[0001] Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine zur Erzeugung von Steppstichnähten, die mit
einer Nadelstange zur Aufnahme einer einen Oberfaden führenden Nadel versehen ist,
sowie einen Umlaufgreifer aufweist, in welchen eine Spulenkapsel mit einer einen Unterfaden
führenden Spule aufnehmbar ist, sowie mit einer Spulenkapselwechseleinrichtung versehen
ist, mittels welcher aus einem Magazin, in dem eine Vielzahl von Spulenkapseln anordenbar
sind, jeweils eine Spulenkapsel entnehmbar und diese Spulenkapsel in den Umlaufgreifer
einsetzbar ist
[0002] Nähmaschinen bilden unter Einsatz einer oszillierend hin- und her bewegten Nadel,
die einen Oberfaden führt, Nähte. Bei Doppelsteppstichnähmaschinen führt die Nadel
einen Oberfaden, der mit einem auf einer Spule angeordneten Fadenvorrat für einen
Unterfaden zur Doppelsteppstichnaht verschlungen wird. Die Spule befindet sich hierbei
in einem umlaufenden Greifer, der relativ zur Spule eine Rotationsbewegung ausführt,
und bei jedem Stich der Nadel in das Nähgut den Oberfaden erfaßt und mit dem Unterfaden
verschlingt.
[0003] Die Spule befindet sich üblicherweise in einer Spulenkapset, die zusammen mit der
Spule in den Umlaufgreifer der Doppelsteppstichnähmaschine eingesetzt und nach ihrem
Entleeren zusammen mit ihrer Spulenkapsel entnommen und gegen eine gefüllte Spule
ersetzt wird. Derartige Wechselvorgänge einer leeren Spule gegen eine volle Spule
müssen relativ häufig vorgenommen werden, da übliche Spulen nur eine geringe Fadenaufnahmekapazität
aufweisen. Es sind deshalb bereits Spulenkapselwechseleinrichtung bekannt geworden,
mittels denen automatisiert im Umlaufgreifer Spulenkapseln mit leeren Spulen gegen
Spulenkapseln mit vollen Spulenkapseln ausgetauscht werden können. Die Spulenkapseln,
in denen mit einem Faden gefüllte Spulen angeordnet sind, können hierbei in einem
Magazin angeordnet sein.
[0004] Derartige Magazine gehen beispielsweise aus der
DE 10 2010 003 182 B4 hervor. In dieser Schrift ist ein Endloskettenförderer offenbart, an dem entlang
der Kette mehrere Aufnahmen für Spulenkapseln angeordnet sind. Der Austauschvorgang
und die Entnahme einer Spulenkapsel vom Kettenförderer wird durch einen Zieh- und
Schiebevorgang mittels eines Hebels vorgenommen. Bei derartigen Wechselvorrichtungen
kann jedoch befürchtet werden, daß keine zufriedenstellende Funktionssicherheit gegeben
sein könnte.
[0005] Des Weiteren ist aus der
DE 10 2006 045 061 A1 eine Steppstichstickmaschine vorbekannt, die auch als Nähmaschine ausgebildet sein
kann, und mit einem Oberfaden- und einem Unterfadensystem ausgebildet ist. Die Maschine
ist zudem mit einer Wechseleinrichtung und einem Magazin für mehrere Greifer, Unterfadenspulen
sowie Spulenkapseln versehen, mit denen diese wechselweise in das Unterfadensystem
der Maschine eingesetzt und entnommen werden können. Die Wechseleinrichtung und das
Magazin sind mit Nutensteinen gemeinsam an Längsnuten einer Hohlprofilstrebe befestigt.
Der gleiche Nachteil wie bei der
DE 10 2010 003 182 B4 ist somit auch bei der
DE 10 2006 045 061 A1 zu erwarten. Davon kann auch für die aus der
WO 2005/108666 A1 vorbekannten Spulenwechseleinrichtung für eine Doppelsteppstichnähmaschine ausgegangen
werden.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Funktionssicherheit von Nähmaschinen
mit Spulenkapselwechseleinrichtungen der eingangs genannten Art zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Nähmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Es ist hierbei vorgesehen, daß die Spulenkapselwechseleinrichtung
am gleichen Maschinengestell-Oberteil der Nähmaschine befestigt ist, an dem auch der
Umlaufgreifer mit seinem Träger befestigt ist. Da bei vorbekannten Spulenkapselwechslern
deren Komponenten und/oder der Umlaufgreifer an verschiedenen Gestellteilen der Nähmaschinen
befestigt sind, können sich im Stand der Technik durch geringste Relativbewegungen
oder Änderungen der Ausrichtung zwischen dem Nähmaschinengestell und der Befestigungsstelle
der Spulenkapselwechseleinrichtung, Beeinträchtigung der Funktionssicherheit der Spulenkapselwechseleinrichtung
ergeben. Bereits Temperaturschwankungen können zu derartigen Beeinträchtigungen führen.
Erfindungsgemäß ist hingegen vorgesehen, den Spulenkapselwechsler, also insbesondere
dessen Greifmittel sowie dessen Magazin, am Maschinengestell-Oberteil der Nähmaschine
anzuordnen, an dem auch der Umlaufgreifer mit seinem Träger befestigt ist. Hierdurch
ist sichergestellt, daß beispielsweise thermisch bedingte Ausdehnungen oder Kontraktionen
des Maschinengestells sich auf alle Komponenten des Wechslers und auch des Umlaufgreifers
in gleicher Weise auswirken, wodurch sich Abstände zwischen den genannten Komponenten
nicht oder höchstens unmaßgeblich verändern. Die Funktionssicherheit kann somit auch
ohne Nachjustage einer Ausrichtung der Spulenkapselwechseleinrichtung in Bezug auf
den Umlaufgreifer gewährleistet sein.
[0008] Die Aufgabe wird auch durch die in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 10 erwähnte Spulenkapselwechseleinrichtung
gelöst.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner vorgesehen sein daß
die Spulenkapselwechseleinrichtung ein schwenkbares Greifmittel aufweist, mit welchem
jeweils eine Spulenkapsel von einem Spulenkapselmagazin zum Greifer der Nähmaschine
überführbar und einsetzbar ist. Mit einer solchen Lösung können einerseits besonders
schnelle Bewegungen zwischen dem Magazin und dem Umlaufgreifer ausgeführt werden,
was zu nur kurzen unproduktiven Nebenzeiten für einen Spulenwechsel beiträgt. Zum
anderen trägt eine solche Lösung dazu bei, daß erfindungsgemäße Spulenkapselwechseleinrichtungen
besonders kompakt ausfallen können. Kompakte Spulenkapselwechseleinrichtungen, wie
sie durch die Erfindung möglich sind, können auch zur Nachrüstung von Nähmaschinen
vorgesehen sein, die bisher keine oder nur eine nicht zufrieden stellende Spulenkapselwechseleinrichtung
aufweisen.
[0010] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung kann vorsehen, daß die Spulenkapselwechseleinrichtung
mit einem um eine Rotationsachse drehbar angeordneten Spulenkapselmagazin versehen
ist, das um die Rotationsachse verteilt mehrere Aufnahmen, vorzugsweise mehr als zwei
Aufnahmen, für jeweils eine Spulenkapsel aufweist. Auch diese bevorzugte erfindungsgemäße
Maßnahme kann dazu beitragen, daß erfindungsgemäße Spulenkapselwechseleinrichtung
besonders kompakt gestaltet und Wechselvorgänge besonders schnell und sicher ausführbar
sind.
[0011] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung.
[0012] Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ausschnittsdarstellung einer Steppstischnähmaschine unterhalb
einer Grundplatte im Bereich eines Umlaufgreifers und einer erfindungsgemäßen Spulenkapselwechseleinrichtung,
wobei die Grundplatte und das Nähmaschinen-Oberteil in eine Wartungsposition verschwenkt
sind; Die Spulenkapselwechseleinrichtung befindet sich in einer Stand-By Position;
- Fig. 2
- eine Darstellung gemäß Fig. 1 mit der Spulenkapselwechseleinrichtung in einer Entnahmeposition
zur Entnahme einer Spulenkapsel aus einem Magazin;
- Fig. 3
- eine weitere Darstellung gemäß Fig. 2 mit der Spulenkapselwechseleinrichtung in einer
Entnahmeposition zur Entnahme einer Spulenkapsel aus einem Magazin;
- Fig. 4
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, in welcher ein Greifmittel der Spulenkapselwechseleinrichtung
eine Spulenkapsel aus einem Magazin entnimmt;
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, in welcher das Greifmittel der Spulenkapselwechseleinrichtung
sich in einer Übergabeposition gegenüber dem Umlaufgreifer befindet;
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, in welcher das Greifmittel der Spulenkapselwechseleinrichtung
eine Spulenkapsel an den Umlaufgreifer übergibt;
- Fig. 7
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, in welcher das Greifmittel der Spulenkapselwechseleinrichtung
die Spulenkapsel im Umlaufgreifer freigibt;
- Fig. 8
- eine Darstellung gemäß Fig. 1, in welcher das Greifmittel der Spulenkapselwechseleinrichtung
nach der Übergabe der Spulenkapsel an den Umlaufgreifer sich wieder in der Stand-by
Position befindet;
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung durch einen Handhabungsgreifer des Greifmittels aus Fig. 1;
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung durch den Handhabungsgreifer gemäß Fig. 9, in der mittels
des Handhabungsgreifers eine Klappe einer Spulenkapsel verschwenkt und geklemmt ist;
[0013] In Fig. 1 ist in lediglich einer Ausschnittsdarstellung ein Beispiel für eine als
Doppelsteppstichnähmaschine ausgebildete Nähmaschine 1 dargestellt, deren Gehäuse
2 eine untere gehäuseförmige sogenannte Grundplatte aufweist, von der aus sich ein
Ständer 3 im Wesentlichen senkrecht nach oben erstreckt. An einem oberen Ende des
Ständers schließt sich ein Arm an, der in etwa parallel zur Grundplatte 2 verläuft.
[0014] Die Nähmaschine weist eine im Arm gelagerte Armwelle auf, die ebenso wie die nachfolgend
genannten weiteren grundsätzlichen Bestandteile der Nähmaschine in Fig. 1 nicht oder
gegebenenfalls nur teilweise oder stark schematisiert dargestellt sind. Die Armwelle
treibt eine oszillierend auf und ab bewegbare Nadelstange an, an deren Nadelhalter
eine Nadel zur Aufnahme eines Oberfadens (nicht dargestellt) befestigt werden kann.
In der Grundplatte 2 ist eine Greifervorrichtung 3 mit einem Umlaufgreifer angeordnet,
deren rotative Bewegung mit der oszillierenden Bewegung der Nadelstange synchronisiert
ist. Ein Unterfaden befindet sich auf einer Spule, die in einer mehrteiligen Spulenkapsel
angeordnet ist. Die Greifervorrichtung 3 mit ihrem Umlaufgreifer führt hierbei in
an sich bekannter Weise den von der Nadel geführten Oberfaden um die Spulenkapsel
4, damit dieser zusammen mit dem Unterfaden eine Naht bilden kann. Üblicherweise werden
die Nadelstange und die Greifervorrichtung von einem gemeinsamen Antrieb, nämlich
einem nicht näher dargestellten Servo-Elektromotor angetrieben, dessen rotative Antriebsbewegung
zur Nadelstange und zur Greifervorrichtung 3 von einer Maschinenhauptwelle abgegriffen
und in einem bestimmten Verhältnis übersetzt wird. In anderen Ausführungsbeispielen
der Erfindung können jedoch auch Nähmaschinen vorgesehen sein, die hierzu abweichend
ausgebildet sind, beispielsweise dadurch, dadurch Nadelstange und Umlaufgreifer anders
als von einer gemeinsamen Hauptwelle angetrieben werden.
[0015] Die Nähmaschine weist zudem eine nicht näher dargestellte Vorschubvorrichtung mit
einer Nadel- und/oder Obertransporteinrichtung auf. Demzufolge ist der ebenfalls über
ein entsprechendes Getriebe von der Maschinenhauptwelle angetriebene Stoffschieber
zum Durchtritt der Nadel mit einem Stichloch versehen.
[0016] Die Fig. 1 - 8 zeigen eine Darstellung der in der Grundplatte 2 angeordneten Baugruppe
der Greifervorrichtung 3, die sich in der Grundplatte unmittelbar unterhalb einer
Stichplatte befindet. Die Greifervorrichtung 3 weist den in einer vertikalen Ebene
umlaufenden Umlaufgreifer 3 auf, der dazu vorgesehen ist, in an sich bekannter Weise
die einen Fadenvorrat aufnehmende Spule zusammen mit ihrer Spulenkapsel aufzunehmen.
In Fig. 1 ist der Umlaufgreifer ohne Spule und Spulenkapsel dargestellt. In Fig. 8
ist hingegen eine Spule mit dem Unterfadenvorrat im Umlaufgreifer 5 angeordnet. Die
Spule 11 befindet sich hierzu in einer Spulenkapsel 4 und kann in der Spulenkapsel
angeordnet in den Umlaufgreifer 5 eingesetzt und aus dem Umlaufgreifer 5 entnommen
werden.
[0017] In den Fig. 1 - 8 sind zudem eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Spulenkapselwechseleinrichtung 8 gezeigt. Diese weist ein als Revolvermagazin 9 ausgebildetes
Magazin zur Anordnung von einer Vielzahl von Spulenkapseln 4 auf. Das scheibenförmige
Magazin 9 ist um eine Rotationsachse drehbar, wobei die Antriebsbewegung für die Drehbewegung
mittels eines Elektromotors 10 erzeugt wird. Der dazu vorgesehene Elektromotor 10
befindet sich hinter dem Revolvermagazin 9, wobei die Rotationsachse des Elektromotors
10 mit der Rotationsachse des Revolvermagazins 9 fluchtet. Entlang einer konzentrisch
um die Rotationsachse verlaufenden imaginären Kreislinie sind auf einer Oberseite
des scheibenförmigen Magazins 9 Aufnahmen 12 vorgesehen, auf denen jeweils eine Spulenkapsel
4 angeordnet werden kann. Diese mehreren stiftförmigen Aufnahmen 12 sind entlang der
imaginären Kreislinie gleichmäßig verteilt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist
das Revolvermagazin 9 insgesamt 9 Aufnahmen auf. Die Aufnahmen 12 sind derart auf
die Spulenkapseln 4 abgestimmt, daß die Spulenkapseln in Bezug auf die stiftartige
Aufnahme 12 nur in einer bestimmten Rotationsposition angeordnet werden können und
gegen Rotationsbewegungen auf der Aufnahme 12 gesichert sind.
[0018] Schließlich weist die Spulenkapselwechseleinrichtung 8 auch einen im Bereich des
Revolvermagazins angeordneten ersten Sensor 14 auf, mit dem das Erreichen einer Spulenkapsel
an einer vorbestimmten Übergabe- oder Wechselposition bestimmbar ist. Die Übergabe-
oder Wechselposition ist dabei jene stets gleiche Rotationsposition, an der jeweils
eine der Spulenkapseln 4 von einem Handhabungsgreifer der Spulenkapselwechseleinrichtung
8 aufgenommen und aus dem Magazin 9 entnommen wird. Mittels eines zweiten im Bereich
der Übergabe- oder Wechselposition angeordneten Sensors 15 kann festgestellt werden,
ob in der sich in der Übergabe- oder Wechselposition befindlichen Aufnahme 12 auch
eine Spulenkapsel 4 angeordnet ist. Signale der Sensoren 14, 15 können einer Steuerung
der Nähmaschine zur Verfügung gestellt werden und anhand dieser Signale der Elektromotor
10 durch die Steuerung gesteuert werden. Anhand der Signale der Sensoren 14, 15 kann
das Revolvermagazin bei Erreichen einer Spulenkapsel in der Übergabeposition insbesondere
gestoppt werden.
[0019] Die Spulenkapselwechseleinrichtung 8 ist ferner mit einem Schwenkarm 18 versehen,
der an einem seiner Enden schwenkbar um eine Schwenkachse 18a gelagert ist. Zur Ausführung
der Schwenkbewegungen in jeweils eine der beiden Schwenkrichtungen, ist der Schwenkarm
18a mit einem Motor 19, insbesondere einem Elektromotor, wirkverbunden. Auch der Motor
19 des Schwenkarms 18 wird durch die Steuerung der Nähmaschine gesteuert.
[0020] Sowohl der Schwenkarm 18 mit seinem motorischen Antrieb, als auch das Magazin 9 mit
seinem motorischen Antrieb sind gemeinsam auf einem Trägerteil 24 befestigt und werden
von diesem gehalten. Das Trägerteil 24 wiederum ist am Gehäuse 2 der Nähmaschine,
dem Nähmaschinen-Oberteil, unterhalb einer Grundplatte der Nähmaschine befestigt.
Wie im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 -8 zu erkennen ist, ist hier das Trägerteil
durch mehrere Schrauben am Nähmaschinen-Oberteil befestigt. Am gleichen Gehäuseteil
der Nähmaschine, hier dem Nähmaschinenoberteil, ist auch die Greifervorrichtung mit
dem Umlaufgreifer 5 befestigt und angeordnet. In der Darstellung der Fig. 1 - 8 ist
das Nähmaschinen-Oberteil geöffnet und hierdurch in einer Wartungsposition angeordnet.
[0021] Der Schwenkarm 18 ist an seinem freien Ende mit einem Handhabungsgreifer 20 für Spulenkapseln
versehen. Der Handhabungsgreifer 20 ist hierbei auf einem Träger 21 angeordnet, der
wiederum am Schwenkarm 18 befestigt ist. Der Träger 21 ist relativ zum Schwenkarm
18 in eine Richtung parallel zur Schwenkachse 18a geradlinig bewegbar. Durch diese
Bewegungen kann der Handhabungsgreifer 20 in Richtung auf das Revolvermagazin 9 zubewegt
und wieder zurückgezogen werden, sofern er durch den Schwenkarm 18 vor dem Revolvermagazin
9 angeordnet wird. Ebenso kann der Handhabungsgreifer 20 vor dem Umlaufgreifer 5 der
Nähmaschine platziert werden, sofern der Handhabungsgreifer mittels des Schwenkarms
vor dem Umlaufgreifer 5 platziert wird.
[0022] Mittels des Handhabungsgreifers 20 und einer Zustellbewegung auf das Revolvermagazin
9 zu, können Spulenkapseln 4 mit darin angeordneter Spule aus dem Magazin 9 entnommen
und durch eine Schwenkbewegung des Schwenkarms 18 sowie einer Zustellbewegung auf
den Umlaufgreifer 5 zu, an den Umlaufgreifer 5 übergeben werden. Der in den Fig. 9
und 10 näher dargestellte Handhabungsgreifer 20 weist zur Anordnung einer Spulenkapsel
4 am Umlaufgreifer 5 eine Greiferaufnahme 22 auf, deren geometrische Form an die geometrische
Form der Spulenkapseln 4 angepaßt ist. Der Greifer 20 weist hierbei eine Gegenfläche
auf, die insbesondere an die äußere Form des Außenflächenbereichs der Spulenkapsel
im Übergang von ihrer geschlossenen Stirnseite zum Umfang der Spulenkapsel 4 entspricht.
Hier hat die Aufnahme 22 eine parabolische Gegenfläche 23, gegen die ein Abschnitt
des Umfangsbereichs der geschlossenen Stirnseite der Spulenkapsel 4 zumindest im wesentlichen
formschlüssig in Anlage gebracht werden kann. Bis auf ihre Rotationsposition in Bezug
auf eine Längsachse der Spulenkapsel 4, ist die Spulenkapsel 4 im Handhabungsgreifer
hierdurch in sämtlichen drei Raumrichtungen eindeutig positioniert.
[0023] Der Handhabungsgreifer 20 weist zudem einen Spulenkapsel-Haltefinger 25 auf, der
mit einem in Bezug auf die Ausrichtung der Längsachse der Spulenkapsel 4 im Handhabungsgreifer
20 schräge Kontaktfläche 26 sowie ein spitz zulaufendes freies Ende 27 aufweist. Der
Spulenkapsel-Haltefinger 25 kann relativ zur Greiferaufnahme 22 und quer zur Längsachse
der Spulenkapsel 4 verschoben werden. Diese Bewegung erfolgt angetrieben und von der
Steuerung bestimmt. Bei dieser Bewegung und aufgrund der eindeutigen nur einen möglichen
rotativen Ausrichtung der Spulenkapsel 4 im Handhabungsgreifer 20, gelangt die Spitze
des freien Endes 27 des Spulenkapsel-Haltefingers 25 zwischen eine Spulenkapsel-Klappe
28 und der Oberseite der geschlossenen Stirnseite der Spulenkapsel 4. Bei der weiteren
geradlinigen Verschiebebewegung des Spulenkapsel-Haltefingers 25 schwenkt letzterer
die schwenkbar an der Spulenkapsel 4 angelenkten Spulenkapsel-Klappe 28 gegen eine
Gegenschräge 29 der Greiferaufnahme 22. Die Spulenkapsel-Klappe 28 wird hierdurch
entlang eines wesentlichen Teils ihrer Längserstreckung in eine Nut 30 der Gegenschräge
19 gedrückt. Der Spulenkapsel-Haltefinger 25 liegt auf der der Nut 30 abgewandten
Seite der Spulenkapsel-Klappe 28 gegen letztere an und hält die Spulenkapsel-Klappe
28 in der Nut. Eine Breite der Nut 30 entspricht hierbei näherungsweise der Breite
der Spulenkapsel-Klappe 28. Die Spulenkapsel-Klappe 28 ist somit in diesem Zustand
in der Nut 30 und im Handhabungsgreifer 20 formschlüssig, insbesondere passiv formschlüssig,
gehalten. Außerdem ist hierdurch die Spulenkapsel 4 sowohl in ihrer räumlichen als
auch in ihrer rotativen Position eindeutig im Handhabungsgreifer 20 positioniert.
[0024] Der Handhabungsgreifer 20 ist zudem in der Lage durch Rückzug des Spulenkapsel-Haltefingers
25 , die Spulenkapsel-Klappe 28 und damit auch die Spulenkapsel 4 insgesamt wieder
freizugeben. Dies kann dazu genutzt werden, um eine Spulenkapsel 4 in den Umlaufgreifer
5 oder aber - sofern sich dafür eine Notwendigkeit ergeben sollte - in eine Aufnahme
des Magazins 9 einzusetzen und anzuordnen.
[0025] Die Nähmaschine ist zudem mit einem an sich bekannten Sensor 32 zur Erkennung von
Restfaden versehen, also einem Sensor, mit dem festgestellt werden kann, ob und wann
die Unterfadenspule einen bestimmten Entleerungsgrad erreicht hat und sich somit nur
noch eine bestimmte Menge an Restfaden auf der Spule befindet. Der Sensor 32 zur Erkennung
von Restfaden auf der Spule sendet ein dieses Detektionsergebnis repräsentierende
Signal an die Nähmaschinensteuerung, welche dann aufgrund der Erkennung einer Restfadenmenge
als verbleibender Fadenvorrat einen Spulentausch einleitet, zumindest aber dem Bediener
die Notwendigkeit eines Spulentauschs signalisiert. Bei einem automatisch eingeleiteten
Wechsel der Spule bzw. der Spulenkapsel 4 sollte die Steuerung die Fertigstellung
der bei Erreichen der Restfadenmenge momentan genähten Naht nicht unterbrechen. Damit
wird erreicht, daß das momentan genähte Nähgut nicht zu Ausschuß wird.
[0026] Um eine nahezu leere Spule gegen eine gefüllte neue Spule im Umlaufgreifer zu tauschen
löst die Steuerung den Austausch aus. Hierzu muss der letzte Nähvorgang beendet und
die Nadel ausserhalb des Umlaufgreifers 5 angeordnet sein. Zunächst wird dann der
Schwenkarm 18 aus seiner in Fig. 1 gezeigten Stand-by Position in seine erste Schwenkendlage
vor den Umlaufgreifer geschwenkt. Der Greifer 20 befindet sich hierbei in einer Position,
in der die Längsachse der Spulenkapsel 4 im Umlaufgreifer 5 mit dem Verlauf der Längsachse
der Spulenkapsel im Handhabungsgreifer 20 fluchtet, sofern zu diesem Zeitpunkt bereits
eine Spulenkapsel 4 im Handhabungsgreifer 20 angeordnet wäre.
[0027] Nun wird der Träger 21 bei unveränderter Position des Schwenkarms 18 entlang der
bzw. parallel zur Längsachse der Spulenkapsel 4 auf letztere zubewegt, so daß die
Aufnahme des Handhabungsgreifers 20 sich unmittelbar über der Spulenkapsel 4 befindet.
Nun wird der Spulenkapsel-Haltefinger 25, wie in den Fig. 9 und 10 gezeigt, auf die
Spulenkapsel-Klappe 28 zubewegt und diese gegen die Spulenkapsel-Gegenfläche 29 und
in die Nut 30 hinein gedrückt. Die Spulenkapsel 4 ist somit im Handhabungsgreifer
20 gehalten. Nun kann durch eine Bewegung des Trägers 21 zurück auf den Schwenkarm
18 zu, die Spulenkapsel 4 mit der nahezu leeren Spule aus dem Umlaufgreifer 5 entnommen
werden.
[0028] Nachfolgend wird der Schwenkarm 18 in Richtung auf das Magazin 9 bewegt. An einer
geeigneten Stelle wird vor Erreichen der Endlage vor dem Magazin 9, also zwischen
der Endlage des Schwenkarms 18 vor dem Umlaufgreifer 5 und der anderen Endlage vor
dem Magazin 9, der Spulenkapsel-Haltefinger 25 zurückgezogen. Die federbelastete Spulenkapsel-Klappe
28 ist hierdurch freigegeben und schwenkt hierdurch auf die geschlossene Stirnseite
der Spulenkapsel 4 zu und kommt in Anlage gegen diese Stirnseite. Die nahezu leere
Spulenkapsel 4 kann hierdurch in vorbestimmter Weise aus dem Handhabungsgreifer 20
herausfallen. Vorzugsweise wird der Spulenkapsel-Haltefinger 25 an einer Stelle zurückgezogen,
an der sich der Handhabungsgreifer 20 über einem Behälter befindet, in den die Spulenkapsel
4 mit der nahezu leeren Spule hineinfallen kann.
[0029] Die Schwenkbewegung des Schwenkarms 18 wird gestoppt, sobald der Schwenkarm 18 seine
zweite Endlage erreicht hat, die sich gegenüber dem Magazin 9 befindet (Fig. 1). In
dieser Endlage ist der Handhabungsgreifer 20 gegenüber einer Wechselposition des Magazins
9 angeordnet, in welche das Magazin eine der jeweiligen Aufnahmen 12 dreht, damit
eine in dieser Aufnahme 12 angeordnete Spulenkapsel 4 zusammen mit ihrer jeweils mit
Unterfaden gefüllte Spule durch den Handhabungsgreifer 20 entnommen werden kann. Hierbei
wird mittels des zweiten Sensors 15 festgestellt, ob sich in der jeweiligen Aufnahme
auch eine Spulenkapsel 4 befindet. Mittels des ersten Sensors 14 wird festgestellt,
ob sich die jeweilige Spulenkapsel 4 an der vorgesehenen Wechselposition befindet.
[0030] Die Anordnung des Handhabungsgreifers 20 mittels des Schwenkarms 18 erfolgt auch
hier derart, daß der Greifer 20 nach der Einnahme seiner zweiten Schwenkendlage nachfolgend
nur noch durch eine Parallelverschiebung des Trägers 21 relativ zum Schwenkarm 18
über die sich in der Wechselposition des Magazins 9 angeordnete Spulenkapsel geführt
werden muß, um diese in der Aufnahme 22 des Greifers 20 anzuordnen (Fig. 2). Nachdem
der Handhabungsgreifer 20 die Spulenkapsel 4 in der Wechselposition auf diese Weise
erfaßt hat (Fig. 3), wird mittels des Spulenkapsel-Haltefingers 25 in der bereits
zuvor beschriebenen Weise die Spulenkapsel-Klappe 28 gegen die Gegenschräge 29 der
Aufnahme 22 und in die dort angeordneten Nut 30 eingebracht, wodurch die Spulenkapsel
4 am Handhabungsgreifer 20 in der vorbestimmten Ausrichtung gehalten und erfaßt ist
(Fig. 10). Danach kann der Träger 21 wieder zurückgezogen (Fig. 4) und der Schwenkarm
18 in seine erste Endlage vor den Umlaufgreifer 5 positioniert werden (Fig. 5). Mittels
der translatorischen Bewegung des Trägers 21 wird dann der Handhabungsgreifer 20 mit
der darin eingesetzten Spulenkapsel 4 dem Umlaufgreifer 5 zugeführt und in diesen
eingesetzt (Fig. 6). Durch Rückzug des Spulenkapsel-Haltefingers 25 und dem Zurückschwenken
der Spulenkapsel-Klappe 28 wird die Spulenkapsel 4 vom Handhabungsgreifer 20 gelöst
und im Umlaufgreifer 5 fixiert (Fig. 7). Die Befestigung der standardisierten Spulenkapsel
4 im Umlaufgreifer 5 erfolgt in an sich bekannter Weise. In prinzipiell gleicher Weise
sind auch die Spulenkapseln 4 in ihren Aufnahmen 12 des Magazins 9 fixiert.
[0031] Nachdem der Träger 21 wieder zurück in Richtung des Schwenkarms 18 verfahren ist,
kann der Schwenkarm 18 nun zurück in seine Stand-by Position verschwenkt und in dieser
solange angeordnet werden, bis der Austausch der nun im Umlaufgreifer 5 angeordneten
Spulenkapsel 4 gegen eine neue Spulenkaspel 4 dem Magazin 9 erfolgen soll (Fig. 8).
Bezugszeichenliste
[0032]
| 1 |
Nähmaschine |
21 |
Träger |
| 2 |
Gehäuse/Grundplatte |
22 |
Greiferaufnahme |
| 3 |
Greifervorrichtung |
23 |
Parabolische Gegenfläche |
| 4 |
Spulenkapsel |
24 |
Trägerteil |
| 5 |
Umlaufgreifer |
25 |
Spulenkapsel-Haltefinger |
| 6 |
|
26 |
Kontaktfläche |
| 7 |
|
27 |
freies Ende |
| 8 |
Spulenkapselwechseleinrichtun |
28 |
Spulenkapsel Klappe |
| 29 |
Gegenschräge |
| g |
|
30 |
Nut |
| 9 |
Revolvermagazin |
31 |
|
| 10 |
Elektromotor |
32 |
Restfadensensor |
| 11 |
Spule |
33 |
|
| 12 |
Aufnahme |
|
|
| 13 |
|
|
|
| 14 |
erster Sensor |
|
|
| 15 |
zweiter Sensor |
|
|
| 16 |
|
|
|
| 18 |
Schwenkarm |
|
|
| 18a |
Schwenkachse |
|
|
| 19 |
Elektromotor |
|
|
| 20 |
Handhabungsgreifer |
|
|
1. Nähmaschine zur Erzeugung von Steppstichnähten, die mit einer Nadelstange zur Aufnahme
einer einen Oberfaden führenden Nadel versehen ist, sowie einen Umlaufgreifer (5)
aufweist, in welchen eine Spulenkapsel (4) mit einer einen Unterfaden führenden Spule
aufnehmbar ist, sowie mit einer Spulenkapselwechseleinrichtung (8) versehen ist, mittels
derer Greifmittel (20) aus einem Magazin (9) jeweils eine Spulenkapsel (4) entnehmbar
und diese Spulenkapsel (4) in den Umlaufgreifer (5) einsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spulenkapselwechseleinrichtung (8) am gleichen Gehäuseteil, nämlich dem Maschinengestell-Oberteil
(2) der Nähmaschine befestigt ist, an dem auch der Umlaufgreifer (5) mit seinem Träger
befestigt ist.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulenkapselwechseleinrichtung (8) ein schwenkbares Greifmittel (20) aufweist,
mit welchem jeweils unter Einsatz einer Schwenkbewegung des Greifmittels (20) eine
Spulenkapsel (4) von einem Spulenkapselmagazin (9) zum Umlaufgreifer der Nähmaschine
überführbar und einsetzbar ist.
3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das schwenkbare Greifmittel (20) einen um eine Schwenkachse schwenkbaren Schwenkarm
(18) aufweist, an dessen mit Abstand zur Schwenkachse angeordneten einen Ende ein
Handhabungsgreifer (20) zur Aufnahme und Übergabe einer Spulenkapsel vorgesehen ist.
4. Nähmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen am Schwenkarm (18) angeordneten Träger (21), an dem sich der Handhabungsgreifer
(20) für Spulenkapseln befindet, wobei der Träger (21) relativ zum Schwenkarm bewegbar
ist.
5. Nähmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger geradlinig bewegbar ist, insbesondere entlang einer Bewegungsachse, die
parallel zur Schwenkachse (18a) des Schwenkarms (18) verläuft.
6. Nähmaschine nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Greifmittel (20) mit einer Aufnahme (22) für eine Spulenkapsel (4) versehen ist,
in welcher eine Spulenkapsel (4) durch Klemmung einer schwenkbaren Spulenkapsel-Klappe
(28) mittels eines Spulenkapsel-Haltefingers (25) des Greifmittels in einer Nut (30)
einer schräg zur Längsachse der Spulenkapsel (4) verlaufenden Fläche der Aufnahme
(22) rotationsfest angeordenbar ist.
7. Nähmaschine nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Spulenkapselwechseleinrichtung (8) mit einem um eine Rotationsachse drehbar angeordneten
Spulenkapselmagazin (9), das um die Rotationsachse verteilt mehrere Aufnahmen für
Spulenkapseln aufweist.
8. Nähmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachse des Spulenkapselmagazins (9) zumindest im wesentlichen parallel
zur Rotationsachse des Umlaufgreifers (5) verläuft.
9. Nähmaschine nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schwenkachse des Greifmittels (20) zumindest im wesentlichen parallel zur Rotationsachse
des Spulenkapselmagazins verläuft.
10. Nähmaschine nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Trägerteil (24), an dem das Greifmittel (20) mit seinem motorischen Antrieb als
auch das Magazin (9) zusammen mit seinem motorischen Antrieb gemeinsam angeordnet
sind, wobei das Trägerteil (24) wiederum am Maschinengestell-Oberteil (2), insbesondere
unterhalb der Grundplatte, lösbar befestigt ist.
1. A sewing machine for producing backstitch seams, which is provided with a needle bar
for receiving a needle guiding an upper thread and has a rotary shuttle (5) in which
a bobbin case (4) comprising a bobbin guiding a lower thread can be accommodated,
and is provided with a bobbin case changing device (8) by means of the gripping means
(20) of which a bobbin case (4) can be removed from a magazine (9) and this bobbin
case (4) can be inserted into the rotary shuttle (5),
characterised in that
the bobbin case changing device (8) is fastened to the same housing part, specifically
the machine frame upper part (2) of the sewing machine, to which the rotary shuttle
(5) with its carrier is also fastened.
2. The sewing machine according to Claim 1, characterised in that the bobbin case changing device (8) has a pivotable gripping means (20) with which
a bobbin case (4) can be transferred from a bobbin case magazine (9) to the rotary
shuttle of the sewing machine and inserted, in each case using a pivoting movement
of the gripping means (20).
3. The sewing machine according to Claim 2, characterised in that the pivotable gripping means (20) has a pivot arm (18) which can pivot about a pivot
axis and at the end of which remote from the pivot axis a handling gripper (20) for
receiving and transferring a bobbin case is provided.
4. The sewing machine according to Claim 3, characterised by a carrier (21) which is arranged on the pivot arm (18) and on which the handling
gripper (20) for bobbin cases is situated, wherein the carrier (21) is movable relative
to the pivot arm.
5. The sewing machine according to Claim 3, characterised in that the carrier is movable in a straight line, in particular along a movement axis which
runs parallel to the pivot axis (18a) of the pivot arm (18).
6. The sewing machine according to at least one of the preceding Claims 2 to 5, characterised in that the gripping means (20) is provided with a holder (22) for a bobbin case (4) in which
a bobbin case (4) can be arranged in a rotationally fixed manner by clamping a pivotable
bobbin case flap (28) by means of a bobbin case holding finger (25) of the gripping
means in a groove (30) of a face of the holder (22) running obliquely to the longitudinal
axis of the bobbin case (4).
7. The sewing machine according to at least one of the preceding claims, characterised by the bobbin case changing device (8) with a bobbin case magazine (9) which is arranged
rotatably about a rotation axis and has multiple holders for bobbin cases distributed
around the rotation axis.
8. The sewing machine according to Claim 7, characterised in that the rotation axis of the bobbin case magazine (9) runs at least substantially parallel
to the rotation axis of the rotary shuttle (5).
9. The sewing machine according to at least one of the preceding claims, characterised in that a pivot axis of the gripping means (20) runs at least substantially parallel to the
rotation axis of the bobbin case magazine.
10. The sewing machine according to at least one of the preceding claims, characterised by a carrier part (24) on which both the gripping means (20) together with the motor
drive thereof and the magazine (9) together with the motor drive thereof are arranged,
wherein the carrier part (24) is in turn fastened detachably to the machine frame
upper part (2), in particular underneath the baseplate.
1. Machine à coudre destinée à la réalisation de coutures à points noués, qui est pourvue
d'une tige d'aiguille destinée à recevoir une aiguille guidant fil supérieur, et présente
un boucleur rotatif (5) dans lequel une boîte à canette (4) comportant une canette
guidant un fil inférieur peut être reçue, et est pourvue d'un dispositif de changement
de boîte à canette (8) grâce au moyen de préhension (20) duquel respectivement une
boîte à canette (4) peut être sortie d'un magasin (9) et cette boîte à canette (4)
peut être insérée dans le boucleur rotatif (5),
caractérisée en ce que
le dispositif de changement de boîte à canette (8) est fixé à la même partie de boîtier,
à savoir la partie supérieure du châssis de la machine à coudre (2) à laquelle le
boucleur rotatif (5) est fixé avec son support.
2. Machine à coudre selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de changement de boîte à canette (8) présente un moyen de préhension
pivotable (20) grâce auquel, respectivement en utilisant un mouvement pivotant du
moyen de préhension (20), une boîte à canette (4) est transférable et insérable depuis
un magasin de boîte à canette (9) dans le boucleur rotatif de la machine à coudre.
3. Machine à coudre selon la revendication 2, caractérisée en ce que le moyen de préhension (20) présente un bras oscillant (18) pivotable autour d'un
axe de pivotement à une extrémité disposée espacée de l'axe de pivotement duquel est
prévu un préhenseur de manipulation (20) destiné à recevoir et à transférer une boîte
à canette.
4. Machine à coudre selon la revendication 3, caractérisée par un support (21) disposé au niveau du bras oscillant (18) et au niveau duquel se trouve
le préhenseur de manipulation (20) pour des boîtes canette, le support (21) étant
mobile par rapport au bras oscillant.
5. Machine à coudre selon la revendication 3, caractérisée en ce que le support est mobile en ligne droite, en particulier le long d'un axe de mouvement
qui s'étend parallèlement à l'axe de pivotement (18a) du bras oscillant (18).
6. Machine à coudre selon au moins une des revendications précédentes 2 à 5, caractérisée en ce qu'il est prévu des moyens de préhension (20) dotés d'un support (22) pour une boîte
à canette (4) dans lequel une boîte à canette (4) peut être disposée de manière fixe
en rotation par serrage d'un volet pivotable de boîte à canette (28) au moyen d'un
doigt de retenue de boîte à canette (25) du moyen de préhension dans une rainure (30)
d'une surface s'étendant obliquement par rapport à l'axe longitudinal de la boîte
canette (4) du support (22).
7. Machine à coudre selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée par le dispositif de changement de boîte à canette (8) comportant un magasin de boîtes
à canette (9) disposé de manière à pouvoir tourner autour d'un axe de rotation et
qui présente plusieurs supports pour des boîtes à canette réparties autour de l'axe
de rotation.
8. Machine à coudre selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'axe de rotation du magasin de boîte à canette (9) s'étend du moins sensiblement
parallèlement à l'axe de rotation du boucleur rotatif (5).
9. Machine à coudre selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un axe de pivotement du moyen de préhension (20) s'étend du moins sensiblement parallèlement
à l'axe de rotation du magasin de boîte à canette.
10. Machine à coudre selon au moins une des revendications précédentes, caractérisée par une pièce porteuse (24) au niveau de laquelle sont disposés aussi bien le moyen de
préhension (20) avec sa propulsion motorisée que le magasin (9) avec sa propulsion
motorisée, la pièce porteuse (24) étant à son tour fixée de manière dissociable à
la partie supérieure du châssis de la machine (2), en particulier en-dessous de la
plaque de base.