[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Etikettieren von ersten Verpackungen. Dabei handelt es sich bei diesen ersten Verpackungen
um Verpackungen, welche mehrere Behältnisse, insbesondere mehrere bereits befüllte
Getränkebehältnisse aufnehmen. Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, dass derartige
erste Verpackungen der Vorrichtung als flache Verpackungszuschnitte zugeführt werden
oder in der Vorrichtung vorliegen und in einer Faltstation bzw. einem Falt- oder Kartoniermodul
zu sogenannten Multipack-Gebinden, beispielsweise Baskets oder Umverpackungen (Wraparound-Kartons)
aufgerichtet und/oder aufgefaltet werden. Üblicherweise werden anschließend mehrere
erste Verpackungen in zweite Verpackungen, insbesondere Transport- und/oder Lagerverpackungen
wie beispielsweise Kunststoffkästen, Faltverpackungen aus Pappe oder Karton, oder
Umverpackungen eingesetzt und wiederum mehrere bereits befüllte und verschlossene
Behältnisse in die ersten und zweiten Verpackungen eingesetzt. Nach dem Verpackungsmodul
erfolgt eine individuelle Bedruckung der zweiten Verpackungen.
[0002] Dabei dienen die zweiten Verpackungen insbesondere dazu, um einen verbesserten Transport
sowie eine verbesserte Lagerung der Behältnisse zu ermöglichen. In der ersten Verpackung
werden die Behältnisse üblicherweise (an Endkunden) verkauft. Weiterhin ist es auch
möglich, dass die ersten und/oder die zweiten Verpackungen sogenannte Gefache aufweisen,
durch welche die Behältnisse oder entsprechend die Multipacks (erste Verpackungen)
vereinzelt und getrennt voneinander aufgenommen werden können
[0003] Die
WO 2013/185954 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Etikettieren von Kartonverpackungen
bevor Objekte in diese eingebracht werden.
[0004] EP 3012201 A1 zeigt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufziehen und Aufrichten von Kartonagen
zu Umverpackungen, wobei Gefache in die Umverpackungen eingesetzt werden, bevor Objekte
in die Gefache in den Umverpackungen eingebracht werden.
[0005] Die
US 2543004 zeigt das Etikettieren von befüllten Verpackungen indem die Verpackungen zu einem
Etikett, welches von einem Saughalter mit der Klebeseite nach unten gehalten wird,
angehoben und damit an das Etikett angepresst werden.
[0006] Bei diesen bekannten Vorrichtungen ist es allerdings nachteilig, dass die einzelnen
Multipacks (Baskets oder Umverpackungen) nach dem Einsetzen in die Transportverpackungen
nicht mehr individuell bedruckt werden können, insbesondere da hierfür die Etikettiergeräte
zu groß sind und die Transportgeschwindigkeit innerhalb der Anlage zu hoch ist. Es
kann demnach im Stand der Technik lediglich eine Bedruckung oder Etikettierung der
Transportverpackungen bzw. der zweiten Verpackungen durchgeführt werden. Ein Kunde
muss daher eine Vielzahl von ersten Verpackungen mit allen verschiedenen Barcodes,
länderspezifischen Aufdrucken und dergleichen vorrätig haben.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Verfahren und eine
Vorrichtung bereitzustellen, bei dem/bei der es ermöglicht wird, bereits auf die ersten
Verpackungen eine individuelle Etikettierung oder Bedruckung aufzubringen, insbesondere
bevor die Behältnisse in die Verpackungen eingesetzt werden.
[0008] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Etikettieren von ersten Verpackungen werden
dazu die Etiketten zu einem Etikettierbereich transportiert, wobei eine Klebeseite
der Etiketten während des Transports in Richtung der ersten Verpackungen und insbesondere
nach oben gerichtet ist. In einem weiteren Schritt werden die zu etikettierenden ersten
Verpackungen aus einer Magazinvorrichtung entnommen, wobei die Verpackungen als wenigstens
abschnittsweise flache Verpackungszuschnitte in der Magazinvorrichtung vorliegen und
bevorzugt vereinzelt aus der Magazinvorrichtung entnommen werden. Bevorzugt werden
die ersten Verpackungen aus einem Stapel entnommen, in welchem mehrere übereinander
angeordnete flache Verpackungen angeordnet sind. Bevorzugt werden die ersten Verpackungen
aus mehreren nebeneinander angeordneten Magazinvorrichtungen entnommen, wobei es auch
denkbar ist, dass in jeder der mehreren Magazinvorrichtungen jeweils eine andere erste
Verpackungsart angeordnet ist. Wie ausgeführt, ist die Klebeseite des Etikettes bevorzugt
nach oben gerichtet, es wären jedoch auch andere Anordnungen möglich, etwa ein seitlicher
Transport der Etiketten bzw. ein Anbringen von der Seite her.
[0010] Bevorzugt werden die Etiketten und vorteilhaft die selbstklebenden Etiketten, von
der Etikettenausgabestation auf ein Vakuumtransportband übergeben und in Richtung
Etikettierung transportiert. Das Vakuumtransportband ist bevorzugt ein endlos umlaufendes
Band. Das Vakuumtransportband saugt bevorzugt die nicht selbstklebende Fläche der
Etiketten an und transportiert die Etiketten in Richtung der Etikettierung. Bevorzugt
sind die "Selbstklebekräfte" der Etiketten höher als die Ansaugkraft des Vakuumtransportbandes,
damit sichergestellt ist, dass die Etiketten an die ersten Verpackungen angeklebt
werden und nicht auf dem Vakuumtransportband verbleiben.
[0011] Erfindungsgemäß werden die ersten Verpackungen in einem nächsten Schritt auf die
Etiketten aufgebracht und die Etiketten werden auf die Verpackungen angeklebt, wobei
die Verpackungen bevorzugt von oben an die Etiketten gedrückt werden. Alternativ wäre
es auch möglich, die Etiketten auf die Verpackungen zuzubewegen, beispielsweise nach
oben zu drücken. Vorteilhaft weisen die Etiketten auf ihrer nach oben liegenden Seite
eine Klebe- und/oder Haftschicht auf, wodurch sie durch das Andrücken der Verpackungen,
an den Verpackungen anhaften. Nach dem aufbringen auf die Etiketten werden die ersten
Verpackungen in zweite Verpackungen eingesetzt und mehrere Objekte und insbesondere
Behältnisse in die ersten und zweiten Verpackungen eingebracht. Es wäre jedoch auch
denkbar, dass an der Verpackung Klebeflächen ausgebildet sind oder werden an welche
das (dann ggfs. nicht selbstklebende) Etikett angedrückt wird.
[0012] Vorteilhaft werden sechs Behältnisse in der ersten Verpackung angeordnet, so dass
bevorzugt sogenannte Sixpacks erzeugt werden. Bei den Behältnissen handelt es sich
vorteilhaft um bereits befüllte und verschlossene Getränkebehältnisse, insbesondere
Glasbehältnisse, Kunststoffbehältnisse oder Dosen. Denkbar ist aber auch, dass in
einer ersten Verpackung eine Vielzahl von Behältnissen, insbesondere mehr als sechs
Behältnisse aufgenommen werden. Bei den ersten Verpackungen handelt es sich demnach
insbesondere um sogenannte Multipacks. Die vorliegende Erfindung kann auch auf andere
Objekte als Behältnisse angewandt werden und insbesondere auf zu verpackende Stückgüter.
Bevorzugt handelt es sich um gleichartige Stückgüter, welche gemeinsam verpackt werden
sollten, wie beispielsweise Pflegeprodukte oder dergleichen.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung haben dabei insbesondere
den Vorteil, dass jedes Multipack/jede Verpackung einzeln und auch individuell etikettiert,
dekoriert oder mit einem Barcode versehen werden kann, und nicht, wie bisher im Stand
der Technik üblich, lediglich die Transportverpackung, in welcher mehrere Multipacks
angeordnet sind, etikettiert wird. Demnach muss der Kunde auch nur noch einen standardisierten
Karton vorrätig haben, der dann länderspezifisch bzw. produktabhängig, beispielsweise
Haltbarkeit des Produkts, bedruckt wird. Durch das Andrücken der ersten Verpackungen
auf die Etiketten, bevor Behältnisse in die Verpackungen eingebracht werden, wird
zudem ein vergleichsweise einfaches Vorgehen bereitgestellt um Verpackungen zu etikettieren,
welches zudem ohne großen Aufwand auch in jede bereits bestehende Anlage integriert
werden kann.
[0014] Vorteilhaft sind synchronisierte Antriebe vorgesehen, so dass insbesondere der Antrieb
der Etikettentransporteinrichtung und der Antrieb des Entnahmewerkzeugs, mit dem die
ersten Verpackungen aus der Magazinvorrichtung entnommen werden, aufeinander synchronisiert
sind. Durch diese synchronisierten Antriebe werden die Bewegungen der Transporteinrichtung
und des Entnahmewerkzeugs aufeinander angepasst, so dass die Etikettierung insbesondere
über diese synchronisierten Antriebe gesteuert werden kann.
[0015] Bevorzugt werden die ersten Verpackungen als flache Verpackungszuschnitte auf die
Etiketten aufgebracht oder die ersten Verpackungen werden nach der Entnahme aus der
Magazinvorrichtung in einer Faltstation aufgerichtet und erst anschließend werden
die aufgerichteten ersten Verpackungen auf die Etiketten aufgebracht. Das Aufrichten
erfolgt dabei beispielsweise mit einer Stempeleinrichtung, welche auf einen späteren
Bodenbereich der Verpackung aufgesetzt wird, wodurch die Seitenwände der Verpackung
nach oben geklappt werden. Es ist aber auch denkbar, dass das Aufrichten bzw. Auffalten
der Verpackungen mittels einer anderen, bereits aus dem Stand der Technik bekannten
Weise erfolgt, wie beispielweise mittels Saug- und/oder Greifeinrichtungen welche
die flachen Verpackungszuschnitte ansaugen bzw. greifen und dadurch auseinanderziehen
und aufrichten.
[0016] Demnach wird hier vorgeschlagen die Etikettierung der ersten Verpackungen entweder
vor dem Aufrichten der ersten Verpackungen vorzunehmen, wenn diese noch als flache
Verpackungszuschnitte vorliegen oder die bereits durch die der Etikettierung vorangeschaltete
Faltstation aufgerichteten ersten Verpackungen auf die Etiketten aufzubringen.
[0017] Vorteilhaft wird auf jede erste Verpackung ein individuelles Etikett und/oder ein
individueller Barcode aufgebracht. Das Etikett bzw. der Barcode kann dabei beispielsweise
Informationen über das Abfülldatum, den Abfüllort, das Haltbarkeitsdatum oder über
einen späteren Lager- oder Verkaufsort enthalten. Bevorzugt wird jedoch auf jede erste
Verpackung im gleichen Verpackungsschritt ein identisches Etikett und/oder ein identischer
Barcode aufgebracht. Bevorzugt ist ein Unterschied zwischen den Etiketten lediglich
aufgrund von produkt- und/oder länderspezifischen Unterschieden begründet.
[0018] Bei einem weiteren vorteilhaften Verfahren werden die Etiketten vereinzelt und/oder
kontinuierlich zu dem Etikettierbereich transportiert bzw. an den Etikettierbereich
übergeben. Durch diesen vereinzelten und bevorzugt kontinuierlichen Transport der
Etiketten wird insbesondere eine möglichst hohe Verarbeitungsrate der Verpackungen
erreicht. Dabei wäre es bei einem bevorzugten Verfahren auch denkbar, dass gleichzeitig
zwei, drei oder mehrere Verpackungen etikettiert werden. Denkbar wäre aber auch, dass
der Transport der Etiketten getaktet erfolgt.
[0019] In einem bevorzugten Verfahren wird, insbesondere vor dem Schritt des Aufbringens
der Verpackungen auf die Etiketten, die Lage der Etiketten und/oder der Verpackungen
mittels eines Positionssensors oder einer Kamera erfasst und bevorzugt mit einer Bildverarbeitungseinheit
ausgewertet. Vorteilhaft findet diese Positionsermittlung bereits statt, bevor die
Etiketten in den Etikettierbereich transportiert werden, wobei zur Lageerkennung bzw.
Positionsermittlung insbesondere eine Markierung an den Etiketten angebracht ist.
Dabei ist es denkbar, dass diese Markierung an der oben liegenden Klebeseite des Etiketts
angeordnet ist aber auch, dass es sich bei dieser Markierung um beispielsweise ein
Bild handelt, welches an der Vorderseite des Etiketts angebracht ist und demnach in
Abhängigkeit der Position bzw. der Lage dieses Bildes die Position des Etiketts ermittelt
wird. Eine entsprechende Kamera bzw. Bildaufnahmeeinrichtung ist dabei bevorzugt seitlich
neben einem Transportpfad der Etiketten angeordnet. Auch wäre es möglich, dass die
Kamera bzw. Bildaufnahmeeinrichtung oberhalb des Transportpfads der Etiketten angeordnet
ist.
[0020] Vorteilhaft wird das Etikett bei einer als falsch erkannten Position ausgerichtet,
wozu hier vorteilhaft eine Ausrichteinrichtung vorgesehen ist. Dabei wäre es aber
bevorzugt auch denkbar, dass bei einer falschen Position des Etiketts die Anlage gestoppt
wird und das Etikett von einem Bediener ausgerichtet wird oder aus der Anlage entfernt
wird. Im Rahmen dieser Ausrichtung kann dabei das Etikett verschoben werden, insbesondere
in wenigstens zwei zueinander senkrechte Richtungen verschoben werden. Daneben oder
alternativ ist es auch möglich, dass das Etikett gedreht wird.
[0021] Vorteilhaft handelt es sich bei den Etiketten um Selbstklebeetiketten. Bevorzugt
ist es aber auch denkbar, dass in dem Etikettierbereich ein Leim auf das Etikett aufgebracht
wird, insbesondere kurz bevor die Verpackung auf das Etikett gedrückt wird.
[0022] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf eine Vorrichtung zum Etikettieren von
ersten Verpackungen gerichtet, umfassend wenigstens eine Vorratseinrichtung, an der
wenigstens ein Etikettenband mit einer Vielzahl von Etiketten angebracht ist, wenigstens
eine Etikettentransporteinrichtung, welche die vereinzelten Etiketten zu einem Übergabebereich
transportiert und ein Entnahmewerkzeug, mittels welchem die ersten Verpackungen vereinzelt
aus einer Magazinvorrichtung, in welcher eine Vielzahl von ersten Verpackungen bevorratet
ist, entnehmbar sind.
[0023] Erfindungsgemäß sind die Etiketten mit einer Klebeseite in Richtung der Verpackungen
und bevorzugt nach oben transportierbar und das Entnahmewerkzeug bringt die ersten
Verpackungen auf die Etiketten auf, um so die Etiketten an den Verpackungen anzuordnen,
bevor (optional) die ersten Verpackungen in zweite Verpackungen eingesetzt werden.
Vorteilhaft werden die Verpackungen insbesondere mit dem Entnahmewerkzeug auf die
Etiketten aufgedrückt, wodurch die Etiketten mit ihrer Klebeseite an den Verpackungen
anhaften. Bevorzugt werden die Etiketten vor ihrer Anbringung an den Verpackungen
in einer geradlinigen Richtung transportiert. Vorteilhaft werden auch die Verpackungen
wenigstens abschnittsweise in einer geradlinigen Richtung transportiert. Bevorzugt
ist eine Transportrichtung entlang derer die Etiketten transportiert werden senkrecht
zu einer Transportrichtung, entlang derer die Verpackungen transportiert werden.
[0024] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung eine Trenneinrichtung
auf, welche die an dem Etikettenband angeordneten Etiketten vereinzelt. Vorteilhaft
ist diese Trenneinrichtung, vor dem Übergabebereich angeordnet. Es wäre aber auch
denkbar, dass die Trenneinrichtung kurz nach dem Übergabebereich angeordnet ist und
die Etiketten erst nach dem Übergabebereich vereinzelt werden. Insbesondere handelt
es sich bei der Trenneinrichtung um ein Messer, einen Laser, eine Schere oder dergleichen.
Bei der oben erwähnten Vorratseinrichtung handelt es sich bevorzugt um eine Vorratsrolle,
von welcher das Etikettenband und damit die Etiketten abgerollt werden.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorratseinrichtung wenigstens zwei
derartige Vorratsrollen auf. Dabei ist es denkbar, dass diese bevorzugt gleichzeitig
abgerollt werden, so dass die Anzahl der in einer bestimmten Zeit etikettierten Verpackungen
erhöht werden kann. Bevorzugt entspricht die Anzahl der vorhandenen Etikettentransporteinrichtungen
der Anzahl der Vorratsrollen, so dass diese auf getrennten Transportbändern auch gleichzeitig
zu dem Etikettierbereich transportierbar sind. Weiterhin ist es auch denkbar, dass
in der Vorratseinrichtung eine Vielzahl von Vorratsrollen angeordnet ist, so dass
insbesondere bei einem Rollenwechsel kein Maschinenstopp vorgenommen werden muss.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wäre es auch denkbar, dass das Entnahmewerkzeug
die Verpackungen aus dem Magazin entnimmt und sie an eine Verpackungstransporteinrichtung
übergibt, mit welcher die Verpackungen zu der Vorrichtung transportiert werden. Vorteilhaft
handelt es sich bei der Etikettentransporteinrichtung (und/oder der Verpackungstransporteinrichtung)
um einen Vakuumförderer, ein Transportband oder dergleichen. Auch wäre es möglich,
dass mehrere Etiketten an einer Verpackung angebracht werden.
[0027] Bei dem Etikett handelt es sich bevorzugt um ein Selbstklebeetikett, so dass das
Etikett ohne weitere Maßnahmen von selbst an der ersten Verpackung anhaftet, sobald
das Entnahmewerkzeug die Verpackung auf das Etikett drückt. Vorteilhaft wäre es aber
auch möglich, dass innerhalb der Vorrichtung Leim auf die Etiketten aufgebracht wird,
insbesondere nach dem Übergabebereich und/oder kurz bevor die erste Verpackung auf
das Etikett gedrückt wird.
[0028] Vorteilhaft sind die ersten Verpackungen als wenigstens abschnittsweise flache Verpackungszuschnitte
in der Magazinvorrichtung bevorratet. Bevorzugt bilden die ersten Verpackungen in
der Magazinvorrichtung einen Stapel von einer Vielzahl übereinander angeordneter Verpackungen.
Bevorzugt umfasst die Vorrichtung mehrere derartige Magazinvorrichtungen, welche insbesondere
nebeneinander angeordnet sind, wobei es bei mehreren Magazinvorrichtungen auch denkbar
ist, unterschiedliche erste Verpackungen in den Magazinvorrichtungen anzuordnen.
[0029] Bei einer weiteren vorteilhaften Vorrichtung ist der Vorrichtung zum Etikettieren
von ersten Verpackungen eine Faltstation nachgeschaltet, welche die flachen Zuschnitte
nach deren Etikettierung zu Gebindeverpackungen aufrichtet bzw. auffaltet oder, die
Faltstation ist der Vorrichtung zum Etikettieren von ersten Verpackungen vorangestellt,
so dass die ersten Verpackungen vor der Etikettierung zu Gebindeverpackungen aufgerichtet
bzw. aufgefaltet werden.
[0030] Demnach sind die ersten Verpackungen vorteilhaft als flache Verpackungszuschnitte
oder als aufgerichtete Verpackungen auf die Etiketten aufbringbar. Beim Aufbringen
der bereits aufgerichteten ersten Verpackungen auf die Etiketten wäre es bevorzugt
auch denkbar, dass die aufgerichteten ersten Verpackungen durch das Aufrichtwerkzeug
auch auf die Etiketten aufgebracht werden.
[0031] Bevorzugt handelt es sich bei dem Entnahmewerkzeug um einen Roboter, ein Greifwerkzeug
oder dergleichen. Der Roboter und/oder das Greifwerkzeug weist dabei bevorzugt einen
oder mehrere Greifarme auf, an deren Ende bevorzugt ein Vakuumgreifer angeordnet ist,
mittels dem die ersten Verpackungen aus der Magazinvorrichtung und/oder aus der Faltstation
entnehmbar sind.
[0032] Vorteilhaft weist die Vorrichtung weiterhin eine Andrückeinrichtung auf, welche die
ersten Verpackungen senkrecht zu der Klebefläche des Etiketts auf die Etiketten aufdrückt.
Bei der Andrückeinrichtung kann es sich bevorzugt um einen weiteren Roboter oder um
ein weiteres Greifwerkzeug mit einem oder mehreren Greifarmen handeln, an deren Ende
bevorzugt ein Vakuumgreifer angeordnet ist. Bevorzugt ist die Andrückeinrichtung in
dem Entnahmewerkzeug angeordnet. Vorteilhaft ist das Entnahmewerkzeug demnach derart
gestaltet, dass es dazu geeignet ist, die ersten Verpackungen aus der Magazinvorrichtung
und/oder der Faltstation zu entnehmen und auf die Etiketten aufzudrücken.
[0033] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:
Darin zeigen:
[0034]
- Fig. 1
- ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 2
- eine Darstellung einer gesamten Vorrichtung zum Etikettieren von ersten Verpackungen
und zum Verpacken von Behältnissen;
- Fig. 3
- eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Etikettieren von ersten Verpackungen;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der in Fig. 3 dargestellten erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 5
- eine dreidimensionale Darstellung der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Vorrichtung;
und
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf den Etikettierbereich der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0035] Figur 1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem ersten
Schritt S1 werden die Etiketten einem Etikettierbereich zugeführt bzw. zu einem Etikettierbereich
transportiert, wobei die Etiketten vorteilhaft mit einer Klebeseite nach oben transportiert
werden. In einem zweiten Schritt S2 werden die ersten Verpackungen aus einer Magazinvorrichtung
entnommen. Es wäre dabei auch denkbar, dass die Schritte S1 und S2 gleichzeitig ausgeführt
werden, oder sich zumindest zeitweise überschneiden. Nachfolgend werden die ersten
Verpackungen in einer ersten Variante A in einem dritten Schritt S3 auf die Etiketten
aufgebracht, in dem sie bevorzugt von oben auf die Etiketten gedrückt werden und in
einem weiteren Schritt S4 werden die ersten Verpackungen zu Gebindeverpackungen aufgefaltet
und/oder aufgerichtet. Dies kann insbesondere mit bereits aus dem Stand der Technik
bekannten Methoden durchgeführt werden.
[0036] Wie aus dem Ablaufdiagramm hervorgeht, ist es aber auch möglich, dass die Verfahrensschritte
S3 und S4 vertauscht werden und demnach die ersten Verpackungen zuerst aufgefaltet
und/oder aufgerichtet werden und dann im aufgefalteten Zustand auf die Etiketten aufgebracht
werden.
[0037] In einem Verfahrensschritt S5 werden die ersten Verpackungen in zweite Verpackungen
eingesetzt, wobei, wie oben bereits beschrieben, es sich bei den ersten Verpackungen
um sogenannte Baskets handelt, welche mehrere Behältnisse aufnehmen und bei den zweiten
Verpackungen um Verpackungen, welche eine verbesserte Lagerung und einen verbesserten
Transport der Behältnisse ermöglichen. Schließlich werden in einem nachfolgenden Schritt
S6 bereits befüllte und verschlossene Behältnisse in die ersten und zweiten Verpackungen
eingebracht, wobei es sich bei den Behältnissen insbesondere um Glasbehältnisse, Kunststoffbehältnisse
oder Dosen handelt und im Schritt S7 erfolgt ein Auslauf bzw. ein Abtransport der
ersten und zweiten Verpackungen mit den darin angeordneten Behältnissen.
[0038] Optional können in einem vorteilhaften Verfahren auch noch weitere Verfahrensschritte
S1.1 und S1.2 durchgeführt werden. In diesem Fall erfolgt nach der Zufuhr der Etiketten
(S1) eine Lageermittlung der Etiketten um sicherzustellen, dass diese in einer gewünschten
Position auf die Verpackungen angebracht werden. Diese Lageermittlung kann dabei bevorzugt
mittels eines Positionssensor oder einer Kamera erfolgen und mit einer Bildverarbeitungseinheit
ausgewertet werden. Befindet sich das Etikett in einer korrekten Position, so kann
das Verfahren mit dem Schritt S3 fortfahren. Ist dies nicht der Fall werden die Etiketten
im Schritt S1.2 ausgerichtet. Anschließend wird die Lage der Etiketten erneut überprüft
(S1.1). Vorteilhaft erfolgt das Ausrichten der Etiketten mittels einer Ausrichteinrichtung.
Denkbar wäre aber auch, dass auf einem Bediendisplay angezeigt wird, welches Etikett
eine fehlerhafte Lage aufweist und dieses Etikett von einem Bediener ausgerichtet
wird. Dabei ist es bei der Variante B des Ablaufdiagramms auch denkbar, dass diese
Lageermittlung erst nach dem Aufrichten der ersten Verpackungen durchgeführt wird.
[0039] Der oben beschriebene Verfahrensablauf stellt dabei lediglich ein Beispiel dar, so
dass nicht zwingend alle gezeigten Schritte ausgeführt werden müssen. Auch ist es
nicht erforderlich das Verfahren in der beschriebenen Reihenfolge auszuführen.
[0040] Figur 2 zeigt eine Darstellung einer gesamten Vorrichtung 1 zum Etikettieren von
ersten Verpackungen 14 und zum Verpacken von Behältnissen. Der Pfeil Z1 stellt dabei
die Transportrichtung und den Zulauf der Behältnisse dar. Vorteilhaft werden die Behältnisse
auf einer und bevorzugt auf mehreren Transporteinrichtungen 20 innerhalb eines und
bevorzugt innerhalb mehrerer nebeneinander angeordneter Artikelströme der Vorrichtung
1 zugeführt. Vorteilhaft handelt es sich bei den Transporteinrichtungen 20 um Transportbänder,
Bandförderer, Rollenförderer oder dergleichen. Bevorzugt sind die Behältnisse dicht
an dicht auf den Transporteinrichtungen angeordnet, bevorzugt voneinander beabstandet
und besonders bevorzugt bereits zu einer vorbestimmten Anzahl von Behältnissen gruppiert.
Bevorzugt werden die Behältnisse stehend zu der Vorrichtung 1 transportiert bzw. stehend
der Vorrichtung 1 zugeführt.
[0041] Der Zulauf der zweiten Verpackungen wird durch den Pfeil Z2 dargestellt und die Transportrichtung
der ersten Verpackungen durch den Pfeil T. Bei diesen weiteren Fördermitteln zur Zufuhr
der zweiten Verpackungen und der ersten Verpackungen handelt es sich ebenfalls bevorzugt
um Transportbänder, Bandförderer, Rollenförderer oder dergleichen. Dabei ist aus Figur
2 erkennbar, dass die Transportrichtung des Zulaufs der Behältnisse Z1 vorteilhaft
senkrecht bzw. orthogonal zur Transportrichtung der ersten Verpackungen T verläuft.
Weiterhin ist erkennbar, dass der Zulauf der Behältnisse Z1 vorteilhaft parallel zum
Zulauf der zweiten Verpackungen Z2 erfolgt.
[0042] Die beiden mit dem Bezugszeichen 10 versehenen Positionen stellen Möglichkeiten dar,
wo der Etikettierbereich angeordnet werden kann. Die ersten Verpackungen 14 werden
vorteilhaft mittels eines (nicht gezeigten) Entnahmewerkzeugs aus einer Magazinvorrichtung
32 entnommen. Anschließend werden die ersten Verpackungen 14 in einer ersten bevorzugten
Variante innerhalb des Etikettierbereichs 10 auf die Etiketten aufgebracht, insbesondere
auf die Etiketten aufgedrückt und nachfolgend in einer Faltstation 40 zu Gebindeverpackungen
aufgerichtet bzw. aufgefaltet. Denkbar wäre in einer zweiten vorteilhaften Variante
aber auch, dass die ersten Verpackungen 14 nach der Entnahme aus der Magazinvorrichtung
32 in die Faltstation 40 übergeben werden und erst nach dem Aufrichten in dem nachfolgenden
Etikettierbereich 10 auf die Etiketten aufgebracht werden.
[0043] Nachdem die ersten Verpackungen 14 aufgerichtet und etikettiert wurden, werden sie
in einem der Faltstation 40 und dem Etikettierbereich 10 nachgeschaltetem Einsetzbereich
45 in (nicht dargestellte) zweite Verpackungen eingesetzt. Das Bezugszeichen 50 kennzeichnet
weiterhin die Behälterverpackungsstation, in welcher die Behältnisse in die ersten
und zweiten Verpackungen eingebracht werden.
[0044] Die Entnahme der Behältnisse aus dem Artikelstrom und das Einsetzten der Behältnisse
in die ersten und zweiten Verpackungen erfolgt vorteilhaft mittels eines oder mehrerer
Manipulatoren. Bevorzugt handelt es sich bei diesem Manipulator um einen mehrachsigen
Roboter, welcher bevorzugt mehrere Greifer aufweist und welcher bevorzugt horizontal
und vertikal beweglich ist.
[0045] Der weitere Pfeil A2 zeigt den Auslauf der ersten und der zweiten Verpackungen mit
den darin angeordneten Behältnissen. Bei diesem Auslauf handelt es sich bevorzugt
wieder um ein Transportband, einen Bandförderer, einen Rollenförderer oder dergleichen.
Der Zulauf der Behältnisse Z1 und der Auslauf der ersten und zweiten Verpackungen
A2 erfolgt vorteilhaft in der gleichen Transportrichtung.
[0046] In Figur 3 wird eine Draufsicht einer ersten erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 zum
Etikettieren von ersten Verpackungen gezeigt. Das Bezugszeichen 40 kennzeichnet hier
wiederum die Faltstation und das Bezugszeichen 10 den Etikettierbereich, so dass in
Figur 3 die Ausführungsform gezeigt wird, in welcher die ersten Verpackungen zuerst
aufgerichtet bzw. aufgefaltet werden und anschließend auf die Etiketten aufgebracht
werden. Wie oben bereits beschrieben, wäre es allerdings auch denkbar, dass die ersten
Verpackungen zuerst innerhalb des Etikettierbereichs 10 etikettiert werden und anschließend
die bereits etikettierten ersten Verpackungen zu Gebindeverpackungen aufgerichtet
werden.
[0047] Der Etikettierbereich 10 weist hier zwei Vorratseinrichtungen 2 auf innerhalb denen
jeweils wenigstens eine Etikettenrolle angeordnet ist. Das Bezugszeichen 5 kennzeichnet
eine Etikettentransporteinrichtung, welche bevorzugt als Vakuumförderer ausgebildet
ist und die Etiketten von der Vorratseinrichtung 2 zu einem Übergabereich 25 transportiert,
an welchen die ersten Verpackungen auf die Etiketten aufgebraucht werden. Bevorzugt
sind wenigstens zwei Etikettentransporteinrichtungen 5 in der Vorrichtung 1 vorhanden.
Vorteilhaft werden die ersten Verpackungen mit einem (nicht gezeigten) Aufrichtwerkzeug,
welches die ersten Verpackungen aufrichtet auch auf die Etiketten aufgebracht.
[0048] Weiterhin werden, wie bereits in Figur 2 gezeigt, die ersten Verpackungen in dem
Einsetzbereich 45 in die zweiten Verpackungen eingesetzt und in der Behälterverpackungsstation
50 werden Behältnisse in die ersten und zweiten Verpackungen eingebracht.
[0049] Die Pfeile Z1 und Z2 zeigen hier wieder die Zufuhr der Behältnisse und der zweiten
Verpackungen an, wie ebenfalls bereits in Figur 2 näher erläutert wurde und der Pfeil
A2 den Auslauf der ersten und zweiten Verpackungen mit den darin angeordneten Behältnissen
und entsprechend der Pfeil T die Transportrichtung der ersten Verpackungen. Dabei
wäre es auch denkbar, dass die Zufuhr der zweiten Verpackungen an der mit dem Pfeil
Z3 gekennzeichneten Stelle erfolgt. Die Transportrichtung der zweiten Verpackungen
Z2, Z3 ist demnach vorteilhaft entweder gleich mit der Transportrichtung der Zufuhr
der Behältnisse Z1 oder entgegengesetzt zu der Transportrichtung der Zufuhr der Behältnisse
Z1.
[0050] Auch wäre es, wie aus Figur 3 erkennbar, möglich, den Auslauf der ersten und zweiten
Verpackungen an der mit dem Pfeil A1 gekennzeichneten Stelle anzuordnen. In diesem
Fall wäre es weiterhin denkbar, dass sich der Einsetzbereich 45 und die Behälterverpackungsstation
50 überschneiden und demnach das Einsetzten der ersten Verpackungen in die zweiten
Verpackungen und das Einsetzen der Behältnisse in die ersten und zweiten Verpackungen
an einem gemeinsamen Bereich erfolgt.
[0051] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht der in Figur 3 dargestellten erfindungsgemäßen ersten
Vorrichtung. An der mit Schritt 1 gekennzeichneten Stelle ist, wie oben bereits beschrieben,
eine Faltstation angeordnet, welche die ersten Verpackungen aufrichtet und/oder auffaltet.
Das Bezugszeichen 42 kennzeichnet hier einen Entnahmebereich, an dem die ersten Verpackungen
mit einem (nicht gezeigten) Entnahmewerkzeug, beispielsweise einem Roboter, einem
Greifwerkzeug oder dergleichen aus der Faltstation 40 entnommen werden und im Schritt
2 insbesondere auf die Etiketten aufgedrückt werden. Bevorzugt sind demnach in dieser
Ausführungsform der Vorrichtung 1 wenigstens zwei Entnahmewerkzeuge angeordnet, wobei
die ersten Verpackungen mit einem Entnahmewerkzeug aus der hier nicht gezeigten Magazinvorrichtung
entnommen und an die Faltstation übergeben werden und mit einem anderen Entnahmewerkzeug,
werden die aufgerichteten ersten Verpackungen aus der Faltstation entnommen und auf
die Etiketten aufgebracht. Denkbar wäre aber auch, dass die ersten Verpackungen mit
dem Aufrichtwerkzeug auf die Etiketten aufgebracht werden.
[0052] Im Schritt 3 ist schematisch das Einsetzen der ersten Verpackungen in zweite Verpackungen
15 in dem Einsetzbereich 45 dargestellt und im Schritt 4 schematisch das Einbringen
der Behältnisse 17 in die ersten und zweiten Verpackungen innerhalb der Behälterverpackungsstation
50.
[0053] Figur 5 zeigt weiterhin eine dreidimensionale Darstellung der in den Figuren 3 und
4 dargestellten Vorrichtung 1. Dabei ist hier wieder der Etikettierbereich 10 dargestellt,
welcher wenigstens eine Vorratsreinrichtung 2 und wenigstens eine Etikettentransporteinrichtung
5 aufweist, welche bevorzugt als Vakuumförderer ausgebildet ist. Das Bezugszeichen
6 kennzeichnet einen Manipulator, wobei hier allerdings aus Gründen der Übersichtlichkeit
das Entnahmewerkzeug an dem Manipulator nicht dargestellt ist.
[0054] Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf den Etikettierbereich
10 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Dem Etikettierbereich 10 ist dabei wenigstens
eine Vorratseinrichtung 2 zugeordnet, in welcher wenigstens eine Vorratsrolle 3 angeordnet
ist, von der ein Etikettenband 11 abgerollt wird. In der hier dargestellten Ausführungsform
sind zwei Vorratseinrichtungen 2 gezeigt, welche nebeneinander bzw. hintereinander
angeordnet sind. Weiterhin ist aus der in Figur 6 gezeigten Darstellung erkennbar,
dass hier zwei parallel angeordnete Etikettentransporteinrichtungen 5 vorhanden sind.
[0055] Jeder Etikettentransporteinrichtung 5 ist weiter ein (nicht gezeigter) separater
Antrieb zugeordnet. Denkbar wäre aber auch, dass ein Antrieb für mehrere Etikettentransporteinrichtungen
vorhanden ist. Bei dem Antrieb handelt es sich insbesondere um einen elektrischen,
pneumatischen oder hydraulischen Antrieb. Weiterhin ist jeder Etikettentransporteinrichtung
ein Positionssensor 30 oder eine Kamera 30 zugeordnet, mittels dem/der die Lage der
Etiketten ermittelt wird. Das Bezugszeichen 31 kennzeichnet schematisch eine Bildverarbeitungseinheit,
welche die von dem Positionssensor 30 oder der Kamera 30 erhaltenen Informationen
auswertet.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Vorratseinrichtung
- 3
- Vorratsrolle
- 5
- Etikettentransporteinrichtung
- 6
- Manipulator
- 10
- Etikettierbereich
- 11
- Etikettenband
- 12
- Etiketten
- 14
- erste Verpackung
- 15
- zweite Verpackung
- 17
- Behältnis
- 20
- Transporteinrichtungen
- 25
- Übergabebereich
- 30
- Positionssensor, Kamera
- 31
- Bildverarbeitungseinheit
- 32
- Magazinvorrichtung
- 40
- Faltstation
- 42
- Entnahmebereich
- 45
- Einsetzbereich
- 50
- Behälterverpackungsstation
- Z1
- Zulauf der Behältnisse
- Z2
- Zulauf der zweiten Verpackungen
- Z3
- Zulauf der zweiten Verpackungen
- T
- Transportrichtung der ersten Verpackungen
- A1
- Auslauf der ersten und zweiten Verpackungen
- A2
- Auslauf der ersten und zweiten Verpackungen
1. Verfahren zum Etikettieren von ersten Verpackungen (14), umfassend zumindest die folgenden
Schritte:
- Transportieren von Etiketten (12) zu einem Etikettierbereich (10), wobei eine Klebeseite
der Etiketten (12) während des Transports nach oben gerichtet ist;
- dann Entnahme der zu etikettierenden ersten Verpackungen (14) aus einer Magazinvorrichtung
(32), wobei die Verpackungen (14) als wenigstens abschnittsweise flache Verpackungszuschnitte
in der Magazinvorrichtung (32) vorliegen und vereinzelt aus der Magazinvorrichtung
(32) entnommen werden;
- dann Aufbringen der ersten Verpackungen (14) auf die Etiketten (12) und Ankleben
der Etiketten auf die Verpackungen, wobei die Verpackungen bevorzugt von oben an die
Etiketten gedrückt werden;
- dann Einsetzen der ersten etikettierten Verpackungen (14) in zweite Verpackungen
(15); und
- Einbringen von mehreren Objekten und insbesondere Behältnissen (17) in die ersten
und zweiten Verpackungen (14, 15).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Verpackungen (14) als flache Verpackungszuschnitte auf die Etiketten (12)
aufgebracht werden oder die ersten Verpackungen (14) nach Entnahme aus der Magazinvorrichtung
(32) in einer Faltstation (40) aufgerichtet werden und die aufgerichteten ersten Verpackungen
(14) auf die Etiketten (12) aufgebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein individuelles Etikett und/oder ein individueller Barcode auf die ersten Verpackungen
(14) aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Etiketten (12) vereinzelt und/oder kontinuierlich zu dem Etikettierbereich (10)
transportiert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lage der Etiketten (12) insbesondere mittels eines Positionssensors (30) oder
einer Kamera (30) erfasst wird und mit einer Bildverarbeitungseinheit (31) ausgewertet
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Etikett (12) ein Selbstklebeetikett ist.
7. Vorrichtung (1) zum Etikettieren von ersten Verpackungen (14) umfassend wenigstens
eine Vorratseinrichtung (2), an der wenigstens ein Etikettenband (11) mit einer Vielzahl
von Etiketten (12) angebracht ist, wenigstens eine Etikettentransporteinrichtung (5),
welche die vereinzelten Etiketten (12) zu einem Übergabebereich (25) transportiert
und ein Entnahmewerkzeug, mittels welchem die ersten Verpackungen (14) vereinzelt
aus einer Magazinvorrichtung (20), in welcher eine Vielzahl von ersten Verpackungen
(14) bevorratet ist, entnehmbar sind,
wobei die Etiketten (12) mit einer Klebeseite nach oben transportierbar sind und das
Entnahmewerkzeug die ersten Verpackungen (14) auf die Etiketten aufbringt, um so die
Etiketten (12) an den Verpackungen (14) anzuordnen, bevor die ersten Verpackungen
(14) in zweite Verpackungen (15) eingesetzt werden und Objekte, insbesondere Behältnisse
(17), in die ersten und zweiten Verpackungen (14, 15) eingebracht werden.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei der Etikettentransporteinrichtung (5) um einen Vakuumförderer, ein Transportband
oder dergleichen handelt.
9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei dem Etikett (12) um ein Selbstklebeetikett handelt.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Verpackungen (14) als wenigstens abschnittsweise flache Verpackungszuschnitte
in der Magazinvorrichtung (32) bevorratet sind.
11. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vorrichtung (1) zum Etikettieren von ersten Verpackungen (14) eine Faltstation
(40) nachgeschaltet ist, welche die flachen Zuschnitte nach deren Etikettierung zu
Gebindeverpackungen aufrichtet bzw. auffaltet, oder die Faltstation (40) der Vorrichtung
(1) zum Etikettieren von ersten Verpackungen (14) vorangestellt ist, so dass die ersten
Verpackungen (14) vor der Etikettierung zu Gebindeverpackungen aufgerichtet bzw. aufgefaltet
werden.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Verpackungen (14) als flache Verpackungszuschnitte oder als aufgerichtete
Verpackungen auf die Etiketten (12) aufbringbar sind.
13. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei dem Entnahmewerkzeug um einen Roboter, ein Greifwerkzeug oder dergleichen
handelt.
14. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung (1) eine Andrückeinrichtung aufweist, welche die ersten Verpackungen
(14) senkrecht zu der Klebefläche des Etiketts auf die Etiketten (12) aufdrückt.
1. Method for labelling first packagings (14), comprising at least the following steps:
- transporting labels (12) to a labelling zone (10), wherein an adhesive side of the
labels (12) is directed upward during the transport;
- then removing the primary packagings (14) to be labelled from a magazine device
(32), wherein the packagings (14) are provided in the magazine device (32) as packaging
blanks which are at least in sections flat, and are removed individually from the
magazine device (32);
- then placing the primary packagings (14) onto the labels (12) and adhering the labels
to the packagings, wherein the packagings are preferably pressed from above onto the
labels;
- then inserting the first labelled packagings (14) into secondary packagings (15);
and
- introducing several objects and in particular containers (17) into the primary and
secondary packagings (14, 15).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the primary packagings (14) are placed as flat packaging blanks onto the labels (12),
or after the removal from the magazine device (32) the primary packagings are assembled
in a folding station (40) and the assembled primary packagings (14) are placed onto
the labels (12).
3. Method according to claim 1,
characterised in that
an individual label and/or an individual barcode is applied to the primary packagings
(14).
4. Method according to claim 1,
characterised in that
the labels (12) are transported individually and/or continuously to the labelling
zone (10).
5. Method according to claim 1,
characterised in that
the position of the labels (12) is detected in particular by means of a position sensor
(30) or a camera (30) and is evaluated by an image processing unit (31).
6. Method according to claim 1,
characterised in that
the label (12) is a self-adhesive label.
7. Apparatus (1) for labelling primary packagings (14), comprising at least one storage
device (2) on which at least one strip (11) of labels with several labels (12) is
applied, at least one label transport device (5) which transports the individual labels
(12) to a transfer zone (25), and a removal tool by means of which the primary packagings
(14) can be removed individually from a magazine device (20) in which a plurality
of primary packagings (14) is stored,
wherein the labels (12) can be transported with an adhesive side upwards, and the
removal tool places the primary packagings (14) onto the labels in order thus to arrange
the labels (12) on the packagings (14) before the primary packagings (14) are inserted
into secondary packagings (15), and objects, in particular containers (17), are placed
into the first and second packagings (14, 15).
8. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
the label transport device (5) is a vacuum conveyor, a transport belt or the like.
9. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
the label (12) is a self-adhesive label.
10. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
the primary packagings (14) are stored as at least sectionally flat packaging blanks
in the magazine device (32).
11. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
a folding station (40), which assembles or unfolds the flat blanks to form multipacks
after their labelling, is arranged downstream of the apparatus (1) for labelling primary
packagings (14), or the folding station (40) is arranged upstream of the device (1)
for labelling primary packagings (14), so that the primary packagings (14) are assembled
or unfolded to form multipacks before the labelling.
12. Apparatus (1) according to claim 10 or 11,
characterised in that
the primary packagings (14) can be placed as flat packaging blanks or as assembled
packagings onto the labels (12).
13. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
the removal tool is a robot, a gripping tool or the like.
14. Apparatus (1) according to claim 7,
characterised in that
the apparatus (1) has a pressing device which presses the primary packagings (14)
onto the labels (12) perpendicularly to the adhesive surface of the label.
1. Procédé d'étiquetage de premiers emballages (14), comprenant au moins les étapes suivantes:
- le transport d'étiquettes (12) vers une zone d'étiquetage (10), une face adhésive
des étiquettes (12) étant tournée vers le haut pendant le transport;
- puis le retrait des premiers emballages (14) à étiqueter d'un dispositif de magasin
(32), les emballages (14) étant présents dans le dispositif de magasin (32) sous forme
de découpes d'emballage au moins partiellement plates et étant retirés individuellement
du dispositif de magasin (32) ;
- puis l'application des premiers emballages (14) sur les étiquettes (12) et le collage
des étiquettes sur les emballages, les emballages étant de préférence pressés contre
les étiquettes par le dessus;
- puis l'insertion des premiers emballages étiquetés (14) dans des seconds emballages
(15) ; et
- l'introduction de plusieurs objets et notamment de contenants (17) dans les premiers
et deuxièmes emballages (14, 15).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les premiers emballages (14) sont appliqués sur les étiquettes (12) sous forme de
découpes d'emballage plates ou les premiers emballages (14) sont assemblés dans une
station de pliage (40) après avoir été retirés du dispositif de magasin (32) et les
premiers emballages (14) assemblés sont appliqués sur les étiquettes (12).
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
une étiquette individuelle et/ou un code-barres individuel est appliqué sur le premier
emballage (14).
4. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les étiquettes (12) sont transportées individuellement et/ou en continu jusqu'à la
zone d'étiquetage (10).
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la position des étiquettes (12) est détectée notamment au moyen d'un capteur de position
(30) ou d'une caméra (30) et est évaluée avec une unité de traitement d'image (31).
6. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'étiquette (12) est une étiquette auto-adhésive.
7. Dispositif (1) d'étiquetage de premiers emballages (14) comprenant au moins un dispositif
de stockage (2) auquel au moins une bande d'étiquettes (11) avec une pluralité d'étiquettes
(12) est fixée, au moins un dispositif de transport d'étiquettes (5) qui transporte
les étiquettes séparées (12) vers une zone de transfert (25) et un outil de retrait,
au moyen duquel les premiers emballages (14) peuvent être retirés individuellement
d'un dispositif de magasin (20) dans lequel une pluralité de premiers emballages (14)
sont stockés,
les étiquettes (12) étant transportées avec une face collante vers le haut et l'outil
de retrait appliquant les premiers emballages (14) sur les étiquettes de manière à
attribuer les étiquettes (12) aux emballages (14) avant que les premiers emballages
(14) ne soient insérés dans les seconds emballages (15) et que des objets, en particulier
des contenants (17), soient introduits dans les premiers et deuxièmes emballages (14,
15).
8. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif de transport d'étiquettes (5) est un transporteur à vide, une bande
de transport ou similaire.
9. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'étiquette (12) est une étiquette auto-adhésive.
10. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
les premiers emballages (14) sont stockés dans le dispositif de magasin (32) sous
forme de découpes d'emballage au moins partiellement plates.
11. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif (1) d'étiquetage des premiers emballages (14) est suivi d'un poste de
pliage (40) qui assemble ou déplie les découpes plates après leur étiquetage pour
former des ensembles d'emballage, ou le dispositif (1) d'étiquetage du premier emballage
(14) est suivi du poste de pliage (40) de sorte que le premier emballage (14) soit
assemblé ou déplié pour former plusieurs ensembles d'emballage avant l'étiquetage.
12. Dispositif (1) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
les premiers emballages (14) peuvent être appliqués sur les étiquettes (12) sous forme
de découpes d'emballage plates ou d'emballages assemblés.
13. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
l'outil de retrait est un robot, un outil de préhension ou similaire.
14. Dispositif (1) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le dispositif (1) comporte un dispositif de pressage qui presse les premiers emballages
(14) sur les étiquettes (12) perpendiculairement à la surface adhésive de l'étiquette.