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(11) |
EP 3 461 937 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.04.2023 Patentblatt 2023/16 |
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Anmeldetag: 10.08.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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D01H 4/08 |
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OFFENEND-SPINNEINRICHTUNG
OPEN-END SPINNING MACHINE
MÉTIER À FILER À BOUT LIBRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
11.08.2017 DE 102017118390
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.04.2019 Patentblatt 2019/14 |
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Patentinhaber: Saurer Spinning Solutions GmbH & Co. KG |
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52531 Übach-Palenberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Miodek, Jakub
41238 Mönchengladbach (DE)
- Winzen, Lothar
52134 Herzogenrath (DE)
- Jakobinski, Andreas
41812 Erkelenz (DE)
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Vertreter: Schniedermeyer, Markus |
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Saurer Spinning Solutions GmbH & Co. KG
Patentabteilung
Carlstraße 60 52531 Übach-Palenberg 52531 Übach-Palenberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 538 261 DE-A1- 10 303 481
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DE-A1- 2 651 551 GB-A- 2 054 671
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Offenend-Spinneinrichtung umfassend ein mit
Unterdruck beaufschlagbares Rotorgehäuse und einen Spinnrotor. Das Rotorgehäuse ist
nach vorne hin offen und durch ein Deckelelement verschließbar. Nach hinten weist
das Rotorgehäuse eine Rückwand mit einer Durchtrittsöffnung für einen Rotorschaft
des Spinnrotors auf. Der Rotorschaft wird außerhalb des Rotorgehäuses angetrieben.
Die Rückwand des Rotorgehäuses ist so ausgebildet, dass im Inneren des Rotorgehäuses
der Bereich hinter dem Spinnrotor verdeckt wird.
[0002] Eine Offenend-Spinneinrichtung umfasst ein Rotorgehäuse mit einem Deckelelement zum
Verschließen des Rotorgehäuses. In dem Rotorgehäuse ist ein Spinnrotor angeordnet.
Der Spinnrotor ist drehbar gelagert. Der Spinnrotor kann zum Spinnen auf verschiedene
Weise angetrieben werden. Es ist bekannt, die Spinnrotoren mehrerer Offenend-Spinneinrichtungen
über einen gemeinsamen Antrieb anzutreiben. Die Kraft kann von dem gemeinsamen Antrieb
auf die Spinnrotoren beispielsweise mittels eines Riemens übertragen werden. Es ist
auch bekannt, dass jedem Spinnrotor ein elektromotorischer Einzelantrieb zugeordnet
ist. In Verbindung mit einem Einzelantrieb ist der Spinnrotor vorzugsweise berührungslos
gelagert. Eine berührungslose Lagerung kann als magnetische Lagerung ausgebildet sein.
Berührungslos gelagerte Spinnrotoren mit Einzelantrieben sind besonders empfindlich
gegen Verschmutzungen.
[0003] Zum Spinnen ist ein Unterdruck in dem Rotorgehäuse erforderlich. Deshalb weisen bekannte
Offenend-Rotorspinnmaschinen eine zentrale Unterdruckquelle und eine maschinenlange
Unterdruckleitung auf. Die Unterdruckversorgung der Offenend-Spinneinrichtungen wird
durch einen Anschluss des Rotorgehäuses an die maschinenlange Unterdruckleitung realisiert.
[0004] Im Spinnbetrieb wird über einen Faserleitkanal Fasermaterial in das Rotorgehäuse
eingeführt und der fertig gesponnene Faden wird über einen Fadenabzugskanal aus dem
Rotorgehäuse abgezogen. Das spinnrotorseitige Ende des Fadenabzugskanals befindet
sich an einem Ansatz, der an dem Deckelelement befestigt ist und in den Spinnrotor
ragt. Wenn die in den Rotor eingespeisten Fasern nicht mehr durch den Spinnprozess
herausbefördert werden, entstehen Faserringe. Dies kann zum Beispiel bei einem Fadenbruch
und ggf. zeitlich verzögerter Abstellung der Faserbandzufuhr passieren. Zunächst werden
die Fasern durch die Fliehkräfte in der Rotorrille gehalten. Beim Bremsen des Spinnrotors
fällt der Faserring zusammen und legt sich um den in den Spinnrotor ragenden Ansatz.
Von dort kann der Faserring weiter hinter den Spinnrotor gelangen und einen Faserwickel
bilden. Ein solcher Faserwickel kann durch den in dem Rotorgehäuse herrschenden Unterdruck
nicht mehr abgesaugt werden und beeinträchtigt das Spinnergebnis.
[0005] Die
DE 103 03 481 A1 offenbart eine Offenend-Spinneinrichtung mit einem aus Rotorteller und Rotorschaft
bestehenden Spinnrotor, mit einem den Rotorteller umgebenden, unter Unterdruck stehenden
Rotorgehäuse, welches eine Durchtrittsöffnung für den außerhalb des Rotorgehäuses
gelagerten Rotorschaft aufweist, sowie mit einem die Durchtrittsöffnung abdichtenden,
bezüglich des Rotorschaftes in radialer Richtung schwimmend angeordneten und mit dem
Rotorschaft einen Dichtungsspalt bildenden, am Rotorgehäuse axial anliegenden Dichtungselement.
Das Dichtungselement ist mit einem Fortsatz versehen, der eine der Durchtrittsöffnung
zugewandte Rückwand des Rotortellers bis in den Bereich des größten Außendurchmessers
des Rotortellers unter Belassen eines engen Hüllspaltes umhüllt. Durch den den Rotorteller
umhüllenden Fortsatz soll die Luftreibung am Rotorteller deutlich verringert werden.
Diese Anordnung kann jedoch nicht verhindern, dass sich im Inneren des Rotorgehäuses
hinter dem Spinnrotor oder präziser hinter dem Rotorteller ein Fadenwickel bildet.
[0006] Die
DE 25 38 261 A1 offenbart eine Offenend-Spinneinrichtung mit einem Spinnrotor, der innerhalb eines
im Betrieb unter Unterdruck stehenden Gehäuseraumes liegt. Der der Rückseite des Spinnrotors
zugekehrte Gehäuseraum weist mehrere, konzentrisch zur Drehachse des Spinnrotors und
in Längsrichtung zu dieser hintereinander angeordnete ringförmige Ausnehmungen mit
unterschiedlichen Durchmessern auf, die den unterschiedlichen Arbeitsdurchmessern
der in die Spinneinrichtung einsetzbaren Spinnrotoren angepasst sind. Der äußere Mantelteil
eines Spinnrotors bildet mit der entsprechenden Ausnehmung einen Ringspalt. Dieser
wirkt als Abdichtung des den Spinnrotor aufnehmenden vorderen Gehäuseraumes zu dem
rückwärtigen dem Lager zugekehrten Teil. Auf diese Weise wird auch verhindert, dass
beim Abstellen der Spinneinrichtung von der Unterdruckquelle aus dem Spinnrotor abgesaugte
Fasern in den hinter dem Spinnrotor liegenden Teil des Gehäuseraumes gelangen.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine alternative Spinneinrichtung
zu schaffen, die das Auftreten von Fadenwickeln im Inneren des Rotorgehäuses hinter
dem Spinnrotor verhindert und einfach an verschiedene Formen und Durchmesser des Spinnrotors
anpassbar ist.
[0008] Zur Lösung der Aufgabe wird eine Offenend-Spinneinrichtung umfassend ein mit Unterdruck
beaufschlagbares Rotorgehäuse und einen Spinnrotor vorgeschlagen. Das Rotorgehäuse
ist nach vorne hin offen und durch ein Deckelelement verschließbar, nach hinten weist
das Rotorgehäuse eine Rückwand mit einer Durchtrittsöffnung für einen Rotorschaft
des Spinnrotors auf. Am größten Außendurchmesser des Spinnrotors ist ein enger Spalt
von weniger als 2 mm Spaltbreite zwischen dem Spinnrotor und der Rückwand des Rotorgehäuses
vorhanden und die Rückwand des Rotorgehäuses ist so ausgebildet, dass im Inneren des
Rotorgehäuses der Bereich hinter dem Spinnrotor verdeckt wird. Die Rückwand des Rotorgehäuses
wird zumindest teilweise durch einen wechselbaren Aufsatz gebildet, der auf einer
rückwärtigen Begrenzungswand des Rotorgehäuses aufliegt. Dabei erstreckt sich der
Aufsatz bis zu den seitlichen Begrenzungswänden des Rotorgehäuses.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion der Rückwand des Rotorgehäuses wird im Inneren
des Rotorgehäuses der Bereich hinter dem Spinnrotor abgeschirmt, sodass Faserwickel
nicht dorthin gelangen können. Das heißt die Rückwand des Rotorgehäuses ist so gestaltet,
dass es von vorne keine Durchgänge in den Bereich hinter dem Spinnrotor gibt. Die
einzige Ausnahme ist der Spalt zwischen der Rückwand des Rotorgehäuses und dem größten
Außendurchmesser des Spinnrotors. Bei Einhaltung der erfindungsgemäßen Spaltbreite
von weniger als 2 mm kann ein Durchtritt von Fasern aber weitestgehend verhindert
werden. Die Spaltbreite sollte größer als 0,2 mm sein, um einen Kontakt des Spinnrotors
mit der Rückwand zu vermeiden. Eine Spaltbreite von 1 mm wird bevorzugt.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Rückwand des Rotorgehäuses zumindest teilweise durch einen
wechselbaren Aufsatz gebildet, der auf einer rückwärtigen Begrenzungswand des Rotorgehäuses
aufliegt.
[0011] Auf diese Weise kann die Rückwand des Rotorgehäuses einfach an verschiedene Formen
und Durchmesser des Spinnrotors angepasst werden.
[0012] Weiter erfindungsgemäß erstreckt sich der Aufsatz bis zu den seitlichen Begrenzungswänden
des Rotorgehäuses. Dadurch wird eine einfache Befestigung möglich. Klips- oder Pressverbindungen
können leicht realisiert werden.
[0013] Zusätzlich zu der Verhinderung von Faserwickeln hinter dem Spinnrotor hat die erfindungsgemäße
Offenend-Spinneinrichtung den Vorteil einer geringen Luftreibung. Ein Rotor erzeugt
durch seine Drehung eine turbulente Strömung, die zu Reibungsverlusten und damit einer
höheren Leistungsaufnahme seines Antriebs führt. Die erfindungsgemäße Ausbildung der
Rückwand des Rotorgehäuses überführt die turbulente Strömung in eine laminare Strömung.
Der Luftstrom wird dabei nach außen geführt. Es entsteht dabei ein Druckgefälle. Weniger
Luft bedeutet weniger Luftreibung und damit eine Energieersparnis für den Antrieb.
[0014] Der Spinnrotor weist einen der Rückwand des Rotorgehäuses zugewandten Rotorboden
auf. Der enge Spalt kann sich der zumindest teilweise entlang des Rotorbodens fortsetzten.
Mit Entfernung von dem größten Außendurchmesser kann sich die Spaltbreite ändern.
Es ist keineswegs erforderlich, dass sich der Spalt bis zum Rotorschaft hin fortsetzt.
Hinter dem Spinnrotor kann durchaus ein Hohlraum vorhanden sein. Erfindungswesentlich
ist nur, dass der Bereich hinter dem Spinnrotor abgeschirmt ist.
[0015] Vorzugsweise weist der Spinnrotor am größten Außendurchmesser eine Außenkante auf
und der enge Spalt setzt sich entlang der Außenkante axial fort.
[0016] Dazu bildet vorzugsweise der Aufsatz den engen Spalt am größten Außendurchmesser
des Spinnrotors mit dem Spinnrotor. Der Einsatz ist vorzugsweise rotationssymmetrisch
und wird zentrisch zum Spinnrotor angeordnet. Der Aufsatz kann konusförmig ausgebildet
sein, wobei der Durchmesser des Aufsatzes von vorne nach hinten zunimmt. Der Aufsatz
kann auch zylindrisch sein.
[0017] Der Aufsatz kann an einer Begrenzungswand des Rotorgehäuses mittels einer Klipsverbindung,
einer Verschraubung, einer magnetischen Kraft oder einer Presspassung befestigt sein.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine nicht erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung mit einem wechselbaren Aufsatz;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung mit einem wechselbaren Aufsatz;
- Fig. 3
- eine nicht erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung ohne Aufsatz;
- Fig. 4
- eine nicht erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung ohne Aufsatz;
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung mit einem alternativen Spinnrotor.
[0020] Die Figuren zeigen erfindungsgemäße und nicht erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtungen.
Da Offenend-Spinneinrichtungen im Grundsatz bekannt sind, beschränkt sich die Darstellung
der Figuren auf die erfindungswesentlichen Bestandteile. In den Figuren tragen Elemente
mit vergleichbarer Funktion gleiche Bezugszeichen, auch wenn die Elemente anders ausgeführt
sind.
[0021] Die Fig. 1 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung. Diese umfasst
ein nach vorne hin offenes Rotorgehäuse 1 und einen darin angeordneten Spinnrotor
2. Im Spinnbetrieb ist das Rotorgehäuse 1 durch ein nicht dargestelltes Deckelelement
verschlossen und wird durch eine nicht dargestellte Unterdruckversorgung mit Unterdruck
beaufschlagt. Der offenen Seite abgewandt, also nach hinten, weist das Rotorgehäuse
1 eine Durchtrittsöffnung 4 für einen Rotorschaft 5 des Spinnrotors 2 auf. Der Rotorschaft
5 und damit der Spinnrotor 2 werden außerhalb des Rotorgehäuses 1 angetrieben.
[0022] Der rotationssymmetrische Spinnrotor 2 umfasst einen Rotorschaft 5 und eine Spinntasse
13. Die Spinntasse 13 umfasst einen Rotorboden 9 und einen ringförmigen Wandabschnitt
14. Der ringförmige Wandabschnitt 14 läuft zum offenen Ende hin konisch zu. Der größte
Außendurchmesser des Spinnrotors 2 befindet sich damit am Übergangsbereich zwischen
dem Rotorboden 9 und dem ringförmigen Wandabschnitt 14. Der dargestellte Spinnrotor
2 weist am größten Außendurchmesser eine Außenkante 8 auf.
[0023] Die Ausführungsform der Fig. 1 weist einen Aufsatz 10 auf. Der Aufsatz 10 ist auf
der rückwärtigen Begrenzungswand 11 des Rotorgehäuses 1 befestigt. Die Rückwand 3
des Rotorgehäuses 1 wird damit teilweise durch den Aufsatz 10 gebildet. Die Rückwand
3 des Rotorgehäuses 1, in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Aufsatz 10, verdeckt
den Bereich 7 hinter dem Spinnrotor 2. Am größten Außendurchmesser des Spinnrotors
2 bildet der Aufsatz 10 mit dem Spinnrotor einen engen Spalt 6 mit weniger als 2 mm
Spaltbreite. Die Spaltbreite ergibt sich aus dem geringsten Abstand des größten Außendurchmessers
des Spinnrotors 2 von der Rückwand 3 des Rotorgehäuses 1. In dem Ausführungsbeispiel
setzt sich der Spalt 6 entlang des Rotorbodens 9 fort. Der Spalt 6 setzt sich ebenfalls
entlang der Außenkante 8 axial fort.
[0024] Die Rückwand 3 des Rotorgehäuses 1 schirmt im Inneren des Rotorgehäuses 1 den Bereich
7 hinter dem Spinnrotor 2 ab. Die Rückwand 3 ist dazu so ausbildet, dass entlang einer
gedachten Mantelfläche um die Rotationsachse des Spinnrotors 2 durch den größten Außendurchmesser
des Spinnrotors keine Öffnung vorhanden ist mit Ausnahme des engen Spaltes zwischen
dem Spinnrotor 2 und der Rückwand 3.
[0025] In der in Fig. 1 dargestellten Offenend-Spinneinrichtung ist der Aufsatz 10 konusförmig.
Der Durchmesser des rotationssymmetrischen Aufsatzes 10 nimmt vom Spinnrotor 2 zur
rückwärtigen Begrenzungswand 11 zu. Der Aufsatz 10 kann auch zylindrisch ausgebildet
sein.
[0026] Die Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Offenend-Spinneinrichtung. Die Offenend-Spinneinrichtung
der Fig. 2 entspricht im Wesentlichen der Offenend-Spinneinrichtung der Fig. 1. Die
beiden Spinneinrichtungen unterscheiden sich in der Ausbildung des Aufsatzes 10. Der
Aufsatz 10 der Fig. 2 erstreckt sich nämlich erfindungsgemäß bis zu den seitlichen
Begrenzungswänden 12 des Rotorgehäuses 1.
[0027] Die nicht erfindungsgemäße Ausführungsform der Fig. 3 verzichtet auf einen wechselbaren
Aufsatz 10. Das Rotorgehäuse ist einstückig aufgebaut. Die Rückwand 3 des Rotorgehäuse
1 entspricht damit der rückwärtigen Begrenzungswand 11. Ansonsten entspricht Form
und Aufbau der Offenend-Spinneinrichtung der Fig. 2.
[0028] Die Fig. 4 zeigt eine nicht erfindungsgemäße Variante ohne Aufsatz 10. Anderes als
bei den vorigen Ausführungsbeispielen setzt sich der Spalt 6 am größten Außendurchmesser
des Spinnrotors 3 nicht entlang der Außenkante 8 des Spinnrotors fort. Die Rückwand
3 des Rotorgehäuses 1 und der Rotorboden 9 sind jedoch so ausgebildet, dass sich der
Spalt 6 entlang des Rotorbodens fortsetzt. Diese Ausbildung ermöglicht es auch ohne
wechselbaren Aufsatz 10 Spinnrotoren 2 mit verschiedenen Durchmessern in das Rotorgehäuse
1 einzusetzen. Die Spinnrotoren 2 müssen dazu am Rotorboden 9 lediglich den gleichen
Neigungswinkel aufweisen.
[0029] Die Fig. 5 zeigt eine Variante einer erfindungsgemäßen Offenend-Spinneinrichtung
mit einem anderen Spinnrotor 2. Erfindungsgemäß ist auch hier am größten Außendurchmesser
des Spinnrotors 2 ein enger Spalt 6 von weniger als 2 mm Spaltbreite zwischen dem
Spinnrotor 2 und der Rückwand 3 des Rotorgehäuses 1 vorhanden. Wie bei vorigen Ausführungsformen
setzt sich der Spalt 6 auch entlang des Rotorbodens 9 fort. Allerdings ist die Spaltbreite
am Rotorboden 9 größer als am größten Außendurchmesser des Spinnrotors 2. Hier wird
nochmal deutlich, dass es bei der vorliegenden Erfindung darauf ankommt, dass der
Bereich hinter dem Spinnrotor abgeschirmt beziehungsweise abgedeckt ist. Es kommt
nicht darauf an, dass der Bereich hinter dem Spinnrotor 2 durch das Rotorgehäuse 1
ausgefüllt ist.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Rotorgehäuse
- 2
- Spinnrotor
- 3
- Rückwand des Rotorgehäuses
- 4
- Durchtrittsöffnung
- 5
- Rotorschaft
- 6
- Spalt
- 7
- Bereich hinter dem Spinnrotor
- 8
- Außenkante des Spinnrotors
- 9
- Rotorboden
- 10
- Aufsatz
- 11
- Rückwärtige Begrenzungswand
- 12
- Seitliche Begrenzungswand
- 13
- Spinntasse
- 14
- Ringförmiger Wandabschnitt
1. Offenend-Spinneinrichtung umfassend ein mit Unterdruck beaufschlagbares Rotorgehäuse
(1) und einen Spinnrotor (2), das Rotorgehäuse (1) ist nach vorne hin offen und durch
ein Deckelelement verschließbar, nach hinten weist das Rotorgehäuse (1) eine Rückwand
(3) mit einer Durchtrittsöffnung (4) für einen Rotorschaft (5) des Spinnrotors (2)
auf, die Rückwand (3) des Rotorgehäuses (1) ist so ausgebildet, dass im Inneren des
Rotorgehäuses (1) der Bereich (7) hinter dem Spinnrotor (2) verdeckt wird
dadurch gekennzeichnet,
dass am größten Außendurchmesser des Spinnrotors (2) ein enger Spalt (6) von weniger als
2 mm Spaltbreite zwischen dem Spinnrotor (2) und der Rückwand (3) des Rotorgehäuses
(1) vorhanden ist, dass die Rückwand (3) des Rotorgehäuses (1) zumindest teilweise
durch einen wechselbaren Aufsatz (10) gebildet wird, der auf einer rückwärtigen Begrenzungswand
(11) des Rotorgehäuses (1) aufliegt, und dass sich der Aufsatz (10) bis zu den seitlichen
Begrenzungswänden (12) des Rotorgehäuses (1) erstreckt.
2. Offenend-Spinneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnrotor (2) einen der Rückwand (3) des Rotorgehäuses (1) zugewandten Rotorboden
(9) aufweist und sich der enge Spalt (6) zumindest teilweise entlang des Rotorbodens
(9) fortsetzt.
3. Offenend-Spinneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnrotor (2) am größten Außendurchmesser eine Außenkante (8) aufweist und sich
der enge Spalt (6) entlang der Außenkante (8) axial fortsetzt.
4. Offenend-Spinneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (10) am größten Außendurchmesser des Spinnrotors (2) den engen Spalt
(6) mit dem Spinnrotor (2) bildet.
5. Offenend-Spinneinrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (10) konusförmig oder zylindrisch ausgebildet ist.
6. Offenend-Spinneinrichtung nach einen der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (10) an einer Begrenzungswand (11, 12) des Rotorgehäuses (1) mittels
einer Klipsverbindung, einer Verschraubung, einer magnetischen Kraft oder einer Presspassung
befestigt ist.
1. An open-end spinning device comprising a rotor housing (1) which can be acted upon
by negative pressure and a spinning rotor (2), the rotor housing (1) is open towards
the front and can be closed by a cover element, to the rear the rotor housing (1)
has a rear wall (3) with a passage opening (4) for a rotor shaft (5) of the spinning
rotor (2), the rear wall (3) of the rotor housing (1) is designed in such a manner
that the area (7) behind the spinning rotor (2) is covered inside the rotor housing
(1)
characterised in that
at the largest outer diameter of the spinning rotor (2) there is a narrow gap (6)
of less than 2 mm gap width between the spinning rotor (2) and the rear wall (3) of
the rotor housing (1), that the rear wall (3) of the rotor housing (1) is at least
partially formed by an exchangeable attachment (10) which rests on a rear boundary
wall (11) of the rotor housing (1), and that the attachment (10) extends to the lateral
boundary walls (12) of the rotor housing (1).
2. The open-end spinning device according to Claim 1, characterised in that the spinning rotor (2) has a rotor bottom (9) facing the rear wall (3) of the rotor
housing (1) and the narrow gap (6) continues at least partially along the rotor bottom
(9).
3. The open-end spinning device according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the spinning rotor (2) has an outer edge (8) on the largest outer diameter and the
narrow gap (6) continues axially along the outer edge (8).
4. The open-end spinning device according to one of the Claims 1 to 3, characterised in that the attachment (10) forms the narrow gap (6) with the spinning rotor (2) at the largest
outer diameter of the spinning rotor (2).
5. The open-end spinning device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the attachment (10) is designed to be conical or cylindrical.
6. The open-end spinning device according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the attachment (10) is fastened to a boundary wall (11, 12) of the rotor housing
(1) by means of a clip connection, a screw connection, a magnetic force or a press
fit.
1. Métier à filer à bout libre comportant un carter de rotor (1) pouvant être mis sous
dépression et un rotor de filage (2), le carter de rotor (1) est ouvert vers l'avant
et peut être fermé par un élément de recouvrement, le carter de rotor (1) présente
vers l'arrière une paroi arrière (3) avec une ouverture de passage (4) pour une tige
de rotor (5) du rotor de filage (2), la paroi arrière (3) du carter de rotor (1) est
conçue de manière à cacher, au sein du carter de rotor (1) la zone (7) derrière le
rotor de filage (2)
caractérisé en ce que
Sur le diamètre extérieur le plus grand du rotor de filage (2) une fente étroite (6)
d'une largeur de fente inférieure à 2 mm est présente entre le rotor de filage (2)
et la paroi arrière (3) du carter de rotor (1), la paroi arrière (3) du carter de
rotor (1) est conçue au moins partiellement par une pièce rapportée (10) interchangeable
qui repose sur une paroi de délimitation (11) à l'arrière du carter de rotor (1) et
que la pièce rapportée (10) s'étend jusqu'aux parois de délimitation (12) latérales
du carter de rotor (1).
2. Métier à filer à bout libre selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rotor de filage (2) présente un fond de rotor (9) orienté vers la paroi arrière
(3) du carter de rotor (1) et que la fente étroite (6) continue au moins partiellement
le long du fond du rotor (9).
3. Métier à filer à bout libre selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le rotor de filage (2) présente un bord extérieur (8) sur le diamètre extérieur le
plus grand et que la fente étroite (6) continue axialement le long du bord extérieur
(8).
4. Métier à filer à bout libre selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pièce rapportée (10) forme sur le diamètre extérieur le plus grand du rotor de
filage (2) la fente étroite (6) avec le rotor de filage (2).
5. Métier à filer à bout libre selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce rapportée (10) est conçue en forme de cône ou de cylindre.
6. Métier à filer à bout libre selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la pièce rapportée (10) est fixée sur une paroi de délimitation (11, 12) du carter
de rotor (1) par une liaison à clip, un raccord vissé, une force magnétique ou un
ajustement serré.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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