Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung, insbesondere als Strahlungsheizeinrichtung
für ein Kochfeld, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Heizeinrichtung.
[0002] Aus der
DE 195 22 798 A1 sowie der
DE 42 29 375 A1 ist es bekannt, eine Strahlungsheizeinrichtung für ein Kochfeld mit einem flächigen
Träger aus wärmedämmendem und elektrisch isolierendem Material bereitzustellen, an
dessen Trägeroberseite ein Heizelement in Bandform in Bahnen in einem Verlegemuster
verläuft. Das Heizelement besteht dabei aus einem Heizleiterband und ist zu einem
geringfügigen Anteil mit einer Unterkante des Heizleiterbands in die Trägeroberseite
eingedrückt zur Halterung. Des Weiteren weist das Heizleiterband integriert ausgebildete
Halteglieder auf, die über die Unterkante nach unten stehen mit einer Länge etwas
unterhalb der Höhe des Heizleiterbands. Diese Halteglieder tragen einen großen Teil
bei zur Befestigung des Heizleiterbands bzw. des Heizelements am Träger. Die beiden
Lateralseiten des Heizleiterbands strahlen dabei Wärme ab im Betrieb mit etwas über
1000°C, welche dann nach oben strahlt.
[0003] Bedingt durch einen elektrischen Widerstand des Heizleiterbands bzw. Heizelements
sind derzeit maximale Heizleistungen für eine solche Strahlungsheizeinrichtung bei
Betrieb im Haushalt auf etwa 3600W oder 3700W begrenzt. Höhere Heizleistungen sind
mit dieser Technologie derzeit nicht erreichbar.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Heizeinrichtung
sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Heizeinrichtung zu schaffen, mit
denen Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es insbesondere möglich
ist, eine im Vergleich zum Stand der Technik höhere Heizleistung zu erzeugen und eine
Heizeinrichtung auf neuartige Art und Weise auszubilden.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Heizeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie durch ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Heizeinrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 13. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den weiteren Ansprüchen enthalten und werden im Folgenden näher beschrieben.
Dabei werden manche der Merkmale nur für die Heizeinrichtung oder nur für das Verfahren
zu ihrer Herstellung beschrieben. Sie sollen jedoch unabhängig davon sowohl für die
Heizeinrichtung als auch für das Verfahren zu ihrer Herstellung selbständig und unabhängig
voneinander gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme
zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Heizeinrichtung einen flächigen Träger aufweist. Dieser
kann vorteilhaft aus wärmedämmendem und elektrisch isolierendem Material bestehen,
wie es an sich aus dem Stand der Technik für Strahlungsheizeinrichtungen für Kochfelder
bekannt ist. Dieser Träger weist eine Trägeroberseite auf, die vorteilhaft flach bzw.
eben ist. An dieser Trägeroberseite ist ein Heizelement vorgesehen, das in Bahnen
in einem bestimmten Verlegemuster verläuft. Dieses Verlegemuster kann spiralig und/oder
mäanderförmig sein, wie es an sich auch aus dem Stand der Technik bekannt ist. Weitgehend
verläuft das Heizelement dabei vorteilhaft in parallelen oder nahezu parallelen bzw.
konzentrischen Bahnen.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Heizelement mindestens zwei Heizleiterbänder
aufweist. Jedes dieser Heizleiterbänder weist jeweils Lateralseiten und eine Oberkante
und eine Unterkante auf. Die mindestens zwei Heizleiterbänder sind zusammengelegt
oder sind aufeinandergelegt bzw. oder aufeinander gefaltet mit ihren einander zugewandten
Lateralseiten, wobei sie sich dabei zumindest teilweise berühren mit den einander
zugewandten Lateralseiten. Unter Umständen können sie sogar flächig zusammenliegen,
zumindest punktweise oder abschnittsweise, vorteilhaft weitgehend bzw. mehr als 70%
oder vollständig. Die mindestens zwei Heizleiterbänder sind fest und unlösbar miteinander
verbunden, und zwar zumindest in dem Zustand, wenn sie an dem Träger angeordnet sind
oder befestigt sind, also als fertige Heizeinrichtung. Vorteilhaft sind die mindestens
zwei Heizleiterbänder des Heizelements bereits vor dem Befestigen am Träger fest miteinander
verbunden.
[0008] Durch diese sozusagen Doppelung des Heizelements mit zwei Heizleiterbändern anstelle
mit einem einzigen Heizleiterband entsprechend dem Stand der Technik kann der Leiterquerschnitt
vergrößert werden und somit steigen auch der maximal mögliche Strom und damit die
von dem Heizelement erzeugte Heizleistung. Eine Doppelung oder Vervielfachung des
Heizleiterbands für das Heizelement weist gegenüber einem einstückigen und entsprechend
dicker ausgebildeten Heizleiterband, das als einziges Heizleiterband das Heizelement
bilden würde, den großen Vorteil auf, dass es leichter herstellbar ist, insbesondere
wenn das Heizelement gewellt ist bzw. gewellt werden soll. Eine Wellung kann mit einer
Wellenlänge zwischen 2mm und 8mm erfolgen und/oder mit einer Wellenamplitude zwischen
0,5mm und 5mm, wie dies an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist. Dadurch wird
nicht nur die Abstrahlfläche der Lateralseiten des Heizelements vergrößert, sondern
es ist auch möglich, ein Heizleiterband bzw. ein Heizelement mit einer an sich sehr
großen Länge für einen bestimmten Wert des elektrischen Widerstands auf dem Träger
mit vorgegebenen Abmessungen unterzubringen.
[0009] Im Rahmen der Erfindung hat sich nämlich herausgestellt, dass es für den Betrieb
einer solchen Heizeinrichtung kein Problem darstellt, wenn das sozusagen aus mehreren
Lagen von Heizleiterbändern bestehende Heizelement Stellen oder Bereiche aufweist,
an denen diese Lagen nicht direkt aufeinanderliegen bzw. sich nicht berühren. Des
Weiteren ist es auch so, dass für den Stromfluss eine solche Berührung der einzelnen
Heizleiterbänder mit ihren Lateralseiten keine Rolle spielt. Zum einen kann vorteilhaft
nämlich ein Material aus dem Stand der Technik gewählt werden, welches zumindest nach
mehreren Betriebsstunden mit Betriebstemperatur an seiner Oberfläche derart oxidiert,
dass es einen hohen Übergangswiderstand aufweist. So sind selbst aneinander anliegende
Bereiche der Lateralseiten der Heizleiterbänder sozusagen gegeneinander elektrisch
isoliert. Zum anderen stellt die jeweilige Wärmeabstrahlung von den einzelnen Heizleiterbändern
kein Problem dar, wie sich in Versuchen herausgestellt hat. Die bessere Herstellbarkeit
einer Wellung für das Heizleiterband sowie die mögliche Verwendung von bislang üblichen
Dicken von Heizleiterbändern überwiegen jedoch als Vorteile deutlich. Vor allem wäre
damit zu rechnen, dass bei relativ engen Wellungen Probleme mit Überbiegung bei einem
dicken Heizleiterband auftreten können und dieses dann Risse bekommt oder zumindest
Schwachstellen. Diese könnten dann beim späteren Betrieb mit hohen Temperaturen im
sichtbar glühenden Bereich samt damit verbundenen thermisch bedingten Ausdehnungen
aufgrund von häufigem Einschalten und Ausschalten zu Beschädigungen und Ausfällen
führen.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung können die Heizleiterbänder vorteilhaft jeweils über
die volle Länge des Heizelements gehen. Ein Heizelement besteht dann von Anfang bis
Ende durchgängig aus stets zwei oder stets drei oder eventuell sogar mehr Heizleiterbändern,
die zusammengelegt oder aufeinandergelegt sind mit ihren Lateralseiten.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Verhältnis
von Dicke eines Heizleiterbands zu seiner Höhe, also von der Oberkante bis zur Unterkante,
zwischen 1:20 und 1:500 liegt. Besonders vorteilhaft liegt es zwischen 1:60 und 1:200.
Eine Dicke des Heizleiterbands kann dabei im Bereich von 0,03mm bis 0,1mm liegen,
vorteilhaft im Bereich von 0,05mm bis 0,07mm. Eine Höhe kann zwischen 2mm und 8mm
liegen, vorteilhaft zwischen 3mm und 5mm.
[0012] Vorteilhaft werden die Heizleiterbänder miteinander verschweißt, insbesondere kann
dies mittels Schweißpunkten erfolgen. Solche Schweißpunkte weisen vorteilhaft einen
Abstand entlang einer Längsrichtung der Heizleiterbänder zueinander auf, der beispielsweise
das Zweifache bis Zwanzigfache der Höhe eines Heizleiterbands betragen kann. Alternativ
kann der Abstand zwischen 5mm und 100mm liegen, vorteilhaft zwischen 9mm und 20mm.
Auch wenn nicht zwingend gefordert ist, dass die Heizleiterbänder über ihre Länge
vollständig oder weitgehend eng zusammenliegen oder aneinander anliegen, was sich
durch eine ansteigende Anzahl von Schweißpunkten sowie daraus folgendem geringerem
Abstand zueinander ergibt, so ist eine Bearbeitung des Heizelements, insbesondere
zur Herstellung einer vorgenannten Wellung, sowie ein mögliches Eindrücken des Heizelements
in die Trägeroberseite besser möglich, vor allem wenn die Lagen von Heizleiterbändern
eng aneinander anliegen.
[0013] Eine Verbindung oder Verschweißung der Heizleiterbänder miteinander ist bevorzugt
unterhalb der Hälfte der Höhe des Heizleiterbands angeordnet bzw. vorgenommen, also
eher in einem unteren Bereich des Heizelements bzw. der Heizleiterbänder. Vorteilhaft
ist eine solche Verbindung oder Verschweißung unterhalb eines Viertels der Höhe des
Heizleiterbands vorgesehen, besonders vorteilhaft an einer Unterkante. Der Grund hierfür
liegt darin, dass durch Anliegen des Heizelements an der Trägeroberseite oder durch
eine gewisse, wenngleich geringfügige, Einbettung in die Trägeroberseite zum einen
direkte eine Kühlung des Heizelements erfolgt und zum anderen eine Wärmeabstrahlung
reduziert ist. Somit kann sich an diesen Verbindungsstellen, insbesondere wenn es
eine Verschweißung ist, eine Verschlechterung der Wärmeabstrahlung weniger negativ
auswirken. Dann ist es unter Umständen möglich, dass sich die Heizleiterbänder nach
oben hin bzw. zu ihren Oberkanten hin etwas voneinander entfernen, wodurch die Abstrahlung
der jeweiligen Heizleistung verbessert wird.
[0014] Zwar ist es grundsätzlich möglich, dass ein Heizelement aus einer Mehrzahl bzw. Vielzahl
von Heizleiterbändern besteht, die aufeinandergelegt sind und miteinander verbunden
sind, beispielsweise vier Heizleiterbänder oder mehr. Vorteilhaft ist das Heizelement
zweilagig oder dreilagig ausgebildet mit zwei Heizleiterbändern oder drei Heizleiterbändern
aufeinander. Besonders vorteilhaft ist das Heizelement zweilagig mit zwei Heizleiterbändern
aufeinander ausgebildet.
[0015] Allgemein kann vorgesehen sein, dass die Heizleiterbänder gleich bzw. identisch ausgebildet
sind. Dies kann für ihre Kontur und/oder ihre Dicke gelten. Dadurch kann die Herstellung
vereinfacht werden, wenn nur eine einzige Art von Heizleitern hergestellt werden muss.
In Abwandlung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zwei Heizleiterbänder mit gleicher
Kontur und unterschiedlicher Dicke zu einem Heizelement verbunden werden, wobei der
Dickenunterschied zwischen 5% und 100% des dünneren Heizleiterbands betragen kann.
[0016] Wie an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist, sind die Heizleiterbänder als
Heizelement vorteilhaft aufrecht an der Trägeroberseite gehaltert bzw. angeordnet.
Dies erfolgt vorteilhaft mit einem Winkel von 90°, also rechtwinklig zur Trägeroberseite.
Dabei weist die Oberkante des Heizelements bzw. der Heizleiterbänder nach oben und
die jeweilige Unterkante liegt an dem Träger bzw. der Trägeroberseite an oder ist
sogar ein Stück in die Trägeroberseite bzw. in den Träger eingebettet oder eingedrückt.
Dies ist an sich aus dem Stand der Technik bekannt und bewirkt eine besonders vorteilhafte
Halterung und Anordnung des Heizelements am Träger. Dies ist vor allem bei einem solchen
mehrlagigen Heizelement aus mehreren Heizleiterbändern aufeinander von Vorteil.
[0017] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist das Heizelement nach unten abstehende
Halteglieder auf, die in die Trägeroberseite eingedrückt werden, um das Heizelement
am Träger zu haltern bzw. zu befestigen. Diese Halteglieder stehen über eine Linie
über, die zu mehr als 80% der Länge des Heizelements entlang der Unterkante und parallel
zur Oberkante verläuft. Insbesondere stehen die Halteglieder dabei zwischen 30% und
200% der Höhe des Heizleiterbands über diese Linie über. Diese Linie kann zwar bei
einer Ausgestaltung der Erfindung die Unterkante der Heizleiterbänder selbst sein.
Dies gilt vor allem dann, wenn die Halteglieder separate Bauteile sind, die U-förmig
oder bügelartig mit zwei Schenkeln von oben über die Oberkante des Heizelements gelegt
sind, so dass sie über die Unterkante nach unten überstehen. Dann verläuft die Unterkante
dennoch gerade weiter. Dabei schließen die Halteglieder bzw. die beiden Schenkel der
Halteglieder sämtliche Lagen von Heizleiterbändern zwischen sich ein. Dies kann bereits
eine Art feste Verbindung der Heizleiterbänder miteinander und zu dem Heizelement
sein. Vorteilhaft sind die Halteglieder jedoch zusätzlich noch an dem Heizelement
befestigt mittels einer Schweißverbindung oder durch Verdrehen der beiden Schenkel,
die aufeinanderliegen, unterhalb der Unterkante. Bevorzugt sind die Halteglieder derart
an der Unterkante befestigt, dass die beiden Schenkel, die nach unten über die Unterkante
überstehen, miteinander und gleichzeitig mit dem Heizelement bzw. mit den Heizleiterbändern
im unteren Bereich verbunden sind, besonders bevorzugt sind sie alle hier miteinander
verschweißt. Dabei reicht es aus, wenn die hauptsächliche Schweißverbindung zwischen
den beiden Schenkeln der Halteglieder erfolgt, solange sozusagen ein geringer Teil
der Schweißverbindung auch stoffschlüssig mit den Unterkanten verbunden ist.
[0018] So können die Halteglieder an sich sowie mittels ihrer Verbindung mit dem Heizelement
eine Verbindung der Heizleiterbänder miteinander bewirken zusätzlich zu ihrer Funktion
für eine Halterung des Heizelements am Träger.
[0019] In alternativer Ausgestaltung der Erfindung können die Halteglieder integral an mindestens
einem Heizleiterband vorgesehen sein als nach unten abstehende Vorsprünge. Somit stehen
sie über die vorgenannte Linie über, welche weitgehend mit der Unterkante übereinstimmt,
wobei diese Linie eben nur durch von der Unterkante nach unten abstehende Halteglieder
unterbrochen wird. Die Form dieser Vorsprünge kann viereckig bzw. rechteckig sein,
vorteilhaft kann sie auch trapezförmig sein mit einer gewissen Verjüngung nach unten,
um ein Einstechen oder Eindrücken in die Trägeroberseite zu erleichtern.
[0020] Wenn mindestens zwei Heizleiterbänder für das Heizelement vorgesehen sind, die aufeinanderliegen
und miteinander verbunden sind, vorteilhaft durch vorgenannte Schweißpunkte, kann
jedes Heizleiterband Halteglieder aufweisen. Die jeweiligen Halteglieder der jeweiligen
Heizleiterbänder sind dann aber nicht überlappend angeordnet, so dass die Heizleiterbänder
deckungsgleich aufeinanderliegen, sondern zueinander versetzt. Vorteilhaft sind die
Heizleiterbänder dabei um jeweils den gleichen Abstand der Halteglieder zueinander
versetzt, so dass in der Reihenfolge der Halteglieder jeweils abwechselnd eines der
Heizleiterbänder vorgesehen ist. Für die Haltewirkung wird es als ausreichend angesehen,
wenn ein Halteglied sozusagen nur einlagig in die Trägeroberseite eingedrückt ist.
Möglicherweise kann dadurch sogar eine bessere Halterung erreicht werden, da sich
keine Nachteile ergeben können, wenn ein zweilagiges Halteglied nicht flach miteinander
verbunden ist oder sich thermisch bedingt bewegt oder verändert. Des Weiteren können
dann weniger integral ausgebildete Halteglieder an den Heizleiterbändern vorgesehen
sein, so dass sozusagen Material gespart werden kann. Integral nach unten abstehende
Halteglieder nehmen sowieso kaum oder gar nicht an der Heizfunktion teil, da sie nur
geringfügig von Strom durchflossen sind während des Betriebs der Heizeinrichtung.
[0021] Andererseits kann auch bei integriert ausgebildeten Haltegliedern vorteilhaft vorgesehen
sein, dass sie miteinander verbunden werden zur Verbindung der Heizleiterbänder miteinander
zu dem Heizelement. Der Grund hierfür liegt auch darin, dass, wie zuvor ausgeführt
worden ist, diese integral nach unten abstehenden Halteglieder nicht oder nur geringfügig
stromdurchflossen sind. So liegt sozusagen eine Beschädigung der Struktur und vor
allem der Oberflächen der Heizleiterbänder durch eine Schweißverbindung an einem vom
Stromfluss und vor allem von der Wärmeerzeugung weniger belasteten Stelle vor, wodurch
wiederum die Haltbarkeit der Heizeinrichtung verbessert werden kann.
[0022] Um eine zuvor beschriebene Heizeinrichtung herstellen zu können, werden zuerst zwei
Schritte durchgeführt. Zum einen werden mindestens zwei Heizleiterbänder aufeinandergelegt
mit ihren Lateralseiten, um ein Heizelement zu bilden. Des Weiteren werden das Heizelement
bzw. die Heizleiterbänder gewellt, und zwar mit Auslenkungen einer solchen Wellung
aus seinen flachen Lateralseiten heraus. Die Reihenfolge dieser beiden Schritte kann
beliebig sein bzw. vertauscht werden. Es kann also entweder zuerst das Heizelement
aus mindestens zwei Heizleiterbändern gebildet werden, die aufeinander liegend miteinander
verbunden sind. In einem nachfolgenden Schritt kann dann die Wellung erfolgen, so
dass sozusagen die miteinander verbundenen Heizleiterbänder gewellt werden. Alternativ
können zuerst die einzelnen Heizleiterbänder gewellt werden, was natürlich mit einer
identischen Wellung erfolgt. Danach werden sie in einem nachfolgenden Schritt aufeinandergelegt
und vorteilhaft fest miteinander verbunden.
[0023] Wenn dann ein gewelltes mehrlagiges Heizelement vorliegt, wird dieses in einem folgenden
Schritt in einem bestimmten Verlegemuster, wie es eingangs genannt worden ist, in
Bahnen auf eine Trägeroberseite eines flachen Trägers aufgebracht und durch Eindrücken
befestigt. Dabei kann entweder eine Unterkante des Heizelements in die Trägeroberseite
eingedrückt werden, alternativ oder zusätzlich mit nach unten abstehenden Haltegliedern
des Heizelements. Dieses Aufbringen des Heizelements auf die Trägeroberseite des flachen
Trägers erfolgt vorteilhaft entsprechend der eingangs genannten
DE 19522798 A1, also indem das gesamte Heizelement in eine Art spezieller Montageform eingebracht
wird mit ausgefrästen nutartigen Vertiefungen. Über die Oberseite dieser Montageform
steht das Heizelement dann ein Stück über, so dass dann die Montageform samt Heizelement
auf die Trägeroberseite aufgelegt und angedrückt wird. Dadurch drückt sich das Heizelement,
insbesondere mit den vorgenannten abstehenden Haltegliedern, in die Trägeroberseite
ein zu seiner Befestigung.
[0024] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden bei dem Verfahren die Heizleiterbänder
fest miteinander verbunden zu dem Heizelement, so dass das Heizelement stabil am Träger
befestigt ist, insbesondere wenn es sich thermisch bewegt. Vorteilhaft werden die
Heizleiterbänder fest miteinander verbunden, bevor sie gewellt werden, so dass also
eine Wellung beim mehrlagigen Heizelement erfolgt. Dann ist auch ein Verbinden der
Heizleiterbänder miteinander leichter und exakter möglich nach bestimmter Vorgabe
als wenn zuerst die Heizleiterbänder einzeln gewellt und dann miteinander fest verbunden
werden.
[0025] In ebenfalls vorteilhafter alternativer Ausgestaltung der Erfindung weist die Heizeinrichtung
genau zwei Heizleiterbänder auf, die einteilig und einstückig miteinander ausgebildet
sind. Dabei sind sie insbesondere aus einem einzigen Band herausgearbeitet, beispielsweise
gestanzt, was aber im Rahmen der Erfindung auch als bestehend aus zwei Heizleiterbändern
angesehen werden soll. Die zwei Heizleiterbänder sind dann bei der Herstellung des
Heizelements bzw. der Heizeinrichtung aufeinander gelegt durch Biegen bzw. Falten
entlang einer Biegelinie. Diese Biegelinie verläuft wie zuvor erläutert parallel zur
Längserstreckung des Heizelements und/oder parallel zur Oberkante. Die beiden Heizleiterbänder
sind also sozusagen nur eines bzw. schon integral miteinander verbunden, so dass sie
nicht mehr zwingend nach dem Biegen bzw. Falten miteinander verbunden werden müssen.
Dies kann vorteilhaft aber schon noch erfolgen, insbesondere nach dem Biegen bzw.
Falten entlang der Biegelinie mit Aufeinanderlegen. Durch ein solches Verbinden kann
die aufeinander gelegte Form noch besser dauerhaft gehalten werden, vorteilhaft durch
Verschweißen. Dabei werden die beiden Heizleiterbänder zuerst in einem ersten Schritt
aufeinander gefaltet, und dann in einem nachfolgenden zweiten Schritt wird das gedoppelte
Heizelement gewellt. Andersherum wäre es kaum möglich wegen der Einstückigkeit des
Heizelements.
[0026] Wie zuvor bereits erläutert können auch bei dieser Ausgestaltung die beiden Heizleiterbänder
von der Unterkante abstehende Halteglieder aufweisen zum Eindrücken in die Trägeroberseite
zur Halterung des Heizelements am Träger, wobei vorteilhaft diese Halteglieder jeweils
gleich weit über die Unterkante überstehen. Besonders vorteilhaft sind hier die Halteglieder
wie vorbeschrieben integral aus den Heizleiterbändern herausgeformt bzw. stehen aus
diesen heraus, sind also keine separaten Teile. Die Biegekante oder Biegelinie kann
im ungefalteten Zustand mittig zwischen den beiden Unterkanten der beiden Heizleiterbänder
verlaufen, also sozusagen eine Spiegelachse bilden. Vorteilhaft verläuft die Biegekante
oder Biegelinie durch die Endkanten der vorgenannten Halteglieder, so dass die beiden
Heizleiterbänder an den Endkanten oder Enden der Halteglieder einteilig und einstückig
miteinander verbunden sind. Damit ist ein Biegen bzw. Falten auch leichter möglich.
Alternativ wäre es auch hier möglich, separate Halteglieder nachträglich an dem gedoppelten
Heizelement zu befestigen wie zuvor erläutert.
[0027] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich alleine
oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte und Zwischen-Überschriften beschränken die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0028] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Heizelements gemäß der Erfindung in länglicher Bandform mit
integral nach unten ausgebildeten Haltegliedern,
- Fig. 2
- eine Draufsicht von oben auf das Heizelement aus Fig. 1 mit einer Punktschweißeinrichtung
zur Verbindung von zwei Heizleiterbändern,
- Fig. 3
- eine Vergrößerung der Draufsicht auf das Heizelement 11 aus Fig. 2 mit einer Verschweißung
und Luftspalten zwischen den beiden Heizleiterbändern,
- Fig. 4
- ein alternatives Heizelement in einer Darstellung ähnlich Fig. 1 bestehend aus zwei
aneinander anliegenden Heizleiterbändern, deren integral ausgebildete Halteglieder
versetzt zueinander sind,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf ein fertig gewelltes Heizelement bestehend aus zwei verbundenen
Heizleiterbändern, die vor der Wellung miteinander verschweißt worden sind,
- Fig. 6
- eine alternative Ausbildung zu Fig. 5 mit zwei separat gewellten Heizleiterbändern,
die zuerst zusammengelegt werden und danach verschweißt werden,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Ausschnitts aus einem Kochfeld mit Kochfeldplatte und darunter
angeordneter Heizeinrichtung, die auf einem Träger ein teilweise eingebettetes Heizelement
aufweist,
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf ein einziges durchgehendes einteiliges Band, das symmetrisch ist
zu einer Mittelachse zum Aufeinanderlegen und
- Fig. 9
- das aufeinander gefaltete Band aus Fig. 98 in zweilagiger Form mit nach unten abstehenden
Haltegliedern.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0029] In der Fig. 1 ist ein Heizelement 11 von der Seite dargestellt, das, wie die Fig.
2 und 3 zeigen, aus zwei Heizleiterbändern 13a und 13b besteht. Diese sind flächig
aneinandergelegt und verlaufen teilweise, aber nicht vollständig, aneinander. Dies
ist aus der Vergrößerung der Draufsicht von oben gemäß Fig. 3 zu sehen, wo vereinzelte
schmale Luftspalte 28 zwischen den Heizleiterbändern 13a und 13b zu erkennen sind.
Durch Kreuze dargestellte Verschweißungen 26 halten die beiden Heizleiterbänder 13a
und 13b zusammen, wodurch sie fest und unlösbar miteinander verbunden sind. Die aus
Fig. 3 zu erkennenden Luftspalte 28 können sehr schmal sein und im Bereich von 10%
bis 500% der Dicke der Heizleiterbänder 13 liegen.
[0030] Das Heizleiterband 13a weist eine in Fig. 1 zu erkennende Lateralseite 15a auf, eine
gerade verlaufende Oberkante 17a und eine Unterkante 19a. Die Unterkante 19a verläuft
weitgehend gerade, wird nach unten jedoch durch integral daran nach unten abstehend
ausgebildete Halteglieder 21a unterbrochen. Die Höhe des Heizleiterbandes 13a kann
die eingangs genannten wenigen Millimeter betragen, der Abstand der Halteglieder 21a
zueinander kann etwa 15mm bis 25mm betragen. Das zweite Heizleiterband 13b ist genau
gleich ausgebildet und weist auch die gleich Dicke auf, wie die Fig. 3 zeigt.
[0031] Wie die Fig. 2 von oben zeigt, sind die Heizleiterbänder 13a und 13b flach zusammen
bzw. aneinandergelegt und werden von einer Punktschweißeinrichtung 23 mit zwei Schweißspitzen
25a und 25b eben mittels der punktförmigen Verschweißungen 26 verbunden. Beim Ausführungsbeispiel
der Fig. 1 bis 3 sind die punktförmigen Verschweißungen 26 mit einem Abstand zueinander
vorgesehen, so dass sie jeweils an den Haltegliedern 21a vorgesehen sind. Im Wesentlichen
liegen sie auf der gedacht fortgesetzten Linie der Unterkante 19a, sie könnten jedoch
auch noch etwas tiefer unterhalb dieser Linie liegen, also voll bzw. nur in der Fläche
der Halteglieder 21. Die Gründe hierfür sind zuvor erläutert worden, insbesondere
wird dadurch die Struktur des hauptsächlich aktiven Teils der Heizleiterbänder 13
bzw. des Heizelements 11, welche der Höhe der Heizleiterbänder 13 zwischen Oberkante
17 und Unterkante 19 entspricht, nicht negativ oder schädlich beeinträchtigt.
[0032] Eine alternative Ausgestaltung eines Heizelements 111 ist aus der Fig. 4 zu ersehen.
Dort sind auch wiederum zwei Heizleiterbänder 113a und 113b zusammengelegt bzw. aufeinandergelegt
mit ihren einander zugewandten Lateralseiten, so dass sie sich weitgehend flächig
berühren. Die Heizleiterbänder 113a und 113b sind jeweils auch identisch ausgebildet
und im Wesentlichen ähnlich wie die Heizleiterbänder 13a und 13b des vorherigen Ausführungsbeispiels.
Sie weisen also Lateralseiten 115 auf, hier erkennbar die Lateralseite 115a des Heizleiterbands
113a. Des Weiteren weisen sie Oberkanten 117a und 117b auf, vom Heizleiterband 113a
ist auch die Unterkante 119a zu erkennen. Beide Heizleiterbänder 113a und 113b weisen
unten integral ausgebildet abstehende Halteglieder 121a und 121b auf. Diese sind allerdings
zueinander versetzt derart, dass sie abwechselnd aufeinanderfolgen und jeweils nicht
überlappend bzw. deckungsgleich sind, wie dies beim Heizelement 11 der Fig. 1 bis
3 der Fall ist. Der Abstand der Halteglieder 121a und 121b zueinander ist also doppelt
so groß. Dennoch ist auch hiermit eine sichere Befestigung des Heizelements 111 an
einem Träger durch Einstecken der einzelnen und nur einlagig ausgebildeten Halteglieder
121a und 121b möglich.
[0033] Die beiden Heizleiterbänder 113a und 113b sind wiederum durch Verschweißungen 126
verbunden, die durch Kreuze verdeutlicht sind. Der Abstand der Verschweißungen 126
entspricht auch demjenigen der Fig. 1, nur dass die Verschweißungen 126 hier nicht
an den Haltegliedern 121a und 121b miteinander vorgenommen werden können. Schließlich
liegen diese Halteglieder 121a und 121b nicht aneinander an, weil sie ja zueinander
versetzt sind. Deswegen sind die Verschweißungen 126 im unteren Bereich der Heizleiterbänder
113a und 113b vorgesehen, also näher an der Unterkante 119 als an der Oberkante 117,
und zwar jeweils genau mittig zwischen benachbarten Haltegliedern 121. Gemäß einer
nochmals weiteren Ausgestaltung der Erfindung könnten die Verschweißungen 126 auch
so vorgenommen werden, dass sie direkt eine Unterkante 119 eines Heizleiterbandes
113 mit einem Halteglied 121 des anderen Heizleiterbandes 113 verbinden.
[0034] In der Draufsicht der Fig. 5 auf ein Heizelement 11 ist zu sehen, wie der Zustand
nach der Wellung ist, also wenn das Heizelement 11 fertig gewellt ist. Das wie vorgeschrieben
zweilagig hergestellte Heizelement 11 aus den beiden Heizleiterbändern 13a und 13b
ist durch eine Vorrichtung zur Wellung gelaufen, wie sie auch jetzt bereits verwendet
wird im Stand der Technik zur Herstellung von aus den eingangs genannten Dokumenten
bekannten gewellten Heizelementen. Wo im Verlauf der Wellung dann die Halteglieder
21 oder die Verschweißungen 26 liegen, also ob in Scheitelpunkten oder in Wendepunkten
des Wellenverlaufs, spielt für das fertige Heizelement 11 keine Rolle.
[0035] Bei einem alternativen Verfahren zur Herstellung einer Heizeinrichtung bzw. eines
Heizelements für eine Heizeinrichtung werden gemäß Fig. 6 zuerst die einzelnen Heizleiterbänder
13a und 13b gewellt. Grundsätzlich kann eine Form dieser Wellung derjenigen der Fig.
5 entsprechen und stattfinden wie im Stand der Technik bekannt. Dann werden die beiden
Heizleiterbänder 13a und 13b aufeinandergelegt, vorteilhaft derart, dass ihre hier
nicht dargestellten Halteglieder entweder genau aufeinanderliegen entsprechend Fig.
1 oder versetzt zueinander sind entsprechend Fig. 4. Anschließend werden mittels der
Schweißspitzen 25a und 25b auf zuvor beschriebene Art und Weise die Verschweißungen
vorgenommen, um die beiden Heizleiterbänder 13a und 13b fest und unlösbar miteinander
zu verbinden. Die Stellen für die Verschweißungen können ausgewählt werden wir zuvor
beschrieben.
[0036] Bei dem in Fig. 6 dargestellten Verfahren werden also zuerst die noch einzelnen Heizleiterbänder
13 gewellt und dann zusammengelegt bzw. aufeinandergelegt und danach fest und unlösbar
miteinander verbunden. Dies weist den Vorteil auf, dass eine Wellung der Heizleiterbänder
sicherlich leichter ist, da sie genau dem Vorgehen nach dem Stand der Technik entspricht
bzw. wie es derzeit durchgeführt wird. Nachteilig ist jedoch das eher schwierige Durchführen
der nachträglichen Verschweißung, selbst mit relativ dünnen Schweißspitzen. Schließlich
müssen diese eigentlich am besten eine Verschweißung jeweils an den Wellenkämmen,
also an den Scheitelpunkten, vornehmen, da hier ein Zusammendrücken der Heizleiterbänder
am einfachsten möglich ist. Dies ist aber voraussichtlich nicht immer leicht durchzuführen.
Des Weiteren ist nicht absehbar, dass dann eine Verschweißung stets an den Flächen
der Halteglieder entsprechend Fig. 1 vorgenommen werden kann, falls dies gewünscht
sein sollte.
[0037] In der vereinfachten Darstellung der Fig. 7 ist ein Kochfeld 30 mit einer Kochfeldplatte
31 und einer erfindungsgemäßen Heizeinrichtung 33 darunter dargestellt. Die Heizeinrichtung
33 ist an die Unterseite der Kochfeldplatte 31 angelegt, wie dies im Stand der Technik
bekannt ist. Die Heizeinrichtung 33 selber ist als sogenannte Strahlungsheizeinrichtung
ausgebildet und weist einen flachen und flächigen Träger 35 auf mit einem außen umlaufenden
Trägerrand 36. Auf einen Großteil der Fläche des Trägers 35 innerhalb des Trägerrandes
36 ist ein Heizelement 11 aufgebracht, und zwar in hier nicht dargestellt umlaufender
bzw. mäanderartiger Form als Verlegemuster, möglicherweise auch konzentrisch. Dies
ist aber auch dem Stand der Technik zu entnehmen. Vor allem ist vorteilhaft das Eindrücken
eines Heizelements 11 entsprechend Fig. 5, das also zweilagig ist und nicht durchgehend
über seine Länge miteinander verbunden bzw. verschweißt ist, gut durchführbar. In
aus dem Stand der Technik in Form der vorgenannten
DE 19522798 A1 bekannte Einpressformen lässt sich auch ein solches doppellagiges Heizelement einlegen,
das Einpressen erfolgt dann wie im Stand der Technik bekannt. Die in Fig. 7 gepunktet
dargestellten Halteglieder 21 sind dann in den Träger 35 eingedrückt, möglicherweise
auch die Unterkante der Heizleiterbänder ein Stück.
[0038] Mit einer solchen Heizeinrichtung 33 entsprechend Fig. 7 samt einem erfindungsgemäßen
Heizelement 11, das zweilagig oder dreilagig ist und aus aufeinandergelegten und unlösbar
miteinander verbundenen Heizleiterbändern besteht, lässt sich eine erheblich höhere
Heizleistung erreichen bei einem gleichzeitig sichergestellten einfachen und gut durchführbaren
Herstellungsverfahren.
[0039] In der Fig. 8 ist für eine weitere Ausgestaltung der Erfindung dargestellt, wie zwei
Heizleiterbänder 213a und 213b bereits einteilig und einstückig hergestellt sind von
Anfang an. Die beiden Heizleiterbänder 213a und 213b verlaufen spiegelsymmetrisch
zu einer strichpunktiert dargestellten Biegelinie B. Dabei sind aus einem einzigen
ursprünglich durchgehenden breiten Band aus entsprechendem Heizleitermaterial Ausnehmungen
220 in länglicher Form herausgestanzt, die wiederum hinsichtlich ihrer Längsrichtung
symmetrisch sind zu einer Biegelinie B.
[0040] Durch diese herausgestanzten Ausnehmungen 220 haben die Heizleiterbänder 213a und
213b nicht nur die Oberkanten 217a und 217b als Außenkanten des vormals durchgehenden
breiten Bandes, sondern auch Unterkanten 219a und 219b. Von diesen Unterkanten 219a
und 219b stehen Halteglieder 221a und 221b ab bzw. darüber über, wobei an sich an
den Haltegliedern 221a und 221b die beiden Heizleiterbänder ineinander übergehen.
Die Ausnehmungen 220 bestimmen durch ihre Form also die Form der Halteglieder 221a
und 221b sowie die Höhe des Heizelements im fertigen Zustand entsprechend Fig. 7.
[0041] Dort wo die Biegelinie B durch diese Halteglieder verläuft bzw. durch gegenüberliegende
Halteglieder 221a und 221b verläuft, sind Biegekanten 222 vorgesehen, und zwar entlang
dieser Biegelinie B. Diese Biegekanten 222 können durch Prägen oder Rillieren als
durchgehende Biegekanten ausgebildet oder sozusagen vorgefertigt sein. Sie können
damit die Stelle vorgeben, an der dann entlang der Biegelinie B die beiden Heizleiterbänder
gebogen und aufeinander gefaltet werden. Ähnlich wie in Fig. 1 ist hier gut zu ersehen,
wie groß der Abstand der Halteglieder 221a und 221b entlang der Längsrichtung der
Heizleiterbänder im ungewellten Zustand ist. Selbstverständlich könnten die Halteglieder
auch kürzer oder länger, schmaler oder breiter, näher zueinander oder weiter voneinander
entfernt liegend ausgebildet sein.
[0042] Wenn die beiden Heizleiterbänder 213a und 213b entlang der Biegelinie B aufeinander
gefaltet worden sind, wobei sie sich exakt überdecken, ergibt sich der Aufbau der
Fig. 9. Diese zeigt ein Heizelement 211 von der Seite vor dem Wellen, wiederum entsprechend
bzw. ähnlich wie in Fig. 1. Hier zu ersehen, dass bei der Fig. 8 das untere Heizleiterband
213b entlang der Biegelinie B in die Zeichenebene hinein gefaltet wurde um 180° um
dann eben möglichst flach bzw. in der Draufsicht entsprechend den Fig. 2 und 3 am
anderen Heizleiterband 213a anzuliegen, jeweils mit der Innenseite. Dann weisen die
beiden Lateralseiten 215a und 215b jeweils nach außen, wie dies erfindungsgemäß vorgesehen
ist. Aus der Fig. 9 ist auch zu ersehen, dass die Unterkante der Halteglieder 221a
von den Biegekanten 222 gebildet wird. Diese geschlossene Unterkante kann sogar möglicherweise
ein Eindrücken in einen Träger 35 ähnlich Fig. 7 erleichtern.
[0043] Rechts in der Fig. 9 ist dargestellt, wie zwei mögliche punktförmige Verschweißungen
26 vorgesehen sein können. Die linke punktförmige Verschweißung 226 befindet sich
in etwa auf halber Höhe des Heizleiterbandes 213. Sie könnte aber auch höher oder
tiefer bzw. irgendwo zwischen Oberkante 217a und Unterkante 217b vorgesehen sein,
womöglich direkt an einer dieser Kanten. Die rechte Möglichkeit ist eine punktförmige
Verschweißung 226 an einem Halteglied 221a bzw. in etwa mittig in der Fläche dieses
Haltegliedes. Diese Verschweißung 226 weist dann zwar nur sehr geringen Abstand von
der unteren Biegekante 222 auf, so dass die Haltewirkung gegen ein Aufbiegen des Heizelements
211 bzw. Biegen der beiden Heizleiterbänder 213a und 213b voneinander weg nicht sehr
gut ist. Da aber das Heizelement 211 noch gewellt werden soll, insbesondere mit einer
Endform entsprechend der Draufsicht der Fig. 5, ist hier ein solches Aufbiegen oder
Auseinanderbiegen kaum möglich oder wahrscheinlich. Somit kann insgesamt auch auf
die punktförmigen Verschweißungen 226 verzichtet werden, was den Montageaufwand deutlich
senkt und die Lebensdauer erhöht.
[0044] Als großer Vorteil wird hier bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8 und 9 angesehen,
dass durch die ursprünglich einteilige und integrale Herstellung der beiden Heizleiterbänder
derart, dass sie zusammenhängen und dann aufeinander gebogen bzw. gefaltet werden,
ihre Lage zueinander vorgegeben und unveränderbar ist. Damit ist auch die Lage der
beiden Heizleiterbänder im zusammengefalteten Zustand zueinander exakt vorgegeben
und unveränderbar. Darüber hinaus können Stanzabfälle vermindert werden, und es ist
eben nicht zwingend notwendig, dass punktförmig verschweißt wird.
[0045] An sich kann man aus den Fig. 8 und 9 ersehen, dass die beiden Heizleiterbänder nicht
zwingend die gleiche Form aufweisen und völlig deckungsgleich aufeinander liegen müssen
nach dem Zusammenfalten bzw. Zusammenbiegen. Auch andere Konstellationen sind denkbar.
Aus Gründen einer gleichmäßigen Verteilung der Heizleistung und insbesondere der Flächenheizleistung
ist dies jedoch sehr empfehlenswert.
1. Heizeinrichtung, insbesondere Strahlungsheizeinrichtung für ein Kochfeld, mit:
- einem flächigen Träger mit einer Trägeroberseite,
- mindestens einem Heizelement an der Trägeroberseite, das in Bahnen in einem Verlegemuster
verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- das Heizelement mindestens zwei Heizleiterbänder aufweist, die jeweils Lateralseiten
und eine Oberkante und eine Unterkante aufweisen,
- die mindestens zwei Heizleiterbänder zusammen gelegt oder aufeinander gelegt sind
mit ihren einander zugewandten Lateralseiten und sich zumindest teilweise berühren,
- die mindestens zwei Heizleiterbänder fest und unlösbar miteinander verbunden sind.
2. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Dicke eines Heizleiterbandes zu seiner Höhe in einer Richtung
weg von der Trägeroberseite zwischen 1:20 und 1:500 liegt, vorzugsweise zwischen 1:60
und 1:200.
3. Heizeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiterbänder miteinander verschweißt sind, insbesondere durch Schweißpunkte,
vorzugsweise mit einem Abstand entlang einer Längsrichtung der Heizleiterbänder zueinander,
der das 2-fache bis 20-fache der Höhe eines Heizleiterbandes beträgt.
4. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verbindung, vorzugsweise durch Verschweißen nach Anspruch 3, unterhalb der Hälfte
der Höhe des Heizleiterbandes angeordnet ist, vorzugsweise unterhalb eines Viertels
der Höhe des Heizleiterbandes.
5. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie genau zwei Heizleiterbänder aufweist, die einteilig und einstückig miteinander
ausgebildet sind, insbesondere aus einem einzigen Band herausgearbeitet sind, und
aufeinander gelegt sind durch Biegen bzw. Falten entlang einer Biegelinie, die parallel
zur Längserstreckung des Heizelements oder parallel zur Oberkante verläuft, wobei
vorzugsweise die beiden Heizleiterbänder von der Unterkante abstehende Halteglieder
aufweisen zum Eindrücken in die Trägeroberseite zur Halterung des Heizelements am
Träger, wobei vorzugsweise die Halteglieder jeweils gleich weit über die Unterkante
überstehen und insbesondere die Biegekante oder Biegelinie durch die Endkanten der
Halteglieder verläuft, derart, dass die beiden Heizleiterbänder an den Endkanten der
Halteglieder miteinander verbunden sind.
6. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement zweilagig oder dreilagig ausgebildet ist mit zwei Heizleiterbändern
aufeinander oder drei Heizleiterbändern aufeinander, vorzugsweise identischen Heizleiterbändern.
7. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiterbänder aufrecht an der Trägeroberseite gehaltert sind, insbesondere
mit einem Winkel von 90°, wobei vorzugsweise die Oberkante oben und die Unterkante
am oder im Träger ist.
8. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement nach unten abstehende Halteglieder aufweist zum Eindrücken in die
Trägeroberseite zur Halterung des Heizelements am Träger, wobei vorzugsweise die Halteglieder
über eine Linie überstehen, die zu mehr als 80% der Länge entlang der Unterkante und
parallel zur Oberkante verläuft, wobei sie insbesondere zwischen 30% und 200% der
Höhe des Heizleiterbandes über diese Linie überstehen.
9. Heizeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteglieder separate Bauteile sind, die U-förmig oder bügelartig mit zwei Schenkeln
über die Oberkante des Heizelements gelegt sind und über die Unterkante nach unten
überstehen, wobei sie dabei sämtlichen Lagen von Heizleiterbändern zwischen sich einschließen,
wobei vorzugsweise die Halteglieder befestigt sind an dem Heizelement mittels einer
Schweißverbindung, insbesondere an der Unterkante befestigt sind derart, dass die
beiden nach unten über die Unterkante überstehenden Schenkel miteinander und gleichzeitig
mit dem Heizelement im unteren Bereich verbunden sind, wobei vorzugsweise an mindestens
einem Heizleiterband Halteglieder integral als nach unten abstehende und über die
Linie überstehende Vorsprünge ausgebildet sind.
10. Heizeinrichtung nach Anspruch 6 und nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Heizleiterbänder vorgesehen sind und aufeinander liegen und miteinander
verbunden sind, wobei jedes Heizleiterband eigene Halteglieder aufweist, wobei die
jeweiligen Halteglieder der jeweiligen Heizleiterbänder nicht überlappend angeordnet
sind, sondern zueinander versetzt sind, insbesondere abwechselnd um jeweils den gleichen
Abstand zueinander versetzt sind.
11. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement gewellt ist, vorzugsweise mit einer Wellenlänge zwischen 2mm und
8mm und/oder einer Wellenamplitude zwischen 0,5mm und 5mm.
12. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Heizleiterbänder des Heizelements identisch sind.
13. Verfahren zur Herstellung einer Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- mindestens zwei Heizleiterbänder werden aufeinandergelegt um ein Heizelement zu
bilden,
- das Heizelement wird gewellt mit Auslenkungen einer Wellung aus seinen flachen Lateralseiten
heraus,
wobei die Reihenfolge der ersten beiden Schritte beliebig ist,
- das Heizelement wird danach in einem Verlegemuster in Bahnen auf die Trägeroberseite
des flachen Trägers aufgebracht und durch Eindrücken befestigt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizleiterbänder fest miteinander verbunden werden zu dem Heizelement, vorzugsweise
bevor sie gewellt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 zur Herstellung einer Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche
5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Heizleiterbänder bereits vor dem Aufeinanderlegen einteilig und einstückig
miteinander verbunden sind, insbesondere einteilig und einstückig hergestellt worden
sind aus einem Band, wobei die beiden Heizleiterbänder zuerst in einem ersten Schritt
aufeinander gefaltet werden und dann in einem nachfolgenden zweiten Schritt das gedoppelte
Heizelement gewellt wird, wobei vorzugsweise die beiden Heizleiterbänder, nachdem
sie aufeinander gefaltet worden sind, zusätzlich miteinander verbunden werden mittels
Verschweißen.