| (19) |
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(11) |
EP 3 452 653 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.01.2020 Patentblatt 2020/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.02.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/054000 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/190862 (09.11.2017 Gazette 2017/45) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR BETÄTIGUNG EINER FADENSCHNEID- UND FADENKLEMMVORRICHTUNG ZUM SCHNEIDEN
DES SCHIFFCHENFADENS AN EINER GROSSSTICKMASCHINE SOWIE EINE VORRICHTUNG ZUR BETÄTIGUNG
DER FADENSCHNEIDANORDNUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS
METHOD FOR OPERATING A THREAD CUTTER AND THREAD CLAMPING APPARATUS FOR CUTTING THE
SHUTTLE THREAD IN A LARGE STICKING MACHINE, AND APPARATUS FOR OPERATING THE THREAD
CUTTER ASSEMBLY FOR IMPLEMENTING THE METHOD
PROCÉDÉ D'ACTIONNEMENT D'UN DISPOSITIF COUPE-FIL ET BLOCAGE DU FIL POUR COUPER LE
FIL DE NAVETTE D'UNE GRANDE MACHINE À BRODER ET DISPOSITIF D'ACTIONNEMENT DU DISPOSITIF
DE COUPE POUR LA MISE EN OEUVRE DU PROCÉDÉ
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
03.05.2016 CH 5842016
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.03.2019 Patentblatt 2019/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Lässer AG |
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9444 Diepoldsau (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LÄSSER, Franz
9444 Diepoldsau (CH)
- NUSSBAUMER, Hanno
6845 Hohenems (AT)
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| (74) |
Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf |
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Gachnang AG Patentanwälte
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 1 8501 Frauenfeld 1 (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 768 418 EP-B1- 0 638 682 DE-C- 226 828
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EP-A1- 2 330 242 CH-A5- 683 785 DE-C- 279 660
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Betätigung einer Fadenschneid- und
Fadenklemmvorrichtung gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Betätigungsorgan
für eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch 4.
[0002] Bei einem Farb-, Muster- oder Rapportwechsel müssen beim Sticken auf einer Stickmaschine
jeweils die Fäden abgeschnitten werden. In den Anfängen der Stickerei auf mechanischen
Stickmaschinen wurden diese Arbeiten manuell vorgenommen. Seit vielen Jahren sind
Fadenschneidvorrichtungen für Grossstickmaschinen bekannt, welche jeder einzelnen
Stickstelle zugeordnet sind und welche, gesteuert vom Programm, einzelne oder eine
Mehrzahl von ausgewählten Schiffchenfäden zwischen dem Schiffchen und dem Stickgut
durchtrennen können. Eine solche Fadenschneidvorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 0 638 682 B1 bekannt.
[0003] Bei der Konstruktion solch automatischer Fadenschneid-Einrichtungen steht der Konstrukteur
stets vor dem Problem, eine Fadenschneidvorrichtung zu realisieren, die im äusserst
knapp bemessenen Raum an Grossstickmaschinen eingebaut werden muss. Man stelle sich
vor, dass Grossstickmaschinen mit bis zu tausend Stickstellen, das heisst tausend
Nadeln und Schiffchenbahnen mit Schiffchen bestückt werden müssen. Im Weiteren soll
das vom Stickgrund weglaufende Fadenende möglichst kurz über dem Stickgrund liegen
und das vom Schiffchen bzw. der Bobine im Schiffchen kommende lange Schnittende muss
derart angeordnet bleiben, damit ein Ansticken an den zeitweilig stillgelegten Stickstellen
nach einem weiteren Farbwechsel ohne Weiteres wieder möglich ist.
Mit der oben bezeichneten bekannten Vorrichtung gemäss
EP 0 638 682 B1 gelingt es, zumindest den Schiffchenfaden auf der Seite der Schiffchenbahnen (dem
Stöckli) zu schneiden. Allerdings hat sich gezeigt, dass das Fadenende, welches vom
Stickgut her kommt, eine verhältnismässig grosse Länge aufweist und dass das zweite
Ende, welches vom Schiffchen herführt, nicht in einer genau definierten Lage zu liegen
kommt. Dies kann zu Problemen beim Wiederansticken führen.
[0004] Aus der
EP 1 055 761 B1 ist weiter eine Schiffchenstickmaschine mit einer Treiberbalkeneinheit bekannt, mit
welcher das unabhängige Stilllegen jedes einzelnen Schiffchens ermöglicht wird. Durch
das Stilllegen eines Schiffchens wird verhindert, dass das geschnittene Fadenende
am stillgelegten Schiffchen durch die schnelle Auf- und Abbewegung des Schiffchens
zerstört, ja sogar regelrecht zerrieben wird und folglich ein sicheres Ansticken nicht
mehr gewährleistet ist. Für die Stilllegung jedes einzelnen Schiffchens ist je eine
Pneumatikkolben-Zylindereinheit vorgesehen, mit welcher über einen Winkelhebel der
untere Treibernagel im Treiberbalken aus dem Bereich der Schiffchenbahn ausfahrbar
ist. Das in der jeweiligen Schiffchenbahn befindliche Schiffchen gleitet nach dem
Herausfahren des Treibernagels geringfügig nach unten und wird in dieser Position
gehalten. Zum Wiederansticken wird mit der Pneumatik-Zylindereinheit der Treibernagel
zurück in die Schiffchenbahn geführt und beim Hineinführen das Schiffchen wieder geringfügig
angehoben. Dank dieser Stillsetzung des Schiffchens wird der vom Schiffchen wegführende
Schiffchenfaden eines nicht benötigten stillgelegten Schiffchens während des Stickens
nicht zerstört.
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglichen, den Schiffchenfaden zwischen der Stichlochplatte
und dem Stickboden mit der Stickerei nahe am Stickboden zu schneiden. Eine weitere
Aufgabe besteht darin, das geschnittene Fadenende zwischen dem Schiffchen und dem
Stickboden temporär festzuhalten bis die stillgesetzte Stickstelle wieder in Betrieb
genommen wird.
[0006] Gelöst werden diese Aufgaben durch ein Verfahren zur Betätigung einer Fadenschneid-
und Fadenklemmvorrichtung gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie einer Vorrichtung
gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 4.
[0007] Es gelingt auf kostengünstige und sichere Weise, den Schiffchenfaden an jeder Stickstelle
einzeln nahe des Stickbodens abzuschneiden und im Bereich der Stichlochplatte das
zum Schiffchen verlaufende Fadenende sicher festzuklemmen bis an der jeweiligen Stickstelle
erneut weitergestickt wird. Durch die Verwendung des vorhandenen Pneumatikkolben-Zylindereinheit-Antriebs
für das Stilllegen des Schiffchens durch Zurückziehen des Treibernagels kann die Fadenschneid-
und Fadenklemmvorrichtung sicher und zeitlich präzise zwischen dem Stickboden mit
der Stickerei und die Oberfläche der Stichlochplatte geführt und dort die beiden Handlungen,
nämlich das Schneiden und das Festklemmen, vorgenommen werden. Der durchgetrennte
Schiffchenfaden weist nur ein kurzes vom Stickboden wegragendes Fadenstück auf und
das zweite Ende, welches zum Schiffchen verläuft, wird sicher festgehalten und kann
daher während des weiteren Stickvorgangs der benachbarten Stickstellen nicht beschädigt
werden. Der in der Klemmvorrichtung festgehaltene Faden ist jederzeit bereit zum Ansticken.
Der Aufbau der Vorrichtung ist auch sehr kostengünstig herstellbar, da für das Zuschalten
der Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung ein Umschaltantrieb für eine Vielzahl,
beispielsweise für 48 Stickstellen zusammengefasst verwendet werden kann. Mit anderen
Worten, ein einziger Antrieb ermöglicht es, an beispielsweise 48 oder mehr Stellen,
die Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung zu betätigen. Nebst einer Kostenersparnis,
nur einen Antrieb für 48 oder mehr Stickstellen, vereinfacht sich die Steuerung des
Antriebs für das Schneiden und Klemmen und zudem wird weit weniger Raum benötigt und
der Bereich der einzelnen Stickstellen auf der Schiffchenseite ist dadurch weniger
verbaut.
[0008] Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt durch die Stichlochplatte einer Grossstickmaschine, den Treiberbalken
und die Vorrichtung zum Stilllegen eines einzelnen Schiffchens gemäss EP 1 055 761,
- Figur 2
- einen Querschnitt gemäss Fig. 1 mit zurückgezogenem unterem Treibernagel,
- Figur 3
- einen Querschnitt gemäss Fig. 1, jedoch mit dem Treiberbalken in angehobener Stellung,
- Figur 4
- eine Ansicht des Bereichs der Stichlochplatte, dem Treiberbalken und der Antriebe
für das Stilllegen eines Schiffchens sowie, gemäss der vorliegenden Erfindung, der
Anordnung zum Schneiden des Schiffchenfadens, nämlich der Fadenschneid- und Fangvorrichtung
ausser Eingriff,
- Figur 5
- einen Querschnitt durch den Bereich der Stichlochplatte, den Treiberbalken und die
Antriebe für das Stilllegen eines Schiffchens sowie, gemäss der vorliegenden Erfindung,
der Anordnung zum Schneiden des Schiffchenfadens, Fadenschneid- und Fangvorrichtung
ausser Eingriff mit Faden vor dem Schneidvorgang mit eingekuppeltem Fadenschneider,
- Figur 6
- einen Querschnitt durch die Stichlochplatte der Schiffchenführung (Stöckli) mit dem
Fadenschneider in Fadenfangposition,
- Figur 7a
- eine Seitenansicht einer Fadenschneideranordnung in geöffneter Stellung,
- Figur 7b
- eine Aufsicht auf die Fadenschneideranordnung der geöffneten Stellung in Figur 7a,
- Figur 7c
- eine Seitenansicht der Fadenschneideranordnung in geschlossener Stellung,
- Figur 7d
- eine Aufsicht auf die Fadenschneideranordnung der Figur 7c in geschlossener Stellung,
- Figur 7e
- eine Seitenansicht in einer Zwischenstellung der Fadenschneideranordnung,
- Figur 7f
- eine Aufsicht auf die Fadenschneideranordnung in einer Zwischenstellung der Figur
7e,
- Figur 7g
- ein perspektivisches Detail der Schneid- und Klemmteile in einer Zwischenstellung,
- Figur 8
- eine Aufsicht auf die Stichlochplatte, werkstückseitig und
- Figur 9
- einen schematischer Querschnitt durch das Stöckli und die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung
33 in Ruhestellung.
[0009] In Figur 1 ist auf der linken Seite ein sich über die gesamte Länge einer Stickmaschine
mit einer Vielzahl von Stickstellen sich erstreckende Treiberbalken 1 mit einem oberen
Treibernagel 3 und einem unteren Treibernagel 5 sichtbar. Die beiden Treibernägel
3 und 5 sind beabstandet zu einer Stichlochplatte 7 mit einem Stichloch 72 und ragen
mit deren Endbereichen 3' und 5' in eine Schiffchenbahn 9 eines Stöcklis 48 hinein.
Der Treiberbalken 1 ist durch nicht dargestellte bekannte Antriebsmittel im Wesentlichen
in vertikaler Richtung, z.B. 15° aus der Senkrechten geneigt, gemäss Pfeil P oszillierend
verfahrbar ausgebildet.
Zum Stilllegen oder Stillsetzen eines Schiffchens 11 an der gewünschten Stickstelle
der Stickmaschine kann der dort angeordnete untere Treibernagel 5, in den Figuren
in horizontaler Richtung, gemäss Pfeil Z verschoben und aus der Schiffchenbahn 9 herausgezogen
werden (Stellung gemäss Fig. 2). Das Schiffchen 11 wird danach vom Treiberbalken 1
nicht mehr in Bewegung versetzt, da der untere Treibernagel 5 beim Hochfahren das
Schiffchen 11 nicht mehr kontaktiert. In Figur 1 ist der untere Treibernagel 5 eingeschoben
und das Schiffchen 11 zwischen den beiden Treibernägeln 3 und 5 mit in der Figur 1
nicht sichtbarem Spiel gehalten.
In Figur 2 ist der untere Treibernagel 5 in Rückzugsposition, so dass das Schiffchen
11 etwas nach unten rutscht und dort in abgesenkter Position in der Schiffchenbahn
9 gehalten wird. Das Zurückziehen des unteren Treibernagels 5 erfolgt beispielsweise
durch einen Winkelhebel 13, der an seinem Ellbogen 15 um eine Schwenkachse B schwenkbar
getragen wird. Der kürzere Arm 17 des Winkelhebels 13 steht im Eingriff mit dem Ende
der Kolbenstange 19 eines in einem Zylinder 21 verschiebbaren Kolbens 23. Der Kolben
23 kann durch ein Fluid, z.B. Druckluft, welche durch ein Ventil 25 in den unteren
Zylinderraum eingeführt wird, gegen die Kraft einer Feder 27 nach oben bewegt werden
(wie in Figuren 1 und 2 dargestellt). Im Stickbetrieb liegt der längere Arm 29 des
Winkelhebels 13 auf der rechten Seite eines am unteren Treibernagel 5 befestigten
radial abstehenden Fingers 31 etwas beabstandet.
Durch Absenken des Drucks in Zylinder 21 wird der Kolben 23 mit der Kolbenstange 19
durch die Feder 27 nach unten geführt und der Winkelhebel 13 schwenkt dadurch im Gegenuhrzeigersinn
und zieht den unteren Treibernagel 5 aus dem Bereich der Schiffchenbahn 9 hinaus in
die Stellung, wie sie in Figur 2 dargestellt ist. Der Winkelhebel 13 kann nach dem
Zurückziehen des Treibernagels 5 und Hochheben des Treiberbalkens 1 wieder in die
Ausgangsstellung geschwenkt werden. Das Schiffchen 11 kann in der Folge trotz oszillierender
Bewegung des Treiberbalkens 1 in Richtung der Pfeile P durch fehlenden Eingriff des
unteren Treibernagels 5 nicht mehr in der Schiffchenbahn 9 nach oben bewegt werden.
Das Schiffchen 11 ist stillgesetzt.
In Figur 3 ist der Treiberbalken 1 in angehobener Stellung dargestellt, in welcher
Stellung der Winkelhebel 13 während einer Schwenkbewegung im Gegenuhrzeigersinn ausserhalb
dem Eingriff mit dem Finger 31 am unteren Treibernagel 5 liegt. Aus dieser Position
lässt sich nach Absenken des Treiberbalkens 1 der Treibernagel 5 auch wieder in die
Schiffchenbahn 9 hineinschieben.
[0010] Erfindungsgemäss wird in der untersten Stellung des Schiffchens 11 eine Fadenklemm-
und Schneidvorrichtung 33 betätigt (vergl. Fig. 4-6, 9). Deren Antrieb erfolgt gemäss
Figur 4 und Figur 5 mit einem am langen Arm 29 des Winkelhebels 13 einklinkbaren Pleuel
35. Der Pleuel 35 ist auf einer Welle 37 an einer Wippe 39 für die Fadenklemm- und
Schneidvorrichtung 33 einseitig schwenkbar gelagert. Das andere freie Ende 36 des
Pleuels 35 liegt auf dem Ausleger 42 einer Hub-Vorrichtung 46 auf. Die Hub-Vorrichtung
46 erstreckt sich über eine Mehrzahl, z.B. 48 Stickstellen und ermöglicht es, den
oder die Pleuel 35 an den Stickstellen aus einem formschlüssigen Verbindungselement
49 mit dem langen Arm 29 des Winkelhebels 13 zu lösen (Fig. 4) bzw. in diesen einzurasten
(Fig. 5). Das Verbindungselement 49 umfasst beispielsweise eine halbkreisförmige,
einseitig offene Ausnehmung 50 im Pleuel 35 an dessen Unterseite und einen zylindrischen
Nocken 52, welcher seitlich vom langen Arm 29 abstehend ausgebildet ist (vergl. auch
Figur 5). Vorzugsweise wird mittels einer Schenkelfeder 69 der Pleuel 35 auf den Nocken
52 oder den Ausleger 42 der Vorrichtung 46 gedrückt gehalten, so lange als das freie
Ende 36 des Pleuels 35 nicht durch die Vorrichtung 46 angehoben wird.
Ist der Nocken 52 am Winkelhebel 13 in der Ausnehmung 50 des Pleuels 35 eingeschoben,
so kann mit dem Winkelhebel 13 und dem Pleuel 35 die Fadenfang- und Schneidvorrichtung
33 um eine an deren unteren Ende ausgebildeten Schwenkachse A vor- bzw. zurückgeschwenkt
werden. Ist der lange Arm 29 am Winkelhebel 13, wie eingangs beschrieben, nicht mit
dem Pleuel 35 verbunden, so dient der lange Arm 29 zum Vor- oder Rückschieben des
unteren Treibernagels 5. Die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung 33 ist dann ausser
Eingriff.
[0011] Anhand der Figuren 6 und 7a-7g wird die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung 33
näher beschrieben. An der Wippe 39, die auf der Schwenkachse A mit einem Träger 73
der Stickmaschine verbunden ist, ragt ein Messerhebel 63 nach oben. Das obere Ende
des Messerhebels 63 reicht in den Bereich zwischen die beiden Treibernägel 3 und 5
(im Schnitt gemäss Fig. 6 nicht gezeigt). Das obere Ende des Messerhebels 63 greift
von unten in einen Schlitz 51 an einem ersten Klemmelement 47 und einem zweiten Messer
43 (siehe Fig. 7) einer Schneid- und Klemmanordnung 75 für den Schiffchenfaden 68.
Die Schneid- und Klemmanordnung 75 umfasst ein erstes Messer 41 aus einem rechteckförmigen
flachen Körper aus Metall, dessen hinteres Ende 70 T-förmig ausgebildet ist und dessen
vorderes Ende eine Schneidkante 53 aufweist. Anliegend an das erste Messer 41 ist
ein zweites Messer 43 angeordnet, dessen vorderes Ende hakenförmige ausgebildet ist
und an der rückwärtigen Seite des hakenförmigen Teils eine Schneidkante 53' umfasst.
Das zweite Messer 43 überragt das rückwärtige Ende 70 des ersten Messers 41 und endet
in einer Ausnehmung 51. An das zweite Messer 43 schliesst ein zweites Klemmelement
45 an, dessen vorderes Ende ebenfalls hakenförmig ausgebildet ist und dessen hinteres
Ende wie das zweite Messer 43 an seiner Unterseite einen Schlitz 51 umfasst. An das
zweite Klemmelement 45 schliesst hinten und parallel liegend ein erstes Klemmelement
47 an, welches an seiner Vorderseite (rechts in den Figuren 7) eine rechtwinklig zu
den Längskanten verlaufende Endkante aufweist und welches an seinem hinteren Ende
70 im Wesentlichen T-förmig ausgebildet ist.
Die beiden Messer 41,43 sowie die beiden Klemmelemente 45,47 liegen seitlich aneinander
an und sind in einem rechteckigen Kanal 59 im Stöckli 48 gehalten (vergl. Fig. 6).
Die beiden T-förmigen Endbereiche des zweiten Messers 43 und des zweiten Klemmelements
45 liegen seitlich am Stöckli 48 an und werden durch den Klemmhalter 67 an das Stöckli
48 angepresst. Die hinteren oder rückwärtigen Enden 70 des ersten Messers 41 und des
ersten Klemmelements 47 überragen das Stöckli in Figur 6 auf der linken Seite und
sind in Eingriff mit dem freien Ende des Messerhebels 63. Die vorderen hakenförmigen
Enden des zweiten Messers 43 und des zweiten Klemmelements 45 überragen das Stöckli
48 und die in Figur 6 nicht eingezeichnete Stichlochplatte 7.
[0012] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung 33
mit der oben beschriebenen Schneid- und Klemmanordnung 75 näher erläutert. Nach der
Stilllegung des Schiffchens 11 einer bestimmten Stickstelle durch Zurückziehen des
Treibernagels 5 aus der Schiffchenbahn 9, wie in Figur 2 dargestellt, wird durch Absenken
des Auslegers 42 mit der Vorrichtung 46 der Pleuel 35 durch die Schenkelfeder 69 im
Gegenuhrzeigersinn gedreht und die Ausnehmung 50 an der Unterseite des Pleuels 35
in den Bolzen 52 am langen Hebel 29 eingerastet. Die Schenkelfeder 69 sichert die
Einrastung auch während der nachfolgenden Schneid- und Klemmoperation. Mit der Kolben-
und Zylinderanordnung 21,23, mit welcher zuvor das Schiffchen 11 an der hier beschriebenen
Stickstelle durch Zurückziehen des unteren Treibernagels 5 stillgesetzt worden ist,
wird nun der Winkelhebel 13 im Uhrzeigersinn geschwenkt und dadurch über den Pleuel
35 die Wippe 39 um die Schwenkachse A ebenfalls im Uhrzeigersinn geschwenkt. Mit der
Schwenkung der Wippe 39 schwenkt auch der daran befestigte Messerhebel 63 und schiebt
das zweite Messer 43 und das zweite Klemmelement 45 nach rechts (siehe Fig. 6). Die
hakenförmigen Enden des zweiten Messers 43 und des zweiten Klemmelements 45 überragen
nun die Stichlochplatte 7 hinter dem Stickboden 79, welcher dadurch etwas nach rechts
von der Stichlochplatte 7 abgehoben wird oder vorzugsweise zuvor durch einen Breithalter
77 (Figur 6) vom Stickboden 79 von der Stichlochplatte 7 beabstandet gehalten wird.
Zum Fangen des vom Stickboden 79 (auf der rechten Seite des Fanghakens 54) zum Schiffchen
11 in der Schiffchenbahn 9 führenden Schiffchenfadens 68, wird das Gatter, auf welchem
der Stickboden 79 aufgespannt ist derart verschoben, dass der Schiffchenfaden 68 vom
Haken 54, gebildet aus den hakenförmigen Enden des zweiten Messers 43 und des zweiten
Klemmelements 45, eingefangen wird (vergl. Fig. 8). Nun wird durch Schwenken des Winkelhebels
13 im Gegenuhrzeigersinn der Messerhebel 63 geschwenkt und dieser zieht mit seinem
oberen Ende das zweite Messer 43 und das zweite Klemmelement 45 nach links und mit
diesem auch den Schiffchenfaden 68 in Richtung auf die Stichlochplatte 7. Der Schiffchenfaden
68, welcher vom Stickboden 79 zum Schiffchen 11 führt, wird zuerst zwischen dem zweiten
Klemmelement 45 und dem ersten Klemmelement 47 festgeklemmt. Der Schiffchenfaden 68
wird in weiterer Folge nun an der Schneidkante 53' am zweiten Messer 43 und der Schneidkante
53 des ersten Messers 41 durchgetrennt. Das weiterhin zum Stickboden 79 verlaufende
Ende des Schiffchenfadens 68 ist nun als kurzes Schwänzchen frei vom Stickboden 79
wegragend. Der Schiffchenfaden 68 wird aus der Klemmung erst wieder freigegeben, sobald
diese Stickstelle wieder in Betrieb genommen und damit auch das Schiffchen 11 wieder
vom Treiberbalken 1 angetrieben wird.
[0013] Die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung 33 befindet sich nun in einer Position
wie in Fig. 9 dargestellt. Die Blattfeder 65 am Messerhebel 63 stellt sicher, dass
die Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung 75 die Oberfläche der Stichlochplatte 7
nicht mehr überragt (Fig. 9).
1. Verfahren zur Betätigung einer Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung (33) an einer
beliebigen Stickstelle einer Grossstickmaschine zum Schneiden des Schiffchenfadens
(68) und zum Festhalten und Klemmen des Endes des abgeschnittenen Schiffchenfadens
(68), mit den folgenden Verfahrensschritten :
- Ankuppeln der Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung (33) an eine Betätigungsvorrichtung
(21,23) zum Stillsetzen eines Schiffchens (11) mittels einer Hub-Vorrichtung (46),
- Bewegen einer Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung (75) aus einer Seite der Stichlochplatte
(7) hinaus in Richtung des Stickbodens (79),
- Fangen des vom Schiffchen (11) wegführenden Schiffchenfadens (68),
- Zurückbewegen der Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung (75) in Richtung der Stichlochplatte
(7),
- Klemmen des Schiffchenfadens (68) und
- Schneiden des Schiffchenfadens (68) zwischen einer Klemmstelle der Fadenschneid-
und Fadenklemmanordnung (75) und dem aufgespannten Stickboden (79).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung (75) zum Fangen, Schneiden und Klemmen
des Schiffchenfadens (68) mittels der Betätigungsvorrichtung (21, 23) durch die Stichlochplatte
(7) hindurch in einen Kanal (59) zurückbewegt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneid- und Klemmanordnung (75) unter Zwischenschalten eines Pleuels (35) temporär
mit der Betätigungsvorrichtung (21,23) zum Stilllegen eines unteren Treibernagels
(5) mit der Hub-Vorrichtung (46), welche sich über eine Mehrzahl von Stickstellen
erstreckt, verbunden wird.
4. Grossstickmaschine, mit einer Vielzahl von Stickstellen, umfassend einen unteren (5)
und einen oberen (3) Treibernagel zum oszillierenden Antrieb von Schiffchen (11) in
Schiffchenbahnen (9) eines Stöcklis (48) auf der Rückseite einer Stichlochplatte (7),
weiter umfassend geeignete Betätigungsvorrichtungen (21,23) zum Stillsetzen von einzelnen
Schiffchen (11) und eine Vorrichtung zur Betätigung einer Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung
(33), dadurch gekennzeichnet, dass
die Betätigungsvorrichtung (21,23) zum Stillsetzen eines Schiffchens (11) mittels
einer Hub-Vorrichtung (46) mit einem Pleuel (35) an die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung
(33) ankoppelbar ausgebildet ist.
5. Grossstickmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (21,23) zum Stillsetzen eines Schiffchens (11) einen Linearantrieb
umfasst, mit welchem ein Winkelhebel (13) vor- und zurückschwenkbar ist und mit welchem
der untere Treibernagel (5) in die Schiffchenbahn (9) hinein und aus dieser herausführbar
ist.
6. Grossstickmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelhebel (13) mit seinem ersten kurzen Arm (17) an der Kolbenstange (19) des
Linearantriebs angelenkt ist und der lange Arm (29) des Winkelhebels (13) bei abgesenktem
Treiberbalken (1) in Eingriff mit dem unteren Treibernagel (5) bringbar ist.
7. Grossstickmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Pleuel (35) mit dem langen Arm (29) des Winkelhebels (13) verbindbar ist und
durch Schwenken des Winkelhebels (13) mit einer an die Stickmaschine angelenkten Wippe
(39) die Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung (33) betätigbar ist.
8. Grossstickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Wippe (39) ein Messerhebel (63) ausgebildet ist, an dessen oberen, freien
Ende eine Fadenschneid- und Fadenklemmanordnung (75) befestigt ist.
9. Grossstickmaschine nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Pleuel (35) durch Schwenken um eine an der Fadenschneid- und Fadenklemmvorrichtung
(33) ausgebildete Schwenkachse (37) mit dem Winkelhebel (13) verbindbar ist.
10. Grossstickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenken des Pleuels (35) mit der Vorrichtung (46) erfolgt, die am freien Ende
des Pleuels (35) angreift und die sich über eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneter
Stickstellen erstreckt.
11. Grossstickmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden des Pleuels (35) mit dem Winkelhebel (13) durch Absenken des Pleuels
(35) an einen Nocken (52) am Winkelhebel (13) erfolgt.
12. Grossstickmaschine nach Anspruch 8 und einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneid- und Klemmanordnung (75) in einem Kanal (59) im Stöckli (48) und in der
Stichlochplatte (7) axial verschiebbar ist.
13. Grossstickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheid- und Klemmanordnung (75) relativ zueinander verschiebbare Messer (41,43)
und Klemmelemente (45,47) umfasst, wobei je ein Messer und je ein Klemmelement ein
hakenförmiges Ende (64) aufweisen.
1. A method for actuating a thread-cutting and thread-clamping apparatus (33) at any
embroidery station of a large embroidery machine for cutting the shuttle thread (68)
and for securing and clamping the end of the cut shuttle thread (68), having the following
method steps of:
- coupling the thread-cutting and thread-clamping apparatus (33) to an actuating apparatus
(21,23) in order to stop a shuttle (11) by means of a lifting apparatus (46),
- moving a thread-cutting and thread-clamping assembly (75) from one side of the needle
plate (7) in the direction of the embroidery ground (79),
- catching the shuttle thread (68) leading away from the shuttle (11),
- moving the thread-cutting and thread-clamping assembly (75) back in the direction
of the needle plate (7),
- clamping the shuttle thread (68), and
- cutting the shuttle thread (68) between a clamping point of the thread-cutting and
thread-clamping assembly (75) and the stretched embroidery ground (79).
2. The method according to Claim 1, characterized in that the thread-cutting and thread-clamping assembly (75) for catching, cutting and clamping
the shuttle thread (68) is moved back by means of the actuating apparatus (21,23)
through the needle plate (7) into a channel (59).
3. The method according to any one of Claims 1 or 2, characterized in that the cutting and clamping assembly (75) is temporarily connected to the actuating
apparatus (21,23), by interposing a connection rod (35), in order to shut down a lower
driver pin (5) with the lifting device (46) which extends over a multiplicity of embroidery
stations.
4. A large embroidery machine, having a plurality of embroidery stations, comprising
a lower (5) and an (3) upper driver pin for driving, in an oscillating manner, shuttles
(11) in shuttle races (9) of a stöckli (48) on the back of a needle plate (7), further comprising suitable actuating apparatuses
(21,23) for stopping individual shuttles (11) and an apparatus for actuating a thread-cutting
and thread-clamping apparatus (33),
characterized in that
the actuating apparatus (21,23) for stopping a shuttle (11) by means of a lifting
apparatus (46) is configured such that it is couplable to the thread-cutting and thread-clamping
apparatus (33) with a connection rod (35).
5. The large embroidery machine according to Claim 4,
characterized in that
the actuating apparatus (21,23) for stopping a shuttle (11) comprises a linear drive,
with which an angle lever (13) is pivotable back and forth, and with which the lower
driver pin (5) is able to be guided into the shuttle race (9) and out of the same.
6. The large embroidery machine according to Claim 5,
characterized in that
the angle lever (13) with its first short arm (17) is articulated to the piston rod
(19) of the linear drive and the long arm (29) of the angle lever (13) is able to
be brought into engagement with the lower driver pin (5) when the driver bar (1) is
lowered.
7. The large embroidery machine according to Claim 6,
characterized in that
the connection rod (35) is connectable to the long arm (29) of the angle lever (13)
and the thread-cutting and thread-clamping apparatus (33) is actuatable by pivoting
the angle lever (13) with a jack (39) articulated to the embroidery machine.
8. The large embroidery machine according to Claim 7,
characterized in that
a blade lever (63) is configured on the jack (39), a thread-cutting and thread-clamping
assembly (75) being fixed to the upper, free end of said blade lever.
9. The large embroidery machine according to any one of Claims 7 or 8, characterized in that the connection rod (35) is connectable to the angle lever (13) by pivoting about
a pivot axis (37) configured on the thread-cutting and thread-clamping apparatus (33).
10. The large embroidery machine according to Claim 9,
characterized in that
the connection rod (35) is pivoted with the lifting apparatus (46) which acts upon
the free end of the connection rod (35) and which extends over a multiplicity of embroidery
stations arranged next to one another.
11. The large embroidery machine according to Claim 7,
characterized in that
the connection rod (35) is connected to the angle lever (13) by lowering the connection
rod (35) to a cam (52) on the angle lever (13) .
12. The large embroidery machine according to Claim 8 and any one of Claims 9 to 11, characterized in that the cutting and clamping assembly (75) is axially displaceable in a channel (59)
in the stöckli (48) and in the needle plate (7).
13. The large embroidery machine according to Claim 12,
characterized in that the cutting and clamping assembly (75) comprises knives (41,43) which are displaceable
relative to one another and clamping elements (45,47), wherein each knife and each
clamping element have a hook-shaped end (64).
1. Procédé d'actionnement d'un dispositif de coupe et de serrage de fil (33) sur un poste
de broderie quelconque d'une machine à broder, pour la coupe du fil de navette (68)
et pour le maintien et le serrage de l'extrémité du fil de navette (68) coupé, comprenant
les étapes suivantes :
- accouplement du dispositif de coupe et de serrage de fil (33) à un dispositif d'actionnement
(21, 23) pour la mise à l'arrêt d'une navette (11) au moyen d'un dispositif de levage (46),
- déplacement d'un organe de coupe et de serrage de fil (75) d'un côté de la plaque
de piquage (7) vers le fond à broder (79),
- saisie du fil de navette (68) s'éloignant de la navette (11),
- retour de l'organe de coupe et de serrage de fil (75) vers la plaque de piquage
(7),
- serrage du fil de navette (68) et
- coupe du fil de navette (68) entre un point de serrage de l'organe de coupe et de
serrage de fil (75) et le fond à broder (79) tendu.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de coupe et de serrage de fil (75) pour la saisie, la coupe et le serrage
du fil de navette (68) est ramené vers l'arrière dans un canal (59) au moyen du dispositif
d'actionnement (21, 23), en traversant la plaque de piquage (7) .
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'organe de coupe et de serrage (75) est temporairement raccordé au dispositif d'actionnement
(21, 23) avec intercalation d'une bielle (35) pour la mise à l'arrêt d'un chasse-navette
inférieur (5) au moyen du dispositif de levage (46), lequel s'étend sur une pluralité
de postes de broderie.
4. Machine à broder, avec une pluralité de postes de broderie, comprenant un chasse-navette
inférieur (5) et un chasse-navette supérieur (3) pour l'entraînement oscillant de
navettes (11) dans des coursières (9) d'un stöckli (48) sur la face arrière d'une plaque de piquage (7), comprenant en outre des dispositifs
d'actionnement (21, 23) adaptés pour la mise à l'arrêt de navettes (11) individuelles
et un dispositif pour l'actionnement d'un dispositif de coupe et de serrage de fil
(33),
caractérisée en ce que
le dispositif d'actionnement (21, 23) est prévu de manière à pouvoir être raccordé
au dispositif de coupe et de serrage de fil (33) pour la mise à l'arrêt d'une navette
(11) au moyen d'un dispositif de levage (46) avec une bielle (35).
5. Machine à broder selon la revendication 4, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement (21, 23) pour la mise à l'arrêt d'une navette (11) comprend
un entraînement linéaire au moyen duquel un levier coudé (13) peut être pivoté vers
l'avant et vers l'arrière, et au moyen duquel le chasse-navette inférieur (5) peut
être engagé dans la coursière (9) et retiré de celle-ci.
6. Machine à broder selon la revendication 5, caractérisée en ce que le levier coudé (13) est articulé par son premier bras court (17) à la tige de piston
(19) de l'entraînement linéaire, et le bras long (29) du levier coudé (13) peut être
mis en prise avec le chasse-navette inférieur (5) quand la barre de chasse-navette
(1) est abaissée.
7. Machine à broder selon la revendication 6, caractérisée en ce que la bielle (35) est raccordable au bras long (29) du levier coudé (13), et le dispositif
de coupe et de serrage de fil (33) est actionnable par pivotement du levier coudé
(13) par une bascule (39) articulée à la machine à broder.
8. Machine à broder selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'un levier de coupe (63) est prévu sur la bascule (39), à l'extrémité supérieure libre
duquel est fixé un organe de coupe et de serrage de fil (75).
9. Machine à broder selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée en ce que la bielle (35) est raccordable au levier coudé (13) par pivotement autour d'un axe
de pivotement (37) prévu sur le dispositif de coupe et de serrage de fil (33) .
10. Machine à broder selon la revendication 9, caractérisée en ce que le pivotement de la bielle (35) est effectué au moyen du dispositif de levage (46)
ayant prise sur l'extrémité libre de la bielle (35) et s'étendant sur une pluralité
de postes de broderie disposés côte à côte.
11. Machine à broder selon la revendication 7, caractérisée en ce que le raccordement de la bielle (35) au levier coudé (13) est exécuté par abaissement
de la bielle (35) contre une came (52) sur le levier coudé (13).
12. Machine à broder selon la revendication 8 et l'une quelconque des revendications 9
à 11, caractérisée en ce que l'organe de coupe et de serrage (75) est déplaçable axialement dans un canal (59)
du stöckli (48) et dans la plaque de piquage (7).
13. Machine à broder selon la revendication 12, caractérisée en ce que l'organe de coupe et de serrage (75) comprend des lames (41, 43) et des éléments
de serrage (45, 47) déplaçables les uns par rapport aux autres, chaque lame et chaque
élément de serrage présentant une extrémité en forme de crochet (64).
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