[0003] Ausführungsformen der Erfindung sind in den beiliegenden Figuren 1 bis 5 dargestellt.
Hierbei zeigt die Figur 1 einen Dübelknoten aus zwei Dübeln, mittels dessen zwei Materialschichten
miteinander verbunden sind, in zwei senkrecht zueinander liegenden Seitenansichten
und einer Draufsicht (Grundriss). Es zeigt sich, dass die beiden Dübel in zwei parallel
zueinander verlaufenden Ebenen senkrecht zu der Grenzlinie zwischen den beiden Materialschichten
liegen und innerhalb dieser parallelen Ebenen einen Winkel zueinander bilden, durch
den die vorteilhaften erfindungsgemäßen Merkmale erzielt werden. Insbesondere wird
durch die beiden schräg zueinander angeordneten Dübel eine Verbindung in Form eines
Dübel-Zwillings gebildet, so dass die einzelnen Brettschichten unlöslich miteinander
verbunden sind, da die beiden Dübel zweidimensional eingepresst werden.
Figur 2 zeigt in gleicher Weise einen aus drei Dübeln gebildeten Dübelknoten, mittels
welchem ebenfalls zwei Materialschichten verbunden werden können. Hierbei liegen die
drei Dübel nicht in parallelen Ebenen, sondern wie insbesondere in der Draufsicht
zu erkennen ist, bilden die entsprechenden Ebenen ein gleichwinkliges Dreieck. Somit
ist der entsprechende Dübelknoten als Dübel-Drilling ausgebildet, welcher ebenfalls
eine Verbindung ergibt, so dass die einzelnen Brettschichten unlöslich miteinander
verbunden sind, da die Dübel dreidimensional eingepresst sind.
Fig. 3 zeigt nur in einer schrägen Draufsicht mehrere Dübelknoten entsprechend Figur
1 in regelmäßigen Abständen in zwei Dimensionen, also in einem quadratischen oder
rechteckigen Muster, welche dazu verwendet werden, zwei senkrecht zueinander verlaufende
Brettlagen, insbesondere von Holzbrettern, zu einem Stapelpaneel zu verbinden. Es
sei darauf hingewiesen, dass in einer Variante der Ausführungsform aus Fig. 3 die
Brettlagen auch in einem anderen Winkel zueinander angeordnet sein könnten, beispielsweise
60°. Hierbei sind die Dübelknoten jeweils im Wesentlichen in den Kreuzungsmittelpunkten
der einzelnen Bretter angeordnet. Hierdurch kann eine sichere Verbindung auch dann
geschaffen und aufrechterhalten werden, wenn es zu den bei Holz üblichen Schwind-
und Quellprozessen kommt, die anisotrop ablaufen und aufgrund derer es dementsprechend
zu verschieden starken Quell- und Schwundbewegungen der Holzbretter in Längs- und
Breitenrichtung der Bretter kommt.
Fig. 4 zeigt von Fig. 3 ausgehend ebenfalls in einer schrägen Draufsicht ein durch
mehrere, insbesondere fünf, sich kreuzend verlaufende Brettlagen gebildetes Stapelpaneel.
Hier und im Folgenden wird der Begriff derart benutzt, dass die einzelnen Brettlagen
und damit auch die im Folgenden beschriebenen Dübelknoten "übereinander" angeordnet
sind.
Hierbei werden die meist unpaar geordneten, senkrecht verlaufenden Brettlagen jeweils
durch einen Dübelknoten miteinander verbunden, wobei jeder Dübelknoten stets nur genau
zwei der Brettlagen verbindet. Somit ist eine Reihe von übereinander angeordneten
Dübelknoten vorgesehen, deren einzelne Dübel jeweils in einer Ebene liegen und parallel
zueinander sind, wobei die beiden Ebenen ebenfalls parallel zueinander sind. Hierbei
liegen demzufolge die Dübelknoten auch bei mehreren übereinander gestapelten Brettlagen
an denselben Schnittpunkten, da die schräg gestellte Anordnung der Dübel eine Überschneidung
der einzelnen Dübel vermeidet.
Um die parallele Anordnung der übereinander liegenden Dübel zu erlauben, ohne dass
die Dübel miteinander in Kontakt kommen oder das Material der Brettlagen zu stark
geschwächt wird, muss der gemeinsame Winkel der parallelen Dübel zu den Ebenen der
Brettlagen auf die Dicke der Dübel und die Dicke der Brettlagen abgestimmt sein, wobei
dieser Winkel dann wieder einen Einfluss auf die Länge der Dübel hat, da diese wie
angesprochen lediglich jeweils mit zwei Brettlagen in Kontakt sein dürfen. Durch die
Anordnung gemäß Fig. 4 wird ein Stapelpaneel geschaffen, das bei hervorragender Festigkeit
doch ausreichend Spiel zwischen den einzelnen Brettern erlaubt, damit Schrumpf- und
Quellprozesse des Werkstoffs das Paneel nicht schädigen können.
Es versteht sind, dass in Varianten der Anordnung aus Fig. 4 auch ein anderer Winkel
als 90° zwischen den Brettlagen vorgesehen sein könnte, beispielsweise 60°, und dass
die Verbindung der Lagen auch mit den Dübel-Drillingen aus Fig. 2 umgesetzt sein könnte.
Ferner könnten zwischen den einzelnen Brettlagen auch noch weiche Isolationsmatten,
beispielsweise aus Schafwolle, vorgesehen sein, da die Dübelknoten jeweils nicht nur
zwei Brettlagen zusammenhalten können, sondern auch einen gewünschten Abstand zwischen
den Brettlagen fixieren können.
Fig. 5 zeigt zuletzt ein Stapelpaneel aus mehreren parallel verlaufenden Brettlagen
(Bohlen), die durch eine Variante der erfindungsgemäßen Dübelknoten verbunden sind,
wobei erneut jeder Dübel nur zwei oder mehrere der Brettlagen miteinander verbindet.
Hierbei liegen alle der Dübel in einer einzelnen Ebene, die Dübel sind jedoch weiterhin
paarweise schräg zueinander angeordnet, so dass sich erneut zwei Reihen von parallel
verlaufenen Dübeln in Richtung der Stapelung der Brettlagen bilden.