[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hubkolbenverbrennungsmotor, umfassend ein
Kurbelgehäuse, einen Blow-by-Ölnebelabscheider mit einem Einlass und einem Auslass,
eine Druckerhöhungseinrichtung mit einem Eingang und einem Ausgang sowie einen Ansaugtrakt
mit einem Luftfilter, welcher mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist, wobei das Kurbelgehäuse
einen Blow-by-Austritt aufweist, welcher mit dem Einlass des Blow-by-Ölnebelabscheiders
verbunden ist. Weiters betrifft die Erfindung eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung
für einen Hubkolbenverbrennungsmotor. Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren
zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Hubkolbenverbrennungsmotors, wobei der Hubkolbenverbrennungsmotor
ein Kurbelgehäuse, einen Blow-by-Ölnebelabscheider und einen Ansaugtrakt mit einem
Luftfilter aufweist.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Bei Hubkolbenverbrennungsmotor strömen während des Betriebs Leckgase aus dem Brennraum
über die Kolbengruppe in das Kurbelgehäuse des Hubkolbenverbrennungsmotors. Der Grund
dafür ist, dass die Kolbenringe keine vollständige Abdichtung gewährleisten und ein
bestimmter Anteil der Zylinderladung (ca. 0,5 %) aus dem Brennraum in das Kurbelgehäuse
entweicht. Daher spricht man in diesem Zusammenhang auch meist von Blow-by-Gas. Dieses
Blow-by-Gas setzt sich aus Frischladung (ca. 70%), Abgas (ca. 30%) und Öl in Nebelform
(etwa 300 bis 400 mg/m
3) zusammen.
[0003] Um einen Druckanstieg im Kurbelgehäuse zu vermeiden, muss das Blow-by-Gas aus dem
Hubkolbenverbrennungsmotor wieder herausgeführt werden. Umweltgründe erlauben keine
direkte Ventilation in die Umgebung, sodass eine Filterung der Blow-by-Gase erforderlich
ist. Aus energetischen Überlegungen ist man außerdem dazu übergegangen, dass das Blow-by-Gas
durch Rückführung in den Ansaugtrakt dem Hubkolbenverbrennungsmotor wieder zugeführt
wird, sodass die darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe zusammen mit dem Motorkraftstoff
verbrannt werden können.
[0004] Vor der Einleitung des Blow-by-Gases in den Ansaugtrakt muss der Ölnebel herausgefiltert
werden, um eine Verschmutzung der Ansaugleitung inklusive der Verdichter, der Ladeluftkühler
und der Einlassventile zu vermeiden. Eine ungefilterte Rückführung des Blow-by-Gases
führt zudem zu einem verstärkten Aufbau von Ablagerungen in den Brennräumen des Verbrennungsmotors.
Insbesondere bei modernen Hochleistungsverbrennungsmotoren ist ein nahezu vollständiges
Entfernen des Ölnebels vor Rückleitung in den Ansaugtrakt wichtig, da hier bereits
geringfügige Veränderungen an den Oberflächen durch Ablagerungen oder Verschmutzungen
erhebliche Beeinträchtigungen bezüglich Leistung und Wirkungsgrad verursachen können.
[0005] Der Restölgehalt im gefilterten Blow-by-Gas muss dabei deutlich reduziert werden,
derzeit von ca. 300 bis 400 mg/m
3 im ungefilterten Zustand auf nicht mehr als beispielsweise 0,5 mg/m
3.
[0006] Neben den hohen Anforderungen hinsichtlich des Öl-Reinheitsgrads an das rückgeführte
Blow-by-Gas bestehen bei manchen Verbrennungsmotoren - insbesondere bei Großmotoren
- auch eine starke Einschränkung bezüglich des zulässigen Drucks im Kurbelgehäuse.
Bei manchen Verbrennungsmotoren darf der Druck im Kurbelgehäuse um nicht mehr als
- 3 bis + 3 mbar schwanken.
[0007] Diese sehr strikten Anforderungen bezüglich Ölreinheit und Schwankungsbereich des
Kurbelgehäusedruckes sind gegenwärtig nur durch einen hohen systemischen und kostenmäßigen
Aufwand zu erreichen. Erschwert wird die Problemlösung oft dadurch, dass Filtersysteme
eingesetzt werden, deren Durchflusswiderstand sich über die Einsatzzeit verändert
sowie dadurch, dass der Druck an der Stelle der Einleitung in den Ansaugtrakt variabel
ist.
[0008] Gemäß Stand der Technik werden die Kurbelgehäuse-Entlüftungssysteme häufig so ausgeführt,
dass das Blow-by-Gas an einer geeigneten Stelle aus dem Kurbelgehäuse ausgeleitet
und über eine Verbindungsleitung dem Ölnebelabscheider bzw. dem Blow-by-Filter zugeführt
wird. Das gereinigte Blow-by-Gas wird über eine Druckregeleinrichtung in die Ansaugleitung
des Verbrennungsmotors zurückgeführt.
[0009] Diese Druckregeleinrichtung kann beispielsweise aus einem konventionellen Druckregler
bestehen, dessen Regelmembrane auf einer Seite mit dem Kubelgehäusedruck und auf der
anderen Seite mit dem Umgebungsdruck beaufschlagt wird. Häufig wird bei großen Motoren
ein Stützgebläse in das Kurbelgehäuse-Entlüftungssystem integriert, mit dem der Druckabfall
über den Blow-by-Ölnebelabscheider kompensiert und ein Unterdruck im Kurbelgehäuse
realisiert wird.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0010] Bei sehr großen Hubkolbenverbrennungsmotoren, wie sie beispielsweise in Schiffen
eingesetzt werden, ist eine absolute Betriebssicherheit oberstes Gebot. Ein Ausfall
des Hubkolbenverbrennungsmotors beispielsweise durch Versagen des Kurbelgehäuse-Entlüftungssystems
kann zu großen Folgeschäden führen. Gerade bei komplexen Systemen müssen daher Sicherheitsvorkehrungen
für den Fall eines Systemversagens getroffen werden, die einen zusätzlichen Kostenaufwand
bewirken.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Verbrennungsmotor der eingangs
genannten Gattung bereitzustellen, bei welchem der Ölgehalt im Blow-by-Gas wirksam
und auf einfache Weise reduziert werden kann.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Hubkolbenverbrennungsmotor, umfassend
- ein Kurbelgehäuse,
- einen Blow-by-Ölnebelabscheider mit einem Einlass und einem Auslass,
- eine Druckerhöhungseinrichtung mit einem Eingang und einem Ausgang, und
- einen Ansaugtrakt mit einem Luftfilter, welcher mit dem Kurbelgehäuse verbunden ist,
wobei das Kurbelgehäuse einen Blow-by-Austritt aufweist, welcher mit dem Einlass des
Blow-by-Ölnebelabscheiders verbunden ist,
wobei der Auslass des Blow-by-Ölnebelabscheiders mit dem Eingang der Druckerhöhungseinrichtung
in fluidleitender Verbindung steht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung (a) eine erste
Leitung aufweist, welche zu einem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders führt, und
(b) eine zweite Leitung aufweist, welche mit dem Ansaugtrakt verbunden ist oder welche
aus dem Hubkolbenverbrennungsmotor hinausführt.
[0013] Außerdem wird die Aufgabe gelöst durch eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung für
einen Hubkolbenverbrennungsmotor der genannten Art, gekennzeichnet durch einen Blow-by-Ölnebelabscheider,
welcher einen Einlass, der mit dem Auslass eines Kurbelgehäuses verbindbar ist und
einen Auslass aufweist, welcher mit dem Eingang einer Druckerhöhungseinrichtung verbunden
ist, wobei der Auslass eine erste Leitung und eine zweite Leitung aufweist, wobei
die erste Leitung mit dem Kurbelgehäuse verbindbar und/oder mit dem Einlass verbunden
ist.
[0014] Schließlich wird die Aufgabe gelöst durch eine Verfahren zur Entlüftung des Kurbelgehäuses
eines Hubkolbenverbrennungsmotors, wobei der Hubkolbenverbrennungsmotor ein Kurbelgehäuse,
ein Blow-by-Ölnebelabscheider und einen Ansaugtrakt mit einem Luftfilter aufweist,
wobei Blow-by-Gas aus dem Kurbelgehäuse im Blow-by-Ölnebelabscheider gefiltert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Blow-by-Ölnebelabscheider austretendes Gas verdichtet
wird und teilweise in den Blow-by-Ölnebelabscheider zurückgeführt wird.
[0015] Beim Blow-by-Ölnebelabscheider handelt es sich um einen Ölfilter oder eine andere
Vorrichtung zum Abscheiden von Öl aus dem Blow-by-Gasstrom oder eine Kombination daraus.
Der erfindungsgemäße Lösungsvorschlag zielt darauf ab, die genannten Zielsetzungen
auf sehr einfache und betriebssichere Weise zu erreichen und außerdem eine Methode
zu bieten, den Ölnebelgehalt im Kurbelgehäuse durch rasches Ausleiten des Ölnebels
und Spülen des Kurbelgehäuses zu senken. Dies hat den Vorteil, dass die Sicherheit
gegenüber Kurbelgehäuse-Explosionen erhöht und gleichzeitig die Ölalterung, bedingt
durch die Exposition der Öltröpfchen in einem reaktiven Milieu, vermindert werden.
Aus diesem Grund werden erfindungsgemäß eine Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung für
einen Hubkolbenverbrennungsmotor, ein Hubkolbenverbrennungsmotor und ein Verfahren
vorgeschlagen, bei dem ein Teil des Kurbelgehäusegases nach der Ausleitung aus dem
Kurbelgehäuse und nach dem Passieren des Blow-by-Ölnebelabscheiders wieder in den
Blow-by-Ölnebelabscheider zurück geleitet werden, vorzugweise mittelbar, indem das
Gas zunächst in das Kurbelgehäuse und dann erst in dem Blow-by-Ölnebelabscheider geleitet
wird.
[0016] Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie das gefilterte Blow-by-Gas in den Blow-by-Ölnebelabscheider
zurückgeführt werden kann:
Zunächst kann die fluidleitende Verbindung (erste Leitung) zwischen dem Ausgang der
Druckerhöhungseinrichtung und dem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders eine direkte
Verbindung sein. In diesem Fall wird ein Teil des gefilterten und verdichteten Blow-by-Gas
wieder direkt zum Blow-by-Ölnebenabscheider geleitet, ohne wieder in den Ansaugtrakt
oder das Kurbelgehäuse geführt zu werden. Allenfalls ist noch ein Drosselorgan oder
eine Temperiereinrichtung in der Leitung zwischen Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung
und dem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders vorgesehen, es sind aber keine weiteren
Vorrichtungen dazwischen vorgesehen. In diesem Fall ist also vorgesehen, dass die
erste Leitung direkt vom Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung zum Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders
führt.
[0017] Eine Ausführungsvariante sieht vor, dass die erste Leitung zwischen dem Ausgang der
Druckerhöhungseinrichtung und dem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders nicht unmittelbar
mit dem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders verbunden ist, sondern dass eine mittelbare
Verbindung vorgesehen ist. Die bevorzugte Ausführungsvariante sieht dann vor, dass
die erste Leitung vom Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung zum Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders
eine Vorrichtung (wie z.B. das Kurbelgehäuse) umfasst. Die bevorzugte Ausführungsvariante
sieht dann vor, dass die erste Leitung vom Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung zuerst
zum Kurbelgehäuse und dann zum Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders führt.
[0018] Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Leitung vom Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung
eine Abzweigung umfasst, welche direkt in den Eingang der Druckerhöhungseinrichtung
mündet. In diesem Fall ist die erste Leitung also zweiteilig und einerseits mit dem
Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders (entweder direkt oder mittelbar über das Kurbelgehäuse)
und andererseits mit dem Eingang der Druckerhöhungseinrichtung verbunden.
[0019] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die zweite Leitung zwischen dem Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung
eine fluidleitende Verbindung vom Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung zum Ansaugtrakt
umfasst.
[0020] Die bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die erste Leitung mit dem Kurbelgehäuse
und die zweite Leitung mit dem Ansaugtrakt verbunden ist.
[0021] Weiters kann in Strömungsrichtung nach dem Blow-by-Ölnebelabscheider eine Temperiereinrichtung
vorgesehen sein. Bevorzugt handelt es sich dabei um eine Kühleinrichtung. Es kann
damit das Blow-by-Gas strömungsabwärts des Blow-by-Ölnebelabscheiders gekühlt werden.
[0022] Wenn eine Temperiereinrichtung vorgesehen ist, kann die Temperiereinrichtung in der
ersten Leitung zum Kurbelgehäuse angeordnet sein.
[0023] Bevorzugt ist die Temperiereinrichtung in der fluidleitenden Verbindung zum Kurbelgehäuse
angeordnet.
[0024] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Ausgang der der Druckerhöhungseinrichtung mit
einem ein Drosselorgan verbunden ist, welches mit dem Eingang der Druckerhöhungseinrichtung
verbunden ist. Dies ermöglicht eine Druckkontrolle.
[0025] Weiters kann zur genaueren Druckregelung vorgesehen sein, dass in der Leitung Verbindung
zwischen dem Ausgang der Druckerhöhungseinrichtung und dem Einlass des Blow-by-Ölnebenabscheiders
ein Drosselorgan angeordnet ist. Diese Druckerhöhungseinrichtung ist also in Strömungsrichtung
nach dem Blow-by-Ölnebelabscheider vorgesehen. Bevorzugt handelt es sich dabei um
ein Stützgebläse, welches den oben beschriebenen Kreislauf optimiert.
[0026] Dieser Blow-by-Anteil bildet eine Art Kreislauf, der in erster Linie dazu dient,
den ÖlnebelGehalt im Kurbelgehäuse bzw. die Verweilzeit der Öltröpfchen im Kurbelgehäuse
auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Kreislauf wird jene Blow-by-Menge, die während
des Motorbetriebes produziert wird, in den Ansaugtrakt des Hubkolbenverbrennungsmotors
eingeleitet.
[0027] Es wird also das gefilterte Blow-by-Gas nach Ausleitung aus dem Brennraum mittels
eines Blow-by-Ölnebelabscheiders vom Ölnebel weitgehend gereinigt und durch eine Druckerhöhungseinrichtung
unterstützt zu einem Verzweigungspunkt geleitet, wo eine Aufteilung in einen Teil,
der in das Kurbelgehäuse zurückgeleitet wird, und einen anderen Teil erfolgt, der
in das Ansaugsystem des Motors eingeleitet und damit dem Verbrennungsprozess zugeführt
wird. Ein Teil der gefilterten Luft kann aber auch in die Umgebung abgesondert werden.
[0028] In einer Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die Verbindung des Auslasses des
Blow-by-Ölnebelabscheiders mit dem Ansaugtrakt in den Lufteinlass des Luftfilters
und zwar vor dem Filtermedium mündet. Dies hat den Vorteil, dass das von Ölnebel gereinigte
Blow-by-Gas an einer Stelle dem Verbrennungsmotor zugeführt wird, an der der Druck
unabhängig von der Einsatzzeit bzw. dem Zustand des Luftfilters ist. Damit kann der
Druck im Kurbelgehäuse ohne zusätzlichen Regelaufwand innerhalb eines sehr engen Toleranzbandes
konstant gehalten werden.
[0029] Bevorzugt ist vorgesehen, dass nach dem Auslass aus dem Blow-by-Ölnebelabscheider
ein Verzweigungspunkt vorgesehen ist. An diesem erfolgt eine Aufteilung in einen Teil
des gefilterten Blow-by-Gases, der in das Kurbelgehäuse zurückgeleitet wird und in
einen Teil, der in den Abgastrakt des Verbrennungsmotors oder in die Umgebung geleitet
wird.
[0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Anteil der Menge an Blow-by-Gas, der in das Kurbelgehäuse
zurückgeleitet wird und damit eine Zirkulation darstellt, mindestens 50 % der Menge
entspricht, die in den Ansaugtrakt, vorzugsweise vor dem Filtermedium des Luftfilters,
eingeleitet wird.
[0031] Weiters kann vorgesehen sein, dass in der fluidleitenden Verbindung zum Kurbelgehäuse
und/oder in der fluidleitenden Verbindung zum Ansaugtrakt ein Drosselorgan angeordnet
ist.
[0032] Es kann also in die Leitungsführung zwischen dem Verzweigungspunkt und der Einleitestelle
in den Ansaugtrakt des Motors ein Drosselorgan eingesetzt sein, durch welches der
Druck im Kurbelgehäuse auf einen Überdruck gegenüber Umgebung eingestellt oder eingeregelt
werden kann.
[0033] Es kann aber auch in die Leitungsführung zwischen dem Verzweigungspunkt und der Einleitestelle
der rezirkulierenden Blow-by-Menge in das Kurbelgehäuse ein Drosselogan eingesetzt
sein, durch das der Druck im Kurbelgehäuse auf einen Unterdruck gegenüber Umgebung
eingestellt oder eingeregelt werden kann.
[0034] Weiters kann vorgesehen sein, dass der Blow-by-Austritt aus dem Kurbelgehäuse und
die Einmündung der fluidleitenden Verbindung in das Kurbelgehäuse einander im Wesentlichen
diametral gegenüberstehen.
[0035] Die Stelle der Ausleitung des Blow-by-Gases aus dem Kurbelgehäuse und die Stelle
der Einleitung des rezirkulierten Teiles des Blow-by-Gases sollten sich möglichst
diametral gegenüberstehen, sodass eine möglichst vollständige Spülung des Kurbelgehäuses
durch die rezirkulierende Blow-by-Gasströmung, idealerweise parallel zur Achse der
Kurbelwelle, erfolgen kann.
Detailbeschreibung der Erfindung
[0036] Weitere Details und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figuren und Figurenbeschreibungen
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt schematisch einen Verbrennungsmotor gemäß Stand der Technik.
- Fig. 2 bis 8
- zeigen schematisch vier Ausführungsvarianten von Hubkolbenverbrennungsmotoren gemäß
der Erfindung.
[0037] Fig. 1 zeigt schematisch eine Anordnung eines Hubkolbenverbrennungsmotors mit Kurbelgehäuseentlüftungssystem
nach Stand der Technik. Es ist ein Kurbelgehäuse 1, ein Blow-by-Ölnebelabscheider
3 mit einem einen Einlass 21 und einem Auslass 22 und ein Ansaugtrakt 23 mit einem
Luftfilter 7, welcher mit dem Kurbelgehäuse 1 verbunden ist, vorgesehen.
[0038] Das Blow-by-Gas wird aus dem Kurbelgehäuse 1 an einer geeigneten Stelle 2 herausgeleitet
und dem Blow-by-Ölnebelabscheider 3 zugeführt. An den Blow-by-Ölnebelabscheider 3
schließt ein Stützgebläse 4 an und an diesen der Druckregler 5. Nach dem Druckregler
5 gelangt das Blow-by-Gas in die Ansaugleitung des Ansaugtrakts 23, an einer Stelle
6 nach dem Luftfilter 7. Die Steuerleitung des Druckreglers 5 ist mit dem Kurbelgehäuse
1 oder an einer Stelle der Verbindungsleitung zwischen Kurbelgehäuse 1 und Blow-by-Ölnebelabscheider
3 verbunden. Die gesamte, während des Motorbetriebs produzierte Blow-by-Gasmenge wird
über diese Anordnung in den Ansaugtrakt des Motors zurückgeleitet.
[0039] In der Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßer Hubkolbenverbrennungsmotor an einem Ausführungsbeispiel
gezeigt. Erkennbar sind ein Kurbelgehäuse 1, ein Blow-by-Ölnebelabscheider 3 mit einem
einen Einlass 21 und einem Auslass 22 und ein Ansaugtrakt 23 mit einem Luftfilter
7, welcher mit dem Kurbelgehäuse 1 verbunden ist. Die Strömungsrichtungen sind in
den einzelnen Leitungen mit Pfeilen gekennzeichnet.
[0040] Blow-by-Gas tritt am Blow-by-Austritt 2 aus dem Kurbelgehäuse 1 des Hubkolbenverbrennungsmotors
aus und wird dem Blow-by-Ölnebelabscheider 3 über den Einlass 21 zugeführt. Vom Auslass
22 des Blow-by-Ölnebelabscheider 3 wird das gefilterte Blow-by-Gas in eine Druckerhöhungseinrichtung
4 in Form eines Gebläses geleitet, welche dem Blow-by-Ölnebelabscheider 3 in Strömungsrichtung
nachgeordnet ist. Dabei ist vom Ausgang 42 der Druckerhöhungseinrichtung 4 zunächst
eine gemeinsame Leitung zu einem Verzweigungspunkt 9 vorgesehen. Vom Verzweigungspunkt
9 aus wird die gemeinsame Leitung in erste Leitung 25 und zweite Leitung 24 aufgeteilt.
Die erste Leitung 25 führt zur Drosseleinrichtung 14 und dann zum Einlass 21 des Blow-by-Ölnebelabscheiders
3 zurück. Die zweite Leitung 24 führt vom Verzweigungspunkt entweder zu einem Einlasspunkt
11 im Ansaugtrakt 23 (Leitung a) oder in die Umgebung (Leitung b). Eine Kombination
von Rückleitung in den Ansaugtrakt (Leitung a) und in die Umgebung (Leitung b) wäre
denkbar, allerdings wenig zielführend. Am Verzweigungspunkt 9 wird also ein Teil des
gefilterten Blow-by-Gases zurück zum Blow-by-Ölnebelabscheider 3 und ein Teil des
gefilterten Blow-by-Gases entweder zum Ansaugtrakt 11 oder in die Umgebung geführt.
[0041] Die Einleitung der zweiten Leitung 24 kann am Eingang 11 des Luftfilters 7 (bevorzugte
Ausführungsvariante) oder danach (wie in Fig. 1) erfolgen.
[0042] Die Fig. 3 bis 8 zeigen Ausführungsbeispielen, die an die Fig. 2 angelehnt sind,
sodass die einzelnen Bauteile dieselbe Bezeichnung und dieselben Bezugszeichen haben.
Es wird daher darauf verzichtet, die einzelnen Bauteile jedes Mal erneut zu beschreiben
und es wird auf die Beschreibung der jeweils vorherigen Figuren verwiesen.
[0043] In der Fig. 3 ist das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren an einem Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Hubkolbenverbrennungsmotors gezeigt. Analog zu Fig. 2 sind
ein Kurbelgehäuse 1, ein Blow-by-Ölnebelabscheider 3 mit einem einen Einlass 21 und
einem Auslass 22 und ein Ansaugtrakt 23 mit einem Luftfilter 7, welcher mit dem Kurbelgehäuse
1 verbunden ist, erkennbar. Auch hier sind die Strömungsrichtungen in den einzelnen
Leitungen mit Pfeilen gekennzeichnet.
[0044] Das Blow-by-Gas wird am Blow-by-Austritt 2 an einer Stelle aus dem Kurbelgehäuse
1 des Hubkolbenverbrennungsmotors ausgeleitet und dem Blow-by-Ölnebelabscheider 3
über den Einlass 21 zugeführt. Dem Blow-by-Ölnebelabscheider 3 ist in Strömungsrichtung
eine Druckerhöhungseinrichtung 4 in Form eines Gebläses nachgeordnet. Vom Blow-by-Ölnebelabscheider
3 wird das gefilterte Blow-by-Gas zur Druckerhöhungseinrichtung 4 geleitet, wo eine
entsprechende Druckerhöhung die Strömungswiderstände im Leitungssystem inklusive des
Ölnebelabscheiders 3 kompensiert und damit den Kreislauf aufrechterhält.
[0045] Anschließend wird das Blow-by-Gas vom Gebläse 4 zum Verzweigungspunkt 9 geleitet
wo ein Teil an einer Stelle, der Mündung 10, wieder in das Kurbelgehäuse 1 zurückgeführt
wird und jene Menge, die als Blow-by-Gas während des Motorbetriebes neu entsteht,
an einer Stelle, dem Einlass 11, in den Ansaugtrakt 23 des Hubkolbenverbrennungsmotors
eingeleitet wird. Vom Verzweigungspunkt 9 führt also die erste Leitung 25 direkt zum
Kurbelgehäuse 1. Die zweite Leitung führt vom Verzweigungspunkt 9 zum Einlasstrakt
23.
[0046] Die Ausleitung des Blow-by-Gases am Blow-by-Austritt 2 und die Mündung 10 der Wiedereinleitung
in das Kurbelgehäuse 1 sind vorzugsweise an den entgegengesetzten Enden des Kurbelgehäuses
1 angeordnet, sodass sich eine Strömung parallel zur Kurbelwellenachse ausbildet und
damit ein maximaler Spülgrad für das Blow-by-Gas erreicht wird.
[0047] Anstatt je einer Stelle für Blow-by-Austritt 2 und Mündung 10 für die Aus- und Einleitung
des Blow-by-Gases am Kurbelgehäuse 1 können zur Steigerung der Effizienz des Spülvorganges
auch jeweils mehrere Stellen 2, 10 für die Aus- bzw. Einleitung vorgesehen sein. Der
Druck im Kurbelgehäuse 1 entspricht im Wesentlichen, unter Vernachlässigung des Strömungswiederstands
in den Verbindungsleitungen, dem Druck am Einlass 11 der Einleitung der überschüssigen
Blow-by-Menge in das Ansaugsystem 23.
[0048] Bei Anordnung des Einlasses 11 (in Strömungsrichtung) vor dem Luftfilter 7, ist es
möglich, unabhängig vom Zustand des Luftfilters 7, einen - bezogen auf eine definierte
Motorleistung - über die Laufzeit des Hubkolbenverbrennungsmotors konstanten, leichten
Unterdruck im Kurbelgehäuse 1 einzuhalten. Damit können bei der überwiegenden Mehrzahl
der Anwendungsfälle die Anforderungen hinsichtlich des Kurbelgehäusedruckes erfüllt
werden. Neben den genannten Vorteilen bezüglich Spülung des Kurbelgehäuses 1 und Einhaltung
eines engen Toleranzbereiches für den Kurbelgehäusedruck ist diesem Verfahren auch
eine absolute Sicherheit gegenüber einer Betriebsstörung bei einem eventuellen Verblocken
des Ölnebelabscheiders 3 zu eigen. Im Falle eines Verblockens des Ölnebelabscheiders
3 würde zwar die Blow-by-Zirkulation und damit die Spülung des Kurbelgehäuses 1 zum
Erliegen kommen, aber das in diesem Fall ungefilterte Blow-by-Gas würde dann direkt
zum Einlass 11 am Ansaugtrakt 23 geführt werden, ohne dass sich der Kurbelgehäusedruck
dabei nennenswert verändert. Der Hubkolbenverbrennungsmotor könnte damit noch über
eine Zeitspanne von mehreren hundert Betriebsstunden betrieben werden, ohne dass es
zu einer Beeinträchtigung der Motorfunktion kommt. Dies ist beispielsweise bei Schiffen
wichtig, wo eine spontane Störabstellung einer wichtigen Antriebseinheit unter bestimmten
Umständen zu großen Folgeschäden führen kann.
[0049] Die Fig. 4 bis 8 zeigen Abwandlungen des Ausführungsbeispiels von Fig. 2 und 3.
[0050] In Fig. 4 ist eine Abwandlung des Beispiels der Fig. 3 dargestellt, bei welchem beispielhaft
eine Temperiereinrichtung 12 in Form eines Kühlers vor der Mündung 10 in das Kurbelgehäuse
1 vorgesehen ist. Vom Verzweigungspunkt 9 führt also die erste Leitung 25 nicht direkt
sondern zunächst über die Temperiereinrichtung 12 in Form eines Kühlers zum Kurbelgehäuse
1. Die zweite Leitung 24 führt vom Verzweigungspunkt 9 zum Einlasstrakt 23. Der Kühler
12 ist dabei in die ersten Leitung 25 zwischen der Verzweigung 9 und der Mündung 10
eingesetzt.
[0051] Das beschriebene Verfahren und der Hubkolbenverbrennungsmotor können einer Art und
Weise erweitert werden, dass der Anteil des Blow-by-Gases, der wieder in das Kurbelgehäuse
1 zurückgeleitet wird, vor der Einleitung in das Kurbelgehäuse 1 gekühlt wird. Da
die Ölalterung sehr stark temperaturabhängig ist, kann die Degradation des Öls entsprechend
reduziert und die Ölstandzeit damit verlängert werden.
[0052] Durch Einsetzen von weiteren Funktionselementen in das Kurbelgehäuseentlüftungssystem
kann der Kurbelgehäusedruck für unterschiedliche Anforderungen mit sehr hoher Präzision
eingehalten werden. Beispielsweise kann durch Anordnung z.B. eines einstellbaren Drosselorganes
13 oder regelbare Stellgrößen an bestimmten Positionen im Kurbelgehäuseentlüftungssystem
die Anpassung an spezielle Erfordernisse sehr einfach und präzise erfolgen.
[0053] In Fig. 5 ist beispielhaft ein Hubkolbenverbrennungsmotor gemäß Fig. 4 mit einem
zusätzlichen Drosselorgan 13 in der zweiten Leitung 24 dargestellt, mit welchem ein
definierter Überdruck im Kurbelgehäuse 1 erreicht werden kann. Hier wird das Drosselorgan
13 zwischen dem Verzweigungspunkt 9 und dem Einlass 11 eingesetzt. Die vom Hubkolbenverbrennungsmotor
produzierte Blow-by-Menge muss durch dieses Drosselorgan 13 hindurchströmen und je
nach Stellung des Drosselorganes 13 baut sich ein entsprechender Druck vor dem Drosselorgan
13 und damit im Kurbelgehäuse 1 auf.
[0054] In Fig. 6 ist eine Abwandlung eines Hubkolbenverbrennungsmotors von Fig. 5 gezeigt,
mit welchem ein definierter Unterdruck im Kurbelgehäuse 1 eingestellt werden kann.
Hier ist das Drosselorgan 14 in die erste Verbindungsleitung 25 zwischen der Verzweigung
9 und der Mündung 10 eingesetzt und nicht in die zweite Leitung 24 wie in Fig. 5.
Durch die Saugwirkung des Gebläses 4 kann über das Drosselorgan 14 ein entsprechender
Unterdruck im Kurbelgehäuse 1 realisiert werden.
[0055] Durch Kombination beider Anordnungen der Drosselorgane 13, 14 kann damit jeder in
der Praxis gewünschter Kurbelgehäuse-Druck realisiert werden.
[0056] Die Fig. 7 zeigt eine Ausführungsvariante mit einer Verzweigung in der ersten Leitung
25. Nach der Verzweigung führt ein Teil der ersten Leitung 25' über ein Drosselorgan
14 zur Mündung 10 des Kurbelgehäuses 1. Ein Teil der ersten Leitung 25" führt direkt
zum Einlass 21 des Blow-by-Ölnebelabscheiders 3 zurück. Die erste Leitung 25 ist hier
also zweiteilig mit zwei Ästen 25', 25". Genausogut kann auch die zweite Leitung 24
zweiteilig sein, hier mit den Ästen a und b angedeutet. In dieser Ausführungsvariante
wird ein Teil des gefilterten Blow-by-Gases sowohl unmittelbar, d.h. direkt in den
Einlass 21 des Blow-by-Ölnebelabscheider 3 als auch mittelbar über das Kurbelgehäuse
1 an den Blow-by-Ölnebelabscheider 3 geführt.
[0057] Die Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsvariante, die eine Abwandlung des Beispiels
von Fig. 7 darstellt. Bei dieser Ausführungsvariante wird ein Teil des gefilterten
Blow-by-Gases mittelbar über das Kurbelgehäuse 1 an den Blow-by-Ölnebelabscheider
3 geführt. Zusätzlich wird ein Teil des gefilterten Blow-by-Gases wieder an die Verdichtungseinrichtung
4 zurückgeführt. Auch in diesem Fall teilt sich die erste Leitung 25 in zwei Äste
25', 25''' auf.
1. Hubkolbenverbrennungsmotor, umfassend
• ein Kurbelgehäuse (1),
• einen Blow-by-Ölnebelabscheider (3) mit einem Einlass (21) und einem Auslass (22),
• eine Druckerhöhungseinrichtung (4) mit einem Eingang (41) und einem Ausgang (42),
und
• einen Ansaugtrakt (23) mit einem Luftfilter (7), welcher mit dem Kurbelgehäuse (1)
verbunden ist,
wobei das Kurbelgehäuse (1) einen Blow-by-Austritt (2) aufweist, welcher mit dem Einlass
(21) des Blow-by-Ölnebelabscheiders (3) verbunden ist,
wobei der Auslass (22) des Blow-by-Ölnebelabscheiders (3) mit dem Eingang (41) der
Druckerhöhungseinrichtung (4) in fluidleitender Verbindung steht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4)
(a) eine erste Leitung (25) aufweist, welche zu einem Einlass (21) des Blow-by-Ölnebenabscheiders
(3) führt, und
(b) eine zweite Leitung (24) aufweist, welche mit dem Ansaugtrakt (23) verbunden ist
oder welche aus dem Hubkolbenverbrennungsmotor hinausführt.
2. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leitung (25) direkt vom Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4)
zum Einlass (21) des Blow-by-Ölnebenabscheiders (3) führt.
3. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leitung (25) vom Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4) zuerst
zum Kurbelgehäuse (1) und dann zum Einlass (21) des Blow-by-Ölnebenabscheiders (3)
führt.
4. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leitung (25) vom Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4) eine Abzweigung
umfasst, welche in den Eingang (41) der Druckerhöhungseinrichtung (4) mündet.
5. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 3 oder Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Blow-by-Austritt (2) und die Mündung (10) der ersten Leitung (25) in das
Kurbelgehäuse (1) einander im Wesentlichen diametral gegenüberstehen.
6. Hubkolbenverbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leitung (24) zwischen dem Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4)
eine fluidleitende Verbindung vom Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung (4) zum
Ansaugtrakt (23) umfasst.
7. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leitung (24) zum Ansaugtrakt (23) ein Drosselorgan (13) aufweist.
8. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der zweiten Leitung (24) zwischen dem Ausgang (42) der Druckerhöhungseinrichtung
(4) und dem Eingang (41) der Druckerhöhungseinrichtung (4) zumindest ein Drosselorgan
(14) vorgesehen ist.
9. Hubkolbenverbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung nach dem Blow-by-Ölnebelabscheider (3) zumindest eine Temperiereinrichtung
(12) vorgesehen ist.
10. Hubkolbenverbrennungsmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiereinrichtung (12) in der ersten Leitung (25) zum Kurbelgehäuse (1) angeordnet
ist.
11. Kurbelgehäuseentlüftungseinrichtung für einen Hubkolbenverbrennungsmotor nach einem
der Ansprüche 1 bis 10,
gekennzeichnet durch
einen Blow-by-Ölnebelabscheider (3), welcher
einen Einlass (21), der mit dem Auslass eines Kurbelgehäuses (1) verbindbar ist und
einen Auslass (22) aufweist, welcher mit dem Eingang (41) einer Druckerhöhungseinrichtung
(4) verbunden ist,
wobei der Auslass (22) eine erste Leitung (25) und eine zweite Leitung (24) aufweist,
wobei die erste Leitung (25) mit dem Kurbelgehäuse (1) verbindbar und/oder mit dem
Einlass (21) verbunden ist.
12. Verfahren zur Entlüftung des Kurbelgehäuses (1) eines Hubkolbenverbrennungsmotors,
wobei der Hubkolbenverbrennungsmotor ein Kurbelgehäuse (1), ein Blow-by-Ölnebelabscheider
(3) und einen Ansaugtrakt (23) mit einem Luftfilter (7) aufweist, wobei Blow-by-Gas
aus dem Kurbelgehäuse (1) im Blow-by-Ölnebelabscheider (3) gefiltert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Blow-by-Ölnebelabscheider (3) austretendes Gas verdichtet wird teilweise
in den Blow-by-Ölnebelabscheider (3) zurückgeführt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des aus dem Blow-by-Ölnebelabscheider (3) austretenden, verdichteten Gas,
welches teilweise in den Blow-by-Ölnebelabscheider (3) zurückgeführt wird, zuerst
in das Kurbelgehäuse (1) und/oder direkt in den Blow-by-Ölnebelabscheider (3) eingeleitet
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Blow-by-Ölnebelabscheider (3) austretende, verdichtete Gas teilweise
in den Ansaugtrakt (23) geleitet wird.