[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahrbares Trennwandelement für eine verfahrbare Raumtrennwand.
[0002] Büros, Hotels, Messen und Ateliers sind immer stärker auf eine flexible und effiziente
Raumnutzung angewiesen. Gefragt sind intelligente Lösungen, die eine multifunktionale
und zugleich offene Raumgestaltung ermöglichen. Mit beweglichen bzw. verfahrbaren
Trennwänden stehen Raumtrennsysteme zur Verfügung, die schallgedämmte und transparente
Raumkonzepte harmonisch miteinander kombinieren können. In der aktuellen Entwicklung
von Trennwandsystemen steigen die Anforderungen an individuelle und flexible Raumgestaltungen.
Trennwandsysteme werden nicht mehr ausschließlich zum kompletten Trennen von Räumen
genutzt, sondern immer häufiger zur Raumgestaltung, zur teilweisen Raumtrennung und
für Sonderstellungen (z.B. als Windfang).
[0003] Die
DE 2 264 678 A1 offenbart eine versetzbare Trennwand mit schalldämmenden Trennwandelementen, die
in einer Flucht und stirnseitig aneinanderstoßend zusammenstellbar und mittels Dichtleisten
abdichtbar sind. Die Dichtleisten sind durch ein Gestänge mit einer von der einen
Elementstirnseite her manuell bedienbaren Betätigungsstange gegenüber Decke und Fußboden
ausfahrbar. Mit dem Gestänge ist ein horizontal aus der entgegengesetzten Stirnseite
herausbewegbaren Abdrücker verbunden. Der Abdrücker ist durch eine von der die Dichtleisten
vorschiebenden Bewegung abweichende Bewegung der Betätigungsstange betätigbar.
[0004] Die
DE 39 42 781 C1 offenbart ein Trennwandelement für eine verfahrbare Trennwand. Das Trennwandelement
weist jeweils eine am oberen und am unteren Rand angeordnete und von einer Betätigungseinrichtung
aus- und einfahrbare, an der Decke bzw. dem Boden zur Anlage bringbare Dichtleiste
auf. Zusätzlich weist das Trennwandelement einen aus einer der beiden Stirnseiten
des Trennwandelementes herausbewegbaren Abdrücker und einen Antrieb für die Betätigungseinrichtung
auf. Der Abdrücker ist mit der Betätigungseinrichtung derart gekoppelt, dass er durch
die das Einfahren der Dichtleisten bewirkende Bewegung der Betätigungseinrichtung
aus der Stirnseite herausgefahren und nach Erreichen einer maximal ausgezogenen Stellung
wieder in die Stirnseite hineinbewegt wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein verbessertes, verfahrbares Trennwandelement
zu schaffen, das flexibler als die im Stand der Technik bekannten Trennwandsysteme
einsetzbar ist.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch ein verfahrbares Trennwandelement gemäß dem unabhängigen
Anspruch. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung
angegeben.
[0007] Das verfahrbare Trennwandelement ist für eine verfahrbare Raumtrennwand, die insbesondere
eine Mehrzahl von stirnseitig miteinander kraftschlüssig verbindbaren, verfahrbaren
Trennwandelementen aufweist, geeignet. Das verfahrbare Trennwandelement weist eine
ein- und ausfahrbare Deckendichtleiste und eine ein- und ausfahrbare Bodendichtleiste
auf. Das Trennwandelement weist eine Abdrückvorrichtung mit einem ein- und ausfahrbaren
Stößelelement zum Abdrücken des Trennwandelements von einem kraftschlüssig verbundenen,
anderen Trennwandelement der Raumtrennwand auf. Die Abdrückvorrichtung ist unabhängig
von einer Betätigung der Deckendichtleiste und einer Betätigung der Bodendichtleiste
betätigbar.
[0008] Das hierin vorgeschlagene verfahrbare Trennwandelement ist besonders flexibel einsetzbar,
da eine Betätigung der Abdrückvorrichtung unabhängig von einem Ein- und Ausfahren
der Deckendichtleiste und der Bodendichtleiste ist. Insbesondere ermöglicht das Trennwandelement
eine Betätigung der Abdrückvorrichtung, ohne dass die Deckendichtleiste oder die Bodendichtleiste
betätigt wird. Damit kann beispielsweise ein Stößelelement der Abdrückvorrichtung
ausgefahren werden, ohne dass die Deckendichtleiste und die Bodendichtleiste eingefahren
werden. Dies hat den Vorteil, dass ein anderes, nicht zwischen Decke und Boden verspanntes
Trennwandelement von der Abdrückvorrichtung des Trennwandelements verschoben werden
kann (vgl. hierzu beispielsweise Figur 7 und deren Beschreibung).
[0009] Insbesondere kann die Deckendichtleiste und/oder die Bodendichtleiste des Trennwandelements
in einer Vertikalrichtung ein- und ausfahrbar sein.
[0010] Bevorzugt kann die Deckendichtleiste und/oder die Bodendichtleiste zum Verspannen
des Trennwandelements zwischen einer Raumdecke und einem Raumboden ausfahrbar sein.
Im eingefahrenen Zustand der Deckendichtleiste und/oder der Bodendichtleiste ist das
Trennwandelement nicht zwischen der Raumdecke und dem Raumboden verspannt und somit
verfahrbar.
[0011] Beispielsweise kann das Trennwandelement über Trag- und Laufrollen an einem Schienensystem,
das zum Beispiel an einer Raumdecke befestigt sein kann, hängen und geführt werden.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Abdrückvorrichtung elektrisch,
insbesondere elektromotorisch oder elektromagnetisch, betätigbar. Dies hat den Vorteil,
dass die Abdrückvorrichtung nicht händisch ein- und ausgefahren werden muss. Die Abdrückvorrichtung
kann zusätzlich von einem entfernten Standpunkt aus über eine zentrale Steuerung elektronisch
angesteuert werden.
[0013] In einem Ausführungsbeispiel ist die Abdrückvorrichtung automatisch betätigbar. Damit
kann die Abdrückvorrichtung beispielsweise über eine zentrale Steuerung automatisch
zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements betätigt werden. Zum Beispiel kann die Steuerung
die Abdrückvorrichtung automatisch zum Ausfahren des Stößelelements betätigen, wenn
eine Benutzereingabe eines Benutzers in einer Benutzerschnittstelle das Verfahren
der Trennwandelemente in einen Parkbereich der verfahrbaren Raumtrennwand vorgibt.
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das verfahrbare Trennwandelement elektrisch
verfahrbar und/oder automatisch betätigbar. Beispielsweise kann das Trennwandelement
einen Antriebsmotor, zum Beispiel einen Elektromotor, aufweisen. Insbesondere kann
der Antriebsmotor in einem Schienensystem des Trennwandsystems geführte Rollen des
Trennwandelements zum Verfahren des Trennwandelements antreiben. Zum Beispiel kann
eine zentrale Steuerung den Antriebsmotor automatisch zum Verfahren des Trennwandelements
ansteuern, wenn eine Benutzereingabe eines Benutzers in einer Benutzerschnittstelle
das Verfahren der Trennwandelemente in einen Parkbereich der verfahrbaren Raumtrennwand
vorgibt.
[0015] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Deckendichtleiste und/oder die Bodendichtleiste
elektrisch ein- und ausfahrbar und/oder automatisch betätigbar. Beispielsweise können
die Deckendichtleiste und/oder die Bodendichtleiste über einen elektrischen Aktor
des Trennwandelements betätigt werden. Zum Beispiel kann eine zentrale Steuerung den
Aktor oder die Aktoren automatisch zum Einfahren ansteuern, wenn eine Benutzereingabe
eines Benutzers in einer Benutzerschnittstelle das Verfahren der Trennwandelemente
in einen Parkbereich der verfahrbaren Raumtrennwand vorgibt.
[0016] Beispielsweise kann über die Benutzerschnittstelle eine gespeicherte Trennwandkonfiguration
mit einer gewünschten Anordnung von Trennwandelementen aufgerufen werden. Eine mit
der Benutzerschnittstelle verbundene Steuerung steuert dann die Trennwandelemente,
die Deckendichtleisten, die Bodendichtleisten und die Abdrückvorrichtungen so an,
dass die Trennwandelemente in die gewünschte Anordnung verfahren werden. Damit können
beispielsweise vollautomatische Trennwandsysteme (automatisch verfahrbare Trennwandelemente
und automatisch ein- und ausfahrbare Deckendichtleisten, Bodendichtleisten und Abdrückvorrichtungen)
und halbautomatische Trennwandsysteme (manuell verfahrbare Trennwandelemente und automatisch
ein- und ausfahrbare Deckendichtleisten, Bodendichtleisten und Abdrückvorrichtungen)
aufgebaut werden.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform weist das Trennwandelement einen Magneten, insbesondere
ein Magnetband, das an einer Stirnfläche eines Trennwandkörpers des Trennwandelements
zum kraftschlüssigen Verbinden des Trennwandelements mit dem anderen Trennwandelement
vorgesehen ist, auf. Die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Trennwandelementen
kann durch die Abdrückvorrichtung gelöst werden.
[0018] In einer Ausführungsvariante ist die Abdrückvorrichtung in einer oberen Hälfte, insbesondere
einem oberen Drittel, vorzugsweise einem oberen Viertel, eines Trennwandkörpers des
Trennwandelements angeordnet.
[0019] In einer weiteren Ausführungsvariante ist das Stößelelement in einer Horizontalrichtung
aus einer Stirnfläche eines Trennwandkörpers des Trennwandelements ein- und ausfahrbar.
Damit können die Trennwandelemente in einer Horizontalrichtung voneinander weggedrückt
werden.
[0020] In einem Ausführungsbeispiel wird die Abdrückvorrichtung über einen Stromabnehmer
des Trennwandelements mit elektrischer Energie insbesondere von einer Stromschiene
eines Schienensystems der Raumtrennwand versorgt.
[0021] Es ist auch möglich, dass die Antriebseinheit des Trennwandelements, der Aktor der
Deckendichtleiste und/oder der Aktor der Bodendichtleiste über den Stromabnehmer des
Trennwandelements mit elektrischer Energie versorgt wird. Damit können mehrere elektrische
Komponenten des Trennwandelements über den gleichen Stromabnehmer mit elektrischer
Energie versorgt werden.
[0022] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird die Abdrückvorrichtung von einer Steuereinheit
gesteuert, die mit einem Datenbus eines Schienensystems der Raumtrennwand verbunden
oder verbindbar ist, wobei die Steuereinheit vorzugsweise auch die Deckendichtleiste
und/oder die Bodendichtleiste steuert.
[0023] Der Begriff "Steuereinheit" bezieht sich auf eine Elektronik, die je nach Ausbildung
Steuerungsaufgaben und/oder Regelungsaufgaben übernehmen kann.
[0024] Insbesondere kann die Steuereinheit in dem Trennwandelement angeordnet sein.
[0025] Vorzugsweise kann der Stromabnehmer auch mit dem Datenbus verbunden sein. Insbesondere
kann die Steuereinheit der Abdrückvorrichtung über den Stromabnehmer und den Datenbus
mit einer Zentralsteuerung der Raumtrennwand kommunizieren.
[0026] In einem Ausführungsbeispiel weist die Abdrückvorrichtung einen eigenen Aktor, insbesondere
einen Elektromotor, zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements auf. Alternativ oder
zusätzlich ist eine Betätigung der Abdrückvorrichtung zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements
mechanisch entkoppelt von einer Betätigung der Deckendichtleiste zum Ein- und Ausfahren
der Deckendichtleiste und einer Betätigung der Bodendichtleiste zum Ein- und Ausfahren
der Bodendichtleiste.
[0027] In einer Weiterbildung weist der Aktor ein ein- und ausfahrbares Betätigungselement
(zum Beispiel eine Gewindewelle) auf, das in Wirkverbindung mit dem Stößelelement
zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements steht. Zusätzlich kann die Aktorvorrichtung
einen Umlenkmechanismus auf, der dazu ausgebildet ist, eine, insbesondere vertikale,
Ein- und Ausfahrbewegung des Betätigungselements zu einer, insbesondere horizontalen,
Ein- und Ausfahrbewegung des Stößelelements umzulenken. Dies ermöglicht eine platzsparende
vertikale Anordnung der Abdrückvorrichtung im Trennwandkörper des Trennwandelements.
Zusätzlich kann ein Zugang zu der Abdrückvorrichtung beispielsweise bei einem notwendigen
Austausch des Aktors der Abdrückvorrichtung verbessert werden.
[0028] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Umlenkmechanismus eine Lagerung
des Stößelelements an einer schiefen Ebene, die mit dem Betätigungselement verfahrbar
ist, auf. Beispielsweise kann die schiefe Ebene eine Fläche eines Schiebestücks sein.
Insbesondere kann das Schiebestück in einem Gehäuse der Abdrückvorrichtung hin- und
herbewegbar sein, von einem Aktor der Abdrückvorrichtung angetrieben werden und/oder
das Stößelelement ein- und ausfahren.
[0029] In einer Ausführungsvariante ist die Abdrückvorrichtung in einem Trennwandkörper
des Trennwandelements angeordnet und eine Längsachse der Abdrückvorrichtung ist in
einer Vertikalrichtung ausgerichtet. Alternativ kann eine Längsachse der Abdrückvorrichtung
beispielsweise in einer Horizontalrichtung ausgerichtet ist. Damit kann bei der Anordnung
der Abdrückvorrichtung auf unterschiedliche Platzverhältnisse und Anforderungen hinsichtlich
eines erforderlichen Zugangs zu der Abdrückvorrichtung reagiert werden.
[0030] In einer weiteren Ausführungsvariante weist die Abdrückvorrichtung einen ersten Endlagenschalter,
insbesondere einen Endlagen-Mikroschalter oder einen Endlagen-Reedschalter, zum Begrenzen
des Ausfahrens des Stößelelements auf. Alternativ oder zusätzlich kann die Abdrückvorrichtung
einen (zweiten) Endlagenschalter, insbesondere einen Endlagen-Mikroschalter oder einen
Endlagen-Reedschalter, zum Begrenzen des Einfahrens des Stößelelements aufweisen.
[0031] Beispielsweise können die Endlagenschalter mit elektrischer Energie über den Stromabnehmer
des Trennwandelements versorgt werden.
[0032] Es ist möglich, dass die Endlagenschalter kontaktlos oder kontaktierend betätigbar
sind.
[0033] In einer Weiterbildung weist die Abdrückvorrichtung mindestens einen mit dem Stößelelement
verfahrbaren Magneten, insbesondere Permanentmagneten, zum Betätigen des ersten Endlagenschalters
und/oder des zweiten Endlagenschalters auf. Vorzugsweise kann der erste Endlagenschalter
und/oder der zweite Endlagenschalter als Reedschalter ausgebildet sein und an einem
Gehäuse oder Rahmen der Abdrückvorrichtung befestigt sein. Beispielsweise kann der
mindestens eine Magnet an einem Schiebestück, das die schiefe Ebene aufweist, befestigt
sein.
[0034] In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Abdrückvorrichtung ein mit dem Stößelelement
verfahrbares Schalterauslöseelement auf, das in einer Längsnut oder einem Langloch
in einem Gehäuse oder Rahmen der Abdrückvorrichtung geführt ist und das den ersten
Endlagenschalter in einer ersten Endlage des Stößelelements und/oder den zweiten Endlagenschalter
in einer zweiten Endlage des Stößelelements betätigt, insbesondere kontaktiert. Insbesondere
können die Endlagenschalter Mikro-Endlagenschalter sein. Beispielsweise kann das Schalterauslöseelement
am Stößelelement und/oder an einem ein- und ausfahrbaren Betätigungselement, das das
Stößelelement ein- und ausfährt, befestigt sein.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform weist die Abdrückvorrichtung eine manuelle Notbetätigungsvorrichtung
zum manuellen Ein- und Ausfahren des Stößelelements. Damit kann beispielsweise bei
Ausfall eines elektrischen Aktors der Abdrückvorrichtung eine manuelle Betätigung
der Abdrückvorrichtung durchgeführt werden.
[0036] In einer Weiterbildung weist die manuelle Notbetätigungsvorrichtung ein Getriebe,
insbesondere ein Kegelradgetriebe, mit einer Zugangsöffnung für ein Notbedienungswerkzeug,
insbesondere eine Notbedienungskurbel, zum manuellen Ein- und Ausfahren des Stößelelements.
Das Getriebe kann beispielsweise trieblich zwischen dem elektrischen Aktor der Abdrückvorrichtung
und dem Stößelelement zwischengeschaltet sein.
[0037] Es ist auch möglich, dass das Stößelelement über ein elastisches Element, zum Beispiel
eine Rückstellfeder, in dem eingefahrenen Zustand vorgespannt ist.
[0038] Es wird ferner darauf hingewiesen, dass das Trennwandelement beispielsweise als ein
Vollwandelement, ein Trennwandelement mit Durchgangstür, ein Teleskopelement oder
ein Trennwandelement mit Fenster ausgebildet sein kann.
[0039] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht von zwei verfahrbaren Trennwandelementen einer verfahrbaren Raumtrennwand;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht einer Abdrückvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- eine weitere perspektivische Ansicht der Abdrückvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht einer Abdrückvorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer Darstellung mit Gehäuse;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht einer Abdrückvorrichtung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
in einer Darstellung ohne Gehäuse;
- Figur 6
- ein erstes Verwendungsbeispiel für die Abdrückvorrichtung;
- Figur 7
- ein zweites Verwendungsbeispiel für die Abdrückvorrichtung; und
- Figur 8
- ein drittes Verwendungsbeispiel für die Abdrückvorrichtung.
[0040] Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein,
so dass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind
und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw.
Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
[0041] Die Figur 1 zeigt einen Bereich einer verfahrbaren Raumtrennwand 10. Der dargestellte
Bereich der verfahrbaren Raumtrennwand 10 weist zwei verfahrbare Trennwandelemente
12, 14 auf. Eine Konfiguration der Trennwandelemente der Raumtrennwand 10 ist nachfolgend
beispielhaft und schematisch für das verfahrbare Trennwandelement 14 angegeben.
[0042] Das Trennwandelement 14 weist Trag- und Laufrollen 16, einen Antriebsmotor 18, eine
Deckendichtleiste 20, einen Aktor 22 für die Deckendichtleiste 20, eine Bodendichtleiste
24, einen Aktor 26 für die Bodendichtleiste 24 und eine Abdrückvorrichtung 28 auf.
[0043] Die Trag- und Laufrollen 16 sind in einem an einer Decke 30 befestigten Schienensystem
32 geführt. Über die Trag- und Laufrollen 16 kann das Trennwandelement 14 geführt
im Raum verfahren werden. Beispielsweise kann das Trennwandelement 14 (zusammen mit
weiteren Trennwandelementen) ausgehend von einem Parkbereich in eine gewünschte Position
zum Trennen von zwei Raumbereichen verfahren werden.
[0044] Über den Antriebsmotor 18 kann ein Teil der Trag- und Laufrollen 16 des Trennwandelements
14 angetrieben werden. Der Antriebsmotor 18 kann beispielsweise ein Elektromotor sein,
der mit elektrischer Energie über eine im Schienensystem 32 geführte Stromschiene
38 und einen am Trennwandelement 14 befestigten Stromabnehmer 40 versorgt werden kann.
Der Antriebsmotor 18 ermöglicht ein automatisches Verfahren des Trennwandelements
14. Der Antriebsmotor 18 kann direkt am System der Trag- und Laufrollen 16 innerhalb
des Schienensystems 32 integriert sein.
[0045] Zum Verspannen des Trennwandelements 14 in der gewünschten Position können die Deckendichtleiste
20 und die Bodendichtleiste 24 ausgefahren werden. Die Deckendichtleiste 20 und die
Bodendichtleiste 24 können das Trennwandelement 14 zwischen der Decke 30 und dem Boden
34 verspannen. In der Darstellung von Figur 1 sind die Deckendichtleiste 20 und die
Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements 14 (und des Trennwandelements 12) ausgefahren.
Zum Verfahren des Trennwandelements 14 können die Deckendichtleiste 20 des Trennwandelements
14 und die Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements 14 eingefahren werden. Zum Ein-
und Ausfahren der Deckendichtleiste 20 und der Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements
14 sind die Aktoren 22 und 26 vorgesehen. Es ist beispielsweise auch möglich, dass
die Aktoren 22 und 26 miteinander gekoppelt sind oder dass ein gemeinsamer Aktor zum
Ein- und Ausfahren der Deckendichtleiste 20 und der Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements
14 vorgesehen ist.
[0046] In der dargestellten Ausführungsform ist das Trennwandelement 14 als ein vollautomatisches
Trennwandelement ausgeführt, da es über den Antriebsmotor 18 automatisch verfahren
und über die Deckendichtleiste 20 und die Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements
14 automatisch im Raum verspannt werden kann. Es ist allerdings beispielsweise auch
möglich, dass das Trennwandelement 14 als ein halbautomatisches Trennwandelement ausgeführt
ist. Bei einem halbautomatischen Trennwandelement sind Aktoren zum Ausfahren der Deckendichtleiste
und der Bodendichtleiste, jedoch kein Antriebsmotor für die Trag- und Laufrollen vorgesehen.
Ein halbautomatisches Trennwandelement muss somit manuell entlang des Schienensystems
32 im Raum geführt werden.
[0047] Zusätzlich kann eine nicht dargestellte Bodenführungsschiene zum Führen des Trennwandelements
14 im Boden 34 vorgesehen sein. Das Trennwandelement 14 kann hierfür einen Bodenführungsstift
(nicht dargestellt) an einer Unterkante des Trennwandelements 14 aufweisen.
[0048] In der dargestellten Ausführungsform ist das Trennwandelement 14 als ein Vollwandelement
ausgebildet. Es ist allerdings auch möglich, dass das Trennwandelement als ein Element
mit Durchgangstür, ein Element mit Fenster, ein Teleskopelement usw. ausgebildet ist.
[0049] Die Trennwandelemente 12 und 14 sind kraftschlüssig miteinander verbindbar. Insbesondere
weist das Trennwandelement 14 an einer dem Trennwandelement 12 zugewandten Stirnfläche
mindestens ein Magnetband 36 auf. Das Magnetband 36 erstreckt sich in einer Vertikalrichtung.
Das Trennwandelement 12 kann an einer dem Trennwandelement 14 zugewandten Stirnfläche
beispielsweise eine magnetische Leiste oder ebenfalls mindestens ein Magnetband aufweisen.
Über das Magnetband 36 können die Trennwandelemente 12 und 14 kraftschlüssig miteinander
verbunden werden. In Kombination mit weiteren kraftschlüssig verbundenen Trennwandelementen
kann so eine geschlossene Raumtrennwand zum Trennen von zwei Raumbereichen ermöglicht
werden.
[0050] Die Abdrückvorrichtung 28 ist vorgesehen, um die kraftschlüssig miteinander verbundenen
Trennwandelemente 12 und 14 voneinander zu trennen, wenn dies gewünscht ist. Dies
kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Raumtrennwand 10 gerade nicht benötigt
wird und in einen Parkbereich verfahren werden soll. Hierbei werden die Trennwandelemente
12 und 14 einzeln und nacheinander in den Parkbereich manuell oder automatisch verfahren.
Wie die Benennung bereits andeutet, drückt die Abdrückvorrichtung 28 die Trennwandelemente
12 und 14 voneinander ab.
[0051] Die Abdrückvorrichtung 28 ist in einem Trennwandkörper 42 des Trennwandelements 14
aufgenommen und weist ein horizontal ausfahrbares Stößelelement, mit dem die Trennwandelemente
12 und 14 voneinander abgestoßen werden können, auf. Bevorzugt kann die Abdrückvorrichtung
28 in einem oberen Bereich des Trennwandkörpers 42 des Trennwandelements 14 angeordnet
sein.
[0052] Die Abdrückvorrichtung 28 ist unabhängig und mechanisch entkoppelt von der Deckendichtleiste
20 und der Bodendichtleiste 24 betätigbar. Damit kann die Abdrückvorrichtung 28 beispielsweise
auch verwendet werden, wenn die Deckendichtleiste 20 und die Bodendichtleiste 24 des
Trennwandelements 14 noch ausgefahren sind.
[0053] Die Abdrückvorrichtung 28 ist elektrisch, insbesondere elektromotorisch über einen
Elektromotor oder elektromagnetisch über einen Elektromagneten, betätigt. Dies ermöglicht,
dass die Abdrückvorrichtung 28 automatisch ein- und ausgefahren werden kann. Die Abdrückvorrichtung
28 kann über den Stromabnehmer 40 und die Stromschiene 38 mit elektrischer Energie
versorgt werden.
[0054] Die Abdrückvorrichtung 28 wird über eine schematisch dargestellte Steuereinheit 41
innerhalb des Trennwandelements 14 gesteuert. Die Steuereinheit 41 kann insbesondere
mit Aktoren (z. B. Aktoren 44, 144 hierin) und Endlagenschaltern (z. B. Endlagenschalter
60, 62, 160, 162 hierin) der Abdrückvorrichtung 28 verbunden sein. Die Steuereinheit
41 kommuniziert mit einer Zentralsteuerung (nicht gezeigt) der Raumtrennwand über
einen in dem Schienensystem 32 geführten Datenbus 43. In einigen Ausführungsformen
kann die Steuereinheit 41 auch die Aktoren 22, 26 der Deckendichtleiste 20 und der
Bodendichtleiste 24 steuern. Die Steuereinheit 41 kann ferner mit einer Steuereinheit
(nicht gezeigt) des Antriebsmotors 18 verbunden sein und über die Stromschiene 38
mit elektrischer Energie versorgt werden. Auch die Steuereinheit des Antriebsmotors
18 kann über die Stromschiene 38 mit elektrischer Energie versorgt werden und über
den Datenbus 43 mit der Zentralsteuerung kommunizieren.
[0055] Nachfolgend sind unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 5 zwei Ausführungsbeispiele
für die Abdrückvorrichtung beschrieben.
[0056] Die Figuren 2 und 3 zeigen die Abdrückvorrichtung 28 in zwei unterschiedlichen perspektivischen
Darstellungen. Die Abdrückvorrichtung 28 ist so in dem Trennwandkörper 42 (siehe Figur
1) aufgenommen, dass sich eine Längsachse der Abdrückvorrichtung 28 in einer Horizontalrichtung
erstreckt.
[0057] Die Abdrückvorrichtung 28 weist einen Aktor 44, ein erstes Getriebe 46, ein zweites
Getriebe 48, eine Gewindewelle 50 und ein Stößelelement 52 auf.
[0058] Der Aktor 44 ist als ein Elektromotor zum Antreiben des Stößelelements 52 ausgebildet.
Der Aktor 44 kann beispielsweise über den Stromabnehmer 40 und die Stromschiene 38
(siehe Figur 1) mit elektrischer Energie versorgt werden. Über das erste und zweite
Getriebe 46, 48 kann der Aktor 44 die Gewindewelle 50 und damit das Stößelelement
52 ein- und ausfahren. Die Getriebe 46 und 48 verbinden den Aktor 44 antreibend mit
der Gewindewelle 50 und dem Stößelelement 52. Der Aktor 44 ist zusammen mit dem Getriebe
46 an einen Rahmen oder Gehäuse 58 der Abdrückvorrichtung 28 befestigt.
[0059] Das zweite Getriebe 48 dient in Kombination mit einer Notbedienungskurbel 54 als
eine Notbetätigungsvorrichtung. Über die Notbedienungskurbel 54 kann das Stößelelement
52 manuell ein- und ausgefahren werden, wenn beispielsweise der Aktor 44 nicht funktioniert.
Beispielsweise ist das zweite Getriebe 48 als ein Kegelradgetriebe ausgebildet. Über
eine Zugangsöffnung 56 kann ein Kegelrad des zweiten Getriebes 48 mit der Notbedienungskurbel
54 manuell angetrieben werden, um das Stößelelement 52 ein- und auszufahren.
[0060] Das Stößelelement 52 ist auf die Gewindewelle 50 aufgeschraubt, um sich gemeinsam
mit der Gewindewelle 50 zu bewegen. Es ist allerdings auch möglich, dass das Stößelelement
52 auf andere Art und Weise mit dem Aktor 44 trieblich verbunden ist.
[0061] Im ausgefahrenen Zustand (vgl. Figur 2) steht das Stößelelement 52 über eine Stirnfläche
des Trennwandkörpers 42 über, um die kraftschlüssig verbundenen Trennwandelemente
12, 14 voneinander zu trennen. In Figur 3 ist beispielhaft der eingefahrene Zustand
des Stößelelements 52 dargestellt.
[0062] Zum Begrenzen der Ein- und Ausfahrbewegung des Stößelelements 52 können Endlagenschalter
60, 62 vorgesehen sein. In der dargestellten Ausführungsform sind die Endlagenschalter
60, 62 als Mikroschalter ausgebildet. Die Endlagenschalter 60, 62 sind am Rahmen oder
Gehäuse 58 befestigt. Die Endlagenschalter 60, 62 sind so angeordnet, dass ein Schalterauslöseelement
64 diese betätigen kann. Das Schalterauslöseelement 64 ist gemeinsam mit dem Stößelelement
52 verfahrbar und beispielsweise am Stößelelement 52 befestigt. Das Schalterauslöseelement
64 ist stiftförmig. Das Schalterauslöseelement 64 ist in einer Längsnut oder einem
Langloch 65 im Rahmen oder Gehäuse 58 geführt. Die Endlagenschalter 60, 62 sind so
angeordnet, dass sie in den gewünschten Endlagen von dem Schalterauslöseelement 64
betätigt werden. Im Einzelnen wird der erste Endlagenschalter 60 von dem Schalterauslöseelement
64 im ausgefahrenen Zustand des Stößelelements 52 betätigt. Der zweite Endlagenschalter
62 wird von dem Schalterauslöseelement 64 im eingefahrenen Zustand des Stößelelements
52 betätigt. Die Betätigung eines der Endlagenschalter 60, 62 führt zu einem Stopp
des Antriebs durch den Aktor 44. Die Endlagenschalter 60, 62 können beispielsweise
mit elektrischer Energie über den Stromabnehmer 40 und die Stromschiene 38 (siehe
Figur 1) versorgt werden.
[0063] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine Abdrückvorrichtung 128 in perspektivischer Darstellung.
In Figur 5 ist ein Gehäuse 158 der Abdrückvorrichtung 128 zum Darstellen der in dem
Gehäuse 158 vorhandenen Elemente weggelassen. Die Abdrückvorrichtung 128 ist so in
dem Trennwandkörper 42 (siehe Figur 1) aufgenommen, dass sich eine Längsachse der
Abdrückvorrichtung 28 in einer Vertikalrichtung erstreckt.
[0064] Die Abdrückvorrichtung 128 weist einen Aktor 144, ein Getriebe 146, eine Kupplung
167, eine Gewindewelle 150, ein Schiebestück 166 und ein Stößelelement 152 auf.
[0065] Der Aktor 144 ist ähnlich wie der Aktor 44 zum Antreiben des Stößelelements 152 aufgebaut.
Der Aktor 144 kann beispielsweise als ein Elektromotor ausgebildet sein, der über
den Stromabnehmer 40 und die Stromschiene 38 (siehe Figur 1) mit elektrischer Energie
versorgt wird. Über das Getriebe 146 und die Kupplung 167 kann der Aktor 144 die Gewindewelle
150 ein- und ausfahren.
[0066] Das Schiebestück 166 ist an der Gewindewelle 150 befestigt, zum Beispiel aufgeschraubt.
Das Schiebestück 166 ist verschiebbar in dem Gehäuse 158 aufgenommen und kann somit
gemeinsam mit der Gewindewelle 150 mittels des Aktors 144 verfahren werden.
[0067] Das Schiebestück 166 weist eine schiefe Ebene 168 auf. Das Stößelelement 152 ist
an der schiefen Ebene 168 gelagert. Beim Ausfahren der Gewindewelle 150 schiebt sich
das Schiebestück 166 immer weiter unter das Stößelelement 152 und drückt dieses dabei
unter der Wirkung der schiefen Ebene 168 in einer Horizontalrichtung (nach oben in
den Figuren 4 und 5) zum Abdrücken von dem anderen Trennwandelement 12 (siehe Figur
1). Beim Einfahren der Gewindewelle 150 zieht sich das Schiebestück 166 bezüglich
des Stößelelements 152 zurück, sodass das Stößelelement 152 unter der Wirkung der
schiefen Ebene 168 und einer Rückstellfeder 170 wieder eingezogen wird. Die Rückstellfeder
170 spannt das Stößelelement 152 in der eingefahrenen Position vor. Das Schiebestück
166 mit der schiefen Ebene 168 dient somit als eine Umlenkvorrichtung zum Umlenken
der Vertikalbewegung der Gewindewelle 150 und des Schiebestücks 151 in eine Horizontalbewegung
des Stößelelements 152.
[0068] Zum Begrenzen der Ein- und Ausfahrbewegung des Stößelelements 152 können Endlagenschalter
160, 162 vorgesehen sein. In der dargestellten Ausführungsform sind die Endlagenschalter
160, 162 als Reedschalter ausgebildet. Die Endlagenschalter 160, 162 sind am Rahmen
oder Gehäuse 158 befestigt. Die Endlagenschalter 160, 162 werden von als Permanentmagneten
ausgebildeten Schalterauslöseelementen 164 betätigt. Die Schalterauslöseelemente 164
sind an dem Schiebestück 151 befestigt und werden somit gemeinsam mit dem Schiebestück
151 und der Gewindewelle 150 verfahren. Die Betätigung der Endlagenschalter 160, 162
erfolgt kontaktlos über die Schalterauslöseelemente 164 sobald ein Magnetfeld der
Schalterauslöseelemente 164 einen elektrischen Kontakt (Reedkontakt) in den Endlagenschaltern
160, 162 schließt. Die Endlagenschalter 160, 162 können beispielsweise mit elektrischer
Energie über den Stromabnehmer 40 und die Stromschiene 38 (siehe Figur 1) versorgt
werden.
[0069] Die Figuren 6 bis 8 zeigen unterschiedliche Verwendungsbeispiele für die Abdrückvorrichtung
28. Alternativ könnte beispielsweise auch die unter Bezugnahme auf die Figuren 4 und
5 beschriebene Abdrückvorrichtung 128 verwendet werden.
[0070] Gemäß der Figur 6 kann die Abdrückvorrichtung 28 zum Abdrücken des Trennwandelements
14 von dem Trennwandelement 12 verwendet werden, wenn die Deckendichtleiste und die
Bodendichtleiste des Trennwandelements 14 eingefahren ist. Beim Ausfahren des Stößelelements
der Abdrückvorrichtung 28 wird die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Trennwandelementen
12 und 14 aufgrund des Magnetbands 36 gelöst. Das Trennwandelement 14 wird weg von
dem Trennwandelement 12 bewegt (nach rechts in Figur 6). Das Trennwandelement 12 bewegt
sich aufgrund der Verspannung durch die Deckendichtleiste 20 und Bodendichtleiste
24 des Trennwandelements 12 nicht.
[0071] Gemäß der Figur 7 kann die Abdrückvorrichtung 28 zum Abdrücken des Trennwandelements
12 von dem Trennwandelement 14 verwendet werden, wenn die Deckendichtleiste 20 und
die Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements 14 ausgefahren sind. Eine derartige
Verwendung wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass die Abdrückvorrichtung 28 unabhängig
von der Deckendichtleiste 20 und der Bodendichtleiste 24 betätigt ist. Das Trennwandelement
12 wird von dem Stößelelement der Abdrückvorrichtung 28 weg von dem Trennwandelement
14 bewegt (nach links in Figur 7), da die Decken- und Bodendichtleiste des Trennwandelements
12 eingefahren sind und das Trennwandelement 12 somit nicht zwischen dem Boden 34
und der Decke 30 verspannt ist. Das Trennwandelement 14 bewegt sich aufgrund der Verspannung
durch die Deckendichtleiste 20 und die Bodendichtleiste 24 des Trennwandelements 14
nicht.
[0072] Gemäß der Figur 8 kann die Abdrückvorrichtung 28 zum Gegeneinander-Abdrücken der
Trennwandelemente 12 und 14 verwendet werden, wenn bei beiden Trennwandelementen 12,
14 die Deckendichtleiste und die Bodendichtleiste eingefahren sind. Das Trennwandelement
12 wird von dem Stößelelement der Abdrückvorrichtung 28 weg von dem Trennwandelement
14 bewegt (nach links in Figur 8). Hierbei kann sich auch das Trennwandelement 14
aufgrund der fehlenden Verspannung weg von dem Trennwandelement 12 bewegen (nach rechts
in Figur 8).
[0073] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und
die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Insbesondere sind die Merkmale der Unteransprüche auch unabhängig von sämtlichen Merkmalen
des unabhängigen Anspruchs 1 und beispielsweise unabhängig von den Merkmalen bezüglich
des Vorhandenseins und der Konfiguration der Deckendichtleiste, der Bodendichtleiste
und der Abdrückvorrichtung des unabhängigen Anspruchs 1 offenbart.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 10
- Raumtrennwand
- 12
- Trennwandelement
- 14
- Trennwandelement
- 16
- Trag- und Laufrollen
- 18
- Antriebsmotor
- 20
- Deckendichtleiste
- 22
- Aktor
- 24
- Bodendichtleiste
- 26
- Aktor
- 28, 128
- Abdrückvorrichtung
- 30
- Decke
- 32
- Schienensystem
- 34
- Boden
- 36
- Magnetband
- 38
- Stromschiene
- 40
- Stromabnehmer
- 42
- Trennwandkörper
- 44, 144
- Aktor
- 46, 146
- Getriebe
- 48
- Getriebe
- 50, 150
- Gewindewelle
- 52, 152
- Stößelelement
- 54
- Notbedienungskurbel
- 56
- Zugangsöffnung
- 58, 158
- Gehäuse oder Rahmen
- 60, 160
- Erster Endlagenschalter
- 62, 162
- Zweiter Endlagenschalter
- 64, 164
- Schalterauslöseelement
- 65
- Langloch oder Längsnut
- 166
- Schiebestück
- 167
- Kupplung
- 168
- Schiefe Ebene
- 170
- Rückstellfeder
1. Verfahrbares Trennwandelement (14) für eine verfahrbare Raumtrennwand (10), aufweisend:
eine ein- und ausfahrbare Deckendichtleiste (20);
eine ein- und ausfahrbare Bodendichtleiste (24); und
eine Abdrückvorrichtung (28; 128) mit einem ein- und ausfahrbaren Stößelelement (52;
152) zum Abdrücken des Trennwandelements (14) von einem kraftschlüssig verbundenen,
anderen Trennwandelement (12) der Raumtrennwand (10), wobei die Abdrückvorrichtung
(28; 128) unabhängig von einer Betätigung der Deckendichtleiste (20) und einer Betätigung
der Bodendichtleiste (24) betätigbar ist.
2. Trennwandelement (14) nach Anspruch 1, wobei:
die Abdrückvorrichtung (28; 128) elektrisch, insbesondere elektromotorisch oder elektromagnetisch,
betätigbar ist; und/oder
die Abdrückvorrichtung (28; 128) automatisch betätigbar ist.
3. Trennwandelement (14) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei:
das verfahrbare Trennwandelement (14) elektrisch verfahrbar und/oder automatisch betätigbar
ist; und/oder
die Deckendichtleiste (20) und/oder die Bodendichtleiste (24) elektrisch ein- und
ausfahrbar und/oder automatisch betätigbar ist.
4. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend:
einen Magneten, insbesondere ein Magnetband (36), das an einer Stirnfläche eines Trennwandkörpers
(42) des Trennwandelements (14) zum kraftschlüssigen Verbinden des Trennwandelements
(14) mit dem anderen Trennwandelement (12) vorgesehen ist.
5. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Abdrückvorrichtung (28; 128) in einer oberen Hälfte, insbesondere einem oberen
Drittel, vorzugsweise einem oberen Viertel, eines Trennwandkörpers (42) des Trennwandelements
(14) angeordnet ist; und/oder
das Stößelelement (52; 152) in einer Horizontalrichtung aus einer Stirnfläche eines
Trennwandkörpers (42) des Trennwandelements (14) ein- und ausfahrbar ist.
6. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Abdrückvorrichtung (28; 128) über einen Stromabnehmer (40) des Trennwandelements
(14) mit elektrischer Energie von einer Stromschiene (38) eines Schienensystems (32)
der Raumtrennwand (10) versorgt wird; und/oder
die Abdrückvorrichtung (28; 128) von einer Steuereinheit (41) gesteuert wird, die
mit einem Datenbus (43) eines Schienensystems (32) der Raumtrennwand verbunden ist,
wobei die Steuereinheit (41) vorzugsweise auch die Deckendichtleiste (20) und die
Bodendichtleiste (24) steuert.
7. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Abdrückvorrichtung (28; 128) einen eigenen Aktor (44; 144), insbesondere einen
Elektromotor, zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements (52; 152) aufweist; und/oder
eine Betätigung der Abdrückvorrichtung (28; 128) zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements
(52; 152) mechanisch entkoppelt von einer Betätigung der Deckendichtleiste (20) zum
Ein- und Ausfahren der Deckendichtleiste (20) und einer Betätigung der Bodendichtleiste
(24) zum Ein- und Ausfahren der Bodendichtleiste (24) ist.
8. Trennwandelement (14) nach Anspruch 7, wobei:
der Aktor (44; 144) ein ein- und ausfahrbares Betätigungselement (50; 150) aufweist,
das in Wirkverbindung mit dem Stößelelement (52; 152) zum Ein- und Ausfahren des Stößelelements
(52; 152) steht; und
die Aktorvorrichtung (128) einen Umlenkmechanismus (166, 168) aufweist, der dazu ausgebildet
ist, eine, insbesondere vertikale, Ein- und Ausfahrbewegung des Betätigungselements
(150) zu einer, insbesondere horizontalen, Ein- und Ausfahrbewegung des Stößelelements
(52; 152) umzulenken.
9. Trennwandelement (14) nach Anspruch 8, wobei:
der Umlenkmechanismus eine Lagerung des Stößelelements (52; 152) an einer schiefen
Ebene (168), die mit dem Betätigungselement (150) verfahrbar ist, aufweist.
10. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Abdrückvorrichtung (128) in einem Trennwandkörper (42) des Trennwandelements (14)
angeordnet ist und eine Längsachse der Abdrückvorrichtung (128) in einer Vertikalrichtung
ausgerichtet ist; oder
die Abdrückvorrichtung (28) in einem Trennwandkörper (42) des Trennwandelements (14)
angeordnet ist und eine Längsachse der Abdrückvorrichtung (28; 128) in einer Horizontalrichtung
ausgerichtet ist.
11. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Abdrückvorrichtung
(28; 128) ferner aufweist:
einen ersten Endlagenschalter (60; 160), insbesondere einen Endlagen-Mikroschalter
oder einen Endlagen-Reedschalter, zum Begrenzen des Ausfahrens des Stößelelements
(52; 152); und/oder
einen zweiten Endlagenschalter (62; 162), insbesondere einen Endlagen-Mikroschalter
oder einen Endlagen-Reedschalter, zum Begrenzen des Einfahrens des Stößelelements
(52; 152).
12. Trennwandelement (14) nach Anspruch 11, wobei die Abdrückvorrichtung (28; 128) ferner
aufweist:
mindestens einen mit dem Stößelelement (152) verfahrbaren Magneten (164), insbesondere
Permanentmagneten, zum Betätigen des ersten Endlagenschalters (160) und/oder des zweiten
Endlagenschalters (162), wobei
der erste Endlagenschalter (160) und/oder der zweite Endlagenschalter (162) als Reedschalter
ausgebildet und an einem Gehäuse oder Rahmen (158) der Abdrückvorrichtung (128) befestigt
ist.
13. Trennwandelement (14) nach Anspruch 11, ferner aufweisend:
ein mit dem Stößelelement (52) verfahrbares Schalterauslöseelement (64), das in einer
Längsnut oder einem Langloch (65) in einem Gehäuse oder Rahmen (58) der Abdrückvorrichtung
(28) geführt ist und das den ersten Endlagenschalter (60) in einer ersten Endlage
des Stößelelements (52) und/oder den zweiten Endlagenschalter (62) in einer zweiten
Endlage des Stößelelements (52) betätigt, insbesondere kontaktiert.
14. Trennwandelement (14) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei:
die Abdrückvorrichtung (28) eine manuelle Notbetätigungsvorrichtung (48, 54) zum manuellen
Ein- und Ausfahren des Stößelelements (52) aufweist.
15. Trennwandelement (14) nach Anspruch 14, wobei:
die manuelle Notbetätigungsvorrichtung ein Getriebe, insbesondere ein Kegelradgetriebe
(54), mit einer Zugangsöffnung (56) für ein Notbedienungswerkzeug, insbesondere eine
Notbedienungskurbel (54), zum manuellen Ein- und Ausfahren des Stößelelements (52)
aufweist.