[0001] Die Erfindung betrifft eine Übertragungsvorrichtung zum Übertragen von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie von einer ersten Transportvorrichtung
zu einer zweiten Transportvorrichtung. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren
zum Übertragen von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie von einer
ersten Transportvorrichtung zu einer zweiten Transportvorrichtung.
[0002] Bei einer Änderung der Teilung eines Förderorgans der Tabak verarbeitenden Industrie
werden einfach geschnittene oder nicht geschnittene stabförmige Artikel der Tabak
verarbeitenden Industrie beispielsweise von einer Trommel auf Aufnahmemulden für die
stabförmigen Artikel, die in Umfangsrichtung einen bestimmten Abstand haben, auf eine
Trommel übergeben, bei der die Aufnahmemulden für die stabförmigen Artikel einen in
Umfangsrichtung anderen Abstand haben.
[0003] So kann beispielsweise eine Teilungsveränderung durch Abbremsen bei einer Übergabe
auf eine langsamer drehende Trommel mit engerer Teilung vorgesehen werden, oder eine
Staffelung durch Beschleunigung bei Übergabe auf eine schneller drehende Trommel mit
gleicher Teilung. Hierdurch wird das Produkt der Tabak verarbeitenden Industrie durch
eine sofortige Geschwindigkeitsänderung relativ hoch belastet.
[0004] EP 1 287 753 B1 ermöglicht eine Teilungsänderung von einer langsam drehenden Trommel mit engerer
Teilung auf eine schneller drehende Trommel mit größerer Teilung. Es ist eine Übertragungsvorrichtung
zum Übertragen von Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie von einer ersten Transportvorrichtung
zu einer zweiten Transportvorrichtung vorgesehen, wobei die Übertragungsvorrichtung
verschwenkbare, mit jeweils einer Aufnahme für einen Artikel versehene, in Umfangsrichtung
hintereinander angeordnete Übertragungselemente umfasst. Hierzu sind jeweils wenigstens
zwei Übertragungselemente axial zueinander versetzt angeordnet, wobei die Übertragungselemente
um eine gemeinsame Achse verschwenkbar sind.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung zweifach geschnittene stabförmige Artikel
der Tabak verarbeitenden Industrie, die in einer Aufnahmemulde einer ersten Transportvorrichtung
längsaxial fluchtend angeordnet sind, sehr schonend gestaffelt auf eine zweite Transportvorrichtung
zu übergeben.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Übertragungsvorrichtung zum Übertragen von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie von einer ersten Transportvorrichtung
zu einer zweiten Transportvorrichtung, die dadurch weitergebildet ist, dass die Übertragungsvorrichtung
eine Übertragungselementgruppe aufweist, die wenigstens zwei verschwenkbare, mit jeweils
einer Aufnahme für einen stabförmigen Artikel versehene, Übertragungselemente umfasst
und ausgebildet ist, drei in einer Reihe axial hintereinander angeordnete stabförmige
Artikel aufzunehmen und radial gestaffelt abzugeben.
[0007] Durch Vorsehen einer Übertragungselementgruppe, mittels der drei in einer Reihe axial
hintereinander angeordnete stabförmige Artikel aufgenommen werden können und radial
gestaffelt abgegeben werden können, ist eine effiziente Übertragung von in einer Reihe
axial hintereinander angeordneter stabförmiger Artikel möglich.
[0008] Vorzugsweise weist die Übertragungsvorrichtung in Umfangsrichtung hintereinander
mehrere Übertragungselementgruppen auf, so dass ein großer Durchsatz an zu übertragenen
stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie möglich ist.
[0009] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Übertragungsvorrichtung eine Fördertrommel ist,
die eine Drehachse aufweist, wobei in axialer Richtung der Drehachse drei hintereinander
angeordnete Trommelsegmente vorgesehen sind, wobei auf jedem Trommelsegment auf dem
Umfang Aufnahmen in Muldenform für die stabförmigen Artikel vorgesehen sind.
[0010] Wenn vorzugsweise ein Trommelsegment auf dem Umfang ortsfeste Aufnahmen für die stabförmigen
Artikel aufweist, ist eine sichere Übergabe des durch die ortsfeste Aufnahme aufgenommenen
stabförmigen Artikels von einer ersten Transportvorrichtung auf eine zweite Transportvorrichtung
möglich.
[0011] Vorzugsweise weist die Übertragungsvorrichtung zwei Trommelsegmente auf, die die
verschwenkbaren Übertragungselemente aufweisen. Hierdurch ist eine sehr einfache Staffelung
der drei stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, die bei der Abnahme
von der ersten Transportvorrichtung in einer Reihe axial hintereinander, insbesondere
fluchtend, angeordnet sind, möglich. Besonders bevorzugt ist es, wenn das Trommelsegment
mit den ortsfesten Aufnahmen für die stabförmigen Artikel das mittlere Trommelsegment
ist.
[0012] Die Segmentierung der Fördertrommel bzw. die Trommelsegmente können so ausgestaltet
sein, dass die Übertragungselementgruppe oder die Übertragungselementgruppen, die
auf der Fördertrommel angeordnet sind, segmentiert sind, beispielsweise in einer Richtung,
die parallel zu einer Drehachse der Fördertrommel, hintereinander oder längsaxial
gestaffelt ist.
[0013] Wenn die verschwenkbaren Übertragungselemente der Übertragungselementgruppe eine
erste Schwenkachse und eine zweite Schwenkachse aufweisen, wobei die erste Schwenkachse
vorzugsweise parallel und beabstandet zu der zweiten Schwenkachse ist, ist eine sehr
schonende Übergabe der stabförmigen Artikel möglich. Hierbei ist es insbesondere möglich,
dass bei der Übergabe der stabförmigen Artikel, d.h. sowohl bei der Aufnahme auf die
Übertragungsvorrichtung als auch auf bei der Abgabe von der Übertragungsvorrichtung,
quasi abstandslos eine Übergabe der stabförmigen Artikel in entsprechende Aufnahmen
möglich ist. Insbesondere können ohne einen wesentlichen Versatz die stabförmigen
Artikel von der ersten Transportvorrichtung in die Aufnahmen der Übertragungsvorrichtung
übergeben werden und von der Übertragungsvorrichtung in Aufnahmen der zweiten Transportvorrichtung
ohne Versatz die stabförmigen Artikel abgegeben werden.
[0014] Vorzugsweise sind die Schwenkachsen parallel zur Drehachse der Fördertrommel angeordnet.
[0015] Vorzugsweise ist oder wird beim Übertragen von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden
Industrie von einer ersten Transportvorrichtung zu einer zweiten Transportvorrichtung
eines der verschwenkbaren Übertragungselemente der Übertragungselementgruppe in Förderrichtung
der Übertragungsvorrichtung verschwenkbar oder verschwenkt und ein weiteres verschwenkbares
Übertragungselement der Übertragungselementgruppe entgegen der Förderrichtung der
Übertragungsvorrichtung verschwenkbar oder verschwenkt.
[0016] Vorzugsweise haben die Aufnahmen für die stabförmigen Artikel, die in der Übertragungselementgruppe
vorgesehen sind, sowohl bei der Aufnahme der stabförmigen Artikel als auch bei der
Abgabe der stabförmigen Artikel den gleichen radialen Abstand zur Drehachse der Übertragungsvorrichtung.
[0017] Insbesondere hierdurch ist es möglich, dass ohne nennenswerten Versatz eine Übergabe
der stabförmigen Artikel möglich ist.
[0018] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Übertragen von stabförmigen
Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie von einer ersten Transportvorrichtung
zu einer zweiten Transportvorrichtung, wobei mittels einer Übertragungselementgruppe
einer Übertragungsvorrichtung, die vorzugsweise eine vorstehend genannte erfindungsgemäße
Übertragungsvorrichtung ist, drei in einer Reihe axial hintereinander angeordnete
stabförmige Artikel von der ersten Transportvorrichtung abgenommen werden und radial
gestaffelt auf die zweite Transportvorrichtung abgegeben werden.
[0019] Durch das erfindungsgemäße Verfahren können sehr schonend stabförmige Artikel der
Tabak verarbeitenden Industrie übergeben werden.
[0020] Vorzugsweise weist die Übertragungselementgruppe zwei verschwenkbare Übertragungselemente
auf, die jeweils mit einer Aufnahme für einen stabförmigen Artikel versehen sind,
wobei beim Fördern der stabförmigen Artikel auf der Übertragungsvorrichtung die Übertragungselemente
verschwenkt werden, um die stabförmigen Artikel radial zu staffeln. Im Rahmen der
Erfindung bedeutet ein radial gestaffeltes Abgeben bzw. auf die zweite Transportvorrichtung
radial gestaffeltes Abgeben, dass die stabförmigen Artikel sowohl radial beabstandet
sind als auch längsaxial beabstandet sind. Hierbei kann der längsaxiale Abstand so
ausgebildet sein, dass die stabförmigen Artikel, sofern sie längsaxial fluchtend wären,
aneinander anliegen. Die benachbarten Endflächen der stabförmigen Artikel fluchten
somit in radialer Richtung. Bei dem radial gestaffelten Abgeben bzw. kurz vor dem
radial gestaffelten Abgeben sind die stabförmigen Artikel allerdings radial versetzt
zueinander.
[0021] Vorzugsweise umfasst die Übertragungselementgruppe ein ortsfestes Übertragungselement,
das eine Aufnahme für einen stabförmigen Artikel aufweist. Wenn vorzugsweise ein erstes
Übertragungselement so verschwenkt wird, dass es in einer Förderrichtung der Übertragungsvorrichtung
vorauseilt und ein zweites Übertragungselement so verschwenkt wird, dass es in der
Förderrichtung der Übertragungsvorrichtung hinterhereilt, ist eine einfache Möglichkeit
einer Staffelung der stabförmigen Artikel möglich. Vorzugsweise ist das Vorauseilen
und das Hinterhereilen relativ zu dem ortsfesten Übertragungselement.
[0022] Vorzugsweise sind die Aufnahmen der Übertragungselementgruppe bei der Abnahme der
stabförmigen Artikel von der ersten Transportvorrichtung längsaxial fluchtend, wobei
die Aufnahmen der Übertragungselementgruppe bei der Abgabe der stabförmigen Artikel
auf die zweite Transportvorrichtung und bei der Abnahme der stabförmigen Artikel von
der ersten Transportvorrichtung auf einer Zylinderfläche angeordnet sind.
[0023] Vorzugsweise ist eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer erfindungsgemäßen
Übertragungsvorrichtung versehen.
[0024] Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen
zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße
Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale
erfüllen.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben,
wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten
ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Teils einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie mit einer erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf einen Teil einer erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Übertragungs-elementgruppe in einer ersten Position,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der Übertragungs-elementgruppe in einer zweiten Position,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Übertragungs-elementgruppe in einer dritten Position
und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer erfindungsge-mäßen Übertragungsvorrichtung in
einer weiteren Ausgestaltung.
[0026] In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile
mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils
abgesehen wird.
[0027] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils einer Maschine der Tabak verarbeitenden
Industrie. Hier ist sehr schematisch die Übergabe von stabförmigen Artikeln 11, 11',
11" der Tabak verarbeitenden Industrie, beispielsweise Filtersegmente, von einer ersten
Transportvorrichtung 12, die als Fördertrommel ausgebildet ist, zu einer zweiten Transportvorrichtung
13, die im Beispiel der Fig. 1 auch als Fördertrommel ausgebildet ist, gezeigt. Es
ist zu erkennen, dass der Abstand der Aufnahmen 14 auf dem Umfang der ersten Transportvorrichtung
12 und der zweiten Transportvorrichtung unterschiedlich ist. Bei der Übergabe von
der ersten Transportvorrichtung 12 auf die zweite Transportvorrichtung 13 wird die
Teilung der stabförmigen Artikel auf den Transportvorrichtungen geändert, beispielsweise
um einen Faktor 3. In der Fig. 1 sind die erste und die zweite Transportvorrichtung
sehr schematisch dargestellt. Diese können auch einen gleichgroßen Durchmesser aufweisen.
[0028] Die erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung 10 umfasst mehrere Übertragungselementgruppen
20, von denen in der Fig. 1 der Übersichtlichkeit wegen nur zwei dargestellt sind.
Es sind allerdings tatsächlich mehrere hiervon vorgesehen. Beispielsweise können 30
oder 60 Übertragungselementgruppen 20 auf der Übertragungsvorrichtung 10 vorgesehen
sein. Die Übertragungsvorrichtung 10, die in diesem Ausführungsbeispiel als Fördertrommel
ausgebildet ist, bewegt sich in Förderrichtung 30. Die Übertragungselementgruppe 20
nimmt auf der rechten Seite der Übertragungsvorrichtung 10 drei stabförmige Artikel
11, 11', 11" der Tabak verarbeitenden Industrie von der ersten Transportvorrichtung
12 auf. Hierzu sind drei Aufnahmen 14 auf der Übertragungselementgruppe 20 vorgesehen.
Die Aufnahmen 14 können auch als Aufnahmemulden bezeichnet werden. Die stabförmigen
Artikel 11, 11', 11", die in den Aufnahmen 14 aufgenommen sind, können beispielsweise
mit Saugluft gehalten werden.
[0029] Bei der Übernahme der drei stabförmigen Artikel 11, 11', 11" von der ersten Transportvorrichtung
12 sind die Aufnahmen 14 der Übertragungselementgruppe 20 längsaxial fluchtend angeordnet.
[0030] Die Übertragungselementgruppe 20 weist ein ortsfestes Übertragungselement 26 und
zwei verschwenkbare Übertragungselemente 23, 23' auf. Das ortsfeste Übertragungselement
26 weist eine ortsfeste Aufnahme 15, beispielsweise in Form einer Aufnahmemulde, auf.
Die verschwenkbaren Übertragungselemente 23, 23' weisen jeweils eine Aufnahme 14,
insbesondere Aufnahmemulde, auf. Damit die verschwenkbaren Übertragungselemente 23,
23' verschwenken können, sind diese jeweils mit einem Steuerkörper 40 verbunden, die
sich in einer Steuerbahn bewegen. Zu Einzelheiten dieser grundsätzlichen Technologie
wird auf
EP 1 287 753 B1 verwiesen.
[0031] Das verschwenkbare Übertragungselement 23 wird beim Rotieren der Übertragungsvorrichtung
10 in Förderrichtung 30 verschwenkt, eilt also dem ortsfesten Übertragungselement
26 voraus. Das verschwenkbare Übertragungselement 23' wird beim Fördern der Übertragungsvorrichtung
10 entgegen der Förderrichtung 30 verschwenkt, so dass dieses verschwenkbare Übertragungselement
23' nacheilt. Es wird dann ein stabförmiger Artikel 11 zunächst von dem ersten verschwenkbaren
Übertragungselement 23 auf die zweite Transportvorrichtung 13 übergeben, dann wird
ein zweiter stabförmiger Artikel 11' von dem ortsfesten Übertragungselement 26 auf
die zweite Transportvorrichtung 13 übergeben und schließlich wird von dem zweiten
verschwenkbaren Übertragungselement 23' ein stabförmiger Artikel 11" auf die zweite
Transportvorrichtung 13 übergeben. Die verschwenkbaren Übertragungselemente 23, 23'
schwenken um jeweilige Schwenkachsen 24.
[0032] In einer Draufsicht, die schematisch in Fig. 2 gezeigt ist, sind die Aufnahmen dargestellt
bzw., wie sich die Positionen der Aufnahmen 14 von einer Abnahmeposition, die in Fig.
1 auf der rechten Seite dargestellt ist, zu einer Abgabeposition, die in Fig. 2 auf
der linken Seite dargestellt ist, verändern. In diesem Beispiel ist ein Trommelsegment
22" vorgesehen, in dem sich das ortsfeste Übertragungselement 26 befindet. Dort sind
die Aufnahmen 15 äquidistant zueinander angeordnet. In dem Trommelsegment 22' ist
das zweite verschwenkbare Übertragungselement 23' angeordnet. Bei der Förderung von
dem oberen Teil in Fig. 2 nach unten hin folgt die Aufnahme 14 immer mehr der ortsfesten
Aufnahme 15 aus dem Trommelsegment 22' nach. Entsprechend ist im Trommelsegment 22
das erste verschwenkbare Übertragungselement 23 vorgesehen, so dass die dort gezeigte
Aufnahme 14 der ortsfesten Aufnahme 15 aus dem Trommelsegment 22" vorauseilt. Es ist
hier nur ein Teil der Übertragungsvorrichtung 10 dargestellt. Zudem ist die Drehachse
21 schematisch angedeutet.
[0033] Es ist zu Fig. 2 zu sagen, dass diese rein zur Veranschaulichung des Erfindungsprinzips
dient. Die Verschwenkung der Aufnahmen 14 in den Trommelsegmenten 22, 22' kann auch
langsamer erfolgen, so dass die Position der Aufnahmen 14, die in der Fig. 2 im unteren
Bereich schon gezeigt sind, auch beispielsweise erst nach einem Umlauf von 180° der
Übertragungsvorrichtung 10 vorgesehen sein kann. Nach der Abgabe der stabförmigen
Artikel auf die zweite Transportvorrichtung 13 werden die Aufnahmen 14 wieder so zurückpositioniert,
dass diese am Ende bei der Aufnahme von stabförmigen Artikeln aus der ersten Transportvorrichtung
12 wieder längsaxial fluchtend angeordnet sind, wie oben in Fig. 2 dargestellt ist.
[0034] Es ist vorzugsweise auch so, dass nicht das linke Trommelsegment 22" die ortsfesten
Übertragungselemente 26 aufweisen muss; es ist sogar bevorzugt, dass das mittlere
Trommelsegment 22' das ortsfeste Übertragungselement 26 aufweist. Die Übertragungselemente
sind hier nicht dargestellt, sondern nur die Aufnahmen der Übertragungselemente, damit
die Figuren nicht zu kompliziert werden.
[0035] Fig. 3 zeigt schematisch eine Übertragungselementgruppe 20 in einer Ansicht, wobei
die jeweiligen Übertragungselemente so dargestellt sind, dass alle sichtbar sind.
Bei Fig. 3 ist die Position der Übertragungselemente gezeigt, in der alle Aufnahmen
14 längsaxial hintereinander fluchtend angeordnet sind. In diesem Ausführungsbeispiel
soll das ortsfeste Übertragungselement 26 in der Zeichenebene hinter dem verschwenkbaren
Übertragungselement 23 und vor dem verschwenkbaren Übertragungselement 23' liegen.
In der Zeichnungsebene sind somit die Übertragungselemente der Übertragungselementgruppe
20 hintereinander angeordnet. Die verschwenkbaren Übertragungselemente 23, 23' werden
um die jeweiligen Schwenkachsen 24, 25 verschwenkt.
[0036] Die Schwenkachsen 24, 25 liegen auf einer gedachten Zylinderfläche, deren Mittelpunkt
bzw. Mittelachse die Drehachse 21 der Übertragungsvorrichtung 10 ist. Das Zentrum
der jeweiligen Aufnahme 14 liegt in einem Abstand r, d.h. dem Radius der Übertragungsvorrichtung
10, zur Drehachse 21. Beim Verschwenken der verschwenkbaren Übertragungselemente 23,
23' in eine Abgabeposition, die in Fig. 5 dargestellt ist, wandert der Mittelpunkt
der Aufnahmen 14 etwas nach außen, wie in Fig. 4 dargestellt ist. Dies liegt daran,
dass die Schwenkachsen 24, 25 nicht auf einer Linie zwischen der Drehachse 21 und
dem Mittelpunkt der feststehenden Aufnahme 15 sind. Durch das versetzte Anordnen der
Schwenkachsen 24 und 25 der jeweiligen Übertragungselementgruppe 20 wird ermöglicht,
dass sowohl bei der Aufnahme der längsaxial hintereinander angeordneten stabförmigen
Artikel, als auch bei der Abgabe der gestaffelt und längsaxial hintereinander angeordneten
stabförmigen Artikel diese in einem gleichen Abstand zum Radius bzw. zur Drehachse
des Übertragungselements liegen, so dass bei der Abnahme und bei der Übergabe der
stabförmigen Artikel kein Versatz überbrückt werden muss, so dass eine sehr schonende
Abnahme und Übergabe möglich ist.
[0037] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 liegen die Schwenkachsen 24, 25 noch fluchtend
übereinander, so dass nach dem Verschwenken ein entsprechender Versatz bei der Übergabe
der stabförmigen Artikel 11, 11" vorhanden ist. Die bevorzugte Variante ist somit
die aus den Figuren 3 bis 6. Die Anordnung der Schwenkachsen 24, 25 ist in den Figuren
3 bis 6 somit auf einem Schwenkachsenzylinder 42 versetzt. Bei der Aufnahme und der
Abgabe der stabförmigen Artikel 11, 11', 11" sind die Mittelpunkte der Aufnahmen auf
dem Umfang 41 angeordnet.
[0038] Fig. 6 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine erfindungsgemäße Übertragungsvorrichtung
10, bei der drei Übertragungselementgruppen 20 dargestellt sind, und zwar in den entsprechenden
Positionen, wie in den Figuren 3 bis 5 gezeigt ist. Es sind der Übersichtlichkeit
halber nur wenige Übertragungselementgruppen 20 gezeigt. Tatsächlich sind mehr Übertragungselementgruppen
vorgesehen.
[0039] In Fig. 6 ist die Abnahme von stabförmigen Artikeln von der ersten Transportvorrichtung
12 auf der rechten Seite gezeigt bzw. die Position der Übertragungselemente entsprechend
der Fig. 3 dargestellt. Auf dem Weg zur Abgabeposition, die links gezeigt ist, was
einer Verschwenkung des ersten und zweiten verschwenkbaren Übertragungselement 23,
23' der Fig. 5 entspricht, wird entlang der Förderrichtung 30 eine Zwischenposition
eingenommen, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
[0040] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch
einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen
können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise"
gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Übertragungsvorrichtung
- 11, 11', 11"
- stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie
- 12
- erste Transportvorrichtung
- 13
- zweite Transportvorrichtung
- 14
- Aufnahme
- 15
- ortsfeste Aufnahme
- 20
- Übertragungselementgruppe
- 21
- Drehachse
- 22, 22', 22"
- Trommelsegment
- 23, 23'
- verschwenkbares Übertragungselement
- 24
- erste Schwenkachse
- 25
- zweite Schwenkachse
- 26
- ortsfestes Übertragungselement
- 30
- Förderrichtung
- 40
- Steuerkörper
- 41
- Umfang
- 42
- Schwenkachsenzylinder
- r
- radialer Abstand
1. Übertragungsvorrichtung (10) zum Übertragen von stabförmigen Artikeln (11, 11', 11")
der Tabak verarbeitenden Industrie von einer ersten Transportvorrichtung (12) zu einer
zweiten Transportvorrichtung (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsvorrichtung (10) eine Übertragungselementgruppe (20) aufweist, die
wenigstens zwei verschwenkbare, mit jeweils einer Aufnahme (14) für einen stabförmigen
Artikel (11, 11', 11") versehene, Übertragungselemente (23, 23') umfasst und ausgebildet
ist, drei in einer Reihe axial hintereinander angeordnete stabförmige Artikel (11,
11', 11") aufzunehmen und radial gestaffelt abzugeben.
2. Übertragungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsvorrichtung (10) in Umfangsrichtung hintereinander mehrere Übertragungselementgruppen
(20) aufweist.
3. Übertragungsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsvorrichtung (10) eine Fördertrommel ist, die eine Drehachse (21)
aufweist, wobei in axialer Richtung der Drehachse (21) drei hintereinander angeordnete
Trommelsegmente (22, 22', 22") vorgesehen sind, wobei auf jedem Trommelsegment (22,
22', 22") auf dem Umfang Aufnahmen (14, 15) in Muldenform für die stabförmigen Artikel
(11, 11', 11") vorgesehen sind.
4. Übertragungsvorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trommelsegment (22, 22', 22") auf dem Umfang ortsfeste Aufnahmen (15) für die
stabförmigen Artikel (11, 11', 11") aufweist.
5. Übertragungsvorrichtung (10) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Trommelsegmente (22, 22', 22") die verschwenkbaren Übertragungselemente (23,
23') aufweisen.
6. Übertragungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trommelsegment (22, 22', 22") mit den ortsfesten Aufnahmen (15) für die stabförmigen
Artikel (11, 11', 11") das mittlere Trommelsegment (22, 22', 22") ist.
7. Übertragungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die verschwenkbaren Übertragungselemente (23, 23') der Übertragungselementgruppe
(20) eine erste Schwenkachse (24) und eine zweite Schwenkachse (25) aufweisen, wobei
die erste Schwenkachse (24) parallel und beabstandet zu der zweiten Schwenkachse (25)
ist.
8. Übertragungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übertragen von stabförmigen Artikeln (11, 11', 11") der Tabak verarbeitenden
Industrie von einer ersten Transportvorrichtung (12) zu einer zweiten Transportvorrichtung
(13) eines der verschwenkbaren Übertragungselemente (23, 23') der Übertragungselementgruppe
(20) in Förderrichtung (30) der Übertragungsvorrichtung (10) verschwenkbar ist oder
verschwenkt wird und ein weiteres verschwenkbares Übertragungselement (23, 23') der
Übertragungselementgruppe (20) entgegen der Förderrichtung (30) der Übertragungsvorrichtung
(10) verschwenkbar ist oder verschwenkt wird.
9. Übertragungsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (14, 15) für die stabförmigen Artikel (11, 11', 11"), die in der Übertragungselementgruppe
(20) vorgesehen sind, sowohl bei der Aufnahme der stabförmigen Artikel (11, 11', 11")
als auch bei der Abgabe der stabförmigen Artikel (11, 11', 11") den gleichen radialen
Abstand (r) zur Drehachse (21) der Übertragungsvorrichtung (10) aufweisen.
10. Verfahren zum Übertragen von stabförmigen Artikeln (11, 11', 11") der Tabak verarbeitenden
Industrie von einer ersten Transportvorrichtung (12) zu einer zweiten Transportvorrichtung
(13), wobei mittels einer Übertragungselementgruppe (20) einer Übertragungsvorrichtung
(10), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, drei in einer Reihe axial hintereinander
angeordnete stabförmige Artikel (11, 11', 11") von der ersten Transportvorrichtung
(12) abgenommen werden und radial gestaffelt auf die zweite Transportvorrichtung (13)
abgegeben werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungselementgruppe (20) zwei verschwenkbare Übertragungselemente (23,
23') aufweist, die jeweils mit einer Aufnahme (14) für einen stabförmigen Artikel
(11, 11', 11") versehen sind, wobei beim Fördern der stabförmigen Artikel (11, 11',
11") auf der Übertragungsvorrichtung (10) die Übertragungselemente (23, 23') verschwenkt
werden, um die stabförmigen Artikel (11, 11', 11") radial zu staffeln.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungselementgruppe (20) ein ortsfestes Übertragungselement (26) umfasst,
das eine Aufnahme (15) für einen stabförmigen Artikel (11, 11', 11") aufweist.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Übertragungselement (23) so verschwenkt wird, dass es in einer Förderrichtung
(30) der Übertragungsvorrichtung (10) vorauseilt und ein zweites Übertragungselement
(23') so verschwenkt wird, dass es in der Förderrichtung (30) der Übertragungsvorrichtung
(10) hinterhereilt, wobei insbesondere das Vorauseilen und das Hinterhereilen relativ
zu dem ortsfesten Übertragungselement (26) ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen (14, 15) der Übertragungselementgruppe (20) bei der Abnahme der stabförmigen
Artikel (11, 11', 11") von der ersten Transportvorrichtung (12) längsaxial fluchtend
sind und dass die Aufnahmen (14, 15) der Übertragungselementgruppe bei der Abgabe
der stabförmigen Artikel auf die zweite Transportvorrichtung (13) und bei der Abnahme
der stabförmigen Artikel (11, 11', 11") von der ersten Transportvorrichtung (12) auf
einer Zylinderfläche angeordnet wird.
15. Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie mit einer Übertragungsvorrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 9.