[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Verbindungsdose mit einem einen Gehäuseboden
und Gehäusewände aufweisenden und mit einem Deckel verschließbaren Gehäuse und einem
in dem Gehäuse vorgesehenen Verbindungselement zum Verbinden von dem Gehäuse zugeführten
elektrischen Leitungen miteinander und/oder mit anderen elektrischen oder elektronischen
Einrichtungen, wobei das Verbindungselement Anschlusseinrichtungen zum elektrischen
Anschließen der Leitungen und einen Befestigungsabschnitt aufweist, in dem Gehäuseboden
wenigstens eine Kulissenführung in Form einer Nut vorgesehen ist und der Befestigungsabschnitt
ein Eingriffselement aufweist, das in die Kulissenführung eingreift.
[0002] Elektrische Verbindungsdosen sind aus der Praxis gut bekannt. Insbesondere werden
derartige elektrische Verbindungsdosen auch als Elektroinstallationsgehäuse bezeichnet.
Elektrische Verbindungsdosen werden in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten
zum Anschluss, zum Abzweigen und/oder zur Verbindung von elektrischen Leitern miteinander
oder mit anderen elektrischen oder elektronischen Einrichtungen verwendet, wobei als
Anschlusseinrichtungen zum elektrischen Anschließen der Leitungen insbesondere elektrische
Klemmen verwendet werden. Elektrische Verbindungsdosen sind auch in Form von Brandschutzgehäusen
bekannt, die einer definierten Brandschutzklasse genügen und damit für eine vorbestimmte
Zeitdauer einen Funktionserhalt gewährleisten.
[0003] Aus der
EP 0 307 360 A2 ist eine gattungsgemäße Rangierdose für die Elektroinstallation bekannt, bei der
der Dosenboden im Rechteck bzw. kreuzförmig angeordnete Nuten aufweist, die mit Wülsten
gesäumt sind und welche zum Eingriff selbstschneidender Schrauben dienen, mit denen
Klemmen, Schienen und andere Einrichtungen am Dosenboden befestigt werden können.
[0004] Ausgehend davon ist es die Aufgabe der Erfindung, eine derartige elektrische Verbindungsdose
anzugeben, bei der der Installationsvorgang des Verbindungselements mit den Anschlusseinrichtungen
zum elektrischen Anschließen von elektrischen Leitungen vereinfacht ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Erfindungsgemäß ist somit eine elektrische Verbindungsdose vorgesehen mit einem einen
Gehäuseboden und Gehäusewände aufweisenden und mit einem Deckel verschließbaren Gehäuse
und einem in dem Gehäuse vorgesehenen Verbindungselement zum Verbinden von dem Gehäuse
zugeführten elektrischen Leitungen miteinander und/oder mit anderen elektrischen oder
elektronischen Einrichtungen, wobei
das Verbindungselement Anschlusseinrichtungen zum elektrischen Anschließen der Leitungen
und einen Befestigungsabschnitt aufweist,
in dem Gehäuseboden wenigstens eine Kulissenführung in Form einer Nut vorgesehen ist
und
der Befestigungsabschnitt ein Eingriffselement aufweist, das in die Kulissenführung
eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Gehäuseboden eine in den Innenraum des Gehäuses hineinragende Führungseinrichtung
angeordnet ist, und
der Befestigungsabschnitt parallel zum Gehäuseboden verläuft und ein Langloch aufweist,
in das die Führungseinrichtung hineinreicht.
[0007] Es ist somit ein maßgeblicher Punkt der Erfindung, dass der Gehäuseboden der erfindungsgemäßen
elektrischen Verbindungsdose mit einer Führungseinrichtung versehen ist, die in ein
Langloch eingeführt ist, das im Befestigungsabschnitt des Verbindungselements vorgesehen
ist. Auf diese Weise kann das Verbindungselement mit seinen Anschlusseinrichtungen
zum elektrischen Anschließen der elektrischen Leitungen längs seines Langlochs, geführt
von der Führungseinrichtung, beim Installationsvorgang in dem Gehäuse bewegt werden.
Dies verbessert die Handhabbarkeit des Verbindungselements bei seiner Installation,
da es nicht mehr frei beweglich ist, sondern mittels des mit der Führungseinrichtung
zusammenwirkenden Befestigungsabschnitts geführt wird.
[0008] Gemäß einer ersten alternativen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Führungseinrichtung
von einer Schraube gebildet, mittels derer das Verbindungselement mit seinem Befestigungsabschnitt
an dem Gehäuseboden fixierbar ist. Das bedeutet, dass die Führungseinrichtung nicht
nur eine Führung des Verbindungselements bei seiner Installation übernimmt, sondern
darüber hinaus, wenn die richtige Stellung des Verbindungselements in dem Gehäuse
gefunden ist, zur Fixierung des Verbindungselements dienen kann.
[0009] In diesem Zusammenhang ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ferner
vorgesehen, dass das Eingriffselement derart als Eingriffsnase ausgestaltet ist, dass
es lediglich eine Führung, jedoch keine Fixierung in der Kulissenführung erlaubt.
Gemäß dieser bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Fixierung des Verbindungselements
in dem Gehäuse also ausschließlich mit der zuvor beschriebenen Schraube, die auch
als Führungseinrichtung dient. Konkret ist es gemäß dieser bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung also so, dass das Verbindungselement, geführt durch die als Schraube
ausgestaltete Führungseinrichtung einerseits und geführt durch das als Eingriffsnase
ausgestaltete Eingriffselement andererseits, in dem Gehäuse bewegbar ist, bis die
gewünschte Installationsstellung des Verbindungselements gefunden ist. Dann wird die
als Führungseinrichtung dienende Schraube angezogen, so dass das Verbindungselement
in dem Gehäuse fixiert wird, nämlich indem der parallel zum Gehäuseboden verlaufende
Befestigungsabschnitt des Verbindungselements an den Gehäuseboden angedrückt wird.
[0010] Bei dieser ersten alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann es grundsätzlich
vorgesehen sein, dass die als Führungseinrichtung dienende Schraube, mit der das Verbindungselement
mit seinem Befestigungsabschnitt an dem Gehäuseboden fixierbar ist, in dem Gehäuseboden
selbst eingeschraubt ist. Das Gewinde für diese Schraube kann also im Gehäuseboden
selbst vorgesehen sein. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die
Schraube jedoch mit einer metallischen, auf der Außenseite des Gehäusebodens vorgesehenen
Befestigungsvorrichtung verbunden, mit der das Gehäuse an einer Wand befestigbar ist.
Gemäß dieser Ausgestaltung ist die Schraube also durch eine in dem Gehäuseboden vorgesehene
Bohrung hindurchgeführt und mit der auf der Außenseite des Gehäusebodens angeordneten
Befestigungsvorrichtung verbunden. Diese Befestigungsvorrichtung reicht vorzugsweise
wenigstens an einer Seite mit einem Abschnitt über den Gehäuseboden hinaus, so dass
der über den Gehäuseboden hinausreichende Abschnitt der Befestigungsvorrichtung bei
der Befestigung des Gehäuses an einer Wand zugänglich ist.
[0011] Diese Ausgestaltung ermöglicht es z.B. die elektrische Verbindungsdose vollständig
vorzukonfektionieren und sie dann mit schon geschlossenem Deckel an einer Wand zu
montieren, da der Gehäuseboden für die Montage an der Wand nicht mehr zugänglich sein
muss. Vielmehr ist der über den Gehäuseboden hinausreichende Abschnitt der Befestigungsvorrichtung
zugänglich, der z.B. seinerseits mit einer Bohrung versehen sein kann, die für eine
Befestigung der Verbindungsdose mittels einer Schraube an der Wand dienen kann. Ganz
besonders bevorzugt weist die Befestigungsvorrichtung nicht nur an einer, sondern
an zwei einander gegenüberliegenden Seiten jeweils einen Abschnitt auf, der jeweils
über den Gehäuseboden hinausreicht und mit dem das Gehäuse an der Wand befestigt werden
kann.
[0012] Weiterhin ist bei dieser ersten alternativen Ausgestaltung der Erfindung gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass die Befestigungsvorrichtung aus einem Metallmaterial
hergestellt ist. Auf diese Weise kann auch für einen Brandfall, zumindest für eine
gewisse Zeit, gewährleistet werden, dass die in dem Gehäuse vorgesehenen Einrichtungen
an der Wand montiert bleiben, selbst wenn das Gehäuse selbst aus Kunststoff hergestellt
ist und aufgrund des Brandes beschädigt wird bzw. teilweise bzw. vollständig verschwindet.
Auf diesen Aspekt wird im Folgenden nochmals eingegangen werden.
[0013] Außerdem ist gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass
die Schraube in abgedichteter Weise durch den Gehäuseboden auf die Außenseite des
Gehäuses geführt ist. Auf diese Weise kann die Verbindungsdose trotz der nach außen
geführten Schraube weiterhin eine vorbestimmte Schutzart, wie IP 65 oder IP 68, aufweisen.
Dabei ist es ganz besonders bevorzugt, dass die Schraube zur Abdichtung des Gehäuses
von einem Abdichtelement umgeben ist, das eine Öffnung zur Betätigung der Schraube
aufweist, wobei diese Öffnung mittels eine Abdichtdeckels in abdichtender Weise verschließbar
ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es, dass die Schraube bei abgenommenem Abdichtdeckel
betätigt werden kann, also z.B. angezogen werden kann, um das Verbindungselement am
Gehäuseboden zu fixieren. Gleichzeitig kann jedoch nach der Installation des Verbindungselements
durch das Aufsetzen des Abdichtdeckels eine vollständige Abdichtung der Durchführung
der Schraube durch den Gehäusedeckel erzielt werden. Vorzugsweise ist der Abdichtdeckel
mit dem Abdichtelement unverlierbar verbunden, z.B. mittels eines Filmscharniers.
[0014] Gemäß einer zweiten alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist die Führungseinrichtung
als Führungsstift derart ausgestaltet, dass sie lediglich eine Führung jedoch keine
Fixierung in der Kulissenführung erlaubt. In diesem Zusammenhang ist insbesondere
ferner vorgesehen, dass das Eingriffselement von einer in die Kulissenführung einschraubbaren
Schraube gebildet wird, mittels derer das Verbindungselement mit seinem Befestigungsabschnitt
an dem Gehäuseboden fixierbar ist. Dies stellt also insofern ein alternatives Konzept
für eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung dar, als dass hier die Führungseinrichtung
tatsächlich nur zur Führung dient und die Fixierung des Verbindungselements mit wenigstens
einer in eine Kulissenführung einschraubbare Schraube gewährleistet wird.
[0015] Dazu ist vorzugsweise ferner vorgesehen, dass im Befestigungsabschnitt des Verbindungselements
wenigstens ein Paar von Bohrungen angeordnet ist, die auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Langlochs gebildet sind und deren Verbindungslinie vorzugsweise im rechten
Winkel zum Langloch verläuft. Mit Hilfe dieser Bohrungen können Schrauben in derartige
Kulissenführungen eingeschraubt werden, die rechts bzw. links von der als Führungsstift
ausgestalteten Führungseinrichtung vorgesehen sind.
[0016] Grundsätzlich kann bei beiden alternativen Ausgestaltungen der Erfindung und auch
ansonsten die Führungseinrichtung an unterschiedlichen Orten in dem Gehäuse vorgesehen
sein. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Führungseinrichtung
jedoch zentral in dem Gehäuseboden angeordnet. Dies ermöglicht eine maximal große
Flexibilität bei der Anordnung und Orientierung des Verbindungselements.
[0017] Insbesondere kommen eine Vielzahl von symmetrischen Installationsgeometrien in Betracht.
In diesem Zusammenhang ist es bevorzugt, dass eine Mehrzahl von gerade verlaufenden
Kulissenführungen vorgesehen sind, die in dem Gehäuseboden sternförmig angeordnet
sind. Ganz besonders bevorzugt gehen diese Kulissenführungen sternförmig von der zentralen
Führungseinrichtung aus. Die zentrale Führungseinrichtung bildet also die Mitte, von
der aus gerade verlaufende Kulissenführungen in Richtung der Gehäusewände des Gehäuses
führen.
[0018] Die Anzahl der Kulissenführungen kann dabei unterschiedlich sein. Grundsätzlich sind
z.B. vier Kulissenführungen möglich, die jeweils einen Winkel von 90° zu einer jeweils
benachbarten Kulissenführung bilden und damit insgesamt ein Kreuz bilden. Ganz besonders
bevorzugt sind jedoch insgesamt acht Kulissenführungen vorgesehen, von denen jeweils
zwei längs einer gemeinsamen Linie aufeinander gegenüberliegenden Seiten der zentralen
Führungseinrichtung angeordnet sind, wobei der Winkel zwischen einander benachbarten
Kulissenführungen jeweils 45° beträgt. Auf diese Weise sind Kulissenführungen möglich,
die jeweils senkrecht auf eine Gehäusewand hinführen bzw. genau in eine Ecke des Gehäuses
weisen, wenn eine quadratische Grundform des Gehäusebodens vorgesehen ist.
[0019] Bisher ist immer die Rede von einem Eingriffselement des Befestigungsabschnitts des
Verbindungselements gewesen. Grundsätzlich kann ein einziges Eingriffselement ausreichend
sein, um eine Führung bzw. Fixierung des Verbindungselements in dem Gehäuse zu ermöglichen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist der Befestigungsabschnitt
jedoch zwei Eingriffselemente auf, die auf zwei verschiedenen Seiten des Langlochs
in jeweils eine Kulissenführung eingreifen. Insbesondere ist es ganz besonders bevorzugt,
dass die beiden Eingriffselemente auf zwei verschiedenen Seiten der Führungseinrichtung
vorgesehen sind und außerhalb des Langlochs in jeweils eine Kulissenführung eingreifen
[0020] Grundsätzlich können die Anschlusseinrichtungen des Verbindungselements zum elektrischen
Anschließen der Leitungen an verschiedenen Stellen im Gehäuse und insbesondere auch
direkt am Boden angeordnet sein. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
sind die Anschlusseinrichtungen des Verbindungselements zum elektrischen Anschließen
der Leitungen im Abstand zum Gehäuseboden angeordnet. Insbesondere ist es auf diese
Weise möglich, unter den Anschlussklemmen Leitungen hindurchzuführen, was eine übersichtliche
und platzsparende elektrische Installation innerhalb der Verbindungsdose ermöglicht.
[0021] Schließlich ist zur Ausbildung eines Brandschutzgehäuses vorgesehen, dass einerseits
das Gehäuse aus einem Kunststoffinaterial besteht und andererseits das Verbindungselement
und die Anschlusseinrichtungen ausschließlich aus Metall- bzw. Keramikmaterialien
bestehen. Auf diese Weise können die elektrischen Installationen auch im Brandfall,
zumindest für eine vorbestimmte Zeit, weiter funktionsfähig bleiben, selbst wenn das
Gehäuse mit seinem Kunststoffinaterial aufgrund des Brandes verschwindet. Dies ist
ganz besonders bevorzugt in Kombination mit der oben beschriebenen Ausgestaltung der
ersten alternativen Weiterbildung der Erfindung, gemäß der eine metallische Befestigungseinrichtung
zur Befestigung der elektrischen Verbindungsdose an einer Wand vorgesehen und die
Führungseinrichtung von einer Schraube gebildet ist, die an der metallischen Befestigungseinrichtung
befestigt ist.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnung weiter erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine elektrische Verbindungsdose gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Draufsicht,
- Fig. 2
- die elektrische Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung in Rückansicht,
- Fig. 3
- die elektrische Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4
- die elektrische Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung in einer Schnittansicht,
- Fig. 5
- ein Detail der elektrischen Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer vergrößerten Schnittansicht,
- Fig. 6
- die elektrische Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung mit einem anders orientierten Verbindungselement in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 7
- eine elektrische Verbindungsdose gemäß einem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Draufsicht und
- Fig. 8
- die elektrische Verbindungsdose gemäß dem zweiten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht.
[0023] Fig. 1 zeigt eine elektrische Verbindungsdose gemäß einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in Draufsicht. Die elektrische Verbindungsdose weist ein Gehäuse 1 mit
einem Gehäuseboden 2 und Gehäusewänden 3 auf. Das Gehäuse 1 ist mit einem nicht weiter
dargestellten Deckel verschließbar, so dass mit dem Gehäuse 1 eine vorbestimmte Schutzart,
wie IP 65 erzielbar ist.
[0024] In dem Gehäuse 1 ist ein Verbindungselement 4 zum Verbinden von dem Gehäuse 1 zuführbaren
elektrischen Leitungen miteinander und/oder mit anderen elektrischen oder elektronischen
Einrichtungen angeordnet. Das Verbindungselement 4 weist Anschlusseinrichtungen 5
in Form von Schraubklemmen zum elektrischen Anschließen der Leitungen auf. Außerdem
ist das Verbindungselement 4 mit einem Befestigungsabschnitt 6 versehen, in dem ein
Langloch 10 ausgeführt ist. In dem Gehäuseboden 2 sind acht Kulissenführungen 7 in
Form einer jeweiligen Nut vorgesehen. Diese Kulissenführungen 7 gehen zentral von
der Mitte des Gehäusebodens 2 aus, wobei einander benachbarte Kulissenführungen 7
jeweils einen Winkel von 45° miteinander einschließen.
[0025] Der Befestigungsabschnitt 6 des Verbindungselements 4 weist ein Eingriffselement
8 in Form einer Eingriffsnase auf, die in die Kulissenführung 7 eingreift. Ein zweites
solches Eingriffselement 8 ist unterhalb der Anschlusseinrichtungen 5 angeordnet und
deshalb in der vorliegenden Draufsicht nicht erkennbar. An dem Gehäuseboden 2 ist
zentral eine in den Innenraum des Gehäuses 1 hineinragende Führungseinrichtung 9 in
Form einer Schraube angeordnet. Die Schraube ist durch das Langloch 10 des Befestigungsabschnitts
6 des Verbindungselements 4 hindurchgeführt. Dadurch, dass der Befestigungsabschnitts
6 parallel zum Gehäuseboden 2 verläuft, ist das Verbindungselement 4 mit seinem Befestigungsabschnitt
6 an dem Gehäuseboden 2 fixierbar, indem die Schraube angezogen wird. Die Eingriffselemente
8 in Form einer jeweiligen Eingriffsnase dienen nur der Führung des Verbindungselements
4 und nicht zu seiner Fixierung in den Kulissenführungen 7.
[0026] Auf der Rückseite des Gehäuses 1 ist die als Schraube ausgestaltete Führungseinrichtung
9 mit einer metallischen, auf der Außenseite des Gehäusebodens 2 vorgesehenen Befestigungsvorrichtung
11 verbunden. Die Befestigungsvorrichtung 11 weist Befestigungsöffnungen 12 auf, so
dass das Gehäuse 1 mittels Schrauben an einer Wand befestigbar ist. Dazu weist die
Befestigungsvorrichtung 11 an zwei einander gegenüberliegenden Seiten jeweils einen
Abschnitt auf, der über den Gehäuseboden 2 hinausreicht, so dass der über den Gehäuseboden
2 hinausreichende Abschnitt der Befestigungsvorrichtung 11 bei der Befestigung des
Gehäuses 1 an der Wand zugänglich ist. Wie Fig. 2 entnehmbar, die eine Rückansicht
der vorliegenden Dose zeigt, liegt allerdings einer dieser Abschnitte unterhalb einer
Kabelverschraubung 16, so dass er von vorne her nicht zugänglich und damit in Fig.
1 auch nicht erkennbar ist.
[0027] Wesentlich bei der vorliegenden elektrischen Verbindungsdose ist weiterhin, dass
die als Schraube ausgestaltete Führungseinrichtung 9 in abgedichteter Weise durch
den Gehäuseboden 2 auf die Außenseite des Gehäuses 1 geführt ist. Dazu ist die Schraube
von einem Abdichtelement 13 umgeben, wie insbesondere den Fig. 3, 4 und 5 entnehmbar.
Dieses Abdichtelement 13 weist eine Öffnung zur Betätigung der Schraube auf, wobei
diese Öffnung mittels eine Abdichtdeckels 14 in abdichtender Weise verschließbar ist.
Der Abdichtdeckel 14 ist mit dem Abdichtelement 13 mittels eines Filmscharniers 18
unverlierbar verbunden.
[0028] Die genaue Konstruktion ist der Detailansicht aus Fig. 5 entnehmbar. Dort ist gezeigt,
wie die als Schraube ausgestaltete Führungseinrichtung 9 in ein Gegenelement 15 eingeschraubt
ist, das seinerseits von außen durch die Befestigungsvorrichtung 11 hindurchgeführt
ist. Aufgrund einer Auskragung 19 des Gegenelements 15 drückt dieses beim Anziehen
der Schraube die Befestigungsvorrichtung 11 von außen an den Gehäuseboden 2. Die Schraube
liegt allerding nicht direkt auf der Innenseite des Gehäusebodens 2 auf. Vielmehr
ist die Schraube von dem Abdichtelement 13 umgeben, der seinerseits auf dem Gehäuseboden
2 aufliegt. Zwischen dem Kopf der Schraube und dem Abdichtelement 13 ist eine Unterlegscheibe
17 vorgesehen. Um nach der Installation des Verbindungselements 4, also nach Festziehen
der Schraube, eine vorbestimmte Schutzart, wie IP 65, zu gewährleisten, wird abschließend
die Öffnung des Abdichtelements 13 mittels des Abdichtdeckels 14 verschlossen, der
in abdichtender Weise auf die Oberseite des Abdichtelements 13 aufgeklemmt wird.
[0029] Vorliegend besteht das Gehäuse 1 aus einem Kunststoffinaterial während das Verbindungselement
4 und die Anschlusseinrichtungen 5 ausschließlich aus Metall- bzw. Keramikmaterialien
bestehen. Auf diese Weise kann gemäß dem vorliegend beschriebenen Ausführungsbeispiel
ein Brandschutzgehäuse mit einer definierten Brandschutzklasse bereitgestellt werden,
da selbst bei aufgrund eines Brandes verschwindendem Gehäuse 1 der Funktionserhalt
durch das Verbindungselement 4 und den Anschlusseinrichtungen 5 aus nichtbrennbarem
Material gewährleistet werden kann, die ihrerseits mittels der metallischen und damit
ebenfalls nicht brennbaren Befestigungsvorrichtung 11 an einer Wand befestigt sind.
In Normalfall dient das Gehäuse 1 also als Wasser-, Staub- und Berührschutz. Im Brandfall
allerdings kommt es für den Funktionserhalt nicht auf das Gehäuse 1 an, da die Funktionen
"elektrischer Anschluss" und "Befestigung an einer Wand" unabhängig vom Gehäuse 1
verwirklicht sind.
[0030] Aus Fig. 6 ist die elektrische Verbindungsdose gemäß dem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht ersichtlich, wobei das Verbindungselement
4 mit seinen Anschlusseinrichtungen 5 nun um 45° versetzt orientiert ist, indem die
Eingriffselemente 8 in eine jeweils benachbarte Kulissenführung 7 eingesetzt worden
sind.
[0031] Fig. 7 und 8 zeigen eine elektrische Verbindungsdose gemäß einem zweiten bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung in Draufsicht bzw. in einer perspektivischen Ansicht.
Dieses zweite bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung stellt zu dem ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiel insofern eine Alternative dar, als dass die Führungseinrichtung
9 nicht als Schraube sondern als Führungsstift derart ausgestaltet ist, so dass die
Führungseinrichtung 9 lediglich eine Führung jedoch keine Fixierung in der Kulissenführung
7 erlaubt. Die Eingriffselemente 8 werden von in die Kulissenführungen 7 einschraubbaren
Schrauben gebildet, mittels derer das Verbindungselement 4 mit seinem Befestigungsabschnitt
6 an dem Gehäuseboden 2 fixiert werden kann. Im Befestigungsabschnitt 6 des Verbindungselements
4 sind drei Paare von Bohrungen 20 vorgesehen, die auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Langlochs 10 angeordnet sind und deren Verbindungslinie im rechten Winkel
zum Langloch 10 verläuft.
Bezugszeichenliste
| Gehäuse |
1 |
| Gehäuseboden |
2 |
| Gehäusewände |
3 |
| Verbindungselement |
4 |
| Anschlusseinrichtungen |
5 |
| Befestigungsabschnitt |
6 |
| Kulissenführung |
7 |
| Eingriffselement |
8 |
| Führungseinrichtung |
9 |
| Langloch |
10 |
| Befestigungsvorrichtung |
11 |
| Befestigungsöffnung |
12 |
| Abdichtelement |
13 |
| Abdichtdeckel |
14 |
| Gegenelement |
15 |
| Kabelverschraubung |
16 |
| Unterlegscheibe |
17 |
| Filmscharnier |
18 |
| Auskragung |
19 |
| Bohrungen |
20 |
1. Elektrische Verbindungsdose mit einem einen Gehäuseboden (2) und Gehäusewände (3)
aufweisenden und mit einem Deckel verschließbaren Gehäuse (1) und einem in dem Gehäuse
(1) vorgesehenen Verbindungselement (4) zum Verbinden, von dem Gehäuse (1) zugeführten
elektrischen Leitungen miteinander und/oder mit anderen elektrischen oder elektronischen
Einrichtungen, wobei
das Verbindungselement (4) Anschlusseinrichtungen (5) zum elektrischen Anschließen
der Leitungen und einen Befestigungsabschnitt (6) aufweist,
in dem Gehäuseboden (2) wenigstens eine Kulissenführung (7) in Form einer Nut vorgesehen
ist, und
der Befestigungsabschnitt (6) ein Eingriffselement (8) aufweist, das in die Kulissenführung
(7) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Gehäuseboden (2) eine in den Innenraum des Gehäuses (1) hineinragende Führungseinrichtung
(9) angeordnet ist, und
der Befestigungsabschnitt (6) parallel zum Gehäuseboden (2) verläuft und ein Langloch
(10) aufweist, in das die Führungseinrichtung (9) hineinreicht.
2. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (9) von einer Schraube gebildet ist, mittels derer das Verbindungselement
(4) mit seinem Befestigungsabschnitt (6) an dem Gehäuseboden (2) fixierbar ist.
3. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (8) derart als Eingriffsnase ausgestaltet ist, dass es lediglich
eine Führung jedoch keine Fixierung in der Kulissenführung (7) erlaubt.
4. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube mit einer metallischen, auf der Außenseite des Gehäusebodens (2) vorgesehenen
Befestigungsvorrichtung (11) verbunden ist, mit der das Gehäuse (1) an einer Wand
befestigbar ist.
5. Elektrische Verbindungsdose nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (11) wenigstens an einer Seite mit einem Abschnitt über
den Gehäuseboden (2) hinausreicht, so dass der über den Gehäuseboden (2) hinausreichende
Abschnitt der Befestigungsvorrichtung (11) bei der Befestigung des Gehäuses (1) an
der Wand zugänglich ist.
6. Elektrische Verbindungsdose nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube in abgedichteter Weise durch den Gehäuseboden (2) auf die Außenseite
des Gehäuses (1) geführt ist.
7. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube zur Abdichtung des Gehäuses (1) von einem Abdichtelement (13) umgeben
ist, das eine Öffnung zur Betätigung der Schraube aufweist, wobei diese Öffnung mittels
eine Abdichtdeckels (14) in abdichtender Weise verschließbar ist.
8. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (9) als Führungsstift derart ausgestaltet ist, dass sie lediglich
eine Führung jedoch keine Fixierung in der Kulissenführung (7) erlaubt.
9. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (8) von einer in die Kulissenführung (7) einschraubbaren Schraube
gebildet ist, mittels derer das Verbindungselement (4) mit seinem Befestigungsabschnitt
(6) an dem Gehäuseboden (2) fixierbar ist.
10. Elektrische Verbindungsdose nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Befestigungsabschnitt (6) des Verbindungselements (4) wenigstens ein Paar von
Bohrungen (20) vorgesehen ist, die auf einander gegenüberliegenden Seiten des Langlochs
(10) angeordnet sind und deren Verbindungslinie vorzugsweise im rechten Winkel zum
Langloch (10) verläuft.
11. Elektrische Verbindungsdose nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (9) zentral in dem Gehäuseboden (2) angeordnet ist.
12. Elektrische Verbindungsdose nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von gerade verlaufenden Kulissenführungen (7) vorgesehen sind, die
in dem Gehäuseboden (2) sternförmig angeordnet sind.
13. Elektrische Verbindungsdose nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführungen (7) sternförmig von einer zentralen Führungseinrichtung (9)
ausgehen.
14. Elektrische Verbindungsdose nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (6) zwei Eingriffselemente (8) aufweist, die auf zwei verschiedenen
Seiten des Langlochs (10) in jeweils eine Kulissenführung (7) eingreifen.
15. Elektrische Verbindungsdose nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits das Gehäuse (1) aus einem Kunststoffmaterial besteht und andererseits
das Verbindungselement (4) und die Anschlusseinrichtungen (5) ausschließlich aus Metall-
bzw. Keramikmaterialien bestehen.