[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Feuerschutzabschlusselementen.
Feuerschutzabschlusselemente sind beispielsweise eine Tür, ein Türblatt, eine Zarge
oder eine Festverglasung in Feuerschutzausbildung. Weiter betrifft die Erfindung ein
damit herstellbares Feuerschutzabschlusselement sowie eine damit herstellbare Feuerschutzabschlusselementserie,
also eine Produktionsreihe von Feuerschutzabschlusselementen.
[0002] Feuer- und Rauchschutzrohrrahmenelemente sind beispielsweise aus der Firmenbroschüre
"Feuer- und Rauchschutz-Rohrrahmenelemente" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft mit
dem Druckvermerk "Stand 04.2017/Druck 04.2017/HF84563DE bekannt. Sie weisen einen
aus Metallprofilen, die einen Hohlraum umschließen, gebildeten Rahmen auf. Der Rahmen
kann durch Füllungselemente wie beispielsweise Brandschutzglasscheiben befüllt sein.
[0003] Als Materialien für die Metalle kommen insbesondere Leichtmetalle, wie Aluminium
oder Aluminiumlegierungen oder Stahl in Betracht. Die Metallprofile werden meist aus
mehreren Halbschalen gebildet, die durch Isolierungsstege miteinander verbunden sind,
um so Wärmeübergänge zu vermeiden.
[0004] Um derartige Rohrrahmenelemente zur Eignung in Feuerschutzabschlüssen auszubilden,
werden in Hohlräume der Metallprofile Brandschutzmaterialien eingebracht. Hierzu werden
beispielsweise Platten aus Brandschutzmaterialien, wie zum Beispiel Kalziumsilikatplatten
oder Gipsplatten, in Stäbe geschnitten, wobei dann die Stäbe in die Metallprofile
eingeschoben werden.
[0005] Derartige Verfahren zum Herstellen von Metallprofilrahmen sind in der
DE 10 201 419 A oder der
EP 1 793 073 A2 oder der vorerwähnten Firmendruckschrift dargestellt.
[0006] Die bisher bekannten Verfahren sind bezüglich der Montage sehr aufwändig.
[0007] Um den Montageaufwand zumindest bei Feuerschutzabschlüssen mit niedrigerer Feuerschutzklasse
zu vermeiden, ist in der
DE 10 2005 014 544 A1 auch bereits vorgeschlagen worden, einen der Hohlräume des jeweiligen Metallprofils
mit einem Streifen aus intumeszierendem Material zu versehen, der erst im Brandfall
aktiviert wird.
[0008] Insbesondere betrifft die Erfindung auch die Herstellung von Feuerschutzabschlusselementen,
wie sie aus der Firmenbroschüre "Funktionstüren für Ihr Haus" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft
mit dem Druckvermerk Stand 03.2017/Druck 03.2017/HF 85115 DE/PDF bekannt sind. Ein
weiteres Beispiel für Feuerschutzabschlüsse, wie sie ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
darstellen können, sind Feuerschutztore, wie sie aus der Firmendruckschrift "Stahl-
und Edelstahl-Schiebetore FST" der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft mit dem Druckvermerk
Stand 08.2016/Druck 08.2016/HF 86038 DE/PDF bekannt sind.
[0009] Derartige Feuerschutzabschlusselemente in Form von Flügeln oder Rahmenelementen von
Feuerschutztoren oder Feuerschutztüren, insbesondere in Kasten-Deckel-Bauweise, weisen
einen Mantel auf, der einen Hohlraum umschließt, in welchen eine Brandschutzmatte
eingelegt ist.
[0010] Herkömmliche Brandschutzmatten zu diesen Zwecken sind aus Mineralfasern gebildet.
Hierzu gibt es beispielsweise Glasfasermatten oder Steinwollematten auf dem Markt.
Zum Stand der Technik wird hierzu auch auf die
EP 1 533 462 A2 sowie den darin zitierten Stand der Technik sowie die
WO 2002/8557 A1 verwiesen.
[0011] Brandschutzmatten auf Mineralfaserbasis sind aufwändig in der Herstellung und schwierig
handzuhaben. Insbesondere ist ein Zuschnitt derartiger Brandschutzmatten schwierig.
Daher müssen derartige Brandschutzmatten oft für jeweilige unterschiedliche Größen
von Feuerschutzabschlusselementen in unterschiedlichen Größen auf Vorrat gehalten
werden.
[0012] Aus der
DE 201 14 949 U1 ist ein feuerwiderstandsfähiges Profilbauteil zur Herstellung von Fenstern, Türen,
Wandelementen, Fassaden und dergleichen bekannt, das zwei im Wesentlichen U-förmige
Profilteile aus stranggepressten Aluminium aufweist, die mittels Isolierstegen verbunden
sind, wobei ein Hohlraum dazwischen mit einer Brandschutzisoliermasse ausgefüllt ist.
Die Brandschutzisoliermasse ist aus Magnesiumoxychlorid-Zement gebildet. Die Branschutzisoliermasse
kann aber auch Wasserglas oder Kieselsäure in Gelform enthalten.
[0013] Aus der
DE 10 2015 108 567 A1 ist eine Brandschutztür oder ein Brandschutztor in Kasten-Deckel-Bauweise mit einer
brandhemmenden Füllung bekannt. Die Brandschutzeinrichtung weist ein im oberen Bereich
der Brandschutzeinrichtung angeordnetes Reservoir einer nicht brennbaren Flüssigkeit
auf, die als Gel gebunden ist.
[0014] Aus der
DE 100 03 856 A1 ist eine Brandschutzmatte bekannt, die in Segmente aufgeteilt ist, die gegeneinander
abgedichtet sind. Die Segmente sind mit Brandschutzmittel gefüllt, welches vornehmlich
wässriges Natriumsilikat, eventuell versetzt mit Fasern wie Glasfasern enthält. Das
Brandschutzmaterial kann in Form von Pellets, als Tabletten, pulverisiert oder auch
in Gelform vorliegen.
[0015] Aus der
US 4 223 175 A ist die Verwendung von mit Flüssigkeit in Form von Wasser gefüllten Folienschläuchen
zum Brandschutz von Kabelleitungen bekannt.
[0016] Auch aus der
US2016/107010 A1 ist eine Folienverpackung mit Gelbefüllung zu Brandschutzzwecken bekannt.
[0017] Die
DE 20 2009 015 497 U1 betrifft die Befüllung eines Hohlraums eines Kasten-Deckelblech-Feuerschutztürblatts
unter Verwendung von Metallfolien.
[0018] Bei der Herstellung von mit Verglasung versehenen Türen und Festverglasungen wird
derzeit vorgesehen, dass Hersteller der Türen und Rahmen für die Festverglasungen
die Rahmen herstellen und mit Brandschutzgel befüllte Brandschutzgläser von einem
Hersteller für Brandschutzgläser beziehen. Um die Rahmen oder sonstige Türblätter
feuerschutzfest zu machen, werden weitere Brandschutzmaterialien beschafft, die nach
Größe des zu befüllenden Hohlraumes vorkonfektioniert werden müssen. Dies bedingt
komplizierte Lieferantenketten und eine entsprechend komplizierte Lagerhaltung für
die unterschiedlichen Füllungen.
[0019] Aufgabe der Erfindung ist es, die Herstellung von Feuerschutzabschlusselementen mit
und ohne Verglasung zu vereinfachen. Insbesondere soll ein Verfahren zur vereinfachten
Serienherstellung von Feuerschutzabschlusselementen unterschiedlicher Bauart vorgeschlagen
werden.
[0020] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst. Ein damit herstellbares
Feuerschutzabschlusselement sowie eine damit in Serienproduktion herstellbare Feuerschutzabschlusselementserie
sind Gegenstand der Nebenansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der
Unteransprüche.
[0021] Die Erfindung schafft gemäß einem ersten Aspekt ein Verfahren zum Herstellen von
Feuerschutzabschlusselementen mit Verglasung oder zum Herstellen von Feuerschutzabschlusselementen
mit Verglasung und Feuerschutzabschlusselementen ohne Verglasung, mit den Schritten:
- a) Bereitstellen von Brandschutzglasscheiben für Feuerschutzabschlusselemente mit
Verglasung, wobei die Brandschutzglasscheiben wenigstens eine erste Glasscheibe und
eine zweite Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum dazwischen aufweisen,
- b) Füllen des Brandschutzglasscheiben-Hohlraums mit einem zum Befüllen von Brandschutzglasscheiben
geeigneten Brandschutzgel, vorzugsweise derart, dass die befüllten Brandschutzglasscheiben
glasklar durchsichtig sind;
- c) Bereitstellen eines Feuerschutzabschlusselementkörpers mit einem Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum;
und
- d) Füllen des Feuerschutzabschlusselement-Hohlraums mit dem gleichen Brandschutzgel.
[0022] Eine Grundidee der Erfindung ist, bei der Herstellung der Feuerschutzabschlusselemente
so vorzugehen, dass die Brandschutzglasscheiben befüllt werden und dass mit dem gleichen
Brandschutzgel, mit dem die Brandschutzglasscheiben befüllt werden, zumindest auch
ein Hohlraum in anderen Bereichen der Feuerschutzabschlusselemente befüllt wird.
[0023] Vorzugsweise werden die Brandschutzglasscheiben nicht mehr als vorkonfektionierte
und bereits montierte Einheit beschafft und bevorratetet, sondern im Rahmen der Produktion
von Feuerschutzabschlusselementen aus Glasscheiben, Abstandshalterrahmen und Brandschutzflüssigkeit
zum Bilden der Füllung aus Brandschutzgel hergestellt.
[0024] Dadurch werden weniger und weniger aufwändige Anlieferungen und eine geringere Anzahl
von unterschiedlichen Materialien benötigt. Das Befüllen von Hohlräumen von Körpern
von Feuerschutzabschlusselementen, wie z.B. Metallprofilen, Hohlräumen in Türblättern,
insbesondere zwischen Kastenblech und Deckelblech, oder in Brandschutztoren mit Brandschutzgel
hat noch weitere Vorteile, die hiernach noch weiter erläutert werden.
[0025] Im Rahmen des Bereitstellens des Feuerschutzabschlusselementkörpers wird vorzugsweise
ein Verfahren zum Herstellen von für Metallprofilrahmen für Feuerschutzabschlusselemente
durchgeführt, das weniger aufwändig als die bisherige Herstellung von Metallprofilrahmen
für Feuerschutzabschlusselemente ist. Vorteilhafterweise soll auch mit geringem Aufwand
eine höhere Brandschutzklasse erreichbar sein.
[0026] Demnach weist eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahren einen
Schritt zum Herstellen eines Metallprofilrahmens eines Feuerschutzabschlusselements
auf, mit den Schritten:
aa) Bereitstellen wenigstens eines Metallprofils mit einem Hohlraum,
bb) Füllen des Hohlraums mit dem Brandschutzgel,
cc) Herstellen des Profilrahmens aus dem Metallprofil,
wobei die Reihenfolge der Schritte bb) und ccc) beliebig ist.
[0027] Es ist bevorzugt, dass Schritt bb) enthält:
bb2.1) Einfüllen einer zu dem Brandschutzgel polymerisierbaren Brandschutzflüssigkeit
in den Hohlraum und Polymerisieren der Brandschutzflüssigkeit innerhalb des Hohlraums,
um so das Brandschutzgel zu bilden, oder
bb2.2) Einfüllen eines fließfähigen Brandschutzgels in den Hohlraum.
[0028] Es ist bevorzugt, dass Schritt bb) den vor Schritt bb2.1) oder bb2.2) durchzuführenden
Schritt enthält:
bb1) Abdichten des Hohlraums zur Vermeidung eines Austritts von Brandschutzflüssigkeit
bzw. Brandschutzgels.
[0029] Es ist bevorzugt, dass Schritt bb1) enthält:
bb1.1) Einfügen einer Folie oder Schlauchfolie in den Hohlraum.
[0030] Es ist bevorzugt, dass Schritt bb) umfasst:
bb3) Einfügen einer mit einem Brandschutzgel oder einer das Brandschutzgel bildenden
Brandschutzflüssigkeit befüllten Hülle in den Hohlraum.
[0031] Es ist bevorzugt, dass die Hülle aus einem flexiblen Material und/oder einem Folienmaterial
hergestellt wird und mit dem Brandschutzgel oder der Brandschutzflüssigkeit befüllt
wird.
[0032] Es ist bevorzugt, dass die Hülle mit einem Versteifungselement versehen wird.
[0033] Es ist bevorzugt, dass die Breite des Versteifungselements an die Innenbreite des
Hohlraums angepasst ist.
[0034] Es ist bevorzugt, dass Schritt bb3) enthält:
Einfügen wenigstens eines Stabes in einen Folienschlauch,
Einfüllen des Brandschutzgels oder einer zu dem Brandschutzgel polymerisierbaren Brandschutzflüssigkeit
in den Folienschlauch, und Evakuieren und Verschließen des mit dem wenigstens einem
Stab und dem Brandschutzgel bzw. der Brandschutzflüssigkeit befüllten Folienschlauchs.
[0035] Es ist bevorzugt, dass als Brandschutzgel ein salzhaltiges Hydrogel eingesetzt wird.
[0036] Damit lässt sich durch Ausführungsformen der Erfindung zur Herstellung eines Feuerschutzabschlusselements
ein Metallprofilrahmen für das Feuerschutzabschlusselement herstellen, mit wenigstens
einem Metallprofil, das wenigstens einen mit dem Brandschutzgel befüllten Hohlraum
aufweist. In dem Metallprofilrahmen ist vorzugsweise eine Brandschutzglasscheibe gehalten,
die mit dem gleichen Brandschutzgel befüllt ist.
[0037] Durch Ausgestaltungen der Erfindung lässt sich ein Feuerschutzabschlusselement herstellen,
welches einen derartigen Metallprofilrahmen umfasst.
[0038] Die Erfindung betrifft eine Verwendung des gleichen Brandschutzgels sowohl als Brandschutzmaterial
in Hohlräumen von Rahmen oder Türblättern oder sonstigen Feuerschutzabschlusselementen,
ob verglast oder nicht, als auch als Füllung in Brandschutzglasscheiben der verglasten
Feuerschutzabschlusselemente.
[0039] Erfindungsgemäß wird ein zum Befüllen von Brandschutzglasscheiben - auch von seinen
optischen Eigenschaften her - geeignetes Brandschutzgel oder eine zum Befüllen von
Brandschutzglasscheiben geeignete Brandschutzflüssigkeit zum Befüllen eines Hohlraumes
eines Metallprofiles eingesetzt.
[0040] Unter "Brandschutzgel" wird ein Gel verstanden, das zur Befüllung von Brandschutzglasscheiben
geeignet ist und unter Einwirkung einer im Brandfall auftretenden Hitzewirkung kühlend
wirkt und insbesondere verdunstendes Wasser abgibt oder eine wärmeenergieverzehrende
chemische Reaktion hervorruft. Insbesondere ist das Brandschutzgel als Füllung in
der Brandschutzglasscheibe klarsichtig, so dass die damit befüllte Brandschutzglasscheibe
die gleiche oder im Wesentlichen die gleiche Durchsicht wie eine normale Glasscheibe
bietet.
[0041] Geeignete Brandschutzgele sind beispielsweise in folgenden Literaturstellen angegeben,
wobei auf jede einzelne für weitere Einzelheiten hinsichtlich der möglichen Zusammensetzung
und der möglichen Herstellung des Brandschutzgels beziehungsweise der Brandschutzflüssigkeit
ausdrücklich Bezug genommen wird:
[0042] Diese Literaturstellen befassen sich jeweils mit einer Brandschutzverglasung, die
aus wenigstens zwei Glasscheiben gebildet ist, welche einen Hohlraum zwischen sich
aufweisen. Dieser Hohlraum wird mit einem Brandschutzgel befüllt. Die Brandschutzgelzusammensetzung
für die Brandschutzgläser ist in den einzelnen vorgenannten Literaturstellen im Einzelnen
näher erläutert.
[0043] Beispielsweise wird ein Metallprofil verwendet, welches aus Aluminium-Halbschalen
gebildet ist, die durch Isolierstege miteinander verbunden sind. Bei einer bevorzugten
Ausgestaltung wird Brandschutzflüssigkeit in eine oder mehrere Hohlkammern von verbundenen
Halbschalenprofilen von Aluminium-Rohrrahmentüren hineingepumpt. Bei gegebener Dichtigkeit
eines Profilverbundes kann die Brandschutzflüssigkeit direkt in die Hohlkammer gefüllt
werden. Bei eventuell vorhandener Undichtigkeit des Profilverbundes kann dieser zuvor
abgedichtet werden. Hierzu kann beispielsweise als Dichtmittel ein Folienschlauch
verwendet werden, der vor dem Füllvorgang in die jeweilige Hohlkammer eingebracht
wird.
[0044] Es kann beispielsweise eine Brandschutzflüssigkeit eingesetzt werden, die nach dem
Verfüllen in den Hohlraum zu einem Gel polymerisiert. Auch kann zunächst ein Gel gebildet
werden, welches noch fließfähig ist und dann in die jeweilige Hohlkammer eingepumpt
wird.
[0045] Das Einbringen eines fließfähigen Brandschutzmaterials hat gleich mehrere Vorteile.
[0046] Es müssen keine gesonderten Zuschnitte von festen Brandschutzmaterialien bereitgestellt
werden.
[0047] Das fließfähige Brandschutzmaterial - wie insbesondere das Brandschutzgel - füllt
den Hohlraum optimal aus.
[0048] Das fließfähige Brandschutzmittel hat sehr guten Kontakt zu den Innenwandungsbereichen
des Metallprofils, sodass eine unmittelbare Kühlung des Metallprofiles im Brandfall
auftritt.
[0049] So kann das Füllen von inneren Hohlkammern von Metallprofilen die herkömmlich verwendeten
mineralisch gebundenen Profilfüllungen wie zum Beispiel Promaxon ablösen.
[0050] Weiter haben Brandversuche gezeigt, dass durch Ausgestaltungen der Erfindung die
benötigte Menge an Profilfüllung, die derzeit für die sichere Stellung einer gewünschten
Brandschutzleistung notwendig ist, deutlich reduziert werden kann. So ist es bisher
bei einem Metallprofilrahmen, der aus zwei Leichtmetallrohrprofilen gebildet ist,
die durch Isolierstege miteinander verbunden sind, zur Erzielung einer Brandschutzwiderstandsklasse
EI90 (das Feuerschutzabschlusselement hält einer einseitigen Brandbeaufschlagung 90
Minuten stand) notwendig, alle drei Hohlkammern mit Brandschutzmaterialien zu füllen.
Bei Nutzen der Lehre von Ausgestaltungen der Erfindung reicht es bei ansonsten unveränderten
Metallprofilrahmen aus, nur eine von drei Kammern zu füllen.
[0051] Bei Anwendungen, wo eine Befüllung eines Hohlraums eines Metallprofiles mit einer
fließfähigen Masse nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, kann auch
eine Herstellung eines Füllelements dadurch erfolgen, dass außerhalb des Metallprofils
eine Hülle mit Brandschutzgel oder eine brandschutzgelausbildende Brandschutzflüssigkeit
gefüllt wird und dann diese entsprechend befüllte Hülle in das Hohlkammerprofil eingebracht
wird.
[0052] Die Hülle kann auch mit Versteifungselementen versteift sein. Beispielsweise könnten
Stäbe aus Pappe oder sonstigen geeigneten Materialien - zum Beispiel auch Holzstäbe
- vorzugsweise aus einem porösen Material, welches durch Brandschutzflüssigkeit getränkt
werden kann - in einem Folienschlauch zusammen mit der Brandschutzflüssigkeit eingebracht
werden.
[0053] Vorzugsweise ist vorgesehen, Stäbe aus Pappe oder dergleichen, die im Querschnitt
dem inneren Querschnitt der zu füllenden Hohlkammer entsprechen, in Folienschläuche
zusammen mit der Brandschutzflüssigkeit unter Vakuum zu verschweißen und dadurch einen
formstabilen Einschiebling zur Profilfüllung herzustellen.
[0054] Mit derartigen formstabilen Einschieblingen können auch einseitig offene Metallprofile
mit dem hier interessierenden Brandschutzgel gefüllt werden.
[0055] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sehen vor, das gleiche Brandschutzgel, welches
zum Befüllen von Brandschutzglasscheiben einer Verglasung für Feuerschutzabschlusselemente
verwendet wird, auch zur Herstellung von Brandschutzmatten zu verwenden, die zur Befüllung
von Feuerschutzabschlusselementkörpern einzusetzen sind.
[0056] Somit sehen Ausführungsformen der Erfindung eine Brandschutzmatte zum Befüllen eines
Hohlraums eines Feuerschutzabschlusselements vor, wobei die Brandschutzmatte eine
flexible Hülle und das in der Hülle eingeschlossene Brandschutzgel umfasst.
[0057] Es ist bevorzugt, dass die Hülle einen Folienschlauch oder
[0058] Kunststofffolienschlauch aufweist.
[0059] Es ist bevorzugt, dass das Brandschutzgel in der Hülle vakuumverschlossen ist.
[0060] Es ist bevorzugt, dass die Hülle ein Versteifungselement enthält.
[0061] Es ist bevorzugt, dass in oder an der Hülle ein oder mehrere Versteifungselemente
vorgesehen sind, die ausgewählt sind aus einer Gruppe von Versteifungselementen, die
ein Wabenelement, einen porösen Körper, ein Pappwabenelement, einen flexiblen Stab
und ein flexibles Rahmenwerk enthält.
[0062] Somit lässt sich mit dieser Ausgestaltung der Erfindung ein Feuerschutzabschlusselement
schaffen, umfassend einen einen Hohlraum umschließenden Mantel und wenigstens eine
in dem Hohlraum eingefügte Brandschutzmatte nach einer der voranstehenden Ausgestaltungen.
[0063] Es ist bevorzugt, dass der Mantel aus Metallblechen oder aus Paneelen aus einem Material
auf der Basis von Holzwerkstoffen gebildet ist.
[0064] Es ist bevorzugt, dass das Feuerschutzabschlusselement als Feuerschutztürblatt, Feuerschutztorblatt
oder als Feuerschutzpaneel zum Bilden einer Brandschutzwand ausgebildet ist.
[0065] Es ist bevorzugt, dass wenigstens eine Brandschutzmatte nach einer der voranstehenden
Ausgestaltungen und eine Mineralfaser-Brandschutzmatte in dem Hohlraum enthalten sind
oder übereinandergelegt sind.
[0066] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung umfasst somit einen Schritt
zum Herstellen einer Brandschutzmatte, umfassend die Schritte:
- A) Bereitstellen einer Hülle aus einem flexiblen fluiddichten Material mit wenigstens
einer Öffnung;
- B) Befüllen der Hülle mit einem Brandschutzgel oder einer zu einem Brandschutzgel
polymerisierbaren Brandschutzflüssigkeit;
- C) fluiddichtes Verschließen der Hülle.
[0067] Es ist bevorzugt, dass Schritt A) Bereitstellen eines Folienschlauchs enthält.
[0068] Es ist bevorzugt, dass Schritt C) Vakuumverschweißen der Hülle umfasst.
[0069] Gemäß Ausgestaltungen der Erfindung wird eine Brandschutzmatte zur Verfügung gestellt,
die durch ein in einer Hülle enthaltenes Brandschutzgel gebildet ist. Das Brandschutzgel
ist das gleiche wie das Brandschutzgel in Brandschutzglasscheiben von verglasten Feuerschutzabschlusselementen
aus einer Serie von Feuerschutzabschlusselementen mit und ohne Verglasung.
[0070] Ein besonderer Aspekt der von bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung betrifft
eine Verwendung einer Brandschutzflüssigkeit oder eines daraus gebildeten Brandschutzgels
zur Herstellung von Brandschutzmatten zur Befüllung von Feuerschutzabschlusselementen,
um so eine Serie von Feuerschutzabschlusselementen mit oder ohne Verglasung herzustellen.
[0071] Zum Beispiel wird die Brandschutzflüssigkeit in vorkonfektionierte Folienschläuche
gepumpt. Die mit der Brandschutzflüssigkeit gefüllten Folienschläuche werden danach
unter Vakuum verschweißt. Dadurch erhält man eine flexible Brandschutzmatte, die z.B.
als Türeinlage bei Stahlblechtüren mit Brandschutzanwendung oder als Einlage bei Brandschutztoren
mit Brandschutzanwendung zum Einsatz kommt. Zum näheren Aufbau der Feuerschutzabschlüsse,
die mit derartigen Brandschutzmatten befüllt sein können, wird auf die vorerwähnten
Firmendruckschriften verwiesen, die Teil der hiesigen Offenbarung darstellen. Die
Brandschutzmatten können insbesondere als Brandschutzmatten in den Feuerschutzelementen
eingesetzt werden, wie sie in der
EP 1 533 462 A2 beschrieben und gezeigt sind.
[0072] Im Grunde kann die Form der Brandschutzmatte frei gewählt werden. Es sind rechteckige,
dreieckige, runde, ellipsoide Formen usw. denkbar. Hierdurch lassen sich äußerst flexible
Brandschutzmatten herstellen, die zu einem oder mehreren als Einlagen in entsprechende
Feuerschutzabschlusselemente zur Verwendung kommen.
[0073] Neben der reinen Brandschutzflüssigkeitsfüllung können auch Wabenmatten, insbesondere
aus Pappe, zur Füllung ergänzt werden. Dadurch kann die Brandschutzmatte eine höhere
Steifigkeit bzw. Formstabilität erhalten.
[0074] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist ein Sandwichaufbau der flüssigkeitsgefüllten
Brandschutzmatte mit einem weiteren Isolationsstoff, wie z.B. Steinwolle oder Mineralwolle
oder ähnlichem, vorgesehen.
[0075] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass Schritt b) und/oder Schritt d) enthält:
b2.1) Einfüllen einer zu einem Brandschutzgel polymerisierbaren Brandschutzflüssigkeit
in den Hohlraum und Polymerisieren der Brandschutzflüssigkeit innerhalb des Hohlraums,
um so das Brandschutzgel zu bilden, oder
b2.2) Einfüllen eines fließfähigen Brandschutzgels in den Hohlraum.
[0076] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass Schritt d) den vor Schritt b2.1) oder b2.2) durchzuführenden Schritt enthält:
d2) Abdichten des Hohlraums zur Vermeidung eines Austritts von Brandschutzflüssigkeit
bzw. Brandschutzgels.
[0077] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass Schritt d2) enthält:
d2.1) Einfügen einer Folie oder Schlauchfolie in den Hohlraum.
[0078] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass Schritt c) enthält:
c1) Bereitstellen wenigstens eines Metallprofils (28) mit einem Profil-Hohlraum und
c2) Herstellen des Profilrahmens aus dem Metallprofil (28), und
dass Schritt d) enthält:
d1) Füllen des Profil-Hohlraums mit dem Brandschutzgel,
wobei die Reihenfolge der Schritte c2) und d1) beliebig ist.
[0079] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass Schritt d) umfasst:
d3) Einfügen einer mit einem Brandschutzgel oder einer ein Brandschutzgel bildenden
Brandschutzflüssigkeit befüllten Hülle in den
Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum.
[0080] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass die Hülle aus einem flexiblen Material und/oder einem Folienmaterial hergestellt
wird und mit dem Brandschutzgel oder der Brandschutzflüssigkeit befüllt wird.
[0081] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass die Hülle mit einem Versteifungselement versehen wird.
[0082] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass die Breite des Versteifungselements an die Innenbreite des Feuerschutzabschlusselement-Hohlraums
angepasst ist.
[0083] dass Schritt d3) enthält:
Einfügen wenigstens eines Stabes in einen Folienschlauch,
Einfüllen des Brandschutzgels oder einer zu einem Brandschutzgel polymerisierbaren
Brandschutzflüssigkeit in den Folienschlauch, und Evakuieren und Verschließen des
mit dem wenigstens einem Stab und dem Brandschutzgel bzw. der Brandschutzflüssigkeit
befüllten Folienschlauchs.
[0084] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
dass als Brandschutzgel ein salzhaltiges Hydrogel eingesetzt wird.
[0085] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Feuerschutzabschlusselement,
umfassend wenigstens eine Brandschutzglasscheibe sowie einen Rahmen, in dem die wenigstens
Brandschutzglasscheibe gehalten ist, wobei die Brandschutzglasscheibe wenigstens eine
erste Glasscheibe und eine zweite Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum
dazwischen aufweisen, der mit einem Brandschutzgel befüllt ist, und wobei wenigstens
ein Hohlraum in wenigstens einem Rahmenelement des Feuerschutzabschlusselements mit
dem gleichen Brandschutzgel befüllt ist.
[0086] Es ist bevorzugt, dass der Rahmen ein Metallprofilrahmen mit wenigstens einem Metallprofil
ist, das wenigstens einen mit einem Brandschutzgel befüllten Hohlraum aufweist.
[0087] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Feuerschutzabschlusselementserie,
umfassend Feuerschutzabschlusselemente mit Verglasung und ohne Verglasung, wobei die
Feuerschutzabschlusselemente mit Verglasung wenigstens eine Brandschutzglasscheibe
sowie einen Rahmen aufweisen, in dem die wenigstens Brandschutzglasscheibe gehalten
ist, wobei die Brandschutzglasscheibe wenigstens eine erste Glasscheibe und eine zweite
Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum dazwischen aufweisen, der mit
einem Brandschutzgel befüllt ist, wobei die Feuerschutzabschlusselemente ohne Verglasung
einen Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum aufweisen, der mit dem gleichen Brandschutzgel
befüllt ist.
[0088] Es ist bevorzugt, dass die Feuerschutzabschlusselemente mit Verglasung Feuerschutzabschlusselemente
nach einer der voranstehenden Ausgestaltungen sind.
[0089] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert.
[0090] Darin zeigt:
- Fig. 1
- einen Horizontalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Feuerschutzabschlusselements,
welches als Leichtmetall-Rohrrahmen-Feuerschutztür ausgebildet ist;
- Fig. 2
- einen weiteren Horizontalschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Feuerschutzabschlusselement,
welches als Festverglasung mit darin eingesetzter Tür ausgebildet ist, wobei sowohl
die Festverglasung als auch die Tür einen aus Rohrrahmenprofilen gebildeten Metallprofilrahmen
aufweisen.
- Fig. 3
- eine vordere Ansicht eines möglichen Feuerschutzabschlusses, welcher als Festverglasung
mit einer zweiflügeligen Feuerschutztür ausgebildet ist;
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Feuerschutzabschlusselements mit einem Metallprofilrahmen,
wobei der Metallprofilrahmen als Rohrrahmen aus Stahlprofilen ausgebildet ist.
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Metallprofils, bei
dem eine erste Hohlkammer und eine zweite Hohlkammer mit einem Brandschutzgel befüllt
sind;
- Fig. 6
- eine weitere perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein Metallprofil
zum Bilden eines Metallprofilrahmens eines Feuerschutzabschlusselements, wobei nur
eine von mehreren Hohlkammern mit einem Brandschutzgel befüllt ist;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung eines Einschieblings zum Befüllen eines Hohlraumes eines
Metallprofilelements zum Bilden eines Metallprofilrahmens eines Feuerschutzabschlusselements,
wobei der Einschiebling aus einer Hülle, einem Versteifungselement in Form eines Stabes
und einem in der Hülle befindlichen Brandschutzgel gebildet ist;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer Brandschutzmatte, die
aus einem Brandschutzgel in einer Hülle gebildet ist;
- Fig. 9
- eine weitere perspektivische Darstellung der Brandschutzmatte, welche durch die Hand
einer Person hochgehalten wird, um die Flexibilität der Brandschutzmatte darzustellen;
- Fig. 10
- einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Brandschutzmatte mit Hülle,
Brandschutzflüssigkeitsfüllung und Versteifungselement, beispielsweise in Form einer
Wabenmatte;
- Fig. 11
- eine weitere Ausführungsform einer Brandschutzmatte in einem Sandwichaufbau mit mehreren
Kammern, wobei eine der Kammern mit einem weiteren Isolationsstoff befüllt ist.
- Fig. 12
- eine Vorderansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Feuerschutzabschlusselements
in Form eines Türblatts in Kasten-Deckel-Bauweise; und
- Fig. 13
- einen Schnitt entlang der Linie A-A von Fig. 12 durch das Türblatt, dessen Hohlraum
mit Brandschutzmatten gemäß einer der erfindungsgemäßen Ausgestaltungen gefüllt ist.
[0091] In den Figuren 1 bis 4 sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Feuerschutzabschlusselementen
10 dargestellt, die jeweils wenigstens einen Metallprofilrahmen 12 aufweisen, der
aus einzelnen Metallprofilen gebildet ist. Als Beispiele für die Feuerschutzabschlusselemente
10 sind in Figur 1 eine Feuerschutztür 14 mit einer Zarge 16 in Feuerschutzausbildung
sowie einem Feuerschutztürblatt 18, in Figur 2 und 3 eine Festverglasung 20 mit einer
Feuerschutztür, die ein Feuerschutztürblatt 18 aufweist, und in Figur 4 wiederum eine
Feuerschutztür 14 mit einem Feuerschutztürblatt 18 und einer Zarge 16 dargestellt.
[0092] Die Feuerschutzabschlusselemente 10 weisen jeweils die Metallprofilrahmen 12 auf,
in die eine Füllung 22 in Form von Brandschutzglasscheiben 24 eingesetzt ist. Wie
aus den oben genannten Literaturstellen bekannt, weisen die Brandschutzglasscheiben
24 in hier nicht näher dargestellter Weise wenigstens eine erste und eine zweite Glasscheibe
auf, die einen Hohlraum zwischen sich bilden, der mit Brandschutzgel 26 befüllt ist.
[0093] Das gleiche Brandschutzgel 26 befindet sich auch in wenigstens einem Hohlraum 26
der jeweiligen Metallprofilrahmen 12.
[0094] Zur Herstellung der dargestellten Metallprofilrahmen 12 wird derart vorgegangen,
dass zunächst die Metallprofilrahmen 12 in herkömmlicher Weise hergestellt werden.
[0095] Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 3 werden beispielsweise die jeweiligen
Metallprofile 28 aus einer ersten Metallschale 30 und einer zweiten Metallschale 32
gebildet, die durch jeweils wenigstens zwei Isolierstege 34 miteinander verbunden
werden.
[0096] Die Metallschalen 30, 32 werden beispielsweise aus Leichtmetall - insbesondere Aluminium
oder Aluminiumlegierungen - in Form von Rohrprofilen 36 stranggepresst.
[0097] So weist jede Metallschale 30, 32 in sich eine Hohlkammer auf. Dadurch ist in der
ersten Metallschale 30 eine erste Hohlkammer 36 in der zweiten Metallschale 32 eine
zweite Hohlkammer 38 und zwischen den Isolierstegen 34 eine dritte Hohlkammer 40 gebildet.
[0098] Vor oder im Zuge der Zusammensetzung des Metallprofilrahmens 12 durch die so gebildeten
Metallprofile 28 wird wenigstens eine der Hohlkammern 36, 38, 40 mit einer Brandschutzflüssigkeit
befüllt, die zu einem Brandschutzgel 26 polymerisieren kann. Hier kann die Befüllung
des jeweiligen Hohlraumes innerhalb des Metallprofiles 28 analog zu einer bekannten
Befüllung von Hohlräumen in Brandschutzgläsern erfolgen.
[0099] Beispielsweise kann auch der Metallprofilrahmen 12 zunächst vollständig zusammengesetzt
werden, wobei eine Befüllöffnung und/oder eine Entlüftungsöffnung verbleibt, durch
welche die Brandschutzflüssigkeit eingefüllt werden kann.
[0100] Ist die jeweilige zu befüllende Hohlkammer 36, 38, 40 nicht dicht, kann zunächst
ein Dichtmittel eingebracht werden.
[0101] Beispielsweise wird in die jeweilige Hohlkammer 36, 38, 40 ein Folienschlauch eingebracht,
der dann mit der Brandschutzflüssigkeit befüllbar ist.
[0102] Nach dem Befüllen kann ein Auspolymerisieren zu dem Brandschutzgel erfolgen.
[0103] Bei einer anderen Verfahrensweise wird ein bereits vorpolymerisiertes oder auch auspolymerisiertes
Brandschutzgel, das noch ausreichend fließfähig ist, in die zu befüllende Hohlkammer
36, 38, 40 eingefüllt.
[0104] Wir nur eine der Hohlkammern 36, 38, 40 befüllt, dann erfolgt vorzugsweise eine Befüllung
einer mittleren Hohlkammer, also in dem dargestellten Ausführungsbeispiel beispielsweise
der dritten Hohlkammer 40.
[0105] Die Metallprofile 28 können, wie in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, aus Leichtmetallstrangpressprofilen
gebildet sein. Es ist aber auch die Verwendung anderer Metallprofile möglich.
[0106] Hierzu wird in der Figur 5 als weiteres Ausführungsbeispiel ein Stahlrohrprofil dargestellt.
Auch ein derartiges Stahlrohrprofil kann eine Hohlkammer 36 aufweisen, die mit einem
Brandschutzgel gefüllt ist. Auch hier kann das Polymerisieren zu einem Brandschutzgel
vorher vor der Befüllung oder nach der Befüllung erfolgen.
[0107] In Figur 5 ist noch eine weitere mögliche Verfahrensweise zum Herstellen eines mit
einem Brandschutzgel befülltem Metallprofiles 28 angedeutet.
[0108] Hierzu wird außerhalb des Metallprofiles 28 ein Einschiebling 42 gestellt, wie er
in Figur 8 dargestellt ist. Der Einschiebling 42 weist eine Hülle 44, insbesondere
aus Folienschlauch, eine in die Hülle 44 eingefüllte Brandschutzflüssigkeit oder ein
daraus gebildetes Brandschutzgel 26 und ein oder mehrere Versteifungselemente 46 auf.
Das Versteifungselement 46 ist beispielsweise durch einen Rohrstab aus Pappe oder
aus einem sonstigen vorzugsweise porösen Material gebildet. Das Versteifungselement
46 ist von seinen Außendimensionen an die Innendimensionen des zu füllenden Hohlraumes
36, 38, 40 angepasst, sodass die jeweilige Hohlkammer 36, 38, 40 soweit wie möglich
mit Brandschutzgel 26 befüllt wird. Die Versteifungselemente 46 und das Brandschutzgel
26 oder die Brandschutzflüssigkeit zum Ausbilden des Brandschutzgels 26 werden in
die Hülle 44 eingebracht und vakuumverschweißt. Hierdurch entsteht der Einschiebling
42 mit vorgegebener Formkontur.
[0109] Die Figuren 6 und 7 zeigen Metallprofile 28 aus den Ausführungsbeispielen der Figuren
1 bis 4, wobei bei der Figur 6 die erste Hohlkammer 36 und die dritte Hohlkammer 40
mit Brandschutzgel 26 befüllt ist. Bei der Figur 7 ist lediglich die dritte Hohlkammer
40 befüllt.
[0110] Brandversuche haben gezeigt, dass derartig befüllte Metallprofile 28 die Anforderungen
an ein Feuerschutzabschlusselement 10 mit Widerstandsklasse für 90 Minuten erfüllen.
[0111] Wie in Figur 1 und Figur 2 angedeutet, können die Innenwandungen von Hohlkammern
36, 38, 40 mit nach innen ragenden Rippen 48 versehen sein. Diese Rippen 48 können
beispielsweise beim Extrudieren der Metallschalen 30, 32 mit hergestellt werden.
[0112] Diese Rippen 48 werden durch das Brandschutzgel 26 umschlossen. Sie sorgen so für
eine gute Kühlwirkung bei einer entsprechenden im Brandfall auftretenden Kühlung durch
das Brandschutzgel 26.
[0113] Die Herstellung der Brandschutzglasscheiben 24 erfolgt ebenfalls im Rahmen der Herstellung
der Feuerschutzabschlusselemente 10, 120. Hierzu werden die Glasscheiben mittels Abstandshalter
miteinander verbunden, und der so gebildete Brandschutzscheibe-Hohlraum zwischen den
Glasscheiben wird mit Brandschutzgel 26 befüllt. Für nähere Einzelheiten zu dem an
sich bekannten Herstellen der Brandschutzglasscheiben 24 wird auf die
DE 10 2015 119 042 A1 und die
DE 10 2014 114 241 A1 verwiesen. Beispielsweise erfolgt die Herstellung der Brandschutzglasscheiben an
der gleichen oder einer benachbarten Produktionsstättte wie die Herstellung der Feuerschutzabschlusselementkörper,
d.h. Metallprofile, Rahmen, Tür- oder Torflügel des Feuerschutzabschlusselements 10,
120.
[0114] Es wird das gleiche Brandschutzgel 26 zur Befüllung der Brandschutzglasscheiben 24
und zur Befüllung eines Hohlraums eines Feuerschutzabschlusselementkörpers, wie z.B.
des Metallprofilrahmens 12 verwendet. Das Befüllen kann insbesondere bei dichten oder
abgedichteten Hohlräumen direkt erfolgen oder durch Einfügen eines Einschieblings.
[0115] Der Einschiebling kann auch als Brandschutzmatte 110 vorliegen, mittels denen Feuerschutzabschlusselementkörper
in Form von Türblättern oder Torblättern für Feuerschutztüren und Feuerschutztore
anstelle der bisher bekannten Brandschutzmatten befüllt werden können. Dies wird im
Folgenden anhand noch näher ausgeführt.
[0116] Somit können Feuerschutzabschlusselemente 10, 120 in einer Produktionsserie mit Verglasung
und ohne Verglasung und auch in unterschiedlicher Bauweise hergestellt werden, wobei
das gleiche Brandschutzgel 26 zum Befüllen der Brandschutzglasscheiben 24 und zum
Befüllen von sonstigen Hohlräumen in Feuerschutzabschlusselementen 10, 120 verwendet
wird.
[0117] Die Fig. 8 und 9 zeigen eine erste Ausführungsform einer Brandschutzmatte 110, die
eine Hülle 112 und das darin eingeschlossenes Brandschutzgel 26 aufweist.
[0118] Als Brandschutzgel 26 kommt das gleiche Brandschutzgel zum Einsatz, wie es zum Befüllen
von Brandschutzgläsern bei der Herstellung der verglasten Feuerschutzabschlusselemente
10 verwendet wird. Die Hülle 112 ist beispielsweise durch einen Folienschlauch 116
aus einer Kunststofffolie gebildet.
[0119] Zur Herstellung der Brandschutzmatte 110 wird ein Folienschlauch 116 in einer gewünschten
Form - rechteckig, dreieckig, rund, quaderförmig oder keilförmig... - und in der gewünschten
Größe bereitgestellt, und eine Brandschutzflüssigkeit, welche das Brandschutzgel 26
durch Auspolymerisieren bilden kann, oder gleich das Brandschutzgel 26 werden durch
eine Öffnung in den Folienschlauch 116 eingefüllt. Der Folienschlauch 116 wird nach
dem Befüllen unter Vakuum verschweißt, so dass die in den Fig. 8 und 9 dargestellte
Brandschutzmatte 110 gebildet wird.
[0120] Diese Brandschutzmatte 110 hat eine ähnliche Konsistenz wie mit Gel gefüllte Kühlpacks
oder Wärmepacks, wie sie zu medizinischen Kälteanwendungen oder Wärmeanwendungen eingesetzt
werden. Die Brandschutzmatte 110 ist, wie dies in Fig. 9 dargestellt ist, flexibel
und passt sich den Innenkonturen eines Hohlraumes eines Feuerschutzabschlusselements
120 optimal an. Es ist somit nicht notwendig, die Brandschutzmatte 110 entsprechend
des Hohlraumes vorzuformen.
[0121] Auch ist möglich, einen Hohlraum mit mehreren Brandschutzmatten 110 zu befüllen,
beispielsweise viele kleinere Brandschutzmatten 110 aufeinander und übereinander in
dem Hohlraum zu stapeln.
[0122] Fig. 12 und 13 zeigen ein Beispiel eines Feuerschutzabschlusselements 120 in Form
eines Feuerschutztürblattes 122, das in Kasten-Deckel-Bauweise aufgebaut ist. Demnach
bilden ein Mantelblech 124 und ein Deckelblech 126 einen Mantel 128, der einen Hohlraum
umschließt. Dieser Hohlraum 130 wird entsprechend mit wenigstens einer Brandschutzmatte
110 oder - wie dargestellt - mehreren derartiger Brandschutzmatten 110 aufgefüllt.
Anschließend wird durch Aufbringen des Deckelbleches 126 auf das Mantelblech 124 der
Mantel 128 verschlossen.
[0123] Wie Fig. 9 zeigt, kann die Brandschutzmatte 110 sehr flexibel ausgebildet sein, was
eine Handhabung bei einer größeren Dimensionierung der Brandschutzmatten 110 erschweren
kann. Es kann daher wünschenswert sein, die Flexibilität der Brandschutzmatte 110
etwas einzuschränken, d.h. es kann wünschenswert sein, dass die Brandschutzmatte 110
etwas formstabiler ist. Dies kann durch Einfügung eines Versteifungselements 132 geschehen,
ein dementsprechendes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 10 dargestellt.
[0124] Das Versteifungselement 132 kann unterschiedliche Formen haben. Beispielsweise könnten
Stäbe, z.B. aus Kunststoff oder einem sonstigen flexiblen Material eingesetzt sein.
Vorzugsweise werden Versteifungselemente 132 aus porösen Materialien, die durch Brandschutzflüssigkeit
durchtränkt werden können, bereitgestellt. Bei dem in Fig. 10 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist als Versteifungselement 132 eine Wabenmatte aus einem Pappmaterial vorgesehen.
[0125] Es wird nun erneut auf Fig. 13 Bezug genommen, die das Feuerschutzabschlusselement
120 zeigt. Der Hohlraum 130 kann ausschließlich mit Brandschutzmatten 110 in erfindungsgemäßer
Ausbildung befüllt sein. Es können aber auch eine oder mehrere Brandschutzmatten 110
zusammen mit einer oder mehreren herkömmlichen Isolationsmaterialien vorgesehen sein.
[0126] Beispielsweise kann eine Füllung aus Mineralwolle - Steinwolle oder Glaswolle oder
dergleichen - an besonders hitzegefährdeten Bereichen durch Brandschutzmatten 110
in erfindungsgemäßer Ausbildung verstärkt werden.
[0127] Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform der Brandschutzmatte 110, wobei die Brandschutzmatte
110 selbst einen Sandwichaufbau 134 aus Brandschutzgel 26 und einem weiteren Isolationsstoff
136 aufweist.
[0128] Hierzu ist in einer ersten Hülle 112 das Brandschutzgel 26 untergebracht. Die dadurch
gebildete erste Brandschutzmatteneinheit ist in einer zweiten Hülle 138 zusammen mit
dem weiteren Isolationsstoff 136 untergebracht. Als weiterer Isolationsstoff 136 kann
Steinwolle oder Mineralwolle vorgesehen sein.
[0129] Vorzugsweise ist auch die zweite Hülle 138 fluiddicht verschlossen. Auch die zweite
Hülle 138 kann neben dem weiteren Isolationsstoff 136 auch das Brandschutzgel 26 enthalten;
in einer anderen Ausgestaltung ist lediglich in der ersten Hülle 112 Brandschutzgel
26 und in der zweiten Hülle 138 die erste Hülle 112 und der weitere Isolationsstoff
136 - aber ohne Brandschutzgel - untergebracht.
[0130] Die Hülle 112, 138 ist vorzugsweise aus einem thermoplastischem Material gebildet,
welches bei einwirkender Hitze erweicht und schmilzt.
[0131] Im Brandfall wirkt das Brandschutzgel 26 kühlend. Insbesondere wird bei Abschmelzen
der Hülle 112, 138 z.B. bei einem Brandschutzgel, das in Form eines Hydrogels mit
gelösten Salzen vorgesehen ist, Wasser abgespalten, welches durch die Verdunstungskälte
kühlend wirkt.
Bezugszeichenliste:
[0132]
- 10
- Feuerschutzabschlusselement (mit Verglasung)
- 12
- Metallprofilrahmen
- 14
- Feuerschutztür
- 16
- Zarge
- 18
- Feuerschutztürblatt
- 20
- Festverglasung
- 22
- Füllung
- 24
- Brandschutzglasscheiben
- 26
- Brandschutzgel
- 28
- Metallprofile
- 30
- erste Metallschale
- 32
- zweite Metallschale
- 34
- Isoliersteg
- 36
- erste Hohlkammer
- 38
- zweite Hohlkammer
- 40
- dritte Hohlkammer
- 42
- Einschiebling
- 44
- Hülle
- 46
- Versteifungselement
- 48
- Rippen
- 110
- Brandschutzmatte
- 112
- Hülle
- 116
- Folienschlauch
- 120
- Feuerschutzabschlusselement (ohne Verglasung)
- 122
- Feuerschutz-Türblatt
- 124
- Mantelblech
- 126
- Deckelblech
- 128
- Mantel
- 130
- Hohlraum
- 132
- Versteifungselement
- 134
- Sandwichaufbau
- 136
- weiterer Isolationsstoff
- 138
- zweite Hülle
1. Verfahren zum Herstellen von Feuerschutzabschlusselementen (10) mit Verglasung oder
zum Herstellen von Feuerschutzabschlusselementen (10) mit Verglasung und Feuerschutzabschlusselementen
(120) ohne Verglasung, mit den Schritten:
a) Bereitstellen von Brandschutzglasscheiben (24) für Feuerschutzabschlusselemente
(10) mit Verglasung, wobei die Brandschutzglasscheiben (24) wenigstens eine erste
Glasscheibe und eine zweite Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum
dazwischen aufweisen,
b) Füllen des Brandschutzglasscheiben-Hohlraums mit einem zum Befüllen von Brandschutzglasscheiben
(24) geeigneten Brandschutzgel (26);
c) Bereitstellen eines Feuerschutzabschlusselementkörpers mit einem Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum
(36, 38, 40; 130); und
d) Füllen des Feuerschutzabschlusselement-Hohlraums (36, 38, 40; 130) mit dem gleichen
Brandschutzgel (26).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt b) und/oder Schritt d) enthält:
b2.1) Einfüllen einer zu einem Brandschutzgel (26) polymerisierbaren Brandschutzflüssigkeit
in den Hohlraum und Polymerisieren der Brandschutzflüssigkeit innerhalb des Hohlraums,
um so das Brandschutzgel (26) zu bilden, oder
b2.2) Einfüllen eines fließfähigen Brandschutzgels (26) in den Hohlraum.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt d) den vor Schritt b2.1) oder b2.2) durchzuführenden Schritt enthält:
d2) Abdichten des Hohlraums zur Vermeidung eines Austritts von Brandschutzflüssigkeit
bzw. Brandschutzgels (26).
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt d2) enthält:
d2.1) Einfügen einer Folie oder Schlauchfolie in den Hohlraum.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt c) enthält:
c1) Bereitstellen wenigstens eines Metallprofils (28) mit einem Profil-Hohlraum und
c2) Herstellen des Profilrahmens aus dem Metallprofil (28), und
dass Schritt d) enthält:
d1) Füllen des Profil-Hohlraums mit dem Brandschutzgel,
wobei die Reihenfolge der Schritte c2) und d1) beliebig ist.
6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt d) umfasst:
d3) Einfügen einer mit einem Brandschutzgel (26) oder einer ein Brandschutzgel (26)
bildenden Brandschutzflüssigkeit befüllten Hülle (44, 112) in den Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülle (44, 112) aus einem flexiblen Material und/oder einem Folienmaterial hergestellt
wird und mit dem Brandschutzgel (26) oder der Brandschutzflüssigkeit befüllt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hülle (44, 112) mit einem Versteifungselement (46, 132) versehen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite des Versteifungselements (46) an die Innenbreite des Feuerschutzabschlusselement-Hohlraums
angepasst ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass Schritt d3) enthält:
Einfügen wenigstens eines Stabes in einen Folienschlauch,
Einfüllen des Brandschutzgels (26) oder einer zu einem Brandschutzgel (26) polymerisierbaren
Brandschutzflüssigkeit in den Folienschlauch, und
Evakuieren und Verschließen des mit dem wenigstens einem Stab und dem Brandschutzgel
(26) bzw. der Brandschutzflüssigkeit befüllten Folienschlauchs.
11. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Brandschutzgel (26) ein salzhaltiges Hydrogel eingesetzt wird und/oder dass als
Brandschutzgel (26) ein Brandschutzgel verwendet wird, mit dem die damit befüllten
Brandschutzglasscheiben (24) glasklar durchsichtig sind.
12. Feuerschutzabschlusselement (10), umfassend wenigstens eine Brandschutzglasscheibe
(24) sowie einen Rahmen (12), in dem die wenigstens Brandschutzglasscheibe (24) gehalten
ist, wobei die Brandschutzglasscheibe (24) wenigstens eine erste Glasscheibe und eine
zweite Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum dazwischen aufweisen,
der mit einem Brandschutzgel (26) befüllt ist, und wobei wenigstens ein Hohlraum in
wenigstens einem Rahmenelement (28) des Feuerschutzabschlusselements (10) mit dem
gleichen Brandschutzgel (26) befüllt ist.
13. Feuerschutzabschlusselement (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen ein Metallprofilrahmen (12) mit wenigstens einem Metallprofil (28) ist,
das wenigstens einen mit einem Brandschutzgel (26) befüllten Hohlraum aufweist.
14. Feuerschutzabschlusselementserie, umfassend Feuerschutzabschlusselemente (10) mit
Verglasung und Feuerschutzabschlusselemente (120) ohne Verglasung, wobei die Feuerschutzabschlusselemente
(10) mit Verglasung wenigstens eine Brandschutzglasscheibe (24) sowie einen Rahmen
(12) aufweisen, in dem die wenigstens Brandschutzglasscheibe (24) gehalten ist, wobei
die Brandschutzglasscheibe (24) wenigstens eine erste Glasscheibe und eine zweite
Glasscheibe mit einem Brandschutzglasscheiben-Hohlraum dazwischen aufweisen, der mit
einem Brandschutzgel (26) befüllt ist, wobei die Feuerschutzabschlusselemente (120)
ohne Verglasung einen Feuerschutzabschlusselement-Hohlraum aufweisen, der mit dem
gleichen Brandschutzgel (26) befüllt ist.
15. Feuerschutzabschlusselementserie nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feuerschutzabschlusselemente (10) mit Verglasung Feuerschutzabschlusselemente
(10) nach einem der Ansprüche 12 oder 13 sind.