1. Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Produktionsanlage zur Behandlung von Werkstücken, insbesondere
von Fahrzeugkarosserien oder Teilen davon oder Teile in der allgemeinen Metallindustrie,
mit
- a) einer Anlagenkabine, die eine Kabinenverkleidung mit einer Oberfläche aufweist,
- b) wobei an der Kabinenverkleidung mindestens ein Einbauelement angeordnet ist.
2. Beschreibung des Standes der Technik
[0002] In vielen Schritten der Produktion sind in bestimmten Raumbereichen für bestimmte
Prozess- und/oder Bearbeitungsschritte spezielle für den jeweiligen Schritt angepasste
Anlagenkabinen erforderlich. Dies können beispielsweise Lackierkabinen, Trocknertunnel,
Kontrollplätze, Montageplätze, Schleusen und/oder Verbindungsbereiche sein, die von
einer Kabinenverkleidung umgeben sind.
[0003] Ein wesentliches Merkmal solcher bearbeitungsschrittspezifischer Kabinenverkleidungen
sind Einbauelemente, die für die jeweilige Funktion der Anlagenkabine notwendig sind
und an der Kabinenverkleidung angeordnet sind.
[0004] Insbesondere bei Oberflächenbehandlungsanlagen sind für die Gewährleistung einer
qualitativ hochwertigen Produktion die Kabinenverkleidungen sowie die daran angeordneten
Einbauelemente regelmäßig von Verschmutzungen zu reinigen. Die Reinigung erfolgt in
der Regel manuell während produktionsfreien Zeiten.
[0005] Nachteilig an den bisher bekannten Produktionsanlagen ist, dass die manuelle Reinigung
der Einbauelemente umständlich und damit aufwendig ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Produktionsanlage eingangs genannter Art
anzugeben, an deren Einbauelementen in den Anlagenkabinen weniger Verschmutzung auftritt
und/oder deren Einbauelemente sich besser reinigen lassen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
c) das Einbauelement ein versenktes Einbauelement ist, das in der Kabinenverkleidung
derart versenkt ist, dass jedes Befestigungsmittel, das für das Einbauelement vorgesehen
ist, weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als 5 mm, vorzugsweise überhaupt nicht
über die umgebende Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorsteht.
[0008] Die Erfinder haben erkannt, dass ein großes Problem bei der Reinigung der Anlagenkabinen
die darin angeordneten Einbauelemente darstellen. Denn die Einbauelemente unterbrechen
die ansonsten weitgehend glatte Oberfläche der Kabinenverkleidung. Insbesondere sind
die Befestigungsmittel der Einbauelemente problematisch, da diese bisher auf der Oberfläche
der Kabinenverkleidung beispielsweise in Form von auf die aufgeschraubten Befestigungsblechen
angeordnet wurden, die scharfkantige Erhebungen haben. Die Erfinder haben erkannt,
dass derart von der Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorstehende Befestigungsmittel
zu schwer zu reinigenden Schmutznestern führen und die Gefahr von Verletzungen des
reinigenden Personals bergen.
[0009] Dies ist insbesondere bei Kabinenverkleidungen und/oder Einbauelementen der Fall,
die nur von einer Seite der Kabinenverkleidung zugänglich sind.
[0010] Erfindungsgemäß sind daher versenkte Einbauelemente vorgesehen, deren Befestigungsmittel
möglichst wenig bzw. überhaupt nicht über die glatte Oberfläche der Kabinenverkleidung
überstehen.
[0011] Beispielsweise kann als Befestigungsmittel für ein versenktes Einbauelement ein an
der Rückseite der Kabinenverkleidung angeordnetes Befestigungsblech vorgesehen sein,
an welchem das versenkte Einbauelement über eine Schraube mit einem abgerundeten Schraubenkopf,
über eine Flachkopfschraube oder über eine Senkkopfschraube befestigt ist.
[0012] Eine weitgehend glatte Oberfläche der Kabinenverkleidung im Sinne der vorliegenden
Erfindung kann sowohl eben als auch gekrümmt mit einem Biegeradius größer als etwa
50 cm sein.
[0013] Die Kabinenverkleidung kann dabei insbesondere eine Wand, eine Decke und/oder einen
Boden der Anlagenkabine umfassen. Auch kann die Kabinenverkleidung die Werkstücke
nur bereichsweise umgeben, sodass unter einer Kabinenverkleidung auch halboffene Verkleidungen,
beispielsweise nur eine Deckenverkleidung ohne seitliche Wände, verstanden werden.
[0014] Ferner kann die Oberfläche der Kabinenverkleidung durch ein Blech, insbesondere ein
Stahlblech, ausgebildet sein, das eine für die versenkten Einbauelemente ausreichende
Tragfähigkeit hat, sodass keine zusätzlichen Tragrahmen notwendig sind.
[0015] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass jede Einbauelementoberfläche des versenkten Einbauelements
weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als 5 mm, vorzugsweise überhaupt nicht über
die Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorsteht.
[0016] Da sich insbesondere auf horizontalen Kanten Schmutz wie z.B. Staub, Lackpartikel
oder dgl. ablagern kann, ist es vorteilhaft, wenn das Einbauelement möglichst wenig
Kanten aufweist. Besonders vorteilhaft ist daher, wenn keine der Einbauelementoberflächen
über die Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorsteht.
[0017] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass in der Oberfläche der Kabinenverkleidung eine Aussparung
für das versenkte Einbauelement vorgesehen ist und zwischen einem Rand der Aussparung
und einem Rand des Einbauelements ein Spaltmaß von maximal etwa 10 mm, vorzugsweise
maximal etwa 5 mm, vorzugsweise kein Spaltmaß vorhanden ist.
[0018] Dadurch werden auch an den Übergängen von der Oberfläche der Kabinenverkleidung zu
dem versenkten Einbauelement Schmutznester vermieden bzw. reduziert. Ferner wird durch
geringere Spaltmaße eine für Reinigungszwecke weitgehend durchgängige Oberfläche erzeugt.
[0019] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass eine von der Oberfläche der Kabinenverkleidung zurückspringende
Kante des versenkten Einbauelements abgerundet oder abgefast ist.
[0020] Sollten an dem versenkten Einbauelement selbst, beispielsweise aufgrund von Durchgangsöffnungen,
Kanten vorhanden sein, so ist es vorteilhaft, wenn diese abgerundet oder angefast
sind, da sich auf diesen dadurch weniger Schmutz ansammelt und im Hinblick auf eine
gefahrlose einfache Reinigung nur weich übergehende Kanten vorhanden sind. So kann
beispielsweise eine Kante einen Minimalradius von etwa 1,5 mm haben.
[0021] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das versenkte Einbauelement eine Verriegelungseinrichtung
mit einem Betätigungsmittel umfasst, das weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als
5 mm, vorzugsweise überhaupt nicht über die Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorsteht.
[0022] Eine Verriegelungseinrichtung mit einem Betätigungsmittel ist insbesondere bei Einbauelementen
vorteilhaft die häufig gewartet werden müssen oder austauschbar sein müssen. Eine
derartige Verriegelungseinrichtung kann beispielsweise eine Schraube mit einem abgerundeten
Schraubenkopf, z.B. eine Flachrundschraube mit Vierkant- oder Sechskantansatz, umfassen,
die einen Schwenkriegel dreht, der hinter der Oberfläche der Kabinenverkleidung beispielsweise
an einem umgekanteten Rahmenblechabschnitt eingreift.
[0023] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das versenkte Einbauelement ein Filterelement ist.
[0024] Dies kann insbesondere ein Deckenfilter oder Kassettenfilter sein. Zudem kann das
Filterelement eine auswechselbare Filtereinlage umfassen.
[0025] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das versenkte Einbauelement ein Beleuchtungselement
ist.
[0026] Ein solches Beleuchtungselement kann einen Scheibeneinsatz aufweisen, der von einem
Rahmen eingefasst ist. Der Rahmen und gegebenenfalls der Scheibeneinsatz können dabei
mit der Oberfläche der Kabinenverkleidung entsprechend der erfindungsgemäßen Kriterien
fluchten.
[0027] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das versenkte Einbauelement eine Öffnungsluke ist.
[0028] Eine solche Öffnungsluke kann beispielsweise eine Türe, eine Wartungsklappe oder
dgl. sein. Dabei können verdeckte Scharniere zum Einsatz kommen, die nicht über die
Oberfläche der Kabinenverkleidung hervorstehen.
[0029] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das versenkte Einbauelement ein versenktes Einbaurahmenmodul
ist, das seinerseits versenkte Einbaufunktionselemente aufnimmt.
[0030] Auf diese Weise können in der Kabinenverkleidung Aussparungen mit universellen Abmessungen
vorgesehen werden, in welche unterschiedliche Einbaurahmenmodule gleicher Außenabmessungen
eingesetzt werden können, die ihrerseits unterschiedlich große Einbaufunktionselemente
aufnehmen können. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn für die Aufnahme der Einbaufunktionselemente
in dem Einbaurahmenmodul hinsichtlich der Oberflächen, Befestigungsmittel und/oder
Spaltmaße dieselben Anforderungen erfüllt werden wie bei der direkten Aufnahme eines
versenkten Einbauelements in der Kabinenverkleidung.
[0031] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Kabinenverkleidung eine Innenverkleidung ist.
[0032] Insbesondere im Innenraum der Anlagenkabine ist eine häufige Reinigung notwendig,
um Verschmutzungen der Werkstücke zu vermeiden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0033] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In diesen zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine Lackierkabine als Anlagenkabine einer Oberflächenbehandlungsanlage;
- Figur 2
- einen Querschnitt durch einen Trocknertunnel als Anlagenkabine der Oberflächenbehandlungsanlage;
- Figur 3
- einen perspektivischen Ausschnitt des Trocknertunnels mit erfindungsgemäß versenkten
Einbauelementen;
- Figur 4
- eine Ausschnittvergrößerung aus Fig. 3, welche die Einbauelemente deutlicher erkennen
lässt;
- Figur 5
- eine Ausschnittvergrößerung gemäß Fig. 4 einer Anlagenkabine mit Einbauelementen nach
einem anderen Ausführungsbeispiel;
- Figur 6
- eine Ausschnittvergrößerung gemäß Fig. 4 einer Anlagenkabine mit Einbauelementen nach
einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 7
- einen Schnitt durch einen Kabinenverkleidung der Anlagenkabine mit einem versenkten
Einbauelement;
- Figur 8
- einen Schnitt durch einen Kabinenverkleidung der Anlagenkabine mit einem ausklappbaren,
versenkten Einbauelement im geschlossenen Betriebszustand;
- Figur 9
- einen Schnitt durch einen Kabinenverkleidung der Anlagenkabine mit den ausklappbaren,
versenkten Einbauelement aus Fig. 8 im ausgeklappten Wartungszustand;
- Figur 10
- einen perspektivischen Ausschnitt einer Anlagenkabine mit versenkten Einbauelementen
in Einbaurahmenmodulen.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0034] Soweit möglich werden in der nachfolgenden Beschreibung für identische oder in ihrer
Funktion ähnliche Merkmale verschiedener Ausführungsbeispiele dieselben Bezugszeichen
verwendet.
[0035] In Figur 1 ist eine Lackierkabine 12 als Anlagenkabine einer nicht in ihrer Gesamtheit
gezeigten Produktionsanlage 10 gezeigt.
[0036] Die Lackierkabine 12 weist eine Kabinenverkleidung 14 auf, die hier zwei Seitenwände
16 und 18 sowie einen Luftkanal 20 mit einer Filterdecke 22 hat, welche einen Innenraum
24 als Behandlungsraum der Lackierkabine 12 umschließen.
[0037] Im Innenraum 24 der Lackierkabine 12 sind zwei Lackierroboter 26 angeordnet, mit
welchen Fahrzeugkarosserien 28 als Werkstücke lackiert werden können.
[0038] Um das sogenannte Overspray, d.h. den überschüssigen, nicht auf den zu lackierenden
Werkstücken anhaftenden Teil des Lackes aus dem Innenraum 24 im unteren Bereich zu
entfernen, sind in der Filterdecke 22 Durchgangsöffnungen zum Luftkanal 20 zur Zuführung
von konditionierter Frischluft vorgesehen, welche mit Filterelementen 30 als Einbauelemente
31 der Kabinenverkleidung 14 versehen sind.
[0039] Figur 2 zeigt als andere beispielhafte Anlagenkabine der Produktionsanlage 10 einen
Trocknertunnel 32, durch dessen Innenraum 24 die Fahrzeugkarosserien 28 typischerweise
nach der Lackierung oder der Reinigung geführt werden.
[0040] Auch der Trocknertunnel 32 weist eine Kabinenverkleidung 14 auf, wobei hier die Verkleidung
den Innenraum 24 einerseits nach oben zu dem Luftkanal 20 sowie andererseits durch
die beiden Seitenwände 16 und 18 zu zwei Seitenkanälen 34 und 36 abgegrenzt. Die Seitenwände
16 und 18 der Kabinenverkleidung 14 weisen in diesem Fall ebenfalls Durchgangsöffnungen
auf, sodass bei dem Trocknertunnel 32 einerseits zum Luftkanal 20 mit Filterelementen
30 versehene Durchgangsöffnungen vorgesehen sind und andererseits in den Seitenwänden
16 und 18 zu den beiden Seitenkanälen 34 und 36 entsprechende Öffnungen mit Filterelementen
30 angeordnet sind.
[0041] Wie aus Figur 3 zu erkennen ist, sind auf einer Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung
14 häufig eine Vielzahl von Öffnungen für verschiedene Einbauelemente 31 vorgesehen.
[0042] Figur 4 zeigt daher mehrere Filterelemente 30 aber auch einen Heizstrahler 40 sowie
ein Beleuchtungselement 42 als beispielhafte in der Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung
14 versenkte Einbauelemente 31.
[0043] Wie an einem aufgeklappten Filterelement 30 in Figur 4 zu erkennen ist, weisen die
versenkten Einbauelemente 31 einen Rahmen 44 auf, der mit Befestigungsmitteln, die
von der Innenoberfläche 38 gesehen hinter der Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung
14 angeordnet sind, derart zusammenarbeitet, dass der Rahmen 44 mit der Innenoberfläche
38 fluchtet bzw. dass dieser weniger als etwa 10 mm bzw. 5 mm aus der Ebene der Innenoberfläche
38 hervorsteht.
[0044] Bei dem in Figur 4 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die versenkten Einbauelemente
31 als Klappelement ausgestaltet. Dazu hat der Rahmen 44 hier an seiner unteren Kante
ein rückseitiges Scharnier 46 und nimmt an seiner oberen Kante zwei Befestigungsschrauben
48 auf, die mit Befestigungslaschen 50 zusammenarbeiten. Die Befestigungslaschen 50
sind dabei von der Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung 14 soweit zurückgesetzt,
dass die Oberfläche des Rahmens 44 mit der Innenoberfläche 38 im eingeklappten Zustand
des Klapp-Einbauelements 31, wenn der Rahmen 44 an den Befestigungslaschen 50 anliegt,
fluchtet.
[0045] Die Befestigungsschrauben 48 können dabei als Senkkopfschrauben ausgebildet sein,
sodass entsprechende Senkbohrungen am Rahmen 44 vorgesehen werden müssen. Dadurch
sind sämtliche Befestigungsmittel dazu eingerichtet, dass sie nicht über die Innenoberfläche
38 der Kabinenverkleidung 14 hervorstehen. Sie können aber auch als Flachkopfschrauben
ausgebildet sein, die weniger als etwa 10 mm bzw. weniger als 5 mm von der Innenoberfläche
38 hervorstehen und vorzugsweise abgerundet sind.
[0046] Zu Wartungszwecken bzw. zum Auswechseln einer in dem Filterelement 30 enthaltenen
Filtermaterialmatte kann somit das Klapp-Einbauelement 31 nach unten geklappt werden,
wobei eine Sicherungskette 52 den Aufklappwinkel hier auf etwa 90° beschränkt.
[0047] In Figur 5 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem die versenkten Einbauelemente
31 nicht klappbar ausgeführt sind sondern stattdessen der Rahmen 44 mit vier Befestigungsschrauben
48, die mit entsprechenden Befestigungslaschen zusammenarbeiten und dadurch fest aber
mit Hilfe von Werkzeug lösbar befestigt sind.
[0048] In Figur 6 sind versenkte Einbauelemente 31 mit einem Rahmen 44 gezeigt, an welchem
seitlich ausragende Laschen 54 angeformt sind. In diesen Laschen 54 sind dann Befestigungsschrauben
vorgesehen, die wiederum mit auf der Rückseite der Kabinenverkleidung 14 vorgesehenen
Befestigungslaschen 48 zusammenarbeiten. An der Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung
14 sind ferner entsprechend komplementäre Aussparungen um die eigentliche Durchgangsöffnung
zur eben fluchtenden Aufnahme der Laschen 54 vorgesehen.
[0049] Wie aus den Figuren 7 bis 9 zu erkennen ist, können die Rahmen 44 der Einbauelemente
31 auch nach hinten umgekantete oder umgebogene Seitenränder 56 aufweisen, die mit
entsprechenden Seiteneinfassungen 58 an den Öffnungen der Kabinenverkleidung 14 zusammenarbeiten.
[0050] Dabei erkennt man auch, dass zwischen den versenkten Einbauelementen 31 und der umgebenden
Öffnung in der Innenoberfläche 38 der Kabinenverkleidung 14 aufgrund von Fertigungstoleranzen
ein Spalt 60 vorgesehen. Dieser sollte zur Vermeidung von Schmutznestern ebenfalls
kleiner als etwa 10 mm vorzugsweise kleiner etwa 5 mm, insbesondere kleiner etwa 2
mm sein.
[0051] Die Figuren 8 und 9 zeigen eine Variante eines ausklappbaren Einbauelements 31 ähnlich
zu dem in Figur 4 gezeigten Einbauelement 31. Dabei trägt der Rahmen 44 des Einbauelements
31 zur Verriegelung anstatt Befestigungsschrauben 48 einen Schwenkriegel 62, der in
eine Verriegelungsöffnung 64 in der Seiteneinfassung 58 eingreift und von vorne mit
einer Flachkopfschraube 66 mit Innensechskant- oder Innenvierkantansatz ähnlich wie
bei einer Kamintürenverriegelung bewegt werden kann.
[0052] In Figur 10 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem in der Kabinenverkleidung
14 jeweils eine Universalöffnung 70 mit vorgegebenen universellen Abmessungen angeordnet
ist. D.h. insbesondere, dass die Universalöffnung unabhängig von den für ein spezifisches
Einbauelement 31 notwendigen Abmessungen über mehrere Öffnungen hinweg identische
Abmessungen aufweist.
[0053] In eine solche Universalöffnung70 ist als Einbauelement ein Einbaurahmenmodul 72
eingesetzt, welches seinerseits die eigentlichen funktionsspezifischen Einbauelemente
31 aufnimmt. In diesem Fall ist dies beispielhaft eine Zugangstüre 74 mit verdeckten
Scharnieren als Befestigungsmittel oder eine Anordnung von sechs Filterelementen 30.
1. Produktionsanlage (10) zur Behandlung von Werkstücken (28), insbesondere von Fahrzeugkarosserien
oder Teilen davon, mit
a) einer Anlagenkabine (12, 32), die eine Kabinenverkleidung (14) mit einer Oberfläche
(38) aufweist,
b) wobei an der Kabinenverkleidung (14) mindestens ein Einbauelement (31) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) das Einbauelement (31) ein versenktes Einbauelement (31) ist, das in der Kabinenverkleidung
(14) derart versenkt ist, dass jedes Befestigungsmittel (46, 48, 50, 54, 62, 64, 66),
das für das Einbauelement (31) vorgesehen ist, weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger
als 5 mm, vorzugsweise überhaupt nicht über die umgebende Oberfläche (38) der Kabinenverkleidung
(14) hervorsteht.
2. Produktionsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einbauelementoberfläche des versenkten Einbauelements (31) weniger als 10 mm,
vorzugsweise weniger als 5 mm, vorzugsweise überhaupt nicht über die Oberfläche (38)
der Kabinenverkleidung (14) hervorsteht.
3. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Oberfläche (38) der Kabinenverkleidung (14) eine Aussparung für das versenkte
Einbauelement (31) vorgesehen ist und zwischen einem Rand (58) der Aussparung und
einem Rand (56) des Einbauelements (31) ein Spaltmaß (60) von maximal etwa 10 mm,
vorzugsweise maximal etwa 5 mm, vorzugsweise kein Spaltmaß (60) vorhanden ist.
4. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der Oberfläche (38) der Kabinenverkleidung (14) zurückspringende Kante des
versenkten Einbauelements (31) abgerundet oder angefast ist.
5. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Einbauelement (31) eine Verriegelungseinrichtung (62, 64) mit einem
Betätigungsmittel (66) umfasst, das weniger als 10 mm, vorzugsweise weniger als 5
mm, vorzugsweise überhaupt nicht über die Oberfläche (38) der Kabinenverkleidung (14)
hervorsteht.
6. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Einbauelement (31) ein Filterelement (30) ist.
7. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Einbauelement (31) ein Beleuchtungselement (42) ist.
8. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Einbauelement (31) eine Öffnungsluke (74) ist.
9. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das versenkte Einbauelement (31) ein versenktes Einbaurahmenmodul (72) ist, das seinerseits
versenkte Einbaufunktionselemente (31) aufnimmt.
10. Produktionsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabinenverkleidung (14) eine Innenverkleidung ist.