[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet des Beladens von Behältern für
Lastfahrzeuge mit losem postalischem Stückgut.
[0002] Bei der Beladung von LKW-Containern oder andern Behältern für Lastfahrzeuge mit losem,
postalischem Stückgut ist es wünschenswert, vorbereitete Stapel in den LKW-Container,
respektive Behälter zu verladen. Dabei sollen die Stapel als vorzugsweise quer zur
Fahrtrichtung angeordnete wandähnliche Stapelstrukturen nacheinander in den Behälter
verladen werden. Diese wandähnlichen Stapelstrukturen werden im Folgenden auch als
Stapelsegmente oder Stapelwände bezeichnet. Vorzugsweise werden die Stapelsegmente
in Fahrtrichtung respektive in Längsausrichtung des Containers von vorne nach hinten
verladen. Beispielsweise wäre es wünschenswert, solche Stapel in einer geeigneten
zunächst horizontal liegenden wandähnlichen Form zu befüllen, danach die Form aufzustellen
und die darin enthaltenen Stückgüter als Stapelwand im Container abzustellen. Auf
diese Weise könnte ein Behälter von vorne nach hinten mit solchen Stapelwänden befüllt
werden. Da diese Stapelwände jedoch sehr labil sind, muss eine Stützstruktur eingebracht
werden, um deren Kippen zu vermeiden. Der Verbleib von Stützelementen für die Fahrt
ist jedoch oft unerwünscht.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, in einem Behälter für
Lastfahrzeuge Stapelsegmente zu stabilisieren.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen vorgeschlagenen Verfahren
und Vorrichtungen gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0006] Gemäss einem Aspekt wird eine Stützvorrichtung zur Abstützung von in einem Behälter
für Lastfahrzeuge angeordneten Stapelsegmenten aus gestapelten postalischen Stückgütern
vorgestellt. Die Stützvorrichtung umfasst eine Positioniervorrichtung und eine Stützstruktur.
Mittels der Stützstruktur ist eine Wirkfläche der Stützvorrichtung derart reversibel
in einen vergrösserten und in einen verkleinerten Zustand versetzbar, dass die Stützstruktur
mit der Wirkfläche in dem vergrösserten Zustand ausgestaltet ist, ein Stapelsegment
von einer ersten Seite her zu stützen, um ein Kippen oder Herunterfallen von in dem
Stapelsegment gestapelten Stückgütern auf die erste Seite zu verhindern. Mit der Wirkfläche
in dem verkleinerten Zustand ist die Stützstruktur ausgestaltet, mit Hilfe der Positioniervorrichtung
innerhalb des Behälters von der ersten Seite des Stapelsegments auf eine der ersten
Seite gegenüberliegende zweite Seite des Stapelsegments bewegt zu werden, um dort
beispielsweise mit der Wirkfläche in dem vergrösserten Zustand die zweite Seite des
Stapelsegments und/oder eine weitere Seite eines weiteren Stapelsegments zu stützen.
[0007] Gemäss einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Beladen eines
Behälters für Lastfahrzeuge mit postalischem Stückgut mit Hilfe einer Stützstruktur
mit welcher eine auf ein Stapelsegment wirkende Wirkfläche reversibel vergrösser-
und verkleinerbar ist. Im Rahmen des Verfahrens wird ein vertikal stehendes erstes
Stapelsegment von aufeinander gestapelten Stückgütern in dem Behälter errichtet. Das
erste Stapelsegment wird mittels der Stützstruktur abgestützt, indem die Wirkfläche
der Stützstruktur in einem vergrösserten Zustand auf eine Seite des ersten Stapelsegments
einwirkt und diese dadurch derart stützt, dass ein Kippen oder Herunterfallen von
in dem ersten Stapelsegment gestapelten Stückgütern auf diese Seite verhindert wird.
[0008] Ein zweites Stapelsegment von aufeinander gestapeltem Stückgut wird auf der dem ersten
Stapelsegment gegenüber liegenden Seite der Stützstruktur derart errichtet, dass das
zweite Stapelsegment mit einer ersten Seite an die Stützstruktur angrenzt und vorzugsweise
von diesem abgesichert wird. Dann wird die Wirkfläche der Stützstruktur derart verkleinert,
dass die Stützstruktur innerhalb des Behälters auf eine der ersten Seite des zweiten
Stapelsegments gegenüber liegenden zweiten Seite des zweiten Stapelsegments bewegt
werden kann und die Stützstruktur wird angrenzend an die zweite Seite des zweiten
Stapelsegments positioniert. Die Wirkfläche der Stützstruktur wird derart vergrössert,
dass die Stützstruktur die zweite Seite des zweiten Stapelsegments stützt.
[0009] Gemäss einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung eine Cargo-Vorrichtung, die eine
Stützvorrichtung umfasst.
[0010] Gemäss einer Ausführungsform erstreckt sich die Stützvorrichtung im Wesentlichen
über eine Breite des Behälters erstreckt. Auf diese Weise kann ein Stapelsegment mit
geringem Aufwand gestützt werden, da es dann seitlich durch Behälterwände gestützt
werden kann. In Längsrichtung des Containers kann es durch andere Stapelsegmente oder
durch eine Front- oder Rückwand des Containers gestützt werden.
[0011] Gemäss einer Ausführungsform umfasst die Stützstruktur einen Fächer. Durch diesen
lässt sich auf besonders einfache und effiziente Weise eine Wirkfläche aufspannen,
die sich reversibel vergrössern und verkleinern lässt. Ebenso kann die Wirkfläche
durch ein Rollo oder durch ausklappbare Stäbe aufgespannt werden.
[0012] Gemäss einer Ausführungsform ist die Stützstruktur und/oder die gesamte Stützvorrichtung
nach dem Beladen des Behälters ohne Demontageaufwand aus dem Behälter entfernbar.
[0013] Mit andern Worten ist die Stützstruktur und/oder die gesamte Stützvorrichtung mobil
und nicht fest in dem Behälter verbaut. Auf diese Weise lässt sich die Stützstruktur
aus dem Behälter auf einfache Weise entfernen und es bleibt mehr Platz für die Beladung
des Behälters mit Stückgütern.
[0014] Gemäss einer Ausführungsform ist die Stützstruktur ausgestaltet, mit der Wirkfläche
in dem vergrösserten Zustand nur Stückgüter in einem oberen Bereich des ersten und/oder
zweiten Stapelsegments durch direkte Berührung mit diesen Stückgütern zu stützen.
Es reicht oft aus, nur die oberen Stückgüter eines Stapelsegments zu stützen, damit
der Stapel stabil bleibt. Indem die Wirkfläche nur den oberen Teil des Stapelsegments
stützt, kann eine kleinere Stützstruktur verwendet werden. Dies ist auch in verkleinertem
Zustand von Vorteil, da die Stützstruktur auch dann weniger Raum beansprucht, wodurch
beim Positionieren der Stützstruktur ein Anecken am Stapel oder an Teilen des Containers
unwahrscheinlicher wird.
[0015] Gemäss einer Ausführungsform umfasst die Stützvorrichtung eine Segmenterzeugungsvorrichtung,
die ausgestaltet ist, ein Stapelsegment zu errichten, indem eine zunächst horizontal
liegende Form der Segmenterzeugungsvorrichtung mit Stückgütern befüllt und anschliessend
aufgestellt und die in der Form enthaltenen Stückgüter in dem Behälter als Stapelsegment
abgesetzt werden. Alternativ können Stapelsegmente aber auch auf andere Weise errichtet
werden. Beispielsweise von Hand, mit einem Roboter, oder indem eine senkrecht stehende
Form mit Stückgütern befüllt wird.
[0016] Gemäss einer Ausführungsform ist die Stützstruktur in dem vergrösserten Zustand fixierbar.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass sich die Stützstruktur, beispielsweise
ein Fächer oder ein Rollo, nicht ungewollt wieder kontrahieren.
[0017] Gemäss einer Ausführungsform ist die Stützstruktur so ausgestaltet, dass sie keine
Störstrukturen aufweist, die beim Versetzen der Wirkfläche von dem vergrösserten in
einen verkleinerten Zustand Stückgüter auf dem durch die Stützstruktur gestützten
Stapel von dem Stapel kippt. Dies ist beispielsweise für einen Fächer, oder für ein
Rollo der Fall.
[0018] Gemäss einer weiteren Ausführungsform sind die Stückgüter lose und/oder inhomogen.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Cargo-Vorrichtung mit einer Stützvorrichtung
zur Abstützung von in einem Behälter für Lastfahrzeuge angeordneten Stapelsegmenten
aus gestapelten postalischen Stückgütern gemäss einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 die Cargo-Vorrichtung mit der Stützvorrichtung von Figur 1 zu einem späteren
Verfahrenszeitpunkt bei der Errichtung eines weiteren Stapelsegments;
Figur 3 die Cargo-Vorrichtung mit der Stützvorrichtung der Stützvorrichtung von Figur
1 zu einem späteren Verfahrenszeitpunkt bei der Abstützung des weiteren Stapelsegments.
[0020] Figur 1 zeigt eine Cargo-Vorrichtung 20 mit einer Stützvorrichtung 2 zur Abstützung
von in einem Behälter 21 für Lastfahrzeuge angeordneten Stapelsegmenten 7, 8 aus gestapelten
postalischen Stückgütern 5 gemäss einer Ausführungsform der Erfindung. Ein solcher
Behälter wird oft auch als Container bezeichnet. Er kann fest mit dem Fahrzeug verbaut,
oder auf dieses aufladbar oder als Anhänger an ein Lastfahrzeug ankoppelbar sein.
[0021] In dem in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Cargo-Vorrichtung
20 zudem eine Segmenterzeugungsvorrichtung 9, die ausgestaltet ist, ein Stapelsegment
7, 8 zu errichten, indem eine zunächst horizontal liegende Form 9a der Segmenterzeugungsvorrichtung
9 mit Stückgütern 5 befüllt und anschliessend aufgestellt und die in der Form enthaltenen
Stückgüter in dem Behälter 21 als Stapelsegment 7, 8 abgesetzt werden. Das Stapelsegment
wird dabei mit der Bewegungsvorrichtung 1 aufgestellt und abgesetzt. Eine solche Segmenterzeugungsvorrichtung
9 ist jedoch nicht zwingend notwendig. Die Stapelsegmente können auch manuell aufgebaut
und mittels der Stützstruktur 3 abgesichert werden. Auch kann ein Stapelsegment mittels
eines Roboters errichtet werden. Beispielsweise kann ein Roboterarm oder können mehrere
Roboterarme dabei das Stapelsegment Stückgut um Stückgut aufbauen.
[0022] Die Cargo-Vorrichtung kann zudem, muss aber nicht, den Behälter 21 umfassen.
[0023] Die Stützvorrichtung 2 umfasst eine Positioniervorrichtung 6 und eine Stützstruktur
3. Mittels der Stützstruktur 3 ist eine Wirkfläche 11 der Stützvorrichtung 2 derart
reversibel in einen vergrösserten Zustand 3a und in einen verkleinerten Zustand 3b
versetzbar, dass die Stützstruktur 3 mit der Wirkfläche 11 in dem vergrösserten Zustand
3a ein Stapelsegment 8 von einer ersten Seite her zu stützen vermag, um ein Kippen
oder Herunterfallen von in dem Stapelsegment 8 gestapelten Stückgütern auf die erste
Seite zu verhindern.
[0024] Ist die Wirkfläche 11 in dem verkleinerten Zustand 3b, so die Stützstruktur 3 ausgestaltet,
mit Hilfe der Positioniervorrichtung 6 innerhalb des Behälters 21 von einer Seite
eines Stapelsegments auf die andere Seite dieses Stapelsegments bewegt zu werden,
also beispielsweise von der ersten Seite 8a des Stapelsegments 8 auf eine der ersten
Seite 8a gegenüberliegenden zweite Seite 8b des Stapelsegments 8, um dort mit der
Wirkfläche in dem vergrösserten Zustand die zweite Seite des Stapelsegments 8 und/oder
eine weitere Seite eines weiteren Stapelsegments zu stützen.
[0025] Die Stützstruktur kann beispielsweise als Fächer, als Rollo, oder als ausklappbare
Stabanordnung ausgestaltet sein. Die Stützstruktur 3 ist ausgestaltet, eine Wirkfläche
bereitzustellen, respektive aufzuspannen, die reversibel vergrösser- und verkleinerbar
ist. Die Wirkfläche kann vertikal sein oder eine vertikale Komponente umfassen, um
ein Stapelsegment von einer Seite her abzustützen.
[0026] Als verkleinern der Wirkfläche oder als verkleinerter Zustand ist auch eine maximal
reduzierte Fächerfläche oder Rollofläche zu verstehen. Mit andern Worten ist als verkleinern
der Wirkfläche oder als verkleinerter Zustand ein in einem Rahmen der Stützvorrichtung
versenktes eingerolltes Rollo oder in ein in einem solchen Rahmen versenkter zusammengefalteter
Fächer zu verstehen.
[0027] Die Stückgüter können beispielsweise Pakete umfassen.
[0028] Die Stützvorrichtung 2 und/oder die Stützsstruktur 3 und/oder die Wirkfläche 11 erstreckt
sich im Wesentlichen über eine gesamte Breite b des Behälters 21.
[0029] Die Stützstruktur 3 und/oder die gesamte Stützvorrichtung 2 ist ausgestaltet, nach
dem Beladen des Behälters 21 ohne Demontageaufwand aus dem Behälter 21 entfernt zu
werden. Die Stützstruktur 3 und/oder die gesamte Stützvorrichtung 2 ist somit mobil
nicht fest in dem Behälter 21 verbaut.
[0030] Die Stützstruktur 3 mit der Wirkfläche in dem vergrösserten Zustand 3a stützt in
der hier gezeigten Ausführungsform nur Stückgüter in einem oberen Bereich des ersten
und/oder zweiten Stapelsegments durch direkte Berührung mit diesen Stückgütern 5.
In einer andern Ausführungsform reicht die Stützstruktur in dem vergrösserten Zustand
bis im Wesentlichen auf die Bodenfläche des Behälters 21, sodass ein Stapelsegment
in seiner gesamten Höhe durch direkten Kontakt mit der Stützstruktur abgestützt wird.
[0031] In dem vergrösserten Zustand ist die Stützstruktur 3 derart fixierbar, dass die Wirkfläche
nicht ungewollt wieder verkleinert wird.
[0032] Mit Hilfe der Cargo-Vorrichtung 20, respektive der Stützvorrichtung 2 kann ein Behälter
21 für Lastfahrzeuge beispielsweise wie folgt mit postalischem Stückgut 5 beladen
werden.
[0033] Zunächst wird das vertikal stehende erste Stapelsegment 7 von aufeinander gestapelten
Stückgütern 5 in dem Behälter 21 errichtet.
[0034] Das erste Stapelsegment 7 wird mittels der Stützstruktur 3 abgestützt, indem die
Wirkfläche 11 der Stützstruktur 3 wie in Figur 1 dargestellt in einem vergrösserten
Zustand 3a eine Seite des ersten Stapelsegments derart stützt, dass ein Kippen oder
Herunterfallen von in dem ersten Stapelsegment 7 gestapelten Stückgütern 5 auf diese
Seite verhindert wird.
[0035] Dann wird das zweite Stapelsegment 8 von aufeinander gestapeltem Stückgütern 5 auf
der dem ersten Stapelsegment gegenüber liegenden Seite der Stützstruktur 7 derart
errichtet, dass das zweite Stapelsegment 8 mit einer ersten Seite an die Stützstruktur
3 angrenzt und von diesem gestützt wird.
[0036] Dann wird die Wirkfläche 11 der Stützstruktur 3 derart verkleinert, dass die Stützstruktur
3 innerhalb des Behälters 21 eine der ersten Seite 8a des zweiten Stapelsegments 8
gegenüber liegenden zweiten Seite 8b des zweiten Stapelsegments 8 bewegt werden kann.
Die Stützstruktur 3 wird dann angrenzend an der zweiten Seite 8b des zweiten Stapelsegments
8 positionert. Figur 2 zeigt diese Positionierung mit der Stützstruktur 3 in dem verkleinerten
Zustand 3b.
[0037] Figur 3 zeigt die Cargo-Vorrichtung 20 mit der Stützvorrichtung 2 von Figur 1 zu
einem späteren Verfahrenszeitpunkt bei welchem das weitere Stapelsegments 8 durch
den Fächer 3 gestützt wird. Dabei ist die Wirkfläche 11 der Stützstruktur 3 wiederum
derart vergrössert worden, dass die Stützstruktur 3 die zweite Seite 8b des zweiten
Stapelsegments 8 stützt.
[0038] In dem in den Figuren 1-3 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Stapelsegmente
mittels der Segmenterzeugungsvorrichtung 9 erstellt. Die Segmenterzeugungsvorrichtung
9 ist ausgestaltet, ein Stapelsegment zu errichten, indem eine zunächst horizontal
liegende Form 9a der Segmenterzeugungsvorrichtung mit Stückgütern befüllt und anschliessend
aufgestellt und die in der Form enthaltenen Stückgüter in dem Behälter als Stapelsegment
abgesetzt werden. Wie in Figur 2 dargestellt umfasst die Segmenterzeugungsvorrichtung
9 dazu ein bewegbares Rückwandelement 4, das von einem oberen Bereich in einen unteren
Bereich der Segmenterzeugungsvorrichtung 9 verschiebbar ist. Wenn sich die Stützstruktur
3 in dem verkleinerten Zustand befindet, wird das Stapelsegment 8 durch das sich im
oberen Bereich befindliche Rückwandelement 4 gestützt. Wird die Wirkfläche 11 der
Stützstruktur 3 vergrössert, damit diese den oberen Bereich des Stapelsegments stützt,
wird das obere Rückwandelement 4 nach unten bewegt, damit die Stützstruktur 3 auch
effektiv die Abstützung des Stapelsegments 8 übernehmen kann. Die Segmenterzeugungsvorrichtung
9 kann ein festes, also nicht verschiebbares, unteres Rückwandelement umfassen, die
einen unteren Bereich des Stapelsegments abstützt. Beim nach unten Bewegen des Rückwandelements
4 kann dieses über das untere Rückwandelement geschoben werden.
[0039] Alternativ zu der Errichtung von Stapelsegmenten mit der Segmenterzeugungsvorrichtung
9 können Stapelsegmente aber auch auf andere Weise errichtet werden, beispielsweise
manuell durch eine Person, oder automatisiert mittels eines Roboters, oder indem eine
senkrecht stehende Form mit Stückgütern befüllt wird.
[0040] Auf diese Weisen kann Stapelsegment um Stapelsegment in dem Behälter 21 von vorne
nach hinten in Behälterrichtung, respektive in Fahrtrichtung, geladen und abgestützt
werden. Sobald zwei Stapelsegmente aneinander grenzen, wird also die dazwischen liegende
Stapelstruktur nicht mehr benötigt und kann zum Abstützen einer andern Seite eines
bereits geladenen Stapelsegments oder eines weiteren Stapelsegments geladen werden.
Selbstverständlich kann der Behälter 21 auch von hinten nach vorne auf diese Weise
beladen werden.
[0041] Gemäss dem Ausführungsbeispiel befindet sich nachdem eine Stapelwand mittels der
Bewegungsvorrichtung 1 aufgestellt und abgesetzt wurde eine als Fächer ausgestaltete
Stützstruktur 3 zwischen zwei Stapelwänden. Sie wird anschliessend in sich zusammengefaltet
und befindet sich vollständig oberhalb des Stapels. Die Stützvorrichtung 2 kann so
über die Transportvorrichtung 1 hinwegbewegt und hinter der zuletzt abgesetzten Stapelwand
positioniert werden. Hier wird der Fächer 3 wieder ausgebreitet. Durch das Herunterfahren
des oberen Teils, der Rückwand, der Transportvorrichtung wird die Stützfunktion auf
den Fächer übertragen. Die Transportvorrichtung kann anschliessend wieder aus dem
Container herausgefahren und befüllt werden.
[0042] Die Stützstruktur greift lediglich im oberen Bereich der Stapelwand ein und ist nach
oben zusammenfaltbar. Der Stapel kann so zu jedem Zeitpunkt gestützt werden ohne,
dass Stützstrukturen im Behälter 21 verbleiben.
[0043] Die Stützstruktur ist durch ineinander verschachtelte Hohlprofile beim Einziehen
frei von Störkonturen was das Herausziehen zwischen zwei Stapelwänden ermöglicht.
[0044] Ausführungsformen der Erfindung können auch für die vollautomatische Beladung von
LKW-Containern oder andern Behältern für Lasttransporte mit inhomogenen postalischen
Stückgütern verwendet werden.
1. Stützvorrichtung (2) zur Abstützung von in einem Behälter (21) für Lastfahrzeuge angeordneten
Stapelsegmenten aus gestapelten postalischen Stückgütern (5), umfassend eine Positioniervorrichtung
(6) und eine Stützstruktur (3);
wobei mittels der Stützstruktur (3) eine Wirkfläche (11) der Stützvorrichtung (2)
derart reversibel in einen vergrösserten Zustand (3a) und in einen verkleinerten Zustand
(3b) versetzbar ist, dass
- die Stützstruktur (3) mit der Wirkfläche (11) in dem vergrösserten Zustand (3a)
ausgestaltet ist, ein Stapelsegment (8) von einer ersten Seite her zu stützen, um
ein Kippen oder Herunterfallen von in dem Stapelsegment (8) gestapelten Stückgütern
auf die erste Seite zu verhindern, und
- die Stützstruktur (3) mit der Wirkfläche (11) in dem verkleinerten Zustand (3b)
ausgestaltet ist, mit Hilfe der Positioniervorrichtung (6) innerhalb des Behälters
(21) von der ersten Seite des Stapelsegments (8) auf eine der ersten Seite gegenüberliegende
zweite Seite des Stapelsegments (8) bewegt zu werden.
2. Stützvorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei sich die Stützvorrichtung (2) im Wesentlichen
über eine Breite (b) des Behälters (21) erstreckt.
3. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützstruktur
(3) einen Fächer umfasst.
4. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützstruktur
(3) und/oder die gesamte Stützvorrichtung (2) ausgestaltet ist, nach dem Beladen des
Behälters (21) ohne Demontageaufwand aus dem Behälter (21) entfernt zu werden.
5. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützstruktur
(3) mit der Wirkfläche (11) in dem vergrösserten Zustand (3a) nur Stückgüter in einem
oberen Bereich des ersten und/oder zweiten Stapelsegments durch direkte Berührung
mit diesen Stückgütern (5) stützt.
6. Stützvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Stützstruktur
(3) in dem vergrösserten Zustand fixierbar ist.
7. Cargo-Vorrichtung (20) umfassend eine Stützvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
8. Verfahren zum Beladen eines Behälters (21) für Lastfahrzeuge mit postalischem Stückgut
(5) mit Hilfe einer Stützstruktur (3) mit welcher eine auf ein Stapelsegment (7, 8)
wirkende Wirkfläche (11) reversibel vergrösser- und verkleinerbar ist, umfassend die
Verfahrensschritte:
- Errichten eines vertikal stehenden ersten Stapelsegments (7) von aufeinander gestapelten
Stückgütern (5) in dem Behälter (21);
- Abstützen des ersten Stapelsegments (7) mittels der Stützstruktur, indem die Wirkfläche
(11) der Stützstruktur (3) in einem vergrösserten Zustand (3a) eine Seite des ersten
Stapelsegments derart stützt, dass ein Kippen oder Herunterfallen von in dem ersten
Stapelsegment (7) gestapelten Stückgütern (5) auf diese Seite verhindert wird;
- Errichten eines zweiten Stapelsegments (8) von aufeinander gestapeltem Stückgütern
(5) auf der dem ersten Stapelsegment gegenüber liegenden Seite der Stützstruktur (7)
derart, dass das zweite Stapelsegment (8) mit einer ersten Seite an die Stützstruktur
(3) angrenzt;
- Verkleinern der Wirkfläche (11) der Stützstruktur (3) derart, dass die Stützstruktur
(3) innerhalb des Behälters (21) eine der ersten Seite (8a) des zweiten Stapelsegments
(8) gegenüber liegenden zweiten Seite (8b) des zweiten Stapelsegments (8) bewegt werden
kann;
- Positionieren der Stützstruktur (3) angrenzend an die zweiten Seite (8b) des zweiten
Stapelsegments (8);
- Vergrössern der Wirkfläche (11) der Stützstruktur (3) derart, dass die Stützstruktur
(3) die zweite Seite (8b) des zweiten Stapelsegments (8) stützt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei sich das erste Stapelsegment (7) und das zweite Stapelsegment
(8) im Wesentlichen über eine Breite (b) des Behälters (21) erstreckt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Stützstruktur (3) einen Fächer
umfasst.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Stützstruktur (3) oder die
gesamte Stützvorrichtung (2) nach dem Beladen des Behälters (21) aus diesem entfernt
wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die Stützstruktur (3) in einem
vergrösserten Zustand (3a) nur Stückgüter in einem oberen Bereich des ersten (7) und/oder
zweiten Stapelsegments (8) durch direkte Berührung mit diesen Stückgütern stützt.