Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte und darunter angeordneten
Heizeinrichtungen sowie eine Anordnung eines solchen Kochfelds in einer Arbeitsplatte.
[0002] Aus der
DE 102015226052 A1 ist ein entsprechendes Kochfeld samt einer Anordnung in einer Arbeitsplatte bekannt,
wobei das Kochfeld sozusagen als Wiegeeinrichtung ausgebildet ist. Mit dieser Anordnung
soll ein Kochfeld gemäß der
DE 102012216935 A1 verbessert werden, und zwar indem einem Konflikt zwischen einerseits einem möglichst
fehlerfreien und unbeeinträchtigten Wiegevorgang Rechnung getragen wird und andererseits
ein Kochfeld, insbesondere mit seinen elektrischen Funktionseinheiten, abgedichtet
sein soll. Schließlich kann es beim Kochen schnell passieren, dass Flüssigkeit überkocht
und sich auf der Kochfeldplatte ausbreitet. Das Eindringen solcher Flüssigkeit in
das Kochfeld bzw. zu den elektrischen Funktionseinheiten wäre sehr schädlich. Gleichzeitig
besteht aber das in der
DE 102012216935 A1 erkennbare Problem einer Verfälschung der Gewichtsmessung durch eine Dichtung.
Aufgabe und Lösung
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Kochfeld sowie eine
eingangs genannte Anordnung eines solchen Kochfelds in einer Arbeitsplatte zu schaffen,
mit denen Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es insbesondere
möglich ist, ein Kochfeld mit sogenannter Wiegefunktion dicht auszugestalten bzw.
zu verhindern, dass Flüssigkeit in das Kochfeld bzw. zu den elektrischen Funktionseinheiten
vordringt.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Kochfeld mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher
erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für das Kochfeld oder nur für die
Anordnung eines solchen Kochfelds in einer Arbeitsplatte erläutert. Sie sollen jedoch
unabhängig davon sowohl für ein Kochfeld als auch für eine solche Anordnung selbständig
und unabhängig voneinander gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0005] Es ist vorgesehen, dass das Kochfeld eine Kochfeldplatte und darunter angeordnete
Heizeinrichtungen aufweist. Des Weiteren ist unter der Kochfeldplatte eine Aufnahmewanne
vorgesehen, insbesondere bei der erfindungsgemäßen Anordnung, wobei diese Aufnahmewanne
bevorzugt auch schon Bestandteil des Kochfelds sein kann. Die Kochfeldplatte überdeckt
dabei die Heizeinrichtungen bzw. verläuft vorteilhaft darüber, wie dies üblich ist
für ein Kochfeld. Die Kochfeldplatte und die Heizeinrichtungen sind Teil einer Baueinheit,
was bedeutet, dass sie miteinander eine Baueinheit bilden, allerdings noch weitere
Teile bzw. Funktionseinheiten dazugehören. Diese Baueinheit ist vorteilhaft integriert
und kann zumindest teilweise geschlossen sein. Insbesondere kann diese Baueinheit
abgedichtet gegen das Eindringen von Flüssigkeit von oben, so dass sie nicht zwingend
vollständig und ringsum dicht sein muss. Besonders vorteilhaft ist auch eine Bedieneinrichtung
für das Kochfeld Teil einer solchen Baueinheit. Diese Bedieneinrichtung kann innerhalb
der Aufnahmewanne angeordnet sein.
[0006] Die Aufnahmewanne kann die Heizeinrichtungen enthalten bzw. diese können von der
Aufnahmewanne umgeben sein, zumindest in seitlicher Richtung, insbesondere auch die
Baueinheit. Somit ist vorteilhaft auch die vorgenannte Bedieneinrichtung von der Aufnahmewanne
umgeben, insbesondere verläuft die Aufnahmewanne unterhalb der Heizeinrichtungen und/oder
der Bedieneinrichtung.
[0007] Erfindungsgemäß ist die Baueinheit in oder auf der Aufnahmewanne gelagert mittels
Auflagen. An diesen Auflagen sind Gewichtssensoren vorgesehen bzw. angeordnet, sie
können also Gewichtssensoren aufweisen, um eine Gewichtsbelastung auf den Auflagen
zu messen. Dies kann vorteilhaft grundsätzlich ähnlich ausgebildet sein wie in der
vorgenannten
DE 102015226052 A1 oder
DE 102012216935 A1. Es sollten mindestens drei Auflagen mit jeweils Gewichtssensoren vorgesehen sein,
vorteilhaft vier Auflagen bei einem rechteckigen Kochfeld, in jedem Eckbereich eine.
[0008] Des Weiteren weist die Aufnahmewanne einen äußeren umlaufenden Wannenrand auf, der
hochgezogen ist. Dadurch wird die Wannenform der Aufnahmewanne erreicht. Mit diesem
Wannenrand kann die Aufnahmewanne und somit auch das Kochfeld an einer Arbeitsplatte
oder in einer Arbeitsplatte bzw. in einem entsprechenden Ausschnitt angeordnet sein.
Der Ausschnitt kann eine Größe aufweisen, die zu der Aufnahmewanne korrespondiert,
so dass diese gut eingesetzt werden kann. Der Wannenrand kann dabei relativ nahe zu
dem Innenrand des Ausschnitts verlaufen.
[0009] Ein Außenrand bzw. eine Kante der Kochfeldplatte weist einen Abstand zu dem Wannenrand
auf in einer Richtung parallel zur Kochfeldplatte, also einen seitlichen Abstand.
Dieser seitliche Abstand ist vorteilhaft an allen Seiten der Kochfeldplatte gegeben,
also umlaufend bzw. durchgängig. Besonders vorteilhaft kann ein solcher Abstand 1
mm bis 50 mm betragen, vorzugsweise 10 mm bis 30 mm. Durch diesen Abstand ist die
bewegbar gelagerte Kochfeldplatte vom fest angeordneten Wannenrand getrennt, um eben
diese freie Bewegbarkeit für die Gewichtsmessung zu ermöglichen. Bei üblicherweise
verwendeten Gewichtssensoren aus Piezokeramik oder mit Dehnmessstreifen reicht eine
relativ geringe Bewegbarkeit für eine Gewichtsmessung, beispielsweise weniger als
1 mm oder sogar weniger als 0,1 mm, aus. Wichtig an dieser Bewegbarkeit ist vor allem,
dass sie möglichst frei ist.
[0010] Somit wird mit der Erfindung einerseits erreicht, dass die Heizeinrichtungen, gegebenenfalls
auch eine Bedieneinrichtung und eine Leistungsansteuerung für die Heizeinrichtungen,
als Baueinheit zusammengefasst sind und weitgehend geschützt sind insbesondere gegen
ein Eindringen von Flüssigkeit. Durch den seitlichen Abstand der Kochfeldplatte, an
deren Unterseite vorteilhaft die restliche Baueinheit bzw. deren Bestandteile angesetzt
bzw. angehängt ist, zu dem Wannenrand der Aufnahmewanne ist diese Baueinheit sozusagen
frei bewegbar für eine unverfälschte Gewichtsmessung. Auf die Kochfeldplatte ausgetretene
Flüssigkeit, die durch den vorgenannten Abstand zu dem Wannenrand seitlich an der
Kochfeldplatte vorbei nach unten fließen kann, kann in der Aufnahmewanne aufgefangen
werden bzw. neben einer Anordnung oder Lagerung der Baueinheit mit Kochfeldplatte
und Heizeinrichtungen darin kann die Aufnahmewanne eine Auffangfunktion bewirken.
So kann auch verhindert werden, dass Flüssigkeit unterhalb des Kochfelds in darunter
angeordnete Unterschränke odgl. eindringen kann.
[0011] In Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass unter der Kochfeldplatte ein
Innengehäuse vorgesehen ist, welches fest mit der Kochfeldplatte verbunden ist. Das
Innengehäuse kann Teil der vorgenannten integrierten und geschlossenen Baueinheit
sein und unter Umständen weitgehend abgedichtet sein. Es kann mit der Unterseite der
Kochfeldplatte verklebt sein oder mit dort angeklebten Halteeinrichtungen verschraubt
oder sonstwie befestigt sein. In diesem Innengehäuse sind die Heizeinrichtungen angeordnet,
vorteilhaft auch eine vorgenannte Bedieneinrichtung bzw. Ansteuerung oder Leistungsansteuerung.
Das Innengehäuse umgibt diese Funktionseinheiten vorteilhaft. Besonders vorteilhaft
ist das Innengehäuse vollständig innerhalb der Aufnahmewanne angeordnet und kann dabei
unterhalb des vorgenannten Wannenrands liegen. Somit gehört die Aufnahmewanne vorteilhaft
nicht zu der vorgenannten Baueinheit, sondern nimmt diese eben auf. Die Gewichtsmessung
erfolgt dann sozusagen von der Kochfeldplatte relativ zu der Aufnahmewanne, weswegen
die Aufnahmewanne fest an der Arbeitsplatte angeordnet werden sollte. Gleichzeitig
kann aber vorgesehen sein, dass die Baueinheit bzw. das Innengehäuse nicht lose in
der Aufnahmewanne angeordnet ist, sondern zumindest an festen Punkten. Hierzu wird
nachfolgend noch mehr ausgeführt.
[0012] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass aus dem Innengehäuse Stützvorsprünge
hervorstehen, insbesondere zur Seite oder nach unten. Diese Stützvorsprünge können
auf den Auflagen bzw. auf Gewichtssensoren aufgelegt sein, die in der Aufnahmewanne
angeordnet sind. Als vorteilhaft wird eine Abstützung senkrecht nach unten angesehen.
Da dann aber möglicherweise der Anschlussaufwand für die Gewichtssensoren größer ist,
wenn sie außerhalb des Innengehäuses sind und möglicherweise fest an der Aufnahmewanne
angeordnet sind, ist es in alternativer Ausgestaltung möglich, dass von der Aufnahmewanne
Stützvorsprünge vorstehen. Insbesondere stehen sie von einem Boden der Aufnahmewanne
vor, also vorteilhaft vertikal nach oben. Das Innengehäuse bzw. die integrierte Baueinheit
liegt dann mit Gewichtssensoren, die unten am Innengehäuse oder im Innengehäuse angeordnet
sind, an diesen Stützvorsprüngen an bzw. darauf auf. Somit können die Gewichtssensoren
am oder im Innengehäuse angeordnet sein, was konstruktiv einfacher ist, insbesondere
auch bzgl. eines elektrischen Anschlusses. Die Stützvorsprünge können dann eben Teil
der Auflagen sein oder diese bilden.
[0013] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Wanne innerhalb ihres Wannenrands
und direkt daran nach innen anschließend eine umlaufende Rinne auf, welche tiefer
als die Ebene der Kochfeldplatte verläuft. Diese Rinne kann ausgetretene Flüssigkeit
auffangen, die dann sozusagen am Rand der Kochfeldplatte überläuft und nach unten
läuft oder tropft, insbesondere durch den zuvor beschriebenen seitlichen Abstand zum
Wannenrand. Dadurch wird verhindert, dass diese Flüssigkeit nach ganz unten in die
Aufnahmewanne hineinverläuft, sie sammelt sich eben in der Rinne und vor allem auch
weiter oben. Sie kann also leichter wieder entfernt werden. Vorteilhaft ist die Rinne
ein separat hergestelltes Teil und wird an der Aufnahmewanne befestigt. Da üblicherweise
derartige Aufnahmewannen sowie auch Rinnen aus Metall gefertigt sind, ermöglicht dies
eine vereinfachte Herstellung. Eine solche Rinne sollte vorteilhaft umlaufend dicht
ausgebildet sein, um eben, zumindest solange sie nicht überläuft, zu verhindern, dass
Wasser direkt in die Aufnahmewanne gelangt.
[0014] Eine solche Rinne kann vorteilhaft bis unterhalb des Außenrands der Kochfeldplatte
oder eines am Außenrand der Kochfeldplatte vorgesehenen umlaufenden vorgenannten Rahmenteils
reichen. Eine Überlappung in seitlicher Richtung parallel zur Kochfeldplatte kann
zwischen 2 mm und 30 mm liegen, insbesondere zwischen 5 mm und 10 mm. Somit verläuft
die Rinne zwar teilweise außerhalb der Kochfeldplatte bzw. vor allem außerhalb des
Innengehäuses, untergreift die Kochfeldplatte aber zumindest soweit, dass von dieser
herablaufende oder herabtropfende Flüssigkeit aufgefangen wird. Weist die Kochfeldplatte
an einem Außenrand ein vorgenanntes umlaufendes Rahmenteil auf, wie dies für Kochfeldplatten
häufig der Fall ist, beispielsweise als Streifen aus Aluminium oder Edelstahl, der
üblicherweise mit der Kochfeldplatte verklebt ist, so sollte die Rinne eben unterhalb
dieses Rahmenteils bzw. seines Außenrands reichen. Eine Rinne kann eine Breite von
etwa 10 mm bis 30 mm aufweisen.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass von der Rinne eine
Abflussleitung nach unten abgeht. Eine solche Abflussleitung kann beispielsweise ein
flexibler Schlauch sein und vorteilhaft zu einem in der Nähe befindlichen Abfluss
eines Spülbeckens in der Küche verlaufen. So kann in der Rinne befindliche Flüssigkeit
sozusagen gleich entsorgt werden, wodurch auch vermieden werden kann, dass sich eine
sehr große Menge an Flüssigkeit sammelt, die Rinne dann überläuft und die Flüssigkeit
doch in die darunter befindliche Aufnahmewanne läuft. Für eine solche Abflussleitung
kann die Rinne ein Gefälle aufweisen hin zu einem tiefsten Punkt, von dem dann die
Abflussleitung nach unten abgeht. Alternativ muss Flüssigkeit aus der Rinne mittels
eines Schwammtuchs oder Lappens odgl. entfernt werden.
[0016] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann am Außenrand der Kochfeldplatte
ein vorbeschriebenes Rahmenteil vorgesehen sein, das umlaufend ausgebildet ist. Ein
solches Rahmenteil kann aus Metall bestehen, insbesondere Edelstahl oder Aluminium,
vorteilhaft als übliches dünnes Blech. Es kann entweder einfach nur flach sein und
auf die Oberseite der Kochfeldplatte aufgelegt sein entlang des Außenrands. Alternativ
kann das Rahmenteil zumindest einmal abgewinkelt sein und auch die Außenkantenfläche
der Kochfeldplatte überdecken, insbesondere auch um diese gegen mechanische Beschädigung
zu schützen. In besonders vorteilhafter Ausgestaltung kann das Rahmenteil an die Abwinkelung
anschließend noch weiter nach unten gezogen sein mit einer sogenannten Tropfkante,
wobei das Rahmenteil unter die Ebene der Unterseite der Kochfeldplatte reicht. Gerade
wenn ein Rahmenteil aus Flachmaterial oder dünnem Blech hergestellt ist, so ergibt
dies eine relativ schmale Tropfkante mit vorteilhafter Funktion.
[0017] Die Rinne wiederum kann vorteilhaft einen nach oben gezogenen Innenrand aufweisen,
wobei dieser Innenrand innerhalb der Außenkante der Kochfeldplatte ohne Rahmenteil
oder innerhalb eines vorbeschriebenen Rahmenteils bzw. innerhalb der vorbeschriebenen
Tropfkante verläuft, diese also sozusagen untergreift. Der Innenrand der Rinne kann
eine obere Innenkante aufweisen, die über der Tropfkante verläuft bzw. höher ist als
diese, diese also untergreift und hintergreift. So kann sehr zuverlässig verhindert
werden, dass Flüssigkeit sozusagen über die Barriere der Rinne hinweg nach unten in
die Aufnahmewanne gelangen kann.
[0018] Ein vorbeschriebenes Rahmenteil kann mit einem Auflageabschnitt parallel zur Kochfeldplatte
verlaufen und damit entlang des Außenrands der Kochfeldplatte auf deren Oberseite
aufgelegt sein. Als vorteilhafte Befestigung bietet sich ein Verkleben an. Das Rahmenteil
kann dann außerhalb der Kochfeldplatte mindestens einmal abgewinkelt sein, vorteilhaft
nach unten, beispielsweise mit einer Länge von 5 mm bis 20 mm. An der unteren Kante
kann dann die vorgenannte Tropfkante gebildet sein. Des Weiteren wird so das Innengehäuse
auch optisch zur Seite hin verschlossen, wenn eine Bedienperson schräg von der Seite
in die Rinne blickt.
[0019] Alternativ kann ein Rahmenteil zwar auch mindestens einmal abgewinkelt sein nach
unten und mit einem Anlageabschnitt parallel zur Kochfeldplatte verlaufen, allerdings
entlang des Außenrands der Kochfeldplatte an deren Unterseite angelegt und befestigt
sein. Auch hier bietet sich wiederum ein Verkleben an. Ein solches Rahmenteil an der
Unterseite der Kochfeldplatte bildet dann nur eine genannte Tropfkante, eine Schutzwirkung
odgl. für den Außenrand der Kochfeldplatte ist dann nicht gegeben.
[0020] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Rinne nach oben mit einer Abdeckung
zumindest teilweise bedeckt oder verschlossen. Die Abdeckung kann vorteilhaft durchgehend
umlaufend ausgebildet sein als eine Art Rahmen oder ringförmig, alternativ kann sie
mit mehreren einzelnen Teilen eine solche Ringform bilden. Eine Oberfläche der Abdeckung
kann parallel zu der Kochfeldplatte sein, dann vorteilhaft in derselben Ebene wie
die Oberseite der Kochfeldplatte sein oder in derselben Ebene wie ein vorbeschriebenes
Rahmenteil auf der Oberseite der Kochfeldplatte. Die Oberfläche könnte auch schräg
oder abgerundet sein.
[0021] Da eine solche Abdeckung vorteilhaft an der Aufnahmewanne bzw. an der Rinne befestigt
ist, ist sie starr und fixiert, so dass der eingangs genannte seitliche Abstand eines
Außenrands der Kochfeldplatte oder eines daran angeordneten Rahmenteils mit vorteilhaft
wenigen Millimetern dann eben zu der Abdeckung bzw. zu deren Innenrand hin besteht.
So kann auch wieder erreicht werden, dass ein Innenrand der Abdeckung eben beabstandet
ist zu dem Außenrand der Kochfeldplatte oder eines daran angeordneten Rahmenteils,
so dass die Abdeckung die freie Bewegbarkeit der Kochfeldplatte nicht stört und somit
eine Gewichtsmessung nicht verfälschen kann. Ein solcher seitlicher Abstand kann 0,1
mm bis 10 mm betragen, vorteilhaft 1 mm bis 3 mm. Er kann einen schmalen Schlitz bilden,
der die Kochfeldplatte umgibt.
[0022] Mit einem Außenbereich kann die Abdeckung auf dem Wannenrand aufliegen oder damit
verbunden sein. Vorteilhaft ist ein solcher Wannenrand derart nach außen abgewinkelt,
dass er flach auf einer Oberseite einer Arbeitsplatte aufliegen kann, und dann auf
diesem aufliegenden Bereich eben die Abdeckung liegt. Somit kann von oben nur die
Abdeckung sichtbar sein und nicht der Wannenrand. So wird eine optisch reduzierte
und ansprechende sowie leicht zu säubernde Anordnung geschaffen. Durch Entfernen der
Abdeckung wird die Rinne zugänglich und kann gegebenenfalls gesäubert werden, falls
dies notwendig sein sollte. Dazu kann die Abdeckung vorteilhaft werkzeuglos von dem
Kochfeld bzw. von der Rinne gelöst werden. Dazu können beispielsweise von einer Unterseite
der Abdeckung Abdeckstützen nach unten abstehen, welche in Stützenaufnahmen in der
Rinne oder auf einem Boden der Rinne eingreifen. Schließlich befindet sich unterhalb
der Abdeckung die Rinne. Ein Abstützen der Abdeckung sollte relativ stabil ausgebildet
sein, da es durchaus möglich ist, dass auf die Abdeckung größere Gewichtskräfte wirken
durch Aufsetzen eines schweren Kochgefäßes oder durch Abstützen mit einer Hand. Von
der Unterseite der Abdeckung abstehende Abdeckstützen können in Stützenaufnahmen in
der Rinne bzw. auf einem Boden der Rinne eingreifen. Eine Arretierung kann erfolgen,
beispielsweise magnetisch, wird aber nicht als zwingend angesehen, da sich die Abdeckung
kaum von alleine nach oben lösen wird bei Benutzung des Kochfelds.
[0023] Vorteilhaft ist für eine Abdeckung vorgesehen, dass ihre Oberseite in einer Ebene
verläuft mit einer Oberseite der Kochfeldplatte oder mit einer Oberseite des Rahmenteils,
vorteilhaft entlang eines vorgenannten Außenrands der Kochfeldplatte. Dann ist im
Bereich des seitlichen Abstands, der einen Schlitz für das Abfließen von Flüssigkeit
auf der Kochfeldplatte bildet, nur eben ein seitlicher Abstand gegeben und kein Höhenversatz.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass ein Rahmenteil in seitlicher Richtung unterhalb
die Abdeckung reicht, allerdings mit zumindest geringem Abstand und vor allem ohne
direkte Berührung. Dadurch kann ein vorgenannter Schlitz zwar erhalten bleiben, nur
eben mit einem abgewinkelten Verlauf, und gleichzeitig kann der Schlitz sozusagen
verdeckt sein.
[0024] In Ausgestaltung der Erfindung kann die Aufnahmewanne an dem Wannenrand einen seitlich
nach außen abstehenden Auflageabschnitt aufweisen. Dieser verläuft parallel zur Kochfeldplatte
und somit auch vorteilhaft parallel zu einer Arbeitsplatte, in der das Kochfeld angeordnet
werden soll. Dieser Auflageabschnitt kann wenige Millimeter breit sein, beispielsweise
3 mm bis 20 mm. Er kann zur Auflage auf einer solchen Arbeitsplatte ausgebildet sein,
wie zuvor beschrieben worden ist. Auf diesem Auflageabschnitt kann die vorgenannte
Abdeckung über der Rinne aufliegen, wie zuvor beschrieben worden ist, vorteilhaft
diesen vollständig überdeckend. Neben einer Befestigung eines Kochfelds mit der Aufnahmewanne
in einen vorbeschriebenen Ausschnitt in der Arbeitsplatte durch Aufliegen der vorbeschriebenen
Auflageabschnitte an der Oberseite der Arbeitsplatte kann auch vorgesehen sein, dass
das Kochfeld durch seitliche Verschraubung oder entsprechende Befestigungen an einem
Innenrand des Ausschnitts in der Arbeitsplatte gehaltert wird. Dann ist nicht zwingend
ein Überstand über die sonstige Fläche der Arbeitsplatte gegeben. Möglicherweise kann
auch durch eine um den Ausschnitt umlaufende Vertiefung an der Oberseite vorgesehen
sein, dass das Kochfeld mit dem Auflageabschnitt der Aufnahmewanne, möglicherweise
sogar zusätzlich noch mit der Abdeckung über der Rinne, oberflächenbündig in der Arbeitsplatte
angeordnet ist. Hierzu kann aber im Wesentlichen auf technische Möglichkeiten zurückgegriffen
werden, wie sie allgemein bekannt sind zur Anordnung von Kochfeldern in Ausschnitten
in einer Arbeitsplatte. Möglicherweise kann auch vorgesehen sein, dass nur ein hochgezogener
Wannenrand innerhalb eines Innenrands des Ausschnitts in der Arbeitsplatte befestigt
ist und gar nicht auf die Oberseite der Arbeitsplatte übergreift. Dann kann vorgesehen
sein, dass nur die vorbeschriebene Abdeckung über der Rinne auf einer Oberseite der
Arbeitsplatte um den Ausschnitt herum aufliegt.
[0025] In weiterer allgemeiner Ausgestaltung der Erfindung kann es möglich sein, dass die
Rinne nicht nur zum Auffangen von Flüssigkeit dient, um zu verhindern, dass diese
in die Aufnahmewanne und möglicherweise an Funktionseinheiten des Kochfelds gelangen
kann, insbesondere an elektrische Funktionseinheiten. Sie kann beispielsweise auch
beleuchtet sein und somit eine durch den Schlitz zwischen Abdeckung bzw. Abdeckblech
und Rahmenteil bzw. Kochfeldplatte erkennbare Leuchterscheinung hervorrufen. Diese
Leuchterscheinung kann auch funktional genutzt werden als Leuchtanzeige, um verschiedene
Betriebszustände des Kochfelds oder einzelner Heizeinrichtungen darzustellen, beispielsweise
auch durch verschiedene Farben. Durch gerichtete und nach oben strahlende Lichtquellen
kann sogar eine Zuordnung zu den einzelnen Heizeinrichtungen bzw. Kochstellen des
Kochfelds erreicht werden, wodurch möglicherweise auch Heißanzeigen, Aktivanzeigen
oder Problemzustände dargestellt werden können.
[0026] In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Rinne auch zum Absaugen
von Dampf ausgebildet sein, der beim Kochen auf dem Kochfeld entsteht. Hierzu sollte
die Rinne mit einem oder mit mehreren Absaugleitungen eines Sauggebläses verbunden
sein, wie dies allgemein von sogenannten Downdrafts als in Kochfelder integrierte
oder in Arbeitsplatten integrierte Abzüge bekannt ist. Ein solcher Downdraft kann
zentral mittig in der Kochfeldplatte vorgesehen sein, alternativ auch streifenförmig
und sich in einer Richtung weitgehend quer über die Kochfeldplatte erstrecken oder
entlang einer Hinterseite verlaufen.
[0027] Weist das Kochfeld einen solchen vorbeschriebenen Downdraft auf, so weisen diese
üblicherweise, da sie auch eine Öffnung nach oben aufweisen, ein eigenes Auffangbecken
auf. Zu diesem Auffangbecken kann die Rinne hingeführt sein, möglicherweise mit einer
vorgenannten Abflussleitung.
[0028] Die Aufnahmewanne kann in einem Mittelbereich auch eine Öffnung bzw. Aussparung aufweisen,
um einerseits Material einzusparen und andererseits mehr Kühlluft an das Kochfeld
gelangen zu lassen. Dies ist vor allem wichtig, wenn es ein Kochfeld mit Induktionsheizeinrichtungen
ist, deren Leistungsansteuerung im Betrieb sehr viel Wärme entwickelt.
[0029] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0030] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schräge Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Anordnung eines erfindungsgemäßen
Kochfelds in einer Arbeitsplatte mit umlaufender Abdeckung,
- Fig. 2
- die Anordnung aus Fig. 1 ohne die umlaufende Abdeckung und
- Fig. 3
- eine vergrößerte Schnittdarstellung durch die Anordnung aus Fig. 1.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0031] In der Fig. 1 ist in schräger Draufsicht eine erfindungsgemäße Anordnung 11 dargestellt
mit einem erfindungsgemäßen Kochfeld 20 in einer Arbeitsplatte 13. Wie auch die Fig.
2 und vor allem die Schnittdarstellung der Fig. 3 zeigen, weist die Arbeitsplatte
13 mit einer Oberseite 14 einen an sich üblichen, rechteckigen Ausschnitt 16 auf mit
einem Innenrand 18. Dieser Ausschnitt 16 ist einige cm größer als das eingesetzte
Kochfeld 20 bzw. eine nachfolgend noch näher erläuterte Aufnahmewanne 37.
[0032] Das Kochfeld 20 weist eine Kochfeldplatte 21 auf, welche eine Oberseite 22 und einen
Außenrand 21' aufweist. Auf diese Kochfeldplatte 21 bzw. die Oberseite 22 ist am Außenrand
21' ein Rahmenteil 24 aus dünnem Edelstahlblech aufgelegt und verklebt. Dieses Rahmenteil
24 weist einen oberen Auflagerand 25 auf, der flächig auf dem Außenrand 21' bzw. dessen
Oberseite 22 aufliegt und parallel zur Oberseite verläuft. Das Rahmenteil 24 ist nach
unten rechtwinklig abgewinkelt und verläuft in etwa vertikal nach unten, wobei am
unteren Rand eine Tropfkante 26 gebildet ist.
[0033] Unterhalb der Kochfeldplatte 21 ist auf an sich übliche Art und Weise eine Bedieneinrichtung
28 angeordnet, hier als Berührungsschaltereinrichtung bzw. sogenannte Touchcontrol
mit Berührungsschaltern und Leuchtanzeigen. Des Weiteren sind in Fig. 1 gepunktet
dargestellte Heizeinrichtungen 29 dargestellt, beispielsweise fünf Stück mit einer
Verteilung wie üblich für derartige breite Kochfelder 20. Die Heizeinrichtungen 29
können beliebiger Art sein, insbesondere Strahlungsheizeinrichtungen oder Induktionsheizeinrichtungen
sein.
[0034] Unten an der Kochfeldplatte 21 ist ein Innengehäuse 31 vorgesehen aus großflächigen
flachen Teilen, insbesondere Blechteilen. Es kann auf bekannte Art und Weise unten
an der Kochfeldplatte 21 befestigt sein. In diesem Innengehäuse 31, auf das nicht
näher eingegangen werden soll, sind die vorgenannten Funktionseinheiten wie Bedieneinrichtung
28 und Heizeinrichtungen 29 angeordnet. Ebenso sind für ein Kochfeld 20 mit Induktionsheizeinrichtungen
Leistungselektronik bzw. Leistungsansteuerung enthalten. Somit wird die eingangs erläuterte
Baueinheit 32 gebildet, die im Wesentlichen die Kochfeldplatte 21, Innengehäuse 31
und darin angeordnete Bedieneinrichtung 28 und Heizeinrichtungen 29 aufweist. Diese
Baueinheit 32 ist eine sogenannte integrierte und funktional geschlossene Baueinheit.
Sie kann zumindest teilweise, insbesondere am Rand, abgedichtet sein. Anschlüsse nach
außen sind im Wesentlichen nur ein Anschlusskabel 35 für eine elektrische Energiezufuhr.
[0035] Die Baueinheit 32 ist mittels Auflagen 34 in einer vorgenannten Aufnahmewanne 37
bzw. auf einem Boden der Aufnahmewanne 37 gelagert. Diese Auflagen 34 werden hier
nicht näher erläutert, im Wesentlichen können es in den Eckbereichen verteilte Stützvorsprünge
sein. Sie können beispielsweise von dem Boden der Aufnahmewanne 37 nach oben stehen
und nicht näher dargestellte Gewichtssensoren enthalten. Alternativ und vorteilhaft
sind die Gewichtssensoren oben an oder in dem Innengehäuse 31 bzw. der Baueinheit
32 vorgesehen, was deren Befestigung sowie elektrischen Anschluss leichter macht.
Somit können diese Gewichtssensoren die Auflagepunkte bilden, mit denen die Baueinheit
32 auf den Stützvorsprüngen der Auflagen 34 aufliegt. Jegliche Gewichtsbelastung auf
der Oberseite 22 des Kochfelds 20 sowie deren Veränderung kann dann mittels der Gewichtssensoren
erkannt werden. Daraus sich ergebende Möglichkeiten und Vorteile sind im eingangs
genannten Stand der Technik ausreichend beschrieben. Das Anschlusskabel 35 ist vorteilhaft
derart flexibel bzw. leicht beweglich gelagert, insbesondere von außerhalb der Aufnahmewanne
37 durch eine entsprechende Öffnung zu der Baueinheit 32 geführt, dass es keine Verfälschung
einer Gewichtsmessung ergibt. Möglicherweise kann hier eine Kalibrierung nach dem
Einbau des Kochfelds 20 bzw. Fertigstellung der Anordnung 11 vorgenommen werden.
[0036] Die Aufnahmewanne 37 kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung in einem großen Bereich
unterhalb der Baueinheit 32 mit einer vorgenannten Öffnung ausgespart sein. Die Komponenten
innerhalb der Baueinheit 32 erzeugen gemeinhin größere Wärmemengen, die über aktive
oder passive Kühlung abgeführt werden müssen. Dort wo keine Auflagen 34 der Baueinheit
32 auf der Aufnahmewanne 37 sind und auch keine aussteifende Wirkung notwendig ist,
kann die Aufnahmewanne 37 eben auch ausgespart sein.
[0037] Die Aufnahmewanne 37 weist, wie die Fig. 2 und vor allem die Schnittdarstellung der
Fig. 3 gut zeigen, einen äußeren hochgezogenen Wannenrand 38 auf. Dieser Wannenrand
38 ist außen abgewinkelt mit einem Auflageabschnitt 39, der parallel zur Oberseite
22 des Kochfelds 20 verläuft. Dieser Auflageabschnitt 39 liegt auf der Oberseite 14
der Arbeitsplatte 13 um den Ausschnitt 16 herum auf und kann verklebt sein, alternativ
verschraubt sein. Eine solche Verschraubung kann auch an der Seite des Wannenrands
38 mit dem Innenrand 18 erfolgen. Möglicherweise kann der Auflageabschnitt 39 auch
in einer eingefrästen Vertiefung an der Oberseite 14 der Arbeitsplatte 13 liegen,
so dass ein oberflächenbündiger Einbau möglich ist.
[0038] Die Aufnahmewanne 37 wird funktional zum Kochfeld 20 gezählt, auch wenn sie im besten
Falle damit nicht fest verbunden ist, außer möglicherweise über das Anschlusskabel
35 samt Zuführung. Die Abstützung des Kochfelds 20 mittels der Auflagen 34 auf dem
Boden der Aufnahmewanne 37 kann lösbar bzw. abnehmbar sein, muss dies aber nicht und
ist es vorteilhaft auch nicht, um eine Dejustierung der Gewichtsmessung durch unbeabsichtigte
Benutzerhandhabung zu verhindern. Die Abstützung mittels der Auflagen 34 ist vorteilhaft
auch so ausgebildet, dass das Kochfeld 20 nicht in horizontaler Richtung verschoben
werden kann. Die Aufnahmewanne 37 ist vorteilhaft aus Metall ausgebildet, beispielsweise
zumindest ein Wannenboden innerhalb der Auflagen 34. Sie kann aber auch aus Kunststoff
ausgebildet sein.
[0039] Innen und im oberen Bereich am Wannenrand 38 ist eine Rinne 40 vorgesehen, vorteilhaft
aus wasserbeständigem Material wie Kunststoff oder Metall bzw. Edelstahl. Die Rinne
40 weist einen Rinnenboden 41 auf und einen hochgezogenen Außenrand 42 sowie einen
abgewinkelt hochgezogenen Innenrand 43. Mit dem Außenrand 42 ist die Rinne 40 vorteilhaft
fest und unlösbar mit der Aufnahmewanne 37 bzw. deren Wannenrand 38 verbunden. Hier
kann auch eine mögliche Verschraubung des Kochfelds 20 mit der Arbeitsplatte 13 hindurchgehen.
[0040] Der Innenrand 43 reicht mit einer Kante 43' hinter das Rahmenteil 24 bzw. dessen
Tropfkante 26 und überragt diese nach oben deutlich. Die Rinne 40 ist vollständig
umlaufend und dicht ausgebildet, so dass auch der Innenrand 43 mit der Kante 43' vollständig
innerhalb und oberhalb der Tropfkante 26 umläuft. Somit kann Flüssigkeit auf der Oberseite
22 des Kochfelds 20 bzw. der Kochfeldplatte 21 über das Rahmenteil 24 nach außen ablaufen,
wobei durch die Tropfkante 26 sichergestellt wird, dass sämtliche Flüssigkeit dabei
in die Rinne 40 läuft und keineswegs nach innerhalb des Innenrands 43 gelangen kann.
Dort könnte sie ansonsten an funktional wichtige Teile und vor allem elektrische Funktionseinheiten
des Kochfelds 20 gelangen. Dies kann nur passieren, wenn die Rinne 40 überläuft, was
aber sehr unwahrscheinlich ist. Nicht dargestellt in der Fig. 3 ist ein möglicher
Abfluss aus der Rinne 40 nach unten, der sozusagen fest installiert sein kann. Hierzu
kann beispielsweise eine vorgenannte Abflussleitung von einem tiefsten Punkt der Rinne
40, zu der ein mindestens leichtes Gefälle hingeht, abgehen und in ein Abflussrohr
odgl. unterhalb der Arbeitsplatte 13 münden. Ebenso ist es möglich, dass eine Rinne
in einen Behälter mündet, dessen Fassungsvermögen das der Rinne noch übersteigt. Ein
solcher Behälter kann beispielsweise in einer mittigen Öffnung der Kochfeldplatte
21 sitzen, wie sie von vorgenannten Downdraft-Kochfeldern bekannt ist.
[0041] Aus der Fig. 3 ist zu ersehen, dass die Baueinheit 32, die die fürs Kochen notwendigen
Funktionseinheiten enthält, mechanisch entkoppelt ist von der Rinne 40, die sozusagen
die Dichtheitsfunktion übernimmt. Da der Abstand des Rahmenteils 24 in seitlicher
Richtung zum Wannenrand 38 bzw. zum Auflageabschnitt 39 zu groß ist, um offen zu bleiben,
auch weil dies optisch nicht ansprechend wäre, obwohl ein gewisser Abstand für die
mechanische Entkopplung wichtig ist, ist eine vorbeschriebene Abdeckung 45 vorgesehen.
Diese ist, wie die Fig. 1 zeigt, durchgängig umlaufend als eine Art rechteckiger Rahmen,
wobei sie vorteilhaft aus Metall wie Edelstahl oder Aluminium besteht. Sie liegt im
Außenbereich mit einem Abdeckblech 46 auf dem Auflageabschnitt 39 der Aufnahmewanne
37 auf, und zwar mit einer Außenkante 46' des Abdeckblechs 46 außen bündig, oder überlappt
den Auflageabschnitt 39 sogar. Eine Innenkante 46" weist einen Abstand von wenigen
Millimetern, beispielsweise 1 mm bis 3 mm, zu dem Rahmenteil 24 auf, wodurch ein Schlitz
50 gebildet ist. Durch diesen Schlitz 50 kann dann die vorbeschriebene Flüssigkeit
nach unten in die Rinne 40 laufen, ein Abfluss ist also noch möglich. Optisch kann
ein solcher Schlitz 50 sogar ansprechend sein. Er kann auch für vorbeschriebene Optionen
einer Beleuchtung oder eines Abzugs genutzt werden.
[0042] Befestigt ist die Abdeckung 45 hier mittels Abdeckstützen 48 unten am Abdeckblech
46, eventuell noch mit weiteren Verstärkungsblechen oder Verstärkungsrippen. Die Abdeckstützen
48 sind unten in Stützenaufnahmen 44 auf dem Rinnenboden 41 gelagert, vorteilhaft
durch einfaches Einstecken. Möglicherweise können auch Haltemagnete, Rast- oder Klemmmechanismen
verwendet werden. So kann die Abdeckung 45 nach oben abgenommen werden zum Reinigen
der Rinne 40 und/oder zum Entfernen von Flüssigkeit daraus, falls diese dort vorhanden
sein sollte.
[0043] Dadurch, dass das Abdeckblech 46 auf dem Auflageabschnitt 39 der Aufnahmewanne 37
aufliegt, wären die Stützenaufnahmen 44 nicht zwangsläufig nötig. Das Abdeckblech
46 wird durch seine Gewichtskraft sowieso unten gehalten. Anstatt der Stützenaufnahmen
44 könnten auch nur Bolzen oder Winkelstücke innerhalb der Rinne 40 oder unten am
Abdeckblech angebracht sein, die das Abdeckblech 46 gegen deren Außenrand 42 positionieren.
Durch diese Positioniermaßnahmen wird sichergestellt, dass der Schlitz 50 umlaufend
eine ausreichende Größe behält, so dass ein Abstand sichergestellt ist um die Gewichtsmessung
nicht zu verfälschen.
[0044] Der Schlitz 50 kann auch noch kleiner sein als angegeben, eine Berührung von Abdeckung
45 und Rahmenteil 24 ist aber unbedingt zu vermeiden durch einen zumindest geringen
Abstand, da diese eben eine Beeinträchtigung einer Gewichtsmessung ergeben würde.
Möglicherweise kann das Rahmenteil 24 auch gestuft abgewinkelt sein und so die Abdeckung
45 bzw. deren Abdeckblech 46 am Innenrand 46" untergreifen, so dass zwar ein gewinkelter
Weg für Flüssigkeit zum Ablaufen in die Rinne 40 vorhanden wäre, aber kein durchgängig
nach oben offener Schlitz vorhanden oder zumindest sichtbar wäre. Dies ist durch den
gepunktet dargestellten Verlauf angedeutet. Die Fertigung eines solchen Rahmenteils
24 ist zwar etwas aufwändiger, gleichzeitig kann aber ein verbesserter optischer Eindruck
erreicht werden.
1. Kochfeld mit
- einer Kochfeldplatte,
- unter der Kochfeldplatte angeordneten Heizeinrichtungen,
- einer Aufnahmewanne unter der Kochfeldplatte,
wobei die Kochfeldplatte und die Heizeinrichtungen Teil einer Baueinheit sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Baueinheit in der Aufnahmewanne gelagert ist mittels Auflagen, wobei Gewichtssensoren
an den Auflagen vorgesehen sind zur Messung einer Gewichtsbelastung auf den Auflagen,
- die Aufnahmewanne einen äußeren umlaufenden hochgezogenen Wannenrand aufweist,
- ein Außenrand der Kochfeldplatte einen Abstand zu dem Wannenrand aufweist in einer
Richtung parallel zur Kochfeldplatte an allen Seiten der Kochfeldplatte.
2. Kochfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Kochfeldplatte ein Innengehäuse vorgesehen ist und fest mit der Kochfeldplatte
verbunden ist als Teil der Baueinheit, wobei die Heizeinrichtungen in dem Innengehäuse
angeordnet sind und/oder von dem Innengehäuse umgeben sind, wobei insbesondere das
Innengehäuse vollständig innerhalb der Aufnahmewanne angeordnet ist unterhalb des
Wannenrandes.
3. Kochfeld nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Bedieneinrichtung, wobei die Bedieneinrichtung Teil der Baueinheit aus Kochfeldplatte
und Heizeinrichtungen ist, wobei insbesondere die Bedieneinrichtung innerhalb der
Aufnahmewanne angeordnet ist.
4. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Innengehäuse Stützvorsprünge vorstehen, insbesondere nach unten, die auf
den Auflagen bzw. den Gewichtssensoren in der Aufnahmewanne aufgelegt sind.
5. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmewanne innerhalb ihres Wannenrandes direkt daran anschließend eine umlaufende
Rinne aufweist, die unterhalb der Ebene der Kochfeldplatte verläuft, wobei vorzugsweise
die Rinne als separat hergestelltes Teil ausgebildet ist, das an der Aufnahmewanne
befestigt ist, wobei insbesondere die Rinne bis unterhalb des Außenrandes der Kochfeldplatte
oder eines am Außenrand der Kochfeldplatte vorgesehenen umlaufenden Rahmenteils reicht,
vorzugsweise mit einer Überlappung in seitlicher Richtung parallel zur Kochfeldplatte
von 2 mm bis 30 mm.
6. Kochfeld nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass von der Rinne eine Abflussleitung nach unten abgeht, wobei insbesondere die Abflussleitung
ein flexibler Schlauch ist, wobei vorzugsweise die Rinne ein Gefälle aufweist mit
einem tiefsten Punkt an der Abflussleitung.
7. Kochfeld nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Außenrand der Kochfeldplatte ein umlaufend ausgebildetes Rahmenteil vorgesehen
ist, vorzugsweise aus Metall, wobei das Rahmenteil nach unten gezogen ist mit einer
Tropfkante und unter die Ebene der Unterseite der Kochfeldplatte reicht, wobei vorzugsweise
die Rinne einen nach oben gezogenen Innenrand aufweist, der innerhalb des Rahmenteils
bzw. der Tropfkante verläuft und der eine obere Innenkante aufweist, die über der
Tropfkante verläuft.
8. Kochfeld nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil mindestens einmal abgewinkelt ist und mit einem Auflageabschnitt parallel
zur Kochfeldplatte verläuft und damit entlang des Außenrandes der Kochfeldplatte auf
deren Oberseite aufgelegt und befestigt ist, vorzugsweise mit der Oberseite der Kochfeldplatte
verklebt ist.
9. Kochfeld nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenteil mindestens einmal abgewinkelt ist und mit einem Anlageabschnitt parallel
zur Kochfeldplatte verläuft und damit entlang des Außenrandes der Kochfeldplatte an
deren Unterseite angelegt und befestigt ist, vorzugsweise mit der Unterseite der Kochfeldplatte
verklebt ist.
10. Kochfeld nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne nach oben mit einer Abdeckung zumindest teilweise bedeckt oder verschlossen
ist, wobei insbesondere die Abdeckung durchgehend umlaufend ausgebildet ist und eine
Abdeckfläche an der Oberseite aufweist, die parallel ist zu der Kochfeldplatte, wobei
vorzugsweise die Abdeckung abnehmbar ist von dem Kochfeld, wobei insbesondere von
einer Unterseite der Abdeckung Abdeckstützen nach unten abstehen, die in Stützenaufnahmen
in der Rinne oder auf einem Boden der Rinne eingreifen.
11. Kochfeld nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung mit einem Außenbereich auf dem Wannenrand aufliegt oder damit verbunden
ist und einen umlaufenden Innenrand aufweist, der einen seitlichen Abstand von 0,1
mm bis 10 mm, vorzugsweise 1 mm bis 3 mm, zu dem Außenrand der Kochfeldplatte oder
einem daran angeordneten Rahmenteil nach einem der Ansprüche 7 bis 9 aufweist.
12. Kochfeld nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberseite der Abdeckung in einer Ebene verläuft mit einer Oberseite der Kochfeldplatte
oder mit einer Oberseite des Rahmenteils entlang des Außenrandes der Kochfeldplatte
nach einem der Ansprüche 7 bis 9.
13. Kochfeld nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmewanne an dem Wannenrand einen seitlich nach außen abstehenden Auflageabschnitt
aufweist, der parallel zur Kochfeldplatte verläuft und der zur Auflage auf einer Arbeitsplatte
ausgebildet ist, wobei insbesondere die Abdeckung nach einem der Ansprüche 10 bis
12 auf dem Auflageabschnitt aufliegt und vorzugsweise den Auflageabschnitt vollständig
überdeckt.
14. Anordnung eines Kochfelds nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einer Arbeitsplatte,
wobei die Arbeitsplatte einen Ausschnitt aufweist mit einer Größe korrespondierend
zu der Aufnahmewanne derart, dass das Kochfeld mit der Aufnahmewanne in den Ausschnitt
eingesetzt ist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kochfeldgehäuse mit dem Auflageabschnitt nach Anspruch 13 auf einer Oberseite
der Arbeitsplatte um den Ausschnitt herum aufliegt oder dass die Abdeckung nach einem
der Ansprüche 10 bis 12 auf einer Oberseite der Arbeitsplatte um den Ausschnitt herum
aufliegt.