[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schrumpfvorrichtung und ein Verfahren zum
Ansaugen von Luft aus einem Innenraum einer Schrumpfvorrichtung gemäß den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche 1 bzw. 12.
[0002] Bei der Verpackung von Artikeln, insbesondere von Getränkebehältern, Flaschen etc.
zu Gebinden, werden die Artikel in gewünschter Weise zusammengestellt und mit einer
Schrumpffolie umhüllt. Die Schrumpffolie wird durch Zufuhr von Schrumpfmittel, beispielsweise
von Heißluft, in einem Schrumpftunnel um die Artikel herum aufgeschrumpft. Aus dem
Stand der Technik sind Luftbeaufschlagungen mittels Düsenrohren, Düsenkanälen und
Schachtwänden bekannt.
[0003] Häufig werden die Gebinde, abhängig von ihrer jeweiligen Größe, im Schrumpftunnel
in mehreren parallel geführten Bahnen verarbeitet. Um alle Gebinde von allen Seiten
mit warmer Luft beaufschlagen zu können, müssen auch Mittel zum Einbringen der warmen
Luft vorgesehen sein, welche das Schrumpfmittel zwischen den parallel geführten Artikeln
eindüsen. Beispielsweise werden für die mehrbahnige Verarbeitung Schrumpftunnel mit
mindestens einer so genannten mittleren Schachtwand verwendet. Bei den Schachtwänden
handelt es sich um seitliche Bedüsungsvorrichtungen in Form von belochten Hohlkörpern.
Eine innere Schachtwand weist Schrumpfmittelaustrittsöffnungen an beiden parallel
zur Transportrichtung angeordneten Seitenwandflächen auf, so dass Heißluft nach beiden
Seiten in das Innere des Schrumpftunnels einströmt und somit für die seitliche Beaufschlagung
der Artikel mit heißem Schrumpfmittel sorgt. Eine äußere Schachtwand weist Schrumpfmittelaustrittsöffnungen
nur an der dem Innenraum des Schrumpftunnels zugewandten Seitenwandfläche auf, so
dass Heißluft über diese in das Innere des Schrumpftunnels einströmt und somit für
die seitliche Beaufschlagung der Artikel mit heißem Schrumpfmittel sorgt. Die bekannten
Schachtwände sind Wände mit einem inneren Hohlraum, in den die Schrumpfmittel, beispielsweise
Heißluft, eingeblasen wird. Hierzu weisen die Schachtwände jeweils mindestens eine,
vorzugsweise im oberen Bereich angeordnete Lufteintrittsöffnung auf, durch die das
Schrumpfmittel von oben her in die Schachtwand eingeblasen wird und dann durch die
Schrumpfmittelaustrittsöffnungen in das Innere des Schrumpftunnels strömt.
[0004] Das Schrumpfmittel wird beispielsweise durch einen Heißgas- oder Schrumpfgaserhitzer
bereitgestellt, der eine elektrische oder vermittels eines Brennstoffs betriebene
Heizeinrichtung umfasst. Das heiße Schrumpfmittel, insbesondere Heißgas, wird in die
Schachtwände eingeleitet und über deren Ausströmfläche in den Innenraum der Schrumpfvorrichtung
und somit auf die mit Schrumpffolie umhüllten Artikel aufgebracht. Der Heizeinrichtung
muss fortlaufend Luft zugeführt werden, zum einen zum Verbrennen der Brennstoffe und/oder
zur Erwärmung als Schrumpfmittel. Diese Luft wird zumindest teilweise aus dem Innenraum
der Schrumpfvorrichtung entnommen, beispielsweise indem eine Ansaugvorrichtung die
Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung ansaugt.
[0006] Das Dokument
US 3526752 beschreibt einen Schrumpftunnel mit einem Gebläse. Die Luft wird durch das Gebläse
über Heizstäbe geleitet, in äußeren Schachtwänden nach unten geleitet und über untere
Öffnungen in den Innenraum des Schrumpftunnels eingeblasen. Zwischen den äußeren Schachtwänden
und dem Innenraum sind innere Schachtwände angeordnet, die Öffnungen zum Innenraum
hin aufweisen. Über diese Öffnungen wird Luft aus dem Innenraum abgezogen und dabei
insbesondere durch das Gebläse angesaugt. Eine solche Anordnung ist nur für den einbahnigen
Artikeltransport geeignet.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verbesserte Schrumpfvorrichtung mit
Schachtwänden bereitzustellen, die eine optimierte Ansaugung von Luft aus dem Innenraum
der Schrumpfvorrichtung erlaubt und insbesondere auch für Schrumpfvorrichtungen mit
einbahnigem und/oder mehrbahnigem Transport geeignet ist.
[0008] Die obige Aufgabe wird durch eine Schrumpfvorrichtung und ein Verfahren zum Ansaugen
von Luft aus einem Innenraum einer Schrumpfvorrichtung gelöst, die die Merkmale in
den unabhängigen Patentansprüchen umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden
durch die Unteransprüche beschrieben.
[0009] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schrumpfvorrichtung zum Heißschrumpfen von Schrumpffolie
um Artikel oder Artikelzusammenstellungen. Die Schrumpfvorrichtung umfasst mindestens
einen Innenraum mit einer Transportstrecke für den Transport der mit Schrumpffolie
umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen. Weiterhin umfasst die Schrumpfvorrichtung
mindestens zwei äußere Schachtwände mit jeweils einer der Transportstrecke zugewandten
Ausströmfläche. Über die Ausströmfläche wird Schrumpfmittel, vorzugsweise in Form
von Heißluft o.ä., seitlich auf die innerhalb der Transportstrecke angeordneten und
mit Schrumpffolie umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen geleitet. Beispielsweise
umfasst die Ausströmfläche eine Mehrzahl von auf die mit Schrumpffolie umhüllten Artikel
oder Artikelzusammenstellungen gerichteten Düsen. Durch die Düsen wird das Schrumpfmittel
aus den Schachtwänden gerichtet flächig in Richtung der mit Schrumpffolie umhüllten
Artikel oder Artikelzusammenstellungen geleitet.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Artikel oder Artikelzusammenstellungen auf
einem Fördermittel, beispielsweise einem Endlosförderband, in einer Transportrichtung
durch die Schrumpfvorrichtung hindurch transportiert und dabei mit Schrumpfmittel
beaufschlagt werden.
[0011] Für den einbahnigen Transport von Artikeln oder Artikelzusammenstellungen umfasst
die Schrumpfvorrichtung beispielsweise zwei beidseitig zur Transportstrecke für die
Artikel oder Artikelzusammenstellungen angeordnete äußere Schachtwände, die jeweils
eine der Transportstrecke der Schrumpfvorrichtung zugewandte Ausströmfläche und eine
äußere geschlossene Seitenfläche aufweisen. Für den zweibahnigen oder mehrbahnigen
Transport von Artikeln oder Artikelzusammenstellungen umfasst die Schrumpfvorrichtung
beispielsweise zwei beidseitig zur Transportstrecke für die Artikel oder Artikelzusammenstellungen
angeordnete äußere Schachtwände und mindestens eine mittig auf der Transportstrecke,
parallel zu den äußeren Schachtwänden angeordnete innere Schachtwand. Die mindestens
eine innere Schachtwand weist zwei jeweils dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung zugewandte
Ausströmflächen auf und unterteilt das Fördermittel in zwei parallele Transportstrecken
bzw. Transportbahnen für die Artikel oder Artikelzusammenstellungen.
[0012] Weiterhin umfasst die Schrumpfvorrichtung mindestens eine Ansaugvorrichtung zum Ansaugen
von Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung. Die Ansaugvorrichtung weist mindestens
eine oberhalb der Transportstrecke und oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände
angeordnete Ansaugöffnung auf. Zugeordnet zu der Ansaugöffnung ist oberhalb der Transportstrecke
mindestens eine Ansaugblende angeordnet, die sich im Wesentlichen über eine Breite
quer zur Transportrichtung erstreckt, die größer ist als eine Breite der Ansaugöffnung.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Ansaugblende
in einem Bereich oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände und im Wesentlichen
über eine Breite zwischen den Ausströmflächen der beiden äußeren Schachtwände oder
darüber hinausgehend.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich die Ansaugblende im Wesentlichen
über eine Breite der mindestens einen Transportstrecke oder darüber hinausgehend.
Im Falle eines mehrbahnigen Transports erstreckt sich die Ansaugblende vorzugsweise
quer zur Transportrichtung über die Gesamtbreite aller durch innere Schachtwände unterteilter
Transportstrecken oder darüber hinausgehend.
[0014] Bei einem mehrbahnigen Transport erstreckt sich die Ansaugblende vorzugsweise oberhalb
der mindestens einen inneren Schachtwand ebenfalls im Wesentlichen über eine Breite
zwischen den beiden äußeren Schachtwänden oder darüber hinausgehend.
[0015] Aufgrund dieser Anordnung wird die Luft hauptsächlich aus einem Bereich zwischen
einem den Innenraum der Schrumpfvorrichtung begrenzenden Gehäuse und der von der Transportstrecke
abgewandten, insbesondere geschlossenen, Seitenfläche der äußeren Schachtwände angesaugt.
Insbesondere kann somit die Luft aus einem Bereich abgesaugt werden, in dem keine
mit Schrumpffolie umhüllten Artikel angeordnet sind. Somit besteht auch nicht die
Gefahr, dass die Schrumpffolie verblasen wird und nicht in der gewünschten Weise auf
die Artikel oder Artikelzusammenstellungen aufschrumpft.
[0016] Bei der Ansaugvorrichtung kann es sich beispielsweise um ein Gebläse o.ä. handeln.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird Luft durch das Gebläse aus dem Innenraum
der Schrumpfvorrichtung angesaugt, über Heizeinrichtungen geleitet und dabei erwärmt
und anschließend in die Schachtwände eingeleitet. Die Heißluft wird dann über die
Ausströmflächen der Schachtwände in den Innenraum der Schrumpfvorrichtung eingeleitet
und dabei vorzugsweise seitlich auf die Artikel oder Artikelzusammenstellungen aufgeblasen.
Beispielsweise findet hierbei ein sogenanntes Radialgebläse Anwendung. Dabei wird
die Luft aus dem Innenraum parallel bzw. axial zur Antriebsachse des Radialgebläses
angesaugt und durch die Rotation des Radiallaufrads um 90° umgelenkt, radial ausgeblasen
und dabei in die Schachtwände geleitet. Die der Ansaugöffnung vorgeordnete Ansaugblende
lenkt den Ansaugsog um, da die Luft um die Ansaugblende herum strömen muss. Dieses
zumindest teilweise Umleiten der angesaugten Luft durch eine zumindest teilweise Abdeckung
bzw. Abblendung der Ansaugöffnung reduziert oder verhindert ein starkes Ansaugen bzw.
Verblasen der um die Artikel oder Artikelzusammenstellungen herumgeschlagenen Schrumpffolie
und führt zu einem verbesserten Schrumpfergebnis im Vergleich zu Schrumpfvorrichtungen
ohne einer solchen Ansaugblende.
[0017] Die Ansaugblende ist in einer Höhe oberhalb der Transportstrecke und oberhalb der
mindestens zwei äußeren Schachtwände angeordnet, die derart gewählt ist, dass sich
die Ansaugblende oberhalb der auf der Transportstrecke befindlichen und zu transportierenden
Artikel oder Artikelzusammenstellungen befindet. Beispielsweise ist vorgesehen, dass
die Ansaugöffnung der Ansaugvorrichtung oberhalb der mindestens einen Schachtwand
angeordnet ist und dass die Ansaugblende zwischen der Schachtwand und der Ansaugöffnung
angeordnet ist.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ansaugblende eine
Grundfläche aufweist, die in einer Ebene parallel zur und oberhalb der Transportstrecke
und oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände angeordnet ist.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Ansaugblende U-profilförmig ausgebildet,
wobei das U- Profil derart innerhalb der Schrumpfvorrichtung angeordnet ist, dass
die Seiten in Transportrichtung und entgegen der Transportrichtung geschlossen ausgebildet
sind und dass die Seiten parallel zur Transportrichtung offen ausgebildet sind. Diese
Form der Ansaugblende unterstützt besonders das Ansaugen von Luft aus dem oben beschriebenen
Zwischenraum zwischen einer äußeren Schachtwand und dem Gehäuse der Schrumpfvorrichtung.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform weist die Ansaugblende eine Mehrzahl von Perforationen
auf. Besonders bevorzugt sind die Perforationen als Durchbrüche der Grundfläche ausgebildet.
Die Perforationen können beispielsweise in die Grundfläche eingestanzt, gelasert oder
eingeprägt sein. Vorzugsweise ist die Grundfläche der Ansaugblende derart beabstandet
zur Ansaugöffnung angeordnet und/oder ausgebildet, dass zwischen der Grundfläche und
der Ansaugöffnung seitliche Öffnungen ausgebildet sind, über die Luft aus dem Innenraum
in Richtung der Ansaugöffnung strömen kann. Insbesondere sind diese Öffnungen parallel
zur Transportrichtung und benachbart zu den äußeren Schachtwänden angeordnet. Die
durch die Ansaugöffnung angesaugte Luft durchströmt zumindest teilweise die Perforationen
der Ansaugblende und teilweise die seitlichen Öffnungen, um über die Ansaugöffnung
in die Ansaugvorrichtung einzutreten.
[0021] Die Ausbildung und Anordnung der Perforationen innerhalb der Grundfläche der Ansaugblende
kann unterschiedlich gestaltet werden, beispielsweise können die Perforationen einen
runden, ovalen, quadratischen, eckigen, länglichen o.ä. Querschnitt und/oder eine
runde, ovale, quadratische, eckige, längliche o.ä. Draufsicht aufweisen. Auch die
Anordnung der Perforationen kann regelmäßig oder unregelmäßig ausgebildet sein. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass Perforationen in einem mittleren Bereich und in den seitlichen
Randbereichen parallel zur Transportrichtung ausgebildet sind, während in den Bereichen,
in denen die Schrumpffolie vor dem endgültigen Aufschrumpfen auf die Artikel oder
Artikelzusammenstellungen von diesen noch teilweise absteht, keine Perforationen vorgesehen
sind, so dass in diesen Bereichen keine Luft nach oben abgesaugt wird und somit die
abstehende Schrumpffolie nicht verblasen werden kann.
[0022] Besonders bevorzugt ist die Ansaugblende größer als die abzudeckende Ansaugöffnung
der Ansaugvorrichtung. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung deckt die Ansaugblende
in einer Ebene parallel zur Ansaugöffnung eine Fläche ab, die größer ist als die Ansaugöffnung.
Insbesondere ist die Grundfläche der Ansaugblende größer als die Ansaugöffnung. Gemäß
einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich die Ansaugblende im Wesentlichen
über eine Tiefe erstreckt, die größer ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung, insbesondere
eine Tiefe der Ansaugöffnung parallel zu der Transportrichtung der mit Schrumpffolie
umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen durch die Schrumpfvorrichtung.
[0023] Die Ansaugblende ist beabstandet zu der Ansaugöffnung angeordnet, insbesondere in
einem vertikalen Abstand. Die Ansaugblende verhindert zumindest teilweise ein direktes
Ansaugen der Luft über die Ansaugöffnung in einer im Wesentlichen vertikal zur Transportstrecke
gerichteten Ansaugrichtung. Bei einer Ansaugblende mit Perforationen wird ein Teil
der Luft durch die Perforationen der Ansaugblende angesaugt, ein weiterer Teil der
Luft wird um die Außenkanten der Grundfläche der Ansaugblende herum geleitet und über
die durch die Beabstandung gebildeten seitlichen Öffnungen zwischen der Ansaugöffnung
und der Ansaugblende angesaugt.
[0024] Die Perforationen können in regelmäßiger Anordnung oder in unregelmäßiger Anordnung
innerhalb der Grundfläche ausgebildet sein. Für die mehrbahnige Produktion kann eine
Ansaugblende mit Perforationen vorteilhaft verwendet werden, indem vermittels einer
Ansaugblende mit geeigneter Anzahl und Anordnung der Perforationen die Menge der aus
den jeweiligen Transportbahnen bzw. Transportstrecken angesaugten Luft angeglichen
werden kann, so dass der Ansaugdruck in allen Transportbahnen bzw. Transportstrecken
vorzugsweise gleich ist.
[0025] Die mit den Perforationen ausgebildete Grundfläche bildet eine sogenannte Ansaugfläche
der Ansaugblende. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Größe der Ansaugfläche über geeignete Mittel verstellbar ist. Beispielsweise
können seitlich verschiebbare Schubbleche vorgesehen sein, vermittels derer die Perforationen
teilweise abgedeckt werden können, wodurch die Ansaugfläche entsprechend verkleinert
werden kann. Weiterhin sind Klappen denkbar, die in einer geschlossenen Position einen
Teil der Perforationen abdecken und somit verschließen und in einer offenen Position
den entsprechenden Teil der Perforationen nicht verschließen. Auch Zwischenstellungen
der Klappen bewirken einen jeweils entsprechend veränderten Ansaugsog der Luft aus
dem Innenraum durch die Perforationen hindurch. Weitere dem Fachmann bekannte Mittel
zum Einstellen der Größe einer Ansaugfläche sollen ebenfalls mit von der Erfindung
umfasst sein.
[0026] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die seitlichen zwischen Ansaugöffnung und Grundfläche
der Ansaugblende ausgebildeten Öffnungen durch Schieber oder Klappen oder ähnliches
in ihrer Größe einstellbar sind, so dass eine Regelung der Ansaugstärke in diesen
Bereichen möglich ist. Kann über die seitlichen Öffnungen mehr Luft aus dem Zwischenraum
zwischen geschlossener Seitenfläche der äußeren Schachtwand und Gehäuse der Schrumpfvorrichtung
angesaugt werden, dann erfolgt nur eine reduzierte Ansaugung über die Perforationen
der Grundfläche.
[0027] Die Ansaugblende kann erste Befestigungseinrichtungen umfassen und die Schrumpfvorrichtung
kann zweite Befestigungseinrichtungen umfassen. Zudem kann beispielsweise die Ansaugvorrichtung
der Schrumpfvorrichtung solche zweite Befestigungseinrichtungen umfassen. Die Ansaugblende
kann über eine Wirkverbindung der ersten und zweiten Befestigungseinrichtungen der
Ansaugöffnung zugeordnet und vorzugsweise lösbar innerhalb der Schrumpfvorrichtung
angeordnet und/oder befestigt werden. Beispielsweise umfasst die Ansaugblende mindestens
einen ersten Flansch und die Schrumpfvorrichtung mindestens einen zweiten Flansch,
so dass über die Herstellung einer Flanschverbindung zwischen dem ersten und dem zweiten
Flansch die Ansaugblende innerhalb der Schrumpfvorrichtung positioniert und befestigt
werden kann. Die Ansaugblende kann beispielsweise vermittels einer Schraubverbindung,
eines Hebelsystems, einer Steckverbindung oder einer Rastverbindung innerhalb der
Schrumpfvorrichtung angeordnet und lösbar befestigt werden. Es sind aber auch unlösbare
Verbindungen möglich, beispielsweise durch Verschweißen etc.
[0028] Besonders bevorzugt ist ein Schnellwechselsystem zum Anordnen der Ansaugblende innerhalb
der Schrumpfvorrichtung vorgesehen. Beispielsweise kann die Ansaugblende mindestens
ein Profil aufweisen, das in einer oder über eine Schiene der Schrumpfvorrichtung
geführt werden kann, so dass die Ansaugblende einfach auf die Schiene ein- oder aufgeschoben
und innerhalb der Schrumpfvorrichtung entsprechend angeordnet und positioniert werden
kann. Sofern notwendig, kann die Ansaugblende über weitere geeignete Befestigungsmittel
in ihrer jeweiligen Position ortsfest fixiert werden. Je nach Ausführungsform der
Ansaugblende sind die Schienen parallel oder orthogonal zur Transportrichtung ausgerichtet
und vorzugsweise oberhalb der Schachtwände und unterhalb der Ansaugöffnung angeordnet.
[0029] Die Form der Grundfläche der Ansaugblende kann ebenfalls variabel gestaltet sein,
beispielsweise rund, mehreckig etc., oder aber auch eine unregelmäßige Form aufweisen.
Zudem kann die Grundfläche plan ausgebildet sein, so dass die Grundfläche nach Anordnung
der Ansaugblende innerhalb der Schrumpfvorrichtung vorzugsweise in einer Ebene parallel
zur Transportstrecke angeordnet ist. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Grundfläche
gebogen ausgebildet ist und nach Anordnung der Ansaugblende innerhalb der Schrumpfvorrichtung
eine konkave oder eine konvexe Krümmung zur Transportstrecke zeigt. Weiterhin sind
Ausführungsformen denkbar, bei denen die Grundfläche gekantet ausgebildet ist und
beispielsweise aus mindestens zwei Teilflächen besteht, die in einem Winkel ungleich
180° zueinander angeordnet sind. Beispielsweise können die beiden Teilflächen derart
zueinander angeordnet sein, dass die Spitze eines zwischen den beiden Teilflächen
ausgebildeten Winkels <180° nach Anordnung der Ansaugblende innerhalb der Schrumpfvorrichtung
in Richtung der Transportstrecke weist oder aber dass die Spitze des Winkels <180°
in Richtung der Ansaugöffnung weist.
[0030] Die vorbeschriebene Ansaugblende mit oder ohne Perforierungen der Grundfläche kann
vorteilhaft über die gesamte Maschinenbreite der Schrumpfvorrichtung eingesetzt werden.
Die Auswahl der Form und/oder der Ansaugblende bzw. der Perforierungen der Ansaugblende,
insbesondere der Form und/oder Größe und/oder Anordnung und/oder Beabstandung der
Perforierungen kann vorteilhaft an das jeweilig zu bearbeitende Produkt und/oder die
jeweiligen Produktionsbedingungen angepasst werden. Zudem kann eine Anpassung des
Arbeitsbereiches vorgesehen sein, insbesondere eine Anpassung der Ansaugfläche der
Ansaugblende, was insbesondere bei einer Umstellung von einer einbahnigen Produktion
auf eine mehrbahnige Produktion von Vorteil sein kann. Die Ansaugblenden können vorzugsweise
als auswechselbare Formatteile ausgebildet sein; insbesondere kann ein modulares Baukastenprinzip
vorgesehen sein, das mehrere unterschiedlich ausgebildete Ansaugblenden vorsieht.
Diese Ansaugblenden können vorzugsweise mittels eines Schnellwechselsystems der Ansaugöffnung
der Ansaugvorrichtung zugeordnet sein und können somit je nach Bedarf innerhalb der
Schrumpfvorrichtung angeordnet und befestigt werden.
[0031] Da die Ansaugblende seitlich, vorzugsweise allseitig, über die Ansaugöffnung der
Ansaugvorrichtung hinaus ragt wird ein Verblasen von seitlich überstehender Schrumpffolie
verhindert und somit das Schrumpfergebnis verbessert. Dies gilt für Ansaugblenden
ohne Perforierungen der Grundfläche und auch für solche mit Perforierungen, gegebenenfalls
in Kombination mit einer Einstellbarkeit der Größe der Ansaugfläche.
[0032] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Ansaugen von Luft aus einem Innenraum
einer Schrumpfvorrichtung mit einer Transportstrecke für den Transport von mit Schrumpffolie
umhüllten Artikeln oder Artikelzusammenstellungen in einer Transportrichtung. Die
Schrumpfvorrichtung umfasst mindestens zwei äußere Schachtwände mit jeweils einer
der Transportstrecke zugewandten Ausströmfläche zum Heißschrumpfen der Schrumpffolie
um Artikel oder Artikelzusammenstellungen, wobei die Luft hauptsächlich aus einem
Bereich zwischen einem den Innenraum der Schrumpfvorrichtung begrenzenden Gehäuse
und einer von der Transportstrecke abgewandten Seitenfläche der äußeren Schachtwände
angesaugt wird.
[0033] Die nachfolgenden Ausführungen fassen nochmal einige Aspekte der zuvor bereits in
verschiedenen Ausführungsvarianten erläuterten erfindungsgemäßen Schrumpfvorrichtung
sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zusammen, konkretisieren einige Aspekte, sollen
jedoch nicht im Widerspruch zu den bereits gemachten Ausführungen gesehen werden.
Die folgenden Ausführungen sollen vielmehr in Zusammenschau mit den vorher gemachten
Ausführungen gesehen werden, bei Zweifeln ggf. als speziellere Ausführungsvarianten
oder Abwandlungen. Die erfindungsgemäße Schrumpfvorrichtung kann dabei wahlweise für
eine einbahnige oder eine mehrbahnige Verarbeitung von Artikeln oder Artikelzusammenstellungen
ausgelegt sein. Artikel können im vorliegenden Zusammenhang insbesondere Getränkebehälter,
Flaschen, Dosen o.ä. sein, die zunächst zu Artikelgruppen zusammengestellt werden.
Jede dieser Artikelgruppen wird in einer der Schrumpfvorrichtung vorgeordneten Folieneinschlagvorrichtung
mit einer Schrumpffolie umhüllt. Die jeweils mit Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppen
werden in einer definierten Transportrichtung auf einem Förderband dem Schrumpftunnel
der Schrumpfvorrichtung zugeführt. Innerhalb des Schrumpftunnels wird die mit Schrumpffolie
umhüllte Artikelgruppe mit einem gasförmigen Schrumpfmedium, insbesondere mit Heißluft
o.ä., beaufschlagt, wodurch die Schrumpffolie um die Artikel, beispielsweise Flaschen,
herum aufschrumpft und dadurch Verpackungseinheiten gebildet werden.
[0034] Das Schrumpfmittel oder Schrumpfmedium, insbesondere gebildet durch Heißluft, wird
beispielsweise erzeugt, indem aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung Luft durch
eine Ansaugvorrichtung, beispielsweise ein Radialgebläse, angesaugt, über Heizeinrichtungen
geleitet und dabei erwärmt wird. Als Heizeinrichtungen können elektrische Heizeinrichtungen,
elektrische Heizstäbe oder mit Brennstoff betriebene Heizeinrichtungen verwendet werden,
beispielsweise Gasbrenner, Porenbrenner oder dgl. Das derart erzeugte Schrumpfmittel
oder -medium wird in die Schachtwände eingeleitet und von dort aus auf die mit Schrumpffolie
umhüllte Artikelgruppe aufgedüst. Bei den Schachtwänden handelt es sich beispielsweise
um seitliche Bedüsungsvorrichtungen in Form von belochten bzw. gelochten Hohlkörpern.
[0035] Bei einer einbahnigen Verarbeitung umfasst die Schrumpfvorrichtung normalerweise
zwei sogenannte äußere Schachtwände. Die äußeren Schachtwände weisen jeweils eine
der Transportstrecke für die Artikelgruppen zugewandte Ausströmfläche und eine äußere
geschlossene Fläche auf. Die äußeren Schachtwände sind insbesondere parallel zur Transportrichtung
der mit Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppe seitlich zur Transportstrecke angeordnet
und sorgen somit für die seitliche Beaufschlagung der mit Schrumpffolie umhüllten
Artikelgruppe mit heißem Schrumpfmittel bzw. Heißluft. Weiterhin wird Schrumpfmittel
bzw. Heißluft durch die Förderfläche des Förderbands hindurch von unten auf die mit
Schrumpffolie umhüllte Artikelgruppe aufgedüst.
[0036] Beim Ansaugen von Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung besteht die Gefahr,
dass die um die Artikelgruppe gehüllte Schrumpffolie ebenfalls angesaugt und dabei
verblasen wird. Dies führt zu einem schlechteren Schrumpfergebnis, als dies ohne einen
solchen unerwünschten Effekt der Fall wäre. Aus diesem Grund wird in einem definierten
Abstand vor der Ansaugöffnung der Ansaugvorrichtung eine sogenannte Ansaugblende angeordnet.
Diese Ansaugblende ist derart dimensioniert, dass sie vorzugsweise allseitig über
die Ansaugöffnung hinaus reicht. Die angesaugt Luft wird somit seitlich über die durch
den definierten Abstand zwischen der Ansaugöffnung und der Ansaugblende gebildeten
Öffnungen eingesogen. Die Ansaugblende weist vorzugsweise eine definierte Breite quer
zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppe auf, die größer
ist als eine Breite der Ansaugöffnung quer zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie
umhüllten Artikelgruppe. Weiterhin weist die Ansaugblende vorzugsweise eine Tiefe
parallel zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppe auf,
die größer ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung. Zudem hat die Ansaugblende Perforationen,
über die ebenfalls Luft aus dem Innenraum angesaugt und über die Ansaugöffnung in
die Ansaugvorrichtung eingesaugt werden kann. Somit wird ein verteiltes, gleichmäßiges
und/oder homogenes Ansaugen von Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung bewirkt,
wodurch gute, reproduzierbare Schrumpfergebnisse erzielt werden.
[0037] Nachdem die mit Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppen den Schrumpftunnel der Schrumpfvorrichtung
durchlaufen haben, wobei die Verpackungseinheiten bzw. Gebinde gebildet werden, können
sie durch oberhalb des Förderbands angeordnete, dem Schrumpftunnel nachgeordnete Gebläse
mit kalter Luft abgekühlt werden.
[0038] Wahlweise können in der erfindungsgemäßen Schrumpfvorrichtung zwei parallele Transportstrecken
oder mehrere parallele Transportstrecken angeordnet sein. Für einen zweibahnigen Betrieb
sind innerhalb des Gehäuses der Schrumpfvorrichtung zwei beidseitig zur Transportstrecke
angeordnete äußere Schachtwände und eine mittig auf der Transportstrecke, parallel
zu den äußeren Schachtwänden angeordnete innere Schachtwand ausgebildet. Die innere
Schachtwand weist zwei jeweils den Transportstrecken für die Artikelgruppen zugewandte
Ausströmflächen auf, so dass Heißluft nach beiden Seiten in den Innenraum der Schrumpfvorrichtung
einströmt. Die äußeren Schachtwände weisen jeweils eine den Transportstrecken für
die Artikelgruppen zugewandte Ausströmfläche und eine dem Gehäuse zugewandte geschlossene
Seitenfläche auf.
[0039] Eine sich oberhalb der Schachtwände über eine Breite zwischen den beiden äußeren
Schachtwänden erstreckende Ansaugblende ist hierbei vorzugsweise ohne Perforationen
ausgebildet. Diese nicht perforierte Ansaugblende bewirkt, dass im Wesentlichen nur
Luft aus den jeweiligen Zwischenräumen zwischen den geschlossenen Seitenflächen der
äußeren Schachtwände und dem Gehäuse der Schrumpfvorrichtung angesaugt wird. Auch
für die mehrbahnige Produktion kann eine wie oben beschriebene Ansaugblende mit Perforationen
vorteilhaft sein, da über eine solche Ansaugblende mit geeigneter Anzahl und Anordnung
der Perforationen die Menge der aus den jeweiligen Transportbahnen angesaugten Luft
angeglichen werden kann, so dass der Ansaugdruck in allen Transportbahnen vorzugsweise
gleich ist.
[0040] Grundsätzlich sind für die Ansaugblenden unterschiedliche Ausführungsformen und die
unterschiedlichsten Grundformen denkbar und sinnvoll. So kann die Ansaugblende bspw.
eine Rechtseckfläche als Grundfläche aufweisen, wobei die Ansaugblende vorzugsweise
derart innerhalb einer Schrumpfvorrichtung angeordnet wird, dass die Rechteckfläche
parallel zu der durch das Förderband gebildeten Förderfläche für die mit Schrumpffolie
umhüllten Artikelgruppen angeordnet ist. Die Rechteckfläche ist zwischen zwei Seitenteilen
angeordnet. Die Seitenteile sind orthogonal zur Rechteckfläche ausgebildet und parallel
zueinander angeordnet und weisen zudem eine definierte Höhe auf, die mindestens oder
in etwa dem Abstand zwischen der Ansaugöffnung und der Ansaugblende entsprechen kann.
Die der Rechteckfläche gegenüberliegende freie Seite der Seitenteile kann jeweils
zur Befestigung an der Ansaugvorrichtung ausgebildet sein. Eine solche Ansaugblende
kann bspw. durch Umformen eines rechteckigen Blechs o.ä. hergestellt werden, wobei
die Seitenteile und die Befestigungselemente durch Biegen jeweils im 90°-Winkel zum
jeweils angrenzenden Bereich hergestellt werden. Die Befestigungselemente werden beispielsweise
in entsprechende Aufnahmen oder auf Schienen an der Ansaugvorrichtung eingeschoben.
Andere dem Fachmann bekannte Befestigungsmöglichkeiten, insbesondere vermittels separater
an den Seitenteilen angeordneter Befestigungsmittel o.ä., sollen von der Erfindung
ebenfalls umfasst sein.
[0041] Wahlweise kann die Ansaugblende auch eine achteckige oder sechseckige Grundform der
Grundfläche aufweisen. Ebenso kann die Ansaugblende eine rechteckige Grundform mit
einer von der Ansaugöffnung konvex wegweisend ausgebildeten Wölbung aufweisen und
ohne Perforationen ausgebildet sein, so dass die angesaugte Luft im Wesentlichen nur
aus dem Zwischenraum zwischen Gehäuse und äußerer Schachtwand angesaugt wird. Weiterhin
kann die Ansaugblende wahlweise zwei rechteckige Flächen aufweisen, die von der Ansaugöffnung
aus gesehen in einem Winkel kleiner als 180° zueinander ausgebildet sind. Auch kann
eine weitere Variante der Ansaugblende im innerhalb der Schrumpfvorrichtung montierten
Zustand eine Rechteckfläche parallel zu der durch das Förderband gebildeten Förderfläche
aufweisen, wobei die Seitenteile schräg zulaufend zur Rechteckfläche angeordnet sind.
[0042] Eine solche Ansaugblende kann zumindest im Bereich der Grundfläche Perforationen
aufweisen, über die ebenfalls Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung eingesaugt
wird. Die Perforationen werden beispielsweise durch Bohrungen oder Ausstanzungen gebildet.
Die Perforationen können regelmäßig innerhalb der jeweiligen Grundfläche ausgebildet
und angeordnet sein. Ebenso sind jedoch Ausführungsvarianten denkbar, in denen bereichsweise
eine unregelmäßige Anordnung von Perforationen ausgebildet ist und/oder bereichsweise
eine höhere Dichte an Perforationen ausgebildet ist.
[0043] Wahlweise können die Perforationen als runde Löcher ausgestaltet sein; diese Perforationen
können beispielsweise durch Bohren oder Stanzen in die Grundfläche der Ansaugblende
eingebracht werden. Die Perforationen können auch als quadratische Durchbrüche ausgestaltet
sein und können beispielsweise durch Ausstanzen in die Grundfläche der Ansaugblende
eingebracht werden. Ebenso denkbar sind Varianten, bei denen die Perforationen als
Langlöcher ausgebildet sein können, beispielsweise vermittels eines Langlochfräsers
oder vermittels eines geeigneten Stanzwerkzeugs oder durch Bohren und anschließendes
Ausfräsen des Zwischenbereichs etc. Die Perforationen können auch durch Bohrungen
gebildet sein, die mit einem Senkbohrer nachgearbeitet wurden, so dass die Bohrungen
in Richtung des Innenraums der Schrumpfvorrichtung einen größeren Durchmesser aufweisen
als in Richtung des Gebläses. Weitere Formen der Perforationen sind möglich, beispielsweise
rechteckige Durchbrüche, ovale Durchbrüche, schuppenförmige Durchbrüche usw. Die Größe
der Durchbrüche und/oder die Abstände zwischen den Durchbrüchen und/oder die Anordnung
der Durchbrüche kann zudem variabel gestaltet werden.
[0044] Bei einer Schrumpfvorrichtung, die für die zweibahnige Verarbeitung mit drei Schachtwänden
ausgestattet ist, kann sich die Ansaugblende quer zur Transportrichtung und quer zu
den parallel zur Transportrichtung ausgerichteten Schachtwänden oberhalb der Transportstrecke
für die zu verarbeitenden Produkte, insbesondere für die mit Schrumpffolie umhüllten
Artikelgruppen, erstrecken. Insbesondere erstreckt sich die Ansaugblende weitgehend
über die gesamte Breite der zweibahnigen Transportstrecke und weist eine Breite auf,
die deutlich breiter ist als die Breite der Ansaugöffnung der Ansaugvorrichtung. Zudem
weist die Ansaugblende vorzugsweise eine Tiefe parallel zur Transportrichtung auf,
die größer ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung. Die Höhe der Seitenteile definiert
den Abstand zwischen der Ansaugöffnung und der Grundfläche der Ansaugblende. Über
den sich ebenfalls quer zur Transportrichtung erstreckenden Befestigungsbereich ist
die Ansaugblende an der Ansaugvorrichtung oder benachbart zu der Ansaugvorrichtung
angeordnet. Weiterhin können Führungsschienen vorgesehen sein, auf welche die Befestigungselemente
aufgeschoben werden bzw. zwischen denen die Ansaugblende eingeschoben wird. Die Luft
aus dem Innenraum wird seitlich über die offenen Seiten der Ansaugblende im Bereich
zwischen der Grundfläche und der Ansaugöffnung eingesaugt. Insbesondere wird somit
im Wesentlichen nur Luft aus dem Zwischenraum zwischen dem Gehäuse der Schrumpfvorrichtung
und der geschlossenen Seitenfläche der äußeren Schachtwände angesaugt. Dies führt
zu einem gleichmäßigen und insbesondere reproduzierbaren Schrumpfergebnis, da kein
Verblasen der Schrumpffolie möglich ist.
[0045] Vorzugsweise kann ein Schnellwechselsystem vorgesehen sein, um die Ansaugblenden
an der Ansaugvorrichtung beispielsweise bei einem Produktwechsel schnell austauschen
zu können.
[0046] Bei einer Schrumpfvorrichtung, die für die einbahnige Verarbeitung mit zwei Schachtwänden
ausgestattet ist, kann sich die Ansaugblende ebenfalls quer zur Transportrichtung
und quer zu den parallel zur Transportrichtung ausgerichteten Schachtwänden oberhalb
der Transportstrecke für die zu verarbeitenden Produkte, insbesondere für die mit
Schrumpffolie umhüllten Artikelgruppen, erstrecken. Insbesondere erstreckt sich die
Ansaugblende hierbei weitgehend über die gesamte Breite der Transportstrecke und weist
eine Breite auf, die deutlich breiter ist als die Breite der Ansaugöffnung der Ansaugvorrichtung.
Zudem weist die Ansaugblende eine Tiefe parallel zur Transportrichtung auf, die größer
ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung. Über den Befestigungsbereich ist die Ansaugblende
an der Ansaugvorrichtung oder benachbart zu der Ansaugvorrichtung angeordnet. Hierbei
ist die Ansaugblende derart angeordnet, dass die Seitenteile und somit die Befestigungsbereiche
parallel zu den Schachtwänden der Schrumpfvorrichtung angeordnet sind. Die Luft aus
dem Innenraum wird über die offenen Seiten neben den Befestigungsbereichen der Ansaugblende
eingesaugt. Zudem wird Luft in Transportrichtung oder entgegen der Transportrichtung
eingesaugt. Zusätzlich wird weitere Luft über die Perforationen der Unterseite bzw.
Grundfläche der Ansaugblende angesaugt. Dadurch ergibt sich eine gleichmäßige Ansaugung
von Luft über die gesamte Grundfläche der Ansaugblende und nicht nur eine Ansaugung
im Bereich der Ansaugöffnung. Dies führt zu einem gleichmäßigen und insbesondere reproduzierbaren
Schrumpfergebnis.
[0047] Bei einer weiteren Ausführungsform der Ansaugblende kann wahlweise die Größe der
Ansaugfläche variabel eingestellt werden. Die Ansaugfläche stellt insbesondere die
Fläche dar, über die Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung in Richtung Ansaugvorrichtung
angesaugt werden kann. Bei einer solchen verstellbaren Variante können bspw. zwei
parallel zur Längsachse der Ansaugblende verschiebbare Schubbleche vorgesehen sein,
mit denen zumindest ein Teil der Perforationen der Grundfläche der Ansaugblende bei
Bedarf abgedeckt werden kann, so dass nur Luft über die nicht abgedeckten Perforationen
angesaugt wird. Damit können beispielsweise Bereiche abgedeckt werden, in denen die
Endbereiche der Schrumpffolie von den Artikeln der Artikelgruppe abstehen. Dadurch
kann wirksam ein Verblasen dieser Endbereiche der Schrumpffolie verhindert werden,
was zu ungewünschten Schrumpfergebnissen führen würde. Diese gezielte Änderung der
Größe und/oder Form der Ansaugfläche kann insbesondere bei einem Produktwechsel an
das jeweilige Produkt angepasst werden. Eine Änderung der Ansaugfläche kann insbesondere
sinnvoll und vorteilhaft sein, wenn Artikelgruppen einer anderen Breite bearbeitet
werden und/oder wenn von einem einbahnigen Transport von Artikelgruppen durch die
Schrumpfvorrichtung auf einen mehrbahnigen Transport umgestellt wird o.ä.
[0048] Die Einstellung der Größe der Ansaugfläche der Ansaugblende kann auch über andere
geeignete Einstellmechanismen erfolgen, beispielsweise über klappbar angeordnete Abdeckbleche
o.ä. Weiterhin wäre denkbar, perforierte Schubbleche zu verwenden, die je nach Anordnung
relativ zur Grundfläche die Perforationen der Grundfläche ganz oder bereichsweise
verschließen können.
[0049] Es sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass alle Aspekte und Ausführungsvarianten
und/oder Wirkungen, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Schrumpfvorrichtung
bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen zur erfindungsgemäßen
Schrumpfvorrichtung beschrieben sind, gleichermaßen für das erfindungsgemäße Verfahren
gelten sollen. In umgekehrter Weise gilt dasselbe, so dass auch alle Aspekte und Ausführungsvarianten,
die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert wurden, gleichermaßen
Teilaspekte der erfindungsgemäßen Schrumpfvorrichtung betreffen oder sein können.
Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen
zum erfindungsgemäßen Verfahren von bestimmten Aspekten und/oder Zusammenhängen und/oder
Wirkungen die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für die erfindungsgemäße Schrumpfvorrichtung.
[0050] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt eine einbahnige Verarbeitung von Artikeln oder Artikelzusammenstellungen
in einer Schrumpfvorrichtung.
Fig. 2 zeigt eine zweibahnige Verarbeitung von Artikeln oder Artikelzusammenstellungen
in einer Schrumpfvorrichtung.
Figuren 3A bis 3G zeigen unterschiedliche Ausführungsformen einer Ansaugblende.
Figuren 4A bis 4D zeigen unterschiedliche Ausführungsformen der Perforation einer
Ansaugblende.
Fig. 5 zeigt eine erste Ausführungsform einer Anordnung einer Ansaugblende innerhalb
einer Schrumpfvorrichtung.
Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Anordnung einer Ansaugblende innerhalb
einer Schrumpfvorrichtung.
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Ansaugblende.
[0051] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen sind lediglich Beispiele, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein kann und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0052] Die schematische Frontansicht der Fig. 1 zeigt eine einbahnige Verarbeitung von Artikeln
2 oder Artikelzusammenstellungen in einer Schrumpfvorrichtung 1, während die Fig.
2 eine zweibahnige Verarbeitung von Artikeln 2 oder Artikelzusammenstellungen in einer
Schrumpfvorrichtung 1 veranschaulicht. Artikel 2, insbesondere Getränkebehälter, Flaschen
4, Dosen o.ä. werden in Artikelgruppen 3 zusammengestellt. Die Artikelgruppe 3 wird
in einer vorgeordneten Folieneinschlagvorrichtung (nicht dargestellt) mit einer Schrumpffolie
5 umhüllt. Die mit Schrumpffolie 5 umhüllte Artikelgruppe 3 wird in einer Transportrichtung
senkrecht zur Bildebene auf einem Förderband 6 dem Schrumpftunnel der Schrumpfvorrichtung
1 zugeführt. Innerhalb des Schrumpftunnels wird die mit Schrumpffolie 5 umhüllte Artikelgruppe
3 mit Schrumpfmittel 7, insbesondere Heißluft 8 o.ä., beaufschlagt, wodurch die Schrumpffolie
5 um die Artikel 2, beispielsweise Flaschen 4, herum aufschrumpft und dadurch Verpackungseinheiten
gebildet werden.
[0053] Das Schrumpfmittel 7, insbesondere die Heißluft 8, wird beispielsweise erzeugt, indem
aus dem Innenraum 16 der Schrumpfvorrichtung 1 Luft 9 durch eine Ansaugvorrichtung
10, beispielsweise ein Radialgebläse 11, angesaugt, über Heizeinrichtungen 12 geleitet
und dabei erwärmt wird. Als Heizeinrichtungen 12 können elektrische Heizeinrichtungen
oder vermittels eines Brennstoffs betriebene Heizeinrichtungen verwendet werden, beispielsweise
Gasbrenner, Porenbrenner oder elektrische Heizstäbe oder dgl. Das derart erzeugte
Schrumpfmittel 7 wird in die Schachtwände 13 eingeleitet und von dort aus auf die
mit Schrumpffolie 5 umhüllte Artikelgruppe 3 aufgedüst. Bei den Schachtwänden 13 handelt
es sich beispielsweise um seitliche Bedüsungsvorrichtungen in Form von belochten bzw.
gelochten Hohlkörpern.
[0054] Bei einer einbahnigen Verarbeitung gemäß Fig. 1 umfasst die Schrumpfvorrichtung 1
zwei sogenannte äußere Schachtwände 14. Die äußeren Schachtwände 14 weisen jeweils
eine der Transportstrecke für die Artikelgruppen 3 zugewandte Ausströmfläche 17 und
eine äußere geschlossene Fläche auf. Die äußeren Schachtwände 14 sind insbesondere
parallel zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppe 3 seitlich
zur Transportstrecke angeordnet und sorgen somit für die seitliche Beaufschlagung
der mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppe 3 mit heißem Schrumpfmittel 7 bzw.
Heißluft 8. Weiterhin wird Schrumpfmittel 7 bzw. Heißluft 8 durch die Förderfläche
des Förderbands 6 hindurch von unten auf die mit Schrumpffolie 5 umhüllte Artikelgruppe
3 aufgedüst.
[0055] Beim Ansaugen von Luft 9 aus dem Innenraum 16 der Schrumpfvorrichtung 1 besteht die
Gefahr, dass die um die Artikelgruppe 3 gehüllte Schrumpffolie 5 ebenfalls angesaugt
und dabei verblasen wird. Dies führt zu einem schlechten Schrumpfergebnis. Aus diesem
Grund wird in einem Abstand A vor der Ansaugöffnung 20 der Ansaugvorrichtung 10 eine
sogenannte Ansaugblende 22 angeordnet. Diese Ansaugblende 22 ist derart dimensioniert,
dass sie vorzugsweise allseitig über die Ansaugöffnung 20 hinaus reicht. Die angesaugt
Luft 9 wird somit seitlich über die durch den Abstand A zwischen der Ansaugöffnung
20 und der Ansaugblende 22 gebildeten Öffnungen 23 eingesogen. Die Ansaugblende 22
weist vorzugsweise eine Breite B22 quer zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie
5 umhüllten Artikelgruppe 3 auf, die größer ist als eine Breite B20 der Ansaugöffnung
20 quer zur Transportrichtung der mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppe 3. Weiterhin
weist die Ansaugblende 22 vorzugsweise eine Tiefe parallel zur Transportrichtung der
mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppe 3 auf, die größer ist als eine Tiefe der
Ansaugöffnung 20.
[0056] Zudem hat die Ansaugblende 22 hier so bezeichnete Perforationen 24, über die ebenfalls
Luft 9 aus dem Innenraum 16 angesaugt und über die Ansaugöffnung 20 in die Ansaugvorrichtung
10 eingesaugt werden kann. Somit wird ein verteiltes, gleichmäßiges und/oder homogenes
Ansaugen von Luft 9 aus dem Innenraum 16 der Schrumpfvorrichtung 1 bewirkt, wodurch
gute, reproduzierbare Schrumpfergebnisse erzielt werden.
[0057] Nachdem die mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppen 3 den Schrumpftunnel der
Schrumpfvorrichtung 1 durchlaufen haben, wobei die Verpackungseinheiten bzw. Gebinde
gebildet werden, können sie durch oberhalb des Förderbands 6 angeordnete, dem Schrumpftunnel
nachgeordnete Gebläse mit kalter Luft abgekühlt werden (nicht dargestellt).
[0058] Die schematische Frontansicht der Fig. 2 zeigt eine Schrumpfvorrichtung 1, bei der
mit Schrumpffolie 5 umhüllten Artikelgruppen 3 über zwei Transportstrecken parallel
bearbeitet werden. Hierfür sind innerhalb des Gehäuses 19 der Schrumpfvorrichtung
1 zwei beidseitig zur Transportstrecke angeordnete äußere Schachtwände 14 und eine
mittig auf der Transportstrecke, parallel zu den äußeren Schachtwänden 14 angeordnete
innere Schachtwand 15 ausgebildet. Die innere Schachtwand 15 weist zwei jeweils den
Transportstrecken für die Artikelgruppen 3 zugewandte Ausströmflächen 17 auf, so dass
Heißluft 8 nach beiden Seiten in den Innenraum 16 der Schrumpfvorrichtung 1 einströmt.
Die äußeren Schachtwände weisen jeweils eine den Transportstrecken für die Artikelgruppen
3 zugewandte Ausströmfläche 17 und eine dem Gehäuse 19 zugewandte geschlossene Seitenfläche
18 auf.
[0059] Die hier dargestellte Ansaugblende 22 ist ohne Perforationen ausgebildet und erstreckt
sich oberhalb der Schachtwände 13 über eine Breite zwischen den beiden äußeren Schachtwänden
14. Die Ansaugblende 22 bewirkt, dass im Wesentlichen nur Luft 9 aus den jeweiligen
Zwischenräumen 21 zwischen den geschlossenen Seitenflächen 19 der äußeren Schachtwände
14 und dem Gehäuse 19 der Schrumpfvorrichtung angesaugt wird.
[0060] Auch für die mehrbahnige Produktion kann eine oben beschriebene Ansaugblende 22 mit
Perforationen 24 vorteilhaft sein, da über eine solche Ansaugblende 22 mit geeigneter
Anzahl und Anordnung der Perforationen 24 die Menge der aus den jeweiligen Transportbahnen
angesaugten Luft 9 angeglichen werden kann, so dass der Ansaugdruck in allen Transportbahnen
vorzugsweise gleich ist.
[0061] Die schematischen Perspektivdarstellungen der Figuren 3A bis 3G zeigen unterschiedliche
Ausführungsformen von Ansaugblenden 22a bis 22g. Hierbei sind die unterschiedlichsten
Grundformen denkbar, von denen nur einige beispielhaft dargestellt sind. So weist
etwa die Ansaugblende 22a gemäß Fig. 3A eine Rechtseckfläche 25 als Grundfläche 30
auf, wobei die Ansaugblende 22a vorzugsweise derart innerhalb einer Schrumpfvorrichtung
1 (vgl. Figuren 1 und 2) angeordnet wird, dass die Rechteckfläche 25 parallel zu der
durch das Förderband 6 gebildeten Förderfläche für die mit Schrumpffolie 5 umhüllten
Artikelgruppen 3 angeordnet ist. Die Rechteckfläche 25 ist zwischen zwei Seitenteilen
27 angeordnet. Die Seitenteile 27 sind orthogonal zur Rechteckfläche 25 ausgebildet
und parallel zueinander angeordnet und weisen zudem eine Höhe h auf, die mindestens
oder in etwa dem Abstand A zwischen der Ansaugöffnung 20 und der Ansaugblende 22 gemäß
den Figuren 1 und 2 entspricht. Die der Rechteckfläche 25 gegenüberliegende freie
Seite der Seitenteile 27 ist jeweils zur Befestigung an der Ansaugvorrichtung 10 (vgl.
Figuren 1 und 2) ausgebildet. Beispielsweise wird eine solche Ansaugblende 22a durch
Umformen eines rechteckigen Blechs o.ä. hergestellt, wobei die Seitenteile 27 und
die Befestigungselemente 28 durch Biegen jeweils im 90°-Winkel zum jeweils angrenzenden
Bereich hergestellt werden. Die hier dargestellten Befestigungselemente 28 werden
beispielsweise in entsprechende Aufnahmen oder auf Schienen an der Ansaugvorrichtung
10 (vgl. Figuren 5 und 6) eingeschoben. Andere dem Fachmann bekannte Befestigungsmöglichkeiten,
insbesondere vermittels separater an den Seitenteilen 27 angeordneter Befestigungsmittel
o.ä., sollen von der Erfindung ebenfalls umfasst sein.
[0062] Die Ansaugblende 22b gemäß Fig. 3B weist eine achteckige Grundform und Ansaugblende
22c gemäß Fig. 3C weist eine sechseckige Grundform der Grundfläche 30 auf. Die Ansaugblende
22d gemäß Fig. 3D besitzt eine rechteckige Grundform mit einer von der Ansaugöffnung
20 konvex wegweisend ausgebildeten Wölbung und ist ohne Perforationen ausgebildet,
so dass die angesaugte Luft 9 gemäß dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel im Wesentlichen
nur aus dem Zwischenraum 21 zwischen Gehäuse 19 und äußerer Schachtwand 14 angesaugt
wird.
[0063] Die Ansaugblende 22e gemäß Fig. 3E umfasst zwei rechteckige Flächen 26a und 26b,
die von der Ansaugöffnung 20 aus gesehen in einem Winkel α <180° zueinander ausgebildet
sind. Die Ansaugblende 22f gemäß Fig. 3F umfasst dagegen zwei rechteckige Flächen
26a und 26b, die von der Ansaugöffnung 20 aus gesehen in einem Winkel β >180° zueinander
ausgebildet sind. Die Ansaugblende 22g gemäß Fig. 3G weist im innerhalb der Schrumpfvorrichtung
1 montierten Zustand eine Rechteckfläche 25 parallel zu der durch das Förderband 6
gebildeten Förderfläche auf, wobei die Seitenteile 27 schräg zulaufend zur Rechteckfläche
25 angeordnet sind.
[0064] Die Ansaugblende 22 weist zumindest im Bereich der Grundfläche 30 sogenannte Perforationen
24 auf, über die ebenfalls Luft aus dem Innenraum der Schrumpfvorrichtung eingesaugt
wird (vgl. Figuren 1 und 2). Die Perforationen 24 werden beispielsweise durch Bohrungen
oder Ausstanzungen gebildet. Auch wenn in den dargestellten Ausführungsbeispielen
eine regelmäßige Anordnung der Perforationen 24 innerhalb der jeweiligen Grundfläche
30 dargestellt ist, sind auch Ausführungsvarianten denkbar, in denen bereichsweise
eine unregelmäßige Anordnung von Perforationen 24 ausgebildet ist und/oder bereichsweise
eine höhere Dichte an Perforationen 24 ausgebildet ist.
[0065] Die Figuren 4A bis 4D zeigen unterschiedliche Ausführungsformen der Perforationen
24 wie sie bei einer vorbeschriebenen Ansaugblende 22 ausgebildet sein können. Die
Perforationen 24a gemäß Fig. 4A sind als runde Löcher ausgestaltet und können beispielsweise
durch Bohren in die Grundfläche der Ansaugblende eingebracht werden. Die Perforationen
24b gemäß Fig. 4B sind als quadratische Durchbrüche ausgestaltet und können beispielsweise
durch Ausstanzen in die Grundfläche der Ansaugblende eingebracht werden.
[0066] Dagegen sind die Perforationen 24c gemäß Fig. 4C als Langlöcher ausgebildet, beispielsweise
vermittels eines Langlochfräsers oder vermittels eines geeigneten Stanzwerkzeugs oder
durch Bohren und anschließendes Ausfräsen des Zwischenbereichs etc. Die in Fig. 4D
dargestellten Perforationen 24d werden durch Bohrungen gebildet, die mit einem Senkbohrer
nachgearbeitet wurden, so dass die Bohrungen in Richtung des Innenraums der Schrumpfvorrichtung
einen größeren Durchmesser aufweisen als in Richtung des Gebläses.
[0067] Die in den Figuren 4A bis 4D dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen nur einige
Möglichkeiten, weitere Formen der Perforationen 24 sind möglich, beispielsweise rechteckige
Durchbrüche, ovale Durchbrüche, schuppenförmige Durchbrüche usw. Die Größe der Durchbrüche
und/oder die Abstände zwischen den Durchbrüchen und/oder die Anordnung der Durchbrüche
kann zudem variabel gestaltet werden.
[0068] Die perspektivische Detailansicht der Fig. 5 zeigt eine erste Ausführungsform einer
Anordnung einer Ansaugblende 22 innerhalb einer Schrumpfvorrichtung 1, die für die
zweibahnige Verarbeitung mit drei Schachtwänden 13 ausgestattet ist (vgl. Fig. 2).
Die Ansaugblende 22 erstreckt sich quer zur Transportrichtung TR und quer zu den parallel
zur Transportrichtung TR ausgerichteten Schachtwänden 13 oberhalb der Transportstrecke
für die zu verarbeitenden Produkte, insbesondere für die mit Schrumpffolie 5 umhüllten
Artikelgruppen 3 (vgl. Figuren 1, 2). Insbesondere erstreckt sich die Ansaugblende
22 weitgehend über die gesamte Breite der zweibahnigen Transportstrecke und weist
eine Breite B22 auf, die deutlich breiter ist als die Breite B20 der Ansaugöffnung
20 der Ansaugvorrichtung 10. Zudem weist die Ansaugblende 22 eine Tiefe parallel zur
Transportrichtung TR auf, die größer ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung 20. Die
Höhe h der Seitenteile 27 definiert den Abstand A zwischen der Ansaugöffnung 20 und
der Grundfläche 30 der Ansaugblende 22. Über den sich ebenfalls quer zur Transportrichtung
TR erstreckenden Befestigungsbereich 28 ist die Ansaugblende 22 an der Ansaugvorrichtung
10 oder benachbart zu der Ansaugvorrichtung 10 angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind Führungsschienen 29 vorgesehen, auf die Befestigungselemente 28 aufgeschoben
werden bzw. zwischen denen die Ansaugblende 22 eingeschoben wird. Die Luft 9 aus dem
Innenraum 16 wird seitlich über die offenen Seiten der Ansaugblende 22 im Bereich
zwischen Grundfläche 30 und Ansaugöffnung 20 eingesaugt (Pfeile mit Bezugszeichen
I). Insbesondere wird somit im Wesentlichen nur Luft 9 aus dem Zwischenraum 21 zwischen
dem Gehäuse 19 der Schrumpfvorrichtung 1 und der geschlossenen Seitenfläche 18 der
äußeren Schachtwände 14 angesaugt. Dies führt zu einem gleichmäßigen und insbesondere
reproduzierbaren Schrumpfergebnis, da kein Verblasen der Schrumpffolie möglich ist.
[0069] Vorzugsweise ist ein Schnellwechselsystem vorgesehen, um die Ansaugblenden 22 an
der Ansaugvorrichtung 10 beispielsweise bei einem Produktwechsel schnell austauschen
zu können.
[0070] Die perspektivische Detailansicht der Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform einer
Anordnung einer Ansaugblende 22b gemäß Fig. 3B innerhalb einer Schrumpfvorrichtung
1. Die Ansaugblende 22b erstreckt sich quer zur Transportrichtung TR und quer zu den
parallel zur Transportrichtung TR ausgerichteten Schachtwänden 13 oberhalb der Transportstrecke
für die zu verarbeitenden Produkte, insbesondere für die mit Schrumpffolie 5 umhüllten
Artikelgruppen 3 (vgl. Fig. 1). Insbesondere erstreckt sich die Ansaugblende 22b weitgehend
über die gesamte Breite der Transportstrecke und weist eine Breite B22 auf, die deutlich
breiter ist als die Breite B20 der Ansaugöffnung 20 der Ansaugvorrichtung 10. Zudem
weist die Ansaugblende 22b eine Tiefe parallel zur Transportrichtung TR auf, die größer
ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung 20. Über den Befestigungsbereich 28 ist die Ansaugblende
22b an der Ansaugvorrichtung 10 oder benachbart zu der Ansaugvorrichtung 10 angeordnet.
Hierbei ist die Ansaugblende 22b derart angeordnet, dass die Seitenteile 27 und somit
die Befestigungsbereiche 28 parallel zu den Schachtwänden 13 der Schrumpfvorrichtung
1 angeordnet sind.
[0071] Die Luft 9 aus dem Innenraum 16 (vgl. Figuren 1, 2 und 5) wird über die offenen Seiten
neben den Befestigungsbereichen (nicht sichtbar) der Ansaugblende 22b eingesaugt (Pfeile
mit Bezugszeichen I). Zudem wird Luft 9 in Transportrichtung TR oder entgegen der
Transportrichtung TR eingesaugt (Pfeile mit Bezugszeichen II). Zusätzlich wird weitere
Luft 9 über die Perforationen 24 der Unterseite bzw. Grundfläche 30 der Ansaugblende
22b angesaugt (Pfeile mit Bezugszeichen III). Dadurch ergibt sich eine gleichmäßige
Ansaugung von Luft 9 über die gesamte Grundfläche 30 der Ansaugblende und nicht nur
eine Ansaugung im Bereich der Ansaugöffnung 20. Dies führt zu einem gleichmäßigen
und insbesondere reproduzierbaren Schrumpfergebnis.
[0072] Die perspektivische Ansicht der Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Ansaugblende
22h, bei der die Größe der Ansaugfläche variabel eingestellt werden kann. Die Ansaugfläche
stellt insbesondere die Fläche dar, über die Luft 9 aus dem Innenraum 16 der Schrumpfvorrichtung
1 (vgl. Figuren 1 und 2) in Richtung Ansaugvorrichtung 10 angesaugt werden kann. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei parallel zur Längsachse L22 der Ansaugblende
22h verschiebbare Schubbleche 32 vorgesehen, mit denen zumindest ein Teil der Perforationen
24 der Grundfläche 30 der Ansaugblende 22h bei Bedarf abgedeckt werden kann, so dass
nur Luft 9 über die nicht abgedeckten Perforationen 24 angesaugt wird. Damit können
beispielsweise Bereiche abgedeckt werden, in denen die Endbereiche der Schrumpffolie
5 von den Artikeln der Artikelgruppe 3 abstehen. Dadurch kann wirksam ein Verblasen
dieser Endbereiche der Schrumpffolie 5 verhindert werden, was zu ungewünschten Schrumpfergebnissen
führen würde. Diese gezielte Änderung der Größe und/oder Form der Ansaugfläche kann
insbesondere bei einem Produktwechsel an das jeweilige Produkt angepasst werden. Eine
Änderung der Ansaugfläche kann insbesondere sinnvoll und vorteilhaft sein, wenn Artikelgruppen
einer anderen Breite bearbeitet werden und/oder wenn von einem einbahnigen Transport
von Artikelgruppen durch die Schrumpfvorrichtung auf einen mehrbahnigen Transport
umgestellt wird o.ä.
[0073] Die Einstellung der Größe der Ansaugfläche der Ansaugblende 22h kann auch über andere
geeignete Einstellmechanismen erfolgen, beispielsweise über klappbar angeordnete Abdeckbleche
o.ä. Weiterhin wäre denkbar, perforierte Schubbleche 32 zu verwenden, die je nach
Anordnung relativ zur Grundfläche 30 die Perforationen 24 der Grundfläche 30 ganz
oder bereichsweise verschließen können.
[0074] Folgendes sei als ergänzender Hinweis zu den vorstehenden Ausführungen gegeben: Wenn
auch im Zusammenhang der Figuren und deren vorstehenden Beschreibungen generell von
"schematischen" Darstellungen und Ansichten die Rede ist, so ist damit keineswegs
gemeint, dass die Figurendarstellungen und deren Beschreibung hinsichtlich der Offenbarung
der Erfindung von untergeordneter Bedeutung sein sollen. Der Fachmann ist durchaus
in der Lage, aus den schematisch und abstrakt gezeichneten Darstellungen genug an
Informationen zu entnehmen, die ihm das Verständnis der Erfindung erleichtern, ohne
dass er etwa aus den gezeichneten und möglicherweise nicht exakt maßstabsgerechten
Größenverhältnissen der Schrumpfvorrichtung 1 oder anderer gezeichneter Elemente in
irgendeiner Weise in seinem Verständnis beeinträchtigt wäre. Die Figuren ermöglichen
es dem Fachmann als Leser vielmehr, anhand der konkreter erläuterten Umsetzungen des
erfindungsgemäßen Verfahrens und des konkreter erläuterten Aufbaus der erfindungsgemäßen
Schrumpfvorrichtung 1 ein besseres Verständnis für den in den Ansprüchen sowie im
allgemeinen Teil der Beschreibung allgemeiner und/oder abstrakter formulierten Erfindungsgedanken
abzuleiten.
[0075] Schließlich sei darauf hingewiesen, dass die Ausführungsformen, Beispiele und Varianten
der vorhergehenden Absätze, die Ansprüche oder die folgende Beschreibung und die Figuren,
einschließlich ihrer verschiedenen Ansichten oder jeweiligen individuellen Merkmale,
unabhängig voneinander oder in beliebiger Kombination verwendet werden können. Merkmale,
die in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben werden, sind für alle Ausführungsformen
anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar sind. Die Erfindung wurde unter Bezugnahme
auf bevorzugte Ausführungsformen beschrieben. Es ist für einen Fachmann vorstellbar,
dass Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung gemacht werden können, ohne dabei
den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen. Es ist möglich, einige
der Komponenten oder Merkmale eines der Beispiele in Kombination mit Merkmalen oder
Komponenten eines anderen Beispiels anzuwenden.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1
- Schrumpfvorrichtung
- 2
- Artikel
- 3
- Artikelgruppe
- 4
- Flasche
- 5
- Schrumpffolie
- 6
- Förderband
- 7
- Schrumpfmittel
- 8
- Heißluft
- 9
- Luft
- 10
- Ansaugvorrichtung
- 11
- Radialgebläse
- 12
- Heizeinrichtung
- 13
- Schachtwand
- 14
- äußere Schachtwand
- 15
- innere Schachtwand
- 16
- Innenraum
- 17
- Ausströmfläche, Düsenfläche
- 18
- geschlossene Seitenfläche
- 19
- Gehäuse
- 20
- Ansaugöffnung
- 21
- Zwischenraum
- 22, 22a bis 22h
- Ansaugblende
- 23
- Öffnung
- 24, 24a bis 24d
- Perforation
- 25
- Rechteckfläche
- 26a,26b
- Fläche
- 27
- Seitenteile, Seitenfläche
- 28
- Befestigungselement / Befestigungsbereich
- 29
- Führungsschiene
- 30
- Grundfläche
- 32
- Schubblech
- A
- Abstand
- α,ß
- Winkel
- B20,B22
- Breite
- h
- Höhe
- I,II,III
- Ansaugrichtung
- L22
- Längsachse
- TR
- Transportrichtung
1. Schrumpfvorrichtung (1) zum Heißschrumpfen von Schrumpffolie (5) um Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(3),
- wobei die Schrumpfvorrichtung (1) mindestens einen Innenraum (16) mit mindestens
einer Transportstrecke für den Transport der mit Schrumpffolie (5) umhüllten Artikel
oder Artikelzusammenstellungen (3) in einer Transportrichtung (TR) umfasst;
- wobei die Schrumpfvorrichtung (1) mindestens zwei äußere Schachtwände (13) mit jeweils
einer der mindestens einen Transportstrecke zugewandten Ausströmfläche (17) besitzt,
über die Heißluft (8) in den Innenraum (5) der Schrumpfvorrichtung (1) seitlich auf
die mit Schrumpffolie (5) umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen (3) leitbar
ist,
- wobei die Schrumpfvorrichtung (1) über mindestens eine Ansaugvorrichtung (10) zum
Ansaugen von Luft (9) aus dem Innenraum (16) der Schrumpfvorrichtung verfügt;
- wobei die Ansaugvorrichtung (10) mindestens eine oberhalb der Transportstrecke und
oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände (14) angeordnete Ansaugöffnung (20)
umfasst,
- wobei oberhalb der Transportstrecke und der Ansaugöffnung (20) zugeordnet mindestens
eine Ansaugblende (22) angeordnet ist;
- und wobei sich die Ansaugblende (22) im Wesentlichen über eine Breite (B22) erstreckt,
die größer ist als eine Breite (B20) der Ansaugöffnung (20).
2. Schrumpfvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher sich die Ansaugblende (22) in einem
Bereich oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände (14) im Wesentlichen über
eine Breite (B22) zwischen den Ausströmflächen (17) der beiden äußeren Schachtwände
(14) oder darüber hinausgehend erstreckt oder wobei sich die Ansaugblende (22) im
Wesentlichen über eine Breite (B22) der Transportstrecke erstreckt.
3. Schrumpfvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Ansaugblende (22) eine Grundfläche
(30) aufweist, die in einer Ebene parallel zur und oberhalb der Transportstrecke und
oberhalb der mindestens zwei äußeren Schachtwände (14) angeordnet ist.
4. Schrumpfvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der die Ansaugblende
U-profilförmig ausgebildet ist, wobei die Seiten in Transportrichtung (TR) und entgegen
der Transportrichtung (TR) geschlossen ausgebildet sind und wobei die Seiten parallel
zur Transportrichtung (TR) offen ausgebildet sind.
5. Schrumpfvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, bei der die Ansaugblende (22)
eine Mehrzahl von Perforationen (24) aufweist, die als Durchbrüche der Grundfläche
(30) ausgebildet sind, insbesondere wobei die Perforationen (24) in die Grundfläche
(30) eingestanzt, gelasert oder eingeprägt sind und/oder wobei die Perforationen (24)
einen runden, ovalen, quadratischen, eckigen oder länglichen Querschnitt und/oder
eine runde, ovale, quadratische, eckige oder längliche Draufsicht aufweisen.
6. Schrumpfvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der die Ansaugblende
(22) in einer Ebene parallel zur Ansaugöffnung (20) eine Fläche abdeckt, die größer
ist als die Ansaugöffnung (20).
7. Schrumpfvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der sich die Ansaugblende
(22) im Wesentlichen über eine Tiefe erstreckt, die größer ist als eine Tiefe der
Ansaugöffnung (20), insbesondere wobei sich die Ansaugblende (22) im Wesentlichen
über eine Tiefe erstreckt, die größer ist als eine Tiefe der Ansaugöffnung (20) parallel
zu einer Transportrichtung (TR) der mit Schrumpffolie (5) umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(3).
8. Schrumpfvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, bei welcher die Perforationen
(24) eine regelmäßige Anordnung oder eine unregelmäßige Anordnung aufweisen.
9. Schrumpfvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, bei welcher die Grundfläche
(30) mit den Perforationen (24) eine Ansaugfläche bildet und wobei eine Größe der
Ansaugfläche über geeignete Mittel einstellbar ist, insbesondere über seitlich verschiebbare
Schubbleche und/oder über Klappen.
10. Schrumpfvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei welcher die Ansaugblende
(22) erste Befestigungseinrichtungen (28) umfasst und wobei die Schrumpfvorrichtung
(1) zweite Befestigungseinrichtungen umfasst, wobei die Ansaugblende (22) über eine
Wirkverbindung der ersten und zweiten Befestigungseinrichtungen der Ansaugöffnung
(20) zugeordnet lösbar innerhalb der Schrumpfvorrichtung (1) anordenbar und/oder befestigbar
ist, insbesondere wobei die Ansaugblende (22) vermittels einer Schraubverbindung,
eines Hebelsystems, einer Steckverbindung oder einer Rastverbindung innerhalb der
Schrumpfvorrichtung (1) anordenbar und/oder befestigbar ist.
11. Schrumpfvorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, bei der ein Abstand zwischen
den mindestens zwei äußeren Schachtwänden (14) und somit eine Breite der Transportstrecke
einstellbar ist, oder
bei welcher die Schrumpfvorrichtung (1) mindestens eine innere Schachtwand (15) mit
zwei jeweils einer Transportstrecke zugewandten Ausströmflächen (17) umfasst, über
die Heißluft (8) in den Innenraum (5) der Schrumpfvorrichtung (1) seitlich auf die
mit Schrumpffolie (5) umhüllten Artikel oder Artikelzusammenstellungen (3) leitbar
ist; wobei mindestens ein Abstand zwischen den mindestens zwei äußeren Schachtwänden
(14) und der mindestens einen inneren Schachtwand (15) und somit mindestens eine Breite
mindestens einer Transportstrecke einstellbar ist.
12. Verfahren zum Ansaugen von Luft (9) aus einem Innenraum (16) einer Schrumpfvorrichtung
(1) mit mindestens einer Transportstrecke für den Transport von mit Schrumpffolie
(5) umhüllten Artikeln oder Artikelzusammenstellungen (3) in einer Transportrichtung
(TR), die Schrumpfvorrichtung (1) umfassend mindestens zwei äußere Schachtwände (14)
mit jeweils einer der mindestens einen Transportstrecke zugewandten Ausströmfläche
(17) zum Heißschrumpfen der Schrumpffolie (5) um Artikel oder Artikelzusammenstellungen
(3), wobei die Luft (9) hauptsächlich aus einem Bereich (21) zwischen einem den Innenraum
(16) der Schrumpfvorrichtung (1) begrenzenden Gehäuse (19) und einer von der Transportstrecke
abgewandten Seitenfläche (18) der äußeren Schachtwände (14) angesaugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12 zum Absaugen von Luft (9) aus einem Innenraum (16) einer
Schrumpfvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 und 13, bei dem vorgesehen ist, dass ein Teil
der Luft (9) vor dem Einsaugen durch die Ansaugvorrichtung (10) oberhalb der mindestens
einen Transportstrecke durch eine Mehrzahl von Perforationen (24) einer Ansaugblende
(22) hindurchtritt.