[0001] Die Erfindung betrifft eine Halte- bzw. Befestigungsvorrichtung für plattenförmige
Bauelemente, insbesondere von Fassadenplatten, die aus Glas, Stein oder einem anderen
Material bestehen können.
[0002] Vor allem betrifft die Erfindung Fassadenelemente für elementierte Fassaden, bei
denen Fassadenplatten auf einem Rahmen vor den Geschossdecken eines Gebäudes, insbesondere
eines Hochhauses, befestigt werden.
[0003] Die erfindungsgemäße Art der Halterung und Befestigung von Fassadenplatten kann aber
auch bei anderen Fassadenelementen als bei elementierten Fassaden vorgesehen werden.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine mechanisch widerstandsfähige
und sehr sichere Fixierung von plattenförmigen Bauteilen, wie z.B. Beispiel Fassadenplatten
von Gebäuden an Unterstrukturen, mit einer guten Montierbarkeit und erleichterten
Austauschmöglichkeit bei Beschädigungen oder ähnlichem bereitzustellen.
[0005] Dieses Problem wird durch eine Befestigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie einer Befestigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Befestigungsvorrichtung gemäß der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0006] Erfindungsgemäß wird eine Befestigungsvorrichtung für plattenförmige Bauelemente
an einer Basis, insbesondere für Fassadenplatten, vorgeschlagen, welche umfasst: ein
an der Basis lösbar befestigtes, leistenförmiges Verbindungsprofil, das sich über
einen Großteil einer Seite der rechteckigen Fassadenplatte längs deren Rand erstreckt,
und zwischen Verbindungsprofil und Fassadenplatte ein leistenförmiges Distanzelement
umfasst, das mit der Fassadenplatte verbunden ist und sich über die Länge des Verbindungsprofils
längs einer Seite der Fassadenplatte erstreckt, wobei das lösbare Verbindungsprofil
durch Formschluss mit der Basis und mit dem Distanzelement in Verbindung steht. Das
Distanzelement und das Verbindungsprofil einerseits sowie die Basis und das Verbindungsprofil
andererseits stehen somit formschlüssig in Eingriff. Die formschlüssige Verbindung
hat den Vorteil, dass eine durchgängige und sichere Fixierung der Elemente zueinander
erreicht wird. Die Befestigung ist sehr widerstandsfähig gegenüber auftreffende Kräfte,
wie Windkräfte, oder mechanische Beanspruchungen. Dennoch ist die Befestigungsvorrichtung
mit diesen Merkmalen sehr leicht lösbar, da lediglich das Verbindungsprofil von der
Basis, beispielsweise von der Rückseite des plattenförmigen Bauelements her, gelöst
werden muss, damit der Formschluss zwischen den Elementen gelöst werden kann. Nicht
zuletzt erlaubt diese Art einer Befestigungsvorrichtung das schnelle Montieren und
Demontieren der plattenförmigen Bauelemente. Wenn ein Bauelement, wie beispielsweise
eine Fassadenplatte, beschädigt ist, kann diese einzelne Platte leicht unabhängig
von den anderen Platten entfernt und ersetzt werden. Die Befestigungsvorrichtung gemäß
der Erfindung erlaubt auch eine sehr passgenaue und enge Montage von plattenförmigen
Bauelementen zueinander, da die Montage und Demontage der Befestigungsvorrichtung
und ihre Elemente vollständig von der Rückseite her an der Seite der Basis bzw. des
Verbindungsprofils erfolgt.
[0007] Erfindungsgemäß wird bei einem Verbindungsaufbau nach Anspruch 1 ein Formschluss
zwischen Distanzelement und Verbindungsprofil vorgesehen, der von der Innenseite der
Fassadenplatte aus etwa parallel zur Ebene der Fassadenplatte ineinander geschoben
werden kann, so dass vor allem bei dem Ersatz einer beschädigten Fassadenplatte diese
dadurch abgenommen werden kann, dass der Formschluss zwischen Verbindungsprofil und
Distanzelement von der Innenseite aus durch Herausziehen des Verbindungsprofils aus
dem Verbund mit dem Distanzelement gelöst wird.
[0008] In der gleichen Weise kann eine neue Fassadenplatte auf der vorgegebenen Basis bzw.
dem Rahmen aufgesetzt werden, indem das Verbindungsprofil vom Innenbereich der Fassadenplatte
aus in das Distanzelement sowie in Eingriffsbereiche der Basis bzw. des Rahmens eingesetzt
und mittels Schrauben fixiert wird.
[0009] Durch Verändern des Querschnitts eines der Verbindungselemente, insbesondere des
Distanzelementes können ungleiche Dickenabmessungen von Fassadenplatten benachbarter
Fassadenelemente ausgeglichen werden. Weiterhin kann durch die Gestaltung des Distanzelementes
auch der Neigungswinkel der Fassadenplatte relativ zum Rahmenelement festgelegt werden.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Verbindungsprofil der
Befestigungseinrichtung vom Innenbereich der Fassadenplatte aus in den Verbindungsaufbau
einschiebbar. Die Montage und Demontage durch ein Einschieben des Verbindungsprofils
kann daher von einem Innenbereich des plattenförmigen Bauelements her erfolgen.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das etwa parallel
zur Ebene der Fassadenplatte in den Verbindungsaufbau einschiebbare Verbindungsprofil
durch Schrauben an der Basis zur Fixierung des Formschlusses lösbar befestigt. Mit
einfachen Schrauben, welche an bestimmten Stellen des Verbindungsprofils vorgesehen
sind, und in die Basis durch das Verbindungsprofil eingeschraubt werden können, wird
so eine sichere, jedoch einfach zu bewerkstellende Fixierung des Formschlusses zwischen
den Elementen der Befestigungsvorrichtung gewährleistet. Eine spezielle Handhabung
oder spezielle Werkzeuge für die Montage oder Demontage sind nicht erforderlich. Auch
lässt sich so eine schnell lösbare durchgängige Befestigung in Kombination mit dem
Formschluss der Elemente gewährleisten.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Distanzelement
einen ebenen Basisabschnitt auf, der mit der Fassadenplatte bzw. dem plattenförmigen
Bauelement vorzugsweise durch Kleben verbunden ist und von dem aus wenigstens ein
im Querschnitt L-förmiger Ansatz vorstehend angeformt ist, der in einem im Querschnitt
U-förmigen Aufnahmebereich des Verbindungsprofils eingreift. Mit dem ebenen Basisabschnitt
lässt sich eine vergleichsweise großflächige Verklebung zur sicheren Fixierung auch
von schweren Plattenbauteilen, wie z.B. Glasplatten oder Steinplatten realisieren.
Das Distanzelement hat an dem vorstehenden Ansatz eine solche Form, die einen leichten
Formschluss mit einem Verbindungsprofil mit entsprechender Ausgestaltung erlaubt.
Das Distanzelement ist dabei auf vergleichsweise einfache Art und Weise herzustellen,
beispielsweise als ein Extrusion profilabschnitt aus Kunststoff.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Basisabschnitt
des Distanzelementes eine unterschiedliche Dickenabmessung zum Ausgleich unterschiedlicher
Dicken benachbarter Fassadenplatten auf. Auf diese Weise lässt sich mit ein und derselben
Befestigungsvorrichtung auch ein vorteilhafter Ausgleich von unterschiedlichen Dicken
erreichen, so dass eine nach außen hin durchgängig in gleicher Ebene liegende Fläche
einer einheitlichen Fassade aus modulartigen Fassadenplatten realisiert werden kann.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Basisabschnitt
des Distanzelementes mit seiner Verbindungsfläche zur Fassadenplatte hin eine Neigung
relativ zum Verbindungsaufbau auf. Mit solch einer Neigung, die in unterschiedlichen
Gradbereichen eingestellt und realisiert sein kann, lassen sich auch leicht abgewinkelte
oder gewölbte Fassaden mit solchen plattenförmigen Bauelementen bestücken. Die Befestigungsvorrichtung
ist somit variabel auch was die Dicken und Ausrichtungen von dahinterliegenden Bauteilen
betrifft. Die Einsatzmöglichkeiten sind dadurch vielfältiger.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Basis, an welcher
die Platte oder das plattenförmige Bauteil mittels Distanzelement und Verbindungsprofil
durch formschlüssigen Eingriff (Formschluss) befestigt ist, als leistenförmiges Bauteil
ausgebildet, das an einem anderen Bauteil befestigbar ist. Ein leistenförmiges Bauteil
kann auf einfache Weise und in unterschiedlichen Längen hergestellt werden und ist
an Ort und Stelle einfach auf die jeweiligen erforderlichen Längen anpassbar. Die
Leistenform hat ferner den Vorteil, dass ein im Wesentlichen durchgängiger Formschluss
zwischen den Elementen der Befestigungsvorrichtung erreicht wird, was zu einer noch
sichereren Befestigung und Fixierung führt.
[0016] Die Erfindung betrifft ebenso eine Befestigungsvorrichtung für Fassadenplatten an
einer Basis gemäß den Merkmalen des Anspruchs 9, welche umfasst: ein leistenförmiges
Distanzelement, das mit der Fassadenplatte verbunden ist und sich vorzugsweise über
die Länge von wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten einer rechteckigen Fassadenplatte
längs des Randes der Fassadenplatte erstreckt, wobei das Distanzelement mit Formschluss
in eine Ausnehmung des Basisteils mittels eines abstehenden Steges eingreift und wobei
eine durch die Steckverbindung zwischen Basisteil und Distanzelement führende Schraube
oder ein Bolzen zum lösbaren Verbinden der beiden Teile vorgesehen ist.
[0017] Beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung Fassadenelemente einer elementierten Fassade vor Geschossdecken
eines Gebäudes,
- Fig. 2
- einen Horizontalschnitt durch ein Fassadenelement,
- Fig. 3
- einen Vertikalschnitt durch ein Fassadenelement,
- Fig. 4
- einen Horizontalschnitt zwischen benachbarten Fassadenelementen,
- Fig. 4a
- Querschnittsansichten eines Verbindungsprofils und eines Distanzelementes in einer
auseinandergezogenen Ansicht,
- Fig. 4b
- zur Erläuterung des Verbindungsaufbaus eine vereinfachte Ausführungsform,
- Fig. 5
- einen Vertikalschnitt mit unterschiedlich ausgelegten Distanzelementen,
- Fig. 6
- einen Vertikalschnitt durch den Verbindungsbereich benachbarter Fassadenplatten,
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht der Anordnung der Verbindungselemente an einer Fassadenplatte,
und
- Fig. 8
- eine vereinfachte Ausführungsform.
[0018] Fig. 1 zeigt schematisch rechteckige Fassadenelemente 1, 1', die zwischen Geschossdecken
D eines Gebäudes montiert werden, wobei die Geschossdecken D in der Regel aus Beton
bestehen und mit Befestigungseinrichtungen für die Fassadenelemente versehen sind.
Die Befestigung der Fassadenelemente 1 an den Geschossdecken D ist an sich bekannt.
[0019] Bei dem in Fig. 1 wiedergegebenen Beispiel sind die Fassadenelemente 1 in einen transparenten
Vision-Bereich 1a und einen opaken Shadow-Bereich 1b unterteilt.
[0020] Der Vision-Bereich 1a entspricht im Wesentlichen der Raumhöhe mit transparentem Glas,
während die Höhe des Shadow-Bereichs 1b dem von dem Plattenteil 1b abgedeckten Installations-
und Isolierbereich an den Geschossdecken D entspricht. In Fig. 5 und 6 sind die Vision-Bereiche
mit VG1 und die Shadow-Bereiche mit SG1 bezeichnet.
[0021] Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt auf der Höhe des Vision-Bereichs 1a durch ein Fassadenelement
1, wobei mit 2 Rahmenelemente bezeichnet sind, die sich über die vier Seiten eines
rechteckigen Fassadenelementes 1 erstrecken. Mit 3 ist das plattenförmige Bauteil
in Form einer Glasplatte bezeichnet, auf deren Innenseite längs des Randes ein leistenförmiges
Distanzelement 4 durch Kleben befestigt ist. Mit dem Distanzelement 4 steht ein leistenförmiges
Verbindungsprofil 5 in formschlüssigem Eingriff, das an dem Rahmenelement 2 lösbar
befestigt ist.
[0022] Fig. 3 zeigt einen Vertikalschnitt durch das gesamte Fassadenelement 1, wobei zwischen
Vision-Bereich 1a und Shadow-Bereich 1b ein quer verlaufender Riegel 21 vorgesehen
ist, der sich über die Breitenabmessung des Fassadenelementes 1 zwischen den Rahmenelementen
2 erstreckt und an dem sowohl die obere Fassadenplatte 3b des Shadow-Bereichs als
auch die untere Fassadenplatte 3a des Vision-Bereichs befestigt ist.
[0023] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Rahmen aus den Rahmenelementen
2 und dem quer verlaufenden Riegel 21 eine Basis für die Befestigung der im Folgenden
als Fassadenplatte 3 bezeichneten Plattenelemente 3a und 3b.
[0024] Die Fassadenelemente 1 können auch an einem Stahlträger oder einer ähnlichen Einrichtung
am Gebäude mit oder ohne Rahmen 2 befestigt sein.
[0025] Die Rahmenelemente 2 und der quer verlaufende Riegel 21 sind vorzugsweise als Hohlkammerprofile
ausgebildet, die stumpf aneinander liegend oder auf Gehrung geschnitten miteinander
verbunden sind.
[0026] Fig. 4 zeigt in einem Horizontalschnitt durch benachbarte Fassadenelemente 1 im Vision-Bereich
im Einzelnen ein Ausführungsbeispiel, wobei die Verbindungselemente 4 und 5 zur Verdeutlichung
in Fig. 4a in einer auseinandergezogenen Querschnittsansicht wiedergegeben sind.
[0027] Das Distanzelement 4 weist im Querschnitt einen bandförmigen, ebenen Basisabschnitt
4.1 auf, der auf den Fassadenplatten 3a und 3b im Randbereich vorzugsweise durch Kleben
befestigt ist. Auf dem Basisabschnitt 4.1 sind in einem Abstand voneinander im Querschnitt
L-förmige vorstehende Ansätze 4.2 und 4.3 angeformt, die für einen formschlüssigen
Eingriff mit dem Verbindungsprofil 5 dienen, das entsprechend geformte Aufnahmebereiche
bei 5.2 und 5.3 aufweist. Die Aufnahmebereiche 5.2 und 5.3 sind im Querschnitt U-förmig
gestaltet, in die die etwa parallel zum Basisabschnitt 4.1 verlaufenden Schenkel der
L-förmigen Ansätze 4.2 und 4.3 eingreifen. An einem Verbindungsabschnitt 5.1 zwischen
den beiden Aufnahmebereichen ragt etwa in einem Winkel von etwa 90° ein Befestigungsabschnitt
5.4 vor, der mittels einer Schraube 5.5 an einer etwa senkrecht zur Fassadenplatte
3 liegenden Fläche eines Absatzes 2.1 des Rahmenelementes 2 angeschraubt ist.
[0028] Die Verbindungselemente 4 und 5 zwischen Fassadenplatte 3 und Rahmenelement 2 sind
so ausgebildet, dass bei der Montage die Verbindungsprofile 5 von der Innenseite des
Rahmens aus etwa parallel zur Fläche der Fassadenplatte 3 in das Distanzelement 4
und in Ausnehmungen des Rahmenelementes 2 eingeschoben werden können und auch die
Schraube 5.5 zum Fixieren der Steckverbindung in dieser Richtung am Rahmenelement
2 eingreift.
[0029] Fig. 4b zeigt schematisch eine vereinfachte Ausführungsform des Verbindungsaufbaus
mit einer Basis 2, die als Rahmenteil oder auch als Stahlpfosten ausgebildet sein
kann. Mit 5 ist ein Verbindungsprofil mit vereinfachter Querschnittsform bezeichnet,
wobei die von dem senkrechten Abschnitt 5, 4 abstehenden Ansätze 5.8 und 5.2 in etwa
den Eingriffselementen in Fig. 4a entsprechen.
[0030] Das Distanzelement 4 ist ebenfalls eine vereinfachte Ausführungsform mit einem einzelnen
im Querschnitt L-förmigen Ansatz 4.2.
[0031] Wie bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist an der Basis 2 ein vorspringender Absatz
bei 2.4 ausgebildet, an dem das Distanzelement 4 mit dem Ansatz 4.2 anliegt. Mit 2.2
ist eine Nut für den Eingriff des stegförmigen Vorsprungs 5.8 des Verbindungsprofils
vorgesehen, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 4.
[0032] Wie Fig. 4b zeigt, übergreifen die beiden im Querschnitt U-förmig angeordneten Abschnitte
5.2 und 5.8 des Verbindungsprofils 5 nach Art einer Klammer den Vorsprung 2.3 an der
Basis 2 und den Schenkel 4.2 am Distanzelement 4, wenn das Verbindungsprofil 5 auf
den hakenförmigen Ansatz 4.1 und in die Nut 2.2 der Basis 2 etwa von der Mitte des
plattenförmigen Bauteils 3 aus eingeschoben wird. Das die stegförmigen Vorsprünge
2.3 und 4.2 klammerartig übergreifende Verbindungsprofil 5 wird durch die in Fig.
4b im Einzelnen nicht dargestellte Schraube 5.5 an der Basis 2 fixiert, so dass sich
trotz einfacher Montierbarkeit und Demontierbarkeit des Verbindungsaufbaus eine zuverlässige
Halterung des plattenförmigen Bauteils 3 an der Basis 2 ergibt.
[0033] Zur Abdeckung des Verbindungsbereiches ist in Fig. 4 eine Abdeckleiste 6 vorgesehen,
die mit einem elastischen Ansatz 6.1 in eine im Querschnitt U-förmige Ausnehmung 5.6
des Verbindungsprofils 5 eingreift, die zwischen dem Verbindungsabschnitt 5.1 und
einem von dem Befestigungsabschnitt 5.4 abstehenden Abschnitt 5.7 ausgebildet und
auf der Innenseite mit zwei Rastnoppen für den Eingriff der Abdeckleiste 6 versehen
ist. Etwa parallel zur Achse der Schraube 5.5 ist am Befestigungsabschnitt 5.4 des
Verbindungsprofils 5 ein Steg 5.8 angeformt, der in eine entsprechende Nut 2.2 des
Rahmenelementes 2 eingreift.
[0034] Es kann auch eine andere Form des Steckeingriffs vorgesehen sein.
[0035] Weiterhin ist für den Formschluss zwischen Rahmenelement 2 und Verbindungsprofil
5 dessen Aufnahmebereich 5.2 mit seinem U-förmigen Querschnitt so ausgebildet, dass
zusätzlich zu dem Schenkel des Ansatzes 4.2 auch ein Schenkel 2.3 des Rahmenelementes
2 in dem U-förmigen Aufnahmebereich 5.2 aufgenommen werden kann.
[0036] Während die beiden Schenkel 4.2 und 2.3 mit Passsitz in dem U-förmigen Aufnahmebereich
5.2 des Verbindungsprofils 5 eingreifen, liegt der Schenkel des Ansatzes 4.3 des Distanzelementes
4 mit Spiel in dem U-förmigen Aufnahmeabschnitt 5.3 des Verbindungsprofils 5, um Maßungenauigkeiten
ausgleichen zu können.
[0037] Auf einem Verbreiterungsabschnitt 4.4 des Distanzelementes 4 in dessen Außenbereich,
der an einem vorstehenden Absatz des Rahmenelementes 2 anliegt, ist eine Nut 2.4 am
Rahmenelement 2 ausgebildet, in der eine Dichtschnur eingelegt ist.
[0038] Bei dem in Fig. 4 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel ist die Fassadenplatte 3 durch
zwei beabstandete Glasplatten 3.1 und 3.2 ausgebildet, die im Randbereich durch eine
Lage 3.3 aus Kunststoff durch Kleben miteinander verbunden sind.
[0039] Das Distanzelement 4 ist durch Klebung auf dem Basisabschnitt 4.1 mit einem Streifen
3.4 aus Kunststoff verbunden, der auf der Innenseite der Fassadenplatte 3 aufgeklebt
ist.
[0040] Mit 3.5 ist eine abdichtende Abdeckleiste auf dem Außenumfang des Fassadenelementes
1 im Bereich der Fassadenplatte 3 bezeichnet, die durch einen elastischen Ansatz 3.54
in einer im Querschnitt etwa T-förmigen Nut am Rahmenelement 2 gehalten ist und bis
zur Außenkante der Fassadenplatte 3 reicht. Auf der Außenseite dieser Abdeckleiste
3.5 ragen zwei angeformte, elastische Dichtbereiche 3.51 und 3.52 vor, die an entsprechenden
Dichtbereichen der Abdeckleiste 3.5 des benachbarten Fassadenelementes 1' zum Anliegen
kommen, so dass der Spalt zwischen den benachbarten Fassadenelementen 1 und 1' auf
diese Weise abgedichtet wird.
[0041] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel in Fig. 4 liegen die Außenflächen der Fassadenplatten
3 etwas geneigt zueinander in einem Winkel von 174°. Die Außenflächen der benachbarten
Fassadenplatten können aber auch miteinander fluchten. Die Neigung kann durch eine
entsprechend ausgelegte Neigung der Außenfläche des Basisabschnittes 4.1 des Distanzelementes
4 relativ zur Horizontalen in Fig. 4 eingestellt werden, ohne dass dadurch der Aufbau
bzw. die Querschnittsform des Rahmenelementes 2 und des Verbindungsprofils 5 beeinflusst
wird.
[0042] Mit anderen Worten kann durch die Querschnittsformen des Distanzelementes 4 einerseits
die Neigung der Fassadenplatte 3 relativ zum Rahmenelement 2 und andererseits der
Abstand der Fassadenplatte 3 vom Rahmenelement 2 eingestellt werden, wie dies bei
dem Ausführungsbeispiel in Fig. 5 wiedergegeben ist.
[0043] Fig. 5 zeigt in einem Vertikalschnitt den Verbindungsbereich an dem quer verlaufenden
Riegel 21 zwischen dem oberen Plattenelement 3b des Shadow-Bereichs und dem unteren
Plattenelement 3a des Vision-Bereichs. Nachdem im Shadow-Bereich das Plattenelement
3b nur eine geringere Dicke aufweist als das Plattenelement 3a im Vision-Bereich,
wird der Dickenunterschied durch ein dickeren Distanzelement 4a ausgeglichen, wobei
am Basisabschnitt 4.1 ein entsprechend bemessenes Hohlkammerprofil 4.1a angeformt
ist. Ansonsten ist der Verbindungsbereich zwischen dem Querriegel 21 und den beiden
Fassadenplatten 3a und 3b im Wesentlichen in der gleichen Weise ausgebildet wie bei
der Ausführungsform nach Fig. 4, wobei in Fig. 5 die Außenflächen der benachbarten
Fassadenplatten 3a und 3b miteinander fluchten. Entsprechend liegt der Basisabschnitt
4.1 der beiden Verbindungsprofile 4 und 4a parallel zur Außenfläche der Fassadenplatten
3a und 3b.
[0044] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 5 ist der Spalt zwischen den benachbarten Fassadenplatten
3a und 3b durch eine im Querschnitt U-förmige Dichtung 7 abgedichtet, die über einen
Ansatz 7.1 in eine Nut auf der Mittellinie M des Riegels 21 eingreift.
[0045] In Fig. 5 ist am Riegel 21 etwas oberhalb der Mittellinie M ein im Querschnitt U-förmiger
Aufnahmebereich 21.2 ausgebildet, der in horizontaler Richtung nach außen offen ist
und ein Tragprofil 8 aufnimmt, das mit einem verlängerten Abschnitt 8.1 sich bis nahe
zur Außenkante der Fassadenplatte 3b erstreckt. Auf diesem äußeren Abschnitt ist ein
leistenförmiges Auflageteil 8.2 aufgelegt, auf dem das Gewicht der Fassadenplatte
3b aufliegt.
[0046] Diese Tragprofile 8 sind in einem Abstand voneinander längs der Unterseite der Fassadenplatten
positioniert, um die Klebeverbindung an dem Distanzelement 4 bzw. 4a zu entlasten.
[0047] Auf dem Innenumfang des Riegels 21 sind mit einem Gewinde versehen Ansätze 21.1 angeformt
zur Aufnahme von Schrauben, wie durch gestrichelte Linien angedeutet.
[0048] Die Rahmenelemente 2, 21 sowie die Distanzelemente 4, 4a und die Verbindungsprofile
5 sind aus Metall gefertigt, vorzugsweise aus einer Aluminiumlegierung.
[0049] Der formschlüssige Eingriff des Verbindungsprofils 5 in das Distanzelement 4 und
in das eine Basis bildende Rahmenelement 2, 21 ist so ausgebildet, dass das durch
die Schrauben 5.5 von der Basis bzw. den Rahmenelementen lösbare Verbindungsprofil
5 vom Außenumfang der Fassadenplatte 3 nach innen aus dem Formschluss herausgezogen
werden kann.
[0050] Wenn beispielsweise in Fig. 5 die untere Fassadenplatte 3a wegen Beschädigung ausgewechselt
werden muss, wird die Schraube 5.5 von der Innenseite der Fassadenplatte 3a aus gelöst,
so dass das leistenförmige Verbindungsprofil 5 in Fig. 5 nach unten aus der Steckverbindung
herausgezogen werden kann. Dadurch ist die Fassadenplatte 3a mit dem aufgeklebten
Distanzelement 4 von der Basis bzw. dem Riegel 21 gelöst und kann abgenommen werden,
nachdem auf den übrigen Rahmenelementen 2 die Verbindungsprofile 5 in der gleichen
Weise aus der Steckverbindung herausgezogen sind.
[0051] In der gleichen Weise kann ein neues Fassadenelement 3a am Riegel 21 wieder befestigt
werden, indem das Verbindungsprofil 5 formschlüssig einerseits in das Distanzelement
4 eingreift und andererseits formschlüssig an dem vorstehenden Steg 21.3 sowie an
einer Nut 21.2 des Riegels 21 eingreift, worauf dieser Formschluss durch die Schraube
5.5 fixiert wird.
[0052] Der Steg 21.3 und die Nut 21.2 entsprechen dem Abschnitt 2.3 und der Nut 2.2 in Fig.
4.
[0053] Diese formschlüssige und klammerartige Verbindung des Verbindungsprofils 5 einerseits
mit dem Distanzelement 4 und andererseits mit der Basis bzw. dem Riegel 21 ist identisch
an den übrigen Rahmenelementen 2 ausgebildet, wie ein Vergleich mit Fig. 4 zeigt.
[0054] Während im Vision-Bereich 1a der Fassadenelemente 1 die lösbaren Verbindungsprofile
5 von der Innenseite aus leicht zugänglich sind, sind im Shadow-Bereich die Verbindungsprofile
5 nicht immer von der Innenseite aus zugänglich, weswegen für diese Bereiche die andere
Verbindungsart gewählt werden kann.
[0055] Fig. 6 zeigt einen Vertikalschnitt durch Fassadenelemente mit einem Vision-Bereich
1a oben und einem Shadow-Bereich 1b unten, wobei im oberen Vision-Bereich das Verbindungsprofil
5 durch den lösbaren Formschluss mit dem Distanzelement 4 und mit dem Rahmenelement
2 verbunden ist.
[0056] Im unteren Bereich ist die Querschnittsform des Verbindungsprofils 5 identisch mit
dem Verbindungsprofil 5 im oberen Bereich, aber die Querschnittsform des Distanzelementes
ist in anderer Weise ausgebildet.
[0057] Auf der dem Rahmenelement 2 zugewandten Seite des Distanzelementes 40 stehen in einem
Abstand Ansätze 40.2 und 40.3 vor, die wie bei der Ausführungsform in Fig. 4 an einem
Absatz des Rahmenelementes 2 anliegen und in das Verbindungsprofil 5 eingreifen. Es
ist aber kein Formschluss durch einen L-förmig abgewinkelten Bereich in Fig. 6 an
diesen Ansätzen 40.2 und 40.3 vorgesehen, wie ein Vergleich zwischen Fig. 4 und Fig.
6 zeigt. Anstelle des Hohlkammerprofils 40.1 kann das Distanzelement 40 in Fig. 6
auch mit einem platten- bzw. bandförmigen Basisabschnitt 4.1 ausgebildet sein entsprechend
dem Basisabschnitt 4.1 am oberen Distanzelement 4.
[0058] In Fig. 6 ist das Distanzelement 40 im Verlängerungsbereich 40.4 auf der Außenseite
des Fassadenelementes mit einer schrägliegenden Anlagefläche für eine Schraube 50
versehen, die das Distanzelement 40 direkt mit dem Rahmenelement 2 verbindet. Die
Schraube 50 weist einen konischen Schraubenkopf 50.1 auf, dessen Konusfläche im Wesentlichen
parallel zur Mittellinie M zwischen den benachbarten Fassadenelementen liegt bzw.
parallel zur Außenfläche des Rahmenelementes 2.
[0059] Zur Aufnahme des Schraubenkopfes 50.1 ist die Lage 3.4 aus Kunststoff zwischen Glasplatte
3.1 und Distanzelement 40 mit einer entsprechenden Ausnehmung versehen. Durch die
Schräglage der Schraube 50 kann diese von dem Spalt zwischen den benachbarten Fassadenplatten
aus betätigt werden.
[0060] Zum Lösen einer beschädigten Fassadenplatte 3b im Shadow-Bereich werden die Schrauben
50 gelöst, so dass die Fassadenplatte 3b abgenommen und ersetzt werden kann.
[0061] Wenn auf den anderen Seiten der Fassadenplatte 3b im Shadow-Bereich das Verbindungsprofil
5 von der Innenseite der Fassadenplatte 3b aus zugänglich sein sollte, so kann auf
diesen Seiten die formschlüssige Steckverbindung des Verbindungsprofils 5 vorgesehen
werden, wie sie z.B. in Fig. 6 oben wiedergegeben ist.
[0062] Mit anderen Worten kann die Art der Befestigung einer Fassadenplatte 3 an einer Basis
bzw. einem Rahmen 2, 21 auf den vier Seiten der rechteckigen Fassadenplatte unterschiedlich
ausgelegt sein, je nach Zugänglichkeit des Verbindungsprofils 5.
[0063] Die Verbindungselemente 4 und 5 erstrecken sich vorteilhafterweise in unterteilter
Form nur über den Großteil einer Seite einer Fassadenplatte 3 und nicht über den Eckbereich,
so dass die leistenförmigen Verbindungselemente 4 und 5 gesondert für jede Seite einer
Fassadenplatte 3 ausgelegt werden können.
[0064] Es ist auch möglich, einen Verbindungsaufbau mit formschlüssigem Eingriff an wenigstens
einer Seite eines plattenförmigen Fassadenelementes 3 vorzusehen, wobei nach Abnahme
des Fassadenelementes und Anbringen eines neuen Fassadenelementes das ursprüngliche
Distanzelement 4 ersetzt wird durch ein Distanzelement 40, das mittels der Schraube
50 direkt an der Basis bzw. am Rahmenelement 2 angeschraubt wird. Die Querschnittsform
des Verbindungsprofils 5 muss dabei nicht verändert werden.
[0065] Fig. 7 zeigt schematisch in einer Ansicht einer Fassadenplatte 3 von innen die Anordnung
der Verbindungselemente 4 und 5. Die leistenförmigen Distanzelemente 4 können sich
über die ganze Länge einer Seite der Fassadenplatte 3 erstrecken. Die leistenförmigen
Verbindungsprofile 5 können kürzer sein. Sie können auch nur abschnittsweise auf einer
Seite der Fassadenplatte vorgesehen werden.
[0066] Durch Pfeile ist in Fig. 7 die Richtung angedeutet, in der die Verbindungsprofile
5 in die Steckverbindung zwischen Distanzelement 4 einerseits und Rahmen 2 andererseits
eingeschoben werden, wobei in Fig. 7 der Rahmen nicht wiedergegeben ist.
[0067] Zur Aufnahme der Last der Fassadenplatte 3a ist in Fig. 6 an der Unterseite des horizontal
liegenden Rahmenelementes 2u ein Tragprofil 8a befestigt, das einen plattenförmigen
Basisabschnitt 8.1a aufweist, von dem auf der Oberseite ein im Querschnitt L-förmiger
Hakenansatz 8.2a vorstehend angeformt ist, der in eine entsprechend geformte Aufnahmenut
2u.1 am Rahmenelement 2u eingreift. Mit 8.3a ist eine Schraube bezeichnet, mittels
der das Tragprofil 8a mit dem Rahmenelement 2u zusätzlich zu dem formschlüssigen Eingriff
bei 8.2a, 2u.1 verbunden ist. Der äußere Bereich des plattenförmigen Abschnitts 8.1a
des Tragprofils 8a nimmt unter Zwischenlage eines Auflageteils 8.2a die Last der Fassadenplatte
3a auf. Hierdurch werden die Klebeverbindungen zwischen Fassadenplatte 3 und Distanzelement
4 bzw. 40 entlastet, so dass diese Klebeverbindung nur noch Windlasten aufzunehmen
hat, die nicht dauernd, sondern nur gelegentlich auftreten.
[0068] Die Breite der Rahmenelemente 2 in der Richtung parallel zur Fassadenplatte 3 gibt
die Rahmenbreite vor und die Distanzelemente 4, 40 sowie die Verbindungsprofile 5
sind so ausgelegt, dass sie über diese Breitenabmessung des Rahmens nicht hinausragen,
so dass sich ein Verbindungsbereich zwischen Rahmenelementen 2 und Fassadenplatte
3 ergibt, der im äußeren Erscheinungsbild eine Fortsetzung des Querschnitts des Rahmenelementes
2 darstellt.
[0069] Zudem ist durch die Gestaltung dieses Verbindungsbereichs, bei dem die Außenfläche
des Verbindungsbereichs mit der Außenumfangsfläche der Fassadenplatte 3 bzw. des Rahmens
2 fluchtet, ein enger Spalt zwischen benachbarten Fassadenelementen möglich.
[0070] Es sind verschiedene Abwandlungen der beschriebenen Bauform möglich. So kann beispielsweise
das in Fig. 4b wiedergegebene Basisteil 2 in unterschiedlicher Weise gestaltet sein.
[0071] Bei einer Befestigung eines plattenförmigen Bauelementes 3 z.B. an einem Stahlpfosten
kann ein leistenförmiges Basisteil entsprechend dem im Fig. 4b wiedergegebenen Basisteil
2 vorgesehen werden, das mit dem Stahlträger verbunden wird.
[0072] Wenn die Basis 2 als leistenförmiges Bauteil ausgebildet wird, das an einem anderen
Bauteil befestigt wird, so erstreckt sich das leistenförmige Bauteil 2 vorzugsweise
über die Seitenlänge der Platte 3, es kann sich aber auch nur über die Länge des Verbindungsprofils
5 erstrecken. Die Querschnittsform eines solchen Basisteils kann je nach den Gegebenheiten
unterschiedlich gestaltet sein, ebenso der Eingriffsbereich des Verbindungsprofils
5 am Basisteil 2. Beispielsweise kann ein kammförmiger Eingriff zwischen Basisteil
2 und Verbindungsprofil vorgesehen werden.
[0073] In gleicher Weise kann der Eingriffsbereich zwischen Verbindungsprofil 5 und Distanzelement
4 in anderer Weise als dargestellt gestaltet sein.
[0074] Während bei der Ausführungsform in Fig. 4b nur ein Eingriffsbereich bei 4.2 am Distanzelement
4 vorgesehen ist, werden bevorzugt in der Breitenrichtung des Distanzelementes 4 in
Fig. 4a zwei beabstandete Eingriffsbereiche vorgesehen. Auch senkrecht zur Ebene der
Platte 3 ist in Fig. 4b nur ein Eingriffsbereich bei 2.2 zwischen Verbindungsprofil
und Basisteil 2 vorgesehen, während bei der Ausführungsform nach Fig. 4a senkrecht
zur Plattenebene zwei Eingriffsbereiche bei 5.8 und 5.2 vorgesehen sind.
[0075] Die beschriebene Befestigungsvorrichtung zwischen einem plattenförmigen Bauteil 3
und einem Basisteil 2 kann nicht nur bei Fassadenelementen angewendet werden, sondern
auch im üblichen Baubereich, insbesondere wenn es darauf ankommt, dass die Platte
3 gegen eine neue Platte ausgewechselt werden muss.
[0076] Hierbei kann die Verbindung des Distanzelementes 4 mit der Platte 3 auch in anderer
Weise als durch Kleben ausgebildet sein.
[0077] Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform nach der Erfindung, bei der das Distanzelement
zwischen Basis 2 und Platte 3 in seiner Funktion mit dem Verbindungsprofil 5 dadurch
kombiniert ist, dass an dem Basisabschnitt 41.1 des Distanzelementes 41 ein etwa senkrecht
vorstehende Abschnitt 41.2 ausgebildet ist, der in eine senkrecht zur Fläche der Platte
3 liegenden Nut 22 an der Basis 2 eingreift. Durch das Basisteil 2 verläuft im Bereich
der Nut 22 eine Bohrung zur Aufnahme des Schaftes einer Schraube 51, die sich durch
eine Bohrung in dem Schenkel 41.2 des Distanzelementes 41 erstreckt.
[0078] Anstelle einer Schraube 51 kann auch ein Bolzen mit Sicherung in den Basisteil 2
auf diese Weise eingesetzt sein.
[0079] Das Distanzelement 41 ist mit dem Basisabschnitt 41.1 wie bei den vorausgehenden
Ausführungsformen durch Klebung mit der Platte 3 verbunden und durch Lösen der Schraube
bzw. des Bolzens 51 kann die Platte 3 nach rechts in Fig. 8 vom Basisteil 2 gelöst
werden, wobei in gleicher Weise eine neue Platte 3 auch wieder eingesetzt werden kann.
[0080] Auch bei dieser vereinfachten Ausführungsform ist das die Verbindung sichernde Element
51 von dem Innenbereich der Platte 3 aus lösbar und nach dem Einsetzen einer neuen
Platte wieder einsetzbar.
1. Befestigungsvorrichtung für plattenförmige Bauelemente (3), an einer Basis (2, 21),
insbesondere für Fassadenplatten (3), umfassend
- ein an der Basis (2, 21) lösbar befestigtes, leistenförmiges Verbindungsprofil (5),
das sich über einen Großteil einer Seite der rechteckigen Fassadenplatte (3) längs
deren Rand erstreckt, und
- zwischen Verbindungsprofil (5) und Fassadenplatte (3) ein leistenförmiges Distanzelement
(4, 40), das mit der Fassadenplatte (3) verbunden ist und sich über die Länge des
Verbindungsprofils (5) längs einer Seite der Fassadenplatte (3) erstreckt,
- wobei das lösbare Verbindungsprofil (5) durch Formschluss mit der Basis (2, 21)
und mit dem Distanzelement (4, 40) in Verbindung steht.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Verbindungsprofil (5) vom Innenbereich
der Fassadenplatte (3) aus in den Verbindungsaufbau einschiebbar ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das etwa parallel zur Ebene
der Fassadenplatte (3) in den Verbindungsaufbau einschiebbare Verbindungsprofil (5)
durch Schrauben (5.5) an der Basis (2, 21) zur Fixierung des Formschlusses lösbar
befestigt ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Distanzelement
(4, 40) einen ebenen Basisabschnitt (4.1, 40.1) aufweist, der mit der Fassadenplatte
(3) vorzugsweise durch Kleben verbunden ist und von dem aus wenigstens ein im Querschnitt
L-förmiger Ansatz (4.2, 4.3) vorstehend angeformt ist, der in einen im Querschnitt
U-förmige Aufnahmebereich (5.2, 5.3) des Verbindungsprofils (5) eingreift.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, wobei der Basisabschnitt (4.1, 40.1) des
Distanzelementes (4, 40) eine unterschiedliche Dickenabmessung zum Ausgleich unterschiedlicher
Dicken benachbarter Fassadenplatten (3a, 3b) aufweist.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Basisabschnitt (4.1, 40.1)
des Distanzelementes (4, 40) mit seiner Verbindungsfläche zur Fassadenplatte (3) eine
Neigung relativ zum Verbindungsaufbau aufweist.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Distanzelement
(4) sich über die Länge der Seiten einer rechteckigen Fassadenplatte (3) erstreckt,
während das Verbindungsprofil (5) in Abschnitten oder als kürzeres Längsstück im Verhältnis
zur Länge des Distanzelementes (4) ausgebildet ist.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Basis (2),
an der die Platte (3) mittels Distanzelement (4) und Verbindungsprofil (5) durch formschlüssigen
Eingriff befestigt ist, als leistenförmiges Bauteil ausgebildet ist, das an einem
anderen Bauteil befestigbar ist.
9. Befestigungsvorrichtung für Fassadenplatten (3) an einer Basis (2, 21), umfassend
ein leistenförmiges Distanzelement (41), das mit der Fassadenplatte (3) verbunden
ist und sich vorzugsweise über die Länge von wenigstens zwei gegenüberliegenden Seiten
einer rechteckigen Fassadenplatte längs des Randes der Fassadenplatte (3) erstreckt,
wobei das Distanzelement (41) mit Formschluss in eine Ausnehmung (22) des Basisteils
(2) mittels eines abstehenden Steges (41.2) eingreift und wobei eine durch die Steckverbindung
zwischen Basisteil (2) und Distanzelement (41) führende Schraube oder ein Bolzen (51)
zum lösbaren Verbinden der beiden Teile vorgesehen ist.