(19)
(11) EP 3 453 608 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.03.2019  Patentblatt  2019/11

(21) Anmeldenummer: 17189808.3

(22) Anmeldetag:  07.09.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B63B 35/79(2006.01)
B63H 9/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(71) Anmelder: SkySails Power GmbH
20537 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Felix, Braun
    24111 Kiel (DE)
  • Johannes, Böhm
    41564 Kaarst (DE)
  • Godehard, Gauf
    22926 Ahrensburg (DE)
  • Tobias, Klocke
    22926 Ahrensburg (DE)
  • Christoph, Heeckt
    21220 Seevetal (DE)
  • Xaver, Paulig
    22769 Hamburg (DE)
  • Bernd, Specht
    21271 Hanstedt- Weihe (DE)

(74) Vertreter: Glawe, Delfs, Moll 
Partnerschaft mbB von Patent- und Rechtsanwälten Postfach 13 03 91
20103 Hamburg
20103 Hamburg (DE)

   


(54) VERFAHREN UND SYSTEM ZUM VERSTAUEN EINES WINDANGRIFFSELEMENTS


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements (1), welches über eine einholbare Zugseilverbindung (2, 3, 4) an einem Haltepunkt (15) gehaltenen ist und welches ausgehend vom Zustand des Ausfliegens unter Einholung der Zugseilverbindung (2, 3, 4) an eine Haltevorrichtung (8) andockbar ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist gekennzeichnet durch die nachfolgenden Schritte:
a. Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) bis das Windangriffselement (1) an die Haltevorrichtung (8) angedockt werden kann;
b. Andocken des Windangriffselements (1) an die Haltevorrichtung (8);
c. Herstellen oder Aufrechterhalten einer Zugseilspannung;
d. Verstauen des Windangriffselements (1), wobei die Zugseilspannung während des Verstauens aufrechterhalten wird.
Durch das Aufrechterhalten der Zugseilspannung wird eine definierte Position und Ausrichtung der Zugseilverbindung sowie des damit verbundenen Windangriffselements gewährleistet.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie ein System zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements. Das Windangriffselement ist über eine einholbare Zugseilverbindung mit einem Haltepunkt verbunden und unter Einholung der Zugseilverbindung an eine Haltevorrichtung andockbar.

[0002] Ein zum Ausfliegen ausgebildetes und an einer einholbaren Zugseilverbindung gehaltenes Windangriffselement ist aus dem Stand der Technik bekannt. Zum Einholen des Windangriffselements kann das Zugseil beispielsweise auf eine Zugseilwinde aufgewickelt werden. Solche Windangriffselemente werden beispielsweise zum Antrieb von Schiffen verwendet oder, nach Verbindung der Zugseilwinde mit einem Generator, zur Erzeugung von Energie.

[0003] Es ist weiterhin aus der WO 2005/100150 A1 bekannt, das Windangriffselement nach der Verwendung einzuholen und an eine Haltevorrichtung anzudocken. Nach dem Andocken kann das Windangriffselement "gerefft" werden, also in einen Zustand gebracht werden, in dem das Volumen des Windangriffselements verkleinert ist. Anschließend kann das Windangriffselement verstaut werden. Nachteilig im Stand der Technik ist, dass die Zugseilverbindung während des Verstauens keine definierte Position einnimmt. Da die Zugseilverbindung üblicherweise eine Vielzahl von Steuerleinen aufweist, welche an einer Vielzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement verbunden sind, bilden sich im Stand der Technik während des Verstauens oder auch während eines anschließenden Auspack- und Setzvorgangs unerwünschte Schlaufen oder sonstige Fehlausrichtungen, welche manuelle Eingriffe eines Bedieners erforderlich machen. Dadurch ist dieser Vorgang im Stand der Technik sehr aufwändig und störanfällig.

[0004] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren sowie ein System zum Verstauen eines Windangriffselements bereitzustellen, welches die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise vermeidet.

[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß dem Anspruch 1 sowie durch ein System gemäß dem Anspruch 11. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst die nachfolgenden Schritte:
  1. a. Einholen der Zugseilverbindung bis das Windangriffselement an die Haltevorrichtung angedockt werden kann;
  2. b. Andocken des Windangriffselements an die Haltevorrichtung;
  3. c. Herstellen oder Aufrechterhalten einer Zugseilspannung;
  4. d. Verstauen des Windangriffselements, wobei die Zugseilspannung während des Verstauens aufrechterhalten wird.


[0006] Zunächst werden einige im Rahmen der Erfindung verwendete Begriffe erläutert. Der Haltepunkt stellt im Rahmen der Erfindung einen Punkt dar, an dem die Zugseilverbindung gehalten wird, so dass eine Kraftübertragung vom Windangriffselement auf den Haltepunkt möglich ist. Üblicherweise ist der Haltepunkt im Bereich einer Zugseilwinde gebildet, welche zum Einholen und Fieren der Zugseilverbindung ausgebildet ist.

[0007] Der Begriff Zugseilverbindung ist weit zu verstehen. Grundsätzlich kann die Zugseilverbindung lediglich aus einem oder mehreren Zugseilen bestehen, welche unmittelbar mit dem Windangriffselement verbunden sind. Üblicherweise weist die Zugseilverbindung ein Zugseil auf, welches sich in eine Mehrzahl von Steuerleinen auffächert, wobei die Steuerleinen zur Steuerung des Windangriffselements an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement verbunden sind. Weiterhin ist zwischen dem Zugseil und den Steuerleinen üblicherweise eine Steuergondel angeordnet, welche dazu dient, zumindest einige der Steuerleinen zur Steuerung des Windangriffselements zu verkürzen (zu holen) oder zu verlängern (zu fieren). Eine solche Steuerung ist beispielsweise aus der WO 2005/100150 A1 oder aus der WO 2008/031446 A2 bekannt.

[0008] Das Andocken des Windangriffselements an die Haltevorrichtung kann beispielsweise über einen am Windangriffselement angeordneten Andockadapter erfolgen, wie beispielsweise in der WO 2005/100150 A1 oder der WO 2008/019700 A1 offenbart.

[0009] Eine Zugseilspannung in Verfahrensschritt c. besteht dann, wenn die Zugseilverbindung zwischen einem fixierten Abschnitt der Zugseilverbindung (nachfolgend Halteabschnitt genannt) und dem Windangriffselement gespannt ist, wenn also eine Spannkraft über die Zugseilverbindung vom Halteabschnitt auf das Windangriffselement übertragen wird. Da das Windangriffselement an die Haltevorrichtung angedockt ist, wird die Zugseilspannung also vom Halteabschnitt auf die Haltevorrichtung übertragen. Der Halteabschnitt kann durch den Haltepunkt und insbesondere im Bereich einer Zugseilwinde gebildet sein.

[0010] Die Spannkraft ist vorzugsweise eine definierte Kraft, welche bevorzugt kleiner ist als 20 % und weiter bevorzugt kleiner als 10 % der Nennlast der Zugseilverbindung. In einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Spannkraft im Bereich zwischen 1 % und 15 %, weiter bevorzugt im Bereich zwischen 2 % und 10 % der Nennlast der Zugseilverbindung. Die Spannkraft sollte im Rahmen der Erfindung ausreichend sein, um einen Durchhang der Zugseilverbindung zu reduzieren und möglichst zu minimieren.

[0011] Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil und eine Mehrzahl von Steuerleinen aufweist und im Rahmen der Erfindung vom Einholen bzw. Fieren der Zugseilverbindung die Rede ist, dann bedeutet dies, dass das Zugseil eingeholt bzw. gefiert wird oder dass eine oder mehrere Steuerleinen eingeholt bzw. gefiert werden oder dass sowohl das Zugseil als auch eine oder mehrere Steuerleinen eingeholt bzw. gefiert werden.

[0012] Erfindungsgemäß wird die Zugseilverbindung bevorzugt aus dem Zustand des Ausfliegens heraus eingeholt, bis das Windangriffselement eine Flughöhe erreicht, welche ein Andocken an die Haltevorrichtung ermöglicht. Bevorzugt steht das Windangriffselement während des Einholens sowie üblicherweise auch zu Beginn des Andockens unter einer ausreichenden Windeinwirkung, so dass die Zugseilverbindung zwischen dem Haltepunkt und dem fliegenden Windangriffselement im Wesentlichen gespannt ist. Indem erfindungsgemäß nach dem Andocken die Zugseilspannung aufrechterhalten bzw. - sofern nötig - wieder hergestellt wird, ist sichergestellt, dass die Zugseilverbindung nach dem Andocken in einer definierten Position und Ausrichtung verbleibt. Indem weiterhin auch während des Verstauens die Zugseilspannung aufrechterhalten wird, ist die definierte Position und Ausrichtung der Zugseilverbindung auch während des Vorgangs des Verstauens sichergestellt. Bevorzugt wird die Zugseilspannung auch im verstauten Zustand aufrechterhalten, so dass die Position und Ausrichtung der Zugseilverbindung bis zum Entpacken und erneuten Setzen (bzw. Starten) des Windangriffselements erhalten bleibt.

[0013] Bevorzugt ist das Windangriffselement während des Zeitraumes des Verstauens an die Haltevorrichtung angedockt. Weiter bevorzugt bleibt die Andockverbindung zwischen Windangriffselement und Haltevorrichtung auch im verstauten Zustand erhalten. Es hat sich gezeigt, dass die Zugseilspannung dadurch sicher aufrechterhalten werden kann. Wenn die Andockverbindung bestehen bleibt, können der Vorgang des Verstauens sowie ein anschließender Setzvorgang zudem deutlich schneller erfolgen.

[0014] Es kann vorgesehen sein, dass die Zugseilspannung durch Einholen der Zugseilverbindung hergestellt oder aufrechterhalten wird. Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil und zumindest eine Steuerleine aufweist, welche unabhängig vom Zugseil eingeholt und gefiert werden kann, kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass das Zugseil und / oder die Steuerleine zum Herstellen oder Aufrechterhalten der Zugseilspannung eingeholt wird. Ein unabhängiges Einholen und Fieren der Steuerleine ist - wie oben bereits erwähnt - beispielsweise über eine zwischen Steuerleine und Zugseil angeordnete Steuergondel möglich.

[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Windangriffselement mit einer Führungsleine verbunden, wobei die Zugseilspannung durch Einholen der Führungsleine hergestellt oder aufrechterhalten wird. Die Führungsleine ist bevorzugt dazu ausgebildet, das Windangriffselement durch Einholen der Führungsleine zur Haltevorrichtung zu führen. Die Führungsleine kann bevorzugt unabhängig von der Zugseilverbindung geholt und gefiert werden. Durch das Einholen der Führungsleine kann auf diese Weise die erfindungsgemäße Zugseilspannung hergestellt werden und das Windangriffselement gleichzeitig an die Haltevorrichtung angedockt werden.

[0016] Das Windangriffselement kann grundsätzlich ein feststehendes Gerüst aufweisen, welches an zumindest einem Verbindungspunkt mit der Zugseilverbindung verbunden ist. Die Zugseilspannung kann in diesem Fall vom Verbindungspunkt über das feststehende Gerüst auf die Haltevorrichtung übertragen werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Windangriffselement jedoch dazu ausgebildet, in einen gerefften Zustand gebracht zu werden. Ein gereffter Zustand ist ein Zustand, in dem das Volumen bzw. die Außenmaße des Windangriffselements durch Deformation des flexiblen Materials des Windangriffselements reduziert ist bzw. sind. Der Vorgang des Reffens ist beispielsweise in der WO 2005/100150 oder in der WO 2013/164443 beschrieben. Im gerefften Zustand ist für ein anschließendes Verstauen weniger Raum erforderlich.

[0017] Bevorzugt ist das Windangriffselement mit einer Reffleine verbunden, welche dazu ausgebildet ist, das Windangriffselement durch Einholen der Reffleine in einen gerefften Zustand zu bringen. Die Reffleine kann unabhängig von der Zugseilverbindung geholt und gefiert werden. Erfindungsgemäß kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Zugseilspannung durch Einholen der Reffleine hergestellt oder aufrechterhalten wird. Wenn eine Mehrzahl von Steuerleinen an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement verbunden ist, führt das Reffen dazu, dass die Verbindungspunkte relativ zueinander und üblicherweise aufeinander zu bewegt werden. Im Rahmen der Erfindung wurde erkannt, dass diese Bewegung der Verbindungspunkte (zusätzlich oder alternativ zum Einholen der Zugseilverbindung) verwendet werden kann, um die Steuerleinen (und dadurch die Zugseilverbindung) zu spannen bzw. eine bereits bestehende Spannung aufrecht zu erhalten. Durch das Einholen der Reffleine kann so auf einfache Weise die Zugseilspannung hergestellt oder aufrechterhalten werden.

[0018] Es ist möglich, dass die Führungsleine und die Reffleine durch eine einzelne Leine gebildet werden, wie beispielsweise in der WO 2008/019700 beschrieben ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass durch Einholen der Führungs- bzw. Reffleine das Windangriffselement zunächst zur Haltevorrichtung geführt wird, ohne dass es zu einem Reffen kommt, wobei bei einem fortgesetzten Einholen ein Reffen stattfindet.

[0019] Das "Andocken" des Windangriffselements an die Haltevorrichtung kann durch Einholen der Führungsleine und / oder der Reffleine erfolgen. Wie oben erläutert kann durch das Einholen der Führungsleine und / oder der Reffleine eine Zugseilspannung zwischen dem Windangriffselement und einem Halteabschnitt der Zugseilverbindung hergestellt werden, wodurch das Windangriffselement fixiert und somit "angedockt" wird. Der Begriff "Andocken" ist im Rahmen der Erfindung insofern weit zu verstehen. Die Haltevorrichtung kann zum Einholen der Führungs- bzw. Reffleine eine Einholvorrichtung (insbesondere eine Seilwinde) aufweisen. Die Haltevorrichtung kann auch einen Umlenkpunkt für die Führungs-/Reffleine aufweisen, an dem die Führungs- und/oder Reffleine umgelenkt wird, um ein Heranholen des Windangriffselements an die Haltevorrichtung zu ermöglichen.

[0020] Wenn die Zugseilverbindung eine Mehrzahl von Steuerleinen zur Steuerung des Windangriffselements aufweist, welche an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit den Windangriffselement verbunden sind, so ist es grundsätzlich nicht erforderlich, dass alle Steuerleinen nach Herstellung der Zugseilspannung gespannt sind. Bevorzugt wird aber ein Anteil von mindestens 20% der Steuerleinen, bevorzugt mindestens 50% der Steuerleinen, weiter bevorzugt im Wesentlichen alle Steuerleinen während des Herstellens oder Aufrechterhaltens der Zugseilspannung gespannt.

[0021] Wenn die Zugseilverbindung ein Zugseil aufweist, welches sich in eine Mehrzahl von Steuerleinen auffächert, wobei die Steuerleinen an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit den Windangriffselement verbunden sind, so wird das Windangriffselement bevorzugt vor dem Verstauen gerefft. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Windangriffselement so ausgebildet ist, dass im gerefften Zustand der Abstand der Verbindungspunkte zu den jeweiligen Auffächerungspunkten im Wesentlichen mit der jeweiligen Länge der zu den Verbindungspunkten zugehörigen Steuerleinen übereinstimmt. Dieser Zustand wird auch als "Kugelreff" bezeichnet und ist in der WO 2013/164443 erläutert. Die Verbindungspunkte werden so durch das Reffen in eine optimale Position gebracht, so dass ein Spannen der Steuerleinen zur Minimierung des Durchhangs möglich wird. Beim nachfolgenden Verstauen beeinflussen sich die Steuerleinen geringstmöglich und verbleiben in gewünschter Position und Ausrichtung. Das Bergen, Verstauen sowie das nachfolgende Setzen des Windangriffselements wird dadurch deutlich vereinfacht.

[0022] In einer Ausführungsform wird die Zugseilverbindung im Bereich eines Halteabschnitts gegriffen, wobei die Zugseilspannung zwischen dem Halteabschnitt und dem Windangriffselement hergestellt oder aufrechterhalten wird. Nach dem Herstellen der Zugseilspannung ist es möglich, dass die Zugseilverbindung an einem unterhalb des Halteabschnittes befindlichen Punkt getrennt wird. Dies kann das nachfolgende Verstauen vereinfachen. Das Greifen der Zugseilverbindung kann beispielsweise im Bereich einer Steuergondel erfolgen.

[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform wird das Windangriffselement zum Verstauen in Schritt d. innerhalb einer Schutzabdeckung verstaut, wobei das Windangriffselement bevorzugt durch eine Bewegung des Windangriffselements relativ zu der Schutzabdeckung von dieser umschlossen wird. Eine Bewegung des Windangriffselements relativ zur Schutzabdeckung kann vorliegend bedeuten, dass das Windangriffselement in Ruhe ist und die Schutzabdeckung bewegt wird, dass das Windangriffselement bewegt wird und die Schutzabdeckung in Ruhe ist oder dass beides bewegt wird. Beispielsweise können die Haltevorrichtung sowie der Haltepunkt oder der Halteabschnitt auf einer relativ zur Schutzabdeckung beweglichen Plattform angeordnet sein, wobei die Plattform zum Verstauen des Windangriffselements relativ zur Schutzabdeckung bewegt wird.

[0024] Vorzugsweise ist die Haltevorrichtung in vertikaler Richtung beweglich ausgebildet. Bevorzugt wird die Haltevorrichtung zur Verstauung des Windangriffselements in Schritt d. in vertikaler Richtung abwärts bewegt. Eine vertikale Bewegung der Haltevorrichtung zusammen mit dem angedockten Windangriffselement stellt eine einfache Möglichkeit zur Verstauung des Windangriffselements dar. Dabei muss natürlich sichergestellt sein, dass die Zugseilspannung aufrechterhalten wird. Dies kann beispielsweise durch ein gleichzeitiges Einholen der Zugseilverbindung oder auch durch andere nachfolgend noch genauer beschriebene Verfahrensschritte erreicht werden.

[0025] Die Haltevorrichtung kann im oberen Bereich eines Masts angeordnet sein, wobei die Haltevorrichtung entlang der Längsrichtung des Masts bewegbar ausgestaltet ist. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Haltevorrichtung im oberen Bereich eines Masts angeordnet ist, wobei der Mast ein Gelenk zum Kippen des Masts aufweist. Der Mast kann zur Verstauung des Windangriffselements um das Gelenk herum gekippt werden. Das Gelenk kann eine Verbindung zu einem Bodenelement herstellen. Das Gelenk kann auch zwischen einem oberen Mastabschnitt und einem weiteren darunter angeordneten unteren Mastabschnitt angeordnet sein. Das Kippen erfolgt dabei bevorzugt so, dass das über die Haltevorrichtung am Mast angedockte Windangriffselement zu Beginn des Kippvorgangs in eine vom Halteabschnitt wegweisende Richtung bewegt wird. Wenn der Mast zwei Mastabschnitte mit dazwischen angeordnetem Gelenk aufweist, kann vorgesehen sein, dass die Zugseilverbindung beim Kippen des oberen Mastabschnitts im Bereich der Gelenkverbindung umgelenkt wird.

[0026] Von Vorteil ist es wenn in Schritt d. der zwischen dem Haltepunkt und dem Windangriffselement angeordnete Halteabschnitt der Zugseilverbindung seitlich in eine von der Haltevorrichtung wegweisenden Richtung bewegt wird. Durch die seitliche Bewegung des Halteabschnittes kann das Windangriffselement, welches ja noch immer an der Haltevorrichtung angedockt ist, gedreht werden und dadurch einfacher verstaut werden. Eine Drehung kann noch einfacher erreicht werden, wenn die Haltevorrichtung gleichzeitig, wie oben bereits beschrieben, in vertikaler Richtung abwärts bewegt wird. Die seitliche Bewegung kann in diesem Fall so ausgestaltet sein, dass ein mit der Abwärtsbewegung einhergehendes Entspannen der Zugseilverbindung zumindest teilweise durch die seitliche Bewegung aufgefangen wird, so dass die Zugseilverbindung gespannt bleibt.

[0027] Die seitliche Bewegung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der Haltepunkt in seitlicher Richtung bewegt wird. Bevorzugt wird der Halteabschnitt dadurch gebildet, dass ein Mitnehmer mit der Zugseilverbindung in Eingriff gebracht, welcher den Halteabschnitt in seitlicher Richtung mitnimmt. Der Mitnehmer kann durch eine Umlenkrolle gebildet sein, welche mit dem Halteabschnitt in Eingriff gebracht werden kann. Dies ist von Vorteil, da bei Verwendung einer Umlenkrolle ein gleichzeitiges Einholen oder Fieren des Zugseils mit Hilfe der Zugseilwinde möglich bleibt. Wie oben bereits erwähnt kann bei allen oben beschriebenen Ausführungsarten der Erfindung vorgesehen sein, dass die Zugseilverbindung zur Herstellung oder Aufrechterhaltung der Zugseilspannung gefiert und / oder geholt wird.

[0028] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem ein System zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements. Das System umfasst das Windangriffselement, eine mit dem Windangriffselement verbundene Zugseilverbindung, eine Vorrichtung zum Einholen der Zugseilverbindung (insbesondere eine Seilwinde), eine Haltevorrichtung, eine Schutzabdeckung für das Windangriffselement sowie ein Steuergerät. Das Windangriffselement ist ausgehend vom Zustand des Ausfliegens unter Einholung der Zugseilverbindung an die Haltevorrichtung andockbar. Zudem ist die Schutzabdeckung relativ zum Haltepunkt und/oder zur Haltevorrichtung bewegbar. Das Steuergerät ist erfindungsgemäß zur Steuerung der Haltevorrichtung und der Vorrichtung zum Einholen der Zugseilverbindung ausgebildet, um die Haltevorrichtung sowie die Vorrichtung zum Einholen der Zugseilverbindung so zu steuern, dass das System das erfindungsgemäße Verfahren ausführt.

[0029] Das erfindungsgemäße System kann durch die bereits in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschriebenen Merkmale fortgebildet werden.

[0030] Insbesondere kann das System weiterhin eine Plattform aufweisen, auf dem die Haltevorrichtung und der Haltepunkt angeordnet sind, wobei die Plattform relativ zur Schutzabdeckung beweglich ausgebildet ist. Das Steuergerät ist bevorzugt zur Steuerung der beweglichen Schutzabdeckung und/oder zur Steuerung der beweglichen Plattform ausgebildet.

[0031] Weiterhin kann die Haltevorrichtung in vertikaler Richtung beweglich ausgebildet sein.

[0032] Die Haltevorrichtung kann weiterhin im oberen Bereich eines Masts angeordnet sein, wobei die Haltevorrichtung entlang des Masts beweglich ausgebildet ist und/oder der Mast ein Gelenk aufweist, um das der Mast herum gekippt werden kann.

[0033] Schließlich kann das System einen relativ zum Haltepunkt und/oder zur Haltevorrichtung in seitlicher Richtung bewegbaren Mitnehmer für die Zugseilverbindung aufweisen, wobei der Mitnehmer bevorzugt als Umlenkrolle ausgebildet ist. Das System kann weiterhin eine Schiene aufweisen, welche sich von einem zwischen dem Haltepunkt und der Haltevorrichtung befindlichen Zugseilabschnitt in eine seitlich vom Zugseilabschnitt wegweisende Richtung erstreckt, wobei der Mitnehmer beweglich auf der Schiene angeordnet sein kann.

[0034] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft erläutert. Es zeigen:
Figur 1:
eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
Figur 2:
die Ansicht der Figur 1 nach dem Verstauen des Windangriffselements;
Figur 3:
eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
Figur 4:
die Ansicht der Figur 3 nach dem Verstauen des Windangriffselements;
Figur 5:
eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen;
Figur 6:
die Ansicht der Figur 5 nach dem Verstauen des Windangriffselements.


[0035] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen des Windangriffselements 1.

[0036] Das System umfasst eine Plattform 16, welche am oberen Ende einer Schutzabdeckung 6 angeordnet ist. Auf der Plattform ist eine Seilwinde 5 angeordnet, welche zum Einholen und Fieren eines Zugseils 4 ausgebildet ist. In dem in Figur 1 gezeigtem Zustand ist das Zugseil 4 auf die Seilwinde 5 nahezu vollständig aufgewickelt. Im Bereich der Seilwinde 5 ist ein Haltepunkt 15 gebildet. Am Zugseil 4 ist eine Steuergondel 3 befestigt, von der aus eine Mehrzahl von Steuerleinen 2 zum Windangriffselement 1 führen. Jede Steuerleine 2 ist an einem Verbindungspunkt mit dem Windangriffselement verbunden. Die Steuergondel 3 ist auf bekannte Weise dazu ausgebildet, die Steuerleinen 2 zum Steuern des Windangriffselements 1 zu verkürzen bzw. zu verlängern.

[0037] Das System umfasst weiterhin einen Mast 7, an dessen oberem Ende eine Haltevorrichtung 8 angeordnet ist. In dem in Figur 1 gezeigten Zustand ist das Windangriffselement 1 an die Haltevorrichtung 8 angedockt. Das Andocken erfolgt mit Hilfe einer Führungs- und Reffleine 20, welche mit dem Windangriffselement verbunden ist und dazu ausgebildet ist, das Windangriffselement zur Haltevorrichtung 8 zu führen und dort festzuhalten. Das System weist zum Einholen der Führungs- und Reffleine 20 eine Winde 19 auf. Die Haltevorrichtung 8 umfasst außerdem ein Umlenkrolle 21, an der die Führungs- und Reffleine 20 umgelenkt wird, um das Windangriffselement 1 zur Haltevorrichtung heranholen zu können. Das Windangriffselement 1 befindet sich in Figur 1 zudem in einem gerefften Zustand, d.h. die Breitenausdehnung (senkrecht zur Zeichenebene) wurde durch Deformation des flexiblen Materials des Windangriffselements reduziert, so dass für ein anschließendes Verstauen weniger Raum erforderlich ist.

[0038] In einem dem in Figur 1 gezeigten Zustand vorhergehenden Verfahrensschritt wurde das Windangriffselement 1 durch entsprechende Steuerung der Seilwinde 5 sowie der Steuergondel 3 unter Einholung der Zugseilverbindung 2, 3, 4 zunächst auf eine Flughöhe gebracht, in der ein Andocken bzw. ein Heranholen des Windangriffselements an die Haltevorrichtung 8 möglich ist. Die Steuerung erfolgt durch ein in der Figur nicht gezeigtes Steuergerät. Anschließend wurde das Windangriffselement 1 durch Einholen der Führungs- und Reffleine zur Haltevorrichtung 8 herangeholt. Nach dem Heranholen des Windangriffselements an die Haltevorrichtung 8 wurde das Windangriffselement 1 durch weiteres Einholen der Führungs- und Reffleine in einen gerefften Zustand gebracht. Während des Reffens werden die Verbindungspunkte der Steuerleinen am Windangriffselement so bewegt, dass die Steuerleinen gespannt werden. In dem in Figur 1 gezeigten Zustand befinden sich die Steuerleinen 2 in einer sogenannten "Kugelreff"-Position, in der jeder Verbindungspunkt einer Steuerleine 2 einen Abstand zur Steuergondel 3 aufweist, welcher im Wesentlichen der Länge des jeweiligen Steuerseils entspricht, so dass ein gleichmäßiges Spannen von im Wesentlichen allen Steuerleinen möglich ist.

[0039] Anschließend wird die Plattform 16 zusammen mit den darauf angeordneten Elementen in vertikaler Richtung nach unten gefahren, so dass das Windangriffselement 1 zusammen mit den weiteren oben beschriebenen Elementen von der Schutzabdeckung 6 umschlossen wird. Zudem kann die Schutzabdeckung 6 durch den Deckel 17 vollständig verschlossen werden. Dies ist in Figur 2 illustriert, wobei dort die Elemente 19 bis 21 aus Vereinfachungsgründen nicht gezeigt sind.

[0040] Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen eines Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht vor dem Verstauen. Diese Ausführungsform unterscheidet sich dadurch von der ersten Ausführungsform, dass keine relativ zur Schutzabdeckung 6 bewegbare Plattform vorgesehen ist und dass die Schutzabdeckung 6 anders ausgerichtet ist. Zudem weist diese Ausführungsform einen Mitnehmer 9 sowie eine Schiene 10 auf, wobei der Mitnehmer 9 entlang der Schiene 10 bewegt werden kann. Ein weiterer Unterschied zur ersten Ausführungsform ist, dass die Haltevorrichtung 8 entlang der Längsrichtung des Masts 7 beweglich ausgestaltet ist. Im Übrigen stimmen die Merkmale der zweiten Ausführungsform mit denjenigen der ersten Ausführungsform überein.

[0041] Die Schiene 10 ist so ausgerichtet, dass sie an einem Zugseilabschnitt 13, welcher zwischen dem Haltepunkt 15 und der Steuergondel 3 angeordnet ist, vorbeiführt und in eine von der Haltevorrichtung seitlich wegführende Richtung weist. Der auf der Schiene 10 angeordnete Mitnehmer 9 ist zudem so ausgebildet, dass er beim Entlangfahren auf der Schiene 10 mit dem Zugseilabschnitt 13 in Eingriff gebracht werden kann, um diesen mitzunehmen. Dieser gegriffene Zugseilabschnitt wird im Rahmen der Erfindung auch Halteabschnitt des Zugseils genannt. Der Mitnehmer ist als Umlenkrolle ausgebildet.

[0042] Der in Figur 3 gezeigte Zustand des Windangriffselements 1 entspricht im Übrigen dem Zustand des in Figur 1 gezeigten Windangriffselements 1, d.h. das Windangriffselement 1 wurde aus dem Zustand des Ausfliegens heraus eingeholt und an die Haltevorrichtung 8 angedockt. Zum Verstauen des Windangriffselements 1 wird der Mitnehmer 9 aus der in Figur 3 gezeigten Position seitlich in Richtung des Zugseilabschnitts 13 bewegt und anschließend mit diesem in Eingriff gebracht. Bei einer fortgesetzten seitlichen Bewegung des Mitnehmers 9 nimmt dieser den Zugseilabschnitt 13 in seitlicher Richtung mit. Gleichzeitig wird die Haltevorrichtung 8 entlang des Masts 7 abwärts bewegt und das Zugseil 4 gefiert, so dass das Zugseil 4 über Umlenkrolle 9 abrollt und gleichzeitig weiter in seitlicher Richtung mitgenommen wird. Das Windangriffselement 1 wird auf diese Weise zusammen mit den verbundenen Steuerleinen 2, der Steuergondel 3 und einem Abschnitt des Zugseils 4 gedreht, bis die in Figur 4 gezeigte Position erreicht ist. Der Vorgang wird von der nicht gezeigten Steuereinheit so gesteuert, dass die Zugseilverbindung 2, 3, 4 während des Verstauens aufrechterhalten wird. Die zur Schutzabdeckung gehörende gestrichelte Linie in den Figuren 3 und 4 deutet an, dass dort eine bevorzugt verschließbare Öffnung für das Windangriffselement 1 vorhanden ist.

[0043] Die Figuren 5 und 6 zeigen eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zum Verstauen des Windangriffselements 1 in einer schematischen Seitenansicht. In dieser Ausführungsform umfasst der Mast einen unteren Mastabschnitt 7', welcher über eine Gelenkverbindung 9 mit einem oberen Mastabschnitt 7'' verbunden ist. Am oberen Ende des oberen Mastabschnitts 7'' ist die Haltevorrichtung 8 angeordnet. Der in Figur 5 gezeigte Zustand stimmt im Übrigen mit den in den Figuren 1 und 3 gezeigten Zuständen überein.

[0044] Zum Verstauen des Windangriffselements 1 wird der obere Mastabschnitt 7'' um eine senkrecht zur Zeichenebene stehende, durch die Gelenkverbindung 9 führende Achse gekippt, so dass sich die Haltevorrichtung 8 zu Beginn des Kippvorgangs in seitlicher Richtung vom Haltepunkt bzw. von der Seilwinde 5 entfernt. Während des Kippens wird das Zugseil 4 so gefiert, dass eine gewünschte Zugseilspannung aufrechterhalten wird. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Führungs- und Reffleine gefiert wird. Bei Erreichen eines bestimmten Kippwinkels kommen die Steuerleinen 2 mit der Gelenkverbindung 9 in Kontakt. Die Gelenkverbindung 9 umfasst dazu eine Auflagefläche 18, auf der die Steuerleinen 2 beim weiteren Kippen auf definierte Weise zum Liegen kommen. Die Steuerleinen 2 werden auf diese Weise durch die Auflagefläche 18 umgelenkt. Nach Erreichen der in Figur 6 gezeigten Position kann die Schutzabdeckung 6 verschlossen werden.

[0045] In einer nicht gezeigten alternativen Ausführungsform kann das Gelenk 9 auch am Fuß des Masts angeordnet sein. In diesem Fall ist es nicht notwendig, dass die Zugseilverbindung an einer Auflagefläche umgelenkt wird.


Ansprüche

1. Verfahren zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements (1), welches über eine einholbare Zugseilverbindung (2, 3, 4) an einem Haltepunkt (15) gehalten ist und welches unter Einholung der Zugseilverbindung (2, 3, 4) an eine Haltevorrichtung (8) andockbar ist, gekennzeichnet durch die nachfolgenden Schritte:

a. Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) bis das Windangriffselement (1) an die Haltevorrichtung (8) angedockt werden kann;

b. Andocken des Windangriffselements (1) an die Haltevorrichtung (8);

c. Herstellen oder Aufrechterhalten einer Zugseilspannung;

d. Verstauen des Windangriffselements (1), wobei die Zugseilspannung während des Verstauens aufrechterhalten wird.


 
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem das Windangriffselement (1) während des Zeitraumes des Verstauens an die Haltevorrichtung (8) angedockt ist.
 
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem die Zugseilspannung durch Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) hergestellt oder aufrechterhalten wird.
 
4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Windangriffselement (1) mit einer Führungsleine und / oder einer Reffleine (20) verbunden ist, wobei die Zugseilspannung durch Einholen der Führungsleine und / oder der Reffleine (20) hergestellt oder aufrechterhalten wird.
 
5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Zugseilverbindung (2, 3, 4) ein Zugseil (4) aufweist, welches sich in eine Mehrzahl von Steuerleinen (2) auffächert, wobei die Steuerleinen (2) an einer Mehrzahl von Verbindungspunkten mit dem Windangriffselement (1) verbunden sind, und bei dem das Windangriffselement (1) vor dem Verstauen in einen gerefften Zustand gebracht wird.
 
6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Zugseilverbindung (2, 3, 4) im Bereich eines Halteabschnitts (13) zur Herstellung oder Aufrechterhaltung der Zugseilspannung gegriffen wird, wobei die Zugseilverbindung (2, 3, 4) bevorzugt unterhalb des Halteabschnitts (13) getrennt wird.
 
7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem das Windangriffselement (1) in Schritt d. innerhalb einer Schutzabdeckung (6) verstaut wird , wobei das Windangriffselement (1) bevorzugt durch eine Bewegung des Windangriffselements (1) relativ zur Schutzabdeckung (6) von dieser umschlossen wird.
 
8. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Haltevorrichtung (8) in vertikaler Richtung bewegbar ausgebildet ist, wobei die Haltevorrichtung (8) zum Verstauen des Windangriffselements (1) in Schritt d. in vertikaler Richtung relativ zum Haltepunkt (15) abwärts bewegt wird.
 
9. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Haltevorrichtung (8) im oberen Bereich eines Masts (7', 7'') angeordnet ist, wobei der Mast (7', 7'') ein Gelenk (9) zum Kippen des Masts (7', 7'') aufweist, wobei der Mast (7', 7'') zur Verstauung des Windangriffselements (1) um die Gelenkverbindung (9) herum gekippt wird.
 
10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem in Schritt d. ein zwischen dem Haltepunkt (15) und dem Windangriffselement (1) angeordneter Halteabschnitt (13) der Zugseilverbindung (4) seitlich in eine von der Haltevorrichtung (8) wegweisende Richtung bewegt wird, wobei der Halteabschnitt bevorzugt dadurch gebildet wird, dass ein Mitnehmer (9) mit der Zugseilverbindung (2, 3, 4) in Eingriff gebracht wird, welcher den Halteabschnitt (13) in seitlicher Richtung mitnimmt.
 
11. System zum Verstauen eines zum Ausfliegen ausgebildeten drachenartigen Windangriffselements (1), umfassend das Windangriffselement (1), eine mit dem Windangriffselement (1) verbundene Zugseilverbindung (2, 3, 4), eine Vorrichtung (5) zum Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) mit einem Haltepunkt (15), eine Haltevorrichtung (8), eine Schutzabdeckung (6) für das Windangriffselement (1) sowie ein Steuergerät, wobei das Windangriffselement (1) ausgehend vom Zustand des Ausfliegens unter Einholung der Zugseilverbindung (2, 3, 4) an die Haltevorrichtung (8) andockbar ist, wobei die Schutzabdeckung (6) relativ zum Haltepunkt (15) und/oder zur Haltevorrichtung (8) bewegbar ist und wobei das Steuergerät zur Steuerung der Haltevorrichtung (8) und der Vorrichtung (5) zum Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) ausgebildet ist, um die Haltevorrichtung (8) sowie die Vorrichtung (5) zum Einholen der Zugseilverbindung (2, 3, 4) so zu steuern, dass das System das Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 ausführt.
 
12. System gemäß Anspruch 11, welches weiterhin eine Plattform (16) aufweist, auf dem die Haltevorrichtung (8) und der Haltepunkt (15) angeordnet sind, wobei die Plattform (16) relativ zur Schutzabdeckung beweglich ausgebildet ist, wobei das Steuergerät bevorzugt zur Steuerung der beweglichen Schutzabdeckung (6) und / oder zur Steuerung der beweglichen Plattform (16) ausgebildet ist.
 
13. System gemäß einem der Ansprüche 11 bis 12, bei dem die Haltevorrichtung (8) in vertikaler Richtung beweglich ausgebildet ist.
 
14. System gemäß Anspruch 13, bei dem die Haltevorrichtung (8) im oberen Bereich eines Masts (7, 7', 7'') angeordnet ist, wobei die Haltevorrichtung (8) entlang des Masts (7, 7', 7'') beweglich ausgebildet ist und / oder der Mast (7, 7', 7'') ein Gelenk (9) aufweist, um das der Mast (7, 7', 7'') herum gekippt werden kann.
 
15. System gemäß einem der Ansprüche 11 bis 14, welches weiterhin einen relativ zum Haltepunkt (15) und /oder zur Haltevorrichtung (8) in seitlicher Richtung bewegbaren Mitnehmer (9) für die Zugseilverbindung (2, 3, 4) aufweist, wobei der Mitnehmer (9) bevorzugt als Umlenkrolle ausgebildet ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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