[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung eines Substrats
nach dem Oberbegriff des Gegenstands des Anspruchs 1.
[0002] Vorrichtungen zur Oberflächenbehandlung eines Substrats werden beispielsweise eingesetzt,
um die Oberflächen bogen- oder bahnförmiger Substrate zu bedrucken oder mit einer
Übertragungsschicht einer Prägefolie zu beschichten.
[0003] Aus der
DE 10159661 C1 ist eine Heißprägevorrichtung der beschriebenen Art bekannt.
[0004] Aus
EP 1 757 450 A2 ist eine Bogendruckmaschine bekannt, welche mehrere Koronaeinrichtungen aufweist,
welche dazu dienen, die Haftung einer auf ein Substrat aufgebrachten Beschichtung
zu verbessern.
[0005] DE 102 32 255 A1 offenbart eine Rotationsdruckmaschine, welche eine Koronaeinrichtung zur Verbesserung
der Haftung einer Bedruckung aufweist.
[0006] Aus
DE 10 2012 110 149 A1 ist eine Heißprägevorrichtung bekannt, welche eine Transporteinrichtung für ein Substrat
aufweist, die ein umlaufendes dünnes Band enthält.
[0007] EP 2 918 529 A2 offenbart eine Transportvorrichtung mit einem Vakuumsaugband, welches ein Substrat
durch die Vorrichtung transportiert.
[0008] Aus
WO 2014/146669 A1 ist eine Einheit und ein Verfahren zur Koronabehandlung eines Substrates bekannt.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung
eines Substrats anzugeben.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst. Es
wird eine Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung eines Substrats, aufweisend eine Transporteinrichtung,
eine Vakuumansaugeinrichtung, eine Koronaeinrichtung und eine Beschichtungseinrichtung,
vorgeschlagen, wobei vorgesehen ist, dass die Transporteinrichtung ein Transportband
aufweist, dass das Transportband als ein Vakuumsaugband der Vakuumansaugeinrichtung
ausgebildet ist, und dass das Transportband als eine Gegenelektrode der Koronaeinrichtung
ausgebildet ist. Dabei ist zwischen der dem Substrat abgewandten Seite des Transportbandes
und einem Ansaugkopf der Vakuumansaugeinrichtung ein Dichtelement mit einer umlaufenden
Dichtlippe angeordnet, wobei der Ansaugkopf unter der Koronaeinrichtung angeordnet
ist.
[0011] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass die Transporteinrichtung
ein Transportband aufweist, das drei Funktionen erfüllt, nämlich den Transport des
Substrats, die Lagefixierung des Substrats durch Vakuumansaugung auf dem Transportband
und die Bereitstellung einer Elektrode für die Koronaeinrichtung. Diese drei Funktionen
kann das Transportband insbesondere gleichzeitig erfüllen, sodass eine sehr vorteilhafte
Synergie zwischen diesen Funktionen entsteht.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass das Transportband auf zwei voneinander beabstandeten
Umlenkwalzen gelagert ist, wobei eine der Umlenkwalzen als eine Antriebswalze ausgebildet
ist.
[0013] Das Transportband kann als ein umlaufendes Band ausgebildet sein, welches insbesondere
um die beiden Umlenkwalzen umläuft.
[0014] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Transportband im Bereich der Beschichtungseinrichtung
und/oder der Koronaeinrichtung auf einer Auflageeinrichtung gelagert ist. Es können
mehrere Auflageeinrichtungen vorgesehen sein, die beispielsweise im Bereich der Beschichtungseinrichtung
und der Koronaeinrichtung angeordnet sind.
[0015] Die Auflageeinrichtung kann eine Auflagewalze oder mehrere Auflagewalzen, die in
Längserstreckung des Transportbandes nebeneinander angeordnet sind, aufweisen. Die
Auflagewalzen können dabei insbesondere mit derselben Geschwindigkeit rotieren, wie
sich das aufliegende Transportband bewegt, sodass eine möglichst geringe Reibung zwischen
den Auflagewalzen und dem Transportband entsteht. D.h. die Auflagewalzen haben an
ihrem Umfang dieselbe Geschwindigkeit wie das aufliegende Transportband.
[0016] Die Auflageeinrichtung kann alternativ oder zusätzlich einen insbesondere feststehenden
Stützkörper, bevorzugt in Form einer Platte aufweisen.
[0017] Das Transportband kann eine Dicke im Bereich von 0,2 mm bis 1 mm aufweisen, bevorzugt
im Bereich von 0,3 mm bis 0,5 mm aufweisen.
[0018] Es kann vorgesehen sein, dass das Transportband aus einem Material ausgebildet ist,
das einen Härtegrad im Bereich von 450 HV10 bis 520 HV10, vorzugsweise im Bereich
von 465 HV10 bis 500 HV10 aufweist.
[0019] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Transportband so
ausgebildet und/oder gelagert ist, dass seine maximale Durchbiegung bei betriebsmäßiger
Belastung im Bereich von 1 µm bis 10 µm liegt.
[0020] Weiter kann vorgesehen sein, dass die dem Substrat zugewandte Oberfläche des Transportbandes
poliert ist, d.h. eine Rautiefe kleiner als 0,3 µm aufweist.
[0021] Das Transportband kann aus einer Stahllegierung ausgebildet sein.
[0022] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Transportband aus
Edelstahl ausgebildet ist.
[0023] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Transportband aus Kupfer oder Aluminium
oder Titan oder aus einer Legierung, die Kupfer und/oder Aluminium und/oder Titan,
insbesondere aus einer Legierung, die Aluminium und/oder Titan enthält, ausgebildet
ist.
[0024] Das Transportband kann als ein nahtloses Band ausgebildet sein. Ein nahtloses Transportband
ohne Stoßstellen bietet über seine gesamte Oberfläche die gleichen Bedingungen hinsichtlich
der Eigenschaft als mechanisches Gegenlager für das Substrat.
[0025] Das Transportband kann mehrere Teiltransportbänder aufweisen, die in Transportrichtung
aneinander anschließend angeordnet sind, bevorzugt mit möglichst geringem Abstand
zwischen den Teiltransportbändern. Diese Teiltransportbänder können gleiche oder auch
unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, insbesondere bzgl. Material und/oder Härte
und/oder Dicke und/oder Biegesteifigkeit. Die für das Transportband oben beschriebenen
Eigenschaften gelten auch für die Teiltransportbänder.
[0026] Beispielsweise kann ein erstes Teiltransportband im Bereich der Beschichtungseinrichtung
und ein zweites Teiltransportband im Bereich der Koronaeinrichtung angeordnet sein.
[0027] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass zwischen benachbarten
Teiltransportbändern ein Auflageelement angeordnet ist, das den Abstandsraum zwischen
den benachbarten Teiltransportbändern spaltfrei überbrückt.
[0028] Alternativ kann vorgesehen sein, dass das Transportband als ein Gliederband aus plattenförmigen
Gliedern ausgebildet ist, wobei benachbarte Glieder durch ein Drehgelenk so miteinander
verbunden sind, dass sie im gestreckten Zustand eine spaltfreie Auflagefläche bilden.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass das Transportband randseitige Transportausnehmungen
aufweist, und dass die Umlenkwalzen korrespondierende Zahnkränze aufweisen, die in
die Transportausnehmungen eingreifen.
[0030] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Transportband Durchgangslöcher, insbesondere
eine Vielzahl an Durchgangslöchern aufweist.
[0031] Die Durchgangslöcher können als insbesondere kreisförmige Bohrungen und/oder insbesondere
ellipsenförmige Langlöcher und/oder Schlitze und/oder Rauten ausgebildet sein.
[0032] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Durchgangslöcher in einem Raster angeordnet
sind.
[0033] Das Raster kann regelmäßig oder unregelmäßig oder zufällig ausgebildet sein.
[0034] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Raster bereichsweise unterschiedlich ausgebildet
ist.
[0035] Die Durchgangslöcher können einen Durchmesser im Bereich von 0,2 mm bis 5 mm, bevorzugt
in einem Bereich von 0,3 mm bis 2 mm aufweisen oder einen einem kreisförmigen Loch
vorgenannten Durchmessers entsprechenden Flächeninhalt aufweisen, insbesondere wenn
das Durchgangsloch nicht kreisförmig ausgebildet ist.
[0036] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass zwischen der dem Substrat abgewandten Seite
des Transportbandes und einem Ansaugkopf der Vakuumansaugeinrichtung ein Dichtelement
mit einer umlaufenden Dichtlippe angeordnet ist.
[0037] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass der Unterdruck der Vakuumansaugvorrichtung
im Bereich 10000 Pascal bis 100000 Pascal (0,1 bar bis 1 bar) insbesondere im Bereich
von 10000 Pascal bis 75000 Pascal (0,1 bar bis 0,75 bar) liegt.
[0038] Es kann vorgesehen sein, dass die Koronaeinrichtung ein an seiner Unterseite offenes
Gehäuse aufweist, in dessen unteren Endabschnitt eine Elektrode angeordnet ist. Die
Elektrode kann beispielsweise als eine luftgekühlte Keramik-Elektrode ausgebildet
sein, einen Querschnitt von 16 mm x 16 mm und eine Länge, die der Breite des Transportbandes
entspricht, aufweisen. Dabei kann die Koronaeinrichtung mit ihrer Längserstreckung
quer zur Transportrichtung des Transportbandes und über dem Substrat angeordnet sein.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass die Elektrode der Koronaeinrichtung die Kathode und
das Transportband als Gegenelektrode die Anode der Koronaeinrichtung bilden, wobei
zwischen der Kathode und der Anode ein Koronaspalt ausgebildet ist. Der Koronaspalt
kann beispielsweise im Bereich von 1 mm bis 2 mm liegen.
[0040] An die Elektrode und die Gegenelektrode ist eine hohe elektrische Spannung angelegt,
die durch einen Hochfrequenzgenerator mit einem Frequenzbereich von 10 kHz bis 60
kHz erzeugt wird und in dem Luftspalt eine Feldstärke von 20 kV/cm bis 30 kV/cm ausbildet.
Durch Feldionisation werden Ionen gebildet, die im elektrischen Feld beschleunigt
werden und sich an die Oberfläche des Substrats anheften.
[0041] Durch die Bildung polarer, funktionieller Gruppen kann der polare Anteil der Oberflächenspannung
des Substrats angehoben werden. Die Oberfläche des Substrats wird elektrisch aufgeladen,
die Oberflächenenergie des Substrats wird erhöht. Für eine gute Benetzung des Substrats
mit einer Flüssigkeit, also z.B. eines UV-Klebers oder einer Drucktinte, sollte die
Oberflächenspannung des Substrats ca.10 mN/m bis 15 mN/m höher liegen, als die Oberflächenspannung
der Flüssigkeit. Beispielsweise kann die Oberflächenspannung einer Tinte zwischen
20 mN/m bis 25 mN/m und die Oberflächenspannung eines zu bedruckenden folienförmigen
Substrats zwischen 30 mN/m bis 35 mN/m liegen. Mittels der Koronaeinrichtung kann
die Oberflächenspannung des Substrats auf ca. 40 mN/m bis 45 mN/m angehoben werden,
wodurch sich dieses Substrat bedrucken lässt.
[0042] Der Koronaspalt kann einstellbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die Elektrode
der Koronaeinrichtung höheneinstellbar ausgebildet sein. Dadurch kann ein möglichst
kleiner Koronaspalt einstellbar sein, beispielsweise abhängig von der Dicke und/oder
vom Material des Substrats, um das das Substrat umschließende und/oder durchdringende
elektrische Feld anpassen zu können.
[0043] Die Koronaeinrichtung kann eine gasdicht mit dem Gehäuse verbundene Absaugvorrichtung
zur Ozonabsaugung aufweisen. Durch die Ionisation der Luft in dem Koronaspalt entsteht
Ozon, welches abgesaugt oder vernichtet werden muss. Die ozonhaltige Abluft wird über
einen Abluftschlauch geführt und außerhalb des Fertigungsraumes abgeführt. Optional
kann die ozonhaltige Abluft vor der Ableitung in die Umwelt durch einen Ozonvernichter
geleitet werden, beispielsweise ein Aktivkohlefilter. Auf diese Weise können 99,5
% des Ozons vernichtet werden. Der Abbluftschlauch kann beispielsweise eine Länge
von 12 m bis 15 m aufweisen. Eine Förderleistung von 4,9 m
3/min hat sich bewährt. Die Absaugvorrichtung kann gleichzeitig eine Kühlvorrichtung
für die Elektrode bilden.
[0044] Es kann vorgesehen sein, dass die Beschichtungseinrichtung als eine Druckeinrichtung
ausgebildet ist. Die Druckeinrichtung kann beispielsweise eine Druckwalze und eine
Farbauftragsvorrichtung aufweisen und/oder nach dem Siebdruckprinzip und/oder nach
dem Tintenstrahlprinzip arbeiten.
[0045] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Beschichtungseinrichtung eine Prägevorrichtung
zur Übertragung einer auf einer Trägerschicht einer Transferfolie, insbesondere einer
Heißprägefolie oder Kaltprägefolie angeordneten Übertragungsschicht auf das Substrat
aufweist.
[0046] Eine Prägewalze der Prägevorrichtung kann an ihrem Außenumfang eine Beschichtung
aus einem Elastomer mit einer Dicke im Bereich von 3 mm bis 10 mm aufweisen, bevorzugt
im Bereich von 5 mm bis 10 mm. Bei dem Elastomer handelt es sich vorzugsweise um Silikonkautschuk.
Der Silikonkautschuk weist bevorzugt eine Härte im Bereich von 60° Shore A bis 95°
Shore A, bevorzugt im Bereich von 70° Shore A bis 90° Shore A auf. Eine im Bereich
der Prägevorrichtung angeordnete Auflagewalze bildet eine Gegendruckwalze für die
Prägewalze.
[0047] Die Beschichtungseinrichtung kann bevorzugt stromabwärts hinter der Koronaeinrichtung
angeordnet sein. Dadurch kann die Beschichtung des Substrats nach der Behandlung der
Oberfläche des Substrats mittels der Koronaeinrichtung erfolgen.
[0048] Stromabwärts nach der Koronaeinrichtung können auch mehrere Beschichtungsstationen
stromabwärts hintereinander angeordnet sein, beispielsweise mehrere Druckeinrichtungen
und/oder mehrere Prägevorrichtung und/oder eine Druckeinrichtung und eine Prägevorrichtung
oder andere Kombinationen davon. Die Druckeinrichtungen können dabei jeweils nach
dem gleichen Druckverfahren und/oder nach unterschiedlichen Druckverfahren arbeiten.
Die Prägevorrichtungen können dabei jeweils nach dem gleichen Verfahren und/oder nach
unterschiedlichen Verfahren arbeiten.
[0049] Ebenso ist es möglich, stromabwärts nach der Koronaeinrichtung und bevorzugt nach
der mindestens einen Beschichtungseinrichtung weitere Bearbeitungsstationen wie Sortierstationen,
Stanzstationen, Blindprägestationen, Faltstationen oder andere Bearbeitungsstationen
zur Bearbeitung des Substrats anzuordnen.
[0050] Die Transferfolie weist eine auf einer Trägerschicht angeordnete Übertragungsschicht
auf. Die Trägerschicht kann z.B. aus PET oder aus Polypropylen, Polystyrol, PVC, PMMA,
ABS, Polyamid sein. Die Heißprägefolie ist so angeordnet, dass die Übertragungsschicht
der Oberseite des zu beprägenden Substrats zugewandt ist. Die Übertragungsschicht
kann mit einer hitzeaktivierbaren Kleberschicht beschichtet sein oder selbstklebend
(Kaltkleber) ausgebildet sein. Zwischen der Übertragungsschicht und der Trägerschicht
kann eine Trennschicht angeordnet sein, die das Ablösen der Übertragungsschicht von
der Trägerschicht erleichtert.
[0051] Die Übertragungsschicht der Transferfolie weist im Allgemeinen mehrere Schichten
auf, insbesondere eine Ablöseschicht (beispielsweise aus Wachs oder wachshaltigen
Verbindungen), eine Schutzlackschicht, eine hitzeaktivierbare Kleberschicht. Zusätzlich
können eine oder mehrere, flächig partiell oder vollflächig aufgebrachte, Dekorationsschichten
und/oder Funktionsschichten enthalten sein. Dekorationsschichten sind zum Beispiel
farbige (opak oder transparent oder transluzent) Lackschichten, Metallschichten oder
Reliefstrukturen (haptisch oder optisch refraktiv oder optisch diffraktiv wirkend).
Funktionsschichten sind beispielsweise elektrisch leitende Schichten (Metall, ITO
(ITO = Indium Tin Oxide)), elektrisch halbleitende Schichten (z.B. Halbleiterpolymere)
oder elektrisch nichtleitende Schichten (elektrisch isolierende Lackschichten) oder
optisch mattierende oder anti-reflektierend wirkende Schichten (z.B. mit mikroskopischen
Mattstrukturen) oder die Haftwirkung und/oder die Oberflächenspannung modifizierende
Strukturen (Lotus-Effekt-Strukturen oder ähnliche). Zwischen den einzelnen Schichten
können zusätzliche Hilfsschichten, insbesondere Haftvermittlerschichten vorhanden
sein. Die einzelnen Schichten der Übertragungslage sind etwa zwischen 1 nm und 50
µm dick.
[0052] Das Substrat ist bevorzugt ein flexibles Substrat, beispielsweise Papier mit einem
Flächengewicht von 30 g/m
2 bis 350 g/m
2, bevorzugt 80 g/m
2 bis 350 g/m
2 oder Karton oder Kunststoff oder ein Hybridmaterial aus mehreren Papier- und Kunststoffschichten
oder ein Laminat aus mehreren Papier- und/oder Kunststoffschichten.
[0053] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer
Darstellung;
- Fig. 4
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Transportbandes in Fig. 1 in schematischer Draufsicht;
- Fig. 5
- ein zweites Ausführungsbeispiel des Transportbandes in Fig. 1 in schematischer Draufsicht;
- Fig. 6
- ein drittes Ausführungsbeispiel des Transportbandes in Fig. 1 in schematischer Draufsicht;
- Fig. 7
- ein viertes Ausführungsbeispiel des Transportbandes in Fig. 1 in schematischer Draufsicht;
- Fig. 8
- ein viertes Ausführungsbeispiel des Transportbandes in Fig. 1 in der Draufsicht.
[0054] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zur Oberflächenbeschichtung eines Substrats 2, umfassend
eine Transporteinrichtung 3, eine Vakuumansaugeinrichtung 4, eine Koronaeinrichtung
5 und eine Beschichtungseinrichtung 6.
[0055] Die Transporteinrichtung 3 ist als ein umlaufendes Transportband 31 ausgebildet,
das auf zwei voneinander beabstandeten Umlenkwalzen 32 gelagert ist, wobei eine der
Umlenkwalzen 32 als eine Antriebswalze 32a ausgebildet ist. Das Transportband 31 ist
in der in Fig. 1 gezeigten Ausführung als ein nahtloses Band aus Edelstahl ausgebildet.
[0056] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Transportband 31 als ein Gliederband aus plattenförmigen
Gliedern ausgebildet ist, wobei benachbarte Glieder durch ein Drehgelenk so miteinander
verbunden sind, dass sie im gestreckten Zustand eine spaltfreie Auflagefläche bilden.
Vorteilhafterweise kann das Transportband 31 bei dieser in den Figuren nicht dargestellten
Ausbildung randseitige Transportausnehmungen aufweisen, die mit korrespondierenden
Zahnkränzen zusammenwirken, die mit den Umlenkwalzen 32 drehstarr verbunden sind.
[0057] Das Transportband 31 läuft in einer Transportrichtung 31t um. Das Substrat 2 ist
in einem Transportabschnitt des Transportbandes 31 auf dem Transportband 31 angeordnet
und ist durch Unterdruck auf dem Transportband 31 fixiert. Das Substrat 2 wird entsprechend
der Transportrichtung 31t des Transportbandes 31 in einer Transportrichtung 2t bewegt,
die der Transportrichtung 31 in dem Transportabschnitt entspricht.
[0058] Das Transportband 31 ist im Bereich der Koronaeinrichtung 5 und im Bereich der Beschichtungseinrichtung
6 auf einer Auflageeinrichtung 7 gelagert. Die Beschichtungseinrichtung 6 ist stromabwärts
hinter der Koronaeinrichtung 5 angeordnet.
[0059] Die unter der Koronaeinrichtung 5 angeordnete Auflageeinrichtung 7 ist in dem in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel aus vier Auflagewalzen 71 ausgebildet, die
in Längserstreckung des Transportbandes 31 nebeneinander angeordnet sind. Die Auflagewalzen
71 können dabei insbesondere mit derselben Geschwindigkeit rotieren, wie sich das
aufliegende Transportband 31 bewegt, sodass eine möglichst geringe Reibung zwischen
den Auflagewalzen 71 und dem Transportband 31 entsteht. D.h. die Auflagewalzen 71
haben an ihrem Umfang dieselbe Geschwindigkeit wie das aufliegende Transportband 31.
Die vier Auflagewalzen 71 sind starr oder einstellbar drehbar gelagert. Die Drehachsen
der Auflagewalzen 71 können an ihrer außenseitigen Lagerstelle so einstellbar befestigt
sein, dass beispielsweise eine Einstellung mit einer exzentrischen Lagerung und entsprechender
Fixierung der Lagerung eine Einstellung der Drehachsen relativ zum Transportband 31
möglich ist. Die Drehachsen der Auflagewalzen 71 sind quer zu der Transportrichtung
31t des Transportbandes 31 ausgerichtet. Alternativ oder zusätzlich zu den Auflagewalzen
71 kann auch eine plattenförmige Auflage insbesondere als fest stehender Stützkörper
vorgesehen sein.
[0060] Die unter der Beschichtungseinrichtung 6 angeordnete Auflageeinrichtung 7 weist eine
Auflagewalze 71 auf, deren Drehachse ebenfalls quer zu der Transportrichtung 31t des
Transportbandes 31 ausgerichtet ist.
[0061] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die maximale Durchbiegung
des Transportbandes 31 bei betriebsmäßiger Belastung im Bereich von 1 µm bis 10 µm.
Durch eine derartig geringe Durchbiegung kann das Transportband besonders vorteilhaft
als mechanisches Gegenlager für das Substrat dienen.
[0062] Das Transportband 31 weist eine Dicke im Bereich von 0,2 mm bis 1 mm auf, bevorzugt
im Bereich von 0,3 mm bis 0,5 mm.
[0063] Das Transportband 31 ist aus einem Material ausgebildet, das einen Härtegrad im Bereich
von 450 HV10 bis 520 HV10, vorzugsweise im Bereich von 465 HV10 bis 500 HV10 aufweist.
[0064] Das Transportband 31 kann aus einer Stahllegierung ausgebildet sein, bevorzugt aus
Edelstahl. Es kann auch vorgesehen sein, das Transportband aus Kupfer, Aluminium oder
Titan ausgebildet ist.
[0065] Die dem Substrat 2 zugewandte Oberfläche des Transportbandes ist poliert, d.h. sie
weist eine Rautiefe kleiner als 0,3 µm auf.
[0066] Das Transportband 31 ist als ein Vakuumsaugband 31v mit Durchgangslöchern 31 d (siehe
Fig. 4 bis 8) ausgebildet, über die ein Unterdruck auf der Oberseite des Transportbandes
31 ausbildbar ist, welcher das Substrat 2 auf dem Transportband 31 fixiert. In dem
in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Unterdruck im Bereich von 10000
Pascal bis 100000 Pascal (0,1 bar bis 1 bar).
[0067] Die Durchgangslöcher 31 können als insbesondere kreisförmige Bohrungen und/oder insbesondere
ellipsenförmige Langlöcher und/oder Schlitze und/oder Rauten ausgebildet sein.
[0068] Über ein an der dem Substrat 2 abgewandten Seite des Transportbandes 31 angeordnetes
Dichtelement 42 ist ein über dem Dichtelement 42 angeordneter Abschnitt des Transportbandes
31 mit einem Ansaugkopf 41 der Vakuumansaugeinrichtung 4 gasdicht oder annähernd gasdicht
verbunden. Das Dichtelement 42 ist als eine umlaufende Dichtlippe ausgebildet. In
dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist erfindungsgemäß ein Ansaugkopf
41 vorgesehen, wobei der
[0069] Ansaugkopf 41 unter der Koronaeinrichtung 5 angeordnet ist. Die Vakuumansaugeinrichtung
4 ist mit einer Vakuumpumpe 43 ausgebildet, deren Eingang mit dem Ansaugkopf 41 verbunden
ist.
[0070] Fig. 4 und 8 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel des Vakuumsaugbandes 31v. Als
Bohrungen mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildete Durchgangslöcher 31 d sind in
einem Raster angeordnet. Die Durchgangslöcher 31d können einen Durchmesser im Bereich
von 0,2 mm bis 5 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,3 mm bis 2 mm aufweisen oder
einen einem kreisförmigen Loch vorgenannten Durchmessers entsprechenden Flächeninhalt
aufweisen. In dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Durchgangslöcher
31 d einen Durchmesser von 1 mm auf.
[0071] Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel, bei dem die Durchgangslöcher 31d als
rautenförmige Langlöcher ausgebildet sind, die in einem Raster angeordnet sind.
[0072] Fig. 6 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem die Durchgangslöcher 31 bereichsweise
mit einer unterschiedlichen Kontur ausgebildet sind. In einem mittleren Bereich sind
die Durchgangslöcher 31d rautenförmig ausgebildet. In den beiden Randbereichen sind
die Durchgangslöcher 31 mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet. Auch das Raster
ist bereichsweise unterschiedlich ausgebildet.
[0073] Fig. 6 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel, bei dem die Durchgangslöcher 31d zufällig
verteilt angeordnet sind.
[0074] Wie die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen, kann das Raster regelmäßig
oder unregelmäßig oder zufällig ausgebildet sein.
[0075] Die Koronaeinrichtung 5 weist ein an der Unterseite offenes Gehäuse 51 auf, in dem
eine Elektrode 52 angeordnet ist. Die Elektrode 52 ist als eine luftgekühlte Keramik-Elektrode
ausgebildet und über dem Substrat 2 angeordnet. Das Transportband 31 bildet eine Gegenelektrode
31e, die insbesondere geerdet ist. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
weist die Elektrode 52 einen Querschnitt von 16 mm x 16 mm auf und eine Länge, die
der Breite des Transportbandes 31 entspricht (hier: 350 mm). Dabei kann die Koronaeinrichtung
5 mit ihrer Längserstreckung quer zur Transportrichtung 31t des Transportbandes 31
angeordnet sein. Die Elektrode 52 ist als Kathode geschaltet. Die Gegenelektrode 31e
ist als Anode geschaltet. Zwischen der Elektrode 52 und der Gegenelektrode 31e ist
ein Koronaspalt 5l ausgebildet, zwischen dem die Koronaentladung erzeugt wird. Der
Koronaspalt 5l ist einstellbar, insbesondere höheneinstellbar und beträgt in dem in
Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel 1 mm bis 2 mm. Dadurch kann ein möglichst
kleiner Koronaspalt 5l einstellbar sein, beispielsweise abhängig von der Dicke und/oder
vom Material des Substrats 2, um das das Substrat 2 umschließende und/oder durchdringende
elektrische Feld anpassen zu können.
[0076] An die Elektrode 52 und die Gegenelektrode 31e ist eine hohe elektrische Spannung
angelegt, die durch einen Hochfrequenzgenerator 54 mit einem Frequenzbereich von 10
kHz bis 60 kHz erzeugt wird und in dem Luftspalt 5l eine Feldstärke von 20 kV/cm bis
30 kV/cm ausbildet. Durch Feldionisation werden Ionen gebildet, die im elektrischen
Feld beschleunigt werden und sich an die Oberfläche des Substrats 2 anheften.
[0077] Durch die Bildung polarer, funktionieller Gruppen kann der polare Anteil der Oberflächenspannung
des Substrats 2 angehoben werden. Die Oberfläche des Substrats 2 wird elektrisch aufgeladen,
die Oberflächenenergie des Substrats 2 wird erhöht. Für eine gute Benetzung des Substrats
2 mit einer Flüssigkeit, also z.B. eines UV-Klebers oder einer Drucktinte, sollte
die Oberflächenspannung des Substrats 2 ca. 10 mN/m bis 15 mN/m höher liegen, als
die Oberflächenspannung der Flüssigkeit. Beispielsweise kann die Oberflächenspannung
einer Tinte zwischen 20 mN/m bis 25 mN/m und die Oberflächenspannung eines zu bedruckenden
folienförmigen Substrats 2 zwischen 30 mN/m bis 35 mN/m liegen. Mittels der Koronaeinrichtung
5 kann die Oberflächenspannung des Substrats 2 auf ca. 40 mN/m bis 45 mN/m angehoben
werden, wodurch sich dieses Substrat 2 bedrucken lässt.
[0078] Die Koronaeinrichtung 5 weist eine gasdicht mit dem Gehäuse 51 verbundene Absaugvorrichtung
53 zur Ozonabsaugung auf. Durch die Ionisation der Luft in dem Luftspalt 5l entsteht
Ozon, welches abgesaugt oder vernichtet werden muss. Die ozonhaltige Abluft wird über
einen Abluftschlauch geführt und außerhalb des Fertigungsraumes abgeführt. Optional
kann die ozonhaltige Abluft vor der Ableitung in die Umwelt durch einen Ozonvernichter
geleitet werden, beispielsweise ein Aktivkohlefilter. Auf diese Weise können 99,5
% des Ozons vernichtet werden. Der Abbluftschlauch kann beispielsweise eine Länge
von 12 bis 15 m aufweisen. Eine Förderleistung von 4,9 m
3/min hat sich bewährt. Die Absaugvorrichtung 53 bildet gleichzeitig eine Kühlvorrichtung
für die Elektrode 52.
[0079] Die Beschichtungseinrichtung 6 ist als eine Prägevorrichtung 65 zur Übertragung einer
auf einer Trägerschicht einer Transferfolie 66, insbesondere einer Heißprägefolie
oder Kaltprägefolie angeordneten Übertragungsschicht auf das Substrat 2 ausgebildet.
[0080] Eine Prägewalze 67 der Prägevorrichtung 65 weist an ihrem Außenumfang eine Beschichtung
aus einem Elastomer mit einer Dicke im Bereich von 3 mm bis 10 mm auf, bevorzugt im
Bereich von 5 mm bis 10 mm. Bei dem Elastomer handelt es sich vorzugsweise um Silikonkautschuk.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Silikonkautschuk eine
Härte von 80° Shore A auf. Die im Bereich der Prägevorrichtung 65 angeordnete Auflagewalze
71 bildet eine Gegendruckwalze für die Prägewalze 67.
[0081] In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Unterschied zu Fig. 1
zwei Ansaugköpfe 41 vorgesehen, wobei der eine Ansaugkopf 41 unter der Koronaeinrichtung
5 und der andere Ansaugkopf 41 unter der Beschichtungseinrichtung 6 angeordnet ist.
Die Vakuumansaugeinrichtung 4 ist mit einer Vakuumpumpe 43 ausgebildet, deren Eingänge
mit den beiden Ansaugköpfen 41 verbunden sind.
[0082] Die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung 1 ist wie die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung
ausgebildet, mit dem Unterschied, dass die Beschichtungseinrichtung 6 als eine Druckeinrichtung
61 ausgebildet ist, umfassend eine Druckwalze 62 und eine Farbauftragsvorrichtung
63. Es können auch andere Druckeinrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise eine
Druckeinrichtung nach dem Siebdruckprinzip und/oder nach dem Tintenstrahlprinzip.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Substrat
- 2t
- Transportrichtung
- 3
- Transporteinrichtung
- 3t
- Transportrichtung
- 4
- Vakuumansaugeinrichtung
- 5
- Koronaeinrichtung
- 5l
- Luftspalt
- 6
- Beschichtungseinrichtung
- 7
- Auflageeinrichtung
- 31
- Transportband
- 31 d
- Durchgangsloch
- 31 e
- Gegenelektrode
- 31t
- Transportrichtung
- 31 v
- Vakuumsaugband
- 32
- Umlenkwalzen
- 32a
- Antriebswalze
- 41
- Ansaugkopf
- 42
- Dichtelement
- 43
- Vakuumpumpe
- 51
- Gehäuse
- 52
- Elektrode
- 53
- Absaugvorrichtung
- 54
- Hochfrequenzgenerator
- 61
- Druckeinrichtung
- 62
- Druckwalze
- 63
- Farbauftragseinrichtung
- 65
- Prägevorrichtung
- 66
- Transferfolie
- 67
- Prägewalze
- 71
- Auflagewalze
1. Vorrichtung (1) zur Oberflächenbehandlung eines Substrats (2), aufweisend eine Transporteinrichtung
(3), eine Vakuumansaugeinrichtung (4), eine Koronaeinrichtung (5) und eine Beschichtungseinrichtung
(6),
wobei die Transporteinrichtung (3) ein Transportband (31) aufweist und
das Transportband (31) als ein Vakuumsaugband (31v) der Vakuumansaugeinrichtung (4)
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) als eine Gegenelektrode (31 e) der Koronaeinrichtung (5) ausgebildet
ist, wobei zwischen der dem Substrat (2) abgewandten Seite des Transportbandes (31)
und einem Ansaugkopf (41) der Vakuumansaugeinrichtung (4) ein Dichtelement (42) mit
einer umlaufenden Dichtlippe angeordnet ist und der Ansaugkopf (41) unter der Koronaeinrichtung
(5) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) auf zwei voneinander beabstandeten Umlenkwalzen (32) gelagert
ist, wobei eine der Umlenkwalzen (32) als eine Antriebswalze (32a) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) als ein umlaufendes Band ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) im Bereich der Koronaeinrichtung (5) und/oder der Beschichtungseinrichtung
(6) auf einer Auflageeinrichtung (7) gelagert ist, insbesondere wobei die Auflageeinrichtung
(7) eine Auflagewalze (71) oder mehrere Auflagewalzen (71), die in Längserstreckung
des Transportbandes (31) nebeneinander angeordnet sind, aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) eine Dicke im Bereich von 0,2 mm bis 1 mm aufweist, bevorzugt
im Bereich von 0,3 mm bis 0,5 mm aufweist, und/oder aus einem Material ausgebildet
ist, das einen Härtegrad im Bereich von 450 HV10 bis 520 HV10, vorzugsweise im Bereich
von 465 HV10 bis 500 HV10 aufweist, und/oder so ausgebildet und/oder gelagert ist,
dass seine maximale Durchbiegung bei betriebsmäßiger Belastung im Bereich von 1 µm
bis 10 µm liegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) aus einer Stahllegierung ausgebildet ist, insbesondere wobei
das Transportband (31) aus Edelstahl ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) als ein nahtloses Band ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) mehrere Teiltransportbänder aufweist, die in Transportrichtung
(31t) aneinander anschließend angeordnet sind, insbesondere wobei zwischen benachbarten
Teiltransportbändern ein Auflageelement angeordnet ist, das den Abstandsraum zwischen
den benachbarten Teiltransportbändern spaltfrei überbrückt, und/oder dass das Transportband
(31) als ein Gliederband aus plattenförmigen Gliedern ausgebildet ist, wobei benachbarte
Glieder durch ein Drehgelenk so miteinander verbunden sind, dass sie im gestreckten
Zustand eine spaltfreie Auflagefläche bilden, insbesondere wobei das Transportband
(31) randseitige Transportausnehmungen aufweist, und
dass die Umlenkwalzen korrespondierende Zahnkränze aufweisen, die in die Transportausnehmungen
eingreifen.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband (31) Durchgangslöcher (31 d) aufweist, insbesondere wobei die Durchgangslöcher
(31 d) als Bohrungen und/oder Langlöcher und/oder Schlitze und/oder Rauten ausgebildet
sind, insbesondere bevorzugt wobei die Durchgangslöcher (31d) in einem Raster angeordnet
sind, besonders bevorzugt wobei das Raster regelmäßig oder unregelmäßig oder zufällig
ausgebildet ist und/oder bereichsweise unterschiedlich ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchgangslöcher (31 d) einen Durchmesser im Bereich von 0,2 mm bis 5 mm, bevorzugt
in einem Bereich von 0,3 mm bis 2 mm aufweisen oder einen einem kreisförmigen Loch
vorgenannten Durchmessers entsprechenden Flächeninhalt aufweisen.
11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Unterdruck der Vakuumansaugeinrichtung (4) im Bereich von 10000 Pascal bis 100000
Pascal (0,1 bar bis 1 bar) liegt, bevorzugt im Bereich von 10000 Pascal bis 75000
Pascal (0,1 bar bis 0,75 bar) liegt.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Koronaeinrichtung (5) ein an seiner Unterseite offenes Gehäuse (51) aufweist,
in dessen unteren Endabschnitt eine Elektrode (52) angeordnet ist, insbesondere wobei
die Elektrode (52) der Koronaeinrichtung (5) die Kathode und das Transportband (31)
als Gegenelektrode die Anode der Koronaeinrichtung (5) bilden, wobei zwischen der
Kathode und der Anode ein Koronaspalt (5l) ausgebildet ist, insbesondere bevorzugt
wobei der Koronaspalt (5l) einstellbar ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschichtungseinrichtung (6) als eine Druckeinrichtung (61) ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschichtungseinrichtung (6) als eine Prägevorrichtung (65) zur Übertragung einer
auf einer Trägerschicht einer Transferfolie (66) angeordneten Übertragungsschicht
auf das Substrat (2) ausgebildet ist.
1. Device (1) for the surface treatment of a substrate (2), having a transport device
(3), a vacuum suction device (4), a corona device (5) and a coating device (6),
wherein the transport device (3) has a conveyor belt (31), and the conveyor belt (31)
is designed as a vacuum suction belt (31v) of the vacuum suction device (4),
characterised in that
the conveyor belt (31) is designed as a counter electrode (31e) of the corona device
(5), wherein a sealing element (42) having a peripheral sealing lip is arranged between
the side of the conveyor belt (31) facing away from the substrate (2) and a suction
head (41) of the vacuum suction device (4), and the suction head (41) is arranged
under the corona device (5).
2. Device according to claim 1,
characterised in that
the conveyor belt (31) is mounted on two spaced-apart deflection rollers (32), wherein
one of the deflection rollers (32) is formed as a drive roller (32a).
3. Device according to claim 1 or 2,
characterised in that
the conveyor belt (31) is designed as a circulating belt.
4. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor belt (31) is mounted on a support device (7) in the region of the corona
device (5) and/or of the coating device (6), in particular wherein the support device
(7) has a support roller (71) or several support rollers (71), which are arranged
adjacent to one another in the longitudinal extension of the conveyor belt (31).
5. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor belt (31) has a thickness in the range of from 0,2mm to 1mm, preferably
in the range of from 0.3mm to 0.5mm, and/or is formed from a material that has a hardness
in the range of from 450 HV10 to 520 HV10, preferably in the range of from 465 HV10
to 500 HV10, and/or is formed and/or mounted in such a way that its maximum deflection
under operational load is in the range of from 1µm to 10µm.
6. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor belt (31) is formed from a steel alloy, in particular wherein the conveyor
belt (31) is formed from stainless steel.
7. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor belt (31) is formed as a seamless belt.
8. Device according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the conveyor belt (31) has several partial conveyor belts, which are arranged following
one another in the conveying direction (3 It), in particular wherein a support element
is arranged between adjacent partial conveyor belts, which support element bridges
the space between the adjacent partial conveyor belts without gaps, and/or the conveyor
belt (31) is formed as a link belt made of plate-shaped links, wherein adjacent links
are connected to one another by means of a swivel joint in such a way that they form
a gap-free support surface in the extended state, in particular wherein the conveyor
belt (31) has edge-sided conveying recesses, and the deflection rollers have corresponding
gear rims that engage in the conveying recesses.
9. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the conveyor belt (31) has through holes (31d), in particular wherein the through
holes (31d) are formed as bores and/or elongated holes and/or slots and/or rhombuses,
in particular preferably wherein the through holes (31d) are arranged in a grid, particularly
preferably wherein the grid is formed regularly or irregularly or randomly and/or
differently area by area.
10. Device according to claim 9,
characterised in that
the through holes (31d) have a diameter in the range of from 0.2mm to 5mm, preferably
in a range of from 0.3mm to 2mm or have an area corresponding to a circular hole of
the aforementioned diameter.
11. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the negative pressure of the vacuum suction device is in the range of from 10000 Pascal
to 100000 Pascal (0.1 bar to 1 bar), preferably in the range of from 10000 Pascal
to 75000 Pascal (0.1 bar to 0.75 bar).
12. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the corona device (5) has a housing (51) that is open on its underside, in the lower
end section of which an electrode (52) is arranged, in particular wherein the electrode
(52) of the corona device (5) forms the cathode and the conveyor belt (31) as a counter
electrode forms the anode of the corona device (5), wherein a corona gap (51) is formed
between the cathode and the anode, in particular preferably wherein the corona gap
(51) is designed to be adjustable.
13. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the coating device (6) is formed as a printing device (61).
14. Device according to one of claims 1 to 13,
characterised in that
the coating device (6) is formed as an embossing device (65) for transferring a transfer
layer arranged on a carrier layer of a transfer film (66) to the substrate (2).
1. Dispositif (1) de traitement de surface d'un substrat (2), présentant un système de
transport (3), un système d'aspiration sous vide (4), un système corona (5) et un
système de revêtement (6),
dans lequel le système de transport (3) présente une bande de transport (31) et
la bande de transport (31) est réalisée en tant qu'une bande d'aspiration sous vide
(31v) du système d'aspiration sous vide (4), caractérisé en
que la bande de transport (31) est réalisée en tant qu'une contre-électrode (31e)
du système corona (5), dans lequel un élément étanche (42) est disposé avec une lèvre
étanche périphérique entre le côté, opposé au substrat (2), de la bande transporteuse
(31) et une tête d'aspiration (41) du système d'aspiration sous vide (4) et la tête
d'aspiration (41) est disposée sous le système corona (5).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) est montée sur deux cylindres de renvoi (32) tenus à
distance l'un de l'autre, dans lequel un des cylindres de renvoi (32) est réalisé
en tant qu'un cylindre d'entraînement (32a).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) est réalisée en tant qu'une bande périphérique.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) est montée dans la zone du système corona (5) et/ou du
système de revêtement (6) sur un système d'appui (7), en particulier dans lequel le
système d'appui (7) présente un cylindre d'appui (71) ou plusieurs cylindres d'appui
(71), qui sont disposés côte à côte dans l'extension longitudinale de la bande transporteuse
(31).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) présente une épaisseur dans la plage de 0,2 mm à 1 mm,
de manière préférée dans la plage de 0,3 mm à 0,5 mm, et/ou est réalisée à partir
d'un matériau, qui présente un degré de dureté dans la plage de 450 HV10 à 520 HV10,
de préférence dans la plage de 465 HV10 à 500 HV10, et/ou est réalisée et/ou montée
de telle sorte que sa flexion maximale se situe dans la plage de 1 µm à 10 µm lors
d'une contrainte conforme au fonctionnement.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) est réalisée à partir d'un alliage en acier, en particulier
dans lequel la bande transporteuse (31) est réalisée à partir d'acier inoxydable.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) est réalisée en tant qu'une bande sans cordon de soudure.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) présente plusieurs bandes transporteuses partielles,
qui sont disposées dans le prolongement les unes des autres dans la direction de transport
(31t), en particulier dans lequel est disposé entre des bandes transporteuses partielles
adjacentes un élément d'appui, qui surmonte sans fente l'espace d'espacement entre
les bandes transporteuses partielles adjacentes, et/ou que la bande transporteuse
(31) est réalisée en tant qu'une bande à maillons composée de maillons en forme de
plaque, dans lequel des maillons adjacents sont reliés entre eux par une articulation
rotative de telle sorte qu'ils forment dans l'état étiré une surface d'appui sans
fente, en particulier dans lequel la bande transporteuse (31) présente des évidements
de transport côté bord, et que les cylindres de renvoi présentent des couronnées dentées
correspondantes qui viennent en prise avec les évidements de transport.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse (31) présente des trous de passage (31d), en particulier dans
lequel les trous de passage (31d) sont réalisés en tant qu'alésages et/ou en tant
que trous oblongs et/ou en tant qu'entailles et/ou en tant que losanges, en particulier
de manière préférée dans lequel les trous de passage (31d) sont disposés selon une
trame, de manière particulièrement préférée dans lequel la trame est réalisée de manière
régulière ou irrégulière ou aléatoire et/ou est réalisée différemment par endroits.
10. Dispositif selon la revendication 9,
caractérisé en ce
que les trous de passage (31d) présentent un diamètre dans la plage de 0,2 mm à 5 mm,
de manière préférée dans une plage de 0,3 mm à 2 mm ou présente un contenu de surface
correspondant à un trou circulaire du diamètre susmentionné.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la dépression du système d'aspiration sous vide (4) se situe dans la plage de 10
000 pascals à 100 000 pascals (0,1 bar à 1 bar), de manière préférée dans la plage
de 10 000 pascals à 75 000 pascals (0,1 bar à 0,75 bar) .
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le système corona (5) présente un boîtier (51) ouvert sur son côté inférieur, dans
la section d'extrémité inférieure duquel une électrode (52) est disposée, en particulier
dans lequel l'électrode (52) du système corona (5) la cathode et la bande transporteuse
(31) en tant que contre-électrode forment l'anode du système corona (5), dans lequel
une fente corona (5l) est réalisée entre la cathode et l'anode, en particulier de
manière préférée dans lequel la fente corona (5l) est réalisée de manière à pouvoir
être réglée.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le système de revêtement (6) est réalisé en tant qu'un système de pression (61).
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce
que le système de revêtement (6) est réalisé en tant qu'un dispositif d'estampage (65)
pour transférer une couche de transfert disposée sur une couche de support d'un film
de transfert (66) sur le substrat (2).