[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System zum Verstauen eines
zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements. Das Windangriffselement
ist über eine einholbare Zugseilverbindung mit einem Haltepunkt verbunden und unter
Einholung der Zugseilverbindung an eine Haltevorrichtung andockbar.
[0002] Ein zum Ausfliegen ausgebildetes und an einer einholbaren Zugseilverbindung gehaltenes
Windangriffselement ist aus dem Stand der Technik bekannt. Zum Einholen des Windangriffselements
kann das Zugseil beispielsweise auf eine Zugseilwinde aufgewickelt werden. Solche
Windangriffselemente werden beispielsweise zum Antrieb von Schiffen verwendet oder,
nach Verbindung der Zugseilwinde mit einem Generator, zur Erzeugung von Energie.
[0003] Es ist weiterhin aus der
WO 2005/100150 A1 bekannt, das Windangriffselement nach der Verwendung einzuholen und an eine Haltevorrichtung
anzudocken. Nach dem Andocken kann das Windangriffselement "gerefft" werden, also
in einen Zustand gebracht werden, in dem das Volumen des Windangriffselements verkleinert
ist. Anschließend kann das Windangriffselement verstaut werden. Nachteilig im Stand
der Technik ist, dass die Zugseilverbindung während des Verstauens keine definierte
Position einnimmt. Da die Zugseilverbindung üblicherweise eine Vielzahl von Steuerleinen
aufweist, welche an einer Vielzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement
verbunden sind, bilden sich im Stand der Technik während des Verstauens oder auch
während eines anschließenden Auspack- und Setzvorgangs unerwünschte Schlaufen oder
sonstige Fehlausrichtungen, welche manuelle Eingriffe eines Bedieners erforderlich
machen. Dadurch ist dieser Vorgang im Stand der Technik sehr aufwändig und störanfällig.
[0004] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie
ein System zum Verstauen eines Windangriffselements bereitzustellen, welches die Nachteile
des Standes der Technik zumindest teilweise vermeidet.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß dem Anspruch 1 sowie durch ein
System gemäß dem Anspruch 11. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen
beschrieben. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die nachfolgenden Schritte:
- a. Einholen der Zugseilverbindung bis das Windangriffselement an die Haltevorrichtung
angedockt werden kann;
- b. Andocken des Windangriffselements an die Haltevorrichtung;
- c. Herstellen oder Aufrechterhalten einer Zugseilspannung;
- d. Verstauen des Windangriffselements, wobei die Zugseilspannung während des Verstauens
aufrechterhalten wird.
[0006] Zunächst werden einige im Rahmen der Erfindung verwendete Begriffe erläutert. Der
Haltepunkt stellt im Rahmen der Erfindung einen Punkt dar, an dem die Zugseilverbindung
gehalten wird, so dass eine Kraftübertragung vom Windangriffselement auf den Haltepunkt
möglich ist. Üblicherweise ist der Haltepunkt im Bereich einer Zugseilwinde gebildet,
welche zum Einholen und Fieren der Zugseilverbindung ausgebildet ist.
[0007] Der Begriff Zugseilverbindung ist weit zu verstehen. Grundsätzlich kann die Zugseilverbindung
lediglich aus einem oder mehreren Zugseilen bestehen, welche unmittelbar mit dem Windangriffselement
verbunden sind. Üblicherweise weist die Zugseilverbindung ein Zugseil auf, welches
sich in eine Mehrzahl von Steuerleinen auffächert, wobei die Steuerleinen zur Steuerung
des Windangriffselements an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement
verbunden sind. Weiterhin ist zwischen dem Zugseil und den Steuerleinen üblicherweise
eine Steuergondel angeordnet, welche dazu dient, zumindest einige der Steuerleinen
zur Steuerung des Windangriffselements zu verkürzen (zu holen) oder zu verlängern
(zu fieren). Eine solche Steuerung ist beispielsweise aus der
WO 2005/100150 A1 oder aus der
WO 2008/031446 A2 bekannt.
[0008] Das Andocken des Windangriffselements an die Haltevorrichtung kann beispielsweise
über einen am Windangriffselement angeordneten Andockadapter erfolgen, wie beispielsweise
in der
WO 2005/100150 A1 oder der
WO 2008/019700 A1 offenbart.
[0009] Eine Zugseilspannung in Verfahrensschritt c. besteht dann, wenn die Zugseilverbindung
zwischen einem fixierten Abschnitt der Zugseilverbindung (nachfolgend Halteabschnitt
genannt) und dem Windangriffselement gespannt ist, wenn also eine Spannkraft über
die Zugseilverbindung vom Halteabschnitt auf das Windangriffselement übertragen wird.
Da das Windangriffselement an die Haltevorrichtung angedockt ist, wird die Zugseilspannung
also vom Halteabschnitt auf die Haltevorrichtung übertragen. Der Halteabschnitt kann
durch den Haltepunkt und insbesondere im Bereich einer Zugseilwinde gebildet sein.
[0010] Die Spannkraft ist vorzugsweise eine definierte Kraft, welche bevorzugt kleiner ist
als 20 % und weiter bevorzugt kleiner als 10 % der Nennlast der Zugseilverbindung.
In einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Spannkraft im Bereich zwischen 1 %
und 15 %, weiter bevorzugt im Bereich zwischen 2 % und 10 % der Nennlast der Zugseilverbindung.
Die Spannkraft sollte im Rahmen der Erfindung ausreichend sein, um einen Durchhang
der Zugseilverbindung zu reduzieren und möglichst zu minimieren.
[0011] Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil und eine Mehrzahl von Steuerleinen aufweist
und im Rahmen der Erfindung vom Einholen bzw. Fieren der Zugseilverbindung die Rede
ist, dann bedeutet dies, dass das Zugseil eingeholt bzw. gefiert wird oder dass eine
oder mehrere Steuerleinen eingeholt bzw. gefiert werden oder dass sowohl das Zugseil
als auch eine oder mehrere Steuerleinen eingeholt bzw. gefiert werden.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Zugseilverbindung bevorzugt aus dem Zustand des Ausfliegens
heraus eingeholt, bis das Windangriffselement eine Flughöhe erreicht, welche ein Andocken
an die Haltevorrichtung ermöglicht. Bevorzugt steht das Windangriffselement während
des Einholens sowie üblicherweise auch zu Beginn des Andockens unter einer ausreichenden
Windeinwirkung, so dass die Zugseilverbindung zwischen dem Haltepunkt und dem fliegenden
Windangriffselement im Wesentlichen gespannt ist. Indem erfindungsgemäß nach dem Andocken
die Zugseilspannung aufrechterhalten bzw. - sofern nötig - wieder hergestellt wird,
ist sichergestellt, dass die Zugseilverbindung nach dem Andocken in einer definierten
Position und Ausrichtung verbleibt. Indem weiterhin auch während des Verstauens die
Zugseilspannung aufrechterhalten wird, ist die definierte Position und Ausrichtung
der Zugseilverbindung auch während des Vorgangs des Verstauens sichergestellt. Bevorzugt
wird die Zugseilspannung auch im verstauten Zustand aufrechterhalten, so dass die
Position und Ausrichtung der Zugseilverbindung bis zum Entpacken und erneuten Setzen
(bzw. Starten) des Windangriffselements erhalten bleibt.
[0013] Bevorzugt ist das Windangriffselement während des Zeitraumes des Verstauens an die
Haltevorrichtung angedockt. Weiter bevorzugt bleibt die Andockverbindung zwischen
Windangriffselement und Haltevorrichtung auch im verstauten Zustand erhalten. Es hat
sich gezeigt, dass die Zugseilspannung dadurch sicher aufrechterhalten werden kann.
Wenn die Andockverbindung bestehen bleibt, können der Vorgang des Verstauens sowie
ein anschließender Setzvorgang zudem deutlich schneller erfolgen.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass die Zugseilspannung durch Einholen der Zugseilverbindung
hergestellt oder aufrechterhalten wird. Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil und
zumindest eine Steuerleine aufweist, welche unabhängig vom Zugseil eingeholt und gefiert
werden kann, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Zugseil und / oder die
Steuerleine zum Herstellen oder Aufrechterhalten der Zugseilspannung eingeholt wird.
Ein unabhängiges Einholen und Fieren der Steuerleine ist - wie oben bereits erwähnt
- beispielsweise über eine zwischen Steuerleine und Zugseil angeordnete Steuergondel
möglich.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Windangriffselement mit einer Führungsleine
verbunden, wobei die Zugseilspannung durch Einholen der Führungsleine hergestellt
oder aufrechterhalten wird. Die Führungsleine ist bevorzugt dazu ausgebildet, das
Windangriffselement durch Einholen der Führungsleine zur Haltevorrichtung zu führen.
Die Führungsleine kann bevorzugt unabhängig von der Zugseilverbindung geholt und gefiert
werden. Durch das Einholen der Führungsleine kann auf diese Weise die erfindungsgemäße
Zugseilspannung hergestellt werden und das Windangriffselement gleichzeitig an die
Haltevorrichtung angedockt werden.
[0016] Das Windangriffselement kann grundsätzlich ein feststehendes Gerüst aufweisen, welches
an zumindest einem Verbindungspunkt mit der Zugseilverbindung verbunden ist. Die Zugseilspannung
kann in diesem Fall vom Verbindungspunkt über das feststehende Gerüst auf die Haltevorrichtung
übertragen werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Windangriffselement
jedoch dazu ausgebildet, in einen gerefften Zustand gebracht zu werden. Ein gereffter
Zustand ist ein Zustand, in dem das Volumen bzw. die Außenmaße des Windangriffselements
durch Deformation des flexiblen Materials des Windangriffselements reduziert ist bzw.
sind. Der Vorgang des Reffens ist beispielsweise in der
WO 2005/100150 oder in der
WO 2013/164443 beschrieben. Im gerefften Zustand ist für ein anschließendes Verstauen weniger Raum
erforderlich.
[0017] Bevorzugt ist das Windangriffselement mit einer Reffleine verbunden, welche dazu
ausgebildet ist, das Windangriffselement durch Einholen der Reffleine in einen gerefften
Zustand zu bringen. Die Reffleine kann unabhängig von der Zugseilverbindung geholt
und gefiert werden. Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Zugseilspannung
durch Einholen der Reffleine hergestellt oder aufrechterhalten wird. Wenn eine Mehrzahl
von Steuerleinen an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement
verbunden ist, führt das Reffen dazu, dass die Verbindungspunkte relativ zueinander
und üblicherweise aufeinander zu bewegt werden. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt,
dass diese Bewegung der Verbindungspunkte (zusätzlich oder alternativ zum Einholen
der Zugseilverbindung) verwendet werden kann, um die Steuerleinen (und dadurch die
Zugseilverbindung) zu spannen bzw. eine bereits bestehende Spannung aufrecht zu erhalten.
Durch das Einholen der Reffleine kann so auf einfache Weise die Zugseilspannung hergestellt
oder aufrechterhalten werden.
[0018] Es ist möglich, dass die Führungsleine und die Reffleine durch eine einzelne Leine
gebildet werden, wie beispielsweise in der
WO 2008/019700 beschrieben ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass durch Einholen der Führungs-
bzw. Reffleine das Windangriffselement zunächst zur Haltevorrichtung geführt wird,
ohne dass es zu einem Reffen kommt, wobei bei einem fortgesetzten Einholen ein Reffen
stattfindet.
[0019] Das "Andocken" des Windangriffselements an die Haltevorrichtung kann durch Einholen
der Führungsleine und / oder der Reffleine erfolgen. Wie oben erläutert kann durch
das Einholen der Führungsleine und / oder der Reffleine eine Zugseilspannung zwischen
dem Windangriffselement und einem Halteabschnitt der Zugseilverbindung hergestellt
werden, wodurch das Windangriffselement fixiert und somit "angedockt" wird. Der Begriff
"Andocken" ist im Rahmen der Erfindung insofern weit zu verstehen. Die Haltevorrichtung
kann zum Einholen der Führungs- bzw. Reffleine eine Einholvorrichtung (insbesondere
eine Seilwinde) aufweisen. Die Haltevorrichtung kann auch einen Umlenkpunkt für die
Führungs-/Reffleine aufweisen, an dem die Führungs- und/oder Reffleine umgelenkt wird,
um ein Heranholen des Windangriffselements an die Haltevorrichtung zu ermöglichen.
[0020] Wenn die Zugseilverbindung eine Mehrzahl von Steuerleinen zur Steuerung des Windangriffselements
aufweist, welche an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit den Windangriffselement
verbunden sind, so ist es grundsätzlich nicht erforderlich, dass alle Steuerleinen
nach Herstellung der Zugseilspannung gespannt sind. Bevorzugt wird aber ein Anteil
von mindestens 20% der Steuerleinen, bevorzugt mindestens 50% der Steuerleinen, weiter
bevorzugt im Wesentlichen alle Steuerleinen während des Herstellens oder Aufrechterhaltens
der Zugseilspannung gespannt.
[0021] Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil aufweist, welches sich in eine Mehrzahl von
Steuerleinen auffächert, wobei die Steuerleinen an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten
mit den Windangriffselement verbunden sind, so wird das Windangriffselement bevorzugt
vor dem Verstauen gerefft. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Windangriffselement
so ausgebildet ist, dass im gerefften Zustand der Abstand der Verbindungspunkte zu
den jeweiligen Auffächerungspunkten im Wesentlichen mit der jeweiligen Länge der zu
den Verbindungspunkten zugehörigen Steuerleinen übereinstimmt. Dieser Zustand wird
auch als "Kugelreff" bezeichnet und ist in der
WO 2013/164443 erläutert. Die Verbindungspunkte werden so durch das Reffen in eine optimale Position
gebracht, so dass ein Spannen der Steuerleinen zur Minimierung des Durchhangs möglich
wird. Beim nachfolgenden Verstauen beeinflussen sich die Steuerleinen geringstmöglich
und verbleiben in gewünschter Position und Ausrichtung. Das Bergen, Verstauen sowie
das nachfolgende Setzen des Windangriffselements wird dadurch deutlich vereinfacht.
[0022] In einer Ausführungsform wird die Zugseilverbindung im Bereich eines Halteabschnitts
gegriffen, wobei die Zugseilspannung zwischen dem Halteabschnitt und dem Windangriffselement
hergestellt oder aufrechterhalten wird. Nach dem Herstellen der Zugseilspannung ist
es möglich, dass die Zugseilverbindung an einem unterhalb des Halteabschnittes befindlichen
Punkt getrennt wird. Dies kann das nachfolgende Verstauen vereinfachen. Das Greifen
der Zugseilverbindung kann beispielsweise im Bereich einer Steuergondel erfolgen.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform wird das Windangriffselement zum Verstauen
in Schritt d. innerhalb einer Schutzabdeckung verstaut, wobei das Windangriffselement
bevorzugt durch eine Bewegung des Windangriffselements relativ zu der Schutzabdeckung
von dieser umschlossen wird. Eine Bewegung des Windangriffselements relativ zur Schutzabdeckung
kann vorliegend bedeuten, dass das Windangriffselement in Ruhe ist und die Schutzabdeckung
bewegt wird, dass das Windangriffselement bewegt wird und die Schutzabdeckung in Ruhe
ist oder dass beides bewegt wird. Beispielsweise können die Haltevorrichtung sowie
der Haltepunkt oder der Halteabschnitt auf einer relativ zur Schutzabdeckung beweglichen
Plattform angeordnet sein, wobei die Plattform zum Verstauen des Windangriffselements
relativ zur Schutzabdeckung bewegt wird.
[0024] Vorzugsweise ist die Haltevorrichtung in vertikaler Richtung beweglich ausgebildet.
Bevorzugt wird die Haltevorrichtung zur Verstauung des Windangriffselements in Schritt
d. in vertikaler Richtung abwärts bewegt. Eine vertikale Bewegung der Haltevorrichtung
zusammen mit dem angedockten Windangriffselement stellt eine einfache Möglichkeit
zur Verstauung des Windangriffselements dar. Dabei muss natürlich sichergestellt sein,
dass die Zugseilspannung aufrechterhalten wird. Dies kann beispielsweise durch ein
gleichzeitiges Einholen der Zugseilverbindung oder auch durch andere nachfolgend noch
genauer beschriebene Verfahrensschritte erreicht werden.
[0025] Die Haltevorrichtung kann im oberen Bereich eines Masts angeordnet sein, wobei die
Haltevorrichtung entlang der Längsrichtung des Masts bewegbar ausgestaltet ist. Zusätzlich
oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Haltevorrichtung im oberen Bereich
eines Masts angeordnet ist, wobei der Mast ein Gelenk zum Kippen des Masts aufweist.
Der Mast kann zur Verstauung des Windangriffselements um das Gelenk herum gekippt
werden. Das Gelenk kann eine Verbindung zu einem Bodenelement herstellen. Das Gelenk
kann auch zwischen einem oberen Mastabschnitt und einem weiteren darunter angeordneten
unteren Mastabschnitt angeordnet sein. Das Kippen erfolgt dabei bevorzugt so, dass
das über die Haltevorrichtung am Mast angedockte Windangriffselement zu Beginn des
Kippvorgangs in eine vom Halteabschnitt wegweisende Richtung bewegt wird. Wenn der
Mast zwei Mastabschnitte mit dazwischen angeordnetem Gelenk aufweist, kann vorgesehen
sein, dass die Zugseilverbindung beim Kippen des oberen Mastabschnitts im Bereich
der Gelenkverbindung umgelenkt wird.
[0026] Von Vorteil ist es wenn in Schritt d. der zwischen dem Haltepunkt und dem Windangriffselement
angeordnete Halteabschnitt der Zugseilverbindung seitlich in eine von der Haltevorrichtung
wegweisenden Richtung bewegt wird. Durch die seitliche Bewegung des Halteabschnittes
kann das Windangriffselement, welches ja noch immer an der Haltevorrichtung angedockt
ist, gedreht werden und dadurch einfacher verstaut werden. Eine Drehung kann noch
einfacher erreicht werden, wenn die Haltevorrichtung gleichzeitig, wie oben bereits
beschrieben, in vertikaler Richtung abwärts bewegt wird. Die seitliche Bewegung kann
in diesem Fall so ausgestaltet sein, dass ein mit der Abwärtsbewegung einhergehendes
Entspannen der Zugseilverbindung zumindest teilweise durch die seitliche Bewegung
aufgefangen wird, so dass die Zugseilverbindung gespannt bleibt.
[0027] Die seitliche Bewegung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Haltepunkt
in seitlicher Richtung bewegt wird. Bevorzugt wird der Halteabschnitt dadurch gebildet,
dass ein Mitnehmer mit der Zugseilverbindung in Eingriff gebracht, welcher den Halteabschnitt
in seitlicher Richtung mitnimmt. Der Mitnehmer kann durch eine Umlenkrolle gebildet
sein, welche mit dem Halteabschnitt in Eingriff gebracht werden kann. Dies ist von
Vorteil, da bei Verwendung einer Umlenkrolle ein gleichzeitiges Einholen oder Fieren
des Zugseils mit Hilfe der Zugseilwinde möglich bleibt. Wie oben bereits erwähnt kann
bei allen oben beschriebenen Ausführungsarten der Erfindung vorgesehen sein, dass
die Zugseilverbindung zur Herstellung oder Aufrechterhaltung der Zugseilspannung gefiert
und / oder geholt wird.
[0028] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem ein System zum Verstauen eines zum
Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements. Das System umfasst das
Windangriffselement, eine mit dem Windangriffselement verbundene Zugseilverbindung,
eine Vorrichtung zum Einholen der Zugseilverbindung (insbesondere eine Seilwinde),
eine Haltevorrichtung, eine Schutzabdeckung für das Windangriffselement sowie ein
Steuergerät. Das Windangriffselement ist ausgehend vom Zustand des Ausfliegens unter
Einholung der Zugseilverbindung an die Haltevorrichtung andockbar. Zudem ist die Schutzabdeckung
relativ zum Haltepunkt und/oder zur Haltevorrichtung bewegbar. Das Steuergerät ist
erfindungsgemäß zur Steuerung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zum Einholen
der Zugseilverbindung ausgebildet, um die Haltevorrichtung sowie die Vorrichtung zum
Einholen der Zugseilverbindung so zu steuern, dass das System das erfindungsgemäße
Verfahren ausführt.
[0029] Das erfindungsgemäße System kann durch die bereits in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren beschriebenen Merkmale fortgebildet werden.
[0030] Insbesondere kann das System weiterhin eine Plattform aufweisen, auf dem die Haltevorrichtung
und der Haltepunkt angeordnet sind, wobei die Plattform relativ zur Schutzabdeckung
beweglich ausgebildet ist. Das Steuergerät ist bevorzugt zur Steuerung der beweglichen
Schutzabdeckung und/oder zur Steuerung der beweglichen Plattform ausgebildet.
[0031] Weiterhin kann die Haltevorrichtung in vertikaler Richtung beweglich ausgebildet
sein.
[0032] Die Haltevorrichtung kann weiterhin im oberen Bereich eines Masts angeordnet sein,
wobei die Haltevorrichtung entlang des Masts beweglich ausgebildet ist und/oder der
Mast ein Gelenk aufweist, um das der Mast herum gekippt werden kann.
[0033] Schließlich kann das System einen relativ zum Haltepunkt und/oder zur Haltevorrichtung
in seitlicher Richtung bewegbaren Mitnehmer für die Zugseilverbindung aufweisen, wobei
der Mitnehmer bevorzugt als Umlenkrolle ausgebildet ist. Das System kann weiterhin
eine Schiene aufweisen, welche sich von einem zwischen dem Haltepunkt und der Haltevorrichtung
befindlichen Zugseilabschnitt in eine seitlich vom Zugseilabschnitt wegweisende Richtung
erstreckt, wobei der Mitnehmer beweglich auf der Schiene angeordnet sein kann.
[0034] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements
in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
- Figur 2:
- die Ansicht der Figur 1 nach dem Verstauen des Windangriffselements;
- Figur 3:
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements
in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
- Figur 4:
- die Ansicht der Figur 3 nach dem Verstauen des Windangriffselements;
- Figur 5:
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements
in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
- Figur 6:
- die Ansicht der Figur 5 nach dem Verstauen des Windangriffselements.
[0035] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen
eines Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen
des Windangriffselements 1.
[0036] Das System umfasst eine Plattform 16, welche am oberen Ende einer Schutzabdeckung
6 angeordnet ist. Auf der Plattform ist eine Seilwinde 5 angeordnet, welche zum Einholen
und Fieren eines Zugseils 4 ausgebildet ist. In dem in Figur 1 gezeigtem Zustand ist
das Zugseil 4 auf die Seilwinde 5 nahezu vollständig aufgewickelt. Im Bereich der
Seilwinde 5 ist ein Haltepunkt 15 gebildet. Am Zugseil 4 ist eine Steuergondel 3 befestigt,
von der aus eine Mehrzahl von Steuerleinen 2 zum Windangriffselement 1 führen. Jede
Steuerleine 2 ist an einem Verbindungspunkt mit dem Windangriffselement verbunden.
Die Steuergondel 3 ist auf bekannte Weise dazu ausgebildet, die Steuerleinen 2 zum
Steuern des Windangriffselements 1 zu verkürzen bzw. zu verlängern.
[0037] Das System umfasst weiterhin einen Mast 7, an dessen oberem Ende eine Haltevorrichtung
8 angeordnet ist. In dem in Figur 1 gezeigten Zustand ist das Windangriffselement
1 an die Haltevorrichtung 8 angedockt. Das Andocken erfolgt mit Hilfe einer Führungs-
und Reffleine 20, welche mit dem Windangriffselement verbunden ist und dazu ausgebildet
ist, das Windangriffselement zur Haltevorrichtung 8 zu führen und dort festzuhalten.
Das System weist zum Einholen der Führungs- und Reffleine 20 eine Winde 19 auf. Die
Haltevorrichtung 8 umfasst außerdem ein Umlenkrolle 21, an der die Führungs- und Reffleine
20 umgelenkt wird, um das Windangriffselement 1 zur Haltevorrichtung heranholen zu
können. Das Windangriffselement 1 befindet sich in Figur 1 zudem in einem gerefften
Zustand, d.h. die Breitenausdehnung (senkrecht zur Zeichenebene) wurde durch Deformation
des flexiblen Materials des Windangriffselements reduziert, so dass für ein anschließendes
Verstauen weniger Raum erforderlich ist.
[0038] In einem dem in Figur 1 gezeigten Zustand vorhergehenden Verfahrensschritt wurde
das Windangriffselement 1 durch entsprechende Steuerung der Seilwinde 5 sowie der
Steuergondel 3 unter Einholung der Zugseilverbindung 2, 3, 4 zunächst auf eine Flughöhe
gebracht, in der ein Andocken bzw. ein Heranholen des Windangriffselements an die
Haltevorrichtung 8 möglich ist. Die Steuerung erfolgt durch ein in der Figur nicht
gezeigtes Steuergerät. Anschließend wurde das Windangriffselement 1 durch Einholen
der Führungs- und Reffleine zur Haltevorrichtung 8 herangeholt. Nach dem Heranholen
des Windangriffselements an die Haltevorrichtung 8 wurde das Windangriffselement 1
durch weiteres Einholen der Führungs- und Reffleine in einen gerefften Zustand gebracht.
Während des Reffens werden die Verbindungspunkte der Steuerleinen am Windangriffselement
so bewegt, dass die Steuerleinen gespannt werden. In dem in Figur 1 gezeigten Zustand
befinden sich die Steuerleinen 2 in einer sogenannten "Kugelreff"-Position, in der
jeder Verbindungspunkt einer Steuerleine 2 einen Abstand zur Steuergondel 3 aufweist,
welcher im Wesentlichen der Länge des jeweiligen Steuerseils entspricht, so dass ein
gleichmäßiges Spannen von im Wesentlichen allen Steuerleinen möglich ist.
[0039] Anschließend wird die Plattform 16 zusammen mit den darauf angeordneten Elementen
in vertikaler Richtung nach unten gefahren, so dass das Windangriffselement 1 zusammen
mit den weiteren oben beschriebenen Elementen von der Schutzabdeckung 6 umschlossen
wird. Zudem kann die Schutzabdeckung 6 durch den Deckel 17 vollständig verschlossen
werden. Dies ist in Figur 2 illustriert, wobei dort die Elemente 19 bis 21 aus Vereinfachungsgründen
nicht gezeigt sind.
[0040] Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen
eines Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen.
Diese Ausführungsform unterscheidet sich dadurch von der ersten Ausführungsform, dass
keine relativ zur Schutzabdeckung 6 bewegbare Plattform vorgesehen ist und dass die
Schutzabdeckung 6 anders ausgerichtet ist. Zudem weist diese Ausführungsform einen
Mitnehmer 9 sowie eine Schiene 10 auf, wobei der Mitnehmer 9 entlang der Schiene 10
bewegt werden kann. Ein weiterer Unterschied zur ersten Ausführungsform ist, dass
die Haltevorrichtung 8 entlang der Längsrichtung des Masts 7 beweglich ausgestaltet
ist. Im Übrigen stimmen die Merkmale der zweiten Ausführungsform mit denjenigen der
ersten Ausführungsform überein.
[0041] Die Schiene 10 ist so ausgerichtet, dass sie an einem Zugseilabschnitt 13, welcher
zwischen dem Haltepunkt 15 und der Steuergondel 3 angeordnet ist, vorbeiführt und
in eine von der Haltevorrichtung seitlich wegführende Richtung weist. Der auf der
Schiene 10 angeordnete Mitnehmer 9 ist zudem so ausgebildet, dass er beim Entlangfahren
auf der Schiene 10 mit dem Zugseilabschnitt 13 in Eingriff gebracht werden kann, um
diesen mitzunehmen. Dieser gegriffene Zugseilabschnitt wird im Rahmen der Erfindung
auch Halteabschnitt des Zugseils genannt. Der Mitnehmer ist als Umlenkrolle ausgebildet.
[0042] Der in Figur 3 gezeigte Zustand des Windangriffselements 1 entspricht im Übrigen
dem Zustand des in Figur 1 gezeigten Windangriffselements 1, d.h. das Windangriffselement
1 wurde aus dem Zustand des Ausfliegens heraus eingeholt und an die Haltevorrichtung
8 angedockt. Zum Verstauen des Windangriffselements 1 wird der Mitnehmer 9 aus der
in Figur 3 gezeigten Position seitlich in Richtung des Zugseilabschnitts 13 bewegt
und anschließend mit diesem in Eingriff gebracht. Bei einer fortgesetzten seitlichen
Bewegung des Mitnehmers 9 nimmt dieser den Zugseilabschnitt 13 in seitlicher Richtung
mit. Gleichzeitig wird die Haltevorrichtung 8 entlang des Masts 7 abwärts bewegt und
das Zugseil 4 gefiert, so dass das Zugseil 4 über Umlenkrolle 9 abrollt und gleichzeitig
weiter in seitlicher Richtung mitgenommen wird. Das Windangriffselement 1 wird auf
diese Weise zusammen mit den verbundenen Steuerleinen 2, der Steuergondel 3 und einem
Abschnitt des Zugseils 4 gedreht, bis die in Figur 4 gezeigte Position erreicht ist.
Der Vorgang wird von der nicht gezeigten Steuereinheit so gesteuert, dass die Zugseilverbindung
2, 3, 4 während des Verstauens aufrechterhalten wird. Die zur Schutzabdeckung gehörende
gestrichelte Linie in den Figuren 3 und 4 deutet an, dass dort eine bevorzugt verschließbare
Öffnung für das Windangriffselement 1 vorhanden ist.
[0043] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems
zum Verstauen des Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht. In
dieser Ausführungsform umfasst der Mast einen unteren Mastabschnitt 7', welcher über
eine Gelenkverbindung 9 mit einem oberen Mastabschnitt 7'' verbunden ist. Am oberen
Ende des oberen Mastabschnitts 7'' ist die Haltevorrichtung 8 angeordnet. Der in Figur
5 gezeigte Zustand stimmt im Übrigen mit den in den Figuren 1 und 3 gezeigten Zuständen
überein.
[0044] Zum Verstauen des Windangriffselements 1 wird der obere Mastabschnitt 7'' um eine
senkrecht zur Zeichenebene stehende, durch die Gelenkverbindung 9 führende Achse gekippt,
so dass sich die Haltevorrichtung 8 zu Beginn des Kippvorgangs in seitlicher Richtung
vom Haltepunkt bzw. von der Seilwinde 5 entfernt. Während des Kippens wird das Zugseil
4 so gefiert, dass eine gewünschte Zugseilspannung aufrechterhalten wird. Alternativ
kann auch vorgesehen sein, dass die Führungs- und Reffleine gefiert wird. Bei Erreichen
eines bestimmten Kippwinkels kommen die Steuerleinen 2 mit der Gelenkverbindung 9
in Kontakt. Die Gelenkverbindung 9 umfasst dazu eine Auflagefläche 18, auf der die
Steuerleinen 2 beim weiteren Kippen auf definierte Weise zum Liegen kommen. Die Steuerleinen
2 werden auf diese Weise durch die Auflagefläche 18 umgelenkt. Nach Erreichen der
in Figur 6 gezeigten Position kann die Schutzabdeckung 6 verschlossen werden.
[0045] In einer nicht gezeigten alternativen Ausführungsform kann das Gelenk 9 auch am Fuß
des Masts angeordnet sein. In diesem Fall ist es nicht notwendig, dass die Zugseilverbindung
an einer Auflagefläche umgelenkt wird.
1. Verfahren zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements
(1), welches über eine einholbare Zugseilverbindung (2, 3, 4) an einem Haltepunkt
(15) gehalten ist und welches unter Einholung der Zugseilverbindung (2, 3, 4) an eine
Haltevorrichtung (8) andockbar ist,
gekennzeichnet durch die nachfolgenden Schritte:
a. Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) bis das Windangriffselement (1) an die
Haltevorrichtung (8) angedockt werden kann;
b. Andocken des Windangriffselements (1) an die Haltevorrichtung (8);
c. Herstellen oder Aufrechterhalten einer Zugseilspannung;
d. Verstauen des Windangriffselements (1), wobei die Zugseilspannung während des Verstauens
aufrechterhalten wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem das Windangriffselement (1) während des Zeitraumes
des Verstauens an die Haltevorrichtung (8) angedockt ist.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die Zugseilspannung durch Einholen der
Zugseilverbindung (2, 3, 4) hergestellt oder aufrechterhalten wird.
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Windangriffselement (1) mit
einer Führungsleine und / oder einer Reffleine (20) verbunden ist, wobei die Zugseilspannung
durch Einholen der Führungsleine und / oder der Reffleine (20) hergestellt oder aufrechterhalten
wird.
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Zugseilverbindung (2, 3,
4) ein Zugseil (4) aufweist, welches sich in eine Mehrzahl von Steuerleinen (2) auffächert,
wobei die Steuerleinen (2) an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement
(1) verbunden sind, und bei dem das Windangriffselement (1) vor dem Verstauen in einen
gerefften Zustand gebracht wird.
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Zugseilverbindung (2, 3,
4) im Bereich eines Halteabschnitts (13) zur Herstellung oder Aufrechterhaltung der
Zugseilspannung gegriffen wird, wobei die Zugseilverbindung (2, 3, 4) bevorzugt unterhalb
des Halteabschnitts (13) getrennt wird.
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Windangriffselement (1) in
Schritt d. innerhalb einer Schutzabdeckung (6) verstaut wird , wobei das Windangriffselement
(1) bevorzugt durch eine Bewegung des Windangriffselements (1) relativ zur Schutzabdeckung
(6) von dieser umschlossen wird.
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Haltevorrichtung (8) in vertikaler
Richtung bewegbar ausgebildet ist, wobei die Haltevorrichtung (8) zum Verstauen des
Windangriffselements (1) in Schritt d. in vertikaler Richtung relativ zum Haltepunkt
(15) abwärts bewegt wird.
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Haltevorrichtung (8) im oberen
Bereich eines Masts (7', 7'') angeordnet ist, wobei der Mast (7', 7'') ein Gelenk
(9) zum Kippen des Masts (7', 7'') aufweist, wobei der Mast (7', 7'') zur Verstauung
des Windangriffselements (1) um die Gelenkverbindung (9) herum gekippt wird.
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem in Schritt d. ein zwischen dem
Haltepunkt (15) und dem Windangriffselement (1) angeordneter Halteabschnitt (13) der
Zugseilverbindung (4) seitlich in eine von der Haltevorrichtung (8) wegweisende Richtung
bewegt wird, wobei der Halteabschnitt bevorzugt dadurch gebildet wird, dass ein Mitnehmer
(9) mit der Zugseilverbindung (2, 3, 4) in Eingriff gebracht wird, welcher den Halteabschnitt
(13) in seitlicher Richtung mitnimmt.
11. System zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements
(1), umfassend das Windangriffselement (1), eine mit dem Windangriffselement (1) verbundene
Zugseilverbindung (2, 3, 4), eine Vorrichtung (5) zum Einholen der Zugseilverbindung
(2, 3, 4) mit einem Haltepunkt (15), eine Haltevorrichtung (8), eine Schutzabdeckung
(6) für das Windangriffselement (1) sowie ein Steuergerät, wobei das Windangriffselement
(1) ausgehend vom Zustand des Ausfliegens unter Einholung der Zugseilverbindung (2,
3, 4) an die Haltevorrichtung (8) andockbar ist, wobei die Schutzabdeckung (6) relativ
zum Haltepunkt (15) und/oder zur Haltevorrichtung (8) bewegbar ist und wobei das Steuergerät
zur Steuerung der Haltevorrichtung (8) und der Vorrichtung (5) zum Einholen der Zugseilverbindung
(2, 3, 4) ausgebildet ist, um die Haltevorrichtung (8) sowie die Vorrichtung (5) zum
Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) so zu steuern, dass das System das Verfahren
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ausführt.
12. System gemäß Anspruch 11, welches weiterhin eine Plattform (16) aufweist, auf dem
die Haltevorrichtung (8) und der Haltepunkt (15) angeordnet sind, wobei die Plattform
(16) relativ zur Schutzabdeckung beweglich ausgebildet ist, wobei das Steuergerät
bevorzugt zur Steuerung der beweglichen Schutzabdeckung (6) und / oder zur Steuerung
der beweglichen Plattform (16) ausgebildet ist.
13. System gemäß einem der Ansprüche 11 bis 12, bei dem die Haltevorrichtung (8) in vertikaler
Richtung beweglich ausgebildet ist.
14. System gemäß Anspruch 13, bei dem die Haltevorrichtung (8) im oberen Bereich eines
Masts (7, 7', 7'') angeordnet ist, wobei die Haltevorrichtung (8) entlang des Masts
(7, 7', 7'') beweglich ausgebildet ist und / oder der Mast (7, 7', 7'') ein Gelenk
(9) aufweist, um das der Mast (7, 7', 7'') herum gekippt werden kann.
15. System gemäß einem der Ansprüche 11 bis 14, welches weiterhin einen relativ zum Haltepunkt
(15) und /oder zur Haltevorrichtung (8) in seitlicher Richtung bewegbaren Mitnehmer
(9) für die Zugseilverbindung (2, 3, 4) aufweist, wobei der Mitnehmer (9) bevorzugt
als Umlenkrolle ausgebildet ist.