[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und einen Antriebsstrang mit einer derartigen
Antriebsanordnung.
[0002] Aus der
DE 198 27 580 A1 ist eine Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug mit einem Achsgetriebe bekannt,
wobei das Achsgetriebe einer Fahrzeugachse bzw. Radsatzwelle zugeordnet ist. Über
eine Abtriebswelle des Achsgetriebes kann neben der genannten Radsatzwelle eine weitere
Radsatzwelle des Schienenfahrzeugs angetrieben werden, indem ein freies Ende der Abtriebswelle
über eine Gelenkwelle mit der weiteren Radsatzwelle verbunden ist. Eine solche Antriebsanordnung
wird auch Master-Slave-Anordnung genannt.
[0003] Ferner sind aus der
DE 10 2013 224 242 A1 Antriebsanordnungen für Schienenfahrzeuge bekannt, bei denen ein erstes Radsatzgetriebe,
das einer ersten Radsatzwelle zugeordnet ist und ein zweites Radsatzgetriebe, das
einer zweiten Radsatzwelle zugeordnet ist, aufweist. Das erste und das zweite Radsatzgetriebe
sind dabei ebenfalls in einer Master-Slave-Anordnung eingebaut, bei der ein Antriebsdrehmoment
zum Antrieb der ersten und der zweiten Radsatzwelle durch das erste Radsatzgetriebe
geführt wird. Das heißt, dass ein von einem Antriebsmotor zur Verfügung gestelltes
Antriebsdrehmoment zunächst zu dem ersten Radsatzgetriebe geleitet und von dem ersten
Radsatzgetriebe weiter zu dem zweiten Radsatzgetriebe geleitet wird. Das erste Radsatzgetriebe
wird dabei als Master-Radsatzgetriebe und das zweite Radsatzgetriebe als Slave-Radsatzgetriebe
bezeichnet. Da das Antriebsdrehmoment dabei in dem ersten Radsatzgetriebe aufgeteilt
wird auf die erste Radsatzwelle und auf die zweite Radsatzwelle, hat das erste Radsatzgetriebe
auch die Funktion eines Verteilergetriebes.
[0004] Im Fahrbetrieb entstehen bei derartigen Antriebsanordnungen Verspannungen, weil die
Schienenraddurchmesser an der ersten und der zweiten Radsatzwelle häufig unterschiedlich
groß sind. Durch kontinuierlichen Verschleiß an den Schienenrädern im Fahrbetrieb
sind exakt gleiche Schienenraddurchmesser in der Praxis nicht einhaltbar. Das heißt
es bestehen Radumfangsdifferenzen zwischen den Schienenrädern der ersten und der zweiten
Radsatzwelle. Ein dadurch verursachtes Verspannmoment im Antriebsstrang belastet die
Komponenten des Antriebsstrangs und verkürzt deren Lebensdauer, weil sich der Verschleiß
beispielsweise in Getrieben und am Radsatz verstärkt. Folglich müssen solche Komponenten
massiver ausgelegt werden als es ohne die Verspannungen erforderlich wäre. Ferner
können die beschriebenen Verspannungen zu Vibrationen im Antriebsstrang führen, die
auch für Fahrgäste spürbar sind und daher den Fahrkomfort mindern.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug
in der beschriebenen Master-Slave-Anordnung sowie einen entsprechenden Antriebsstrang
zu schaffen, die einen geringen Verschleiß der Komponenten und damit eine hohe Lebensdauer
sowie einen hohen Fahrkomfort ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Antriebsanordnung gemäß Anspruch 1 sowie durch einen
Antriebsstrang gemäß Anspruch 9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Es wird eine Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug vorgeschlagen. Die Antriebsanordnung
umfasst ein erstes Radsatzgetriebe, das einer ersten Radsatzwelle zugeordnet ist,
und ein zweites Radsatzgetriebe, das einer zweiten Radsatzwelle zugeordnet ist. Auf
den Radsatzwellen des Schienenfahrzeugs sind jeweils die zugeordneten Schienenräder
befestigt. Ein Radsatzgetriebe ist unmittelbar auf der Radsatzwelle angeordnet, sodass
sich die Radsatzwelle teilweise durch ein Gehäuse des Radsatzgetriebes hindurch erstreckt.
[0008] Ein Antriebsdrehmoment zum Antrieb der ersten und der zweiten Radsatzwelle wird bei
der vorgeschlagenen Antriebsanordnung durch das erste Radsatzgetriebe geführt. Mit
anderen Worten wird der Kraftfluss zum Antreiben der ersten und der zweiten Radsatzachse
durch das erste Radsatzgetriebe geleitet. Es handelt sich bei dieser Antriebsanordnung
also um eine eingangs beschriebene Master-Slave-Anordnung, bei der eine Ausgangswelle
des ersten Radsatzgetriebes mit einer Eingangswelle des zweiten Radsatzgetriebes verbunden
oder verbindbar ist.
[0009] Zur Lösung der vorliegenden Aufgabe ist nun vorgesehen, dass im Kraftfluss zwischen
dem ersten Radsatzgetriebe und dem zweiten Radsatzgetriebe eine schaltbare Kupplung
angeordnet ist, die durch ein elektronisches Steuergerät ansteuerbar ist. Dies umfasst
auch eine Anordnung der schaltbaren Kupplung unmittelbar an einem der beiden Radsatzgetriebe
oder sogar in einem Gehäuse eines der beiden Radsatzgetriebe. Wesentlich ist, dass
der Kraftfluss mithilfe der schaltbaren Kupplung zwischen der ersten und der zweiten
Radsatzwelle trennbar ist. Die schaltbare Kupplung kann also im Rahmen der vorliegenden
Erfindung in dem ersten oder zweiten Radsatzgetriebe integriert oder als separate
Baueinheit zwischen den beiden Radsatzgetrieben angeordnet sein.
[0010] Mit einer derartigen Antriebsanordnung kann also die zweite Radsatzwelle vom Antrieb
abgekoppelt werden, sodass dann nur noch die erste Radsatzwelle antriebswirksam mit
einem Antriebsmotor verbunden ist. Eine solche Antriebsanordnung ermöglicht einen
Fahrbetrieb in dem nur die erste Radsatzwelle angetrieben wird, wodurch die eingangs
beschriebenen Verspannungen ausgeschlossen sind. Der Zweiachsantrieb kann in solchen
Betriebsphasen, in denen eine hohe Antriebsleistung von den Schienenrädern auf die
Schiene übertragen werden muss, zugeschaltet werden, beispielsweise beim Anfahren
des Schienenfahrzeugs. In solchen Betriebsphasen ist der Antrieb über die erste und
die zweite Radsatzwelle erforderlich, um ein Schleudern, das heißt ein Durchrutschen
der Schienenräder auf der Schiene zu vermeiden. In anderen Betriebsphasen ist dagegen
der Antrieb nur über die erste Radsatzwelle ausreichend, um die Antriebsleistung ohne
Schleudern an der Schiene zu übertragen. In diesen anderen Betriebsphasen kann nun
die schaltbare Kupplung geöffnet bleiben. Bei geöffneter schaltbarer Kupplung können
die nachteiligen Verspannungen im Antriebsstrang nicht entstehen. Bereits aufgebaute
Verspannungen können sich lösen. Folglich können die Komponenten der Antriebsanordnung
deutlich kleiner, leichter und kostengünstiger ausgelegt und gebaut werden. Insbesondere
im Bereich der ungefederten Massen des Antriebsstrangs macht sich eine leichtere Bauweise
vorteilhaft bemerkbar durch ein verbessertes Schwingungsverhalten und weniger Stöße
und Vibrationen. Dadurch erhöht sich der Fahrkomfort.
[0011] Ansteuerbar bedeutet, dass das elektronische Steuergerät mit einem Aktuator der schaltbaren
Kupplung verbunden ist, und dass die Kupplung mittels des Aktuators geöffnet und/oder
geschlossen werden kann. Ein solcher Aktuator kann beispielsweise nur das Öffnen oder
das Schließen der Kupplung bewirken, während der jeweils gegenteilige Vorgang durch
eine Federkraft bewirkt wird. Die Ansteuerung der schaltbaren Kupplung kann mittels
des elektronischen Steuergeräts vollautomatisch, beispielsweise in Abhängigkeit der
im Folgenden erwähnten Parameter erfolgen, sodass der Zugführer dadurch in keiner
Weise belastet wird und Fehlbetätigungen ausgeschlossen werden können.
[0012] Vorzugsweise ist die schaltbare Kupplung als formschlüssige Kupplung, insbesondere
als Klauenkupplung, ausgeführt. Mit einer formschlüssigen Kupplung kann eine 100%
schlupffreie Übertragung des Antriebsdrehmoments sichergestellt werden. Klauenkupplungen
haben sich zudem als robuste und verlässliche Komponenten in Antriebssträngen herausgestellt
und benötigen beispielsweise im Vergleich zu Reibkupplungen weniger Masse und Bauraum
zur Übertragung des gleichen Drehmoments. Zudem erfordern formschlüssige Kupplungen
weniger Wartungsaufwand als reibschlüssige Kupplungen.
[0013] In Bezug auf die erwähnten Betriebsphasen, in denen die schaltbare Kupplung geschlossen
bzw. geöffnet ist, kann vorgesehen sein, dass die schaltbare Kupplung im Stillstand
geschlossen ist. In dem elektronischen Steuergerät wird ein aktueller Wert einer Fahrgeschwindigkeit
bereitgestellt und das elektronische Steuergerät ist so eingerichtet, dass es die
schaltbare Kupplung öffnet sobald ein Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten wird.
Der in regelmäßigen Abständen dem Steuergerät zugeführte aktuelle Wert der Fahrgeschwindigkeit
kann in dem Steuergerät mit dem dort gespeicherten Geschwindigkeitsgrenzwert verglichen
werden. Dann wird abhängig von dem Ergebnis des Vergleichs die schaltbare Kupplung
angesteuert.
[0014] Demnach ist die schaltbare Kupplung in einem niedrigen Geschwindigkeitsbereich also
geschlossen und sobald eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht wird, wird die Kupplung
geöffnet. Der niedrige Geschwindigkeitsbereich kann einem Anfahrbereich entsprechen,
sodass das Schienenfahrzeug jeweils beim Anfahren aus dem Stillstand mithilfe beider
angetriebener Radsatzwellen beschleunigt wird. In dieser Betriebsphase ist aufgrund
der Beschleunigung eine hohe Traktion erforderlich, um ein Schleudern zu verhindern.
[0015] Da unterschiedliche Schienenraddurchmesser bei der Fahrt im niedrigen Geschwindigkeitsbereich
keine oder nur geringe Verspannungen verursachen und der deutlich größere Zeitanteil
in höheren Geschwindigkeitsbereichen mit offener Kupplung gefahren wird, sind die
erreichbaren Vorteile der leichteren Bauweise und geringerer Vibrationen erheblich.
[0016] Eine derartige Antriebsanordnung ermöglicht einen verbesserten Fahrbetrieb mit einem
verhältnismäßig geringen Aufwand, weil Daten über die aktuelle Fahrgeschwindigkeit
in üblichen Steuergeräten eines Schienenfahrzeugantriebs ohnehin vorliegen und daher
keine zusätzlichen elektronischen Komponenten erforderlich sind, um die Erfindung
zu verwirklichen. Beispielsweise kann ein ohnehin erforderliches Getriebesteuergerät
oder ein Motorsteuergerät verwendet werden, um auch die schaltbare Kupplung anzusteuern.
In einem derartigen Steuergerät liegen in der Regel die Information über die aktuelle
Fahrgeschwindigkeit oder dementsprechende Drehzahlinformationen ohnehin vor, sodass
keine zusätzlichen Sensoren oder Messeinrichtungen zur Erfassung der Fahrgeschwindigkeit
erforderlich sind.
[0017] Ein aktueller Wert kann eine von einem Sensor erfasste physikalische Größe, beispielsweise
eine Drehzahl sein, wobei der aktuelle Wert in vorbestimmten Abständen neu erfasst
und dem elektronischen Steuergerät zugeleitet wird. Die Abstände können von einem
Taktzyklus des jeweiligen elektronischen Steuergeräts abhängen und umfassen üblicherweise
einige Millisekunden, beispielsweise 50 Millisekunden.
[0018] Anstatt oder zusätzlich zur Ansteuerung der schaltbaren Kupplung in Abhängigkeit
der Fahrgeschwindigkeit kann die Ansteuerung auch abhängig von einer Antriebslast
vorgenommen werden. Dementsprechend kann vorgesehen sein, dass in dem elektronischen
Steuergerät ein aktueller Wert der Antriebslast vorliegt, und dass das elektronische
Steuergerät so eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung schließt, sobald
ein Lastgrenzwert überschritten wird. Gängige Getriebesteuergeräte umfassen bereits
eine sogenannte Lasterkennung. Es liegt also bereits ein aktueller Wert der anliegenden
Antriebslast in einem solchen Getriebesteuergerät vor. Dieser Wert kann nun auch zur
Ansteuerung der schaltbaren Kupplung genutzt werden.
[0019] Bei einer Berücksichtigung sowohl der Fahrgeschwindigkeit als auch der Antriebslast
kann die Kupplung nach dem Anfahren bei Überschreitung des Geschwindigkeitsgrenzwert
also geöffnet werden und danach wieder geschlossen werden, wenn dann der Lastgrenzwert
überschritten wird. Dies kann beispielsweise im Rahmen eines weiteren Beschleunigens
passieren. Mit einer derartigen Ansteuerung der schaltbaren Kupplung kann erreicht
werden, dass das Schienenfahrzeug jeweils bei Bedarf mit zwei Achsen bzw. Radsatzwellen
angetrieben wird und in allen anderen Betriebsphasen nur mit einer Achse bzw. Radsatzwelle.
Abhängig vom der jeweils angewendeten Art der Ansteuerung der schaltbaren Kupplung
kann es sich technisch um eine Steuerung oder um einer Regelung handeln, oder um ein
Mischform der beiden.
[0020] Als weiterer Parameter kann zu der Ansteuerung der schaltbaren Kupplung auch die
Stellung eines Fahrhebels verwendet werden. Die Fahrhebelstellung entspricht einer
vom Zugführer angeforderten Geschwindigkeit, mit anderen Worten einer Sollgeschwindigkeit.
In diesem Fall ist vorgesehen, dass in dem elektronischen Steuergerät ein aktueller
Stellwert der Fahrhebelstellung vorliegt, und dass das elektronische Steuergerät so
eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung in Abhängigkeit des aktuellen Stellwerts
ansteuert.
[0021] Alternativ oder zusätzlich zu den genannten Parametern kann die Ansteuerung der schaltbaren
Kupplung auch in Abhängigkeit weiterer Parameter erfolgen. Als weitere Parameter eignet
sich beispielsweise die Information, ob eine Motorbremse und/oder eine Hilfsbremseinrichtung
(z.B. ein Retarder) aktiv sind. Demnach kann vorgesehen sein, dass in dem elektronischen
Steuergerät ein aktueller Bremswert einer Motorbremseinrichtung oder einer Hilfsbremseinrichtung,
insbesondere eines Retarders, vorliegt, und dass das elektronische Steuergerät so
eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung in Abhängigkeit des aktuellen Bremswerts
ansteuert.
[0022] Ein geeignetes elektronisches Steuergerät für die vorliegende Erfindung umfasst zumindest
einen Prozessor (CPU) oder Mikrocontroller, geeignete Speichermittel und programmierbare
Hardwareelemente. Ferner ist in dem elektronischen Steuergerät zumindest eine entsprechende
Software, d.h. ein Computerprogramm installiert, das die beschriebene Ansteuerung
der schaltbaren Kupplung bewirkt. Das elektronische Steuergerät kann mit Sensoren
und mit anderen Steuergeräten oder Subsystemen des Schienenfahrzeugs in Verbindung
stehen, um erforderliche Daten und/oder Programmabläufe auszutauschen bzw. zu teilen.
Dazu können Schnittstellen an dem elektronischen Steuergerät und Datenkommunikationsverbindungen
beispielsweise in Form eines Datennetzes oder zumindest eines Datenbussystems vorgesehen
sein. Es können also beispielsweise ein oder mehrere CAN-Bussysteme vorgesehen sein,
die zur Realisierung der vorliegenden Erfindung zumindest mitgenutzt werden. Die Vernetzung
der schaltbaren Kupplung mittels eines Datenbussystems oder Datennetzes ermöglicht
eine bidirektionale Kommunikation, bei der die schaltbare Kupplung beispielsweise
einen Ist-Status senden kann und andere Steuergeräte bzw. Subsysteme des Schienenfahrzeugs
gegebenenfalls eine Änderung des Status anfordern können.
[0023] Gemäß einer bevorzugten Ausführung kann das elektronische Steuergerät mit einer Schleuderschutzeinrichtung
verbunden sein. Es sind bereits verschiedene Schleuderschutzeinrichtungen bekannt
geworden, die dazu geeignet sind ein Durchrutschen von angetriebenen Schienenrädern
auf der Schiene verhindern.
[0024] Mithilfe der Verbindung zu der Schleuderschutzvorrichtung kann nun vorgesehen sein,
dass das elektronische Steuergerät so eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung
schließt, wenn es von der Schleuderschutzeinrichtung ein Signal empfängt, das ein
bevorstehendes oder bereits erkanntes Schleudern an einem der Schienenräder der ersten
Radsatzwelle anzeigt. Auf diese Weise kann der Antrieb über die erste und die zweite
Radsatzwelle durch Schließen der Kupplung auch in den höheren Geschwindigkeitsbereichen
erreicht werden, in denen die schaltbare Kupplung eigentlich geöffnet ist, sobald
ein Schleudern droht oder bereits erkannt worden ist. Dadurch lässt sich Schleudern
zumindest deutlich reduzieren, wodurch wiederum Vibrationen vermieden und der Verschleiß
an den Schienenrädern und Schienen verringert wird.
[0025] Die Erfindung umfasst schließlich auch einen Antriebsstrang eines Schienenfahrzeuges
mit einer Antriebsanordnung wie oben beschrieben. Ein solcher Antriebsstrang umfasst
vorzugsweise eine Antriebsmaschine und ein Gangwechselgetriebe, wobei das elektronische
Steuergerät ein dem Gangwechselgetriebe zugeordnetes Steuergerät ist.
[0026] Auch bestehende Antriebsstränge können mit der vorliegenden Erfindung auf einfache
Weise nachgerüstet werden, indem eine schaltbare Kupplung zwischen dem ersten und
dem zweiten Radsatzgetriebe eingebaut und durch ein dazu eingerichtetes elektronisches
Steuergerät angesteuert wird.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der anliegenden Figuren näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- Einen Antriebsstrang mit einer Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug nach dem
Stand der Technik und
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäßen Antriebsstrang mit einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
für ein Schienenfahrzeug.
[0028] Der in Fig. 1 dargestellte Antriebsstrang 1 umfasst einen Antriebsmotor 4, der die
Antriebsleistung bereitstellt und beispielsweise als Dieselmotor ausgebildet sein
kann. Der Antriebsmotor 4 ist über eine Gelenkwelle 10 mit einem Gangwechselgetriebe
2 verbunden. Das Gangwechselgetriebe 2 stellt mehrere Übersetzungsverhältnisse zur
Verfügung und kann beispielsweise als Automatgetriebe in Planetenbauweise, als automatisiertes
Getriebe in Vorgelegewellenbauweise oder als hydrodynamisches Getriebe ausgebildet
sein. Eine Ausgangswelle des Gangwechselgetriebes 2 ist über eine weitere Gelenkwelle
5 mit einem ersten Radsatzgetriebe 6 verbunden. Das erste Radsatzgetriebe 6 ist an
einer ersten Radsatzwelle 11 angeordnet, sodass sich die erste Radsatzwelle 11 durch
ein Gehäuse 15 des ersten Radsatzgetriebes 6 hindurch erstreckt. Auf beiden äußeren
Endbereichen der ersten Radsatzwelle 11 ist jeweils ein Schienenrad 13 befestigt,
das im Fahrbetrieb auf der Schiene 9 abrollt und das Schienenfahrzeug auf der Schiene
9 antreibt. An der Kontaktstelle zwischen jedem angetriebenen Schienenrad 13 und der
Schiene 9 besteht die Gefahr des Schleuderns, d.h. des Durchrutschens.
[0029] Das erste Radsatzgetriebe 6 umfasst ferner eine Wendeeinheit 3 zur Drehrichtungsumkehr,
also um ein Rückwärtsfahren zu bewerkstelligen. Da die Wendeeinheit 3 im Kraftfluss
hinter dem Gangwechselgetriebe 2 angeordnet ist, sind alle Gangstufen in beiden Fahrtrichtungen
verfügbar. Es sind also zwei gleichwertige Fahrtrichtungen vorhanden, was bei Schienenfahrzeugen
in der Regel erforderlich ist. In anderen Ausführungsbeispielen kann die Wendeeinheit
3 jedoch auch an einer anderen Stelle in dem Antriebsstrang angeordnet sein, beispielsweise
als ein separates Wendegetriebe oder als eine in einem Gangwechselgetriebe integrierte
Wendestufe.
[0030] Das erste Radsatzgetriebe 6 ist über eine weitere Gelenkwelle 7 mit einem zweiten
Radsatzgetriebe 8 verbunden. Das zweite Radsatzgetriebe 8 ist an einer zweiten Radsatzwelle
12 angeordnet, sodass sich die zweite Radsatzwelle 12 durch ein Gehäuse 16 des zweiten
Radsatzgetriebes 8 hindurch erstreckt. Auf beiden äußeren Endbereichen der zweiten
Radsatzwelle 12 ist jeweils ein Schienenrad 14 befestigt, das im Fahrbetrieb auf der
Schiene 9 abrollt und das Schienenfahrzeug auf der Schiene 9 antreibt.
[0031] Bei dieser Antriebsanordnung nach dem Stand der Technik entstehen im Fahrbetrieb
die eingangs erläuterten Verspannungen, aufgrund unterschiedlicher Schienenraddurchmesser
und aufgrund der starren Kopplung zwischen dem ersten Radsatzgetriebe 6 und dem zweiten
Radsatzgetriebe 8 mittels der Gelenkwelle 7. Um diesen Verspannungen standzuhalten,
sind die Komponenten dieser Antriebsanordnung verhältnismäßig groß und schwer ausgebildet.
Dagegen können die Komponenten der im Folgenden beschriebenen erfindungsgemäßen Antriebsanordnung
gemäß der Fig. 2 leichter ausgebildet werden, was sich insbesondere im Bereich der
ungefederten Massen des Schienenfahrzeugs vorteilhaft auswirkt.
[0032] Der in Fig. 2 abgebildete Antriebsstrang weist eine erfindungsgemäße Antriebsanordnung
20 für ein Schienenfahrzeug mit der schaltbaren Kupplung 25 auf. Auch dieser Antriebsstrang
umfasst eine Antriebsmaschine 4, vorzugsweise einen Dieselmotor, und ein Gangwechselgetriebe
2, die beide im Kraftfluss vor der Antriebsanordnung 20 angeordnet und über eine Gelenkwelle
5 mit dieser verbunden sind. Bei dem Antriebsstrang der Fig. 2 ist die Antriebsmaschine
4 und das Gangwechselgetriebe 2 unmittelbar miteinander verbunden, sodass in dieser
Anordnung keine zusätzliche Gelenkwelle zwischen der Antriebsmaschine 4 und dem Gangwechselgetriebe
2 erforderlich ist.
[0033] Die Antriebsanordnung 20 umfasst ein erstes Radsatzgetriebe 21, das einer ersten
Radsatzwelle 22 zugeordnet ist und ein zweites Radsatzgetriebe 23, das einer zweiten
Radsatzwelle 24 zugeordnet ist. Das erste Radsatzgetriebe 21 ist antriebsseitig mit
einem nicht dargestellten Antriebsmotor verbindbar. Das erste Radsatzgetriebe 21 ist
über eine Verbindungswelle 26 mit einer Eingangsseite einer schaltbaren Kupplung 25
verbunden. Die Ausgangsseite der schaltbaren Kupplung 25 ist über das zweite Radsatzgetriebe
23 mit der zweiten Radsatzwelle 24 verbunden. Die schaltbare Kupplung 25 ist unmittelbar
an dem zweiten Radsatzgetriebe 23 angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die schaltbare Kupplung 25 in einem gemeinsamen Gehäuse mit dem zweiten Radsatzgetriebe
23 angeordnet.
[0034] Bei geschlossener schaltbarer Kupplung 25 wird ein Antriebsdrehmoment durch das erste
Radsatzgetriebe 21 geführt und in dem ersten Radsatzgetriebe 21 aufgeteilt und zum
Antrieb der ersten und der zweiten Radsatzwelle 22, 24 verwendet. Bei geöffneter schaltbarer
Kupplung 25 wird das gesamte, in dem ersten Radsatzgetriebe 21 zur Verfügung stehende
Antriebsdrehmoment auf die erste Radsatzwelle 22 geleitet.
[0035] Die schaltbare Kupplung 25 ist vorliegend als formschlüssige Kupplung ausgeführt.
Die schaltbare Kupplung 25 ist durch ein elektronisches Steuergerät 26 ansteuerbar.
Dazu ist die schaltbare Kupplung 25, insbesondere deren Aktuator zum Öffnen und Schließen
der Kupplung, über eine Verbindung 28 signalübertragend mit dem elektronischen Steuergerät
27 verbunden.
[0036] Das elektronische Steuergerät 27 weist neben einem Prozessor 29 die Speicherbereiche
30 und 31 auf. In einem ersten Speicherbereich 30 sind aktuelle Werte, d.h. Messwerte
abgespeichert, die anhand von regelmäßig erfassten Messwerten laufend überschrieben
werden. Vorliegend sind dies ein aktueller Geschwindigkeitswert 32, der einer gemessenen
Fahrgeschwindigkeit des Schienenfahrzeugs entspricht, ein aktueller Lastwert 33, der
einer gemessenen Antriebslast entspricht, und ein aktueller Stellwert 34, der einer
erfassten Fahrhebelstellung entspricht. Das Steuergerät 27 kann darüber hinaus weitere
Messwerte bereitstellen, die in dem ersten Speicherbereich 30 hinterlegt werden. Die
genannten Messwerte werden bei herkömmlichen Schienenfahrzeugen ohnehin von Sensoren
erfasst und an Steuereinrichtungen und/oder Steuergeräte übertragen.
[0037] In einem zweiten Speicherbereich 31 sind definierte Grenzwerte abgespeichert. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind dies ein Geschwindigkeitsgrenzwert 35, ein Lastgrenzwert
36 und ein Differenzgrenzwert 37. Die beiden genannten Speicherbereiche 30 und 31
können physikalisch in bzw. auf einem gemeinsamen Speichermedium angeordnet sein.
[0038] Das elektronische Steuergerät 27 umfasst ferner eine Software bzw. Programme, die
so eingerichtet sind, dass die schaltbare Kupplung 25 geöffnet wird sobald der Geschwindigkeitsgrenzwert
35 überschritten wird. Dazu wird der gemessene aktuelle Geschwindigkeitswert 32 mit
dem abgespeicherten Geschwindigkeitsgrenzwert 35 verglichen. Der Vergleich kann beispielsweise
durch eine Differenzwertbildung erfolgen. Eine geschwindigkeitsabhängige Ansteuerung
der Kupplung stellt eine einfache Steuerung dar, die mit einem geringen Mehraufwand
realisiert werden kann.
[0039] Des Weiteren kann die schaltbare Kupplung 25 auch mithilfe eines Kennfelds gesteuert
werden, das beispielsweise in dem zweiten Speicherbereich 31 des elektronischen Steuergeräts
27 hinterlegt ist. Ein solches Kennfeld kann Geschwindigkeitswerte sowie weitere Eingangsparameter
wie Last, Fahrerwunsch, aktivierte Motor- oder Hilfsbremse umfassen.
[0040] In dem elektronischen Steuergerät 27 kann zur Ansteuerung der schaltbaren Kupplung
25 die aktuelle Antriebslast berücksichtigt werden. Dazu wird der gemessene aktuelle
Lastwert 33 mit dem gespeicherten Lastgrenzwert 36 verglichen. Bei Überschreiten des
gespeicherten Lastgrenzwertes 36 wird die schaltbare Kupplung 25 geschlossen, sodass
beide Radsatzwellen 22 und 24 angetrieben werden, um damit ein Schleudern zu vermeiden.
Das bedeutet, dass auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten als dem Geschwindigkeitsgrenzwert
35 die schaltbare Kupplung 25 geschlossen werden kann.
[0041] Das elektronische Steuergerät 27 und die darin ablaufende Software können so eingerichtet
werden, dass die schaltbare Kupplung 25 auch in Abhängigkeit eines aktuellen Stellwerts
34 angesteuert wird. Wie oben erläutert repräsentiert der aktuelle Stellwert 34 der
Fahrhebelstellung die vom Fahrzeugführer angeforderte Sollgeschwindigkeit. Mithilfe
des Prozessors 29 kann nun ein Differenzwert zwischen der Sollgeschwindigkeit und
dem gemessenen aktuellen Geschwindigkeitswert 32 berechnet werden. Dieser berechnete
Differenzwert wird mit dem Differenzgrenzwert 37 verglichen. Sobald der berechnete
Differenzwert den Differenzgrenzwert 37 überschreitet, wird die schaltbare Kupplung
25 geschlossen. Bei einem großen Differenzwert zwischen der angeforderten Sollgeschwindigkeit
und dem aktuellen Geschwindigkeitswert 32 wird von dem Antriebsmotor eine hohe Antriebsleistung
bereitgestellt werden, um die aktuelle Geschwindigkeit möglichst bald an die Sollgeschwindigkeit
anzugleichen. Um diese hohe Antriebsleistung ohne Schleudern an der Schiene umzusetzen
ist der Antrieb mit geschlossener schaltbarer Kupplung auf beide Radsatzwellen 22
und 24 vorteilhaft.
[0042] Neben den genannten aktuellen Werten und dauerhaft abgespeicherten Grenzwerten können
andere Parameter, Werte, Daten und Programme in dem elektronischen Steuergerät 27
gespeichert sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das elektronische Steuergerät
27 ein übergeordnetes oder zentrales Steuergerät ist, mit dessen Hilfe auch andere
Komponenten des Schienenfahrzeugs gesteuert oder geregelt werden.
[0043] Das elektronische Steuergerät 27 ist über eine Verbindung 39 mit einer Schleuderschutzeinrichtung
38 signalübertragend verbunden. Auf diese Weise ist es möglich, dass auch Fahrzustände
bei der Ansteuerung der schaltbaren Kupplung 25 berücksichtigt werden, die von der
Schleuderschutzeinrichtung 38 erfasst und gesteuert bzw. geregelt werden. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist das elektronische Steuergerät 27 so eingerichtet, dass es
die schaltbare Kupplung 25 schließt, wenn es von der Schleuderschutzeinrichtung 38
ein Signal empfängt, das ein bevorstehendes oder bereits vorhandenes Schleudern an
einem der Schienenräder der ersten Radsatzwelle 22 anzeigt.
Bezugszeichen
[0044]
- 1
- Antriebsstrang
- 2
- Gangwechselgetriebe
- 3
- Wendeeinheit
- 4
- Antriebsmotor
- 5
- Gelenkwelle
- 6
- erstes Radsatzgetriebe
- 7
- Gelenkwelle
- 8
- zweites Radsatzgetriebe
- 9
- Schiene
- 10
- Gelenkwelle
- 11
- erste Radsatzwelle
- 12
- zweite Radsatzwelle
- 13
- Schienenrad
- 14
- Schienenrad
- 15
- Gehäuse
- 16
- Gehäuse
- 20
- Antriebsanordnung
- 21
- erstes Radsatzgetriebe
- 22
- erste Radsatzwelle
- 23
- zweites Radsatzgetriebe
- 24
- zweite Radsatzwelle
- 25
- schaltbare Kupplung
- 26
- Verbindungswelle
- 27
- elektronisches Steuergerät
- 28
- Verbindung
- 29
- Prozessor
- 30
- erster Speicherbereich
- 31
- zweiter Speicherbereich
- 32
- aktueller Geschwindigkeitswert
- 33
- aktueller Lastwert
- 34
- aktueller Stellwert
- 35
- Geschwindigkeitsgrenzwert
- 36
- Lastgrenzwert
- 37
- Differenzgrenzwert
- 38
- Schleuderschutzeinrichtung
- 39
- Verbindung
1. Antriebsanordnung für ein Schienenfahrzeug mit einem ersten Radsatzgetriebe (21),
das einer ersten Radsatzwelle (22) zugeordnet ist und mit einem zweiten Radsatzgetriebe
(23), das einer zweiten Radsatzwelle (24) zugeordnet ist, wobei ein Antriebsdrehmoment
zum Antrieb der ersten und der zweiten Radsatzwelle (22, 24) durch das erste Radsatzgetriebe
(21) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Kraftfluss zwischen dem ersten Radsatzgetriebe (21) und dem zweiten Radsatzgetriebe
(23) eine schaltbare Kupplung (25) angeordnet ist, die durch ein elektronisches Steuergerät
(27) ansteuerbar ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schaltbare Kupplung (25) als formschlüssige Kupplung ausgeführt ist.
3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem elektronischen Steuergerät (27) ein aktueller Geschwindigkeitswert einer Fahrgeschwindigkeit
vorliegt, und dass das elektronische Steuergerät (27) so eingerichtet ist, dass es
die schaltbare Kupplung (25) öffnet sobald ein Geschwindigkeitsgrenzwert überschritten
wird.
4. Antriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem elektronischen Steuergerät (27) ein aktueller Lastwert einer Antriebslast
vorliegt, und dass das elektronische Steuergerät (27) so eingerichtet ist, dass es
die schaltbare Kupplung (25) schließt, sobald der aktuelle Lastwert einen Lastgrenzwert
überschreitet.
5. Antriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem elektronischen Steuergerät (27) ein aktueller Stellwert einer Fahrhebelstellung
vorliegt, und dass das elektronische Steuergerät (27) so eingerichtet ist, dass es
die schaltbare Kupplung (25) in Abhängigkeit des aktuellen Stellwerts der Fahrhebelstellung
ansteuert.
6. Antriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem elektronischen Steuergerät (27) ein aktueller Bremswert einer Motorbremseinrichtung
oder einer Hilfsbremseinrichtung, insbesondere eines Retarders, vorliegt, und dass
das elektronische Steuergerät (27) so eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung
(25) in Abhängigkeit des aktuellen Bremswerts ansteuert.
7. Antriebsanordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Steuergerät (27) mit anderen Subsystemen des Schienenfahrzeugs,
insbesondere mit einer Schleuderschutzeinrichtung (38) verbunden ist.
8. Antriebsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Steuergerät (27) so eingerichtet ist, dass es die schaltbare Kupplung
(25) schließt, wenn es von der Schleuderschutzeinrichtung (38) ein Signal empfängt,
das ein bevorstehendes oder bereits erkanntes Schleudern an einem der Schienenräder
der ersten Radsatzwelle (22) anzeigt.
9. Antriebsstrang eines Schienenfahrzeuges, gekennzeichnet durch eine Antriebsanordnung (20) nach einem der vorgenannten Ansprüche.
10. Antriebsstrang nach Anspruch 9, umfassend eine Antriebsmaschine, ein Gangwechselgetriebe
(2) und die Antriebsanordnung (20), dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Steuergerät (27) ein dem Gangwechselgetriebe (2) zugeordnetes Steuergerät
ist.