Gebiet der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Herstellungsverfahren für flaches Walzgut
aus Metall,
- wobei das flache Walzgut zunächst in mindestens einem Walzgerüst warmgewalzt wird,
sodann in einer horizontalen Transportrichtung mit einer Transportgeschwindigkeit
einer dem Walzgerüst nachgeordneten Kühlstrecke zugeführt wird und schließlich in
der Kühlstrecke gekühlt wird,
- wobei das flache Walzgut während des Walzens in dem Walzgerüst horizontal orientiert
ist.
[0002] Die vorliegende Erfindung geht weiterhin aus von einer Vorrichtung zum Herstellen
eines flachen Walzguts aus Metall,
- wobei die Vorrichtung mindestens ein Walzgerüst und eine dem Walzgerüst nachgeordnete
Kühlstrecke aufweist,
- wobei das Walzgerüst Walzen aufweist, die um horizontale Achsen drehbar sind, so dass
das flache Walzgut während des Walzens in dem Walzgerüst horizontal orientiert ist,
- wobei die Vorrichtung zwischen dem Walzgerüst und der Kühlstrecke und in der Kühlstrecke
Transportrollen aufweist, mittels derer das flache Walzgut in einer horizontalen Transportrichtung
der Kühlstrecke zugeführt und durch die Kühlstrecke geführt wird,
- wobei die Transportrollen erste Rotationsachsen aufweisen.
Stand der Technik
[0003] Die oben genannten Gegenstände sind allgemein bekannt. Rein beispielhaft kann auf
die
DE 101 29 565 A1 und die korrespondierende
US 2004/0 006 998 A1 verwiesen werden. Die
US 3 241 735 A zeigt ein Herstellungsverfahren und eine Vorrichtung für flaches Walzgut aus Metall,-
wobei das flache Walzgut zunächst in mindestens einem Walzgerüst warmgewalzt wird,
sodann in einer horizontalen Transportrichtung (x) mit einer Transportgeschwindigkeit
(v) einer dem Walzgerüst nachgeordneten Kühlstrecke zugeführt wird und schließlich
in der Kühlstrecke gekühlt wird,- wobei das flache Walzgut während des Walzens in
dem Walzgerüst horizontal orientiert ist. Während dem Kühlen wird dabei das Band aus
der horizontalen Stellung in eine vertikalen Position gedreht.
[0004] In der Kühlstrecke eines Walzwerks wird das flache Walzgut nach den Warmwalzen abgekühlt.
Üblich ist insbesondere eine exakte Temperaturführung in der Kühlstrecke, um die gewünschten
Materialeigenschaften des flachen Walzguts einzustellen und mit möglichst niedriger
statistischer Streuung konstant zu halten. Beispiele derartiger Kühlstrecken sind
die Kühlstrecke einer Warmbandstraße mit oder ohne Intensivkühlung oder die sogenannte
Quette einer Grobblechstraße.
[0005] Beim Kühlen des flachen Walzguts werden sowohl von oben als auch von unten große
Mengen an flüssigem Kühlmittel (in der Regel Wasser) auf das noch heiße flache Walzgut
aufgebracht. Das auf die Unterseite aufgebrachte Kühlmittel kann sodann aufgrund der
Schwerkraft nach unten fallen, so dass das Kühlmittel, das an einer bestimmten Stelle
der Kühlstrecke von unten auf das flache Walzgut aufgebracht wird, die nachfolgende,
weitergehende Kühlung der Unterseite des flachen Walzguts nicht stört. Auf die Oberseite
aufgebrachtes Kühlmittel kann dagegen auf dem flachen Walzgut liegen bleiben. Zum
einen bewirkt dies eine undefinierte Kühlung. Weiterhin beeinflusst das liegenbleibende
Kühlmittel die Kühlwirkung, die eine nachfolgende, weitergehende Kühlung der Oberseite
des flachen Walzguts bewirkt werden soll. Insbesondere kann das flache Walzgut bei
einer ungleichmäßigen Kühlung sich nach oben krümmen, so dass sich das Kühlmittel
in der Mitte sammelt. Weitere Probleme stellen sich bei größeren Transportgeschwindigkeiten.
[0006] Im Stand der Technik ist bekannt, sogenannte Seitenabspritzungen einzusetzen, welche
bewirken, dass das auf der Oberseite des flachen Walzguts befindliche Kühlmittel zur
Seite abfließt.
[0007] Es ist weiterhin eine Anlage bekannt, bei der das flache Walzgut als Band ausgebildet
ist und während des Kühlens in der Kühlstrecke vertikal aufgestellt wird. Bei dieser
Anlage wird eine beidseitig gleichmäßige Kühlung erreicht. Jedoch kann diese Methode
nur bei relativ schmalen und dünnen Bändern angewendet werden. Weiterhin besteht die
Gefahr, dass die Bänder auf derjenigen Seitenkante, auf der sie geführt werden, beschädigt
werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Möglichkeiten zu schaffen,
mittels derer beidseitig des flachen Walzguts eine definierte Kühlung erreicht werden
kann und dennoch die Gefahr einer Beschädigung des flachen Walzguts insbesondere an
der Seitenkante zuverlässig vermieden werden kann.
[0009] Die Aufgabe wird durch ein Herstellungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Herstellungsverfahrens sind Gegenstand
der abhängigen Ansprüche 2 bis 10.
[0010] Erfindungsgemäß wird ein Herstellungsverfahren der eingangs genannten Art dadurch
ausgestaltet,
- dass das flache Walzgut vor dem Einlaufen in die Kühlstrecke und/oder beim Einlaufen
in die Kühlstrecke um einen ersten spitzen Winkel um eine in Transportrichtung verlaufende
Achse gedreht wird, so dass das flache Walzgut nach Vollendung der Drehung um die
Achse schräg orientiert ist, und
- dass das flache Walzgut in der Kühlstrecke gekühlt wird, während es schräg orientiert
ist.
[0011] Dadurch wird erreicht, dass das flache Walzgut auch während der schrägen Orientierung
noch auf den Transportrollen aufliegt und von diesen transportiert wird. Dennoch kann
das auf die Oberseite aufgebrachte Kühlmittel zuverlässig von der Oberseite ablaufen.
[0012] Vorzugsweise wird das flache Walzgut beim Auslaufen aus der Kühlstrecke und/oder
nach dem Auslaufen aus der Kühlstrecke um den ersten spitzen Winkel um die Achse zurück
gedreht, so dass das flache Walzgut nach Vollendung der Rückdrehung wieder horizontal
orientiert ist. Dadurch kann die nach dem Kühlen erfolgende weitergehende Ver- und
Bearbeitung des flachen Walzguts in gewohnter Weise erfolgen.
[0013] Der erste spitze Winkel muss einerseits so groß sein, dass das Kühlmittel zuverlässig
von der Oberseite des flachen Walzguts abfließt. Andererseits sollte er so niedrig
wie möglich gewählt werden, damit das flache Walzgut weiterhin zuverlässig von den
Transportrollen geführt wird. In Versuchen hat es sich als sinnvoll erwiesen, dass
der erste spitze Winkel im Bereich zwischen 5° und 30° liegt, insbesondere zwischen
10° und 25°, beispielsweise bei ca. 15° bis 20°. In Einzelfällen sind aber auch größere
Winkel - sogar über 45° hinaus - möglich. In ganz seltenen Einzelfällen kann auch
ein kleinerer Winkel möglich sein.
[0014] Es ist möglich, dass zum Drehen des flachen Walzguts um den ersten spitzen Winkel
die horizontale Positionierung des flachen Walzguts in Breitenrichtung des flachen
Walzguts gesehen an einer Seitenkante beibehalten wird und an der anderen Seitenkante
angehoben wird. In der Regel ist es jedoch besser, wenn die horizontale Positionierung
des flachen Walzguts in Breitenrichtung des flachen Walzguts gesehen an einer Seitenkante
beibehalten wird und an der anderen Seitenkante abgesenkt wird. Insbesondere lässt
man in diesem Fall "die Schwerkraft für sich arbeiten". Wiederum alternativ ist es
möglich, zum Drehen des flachen Walzguts um den ersten spitzen Winkel eine Mischung
dieser beiden Maßnahmen vorzusehen, dass also die horizontale Positionierung des flachen
Walzguts in Breitenrichtung des flachen Walzguts gesehen an einer Seitenkante angehoben
wird und an der anderen Seitenkante abgesenkt wird.
[0015] In der Regel wird das flache Walzgut vom Walzgerüst zur Kühlstrecke und in der Kühlstrecke
durch in Transportrichtung aufeinanderfolgende Transportrollen geführt und gestützt,
wobei die Transportrollen um erste Rotationsachsen drehbar sind. Das Anheben und/oder
Absenken des flachen Walzguts wird in diesem Fall vorzugsweise nach und nach durch
eine entsprechende Orientierung der ersten Rotationsachsen aufeinanderfolgender Transportrollen
bewirkt.
[0016] Vorzugsweise wird das flache Walzgut in dem Bereich, in dem es schräg orientiert
ist, durch eine seitlich des flachen Walzguts angeordnete Führungseinrichtung in Breitenrichtung
des flachen Walzguts gesehen fixiert. Dadurch kann insbesondere eine exakte seitliche
Führung des flachen Walzguts gewährleistet werden. Diese Maßnahme ermöglicht damit
insbesondere ein exaktes Edge masking.
[0017] Die Führungseinrichtung kann insbesondere Rückhalterollen aufweisen, die in Transportrichtung
des flachen Walzguts gesehen hintereinander angeordnet sind und um zweite Rotationsachsen
drehbar sind. Vorzugsweise bilden die zweiten Rotationsachsen mit der Breitenrichtung
des flachen Walzguts einen zweiten spitzen Winkel, dessen Schenkel beide eine nach
oben gerichtete Komponente aufweisen. Die Rückhalterollen sind also, bezogen auf den
durch die Transportrollen definierten Rollgang, nach innen geneigt. Diese Maßnahme
erschwert ein Hochfliegen des Kopfes des flachen Walzguts.
[0018] Vorzugsweise ist die Summe des ersten spitzen Winkels und des zweiten spitzen Winkels
kleiner als 90°, insbesondere kleiner als 85°. Dadurch kann ein Hochfliegen des Kopfes
des flachen Walzguts besonders zuverlässig vermieden werden. Die Summe des ersten
spitzen Winkels und des zweiten spitzen Winkels sollte aber größer als 75° sein, insbesondere
größer als 80°.
[0019] Aufgrund der Schrägstellung des flachen Walzguts ist es insbesondere möglich, dass
die Transportgeschwindigkeit größer als 11,5 m/s ist, insbesondere größer als 15 m/s.
[0020] Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Vorrichtung zum Herstellen eines flachen Walzguts
aus Metall mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Vorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 12 bis 15.
[0021] Erfindungsgemäß wird eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch ausgestaltet,
dass zumindest in einem mittleren Bereich der Kühlstrecke die ersten Rotationsachsen
mit der Horizontalen einen ersten spitzen Winkel bilden und die Transportrollen vor
dem Einlauf der Kühlstrecke und/oder im Einlauf der Kühlstrecke derart orientiert
sind, dass die ersten Rotationsachsen aufeinanderfolgender Transportrollen nach und
nach immer schräger verlaufen, bis der erste spitze Winkel erreicht ist, oder die
zugehörigen Transportrollen um eine in Transportrichtung verlaufende Achse schwenkbar
sind.
[0022] Vorzugsweise sind die Transportrollen hinter dem Auslauf der Kühlstrecke und/oder
im Auslauf der Kühlstrecke derart orientiert, dass die ersten Rotationsachsen aufeinanderfolgender
Transportrollen nach und nach immer weniger schräg verlaufen, bis die Horizontale
erreicht ist, oder sind die zugehörigen Transportrollen um eine in Transportrichtung
verlaufende Achse schwenkbar. Dadurch kann die nach dem Kühlen erfolgende weitergehende
Ver- und Bearbeitung des flachen Walzguts in gewohnter Weise erfolgen.
[0023] Vorzugsweise weist die Vorrichtung zumindest in dem Bereich, in dem die ersten Rotationsachsen
der Transportrollen den ersten spitzen Winkel bilden, an der niedriger angeordneten
Seite eine Führungseinrichtung auf, mittels derer das flache Walzgut in Breitenrichtung
des flachen Walzguts gesehen fixiert wird. Dadurch kann insbesondere eine exakte seitliche
Führung des flachen Walzguts gewährleistet werden. Diese Maßnahme ermöglicht damit
insbesondere ein exaktes Edge masking.
[0024] Vorzugsweise weist die Führungseinrichtung in Transportrichtung des flachen Walzguts
gesehen hintereinander geordnete Rückhalterollen auf, die um zweite Rotationsachsen
drehbar sind, wobei die zweiten Rotationsachsen mit der Breitenrichtung des flachen
Walzguts einen zweiten spitzen Winkel bilden, dessen Schenkel beide eine nach oben
gerichtete Komponente aufweisen. Diese Maßnahme erschwert ein Hochfliegen des Kopfes
des flachen Walzguts.
[0025] Die Summe des ersten spitzen Winkels und des zweiten spitzen Winkels ist vorzugsweise
kleiner als 90°, insbesondere kleiner als 85°. Dadurch kann ein Hochfliegen des Kopfes
des flachen Walzguts besonders zuverlässig vermieden werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die in Verbindung
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen in schematischer Darstellung:
- FIG 1
- eine Vorrichtung zum Herstellen eines flachen Walzguts,
- FIG 2
- eine Transportrolle und ein flaches Walzgut in Transportrichtung des flachen Walzguts
gesehen,
- FIG 3
- eine weitere Transportrolle und das flache Walzgut in Transportrichtung des flachen
Walzguts gesehen,
- FIG 4
- Rotationsachsen mehrerer aufeinanderfolgender Transportrollen,
- FIG 5
- Rotationsachsen mehrerer aufeinanderfolgender Transportrollen,
- FIG 6
- Rotationsachsen mehrerer aufeinanderfolgender Transportrollen,
- FIG 7
- Rotationsachsen mehrerer aufeinanderfolgender Transportrollen,
- FIG 8
- eine Modifikation von FIG 3 und
- FIG 9
- eine weitere Modifikation von FIG 3.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0027] Gemäß FIG 1 weist eine Vorrichtung zum Herstellen eines flachen Walzguts 1 ein Walzgerüst
2 auf. Das flache Walzgut 1 besteht aus Metall. Das Metall kann insbesondere Stahl
sein. Alternativ kann es sich um ein anderes Metall handeln, beispielsweise Aluminium,
Messing oder Kupfer. Das flache Walzgut 1 kann ein Band oder ein Grobblech sein. Im
Falle eines Bandes weist das flache Walzgut 1 eine Dicke d (siehe FIG 2) von unter
26 mm auf. Oftmals ist die Dicke d viel kleiner. Beispielsweise kann die Dicke d des
flachen Walzguts 1 nur ca. 2 mm betragen. Die Dicke d kann auch noch kleiner sein,
beispielsweise nur 0,8 mm, 1 mm oder 1,5 mm. Im Falle eines Grobblechs weist das flache
Walzgut 1 eine Dicke d von mindestens 3 mm auf.
[0028] Das flache Walzgut 1 erstreckt sich in einer Transportrichtung x über eine Länge
l. Wenn das flache Walzgut 1 ein Band ist, kann die Länge l etliche Meter betragen.
Insbesondere liegt die Länge l in diesem Fall in der Regel im zweistelligen oder dreistelligen
Meterbereich. Bei sehr dünnen Bändern kann die Länge l sogar über 1 km betragen. Im
Falle eines Grobblechs liegt die Länge l bei wenigen Metern, in der Regel bei maximal
100 m. In einer Breitenrichtung y erstreckt sich das flache Walzgut 1 über eine Breite
b. Die Breite b kann - aber muss nicht - 1 m und größer sein.
[0029] Von dem Walzgerüst 2 sind in FIG 1 nur die Arbeitswalzen 3 dargestellt. Das Walzgerüst
2 kann jedoch weitere Walzen aufweisen, beispielsweise im Falle eines Quartogerüsts
Stützwalzen oder im Falle eines Sextogerüsts Stützwalzen und Zwischenwalzen. Das flache
Walzgut 1 wird in dem Walzgerüst 2 warmgewalzt.
[0030] Die Walzen 3 sind um Walzenachsen 4 drehbar. Die Walzenachsen 4 verlaufen horizontal
und sind übereinander angeordnet. Dementsprechend ist das flache Walzgut 1 während
des Walzens in dem Walzgerüst 2 horizontal orientiert. Nach dem Walzen in dem Walzgerüst
2 läuft das flache Walzgut 1 in einer horizontalen Transportrichtung x und mit einer
Transportgeschwindigkeit v aus dem Walzgerüst 2 aus. Die Transportgeschwindigkeit
v kann unter Umständen größer als 11,5 m/s sein, insbesondere größer als 15 m/s.
[0031] Die Vorrichtung weist weiterhin eine Kühlstrecke 5 auf. Die Kühlstrecke 5 ist dem
Walzgerüst 2 nachgeordnet. Das flache Walzgut 1 wird somit nach dem Auslaufen aus
dem Walzgerüst 2 der Kühlstrecke 5 zugeführt. In der Kühlstrecke 5 wird das flache
Walzgut 1 gekühlt.
[0032] Das flache Walzgut 1 wird in der Kühlstrecke 5 gekühlt, während es schräg orientiert
ist. "Schräg orientiert" bedeutet hierbei, dass das flache Walzgut 1 entsprechend
der Darstellung in FIG 3 um eine in Transportrichtung x verlaufende Achse gedreht
ist, so dass eine Seitenkante 6 des flachen Walzguts 1 weiter oben orientiert ist
als die andere Seitenkante 7 des flachen Walzguts 1.
[0033] Zum Transportieren des flachen Walzguts 1 von dem Walzgerüst zur Kühlstrecke 5 und
zum Transportieren des flachen Walzguts 1 durch die Kühlstrecke 5 (und in der Regel
auch dahinter) weist die Vorrichtung Transportrollen 8 auf. Die Transportrollen 8
folgen in Transportrichtung x gesehen aufeinander. Sie weisen erste Rotationsachsen
9 auf, um welche die Transportrollen 8 drehbar sind. Die Transportrollen 8 sind somit
zwischen dem Walzgerüst 2 und der Kühlstrecke 5, in der Kühlstrecke 5 und in der Regel
auch hinter der Kühlstrecke 5 angeordnet. Mittels der Transportrollen 8 wird das flache
Walzgut 1 vom Walzgerüst 2 zur Kühlstrecke 5 geführt und gestützt, durch die Kühlstrecke
5 geführt und gestützt und - zumindest in der Regel - auch hinter der Kühlstrecke
5 geführt und gestützt. Das Führen des flachen Walzguts 1 erfolgt in der horizontalen
Transportrichtung x. Die Bezugszeichen für die Transportrollen 8 und die ersten Rotationsachsen
9 sind in den FIG teilweise zusätzlich mit einem kleinen Buchstaben (a, b, ...) ergänzt,
um sie bei Bedarf voneinander unterscheiden zu können. Soweit nachstehend allgemein
nur von den Transportrollen 8 und den ersten Rotationsachsen 9 die Rede ist, wird
die Ergänzung durch den kleinen Buchstaben weggelassen.
[0034] In der Nähe des Walzgerüsts 2 sind die ersten Rotationsachsen 9 der Transportrollen
8 entsprechend der Darstellung in FIG 2 horizontal orientiert. Innerhalb der Kühlstrecke
5 hingegen - zumindest in einem mittleren Bereich der Kühlstrecke 5 - sind die ersten
Rotationsachsen 9 der Transportrollen 8 entsprechend der Darstellung in FIG 3 in einem
ersten spitzen Winkel α orientiert. Die entsprechenden ersten Rotationsachsen 9 bilden
somit mit der Horizontalen H den ersten spitzen Winkel a. Da weiterhin das flache
Walzgut 1 auf den Transportrollen 8 aufliegt, ist innerhalb der Kühlstrecke 5 auch
das flache Walzgut 1 in dem ersten spitzen Winkel α orientiert. Der erste spitze Winkel
α liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 5° und 30°, insbesondere zwischen 10° und
25°. Beispielsweise kann der erste spitze Winkel α bei ca. 15° bis 20° liegen.
[0035] Zum Schrägstellen des flachen Walzguts 1 wird das flache Walzgut 1 um eine in Transportrichtung
x verlaufende Achse um den ersten spitzen Winkel α gedreht. Nach Vollendung der Drehung
um die Achse ist das flache Walzgut 1 somit schräg orientiert, wie es in FIG 1 und
auch in FIG 3 dargestellt ist. In der Regel erfolgt das Drehen des flachen Walzguts
1 vor dem Einlaufen des flachen Walzguts 1 in die Kühlstrecke 5, also bevor das Kühlen
in der Kühlstrecke 5 beginnt. In Einzelfällen - beispielsweise, weil der erforderliche
Bauraum nicht zur Verfügung steht oder weil nach dem Austreten des flachen Walzguts
1 aus dem Walzgerüst 2 möglichst bald mit dem Kühlen des flachen Walzguts 1 begonnen
werden soll - kann das Drehen des flachen Walzguts 1 jedoch auch beim Einlaufen des
flachen Walzguts 1 in die Kühlstrecke 5 erfolgen.
[0036] Zum Drehen des flachen Walzguts 1 um den spitzen Winkel α sind die Transportrollen
8 vor dem Einlauf der Kühlstrecke 5 und/oder im Einlauf der Kühlstrecke 5 derart orientiert,
dass die ersten Rotationsachsen 9 aufeinanderfolgender Transportrollen 8 nach und
nach immer schräger verlaufen, bis der erste spitze Winkel α erreicht ist. Der Winkelzuwachs
von Transportrolle 8 zu Transportrolle 8 ist hierbei in der Regel gleichmäßig. Wenn
also beispielsweise entsprechend der Darstellung in den FIG 4 bis 6 die Transportrolle
8a bzw. die zugehörige erste Rotationsachse 9a (noch) horizontal orientiert ist und
die Transportrolle 8e bzw. die zugehörige erste Rotationsachse 9e (bereits) unter
dem ersten spitzen Winkel α orientiert ist, so
- ist die erste Rotationsachse 9b gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
a/4 orientiert,
- ist die erste Rotationsachse 9c gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
a/2 orientiert und
- ist die erste Rotationsachse 9d gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
3a/4 orientiert.
[0037] Analoge Ausführungen gelten natürlich auch, wenn das Verdrehen des flachen Walzguts
1 durch mehr oder weniger als fünf Transportrollen 8a bis 8e erfolgt.
[0038] Es ist entsprechend der Darstellung in FIG 4 möglich, dass zum Drehen des flachen
Walzguts 1 um den ersten spitzen Winkel α die horizontale Positionierung des flachen
Walzguts 1 in Breitenrichtung y des flachen Walzguts 1 gesehen an einer Seitenkante
7 beibehalten wird und an der anderen Seitenkante 6 angehoben wird. Alternativ ist
es entsprechend der Darstellung in FIG 5 auch möglich, dass zum Drehen des flachen
Walzguts 1 um den ersten spitzen Winkel α die horizontale Positionierung des flachen
Walzguts 1 in Breitenrichtung y des flachen Walzguts 1 gesehen an einer Seitenkante
6 beibehalten wird und an der anderen Seitenkante 7 abgesenkt wird. Diese Ausgestaltung
ist in der Regel zu bevorzugen. Weiterhin ist es entsprechend der Darstellung in FIG
6 alternativ möglich, dass zum Drehen des flachen Walzguts 1 um den ersten spitzen
Winkel α die horizontale Positionierung des flachen Walzguts 1 in Breitenrichtung
y des flachen Walzguts 1 gesehen an einer Seitenkante 6 angehoben wird und an der
anderen Seitenkante 7 abgesenkt wird. Dargestellt sind in den FIG 4 bis 6 die zugehörigen
ersten Rotationsachsen 9a bis 9e. Da die Transportrollen 8 jedoch in der Regel einheitliche
Durchmesser aufweisen, sind die Darstellungen in den FIG 4 bis 6 auch für die Oberkanten
der zugehörigen Transportrollen 8a bis 8e gültig, auf denen das flache Walzgut 1 aufliegt.
[0039] Unabhängig davon, welche der Ausgestaltungen der FIG 4 bis 6 realisiert wird, wird
somit das Anheben und/oder Absenken des flachen Walzguts 1 nach und nach durch eine
entsprechende Orientierung der ersten Rotationsachsen 9a bis 9e aufeinanderfolgender
Transportrollen 8a bis 8e bewirkt.
[0040] Die Darstellungen der FIG 3 bis 6 zeigen die entsprechende Orientierung der Transportrollen
8 bzw. der ersten Rotationsachsen 9 im Betriebszustand, während also das flache Walzgut
1 zunächst in dem Walzgerüst 2 gewalzt und sodann in der Kühlstrecke 5 gekühlt wird.
Es ist möglich, dass diese Orientierung statisch ist. Alternativ ist es möglich, dass
die Transportrollen 8 einzeln oder gruppenweise um die in Transportrichtung x verlaufende
Achse schwenkbar sind. Beispielsweise können entsprechend der Darstellung in FIG 3
hydraulische Aktoren 10 vorhanden sein, mittels derer eine entsprechende Verstellung
der Orientierung bewirkt werden kann. Es ist sogar möglich, die Transportrollen 8
erst dann aus der Horizontalen H zu verschwenken, nachdem der Kopf des flachen Walzguts
1 die jeweilige Transportrolle 8 bereits passiert hat. Ebenso ist es möglich, ein
entsprechend gestaffeltes Verschwenken der Transportrollen 8 vorzusehen. Dies wird
nachstehend anhand eines Beispiels erläutert, wobei die nachstehenden Zahlenwerte
rein beispielhaft sind.
[0041] Man nehme an, der erste spitze Winkel α betrage 20° und das Verschwenken des flachen
Walzguts 1 soll entsprechend der Darstellung in den FIG 4 bis 6 über die Transportrollen
8a bis 8e erfolgen. In diesem Fall kann bei einem gestaffelten Verschwenken der Transportrollen
8 beispielsweise wie folgt vorgegangen werden:
- Sobald der Kopf des flachen Walzguts 1 die Transportrolle 8b passiert hat, wird die
Transportrolle 8b auf den Winkel a/4 = 5° angestellt. Die Transportrollen 8c bis 8e
und die nachfolgenden Transportrollen 8 werden entweder auf den Winkel a/4 = 5° oder
auf einen Winkel geringfügig darunter angestellt, beispielsweise auf 4°.
- Sobald der Kopf des flachen Walzguts 1 die Transportrolle 8c passiert hat, wird die
Transportrolle 8c auf den Winkel a/2 = 10° angestellt. Die Transportrollen 8d, 8e
und die nachfolgenden Transportrollen 8 werden entweder auf den Winkel a/2 = 10° oder
auf einen Winkel geringfügig darunter angestellt, beispielsweise auf 9°.
- In analoger Weise wird verfahren, sobald der Kopf des flachen Walzguts 1 die jeweils
nächste Transportrolle 8d, 8e usw. passiert hat.
[0042] Nach dem Auslaufen aus der Kühlstrecke 5 - in Einzelfällen bereits beim Auslaufen
aus der Kühlstrecke 5 - wird das flache Walzgut 1 erneut gedreht. Es kann in Einzelfällen
sinnvoll sein, das Drehen des flachen Walzguts 1 fortzusetzen, bis das flache Walzgut
1 vollständig vertikal orientiert ist. In der Regel wird das flache Walzgut 1 jedoch
um den ersten spitzen Winkel α um die in Transportrichtung x verlaufende Achse zurück
gedreht, so dass das flache Walzgut 1 nach Vollendung der Rückdrehung wieder horizontal
orientiert ist. Dies ist aus der Darstellung in FIG 1 ersichtlich.
[0043] Das Zurückdrehen des flachen Walzguts 1 erfolgt in der Regel völlig analog zum Drehen
des flachen Walzguts 1. Insbesondere liegt das flache Walzgut 1 auch während des Zurückdrehens
auf den zugehörigen Transportrollen 8 auf. Hinter dem Auslauf der Kühlstrecke 5 und/oder
im Auslauf der Kühlstrecke 5 verlaufen die ersten Rotationsachsen 9 nach und nach
immer weniger schräg, bis die Horizontale H erreicht ist. Wenn beispielsweise entsprechend
der Darstellung in FIG 7 die Transportrolle 8f und die zugehörige erste Rotationsachse
9f (noch) unter dem ersten spitzen Winkel α orientiert ist und die Transportrolle
8j bzw. die zugehörige erste Rotationsachse 9j (bereits wieder) horizontal orientiert
ist, so
- ist die erste Rotationsachse 9g gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
3a/4 orientiert,
- ist die erste Rotationsachse 9h gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
a/2 orientiert und
- ist die erste Rotationsachse 9i gegenüber der Horizontalen H in etwa unter dem Winkel
a/4 orientiert.
[0044] Analoge Ausführungen gelten natürlich auch, wenn das Zurückdrehen des flachen Walzguts
1 durch mehr oder weniger als 5 Transportrollen 8f bis 8j erfolgt.
[0045] FIG 7 zeigt den zu FIG 4 inversen Fall. Die entsprechenden Transportrollen 8 und
die zugehörigen ersten Rotationsachsen 9 können jedoch auch invers zu FIG 5 oder invers
zu FIG 6 orientiert sein. Unabhängig davon, welche Ausgestaltung realisiert wird,
wird jedoch das Anheben und/oder Absenken des flachen Walzguts 1 nach und nach durch
eine entsprechende Orientierung der ersten Rotationsachsen 9f bis 9j aufeinanderfolgender
Transportrollen 8f bis 8j bewirkt.
[0046] Die Darstellungen der FIG 7 zeigt die entsprechende Orientierung der Transportrollen
8 bzw. der ersten Rotationsachsen 9 im Betriebszustand, während also das flache Walzgut
1 zunächst in dem Walzgerüst 2 gewalzt und sodann in der Kühlstrecke 5 gekühlt wird.
Es ist wie zuvor bei den FIG 3 bis 6 möglich, dass diese Orientierung statisch ist.
Alternativ ist es auch hier möglich, dass die Transportrollen 8 einzeln oder gruppenweise
um die in Transportrichtung x verlaufende Achse schwenkbar sind. Die Ausführungen
zu den FIG 4 bis 6 sind in analoger Weise anwendbar.
[0047] Entsprechend der Darstellung in FIG 3 weist die Vorrichtung vorzugsweise zumindest
in dem Bereich, in dem die ersten Rotationsachsen 9 der Transportrollen 8 den ersten
spitzen Winkel α bilden, an der niedriger angeordneten Seite eine Führungseinrichtung
11 auf. Mittels der Führungseinrichtung 11 wird das flache Walzgut 1 in Breitenrichtung
y des flachen Walzguts 1 gesehen fixiert. Die Führungseinrichtung 11 kann beispielsweise
als in Transportrichtung x des flachen Walzguts 1 verlaufende Schiene ausgebildet
sein. Alternativ kann die Führungseinrichtung 11 entsprechend der Darstellung in FIG
3 Rückhalterollen aufweisen, die in Transportrichtung x des flachen Walzguts 1 gesehen
hintereinander angeordnet sind und ihrerseits um zweite Rotationsachsen 12 drehbar
sind. Die zweiten Rotationsachsen 12 bilden in diesem Fall mit der Breitenrichtung
y des flachen Walzguts 1 einen zweiten Winkel β. Sowohl die jeweilige zweite Rotationsachse
12 als auch die Breitenrichtung y des flachen Walzguts 1 bilden je einen Schenkel
13, 14 des zweiten Winkels β. Beide Schenkel 13, 14 weisen eine nach oben gerichtete
Komponente auf. Es ist möglich, dass die Horizontalkomponenten der beiden Schenkel
13, 14 in entgegengesetzte Richtungen weisen. In diesem Fall kann der zweite Winkel
β entsprechend der Darstellung in FIG 3 ein rechter Winkel sein. Vorzugsweise ist
der zweite Winkel β jedoch ein spitzer Winkel.
[0048] Auch in dem Fall, dass der zweite Winkel β ein spitzer Winkel ist, kann die Summe
des ersten spitzen Winkels α und des zweiten spitzen Winkels β noch größer als 90°
oder entsprechend der Darstellung in FIG 8 gleich 90° sein. In diesem Fall (β = 90°)
weist der von der zweiten Rotationsachsen 12 gebildete Schenkel 13 keine Horizontalkomponente
auf, zeigt also vertikal nach oben. Vorzugsweise ist die Summe jedoch entsprechend
der Darstellung in FIG 9 kleiner als 90°, insbesondere kleiner als 85°. In diesem
Fall weisen die Horizontalkomponenten der beiden Schenkel 13, 14 in die gleiche Richtung.
Die Summe der beiden spitzen Winkel α, β ist jedoch auch in diesem Fall vorzugsweise
größer als 75°, insbesondere größer als 80°.
[0049] Die vorliegende Erfindung weist viele Vorteile auf. Insbesondere fließt das Kühlmittel
auch bei einem relativ kleinen Wert des ersten spitzen Winkels α von beispielsweise
nur 20° schnell und zuverlässig von alleine von der Oberseite des flachen Walzguts
1 seitlich ab. Das seitliche Abfließen wird insbesondere durch den Dampffilm erleichtert,
der sich sehr schnell auf der Oberseite des flachen Walzguts 1 zwischen dem flachen
Walzgut 1 und dem Kühlmittel bildet. Weiterhin führt die Schwerkraft des flachen Walzguts
1 zu einer genauen seitlichen Führung des flachen Walzguts 1. Schließlich kann die
Produktivität erhöht werden, weil höhere Transportgeschwindigkeiten v als im Stand
der Technik möglich sind.
[0050] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Varianten können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Walzgut
- 2
- Walzgerüst
- 3
- Arbeitswalzen
- 4
- Walzenachsen
- 5
- Kühlstrecke
- 6, 7
- Seitenkanten
- 8
- Transportrollen
- 9, 12
- Rotationsachsen
- 10
- hydraulische Aktoren
- 11
- Führungseinrichtung
- 13, 14
- Schenkel des zweiten Winkels
- b
- Breite
- d
- Dicke
- H
- Horizontale
- l
- Länge
- v
- Transportgeschwindigkeit
- x
- Transportrichtung
- y
- Breitenrichtung
- α
- erster spitzer Winkel
- β
- zweiter Winkel
1. Herstellungsverfahren für flaches Walzgut (1) aus Metall,
- wobei das flache Walzgut (1) zunächst in mindestens einem Walzgerüst (2) warmgewalzt
wird, sodann in einer horizontalen Transportrichtung (x) mit einer Transportgeschwindigkeit
(v) einer dem Walzgerüst (2) nachgeordneten Kühlstrecke (5) zugeführt wird und schließlich
in der Kühlstrecke (5) gekühlt wird,
- wobei das flache Walzgut (1) während des Walzens in dem Walzgerüst (2) horizontal
orientiert ist,
- das flache Walzgut (1) vor dem Einlaufen in die Kühlstrecke (5) und/oder beim Einlaufen
in die Kühlstrecke (5) um einen ersten spitzen Winkel (α) um eine in Transportrichtung
(x) verlaufende Achse gedreht wird, so dass das flache Walzgut (1) nach Vollendung
der Drehung um die Achse schräg orientiert ist, und
- das flache Walzgut (1) in der Kühlstrecke (5) gekühlt wird, während es schräg orientiert
ist.
2. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das flache Walzgut (1) beim Auslaufen aus der Kühlstrecke (5) und/oder nach dem Auslaufen
aus der Kühlstrecke (5) um den ersten spitzen Winkel (α) um die Achse zurück gedreht
wird, so dass das flache Walzgut (1) nach Vollendung der Rückdrehung wieder horizontal
orientiert ist.
3. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste spitze Winkel (α) im Bereich zwischen 5° und 30° liegt, insbesondere zwischen
10° und 25°, beispielsweise bei ca. 15° bis 20°.
4. Herstellungsverfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Drehen des flachen Walzguts (1) um den ersten spitzen Winkel (α)
- die horizontale Positionierung des flachen Walzguts (1) in Breitenrichtung (y) des
flachen Walzguts (1) gesehen an einer Seitenkante (7) beibehalten wird und an der
anderen Seitenkante (6) angehoben wird,
- die horizontale Positionierung des flachen Walzguts (1) in Breitenrichtung (y) des
flachen Walzguts (1) gesehen an einer Seitenkante (6) beibehalten wird und an der
anderen Seitenkante (7) abgesenkt wird oder
- die horizontale Positionierung des flachen Walzguts (1) in Breitenrichtung (y) des
flachen Walzguts (1) gesehen an einer Seitenkante (6) angehoben wird und an der anderen
Seitenkante (7) abgesenkt wird.
5. Herstellungsverfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das flache Walzgut (1) vom Walzgerüst (2) zur Kühlstrecke (5) und in der Kühlstrecke
(5) durch in Transportrichtung (x) aufeinanderfolgende Transportrollen (8) geführt
und gestützt wird, dass die Transportrollen (8) um erste Rotationsachsen (9) drehbar
sind und dass das Anheben und/oder Absenken des flachen Walzguts (1) nach und nach
durch eine entsprechende Orientierung der ersten Rotationsachsen (9) aufeinanderfolgender
Transportrollen (8) bewirkt wird.
6. Herstellungsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das flache Walzgut (1) in dem Bereich, in dem es schräg orientiert ist, durch eine
seitlich des flachen Walzguts (1) angeordnete Führungseinrichtung (11) in Breitenrichtung
(y) des flachen Walzguts (1) gesehen fixiert wird.
7. Herstellungsverfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (11) in Transportrichtung (x) des flachen Walzguts (1) gesehen
hintereinander angeordnete Rückhalterollen aufweist, die um zweite Rotationsachsen
(12) drehbar sind, und dass die zweiten Rotationsachsen (12) mit der Breitenrichtung
(y) des flachen Walzguts (1) einen zweiten spitzen Winkel (β) bilden, dessen Schenkel
(13, 14) beide eine nach oben gerichtete Komponente aufweisen.
8. Herstellungsverfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Summe des ersten spitzen Winkels (α) und des zweiten spitzen Winkels (β) kleiner
als 90° ist, insbesondere kleiner als 85°.
9. Herstellungsverfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Summe des ersten spitzen Winkels (α) und des zweiten spitzen Winkels (β) größer
als 75° ist, insbesondere größer als 80°.
10. Herstellungsverfahren nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportgeschwindigkeit (v) größer als 11,5 m/s ist, insbesondere größer als
15 m/s.
11. Vorrichtung zum Herstellen eines flachen Walzguts (1) aus Metall,
- wobei die Vorrichtung mindestens ein Walzgerüst (2) und eine dem Walzgerüst (2)
nachgeordnete Kühlstrecke (5) aufweist,
- wobei das Walzgerüst (2) Walzen (3) aufweist, die um horizontale Achsen (4) drehbar
sind, so dass das flache Walzgut (1) während des Walzens in dem Walzgerüst (2) horizontal
orientiert ist,
- wobei die Vorrichtung zwischen dem Walzgerüst (2) und der Kühlstrecke (5) und in
der Kühlstrecke (5) Transportrollen (8) aufweist, mittels derer das flache Walzgut
(1) in einer horizontalen Transportrichtung (x) der Kühlstrecke (5) zugeführt und
durch die Kühlstrecke (5) geführt wird,
- wobei die Transportrollen (8) erste Rotationsachsen (9) aufweisen,
und wobei zumindest in einem mittleren Bereich der Kühlstrecke (5) die ersten Rotationsachsen
(9) mit der Horizontalen (H) einen ersten spitzen Winkel (α) bilden und die Transportrollen
(8) vor dem Einlauf der Kühlstrecke (5) und/oder im Einlauf der Kühlstrecke (5) derart
orientiert sind, dass die ersten Rotationsachsen (9) aufeinanderfolgender Transportrollen
(8) nach und nach immer schräger verlaufen, bis der erste spitze Winkel (α) erreicht
ist, oder die zugehörigen Transportrollen (8) um eine in Transportrichtung (x) verlaufende
Achse schwenkbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportrollen (8) hinter dem Auslauf der Kühlstrecke (5) und/oder im Auslauf
der Kühlstrecke (5) derart orientiert sind, dass die ersten Rotationsachsen (9) aufeinanderfolgender
Transportrollen (8) nach und nach immer weniger schräg verlaufen, bis die Horizontale
(H) erreicht ist, oder die zugehörigen Transportrollen (8) um eine in Transportrichtung
(x) verlaufende Achse (9) schwenkbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung zumindest in dem Bereich, in dem die ersten Rotationsachsen (9) der
Transportrollen (8) den ersten spitzen Winkel (α) bilden, an der niedriger angeordneten
Seite eine Führungseinrichtung (11) aufweist, mittels derer das flache Walzgut (1)
in Breitenrichtung (y) des flachen Walzguts (1) gesehen fixiert wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungseinrichtung (11) in Transportrichtung (x) des flachen Walzguts 1) gesehen
hintereinander angeordnete Rückhalterollen aufweist, die um zweite Rotationsachsen
(12) drehbar sind, und dass die zweiten Rotationsachsen (12) mit der Breitenrichtung
(y) des flachen Walzguts (1) einen zweiten spitzen Winkel (β) bilden, dessen Schenkel
(13, 14) beide eine nach oben gerichtete Komponente aufweisen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Summe des ersten spitzen Winkels (α) und des zweiten spitzen Winkels (β) kleiner
als 90° ist, insbesondere kleiner als 85°.
1. Production method for flat rolled metal product (1),
- wherein the flat rolled product (1) is first hot-rolled in at least one rolling
stand (2), then fed in a horizontal transporting direction (x) at a transport speed
(v) to a cooling zone (5) arranged downstream of the rolling stand (2) and finally
cooled in the cooling zone (5),
- wherein the flat rolled product (1) is oriented horizontally during the rolling
in the rolling stand (2),
- before running into the cooling zone (5) and/or when running into the cooling zone
(5), the flat rolled product (1) is turned through a first acute angle (α) about an
axis running in the transporting direction (x) such that after completion of the turning
about the axis the flat rolled product (1) is oriented obliquely, and
- the flat rolled product (1) is cooled in the cooling zone (5) while it is oriented
obliquely.
2. Production method according to claim 1,
characterised in that
when running out from the cooling zone (5) and/or after running out from the cooling
zone (5), the flat rolled product (1) is turned back through the first acute angle
(α) about the axis such that after completion of the reverse turning movement the
flat rolled product (1) is oriented horizontally once more.
3. Production method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the first acute angle (α) lies in the range between 5° and 30°, in particular between
10° and 25°, for example at approx. 15° to 20°.
4. Production method according to claim 1, 2 or 3,
characterised in that
in order to turn the flat rolled product (1) through the first acute angle (α),
- the horizontal positioning of the flat rolled product (1), viewed in the width direction
(y) of the flat rolled product (1), is maintained at one side edge (7) and raised
at the other side edge (6),
- the horizontal positioning of the flat rolled product (1), viewed in the width direction
(y) of the flat rolled product (1), is maintained at one side edge (6) and lowered
at the other side edge (7), or
- the horizontal positioning of the flat rolled product (1), viewed in the width direction
(y) of the flat rolled product (1), is raised at one side edge (6) and lowered at
the other side edge (7).
5. Production method according to claim 4,
characterised in that
the flat rolled product (1) is guided and supported from the rolling stand (2) to
the cooling zone (5) and in the cooling zone (5) by means of a series of sequential
transport rollers (8) arranged in the transporting direction (x), that the transport
rollers (8) are rotatable about first axes of rotation (9), and that the raising and/or
lowering of the flat rolled product (1) is effected step by step by means of a corresponding
orientation of the first axes of rotation (9) of sequentially arranged transport rollers
(8).
6. Production method according to one of the above claims,
characterised in that
in the section in which it is oriented obliquely, the flat rolled product (1) is fixed
in position by means of a guide device (11) arranged at the side of the flat rolled
product (1), viewed in the width direction (y) of the flat rolled product (1).
7. Production method according to claim 6,
characterised in that
the guide device (11) has holdback rollers arranged sequentially in series, viewed
in the transporting direction (x) of the flat rolled product (1), which are rotatable
about second axes of rotation (12), and that the second axes of rotation (12) form
a second acute angle (β) with the width direction (y) of the flat rolled product (1),
the arms (13, 14) of said angle both having an upward-directed component.
8. Production method according to claim 7,
characterised in that
the sum of the first acute angle (α) and the second acute angle (β) is less than 90°,
in particular less than 85°.
9. Production method according to claim 7 or 8,
characterised in that
the sum of the first acute angle (α) and the second acute angle (β) is greater than
75°, in particular greater than 80°.
10. Production method according to one of the above claims,
characterised in that
the transport speed (v) is greater than 11.5 m/s, in particular greater than 15 m/s.
11. Apparatus for producing a flat rolled metal product (1),
- wherein the apparatus comprises at least one rolling stand (2) and a cooling zone
(5) arranged downstream of the rolling stand (2),
- wherein the rolling stand (2) has rolls (3) which are rotatable about horizontal
axes (4) such that the flat rolled product (1) is oriented horizontally during the
rolling in the rolling stand (2),
- wherein between the rolling stand (2) and the cooling zone (5) and in the cooling
zone (5) the apparatus has transport rollers (8) by means of which the flat rolled
product (1) is fed to the cooling zone (5) in a horizontal transporting direction
(x) and is guided through the cooling zone (5),
- wherein the transport rollers (8) have first axes of rotation (9),
and wherein the first axes of rotation (9) form a first acute angle (α) with the horizontal
(H), at least in a central section of the cooling zone (5), and before the run-in
into the cooling zone (5) and/or during the run-in in the cooling zone (5) the transport
rollers (8) are oriented in such a way that the first axes of rotation (9) of sequentially
arranged transport rollers (8) progressively run more and more obliquely until the
first acute angle (α) is reached, or the associated transport rollers (8) are pivotable
about an axis running in the transporting direction (x).
12. Apparatus according to claim 11,
characterised in that
downstream of the run-out from the cooling zone (5) and/or in the run-out from the
cooling zone (5) the transport rollers (8) are oriented in such a way that the first
axes of rotation (9) of sequentially arranged transport rollers (8) progressively
run less and less obliquely until the horizontal (H) is reached, or the associated
transport rollers (8) are pivotable about an axis (9) running in the transporting
direction (x).
13. Apparatus according to claim 11 or 12,
characterised in that
at least in the section in which the first axes of rotation (9) of the transport rollers
(8) form the first acute angle (α), the apparatus has a guide device (11) at the lower
side, by means of which guide device (11) the flat rolled product (1) is fixed in
position, viewed in the width direction (y) of the flat rolled product (1).
14. Apparatus according to claim 13,
characterised in that
the guide device (11) has holdback rollers arranged sequentially in series, viewed
in the transporting direction (x) of the flat rolled product (1), which are rotatable
about second axes of rotation (12), and that the second axes of rotation (12) form
a second acute angle (β) with the width direction (y) of the flat rolled product (1),
the arms (13, 14) of said second angle both having an upward-directed component.
15. Apparatus according to claim 14,
characterised in that
the sum of the first acute angle (α) and the second acute angle (β) is less than 90°,
in particular less than 85°.
1. Procédé de fabrication pour un produit à laminer plat (1) en métal,
- dans lequel le produit à laminer plat (1) est d'abord laminé à chaud dans au moins
une cage de laminoir (2), est amené ensuite dans une direction de transport horizontale
(x), à une vitesse de transport (v), à une section de refroidissement (5) disposée
en aval de la cage de laminoir (2), et est refroidi finalement dans la section de
refroidissement (5),
- dans lequel le produit à laminer plat (1) est orienté horizontalement pendant le
laminage dans la cage de laminoir (2),
- le produit à laminer plat (1) est tourné d'un premier angle aigu (α) autour d'un
axe s'étendant dans la direction de transport (x) avant l'entrée dans la section de
refroidissement (5) et/ou lors de l'entrée dans la section de refroidissement (5),
de sorte que le produit à laminer plat (1) est orienté de manière inclinée autour
de l'axe une fois terminée la rotation, et
- le produit à laminer plat (1) est refroidi dans la section de refroidissement (5)
alors qu'il est orienté de manière inclinée.
2. Procédé de fabrication selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le produit à laminer plat (1) est tourné du premier angle aigu (α) en sens contraire
autour de l'axe lors de la sortie de la section de refroidissement (5) et/ou après
la sortie de la section de refroidissement (5), de sorte que le produit à laminer
plat (1) est de nouveau orienté horizontalement une fois terminée la rotation en sens
contraire.
3. Procédé de fabrication selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le premier angle aigu (α) est compris entre 5° et 30°, notamment entre 10° et 25°,
par exemple compris environ entre 15° et 20°.
4. Procédé de fabrication selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que, pour faire tourner le produit à laminer plat (1) du premier angle aigu (α),
- la position horizontale du produit à laminer plat (1), considérée dans la direction
de la largeur (y) du produit à laminer plat (1), est maintenue au niveau d'une arête
latérale (7) et est relevée au niveau de l'autre arête latérale (6),
- la position horizontale du produit à laminer plat (1), considérée dans la direction
de la largeur (y) du produit à laminer plat (1), est maintenue au niveau d'une arête
latérale (6) et est abaissée au niveau de l'autre arête latérale (7), ou
- la position horizontale du produit à laminer plat (1), considérée dans la direction
de la largeur (y) du produit à laminer plat (1), est relevée au niveau d'une arête
latérale (6) et est abaissée au niveau de l'autre arête latérale (7).
5. Procédé de fabrication selon la revendication 4,
caractérisé en ce que le produit à laminer plat (1) est guidé et soutenu, de la cage de laminoir (2) vers
la section de refroidissement (5) et dans la section de refroidissement (5), par des
rouleaux de transport (8) se succédant dans la direction de transport (x), en ce que les rouleaux de transport (8) peuvent tourner autour de premiers axes de rotation
(9) et en ce que le relèvement et/ou l'abaissement du produit à laminer plat (1) est/sont obtenu/s
progressivement grâce à une orientation correspondante des premiers axes de rotation
(9) de rouleaux de transport (8) successifs.
6. Procédé de fabrication selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le produit à laminer plat (1) est fixé, dans la zone dans laquelle il est orienté
de manière inclinée, grâce à un dispositif de guidage (11) disposé latéralement par
rapport au produit à laminer plat (1) dans la direction de la largeur (y) du produit
à laminer plat (1).
7. Procédé de fabrication selon la revendication 6,
caractérisé en ce que le dispositif de guidage (11) comprend des rouleaux de retenue disposés les uns derrière
les autres dans la direction de transport (x) du produit à laminer plat (1), lesquels
rouleaux de retenue peuvent tourner autour de seconds axes de rotation (12), et en ce que les seconds axes de rotation (12) forment avec la direction de la largeur (y) du
produit à laminer plat (1) un second angle aigu (β) dont les côtés (13, 14) présentent
tous les deux une composante dirigée vers le haut.
8. Procédé de fabrication selon la revendication 7,
caractérisé en ce que la somme du premier angle aigu (α) et du second angle aigu (β) est inférieure à 90°,
notamment inférieure à 85°.
9. Procédé de fabrication selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que la somme du premier angle aigu (α) et du second angle aigu (β) est supérieure à 75°,
notamment supérieure à 80°.
10. Procédé de fabrication selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la vitesse de transport (v) est supérieure à 11,5 m/s, notamment supérieure à 15
m/s.
11. Dispositif de fabrication d'un produit à laminer plat (1) en métal,
- dans lequel le dispositif comprend au moins une cage de laminoir (2) et une section
de refroidissement (5) disposée en aval de la cage de laminoir (2),
- dans lequel la cage de laminoir (2) comprend des cylindres (3) qui peuvent tourner
autour d'axes horizontaux (4), de sorte que le produit à laminer plat (1) est orienté
horizontalement pendant le laminage dans la cage de laminoir (2),
- dans lequel le dispositif comprend des rouleaux de transport (8) entre la cage de
laminoir (2) et la section de refroidissement (5) et dans la section de refroidissement
(5), au moyen desquels le produit à laminer plat (1) est amené à la section de refroidissement
(5) et guidé à travers la section de refroidissement (5) dans une direction de transport
horizontale (x),
- dans lequel les rouleaux de transport (8) présentent des premiers axes de rotation
(9),
et dans lequel, au moins dans une zone moyenne de la section de refroidissement (5),
les premiers axes de rotation (9) forment un premier angle aigu (α) avec l'horizontale
(H) et les rouleaux de transport (8) sont orientés, devant l'entrée de la section
de refroidissement (5) et/ou à l'entrée de la section de refroidissement (5), de sorte
que les premiers axes de rotation (9) de rouleaux de transport (8) successifs présentent
progressivement une inclinaison de plus en plus forte jusqu'à ce que le premier angle
aigu (α) soit atteint, ou les rouleaux de transport (8) correspondants peuvent pivoter
autour d'un axe s'étendant dans la direction de transport (x).
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé en ce que les rouleaux de transport (8) sont orientés, derrière la sortie de la section de
refroidissement (5) et/ou à la sortie de la section de refroidissement (5), de sorte
que les premiers axes de rotation (9) de rouleaux de transport (8) successifs présentent
progressivement une inclinaison de moins en moins forte jusqu'à ce que l'horizontale
(H) soit atteinte, ou les rouleaux de transport (8) correspondants peuvent pivoter
autour d'un axe (9) s'étendant dans la direction de transport (x).
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que le dispositif comprend, au moins dans la zone dans laquelle les premiers axes de
rotation (9) des rouleaux de transport (8) forment le premier angle aigu (α), un dispositif
de guidage (11) au niveau du côté plus bas, au moyen duquel le produit à laminer plat
(1) est fixé dans la direction de la largeur (y) du produit à laminer plat (1).
14. Dispositif selon la revendication 13,
caractérisé en ce que le dispositif de guidage (11) comprend des rouleaux de retenue disposés les uns derrière
les autres dans la direction de transport (x) du produit à laminer plat (1), lesquels
rouleaux de retenue peuvent tourner autour de seconds axes de rotation (12), et en ce que les seconds axes de rotation (12) forment avec la direction de la largeur (y) du
produit à laminer plat (1) un second angle aigu (β) dont les côtés (13, 14) présentent
tous les deux une composante dirigée vers le haut.
15. Dispositif selon la revendication 14,
caractérisé en ce que la somme du premier angle aigu (α) et du second angle aigu (β) est inférieure à 90°,
notamment inférieure à 85°.