(19)
(11) EP 3 450 706 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
31.03.2021  Patentblatt  2021/13

(21) Anmeldenummer: 18184901.9

(22) Anmeldetag:  23.07.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F01L 1/053(2006.01)

(54)

VORRICHTUNG ZUM DREHBAREN LAGERN EINER NOCKENWELLE

DEVICE FOR ROTATABLY SUPPORTING A CAMSHAFT

DISPOSITIF DE LOGEMENT ROTATIF D'UN ARBRE À CAMES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.08.2017 DE 102017118862

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.03.2019  Patentblatt  2019/10

(60) Teilanmeldung:
21157914.9

(73) Patentinhaber: MAN Truck & Bus SE
80995 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Bogdanski, Peter
    91126 Schwabach (DE)

(74) Vertreter: v. Bezold & Partner Patentanwälte - PartG mbB 
Akademiestraße 7
80799 München
80799 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 936 130
WO-A1-2012/055150
WO-A1-2010/086517
CN-A- 102 061 952
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle.

    [0002] Nockenwellen werden bei Verbrennungsmotoren zum Steuern der Ein- und Auslassventile benötigt und über sogenannte Lagerböcke bspw. an einem Zylinderkopf im Zylinderkurbelgehäuse des Verbrennungsmotors befestigt. Alternativ können die Lagerböcke auch an einem Befestigungsrahmen befestigt sein. Die Lagerböcke lagern die Nockenwelle drehbar. Um dabei eine möglichst leichtgängige Lagerung der Nockenwelle erreichen zu können, ist es erforderlich, dass die Nockenwelle und die Lagerböcke gegenüber dem Zylinderkopf ausgerichtet sind.

    [0003] Die DE 10 2011 081 483 A1 offenbart ein Verfahren zur vereinfachten und lagegenauen Fixierung eines Nockenwellenmoduls mit einer Nockenwelle und Lagerböcken an einem Zylinderkopf. Die Lagerböcke werden in Axialrichtung und bezüglich eines Winkels ausgerichtet auf der Nockenwelle befestigt. Die Nockenwelle wird über zwei Ausrichtelemente gegenüber dem Zylinderkopf ausgerichtet. Die einzelnen Lagerböcke werden mit dem Zylinderkopf bei gleichzeitigem oder zwischenzeitlichem Drehen der Nockenwelle festgeschraubt.

    [0004] Aus der DE 197 52 381 A1 ist ein Zylinderkopf für eine Brennkraftmaschine bekannt. Auf dem Zylinderkopf ist wenigstens ein Lagerbock mit einer Lagerhälfte für eine Nockenwelle und einer Lagerhälfte für eine Kipphebelachse für wenigstens einen Kipphebel vorgesehen. Im Zylinderkopf ist ein erster separater Schmiermittel-Versorgungskanal und im Lagerbock ein zweiter separater Schmiermittel-Versorgungskanal vorgesehen. Ein erstes Ende des zweiten Schmiermittel-Versorgungskanals steht mit dem ersten Schmiermittel-Versorgungskanal in Verbindung. Ein zweites Ende des zweiten Schmiermittelversorgungskanals endet offen in einer Lagerfläche für die Kipphebelachse.

    [0005] Die WO 2008/061382 A1 offenbart eine Nockenwellenbaugruppe. Die Nockenwellenbaugruppe weist mindestens zwei Lagerböcke mit je einer Lageraufnahme, in welche ein Wellenabschnitt einer Nockenwelle drehbar angeordnet ist, auf. An jedem Lagerbock ist eine plane Anlagefläche zu Auflage und Befestigung des Lagerbocks an eine Auflagefläche eines Zylinderkopfes ausgebildet. Jeder Lagerbock ist mit jeweils zwei Schrauben am Zylinderkopf befestigt.

    [0006] Die EP 0 285 598 B1 offenbart eine Einspritzbrennkraftmaschine mit in Reihen angeordneten Zylindern, mit zwei obenliegenden Nockenwellen sowie vier Ventilen und einer zentralen Pumpendüse pro Zylinder. Oberhalb der zugeordneten Nockenwelle am Zylinderkopf sind lösbar befestigte Kipphebel zum Antrieb der Pumpendüsen vorgesehen. Dabei erfolgt der Antrieb des Nockens für die Kipphebel zur Betätigung der Pumpendüsen abwechselnd für einen Zylinder von der einen Nockenwelle und für den benachbarten Zylinder von der zweiten Nockenwelle aus, wobei jeder Kipphebel einzeln befestigt ist. Die lösbare Einzelbefestigung der Kipphebel erfolgt auf den von Schrauben am Zylinderkopf befestigten Lagerböcken, wobei die Schrauben gleichzeitig zur Verankerung von Lagerteilen für die Nockenwellen dienen.

    [0007] Die DE 10 2007 025 129 A1 offenbart eine Zylinderkopfhaube zur Abdeckung eines Zylinderkurbelgehäuses einer Brennkraftmaschine. Zumindest ein Lageroberteil für eine Nockenwelle weist zumindest eine Durchgangsöffnung auf, welche einerseits mit einer Einschraub-/Durchgangsöffnung in einem Lagerunterteil und/oder einer Einschrauböffnung im Zylinderkurbelgehäuse und andererseits mit einer Durchgangsöffnung in der Zylinderkopfhaube fluchtet. Ein Befestigen der Zylinderkopfhaube und des Lageroberteils am Zylinderkurbelgehäuse ist über eine gemeinsame Befestigungsschraube möglich.

    [0008] Die EP 1 936 130 A2 offenbart eine Lagervorrichtung für zwei Nockenwellen. Ein Lagerkörper für beide Nockenwellen kann durch einen Bolzen an einem Zylinderkopf befestigt werden.

    [0009] Die WO 2010/086517 A1 offenbart ein Verfahren zum Positionieren zweier mechanischer Gießerei- oder Schmiedeteile zueinander sowie eine nach einem solchen Verfahren hergestellte Baugruppe.

    [0010] Die CN 102 061 952 A offenbart einen Nockenwellenlagersitz, der einen Lagersitzkörper, der am oberen Teil eines Zylinderdeckels eines Fahrzeugmotors angeordnet ist und mit einem Befestigungsloch zum Befestigen einer Nockenwelle versehen ist; umfasst. Eine exzentrische Wellenbohrung zum Befestigen einer exzentrischen Welle ist an einer Seite der Befestigungsbohrung angeordnet. Die Achsen der Befestigungsbohrung und der exzentrischen Wellenbohrung sind parallel. Der Lagersitzkörper ist mit einer Verbindungsbohrung zum Befestigen des Lagersitzkörpers versehen.

    [0011] Die WO 2012/055150 A1 bezieht sich auf eine Zylinderkopfschmierstruktur mit einem Zylinderkopfkörper, einem vorderen Nockenwellenlagerdeckel, einem mittleren Nockenwellenlagerdeckel und einem hinteren Nockenwellenlagerdeckel sowie einer darin vorgesehenen Nockenwellenbuchse. Jeder Lagerdeckel weist eine auf den Lagerdeckeln montierte Kipphebelwelle auf.

    [0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine alternative oder verbesserte Vorrichtung zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle vorzusehen. Insbesondere soll ein einfacher und bauraumoptimierter Aufbau realisiert werden.

    [0013] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß dem unabhängigen Anspruch. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.

    [0014] Die Vorrichtung ist zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle einer Brennkraftmaschine vorgesehen. Die Vorrichtung weist einen ersten Lagerkörper mit einer Aufnahme zum drehbaren Lagern der Nockenwelle auf. Die Vorrichtung weist einen Zylinderkopf oder einen Befestigungsrahmen zur Befestigung des ersten Lagerkörpers auf. Die Vorrichtung weist ein erstes Befestigungsmittel (zum Beispiel eine erste Befestigungsschraube), das den ersten Lagerkörper am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen befestigt, auf. Das erste Befestigungsmittel ist das einzige Befestigungsmittel, das den ersten Lagerkörper am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen befestigt (fixiert, festlegt).

    [0015] Die Vorrichtung bietet den Vorteil, dass eine bauraumgünstigere Gestaltung des ersten Lagerkörpers ermöglicht wird. Der erste Lagerkörper muss nur noch einseitig neben der Nockenwellenaufnahme genügend Material für die Aufnahme des Befestigungsmittels bereitstellen. Insbesondere kann der erste Lagerkörper asymmetrisch bezüglich einer Vertikalebene durch eine Mittellängsachse der Aufnahme ausgebildet sein. Zusätzlich können sich die Herstellungskosten verringern, da weniger Befestigungsmittel benötigt werden, weniger Aufnahmen für Befestigungsmittel (zum Beispiel Schraubenlöcher) hergestellt werden müssen und sich die Montagezeit verringert. Je nach Ausführung kann der erste Lagerkörper entweder an einem Zylinderkopf oder an einem Befestigungsrahmen befestigt sein.

    [0016] Da nur noch eine Aufnahme (z. B. Sackloch o. ä.) für das einzige Befestigungsmittel vorgesehen werden muss, kann der Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen ebenfalls freier gestaltet werden.

    [0017] Insbesondere kann der erste Lagerkörper einen ersten Seitenbereich, in dem das erste Befestigungsmittel aufgenommen ist, und einen zweiten Seitenbereich gegenüber dem ersten Seitenbereich bezüglich der Aufnahme für die Nockenwelle aufweisen. Der Zylinderkopf kann einen Strömungskanal aufweisen, der sich in einem Bereich des Zylinderkopfes erstreckt, der neben dem (beispielsweise angrenzend an den) zweiten Seitenbereich (beispielsweise unterhalb des zweiten Seitenbereichs bezüglich einer Vertikalachse) des ersten Lagerkörpers angeordnet ist. Der Strömungskanal kann vorzugsweise eine gussvorsprungfreie Form (Gestaltung) in diesem Bereich aufweisen. Dies wird dadurch ermöglicht, dass kein Gussbutzen (Gussvorsprung) zum Aufnehmen eines Sacklochs für ein weiteres Befestigungsmittel nötig ist. Damit kann das Vorsehen nur eines einzigen Befestigungsmittels zu einer strömungsoptimierten Gestaltung eines Strömungskanals im Zylinderkopf beitragen.

    [0018] Vorzugsweise kann die Aufnahme für die Nockenwelle ein zylindrisches Durchgangsloch oder eine Vertiefung in Form eines halben Zylinders sein.

    [0019] Bevorzugt kann bei Verwendung eines Befestigungsrahmens zum Befestigen des ersten Lagerkörpers der Befestigungsrahmen an einem Zylinderkopf befestigt (fixiert, festgelegt) sein.

    [0020] Es ist auch möglich, dass die Nockenwelle als obenliegende Nockenwelle angeordnet ist. Beispielsweise bei Verwendung eines Kipphebels mit Nockenfolger zum Folgen einer Nockenkontur der Nockenwelle wird die Nockenwelle im Betrieb nach unten gedrückt. Damit neigt die Nockenwelle nicht dazu, abzuheben, wodurch das Verwenden eines einzigen Befestigungsmittels ausreichend sein kann.

    [0021] In einer Ausführungsform ist das erste Befestigungsmittel eine erste Befestigungsschraube. Insbesondere kann die erste Befestigungsschraube die einzige Befestigungsschraube sein, die den ersten Lagerkörper am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen befestigt.

    [0022] Vorzugsweise kann der erste Lagerkörper ein Durchgangsloch zur Aufnahme des ersten Befestigungsmittels, insbesondere der ersten Befestigungsschraube, das/die sich durch das Durchgangsloch erstreckt, aufweisen.

    [0023] In einer weiteren Ausführungsform befestigt das erste Befestigungsmittel den ersten Lagerkörper kraft- und formschlüssig am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen.

    [0024] Bevorzugt kann das erste Befestigungsmittel ein lösbares Befestigungsmittel sein.

    [0025] Insbesondere kann das erste Befestigungsmittel das einzige (bspw. lösbare) Befestigungsmittel der Vorrichtung sein.

    [0026] In einer Ausführungsvariante bildet der erste Lagerkörper einen einteiligen Lagerbock zum Lagern der Nockenwelle.

    [0027] Alternativ weist die Vorrichtung einen zweiten Lagerkörper mit einer Aufnahme (zum Beispiel als Vertiefung in Form eines halben Zylinders) zum Lagern der Nockenwelle auf. Der erste Lagerkörper und der zweite Lagerkörper bilden gemeinsam einen zweiteiligen Lagerbock. Die Aufnahme (zum Beispiel als Vertiefung in Form eines halben Zylinders) des ersten Lagerkörpers und die Aufnahme (zum Beispiel als Vertiefung in Form eines halben Zylinders) des zweiten Lagerkörpers bilden eine gemeinsame Aufnahme für die Nockenwelle.

    [0028] Damit ist die vorliegende Offenbarung nicht nur für einteilige Lagerböcke, sondern auch für zweiteilige Lagerböcke, verwendbar. Folglich kann die vorliegende Offenbarung nicht nur mit gebauten Nockenwellen, sondern auch mit geschmiedeten Nockenwellen verwendet werden, wo ein Auffädeln der Lagerböcke nicht möglich ist.

    [0029] Vorzugsweise kann der zweite Lagerkörper ein Durchgangsloch zur Aufnahme des ersten Befestigungsmittels, insbesondere der ersten Befestigungsschraube, das/die sich durch das Durchgangsloch erstreckt, aufweisen. Das Durchgangsloch des ersten Lagerkörpers und das Durchgangsloch des zweiten Lagerkörpers können zueinander fluchtend ausgerichtet sein.

    [0030] In einer Weiterbildung sind der erste Lagerkörper und der zweite Lagerkörper über ein zweites Befestigungsmittel, insbesondere eine zweite Befestigungsschraube, aneinander, vorzugsweise kraft- und formschlüssig, befestigt.

    [0031] Insbesondere können das erste Befestigungsmittel und das zweite Befestigungsmittel auf gegenüberliegenden Seiten des ersten Lagerkörper bezüglich der Aufnahme für die Nockenwelle vorgesehen sein.

    [0032] Vorzugsweise kann das zweite Befestigungsmittel ein lösbares Befestigungsmittel sein.

    [0033] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind das erste Befestigungsmittel und das zweite Befestigungsmittel, insbesondere die erste Befestigungsschraube und die zweite Befestigungsschraube, die einzigen Befestigungsmittel der Vorrichtung.

    [0034] In einer weiteren Ausführungsvariante befestigt das erste Befestigungsmittel zusätzlich den zweiten Lagerkörper am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen. Es ist auch möglich, dass das erste Befestigungsmittel das einzige Befestigungsmittel ist, das den zweiten Lagerkörper am ersten Lagerkörper befestigt.

    [0035] In einem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung ferner mindestens ein Positionierelement auf, das zwischen dem ersten Lagerkörper und dem zweiten Lagerkörper zum Positionieren des ersten Lagerkörpers relativ zum zweiten Lagerkörper angeordnet ist. Damit kann insbesondere sichergestellt werden, dass die Nockenwellenaufnahmen der Lagerkörper zueinander ausgerichtet sind. Insbesondere können die Positionierelemente den ersten Lagerkörper zum zweiten Lagerkörper in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des ersten Befestigungsmittels positionieren.

    [0036] Alternativ kann die Vorrichtung kein Positionierelement zum Positionieren des ersten oder zweiten Lagerkörpers relativ zum Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen aufweisen. Damit können die Kosten für die Positionierelemente eingespart werden.

    [0037] In einer Weiterbildung umfasst das mindestens eine, zwischen dem ersten Lagerkörper und dem zweiten Lagerkörper angeordnete Positionierelement einen Positionierstift, eine das erste Befestigungsmittel umgebende Passhülse und/oder eine das zweite Befestigungsmittel umgebende Passhülse. Hierbei kann insbesondere die Verwendung von Passhülsen eine kleine Dimensionierung der Lagerkörper ermöglichen, da keine zusätzlichen Materialbereiche für das Vorsehen von Bohrungen für Positionierstifte benötigt werden.

    [0038] In einem Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung ferner mindestens ein Positionierelement auf, das zwischen dem ersten oder zweiten Lagerkörper und dem Zylinderkopf oder dem Befestigungsrahmen zum Positionieren des ersten oder zweiten Lagerkörpers relativ zum Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen angeordnet ist. Damit kann eine Ausrichtung des entsprechenden Lagerkörpers relativ zum Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen verbessert werden. Insbesondere können die Positionierelemente den ersten oder zweiten Lagerkörper zum Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des ersten Befestigungsmittels positionieren.

    [0039] In einer Weiterbildung umfasst das mindestens eine, zwischen dem ersten oder zweiten Lagerkörper und dem Zylinderkopf oder dem Befestigungsrahmen angeordnete Positionierelement einen Positionierstift und/oder eine Passhülse, die das erste Befestigungsmittel umgibt. Die Verwendung von einer Passhülse kann eine kleine Dimensionierung der Lagerkörper ermöglichen, da keine zusätzlichen Materialbereiche für das Vorsehen von Bohrungen für Positionierstifte benötigt werden.

    [0040] Es ist allerdings auch möglich, kein Positionierelement zwischen dem ersten oder zweiten Lagerkörper und dem Zylinderkopf oder dem Befestigungsrahmen vorzusehen. Eine Ausrichtung zwischen dem entsprechenden Lagerkörper und dem Zylinderkopf (oder dem Befestigungsrahmen) könnte dann mittels Führung durch die Nockenwelle ermöglicht werden. Die Nockenwelle ist in mehreren, in Längsrichtung der Nockenwelle beabstandeten Vorrichtungen zum drehbaren Lagern der Nockenwelle gelagert.

    [0041] Die Vorrichtung der Erfindung weist eine Kipphebelachse zum drehbaren Lagern eines Kipphebels auf. Das erste Befestigungsmittel befestigt zusätzlich die Kipphebelachse am Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen, und insbesondere auch am ersten und/oder zweiten Lagerkörper. Damit kann ein weiteres zusätzliches Befestigungsmittel zum Befestigen der Kipphebelachse eingespart werden. Folglich kann auch die Montagezeit verringert werden.

    [0042] In einer Ausführungsform weist der erste Lagerkörper eine Aufnahme für die Kipphebelachse auf, die vorzugsweise an einer dem Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen gegenüberliegenden Seite des ersten Lagerkörpers angeordnet ist.

    [0043] In einer weiteren Ausführungsform steht ein Schmierfluidlängskanal der Kipphebelachse mit der Aufnahme für die Nockenwelle des ersten Lagerkörpers in Fluidverbindung, vorzugsweise über einen Stichkanal des ersten Lagerkörpers und einen Stichkanal der Kipphebelachse. Damit kann ein Schmierfluid über die Kipphebelachse zu einem Gleitlager der Nockenwelle fließen.

    [0044] In einer Ausführungsvariante weist der Befestigungsrahmen oder der Zylinderkopf ein Loch, insbesondere ein Sackloch oder ein Durchgangsloch, mit einem Gewinde zur kraft- und formschlüssigen Befestigung des ersten Lagerkörpers am Befestigungsrahmen oder Zylinderkopf mittels des ersten Befestigungsmittels auf. Damit kann das erste Befestigungsmittel insbesondere in Form einer Befestigungsschraube zur Befestigung des ersten Lagerkörper (und gegebenenfalls des zweiten Lagerkörpers) direkt in das Sackloch eingeschraubt werden.

    [0045] In einer weiteren Ausführungsvariante ist der erste Lagerkörper asymmetrisch bezüglich einer Vertikalebene durch eine Mittellängsachse der Aufnahme für die Nockenwelle ausgebildet. Dies wird insbesondere durch das Vorsehen eines einzigen Befestigungsmittels (das erste Befestigungsmittel) zum Befestigen an dem Zylinderkopf oder Befestigungsrahmen ermöglicht.

    [0046] Alternativ oder zusätzlich kann das erste Befestigungsmittel ein Kippmoment zum Abstützen des ersten Lagerkörpers auf einer Auflagefläche des Zylinderkopfes oder Befestigungsrahmens erzeugen.

    [0047] Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einer Vorrichtung wie hierin offenbart. Das Nutzfahrzeug kann beispielsweise ein Lastkraftwagen oder ein Omnibus sein.

    [0048] Es ist auch möglich, die Vorrichtung wie hierin offenbart für Personenkraftwagen, Großmotoren, geländegängige Fahrzeuge, stationäre Motoren, Marinemotoren usw. zu verwenden.

    [0049] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
    Figur 1
    eine Schnittansicht durch eine Vorrichtung zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle; und
    Figur 2
    eine Schnittansicht durch eine Vorrichtung zum drehbaren Lager einer Nockenwelle gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.


    [0050] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.

    [0051] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle 12. Die Vorrichtung 10 weist einen Lagerkörper 14, einen Zylinderkopf 16, eine Befestigungsschraube 18 und eine Kipphebelachse 20 auf.

    [0052] Die Vorrichtung 10 kann bei jeglicher Brennkraftmaschine zum Lagern der Nockenwelle 12 verwendet werden. Die Brennkraftmaschine kann beispielsweise in einem Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, umfasst sein. Das Nutzfahrzeug kann beispielsweise ein Lastkraftwagen oder ein Omnibus sein.

    [0053] Der Lagerkörper 14 ist als einteiliger Lagerbock ausgebildet. Der Lagerkörper 14 weist eine Aufnahme 22 für die Nockenwelle 12 auf. Die Nockenwelle 12 kann über ein Gleitlager drehbar in der Aufnahme 22 gelagert. Die Aufnahme 22 ist eine zylindrische Durchgangsbohrung des Lagerkörpers 14. Die Nockenwelle 12 ist eine gebaute Nockenwelle. Ein zylindrischer Abschnitt der Nockenwelle 12 wird im demontierten Zustand der Nockenwelle 12 in die Aufnahme 22 eingeschoben. Die Nockenwelle 12 wird sodann zusammengesetzt. Zum drehbaren Lagern der Nockenwelle 12 ist eine Mehrzahl von Lagerkörpern 14 entlang einer Längsachse der Nockenwelle 12 vorgesehen. Die Nockenwelle 12 ist als eine obenliegende Nockenwelle (engl. overhead camshaft - OHC) angeordnet.

    [0054] Der Lagerkörper 14 ist über die Befestigungsschraube 18 an dem Zylinderkopf 16 befestigt (fixiert). Im Einzelnen erstreckt sich die Befestigungsschraube 18 durch ein Durchgangsloch 24 des Lagerkörpers 14. Die Befestigungsschraube 18 ist in ein Gewinde eines Sacklochs 26 des Zylinderkopfes 16 eingeschraubt. Das Sackloch 26 erstreckt sich hinein in einen Gussbutzen (Gussvorsprung) 27, die insbesondere zum Vorsehen des Sacklochs 26 oder eines Durchgangslochs geformt ist.

    [0055] Hierbei ist hervorzuheben, dass die Befestigungsschraube 18 die einzige Befestigungsschraube ist, die den Lagerkörper 14 am Zylinderkopf 16 befestigt. Herkömmliche Lagerböcke verwenden zumeist zwei oder vier Befestigungsschrauben zum Befestigen des Lagerkörpers am Zylinderkopf.

    [0056] Es wurde herausgefunden, dass die Befestigungsschraube 18 als einzige Befestigungsschraube für den Lagerkörper 14 ausreichend ist. Die Nockenwelle 12 wird während des Betriebs vom Nockenfolger des Kipphebels nach unten gedrückt. Das Eigengewicht der Nockenwelle 12 wirkt ebenfalls nach unten. Die Nockenwelle 12 zeigt somit keine Tendenz gemeinsam mit dem Lagerkörper 14 vom Zylinderkopf 16 abzuheben. Außerdem wird durch die Schraubenkraft der Befestigungsschraube 18 und einen einseitigen Materialbereich neben der Befestigungsschraube 18 (links in Figur 1) ein Kippmoment an einer Auflagefläche 29 zum Zylinderkopf 16 erzeugt, das den ersten Lagerkörper 14 sicher am Zylinderkopf 16 hält.

    [0057] Ein Vorteil der Verwendung von nur einer Befestigungsschraube 18 ist die bauraumgünstigere Dimensionierung des Lagerkörpers 14 und das Einsparen der Kosten für weitere Befestigungsschrauben. Im Einzelnen muss der Lagerkörper 14 ausgehend von der Aufnahme 22 nur einseitig einen Materialbereich zum Aufnehmen der Befestigungsschraube 18 aufweisen. Auf der gegenüberliegenden Seite kann der Lagerkörper 14 direkt mit einem die Aufnahme 22 begrenzenden Wandbereich enden. Damit kann der Lagerkörper 14 besser an den zur Verfügung stehenden Bauraum angepasst sein. Insbesondere kann der Lagerkörper 14 asymmetrisch bezüglich einer Vertikalebene durch eine Mittellängsachse der Aufnahme 22 des Lagerkörpers 14 ausgebildet sein.

    [0058] Zusätzlich ergibt sich ein größerer Freiheitsgrad hinsichtlich der Gestaltung des Zylinderkopfes 16. Der Zylinderkopf 16 muss insbesondere im Bereich A keinen Gussbutzen (keinen Gussvorsprung) zum Vorsehen eines Sacklochs zum Einschrauben einer Befestigungsschraube aufweisen. Stattdessen kann der Bereich A beispielsweise strömungsoptimiert für einen Fluidkanal 28 im Zylinderkopf 16 geformt werden.

    [0059] Letztlich kann auch eine Teileanzahl der Vorrichtung aufgrund der Verringerung der Befestigungsschrauben reduziert werden. Zudem sinken die Herstellungszeit und die Montagezeit, da weniger Schraubenlöcher gefertigt und weniger Befestigungsschrauben montiert werden müssen.

    [0060] Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass die die vorliegende Offenbarung nicht darauf beschränkt ist, dass die Befestigungsschraube 18 den Lagerkörper 14 an dem Zylinderkopf 16 befestigt. Alternativ könnte die Befestigungsschraube 18 den Lagerkörper 14 an einem Befestigungsrahmen 30 befestigen. Der Befestigungsrahmen 30 könnte dann wiederum an einem Zylinderkopf befestigt sein. Mit anderen Worten gesagt, das in Figur 1 unter dem Lagerkörper 14 dargestellte Bauteil könnte statt eines Bereichs eines Zylinderkopfes 16 alternativ ein Bereich eines Befestigungsrahmens 30 sein.

    [0061] Alternativ zur Befestigungsschraube 18 könnte auch ein anderes Befestigungsmittel zum kraftschlüssigen und formschlüssigen Befestigen des Lagerkörpers 14 an dem Zylinderkopf 16 verwendet werden.

    [0062] Die Kipphebelachse 20 dient zum drehbaren Lagern eines Kipphebels (nicht dargestellt). Der Kipphebel steht über einen Nockenfolger in Wirkverbindung zwischen der Nockenwelle 12 und einem oder mehreren Gaswechselventilen (nicht dargestellt) zum Betätigen der Gaswechselventile.

    [0063] In der dargestellten Ausführungsform von Figur 1 befestigt die Befestigungsschraube 18 zusätzlich die Kipphebelachse 20 am Zylinderkopf 16 (Befestigungsrahmen 30). Im Einzelnen erstreckt sich die Befestigungsschraube 18 durch ein Durchgangsloch 32 der Kipphebelachse 20. Im montierten Zustand der Vorrichtung 10 sind die Löcher 32, 24 und 26 miteinander entlang einer Längsachse der Befestigungsschraube 18 ausgerichtet. Ein Schraubenkopf 18A liegt auf einer Anlagefläche 20A der Kipphebelachse 20 auf. Die Kipphebelachse 20 ist in einer Aufnahme 21 des Lagerkörpers 14 gelagert. Die zusätzliche Befestigung der Kipphebelachse 20 über die Befestigungsschraube 18 ist optional.

    [0064] Zum Schmieren des Gleitlagers in der Aufnahme 22 kann ein Schmierfluid über einen Längskanal 34 der Kipphebelachse 20 zugeführt werden. Ein Stichkanal 36 der Kipphebelachse 20 mündet in einen Stichkanal 38 des Lagerkörpers 14. Der Stichkanal 38 wiederum mündet in die Aufnahme 22.

    [0065] Zum relativen Positionieren des Lagerkörpers 14 relativ zum Zylinderkopf 16 (Befestigungsrahmen 30) können optional zusätzlich Positionierelemente 40, 42 verwendet werden. Die Positionierelemente 40, 42 positionieren den Lagerkörper 14 zum Zylinderkopf 16 in einer Ebene senkrecht zur Längsachse der Befestigungsschraube 18.

    [0066] Das Positionierelement 40 ist als eine Passhülse ausgebildet. Das Positionierelement 40 ist formschlüssig in einer Ausnehmung 44 des Lagerkörpers 14 und einer Ausnehmung 46 des Zylinderkopfes 16 (Befestigungsrahmens 30) vorgesehen. Das Positionierelement 40 ist um die Befestigungsschraube 18 herum angeordnet, vorzugsweise ohne die Befestigungsschraube 18 zu berühren.

    [0067] Das Positionierelement 42 ist als ein Positionierstift ausgebildet. Das Positionierelement 42 ist formschlüssig in einer Ausnehmung 48 des Lagerkörpers 14 und einer Ausnehmung 50 des Zylinderkopfes 16 (Befestigungsrahmens 30) vorgesehen. Die Positionierelemente können bspw. auch als Passhülsen ausgebildet sein.

    [0068] Es wird darauf hingewiesen, dass auch Ausführungsformen ohne Positionierelement denkbar sind. Die Ausrichtung des Lagerkörpers 14 könnte dann beispielsweise mittels einer Führung durch die Nockenwelle 12, die in mehreren Lagerkörpern 14 gelagert ist, ermöglicht werden.

    [0069] Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung 110 zum drehbaren Lagern der Nockenwelle 12. Die Vorrichtung 110 zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie auch zum drehbaren Lagern von geschmiedeten Nockenwellen geeignet ist, da hier ein Auffädeln der Lagerböcke nicht möglich ist.

    [0070] Statt eines einteiligen Lagerkörpers weist die Vorrichtung 110 einen ersten Lagerkörper 14A und einen zweiten Lagerkörper 14B auf. Der erste Lagerkörper 14A und der zweite Lagerkörper 14B bilden einen zweiteiligen Lagerbock. Der erste Lagerkörper 14A weist eine erste Aufnahme 22A und der zweite Lagerkörper 14B weist eine zweite Aufnahme 22B auf. Die Aufnahmen 22A, 22B bilden eine gemeinsame Aufnahme in Zylinderform für die Nockenwelle 12.

    [0071] Bei dieser Ausführung ist erneut hervorzuheben, dass die Befestigungsschraube 18 die einzige Befestigungsschraube ist, die die Lagerkörper 14A, 14B am Zylinderkopf 16 (Befestigungsrahmen 30) befestigt (fixiert). Im Einzelnen erstreckt sich die Befestigungsschraube 18 durch ein Durchgangsloch 24A des ersten Lagerkörper 14A und ein Durchgangsloch 24B des zweiten Lagerkörper 14B.

    [0072] Zusätzlich kann eine zweite Befestigungsschraube 52 vorgesehen sein, die den ersten Lagerkörper 14A am zweiten Lagerkörper 14B befestigt. Die Befestigungsschrauben 18 und 52 können auf gegenüberliegenden Seiten der Nockenwelle 12 positioniert sein. Die Befestigungsschraube 52 erstreckt sich durch ein Durchgangsloch 58 im ersten Lagerkörper 14A. Die Befestigungsschraube 52 ist in ein Gewinde eines Sacklochs 60 des zweiten Lagerkörpers 14B eingeschraubt.

    [0073] Zum Positionieren der Lagerkörper 14A und 14B zueinander sind Positionierelemente 54 und 56 vorgesehen. Die Positionierelemente 54, 56 positionieren den ersten Lagerkörper 14A zum zweiten Lagerkörper 14B in einer Ebene senkrecht zur Längsachse der Befestigungsschraube 18. Die Positionierelemente 54, 56 sind als Passhülsen ausgebildet, können allerdings bspw. auch als Passstifte ausgebildet sein. Die Positionierelemente 54, 56 verbinden den ersten Lagerkörper 14A formschlüssig mit dem zweiten Lagerkörper 14B. Das Positionierelement 54 ist um die Befestigungsschraube 18 herum angeordnet, vorzugsweise ohne die Befestigungsschraube 18 zu berühren. Das Positionierelement 56 ist um die Befestigungsschraube 52 herum angeordnet, vorzugsweise ohne die Befestigungsschraube 52 zu berühren.

    [0074] Die Vorrichtung 110 von Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel, bei dem keine Positionierelemente zur Positionierung des ersten und zweiten Lagerkörpers 14A, 14B relativ zum Zylinderkopf 16 (Befestigungsrahmen 30) vorgesehen sind. In Weiterbildungen dieses Ausführungsbeispiels könnten Positionierelemente zwischen dem zweiten Lagerkörper 14B und dem Zylinderkopf 16 (Befestigungsrahmen 30) vorgesehen sein.

    [0075] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt.

    Bezugszeichenliste



    [0076] 
    10, 110
    Vorrichtung zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle
    12
    Nockenwelle
    14
    Lagerkörper
    14A
    Erster Lagerkörper
    14B
    Zweiter Lagerkörper
    16
    Zylinderkopf
    18
    Befestigungsschraube (Befestigungsmittel)
    18A
    Schraubenkopf
    20
    Kipphebelachse
    20A
    Anlagefläche
    21
    Aufnahme
    22
    Aufnahme
    22A
    Aufnahme im ersten Lagerkörper
    22B
    Aufnahme im zweiten Lagerkörper
    24
    Durchgangsloch
    24A
    Durchgangsloch im ersten Lagerkörper
    24B
    Durchgangsloch im zweiten Lagerkörper
    26
    Sackloch
    27
    Gussbutzen (Gussvorsprung)
    28
    Fluidkanal
    29
    Auflagefläche
    30
    Befestigungsrahmen
    32
    Durchgangsloch
    34
    Längskanal
    36
    Stichkanal
    38
    Stichkanal
    40
    Passhülse (Positionierelement)
    42
    Positionierstift (Positionierelement)
    44
    Ausnehmung
    46
    Ausnehmung
    48
    Ausnehmung
    50
    Ausnehmung
    52
    Befestigungsschraube
    54
    Passhülse (Positionierelement)
    56
    Passhülse (Positionierelement)
    58
    Durchgangsloch
    60
    Sackloch
    A
    Gussbutzenfreier (gussvorsprungfreier) Bereich



    Ansprüche

    1. Vorrichtung (10; 110) zum drehbaren Lagern einer Nockenwelle (12) einer Brennkraftmaschine, aufweisend:

    einen ersten Lagerkörper (14; 14A) mit einer Aufnahme (22; 22A) zum drehbaren Lagern der Nockenwelle (12);

    einen Zylinderkopf (16) oder einen Befestigungsrahmen (30) zur Befestigung des ersten Lagerkörpers (14; 14A); und

    ein erstes Befestigungsmittel (18), das den ersten Lagerkörper (14; 14A) am Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) befestigt, wobei das erste Befestigungsmittel (18) das einzige Befestigungsmittel (18) ist, das den ersten Lagerkörper (14; 14A) am Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) befestigt

    gekennzeichnet durch:
    eine Kipphebelachse (20) zum drehbaren Lagern eines Kipphebels, wobei das erste Befestigungsmittel (18) zusätzlich die Kipphebelachse (20) am Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) befestigt.
     
    2. Vorrichtung (10; 110) nach Anspruch 1, wobei:

    das erste Befestigungsmittel (18) eine erste Befestigungsschraube ist; und/oder

    das erste Befestigungsmittel (18) den ersten Lagerkörper (14; 14A) kraft- und formschlüssig am Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) befestigt; und/oder

    das erste Befestigungsmittel (18) ein lösbares Befestigungsmittel ist.


     
    3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei der erste Lagerkörper (14) einen einteiligen Lagerbock zum Lagern der Nockenwelle (12) bildet.
     
    4. Vorrichtung (110) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, ferner aufweisend einen zweiten Lagerkörper (14B) mit einer Aufnahme (22B) zum Lagern der Nockenwelle (12), wobei:

    der erste Lagerkörper (14A) und der zweite Lagerkörper (14B) gemeinsam einen zweiteiligen Lagerbock bilden; und

    die Aufnahme (22A) des ersten Lagerkörpers (14A) und die Aufnahme (22B) des zweiten Lagerkörpers (14B) eine gemeinsame Aufnahme für die Nockenwelle (12) bilden.


     
    5. Vorrichtung (110) nach Anspruch 4, wobei:
    der erste Lagerkörper (14A) und der zweite Lagerkörper (14B) über ein zweites Befestigungsmittel (52), insbesondere eine zweite Befestigungsschraube, aneinander, vorzugsweise kraft- und formschlüssig, befestigt sind.
     
    6. Vorrichtung (110) nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, wobei:
    das erste Befestigungsmittel (18) zusätzlich den zweiten Lagerkörper (14B) am Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) befestigt.
     
    7. Vorrichtung (110) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, ferner aufweisend mindestens ein Positionierelement (54, 56), das zwischen dem ersten Lagerkörper (14A) und dem zweiten Lagerkörper (14B) zum Positionieren des ersten Lagerkörpers (14A) relativ zum zweiten Lagerkörper (14B) angeordnet ist.
     
    8. Vorrichtung (110) nach Anspruch 7, wobei das mindestens eine, zwischen dem ersten Lagerkörper (14A) und dem zweiten Lagerkörper (14B) angeordnete Positionierelement (54, 56) einen Positionierstift, eine das erste Befestigungsmittel (18) umgebende Passhülse und/oder eine das zweite Befestigungsmittel (52) umgebende Passhülse umfasst.
     
    9. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei:

    die Vorrichtung (10) ferner mindestens ein Positionierelement (40, 42) aufweist, das zwischen dem ersten Lagerkörper (14) oder dem zweiten Lagerkörper (14B) einerseits und dem Zylinderkopf (16) oder dem Befestigungsrahmen (30) andererseits zum Positionieren des ersten oder zweiten Lagerkörpers (14, 14B) relativ zum Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) angeordnet ist; oder

    die Vorrichtung (10) kein Positionierelement zum Positionieren des ersten oder zweiten Lagerkörpers (14; 14B) relativ zum Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) aufweist.


     
    10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 9, wobei das mindestens eine zwischen dem ersten oder zweiten Lagerkörper (14; 14B) und dem Zylinderkopf (16) oder dem Befestigungsrahmen (30) angeordnete Positionierelement (40, 42) einen Positionierstift und/oder eine Passhülse, die das erste Befestigungsmittel (18) umgibt, umfasst.
     
    11. Vorrichtung (10; 110) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:

    der erste Lagerkörper (14; 14A) eine Aufnahme für die Kipphebelachse (20) aufweist, die vorzugsweise an einer dem Zylinderkopf (16) oder Befestigungsrahmen (30) gegenüberliegenden Seite des ersten Lagerkörpers (14; 14A) angeordnet ist; und/oder

    ein Schmierfluidlängskanal (34) der Kipphebelachse (20) mit der Aufnahme (22; 22A) für die Nockenwelle (12) des ersten Lagerkörpers (14; 14A) in Fluidverbindung steht, vorzugsweise über einen Stichkanal (38) des ersten Lagerkörpers (14; 14A) und einen Stichkanal (36) der Kipphebelachse (20).


     
    12. Vorrichtung (10; 110) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Befestigungsrahmen (30) oder der Zylinderkopf (16) ein Loch (26), insbesondere ein Sackloch oder ein Durchgangsloch, mit einem Gewinde zur kraft- und formschlüssigen Befestigung des ersten Lagerkörpers (14; 14A) am Befestigungsrahmen (30) oder Zylinderkopf (16) mittels des ersten Befestigungsmittels (18) aufweist.
     
    13. Vorrichtung (10; 110) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:

    der erste Lagerkörper (14; 14A) asymmetrisch bezüglich einer Vertikalebene durch eine Mittellängsachse der Aufnahme (22; 22A) für die Nockenwelle (12) ausgebildet ist; und/oder

    das erste Befestigungsmittel (18) ein Kippmoment zum Abstützen des ersten Lagerkörpers (14; 14A) auf einer Auflagefläche (29) des Zylinderkopfes (16) oder Befestigungsrahmens (30) erzeugt.


     
    14. Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einer Vorrichtung (10; 110) nach einem der vorherigen Ansprüche.
     


    Claims

    1. Device (10; 110) for rotatable mounting of a camshaft (12) of an internal combustion engine, comprising:

    a first bearing body (14; 14A) with a receiver (22; 22A) for rotatable mounting of the camshaft (12);

    a cylinder head (16) or a fixing frame (30) for fixing the first bearing body (14; 14A); and

    a first fixing means (18) which fixes the first bearing body (14; 14A) to the cylinder head (16) or fixing frame (30), wherein the first fixing means (18) is the sole fixing means (18) which fixes the first bearing body (14; 14A) to the cylinder head (16) or fixing frame (30),

    characterized by:
    a rocker arm shaft (20) for rotatable mounting of a rocker arm, wherein the first fixing means (18) additionally fixes the rocker arm shaft (20) to the cylinder head (16) or fixing frame (30).
     
    2. Device (10; 110) according to Claim 1, wherein:

    the first fixing means (18) is a first fixing screw; and/or

    the first fixing means (18) fixes the first bearing body (14; 14A) to the cylinder head (16) or fixing frame (30) by force fit and form fit; and/or

    the first fixing means (18) is a releasable fixing means.


     
    3. Device (10) according to Claim 1 or Claim 2, wherein the first bearing body (14) forms a one-piece bearing block for mounting the camshaft (12).
     
    4. Device (110) according to Claim 1 or Claim 2, furthermore comprising a second bearing body (14B) with a receiver (22B) for mounting the camshaft (12), wherein:

    the first bearing body (14A) and the second bearing body (14B) together form a two-piece bearing block; and

    the receiver (22A) of the first bearing body (14A) and the receiver (22B) of the second bearing body (14B) form a common receiver for the camshaft (12).


     
    5. Device (110) according to Claim 4, wherein:
    the first bearing body (14A) and the second bearing body (14B) are fixed together, preferably by force fit and form fit, via a second fixing means (52), in particular a second fixing screw.
     
    6. Device (110) according to Claim 4 or Claim 5, wherein:
    the first fixing means (18) also fixes the second bearing body (14B) to the cylinder head (16) or fixing frame (30).
     
    7. Device (110) according to any of Claims 4 to 6, furthermore comprising at least one positioning element (54, 56) which is arranged between the first bearing body (14A) and the second bearing body (14B) for positioning the first bearing body (14A) relative to the second bearing body (14B).
     
    8. Device (110) according to Claim 7, wherein the at least one positioning element (54, 56) arranged between the first bearing body (14A) and the second bearing body (14B) comprises a positioning dowel, an adapter sleeve surrounding the first fixing means (18) and/or an adapter sleeve surrounding the second fixing means (52) .
     
    9. Device (10) according to any of Claims 4 to 8, wherein:

    the device (10) furthermore comprises at least one positioning element (40, 42) which is arranged between the first bearing body (14) or the second bearing body (14B) on one side and the cylinder head (16) or the fixing frame (30) on the other, for positioning the first or second bearing body (14, 14B) relative to the cylinder head (16) or fixing frame (30); or

    the device (10) comprises no positioning element for positioning the first or second bearing body (14; 14B) relative to the cylinder head (16) or fixing frame (30) .


     
    10. Device (10) according to Claim 9, wherein the at least one positioning element (40, 42) arranged between the first or second bearing body (14; 14B) and the cylinder head (16) or the fixing frame (30) comprises a positioning dowel and/or an adapter sleeve which surrounds the first fixing means (18).
     
    11. Device (10; 110) according to any of the preceding claims, wherein:

    the first bearing body (14; 14A) has a receiver for the rocker arm shaft (20) which is arranged preferably on a side of the first bearing body (14; 14A) opposite the cylinder head (16) or fixing frame (30); and/or

    a longitudinal channel (34) of the rocker arm shaft (20) for lubricating fluid is fluidically connected to the receiver (22; 22A) for the camshaft (12) of the first bearing body (14; 14A), preferably via a branch channel (38) of the first bearing body (14; 14A) and a branch channel (36) of the rocker arm shaft (20).


     
    12. Device (10; 110) according to any of the preceding claims, wherein the fixing frame (30) or the cylinder head (16) has a hole (26), in particular a blind hole or a passage hole, with a thread for force-fit and form-fit fixing of the first bearing body (14; 14A) to the fixing frame (30) or cylinder head (16) by means of the first fixing means (18).
     
    13. Device (10; 110) according to any of the preceding claims, wherein:

    the first bearing body (14; 14A) is configured asymmetrically relative to a vertical plane through a central longitudinal axis of the receiver (22; 22A) for the camshaft (12); and/or

    the first fixing means (18) generates a tilting moment to support the first bearing body (14; 14A) on a contact face (29) of the cylinder head (16) or fixing frame (30).


     
    14. Motor vehicle, in particular utility vehicle, with a device (10; 110) according to any of the preceding claims.
     


    Revendications

    1. Dispositif (10 ; 110) pour le support rotatif d'un arbre à cames (12) d'un moteur à combustion interne, présentant :

    un premier corps de palier (14 ; 14A) comprenant un logement (22 ; 22A) pour le support rotatif de l'arbre à cames (12) ;

    une culasse (16) ou un cadre de fixation (30) pour la fixation du premier corps de palier (14 ; 14A) ; et

    un premier moyen de fixation (18) qui fixe le premier corps de palier (14 ; 14A) à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30), le premier moyen de fixation (18) étant le seul moyen de fixation (18) qui fixe le premier corps de palier (14 ; 14A) à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30),

    caractérisé par :
    un axe de culbuteur (20) pour le support rotatif d'un culbuteur, le premier moyen de fixation (18) fixant en outre l'axe de culbuteur (20) à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30).


     
    2. Dispositif (10 ; 110) selon la revendication 1, dans lequel :

    le premier moyen de fixation (18) est une vis de fixation ; et/ou

    le premier moyen de fixation (18) fixe le premier corps de palier (14 ; 14A) par engagement par force et/ou par correspondance géométrique à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30) ; et/ou le premier moyen de fixation (18) est un moyen de fixation amovible.


     
    3. Dispositif (10) selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans lequel le premier corps de palier (14) forme un bloc palier d'une seule pièce pour le support de l'arbre à cames (12).
     
    4. Dispositif (110) selon la revendication 1 ou la revendication 2, présentant en outre un deuxième corps de palier (14B) avec un logement (22B) pour le support de l'arbre à cames (12), dans lequel :

    le premier corps de palier (14A) et le deuxième corps de palier (14B) forment ensemble un bloc palier en deux parties ; et

    le logement (22A) du premier corps de palier (14A) et le logement (22B) du deuxième corps de palier (14B) forment un logement commun pour l'arbre à cames (12).


     
    5. Dispositif (110) selon la revendication 4, dans lequel :
    le premier corps de palier (14A) et le deuxième corps de palier (14B) sont fixés l'un à l'autre, de préférence par engagement par force et par correspondance géométrique, par le biais d'un deuxième moyen de fixation (52), en particulier une deuxième vis de fixation.
     
    6. Dispositif (110) selon la revendication 4 ou la revendication 5, dans lequel :
    le premier moyen de fixation (18) fixe en outre le deuxième corps de palier (14B) à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30).
     
    7. Dispositif (110) selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, présentant en outre au moins un élément de positionnement (54, 56) qui est disposé entre le premier corps de palier (14A) et le deuxième corps de palier (14B) pour le positionnement du premier corps de palier (14A) par rapport au deuxième corps de palier (14B).
     
    8. Dispositif (110) selon la revendication 7, dans lequel l'au moins un élément de positionnement (54, 56) disposé entre le premier corps de palier (14A) et le deuxième corps de palier (14B) comprend une goupille de positionnement, une douille d'ajustement entourant le premier moyen de fixation (18) et/ou une douille d'ajustement entourant le deuxième moyen de fixation (52).
     
    9. Dispositif (10) selon l'une quelconque des revendications 4 à 8, dans lequel :

    le dispositif (10) présente en outre au moins un élément de positionnement (40, 42) qui est disposé entre le premier corps de palier (14) ou le deuxième corps de palier (14B) d'une part et la culasse (16) ou le cadre de fixation (30) d'autre part, pour le positionnement du premier ou du deuxième corps de palier (14, 14B) par rapport à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30) ; ou

    le dispositif (10) ne présente pas d'élément de positionnement pour le positionnement du premier ou du deuxième corps de palier (14 ; 14B) par rapport à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30) .


     
    10. Dispositif (10) selon la revendication 9, dans lequel l'au moins un élément de positionnement (40, 42) disposé entre le premier ou le deuxième corps de palier (14 ; 14B) et la culasse (16) ou le cadre de fixation (30) comprend une goupille de positionnement et/ou une douille d'ajustement qui entoure le premier moyen de fixation (18).
     
    11. Dispositif (10 ; 110) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel :
    le premier corps de palier (14 ; 14A) présente un logement pour l'axe de culbuteur (20) qui est disposé de préférence au niveau d'un côté du premier corps de palier (14 ; 14A) opposé à la culasse (16) ou au cadre de fixation (30) ; et/ou un canal longitudinal de fluide de lubrification (34) de l'axe de culbuteur (20) est en liaison fluidique avec le logement (22 ; 22A) pour l'arbre à cames (12) du premier corps de palier (14 ; 14A), de préférence par le biais d'un canal de branchement (38) du premier corps de palier (14 ; 14A) et d'un canal de branchement (36) de l'axe de culbuteur (20).
     
    12. Dispositif (10 ; 110) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le cadre de fixation (30) ou la culasse (16) présente un trou (26), en particulier un trou borgne ou un trou traversant, avec un filetage pour la fixation par engagement par force et par correspondance géométrique du premier corps de palier (14 ; 14A) au cadre de fixation (30) ou à la culasse (16) au moyen du premier moyen de fixation (18).
     
    13. Dispositif (10 ; 110) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel :

    le premier corps de palier (14 ; 14A) est réalisé de manière asymétrique par rapport à un plan vertical passant par un axe médian longitudinal du logement (22 ; 22A) pour l'arbre à cames (12) ; et/ou

    le premier moyen de fixation (18) génère un couple de basculement pour supporter le premier corps de palier (14 ; 14A) sur une surface d'appui (29) de la culasse (16) ou du cadre de fixation (30).


     
    14. Véhicule automobile, en particulier véhicule utilitaire, comprenant un dispositif (10 ; 110) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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