Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Saugdüse für ein Saugreinigungsgerät, wobei die Saugdüse
einen Saugkanal zur Verbindung mit einem Gebläse eines Saugreinigungsgerätes aufweist,
wobei ein Saugkanalendbereich des Saugkanals in einen Saugmund mündet, wobei der Saugkanalendbereich
eine Mehrzahl von in den Saugmund mündenden Strömungsöffnungen aufweist, welche derart
kaskadenförmig geschaltet sind, dass ein ausgehend von dem Saugmund durch eine erste
Strömungsöffnung in den Saugkanalendbereich einströmender erster Strömungsanteil innerhalb
des Saugkanalendbereiches an einer zweiten Strömungsöffnung des Saugkanalendbereiches
vorbeiströmt, wobei sich der erste Strömungsanteil und ein durch die zweite Strömungsöffnung
in den Saugkanalendbereich einströmender zweiter Strömungsanteil addieren.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Saugreinigungsgerät mit einer Saugdüse, wobei
die Saugdüse einen eine Strömungsverbindung zu einem Gebläse bereitstellenden Saugkanal
aufweist, wobei ein Saugkanalendbereich des Saugkanals in einen Saugmund mündet, wobei
der Saugkanalendbereich eine Mehrzahl von in den Saugmund mündenden Strömungsöffnungen
aufweist, welche derart kaskadenförmig geschaltet sind, dass ein ausgehend von dem
Saugmund durch eine erste Strömungsöffnung in den Saugkanalendbereich einströmender
erster Strömungsanteil innerhalb des Saugkanalendbereiches an einer zweiten Strömungsöffnung
des Saugkanalendbereiches vorbeiströmt, wobei sich der erste Strömungsanteil und ein
durch die zweite Strömungsöffnung in den Saugkanalendbereich einströmender zweiter
Strömungsanteil addieren.
Stand der Technik
[0003] Saugdüsen und Saugreinigungsgeräte der vorgenannten Art sind im Stand der Technik
bekannt.
[0004] Die Saugdüse kann beispielsweise nach der Art eines Vorsatzgerätes ausgebildet sein
und mit einem Basisgerät eines Saugreinigungsgerätes lösbar verbunden werden. Alternativ
kann die Saugdüse auch einteilig mit dem Saugreinigungsgerät ausgebildet sein. Die
Saugdüse verfügt über einen Saugkanal, welcher einerseits eine Strömungsverbindung
zu einem Gebläse des Saugreinigungsgerätes aufweist und andererseits in den Saugmund
mündet. Bei Betrieb des Gebläses wird eine zu reinigende Fläche über den Saugmund
mit Unterdruck beaufschlagt, so dass auf der Fläche befindlicher Staub und/oder Schmutz
durch den Saugkanal in Richtung eines Sauggutsammelbehälters gefördert werden kann.
[0005] Eine derartige Lösung zeigt beispielsweise die Veröffentlichung
US 2008/0209671 A1.
Zusammenfassung der Erfindung
[0006] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine
Saugdüse zu schaffen, welche unabhängig von baulichen Bedingungen der Saugdüse eine
gleichmäßige Saugluftintensität entlang des Saugmundes aufweist, so dass die Saugdüse
über vorzugsweise ihre gesamte Breite ein optimales Reinigungsergebnis erzielt.
[0007] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe wird vorgeschlagen, dass der Saugkanal dezentral
an den Saugmund angeschlossen und einseitig einem Endbereich des Saugmundes zugeordnet
ist, wobei der Saugkanalendbereich eine asymmetrische Anbindung des Saugkanals an
den Saugmund ermöglicht.
[0008] Der Saugmund ist über eine Mehrzahl von Strömungsöffnungen mit dem Saugkanalendbereich
verbunden. Die Strömungsöffnungen münden bezogen auf eine Längsrichtung des Saugmundes
bevorzugt hintereinander in den Saugmund, so dass mehrere Strömungsanteile separat
in den Saugkanalendbereich einströmen und sich darin kaskadenartig aufsummieren. Entgegen
dem Stand der Technik strömt Luft somit nicht nur durch eine einzige Strömungsöffnung
in den Saugkanalendbereich. Vielmehr erfolgt eine Aufsplittung der Saugluft in mehrere
Strömungsanteile, die auf unterschiedlichen Strömungswegen ausgehend von dem Saugmund
in den Saugkanalendbereich gelangen. Die Strömungsöffnungen können an dem Saugkanalendbereich
so platziert und ausgelegt werden, dass entlang des Saugmundes eine homogene Saugluftintensität
zur Verfügung steht. Innerhalb des Saugkanalendbereiches strömt somit ein durch eine
bezogen auf den Saugkanal entfernteste Strömungsöffnung eintretender Strömungsanteil
an den anderen Strömungsöffnungen vorbei, welche an dem Saugkanalendbereich zwischen
der entferntesten Strömungsöffnung und dem in Richtung des Gebläses führenden Saugkanal
ausgebildet sind. Entlang des Saugmundes ist der Saugkanalendbereich somit nach der
Art eines Sammelkanals ausgebildet, welcher als Vermittler zwischen dem zu dem Gebläse
führenden Saugkanal und dem Saugmund dient. Durch die Anzahl, Anordnung und Größe
der Strömungsöffnungen inklusive der Zuströmquerschnitte innerhalb des Saugkanalendbereichs
kann eine Intensität des Saugluftstroms an jeder Strömungsöffnung separat beeinflusst
werden. Der so ausgebildete Saugkanalendbereich ermöglicht eine asymmetrische Anbindung
des Saugkanals an den Saugmund, wodurch in Bezug auf die geometrische Gestaltung der
Saugdüse und den zur Verfügung stehenden Bauraum eine größere Flexibilität gegeben
ist.
[0009] Insbesondere kann der zwischen dem Saugmund und dem Saugkanal angeordnete Saugkanalendbereich
parallel entlang des Saugmundes angeordnet sein. Der Saugkanalendbereich kann grundsätzlich
an beliebiger Stelle einen Übergang in den Saugkanal aufweisen. Vorzugsweise wird
hier ein endseitiger Anschluss des Saugkanalendbereiches an den Saugkanal vorgeschlagen,
so dass der Saugkanalendbereich ein endseitiger Fortsatz des Saugkanals ist. Sofern
der Saugkanalendbereich ein separat zu dem Saugkanal ausgebildetes Element ist, kann
der Saugkanal einen Anschlussbereich für beispielsweise eine lösbare Verbindung mit
dem Saugkanalendbereich aufweisen. Der Saugkanalendbereich ist strömungstechnisch
mittels der Mehrzahl von Strömungsöffnungen mit dem Saugmund verbunden, wobei die
Strömungsöffnungen vorzugsweise so angeordnet sind, dass die Saugluftintensität auch
in den Randbereichen des Saugmundes optimal ist.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Saugkanalendbereich eine langgestreckte
Form aufweist, wobei die Strömungsöffnungen bezogen auf eine Längsrichtung des Saugmundes
hintereinander in den Saugmund münden. Vorzugsweise kann eine Flächennormale einer
Öffnungsebene der Strömungsöffnung senkrecht zu der Längserstreckung des Saugkanalendbereiches
orientiert sein. Da die Saugdüse eines Saugreinigungsgerätes üblicherweise einen langgestreckten
Saugmund aufweist, dessen Längserstreckung quer zu einer Hauptfortbewegungsrichtung
des Saugreinigungsgerätes bzw. der Saugdüse orientiert ist, empfiehlt es sich, dass
auch der in den Saugmund mündende Saugkanalendbereich eine langgestreckte Form aufweist.
Die den Saugkanalendbereich mit dem Saugmund verbindenden Strömungsöffnungen sind
dabei so orientiert, dass die Flächennormalen der Öffnungsebenen jeweils senkrecht
zu der Längserstreckung des Saugkanalendbereiches stehen. Gemäß einer bevorzugten
Ausbildung ist der Saugkanalendbereich - bezogen auf eine übliche Orientierung der
Saugdüse während des Reinigungsbetriebs - über dem Saugmund angeordnet, insbesondere
parallel zu diesem.
[0011] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Strömungsöffnungen Öffnungsebenen mit unterschiedlich
großen und/oder unterschiedlich geformten Querschnittsflächen aufweisen. Durch die
Größe und Form der Strömungsöffnungen kann die Intensität des Saugluftstroms an jeder
Strömungsöffnung separat eingestellt werden. Dabei unterscheiden sich die Größen der
Strömungsöffnungen je nach dem zu erwartenden Druckverlust innerhalb des Saugkanalendbereiches.
Insbesondere müssen die Strömungsöffnungen so ausgelegt sein, dass diese die Gleichverteilung
der Saugluftintensität innerhalb des Saugmundes gewährleisten.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Strömungsöffnung
Teil einer Düse ist. Gemäß dieser Ausführung ist der Saugkanalendbereich über mehrere
Düsen mit dem Saugmund verbunden, so dass eine Geschwindigkeit und/oder Richtung der
Strömung neben anderen Faktoren wie der Größe der Querschnittsfläche auch durch die
Form und Größe der Düse bestimmt wird. Die Form und Größe der Düse kann dabei in der
Praxis variiert werden, um eine gleichmäßige Saugluftintensität über den Saugmund
zu erreichen.
[0013] In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass die Düsen unterschiedlich lange
Strömungswege zwischen dem Saugkanalendbereich und dem Saugmund bereitstellen. Die
Düsen können somit zueinander verschieden lang ausgebildet sein. Dadurch kann der
an der jeweiligen Düse bzw. Strömungsöffnung erzielte Druckverlust ebenfalls individuell
eingestellt werden.
[0014] Es empfiehlt sich des Weiteren, dass sich der Saugkanalendbereich in Richtung seiner
Längserstreckung entgegen der Strömungsrichtung verjüngt. Gemäß dieser Ausführung
weist der Saugkanalendbereich entlang seiner Längserstreckung kleiner werdende aufeinanderfolgende
Strömungsquerschnitte auf, so dass sich der Saugkanalendbereich ausgehend von einem
Gebläse bis hin zu der entlegensten Strömungsöffnung verkleinert. Die jeweiligen Zuströmpfade
der Strömungsöffnungen nehmen somit eine kaskadenförmige Anordnung ein.
[0015] Gemäß einer besonderen Ausführung wird vorgeschlagen, dass der Saugkanal zwei strömungstechnisch
parallel geschaltete Saugkanalendbereiche aufweist. Insbesondere können die Längserstreckungen
der beiden Saugkanalendbereiche parallel zueinander orientiert sein. Gemäß dieser
Ausführung mündet jeder der beiden Saugkanalendbereiche vorzugsweise in einen eigenen
Saugmund. Die Saugkanalendbereiche können voneinander beabstandet in einem Gehäuse
der Saugdüse angeordnet sein. Die Saugdüse kann beispielsweise einen ersten Saugmund
aufweisen, welcher in Bezug auf eine übliche Vorwärtsbewegung der Saugdüse während
eines Reinigungsbetriebs vorauseilt, und einen zweiten Saugmund, welcher bezogen auf
eine Fortbewegung in dazu entgegengesetzter Rückwärtsrichtung vorauseilt. Somit ermöglicht
die Saugdüse in beiden entgegengesetzten Richtungen ein gleichermaßen optimales Reinigungsergebnis.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der Saugkanalendbereich zwei bis zehn, insbesondere
drei bis fünf, Strömungsöffnungen aufweist. Je mehr Strömungsöffnungen an dem Saugkanalendbereich
ausgebildet sind, desto feiner kann die Saugluftintensität an dem Saugmund eingestellt
werden. Dabei empfiehlt es sich, umso mehr Strömungsöffnungen vorzusehen, je länger
der Saugmund ist.
[0017] Schließlich kann vorgesehen sein, dass ein durch eine Strömungsöffnung bedingter
Druckverlust mindestens fünfmal, insbesondere mindestens zehnmal, so groß ist wie
ein Druckverlust innerhalb des Saugkanalendbereiches. Um einen an allen Strömungsöffnungen
homogenen Volumenstrom zu erreichen, sind definierte Größen der Querschnittsflächen
der Strömungsöffnungen und bestimmte Größen der Strömungsquerschnitte innerhalb des
Saugkanalendbereiches erforderlich. Die Strömungsquerschnitte innerhalb des Saugkanalendbereiches
sind dabei die Querschnitte, welche im Wesentlichen senkrecht zu einer Hauptströmungsrichtung
orientiert sind. Für die Auslegung der Strömungsquerschnitte empfiehlt es sich, dass
die Druckverluste in dem Saugkanalendbereich zumindest fünfmal kleiner, besonders
bevorzugt jedoch zehnmal kleiner, sind als die Druckverluste durch die einzelnen Strömungsöffnungen.
Anders ausgedrückt müssen die Strömungsöffnungen einen mindestens fünfmal, besonders
bevorzugt mindestens zehnmal, größeren Druckverlust verursachen, um die Gleichverteilung
der Saugluftintensität an dem Saugmund zu gewährleisten.
[0018] Neben der zuvor beschriebenen Saugdüse wird mit der Erfindung des Weiteren ein Saugreinigungsgerät
mit einer Saugdüse, insbesondere mit einer zuvor beschriebenen Saugdüse, vorgeschlagen,
wobei die Saugdüse einen eine Strömungsverbindung zu einem Gebläse bereitstellenden
Saugkanal aufweist, wobei ein Saugkanalendbereich des Saugkanals in einen Saugmund
mündet, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanalendbereich eine Mehrzahl von in
den Saugmund mündenden Strömungsöffnungen aufweist, welche derart kaskadenförmig geschaltet
sind, dass ein ausgehend von dem Saugmund durch eine erste Strömungsöffnung in den
Saugkanalendbereich einströmender erster Strömungsanteil innerhalb des Saugkanalendbereiches
an einer zweiten Strömungsöffnung des Saugkanalendbereiches vorbeiströmt, wobei sich
der erste Strömungsanteil und ein durch die zweite Strömungsöffnung in den Saugkanalendbereich
einströmender zweiter Strömungsanteil addieren und wobei der Saugkanal dezentral an
den Saugmund angeschlossen und einseitig einem Endbereich des Saugmundes zugeordnet
ist, wobei der Saugkanalendbereich eine asymmetrische Anbindung des Saugkanals an
den Saugmund ermöglicht.
[0019] Das erfindungsgemäße Saugreinigungsgerät kann beispielsweise ein ausschließlich für
eine Saugreinigung verwendetes Gerät sein, oder alternativ auch ein kombiniertes Saug-Wischgerät
oder ein anderes Reinigungsgerät mit einer Saugfunktion. Die Saugdüse kann trennbar
an einem Basisgerät des Saugreinigungsgerätes anordenbar sein, oder auch fester Bestandteil
des Saugreinigungsgerätes sein. Die Saugdüse des erfindungsgemäßen Saugreinigungsgerätes
ist bevorzugt mit einem oder mehreren der zuvor erläuterten Merkmale ausgestaltet.
Die sich daraus ergebenden Vorteile gelten entsprechend auch für das erfindungsgemäße
Saugreinigungsgerät.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Saugreinigungsgerät mit einer Saugdüse;
- Fig. 2
- einen Teilbereich des Saugreinigungsgerätes mit der Saugdüse in einer frontalen Ansicht;
- Fig. 3
- eine Ansicht von oben in die Saugdüse, skizziert;
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung der Saugdüse;
- Fig. 5
- einen Teilbereich des in Fig. 3 dargestellten Saugkanalendbereiches;
- Fig. 6
- einen Teilbereich des in Fig. 3 dargestellten Saugkanalendbereiches aus einer anderen
Perspektive;
- Fig. 7
- eine Unteransicht eines Teilbereiches des in Fig. 3 dargestellten Saugkanalendbereiches.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0021] Figur 1 zeigt ein Saugreinigungsgerät 2, welches hier als handgeführtes Gerät mit
einem Basisgerät 14 und einer Saugdüse 1 ausgebildet ist. Die Saugdüse 1 ist nach
der Art eines Vorsatzgerätes trennbar an dem Basisgerät 14 angeordnet. Das Basisgerät
14 weist einen Stiel 16 auf, welcher teleskopierbar ausgebildet ist, so dass ein Nutzer
des Saugreinigungsgerätes 2 die Länge des Stiels 16 an seine Körpergröße anpassen
kann. An dem Stiel 16 ist des Weiteren ein Griff 17 angeordnet, an welchem der Nutzer
das Saugreinigungsgerät 2 während eines üblichen Arbeitsbetriebs führen, d. h. über
eine zu reinigende Fläche schieben, kann. Während des Arbeitsbetriebs führt der Nutzer
das Saugreinigungsgerät 2 üblicherweise in entgegengesetzte Bewegungsrichtungen über
die zu reinigende Fläche. Dabei schiebt er das Saugreinigungsgerät 2 abwechselnd von
sich weg bzw. zieht dieses zu sich hin. An dem Griff 17 ist ein Schalter 18 angeordnet,
welcher beispielsweise dem An- und Ausschalten eines Motors einer Motor-Gebläseeinheit
des Saugreinigungsgerätes 2 dient.
[0022] Die Saugdüse 1 weist ein Gehäuse 19 mit einem Verbindungsbereich 20 auf, an welchem
das Basisgerät 14 des Saugreinigungsgerätes 2 angeschlossen werden kann. Innerhalb
des Gehäuses 19 ist ein Saugkanal 3 geführt, welcher eine Strömungsverbindung zu der
Motor-Gebläse-Einheit des Saugreinigungsgerätes 2 bereitstellt. Der Saugkanal 3 weist
hier beispielsweise zwei Saugkanalendbereiche 4, 5 auf, welche an jeweils einen Saugmund
6 angeschlossen sind. Die in Figur 1 dargestellte Vorderseite des Gehäuses 19 weist
im Bereich des Saugmundes 6 beispielsweise eine Borstenleiste 15 als Dichtelement
auf.
[0023] Figur 2 zeigt eine Frontansicht der Saugdüse 1. Der in der Darstellung vorne in dem
Gehäuse 19 angeordnete Saugkanalendbereich 4 weist hier beispielsweise insgesamt drei
Strömungsöffnungen 7, 8, 9 auf, welche den Saugkanalendbereich 4 strömungstechnisch
mit dem Saugmund 6 verbinden. Die Strömungsöffnungen 7, 8, 9 sind jeweils Teil einer
Düse 13, die den Saugkanalendbereich von dem Saugmund 6 beabstandet. Die Düsen 13
stellen hier beispielsweise unterschiedlich lange Strömungswege für die durch die
Düsen 13 hindurchströmenden Strömungsanteile bereit. Alternativ können die Düsen 13
auch gleich lang ausgeführt sein.
[0024] Figur 3 zeigt einen Schnitt durch die Saugdüse 1 gemäß der in Figur 2 dargestellten
Linie III. Die Saugdüse 1 weist die beiden parallel zu einander orientierten Saugkanalendbereiche
4, 5 auf, welche über einen gemeinsamen Anschlussbereich 21 an den Saugkanal 3 angeschlossen
sind. Die Saugkanalendbereiche 4, 5 bilden jeweils einen Verteilerkanal für den jeweiligen
zugeordneten Saugmund 6. Dabei besteht über die Strömungsöffnungen 7, 8, 9 eine Strömungsverbindung
zwischen dem Saugkanalendbereich 4 und dem zugeordneten Saugmund 6 bzw. über die Strömungsöffnungen
10, 11, 12 eine Strömungsverbindung zwischen dem Saugkanalendbereich 5 und dem zugeordneten
Saugmund 6. Die Strömungsöffnungen 7, 8, 9 bzw. 10, 11, 12 weisen zueinander unterschiedlich
große Querschnittsflächen auf, wobei die in dem jeweiligen Saugkanalendbereich 4,
5 mittig angeordnete Strömungsöffnung 8 bzw. 11 eine größere Querschnittsfläche aufweist
als die weiteren Strömungsöffnungen 7, 9 bzw. 10, 12. Die Strömungsöffnungen 10, 11,
12 des zweiten Saugkanalendbereiches 5 können entweder analog zu den Strömungsöffnungen
7, 8, 9 des ersten Saugkanalendbereiches 4 bemessen sein, oder davon abweichend.
[0025] Die Querschnittsflächen der Strömungsöffnungen 7, 8, 9, 10, 11, 12 weisen hier beispielsweise
folgende Größen auf:
| Strömungsöffnung 7: |
191 mm2 |
| Strömungsöffnung 8: |
359 mm2 |
| Strömungsöffnung 9: |
179 mm2 |
| Strömungsöffnung 10: |
180,5 mm2 |
| Strömungsöffnung 11: |
359 mm2 |
| Strömungsöffnung 12: |
163,5 mm2. |
[0026] Figur 4 zeigt eine grob skizzierte Explosionsdarstellung einer Saugdüse 1. Die Saugdüse
1 weist einen unteren und einen oberen Gehäuseteilbereich sowie die dazwischen liegenden
Saugkanalendbereiche 4, 5 mit dem jeweils zugeordneten Saugmund 6 auf. Die Saugkanalendbereiche
4, 5 sind an einem gemeinsamen Anschlussbereich 21 zusammengeführt, welcher zum Anschluss
an den Saugkanal 3 dient.
[0027] Die Figuren 5 und 6 zeigen zwei unterschiedliche perspektivische Ansichten auf die
Saugkanalendbereiche 4, 5, wobei Figur 5 eine Ansicht auf den ersten Saugkanalendbereich
4 zeigt und wobei Figur 6 eine Ansicht auf den zweiten Saugkanalendbereich 5 zeigt.
Die Saugkanalendbereiche 4, 5 weisen entlang ihrer jeweiligen Längserstreckung sich
ändernde Formen auf, die unterschiedlich große Endbereichsquerschnitte 22 bis 30 für
die durch die Saugkanalendbereiche 4, 5 strömenden Strömungsanteile bereitstellen.
Ausgehend von dem Anschlussbereich 21 bis zu der in dem jeweiligen Saugkanalendbereich
4, 5 am weitesten entfernten Strömungsöffnung 7, 10 weisen die Endbereichsquerschnitte
26 bis 22 bzw. 27 bis 30 kleiner werdende Flächengrößen auf. Hier weisen die Endbereichsquerschnitte
22 bis 30 beispielsweise folgende Größen auf:
| Endbereichsquerschnitt 22: |
162,5 mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 23: |
448,5 mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 24: |
448,5 mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 25: |
579mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 26: |
608 mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 27: |
814,5mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 28 |
547,5 mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 29: |
410,5mm2 |
| Endbereichsquerschnitt 30: |
207 mm2. |
[0028] Das Verhältnis zwischen den Druckverlusten in den Saugkanalendbereichen 4, 5 und
den Druckverlusten der Strömungsöffnungen 7, 8, 9 bzw. 10, 11, 12 beträgt hier ungefähr
1:5, wobei der Druckverlust der Strömungsöffnungen 7 bis 9 ungefähr 700 Pa beträgt
und der Druckverlust im Saugkanalendbereich 4, 5 ungefähr 150 Pa, bei einem Volumenstrom
von 16 l/s verteilt auf die drei Strömungsöffnungen 7, 8, 9 bzw. 10, 11, 12. Die Strömungsöffnungen
7 bis 12 weisen somit einen Druckverlust auf, welcher ungefähr fünfmal größer ist
als der Druckverlust in dem Saugkanalendbereich 4, 5. Diese Auslegung ermöglicht innerhalb
des Saugmunds 6 eine Saugluftintensität, welche homogener über den Saugmund 6 verteilt
ist, als dies bei einem nur endseitigen Anschluss des Saugkanalendbereiches 4, 5 an
den Saugmund 6 der Fall wäre.
[0029] Figur 7 zeigt schließlich eine Unteransicht des in Figur 5 vorne dargestellten Saugkanalendbereiches
4 mit den drei Strömungsöffnungen 7, 8, 9.
[0030] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung eines Saugkanalendbereiches 4, 5 als Verteilerkanal
zwischen dem Anschlussbereich 21 und mehreren zu dem jeweiligen Saugmund 6 weisenden
Strömungsöffnungen 7 bis 9 bzw. 10 bis 12 kann eine homogene Saugluftintensität an
dem Saugmund 6 erreicht werden. Die durch den Saugmund 6 eingesaugte Luft strömt derart
durch die Strömungsöffnungen 7 bis 9 bzw. 10 bis 12 in den Saugkanalendbereich 4 bzw.
5 ein, dass ein durch die jeweils am weitesten von dem Anschlussbereich 21 entfernte
Strömungsöffnung 7 bzw. 10 in den Saugkanalendbereich 4 bzw. 5 strömender Strömungsanteil
an den benachbarten Strömungsöffnungen 8, 9 bzw. 11, 12 vorbeiströmt, so dass sich
kaskadenförmige Strömungspfade in Richtung des Anschlussbereiches 21 ergeben. Dies
ermöglicht in Kombination mit den sich in Richtung der entlegensten Strömungsöffnungen
7, 10 verjüngenden Saugkanalendbereichen 4, 5 sowie deren Endbereichsquerschnitten
22 bis 30 und den Größen der Strömungsöffnungen 7 bis 12 eine individuelle Auslegung
der Saugkanalendbereiche 4, 5, so dass je nach der Form und Größe des in dem Gehäuse
19 der Saugdüse 1 zur Verfügung stehenden Bauraums eine Homogenität der Saugluftintensität
an dem Saugmund 6 erreicht werden kann.
Liste der Bezugszeichen
| 1 |
Saugdüse |
26 |
Endbereichsquerschnitt |
| 2 |
Saugreinigungsgerät |
27 |
Endbereichsquerschnitt |
| 3 |
Saugkanal |
28 |
Endbereichsquerschnitt |
| 4 |
Saugkanalendbereich |
29 |
Endbereichsquerschnitt |
| 5 |
Saugkanalendbereich |
30 |
Endbereichsquerschnitt |
| 6 |
Saugmund |
|
|
| 7 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 8 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 9 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 10 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 11 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 12 |
Strömungsöffnung |
|
|
| 13 |
Düse |
|
|
| 14 |
Basisgerät |
|
|
| 15 |
Borstenleiste |
|
|
| 16 |
Stiel |
|
|
| 17 |
Griff |
|
|
| 18 |
Schalter |
|
|
| 19 |
Gehäuse |
|
|
| 20 |
Verbindungsbereich |
|
|
| 21 |
Anschlussbereich |
|
|
| 22 |
Endbereichsquerschnitt |
|
|
| 23 |
Endbereichsquerschnitt |
|
|
| 24 |
Endbereichsquerschnitt |
|
|
| 25 |
Endbereichsquerschnitt |
|
|
1. Saugdüse (1) für ein Saugreinigungsgerät (2), wobei die Saugdüse (1) einen Saugkanal
(3) zur Verbindung mit einem Gebläse eines Saugreinigungsgerätes (2) aufweist, wobei
ein Saugkanalendbereich (4, 5) des Saugkanals (3) in einen Saugmund (6) mündet wobei
der Saugkanalendbereich (4, 5) eine Mehrzahl von in den Saugmund (6) mündenden Strömungsöffnungen
(7, 8, 9, 10, 11, 12) aufweist, welche derart kaskadenförmig geschaltet sind, dass
ein ausgehend von dem Saugmund (6) durch eine erste Strömungsöffnung (7, 10) in den
Saugkanalendbereich (4, 5) einströmender erster Strömungsanteil innerhalb des Saugkanalendbereiches
(4, 5) an einer zweiten Strömungsöffnung (8, 9, 11, 12) des Saugkanalendbereiches
(4, 5) vorbeiströmt, wobei sich der erste Strömungsanteil und ein durch die zweite
Strömungsöffnung (8, 9, 11, 12) in den Saugkanalendbereich (4, 5) einströmender zweiter
Strömungsanteil addieren, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (3) dezentral an den Saugmund (6) angeschlossen und einseitig einem
Endbereich des Saugmundes (6) zugeordnet ist, wobei der Saugkanalendbereich (4, 5)
eine asymmetrische Anbindung des Saugkanals (3) an den Saugmund (6) ermöglicht.
2. Saugdüse (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanalendbereich (4, 5) eine langgestreckte Form aufweist, wobei die Strömungsöffnungen
(7, 8, 9, 10, 11, 12) bezogen auf eine Längsrichtung des Saugmundes (6) hintereinander
in den Saugmund (6) münden.
3. Saugdüse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsöffnungen (7, 8, 9, 10, 11, 12) Öffnungsebenen mit unterschiedlich großen
und/oder unterschiedlich geformten Querschnittsflächen aufweisen.
4. Saugdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsöffnung (7, 8, 9, 10, 11, 12) Teil einer Düse (13) ist.
5. Saugdüse (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (13) unterschiedlich lange Strömungswege zwischen dem Saugkanalendbereich
(4, 5) und dem Saugmund (6) bereitstellen.
6. Saugdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Saugkanalendbereich (4, 5) in Richtung seiner Längserstreckung entgegen
der Strömungsrichtung verjüngt.
7. Saugdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (3) zwei strömungstechnisch parallel geschaltete Saugkanalendbereiche
(4, 5) aufweist, deren Längserstreckungen insbesondere parallel zueinander orientiert
sind.
8. Saugdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanalendbereich (4, 5) zwei bis zehn, insbesondere drei bis fünf, Strömungsöffnungen
(7, 8, 9, 10, 11, 12) aufweist.
9. Saugdüse (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch eine Strömungsöffnung (7, 8, 9, 10, 11, 12) bedingter Druckverlust mindestens
fünfmal, insbesondere mindestens zehnmal, so groß ist wie ein Druckverlust innerhalb
des Saugkanalendbereiches (4, 5).
10. Saugreinigungsgerät (2) mit einer Saugdüse (1), insbesondere mit einer Saugdüse (1)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Saugdüse (1) einen eine Strömungsverbindung
zu einem Gebläse bereitstellenden Saugkanal (3) aufweist, wobei ein Saugkanalendbereich
(4, 5) des Saugkanals (3) in einen Saugmund (6) mündet, wobei der Saugkanalendbereich
(4, 5) eine Mehrzahl von in den Saugmund (6) mündenden Strömungsöffnungen (7, 8, 9,
10, 11, 12) aufweist, welche derart kaskadenförmig geschaltet sind, dass ein ausgehend
von dem Saugmund (6) durch eine erste Strömungsöffnung (7, 10) in den Saugkanalendbereich
(4, 5) einströmender erster Strömungsanteil innerhalb des Saugkanalendbereiches (4,
5) an einer zweiten Strömungsöffnung (8, 9, 11, 12) des Saugkanalendbereiches (4,
5) vorbeiströmt, wobei sich der erste Strömungsanteil und ein durch die zweite Strömungsöffnung
(8, 9, 11, 12) in den Saugkanalendbereich (4, 5) einströmender zweiter Strömungsanteil
addieren, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugkanal (3) dezentral an den Saugmund (6) angeschlossen und einseitig einem
Endbereich des Saugmundes (6) zugeordnet ist, wobei der Saugkanalendbereich (4, 5)
eine asymmetrische Anbindung des Saugkanals (3) an den Saugmund (6) ermöglicht.