[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine zum Abschneiden
von Scheiben aus insbesondere strangförmigem Schneidgut, vorzugsweise Lebensmittel,
mit einer Schneideeinrichtung, die ein in einer Schneidebene um eine zur Schneidebene
senkrechte Drehachse rotierendes, von einem Messermotor angetriebenes Kreismesser
umfasst, mit einem Schlitten, der eine Schlittenplatte in einer Schlittenebene senkrecht
zur Schneidebene und wenigstens eine Schlittenwand trägt, die aus der Schlittenebene
herausragt, und mit einem Schneidguthalter, der eine Auflage zur Aufnahme des zu schneidenden
Schneidguts aufweist und der dazu ausgebildet ist, das Schneidgut unter einem Winkel
α<90° relativ zur Schneidebene an das Kreismesser heranzuführen.
[0002] Eine solche Scheibenschneidemaschine ist bekannt aus der
US-A 2,187,312.
[0003] Derartige Scheibenschneidemaschinen ermöglichen einen Schrägschnitt des Schneidguts.
Das Schneidgut kann unter dem Winkel α schräg, etwa unter 45°, zur Längsrichtung des
Schneidguts senkrechten Ebene abgetrennt werden. Im Falle eines strangförmigen bzw.
zylindrischen Schneidgutes können auf einer solchen Scheibenschneidemaschine somit
ovale Scheiben abgeschnitten werden, die eine größere Fläche aufweisen als etwa kreisrunde
Scheiben.
[0004] Das Schneidgut könnte prinzipiell auch ohne Schneidguthalter schräg abgeschnitten
werden, indem das Schneidgut entsprechend schräg auf die Schlittenplatte aufgelegt
bzw. schräg gehalten wird. Hierdurch ergeben sich jedoch sehr hohe Verletzungsrisiken
für den Nutzer einer Scheibenschneidemaschine.
[0005] Bei der in der eingangs zitierten
US-A 2,187,312 beschriebenen Scheibenschneidemaschine wird ein als Aufsatz ausgebildeter Schneidguthalter
mit einer Schraubzwinge an der Schlittenplatte befestigt. Die Auflage des Schneidguthalters
kann mittels eines Kurbelmechanismus gegen die Horizontale gekippt werden, so dass
sie eine schräg nach unten verlaufende Auflagefläche für das Schneidgut bildet.
[0006] Nachteilig bei dieser Lösung ist, dass sich der Einsatz des dort beschriebenen Schneidguthalters
auf nur wenige Typen von Scheibenschneidemaschinen beschränkt. So kann beispielsweise
schon mangels Freifläche oftmals die Schraubzwinge nicht wie vorgesehen an der Schlittenplatte
fixiert werden.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine gattungsgemäße Scheibenschneidemaschine
kostengünstig und mit ohne Weiteres zur Verfügung stehenden technischen Mitteln zu
verbessern, insbesondere eine reproduzierbar, betriebssicher und vielseitig anwendbare,
schräg schneidende elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine anzubieten.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe auf technisch besonders einfache und überraschend wirkungsvolle
Weise durch eine gattungsgemäße elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine, bei
welcher der Schneidguthalter eine Befestigungsvorrichtung zur passgenauen Befestigung
des Schneidguthalters an der Schlittenwand aufweist, wobei die Befestigungsvorrichtung
so gestaltet ist, dass der Schneidguthalter in einer definierten, reproduzierbaren
Position relativ zur Schlittenwand fixiert werden kann.
[0009] Damit kann der Schneidguthalter mit der erforderlichen Genauigkeit und Reproduzierbarkeit
an der Seitenwand der Scheibenschneidemaschine fixiert werden. Eine bestimmte geometrische
Ausgestaltung der Schlittenplatte ist dazu nicht erforderlich. Der Schneidguthalter
kann im Wesentlichen an jeder vorhandenen Scheibenschneidemaschine fixiert werden,
sofern deren Schlitten eine Schlittenwand aufweist. Somit kann aufgrund der Modularität
der erfindungsgemäßen Scheibenschneide-maschine nahezu jede bestehende Scheibenschneidemaschine
zu einer erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine einfach nachgerüstet bzw. in eine
solche umgewandelt werden. Auf eine weitergehende Anpassung der Scheibenschneidemaschine
vor Anbringen des Schneidguthalters kann damit in der Regel verzichtet werden.
[0010] Bei einer besonders bevorzugten Klasse von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Befestigungsvorrichtung kann deren Gestaltung so gewählt sein, dass eine reversible,
hinsichtlich der Relativposition von Schneidguthalter und Schlittenwand im Betriebszustand
reproduzierbare Befestigung des Schneidguthalters an der Schlittenwand sowie eine
Demontage des Schneidguthalters von der Schlittenwand ermöglicht wird. Somit können
die gerade im Bereich der Verarbeitung von Lebensmitteln besonders hohen Hygieneanforderungen
relativ einfach erfüllt werden, da sich die Installation und Deinstallation des Schneidguthalters
besonders leicht und reversibel gestaltet. So kann beispielsweise der deinstallierte
Schneidguthalter separat von der übrigen Scheibenschneidemaschine, beispielsweise
in einer Spülmaschine, gereinigt und/oder desinfiziert werden, was eine Einhaltung
der hohen Hygieneanforderungen deutlich erleichtert.
[0011] Insbesondere kann bei vorteilhaften Weiterbildungen vorgesehen sein, dass die Befestigungsvorrichtung
so gestaltet ist, dass sie eine Befestigung des Schneidguthalters in unterschiedlichen,
wählbaren Relativpositionen von Schneidguthalter und Schlittenwand ermöglicht, so
dass unterschiedliche Winkel eingestellt werden können, unter denen das Schneidgut
schräg zur Drehachse an das Kreismesser herangeführt werden kann. Somit lässt der
Winkel, unter dem der Scheibenschnitt erfolgt, und damit auch die Form und Größe der
abgeschnittenen Scheiben einstellen.
[0012] Auch kann bei Weiterbildungen die Befestigungsvorrichtung einen Klemmabschnitt zur
reversiblen und reproduzierbaren Befestigung, insbesondere über eine Pressverbindung
mittels einer Klemmschraube, vorzugsweise einer Rändelschraube, umfassen. Mittels
dieser Klemmschraube kann somit die Befestigungsvorrichtung mitsamt dem übrigen Schneidguthalter
an der Schlittenwand durch Betätigen des Klemmabschnitts, insbesondere durch Festziehen
der Klemmschraube, einfach und funktionsgenau festlegt werden.
[0013] Besonders einfach gestaltet sich die Installation und/oder Deinstallation bei Ausführungsformen
der Erfindung, bei denen der Schneidguthalter werkzeuglos an der Schlittenwand befestigbar
ist. Dazu kann beispielsweise die oben erwähnte Klemmschraube einen Betätigungskopf
aufweisen.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Schneidguthalter, insbesondere
die Auflage zur Aufnahme des zu schneidenden Schneidguts, eine oder mehrere Einrichtungen
zur Fixierung des Schneidguts relativ zur Auflage des Schneidguts, beispielsweise
in Form eines oder mehrerer Gegenhalter, auf. Somit kann das Schneidgut im Schneidguthalter
sicher gehalten werden.
[0015] Dies kann besonders bei einem Schrägschneider sehr wichtig sein. Ein Schrägschneider
schneidet -vergleichbar mit einem Vertikalschneidereine Scheibe von Haus aus ebenfalls
in einem rechten Winkel vom Schneidgut ab. Die Drehachse seines Kreismessers und somit
auch seine Schlittenplatte sind dazu jedoch -im Gegensatz zum Vertikalschneider- gegen
die Horizontale gekippt. Wird nun auf einen Schrägschneider ein Schneidguthalter montiert
-und damit potentiell die Neigung des Schneidguts gegen die Horizontale noch weiter
erhöht-, so kann durch die Einrichtungen zur Fixierung ein Überkippen des Schneidguts
verhindert werden. Die Arbeitssicherheit lässt sich ferner dadurch erheblich verbessern,
dass für einen Schrägschnitt das Schneidgut nicht mehr manuell festgehalten zu werden
braucht bzw. ein Benutzer auch nicht dazu "verführt" wird, das Schneidgut mit der
Hand festzuhalten.
[0016] Oftmals weist der Schlitten mehrere Schlittenwände auf, insbesondere eine in Schubrichtung
vorne befindliche Schlittenvorderwand sowie eine in Schubrichtung hinten befindliche
Schlittenrückwand. Dann kann die Befestigungsvorrichtung zum Zwecke einer passgenauen
Befestigung des Schneidguthalters an einer in Schneidrichtung hinter der Drehachse
angeordneten Schlittenrückwand angebracht sein. Somit sind während des Scheibenschnittes
im Wesentlichen lediglich Druckkräfte anstelle von Zugkräften über die Befestigungsvorrichtung
in die Schlittenwand abzuleiten.
[0017] Der seitliche Halt eines typischen strangförmigen Schneidguts kann verbessert werden,
indem die Auflage des Schneidguthalters zur Aufnahme des zu schneidenden Schneidguts
rinnenförmig, insbesondere mit U-förmigem oder V-förmigem Querschnitt, ausgebildet
ist.
[0018] Der Schneidguthalter oder zumindest seine Auflage zur Aufnahme des zu schneidenden
Schneidguts können bei besonders einfachen und preisgünstigen Ausführungsformen der
Erfindung aus geformtem Blech gefertigt sein.
[0019] Insbesondere können der Schneidguthalter oder zumindest seine Auflage bei bevorzugten
Weiterbildungen dieser Ausführungsformen einstückig ausgebildet sein.
[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Befestigungsvorrichtung starr
mit dem übrigen Schneidguthalter, insbesondere mit der Auflage, verbunden.
[0021] Alternativ oder ergänzend kann bei weiteren Ausführungsformen die Auflage zur Aufnahme
des zu schneidenden Schneidguts mindestens einen beweglichen Wandabschnitt aufweisen,
der justierbar, insbesondere kippbar und/oder verlagerbar, ausgebildet ist. Dann kann
die Auflage an die Geometrie des Schneidguts angepasst werden.
[0022] Insbesondere kann bei bevorzugten Weiterbildungen der bewegliche Wandabschnitt so
gestaltet sein, dass die Geometrie der Auflage jeweils an den Querschnitt des aktuell
zu schneidenden Schneidguts angepasst werden kann.
[0023] Eine weitere Verbesserung lässt sich durch Ausführungsformen der Erfindung erreichen,
bei denen der Schneidguthalter eine Fixiervorrichtung zur Fixierung eines Elements
des Schlittens, insbesondere eines Restehalters, aufweist. Typischerweise weist nämlich
der Schlitten üblicherweise weitere Elemente wie beispielsweise einen Restehalter
auf, die bei Verwendung des Schneidguthalters an sich nicht unbedingt benötigt oder
zumindest nicht verwendet werden. Mittels der Fixiervorrichtung können diese weiteren
Elemente derart fixiert werden, dass sie den Betrieb der Scheibenschneidemaschine
mit dem Schneidguthalter nicht behindern.
[0024] Dazu kann bei Weiterbildungen vorgesehen sein, dass der Restehalter fixiert werden
kann, wenn er sich in einer bestimmten Position auf einer Schiene zur Verschiebung
des Restehalters befindet. Dies lässt sich insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung
der Fixiervorrichtung erreichen. Die Fixiervorrichtung kann beispielsweise einen Spannarm
aufweisen, durch den der Restehalter in einer gewünschten Position gehalten werden
kann.
[0025] Die erfindungsgemäße Scheibenschneidemaschine kann als Vertikalschneider oder als
Schrägschneider ausgebildet sein. Denkbar ist insbesondere, dass sowohl Vertikal-
als auch Schrägschneider mit den im Vorhergehenden und im Nachfolgenden beschriebenen
Ausführungsformen von Schneidguthaltern ausgerüstet und genutzt werden können, selbst
wenn eine bestimmte Ausführungsform eines Schneidguthalters lediglich im Zusammenhang
mit einer Art einer Scheibenschneidemaschine beschrieben (oder sinnvoll) sein sollte.
[0026] Da der erfindungsgemäße Schneidguthalter, wie oben erläutert, bei einer Vielzahl
von Scheibenschneidemaschinen Anwendung finden kann, ist es sogar denkbar, den Schneidguthalter
losgelöst von einer spezifischen Scheibenschneidemaschine zu verwenden. Beispielsweise
kann der Schneidguthalter als -insbesondere modulares- Zubehörteil und/oder als Nachrüstteil
verwendet werden.
[0027] Bei einer weiteren Klasse von Ausführungsformen der Erfindung kann der Schneidguthalter
alternativ oder ergänzend um einen Winkel β in einer zur Schneidebene E senkrechten
Ebene, bei einem Vertikalschneider somit in einer zumindest im Wesentlichen horizontalen
Ebene, ausgerichtet werden. Dadurch kann ein schräger Anschnitt des Schneidguts auch
durch Schrägstellung relativ zum Kreismesser beispielsweise in der zumindest im Wesentlichen
horizontalen Ebene erfolgen. Dazu kann beispielsweise ein justierbares und/oder einstellbares
Gelenk an der Befestigungsvorrichtung vorgesehen sein, mit dem die Auflage relativ
zur Befestigungsvorrichtung in der zumindest im Wesentlichen horizontalen Ebene rotierbar
ist.
[0028] Zur Erfüllung der Hygieneanforderungen kann ferner vorgesehen sein, dass das Schneidgut
nur mit ebenen oder zumindest im Wesentlichen ebenen Flächen, insbesondere des Schneidguthalters,
in Kontakt gelangt. Andere Flächen und/oder andere Elemente wie beispielsweise Schrauben,
Spalte etc. können, vorzugsweise bereits konstruktiv, abseits vom vorgesehenen Auflageort
des Schneidguts ausgestaltet bzw. positioniert sein.
[0029] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei
Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
[0030] In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden.
[0031] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer als Vertikalschneider ausgebildeten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine mit einem auf einem Schlitten installierten
Schneidguthalter;
- Fign. 2 und 3
- perspektivische Darstellungen des Schlittens mit dem Schneidguthalter der Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Schneidguthalters der Fig. 1 als Ansicht von
unten;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer als Schrägschneider ausgebildeten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Scheibenschneidemaschine mit einem auf einem Schlitten installierten
Schneidguthalter;
- Fig. 6
- eine perspektivische Seitenansicht des Schlittens mit dem Schneidguthalter der Fig.
5;
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung des Schneidguthalters der Scheibenschneidemaschine
der Fig. 5 als Ansicht von unten und
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung des Schneidguthalters der Scheibenschneidemaschine
der Fig. 5 als Ansicht von oben.
[0032] Zum leichteren Verständnis der Erfindung werden im Folgenden, soweit möglich, sich
entsprechende Bezugsziffern für sich entsprechende Elemente verwendet, wobei Elemente
alternativer Ausführungsformen mit einem Apostroph markiert sind.
[0033] Die
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen elektrisch betriebenen
Scheibenschneidemaschine 10 zum
[0034] Abschneiden von Scheiben aus insbesondere strangförmigem Schneidgut, vorzugsweise
Lebensmittel. Die Scheibenschneidemaschine 10 ist in diesem Ausführungsbeispiel als
Vertikalschneider ausgebildet.
[0035] Sie ist ausgestattet mit einer
Schneideeinrichtung 12, die ein in einer
Schneidebene E um eine zur Schneidebene E senkrechte
Drehachse X rotierendes, von einem
Messermotor 14 angetriebenes
Kreismesser 16 umfasst. Der Scheibenschnitt und insbesondere der Messermotor 14 werden mittels einer
Eingabe- und Steuereinheit 18 gesteuert und überwacht.
[0036] Ferner weist die Scheibenschneidemaschine 10 einen
Schlitten 20 auf, der eine
Schlittenplatte 22 in einer
Schlittenebene S senkrecht zur Schneidebene E und wenigstens eine
Schlittenwand 24 trägt, die aus der Schlittenebene E herausragt, sowie einen
Schneidguthalter 26, der eine
Auflage 28 mit
Auflageseitenflächen 29 zur Aufnahme des zu schneidenden Schneidguts aufweist und der dazu ausgebildet ist,
das Schneidgut unter einem
Winkel α<90° relativ zur Schneidebene E an das Kreismesser 16 heranzuführen.
[0037] Der Schneidguthalter 26 weist eine
Befestigungsvorrichtung 30 zur passgenauen Befestigung des Schneidguthalters 26 an der Schlittenwand 24 auf.
[0038] Zum Scheibenschnitt wird der Schlitten 20 entlang einer
Schneidrichtung R bewegt. Somit bildet die Schlittenwand 24, an der der Schneidguthalter 26 gemäß der
Fig. 1 fixiert ist, in Schneidrichtung R betrachtet eine Schlittenrückwand des Schlittens
20.
Die
Figuren 2 und
3 zeigen perspektivische Darstellungen des Schlittens 20 mit dem an dessen Schlittenwand
24 angeordneten Schneidguthalter 26 der Fig. 1. Fig. 3 stellt den Schlitten 20 in
einer perspektivischen Ansicht vom Kreismesser 16 (siehe Fig. 1) aus gesehen dar.
Dabei zeigt Fig. 3 aus Darstellungsgründen nur einen Teil der Schlittenwand 24.
[0039] Die Befestigungsvorrichtung 30 weist einen
Klemmabschnitt 32 mit einer als Rändelschraube ausgestalteten
Klemmschraube 34 auf.
[0040] Mittels der Klemmschraube 34 kann der Schneidguthalter 26 reversibel und reproduzierbaren
an der Schlittenwand 24 befestigt, insbesondere mittels einer Pressverbindung an dieser
geklemmt, werden. Hierzu genügt eine entsprechende Betätigung bzw. Drehung eines
Betätigungskopfes 36 der Klemmschraube 34. Der Schneidguthalter 26 ist somit werkzeuglos an der Schlittenwand
24 befestigbar.
[0041] Die Befestigungsvorrichtung 30 kann somit mittels der Klemmschraube 34 reversibel
von der Schlittenwand 24 gelöst und an dieser festgelegt werden. Insbesondere kann
die Befestigungsvorrichtung 30 an definierten, reproduzierbaren Positionen relativ
zur Schlittenwand 24 fixiert werden. Insbesondere ist die definierte, reproduzierbare
Position relativ zur Schlittenwand 24 eine Position, an der die Schlittenwand 24 einen
Eingreifschutz ausbildet, der sich vertikal aus der Schlittenwand 24 erhebt. Diese
vertikale Erhebung der Schlittenwand dient gleichzeitig als vertikaler Anschlag für
die Befestigungsvorrichtung 30.
[0042] Wie unschwer zu erkennen ist, kann der Winkel α, d. h. der Neigungswinkel der Auflage
28 und somit auch der Schnittwinkel, unter dem Scheiben vom Schneidgut abgetrennt
werden, eingestellt werden, indem je nach gewünschter Neigung der Auflage 28 die Befestigungsvorrichtung
30 an unterschiedlichen Positionen der Schlittenwand 24 fixiert wird.
[0043] Insbesondere anhand von Fig.3 ist zu erkennen, dass der Schneidguthalter 26 bündig
zum messerseitigen Rand des Schlittens 20 angeordnet ist. Dazu sind die Auflageseitenflächen
29 entsprechend dem Winkel α bzw. für diesen typischerweise zu erwartenden Werten
gegenüber einem
Auflageboden 38 der Auflage 28 angeschrägt.
[0044] Fig. 4 stellt den Schneidguthalter 26 der Fig.1 perspektivisch in einer Ansicht von unten
dar.
[0045] Zu erkennen ist zunächst, dass seine Auflage 28 als Blech, insbesondere als Metallblech,
geformt ist. Die Auflage 28 ist rinnenförmig geformt. Ihr rinnenförmiger, insbesondere
U-förmiger, Querschnitt ist mittels Pressformung hergestellt. Der Abstand und der
seitliche Neigungswinkel der beiden Seitenflächen 29 der Auflage 28 sind auf typischerweise
zu erwartende Abmessungen des Schneidguts abgestimmt.
[0046] Die Befestigungsvorrichtung 30 ist starr mit dem übrigen Schneidguthalter 26 verbunden.
Insgesamt ist der Schneidguthalter 26 somit einstückig ausgebildet.
[0047] Ferner weist die Befestigungsvorrichtung 30 als Schlitze ausgebildete
Befestigungsausnehmungen 40 im Bereich ihres Klemmabschnitts 32 auf, die eine passgenaue Befestigung des Schneidguthalters
26 an der Schlittenwand 24 (siehe Fig. 1) ermöglichen.
[0048] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Scheibenschneidemaschine 10' mit einem
Schlitten 20', an dessen
Schlittenwand 24' ein
Schneidguthalter 26' installiert ist. Auch der Schlitten 20' weist eine
Schlittenplatte 22' auf.
[0049] Die Scheibenschneidemaschine 10' und insbesondere ihr Schneidguthalter 26' entspricht
weitgehend der Scheibenschneidemaschine 10 aus Fig. 1, sodass im Folgenden lediglich
Besonderheiten und Unterschiede dieser Ausführungsform beschrieben werden sollen.
[0050] Die Scheibenschneidemaschine 10' ist als Schrägschneider ausgebildet. Ihr Schlitten
20' weist im Unterschied zum Schlitten 20 aus Fig. 1 einen
Restehalter 42' auf, der an einer
Schlittenvorderwand 44' des Schlittens 20' angeordnet ist.
[0051] Der Schneidguthalter 26' weist einen
Elementehalter 46' auf. Dieser umfasst einen längeneinstellbaren, insbesondere teleskopierbaren,
Elementehalterarm 48'. Der Elementehalter 46' bildet eine Fixiervorrichtung zur Fixierung des Restehalters
42'. Er fixiert den Restehalter 42' bei montiertem Schneidguthalter 26' in einer bestimmten,
vorgebbaren Ruhelage, bei diesem Ausführungsbeispiel insbesondere im Wesentlichen
vertikal aufgerichtet. Insbesondere stützt der Elementehalter 46' den Restehalter
42' über seinen Elementehalterarm 48' an der Schlittenwand 24' ab.
[0052] Der Elementehalter 46' kann auf unterschiedliche Scheibenschneidemaschinen durch
Änderung der Länge des Elementehalterarms 48' angepasst werden.
[0053] Fig. 6 zeigt den Schlitten 20' mit dem Schneidguthalter 26' in einer perspektivischen Seitenansicht
mit Blick auf das Kreismesser der Scheibenschneidemaschine 10' aus Fig. 5.
[0054] Zu erkennen ist, dass der Schlitten 20' eine
Schiene 50' aufweist, an der der Restehalter 42' verschiebbar angeordnet ist. Somit kann der
Restehalter 42' in eine zur Fixierung durch den Elementehalter 46' geeignete Position
verschoben werden.
[0055] Schließlich zeigen die
Figuren 7 und
8 den Schneidguthalter 26' der Ausführungsform der Scheibenschneidemaschine 10' gemäß
der Fig. 5 als perspektivische Seitenansicht (siehe Fig. 7) sowie als perspektivische
Ansicht von oben (siehe Fig. 8).
[0056] Insbesondere anhand von Fig. 7 ist ersichtlich, dass die
Auflage 28' des Schneidguthalters 26'
zwei Auflageseitenflächen 29' aufweist, von denen eine als beweglicher
Wandabschnitt 52' ausgebildet ist. Mittels einer als festlegbares Scharnier ausgebildeten
Wandjustierung 54' ist der bewegliche Wandabschnitt 52' kippbar und somit justierbar ausgebildet. Die
Geometrie der Auflage 28' kann somit an das jeweils zu schneidende Schneidgut, insbesondere
dessen Querschnitt, angepasst werden.
[0057] Durch
Seitenflächendurchgangsöffnungen 56' greifen ferner
Gegenhalter 58' durch eine der Auflageseitenflächen 29' hindurch. Über ein Scharnier sind die Gegenhalter
58' um eine zum Auflageboden der Auflage 28' parallele
Achse G kippbar. Somit können die Gegenhalter 58' zu schneidendes Schneidguts in der Auflage
28' bzw. relativ zur Schlittenplatte 22' (siehe Fig. 5) fixieren. Die Gegenhalter
können auch in den Seitenflächendurchgangsöffnungen hoch- und herruntergeschoben werden.
Das geschieht dadurch, dass man den Griff auf der Rückseite (in den bei der Ausführungsform
von Fig. 5 die Achse G' eingezeichnet ist) entsprechend verschiebt.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 10, 10'
- Scheibenschneidemaschine
- 12
- Schneideeinrichtung
- 14
- Messermotor
- 16
- Kreismesser
- 18
- Steuereinheit
- 20, 20'
- Schlitten
- 22, 22'
- Schlittenplatte
- 24, 24'
- Schlittenwand
- 26, 26'
- Schneidguthalter
- 28, 28'
- Auflage
- 29, 29'
- Auflageseitenflächen
- 30
- Befestigungsvorrichtung
- 32
- Klemmabschnitt
- 34
- Klemmschraube
- 36
- Betätigungskopfes
- 38
- Auflageboden
- 40
- Befestigungsausnehmungen
- 42'
- Restehalter
- 44'
- Schlittenvorderwand
- 46'
- Elementehalter
- 48'
- Elementehalterarm
- 50'
- Schiene
- 52'
- beweglicher Wandabschnitt
- 54'
- Wandjustierung
- 56'
- Seitenflächendurchgangsöffnungen
- 58'
- Gegenhalter
- α
- Winkel
- E
- Ebene
- G
- Achse
- R
- Schneidrichtung
- S
- Schlitteneben
- X
- Drehachse
1. Elektrisch betriebene Scheibenschneidemaschine (10, 10') zum Abschneiden von Scheiben
aus insbesondere strangförmigem Schneidgut, vorzugsweise Lebensmittel, mit einer Schneideeinrichtung
(12), die ein in einer Schneidebene (E) um eine zur Schneidebene (E) senkrechte Drehachse
(X) rotierendes, von einem Messermotor (14) angetriebenes Kreismesser (16) umfasst,
mit einem Schlitten (20, 20'), der eine Schlittenplatte (22, 22') in einer Schlittenebene
(S) senkrecht zur Schneidebene (E) und wenigstens eine Schlittenwand (24, 24') trägt,
die aus der Schlittenebene (S) herausragt, und mit einem Schneidguthalter (26, 26'),
der eine Auflage (28, 28') zur Aufnahme des zu schneidenden Schneidguts aufweist und
der dazu ausgebildet ist, das Schneidgut unter einem Winkel α<90° relativ zur Schneidebene
(E) an das Kreismesser (16) heranzuführen, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schneidguthalter (26, 26') eine Befestigungsvorrichtung (30) zur passgenauen
Befestigung des Schneidguthalters (26, 26') an der Schlittenwand (24, 24') aufweist,
wobei die Befestigungsvorrichtung (30) so gestaltet ist, dass der Schneidguthalter
(26, 26') in einer definierten, reproduzierbaren Position relativ zur Schlittenwand
(24, 24') fixiert werden kann.
2. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (30) so gestaltet ist, dass sie eine reversible, hinsichtlich
der Relativposition von Schneidguthalter (26, 26') und Schlittenwand (24, 24') im
Betriebszustand reproduzierbare Befestigung des Schneidguthalters (26, 26') an der
Schlittenwand (24, 24') sowie eine Demontage des Schneidguthalters (26, 26') von der
Schlittenwand (24, 24') ermöglicht.
3. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (30) so gestaltet ist, dass sie eine Befestigung des
Schneidguthalters (26, 26') in unterschiedlichen, wählbaren Relativpositionen von
Schneidguthalter (26, 26') und Schlittenwand (24, 24') ermöglicht, so dass unterschiedliche
Winkel (α) eingestellt werden können, unter denen das Schneidgut schräg zur Drehachse
(X) an das Kreismesser (16) herangeführt werden kann.
4. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (30) einen Klemmabschnitt (32) zur reversiblen und reproduzierbaren
Befestigung, insbesondere über eine Pressverbindung mittels einer Klemmschraube (34),
vorzugsweise einer Rändelschraube, umfasst.
5. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidguthalter (26, 26') werkzeuglos an der Schlittenwand (24, 24') befestigbar
ist.
6. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidguthalter (26, 26'), insbesondere die Auflage (28, 28') zur Aufnahme des
zu schneidenden Schneidguts, eine oder mehrere Einrichtungen zur Fixierung des Schneidguts
relativ zur Schlittenplatte (22, 22'), beispielsweise in Form eines oder mehrerer
Gegenhalter (58'), aufweist.
7. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (30) zur passgenauen Befestigung des Schneidguthalters
(26, 26') an einer in Schneidrichtung (S) hinter der Drehachse (X) angeordneten Schlittenrückwand
(Schlittenwand 24, 24') angebracht ist.
8. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (28, 28') des Schneidguthalters (26, 26') zur Aufnahme des zu schneidenden
Schneidguts rinnenförmig, insbesondere mit U-förmigem oder V-förmigem Querschnitt,
ausgebildet ist.
9. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidguthalter (26, 26') oder zumindest seine Auflage (28, 28') zur Aufnahme
des zu schneidenden Schneidguts aus geformtem Blech gefertigt ist.
10. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidguthalter (26, 26') oder zumindest seine Auflage (28, 28') einstückig
ausgebildet ist.
11. Scheibenschneidemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (28, 28') zur Aufnahme des zu schneidenden Schneidguts mindestens einen
beweglichen Wandabschnitt (52') aufweist, der justierbar, insbesondere kippbar und/oder
verlagerbar, ausgebildet ist.
12. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Wandabschnitt (52') so gestaltet ist, dass die Geometrie der Auflage
(28, 28') jeweils an den Querschnitt des aktuell zu schneidenden Schneidguts angepasst
werden kann.
13. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidguthalter (26, 26') eine Fixiervorrichtung, insbesondere einen Elementehalter
(46'), zur Fixierung eines Elements des Schlittens, insbesondere eines Restehalters
(42'), aufweist.
14. Scheibenschneidemaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Restehalter (42') fixiert werden kann, wenn er sich in einer bestimmten Position
auf einer Schiene (50') zur Verschiebung des Restehalters (42') befindet, insbesondere
durch eine entsprechende Ausgestaltung der Fixiervorrichtung, insbesondere des Elementehalters
(46').
15. Scheibenschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibenschneidemaschine (10, 10') als Vertikalschneider oder als Schrägschneider
ausgebildet ist.