| (19) |
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(11) |
EP 3 448 204 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.04.2020 Patentblatt 2020/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.04.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/059817 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/186729 (02.11.2017 Gazette 2017/44) |
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| (54) |
AUSSTOSSVORRICHTUNG FÜR EIN BEWEGBARES MÖBELTEIL UND MÖBEL
EJECTION DEVICE FOR A MOVEABLE FURNITURE PART AND PIECE OF FURNITURE
DISPOSITIF D'ÉJECTION POUR UN ÉLÉMENT DE MEUBLE MOBILE ET MEUBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
28.04.2016 DE 102016107917
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2019 Patentblatt 2019/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG |
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32278 Kirchlengern (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KLAUS, Stefan
32257 Bünde (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ausstoßvorrichtung für ein bewegbares Möbelteil
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die
DE 20 2006 012 976 U1 offenbart eine verriegelbare Ausstoßvorrichtung, die eine Feststellvorrichtung umfasst,
die ein Ausstoßen des bewegbaren Möbelteils vor Beendigung des Ladevorgangs des Kraftspeichers
verhindert. Eine solche Feststellvorrichtung oder Rücklaufsperre kann beispielsweise
bei Pushto-open-Beschlägen eingesetzt werden, um bei einer Schließbewegung ein Auswerfen
des Schubkastens zu verhindern, wenn ein Kraftspeicher einer Ausstoßvorrichtung noch
nicht vollständig geladen ist. Für eine Festsetzung wird ein Klemmelement mit einem
Anlageabschnitt einer Feststellvorrichtung verkeilt, um eine Öffnungsbewegung zu verhindern.
Die Reib- und Klemmkräfte können allerdings gerade bei schwereren Möbelteilen, wie
beladenen Schubkästen, unzureichend sein.
[0003] Die
DE 20 2010 009 796 U1 offenbart eine Auswurfeinrichtung für ein bewegbares Möbelteil, die bei einer Schließbewegung
einen Kraftspeicher spannt. Um bei einem solchen Spannvorgang ein Auswerfen zu vermeiden,
ist eine gebogene Feder vorgesehen, die bei Anlage an einer Sperrklinke gegen eine
Verzahnung gedrückt wird. Dadurch soll eine Öffnungsbewegung blockiert werden. Die
dünnwandige Feder kann allerdings bei größeren Lasten in Öffnungsrichtung leicht beschädigt
werden.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Ausstoßvorrichtung für ein
bewegbares Möbelteil zu schaffen, die mit einfachen Mitteln eine stabil ausgebildete
Rücklaufsperre bereitstellt.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Ausstoßvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst die Rücklaufsperre einen entlang einer Führungsbahn bewegbaren
Sperrhebel, der bei einer Schließbewegung des bewegbaren Möbelteils beim Unterbrechen
des Spannvorganges in Eingriff mit einer Zahnstange bringbar ist. Dieser Sperrhebel
ist über die Führungsbahn zwangsgeführt und kann vergleichsweise hohe Haltekräfte
aufnehmen, wenn der Schließ- oder Öffnungsvorgang unterbrochen wird.
[0007] Vorzugsweise weist die Ausstoßvorrichtung ein Gehäuse auf, an dem ein durch die mindestens
eine Feder vorgespannter Schlitten mit dem Antriebselement linear geführt ist. Durch
eine Relativbewegung des Schlittens zu dem Gehäuse kann dann ein Auswerfen über das
Antriebselement bewirkt werden. Der Sperrhebel kann dabei ein Steuerelement aufweisen,
das in Eingriff mit einer Kurvenführung an dem Schlitten steht, so dass bei einer
Relativbewegung des Schlittens zu dem Gehäuse auch der Sperrhebel bewegt wird.
[0008] Der Sperrhebel ist erfindungsgemäß über ein Führungselement entlang einer Führungsbahn
an dem Gehäuse bewegbar, so dass sowohl eine Drehposition als auch die Position des
Sperrhebels an der Führungsbahn vorgegeben ist. Dadurch kann erreicht werden, dass
der Sperrhebel bei einer Schließbewegung oder Öffnungsbewegung die Zahnstange nicht
kontaktiert, solange der Spannvorgang nicht unterbrochen wird. Dadurch wird ein geräuschloses
Spannen der mindestens einen Feder ermöglicht, und der Sperrhebel gelangt nur dann
in Eingriff mit der Zahnstange, wenn eine Unterbrechung des Spannvorganges erfolgt.
[0009] Vorzugsweise kann die Ausstoßvorrichtung mit einer Selbsteinzugsvorrichtung kombiniert
werden, wie sie im Stand der Technik bekannt sind. Die Selbsteinzugsvorrichtungen
können separat zur Ausstoßvorrichtung ausgeführt sein oder eine Einheit mit der Ausstoßvorrichtung
bilden. Beim Schließen oder Öffnen des Schubkastens wird die Feder der Ausstoßvorrichtung
gespannt und nach bzw. während dem Spannen und Verriegeln der Feder kann die Selbsteinzugsvorrichtung
den Schubkasten in die Schließposition bewegen und dabei optional auch abbremsen.
[0010] Vorzugsweise kann die Ausstoßvorrichtung verschiedene Ladeprinzipien für die mindestens
eine Feder aufweisen. Das bedeutet, dass die mindestens eine Feder der Ausstoßvorrichtung
nach dem Öffnen des bewegbaren Möbelteils beispielsweise beim Schließen geladen werden
kann. Alternativ kann die Ausstoßvorrichtung das bewegbare Möbelteil in eine erste
Öffnungsposition auswerfen, und dann kann der Benutzer das bewegbare Möbelteil manuell
weiter in Öffnungsrichtung zu einer zweiten Öffnungsposition bewegen, beispielsweise
bei einem Schubkasten. Dann kann diese Öffnungsbewegung von der ersten zur zweiten
Öffnungsposition zum Spannen der mindestens einen Feder verwendet werden, so dass
die Rücklaufsperre in diesem Fall während einer Öffnungsbewegung des bewegbaren Möbelteils
wirksam werden kann.
[0011] Die Führungsbahn weist erfindungsgemäß einen schlaufenförmigen Abschnitt auf. Dabei
ist ein erster Abschnitt der Führungsbahn für den Spannvorgang näher an der Zahnstange
angeordnet als ein zweiter Abschnitt der Führungsbahn für die Öffnungsbewegung. Der
Sperrhebel kann dabei über eine Spannfeder in die Eingriffsposition vorgespannt sein,
so dass bei Unterbrechen des Spannvorganges die Spannfeder für einen schnellen Eingriff
des Sperrhebels an der Zahnstange sorgt.
[0012] Der Sperrhebel weist vorzugsweise ein Eingriffselement auf. Das Eingriffselement
ist vorteilhaft während des Spannvorgangs beabstandet zu der Zahnstange geführt, so
dass Rast- oder Schleifgeräusche vermieden werden können. Das Eingriffselement kann
hierfür im Wesentlichen linear und parallel zu der Zahnstange oder der Verrieglungsleiste
geführt sein.
[0013] An der Führungsbahn ist in einer weiteren Ausgestaltung ein Rast- oder Halteabschnitt
zur Verrastung des bewegbaren Möbelteils in der Schließposition vorgesehen. Der entlang
der Führungsbahn bewegbare Sperrhebel kann somit einerseits die Funktion der Rücklaufsperre
und zusätzlich auch die Funktion einer Verrastung des beweglichen Möbelteils übernehmen.
Für eine Entriegelung wird dann das bewegbare Möbelteil eingedrückt oder eingeschoben
und der Sperrhebel aus dem Rast- oder Halteabschnitt freigegeben.
[0014] Für einen kompakten Aufbau kann der Sperrhebel um das Führungselement drehbar gelagert
sein, wobei das Führungselement zwischen einem Eingriffselement für den Eingriff an
der Zahnstange und einem Steuerelement angeordnet ist.
[0015] Die Erfindung wird insbesondere bei einem Möbel eingesetzt, bei dem über die Ausstoßvorrichtung
ein Schubkasten oder eine Schiebetür aus einer Schließposition in Öffnungsrichtung
bewegt wird. Es ist aber auch möglich, die Ausstoßvorrichtung bei Türen, Klappen oder
anderen bewegbaren Möbelteilen einzusetzen. An dem Möbel kann vorzugsweise ein Selbsteinzug
vorgesehen sein, der zusätzlich zu der Ausstoßvorrichtung auf das bewegbare Möbelteil
vor Erreichen der Schließposition wirkt, um das bewegbare Möbelteil in der Schließposition
zu halten und ggfs. eine Schließbewegung abzubremsen.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines bewegbaren Möbelteils mit einer Ausstoßvorrichtung;
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung des bewegbaren Möbelteils der Figur 1 in der montierten
Position;
- Figur 3
- eine Detailansicht der Ausstoßvorrichtung der Figur 1, und
- Figur 4
- eine Detailansicht der Ausstoßvorrichtung der Figur 3 in einer Öffnungsbewegung.
[0017] Ein Möbel 1 umfasst einen Möbelkorpus 2, in den ein bewegbares Möbelteil 3 in Form
eines Schubkastens einfügbar ist, wobei eine Frontblende 4 an einer offenen Seite
des Möbelkorpus 2 angeordnet ist. Der Schubkasten ist über zwei Auszugsführungen 5
verfahrbar gelagert, die an gegenüberliegenden Seitenwänden des Möbelkorpus 2 angeordnet
sind. Jede Auszugsführung 5 ist in einer Seitenzarge 8 des Schubkastens angeordnet
und über einen Haltewinkel 9 festgelegt und stützt über eine bewegbare Laufschiene
den Schubkasten ab. Ferner sind an dem Möbelkorpus 2 winkelförmige Mitnehmer 7 fixiert,
die mit einer Ausstoßvorrichtung 6 für das bewegbare Möbelteil 3 zusammenwirken. Über
die Ausstoßvorrichtung 6 kann bei einem Eindrücken der Frontblende 4 in Schließrichtung
zu dem Möbelkorpus 2 hin eine Entriegelung stattfinden, um den Schubkasten dann in
Öffnungsrichtung durch die Kraft mindestens einer Feder auszuwerfen. Wenn der Schubkasten
in Schließrichtung bewegt wird, wird die mindestens eine Feder der Ausstoßvorrichtung
6 wieder gespannt.
[0018] In Figur 2 sind die Ausstoßvorrichtungen 6 an einer Unterseite des Bodens des Schubkastens
montiert und wirken mit den winkelförmigen Mitnehmern 7 zusammen. Es ist auch möglich,
die Ausstoßvorrichtungen 6 mit anderen bewegbaren Möbelteilen, wie Schiebetüren, Klappen
oder Türen, zusammenwirken zu lassen oder die Ausstoßvorrichtung 6 an dem Möbelkorpus
2 oder einem feststehendem Teil der Auszugsführung zu fixieren und das Ausstoßen über
einen am bewegbaren Möbelteil oder an einem bewegbaren Teil der Auszugsführung angeordneten
Mitnehmer zu bewirken.
[0019] In Figur 3 ist die Ausstoßvorrichtung 6 dargestellt, die ein am bewegbaren Möbelteil
3 festlegbares Gehäuse 10 aufweist, an dem ein Schlitten 11 linear verfahrbar gehalten
ist. Der Schlitten 11 ist über eine Feder 12 an dem Gehäuse 10 vorgespannt, wobei
hierfür ein erstes Ende 13 an dem Schlitten 11 festgelegt ist und ein gegenüberliegendes
Ende 14 an dem Gehäuse 10. An dem Schlitten 11 ist ein Vorsprung 35 als Antriebselement
vorgesehen, der an dem winkelförmigen Mitnehmer 7 abgestützt ist, um das bewegbare
Möbelteil 3 durch eine Relativbewegung des Schlittens 11 an dem Gehäuse 10 auszuwerfen.
Zur Übertragung der Kräfte von dem Schlitten 11 auf das bewegbare Möbelteil 3 bzw.
umgekehrt sind verschiedenste Alternativen im Stand der Technik bekannt, die hier
zum Einsatz kommen können. Die Feder 12 ist als Zugfeder ausgebildet, die mit dem
zweiten Ende 14 an einem Halter 15 des Gehäuses 10 festgelegt ist. Es ist auch möglich,
statt einer Zugfeder eine Druckfeder einzusetzen, wobei dann das zweite Ende 14 in
Figur 3 auf der gegenüberliegenden linken Seite an einem Halter festgelegt sein müsste.
[0020] An dem Gehäuse 10 ist ferner eine Zahnstange 16 oder eine Verriegelungsleiste ausgebildet,
an der ein Sperrhebel 17 als Rücklaufsperre in Eingriff bringbar ist. Eine Zahnstange
16 besitzt Zähne zur Verriegelung des Sperrhebels 17 und Verriegelungsleiste, die
die Zahnstange 16 ersetzen kann, besitzt andere Verriegelungselemente, beispielsweise
Öffnungen oder Aussparungen. Der Sperrhebel 17 weist ein Eingriffselement 18 in Form
eines Hakens oder Zahnes auf, der in die Zahnkontur der Zahnstange 16 einfügbar ist.
Der Sperrhebel 17 ist dabei über ein Führungselement 19 in einer Führungsbahn 33 verfahrbar
gelagert, die an dem Gehäuse 10 ausgebildet ist. Das Führungselement 19 bildet auch
eine Drehachse für den Sperrhebel 17 aus, der mit einem Steuerelement 23 in einer
Kurvenführung 24 an dem Schlitten 11 geführt ist. Das Steuerelement 23 ist dabei auf
der gegenüberliegenden Seite zu dem Eingriffselement 18 positioniert.
[0021] In Figur 3 ist die Ausstoßvorrichtung 6 in einer Öffnungsposition gezeigt, in der
die Feder 12 zumindest teilweise entspannt ist und der Sperrhebel 17 in einer Endposition
an der Führungsbahn 33 angelangt ist. Soll die Ausstoßvorrichtung 6 wieder gespannt
werden, wird der Schlitten 11 über den Eingriff an dem winkelförmigen Mitnehmer 7
und den Vorsprung 35 verschoben, wodurch das Führungselement 19, das beispielsweise
als Zapfen ausgebildet sein kann, entlang dem Endabschnitt 32 der Führungsbahn 33
verfahren wird, bis das Führungselement 19 auf eine Anlaufschräge 25 auftrifft, die
den Sperrhebel 17 in Richtung der Zahnstange 16 verschiebt. Dadurch gelangt das Eingriffselement
18 in eine Position unmittelbar benachbart zu der Zahnstange 16.
[0022] Wird nun der Spannvorgang unterbrochen, zieht eine Spannfeder 20 den Sperrhebel 17
in eine Eingriffsposition und fixiert den Sperrhebel 17 somit an der Zahnstange 16.
Die Spannfeder 20 ist an einem Ende an einem Halter 21 an dem Gehäuse 10 gehalten
und an dem gegenüberliegenden Ende an einer Befestigungsstelle 22 an dem Sperrhebel
17 fixiert. Die Befestigungsstelle 22 befindet sich dabei zwischen dem Führungselement
19 und dem Eingriffselement 18. Durch die Fixierung des Sperrhebels 17 an der Zahnstange
16 kann nun der Schlitten 11 nicht mehr durch die Kraft der Feder 12 in dem Gehäuse
10 verfahren werden, so dass eine Auswerfbewegung unterbrochen ist.
[0023] Wird nun das bewegbare Möbelteil 3 weiter in Schließrichtung bewegt, drückt der Schlitten
11 über die Kurvenführung 24 auf den Sperrhebel 17, und dieser wird aus der Zahnstange
16 entriegelt. Das Führungselement 19 wird weiter entlang dem ersten Abschnitt 34
der Führungsbahn 33 bewegt, der sich benachbart zu der Zahnstange 16 befindet, bis
das Führungselement 19 auf eine Anlaufschräge 26 auftrifft und weg von der Zahnstange
16 zu einem Rast- oder Halteabschnitt 27 bewegt wird. An dem Rast- oder Halteabschnitt
27 befindet sich benachbart ein Schieber 28 mit einer Rastaufnahme 29, wobei der Schieber
28 durch eine Feder 30 in die Rastposition vorgespannt ist. Der Sperrhebel 17 mit
dem Führungselement 19 kann an dem Rast- oder Halteabschnitt 27 mit gespannter Feder
12 verrastet werden, so dass das bewegbare Möbelteil 3 in der Schließposition gehalten
ist. Wenn die Ausstoßvorrichtung mit einer Selbsteinzugsvorrichtung kombiniert wird,
kann die Feder 12 bereits vor Erreichen der Schließposition an dem Rast- oder Halteabschnitt
27 mit gespannter Feder verrastet werden. Die Schließposition kann dann z.B. von der
Selbsteinzugsvorrichtung oder einem anderen Element gehalten werden. Grundsätzlich
muss die Schließposition nicht von dem Rast- oder Halteabschnitt 27 für die Feder
12 vorgegeben sein. Um das bewegbare Möbelteil in Öffnungsrichtung auszuwerfen, wird
das bewegbare Möbelteil eingedrückt oder eingeschoben und dadurch der Schieber 28
gegen die Kraft der Feder 30 von dem Rast- oder Halteabschnitt 27 abgehoben, so dass
der Sperrhebel 17 und das Führungselement 19 freigegeben werden, damit das Führungselement
19 entlang einem zweiten Abschnitt 31 entlang der Führungsbahn 33 bewegt werden kann,
der sich weiter von der Zahnstange 16 entfernt befindet als der erste Abschnitt 34.
Das Sperrelement 17 kann nun entlang der Führungsbahn 33 zu dem Endabschnitt 32 bis
zu einer Endposition bewegt werden.
[0024] Die Position des Sperrhebels 17 bei einer Öffnungsbewegung ist in Figur 4 gezeigt.
Der Sperrhebel 17 befindet sich beabstandet von der Zahnstange 16 und ist durch das
Führungselement 19 sowie die Kurvenführung 24 an dem Schlitten 11 zwangsgeführt. Sobald
der Sperrhebel 17 eine Endposition eingenommen hat, kann das bewegbare Möbelteil unabhängig
von der Ausstoßvorrichtung 6 weiter in Öffnungsrichtung bewegt werden, bevor der nächste
Schließ- und Spannvorgang beginnen kann.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Möbel
- 2
- Möbelkorpus
- 3
- Möbelteil
- 4
- Frontblende
- 5
- Auszugsführung
- 6
- Ausstoßvorrichtung
- 7
- Mitnehmer
- 8
- Seitenzarge
- 9
- Haltewinkel
- 10
- Gehäuse
- 11
- Schlitten
- 12
- Feder
- 13
- Ende
- 14
- Ende
- 15
- Halter
- 16
- Zahnstange
- 17
- Sperrhebel
- 18
- Eingriffselement
- 19
- Führungselement
- 20
- Spannfeder
- 21
- Halter
- 22
- Befestigungsstelle
- 23
- Steuerelement
- 24
- Kurvenführung
- 25
- Anlaufschräge
- 26
- Anlaufschräge
- 27
- Halteabschnitt
- 28
- Schieber
- 29
- Rastaufnahme
- 30
- Feder
- 31
- Abschnitt
- 32
- Endabschnitt
- 33
- Führungsbahn
- 34
- Abschnitt
- 35
- Vorsprung
1. Ausstoßvorrichtung (6) für ein bewegbares Möbelteil (3), mit einem durch mindestens
eine Feder (12) vorgespannten Antriebselement (35), mittels dem das bewegbare Möbelteil
(3) von einer Schließposition in eine Öffnungsposition bewegbar ist, wobei bei einer
Schließ- oder Öffnungsbewegung des Möbelteils (3) entlang einer Wegstrecke die mindestens
eine Feder (12) in eine gespannte Position bewegbar ist und das Möbelteil (3) in der
Schließposition mit mindestens einer gespannten Feder (12) verrastbar ist, wobei eine
Rücklaufsperre vorgesehen ist, die eine Öffnungs- oder Schließbewegung des bewegbaren
Möbelteils (3) begrenzt, wenn das Spannen der Feder (12) bei einer Schließ- oder Öffnungsbewegung
des Möbelteils (3) noch nicht abgeschlossen ist, wobei die Rücklaufsperre einen entlang
einer Führungsbahn (33) bewegbaren Sperrhebel (17) aufweist, der bei einer Schließ-
oder Öffnungsbewegung des bewegbaren Möbelteils beim Unterbrechen des Spannvorganges
in Eingriff mit einer Zahnstange (16) oder einer Verriegelungsleiste bringbar ist,
wobei der Sperrhebel (17) über ein Führungselement (19) entlang der am Gehäuse (10)
ausgebildeten Führungsbahn (33) bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (33) einen schlaufenförmigen Abschnitt aufweist und ein erster Abschnitt
(34) der Führungsbahn (33) für den Spannvorgang näher an der Zahnstange (16) angeordnet
ist als ein zweiter Abschnitt (31) der Führungsbahn (33) für die Öffnungsbewegung.
2. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßvorrichtung (6) ein Gehäuse (10) aufweist, an dem ein durch die mindestens
eine Feder (12) vorgespannter Schlitten (11) mit dem Antriebselement (35) linear geführt
ist.
3. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (17) ein Steuerelement (23) aufweist, das in Eingriff mit einer Kurvenführung
(24) an dem Schlitten (11) steht.
4. Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (17) über eine Spannfeder (20) in die Eingriffsposition vorgespannt
ist.
5. Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Führungsbahn (33) ein Rast- oder Halteabschnitt (27) zur Verrastung der Feder
(12) in der gespannten Position vorgesehen ist.
6. Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (17) um das Führungselement (19) drehbar gelagert ist und das Führungselement
(19) zwischen einem Eingriffselement (18) für den Eingriff an der Zahnstange (16)
oder der Verriegelungsleiste und einem Steuerelement (23) angeordnet ist.
7. Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrhebel (17) ein Eingriffselement (18) aufweist.
8. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (18) während des Spannvorgangs beabstandet zu der Zahnstange
(16) geführt ist.
9. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (18) sich während des Spannvorgangs im Wesentlichen linear bewegt.
10. Möbel mit einem beweglichen Möbelteil (3) in Form eines Schubkastens oder einer Schiebetür,
dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Möbelteil mit einer Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche bewegbar ist.
11. Möbel mit einem beweglichen Möbelteil als Tür oder Klappe, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Möbelteil mit einer Ausstoßvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche bewegbar ist.
12. Möbel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstoßvorrichtung mit einer separaten oder integrierten Selbsteinzugsvorrichtung
kombiniert ist.
1. An ejection device (6) for a movable furniture part (3), comprising a drive element
(35) pre-tensioned by at least one spring (12), by means of which the movable furniture
part (3) is movable from a closed position into an open position, wherein the at least
one spring (12) is movable into a tensioned position during a closing or opening movement
of the furniture part (3) along a path and the furniture part (3) can be blocked in
the closed position by at least one tensioned spring (12), wherein a return stop is
provided, which delimits an opening or closing movement of the movable furniture part
(3) if the tensioning of the spring (12) is not yet completed during a closing or
opening movement of the furniture part (3), whereby the return stop has a blocking
lever (17) movable along a guide path (33), which can be engaged with a toothed rack
(16) or a locking bracket during a closing or opening movement of the movable furniture
part if the tensioning procedure is interrupted, whereby the blocking lever (17) is
movable via a guide element (19) along the guide path (33) formed on the housing (10),
characterized in that the guide path (33) has a looped section and a first section (34) of the guide path
(33) for the tensioning procedure is arranged closer to the toothed rack (16) than
a second section (31) of the guide path (33) for the opening movement.
2. The ejection device according to Claim 1, characterized in that the ejection device (6) has a housing (10), on which a carriage (11), which is pre-tensioned
by the at least one spring (12), is linearly guided with the drive element (35).
3. The ejection device according to Claim 1 or 2, characterized in that the blocking lever (17) has a control element (23), which is engaged with a curve
guide (24) on the carriage (11).
4. The ejection device according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking lever (17) is pre-tensioned via a tensioning spring (20) in the engaged
position.
5. The ejection device according to any one of the preceding claims, characterized in that a catch or retention section (27) for blocking the spring (12) in the tensioned position
is provided on the guide path (33).
6. The ejection device according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking lever (17) is supported so it is rotatable about the guide element (19)
and the guide element (19) is arranged between an engagement element (18) for the
engagement on the toothed rack (16) or the locking bracket and a control element (23).
7. The ejection device according to any one of the preceding claims, characterized in that the blocking lever (17) has an engagement element (18).
8. The ejection device according to Claim 7, characterized in that the engagement element (18) is guided spaced apart from the toothed rack (16) during
the tensioning procedure.
9. The ejection device according to Claim 8, characterized in that the engagement element (18) is moved substantially linearly during the tensioning
procedure.
10. A piece of furniture comprising a movable furniture part (3) in the form of a drawer
or a sliding door, characterized in that the movable furniture part is movable using an ejection device according to any one
of the preceding claims.
11. A piece of furniture comprising a movable furniture part as a door or flap, characterized in that the movable furniture part is movable using an ejection device according to any one
of the preceding claims.
12. The piece of furniture according to Claim 10 or 11, characterized in that the ejection device is combined with a separate or integrated self-retraction device.
1. Dispositif d'éjection (6) destiné à un élément de meuble mobile (3), comprenant un
élément d'entraînement (35) précontraint par au moins un ressort (12) par l'intermédiaire
duquel l'élément de meuble mobile (3) peut être déplacé d'une position fermée dans
une position ouverte, lors d'un mouvement de fermeture ou d'ouverture de l'élément
de meuble (3) le long d'un trajet, le(les) ressort(s) (12) pouvant être déplacé(s)
dans une position tendue, et l'élément de meuble (3) étant encliqueté dans la position
de fermeture avec au moins un ressort (12) tendu, un organe de blocage antiretour
étant prévu pour limiter le mouvement d'ouverture ou de fermeture de l'élément de
meuble mobile (3) lorsque la tension du ressort (12) n'est pas encore terminée lors
d'un tel mouvement d'ouverture ou de fermeture de l'élément de meuble (3), l'organe
de blocage antiretour comprenant un levier de blocage (17) mobile le long d'une piste
de guidage (33), qui, lors d'un mouvement de fermeture ou d'ouverture de l'élément
de meuble mobile, peut être lors de l'interruption du processus de tension mis en
prise avec une crémaillère (16) ou une barrette de verrouillage, le levier de blocage
(17) pouvant être déplacé par l'intermédiaire d'un élément de guidage (19) le long
de la piste de guidage (33) qui est formée sur le boîtier (10),
caractérisé en ce que
la piste de guidage (33) comporte un segment en forme de boucle et un premier segment
(34) de la piste de guidage (33) pour le processus de tension est plus proche sur
la crémaillère (16) qu'un second segment (31) de la piste de guidage (33) pour le
mouvement d'ouverture.
2. Dispositif d'éjection conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
il comporte un boîtier (10) sur lequel est guidé linéairement avec l'élément d'entraînement
(35) un coulisseau (11) précontraint par le ressort (12).
3. Dispositif d'éjection conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le levier de blocage (17) comporte un élément de commande (23) qui est en prise avec
un guidage à came (24) sur le coulisseau (11).
4. Dispositif d'éjection conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le levier de blocage (17) est précontraint dans la position de mise en prise par un
ressort de tension (20).
5. Dispositif d'éjection conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu sur la piste de guidage (33) un segment d'encliquetage ou de retenue
(27) permettant d'encliqueter le ressort (12) dans la position tendue.
6. Dispositif d'éjection conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le levier de blocage (17) est monté mobile en rotation autour de l'élément de guidage
(19) et l'élément de guidage (19) est positionné entre un élément de mise en prise
(18) pour permettre une mise en prise avec la crémaillère (16) ou la barrette de verrouillage
et un élément de commande (23).
7. Dispositif d'éjection conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le levier de blocage (17) comporte un élément de mise en prise (18).
8. Dispositif d'éjection conforme à la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'élément de mise en prise (18) est guidé à distance de la crémaillère (16) pendant
le processus de tension.
9. Dispositif d'éjection conforme à la revendication 8,
caractérisé en ce que
l'élément de mise en prise (18) se déplace essentiellement linéairement pendant le
processus de tension.
10. Meuble comportant un élément de meuble mobile (3) réalisé sous la forme d'un tiroir
ou d'une porte coulissante,
caractérisé en ce que
l'élément de meuble mobile peut être déplacé avec un dispositif d'éjection conforme
à l'une des revendications précédentes.
11. Meuble comprenant un élément de meuble mobile tel qu'une porte ou un volet,
caractérisé en ce que
l'élément de meuble mobile peut être déplacé avec un dispositif d'éjection conforme
à l'une des revendications précédentes.
12. Meuble conforme à la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
le dispositif d'éjection est combiné à un dispositif de rétraction automatique séparé
ou intégré.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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