[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Schwinghebeltriebwerk, insbesondere
für 2-Takt-Ottomotor mit Frischluftzuführung über Einlass-Schlitze und mit Abgas-Beseitigung
über Ventile, sowie mit Direkt-Kraftstoff-Dosierung in Brennraum, bei dem die thermodynamisch
erzeugten Kolbenkräfte über in etwa zentrisch frei drehend gelagerten Schwinghebel
mit kurzen und dadurch massearmen Hebelarmen auf eine Kurbelwelle mittels Pleuel-Schwinghebel-Pleuel
übertragen werden.
Stand der Technik
[0002] Zweck der Erfindung ist, thermodynamisch erzeugte Gaskräfte, insbesondere beim 2-Takt-System,
mit bestmöglicher Wirkung auf eine Kurbelwelle zu übertragen und stellt eine Weiterentwicklung
der Realisierungsvorschläge der Patentanmeldung
DE 10 2013 012 114 A1 (nachfolgend PA 1 bezeichnet) und Patentanmeldung
DE 10 2015 000 742 A1 dar.
[0003] Der Inhalt von PA 1 zeigt auf, wie man widerstandsarm Kräfte auf eine Kurbelwelle
übertragen kann. Patentanmeldung
DE 10 2015 000 742 A1 hat zum Inhalt die variable Steuerung des Schließzeitpunktes des Abgasventils bei
immer gleichbleibendem Öffnungszeitpunkt des Abgasventils bezogen auf Kurbelwellenstellung.
[0004] Die Übertragung der Kolbenkräfte eines Gegenkolbenpaares mit Schwinghebel und Zugpleuel
auf eine gemeinsame Kurbelwelle, wie in PA 1 aufgezeigt, ist zwar mechanisch überaus
verlustarm, jedoch bei näherer Betrachtung nicht vereinbar mit thermodynamisch erzeugten
Gaskräften mit ihrem Höchstwert am Anfang der Kolbenbewegung und dem steilen Abfall
bei der Volumenvergrösserung entlang des Kolbenweges. Ausnahmslos im unteren Totpunkt
am Ende der Kolbenbewegung findet der Gaswechsel statt, so daß um den Bereich des
unteren Totpunktes von ca. 30° Kurbelwellenwinkel der Zylinderraum offen steht und
damit kein Gasdruck vorhanden sein kann, was die Wirkungsweise eines Zugpleuels (Inhalt
PA 1) herabsetzt und allein dadurch ungeeignet ist für eine effiziente Drehmomentbildung
mittels thermodynamisch erzeugter Gaskräfte.
[0005] Besser geeignet für Kurbelwellenbetätigung sind Druckpleuel und kommen daher ausnahmslos
bei Verbrennungsmotoren zum Einsatz, mit dem kleinstmöglichen Realisierungsaufwand
an Triebelementen über direkte Anbindung des Kolbens mit Pleuel auf Kurbelwelle, wobei
die Kolbenbewegung im Zylinder meist zentrisch zur Lagerung der Kurbelwelle erfolgt.
Hierzu wird über die Tangentialkraft an der Kurbelwelle, erzeugt von der kolbenwegabhängigen
Kolbenkraft, das Drehmoment mit der mathematischen Formel erfasst:

[0006] Eine Umstellung des Realisierungsvorschlags nach PA 1 auf Druckpleuelbetätigung der
Kurbelwelle ist nur über eine Kraftumlenkung durch in etwa zentrisch gelagerte Schwinghebel
möglich, was bereits bei Gegenkolbensystemen mehrfach realisiert wurde.
[0007] Diese Art Schwinghebel haben Nachteile, nicht zuletzt durch die höhere Massenbehaftung
der Realisierungselemente und sind in der bekannten Ausführung nicht geeignet, effizienzsteigernd
bei der Kraftentfaltung auf die Kurbelwelle gegenüber einer direkten Kolben-Pleuelanbindung
mit Kurbelwelle zu wirken.
[0008] Weiter ist es sinnvoll anzunehmen, dass die durch eine Verdichtung der Frischgase
erzielte thermodynamische Drucksteigerung hauptsächlich den Expansionsweg verkürzt
und somit lediglich die kinematische Energienutzung thermodynamischer Gase in einem
Brennraum mittels Kurbelwelle vorteilhaft begünstigt.
[0009] Dennoch wird bei üblichen Verbrennungsmotoren eine Effizienssteigerung vor allem
mit der Durchsatzsteigerung von Luft und Kraftstoff angestrebt, z.B. über die Aufrechterhaltung
grösstmöglicher Verdichtung, insbesondere im höheren Drehzahlbereich, mit dem Ergebniss,
dass dadurch an erster Stelle beim Dieselprinzip, verstärkt unerwünschte und gesundheitschädliche
Abgasbestandteile entstehen. Zusätzlich muß man davon ausgehen, dass die bei einem
Brennvorgang mit "überzogener" Druckerzeugung entstandenen unerwünschten Abgas-Bestandteile
nur unter Bindung von Energie entstehen und daher den Wirkungsgrad negativ belasten.
[0010] Der verhältnismässig niedrige Wirkungsgrad an Verbrennungsmotoren resultiert jedoch
daraus, daß die Gaskräfte im geschlossenen Wirkraum nicht über die gesamte Fläche
des Wirkraumes erfassbar sind, sondern lediglich anteilig über die Kolbenstirnseite
auf eine Kurbelwelle zum Einsatz gebracht werden können. In der einschlägigen Fachliteratur
wird die Wirkungsweise der Gase in einem KolbenZylinder-System unter dem Begriff "technische
Wärmelehre" behandelt und gesetzmäßig dargestellt.
[0011] Eine gesamtflächige-Wirkungsweise der thermodynamischen Gase in einem geschlossenen
Raum wird darin nicht aufgezeigt, obwohl der Gasdruck stets auf die gesamte raumumschlossene
Oberfläche wirkt. In der Praxis treten diese Fälle jedoch auf, allerdings da wo sie
vorkommen, wird die Raumbegrenzung meist zerstört und das ohne Druckanhebung einer
zuvor durchgeführten Verdichtung.
[0012] Eine theoretische bzw. rechnerische Betrachtung, bei dem die Gaskraftausübung einer
gesamten schrumpfenden bzw. expandierenden z.B. Kugelraumoberfläche zum Ansatz gebracht
wird, mit zuvor erfolgter Verdichtung um Faktor 10, zeigt ähnliche Wirkungsgrade bei
der Umwandlung thermodynamischer Energie in mechanische Arbeit, wie sie beim Elektroantrieb
erreichbar sind, wenn man die Gaskräfte entlang des dabei ebenfalls schrumpfenden
bzw. wachsenden Radiusweges des entsprechenden Kugelraumes auf eine Kurbelwelle überträgt,
was leider nur theoretisch möglich ist. Diese Erkenntnis ist dennoch nützlich und
lässt die Annahme zu, dass in einem geschlossenen Raum durch Verbrennung freigesetzte
Energie nahezu vollständig in Form der Drucksteigerung des heissen Gases enthalten
ist und mit geeigneten technischen Maßnahmen als Kraftentfaltung entlang eines Weges
(mechanische Energie) genutzt werden kann.
[0013] Hierzu ist es notwendig, den Nachteil der parziellen Flächennutzung bei der Kraftentfaltung
thermodynamischer Gase in einem geschlossenen Zylinder-KolbenSystem teilweise oder
gar gänzlich mit einer geeigneten Triebwerkkombination zu kompensieren, z.B. über
eine wegmässige Entkopplung der üblichen starren Abhängigkeit: Kolbenhub gleich Kurbelwellenhub.
Aufgabenstellung
[0014] Die Aufgabe des vorliegenden Realisierungswegs besteht daher darin, auch beim Ottomotor
gleichgroße oder grössere Wirkungsgrade zu erzielen, wie sie bereits mit dem Dieselprinzip
möglich sind, jedoch mit umweltverträglicherem Verdichtungsverhältnis und werden mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1 erreicht.
[0015] Die Ursache für die bessere Eignung des Druckpleuels gegenüber einem Zugpleuel bei
der Kraftübertragung thermodynamisch erzeugter Gaskräfte in einem Zylinder-Kolbensystem
resultiert aus dem Ausschwenken des Druckpleuels und der damit verbundenen überproportional
vergrössernden Hebelarmbildung bei Antrieb der Kurbelwelle am Anfang des Kolbenweges,
wo die größten Gaskräfte wirken.
Dieser Vorteil kann jedoch bei der üblichen Anordnung Kolben-Druckpleuel-Kurbelwelle
nicht gesteigert werden z.B. durch die Wahl kleinstmöglicher Druckpleuel, da der Kolben
dadurch mit großer Stützkraft auf die Zylinderwandung wirkt, was die Kolbenbewegung
hemmt bzw. zum schädlichen Verschleiß am Zylinder und Kolben führen kann.
[0016] Einschränkungen dieser Art treten nicht bei Antrieb der Kurbelwelle über in etwa
zentrisch gelagerte Schwinghebel, da mögliche Stützkräfte weitgehend im Lager des
Schwinghebels wirken und das Lager eines Schwinghebels reibarm ausgeführt werden kann.
[0017] Ein in etwa zentrisch gelagerter Schwinghebel bietet die vorteilhafte Möglichkeit,
das Ausschwenken eines Druckpleuels an der Kurbelwelle am Anfang der Kolbenbewegung
weiter zu steigern, einmal über die Radiusbewegung des Schwinghebels und noch wirkungsvoller
über die Platzierung der Lagerwelle des Schwinghebels zur Kurbelwelle, so dass bei
Triebbetätigung der Kurbelwelle die Verbindungslinie - Anbindungspunkt Kurbelwellenpleuel
am Schwenkhebel zum Kurbelwellenmittelpunkt- eine weitere vorteilhafte Winkelverschiebung
gegenüber der Lage bei der 0°-Kurbelwellenstellung erfährt.
[0018] Diese Winkelverschiebung der Wirkkraftlinie des Kurbelwellenpleuels auf den Kurbelwellenzapfen
steigert das Drehmoment an der Kurbelwelle bei Arbeitshub des Kolbens und reduziert
bei Gegenbewegung des Kolbens das erforderliche Drehmoment für den Verdichtungshub.
[0019] Vorteile dieser Art sind bei der üblichen Anordnung Kolben-Druckpleuel-Kurbelwelle
nicht vorhanden, da die Wirkkraftlinien auf den Kurbelwellenzapfen für Arbeits-und
Verdichtungshub, bezogen auf den Drehwinkel der Kurbelwelle, identisch sind, unter
anderem bedingt durch die um 180° versetzte Stellung der beiden gegenüberliegenden
Totpunktlagen der Kurbelwelle.
[0020] Aufgrund der guten Eignung für Realisierung des Massenausgleichs bei Gegenkolbenausführung
mit Schwinghebelbetätigung der Kurbelwelle, ist es zweckmässig, lediglich den "oberen"
Totpunkt der Kurbelwelle für Arbeitshub und Verdichtungshub identisch auszuführen.
Der "untere" Totpunkt des Arbeitshubes wird bereits nach kleinerer Winkeldrehung der
Kurbelwelle als 180° erreicht, mit dem Ergebnis, daß beim Arbeitshub unter anderem
der Kolben schneller betätigt wird, als beim Verdichtungshub, was auch thermodynamische
Vorteile hat.
[0021] Eine bedeutend höhere mittlere Drehmomentsteigerung an einer Kurbelwelle als zuvor
dargelegt, ist erreichbar, wenn die meist identischen Weglängen für Kolbenhub und
Kurbelwellenhub entkoppelt werden, was über eine wegmässige Gegenkopplung der Kolbenbewegung
mit differenziell reduzierender Wirkung auf den Kolbenweg beim Arbeits-und Verdichtungshub
erzielbar ist und was einen Kolbenweg-Ausgleich erfordert, der erreichbar ist mit
einer Vergrösserung des Kurbelwellenhubs und/oder mit einer Vergrösserung der Hebelübersetzung
bei der Kraftübertragung über einen Schwinghebel.
[0022] Eine Voraussetzung hierfür ist eine Richtungsumkehr der Triebkräfte, wie das bei
einem in etwa zentrisch gelagerten Schwinghebel gegeben ist.
Eine Gegenkolbenanordnung mit 2 mal halben Kolbenhub, realisiert in zwei spiegelbildlichen
Halbbereichen mit zwei im Eingriff stehenden und gegensinnig rotierenden Kurbelwellen,
ist für eine Ausführung mit wegmässiger Gegenkopplung der Kolbenbewegung ebenfalls
geeignet.
[0023] Aber auch bei den üblichen Kolbenvollub-Ausführungen bringt die Anwendung einer wegmässigen
Gegenkopplung der Kolbenbewegung erhebliche Drehmoment-Vorteile, allerdings bei voluminöserer
Ausführung des Schwinghebels..
[0024] Die wegmässige Gegenkopplung der Kolbenbewegung wird erfindungsgemäss dadurch erreicht,
daß die frei drehbare Lagerung des Schwinghebels auf einer z.B. als Exzenter ausgebildeten
Lagerhülse erfolgt, die auf einem Lagerbolzen drehverstellbar sitzt und durch periodische
Hin-und Zurück-Drehung der Lagerhülse auf dem Lagerbolzen bei entsprechender Ausgangsstellung
des Exzenters dabei stets eine Kolbenwegreduzierung erzeugt.
[0025] Eine identische wegmässige Gegenkopplung der Kolbenbewegung wird erreicht, wenn der
Schwinghebel frei drehbar auf einem Exzenter einer Lagerwelle lagert und wenn diese
Lagerwelle durch eine periodische hin-Drehbewegung beim Arbeitshub ausführt und anschliessend
beim Verdichtungshub eine zurück-Drehbewegung in die Ausgangsstellung vollzieht.
[0026] In beiden Fällen muß die kolbenwegreduzierende Exzenterwirkung mit den periodischen
Abläufen von Kurbelwelle bzw. Kolbenhub im Einklang stehen, was über eine entsprechende
Kopplung mit der Kurbelwelle oder der Schwingbewegung eines der Hebelarme des Schwinghebels
erfolgen kann.
[0027] Über die Drehverstellung des Exzenters während eines vollen Kolbenhubes wird vorteilhaft
das Auslenken des Endes am kolbenseitigen Hebelarm des Schwinghebels differenziell
um mindestens den doppelten Weg der jeweiligen Exzenterwirkung reduziert, da der Hebeldrehpunkt
für die Kolbenwegreduzierung am Pleuelbolzen für Kurbelwellenpleuel des Schwinghebels
liegt und daher wird bereits mit einem relativ kleinen Exzenterhub, bezogen auf den
Kurbelwellenhub, grosse Wirkung erzielt.
[0028] Wie bereits festgestellt, muß als Ausgleich für die Kolbenwegverkürzung durch die
Exzenterwirkung der kolbenseitige Hebelarm des Schwinghebels verlängert - oder die
Radiusanordnung des Kurbelwellenzapfens der Kurbelwelle vergrössert werden. Besonders
vorteilhaft ist es, beide Ausgleichsmaßnahmen zu kombinieren. Hierbei sollte das drehmomentsteigernde
Verhältnis des Kurbelwellenhubs zum Kolbenhub in etwa den gleichen Wert aufweisen,
wie der Wert für das Steigerungsverhältnis des kolbenseitigen Hebelarms zum kurbelwellenseitigen
Hebelarm des Schwinghebels bewirkt.
[0029] Beide möglichen Fälle des Kolbenwegausgleichs bewirken eine Steigerung des Drehmomentes
an der Kurbelwelle, insbesondere im wichtigen ersten Drittel der Kurbelwellendrehung
während des Arbeitshubes, was nur mit einem höheren Anteil der Wandlung thermodynamischer
Energie in mechanische Arbeit erklärbar ist.
[0030] Weiter lässt sich feststellen, dass diese Steigerung des Wirkungsgrades weitgehend
eine lineare Abhängigkeit aufweist zur Kolbenwegreduzierung durch die Exzenterwirkung
im Lager des Schwinghebels und ist mit der Steigerung des Drehmomentes an der Kurbelwelle
vergleichbar.
[0031] Diese Kolbenwegreduzierung kann jedoch nicht beliebig gesteigert werden, da sie auch
von der Kinematik der massebehafteten Betätigungselemente beeinflusst wird. Ausserdem
ist bei der Wahl der Exzentergröße zu berücksichtigen, dass die Bewegungsbahn des
Pleuelbolzenauges am kolbenseitigen Hebelarm eine vorteilhafte Grössenordnung der
konvexen Form nicht unterschreitet, die allerdings auch von der Länge der Hebelarme
des Schwinghebels und dessen Schwenkwinkel bestimmt wird.
[0032] Die Grenze der Kolbenwegreduzierung ist dann erreicht, wenn beim Arbeitshub das Triebmoment
und das vom Exzenter erzeugte Gegenmoment an der Kurbelwelle gleich gross sind und
sich dadurch gegenseitig blockieren, was erst bei Exzenterhub grösser Radiusanordnung
des Kurbelwellenzapfens möglich ist und zusätzlich beide Hebelarme des Schwinghebels
gleiche Länge aufweisen.
[0033] Eine Verdoppelung des Wirkungsgrades gegenüber gängigen Ottomotoren erscheint jedoch
mit einer geeigneten Exzentergrösse und entsprechend danach vorgenommenen Kolbenwegausgleich
realisierbar, vor allem dann, wenn der Kolbenwegausgleich weitgehend über vergrösserten
Kurbelwellenhub vorgenommen wird, da hierbei auch der Exzenterhub vergleichbar vergrössert
werden kann, ohne Änderung dessen Verhältnis zum Kurbelwellenhub.
[0034] Denn die Druckbelastung des Schwinghebels auf das Exzenterelement erzeugt ein sinusförmig
verlaufendes Drehmoment, dessen wirksame Grössenordnung an der Kurbelwelle von dem
Verhältnis der Exzenterhöhe zum Radius-Kurbelwellenzapfen abhängt.
[0035] Dieses Drehmoment ist nur beim Arbeitshub als Gegenmoment wirksam und wird jedoch
grösstenteils von der Hebelübersetzung der Exzenter-Verstellmechanik und von der vorteilhaften
Kraftausübung der Pleuels, vor allem durch die des Kurbelwellenpleuel auf den Schwinghebel
bzw. auf die Lagerwelle, im wichtigen ersten Teilbereich des Kolbenhubes, auf kleiner
als den halben Wert der Exzenterwirkung abgeschwächt, wobei die Abschwächung intensiver
auftritt bzw. die Druckbelastung auf den Exzenter kleineren Wert aufweist, wenn der
Kolbenhub-Ausgleich vollständig über Vergrösserung des Kurbelwellenhubs realisiert
wird.
[0036] Im Gegensatz zum Arbeitshub, entsteht beim Verdichtungshub durch die Wirkung des
Exzenters ein positives Drehmoment an der Kurbelwelle, dass den Arbeitsaufwand für
die Verdichtung deutlich minimiert.
[0037] Eine mit nur geringem Gegenmoment ausführbare Drehverstellung des Exzenterelements
ist möglich, mit Vorteilen besonders beim Arbeitshub, wenn die Verstellung des Exzenterelements
über eine Drehkopplung mit dem Schwinghebel erfolgt. Hierzu ist bestens geeignet der
kolbenseitige Hebelarm des Schwinghebels, da der Schwinghebel, über einen geeigneten
Koppelpunkt, bereits mehr als die halbe richtungsgleiche Winkelbewegung der Drehverstellung
des Exzenterelement selbst ausführt.
[0038] Somit ist lediglich ein ergänzender Winkelbereich für die Drehverstellung des Exzenterelements
zu dem von dem Schwinghebel selbst ausgeführten Winkelbewegung zu realisieren, der
mittels Kopplung des Exzenterelements mit dem Hebelarm des Schwinghebels über gehäusedrehgelagerten
Innenzahnkranz und Zahnrad der Lagerwelle oder der Exzenterhülse erreichbar ist.
[0039] Eine zusätzliche Minimierung des Drehmomentes für die Verstellung eines Exzenterelements
mit gleichgrossen Exzenterhub ist erreichbar über einen entsprechenden Versatz der
Mittelpunkte von Exzentrizitätkreis zum Mittelpunkt der Exzenterelementlagerung dahingehend,
dass dadurch bei der Druckbelastung auf den Exzenter ein um den Versatz der beiden
Mittelpunkte reduziertes Drehmoment entsteht.
[0040] Über eine synchrone Rotation der Lagerwelle samt Exzenter, z.B. durch Zahnradkopplung
mit der Kurbelwelle, kann ebenfalls eine reduzierende Wirkung auf den Kolbenweg erreicht
werden, wenn die richtige Stellung des Exzenters zum Kolbenhub vorliegt. Dabei entstehen
für Kolbenpleuel-und Kurbelwellenpleuelanbindung am Schwinghebel unterschiedliche
Bewegungsbahnen für Arbeits- und Verdichtungshub. Beim Arbeitshub des Kolbens, wenn
die größten Kolbenkräfte wirken, verläuft die Bewegungsbahn der Kolbenpleuelanbindung
am Schwinghebel ebenfalls nahezu identisch mit der Kolbenhublinie, was beim Arbeitshub
die Stützkräfte des Kolbens im Zylinder klein hält und dadurch vorteilhafte Gleitbedingungen
des Kolbens im Zylinder entstehen.
Der Verdichtungshub dagegen wird mit grossem Winkelausschlag des Kolbenpleuels ausgeführt,
was die Gleiteigenschaft des Kolbens im Zylinder negativ belastet.
[0041] Vorteile für die Kraftentfaltung an den Triebelementen mit Schwinghebel entstehen
insbesondere mit der hin-und zurück-Drehverstellung des Exzenterelements in die Ausgangsstellung.
Hierzu besteht eine vorteilhafte Realisierungsmöglichkeit darin, die periodisch mit
der Kurbelwellenumdrehung verlaufende Drehverstellung des Exzenterelements mittels
einer separaten Pleuelbetätigung über die Kurbelwelle ausführen zu lassen, wodurch
sich teilweise die kolbenwegreduzierende Charakteristik optimal auf den Verlauf der
Gaskräfte bei der Expansion abstimmen lassen, nach den Erfordernissen für das Ziel,
an der Kurbelwelle grösstmögliches mittleres Drehmoment zu bilden.
[0042] Grössere Vorteile für die Drehmomentbildung an der Kurbelwelle entstehen dann, wenn
das Verhältnis von Verstellwinkel des Exzenterelements zu Kurbelwellendrehwinkel einen
steilen Ansteig über den Wert 1 am Anfang der Kolbenbewegung des Arbeitshubs aufweist
und der Verdichtungshub mit einem flacheren Verlauf beim Winkelverhältnis mit Wert
< 1 ausgeführt wird. Hierzu Diagramm in FIG. 4.
[0043] Die Drehverstellung des Exzenterelements über eine Pleuelbetätigung kann auch von
einer mit der Kurbelwelle synchron angetriebenen Zusatzkurbelwelle erfolgen, die bei
Mehrzylinderanordnung nur einmal pro Halbbereich einer Gegenkolbenanordnung erforderlich
ist. Für vorteilhafte Drehrichtung der Zusatzkurbelwelle kann hierbei ein Zwischenrad
eingesetzt werden.
[0044] Was den Massenausgleich betrifft, so lässt sich feststellen, dass bei Gegenkolbenanordnung
mit dem Vorteil der halbierten Kolbengeschwindigkeit und dem natürlichen Massenausgleich,
allein durch die nahezu gänzlich gegenläufigen Triebelemente, ausreichend vorhanden
ist. Bei Triebelementen, die zueinander eine parallel verlaufende Bewegungskomponente
aufweisen, wie das teilweise die Drehverstellung des Exzenterelements am Schwinghebel
erzeugt, kann mit entsprechenden Gegengewichten an den zwei gegenläufigen Kurbelwellen
begegnet werden. Generell ist es von Vorteil, Bewegungsrichtung wechselnde Triebelemente
massenarm auszuführen. Hierzu stehen inzwischen hochfeste Materialien zur Verfügung,
die eine Ausführung aus hochfesten Stahl ersetzbar machen.
[0045] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ausführungsbeispiel
[0046] Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden die Anordnungen und die Funktionen der
Realisierungselemente der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
FIG. 1 Seitenansicht der Anordnung korrespondierender Triebelemente für ein Gegenkolbensystem
mit Exzenterwirkung im Lager der Schwinghebel bestehend aus zwei spiegelbildlichen
Halbbereichen (a) und (b)
FIG. 2 Seitenansicht der Anordnung korrespondierender Triebelemente des Halbbereichs (a)
für ein Gegenkolbensystem mit Exzenterwirkung im Lager des Schwinghebels
FIG. 3 Drehmoment-Diagramme eines Ein-Zylinders im Vergleich für einheitliches Hubvolumen
48,8cm3 erzeugt mit Kolben von 36mm Durchmesser
(Beschleunigungskräfte nicht berücksichtigt)
FIG. 4 Diagramm des Exzenterverstellwinkels abhängig von der Winkelstellung der Kurbelwelle
mit Darstellung der vorteilhaften Unterschiede von Arbeitshub zu Verdichtungshub bei
Exzenterverstellung mittels Pleuelkopplung mit Kurbelwelle
FIG. 5 Typisches Indikatordiagramm eines Ottomotors bei Verdichtungsverhältnis ε = 10
[0047] Die in der FIG. 1 dargestellte Seitenansicht zeigt die Anordnung der Triebelemente
zueinander für einen Zweitakt-Gegenkolben-Ottomotor, bei dem der Gaswechsel (nicht
dargestellt) über Schlitzsteuerung an beiden Kolben erfolgt und die Abgase mittels
Ventile abgeführt werden, wie in Patentanmeldung PA 1 beschrieben.
[0048] Die zwei Halbbereiche (a,b) gleicher Ausführung eines Gegenkolbenmotors unterscheiden
sich lediglich in ihrer spiegelbildlichen Anordnung und sind in ihrer Funktion dahingehend
identisch, dass die zwei Kolben in einem Zylinder sich stets gegensinnig bewegen und
die über gleichgroße Zahnräder direkt gekoppelten zwei Kurbelwellen ebenfalls eine
gegensinnige Rotation ausführen mit stets spiegelbildlicher Stellung deren Kurbelwellenzapfen
zueinander, über die bei Antrieb jeweils ein gleichgroßes Drehmoment erzeugt wird,
das als Summe an einer der beiden Kurbelwellen nutzbar ist.
[0049] Daher wird nachfolgend anhand eines in FIG. 2 separat dargestellten Halbbereichs
(a) das Ausführungsbeispiel näher erläutert.
[0050] Am Ausführungsbeispiel ist die Drehrichtung der Kurbelwelle (7) für die Erreichung
der drehmomentsteigernden Wirkung so gewäh
lt, dass der Kurbelwellen- zapfen (8) das Kurbelwellenpleuel (9) am Anfang des Arbeitshubes
näher zum Drehlager des Schwinghebels (1) auslenkt, was hohe DM-Spitzen bewirkt.
[0051] Über einen in etwa zentrisch auf Rollen (10) drehgelagerten Schwinghebel (1), bestehend
aus einem kolbenseitigen Hebelarm (2) und einem kurbelwellenseitigen Hebelarm (3)
der über die Lagerhülse (4) des Schwinghebels (1) starr zu einer Einheit verbunden
ist, erfolgt die Bewegungskopplung des Kolbens (5) mit der Kurbelwelle (7) mittels
Kolbenpleuel (6) für Kolben (5) und Kurbelwellenpleuel (9) für Kurbelwelle (7).
[0052] Die Lagerung in der Lagerhülse (4) des frei drehbaren Schwinghebels (1) erfolgt auf
einem Exzenter (11) der Lagerwelle (12), die mit einem Ritzel versehen ist, mit dem
ein mit dem kurbelwellenseitigen Hebelarm (3) des Schwinghebels (1) gekoppelter Innenzahnkranz
(zeichnerisch nicht dargestellt), der am Gehäuse drehgelagert ist, mit Drehwinkelübersetzung
von ca. 1,6 im Eingriff steht, so dass die Lagerwelle (12) über die Bewegung des Hebelarms
(3) eine hin-und zurück-Drehverstellung von ca. 150° während einer 360° Kurbelwellendrehung
ausführt, wobei der Exzenter (11) der Lagerwelle (12) durch seine aus der Winkelstellung
in der Lagerhülse (4) des Schwinghebels (1) resultierenden Gegenkopplung stets wegreduzierend
auf den Kolbenhub wirkt.
[0053] Bei der Drehverstellung der Lagerwelle (12) wandert der Mittelpunkt des den Schwinghebel
(1) tragenden Exzenters (11) zwischen den Endpunkten des Teilbereichs (13) des Exzentrizitätkreises
(14) hin und zurück, wobei die Endpunkte des Teilbereichs (13) des Exzentrizitätkreises
(14) zugleich die Totpunkte an der Kurbelwelle (7) markieren.
[0054] Beim Ausführungsbeispiel ist Mittelpunkt des Exzentrizitätkreises (14) zugleich Mittelpunkt
der Lagerwelle (11) .
[0055] Die gesamte kolbenwegreduzierende Wirkung des Exzenterhubs bei 180° Drehverstellung
besteht einmal aus der doppelten Exzentrizität des Exzenters (11) und weiter aus dem
Wert der Steigerung der Kolbenwegreduzierung um den Faktor der Wegübersetzung mit
Drehpunkt an kurbelwellenseitiger Pleuelkopplung (15) des Hebelarms (3).
[0056] Beim Ausführungsbeispiel beträgt der Exzenterhub 6mm, was den 24mm grossen Kolbenhub
des Ausführungsbeispiels um gleichgrossen Betrag reduzierte und die zusätzliche Steigerung
der Kolbenwegreduzierung durch die Wegübersetzung samt Hebelwirkung über den Schwinghebel
(1) wirkt mit Faktor 2,176. Um den 24mm langen Kolbenhub des Ausführungsbeispiels
zu erreichen, ist demnach insgesamt ein Kolbenwegausgleich aus 6mm x Faktor von 2,176
= 13,056mm erforerlich, der über Vergrösserung des Kurbelwellenhubs gegenüber dem
Kolbenhub und Verlängerung des kolbenseitigen Hebelarms (2) gegenüber dem kurbelseitigen
Hebelarm (3) erreicht wird.
[0057] Beide Maßnahmen des Kolbenwegausgleichs bewirken eine Steigerung des Drehmoments
an der Kurbelwelle (7).
[0058] Weiter sind drehmomentsteigernde Vorteile gegeben, insbesondere in der ersten Hälfte
des Kolbenhubes, aus der Winkelstellung der Kraftübertragung des Kurbelwellenpleuels
(9) auf den Kurbelwellenzapfen (8), resultierend einmal aus der Stellung der Lagerwelle
(12) zur Kurbelwelle (7), sowie aus dem Verhältnis von Radiusanordnung-Kurbelwellenzapfen
(8) zur Länge des Kurbelwellenpleuels (9) und weiter aus dem bogenförmigen Absinken
des Schwinghebels (1) samt Kurbelwellenpleuel (9) über die Exzenterverstellung.
[0059] Die Winkelbewegung des Schwinghebels (1) zwischen den Totpunkten der Kurbelwelle
(7) beträgt ca. 45°, was bedingt durch die Exzenterwirkung eine vorteilhaft reduzierte
Winkelausführung darstellt, gegenüber einer erforderlichen Winkelbewegung eines Schwinghebels
für vergleichbare Hebelarme und für vergleichbaren Kolbenhub ohne Exzenterwirkung
im Lager der Fall wäre.
[0060] Die Platzierung der Lagerwelle (12) für einen Schwinghebel (1) richtet sich nach
der größtmöglichen Hebelbildung der Kraftwirkung über das Kurbelwellenpleuel (9) auf
den Kurbelwellenzapfen (8) im Bereich der ersten 60° Kurbelwellendrehung bei Existenz
grösster Kolbenkräfte und wird mit gutem Ergebnis erreicht, wenn beim Ausführungsbeispiel
der kurbelwellenseitige Hebelarm (3) des Schwinghebels (1) im UT einen ca. 90° Winkel
mit dem Kurbelwellenpleuel (9) bildet.
[0061] Der kolbenseitige Hebelarm (2) des Schwinghebels (1) weist eine leichte Winkelneigung
zur Stellung des kurbelseitigen Hebelarms (3) auf und bildet bei ca. 60° Kurbelwellenstellung
nach OT mit dem Kolbenpleuel (6) einen in etwa 90° Winkel bei der Kraftübertragung.
[0062] Über die Positionierung der Lagerwelle (12) des Schwinghebels (1) zusammen mit der
Drehverstellung des Exzenters (11) der Lagerwelle (12) wird erreicht, dass der Weg
des Kolbens (5) beim Arbeitshub vorteilhaft in anderen Teilraten auf die Kurbelwelle
(7) übertragen wird, als beim Verdichtungshub.
Hierzu Diagramm in FIG. 4.
[0063] Dagegen sind die jeweiligen Bewegungsbahnen (16,17) der Pleuelkoppelpunkte auf den
Hebelarmen (2,3) des Schwinghebels (1) beim Arbeitshub und beim Verdichtungshub gleichbleibend.
[0064] Zum Zwecke einer weitgehend stützkräftefreien Kolbenbetätigung ist der Kolbenzylinder
so angeordnet, daß die Verbindungslinie (18) der Koppelpunkte in den beiden Totpunktstellungen
für das Kolbenpleuel (6) am kolbenseitigen Hebelarm (2) des Schwinghebels (1) zugleich
die Kolbenhublinie darstellt.
[0065] Die in FIG. 2 angegebenen Formeln zur Berechnung des Drehmoments für Arbeitshub und
Verdichtungshub sind entstanden in Anlehnung an gegebene mathematische Zusammenhänge
für gängige Ausführung mit zentrischer Anordnung Kolben-Druckpleuel-Kurbelwelle und
stellen eine vereinfachte Berechnungsmethode dar, mit der ausreichend zuverlässige
Näherungswerte erzielbar sind, wenn Exzenterhub < 0,2 Kurbelwellenhub ausgeführt ist.
[0066] Der zusätzlich als Ergänzung im Nenner der Formel aufgenommene Cosinuswert für Winkel
ϕ beim Arbeitshub bzw. 1 + cos ϕ' für den Verdichtungshub wurden experimentell als
weitgehend zutreffend bestätigt und sind geeignet für rechnerische Ermittlung zuverlässiger
Richtwerte vor allem bei Exzenterverstellung über Pleuelkopplung mit Kurbelwelle.
[0067] Bei Umkehr der Drehrichtung der Kurbelwelle (7), entgegen der Darstellung in FIG.
2, gelten Winkelgrössen- und Bezeichnungen an Kurbelwellenpleuel (8) entsprechend
der daraus resultierenden Kurbelwellenstellung für Arbeitshub bzw. Verdichtungshub.
1. Schwinghebeltriebwerk, insbesondere für 2-Takt-Ottomotor mit Frischluftzuführung über
Einlass-Schlitze und mit Abgas-Beseitigung über Ventile, sowie mit Direkt-Kraftstoff-Dosierung
in Brennraum, bei dem die thermodynamisch erzeugten Kolbenkräfte durch Kolbenpleuel
(6) und durch Kurbelwellenpleuel (9) mittels einem in etwa zentrisch frei drehend
gelagerten Schwinghebel (1) auf die Kurbelwelle (7) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der frei drehbare Schwinghebel (1) auf einem drehverstellbaren Exzenterelement gelagert
ist und die Drehverstellung des Exzenterelements dahingehend ausgeführt wird, dass
eine Gegenkopplung zur Kolbenbewegung über die variierende Exzenterwirkung im Lager
des Schwinghebels (1) entsteht, die stets kolbenwegreduzierend bei der Ausführung
des Kolbenhubs wirkt.
2. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der frei drehbare Schwinghebel (1) auf einem Exzenter (11) einer drehverstellbaren
Lagerwelle (12) gelagert ist und der Ausgleich für die Kolbenwegreduzierung der variierenden
Exzenterwirkung erfolgt durch eine drehmomentsteigernde Vergrösserung des Kurbelwellenhubs
über den Kolbenhub hinaus und /oder durch eine Verlängerung des kolbenseitigen Hebelarms
(2) am Schwinghebel (1) .
3. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der frei drehbare Schwinghebel (1) auf einer Exzenterhülse gelagert ist, die drehverstellbar
auf einem Lagerbolzen sitzt und der Ausgleich für die Kolbenwegreduzierung der variierenden
Exzenterwirkung erfolgt durch eine drehmomentsteigernde Vergrösserung des Kurbelwellenhubs
über den Kolbenhub hinaus und /oder durch eine Verlängerung des kolbenseitigen Hebelarms
(2) am Schwinghebel (1) .
4. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerwelle (12) mit dem Exzenter (11) oder die Exzenterhülse mittels einer separaten
Pleuelbetätigung durch die Kurbelwelle (7) eine hin-und zurück-Drehverstellung in
die Ausgangslage während einer 360° Kurbelwellendrehung ausführt.
5. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerwelle (12) mit dem Exzenter (11) oder die Exzenterhülse mittels einer separaten
Pleuelbetätigung einer von der Kurbelwelle (7) synchron angetriebenen Zusatzwelle
mit Kurbelkröpfung eine hin-und zurück-Drehverstellung in die Ausgangslage während
einer 360° Kurbelwellendrehung ausführt.
6. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehverstellung des Exzenterelements die Schwingbewegung des Schwinghebels (1)
ausgeführt und der erforderliche Bereich der Drehverstellung über eine Winkelübersetzung
mittels eines gehäusegelagerten Innenzahnkranzes auf ein Ritzel des drehgelagerten
Exzenterelements erreicht wird.
7. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelpunkt des Exzentrizitätkreises (14) versetzt zum Mittelpunkt der Lagerwelle
(12) oder des Lagerbolzens der Exzenterhülse angeordnet ist und dadurch bei der Druckbelastung
auf den Exzenter (11) ein entsprechend dem Versatz der beiden Mittelpunkte reduziertes
Drehmoment entsteht.
8. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Arbeitshub die Kurbelwelle (7) einen verkürzten Drehbereich als 180° ausführt
und deren Drehbereich beim Verdichtungshub entsprechend vergrössert ist.
9. Schwinghebeltriebwerk nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pleuelanbindung (15) des kurbelseitigen Hebelarms (3) des Schwinghebels (1) in
den beiden Totpunktlagen der Kurbelwelle (7) auf einer Verbindungslinie zum Mittelpunkt
der Kurbelwelle (7) liegt.
10. Schwinghebeltriebwerk nach Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gegenkolbenanordnung aus zwei in der Funktion identischen Halbbereichen (a,b)
besteht, die eine spiegelbildliche Anordnung aufweisen und die zwei Kurbelwellen triebmässig
über gleichgrosse Zahnräder verbunden sind.