[0001] Die Erfindung betrifft ein Modellauto mit einem Elektroantrieb, mit einem Hauptschalter
zum Ein- und Ausschalten des Modellautos und mit zumindest einer Steuereinheit, welche
zumindest einen vorgegebenen Fahrbetrieb des Modellautos steuert.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb eines von einem Elektromotor
mittelbar oder unmittelbar angetriebenen Modellautos, wobei das Modellauto mit einem
Hauptschalter eingeschaltet wird, und wobei das Modellauto über einen vorgegebenen,
gesteuerten Fahrbetrieb gefahren wird.
[0003] Aus der Schrift
CN205627060U ist eine Auslöseanordnung für ein Modellauto bekannt. Die Auslöseanordnung weist
einen Kontaktschalter auf, der an dem Modellauto, vorzugsweise an eine Tür des Modellautos
oder in dem Tank des Modellautos, angeordnet ist. Bei Betätigung des Kontaktschalters
sendet die Auslöseanordnung ein Steuersignal aus. Daraufhin steuert eine angeschlossene
Auslöse-Steuerschaltung an dem Modellauto angeordnete Lampen, Lautsprecher, Antriebskomponenten
und eine Lenkeinrichtung an, sodass das Modellauto gefahren wird und dabei Lichtsignale
und akustische Signale aussendet. Es kann vorgesehen sein, dass der Kontaktschalter
unter Zuhilfenahme einer gesonderten Zapfpistole, welche in einen Tankeinfüllstutzen
eingeführt wird, betätigt wird.
[0004] Das Einführen der Zapfpistole in den Tankeinfüllstutzen bzw. die Betätigung einer
Türverriegelung lösen somit die Startsequenz des Modellautos aus. Dabei ist es bekannt,
die Startsequenz so lange, beispielsweise unter Aussendung von Ton- und Lichtsignalen,
anzuhalten, bis der Betätigungsvorgang abgeschlossen ist, bis also beispielsweise
die Zapfpistole wieder aus dem Tankeinfüllstutzen gezogen wurde. Mit Abschluss des
Betätigungsvorgangs folgt die Betriebssequenz des Modellautos.
[0005] Nachteilig hierbei ist es, dass die Betriebssequenz des Modellautos unmittelbar der
Startsequenz nachfolgt, dass also beispielsweise der Fahrbetrieb unmittelbar oder
mit geringer Verzögerung der Entnahme der Zapfpistole folgt. Dies schränkt den Freiraum
bei der Nutzung des Modellautos ein, da es bereits beim Auslösen der Startsequenz,
also beispielsweise beim Tanken, in einer geeigneten Startposition zur Ausführung
der Fahrbewegung stehen muss.
[0006] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Modellauto bereitzustellen, welches bei gesteuertem
Fahrbetrieb ein hohes Maß an spielerischem Freiraum gewährt.
[0007] Es ist weiterhin Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Modellautos
bereitzustellen.
[0008] Die das Modellauto betreffende Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass an
dem Modellauto zumindest zwei Betätigungsschalter angeordnet sind und dass eine Betätigung
des ersten Betätigungsschalters eine Fahrbereitschaft des Modellautos herstellt und
dass eine Betätigung des zweiten Betätigungsschalters den Fahrbetrieb des Modellautos
einleitet. Nach Einschalten des Modellautos über den Hauptschalter können also durch
die beiden Betätigungsschalter zwei Betriebsmodi des Modellautos eingestellt werden.
Dadurch werden die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Nutzung des Modellautos trotz
vorgegebenem, gesteuertem Fahrbetrieb deutlich erhöht. Der Fahrbereitschaft können
bestimmte, die Fahrbereitschaft charakterisierende Funktionen des Modellautos zugeordnet
werden. Es ist jedoch vermieden, dass sich das Modellauto in Bewegung setzt. Das Modellauto
kann so während der Fahrbereitschaft für verschiedene, für ein stehendes Auto typische
Anwendungen verwendet werden. So können beispielsweise die Türen oder ein Kofferraum
geöffnet und geschlossen werden. Das Modellauto kann weiterhin während der Betriebsphase
der Fahrbereitschaft für einen nachfolgenden Fahrbetrieb ausgerichtet werden. Durch
Betätigung des zweiten Betätigungsschalters wird der Fahrbetrieb ausgelöst. Der Fahrbetrieb
folgt dann einem vorgegebenen Ablauf. Dabei können Standzeiten, Vorwärtsfahrten und
Rückwärtsfahrten vorgesehen sein.
[0009] Besonders bevorzugt kann es vorgesehen sein, dass der Fahrbetrieb erst dann einleitbar
ist, wenn zuvor die Fahrbereitschaft hergestellt ist. Es ergibt sich so ein dem realen
Betrieb eines Autos nachempfundener Ablauf bei der Nutzung des Modellautos.
[0010] Um einem Nutzer des Modellautos eine vorliegende Fahrbereitschaft anzuzeigen kann
es vorgesehen sein, dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, bei Fahrbereitschaft
des Modellautos zumindest eine in oder an dem Modellauto angeordnete Signalleuchte
derart anzusteuern, dass die Signalleuchte die Fahrbereitschaft durch ein Lichtsignal
signalisiert und/oder dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, bei Fahrbereitschaft
des Modellautos zumindest einen in oder an dem Modellauto angeordneten Lautsprecher
derart anzusteuern, dass der Lautsprecher die Fahrbereitschaft durch ein akustisches
Signal signalisiert.
[0011] Entsprechend einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen
sein, dass das Modellauto einen nach außen offenen oder zu öffnenden Tankeinfüllstutzen
aufweist, dass dem Modellauto eine Modell-Zapfpistole zugeordnet ist und dass der
erste Betätigungsschalter durch Einführen eines Zapfpistolenstutzens der Modell-Zapfpistole
in den Tankeinfüllstutzen und/oder durch Herausziehen des Zapfpistolenstutzens aus
dem Tankeinfüllstutzen betätigbar und die Fahrbereitschaft herstellbar ist. Die Fahrbereitschaft
wird somit durch einen nachgestellten Tankvorgang und damit realitätsnah hergestellt.
Dazu ist die gezielte Einführung des Zapfpistolenstutzens in den Tankeinfüllstutzen
erforderlich. Entsprechend einer bevorzugten alternativen Ausgestaltung der Erfindung
kann es vorgesehen sein, dass das Modellauto eine von außen zugängliche Ladebuchse
aufweist, dass dem Modellauto ein Modell-Ladestecker zugeordnet ist und dass der erste
Betätigungsschalter durch Einführen des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse und/oder
durch Herausziehen des Modell-Ladesteckers aus der Ladebuchse betätigbar und die Fahrbereitschaft
herstellbar ist. Die Fahrbereitschaft wird somit durch einen nachgestellten elektrischen
Ladevorgang und damit realitätsnah hergestellt. Dazu ist das gezielte Einführen des
Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse erforderlich. Die Ladebuchse kann durch eine
bewegliche Klappe verdeckt sein, die vor dem Ladevorgang von außen geöffnet werden
kann. Eine versehentliche Betätigung des ersten Betätigungsschalters und damit die
versehentliche Herstellung der Fahrbereitschaft ist auf diese Weise sicher vermieden.
Bei einer fest vorgegebenen Abfolge der Betriebsmodi, bei welcher zunächst die Fahrbereitschaft
hergestellt werden muss, um anschließend den Fahrbetrieb einzuleiten, ist somit nach
Einschalten des Modellautos über den Hauptschalter auch die versehentliche Aktivierung
des Fahrbetriebs und damit eine unbeabsichtigte, selbstständige Bewegung des Modellautos
unterbunden. Dadurch können Beschädigungen von Gegenständen durch einen unkontrollierten
Betrieb des Modellautos und des Modellautos selbst vermieden werden. Der erste Betätigungsschalter
ist innerhalb des Modellautos und damit von außen nicht sichtbar angeordnet. Er stört
somit nicht die vorbildgetreue Nachbildung des Modellautos.
[0012] Es ist ferner denkbar, dass durch Einführen des Zapfpistolenstutzens der Modell-Zapfpistole
in den Tankeinfüllstutzen bzw. durch Einführen des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse
ein elektrischer Ladevorgang einer aufladbaren Batterie zur Stromversorgung des Modellautos
eingeleitet und durchgeführt wird. Die Batterie kann insbesondere zur Versorgung eines
elektrischen Motors für den Vortrieb des Modellautos sowie einer elektrischen Steuerung
zur Ablaufsteuerung des Betriebs des Modellautos genutzt werden. Um den Ladevorgang
einleiten und durchführen zu können, ist es erforderlich, dass ein an den Modell-Ladestecker
angeschlossenes Ladekabel an eine elektrische Energiequelle, beispielsweise in Form
eines Netzgeräts oder Transformators, angeschlossen ist, welche die für den Ladevorgang
erforderliche Ladespannung und den entsprechenden Ladestrom zur Verfügung stellt.
Dementsprechend muss die Modell-Zapfpistole mit elektrischen Steckerelementen und
der Tankeinfüllstutzen mit entsprechenden elektrischen Buchsenelementen versehen sein,
die beim Einführen der Modell-Zapfpistole in den Tankeinfüllstutzen miteinander in
einen elektrischen Kontakt treten. Ferner muss ein an die Modell-Zapfpistole angeschlossener
Tankschlauch elektrische Kabel aufweisen, um eine elektrische Verbindung zwischen
den Streckerelementen der Modell-Zapfpistole und einer elektrischen Energiequelle
herzustellen. Auf diese Weise kann an dem Modell Auto auf eine separate Ladebuchse
(zum Beispiel in Form einer USB-Schnittstelle) zum Aufladen der Batterie des Modellautos
verzichtet werden.
[0013] Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn die Steuereinheit des Modellautos einen elektrischen
Ladevorgang der Batterie des Modellautos bzw. einen entsprechenden Stromfluss erkennt.
Ferner kann die Steuereinheit dafür Sorge tragen, dass der erste Betätigungsschalter
trotz in den Tankeinfüllstutzen eingeführter Modell-Zapfpistole bzw. in die Ladebuchse
eingeführtem Ladestecker erst dann betätigt und damit die Fahrbereitschaft des Modellautos
hergestellt wird, wenn der elektrische Ladevorgang der Batterie des Modellautos beendet
ist bzw. kein Ladestrom mehr über die Steckerelemente der Modell-Zapfpistole bzw.
des Ladesteckers fließt. Auf diese Weise wird ein besonders realitätsnaher Betrieb
des Modellautos möglich. Die Verteilung der Steckerelemente und Buchsenelemente bzw.
der Stecker und Buchsen auf Modell-Zapfpistole bzw. Modell-Ladestecker einerseits
und Tankeinfüllstutzen bzw. Ladebuchse des Modellautos andererseits ist hier nur beispielhaft
angeführt und kann selbst verständlich auch umgekehrt als beschrieben sein.
[0014] Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann
es vorgesehen sein, dass ein Abschnitt der Karosserie des Modellautos, insbesondere
eine Motorhaube oder ein Dach oder eine Tür oder ein Heckspoiler, ein Bedienelement
zur Betätigung des zweiten Betätigungsschalters bildet. Der zweite Betätigungsschalter
kann somit ebenfalls verdeckt, beispielsweise innerhalb des Modellautos, angeordnet
werden. Durch Verwendung eines Abschnitts der Karosserie des Modellautos als Bedienelement
ist kein gesondertes und von außen zu erreichendes Bedienelement des zweiten Betätigungsschalters
erforderlich. Dies ermöglicht die vorbildgetreue Nachbildung des Modellautos. Das
Bedienelement ist bei auf den Rädern stehendem Modellauto gut zu erreichen. Dass Modellauto
kann demnach während der Fahrbereitschaft ausgerichtet und dann durch Betätigung des
zweiten Betätigungsschalters über das Bedienelement in den Betriebsmodus des Fahrbetriebs
überführt werden, ohne das Modellauto dabei noch einmal verstellen, beispielsweise
anheben, zu müssen. Dies ermöglicht eine der Realität nachempfundene Nutzung des Modellautos.
[0015] Die Bedienung des Modellautos kann dadurch vereinfacht werden, dass die Position
des Bedienelements des zweiten Betätigungsschalters durch eine Beleuchtung mittels
zumindest einer der Signalleuchten und/oder durch eine Markierung, insbesondere durch
ein Logo, gekennzeichnet ist. Durch Verwendung eines Logos kann zusätzlich ein Werbeeffekt
des Modellautos erreicht werden. Es kann so beispielsweise als Werbegeschenk verwendet
werden.
[0016] Besonders bevorzugt kann es dabei vorgesehen sein, dass das Bedienelement und/oder
die Markierung, insbesondere das Logo, zumindest bereichsweise transparent oder teiltransparent
oder durchscheinend ausgebildet ist und dass die zumindest eine Signalleuchte das
Bedienelement und/oder die Markierung, insbesondere das Logo, durchleuchtet. Die Signalleuchte
kann so innerhalb des Modellautos und damit von außen nicht unmittelbar sichtbar und
geschützt angeordnet werden. Durch Verwendung eines von seiner Rückseite beleuchteten,
durchscheinenden Logos wird das Augenmerk eines Nutzers gesondert auf das Logo gelenkt,
wodurch die Werbewirkung erhöht wird.
[0017] Die Bedienung des Modellautos kann weiterhin dadurch vereinfacht werden, dass die
zumindest eine das Bedienelement kennzeichnende Signalleuchte bei nicht vorliegender
Fahrbereitschaft des Modellautos aus ist und bei hergestellter Fahrbereitschaft leuchtet
oder blinkt. Es erfolgt damit eine Nutzerführung, welche erst zu einer Betätigung
des zweiten Betätigungsschalters auffordert, wenn zuvor die Fahrbereitschaft des Modellautos
hergestellt wurde.
[0018] Eine Vereinfachung der Bedienung des Modellautos kann dadurch erreicht werden, dass
der Tankeinfüllstutzen oder die Ladebuchse durch zumindest eine der Signalleuchten
gekennzeichnet ist. Die Signalleuchte weist einen Nutzer darauf hin, zur Betätigung
des ersten Betätigungsschalters den Zapfpistolenstutzen in den Tankeinfüllstutzen
oder den Modell-Ladestecker in die Ladebuchse einzuführen. Sie ermöglicht es weiterhin,
auch im Dunkeln oder bei schlechter Beleuchtung den Zapfpistolenstutzen in den Tankeinfüllstutzen
oder den Ladestecker in die Ladebuchse einzuführen. Damit kann das Modellauto mit
seinen vorgesehenen Licht- und Soundeffekten auch im Dunkeln verwendet werden, wo
insbesondere die Lichteffekte besonders auffällig zur Geltung kommen.
[0019] Die Nutzerführung für die Bedienung des Modellautos kann dadurch verbessert werden,
dass die zumindest eine den Tankeinfüllstutzen oder die Ladebuchse kennzeichnende
erste Signalleuchte bei nicht vorliegender Fahrbereitschaft und bei vorliegender Fahrbereitschaft
des Modellautos unterschiedliche Lichtsignale aussendet. Ein Nutzer ist somit jederzeit
über den vorliegenden Betriebsmodus des Modellautos informiert.
[0020] Um das Modellauto anzutreiben und zu lenken kann es vorgesehen sein, dass das Modellauto
vier Räder aufweist, von denen zumindest ein Rad, vorzugsweise zwei Räder, von einem
Elektromotor mittelbar oder unmittelbar angetrieben ist, dass an der Unterseite des
Modellautos zumindest ein Führungsrad angeordnet ist, und dass die Laufrichtung des
zumindest einen Führungsrades parallel oder quer zur Laufrichtung der Räder einstellbar
ist. Durch eine entsprechende Ansteuerung des Elektromotors kann das Modellauto vorwärts
bzw. rückwärts gefahren werden. Das Führungsrad ermöglicht in Abhängigkeit von seiner
auf die Laufrichtung der Räder bezogenen Ausrichtung die Geradeausfahrt und die Kurvenfahrt
des Modellautos.
[0021] Entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein,
dass das zumindest eine Führungsrad entlang einer gebogen geformten Radführung an
einem Unterboden des Modellautos verstellbar angeordnet ist. Vorteilhaft kann es dabei
vorgesehen sein, dass sich das Führungsrad bei einer Vorwärtsfahrt selbsttätig in
eine Endposition und bei einer Rückwärtsfahrt in eine gegenüberliegende Endposition
entlang der gebogenen Radführung verstellt. Dabei verstellt sich die Ausrichtung des
Führungsrades in Abhängigkeit von der Ausrichtung der Radführung in den beiden Endpositionen
gegenüber der Laufrichtung der Räder des Modellautos. Es kann auf diese Weise erreicht
werden, dass das Modellauto beispielsweise vorwärts geradeaus und rückwärts entlang
einer Kurve fährt. Dabei ist kein gesonderter Aktuator zur Verstellung des Führungsrades
erforderlich. Ein solcher kann jedoch für eine gesteuerte Kurvenfahrt, beispielsweise
auf unterschiedlichen Radien, vorgesehen sein.
[0022] Ein besonders realitätsnaher Betrieb des Modellautos kann dadurch erreicht werden,
dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, über einen an oder in dem Modellauto
angeordneten Lautsprecher während der Betätigung des ersten Betätigungsschalters Tankgeräusche
eines in einen Tank einströmenden Kraftstoffs und/oder während der Betätigung des
zweiten Betätigungsschalters Startgeräusche eines Kraftfahrzeugs und/oder während
des Fahrbetriebs Fahrgeräusche eines Kraftfahrzeugs, insbesondere Motorgeräusche,
Getriebe-Umschaltgeräusche, Bremsgeräusche und Reifengeräusche, auszugeben.
[0023] Die richtige Zuordnung der Modell-Zapfpistole zu einem Modellauto, beispielsweise
bei mehreren verwendeten Modellautos, kann dadurch kenntlich gemacht sein, dass an
der Modell-Zapfpistole ein Logo, insbesondere ein gleiches Logo wie an dem Bedienelement
des zweiten Betätigungsschalters, angeordnet ist. Durch das auf der Modell-Zapfpistole
angebrachte Logo kann die Werbewirkung weiter verbessert werden.
[0024] Ist es vorgesehen, dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, das Modellauto nach
Abschluss des vorgegebenen Fahrbetriebs in den nicht fahrbereiten Zustand zu versetzen,
so wird nach erfolgtem, vorgegebenen Fahrbetrieb ein Betriebsmodus eingestellt, in
dem ein erneuter Fahrbetrieb erst durch eine zuvor hergestellte Fahrbereitschaft eingeleitet
werden kann. Es ergibt sich so ein gleichbleibender Nutzungsablauf, bei dem zunächst
die Fahrbereitschaft durch Betätigung des ersten Betätigungsschalters hergestellt
und anschließend die Fahrbereitschaft durch Betätigung des zweiten Betätigungsschalters
eingeleitet wird.
[0025] Die das Verfahren betreffende Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass durch
Betätigung eines ersten Betätigungsschalters eine Fahrbereitschaft des Modellautos
hergestellt wird und dass durch Betätigung eines zweiten Betätigungsschalters der
Fahrbetrieb eingeleitet wird. Dazu wird zunächst das Modellauto mit Hilfe des Hauptschalters
eingeschaltet. Anschließend können durch Betätigung der Betätigungsschalter zwei Betriebsmodi
des Modellautos eingeschaltet werden. Durch die unterschiedlichen Betriebsmodi werden
verschiedene Funktionen des Modellautos ausgelöst. Damit werden die Gestaltungsmöglichkeiten
bei der Nutzung des Modellautos trotz vorgegebenem, gesteuertem Fahrbetrieb deutlich
erhöht. Vorzugsweise kann der Fahrbetrieb erst eingeleitet werden, wenn zuvor die
Fahrbereitschaft hergestellt wurde. Damit ist sicher vermieden, dass das Modellauto
nach Einschalten über den Hauptschalter durch unbeabsichtigtes Betätigen des zweiten
Betätigungsschalters versehentlich in Betrieb gesetzt wird.
[0026] Vorzugsweise kann es vorgesehen sein, dass die Fahrbereitschaft durch Einführen eines
Zapfpistolenstutzens einer dem Modellauto zugeordneten Modell-Zapfpistole in einen
Tankeinfüllstutzen des Modellautos oder durch Einführen eines dem Modellauto zugeordneten
Modell-Ladesteckers in eine Ladebuchse des Modellautos hergestellt wird. Der erste
Betätigungsschalter ist somit im Inneren des Modellautos angeordnet und kann nicht
versehentlich betätigt werden. Damit kann die Fahrbereitschaft des Modellautos nur
durch gezieltes Einführen des Zapfpistolenstutzens in den Tankeinfüllstutzen oder
des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse hergestellt werden.
[0027] Ist es vorgesehen, dass zur Betätigung des zweiten Betätigungsschalters ein Abschnitt
einer Karosserie des Modellautos, insbesondere eine Motorhaube oder ein Dach oder
eine Tür oder ein Heckspoiler des Modellautos, verstellt oder berührt wird, so ist
eine einfache und intuitive Bedienung des Modellautos gewährleistet. Es müssen keine
Betätigungsschalter oder Bedienelemente der Betätigungsschalter an der äußeren Oberfläche
des Modellautos angeordnet werden. Das Modellauto kann so als vorbildgetreues Miniaturmodell
ausgebildet werden.
[0028] Eine einfache und intuitive Bedienung des Modellautos kann dadurch erreicht werden,
dass eine nicht vorliegende Fahrbereitschaft und/oder eine vorliegende Fahrbereitschaft
und/oder ein Fahrbetrieb durch jeweils zugeordnete Lichtsignale und/oder durch jeweils
zugeordnete akustische Signale angezeigt werden.
[0029] Ist es vorgesehen, dass nach Abschluss des gesteuerten, vorgegebenen Fahrbetriebs
das Modellauto in den Zustand einer nicht vorliegenden Fahrbereitschaft versetzt wird,
so wird nach dem Fahrbetrieb ein definierter Betriebszustand des Modellautos eingestellt,
in dem das Modellauto nicht selbsttätig losfahren kann und in dem keine oder nur wenig
Energie verbraucht wird. Der Betriebszustand entspricht somit dem nach Einschalten
des Modellautos durch den Hauptschalter eingestellten Betriebszustand, aus dem durch
Betätigung des ersten Betätigungselements die Fahrbereitschaft hergestellt werden
kann.
[0030] Vielseitige Nutzungsmöglichkeiten können sich dadurch ergeben, dass während des gesteuerten,
vorgegebenen Fahrbetriebs das Modellauto entsprechend einer vorgegebenen Abfolge von
Vorwärtsfahrten, Rückwärtsfahrten, Kurvenfahrten und Bremsvorgängen bewegt wird.
[0031] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Modellauto in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- das in Fig. 1 gezeigte Modellauto in einer Ansicht von unten,
- Fig. 3
- eine Modell-Zapfpistole,
- Fig. 4
- das in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Modellauto in einer perspektivischen Seitenansicht
und
- Fig. 5
- ein Ablaufdiagramm zur Darstellung einer Betriebssequenz des Modellautos.
[0032] Fig. 1 zeigt ein Modellauto 10 in einer Draufsicht. Einer Karosserie 11 des Modellautos
10 weist ein Dach 12, Fenster 13, Türen 14, eine Motorhaube 15 und einen Heckspoiler
16 auf. In Fahrtrichtung vorne sind Frontscheinwerfer 20 und in Fahrtrichtung hinten
Rücklichter 21 an dem Modellauto 10 angeordnet. An der Seite des Modellautos 10 ist
ein Tankeinfüllstutzen 22 vorgesehen. Der Tankeinfüllstutzen 22 ist als Öffnung in
der Karosserie 11 ausgebildet. Dem Tankeinfüllstutzen 22 ist eine erste Signalleuchte
23 zugeordnet. Die erste Signalleuchte 23 ist umlaufend zu dem Tankeinfüllstutzen
22 angeordnet. Auf der Motorhaube 15 ist ein Logo 24 angeordnet. Das Logo 24 ist vorliegend
als bedruckter Papier- oder Folienaufkleber ausgebildet. Es ist jedoch auch denkbar,
das Logo 24 unmittelbar auf die Motorhaube 15 aufzudrucken. Das Logo 24 ist durchscheinend
ausgebildet. Unter dem Logo 24 ist eine zweite Signalleuchte angeordnet. Die zweite
Signalleuchte kann das Logo 24 von hinten durchleuchten. Das Logo 24 erscheint somit
für einen Betrachter selbstleuchtend. Dem Modellauto 10 ist weiterhin ein Lautsprecher
zugeordnet. Dieser ist innerhalb des Modellautos 10 und damit verdeckt angeordnet.
[0033] Bei diesem Beispiel ist das Modellauto 10 eine Nachbildung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor
und Kraftstofftank. Selbstverständlich könnte das Modellauto 10 auch die Nachbildung
eines Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugs mit Elektromotor und aufladbaren Akkumulatoren
sein. In diesem Fall könnte das Modellauto 10 statt des Tankeinfüllstutzens 22 eine
Ladebuchse aufweisen, die von außen zugänglich an dem Modellauto 10 angeordnet ist,
vorzugsweise dort, wo sie auch bei einem entsprechenden realen Elektro- oder Hybrid-Fahrzeug
angeordnet ist, von dem das Modellauto 10 eine Nachbildung darstellt. Die Ladebuchse
kann entweder offen oder durch eine bewegliche Abdecklappe verdeckbar sein.
[0034] Das Modellauto 10 ist vorliegend als maßstabsgetreues Druckguss-Modell nach einem
entsprechenden Vorbild ausgebildet. Dabei beträgt der Maßstab in der gewählten Ausführungsform
1:35. Es können jedoch auch andere Maßstäbe verwendet sein. Die Karosserie 11 ist
vollständig oder zumindest teilweise aus einem Metall hergestellt. Es ist jedoch auch
denkbar, die Karosserie 11 aus einem anderen Material, beispielsweise aus Kunststoff,
zu fertigen.
[0035] Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 gezeigte Modellauto 10 in einer Ansicht von unten. Das
Modellauto 10 weist vier Räder 18 (zwei Vorder- und zwei Hinterräder) auf. Die Hinterräder
stellen die Antriebsräder. Die Vorderräder sind vorliegend nicht lenkbar ausgebildet.
An einem Unterboden 17 des Modellautos 10 ist eine Batteriefachabdeckung 19 beweglich
und arretierbar befestigt. Die Batteriefachabdeckung 19 schafft Zugang zu einem Batteriefach
des Modellautos 10. In dieses können passende Batterien zur Stromversorgung des Modellautos
10 eingesetzt werden. An dem Unterboden 17 ist ein Hauptschalter 26 angeordnet. Mit
ihm kann das Modellauto 10 ein- und ausgeschaltet werden. Im vorderen Bereich des
Modellautos 10 ist eine Radführung 28 als gebogen verlaufender Durchbruch in den Unterboden
17 eingeformt. Ein Führungsrad 27 ist in der Radführung 28 geführt. Das Führungsrad
27 ist drehbar gelagert. Es kann entlang der Radführung 28 verstellt werden. Dabei
wird die Drehachse des Führungsrades 27 entsprechend seiner Position innerhalb der
Radführung 28 gedreht. Bei der vorliegend gewählten Ausrichtung der Radführung 28
ist das Führungsrad 27 in seiner dem Heck des Modellautos 10 zugewandten Endposition
parallel zu den Rädern 18 ausgerichtet. In dieser Position des Führungsrades 27 fährt
das Modellauto 10 geradeaus. In seiner der Front des Modellautos 10 zugewandten Endposition
innerhalb seines Stellweges entlang der Radführung 28 ist das Führungsrad 27 schräg
zu den Rädern 18 ausgerichtet. In dieser Position fährt das Modellauto 10 eine Kurve.
Vorliegend wird das Führungsrad 27 bei einer Vorwärtsfahrt des Modellautos 10 selbsttätig
in seine heckseitige Endposition und bei einer Rückwärtsfahrt selbsttätig in seine
frontseitige Endposition verstellt. Dadurch fährt das Modellauto 10 vorwärts geradeaus
und rückwärts entlang einer Kurve. Es ist jedoch denkbar, dem Führungsrad 27 einen
eigenen Aktuator zuzuordnen, welcher das Führungsrad nach Wunsch entlang der Radführung
28 verstellt. Damit ist sowohl bei der Vorwärts- als auch bei der Rückwärtsfahrt eine
Geradeausfahrt oder eine gegebenenfalls einstellbare Kurvenfahrt möglich.
[0036] Fig. 3 zeigt eine Modell-Zapfpistole 30. Die Modell-Zapfpistole 30 weist einen Griff
31 mit einem Betätigungselement 32 sowie einen Zapfpistolenstutzen 33 auf. Der Zapfpistolenstutzen
33 ist in seinen Abmessungen zur zumindest teilweisen Aufnahme in den in Fig. 1 gezeigten
Tankeinfüllstutzen 22 des Modellautos 10 ausgebildet. Die Modell-Zapfpistole 30 ist
vorliegend als Druckguss-Modell ausgebildet. Sie ist aus Metall hergestellt. Es ist
jedoch denkbar, die Modell-Zapfpistole 30 aus einem anderen Material, beispielsweise
aus Kunststoff, zu fertigen.
[0037] Wenn das Modellauto 10 die Nachbildung eines Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugs wäre,
könnte dem Modellauto 10 statt der Modell-Zapfpistole 30 ein Modell-Ladestecker zugeordnet
sein, der von seinen Abmessungen her zur Aufnahme durch die Ladebuchse des Modellautos
10 ausgebildet ist. Der Ladestecker kann einen Griff mit einem Betätigungselement,
bspw. zum Öffnen einer die Ladebuchse verdeckenden Klappe, und/oder zumindest einen
Teil eines an den Ladestecker angeschlossenen Ladekabels aufweisen. Der Modell-Ladestecker
stellt eine Nachbildung eines realen Ladesteckers dar, wie er in realen Elektro- oder
Hybrid-Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Der Ladestecker ist vorzugsweise aus Kunststoff
gefertigt, wobei Kontaktstifte des Ladesteckers aus Metall gefertigt sein können.
[0038] Fig. 4 zeigt das in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigte Modellauto 10 in einer perspektivischen
Seitenansicht. Die in Fig. 3 gezeigte Modell-Zapfpistole 30 ist mit ihrem Zapfpistolenstutzen
33 in den Tankeinfüllstutzen 22 des Modellautos 10 eingesteckt.
[0039] In oder an dem Tankeinfüllstutzen 22 ist ein erster Betätigungsschalter angeordnet.
Der erste Betätigungsschalter ist in der gewählten Außenansicht des Modellautos 10
verdeckt angeordnet. Der erste Betätigungsschalter wird durch Einführen des Zapfpistolenstutzens
33 in den Tankeinfüllstutzen 22 betätigt. Bei der Nachbildung eines Elektro- oder
Hybrid-Fahrzeugs wird der erste Betätigungsschalter dementsprechend durch Einführen
des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse des Modellautos 10 betätigt. Der Ladestecker
kann ohne eine Aufladefunktion für eine aufladbare Batterie des Modellautos 10 sein.
Es wäre jedoch auch denkbar, dass durch Einführen des Ladesteckers in die Ladebuchse
des Modellautos 10 nicht nur der erste Betätigungsschalter betätigt wird, sondern
auch die Batterie des Modellautos 10 aufgeladen wird. Voraussetzung dafür wäre, dass
der Modell-Ladestecker über ein Ladekabel an eine elektrische Energiequelle, bspw.
ein Netzgerät oder einen Transformator, angeschlossen ist, die eine geforderte Ladespannung
und einen entsprechenden Ladestrom zur Verfügung stellt. Sofern die Modell-Zapfpistole
30 mit elektrischen Steckerelementen, der Tankeinfüllstutzen 22 des Modellautos 10
mit entsprechenden Buchsenelementen und ein an die Modell-Zapfpistole 30 angeschlossener
Tankschlauch mit elektrischen Kabeln versehen ist, welche die Steckerelemente der
Modell-Zapfpistole 30 mit der Energiequelle verbinden, könnte auch durch Einführen
des Zapfpistolenstutzens 30 in den Tankeinfüllstutzen 22 ein Ladevorgang der Batterie
des Modellautos 10 eingeleitet und durchgeführt werden.
[0040] Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn eine Steuereinheit des Modellautos 10 einen
elektrischen Ladevorgang der Batterie des Modellautos 10 bzw. einen entsprechenden
Stromfluss erkennt. Ferner kann die Steuereinheit dafür Sorge tragen, dass der erste
Betätigungsschalter trotz in den Tankeinfüllstutzen 22 eingeführter Modell-Zapfpistole
30 bzw. in die Ladebuchse eingeführtem Ladestecker erst dann elektrisch geschlossen
und damit die Fahrbereitschaft des Modellautos 10 hergestellt wird, wenn der elektrische
Ladevorgang der Batterie des Modellautos 10 beendet ist bzw. kein Ladestrom mehr über
die Steckerelemente der Modell-Zapfpistole 30 bzw. des Modell-Ladesteckers fließt.
Auf diese Weise wird ein besonders realitätsnaher Betrieb des Modellautos 10 möglich.
Die Verteilung der Steckerelemente und Buchsenelemente bzw. der Stecker und Buchsen
auf Modell-Zapfpistole 30 bzw. Modell-Ladestecker einerseits und Tankeinfüllstutzen
22 bzw. Ladebuchse des Modellautos 10 andererseits ist hier nur beispielhaft angeführt
und kann selbst verständlich auch umgekehrt als beschrieben sein.
[0041] Unter der Motorhaube 15 ist ein zweiter Betätigungsschalter angeordnet. Der zweite
Betätigungsschalter wird in der gewählten Außenansicht des Modellautos 10 von der
Motorhaube 15 verdeckt. Durch Druck auf die Motorhaube 15 kann der zweite Betätigungsschalter
betätigt werden.
[0042] Fig. 5 zeigt ein Ablaufdiagramm zur Darstellung einer Betriebssequenz des Modellautos
10. Das Ablaufdiagramm weist dazu vier Betätigungsblöcke 40, 41, 42, 43 und zehn Ablaufblöcke
50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59 auf. Die nachfolgende Beschreibung der Betriebssequenz
folgt dem Ablaufdiagramm unter Bezug auf die Figuren 1 bis 4 und deren Beschreibung.
Die Beschreibung betrifft das Modellauto 10, das die Nachbildung eines Fahrzeugs mit
Verbrennungsmotor darstellt. Sie gilt jedoch in entsprechender Weise auch für eine
Nachbildung eines Elektro- oder Hybrid-Fahrzeugs, wobei dann der Tankeinfüllstutzen
22 durch eine Ladebuchse und die Modell-Zapfpistole 30 durch einen Modell-Ladestecker
ersetzt werden.
[0043] Zunächst wird das Modellauto 10 an seinem Hauptschalter 26 eingeschaltet (erster
Betätigungsblock 40). Daraufhin beginnt die erste Signalleuchte 23 zu blinken (erster
Ablaufblock 50). Die erste Signalleuchte 23 ist dem Tankeinfüllstutzen 22 zugeordnet.
Sie kennzeichnet somit den Tankeinfüllstutzen 22. Das Blinksignal weist einen Nutzer
darauf hin, zur Herstellung einer Fahrbereitschaft des Modellautos 10 den Zapfpistolenstutzen
33 der Modell-Zapfpistole 30 in den Tankeinfüllstutzen 22 einzustecken. Durch Einstecken
des Zapfpistolenstutzens 33 in den Tankeinfüllstutzen 22 (zweiter Betätigungsblock
41) wird der erste Betätigungsschalter des Modellautos 10 betätigt. Bei Betätigung
des ersten Betätigungsschalters wird der in dem Modellauto 10 angeordnete Lautsprecher
angesteuert. Dadurch werden Geräusche eines Tankvorgangs, insbesondere von fließendem
Kraftstoff, ausgegeben (zweite Ablaufblock 51). In einem nächsten Schritt wird die
Modell-Zapfpistole 30 mit ihrem Zapfpistolenstutzen 33 aus dem Tankeinfüllstutzen
22 herausgezogen (dritter Betätigungsblock 42). Damit ist die Fahrbereitschaft des
Modellautos 10 hergestellt. Die vorliegende Fahrbereitschaft wird einem Nutzer durch
Lichtsignale angezeigt (dritter Ablaufblock 52). Dazu leuchtet die erste Signalleuchte
23 dauerhaft. Die zweite Signalleuchte blinkt. Da die zweite Signalleuchte unter dem
durchscheinend ausgebildeten Logo 24 angeordnet ist, blinkt das Logo 24 entsprechend.
Es kennzeichnet somit für einen Nutzer das Bedienelement des zweiten Betätigungsschalters.
Durch Betätigung des zweiten Betätigungsschalters wird der Fahrbetrieb des Modellautos
10 eingeleitet (vierter Betätigungsblock 43). Dies erfolgt vorliegend durch einen
Druck auf die Motorhaube 15 bzw. auf das daran angeordnete Logo 24. Bei Betätigung
des zweiten Betätigungsschalters bei zuvor in Fahrbereitschaft versetztem Modellauto
10 wird zunächst über den Lautsprecher ein Startgeräusch eines startenden Motors ausgegeben
und die Frontscheinwerfer 20 und die Rücklichter 21 des Modellautos 10 werden angesteuert
(vierter Ablaufblock 53). Mit einer zeitlichen Verzögerung folgt dann ein erster Laufgang
(fünfter Ablaufblock 54). Dabei fährt das Modellauto 10, beispielsweise um eine vorgegebene
Strecke, vorliegend 5 m, vorwärts. Durch die Vorwärtsfahrt ist das in Fig. 2 gezeigte
Führungsrad 27 in seine heckseitige Endposition verstellt. Es ist somit parallel zu
den Rädern 18 des Modellautos 10 ausgerichtet. Dadurch fährt das Modellauto 10 geradeaus.
Während der Fahrt werden Fahr- und Schaltgeräusche ausgegeben. Ist das Ende der vorgegebenen
Strecke bzw. eines dafür vorgesehenen Zeitraums erreicht, wird das Modellauto 10 abgebremst
(sechster Ablaufblock 55). Dabei werden Motor- und Bremsgeräusche ausgegeben. Es folgt
ein zweiter Laufgang (siebter Ablaufblock 56). Dabei fährt das Modellauto 10 rückwärts.
Durch die Rückwärtsfahrt wird das Führungsrad 27 in seine frontseitige Endposition
entlang der Radführung 28 verstellt. Es ist somit schräg zu den Rädern 18 ausgerichtet.
Die Rückwärtsfahrt des Modellautos 10 erfolgt somit auf einer Kurvenbahn. Das Modellauto
10 fährt vorzugsweise rückwärts mehrere Kreise, besonders bevorzugt 3 Kreise. Dabei
werden Motor- und Quitschgeräusche der Reifen 18 ausgegeben. Am Ende der vorgegebenen
Strecke bzw. eines dafür vorgesehenen Zeitraums erfolgt ein Bremsvorgang (achter Ablaufblock
57). Während des Bremsvorgangs erfolgt die Ausgabe von Bremsgeräuschen. Anschließend
folgt ein dritter Laufgang (neunter Ablaufblock 58). Während des dritten Laufgangs
fährt das Modellauto 10 wieder vorwärts. Das Führungsrad 27 wird in seine heckseitige
Endposition verstellt, sodass das Modellauto 10 geradeaus fährt. Nach einer vorgegebenen
Fahrstrecke bzw. eines dafür vorgesehenen Zeitraums erfolgt ein erneuter Bremsvorgang
(zehnter Ablaufblock 59) unter Ausgabe entsprechender Bremsgeräusche. Damit ist der
vorgegebene Fahrbetrieb beendet. Der Ablauf springt vor den ersten Ablaufblock 50.
Das Modellauto 10 wird wieder in seinen nicht fahrbereiten Betriebszustand versetzt,
was durch eine blinkende erste Signalleuchte 23 angezeigt wird. Der Ablauf kann jetzt
durch erneutes Einstecken der Modell-Zapfpistole 30 in den Tankeinfüllstutzen 22 erneut
gestartet werden.
[0044] Wesentlich bei dem gezeigten Ablauf ist, dass nach Einschalten des Hauptschalters
26 zunächst keine Fahrbereitschaft des Modellautos 10 vorliegt. Diese wird erst durch
Betätigung des ersten Betätigungsschalters, vorliegend durch die Modell-Zapfpistole
30, hergestellt. Erfindungsgemäß erfolgt jetzt nicht selbstständig der Fahrbetrieb.
Dieser wird erst durch Betätigung des zweiten Betätigungsschalters eingeleitet.
[0045] Der erste Betätigungsschalter wird in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch den
nachgestellten Tankvorgang ausgelöst. Es ist jedoch auch denkbar, den ersten Betätigungsschalter
anders anzuordnen und zu betätigen. So kann der erste Betätigungsschalter beispielsweise
durch Öffnen einer Tür 14 des Modellautos 10 oder durch Einführung eines Schlüssels
in ein an dem Modellauto 10 angeordnetes Schloss betätigt werden. Auch der zweite
Betätigungsschalter kann anders angeordnet und zu betätigen ausgebildet sein. So kann
der zweite Betätigungsschalter beispielsweise durch Öffnen und Schließen einer Tür
14 oder durch Druck auf ein anderes Teil der Karosserie 11, beispielsweise auf das
Dach 12, auf ein Fenster 13 oder auf den Heckspoiler 16, zu betätigen sein.
[0046] Durch Anordnung des Logos 24 an dem Modellauto 10, vorzugsweise an dem Bedienabschnitt
des zweiten Betätigungsschalters, kann das Modellauto 10 vorteilhaft zu Werbezwecken,
beispielsweise als Werbegeschenk, verwendet werden. Vorteilhaft kann auch an der Modell-Zapfpistole
30 ein entsprechendes Logo 24 angeordnet sein.
1. Modellauto (10) mit einem Elektroantrieb, mit einem Hauptschalter (26) zum Ein- und
Ausschalten des Modellautos (10) und mit zumindest einer Steuereinheit, welche zumindest
einen vorgegebenen Fahrbetrieb des Modellautos (10) steuert,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Modellauto (10) zumindest zwei Betätigungsschalter angeordnet sind und dass
eine Betätigung des ersten Betätigungsschalters eine Fahrbereitschaft des Modellautos
(10) herstellt und dass eine Betätigung des zweiten Betätigungsschalters den Fahrbetrieb
des Modellautos (10) einleitet.
2. Modellauto (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrbetrieb erst dann einleitbar ist, wenn zuvor die Fahrbereitschaft hergestellt
ist.
3. Modellauto (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, bei Fahrbereitschaft des Modellautos (10)
zumindest eine in oder an dem Modellauto (10) angeordnete Signalleuchte (23, 25) derart
anzusteuern, dass die Signalleuchte (23, 25) die Fahrbereitschaft durch ein Lichtsignal
signalisiert und/oder dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, bei Fahrbereitschaft
des Modellautos (10) zumindest einen in oder an dem Modellauto angeordneten Lautsprecher
derart anzusteuern, dass der Lautsprecher die Fahrbereitschaft durch ein akustisches
Signal signalisiert.
4. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Modellauto (10) einen nach außen offenen oder zu öffnenden Tankeinfüllstutzen
(22) aufweist, dass dem Modellauto (10) eine Modell-Zapfpistole (30) zugeordnet ist
und dass der erste Betätigungsschalter durch Einführen eines Zapfpistolenstutzens
(33) der Modell-Zapfpistole (30) in den Tankeinfüllstutzen (22) und/oder durch Herausziehen
des Zapfpistolenstutzens (33) aus dem Tankeinfüllstutzen (22) betätigbar und die Fahrbereitschaft
herstellbar ist.
5. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Modellauto (10) eine von außen zugängliche Ladebuchse aufweist, dass dem Modellauto
(10) ein Modell-Ladestecker zugeordnet ist und dass der erste Betätigungsschalter
durch Einführen des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse und/oder durch Herausziehen
des Modell-Ladesteckers aus der Ladebuchse betätigbar und die Fahrbereitschaft herstellbar
ist.
6. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt der Karosserie des Modellautos (10), insbesondere eine Motorhaube (15)
oder ein Dach (12) oder eine Tür (14) oder ein Heckspoiler (16), ein Bedienelement
zur Betätigung des zweiten Betätigungsschalters bildet.
7. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Position des Bedienelements des zweiten Betätigungsschalters durch eine Beleuchtung
mittels zumindest einer der Signalleuchten (23, 25) und/oder durch eine Markierung,
insbesondere durch ein Logo (24), gekennzeichnet ist.
8. Modellauto (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement und/oder die Markierung, insbesondere das Logo (24), zumindest
bereichsweise transparent oder teiltransparent oder durchscheinend ausgebildet ist
und dass die zumindest eine Signalleuchte (23, 25) das Bedienelement und/oder die
Markierung, insbesondere das Logo (24), durchleuchtet.
9. Modellauto (10) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine das Bedienelement kennzeichnende Signalleuchte (23, 25) bei nicht
vorliegender Fahrbereitschaft des Modellautos (10) aus ist und bei hergestellter Fahrbereitschaft
leuchtet oder blinkt.
10. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Tankeinfüllstutzen (22) oder die Ladebuchse durch zumindest eine der Signalleuchten
(23, 25) gekennzeichnet ist.
11. Modellauto (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine den Tankeinfüllstutzen (22) oder die Ladebuchse kennzeichnende
erste Signalleuchte (23) bei nicht vorliegender Fahrbereitschaft und bei vorliegender
Fahrbereitschaft des Modellautos (10) unterschiedliche Lichtsignale aussendet.
12. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Modellauto (10) vier Räder (18) aufweist, von denen zumindest ein Rad (18), vorzugsweise
zwei Räder (18), von einem Elektromotor mittelbar oder unmittelbar angetrieben ist,
dass an der Unterseite des Modellautos (10) zumindest ein Führungsrad (27) angeordnet
ist, und dass die Laufrichtung des zumindest einen Führungsrades (27) parallel oder
quer zur Laufrichtung der Räder (18) einstellbar ist.
13. Modellauto (10) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Führungsrad (27) entlang einer gebogen geformten Radführung (28)
an einem Unterboden (17) des Modellautos (10) verstellbar angeordnet ist.
14. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, über einen an oder in dem Modellauto (10)
angeordneten Lautsprecher während der Betätigung des ersten Betätigungsschalters Tankgeräusche
eines in einen Tank einströmenden Kraftstoffs und/oder während der Betätigung des
zweiten Betätigungsschalters Startgeräusche eines Kraftfahrzeugs und/oder während
des Fahrbetriebs Fahrgeräusche eines Kraftfahrzeugs, insbesondere Motorgeräusche,
Getriebe-Umschaltgeräusche, Bremsgeräusche und Reifengeräusche, auszugeben.
15. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an der Modell-Zapfpistole (30) oder an dem Modell-Ladestecker ein Logo (24), insbesondere
ein gleiches Logo (24) wie an dem Bedienelement des zweiten Betätigungsschalters,
angeordnet ist.
16. Modellauto (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit dazu ausgebildet ist, das Modellauto (10) nach Abschluss des vorgegebenen
Fahrbetriebs in den nicht fahrbereiten Zustand zu versetzen.
17. Verfahren zum Betrieb eines von einem Elektromotor mittelbar oder unmittelbar angetriebenen
Modellautos (10), wobei das Modellauto (10) mit einem Hauptschalter (26) eingeschaltet
wird, und wobei das Modellauto (10) über einen vorgegebenen, gesteuerten Fahrbetrieb
gefahren wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch Betätigung eines ersten Betätigungsschalters eine Fahrbereitschaft des Modellautos
(10) hergestellt wird und dass durch Betätigung eines zweiten Betätigungsschalters
der Fahrbetrieb eingeleitet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrbereitschaft durch Einführen eines Zapfpistolenstutzens (33) einer dem Modellauto
(10) zugeordneten Modell-Zapfpistole (30) in einen Tankeinfüllstutzen (22) des Modellautos
(10) oder durch Einführen eines dem Modellauto (10) zugeordneten Modell-Ladesteckers
in eine Ladebuchse des Modellautos (10) hergestellt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einführen des Zapfpistolenstutzens (33) der Modell-Zapfpistole (30) in den
Tankeinfüllstutzen (22) bzw. des Modell-Ladesteckers in die Ladebuchse ein elektrischer
Ladevorgang einer Batterie des Modellautos (10) eingeleitet und durchgeführt wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung des zweiten Betätigungsschalters ein Abschnitt einer Karosserie (11)
des Modellautos (10), insbesondere eine Motorhaube (15) oder ein Dach (12) oder eine
Tür (14) oder ein Heckspoiler (16) des Modellautos (10), verstellt oder berührt wird.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine nicht vorliegende Fahrbereitschaft und/oder eine vorliegende Fahrbereitschaft
und/oder ein Fahrbetrieb durch jeweils zugeordnete Lichtsignale und/oder durch jeweils
zugeordnete akustische Signale angezeigt werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass nach Abschluss des gesteuerten, vorgegebenen Fahrbetriebs das Modellauto (10) in
den Zustand einer nicht vorliegenden Fahrbereitschaft versetzt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass während des gesteuerten, vorgegebenen Fahrbetriebs das Modellauto (10) entsprechend
einer vorgegebenen Abfolge von Vorwärtsfahrten, Rückwärtsfahrten, Kurvenfahrten und
Bremsvorgängen bewegt wird.