Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungseinrichtung, insbesondere für ein Feuchtreinigungsgerät,
mit einem Gehäuse, einer motorisch angetriebenen Schwingplatte und einer mit der Schwingplatte
lösbar verbindbaren Trägerplatte zur Aufnahme eines Reinigungselementes.
[0002] Zudem betrifft die Erfindung ein Reinigungsgerät, insbesondere Feuchtreinigungsgerät,
mit einer solchen Reinigungseinrichtung.
Stand der Technik
[0003] Reinigungseinrichtungen und Reinigungsgeräte der vorgenannten Art sind im Stand der
Technik bekannt.
[0004] Die Reinigungseinrichtungen dienen insbesondere der Reinigung von Hartbodenbelägen,
bspw. Fliesenböden oder Parkettböden, insbesondere im Haushaltsbereich. Die Reinigungseinrichtungen
können bspw. als Vorsatzgeräte zur lösbaren Verbindung mit einem Basisgerät eines
Reinigungsgerätes ausgebildet sein. Das Basisgerät stellt insbesondere eine Einrichtung
zum Schieben der Reinigungseinrichtung über eine zu reinigende Fläche, eine Elektroversorgung,
ggf. zusätzlich ein Sauggebläse, und Weiteres zur Verfügung. Die Reinigungseinrichtungen
weisen ein auf eine zu reinigende Fläche einwirkendes Reinigungselement auf, bspw.
in Form eines textilen Reinigungstuches. Das Reinigungselement wird mittels einer
Schwingplatte bewegt, wobei eine durch einen Nutzer der Reinigungseinrichtung während
eines üblichen Reinigungsbetriebs durchgeführte Schiebeverlagerung (Vor- und Zurückverlagerung)
von der Bewegung der Schwingplatte und damit auch der Bewegung des Reinigungselementes
überlagert wird. Das Reinigungselement ist auf einer Trägerplatte befestigt, welche
wiederum so an der Schwingplatte angeordnet werden kann, dass die Trägerplatte fest
mit der Schwingplatte verbunden ist und die Schwingbewegung mit vollzieht. Die Schwingplatte
wird bspw. durch einen elektromotorischen Exzenterantrieb kreisförmig geschwungen.
[0005] Eine Reinigungseinrichtung der vorgenannten Art zeigt bspw. die Druckschrift
EP 2 578 131 B1. Um die Trägerplatte mitsamt einem daran angeordneten Reinigungselement an der Schwingplatte
anzuordnen, weisen die Trägerplatte und die Schwingplatte korrespondierende Befestigungsschienen
auf. Zum Verbinden und auch Trennen der Befestigungsschienen ist es erforderlich,
dass ein Nutzer die Reinigungseinrichtung von einer zu reinigenden Fläche abhebt und
die Trägerplatte parallel zu einer Erstreckungsebene der Schwingplatte verschiebt.
Dabei ist es erforderlich, dass der Nutzer die Trägerplatte mit seiner Hand führt.
[0006] Nachteilig bei den im Stand der Technik bekannten Reinigungseinrichtungen ist somit,
dass der Nutzer die Trägerplatte mit seiner Hand ergreifen muss. Dabei kommt es zu
einem Kontakt mit Reinigungsflüssigkeit, Schmutzflüssigkeit und/oder Schmutz.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es daher Aufgabe der Erfindung,
eine Reinigungseinrichtung zu schaffen, bei welcher die Trägerplatte von der Schwingplatte
entfernt werden kann, ohne dass der Nutzer manuell an der Trägerplatte und/oder der
Schwingplatte angreifen muss. Gleiches gilt für die Befestigung der Trägerplatte an
der Schwingplatte.
[0008] Zur Lösung der vorgenannten Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass die Reinigungseinrichtung
eine beweglich an dem Gehäuse gelagerte Betätigungseinrichtung zum Trennen der Trägerplatte
von der Schwingplatte aufweist, wobei die Betätigungseinrichtung infolge einer Betätigung
gegen die Trägerplatte verlagerbar ist, um diese von der Schwingplatte zu lösen.
[0009] Erfindungsgemäß wird nunmehr ein Mechanismus mit einer relativ zu der Trägerplatte
beweglichen Betätigungseinrichtung vorgeschlagen, welche eine Kraft auf die Trägerplatte
ausübt und geeignet ist, die Trägerplatte von der Schwingplatte zu lösen, indem bspw.
korrespondierende Befestigungsmittel der Trägerplatte und der Schwingplatte voneinander
getrennt werden. Der Nutzer muss somit nicht mehr manuell an der Trägerplatte angreifen,
um diese von der Schwingplatte zu lösen. Vielmehr betätigt er die Betätigungseinrichtung,
die daraufhin das Trennen der Trägerplatte übernimmt. Die Betätigungseinrichtung kann
nach der Art eines schwenkbaren Hebels oder eines linear verlagerbaren Betätigungselementes
ausgebildet sein, wobei ein Teilbereich der Betätigungseinrichtung vorzugsweise dort
an der Trägerplatte angreift, wo diese korrespondierende Befestigungsmittel zu der
Schwingplatte aufweist. Besonders bevorzugt ist den Befestigungsmitteln der Trägerplatte
und der Schwingplatte ein Federelement zugeordnet, welches die Trägerplatte beim Ausüben
einer Kraft mittels der Betätigungseinrichtung zusätzlich mit einer Rückstellkraft
des Federelementes beaufschlagt, wodurch das Herauslösen der Trägerplatte erleichtert
wird.
[0010] Insbesondere wird vorgeschlagen, dass die Betätigungseinrichtung eine schwenkbar
an einem Schwenkzentrum gelagerte Wippe ist, welche einerseits mit einem ersten Wippenflügel
gegen das Gehäuse und andererseits mit einem zweiten Wippenflügel gegen die Trägerplatte
schwenkbar ist. Die Betätigungseinrichtung ist somit eine Wippe, welche um ein Schwenkzentrum
rotieren kann. Die Wippenflügel der Wippe wirken einerseits gegen die von der Schwingplatte
zu lösende Trägerplatte und andererseits gegen das Gehäuse, welches als Gegenlager
für die Schwenkbewegung dient. Bei einer Betätigung der Betätigungseinrichtung schwenkt
diese um das Schwenkzentrum und bewirkt die Beaufschlagung der Trägerplatte mit einer
Kraft des zweiten Wippenflügels. Dabei wird der erste Wippenflügel gegen das Gehäuse
der Reinigungseinrichtung gestützt, so dass die entsprechende Kraft durch die Hebelwirkung
aufgebracht werden kann. Es empfiehlt sich, die Wippenflügel der Betätigungseinrichtung
mit einer Länge auszugestalten, die ein bequemes und einfaches Loslösen der Trägerplatte
durch einen Nutzer ermöglicht.
[0011] Insbesondere wird vorgeschlagen, dass ein Rad der Reinigungseinrichtung rotierbar
an der Betätigungseinrichtung gelagert ist. Insbesondere kann das Rad an einem Wippenflügel
der schwenkbar gelagerten Wippe angeordnet sein. Die Betätigungseinrichtung bzw. der
Wippenflügel weist dabei eine Rotationsachse auf, um welche das Rad der Reinigungseinrichtung
rotieren kann. Das Rad kann ein motorisch angetriebenes Rad der Reinigungseinrichtung
oder auch ein lediglich passiv mitrotierendes Rad, bspw. für einen bloßen Transport
der Reinigungseinrichtung, sein.
[0012] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Rad an einem gegen das Gehäuse schwenkbaren
ersten Wippenflügel der Wippe gelagert ist. Insbesondere kann das Rad bei Betätigung
der Betätigungseinrichtung gegen das Gehäuse abstützbar sein. Durch die Anordnung
des Rades an dem ersten Wippenflügel, welcher bei einer Betätigung der Betätigungseinrichtung
gegen das Gehäuse geschwenkt wird, stützt sich das Rad bei der Betätigung der Betätigungseinrichtung
gegen das Gehäuse ab, so dass der gegenüberliegende zweite Wippenflügel gegen die
Trägerplatte verlagert werden kann.
[0013] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Betätigungseinrichtung bei einer Betätigung
zum Lösen der Trägerplatte entgegen der Rückstellkraft eines Federelementes verlagerbar
ist. Das Federelement kann insbesondere an einem Schwenkzentrum der Betätigungseinrichtung
und/oder zwischen dem Gehäuse und der Betätigungseinrichtung angeordnet sein. Das
der Betätigungseinrichtung zugeordnete Federelement sorgt für eine Vorzugstellung
der Betätigungseinrichtung relativ zu dem Gehäuse der Reinigungseinrichtung. Die Vorzugstellung
ist hier eine Stellung, bei welcher die Betätigungseinrichtung nicht gegen die Trägerplatte
drückt, so dass diese fest mit der Schwingplatte verbunden bleibt. Wenn die Betätigungseinrichtung
entgegen der Rückstellkraft des Federelementes verlagert wird, nämlich durch die Betätigung
der Betätigungseinrichtung, wird eine Kraft auf die Trägerplatte ausgeübt, die schließlich
zu einem Loslösen von der Schwingplatte führt. Das Federelement kann bspw. eine Torsionsfeder
sein, welche im Bereich des Schwenkzentrums einerseits an der Betätigungseinrichtung
und andererseits an dem Gehäuse der Reinigungseinrichtung angreift. Des Weiteren kann
das Federelement auch außerhalb des Schwenkzentrums, bspw. an einem von dem Schwenkzentrum
abgewandten Endbereich eines Wippenflügels, angeordnet sein. Hierzu sind bspw. Federelemente
wie Schraubenfedern, Blattfedern oder andere geeignet. Die Federkraft des Federelementes
ist so bemessen, dass diese das Eigengewicht der Reinigungseinrichtung bzw. des die
Reinigungseinrichtung aufweisenden Reinigungsgerätes trägt, aber bei zusätzlicher
Kraftbeaufschlagung der Betätigungseinrichtung durch einen Nutzer entgegen der Rückstellkraft
einfedert. Die Rückstellkraft des Federelementes ist somit so ausgelegt, dass dieses
nur bei zusätzlicher Kraftbeaufschlagung durch den Nutzer einfedert.
[0014] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse ein Betätigungselement zum Verlagern
der Betätigungseinrichtung gegen die Trägerplatte aufweist. Grundsätzlich kann vorgesehen
sein, dass die Betätigungseinrichtung relativ zu dem Gehäuse der Reinigungseinrichtung
verlagerbar ist, bspw. im Sinne einer verlagerbaren Taste oder eines flexiblen Gehäuseteilbereiches.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird jedoch vorgeschlagen, dass das Betätigungselement
eine an dem Gehäuse ausgebildete Trittfläche für einen Nutzer der Reinigungseinrichtung
ist. Die Trittfläche ist ein einteilig mit dem Gehäuse ausgebildeter Teilbereich,
welcher ebenso wie das Gehäuse insgesamt starr ausgebildet ist und sich bei einer
Kraftbeaufschlagung durch den Nutzer nicht relativ zu anderen Teilbereichen des Gehäuses
verlagert und/oder verformt. Vielmehr ist das Betätigungselement als Markierung eines
Teilbereiches des Gehäuses ausgebildet, welche dem Nutzer einen Ort des Gehäuses anzeigt,
auf welchen der Nutzer eine Kraft zur Verlagerung der Betätigungseinrichtung aufzubringen
hat. Die Krafteinwirkung auf die Betätigungseinrichtung erfolgt dabei nicht unmittelbar
durch das Betätigungselement, sondern vielmehr dadurch, dass die Krafteinwirkung auf
das Betätigungselement eine Verlagerung des Gehäuses der Reinigungseinrichtung relativ
zu dem Betätigungselement verursacht, wodurch wiederum auch die Betätigungseinrichtung
gegen die Trägerplatte verlagert wird, nämlich vorzugsweise durch die Schwenkbewegung
der zuvor vorgeschlagenen Wippe mit zwei Wippenflügeln.
[0015] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Betätigungselement bezogen auf einen relativ
zu einer zu reinigenden Fläche verkippten Zustand der Reinigungseinrichtung vertikal
über einem Wippenflügel der Betätigungseinrichtung positioniert ist, so dass die Betätigungseinrichtung
aufgrund einer Betätigung des Betätigungselementes relativ zu dem Gehäuse verschwenkbar
ist, wobei sich die Betätigungseinrichtung insbesondere auf der zu reinigenden Fläche
abstützt. Der verkippte Zustand der Reinigungseinrichtung kann besonders vorteilhaft
ein Zustand sein, welcher bei der Nichtbenutzung der Reinigungseinrichtung angewendet
wird. In dieser sogenannten Sackkarrenstellung wird die Reinigungseinrichtung verkippt,
wenn diese aktuell nicht in Betrieb ist und kurzfristig oder auch über längere Zeit
ausgeschaltet und/oder verstaut ist. In dem verkippten Zustand der Reinigungseinrichtung
sind das Reinigungselement und/oder die Trägerplatte üblicherweise von einer zu reinigenden
Fläche abgehoben, so dass sich ein Freiraum für die Ablösebewegung der Trägerplatte
von der Schwingplatte ergibt. Bei der Schwenkbewegung der Betätigungseinrichtung hat
die Trägerplatte somit genügend Freiraum zwischen der Schwingplatte und einer Bodenfläche,
um ohne Zutun des Nutzers von der Schwingplatte abzufallen. Darüber hinaus ermöglicht
erst der verkippte Zustand der Reinigungseinrichtung eine Krafteinwirkung auf die
Betätigungseinrichtung, da nämlich erst dann das Betätigungselement vertikal über
einem Wippenflügel der Betätigungseinrichtung angeordnet ist. Solange die Reinigungseinrichtung
noch in einer üblichen Arbeitsposition orientiert ist, befindet sich das Betätigungselement
bezogen auf die vertikale Richtung neben dem Wippenflügel, so dass eine Krafteinwirkung
nicht erfolgen kann, weil bspw. die von dem Nutzer über das Betätigungselement eingebrachte
Kraft auf ein Schwenkzentrum der Betätigungseinrichtung wirkt, was wiederum keine
Schwenkbewegung zur Folge hat. Durch die Kraftbeaufschlagung in dem verkippten Zustand
der Reinigungseinrichtung wird das gesamte Gehäuse der Reinigungseinrichtung gegen
den dem Betätigungselement zugeordneten Wippenflügel, insbesondere gegen ein dort
angeordnetes Rad, in Richtung der zu reinigenden Fläche gedrückt, insbesondere von
einem Nutzer heruntergetreten. Das vorzugsweise auf dem Wippenflügel angeordnete Rad
verlagert sich gemeinsam mit dem Wippenflügel, vorzugsweise gegen die Rückstellkraft
des dort angeordneten Federelementes, gegen das Gehäuse, wobei der Wippenflügel um
das Schwenkzentrum der Wippe rotiert. Die Lösefunktion der Trägerplatte wird somit
insgesamt durch ein höhenbeweglich gelagertes und verfedertes Betätigungselement,
insbesondere unter Beteiligung eines dort angeordneten Rades der Reinigungseinrichtung,
bedient.
[0016] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Reinigungseinrichtung ein bezogen auf eine
Orientierung der Reinigungseinrichtung während eines üblichen Reinigungsbetriebs unter
dem Gehäuse hervorstehendes Abstandselement aufweist, wobei eine hervorstehende Länge
des Abstandselementes so bemessen ist, dass das Abstandselement während des Reinigungsbetriebs
über eine Umfangsfläche eines Rades, jedoch nicht über die Trägerplatte hinausragt.
Das Abstandselement weist somit in vertikaler Richtung (bezogen auf eine Orientierung
der Reinigungseinrichtung während eines üblichen Reinigungsbetriebs) eine Länge auf,
die so bemessen ist, dass das Abstandselement zwischen der Umfangsfläche des Rades
und der der zu reinigenden Fläche zugewandten Seite der Trägerplatte endet. Während
des Reinigungsbetriebs berührt das Abstandselement die zu reinigende Fläche somit
nicht. Während des Reinigungsbetriebs ist ausschließlich die Trägerplatte bzw. das
daran angeordnete Reinigungselement in Kontakt mit der zu reinigenden Fläche. Das
Abstandselement kann eine separate Stütze des Gehäuses sein. Gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltung kann das Abstandselement jedoch bspw. auch ein an dem Gehäuse angeordneter
Saugmund sein, der die Aufgabe der Beabstandung übernimmt. Das Abstandselement verhindert,
dass die Betätigungseinrichtung und/oder das daran angeordnete Rad in einem nicht
gekippten Zustand der Reinigungseinrichtung die Fläche berühren kann. Somit kann die
Trägerplatte nur in einem betriebssicheren Zustand der Reinigungseinrichtung von der
Schwingplatte gelöst werden. Es ist somit eine inhärente Sicherheit gegen Fehlbedienung
der Reinigungseinrichtung geschaffen, ohne dass separate Zustandserkennungen oder
Bediensperren notwendig sind. Das Abstandselement verhindert, dass das Gehäuse relativ
zu der zu reinigenden Fläche verlagert werden kann, zumindest in einem solchen Maße,
dass die Betätigungseinrichtung nicht relativ zu dem Gehäuse verschwenken kann und
somit eine Kraft auf die Trägerplatte ausgeübt wird.
[0017] Schließlich wird vorgeschlagen, dass das an der Betätigungseinrichtung angeordnete
Rad bezogen auf eine Betrachtungsrichtung senkrecht zu einer das Reinigungselement
aufnehmenden Ebene der Trägerplatte neben der Trägerplatte angeordnet ist, so dass
das Rad bei Verkippen der Reinigungseinrichtung gegenüber einer zu reinigenden Fläche
auf die Fläche aufstellbar ist. Die Ortsangabe "neben der Trägerplatte" bedeutet hier
insbesondere bezogen auf eine übliche Bewegungsrichtung der Reinigungseinrichtung
hinter der Trägerplatte. Üblicherweise wird die Reinigungseinrichtung während des
Reinigungsbetriebs in einer abwechselnden Vor- und Zurückbewegung von einem Nutzer
von sich weggeschoben bzw. zu sich hingezogen. Die verkippte Stellung der Reinigungseinrichtung
entspricht somit einer Stellung, in welcher die Reinigungseinrichtung auf den Nutzer
zugekippt ist, insbesondere ist dies eine Richtung, welche senkrecht zu einer Längserstreckung
der Trägerplatte bzw. der Schwingplatte orientiert ist. Bezogen auf eine übliche Vorwärtsbewegung
der Reinigungseinrichtung ist das Rad somit hinter der Trägerplatte angeordnet, und
zwar so, dass das Betätigungselement in der verkippten Stellung der Reinigungseinrichtung
vorzugsweise vertikal über dem an der Betätigungseinrichtung angeordneten Rad liegt.
[0018] Neben der zuvor beschriebenen Reinigungseinrichtung wird mit der Erfindung des Weiteren
auch ein Reinigungsgerät, insbesondere ein Feuchtreinigungsgerät, mit einer solchen
Reinigungseinrichtung vorgeschlagen. Das Reinigungsgerät kann grundsätzlich jedes
Reinigungsgerät sein, das ausschließlich oder u.a. zur Reinigung einer Fläche geeignet
ist, insbesondere eine Saugreinigung und/oder Feuchtreinigung durchführt. Hierzu zählen
zum einen handgeführte Reinigungsgeräte, jedoch auch selbsttätig verfahrbare Reinigungsgeräte,
wie insbesondere Reinigungsroboter. Darüber hinaus sind neben üblichen Bodenreinigungsgeräten
zur Reinigung eines Fußbodens bspw. auch Reinigungsgeräte zur Reinigung von Überbodenflächen
umfasst, bspw. zur Reinigung von Fensterscheiben, Regalböden, Fußleisten, Stufen und
dergleichen.
[0019] Zudem gelten alle in Bezug auf die Reinigungseinrichtung genannten Merkmale analog
auch für das vorgeschlagene Reinigungsgerät.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Reinigungsgerät mit einer Reinigungseinrichtung,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung mit einer Schwingplatte, einer Trägerplatte und einem Reinigungselement,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Reinigungseinrichtung,
- Fig. 4
- eine Explosionsdarstellung der Reinigungseinrichtung mit Gehäuse, Trägerplatte und
Betätigungseinrichtung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Unteransicht der Reinigungseinrichtung,
- Fig. 6
- einen Teilbereich der Unteransicht der Reinigungseinrichtung mit Blick auf die Trägerplatte,
- Fig. 7
- den Teilbereich gemäß Fig. 6 mit einem Blick auf die Schwingplatte ohne daran angeordnete
Trägerplatte,
- Fig. 8
- eine perspektivische Seitenansicht der Reinigungseinrichtung in einer Sackkarrenstellung,
- Fig. 9
- die Reinigungseinrichtung gemäß Fig. 8 mit von der Schwingplatte abgeworfener Trägerplatte,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht eines Teilbereiches einer Reinigungseinrichtung mit einem Abstandselement.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0021] Fig. 1 zeigt ein Reinigungsgerät 15, welches hier als handgeführtes Feuchtreinigungsgerät
mit einem Basisgerät 16 und einer als Vorsatzgerät ausgebildeten Reinigungseinrichtung
1 ausgestattet ist. Die Reinigungseinrichtung 1 ist abnehmbar an dem Basisgerät 16
gehalten. Das Basisgerät 16 weist einen Stiel 17 auf, welcher hier bspw. teleskopierbar
ausgebildet ist, so dass ein Nutzer des Reinigungsgerätes 15 die Länge des Stiels
17 an seine Körpergröße anpassen kann. An dem Stiel 17 ist des Weiteren ein Griff
18 angeordnet, an welchem der Nutzer das Reinigungsgerät 15 während eines üblichen
Wischbetriebs führen, d.h. über eine zu reinigende Fläche schieben, kann. Während
des Wischbetriebs führt der Nutzer das Reinigungsgerät 15 üblicherweise in entgegengesetzte
Bewegungsrichtung über die zu reinigende Fläche. Dabei schiebt er das Reinigungsgerät
15 abwechselnd von sich weg bzw. zieht dieses zu sich hin. An dem Griff 18 ist ein
Schalter 19 angeordnet, welcher bspw. dem An- und Ausschalten eines Elektromotors
des Reinigungsgerätes 15 dient. Der Elektromotor wird über ein Elektrokabel des Reinigungsgerätes
15 mit Energie versorgt. Auf einer Oberseite eines Gehäuses 2 der Reinigungseinrichtung
1 ist ein Betätigungselement 13 vorgesehen, über welches ein Nutzer des Reinigungsgerätes
15 eine Trägerplatte 4 mit einem Reinigungselement 5 von einer Schwingplatte 3 der
Reinigungseinrichtung 1 lösen kann. Das Betätigungselement 13 ist hier eine Trittfläche,
auf welche ein Nutzer Kraft mittels seines Fußes oder auch mittels seiner Hand ausüben
kann.
[0022] Die Reinigungseinrichtung 1 weist die in Fig. 2 dargestellte Kombination aus einer
Schwingplatte 3, einer Trägerplatte 4 und einem Reinigungselement 5 auf. Die Schwingplatte
3 weist auf ihrer dargestellten Oberseite zentral eine Rotationsachsenaufnahme 23
für eine Antriebsachse eines Elektromotors auf. Die Antriebsachse dient in Kombination
mit einem Exzenter einerseits zur Festlegung der Schwingplatte 3 an der Reinigungseinrichtung
1, und andererseits zum Bewirken oszillierender Schwingbewegungen der Schwingplatte
3. Bezüglich des Exzenterantriebs der Schwingplatte 3 wird auf die Veröffentlichung
EP 2 578 131 B1 verwiesen. Die Schwingplatte 3 wird bevorzugt mit einer Oszillationsfrequenz von
bspw. 1.000 U/min bis hin zu 2.000 U/min angetrieben. Diese Schwingbewegung der Schwingplatte
3 relativ zu dem Gehäuse 2 der Reinigungseinrichtung 1 überlagert sich während eines
Wischbetriebs mit einer Verlagerung des Reinigungsgerätes 15 über die zu reinigende
Fläche durch einen Nutzer. Beide Bewegungen, d.h. sowohl die manuelle Verlagerungsbewegung
als auch die Schwingbewegung der Schwingplatte 3, erfolgen in derselben Ebene, nämlich
der Schwingungsebene der Schwingplatte 3.
[0023] Das Reinigungselement 5 ist ein teilweise elastisch ausgebildetes Reinigungstuch,
insbesondere ein Mikrofasertuch. Dieses kann mit Hilfe von Befestigungsmitteln 22,
hier Klettverschlüssen, an entsprechenden Befestigungsmitteln 22 (siehe Fig. 5) der
Trägerplatte 4 befestigt werden.
[0024] Zur Befestigung der Trägerplatte 4 an der Schwingplatte 3 weisen diese korrespondierende
Befestigungsmittel 20, 21 auf, wobei jeweils ein Befestigungsmittel 20 der Schwingplatte
3 mit einem Befestigungsmittel 21 der Trägerplatte 4 zu einem Befestigungsmittelpaar
verbindbar ist. Das Befestigungsmittel 20 der Schwingplatte 3 ist hier bspw. ein relativ
zu der Schwingplatte 3 verlagerbares Rastelement. Das Rastelement ist innerhalb einer
Führungseinrichtung geführt und mit der Rückstellkraft eines Federelementes beaufschlagt
(nicht dargestellt). Die Trägerplatte 4 weist korrespondierend zu dem Befestigungsmittel
20 der Schwingplatte 3 ein einen Hinterschnitt aufweisendes Befestigungsmittel 21
auf. Die Befestigungsmittel 20, 21 der Schwingplatte 3 und der Trägerplatte 4 sind
insofern korrespondierend zueinander ausgebildet, als das Befestigungsmittel 20 der
Schwingplatte 3 bei Verbindung mit der Trägerplatte 4 an der Kontur des Befestigungsmittels
21 der Trägerplatte 4 entlanggleitet und schließlich der Kontur folgend, hinter dem
Befestigungsmittel 21 einrastet. Dabei wirkt vorzugsweise die Rückstellkraft des Federelementes
gegen das Befestigungsmittel 21. Die Schwingplatte 3 und die Trägerplatte 4 weisen
zum Zwecke der korrekten Positionierung der Trägerplatte 4 an der Schwingplatte 3
des Weiteren vorzugsweise nicht dargestellte korrespondierende Zentriermittel auf.
[0025] Die Figuren 3 und 4 zeigen die Reinigungseinrichtung 1 in einer perspektivischen
Ansicht, wobei Fig. 3 einen zusammengebauten Zustand der Reinigungseinrichtung 1 zeigt
und Fig. 4 eine Explosionsdarstellung. Zu erkennen ist jeweils das Gehäuse 2 der Reinigungseinrichtung
1, welches die Schwingplatte 3, die Trägerplatte 4 und das an der Trägerplatte 4 angeordnete
Reinigungselement 5 im Wesentlichen umfängt. Die Trägerplatte 4 ragt mit dem Reinigungselement
5 so weit unter dem Gehäuse 2 der Reinigungseinrichtung 1 hervor, dass die Reinigungseinrichtung
1 während eines Reinigungsbetriebs auf der Trägerplatte 4 bzw. dem Reinigungselement
5 aufliegt. Die Trägerplatte 4 mit dem Reinigungselement 5 liegt in der gezeigten
Orientierung der Reinigungseinrichtung 1 mit dem gesamten Gewicht der Reinigungseinrichtung
1 bzw. des Reinigungsgerätes 15 auf einer zu reinigenden Fläche auf. Während des Arbeitsbetriebs
wirkt eine bezogen auf die Fläche gleichmäßige Kraft auf die Reinigungsfläche, so
dass im Wesentlichen über die gesamte Flächenebene der Trägerplatte 4 eine gleichmäßige
Anpresskraft herrscht.
[0026] An dem Gehäuse 2 ist eine Betätigungseinrichtung 6 an einem Schwenkzentrum 7 rotierbar
gelagert. Das Schwenkzentrum 7 ist ortsfest an dem Gehäuse 2 angeordnet. Die Betätigungseinrichtung
6 weist hier die Form einer Wippe mit zwei Wippenflügeln 8, 9 auf, nämlich einem ersten
Wippenflügel 8 und einem zweiten Wippenflügel 9. An dem ersten Wippenflügel 8 ist
um eine Rotationsachse 10 rotierbar ein Rad 11 der Reinigungseinrichtung 1 gelagert.
Während der in Fig. 3 gezeigten Arbeitsstellung hat das Rad 11 keinen Kontakt mit
der zu reinigenden Fläche, vielmehr liegt die Reinigungseinrichtung 1 nur mit der
Trägerplatte 4 bzw. dem Reinigungselement 5 auf der Fläche auf. Die Betätigungseinrichtung
6 befindet sich in einer Vorzugsstellung, bei welcher das Rad 11 von der zu reinigenden
Fläche abgehoben ist. Zwischen dem ersten Wippenflügel 8 der Betätigungseinrichtung
6 und dem Gehäuse 2 befindet sich ein Federelement 12, welches den ersten Wippenflügel
8 auf Abstand zu dem Gehäuse 2 und der zu reinigenden Fläche hält, so dass der zweite
Wippenflügel 9 die Trägerplatte 4 nicht berührt. Der zweite Wippenflügel 9 weist ein
Funktionselement 24 auf, welches bei einem Schwenken der Betätigungseinrichtung 6
um das Schwenkzentrum 7 gegen die Trägerplatte 4 verlagert wird. Dabei greift das
Funktionselement 24 durch eine Aussparung der Schwingplatte 3 hindurch und drückt
gegen die Trägerplatte 4, so dass diese von der Schwingplatte 3 gelöst werden kann.
Dabei werden die korrespondierenden Befestigungsmittel 20, 21 der Trägerplatte 4 und
der Schwingplatte 3 voneinander getrennt.
[0027] Fig. 5 zeigt die Reinigungseinrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht von unten.
Die Reinigungseinrichtung 1 ist mit einer an der Schwingplatte 3 montierten Trägerplatte
4 gezeigt, jedoch ohne daran befestigtes Reinigungselement 5. Zu erkennen sind an
der der zu reinigenden Fläche zugewandten Seite der Trägerplatte 4 die Befestigungsmittel
22 zur Befestigung des Reinigungselementes 5. Diese Befestigungsmittel 22 sind hier
Teile eines Klettverschlusses. Bezogen auf eine übliche Vorwärtsbewegung der Reinigungseinrichtung
1 während eines Reinigungsbetriebs ist hinter der Trägerplatte 4 ein längliches Abstandselement
14 an dem Gehäuse 2 ausgebildet. Dieses Abstandselement 14 ist hier gleichzeitig ein
Saugmund, durch welchen mit Sauggut beladene Luft mittels einer Motor-Gebläse-Einheit
in das Reinigungsgerät 15 eingesaugt werden kann. Das Abstandselement 14 dient während
des üblichen Reinigungsbetriebs zur Beabstandung des Rades 11 von der zu reinigenden
Fläche, so dass das Rad 11 die zu reinigende Fläche in der gezeigten Darstellung nicht
berühren kann. In der Figur ist des Weiteren die Betätigungseinrichtung 6 mit den
beiden Wippenflügeln 8, 9 erkennbar, wobei gemäß dieser Ausführung an dem Schwenkzentrum
7 ein als Torsionsfeder ausgebildetes Federelement 12 angeordnet ist, welches die
Betätigungseinrichtung 6 in einer Vorzugsstellung hält, bei welcher das Rad 11 von
der zu reinigenden Fläche abgehoben ist und das Funktionselement 24 des zweiten Wippenflügels
9 nicht gegen die Trägerplatte 4 drückt. Wie zu sehen, greift das Funktionselement
24 bei an der Schwingplatte 3 montierter Trägerplatte 4 hinter die Trägerplatte 4
unter Durchgreifung einer Aussparung der Schwingplatte 3. Um die Trägerplatte 4 nun
ausgehend von dem dargestellten verrasteten Zustand von der Schwingplatte 3 zu lösen,
kippt der Nutzer die Reinigungseinrichtung 1 ausgehend von der in Fig. 3 gezeigten
Arbeitsstellung in eine relativ zu der zu reinigenden Fläche verkippte Stellung, eine
sogenannte Sackkarrenstellung (siehe Fig. 8). Dabei ist die Trägerplatte 4 mit dem
daran angeordneten Reinigungselement 5 von der zu reinigenden Fläche abgehoben und
die Reinigungseinrichtung 1 steht mit den Rädern 11 auf der zu reinigenden Fläche
auf. Dabei befindet sich das in Fig. 8 dargestellte Betätigungselement 13 über einem
Rad 11 der Reinigungseinrichtung 1. Dadurch ist es möglich, mittels eines Tritts auf
das Gehäuse 2 der Reinigungseinrichtung 1, nämlich auf das Betätigungselement 13,
die Betätigungseinrichtung 6 innerhalb des Gehäuses 2 zu verschwenken, wodurch das
an dem ersten Wippenflügel 8 der Betätigungseinrichtung 6 angeordnete Rad 11 gegen
die Trägerplatte 4 drückt und diese relativ zu der Schwingplatte 3 verlagert. Durch
die Verlagerung der Trägerplatte 4 wird ein Paar der Befestigungsmittel 20, 21 gelöst.
Dabei unterstützt die Vorspannung eines Federelementes ein Lösen der Befestigungsmittel
20, 21, so dass die Trägerplatte 4 anschließend von der Schwingplatte 3 auf die zu
reinigende Fläche kippt.
[0028] Die Figuren 6 und 7 zeigen Teilbereiche der von unten dargestellten Reinigungseinrichtung
1, wobei die Reinigungseinrichtung 1 in Fig. 6 eine an der Schwingplatte 3 angeordnete
Trägerplatte 4 aufweist, und wobei in Fig. 7 die Trägerplatte 4 entfernt und der Blick
auf die Schwingplatte 3 freigegeben ist. Wie durch den Vergleich der beiden Figuren
zu erkennen, greift das Funktionselement 24 der Betätigungseinrichtung 6 in dem in
Fig. 6 dargestellten Zustand der Reinigungseinrichtung 1 hinter die Trägerplatte 4,
wodurch das Funktionselement 24 zum größten Teil durch die Trägerplatte 4 verdeckt
ist. In der Darstellung gemäß Fig. 7, bei welcher die Trägerplatte 4 entfernt ist,
ist der Blick auf das Funktionselement 24 freigegeben. Es ist erkennbar, dass das
Funktionselement 24 in eine Aussparung der Schwingplatte 3 eingreift und bei einem
Verschwenken der Betätigungseinrichtung 6 um das Schwenkzentrum 7, d.h. auf den Betrachter
zu, gegen die an der Schwingplatte 3 angeordnete Trägerplatte 4 wirken kann, um diese
zu trennen.
[0029] Die Figuren 8 und 9 zeigen den Lösevorgang der Trägerplatte 4 von der Schwingplatte
3. Um die Trägerplatte 4 von der Schwingplatte 3 zu lösen, ist die Reinigungseinrichtung
1 wie dargestellt in die Sackkarrenstellung gekippt, wobei die Trägerplatte 4 mit
dem daran angeordneten Reinigungselement 5 von der zu reinigenden Fläche abgehoben
ist. Dadurch gelangt das an dem ersten Wippenflügel 8 angeordnete Rad 11 in Kontakt
mit der Fläche. In dieser Stellung befindet sich das eine Trittfläche markierende
Betätigungselement 13 bezogen auf eine vertikale Richtung (als Pfeil angedeutet) genau
über der Rotationsachse 10 des Rades 11. In dieser Stellung kann die Kraft eines Nutzers,
welcher gegen das Betätigungselement 13 des Gehäuses 2 drückt, auf das Rad 11 bzw.
den ersten Wippenflügel 8 der Betätigungseinrichtung 6 wirken. Durch die Kraft wird
das gesamte Gehäuse 2 der Reinigungseinrichtung 1 einseitig gegen das der Ecke des
Gehäuses 2 zugeordnete Rad 11 zu der zu reinigenden Fläche hin heruntergedrückt. Das
auf dem ersten Wippenflügel 8 angeordnete Rad 11 verlagert sich dadurch gemeinsam
mit dem ersten Wippenflügel 8 gegen die Kraft des an dem Schwenkzentrum 7 angeordneten
Federelementes 12 um das Schwenkzentrum 7 gegen das Gehäuse 2. Der entgegengesetzte
zweite Wippenflügel 9 wird dementsprechend, unter Verfolgung der gleichen Drehrichtung
um das Schwenkzentrum 7, gegen die Trägerplatte 4, d.h. in Richtung der zu reinigenden
Fläche, verlagert. Infolge dessen wird die Trägerplatte 4 von der Schwingplatte 3
weggedrückt. Diese Situation ist in Fig. 9 dargestellt. Erkennbar hat sich das Funktionselement
24 des zweiten Wippenflügels 9 unter dem Gehäuse 2 hervorverlagert, so dass dieses
in Kontakt mit der Trägerplatte 4 gelangen konnte.
[0030] Fig. 10 zeigt die Reinigungseinrichtung 1, welche ein an dem Gehäuse 2 angeordnetes
Abstandselement 14 aufweist. Das Abstandselement 14 ragt über eine untere Kante des
Gehäuses 2 hervor, und zwar so, dass das Abstandselement 14 in der dargestellten Arbeitsstellung
der Reinigungseinrichtung über das Rad 11 hervorsteht, jedoch nicht über die Trägerplatte
4 hinausragt. Hier ist das Abstandselement 14 bspw. durch einen teleskopierbaren Saugmund
des Gehäuses 2 gebildet, der in der zusammengeschobenen Endstellung die Funktion eines
Abstandselementes 14 übernimmt. Das Abstandselement 14 verhindert das Verschwenken
der Betätigungseinrichtung 6, d.h. das Entfernen der Trägerplatte 4 von der Schwingplatte
3 während eines nicht betriebssicheren Zustandes. Erst wenn das Abstandselement 14
von der zu reinigenden Fläche abgehoben ist, was in der Sackkarrenstellung der Fall
ist, kann die Betätigungseinrichtung 6 um das Schwenkzentrum 7 verschwenkt werden.
Solange das Abstandselement 14 auf der zu reinigenden Fläche aufsteht, verhindert
dieses, dass das Rad 11 die Fläche berühren kann, was wiederum die Schwenkbewegung
der Betätigungseinrichtung 6 verhindert.
Liste der Bezugszeichen
[0031]
- 1
- Reinigungseinrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Schwingplatte
- 4
- Trägerplatte
- 5
- Reinigungselement
- 6
- Betätigungseinrichtung
- 7
- Schwenkzentrum
- 8
- Wippenflügel
- 9
- Wippenflügel
- 10
- Rotationsachse
- 11
- Rad
- 12
- Federelement
- 13
- Betätigungselement
- 14
- Abstandselement
- 15
- Reinigungsgerät
- 16
- Basisgerät
- 17
- Stiel
- 18
- Griff
- 19
- Schalter
- 20
- Befestigungsmittel
- 21
- Befestigungsmittel
- 22
- Befestigungsmittel
- 23
- Rotationsachsenaufnahme
- 24
- Funktionselement
1. Reinigungseinrichtung (1), insbesondere für ein Feuchtreinigungsgerät, mit einem Gehäuse
(2), einer motorisch angetriebenen Schwingplatte (3) und einer mit der Schwingplatte
(3) lösbar verbindbaren Trägerplatte (4) zur Aufnahme eines Reinigungselementes (5),
dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (1) eine beweglich an dem Gehäuse (2) gelagerte Betätigungseinrichtung
(6) zum Trennen der Trägerplatte (4) von der Schwingplatte (3) aufweist, wobei die
Betätigungseinrichtung (6) infolge einer Betätigung gegen die Trägerplatte (4) verlagerbar
ist, um diese von der Schwingplatte (3) zu lösen.
2. Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (6) eine schwenkbar an einem Schwenkzentrum (7) gelagerte
Wippe ist, welche einerseits mit einem ersten Wippenflügel (8) gegen das Gehäuse (2)
und andererseits mit einem zweiten Wippenflügel (9) gegen die Trägerplatte (4) schwenkbar
ist.
3. Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rad (11) der Reinigungseinrichtung (1) rotierbar an der Betätigungseinrichtung
(6), insbesondere an einem Wippenflügel (8, 9) einer schwenkbar gelagerten Wippe,
gelagert ist.
4. Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (11) an einem gegen das Gehäuse (2) schwenkbaren ersten Wippenflügel (8)
gelagert ist, wobei insbesondere das Rad (11) bei Betätigung der Betätigungseinrichtung
(6) gegen das Gehäuse (2) abstützbar ist.
5. Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (6) bei einer Betätigung zum Lösen der Trägerplatte (4)
entgegen der Rückstellkraft eines Federelementes (12) verlagerbar ist, welches insbesondere
an einem Schwenkzentrum (7) der Betätigungseinrichtung (6) und/oder zwischen dem Gehäuse
(2) und der Betätigungseinrichtung (6) angeordnet ist.
6. Reinigungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) ein Betätigungselement (13), insbesondere eine an dem Gehäuse (2)
ausgebildete Trittfläche für einen Nutzer der Reinigungseinrichtung (1), zum Verlagern
der Betätigungseinrichtung (6) gegen die Trägerplatte (4) aufweist.
7. Reinigungseinrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (13) bezogen auf einen relativ zu einer zu reinigenden Fläche
verkippten Zustand der Reinigungseinrichtung (1) vertikal über einem Wippenflügel
(8) der Betätigungseinrichtung (6) positioniert ist, so dass die Betätigungseinrichtung
(6) aufgrund einer Betätigung des Betätigungselementes (13), insbesondere unter Abstützen
der Betätigungseinrichtung (6) auf der zu reinigenden Fläche, relativ zu dem Gehäuse
(2) verschwenkbar ist.
8. Reinigungseinrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (1) ein bezogen auf eine Orientierung der Reinigungseinrichtung
(1) während eines üblichen Reinigungsbetriebs unter dem Gehäuse (2) hervorstehendes
Abstandselement (14) aufweist, wobei eine hervorstehende Länge des Abstandselementes
(14) so bemessen ist, dass das Abstandselement (14) während des Reinigungsbetriebs
über eine Umfangsfläche (15) eines Rades (11), jedoch nicht über die Trägerplatte
(4) hinausragt.
9. Reinigungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (11) bezogen auf eine Betrachtungsrichtung senkrecht zu einer das Reinigungselement
(5) aufnehmenden Ebene der Trägerplatte (4) neben der Trägerplatte (4) angeordnet
ist, so dass das Rad (11) bei Verkippen der Reinigungseinrichtung (1) gegenüber einer
zu reinigenden Fläche auf die Fläche aufstellbar ist.