[0001] Die Erfindung betrifft ein Trägersystem und ein System von Verbindungselementen zur
Verbindung von Trägern.
[0002] Trägersysteme aus Trägern und die Träger verbindenden Verbindungselementen werden
beispielsweise für sogenannte Rasterelementdecken, also abgehängte Innenraumdecken,
verwendet. Derartige Rasterelementdecken kommen beispielsweise zum Einsatz, um in
Messehallen temporäre Anschlagpunkte für die Veranstaltungstechnik sowie Versorgungsleitungen
wie beispielsweise Stromleitungen an gewünschte Orte zu verlegen und/oder an der abgehängten
Innenraumdecke an gewünschten Positionen Befestigungsmöglichkeiten für Anbauteile
zu schaffen.
[0003] Aus der
DE 20 2006 002 567 U1 ist eine abgehängte, nicht tragende Innenraumdecke aus Längsträgern und die Längsträger
verbindenden Querträgern bekannt. Die Längsträger und Querträger sind als Strangpressprofile
ausgebildet. In den Längsträgern sind Aufnahmenuten für Seitenadapter vorgesehen.
In die Seitenadapter kann ein Querträger mit einer an der Stirnseite des Querträgers
angeordneten Stirnplatte eingehängt werden. Zur Verbindung von Längsträgern miteinander
ist ein Verbindungsprofil vorgesehen, das in die Hohlkammern der miteinander zu verbindenden
Längsträger ragt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Trägersystem der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, das einen einfachen Aufbau besitzt und eine schnelle und flexible Montage
des Trägersystems ermöglicht.
[0005] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein System von Verbindungselementen
zur Verbindung von Trägern zu schaffen, das einfach aufgebaut ist und ein einfaches
und schnelles Verbinden der Träger miteinander ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird bezüglich des Trägersystems durch ein Trägersystem mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Bezüglich des Systems von Verbindungselementen wird die Aufgabe
durch ein System von Verbindungselementen mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.
[0007] Es ist vorgesehen, dass die Träger über Steckverbindungen miteinander verbunden sind.
Es ist vorgesehen, dass jedes Verbindungselement zumindest eine Steckverbindungskomponente
einer Steckverbindung aufweist. Das Trägersystem besitzt erste Verbindungselemente,
deren mindestens eine Steckverbindungskomponente an einer Längsseite des zugeordneten
Trägers angeordnet ist. Um einen einfachen und modularen Aufbau des Trägersystems
zu erreichen, ist vorgesehen, dass das Trägersystem zweite Verbindungselemente umfasst,
deren mindestens eine Steckverbindungskomponente an einer Stirnseite des zugeordneten
Trägers angeordnet ist. Die zweiten Verbindungselemente sind dabei so gestaltet, dass
sie wahlweise mit einem ersten Verbindungselement oder einem weiteren zweiten Verbindungselement
verbindbar sind. Dadurch kann ein Träger, der an einer Stirnseite ein zweites Verbindungselement
trägt, wahlweise als Querträger angebaut und hierzu mit einem ersten Verbindungselement
eines bestehenden Längsträgers verbunden werden oder alternativ als Längsträger eingesetzt
werden und hierzu mit einem an der Stirnseite eines weiteren Längsträgers angeordneten
zweiten Verbindungselement verbunden werden. Dadurch wird ein einfacher Aufbau des
Trägersystems erreicht. Die Anzahl der benötigten unterschiedlichen Arten von Verbindungselementen
ist verringert, da über zweite Verbindungselemente sowohl Längsträger als auch Querträger
an bestehende Längsträger angeschlossen werden können. Dadurch werden auch Lagerhaltung
und Logistik vereinfacht. Querträger und Längsträger können mit gleichen Abmessungen
ausgeführt sein und insbesondere auch den gleichen Querschnittsaufbau aufweisen. Dadurch
sind Herstellung und Lagerhaltung vereinfacht. Es ergibt sich ein ansprechendes Äußeres
des Trägersystems, da optisch bei montiertem Trägersystem nicht zwischen Längsträgern
und Querträgern zu unterscheiden ist.
[0008] Dadurch, dass die Träger über Steckverbindungen miteinander verbunden sind, wird
ein einfaches und schnelles Montieren und Demontieren des Trägersystems ermöglicht.
Bevorzugt sind zum Verbinden der Träger keine Schraubverbindungen zu fixieren oder
zu lösen. Eine Steckverbindung ermöglicht eine kraftschlüssige Verbindung der Träger
miteinander und kann auch Querkräfte und Momente zwischen den Trägern übertragen.
Dadurch wird eine einfache und feste Verbindung der Träger miteinander erreicht. Die
Steckverbindungen können bauraumsparend angeordnet werden. Steckverbindungen ermöglichen
eine weitgehend unsichtbare Verbindung der Träger, so dass sich durch den Einsatz
von Steckverbindungen ein ansprechendes Erscheinungsbild des Trägersystems ergibt.
[0009] In bevorzugter Gestaltung sind alle Träger an ihren Stirnseiten mit zweiten Verbindungselementen
versehen. Bevorzugt weist jedes zweite Verbindungselement sowohl ein Steckelement
als auch eine Steckaufnahme der Steckverbindung auf. Dadurch wird nur eine einzige
Ausführung zweiter Verbindungselemente benötigt. Bevorzugt sind Steckaufnahme und
Steckelement in Einbaulage übereinander angeordnet. Bevorzugt sind bei in Längsrichtung
verlaufenden Längsträgern das Steckelement und die Steckaufnahme an den beiden Stirnseiten
des Längsträgers unterschiedlich orientiert. An einer Stirnseite ist das Steckelement
im oberen Bereich angeordnet und die Steckaufnahme im unteren Bereich des Verbindungselements,
und an der anderen Stirnseite sind die Steckaufnahme im oberen und das Steckelement
im unteren Bereich des Verbindungselements angeordnet. Dies kann auf einfache Weise
durch Montage des zweiten Verbindungselements in einer um 180° um die Längsachse des
Trägers gedrehten Orientierung erreicht werden. Dadurch kann an einem bereits montierten
Längsträger ein weiterer Längsträger immer in der gleichen Richtung, bevorzugt von
oben, montiert werden. Bei Querträgern ist bevorzugt an beiden Stirnseiten ein zweites
Verbindungselement in der gleichen Orientierung, bevorzugt mit der Steckaufnahme im
unteren und dem Steckelement im oberen Bereich, angeordnet. Dadurch können Querträger
an beiden Stirnseiten gleichzeitig in benachbarten Längsträgern in der gleichen Orientierung,
also insbesondere von oben, montiert werden.
[0010] Die Bezeichnungen "oben", "unten", "horizontal" und "vertikal" sowie alle weiteren
die Raumlage betreffenden Begriffe, die vorliegend verwendet sind, beziehen sich jeweils
auf die Einbaulage des Trägersystems, bei der das Trägersystem an einer Tragstruktur
angeordnet ist.
[0011] Die Steckaufnahmen sind bevorzugt in vertikaler Richtung orientiert, um eine Montage
von oben zu ermöglichen. In alternativer Gestaltung kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass die Steckaufnahmen seitlich zur Längsrichtung des Trägers verlaufen und ein Träger
dadurch in seitlicher Richtung, beispielsweise durch Einschwenken oder seitliches
Verschieben, an einem bestehenden Träger zu montieren ist.
[0012] Vorteilhaft weist jedes Verbindungselement zumindest ein Steckelement und zumindest
eine Steckaufnahme auf. Dadurch kann jedes Verbindungselement jede Steckverbindungskomponente
einer Steckverbindung, nämlich Steckaufnahme oder Steckelement, bilden. In besonders
bevorzugter Gestaltung ist bei zwei miteinander verbundenen Verbindungselementen jedes
Steckelement in einer zugeordneten Steckaufnahme angeordnet. Dadurch wird gleichzeitig
eine hohe Festigkeit der Steckverbindung erreicht und die Orientierung der Träger
zueinander kann über die beiden in der Verbindungsebene zueinander beabstandeten Steckelemente
festgelegt werden. Dadurch können auch vergleichsweise hohe Momente um die Längsachse
eines Trägers aufgenommen werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass jedes
Verbindungselement zwar jeweils ein Steckelement und eine Steckaufnahme aufweist,
jedoch bei jeder Steckverbindung alternativ entweder das Steckelement oder die Steckaufnahme
an einer zugeordneten Steckverbindungskomponente des anderen Verbindungselements ist.
[0013] In besonders bevorzugter Gestaltung ist das Steckelement durch eine Schraube gebildet.
Über eine Schraube kann auf einfache Weise ein die Steckaufnahme hintergreifendes
Element bereitgestellt werden. Durch Ändern der Einschraubtiefe der Schraube kann
die Relativposition der Träger zueinander verändert werden. Dadurch können bestehende
Lagetoleranzen zwischen den Trägern auf einfache Weise ausgeglichen werden.
[0014] In besonderes bevorzugter Gestaltung ist die Steckaufnahme als Aussparung ausgebildet.
Dadurch ergibt sich ein einfacher Aufbau.
[0015] Um zu vermeiden, dass sich die Steckverbindung beim Auftreten von Kräften entgegen
der Montagerichtung löst, ist vorteilhaft mindestens ein steckbares Sicherungselement
vorgesehen, das die Steckverbindung gegen unbeabsichtigtes Lösen sichert. Dadurch,
dass das Sicherungselement steckbar ist, wird für das Sichern der Steckverbindung
keine Schraubverbindung benötigt, so dass sich eine einfache und schnelle Montage
und Demontage ergibt. Sind die Steckaufnahmen in Einbaulage in vertikaler Richtung
orientiert, ist das Sicherungselement in bevorzugter Gestaltung ein Sicherungssplint.
Bei horizontal orientierter Steckaufnahme kann das Sicherungselement beispielsweise
eine von oben einzuschiebende, U-förmige Scheibe oder dergleichen sein.
[0016] Vorteilhaft umfasst das Trägersystem mindestens ein von den Verbindungselementen
separates Aufhängeelement, das zur Verbindung eines Trägers mit einer Tragstruktur
vorgesehen ist. Das Aufhängeelement kann beispielsweise in bekannter Weise über Gewindestangen
an der Raumdecke fixiert werden. Dadurch, dass das Aufhängeelement von den Verbindungselementen
separat ausgebildet ist, kann die Position eines oder mehrerer Aufhängepunkte unabhängig
von der Lage der Querträger gewählt werden. Vorteilhaft ist vorgesehen, dass mindestens
ein Verbindungselement selbst zur Verbindung eines Trägers mit einer Tragstruktur
vorgesehen ist. Dadurch kann die Anzahl der benötigten Teile für die Verbindung der
Träger miteinander und deren Verbindung mit der Tragstruktur reduziert werden. Ein
Verbindungselement, das zur Verbindung eines Trägers mit der Tragstruktur vorgesehen
ist und gleichzeitig zur Verbindung von zwei Trägern miteinander dient, ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn die Anbindungspunkte an der Tragstruktur mit den Verbindungsstellen
von Längsträgern und Querträgern übereinstimmen.
[0017] Ein einfacher Aufbau ergibt sich, wenn mindestens ein Verbindungselement einen Verbindungsbügel
aufweist, der den zugeordneten Träger umgreift. In besonders vorteilhafter Gestaltung
ist der Verbindungsbügel geschlossen ausgebildet und umgreift den Träger vollständig.
Auch eine teilweise offene Form eines Verbindungsbügels kann jedoch vorteilhaft sein,
insbesondere eine nach unten offene Form. Dadurch kann insbesondere eine an der Unterseite
eines Trägers verlaufende Montageschiene auch im Bereich des Verbindungsbügels zugänglich
bleiben.
[0018] In bevorzugter Gestaltung ist der Verbindungsbügel durch zwei an der Oberseite und
der Unterseite des Trägers miteinander verbundene Einzelteile gebildet. Die beiden
Einzelteile sind dabei bevorzugt C-förmig. Dadurch, dass die Einzelteile an der Oberseite
und der Unterseite des Trägers miteinander verbunden sind, werden keine Verbindungselemente
an den Längsseiten des Trägers benötigt, so dass sich ein ansprechendes Äußeres des
Trägersystems ergibt. Die Einzelteile sind bevorzugt über mindestens eine lösbare
Verbindungseinrichtung miteinander verbunden. Dadurch kann ein Verbindungsbügel auch
nachträglich an einem bereits an einer Tragstruktur montierten Längsträger montiert
werden. Gleichzeitig wird die Steckverbindung zwischen einem Längsträger und einem
Querträger nicht durch die Verbindungseinrichtung, die die Einzelteile des Verbindungsbügels
miteinander verbindet, beeinträchtigt. Die beiden Einzelteile sind in bevorzugter
Gestaltung C-förmig ausgebildet und übergreifen sich benachbart zu der Oberseite und
der Unterseite eines Trägers.
[0019] In besonders bevorzugter Gestaltung sind die Einzelteile über mindestens eine Verbindungseinrichtung
miteinander verbunden, die gleichzeitig das Verbindungselement an dem Träger fixiert.
Dadurch kann die Anzahl der benötigten Einzelteile für das Trägersystem verringert
werden. Die Verbindungseinrichtung umfasst vorzugsweise ein Verbindungselement, das
durch Öffnungen beider Einzelteile ragt, so dass die Einzelteile auch bei teilweise
gelöster Verbindungseinrichtung miteinander verbunden sind und das Verbindungselement
sich nicht von dem Träger lösen kann. Das Verbindungselement kann beispielsweise eine
Hammerkopfschraube sein. In vorteilhafter Gestaltung sind die Einzelteile über mindestens
eine Verbindungseinrichtung miteinander verbunden, die gleichzeitig zur Verbindung
des Verbindungselements mit der Tragstruktur dient. Dadurch werden zur Verbindung
mit der Tragstruktur keine zusätzlichen Elemente benötigt. In bevorzugter Gestaltung
sind die Einzelteile an ihrer Unterseite über eine Verbindungseinrichtung miteinander
verbunden, die gleichzeitig das Verbindungselement an dem Träger fixiert. An der Oberseite
des Trägers kann alternativ eine Verbindungseinrichtung vorgesehen sein, die das Verbindungselement
an dem Träger fixiert oder eine Verbindungseinrichtung, die zur Verbindung des Verbindungselements
mit der Tragstruktur dient.
[0020] Bevorzugt weist mindestens ein Verbindungselement, insbesondere ein zweites Verbindungselement,
mindestens eine Lasche zum stirnseitigen Einstecken in einen Träger auf. Dadurch kann
das Verbindungselement auf einfache Weise stirnseitig an einem Träger montiert werden.
[0021] Bevorzugt ist mindestens ein Verbindungelement weitgehend als Blechbiegeteil ausgebildet.
In besonderes bevorzugter Gestaltung sind alle Verbindungselemente weitgehend als
Blechbiegeteile ausgebildet. Bevorzugt sind an den Blechbiegeteilen lediglich die
Steckelemente, bevorzugt Schrauben, sowie Elemente der Verbindungseinrichtung angeordnet.
[0022] In bevorzugter Gestaltung ist vorgesehen, dass jede Steckverbindung in Einbaulage
von oben zu montieren ist und eine feste Verbindung in allen horizontalen Richtungen
und eine feste Verbindung nach unten herstellt. Dadurch, dass die Steckverbindung
in Einbaulage von oben zu montieren ist und eine feste Verbindung in allen horizontalen
Richtungen nach unten herstellt, kann die Steckverbindung von einer Person montiert
werden. Nach der Herstellung der Steckverbindung sind die beiden Träger fest miteinander
verbunden. Das ggf. zusätzlich zu montierende Sicherungselement dient lediglich der
Sicherung der Verbindung. Dadurch, dass keine Schraubverbindungen herzustellen sind,
wird eine sehr kurze Montagezeit erreicht.
[0023] Für ein System von Verbindungselementen zur Verbindung von Trägern mittels Steckverbindungen,
wobei jedes Verbindungselement zumindest eine Steckverbindungskomponente einer Steckverbindung
aufweist, wobei die die Steckverbindung bildenden, zusammenwirkenden Steckverbindungskomponenten
zumindest ein Steckelement und zumindest eine Steckaufnahme umfassen, ist vorgesehen,
dass die ersten Verbindungselemente eine Aufnahme zur Durchführung eines Trägers aufweisen,
wobei die mindestens eine Steckverbindungskomponente der ersten Verbindungselemente
seitlich zur Längsrichtung der Aufnahme angeordnet ist. Das System umfasst außerdem
zweite Verbindungselemente, die mindestens eine Lasche zur Befestigung des Verbindungselements
an der Stirnseite eines Trägers aufweisen. Die zweiten Verbindungselemente weisen
zumindest eine Steckverbindungskomponente auf, die an der der Lasche abgewandten Seite
des Verbindungselements angeordnet ist. Die zweiten Verbindungselemente sind so gestaltet,
dass sie wahlweise mit einem ersten Verbindungselement oder einem weiteren zweiten
Verbindungselement verbindbar sind.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Trägersystems,
- Fig. 2
- eine perspektivische vergrößerte Darstellung des Bereichs einer Verbindung zwischen
zwei Längsträgern des Trägersystems aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte, perspektivische Darstellung des Bereichs der Verbindung eines Querträgers
mit einem Längsträger des Trägersystems aus Fig. 1,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Trägersystems,
- Fig. 5
- eine perspektivische vergrößerte Darstellung des Bereichs einer Verbindung zwischen
einem Längsträger und einem Querträger des Trägersystems aus Fig. 4,
- Fig. 6
- eine vergrößerte perspektivische Darstellung der Verbindung von zwei Querträgern mit
einem Längsträger des Trägersystems aus Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Querträgers,
- Fig. 8
- eine Ansicht auf den Querträger aus Fig. 7 von oben in Richtung des Pfeils VIII in
Fig. 7,
- Fig. 9
- eine vergrößerte, perspektivische Darstellung des Bereichs einer Stirnseite des Querträgers
aus den Fig. 8 und 9 mit daran angeordnetem zweiten Verbindungselement,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht des in Fig. 9 gezeigten Bereichs des Querträgers,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht des in Fig. 10 gezeigten Bereichs des Querträgers mit daran angeordnetem
Verbindungselement in Richtung des Pfeils VIII in Fig. 10,
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung eines ersten Verbindungselements,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht des Verbindungselements aus Fig. 12,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht des Verbindungselements aus Fig. 12 und 13 in Richtung des Pfeils
XIV in Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Draufsicht auf das Verbindungselement aus den Fig. 12 bis 14 in Richtung des
Pfeils XV in Fig. 13,
- Fig. 16
- eine perspektivische Darstellung eines Aufhängeelements,
- Fig. 17
- eine Seitenansicht des Aufhängeelements aus Fig. 16,
- Fig. 18
- eine Seitenansicht des Aufhängeelements aus Fig. 16 und 17 in Richtung des Pfeils
XVIII in Fig. 17,
- Fig. 19
- eine Draufsicht auf das Aufhängeelement aus den Fig. 16 bis 18 in Richtung des Pfeils
XIX in Fig. 18,
- Fig. 20
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines ersten Verbindungelements,
- Fig. 21
- eine Seitenansicht des Verbindungselements aus Fig. 20,
- Fig. 22
- eine Seitenansicht des Verbindungselements aus den Fig. 20 und 21 in Richtung des
Pfeils XXII in Fig. 21,
- Fig. 23
- eine Draufsicht auf das Verbindungselement aus den Fig. 20 bis 22 in Richtung des
Pfeils XXIII in Fig. 21.
[0025] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel für ein Trägersystem,
nämlich eine Rasterelementdecke 1. Die Rasterelementdecke 1 ist aus Längsträgern 2
aufgebaut, die parallel zueinander verlaufen. Die Längsträger 2 sind über Verbindungselemente,
im Ausführungsbeispiel Gewindestangen 11, mit einer Tragstruktur, beispielsweise einer
Hallendecke, zu verbinden. Die Längsträger 2 sind über Querträger 3 miteinander verbunden,
die im Ausführungsbeispiel rechtwinklig zu den Längsträgern 2 verlaufen. Die Längsträger
2 und Querträger 3 spannen ein gitterförmiges Raster auf. Im Ausführungsbeispiel sind
zur Verbindung der Gewindestangen 11 mit einer Tragstruktur an dem der Rasterelementdecke
1 abgewandten, oberen Ende der Gewindestangen 11 Halteteile 12 vorgesehen, die an
der Tragstruktur verschraubt werden können. Die Gewindestangen 11 sind sowohl gegenüber
den Halteteilen 12 als auch gegenüber der Rasterelementdecke 1 verstellbar, so dass
die Rasterelementdecke 1 in ihrer Höhe justierbar ist.
[0026] Die Längsträger 2 und Querträger 3 sind über Steckverbindungen 4 miteinander verbunden.
Fig. 2 zeigt eine Steckverbindung 4 zwischen zwei Längsträgern 2 in vergrößerter Darstellung.
Jeder Längsträger 2 trägt an seiner quer zu einer Längsmittelachse 31 (Fig. 3) des
Längsträgers 2 liegenden Stirnseite 16 ein Verbindungselement 8. Die Verbindungselemente
8 weisen, wie Fig. 3 zeigt, jeweils ein Steckelement 5 und eine Steckaufnahme 6 auf.
Im Ausführungsbeispiel ist die Steckaufnahme 6 in vertikaler Richtung orientiert und
besitzt an ihrer dem Steckelement 5 abgewandten Seite eine Zugangsöffnung. Fig. 3
zeigt den an einer Tragstruktur montierten, in Fig. 2 links dargestellten Längsträger
2. An diesem Längsträger 2 kann der in Fig. 2 rechts dargestellte Längsträger 2 fixiert
werden, wenn das zweite Verbindungselement 8 an dem in Fig. 2 rechts dargestellten
Längsträger 2 umgekehrt, also gegenüber dem zweiten Verbindungselement 8 des linken
Längsträgers 2 um 180° um die Längsmittelachse 31 des Längsträgers 2 gedreht, montiert
ist.
[0027] Um zu verhindern, dass die Steckverbindung 4 unbeabsichtigt gelöst wird, beispielsweise
durch eine Belastung auf den in Fig. 2 rechts dargestellten Längsträger 2 nach oben,
ist ein Sicherungssplint 14 vorgesehen, der quer durch ein Verbindungselement 8 im
Bereich der Einstecköffnung der Steckaufnahme 6 gesteckt wird. Dadurch wird verhindert,
dass ein in der Steckaufnahme 6 angeordnetes Steckelement 5 aus der Steckaufnahme
6 austreten kann.
[0028] In Fig. 2 ist außerdem ein erstes Verbindungselement 7 gezeigt, das sowohl zur Verbindung
mit einer Tragstruktur als auch zur Anbindung von Querträgern 3 (Fig. 1) dient. Wie
Fig. 2 zeigt, ragt die Gewindestange 11 durch die Oberseite des ersten Verbindungselements
7. Die Oberseite des Verbindungselements 7 ist die Seite, die benachbart zu einer
Oberseite 17 des Längsträger 2 angeordnet ist. Die Oberseite 17 ist dabei die in Einbaulage
oben angeordnete Seite der Längsträger 2. Oberhalb und unterhalb des Verbindungselements
7 sind Muttern 13 zur Fixierung des Verbindungselements 7 an der Gewindestange 11
auf die Gewindestange 11 aufgeschraubt. Durch Verdrehen der Muttern 13 kann die vertikale
Position des Verbindungselements 7 gegenüber der Gewindestange 11 verändert werden.
Wie Fig. 2 auch zeigt, besitzt das erste Verbindungselement 7 ebenfalls Steckaufnahmen
6, die jeweils an einer Längsseite 15 des Längsträgers 2 angeordnet sind. In den Steckaufnahmen
6 des ersten Verbindungselements 7 können Querträger 3 mit ihren stirnseitig angeordneten
zweiten Verbindungselementen 8 eingesteckt werden, wie Fig. 3 zeigt. Die zweiten Verbindungselemente
8 sind Verbindungselemente, die zur Verbindung von Längsträgern 2 untereinander oder
zur Verbindung mit einem ersten Verbindungselement 7 eines Längsträgers 2 dienen.
Wie Fig. 2 auch zeigt, sind die Gewindestangen 11 an den Verbindungselementen 7 fixiert.
[0029] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Rasterelementdecke 1 aus Längsträgern
2, die über die Querträger 3 verbunden sind. Auch hier sind Steckverbindungen 4 zur
Verbindung der Querträger 3 mit den Längsträgern 2 vorgesehen. Die Querträger 3 sind
allerdings an Verbindungselementen 9 fixiert, die keine Anbindung für Gewindestangen
11 aufweisen. Dies ist in den Fig. 5 und 6 gezeigt. Bei der Ausführung nach den Fig.
4 bis 6 sind stattdessen separate Aufhängeelemente 10 vorgesehen, an denen die Gewindestangen
11 fixiert sind. Zur Verbindung mit dem ersten Verbindungselement 9 weist der Querträger
3 an seiner Stirnseite 16 ein zweites Verbindungselement 8 auf. Die Verbindungselemente
9 und 8 bilden mit ihren Steckaufnahmen 6 und Steckelementen 5 die Steckverbindung
4. In verbundenem Zustand ist jedes Steckelement 5 in einer zugeordneten Steckaufnahme
6 des jeweils anderen Verbindungselements 8, 9 angeordnet.
[0030] Sowohl die Verbindungselemente 7 und 9 als auch die Aufhängeelemente 10 sind bügelförmig
ausgebildet und umgreifen den jeweiligen Längsträger 2 vollständig. Wie Fig. 5 zeigt,
sind auch die Verbindungselemente 9 erste Verbindungselemente, bei denen Steckelement
5 und Steckaufnahme 6 an einer Längsseite 15 des zugeordneten Längsträgers 2 angeordnet
sind.
[0031] Die Fig. 7 bis 11 zeigen einen Querträger 3 im Einzelnen. Der Querträger 3 besitzt
eine Oberseite 17, eine gegenüberliegende, in Einbauzustand nach unten weisende Unterseite
18 sowie zwei Stirnseiten 16. Im Ausführungsbeispiel ist der Querträger 3 quaderförmig
ausgebildet. Die Stirnseiten 16 sind die kleinsten Seiten des Quaders, und die Längsseiten
15 (Fig. 8) sind die größten Seiten des Quaders.
[0032] Wie Fig. 7 zeigt, ist an jeder Stirnseite 16 ein erstes Verbindungselement 8 angeordnet.
Im Ausführungsbeispiel sind die Steckelemente 5 an beiden Stirnseiten 16 benachbart
zur Oberseite 17 des Querträgers 3 angeordnet. Vorzugsweise ist für Längsträger 2
vorgesehen, dass an einer Stirnseite 16 das Steckelement 5 benachbart zur Oberseite
17 und an der anderen, gegenüberliegenden Stirnseite 16 das Steckelement 5 benachbart
zur Unterseite 8 angeordnet ist. Ein Längsträger 8 wird vorzugsweise so an einer Tragstruktur
montiert, dass an der Stirnseite 16, an der ein weiterer Längsträger 2 montiert werden
soll, das Steckelement 5 benachbart zur Unterseite 18 angeordnet ist. Dadurch kann
der folgende Längsträger 2 mit der Stirnseite 16, an der das Steckelement 5 benachbart
zur Oberseite 17 angeordnet ist, an dem bestehenden Längsträger 2 aufgesteckt werden.
[0033] Fig. 8 zeigt eine Ansicht auf die Oberseite 17 des Querträgers 3. Wie Fig. 8 zeigt,
verläuft an der Oberseite 17 ein Längsschlitz 26 über die gesamte Länge des Querträgers
3 zwischen den Verbindungselementen 8. Der Längsschlitz 26 ist auch in Fig. 9 gezeigt.
Wie Fig. 9 auch zeigt, ist das Steckelement 5 durch eine in ein Blechbiegeteil des
Verbindungselements 8 eingeschraubte Schraube gebildet. Der Kopf 32 der Schraube hintergreift
bei der Verbindung mit einer Steckaufnahme 6 die die Steckaufnahme 6 begrenzenden
Wände und stellt so eine kraftschlüssige Verbindung zwischen zwei benachbarten zweiten
Verbindungselementen 8 bzw. eine Verbindung zu einem Verbindungselement 7 oder 9 her.
Wie Fig. 9 auch zeigt, besitzt das zweite Verbindungselement 8 benachbart zur Steckaufnahme
6 eine Öffnung 27 für den Sicherungssplint 14 (Fig. 2). Wie Fig. 11 zeigt, sind zwei
einander gegenüberliegende Öffnungen 27 vorgesehen, so dass der Sicherungssplint 14
vollständig durch das zweite Verbindungselement 8 hindurchgesteckt werden kann.
[0034] Wie die Fig. 9 bis 11 zeigen, ist der Querträger 3 aus zwei Montageschienen 29 aufgebaut,
die an der Oberseite 17 und der Unterseite 18 verlaufen. Die Montageschienen 29 bilden
jeweils den Längsschlitz 26. Der Längsschlitz 26 ist von aufeinander zu ragenden Schienenlippen
41 der Montageschienen 29 begrenzt. Die beiden Montageschienen 29 sind über Seitenwände
30 (Fig. 11) verbunden, die die Längsseiten 15 des Querträgers 3 bilden. An den Stirnseiten
16 des Querträgers 3 ist jeweils ein zweites Verbindungselement 8 eingesteckt. Hierzu
besitzt das Verbindungselement 8 zwei Laschen 21, die sich zwischen den Rückseiten
der beiden Montageschienen 26 des Querträgers 3 erstrecken.
[0035] Das zweite Verbindungselement 8 ist, wie die Fig. 9 bis 11 zeigen, als U-förmiges
Blechbiegeteil ausgebildet. Der Boden des U verläuft parallel zur Stirnseite 16 des
Querträgers 3 und besitzt die Steckaufnahme 6. Am Boden ist außerdem die das Steckelement
5 bildende Schraube angeordnet, die im Ausführungsbeispiel in eine am Blechbiegeteil
gehaltene Mutter 28 eingeschraubt ist. Durch Ändern der Einschraubtiefe des Steckelements
5 ist eine Justage des Querträgers 3 gegenüber einem Längsträger 2 oder eine Justage
von zwei miteinander verbundenen Längsträgern 2 möglich.
[0036] Die Montageschienen 29 dienen sowohl zur Fixierung der ersten Verbindungselemente
7, 9 und Aufhängeelemente 10 am Querträger 3 als auch zur Fixierung von Anbauteilen
an den Querträgern 3 bzw. Längsträgern 2. Die Längsträger 2 sind - bis auf die Anordnung
eines der beiden zwei Verbindungselemente 8 - identisch zu den Querträgern 3 aufgebaut.
[0037] Die Fig. 12 bis 15 zeigen ein erstes Verbindungselement 7 im Einzelnen. Wie Fig.
12 zeigt, ist das Verbindungselement 7 aus einem Verbindungsbügel 22 aufgebaut, in
den die Steckelemente 5 eingeschraubt sind. Am Boden 43 des Verbindungsbügels 22 ist
außerdem eine Verbindungseinrichtung 34 angeordnet. Der Verbindungsbügel 22 besitzt
jeweils zwei einander gegenüberliegende Steckaufnahmen 6 und Steckelemente 5. An der
dem Boden 43 gegenüberliegenden Oberseite 44 des Verbindungsbügels 22 ist eine Öffnung
33 vorgesehen, die zur Aufnahme der Gewindestange 11 oder eines anderen Halteelements
zur Verbindung mit einer Tragstruktur dient. Wie Fig. 12 und Fig. 14 zeigen, ist der
Verbindungsbügel 22 durch zwei Einzelteile 25 gebildet, die beide etwa C-förmig gestaltet
sind und ein parallel zur Längsseite 15 (Fig. 8) verlaufendes Mittelteil 45 und parallel
zur Oberseite 17 und Unterseite 18 (Fig. 7) verlaufende Endabschnitte 46, 47 besitzen.
Die Endabschnitte 46 und 47 der beiden Einzelteile 25 liegen jeweils aneinander an.
Bevorzugt umgreift eines der Einzelteile 25 das andere der Einzelteile 25, so dass
die beiden Einzelteile 25 auch bei gelöster Verbindungseinrichtung 34 vorfixiert sind.
[0038] Wie Fig. 13 zeigt, ist an der Steckaufnahme 6 eine Einführschräge 39 vorgesehen,
die das Einstecken des Steckelements 5 in die Steckaufnahme 6 erleichtert. Im Bereich
der Steckaufnahme 6 ist der Verbindungsbügel 22 verbreitert ausgeführt. Im verbreiterten
Bereich sind zwei seitliche Bohrungen 48 angeordnet. Durch die seitlichen Bohrungen
48 kann das erste Verbindungselement 7 an einem Längsträger 2 fixiert werden, beispielsweise
über selbstschneidende Schrauben. Dadurch wird eine torsionssteife Lagerung für einen
am Verbindungselement 7 eingehängten Querträger 3 erreicht. Ein Verdrehen des Querträgers
3 um seine Längsmittelachse 31 wird durch diese ergänzende Fixierung des Verbindungselements
7 am Längsträger 2 verhindert.
[0039] Die Verbindungseinrichtung 34 besitzt, wie Fig. 13 zeigt, eine Schraube 36, die im
Ausführungsbeispiel als Hammerkopfschraube ausgebildet ist, sowie eine auf die Schraube
36 aufgeschraubte Mutter 38. Die Schraube 36 ragt durch Bohrungen 49 der beiden Endabschnitte
47 der Einzelteile 25. Durch Drehen der Schraube 36 um 90° um ihre Längsmittelachse
kann der Hammerkopf 37 so angeordnet werden, dass er den Schlitz 35 hintergreift.
Durch Festschrauben der Mutter 38 kann die Verbindungseinrichtung 34 fixiert werden.
Wie die Fig. 13 und 14 zeigen, ist zwischen dem Hammerkopf 37 und dem Verbindungsbügel
22 ein Abstand a gebildet. Der Abstand a entspricht etwa der Dicke der Schienenlippen
41 (Fig. 11) der Montageschienen 29. Die Schraube 36 dient nicht nur zur Fixierung
der beiden Einzelteile 25 aneinander, sondern auch zur Festlegung des ersten Verbindungselements
7 an einem Längsträger 2 oder Querträger 3. Hierzu wird das Verbindungselement 7 an
der gewünschten Stelle des Längsträgers 2 oder Querträgers 3 positioniert, der Hammerkopf
37 durch den Längsschlitz 26 in die Montageschiene 29 eingeführt und durch Drehen
in der Montageschiene 29 fixiert und anschließend die Mutter 38 auf der Schraube 36
fixiert. Wie Fig. 14 und Fig. 15 zeigen, sind die Steckelemente 5 in Gewindebohrungen
42 der Einzelteile 25 eingeschraubt. Eine zusätzliche Mutter für die Steckelemente
5 kann dadurch entfallen. Auch beim zweiten Verbindungselement 8 kann anstatt der
Mutter 28 (Fig. 10) im Verbindungselement 8 selbst eine Gewindebohrung für das Steckelement
5 vorgesehen sein.
[0040] Das Verbindungselement 7 besitzt, wie Fig. 14 zeigt, eine Aufnahme 19, in der ein
Längsträger 2 oder Querträger 3 angeordnet sein kann. Die Längsmittelachse 31 des
Trägers 2, 3 ist dann parallel zur Längsrichtung 20 der Aufnahme 19 angeordnet. Bei
in der Aufnahme 19 angeordnetem Träger 2, 3 sind das Steckelement 5 und die Steckaufnahme
6 an einer Längsseite 15 des Trägers 2, 3 angeordnet.
[0041] Die Fig. 16 bis 19 zeigen ein Aufhängeelement 10. Das Aufhängeelement 10 besitzt
einen Verbindungsbügel 24, der aus zwei Einzelteilen 25 aufgebaut ist. Das Aufhängeelement
10 besitzt keine Steckelemente 5 oder Steckaufnahmen 6, sondern lediglich eine Öffnung
33 zur Aufnahme einer Gewindestange 11. Die Öffnung 33 ragt durch die Endabschnitte
46 der Einzelteile 25 und ist im Einbauzustand benachbart zur Oberseite 17 eines Längsträgers
2 oder Querträgers 3 angeordnet (s. Fig. 7). Benachbart zur Unterseite 18 eines Längsträgers
2 oder Querträgers 3 ist die Verbindungseinrichtung 34 vorgesehen, die gleichzeitig
zur Fixierung des Aufhängeelements 10 an dem Längsträger 2 oder Querträger 3 dient.
Die Schraube 36 ragt durch Bohrungen 49 der beiden Einzelteile 25. Das Aufhängeelement
10 besitzt außerdem eine Aufnahme 19, in der der Längsträger 2 oder Querträger 3 angeordnet
sein kann. Die Längsmittelachse 31 des Trägers 2, 3 ist dann parallel, insbesondere
deckungsgleich zur Längsrichtung 20 der Aufnahme 19 angeordnet.
[0042] Die Fig. 20 bis 23 zeigen ein erstes Verbindungselement 9. Wie Fig. 20 zeigt, ist
das erste Verbindungselement 9 durch einen Verbindungsbügel 23 gebildet, der aus zwei
Einzelteilen 25 aufgebaut ist. Das erste Verbindungselement 9 unterscheidet sich von
dem in den Fig. 12 bis 15 gezeigten ersten Verbindungselement 7 dadurch, dass das
erste Verbindungselement 9 keine Öffnung 33 zur Verbindung mit einer Gewindestange
11 besitzt. Stattdessen ist auch in dem Bereich, der im Einbauzustand benachbart zu
einer Oberseite 17 (Fig. 7) eines Längsträgers 2 oder Querträgers 3 angeordnet ist,
also an den Endabschnitten 46 der Einzelteile 25, eine Verbindungseinrichtung 34 mit
einer Schraube 36 vorgesehen. Die Verbindungseinrichtungen 34 an der Oberseite 17
und der Unterseite 18 des Trägers 2, 3 sind vorzugsweise identisch ausgebildet. Wie
Fig. 20 und 23 zeigen, besitzen die Einzelteile 25 an der Verbindungseinrichtung 34
an den Endabschnitten 46 einen Schlitz 35, durch den ein Hammerkopf 37 (Fig. 13 und
14) der Schraube 36 eingeschoben ist. Dadurch kann die Schraube 36 von außen durch
den Schlitz 35 an dem Verbindungselement 9 montiert werden. An den Endabschnitten
47 sind dagegen Bohrungen 48 vorgesehen, durch die die Schraube 36 von innen zu montieren
ist. In alternativen Gestaltungen kann der Schlitz 35 an den Endabschnitten 47 oder
sowohl an den Endabschnitten 46 als auch an den Endabschnitten 47 vorgesehen sein.
[0043] In alternativen Gestaltungen können auch die Verbindungselemente 7 an den Endabschnitten
47 anstelle von Bohrungen 48 Schlitze 35 aufweisen. Alternativ oder zusätzlich können
die Aufhängeelemente 10 an den Endabschnitten 46 und/oder an den Endabschnitten 47
anstelle von Bohrungen 48 Schlitze 35 aufweisen.
[0044] Wie die Fig. 20 und 21 zeigen, besitzt die Schraube 36 am freien Ende ihres Gewindeabschnitts
eine Markierung 40. Über die Markierung 40 kann der korrekte Sitz der Schraube 36
nach der Montage geprüft werden. Ist der Hammerkopf 37 korrekt senkrecht zur Längsrichtung
des Längsschlitzes 26 ausgerichtet, so verläuft auch die Markierung 40 senkrecht zum
Längsschlitz 26.
[0045] Im Ausführungsbeispiel verlaufen alle Steckaufnahmen 6 in vertikaler Richtung. In
einer vorteilhaften alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Steckaufnahmen
6 in horizontaler Richtung verlaufen. Dadurch werden weitere Träger 2, 3 nicht von
oben in vertikaler Richtung montiert, sondern durch seitliche Verschiebung oder durch
seitliches Einschwenken. Als Sicherungselement kann beispielsweise eine von oben eingeschobene
U-förmige Scheibe dienen, die ein seitliches Verschieben des Steckelements 5 in der
zugeordneten Steckaufnahme 6 verhindert.
[0046] Jedes Verbindungselement 7, 8, 9 trägt im Ausführungsbeispiel ein Steckelement 5
und eine Steckaufnahme 6. Die Steckelemente 5 und Steckaufnahmen 6 sind so ausgebildet,
dass jedes zweite Verbindungselement 8 wahlweise mit einem ersten Verbindungselement
7 oder 9 oder einem weiteren zweiten Verbindungselement 8 verbindbar ist. Zur Verbindung
von zwei zweiten Verbindungselementen 8 miteinander ist eines der Verbindungselemente
8 gegenüber dem anderen um 180° um die Längsmittelachse 31 des zugeordneten Trägers
2, 3 gedreht angeordnet, so dass jedes Steckelement 5 benachbart zu einer Steckaufnahme
6 zu liegen kommt. Alle Steckelemente 5 sind identisch ausgebildet und als Schrauben
ausgeführt, die durch Ein- oder Ausschrauben eine Justierung der Steckverbindungen
erlauben. Alle Steckaufnahmen 6 sind - bis auf die Länge des Schlitzes bis zur Endlage
des Steckelements 5 in verbundenem Zustand der Verbindungselemente 7, 8, 9 - identisch
ausgeführt. Alle Verbindungselemente 7,8, 9 und das Aufhängeelement 10 sind durch
Verbindungsbügel 22, 23, 24 gebildet und umgreifen den zugeordneten Längsträger 2
oder Querträger 3 vollständig. Zumindest eine Verbindungseinrichtung 34 zur Verbindung
der beiden Einzelteile 25 der Verbindungsbügel 22, 23, 24 dient gleichzeitig zur Fixierung
der Lage des entsprechenden Verbindungsbügels 22, 23, 24 in Längsrichtung des zugeordneten
Trägers 2, 3.
[0047] Alle Verbindungsbügel 22, 23, 24 sind als Blechbiegeteile ausgeführt, in die zur
Bildung der Verbindungselemente 7, 8, 9 lediglich die Steckelemente 5 eingeschraubt
und an denen die Verbindungseinrichtungen 34 angeordnet sind. Dadurch ergibt sich
ein einfacher Aufbau.
[0048] Für ein System von Verbindungselementen zum Verbinden von Trägern 2, 3 werden lediglich
zwei bzw. drei unterschiedliche Arten von Verbindungselementen 7,8,9 benötigt. Für
das in Fig. 1 gezeigte System sind erste Verbindungselemente 7 und zweite Verbindungselemente
8 vorgesehen. Für das in den Fig. 4 bis 6 gezeigte System werden erste Verbindungselemente
9, Aufhängeelemente 10 sowie zweite Verbindungselemente 8 benötigt. Dadurch kann auf
einfache Weise ein modulares System zum Verbinden von Trägern 2, 3 geschaffen werden.
1. Trägersystem, insbesondere Rasterelementdecke, umfassend Träger (2, 3) und Verbindungselemente
(7, 8, 9) zur Verbindung der Träger (2, 3) miteinander, wobei die Träger (2, 3) über
Steckverbindungen (4) miteinander verbunden sind, wobei die die Steckverbindung (4)
bildenden, zusammenwirkenden Steckverbindungskomponenten zumindest ein Steckelement
(5) und zumindest eine Steckaufnahme (6) umfassen, wobei jedes Verbindungselement
(7, 8, 9) an einem Träger (2, 3) festgelegt ist und zumindest eine Steckverbindungskomponente
aufweist, wobei das Trägersystem erste Verbindungselemente (7, 9) aufweist, deren
mindestens eine Steckverbindungskomponente an einer Längsseite (15) des zugeordneten
Trägers (2, 3) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersystem zweite Verbindungselemente (8) umfasst, deren mindestens eine Steckverbindungskomponente
an einer Stirnseite (16) des zugeordneten Trägers (2, 3) angeordnet ist, und dass
die zweiten Verbindungselemente (8) wahlweise mit einem ersten Verbindungselement
(7) oder einem weiteren zweiten Verbindungselement (8) verbindbar sind.
2. Trägersystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass jedes Verbindungselement (7, 8, 9) zumindest ein Steckelement (5) und zumindest eine
Steckaufnahme (4) aufweist und dass bei zwei miteinander verbundenen Verbindungselementen
(7, 8, 9) jedes Steckelement (5) in einer zugeordneten Steckaufnahme (4) angeordnet
ist.
3. Trägersystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Steckelement (5) durch eine Schraube gebildet ist.
4. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steckaufnahme (6) als Aussparung ausgebildet ist.
5. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein steckbares Sicherungselement vorgesehen ist, das die Steckverbindung
(4) gegen unbeabsichtigtes Lösen sichert.
6. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Trägersystem mindestens ein von den Verbindungselementen (7, 8, 9) separates
Aufhängeelement (10) umfasst, das zur Verbindung eines Trägers (2, 3) mit einer Tragstruktur
vorgesehen ist.
7. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verbindungselement (7) zur Verbindung eines Trägers (2, 3) mit einer
Tragstruktur vorgesehen ist.
8. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verbindungselement (7, 9) einen Verbindungsbügel (22, 23) aufweist,
der den zugeordneten Träger (2, 3) umgreift.
9. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbügel (22, 23) durch zwei an der Oberseite (17) und der Unterseite
(18) des Trägers (2, 3) miteinander verbundene, insbesondere C-förmige Einzelteile
(25) gebildet ist.
10. Trägersystem nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelteile (25) über mindestens eine Verbindungseinrichtung (43) miteinander
verbunden sind, die gleichzeitig das Verbindungselement (7, 8, 9) an dem Träger (2,
3) fixiert.
11. Trägersystem nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelteile (25) über mindestens eine Verbindungseinrichtung miteinander verbunden
sind, die gleichzeitig zur Verbindung des Verbindungselements (7) mit der Tragstruktur
dient.
12. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verbindungselement (8) mindestens eine Lasche (21) zum stirnseitigen
Einstecken in einen Träger (2, 3) aufweist.
13. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Verbindungselement (7, 8, 9), insbesondere alle Verbindungselemente
(7, 8, 9), weitgehend als Blechbiegeteile ausgebildet sind.
14. Trägersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Steckverbindung (4) in Einbaulage von oben zu montieren ist und eine feste Verbindung
in allen horizontalen Richtungen und eine feste Verbindung nach unten herstellt.
15. System von Verbindungselementen zur Verbindung von Trägern, insbesondere Trägern einer
Rasterelementdecke, mittels Steckverbindungen (4), wobei jedes Verbindungselement
(7, 8, 9) zumindest eine Steckverbindungskomponente einer Steckverbindung (4) aufweist,
wobei die die Steckverbindung (4) bildenden, zusammenwirkenden Steckverbindungskomponenten
zumindest ein Steckelement (5) und zumindest eine Steckaufnahme (6) umfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass erste Verbindungselemente (7, 9) eine Aufnahme (19) zur Durchführung eines Trägers
(2, 3) aufweisen, wobei die mindestens eine Steckverbindungskomponente der ersten
Verbindungselemente (7, 9) seitlich zur Längsrichtung (20) der Aufnahme (19) angeordnet
ist, und wobei das System zweite Verbindungselemente (8) umfasst, die mindestens Mittel
zur Befestigung des Verbindungselements (8) an der Stirnseite (16) eines Trägers (2,
3) aufweisen, wobei die zweiten Verbindungselemente (8) zumindest eine Steckverbindungskomponente
aufweisen, die an der dem Mittel zur Befestigung abgewandten Seite des Verbindungselements
(8) angeordnet ist, und wobei die zweiten Verbindungselemente (8) so gestaltet sind,
dass sie wahlweise mit einem ersten Verbindungselement (7, 9) oder einem weiteren
zweiten Verbindungselement (8) verbindbar sind.