[0001] Die Erfindung betrifft eine Verriegelungsanordnung für einen Flügel der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Art sowie eine korrespondierende Anlage mit mindestens
einem bewegbaren Flügel und einer solchen Verriegelungsanordnung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Verriegelungsanordnungen für einen Flügel in verschiedenen
Variationen bekannt. Eine solche Verriegelungsanordnung für einen Flügel umfasst in
der Regel einen Treibriegel, welcher mindestens eine Treibstange aufweist und zwischen
einem verriegelten Zustand, in welchem die mindestens eine Treibstange mit einem ersten
Ende in eine korrespondierende Aussparung eingreift, und einem entriegelten Zustand
bewegbar ist, in welchem das erste Ende der mindestens einen Treibstange außerhalb
der korrespondierenden Aussparung angeordnet ist.
[0003] Aus der
EP 1 191 182 A2 ist beispielsweise ein Treibriegel für eine schwellenlose Mehrflügeltür bekannt.
Der Treibriegel besteht aus einer sich durch den in einem Flügel der Mehrflügeltür
angeordneten Betätigungsmechanismus des Treibriegels hindurch erstreckenden Stange.
Dabei ist die Stange mindestens in ihrem eine absenkbare Absenkdichtung durchstoßenden
Abschnitt abgeflacht und die Absenkdichtung weist eine entsprechende führende Öffnung
für den abgeflachten Abschnitt auf. Dabei verfügt das Dichtungsprofil der Absenkdichtung
in der zum Anpressen auf einen Boden vorgesehenen Dichtfläche über eine den abgeflachten
Abschnitt durchlassende Öffnung. Bei asymmetrisch bezüglich der Mittelebene der Absenkdichtung
und verschoben in Richtung des sich schließenden Flügels angeordneter Öffnung in dem
Dichtungsprofil ist die Funktion des Schließens des Treibriegels mit vollständiger
Dichtheit der Tür besonders einfach zu bewerkstelligen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungsanordnung für einen Flügel
und eine korrespondierende Anlage mit mindestens einem bewegbaren Flügel und einer
solchen Verriegelungsanordnung anzugeben, welche eine Entriegelung durch Manipulation
verhindert oder zumindest erschwert.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Verriegelungsanordnung für einen Flügel
nach Patentanspruch 1 und durch die Merkmale der Anlage nach Patentanspruch 15 gelöst.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen
Ansprüchen angegeben.
[0007] Um eine Verriegelungsanordnung für einen Flügel, mit einem Treibriegel, welcher mindestens
eine Treibstange aufweist, sowie eine Anlage mit mindestens einem bewegbaren Flügel
und einer solchen Verriegelungsanordnung anzugeben, welche eine Entriegelung durch
Manipulation verhindert oder zumindest erschwert, weist eine Rückschiebesicherung
ein Sperrelement auf, welches sich im verriegelten Zustand bei einer Manipulation
der mindestens einen Treibstange verkantet und eine Bewegung der mindestens einen
Treibstange blockiert, welche ein erstes Ende der mindestens einen Treibstange aus
einer korrespondierenden Aussparung bewegen würde. Der Treibriegel ist zwischen dem
verriegelten Zustand, in welchem die mindestens eine Treibstange mit dem ersten Ende
in die korrespondierende Aussparung eingreift, und einem entriegelten Zustand bewegbar,
in welchem das erste Ende der mindestens einen Treibstange außerhalb der korrespondierenden
Aussparung angeordnet ist.
[0008] Zudem wird eine Anlage vorgeschlagen, welche mindestens einen beweglichen Flügel
und eine solche Verriegelungsanordnung aufweist. Die Anlage kann beispielsweise als
Türanlage mit mindestens einem Türflügel oder als Fensteranlage mit mindestens einem
Fensterflügel ausgeführt werden.
[0009] Durch die Rückschiebesicherung mit Sperrelement, kann eine Entriegelung der Verriegelungsanordnung
durch Zurückschieben der mindestens einen Treibriegelstange in vorteilhafter Weise
verhindert oder zumindest erschwert werden. Das Zurückschieben wird dadurch verhindert,
dass sich das Sperrelement beim Anheben einer unteren Treibstange bzw. beim Hinunterdrücken
einer oberen Treibstange beispielsweise mit einem Gehäuse der Betätigungsmechanik
verkanten bzw. verhaken kann. Das Verkanten bzw. Verhaken des Sperrelements ermöglicht
eine einfache und robuste Blockierung der manipulierten Schiebebewegung der mindestens
einen Treibriegelstange im verriegelten Zustand der Verriegelungsanordnung.
[0010] In vorteilhafter Ausgestaltung der Verriegelungsanordnung kann die mindestens eine
Treibstange zwei Teiltreibstangen umfassen, zwischen denen ein winkliger Grundkörper
der Rückschiebesicherung drehbar angeordnet ist. Die Ausführung des Grundkörpers als
Winkelelement ermöglicht in vorteilhafter Weise eine besonders kompakte und einfache
Bauform der Verriegelungsanordnung mit einer geringen Teilezahl, welche einfach montiert
und kostengünstig beschafft werden kann. Hierbei kann der winklige Grundkörper in
vorteilhafter Weise so zwischen den beiden Teiltreibstangen gelagert werden, dass
eine von den Teiltreibstangen in den Grundkörper eingeleitete durch Manipulation erzeugte
Druckkraft eine Drehbewegung des Grundkörpers um eine Drehachse bewirken kann, welche
das Sperrelement beispielsweise gegen ein Gehäuse eines Betätigungsmechanismus verkanten
kann. Dadurch kann zudem in vorteilhafter Weise eine Übertragung der durch Manipulation
in einer der Teiltreibstangen erzeugten Druckkraft auf die andere Teiltreibstange
verhindert werden. Eine von den Teiltreibstangen in den Grundkörper eingeleitete durch
Betätigung erzeugte Zugkraft kann eine Translationsbewegung des Grundkörpers in Betätigungsrichtung
bewirken. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine Übertragung der durch Betätigung
in einer der Teiltreibstangen erzeugten Zugkraft auf die andere Teiltreibstange ermöglicht
werden.
[0011] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Verriegelungsanordnung kann ein erster
Schenkel des Grundkörpers drehbeweglich um eine erste Drehachse mit einer ersten Teiltreibstange
verbunden werden, und ein zweiter Schenkel des Grundkörpers kann drehbeweglich um
eine zweite Drehachse mit einer zweiten Teiltreibstange verbunden werden. Hierbei
kann die erste Drehachse beispielsweise am freien Ende des ersten Schenkels und an
einem, dem ersten Schenkel zugewandten Ende der ersten Teiltreibstange angeordnet
werden. Die zweite Drehachse kann beispielsweise mittig am zweiten Schenkel und an
einem, dem zweiten Schenkel zugewandten Ende der zweiten Teiltreibstange angeordnet
werden. Dadurch kann ein freies Ende des zweiten Schenkels das Sperrelement ausbilden,
welches bei Manipulation aus einer mit der zweiten Teiltreibstange fluchtenden Stellung
in seine Blockierstellung verschwenkt werden kann. Dadurch kann eine durch eine Manipulation
bewirkte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange eine Translationsbewegung der
ersten Drehachse und eine Drehbewegung des Grundkörpers um die zweite Drehachse bewirken,
durch welche das Sperrelement aus einer mit der zweiten Teiltreibstange fluchtenden
Stellung in seine Blockierstellung verschwenkt werden kann. Eine durch eine Manipulation
bewirkte Schiebebewegung der zweiten Teiltreibstange kann eine Translationsbewegung
der zweiten Drehachse und eine Drehbewegung des Grundkörpers um die erste Drehachse
bewirken, durch welche das Sperrelement aus einer mit der zweiten Teiltreibstange
fluchtenden Stellung in seine Blockierstellung verschwenkt werden kann. Zudem kann
ein mit dem ersten Schenkel verbundenes Ende des zweiten Schenkels eine erste Anlagekontur
ausbilden, welche zur Übertragung der durch Betätigung erzeugten Zugkraft mit einer
zweiten Anlagekontur zusammenwirken, welche an dem, dem zweiten Schenkel zugewandten
Ende der zweiten Teiltreibstange ausgebildet ist. Dadurch kann eine durch eine Betätigung
bewirkte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange Translationsbewegungen der ersten
Drehachse, des Grundkörpers und der zweiten Teiltreibstange mit der zweiten Drehachse
bewirken, welche den Treibriegel von der entriegelten Stellung in die verriegelte
Stellung bewegen kann. Eine durch eine Betätigung bewirkte Schiebebewegung der zweiten
Teiltreibstange kann Translationsbewegungen der zweiten Drehachse, des Grundkörpers
und der ersten Teiltreibstange mit der ersten Drehachse bewirken, wodurch sich der
Treibriegel von der verriegelten Stellung in die entriegelte Stellung bewegen kann.
[0012] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Verriegelungsanordnung kann im verriegelten
Zustand eine obere Treibstange mit ihrem ersten Ende in eine am Rahmen angeordnete
erste Aussparung eingreifen, und eine untere Treibstange kann mit ihrem ersten Ende
in eine im Boden angeordnete zweite Aussparung eingreifen. Hierbei können die obere
Treibstange und die untere Treibstange über den Betätigungsmechanismus miteinander
gekoppelt werden. Der Betätigungsmechanismus kann vorzugsweise ein manuell oder maschinell
angetriebenes Zahnrad und ein mit der oberen Treibstange gekoppeltes erstes Zahnsegment
und ein mit der unteren Treibstange gekoppeltes zweites Zahnsegment umfassen, wobei
das angetriebene Zahnrad die beiden Zahnsegmente kämmen und in entgegengesetzte Richtungen
verschieben kann. Hierbei kann die Drehbewegung des Zahnrads über das erste Zahnsegment
in die Schiebebewegung der ersten Treibstange und über das zweite Zahnsegment in die
Schiebebewegung der zweiten Treibstange umgewandelt werden, welche der Schiebebewegung
der ersten Treibstange entgegen gerichtet ist. In vorteilhafter Ausgestaltung des
Betätigungsmechanismus kann ein Antrieb beispielsweise mit dem Zahnrad verbunden werden
und in Abhängigkeit von mindestens einem Steuersignal eine automatische Betätigung
bewirken. Der Antrieb kann beispielsweise als Elektromotor ausgeführt werden.
[0013] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Verriegelungsanordnung kann die Rückschiebesicherung
an der unteren Treibstange ausgebildet werden, wobei das erste Ende an der ersten
Teiltreibstange ausgebildet und das zweite Zahnsegment mit der zweiten Teiltreibstange
gekoppelt werden kann. Dadurch erzeugt das Zahnrad in der verriegelten Stellung über
die beiden Zahnsegmente die Zugkraft, welche die ersten Enden der Treibstangen aus
den Aussparungen zieht bzw. bewegt. Bei der Translationsbewegung von der entriegelten
Stellung in die verriegelte Stellung erzeugt das Gewicht der unteren Treibstange die
Zugkraft, welche die durch Betätigung bewirkte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange
erzeugen und die Translationsbewegungen der ersten Drehachse, des Grundkörpers und
der zweiten Teiltreibstange mit der zweiten Drehachse bewirken kann.
[0014] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellungen
näher erläutert. In den zeichnerischen Darstellungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen
Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.
[0015] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Anlage
mit einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verriegelungsanordnung für einen
Flügel,
- Fig. 2
- eine schematische Teilschnittdarstellung einer Rückschiebesicherung der erfindungsgemäßen
Verriegelungsanordnung für einen Flügel aus Fig. 1 im nicht aktivierten Zustand, und
- Fig. 3
- eine schematische Teilschnittdarstellung der Rückschiebesicherung der erfindungsgemäßen
Verriegelungsanordnung für einen Flügel aus Fig. 2 im aktivierten Zustand.
[0016] Wie aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist, ist das dargestellte Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Anlage 1 eine Türanlage mit einem beweglichen Flügel 3 und einer
Verriegelungsanordnung 10. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der bewegliche
Flügel 3 als Schwenkflügel ausgeführt ist, welcher durch zwei Bänder 7 verschwenkbar
an einem nicht näher bezeichneten Türrahmen gelagert ist.
[0017] Wie aus Fig. 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, umfasst die dargestellte erfindungsgemäße
Verriegelungsanordnung 10 für einen Flügel 3 einen Treibriegel 11, welcher mindestens
eine Treibstange 12, 14 aufweist und zwischen einem verriegelten Zustand, in welchem
die mindestens eine Treibstange 12, 14 mit einem ersten Ende 12.1, 14.1 in eine korrespondierende
Aussparung 9A, 9B eingreift, und einem entriegelten Zustand bewegbar ist, in welchem
das erste Ende 12.1, 14.1 der mindestens einen Treibstange 12, 14 außerhalb der korrespondierenden
Aussparung 9A, 9B angeordnet ist.
[0018] Erfindungsgemäß weist eine Rückschiebesicherung 20 ein Sperrelement 29 auf, welches
sich im verriegelten Zustand bei einer Manipulation der mindestens einen Treibstange
12, 14 verkantet und eine Bewegung der mindestens einen Treibstange 12, 14 blockiert,
welche das erste Ende 12.1, 14.1 der mindestens einen Treibstange 12, 14 aus der Aussparung
9A, 9B bewegen würde.
[0019] Wie aus Fig. 1 weiter ersichtlich ist, umfasst die Verriegelungsanordnung 10 im dargestellten
Ausführungsbeispiel eine obere Treibstange 12, welche im dargestellten verriegelten
Zustand mit ihrem ersten Ende 12.1 in eine am Rahmen angeordnete erste Aussparung
9A eingreift, und eine untere Treibstange 14, welche im dargestellten verriegelten
Zustand mit ihrem ersten Ende 14.1 in eine im Boden angeordnete zweite Aussparung
9B eingreift. Die obere Treibstange 12 und die untere Treibstange 14 sind über einen
Betätigungsmechanismus 5 miteinander gekoppelt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
umfasst der Betätigungsmechanismus 5 ein manuell oder durch einen Antrieb angetriebenes
nicht dargestelltes Zahnrad und ein mit der oberen Treibstange 12 gekoppeltes nicht
dargestelltes erstes Zahnsegment und ein mit der unteren Treibstange 14 gekoppeltes
nicht dargestelltes zweites Zahnsegment, wobei das angetriebene Zahnrad die beiden
Zahnsegmente kämmt und in entgegengesetzte Richtungen verschiebt.
[0020] Wie aus Fig. 1 bis 3 weiter ersichtlich ist, ist die Rückschiebesicherung 20 an der
unteren Treibstange 14 ausgebildet. Wie aus Fig. 2 und 3 weiter ersichtlich ist, umfasst
die untere Treibstange 14 zwei Teiltreibstangen 14A, 14B, zwischen denen ein winkliger
Grundkörper 21 der Rückschiebesicherung 20 drehbar angeordnet ist. Zudem ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel das erste Ende 14.1 der unteren Treibstange 14 an der ersten Teiltreibstange
14A ausgebildet und das zweite Zahnsegment ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
mit der zweiten Teiltreibstange 14B gekoppelt.
[0021] Wie aus Fig. 2 und 3 weiter ersichtlich ist, ist der winklige Grundkörper 21 so zwischen
den beiden Teiltreibstangen 14A, 14B gelagert, dass eine von den Teiltreibstangen
14A, 14B in den Grundkörper 21 eingeleitete durch Manipulation erzeugte Druckkraft
FD1, FD2 eine Drehbewegung des Grundkörpers 21 um eine Drehachse DA, DB bewirkt, welche
das Sperrelement 29 gegen ein Gehäuse 5.1 des Betätigungsmechanismus 5 verkantet.
Eine von den Teiltreibstangen 14A, 14B in den Grundkörper 21 eingeleitete durch Betätigung
erzeugte Zugkraft FZ1, FZ2 bewirkt eine Translationsbewegung des Grundkörpers 21 in
Betätigungsrichtung. Wie aus Fig. 1 und 2 weiter ersichtlich ist, ist ein erster Schenkel
22 des Grundkörpers 21 drehbeweglich um eine erste Drehachse DA mit einer ersten Teiltreibstange
14A verbunden. Ein zweiter Schenkel 24 des Grundkörpers 21 ist drehbeweglich um eine
zweite Drehachse DB mit einer zweiten Teiltreibstange 14B verbunden. Hierbei ist die
erste Drehachse DA am freien Ende des ersten Schenkels 22 und an einem, dem ersten
Schenkel 22 zugewandten Ende 14.2 der ersten Teiltreibstange 14A angeordnet. Die zweite
Drehachse DB ist mittig am zweiten Schenkel 24 und an einem, dem zweiten Schenkel
24 zugewandten Ende 14.3 der zweiten Teiltreibstange 14A angeordnet.
[0022] Wie aus Fig. 2 und 3 weiter ersichtlich ist, bildet ein freies Ende des zweiten Schenkels
24 das Sperrelement 29 aus, welche in dem in Fig. 2 dargestellten nicht aktivierten
Zustand mit einer Außenkontur der zweiten Teiltreibstange 14B fluchtet und in dem
in Fig. 3 dargestellten aktivierten Zustand über die Außenkontur der zweiten Teiltreibstange
14B übersteht und mit dem Gehäuse 5.1 des Betätigungsmechanismus 5 verkantet bzw.
verhakt. Der Abstand zwischen der Außenkontur der zweiten Teiltreibstange 14B und
dem Gehäuse 5.1 des Betätigungsmechanismus 5 ist in vorteilhafter Weise so gewählt,
dass das erste Ende 14.1 der unteren Treibstange 14 noch in die zweite Aussparung
9B im Boden eingreift und der Treibriegel 11 noch in der verriegelten Stellung verbleibt.
[0023] Wie aus Fig. 2 und 3 weiter ersichtlich ist, bildet ein mit dem ersten Schenkel 22
verbundenes Ende des zweiten Schenkels 24 eine erste Anlagekontur 28 aus, welche zur
Übertragung der durch Betätigung erzeugten Zugkraft FZ1, FZ2 mit einer zweiten Anlagekontur
18 zusammenwirkt, welche an dem, dem zweiten Schenkel 24 zugewandten Ende 14.3 der
zweiten Teiltreibstange 14B ausgebildet ist.
[0024] Wie aus Fig. 2 weiter ersichtlich ist, erzeugt eine, durch eine Betätigung erzeugte
erste Zugkraft FZ1, welche in der Darstellung nach oben wirkt, eine zugehörige Schiebebewegung
der zweiten Teiltreibstange 14B, welche Translationsbewegungen der zweiten Drehachse
DB, des Grundkörpers 21 und der ersten Teiltreibstange 14A mit der ersten Drehachse
DA bewirkt. Dadurch liegt die erste Anlagekontur 28 des zweiten Schenkels 24 an der
zweiten Anlagekontur 18 der zweiten Teiltreibstange 14B an, so dass die durch Betätigung
erzeugte erste Zugkraft FZ1 über den Grundkörper 21 auf die erste Teiltreibstange
14A übertragen wird, und das erste Ende 14.1 der unteren Zugstange 14 aus der zweiten
Aussparung 9B im Boden gezogen wird. Dadurch wird der Treibriegel 11 von der verriegelten
in die entriegelte Stellung bewegt. In der entriegelten Stellung wirkt im dargestellten
Ausführungsbeispiel die Gewichtskraft der ersten Teiltreibstange 14A als zweite Zugkraft
FZ2 auf die erste Teiltreibstange 14A. Die zweite Zugkraft FZ2 wirkt in der Darstellung
nach unten. Wird im Betätigungsmechanismus 5 eine Betätigung zum Verriegeln ausgeführt,
indem beispielsweise eine Sperre aufgehoben wird, dann bewirkt eine zugehörige durch
die zweite Zugkraft FZ2 erzeugte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange 14A Translationsbewegungen
der ersten Drehachse DA, des Grundkörpers 21 und der zweiten Teiltreibstange 14B mit
der zweiten Drehachse DB. Dadurch liegt die erste Anlagekontur 28 des zweiten Schenkels
24 an der zweiten Anlagekontur 18 der zweiten Teiltreibstange 14B an, so dass die
durch Betätigung erzeugte zweite Zugkraft FZ2 über den Grundkörper 21 auf die zweite
Teiltreibstange 14B übertragen wird, und das erste Ende 14.1 der unteren Zugstange
14 in die zweite Aussparung 9B im Boden bewegt wird.
[0025] Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich ist, bewirkt eine durch eine Manipulation erzeugte
erste Druckkraft FD1 eine Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange 14A, welche eine
Translationsbewegung der ersten Drehachse DA und eine Drehbewegung des Grundkörpers
21 um die zweite Drehachse DB bewirkt, so dass das Sperrelement 29 über die Außenkontur
der zweiten Teiltreibstange 14B übersteht und mit dem Gehäuse 5.1 des Betätigungsmechanismus
5 verkantet bzw. verhakt und eine weitere Translationsbewegung bzw. Schiebebewegung
der ersten Teiltreibstange 14A nach oben blockiert. Eine durch eine Manipulation erzeugte
zweite Druckkraft FD2 bewirkt eine Schiebebewegung der zweiten Teiltreibstange 14B,
welche analog eine Translationsbewegung der zweiten Drehachse DB und eine Drehbewegung
des Grundkörpers 21 um die erste Drehachse DA bewirkt, so dass das Sperrelement 29
über die Außenkontur der zweiten Teiltreibstange 14B übersteht und mit dem Gehäuse
5.1 des Betätigungsmechanismus 5 verkantet bzw. verhakt und eine weitere Translationsbewegung
bzw. Schiebebewegung der zweiten Teiltreibstange 14A nach unten blockiert.
[0026] Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verriegelungsanordnung ermöglichen eine besonders
kompakten Bauform und mit einer geringen Teilezahl. Die Verriegelungsanordnung kann
in vorteilhafter Weise einfach montiert und kostengünstig beschafft werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Anlage
- 3
- Flügel
- 5
- Betätigungsmechanismus
- 5.1
- Gehäuse
- 7
- Band
- 9A, 9B
- Aussparung
- 10
- Verriegelungsanordnung
- 11
- Treibriegel
- 12
- obere Treibstange
- 12.1
- erstes Ende der oberen Treibstange
- 14
- untere Treibstange
- 14A, 14B
- Teiltreibstange
- 14.1
- erstes Ende der unteren Treibstange
- 14.2
- Ende der unteren Teiltreibstange
- 14.3
- Ende der oberen Teiltreibstange
- 18
- erste Anlagekontur
- 20
- Rückschiebesicherung
- 21
- Grundkörper (Winkelelement)
- 22
- erster Schenkel
- 24
- zweiter Schenkel
- 28
- zweite Anlagekontur
- 29
- Sperrelement
- DA, DB
- Drehachse
- FD1, FD2
- Druckkraft
- FZ1, FZ2
- Zugkraft
1. Verriegelungsanordnung (10) für einen Flügel (3), mit einem Treibriegel (11), welcher
mindestens eine Treibstange (12, 14) aufweist und zwischen einem verriegelten Zustand,
in welchem die mindestens eine Treibstange (12, 14) mit einem ersten Ende (12.1, 14.1)
in eine korrespondierende Aussparung (9A, 9B) eingreift, und einem entriegelten Zustand
bewegbar ist, in welchem das erste Ende (12.1, 14.1) der mindestens einen Treibstange
(12, 14) außerhalb der korrespondierenden Aussparung (9A, 9B) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Rückschiebesicherung (20) ein Sperrelement (29) aufweist, welches sich im verriegelten
Zustand bei einer Manipulation der mindestens einen Treibstange (12, 14) verkantet
und eine Bewegung der mindestens einen Treibstange (12, 14) blockiert, welche das
erste Ende (12.1, 14.1) der mindestens einen Treibstange (12, 14) aus der korrespondierenden
Aussparung (9A, 9B) bewegen würde.
2. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Treibstange (12, 14) zwei Teiltreibstangen (14A, 14B) umfasst,
zwischen denen ein winkliger Grundkörper (21) der Rückschiebesicherung (20) drehbar
angeordnet ist.
3. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der winklige Grundkörper (21) so zwischen den beiden Teiltreibstangen (14A, 14B)
gelagert ist, dass eine von den Teiltreibstangen (14A, 14B) in den Grundkörper (21)
eingeleitete durch Manipulation erzeugte Druckkraft (FD1, FD2) eine Drehbewegung des
Grundkörpers (21) um eine Drehachse (DA, DB) bewirkt, welche das Sperrelement (29)
gegen ein Gehäuse (5.1) des Betätigungsmechanismus (5) verkantet, und eine von den
Teiltreibstangen (14A, 14B) in den Grundkörper (21) eingeleitete durch Betätigung
erzeugte Zugkraft (FZ1, FZ2) eine Translationsbewegung des Grundkörpers (21) in Betätigungsrichtung
bewirkt.
4. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster Schenkel (22) des Grundkörpers (21) drehbeweglich um eine erste Drehachse
(DA) mit einer ersten Teiltreibstange (14A) verbunden ist, und ein zweiter Schenkel
(24) des Grundkörpers (21) drehbeweglich um eine zweite Drehachse (DB) mit einer zweiten
Teiltreibstange (14B) verbunden ist.
5. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Drehachse (DA) am freien Ende des ersten Schenkels (22) und an einem, dem
ersten Schenkel (22) zugewandten Ende (14.2) der ersten Teiltreibstange (14A) angeordnet
ist.
6. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Drehachse (DB) mittig am zweiten Schenkel (24) und an einem, dem zweiten
Schenkel (24) zugewandten Ende (14.3) der zweiten Teiltreibstange (14A) angeordnet
ist.
7. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein freies Ende des zweiten Schenkels (24) das Sperrelement (29) ausbildet.
8. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit dem ersten Schenkel (22) verbundenes Ende des zweiten Schenkels (24) eine
erste Anlagekontur (28) ausbildet, welche zur Übertragung der durch Betätigung erzeugten
Zugkraft (FZ1, FZ2) mit einer zweiten Anlagekontur (18) zusammenwirkt, welche an dem,
dem zweiten Schenkel (24) zugewandten Ende (14.3) der zweiten Teiltreibstange (14A)
ausgebildet ist.
9. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine durch eine Manipulation bewirkte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange
(14A) eine Translationsbewegung der ersten Drehachse (DA) und eine Drehbewegung des
Grundkörpers (21) um die zweite Drehachse (DB) bewirkt, wobei eine durch eine Manipulation
bewirkte Schiebebewegung der zweiten Teiltreibstange (14B) eine Translationsbewegung
der zweiten Drehachse (DB) und eine Drehbewegung des Grundkörpers (21) um die erste
Drehachse (DA) bewirkt.
10. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine durch eine Betätigung bewirkte Schiebebewegung der ersten Teiltreibstange (14A)
Translationsbewegungen der ersten Drehachse (DA), des Grundkörpers (21) und der zweiten
Teiltreibstange (14B) mit der zweiten Drehachse (DB) bewirken, wobei eine durch eine
Betätigung bewirkte Schiebebewegung der zweiten Teiltreibstange (14B) Translationsbewegungen
der zweiten Drehachse (DB), des Grundkörpers (21) und der ersten Teiltreibstange (14A)
mit der ersten Drehachse (DA) bewirken.
11. Verriegelungsanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass im verriegelten Zustand eine obere Treibstange (12) mit ihrem ersten Ende (12.1)
in eine am Rahmen angeordnete erste Aussparung (9A) eingreift und eine untere Treibstange
(14) mit ihrem ersten Ende (14.1) in eine im Boden angeordnete zweite Aussparung (9B)
eingreift.
12. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Treibstange (12) und die untere Treibstange (14) über den Betätigungsmechanismus
(5) miteinander gekoppelt sind.
13. Verriegelungsanordnung (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Betätigungsmechanismus (5) ein angetriebenes Zahnrad und ein mit der oberen Treibstange
(12) gekoppeltes erstes Zahnsegment und ein mit der unteren Treibstange (14) gekoppeltes
zweites Zahnsegment umfasst, wobei das angetriebene Zahnrad die beiden Zahnsegmente
kämmt und in entgegengesetzte Richtungen verschiebt.
14. Verriegelungsanordnung (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückschiebesicherung (20) an der unteren Treibstange (14) ausgebildet ist, wobei
das erste Ende (14.1) an der ersten Teiltreibstange (14A) ausgebildet ist und das
zweite Zahnsegment mit der zweiten Teiltreibstange (14B) gekoppelt ist.
15. Anlage (1) mit mindestens einem bewegbaren Flügel (3) und einer Verriegelungsanordnung
(10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungsanordnung (10) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgeführt
ist.