[0001] Die Erfindung betrifft ein Einbaumöbel für ein Wohnmobil, Wohnwagen oder dergleichen
Reise- und/oder Freizeitfahrzeug nach Anspruch 1 sowie ein Wohnmobil, Wohnwagen oder
dergleichen Reise- und/oder Freizeitfahrzeug nach Anspruch 11. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Front für ein Einbaumöbel nach Anspruch
12.
[0002] Wohnmobile, Wohnwägen, etc. sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Weiterhin
ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass solche Wohnmobile, Wohnwägen, etc. zur
Bereitstellung beispielsweise von Stauraum Einbaumöbel umfassen. Hierbei ist in aller
Regel vorgesehen, dass das Design solcher Einbaumöbel an das Design des gesamten Interieurs
des Wohnmobils, etc. zumindest angelehnt bzw. angepasst ist.
[0003] Dies kann insofern problematisch sein, dass sich Designvorstellungen bzw. ästhetische
Anforderungen eines Benutzers an die Einbaumöbel mehr oder weniger schnell ändern
können und Einbaumöbel mit entsprechend vorhandenen Designs nicht mehr gewünscht werden.
Somit kann es auch von Nachteil sein, dass Wohnmobile, etc., die Einbaumöbel umfassen,
welche stets gleiche Designs aufweisen, mitunter weniger Verkaufserlöse erzielen können,
da ein etwaiges vorhandenes Design nicht mehr individuellen ästhetischen Anforderungen
von Benutzern entsprechen könnte.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Einbaumöbel für ein Wohnmobil, Wohnwagen,
etc. bereitzustellen, welches bei geringem Montageaufwand individuellen ästhetischen
Anforderungen von Benutzern angepasst werden kann.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Einbaumöbel für ein Wohnmobil, Wohnwagen oder dergleichen
Reise- und/oder Freizeitfahrzeug vorgeschlagen, wobei das Einbaumöbel eine Front umfasst
und wobei erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass die Front mehrteilig ausgebildet ist
und Elemente umfasst, welche rahmen- und/oder strebenfrei miteinander verbunden sind.
[0006] Eine derartige Ausbildung der Front weist den Vorteil auf, dass einzelne Elemente
bei geringem Montageaufwand austauschbar sind. Insofern kann ein entsprechend ausgestaltetes
Einbaumöbel rasch in Bezug auf sein äußeres, insbesondere sichtbares Erscheinungsbild
bzw. sein Design geändert werden, wodurch insbesondere auch veränderliche individuelle
ästhetische Anforderungen rasch erfüllbar sind.
[0007] Im Sinne der Erfindung kann unter einer Front auch eine Frontklappe und/oder eine
Fronttüre verstanden werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Erfindung vorsehen, dass wenigstens
zwei benachbarte Elemente vertikal zueinander angeordnet sind.
[0009] Hierdurch lassen sich einerseits erhöhte Stabilitäten der Front erzielen und andererseits
unterschiedliche Designs der Front realisieren.
[0010] Die Erfindung kann zur Bereitstellung einer ausreichenden Stabilität der Front vorsehen,
dass wenigstens ein Element der Front vertikal angeordnet ist.
[0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Erfindung vorsehen, dass wenigstens
zwei benachbarte Elemente der Front formschlüssig vorzugsweise lösbar miteinander
verbunden sind.
[0012] Formschlüssige Verbindungen sind besonders stabil und können insofern eine ausreichende
Gesamtstabilität der Front ermöglichen.
[0013] Eine Weiterbildung der Erfindung kann vorsehen, dass wenigstens zwei benachbarte
Elemente mittels wenigstens einer Renk- und/oder Rastverbindung miteinander verbunden
sind.
[0014] Dies stellt besonders praktikable Lösungen dar, um einzelne Elemente besonders einfach
und schnell, d.h. mit geringem Montageaufwand miteinander zu verbinden bzw. zu lösen.
Entsprechend einfach ist ein Austausch derart verbundener Elemente.
[0015] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass wenigstens ein
Element zumindest einen Holzwerkstoff und/oder zumindest einen Kunststoff umfasst.
[0016] Derartige Elemente können nicht nur bezüglich ihrer Designs besonders vielseitig
verwendet werden, sondern beispielsweise auch aufgrund unterschiedlicher Materialeigenschaften
für unterschiedliche Verwendungszwecke herangezogen werden.
[0017] Um eine besonders einfache Nachrüstmöglichkeit zur Verbindung benachbarter Elemente
bereitstellen zu können, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen sein, dass wenigstens zwei benachbarte Elemente mittels einer Kederverbindung
miteinander verbunden sind.
[0018] Um sehr stabile, langlebige und unter Umständen auch dauerhafte Verbindungen von
Elementen zu erhalten, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen sein, dass die Front Elemente umfasst, welche mittels verschweissbarer
Verbindungsmittel verbunden sind oder direkt verschweissbar sind.
[0019] Um ein besonders einfaches Öffnen der Front eines Einbaumöbels zu ermöglichen, kann
in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass
wenigstens ein Element ein Griffmittel zum Öffnen des Einbaumöbels umfasst.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass wenigstens ein Element gewölbt ausgebildet ist. Hierbei kann vorgesehen sein,
dass zumindest ein Element in Richtung einer Außenseite gewölbt ausgebildet ist. Es
kann auch vorgesehen sein, dass zumindest ein Element in Richtung einer der Außenseite
abgewandten Seite gewölbt ausgebildet ist. Eine derartige abgewandte Seite kann z.B.
als Innenseite aufgefasst werden. Eine Innenseite ist hierbei in Richtung eines Korpus
des Einbaumöbels orientiert. Eine Außenseite ist entsprechend weg von einer Richtung
eines Korpus des Einbaumöbels orientiert.
[0021] Gewölbte Elemente können beispielsweise einen größeren Stauraum des Einbaumöbels
ermöglichen. Weiterhin können gewölbte Elemente einen besonderen ästhetischen Gesamteindruck
des Einbaumöbels ermöglichen.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, bei der weniger Bauteile benötigt werden,
kann vorsehen, dass wenigstens ein Element als Griffmittel ausgebildet ist.
[0023] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Wohnmobil, Wohnwagen oder dergleichen Reise-
und/oder Freizeitfahrzeug, welches wenigstens ein erfindungsgemäßes Einbaumöbel umfasst.
Es kann somit ein Wohnmobil bereitgestellt werden, bei welchem das Design insbesondere
der Innenausstattung bzw. des Interieurs entsprechend eigenen Vorstellungen, insbesondere
eigenen ästhetischen Vorstellungen rasch und mit geringem Montageaufwand verändert
werden kann.
[0024] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Front für ein
erfindungsgemäßes Einbaumöbel. Es kann somit ein Einbaumöbel, insbesondere für ein
Wohnmobil, bereitgestellt werden, bei welchem das Design insbesondere der Innenausstattung
bzw. des Interieurs entsprechend eigenen Vorstellungen, insbesondere eigenen ästhetischen
Vorstellungen rasch und mit geringem Montageaufwand verändert werden kann.
[0025] Eine Weiterbildung des Verfahrens kann vorsehen, dass die Front aus Elementen unterschiedlicher
Materialien zusammengesetzt wird. Somit können auf einfache Weise verschiedene Designs
der Front bereitgestellt werden. Zudem kann eine Front bereitgestellt werden, die
aufgrund unterschiedlicher Materialien partiell unterschiedliche Eigenschaften, beispielsweise
Härte, aufweist.
[0026] Um weitere verschiedene Designs der Front bereitzustellen zu können, kann eine Weiterbildung
des Verfahrens vorsehen, dass die Front aus Elementen unterschiedlicher Oberflächen,
insbesondere Farben und/oder Strukturen zusammengesetzt wird. Im Sinne der Erfindung
ist die Bezeichnung rahmen- und/oder strebenfrei auch derart aufzufassen, dass einzelne
Elemente ohne Ausbildung eines separaten Rahmens bzw. separater Streben miteinander
verbunden sind. Die Erfindung kann hierbei insbesondere vorsehen, dass die miteinander
verbundenen Elemente selbsttragend ausgebildet sind.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung noch anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei
zeigt
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer Front für ein Einbaumöbel in einer ersten Ausführungsvariante;
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung einer Front für ein Einbaumöbel in einer zweiten Ausführungsvariante.
[0028] Es ist aus der Figur 1 ersichtlich, dass die Front 1 mehrteilig ausgebildet ist und
Elemente 2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f umfasst. Die Elemente 2, 2a, 2b, 2c, 2d, sind miteinander
rahmen- und/oder strebenfrei verbunden.
[0029] Es ist angedeutet, dass ein Element 2a durch auch durch Elemente 2e, 2f ausgetauscht
werden kann. Weiterhin ist dargestellt, dass das Element 2b gewölbt ausgebildet ist.
[0030] Im Ausführungsbeispiel ist zudem gezeigt, dass alle Elemente 2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e,
2f horizontal angeordnet sind.
Dadurch wird ermöglicht, dass einzelne Elemente austauschbar sind, wodurch insbesondere
individuelle ästhetische Anforderungen von Benutzern entsprochen werden kann.
[0031] In der Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Front 1 dargestellt, bei der das Element
2b als Griffmittel ausgebildet ist.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 1
- Front
- 2
- Element
- 2a
- Element
- 2b
- Element
- 2c
- Element
- 2d
- Element
- 2e
- Element
- 2f
- Element
- 3
- Griffmittel
- 4
- Außenseite
1. Einbaumöbel für ein Wohnmobil, Wohnwagen oder dergleichen Reise- und/oder Freizeitfahrzeug,
wobei das Einbaumöbel eine Front (1) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Front (1) mehrteilig ausgebildet ist und Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f)
umfasst, welche rahmen- und/oder strebenfrei miteinander verbunden sind.
2. Einbaumöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei benachbarte Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) vertikal zueinander
angeordnet sind.
3. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei benachbarte Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) formschlüssig vorzugsweise
lösbar miteinander verbunden sind.
4. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei benachbarte Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) mittels wenigstens
einer Renk- und/oder Rastverbindung miteinander verbunden sind.
5. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Element (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) zumindest einen Kunststoff umfasst.
6. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei benachbarte Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) mittels einer Kederverbindung
miteinander verbunden sind.
7. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Front (1) Elemente (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) umfasst, welche mittels verschweissbarer
Verbindungsmittel verbunden sind oder direkt verschweissbar sind.
8. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Element (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) ein Griffmittel zum Öffnen des
Einbaumöbels umfasst.
9. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Element (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) gewölbt ausgebildet ist.
10. Einbaumöbel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Element (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) als Griffmittel ausgebildet ist.
11. Wohnmobil, Wohnwagen oder dergleichen Reise- und/oder Freizeitfahrzeug, umfassend
wenigstens ein Einbaumöbel,
dadurch gekennzeichnet, dass
das wenigstens eine Einbaumöbel nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet
ist.
12. Verfahren zur Herstellung einer Front (1) für ein Einbaumöbel,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einbaumöbel nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Front (1) aus Elementen (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) unterschiedlicher Materialien
zusammengesetzt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Front (1) aus Elementen (2, 2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f) unterschiedlicher Oberflächen,
insbesondere Farben und/oder Strukturen zusammengesetzt wird.