speed, and comprising a joining and separating unit (12)
that follows on from the edge rolling and coiling unit (4) and that comprises a joining
and separating point (15) which can be moved in a manner approximately corresponding
to the feed speed and at which the coiled tube (10) moving continuously out of the
edge rolling and coiling unit (4) is cut into longitudinal portions (38) of a predetermined
length and flat material regions that come to lie one on top of the other are materially
joined at opposing longitudinal end regions (40) of the longitudinal portions (38),
characterised in that the coiled tube (10) continuously moving out of the edge rolling and coiling unit
(4) is secured against rotation by means of a clamping unit (12) and, in this state,
is rotated at approximately the same revolution speed as the coiling speed and is
moved away from the edge rolling and coiling unit (4) at approximately the same feed
speed as the coiled tube (10), such that the coiled tube (10) experiences a defined
rotational and forward shunt (20) in the region of the joining and separating unit
(12) and such that a backlash-free configuration of the coiled tube (10) that is pushed
together in the axial direction (6) is obtained immediately after striking an end
stop on the joining and separating unit, such that a defined length of the coiled
tube (10) is produced while excluding twisting and backlash between the end stop (20)
and the joining and separating point (15) and thus a longitudinal portion (38) of
a defined length is separated off.
1. Dispositif (2) pour fabriquer un tuyau hélicoïdal (10) souple et pouvant être allongé
de manière flexible limitée composé d'une bande de matériau plat métallique amenée
sans fin, avec une unité de roulage et d'enroulement (4), à laquelle la bande est
amenée et où la bande va adopter approximativement une forme de S ou de Z, vue transversalement
à la direction longitudinale de la bande, et est ensuite enroulée de manière hélicoïdale,
entraînant la formation d'une prise arrière agissant dans la direction axiale (6),
dans lequel un tuyau hélicoïdal (10) étendu sans fin dans une direction longitudinale
de tuyau (8) est fabriqué, qui sort de l'unité de roulage et d'enroulement (4) de
manière continue et à une vitesse d'avance s'exerçant de manière correspondante à
la vitesse d'enroulement dans la direction longitudinale de tuyau (10), et avec une
unité d'assemblage et de séparation (12) se raccordant à l'unité de roulage et d'enroulement
(4) avec un point d'assemblage et de séparation (15) déplaçable approximativement
de manière correspondante à la vitesse d'avance, où le tuyau hélicoïdal (10) sortant
sans fin de l'unité de roulage et d'enroulement (4) est mis à longueur en segments
longitudinaux (38) de longueur prédéfinie et des zones de matériau plat venant se
situer les unes au-dessus des autres sont assemblées par liaison de matière au niveau
de zones d'extrémité longitudinales (40) opposées des segments longitudinaux (38),
caractérisé en ce qu'une butée de fin de course (20) est prévue, ainsi qu'une unité de serrage (16), laquelle
fixe le tuyau hélicoïdal (10) sortant sans fin de l'unité de roulage et d'enroulement
(4) de manière solidaire en rotation et, dans cet état, peut être entraînée en rotation
approximativement à la même vitesse de rotation que le tuyau hélicoïdal (10) sortant
et peut être déplacée à distance de l'unité de roulage et d'enroulement (4) approximativement
à la même vitesse d'avance que le tuyau hélicoïdal, afin que le tuyau hélicoïdal subisse
un entraînement en rotation et en avance défini dans la zone de l'unité d'assemblage
et de séparation (12), et qu'immédiatement après avoir été en butée contre la butée
de fin de course (20) près de l'unité d'assemblage et de séparation (12), qu'une longueur
définie du tuyau hélicoïdal (10) puisse être obtenue sans torsion ni jeu entre la
butée de fin de course (20) et le point d'assemblage et de séparation (15) .
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de serrage (16) est réalisée sous la forme d'une unité mandrin de serrage
(26) et présente des mâchoires de serrage (28) pouvant s'approcher radialement, dans
lequel le tuyau hélicoïdal (10) sortant sans fin de l'unité de roulage et d'enroulement
(4) s'étend à travers l'unité mandrin de serrage (26).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de serrage (16) peut être déplacée en va-et-vient dans la direction d'avance
du tuyau hélicoïdal (10) sortant sans fin de l'unité de roulage et d'enroulement (4),
de sorte que l'unité de serrage (16) peut être régulièrement détachée du tuyau hélicoïdal
(10) et ramenée à l'encontre de la direction d'avance du tuyau hélicoïdal (10), afin
de fixer de nouveau le tuyau hélicoïdal (10).
4. Dispositif selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la butée de fin de course (20) coopère avec un capteur de fin de course, qui initie
un mouvement d'avance de la butée de fin de course (20) synchrone avec le mouvement
d'avance de l'unité de serrage (16).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la butée de fin de course (20) se trouve sous précontrainte élastique à l'encontre
de la direction d'avance du tuyau hélicoïdal (10) .
6. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mandrin de guidage (32) s'étend à l'encontre de la direction d'avance du tuyau
hélicoïdal (10) à distance de la butée de fin de course (20), de sorte que le tuyau
hélicoïdal est poussé à la suite de son mouvement d'avance sur le mandrin de guidage
et qu'il en résulte un diamètre intérieur défini du tuyau hélicoïdal.
7. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité d'assemblage et de séparation (12) fonctionne au moyen d'une énergie laser.
8. Procédé pour fabriquer un tuyau hélicoïdal (10) souple et pouvant être allongé de
manière flexible limitée composé d'une bande de matériau plat métallique amenée sans
fin, au moyen d'un dispositif (2) selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
avec une unité de roulage et d'enroulement (4), à laquelle la bande est amenée et
où la bande adopte approximativement une forme de S ou de Z, vue transversalement
à la direction longitudinale de la bande, et est ensuite enroulée de manière hélicoïdale
entraînant la formation d'une prise arrière agissant dans la direction axiale, dans
lequel un tuyau hélicoïdal (10) étendu sans fin dans une direction longitudinale de
tuyau (8) est fabriqué, qui sort de manière continue de l'unité de roulage et d'enroulement
(4) et à une vitesse d'avance s'exerçant de manière correspondante à la vitesse d'enroulement
dans la direction longitudinale de tuyau (8), et avec une unité d'assemblage et de
séparation (12) se raccordant à l'unité de roulage et d'enroulement (4), avec un point
d'assemblage et de séparation (15) déplaçable approximativement de manière correspondante
à la vitesse d'avance, où le tuyau hélicoïdal (10) sortant sans fin de l'unité de
roulage et d'enroulement (4) est mis à longueur en segments longitudinaux (38) de
longueur prédéfinie et des zones de matériau plat venant se situer les unes au-dessus
des autres sont assemblées par liaison de matière au niveau de zones d'extrémité longitudinales
(40) opposées des segments longitudinaux (38), caractérisé en ce que le tuyau hélicoïdal (10) sortant sans fin de l'unité de roulage et d'enroulement
(4) est fixé de manière solidaire en rotation au moyen d'une unité de serrage (16)
et, dans cet état, est entraîné en rotation approximativement à la même vitesse de
rotation que la vitesse d'enroulement et déplacé à distance de l'unité de roulage
et d'enroulement (4) approximativement à la même vitesse d'avance que le tuyau hélicoïdal
(10), afin que le tuyau hélicoïdal (10) subisse un entraînement de rotation et d'avance
(20) défini dans la zone de l'unité d'assemblage et de séparation (12), et, qu'immédiatement
après avoir été en butée contre une butée de fin de course, près de l'unité d'assemblage
et de séparation, une configuration sans jeu du tuyau hélicoïdal (10) rétractée dans
la direction axiale (6) est obtenue, de sorte qu'une longueur définie du tuyau hélicoïdal
(10) est établie sans torsion ni jeu entre la butée de fin de course (20) et le point
d'assemblage et de séparation (15) et qu'un segment longitudinal (38) de longueur
définie est donc séparé.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente