[0001] Die Erfindung betrifft ein Strömungsmaschinengehäuse.
[0002] Ein Strömungsmaschinengehäuse, wie zum Beispiel ein Dampfturbinengehäuse, ist typischerweise
aus mehreren Gehäuseteilen zusammengesetzt, insbesondere aus einem ersten, unterteilartigen
Gehäuseteil und einem zweiten, deckelartigen Gehäuseteil, die über Schraubverbindungen
an sich gegenüberliegenden bzw. aneinander angrenzenden Flanschen miteinander verbunden
sind.
[0003] Fig. 1 zeigt einen ausschnittsweisen Querschnitt durch ein aus dem Stand der Technik
bekanntes Strömungsmaschinengehäuse 1, nämlich Dampfturbinengehäuse, im Bereich eines
deckelartigen Gehäuseteils 2. Das deckelartige Gehäuseteil 2 verfügt über eine im
Querschnitt gewölbte Wandung 3 mit einer gewölbten Innenseite 4 und einer gewölbten
Außenseite 5. In einem Randbereich des deckelartigen Gehäuseteils 2 ist ein Flansch
6 ausgebildet, der mit einer Flanschfläche 7 an einen nicht gezeigten, angrenzenden
Flansch eines benachbarten Gehäuseteils anschließt. Das in Fig. 1 gezeigte, deckelartige
Gehäuseteil 2 des Turbomaschinengehäuses 1 ist mit dem angrenzenden, nicht gezeigten
Gehäuseteil über Schraubverbindungen 8 verbunden, wobei jede Schraubverbindung 8 im
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils eine Schraube 9, eine mit der Schraube
9 zusammenwirkende Mutter 10 sowie eine Dehnhülse 11 umfasst. Zum Verbinden der Gehäuseteile
des Strömungsmaschinengehäuses 1 werden die Schraubverbindungen 8 angezogen, wobei
Fig. 1 einen Kraftvektor 12 zeigt, der die Schraubenkraft der Schraubverbindung 8
symbolisiert. Der Kraftvektor 12 der Schraubenkraft der Schraubverbindung erstreckt
sich durch eine Achse 13 der jeweiligen Schraubverbindung 8.
[0004] Auf die Verbindung der Gehäuseteile des Strömungsmaschinengehäuses 1 wirken nicht
nur die Schraubenkräfte der jeweiligen Schraubverbindungen 8, vielmehr wirkt auf die
Verbindung der Gehäuseteile auch eine Kraft, die von einem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses
1 abhängig ist, wobei in Fig. 1 diese vom Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses
1 abhängige Kraft durch einen Kraftvektor 14 symbolisiert ist. Während der Kraftvektor
12 der in Fig. 1 gezeigten Schraubverbindung 8, der die Schraubenkraft der Schraubverbindung
8 symbolisiert, sich durch die Achse 13 der Schraubverbindung 8 erstreckt, ist der
Kraftvektor 14, der vom Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses abhängig ist,
um das Maß Δx zum Kraftvektor 12 der Schraubenkraft der Schraubverbindung 8 parallel
versetzt.
[0005] Je größer dieser Versatz Δx zwischen der Wirkrichtung des Kraftvektors 12 der jeweiligen
Schraubenkraft und der Wirkrichtung des Kraftvektors 14 der vom Druck im Inneren des
Strömungsmaschinengehäuses 1 abhängigen Kraft ist, desto ungünstiger sind die Hebelverhältnisse
im Bereich der Flanschverbindung zwischen den Gehäuseteilen des Strömungsmaschinengehäuses
1, wodurch die Dichtigkeit der Flanschverbindung beeinträchtigt wird. So kann hierdurch
ein Klaffen der Flanschverbindung an der Gehäuseinnenseite verursacht werden, wodurch
dann die Dichtigkeit der Flanschverbindung aufgehoben wird. Dies ist von Nachteil.
[0006] US 2 278 304 A offenbart ein Strömungsmaschinengehäuse nach dem Obebgriff des Anspruchs 1.
[0008] Es besteht daher Bedarf an einem Strömungsmaschinengehäuse, bei welchem die Dichtigkeit
der Flanschverbindung zwischen aneinandergrenzenden Gehäuseteilen besser gewährleistet
werden kann, als dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Strömungsmaschinengehäusen
möglich ist.
[0009] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges
Strömungsmaschinengehäuse zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Strömungsmaschinengehäuse nach Anspruch 1 gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß ist die gewölbte Innenseite in einem ersten, von den Schraubverbindungen
abgewandten Bereich über einen ersten Wölbungsradius R1 und in einem zweiten R2, den
Schraubverbindungen zugewandten Bereich über einen zweiten, vom ersten Wölbungsradius
R1 abweichenden Wölbungsradius R2 derart konturiert, dass im Bereich der Schraubverbindungen
ein Kraftvektor der Kraft, die von einem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses
abhängig ist, annähernd koaxial jedoch entgegengesetzt zu einem Kraftvektor der Schraubenkraft
der Schraubverbindungen verläuft, der sich durch die Achse der Schraubverbindungen
erstreckt, nämlich derart, dass ein Versatz zwischen dem Kraftvektor der Kraft, die
von dem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses abhängig ist, und dem Kraftvektor
der Schraubenkraft <0,15 der Flanschbreite B beträgt. Hiermit können günstige Hebelverhältnisse
im Bereich der Flanschverbindung bzw. der Schraubverbindungen zwischen den Gehäuseteilen
des Strömungsmaschinengehäuses gewährleistet werden. Letztendlich kann hierdurch im
Bereich der Flanschverbindung bzw. Schraubenverbindung eine gute Dichtigkeit für das
Strömungsmaschinengehäuse bereitgestellt werden.
[0012] Die gewölbte Außenseite ist über einen dritten Wölbungsradius konturiert, wobei der
dritte Wölbungsradius R3 und der erste Wölbungsradius R1 voneinander abweichen.
[0013] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung beträgt ein Versatz zwischen dem Kraftvektor
der Kraft, die von dem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses abhängig ist,
und dem Kraftvektor der Schraubenkraft der Schraubverbindungen <0,05 der Flanschbreite
B. Mit dieser vorteilhaften Weiterbildung kann die Dichtigkeit des Strömungsmaschinengehäuses
besonders vorteilhaft eingestellt werden.
[0014] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist der erste Wölbungsradius R1 der gewölbten
Innenseite größer als der zweite Wölbungsradius R2 der gewölbten Innenseite, wobei
die Mittelpunkte dieser beiden Wölbungsradien sowohl in vertikaler Richtung als auch
in horizontaler Richtung zueinander versetzt sind. Dies ist zur Einstellung günstiger
Hebelverhältnisse im Bereich der Schraubverbindungen und damit zur Gewährleistung
einer guten Dichtigkeit des Strömungsmaschinengehäuses besonders bevorzugt.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist der dritte Wölbungsradius R3
der gewölbten Außenseite größer als der erste Wölbungsradius R1 der gewölbten Innenseite,
wobei ferner die Mittelpunkte dieser beiden Wölbungsradien in vertikaler Richtung
jedoch nicht in horizontaler Richtung zueinander versetzt sein können. Auch diese
Weiterbildung der Erfindung dient der Einstellung günstiger Hebelverhältnisse im Bereich
der Flanschverbindung bzw. Schraubverbindungen und damit der Gewährleistung einer
guten Dichtigkeit des Strömungsmaschinengehäuses.
[0016] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung schneidet eine sich durch die gewölbte Wandung
des zweiten Gehäuseteils erstreckende Kontur, die zumindest in einem Punkt der gewölbten
Wandung, insbesondere im oberen Scheitelpunkt der gewölbten Wandung, von der gewölbten
Außenseite und der gewölbten Innenseite den gleichen Abstand aufweist, die sich gegenüberliegenden
bzw. einander abgrenzenden Flanschflächen im Bereich der Schraubverbindungen in einem
Schnittpunkt, der annähernd auf der Achse der Schraubverbindungen liegt. Vorzugsweise
beträgt ein Abstand zwischen diesem Schnittpunkt und der Achse der Schraubverbindungen
<0,15, vorzugsweise <0,05, der Flanschbreite B. Hiermit kann eine besonders gute Dichtigkeit
des Strömungsmaschinengehäuses gewährleistet werden.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung geht der zweite, den Schraubverbindungen
zugewandte und mit dem zweiten Wölbungsradius R2 konturierte Bereich der gewölbten
Innenseite an einer vom ersten Bereich abgewandten Seite in einen eben konturierten
Bereich der Innenseite über. Mit dieser Weiterbildung kann gewährleistet werden, dass
die gewölbte Wandung des deckelartigen Gehäuseteils des Strömungsmaschinengehäuses
benachbart zu den Schraubverbindungen im Bereich des Gehäuseinnenteils eine größere
Materialstärke aufweist, wodurch die Festigkeit des Strömungsmaschinengehäuses vorteilhaft
eingestellt werden kann.
[0018] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf
beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1:
- einen Ausschnitt aus einem Strömungsmaschinengehäuse nach dem Stand der Technik; und
- Fig. 2:
- einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Strömungsmaschinengehäuse.
[0019] Die Erfindung betrifft ein Strömungsmaschinengehäuse, insbesondere ein Dampfturbinengehäuse.
[0020] Fig. 2 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strömungsmaschinengehäuses
21 im Bereich eines zweiten, deckelartigen Gehäuseteils 22, welches mit einem nicht
gezeigten ersten, unterteilartigen Gehäuseteil des Strömungsmaschinengehäuses 21 verbunden
ist. Vom deckelartigen, zylinderschalenartigen Gehäuseteil 22 ist eine gewölbte Wandung
23 gezeigt, die eine im Querschnitt gewölbte Innenseite 24 und eine gewölbte Außenseite
25 umfasst.
[0021] Das gezeigte, deckelartige Gehäuseteil 22 des Strömungsmaschinengehäuses 21 verfügt
über einen Flansch 26 mit einer Flanschfläche 27, wobei sich an diese Flanschfläche
27 des Flanschs 26 des deckelartigen Gehäuseteils 22 das nicht gezeigte, unterteilartige
Gehäuseteil des Strömungsmaschinengehäuses 21 mit einer korrespondieren Flanschfläche
anschließt, und wobei dann diese Gehäuseteile über Schraubverbindungen 28 miteinander
verbunden sind. Jede der Schraubverbindungen 28 verfügt wiederum über eine Schraube
29, eine Mutter 30 sowie eine Dehnhülse 31.
[0022] Um nun eine gute Dichtigkeit des Strömungsmaschinengehäuses 21 zu gewährleisten,
ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die gewölbte Innenseite 21 in einem ersten, von
den Schraubverbindungen 28 abgewandten Bereich über einen ersten Wölbungsradius R1
und in einem zweiten, den Schraubverbindungen 28 zugewandten Bereich über einen zweiten,
vom ersten Wölbungsradius R1 abweichenden Wölbungsradius R2 konturiert ist, und zwar
derart, dass im Bereich der Schraubverbindungen 28 ein Kraftvektor 32 der Schraubenkraft
der jeweiligen Schraubverbindung annähernd koaxial, jedoch entgegengesetzt zu einem
Kraftvektor 34 der Kraft verläuft, die vom Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses
abhängig ist.
[0023] So zeigt Fig. 2, dass sich der Kraftvektor 32 der Schraubenkraft der jeweiligen Schraubverbindung
durch die Achse 33 der jeweiligen Schraubverbindung 28 erstreckt, und dass der Kraftvektor
32 der Schraubenkraft und der Kraftvektor 34 der vom Innendruck des Strömungsmaschinengehäuses
abhängigen Kraft annähernd koaxial zueinander verlaufen, wobei unter annähernd koaxial
verstanden werden soll, dass ein ggf. vorhandener Versatz Δx zwischen den Kraftvektoren
32, 34 in einem definierten Bereich liegt.
[0024] So ist vorgesehen, dass der Versatz Δx zwischen dem Kraftvektor 32 der Kraft der
jeweiligen Schraubverbindung 28 und dem Kraftvektor 34 der vom Innendruck abhängigen
Kraft <0,15, vorzugsweise <0,05, der Flanschbreite B beträgt. Beim ersten Wölbungsradius
R1 handelt es sich um denjenigen Wölbungsradius, mit welchem die gewölbte Innenseite
24 der gewölbten Wandung 23 des deckelartigen Gehäuseteils 22 des Strömungsmaschinengehäuses
21 in dem Bereich gewölbt ist, der von den Schraubverbindungen 28 abgewandt ist. Derjenige
Bereich, in welchem die gewölbte Wandung 23 im Bereich ihrer Innenseite 24 mit dem
ersten Wölbungsradius R1 konturiert ist, erstreckt sich dabei bis zum oberen Scheitelpunkt
35 der gewölbten Wandung 23.
[0025] Der erste Wölbungsradius R1 der gewölbten Innenseite 24 ist dabei größer als der
zweite Wölbungsradius R2 der gewölbten Innenseite 24, wobei Mittelpunkte 36, 37 dieser
Wölbungsradien R1, R2 sowohl in vertikaler Richtung als auch in horizontaler Richtung
zueinander versetzt sind.
[0026] So zeigt Fig. 2, dass der Mittelpunkt 37 des zweiten Wölbungsradius R2 bezogen auf
den Mittelpunkt 36 des ersten Wölbungsradius R1 vertikal nach oben in Richtung auf
den Scheitelpunkt 35 der Wandung 23 und horizontal nach außen in Richtung auf den
Flansch 26 bzw. die Wandung 23 versetzt ist.
[0027] Wie Fig. 2 entnommen werden kann, ist die gewölbte Außenseite 25 der gewölbten Wandung
23 des Gehäuseteils 21 über einen dritten Wölbungsradius R3 konturiert, wobei der
dritte Wölbungsradius R3 und der erste Wölbungsradius R1 voneinander abweichen. Vorzugsweise
ist der dritte Wölbungsradius R1 der gewölbten Außenseite 25 der Wandung 23 größer
als der erste Wölbungsradius R1 der gewölbten Innenseite 24 der Wandung 23, wobei
auch die Mittelpunkte dieser Wölbungsradien R1 und R3 zueinander versetzt sind, und
zwar vorzugsweise derart, dass die Wölbungsradien R1 und R3 zwar in vertikaler Richtung,
jedoch nicht in horizontaler Richtung zueinander versetzt sind.
[0028] So zeigt Fig. 2 die optionale Ausführungsform, dass der Mittelpunkt 36 des ersten
Wölbungsradius R1 der Innenseite 24 gegenüber dem Mittelpunkt 38 des dritten Wölbungsradius
R3 der Außenseite 25 in vertikaler Richtung nach oben versetzt ist, also einen kleineren
Abstand vom Scheitelpunkt 35 der gewölbten Wandung 23 aufweist. In horizontaler Richtung
gesehen besteht jedoch kein Versatz zwischen den Mittelpunkten 36 und 38 dieser Wölbungsradien
R1 und R3.
[0029] Im gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung geht der mit dem zweiten
Wölbungsradius R2 konturierte Bereich der gewölbten Innenseite 24 des Gehäuseteils
22 an einer ersten Seite stetig in den mit dem ersten Wölbungsradius R1 konturierten
ersten Bereich der gewölbten Innenseite 24 über.
[0030] Ferner geht der mit dem zweiten Wölbungsradius R2 konturierte Bereich der gewölbten
Innenseite 24 an einer vom ersten Bereich abgewandten Seite in einen eben konturierten
Bereich der Innenseite 24 stetig übergeht, in welchem dann die gewölbte Innenseite
24 nicht weiter gewölbt ist, sondern vielmehr eben verläuft.
[0031] Dieser eben konturierte Bereich der an sich gewölbten Innenfläche 24 der gewölbten
Wand 23 verläuft angrenzend an die Flanschfläche 27 des Flanschs 26 und stellt insbesondere
sicher, dass das Gehäuseteil 22 des Strömungsmaschinengehäuses 21 auf der Innenseite
desselben im Bereich der Schraubverbindungen 28 eine größere Materialdicke als dann
aufweist, wenn sich die Wölbung der Innenseite 24 bis zur Flanschfläche 27 erstrecken
würde. Hierdurch kann die Festigkeit des Strömungsmaschinengehäuses 21, insbesondere
des Gehäuseteils 22, erhöht werden.
[0032] Durch die oben beschriebene Konturierung der Innenseite 24 der gewölbten Wandung
23 über die Radien R1 und R2 kann insbesondere in Kombination mit der entsprechenden
Konturierung der gewölbten Außenseite 25 über den Radius R3 gewährleistet werden,
dass ein Versatz zwischen den Kraftvektoren 32, 34 minimal ist, insbesondere dass
dieselben annähernd koaxial verlaufen, wodurch im Bereich der Schraubverbindungen
28 derart günstige Hebelverhältnisse eingestellt werden können, dass eine gute Dichtigkeit
des Strömungsmaschinengehäuses bereitgestellt werden kann. Im Idealfall verlaufen
die Kraftvektoren 32, 34 entgegengesetzt, jedoch auf einer Achse.
[0033] Fig. 2 zeigt weiterhin eine Kontur 39 der gewölbten Wandung 23 des deckelartigen
Gehäuseteils 22, die sich zwischen der gewölbten Innenseite 24 und der gewölbten Außenseite
25 durch die Wandung 23 erstreckt und die zumindest in einem Punkt der gewölbten Wandung
23, in Fig. 2 im Scheitelpunkt 35 derselben, von der gewölbten Außenseite 25 und der
gewölbten Innenseite 24 den gleichen Abstand aufweist.
[0034] In Fig. 2 handelt es sich bei dieser Kontur 39 um eine Kreisabschnittskontur, die,
wie bereits ausgeführt, im Bereich des oberen Scheitelpunkts 35 der gewölbten Wandung
23 von der Innenseite 24 und der Außenseite 25 den gleichen Abstand aufweist.
[0035] Ein Schnittpunkt 40 dieser Kontur 39 mit der Flanschfläche 27 im Bereich der Schraubverbindungen
28 liegt dabei vorzugsweise annähernd auf der Achse 33 der Schraubverbindungen 28,
durch die sich der Kraftvektor 32 der Schraubenkraft erstreckt. Ein Abstand zwischen
diesem Schnittpunkt 40 und der Achse 33 der Schraubverbindungen 28 beträgt dabei <0,15,
vorzugsweise <0,05 der Flanschbreite B.
[0036] Mit der hier vorliegenden Erfindung wird eine definierte Konturierung des Strömungsmaschinengehäuses,
insbesondere eines Dampfturbinengehäuses, vorgeschlagen, und zwar vorzugsweise im
Bereich der gewölbten Wandung 23 des deckelartigen Gehäuseteils 22 des Strömungsmaschinengehäuses
21. Durch diese definierte Konturierung wird sichergestellt, dass ein Versatz Δx zwischen
den Kraftvektoren 32 und 34 der Schraubenkräfte und der vom Innendruck im Strömungsmaschinengehäuse
abhängigen Kraft, der sich senkrecht zu den Kraftvektoren erstreckt, in einem definierten
Bereich liegt, vorzugsweise Null beträgt. Hierdurch kann dann eine gute Dichtigkeit
des Strömungsmaschinengehäuses 21 gewährleistet werden. Insbesondere kann auch die
nötige Schraubenkraft zur Gewährleistung der Dichtigkeit im Flanschbereich zwischen
den aneinandergrenzenden Flanschen des Strömungsmaschinengehäuses reduziert werden.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Strömungsmaschinengehäuse
- 2
- Gehäuseteil
- 3
- Wandung
- 4
- Innenseite
- 5
- Außenseite
- 6
- Flansch
- 7
- Flanschfläche
- 8
- Schraubverbindung
- 9
- Schraube
- 10
- Mutter
- 11
- Dehnhülse
- 12
- Kraftvektor (Schraubenkraft)
- 13
- Achse
- 14
- Kraftvektor (Schraubenkraft)
- 21
- Strömungsmaschinengehäuse
- 22
- Gehäuseteil
- 23
- Wandung
- 24
- Innenseite
- 25
- Außenseite
- 26
- Flansch
- 27
- Flanschfläche
- 28
- Schraubverbindung
- 29
- Schraube
- 30
- Mutter
- 31
- Dehnhülse
- 32
- Kraftvektor (Schraubenkraft)
- 33
- Achse
- 34
- Kraftvektor (Schraubenkraft)
- 35
- Scheitelpunkt
- 36
- Mittelpunkt
- 37
- Mittelpunkt
- 38
- Mittelpunkt
- 39
- Kontur
1. Strömungsmaschinengehäuse (21), insbesondere Dampfturbinengehäuse,
mit einem ersten Gehäuseteil und einem zweiten Gehäuseteil (22), die über Schraubverbindungen
(28) an sich gegenüberliegenden bzw. einander angrenzenden Flanschen miteinander verbunden
sind,
wobei das zweite Gehäuseteil (22) eine gewölbte Wandung (23) mit einer gewölbten Innenseite
(24) und einer gewölbten Außenseite (25) umfasst,
wobei die gewölbte Innenseite (24) in einem ersten, von den Schraubverbindungen (28)
abgewandten Bereich über einen ersten Wölbungsradius (R1) und in einem zweiten, den
Schraubverbindungen (28) zugewandten Bereich über einen zweiten, vom ersten Wölbungsradius
(R1) abweichenden Wölbungsradius (R2) konturiert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die gewölbte Innenseite (24) über den ersten Wölbungsradius (R1) und den zweiten Wölbungsradius
(R2) derart konturiert ist, dass im Bereich der Schraubverbindungen (28) ein Kraftvektor
(34) der Kraft, die von einem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses (21)
abhängig ist, annähernd koaxial jedoch entgegengesetzt zu einem Kraftvektor (32) der
Schraubenkraft der Schraubverbindungen (28) verläuft, der sich durch die Achse (33)
der Schraubverbindungen (32) erstreckt, nämlich derart, dass ein Versatz zwischen
dem Kraftvektor (34) der Kraft, die von dem Druck im Inneren des Strömungsmaschinengehäuses
abhängig ist, und dem Kraftvektor (32) der Schraubenkraft <0,15 der Flanschbreite
B beträgt,
die gewölbte Außenseite (25) über einen dritten Wölbungsradius (R3) konturiert ist,
wobei der dritte Wölbungsradius (R3) und der erste Wölbungsradius (R1) voneinander
abweichen.
2. Strömungsmaschinengehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz zwischen dem Kraftvektor (34) der Kraft, die von dem Druck im Inneren
des Strömungsmaschinengehäuses abhängig ist, und dem Kraftvektor (32) der Schraubenkraft
< 0,05 der Flanschbreite B beträgt.
3. Strömungsmaschinengehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Wölbungsradius (R3) der gewölbten Außenseite (25) größer als der erste
Wölbungsradius (R1) der gewölbten Innenseite (24) ist, und dass die Mittelpunkte (36,
38) dieser beiden Wölbungsradien (R1, R3) in vertikaler Richtung jedoch nicht in horizontaler
Richtung zueinander versetzt sind.
4. Strömungsmaschinengehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine sich durch die gewölbte Wandung (23) des zweiten Gehäuseteils (21) erstreckende
Kontur (39), die zumindest in einem Punkt der gewölbten Wandung (23), insbesondere
im oberen Scheitelpunkt (35) der gewölbten Wandung, von der gewölbten Außenseite (25)
und der gewölbten Innenseite (24) den gleichen Abstand aufweist, sich gegenüberliegende
bzw. einander abgrenzende Flanschflächen im Bereich der Schraubverbindungen (28) in
einem Schnittpunkt schneidet, der annähernd auf der Achse (33) der Schraubverbindungen
(32) liegt.
5. Strömungsmaschinengehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen diesem Schnittpunkt und der Achse der Schraubverbindungen <0,15
der Flanschbreite B beträgt.
6. Strömungsmaschinengehäuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen diesem Schnittpunkt und der Achse der Schraubverbindungen <0,05
der Flanschbreite B beträgt.
7. Strömungsmaschinengehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite, den Schraubverbindungen (28) zugewandte und mit dem zweiten Wölbungsradius
(R2) konturierte Bereich der gewölbten Innenseite (24) an einer vom ersten Bereich
abgewandten Seite in einen eben konturierten Bereich der Innenseite (24) übergeht.
8. Strömungsmaschinengehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wölbungsradius (R1) der gewölbten Innenseite (24) größer als der zweite
Wölbungsradius (R2) der gewölbten Innenseite (24) ist, und dass die Mittelpunkte (36,
37) dieser beiden Wölbungsradien (R1, R2) sowohl in vertikaler Richtung als auch in
horizontaler Richtung zueinander versetzt sind.
1. A turbomachine housing (21), in particular steam turbine housing,
having a first housing part and a second housing part (22), which are connected to
one another via screw connections (28) on flanges located opposite one another or
adjoining one another,
wherein the second housing part (22) has a curved wall (23) with a curved inside (24)
and a curved outside (25),
wherein the curved inside (24) in a first region facing away from the screw connections
(28), is contoured via a first curvature radius (R1) and in a second region facing
the screw connections (28), via a second curvature radius (R2) deviating from the
first curvature radius (R1),
characterized in that
the curved inside (24) is contoured via the first curvature radius (R1) and the second
curvature radius (R2) in such a manner that in the region of the screw connections
(28) a force vector (34) of the force, which is dependent on a pressure in the interior
of the turbomachine housing (21), extends approximately coaxially but opposite to
a force vector (32) of the screw force of the screw connections (28), which extends
through the axis (33) of the screw connections (32) namely in such a manner that an
offset between the force vector (34) of the force which is dependent on the pressure
in the interior of the turbomachine housing and the force vector (32) of the screw
force amounts to < 0.15 of the flange width B,
the curved outside (25) is contoured via a third curvature radius (R3), wherein the
third curvature radius (R3) and the first curvature radius (R1) deviate from one another.
2. The turbomachine housing according to Claim 1, characterized in that the offset between the force vector (34) of the force which is dependent on the pressure
in the interior of the turbomachine housing and the force vector (32) of the screw
force amounts to < 0.05 of the flange width B.
3. The turbomachine housing according to Claim 1 or 2, characterized in that the third curvature radius (R3) of the curved outside (25) is greater than the first
curvature radius (R1) of the curved inside (24), and in that the centre points (36, 38) of these two curvature radii (R1, R3) are offset relative
to one another in the vertical direction but not in the horizontal direction.
4. The turbomachine housing according to any one of the Claims 1 to 3, characterized in that a contour (39) extending through the curved wall (23) of the second housing part
(21), which at least in a point of the curved wall (23), in particular in the upper
vertex (35) of the curve wall, has the same distance from the curved outside (25)
and the curved inside (24) intersects flange surfaces located opposite one another
or adjoining one another in the region of the screw connections (28) in a point of
intersection which approximately lies on the axis (33) of the screw connections (32).
5. The turbomachine housing according to Claim 4, characterized in that the distance between this point of intersection and the axis of the screw connections
amounts to < 0.15 of the flange width B.
6. The turbomachine according to Claim 5, characterized in that the distance between this point of intersection and the axis of the screw connections
amounts to < 0.05 of the flange width B.
7. The turbomachine housing according to any one of the Claims 1 to 6, characterized in that the second region of the curved inside (24) facing the screw connections (28) and
contoured with the second curvature radius (R2) on a side facing away from the first
region merges into a region of the inside (24) that is contoured flat.
8. The turbomachine housing according to any one of the preceding claims, characterized in that the first curvature radius (R1) of the curved inside (24) is greater than the second
curvature radius (R2) of the curved inside (24), and in that the centre points (36, 37) of these two curvature radii (R1, R2) are offset relative
to one another both in the vertical direction and also in the horizontal direction.
1. Carter de turbomachine (21), notamment carter de turbine à vapeur,
comportant une première partie de carter et une deuxième partie de carter (22), qui
sont reliées l'une à l'autre par l'intermédiaire de liaisons de visage (28) sur des
brides opposées respectivement contiguës l'une à l'autre,
dans lequel la deuxième partie de carter (22) comprend une paroi bombée (23) avec
une face intérieure bombée (24) et une face extérieure bombée (25),
dans lequel la face intérieure bombée (24) est profilée dans une première zone qui
se détourne des liaisons de vissage (28) sur un premier rayon de courbure (R1) et
dans une deuxième zone tournée vers les liaisons de vissage (28) sur un deuxième rayon
de courbure (R2) s'écartant du premier rayon de courbure (R1),
caractérisé en ce que
la face intérieure bombée (24) est profilée sur le premier rayon de courbure (R1)
et le deuxième rayon de courbure (R2) de telle sorte que au niveau des liaisons de
vissage (28) un vecteur de force (34) de la force, qui dépend d'une pression à l'intérieur
du carter de turbomachine (21), se déroule approximativement coaxialement néanmoins
en sens contraire à un vecteur de force (32) de la force de vissage des liaisons de
vissage (28), qui s'étend à travers l'axe (33) des liaisons de vissage (32), c'est-à-dire
de telle sorte qu'un décalage entre le vecteur de force (34) de la force, qui dépend
de la pression à l'intérieur du carter de turbomachine, et le vecteur de force (32)
de la force de vissage s'élève à < 0,15 de la largeur de bride B,
la face extérieure bombée (25) est profilée sur un troisième rayon de courbure (R3),
dans lequel le troisième rayon de courbure (R3) et le premier rayons de courbure (R1)
diffèrent l'un de l'autre.
2. Carter de turbomachine selon la revendication 1, caractérisé en ce que le décalage entre le vecteur de force (34) de la force, qui dépend de la pression
à l'intérieur du carter de turbomachine, et le vecteur de force (32) de la force de
vissage s'élève à < 0,05 de la largeur de bride B.
3. Carter de turbomachine selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le troisième rayon de courbure (R3) de la face extérieure bombée (25) est plus grand
que le premier rayon de courbure (R1) de la face intérieure bombée (24) et en ce que les épicentres (36, 38) de ces deux rayons de courbure (R1, R3) sont décalés l'un
par rapport à l'autre dans la direction verticale et néanmoins pas dans la direction
horizontale.
4. Carter de turbomachine selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que un contour (39) s'étendant à travers la paroi bombée (23) de la deuxième partie de
carter (21), qui présente au moins dans un point de la paroi bombée (23), notamment
en dans le point culminant supérieur (35) de la paroi bombée, le même écart par rapport
à la face extérieure bombée (25) et la face intérieure bombée (24), coupe en intersection
des surfaces de bride opposées et respectivement contiguë les unes aux autres au niveau
des liaisons de vissage (28) dans un point d'intersection, qui est situé approximativement
sur l'axe (33) des liaisons de vissage (32).
5. Carter de turbomachine selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un écart entre ce point d'intersection et l'accès des liaisons de vissage s'élève
à < 0,15 de la largeur de bride B.
6. Carter de turbomachine selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'écart entre ce point d'intersection et l'axe des liaisons de vissage s'élève à
< 0,05 de la largeur de bride B.
7. Carter de turbomachine selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la deuxième zone tournée vers les liaisons de vissage (28) et profilée avec le deuxième
rayon de courbure (R2) de la face intérieure bombée (24) aboutit à un côté qui se
détourne de la première zone dans une zone plane profilée de la face intérieure (24).
8. Carter de turbomachine selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier rayon de courbure (R1) de la face intérieure bombée (24) est plus grand
que le deuxième rayon de courbure (R2) de la face intérieure bombée (24) et en ce que les épicentres (36, 37) de ces deux rayons de courbure (R1, R2) sont décalés l'un
par rapport à l'autre tant dans la direction verticale que dans la direction horizontale.