[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung, insbesondere für ein
von einem Gebläse unterstütztes Heizgerät, umfassend einem Lufteinlass, ein äußeres
Venturirohr mit einer ersten Engestelle, ein inneres Venturirohr mit einer zweiten
Engstelle und einer Düse im Bereich der zweiten Engstelle zum Zuführen von Brennstoff.
Die Erfindung betrifft auch ein Heizgerät mit einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung.
Stand der Technik
[0002] Die
DE102016201624A1 zeigt und beschreibt eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung in der Form einer Venturi-Durchführung
für einen von einem Gebläse unterstützten Brenner. Die Luftansaugung erfolgt durch
das Gebläse, die Eindüsung des gasförmigen Brennstoffs in den Luftstrom ist vor dem
Gebläse angeordnet. Aufgrund der Unterdruckverhältnisse im Bereich der Engstelle des
Venturis wird der gasförmige Brennstoff dort automatisch eingesaugt. Heizgeräte mit
einer solchen Anordnung haben den Vorteil, dass die Leistung über einen besonders
großen Bereich (> 1:10) variiert werden kann. Um dabei den Leistungsverbrauch zu minimieren,
sind bei heutigen Anforderungen an die Modulationsbreite der Leistung zunehmend größere
Venturilängen notwendig.
Offenbarung der Erfindung
Vorteile
[0003] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung, insbesondere
für ein von einem Gebläse unterstütztes Heizgerät, offenbart. Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
umfasst einem Lufteinlass, ein äußeres Venturirohr mit einer ersten Engestelle, ein
inneres Venturirohr mit einer zweiten Engstelle und eine Düse im Bereich der zweiten
Engstelle zum Zuführen von Brennstoff. Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass das innere Venturirohr innerhalb des äußeren Venturirohrs angeordnet
ist.
[0004] Das hat den Vorteil, dass der an der zweiten Engstelle des inneren Venturirohrs abgesenkte
Druck auf einer kürzeren Strecke zurückgewonnen werden kann als beispielsweise in
einem System mit nur einem Venturirohr. Das ermöglicht die Konstruktion einer kompakten
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung.
[0005] Unter einem "Venturirohr" ist ein Rohr zu verstehen, welches in einer Engstelle eine
minimale Querschnittsfläche aufweist. Von der Engstelle ausgehend weitet sich das
Venturirohr in Richtung einer Austrittsöffnung des Venturirohrs auf. Die Querschnittsfläche
vergrößert sich von der Engstelle ausgehend in Richtung der Austrittsöffnung. Vorteilhaft
weitet sich das Venturirohr von der Engstelle ausgehend in Richtung einer Eintrittsöffnung
auf. Vorteilhaft vergrößert sich die Querschnittsfläche von der Engstelle ausgehend
in Richtung der Austrittsöffnung. Bevorzugt ist die Querschnittsfläche des Venturirohrs
kreisförmig oder weitgehend kreisförmig. Es sind auch andere Formen der Querschnittsfläche
des Venturirohrs denkbar, insbesondere oval und/oder ellipsenförmig und/oder rechteckig
und/oder polygonförmig. Unter der "Querschnittsfläche" soll die Querschnittsfläche
des luftführenden bzw. gasführenden, insbesondere des Brennstoff-Luft-Gemisch führenden
Teils des Venturirohrs verstanden werden.
[0006] Das Venturirohr betreffende Merkmale mit dem vorgestellten Adjektiv "erste" betreffen
in der vorliegenden Beschreibung das äußere Venturirohr. Das Venturirohr betreffende
Merkmale mit dem vorgestellten Adjektiv "zweite" betreffen in der vorliegenden Beschreibung
das innere Venturirohr. Eine "erste Engstelle" ist eine Engstelle des äußeren Venturirohrs.
Eine "erste Austrittsöffnung" ist eine Austrittsöffnung des äußeren Venturirohrs.
Eine "erste Eintrittsöffnung" ist eine Eintrittsöffnung des äußeren Venturirohrs.
Eine "zweite Engstelle" ist eine Engstelle des inneren Venturirohrs. Eine "zweite
Austrittsöffnung" ist eine Austrittsöffnung des inneren Venturirohrs. Eine "zweite
Eintrittsöffnung" ist eine Eintrittsöffnung des inneren Venturirohrs.
[0007] Unter einen "von einem Gebläse unterstützten Heizgerät" ist ein Heizgerät zu verstehen,
bei dem ein Brenner hauptsächlich durch ein Gebläse mit Luft zur Verbrennung versorgt
wird. Typischerweise wird in einem von Gebläse unterstützten Heizgerät bzw. Brenner
ein bevorzugt gasförmiger Brennstoff in einen durch das Gebläse geförderten Luftstrom
eingeführt bzw. durch eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung eingemischt, so dass dem
Brenner ein Brennstoff-Luft-Gemisch zugeführt wird. Die Luft wird durch das Gebläse
angesaugt. Von einem durch das Gebläse unterstützten Brenner sind atmosphärische Brenner
zu unterscheiden, bei denen am Brenner die freie, in der Umgebung vorhandene Luft
zur Verbrennung genutzt wird. Beispiel für atmosphärische Brenner sind Bunsenbrenner
oder Gas-Heizstrahler bzw. Gas-Infrarotstrahler.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung möglich. Weist das äußere Venturirohr eine erste
Austrittsöffnung auf, das innere Venturirohr eine zweite Austrittsöffnung auf und
Ist die zweite Austrittsöffnung weitgehend an der ersten Engstelle des äußeren Venturirohrs
angeordnet, hat das den Vorteil, dass das aus dem inneren Venturirohr ausströmende
Brennstoff-Luft-Gemisch an einer Stelle minimalen Drucks im äußeren Venturirohr einströmt.
Auf diese Weise wird die Druckdifferenz zwischen der zweiten Engstelle des inneren
Venturis und der ersten Austrittsöffnung des äußeren Venturis besonders groß. Das
ermöglicht die Konstruktion einer besonders kompakten Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung.
Unter "die zweite Austrittsöffnung ist weitgehend an der ersten Engstelle angeordnet"
soll verstanden werden, dass ein Abstand der zweiten Austrittsöffnung bezüglich einer
Längsrichtung der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung zu der ersten Engstelle kleiner
ist als 10 % einer Venturilänge des äußeren Venturirohrs, bevorzugt kleiner als 4
%, besonders bevorzugt kleiner als 1 %. Die Längsrichtung der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
ist parallel zu einer Längsachse bzw. Symmetrieachse der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
angeordnet und zeigt von der ersten Eintrittsöffnung bzw. vom Lufteinlass zur ersten
Austrittsöffnung. Die Längsrichtung zeigt weitgehend in die Richtung des in die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
einströmenden Luftstroms bzw. des ausströmenden Brennstoff-Luft-Gemischs. Der Abstand
der zweiten Austrittsöffnung zur ersten Engstelle bezüglich der Längsrichtung wird
zwischen einer ersten Ebene, die in der zweiten Austrittsöffnung liegt, und einer
zweiten Ebene, die in der ersten Engstelle liegt, entlang der Längsrichtung gemessen.
Bevorzugt liegt die erste Ebene auf einem äußersten Rand des inneren Venturirohrs,
welcher sich an der Seite der zweiten Austrittsöffnung befindet. Bevorzugt bildet
der äußere Rand die zweite Austrittsöffnung. Bevorzugt schneidet die zweite Ebene
das äußere Venturi so, dass eine entsprechende Querschnittsfläche minimal ist. Die
"Venturilänge" ist der Abstand der ersten Engstelle zur ersten Austrittsöffnung entlang
der Längsrichtung.
[0009] Dadurch, dass die Düse weitgehend konzentrisch innerhalb des inneren Venturirohrs
angeordnet ist, strömt die resultierende Brennstoff-Luft-Mischung weitgehend laminar.
Auf diese Weise wird eine besonders hohe Druckrückgewinnung durch die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
ermöglicht. Eine weniger symmetrische Anordnung der Düse kann zu Turbulenzen bzw.
Verwirbelungen führen, welche einen Druckabfall bewirken. Unter "weitgehend konzentrisch"
soll verstanden werden, dass einer Symmetrieachse der Düse zu einer Symmetrieachse
des inneren Venturirohrs weitgehend parallel angeordnet ist und der Abstand der Symmetrieachse
der Düse zur Symmetrieachse des inneren Venturirohrs weniger als 10 % eines Venturidurchmessers
des inneren Venturirohrs beträgt, bevorzugt weniger als 4 %, besonders bevorzugt weniger
als 1 %.
[0010] Ist das innere Venturirohr weitgehend konzentrisch innerhalb des äußeren Venturirohrs
angeordnet, wird eine laminar strömende Brennstoff-Luft-Mischung noch besser ermöglicht.
Unter "weitgehend konzentrisch" soll verstanden werden, dass die Symmetrieachse des
inneren Venturirohrs zu einer Symmetrieachse des äußeren Venturirohrs bzw. zur Symmetrieachse
der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung weitgehend parallel angeordnet ist und der Abstand
der Symmetrieachse des inneren Venturirohrs zur Symmetrieachse des äußeren Venturirohrs
weniger als 10 % eines Venturidurchmessers des äußeren Venturirohrs beträgt, bevorzugt
weniger als 4 %, besonders bevorzugt weniger als 1 %.
[0011] Eine möglichst laminar strömende Brennstoff-Luft-Mischung kann sichergestellt werden,
wenn das innere Venturirohr und/oder das äußere Venturirohr einen jeweils weitgehend
kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Auf diese Weise wird die Symmetrie der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
weiter erhöht. Unter "Querschnitt" soll die Form der Querschnittsfläche des luftführenden
bzw. gasführenden, insbesondere des Brennstoff-Luft-Gemisch führenden Teils des Venturirohrs
verstanden werden
[0012] Ist die erste Eintrittsöffnung des äußeren Venturirohrs bezüglich der Längsrichtung
der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung weitgehend an der zweiten Eintrittsöffnung des
inneren Venturirohrs angeordnet, kann die Laminarität der einströmenden Luft verbessert
werden. Unter "die erste Eintrittsöffnung ist weitgehend an der zweiten Eintrittsöffnung
angeordnet" soll verstanden werden, dass ein Abstand der ersten Eintrittsöffnung bezüglich
der Längsrichtung der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung zu der zweiten Eintrittsöffnung
kleiner ist als 10 % der Venturilänge des äußeren Venturirohrs, bevorzugt kleiner
als 4 %, besonders bevorzugt kleiner als 1 %. Der Abstand der ersten Eintrittsöffnung
zur zweiten Eintrittsöffnung bezüglich der Längsrichtung wird zwischen einer dritten
Ebene, die in der ersten Eintrittsöffnung liegt, und einer vierten Ebene, die in der
zweiten Eintrittsöffnung liegt, entlang der Längsrichtung gemessen. Bevorzugt liegt
die dritte Ebene auf einem äußersten Rand des äußeren Venturirohrs, welcher sich an
der Seite der ersten Eintrittsöffnung befindet. Bevorzugt liegt die vierte Ebene auf
einem äußersten Rand des inneren Venturirohrs, welcher sich an der Seite der zweiten
Eintrittsöffnung befindet. Weist die Düse eine einstellbare Drossel zur Verminderung
des durch die Düse strömenden Brennstoffs auf, insbesondere eine auswechselbare Festdrossel,
hat das den Vorteil, dass die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung an unterschiedliche
Brennstoffarten angepasst werden kann.
[0013] Unter einer "Drossel" ist ein Bauelement zu verstehen, welches einen Druckabfall
in einem durchströmenden und/oder vorbeiströmenden Gas bzw. Fluid bewirkt. Beispielsweise
kann eine Drossel eine senkrecht zur Strömungsrichtung des Brennstoffs eingebrachten
Platte sein. Eine Drossel verringert einen Strömungsquerschnitt des Gases bzw. Fluids.
Unter "einstellbarer Drossel" soll eine Drossel verstanden werden, bei der der Druckabfall
einstellbar ist. Eine "auswechselbare Festdrossel" ist ein auswechselbares, an der
Düse anbringbares Bauelement, welches einen vorgegebenen Druckabfall des Brennstoffs
bewirkt. Es ist vorgesehen, dass unterschiedliche auswechselbare Festdrosseln mit
jeweils unterschiedlichen vorgegebenen Druckabfällen an der Düse anbringbar sind,
insbesondere zur Anpassung der Düse bzw. der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung an unterschiedliche
Brennstoffsorten.
[0014] Für ein Heizgerät mit einem von einem Gebläse unterstützten Brenner und einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung, die einem durch das Gebläse angesaugtem Luftstrom
über eine Brennstoffleitung insbesondere gasförmigen Brennstoff zuführt, ergeben sich
darüber hinaus weitere Vorteile. So kann ein solches Heizgerät besonders kompakt konstruiert
werden. Zusätzlich bietet eine kompakte Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung mehr Möglichkeiten,
wo und mit welcher Ausrichtung die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung im Heizgerät verbaubar
ist. Das ermöglicht eine besonders sichere und/oder zuverlässige Konstruktion des
Heizgeräts. Weiterhin kann auf diese Weise der Zugang zu Komponenten des Heizsystems
bei einer Wartung und/oder Inspektion verbessert werden.
[0015] Stellt das Gebläse der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung Luft mit einem einstellbaren
Luftstrom bereit, ist auf diese Weise die Brennerleistung besonders zuverlässig einstellbar.
Unter "einstellbaren Luftstrom" soll ein einstellbarer Volumenluftstrom verstanden
werden. Beispielsweise kann der Luftstrom über ein Gebläse mit einer variablen Gebläsedrehzahl
und/oder variablen Gebläseleistung eingestellt werden.
[0016] Stellt ein Brennstoffregelventil den Brennstoff mit einem vorbestimmbaren, insbesondere
konstanten Druck bereit, hat das den Vorteil, dass auf diese Weise das Brennstoff-Luft-Verhältnis
besonders zuverlässig eingestellt werden kann. Insbesondere ist es möglich, das Brennstoff-Luft-Verhältnis
konstant auf einen vorgegebenen Wert einzustellen. Auf diese Weise ist ein sauberer
und umweltfreundlicher Betrieb des Heizgeräts möglich. Insbesondere kann der Druck
des Brennstoffs auf den Umgebungsdruck bzw. auf einen Umgebungsdruck mit einem Offset
geregelt werden. Beispielsweise kann das Brennstoffregelventil ein pneumatisches Regelventil
sein, insbesondere ein Nulldruckregler. Auf diese Weise kann das Brennstoffregelventil
sehr schnell auf Änderungen des Umgebungsdrucks reagieren und ein weitgehend konstantes
Brennstoff-Luft-Verhältnis ermöglichen.
Zeichnungen
[0017] In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung sowie des Heizgeräts gemäß der vorliegenden Erfindung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 ein schematische Darstellung eines Heizgeräts mit einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung,
Figur 2 eine schematische Darstellung der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung,
Figuren 3a bis 4b einen Vergleich einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung mit dem Stand der Technik sowie einen Vergleich des Druckverlaufs
in den jeweiligen Brennstoff-Luft-Mischeinrichtungen und
Figuren 5a bis 6c schematische Darstellungen von verschiedenen Darstellungen von Drosseln
für die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung.
Beschreibung
[0018] In den verschiedenen Ausführungsvarianten erhalten gleiche Teile die gleichen Bezugszahlen.
[0019] Figur 1 sind schematisch Komponenten eines Heizgeräts 10 abgebildet. Das Heizgerät
10 umfasst weitere, nicht abgebildete Komponenten wie beispielsweise einen Wärmetauscher,
Pumpen oder ein Abgassystem. Die Art und Anzahl der Komponenten hängt von Ausstattungsgrad
des Heizgeräts ab.
[0020] Figur 1 zeigt eine Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12, ein Gebläse 14, einen Brenner
16, ein Brennstoffventil 18, eine lonisationssonde 20 und eine Steuereinheit 22 auf.
Ist das Heizgerät 10 in Betrieb, weist der Brenner 16 eine Flamme 24 auf. Die lonisationssonde
20 ragt in die Flamme 24. Das Gebläse 14 ist dazu vorgesehen, Luft 26 anzusaugen.
Eine Gebläsedrehzahl des Gebläses 14 ist variabel einstellbar. Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
12 ist dazu vorgesehen, die angesaugte Luft 26 mit einem Brennstoff 28 zu einem Brennstoff-Luft-Gemisch
30 zu vermischen. Der Brennstoff 28 wird über eine Brennstoffleitung 32 durch das
Brennstoffventil 16 und anschließend in die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 geleitet.
Das Brennstoffventil 16 ist dazu vorgesehen, den Brennstoff 28 auf einem vorbestimmbaren
Druck bereitzustellen.
[0021] Das Brennstoffventil 16 ist im Ausführungsbeispiel als pneumatischer Nulldruckregler
ausgeführt. Der Brennstoff 28 wird der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 auf einem
Druck, der weitgehend dem Umgebungsdruck entspricht, bereitgestellt. In alternativen
Ausführungen wird der Brennstoff 28 auf einem Druck bereitgestellt, der weitgehend
dem Umgebungsdruck abzüglich oder zuzüglich eines Offsets entspricht. In weiteren
Ausführungsformen wird der Brennstoff 28 mit dem Brennstoffventil 18 auf einen fest
vorgegebenen Druck eingestellt. Es ist auch denkbar, dass der Druck des Brennstoffs
28 je nach Bedarf veränderbar ist, beispielsweise in Abhängigkeit von Betriebsbedingungen
und/oder äußeren Bedingungen. Beispielsweise kann das Brennstoffventil 16 ein elektrisch
einstellbares Ventil sein, welches durch die Steuereinheit 22 einstellbar ist. Der
Druck des Brennstoffs 28 kann etwa in Abhängigkeit von einem Betriebsmodus des Heizgeräts
10, von einer durch die Steuereinheit 22 ermittelten Brennstoffart und/oder von einer
gewünschten Heizleistung einstellbar sein.
[0022] Das Gebläse 14 ist dazu vorgesehen, das Brennstoff-Luft-Gemisch 30 bzw. einen Brennstoff-Luft-Gemischstrom
30 in den Brenner 16 zu leiten.
[0023] Die Steuereinheit 22 ist über Busleitungen 34 mit den Komponenten des Heizgeräts
10 verbunden, insbesondere mit dem Gebläse 14 und der lonisationssonde 20. Die Steuereinheit
22 ist dazu vorgesehen, einen Luftstrom 26 der angesaugten Luft 26 zu regeln, insbesondere
ist die Steuereinheit 22 dazu vorgesehen, die Gebläsedrehzahl des Gebläses 14 einzustellen.
Die eingestellte Gebläsedrehzahl des Gebläses 14 bzw. der eingestellte Luftstrom 26,
der durch das Gebläse gefördert wird, richtet sich insbesondere nach einer angeforderten
Heizleistung des Heizsystems 10.
[0024] Die Steuereinheit 22 ist im Ausführungsbeispiel dazu vorgesehen, Messwerte von der
lonisationssonde 20 zu empfangen. Die lonisationssonde 20 misst einen lonisationsstrom
der Flammen 24. Der lonisationsstrom ermöglicht Rückschlüsse auf die am Brenner 16
stattfindende Verbrennung. Beispielsweise sind aus dem lonisationsstrom Rückschlüsse
auf eine Qualität der Verbrennung möglich, insbesondere auf ein Brennstoff-Luft-Verhältnis
des Brennstoff-Luft-Gemischs 30, oder auf eine Qualität und/oder Art bzw. Sorte des
Brennstoffs 28. Insbesondere ist mit Hilfe der lonisationssonde 20 feststellbar, ob
eine Flamme 24 vorhanden ist.
[0025] Die Steuereinheit 22 kann in einer bevorzugten Ausführungsformen dazu vorgesehen
sein, das Heizsystem in Abhängigkeit vom lonisationsstrom zu steuern bzw. zu regeln.
Beispielsweise kann die Steuereinheit 22 ein elektronisches Brennstoffventil 18 ansteuern
um das Brennstoff-Luft-Verhältnis in Abhängigkeit vom lonisationsstrom anzupassen.
Das kann etwa bei einer Änderung der Brennstoffart und/oder einer Brennstoffqualität
notwendig sein.
[0026] Figur 2 zeigt eine Detailansicht der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 des Ausführungsbeispiels.
Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 umfasst ein äußeres Venturirohr 36 und ein
inneres Venturirohr 38. Das innere Venturirohr 38 ist innerhalb des äußeren Venturirohrs
36 angeordnet. Das äußere Venturirohr 36 weist eine erste Engstelle 40 auf. Das innere
Venturirohr 38 weist eine zweite Engstelle 42 auf. Das äußere Venturirohr 36 weist
eine erste Austrittsöffnung 44 auf. Das innere Venturirohr 38 weist eine zweite Austrittsöffnung
46 auf. Die erste Austrittsöffnung 44 ist dazu vorgesehen, ein Brennstoff-Luft-Gemisch
30 aus dem äußeren Venturirohr 36 herauszuleiten. Die zweite Austrittsöffnung 46 ist
dazu vorgesehen, ein Brennstoff-Luft-Gemisch 30 aus dem inneren Venturirohr 38 herauszuleiten.
[0027] Das äußere Venturirohr 36 weist eine erste Eintrittsöffnung 48 auf. Das innere Venturirohr
38 weist eine zweite Eintrittsöffnung 50 auf. Die erste Eintrittsöffnung 48 ist dazu
vorgesehen, Luft 26 in das äußere Venturirohr 36 einzuleiten. Die zweite Eintrittsöffnung
50 ist dazu vorgesehen, Luft 26 in das innere Venturirohr 38 einzuleiten. Die erste
Eintrittsöffnung 48 und die zweite Eintrittsöffnung 50 bilden einen Lufteinlass 52
der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12.
[0028] Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 weist eine Düse 54 auf. Die Düse 12 ist mit
der Brennstoffleitung 32 verbunden. Die Düse 54 ist dazu vorgesehen, Brennstoff 28
in die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 einzuleiten. Die Düse 54 ist im Bereich
der zweiten Engstelle 42 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist die zweite Austrittöffnung
46 im Bereich der ersten Engstelle 40 angeordnet.
[0029] Die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 ist im Ausführungsbeispiel zylindersymmetrisch
bzw. rotationssymmetrisch aufgebaut. Die wesentlichen, in Figur 2 abgebildeten Komponenten
der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 sind rotationssymmetrisch bezüglich einer
Längsachse 55. Insbesondere das äußere Venturirohr 36 und das innere Venturirohr 38
sind weitgehend rotationssymmetrisch bezüglich der Längsachse 55. Eine Längsrichtung
57 ist parallel zur Längsachse 55 angeordnet und zeigt in die Richtung des in die
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 eingesaugten Luftstroms 26 bzw. in die Richtung
des aus der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 ausströmenden Brenstoff-Luft-Gemischstroms
30.
[0030] Die Figuren 3a und 3b in Verbindung mit den Figuren 4a und 4b veranschaulichen das
Funktionsprinzip der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 gemäß des Ausführungsbeispiels.
Figur 3a zeigt ein einteiliges Venturisystem gemäß des Standes der Technik. Durch
das hinter der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 angeordnete Gebläse 14 (siehe Figur
1) wird durch den Lufteinlass 52 Luft 26 angesaugt.
[0031] Die Abszissenachse 56 in den Figuren 4a und 4b bildet den Ort entlang der Längsachse
55 bzw. Symmetrieachse der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 ab. Die Ordinatenachse
58 zeigt einen Druck 60 der Luft 26 und/oder einen Druck 60 des Brennstoff-Luft-Gemischs
30. Durch den enger werdenden Querschnitt bzw. die kleiner werdende Querschnittsfläche
des äußeren Venturirohrs 36 erhöht sich zunächst die Geschwindigkeit des Luftstroms,
der Druck 60 der Luft 26 sinkt. An der ersten Engstelle 40 erreicht der Druck 60 der
Luft 26 sein Minimum. Die Düse 54 ist an der ersten Engstelle 40 angeordnet, so dass
der Brennstoff 28 durch den Luftstrom angesaugt wird. Der Druck an der ersten Engstelle
40 heißt Steuerdruck 62.
[0032] Nach der ersten Engstelle 40 weitet sich die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs
36 in Strömungsrichtung bzw. in Richtung der ersten Austrittsöffnung 44. Auf diese
Weise wird der Druck 60 des Brennstoff-Luft-Gemischs 30 erhöht. Der ursprünglich an
der Einlassöffnung 52 vorhandene Druck 60 wird zurückgewonnen. An der ersten Austrittsöffnung
44 unterscheidet sich Druck 60 vom an der Einlassöffnung 52 vorhandenen Druck um einen
Druckverlust 64. Je niedriger der Druckverlust 64, umso geringer ist der Leistungsverbrauch
des Gebläses 14. Auf diese Weise sind hohe Modulationsbreiten des Heizgeräts 10 möglich,
das heißt, das Verhältnis von maximal möglicher Heizleistung des Heizgeräts 10 zu
minimal möglicher Heizleistung des Heizgeräts 10 ist hoch. Mit Hilfe einer Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
12 mit einem Venturi als Drossel sind Modulationsbreiten von über 1:10 realisierbar.
[0033] Die Druckrückgewinnung zwischen der ersten Engstelle 40 und der ersten Austrittsöffnung
44 ist umso größer, je stärker sich die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs
36 von der ersten Engstelle 40 bis zur ersten Austrittsöffnung 44 vergrößert. Die
Drückrückgewinnung zwischen der ersten Engstelle 40 und der ersten Austrittsöffnung
44 ist umso größer, je größer die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 an
der ersten Austrittsöffnung 44 im Vergleich zur Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs
36 an der ersten Engstelle 40 ist. Je größer die Druckrückgewinnung zwischen der ersten
Engstelle 40 und der ersten Austrittsöffnung 44, umso geringer ist der Druckverlust
64.
[0034] Sind die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 an der ersten Austrittsöffnung
44 und die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 an der ersten Engstelle
40 vorgegeben, so ist dafür eine bestimmte Venturilänge 66 notwendig. Die Venturilänge
66 ist der Abstand zwischen der ersten Engstelle 40 und der ersten Austrittsöffnung
44. Die Venturilänge 66 darf einen minimalen Wert nicht unterschreiten, ansonsten
reißt die Strömung ab und ist nicht mehr laminar. Der minimale Wert der Venturilänge
66 hängt von der Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 an der ersten Austrittsöffnung
44 und von der Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 ab.
[0035] Im in Figur 3a gezeigten Beispiel beträgt die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs
36 an der ersten Engstelle 1 cm^2, die Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs
36 an der ersten Austrittsöffnung 44 beträgt 7 cm^2. Die Venturilänge 66 beträgt 15
cm.
[0036] Je größer das Verhältnis von der Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36 an
der ersten Austrittsöffnung 44 zur Querschnittsfläche des äußeren Venturirohrs 36
an der ersten Engstelle 40, umso größer ist der minimale Wert der Venturilänge 66.
Je stärker der Druckverlust minimiert werden soll bzw. je größer die Druckrückgewinnung
sein soll, umso größer ist die Venturilänge 66. Ein besonders effizientes Heizgerät
10 benötigt daher nach dem Stand der Technik eine längere Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
12.
[0037] In Figur 3b ist die Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 des Ausführungsbeispiels
sowie der Verlauf des Drucks 60 entlang der Längsachse 55 bzw. Symmetrieachse der
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 abgebildet. Im Ausführungsbeispiel wird bei gleichem
Steuerdruck 62 und bei gleichem Druckverlust 64 gegenüber dem in Figur 3a abgebildeten
Stand der Technik eine kleinere Venturilänge 66 benötigt. Das ermöglicht die Konstruktion
einer kompakteren Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12.
[0038] Im Ausführungsbeispiel nimmt das äußere Venturirohr 36 einen Großteil des Luft 26a
bzw. des Luftstroms auf (siehe Figur 3b). Das innere Venturirohr 38 nimmt einen kleineren
Teil der Luft 26b bzw. des Luftstroms auf. Der Brennstoff 28 wird in der zweiten Engstelle
42 des inneren Venturirohrs 38 eingedüst. Die zweite Austrittsöffnung 46 des inneren
Venturirohrs 38 ist an der ersten Engstelle 40 des äußeren Venturirohrs 36 angeordnet.
An der ersten Engstelle 40 hat der durch das äußere Venturirohr abgesenkte Druck 60a
des Luftstroms bzw. des Brennstoff-Luft-Stroms sein Minimum. Gegenüber dem Druck 60a
an der ersten Engstelle 40 wird der Druck 60b in der zweiten Engstelle 42 weiter abgesenkt
(siehe Figur 3b). An der zweiten Engstelle 42 wird ein Steuerdruck 62 erreicht, der
weitgehend dem Steuerdruck 62 im in Figur 3a gezeigten System entspricht.
[0039] Der Steuerdruck 62 wird an der zweiten Engstelle 42 erzeugt, wobei nur ein Teil der
insgesamt der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 zugeführten Luft 26 auf eine maximale
Geschwindigkeit in der zweiten Engstelle 42 beschleunigt werden muss. Gegenüber dem
in Figur 3a abgebildeten einteiligen Venturisystem strömt die äußere Luft 26a durch
eine größere Querschnittsfläche bei niedrigerer Geschwindigkeit. Der Druck 60 kann
auf einer kürzeren Venturilänge 66 zurückgewonnen werden.
[0040] Im Ausführungsbeispiel (Figur 3b) beträgt beträgt die Querschnittsfläche des äußeren
Venturirohrs 36 an der ersten Austrittsöffnung 44 7 cm^2. Die Querschnittsfläche des
äußeren Venturirohrs 36 an der ersten Engstelle 40 2.7 cm^2. Die Querschnittsfläche
des des inneren Venturirohrs 38 an der zweiten Austrittsöffnung 46 beträgt 0.5 cm^2.
Die Querschnittsfläche des inneren Venturirohrs 38 an der zweiten Engstelle 42 beträgt
0.3 cm^2. Die Venturilänge 66 beträgt 10 cm.
[0041] In alternativen Ausführungsformen sind andere Maße der Querschnittsflächen der Venturirohre
36 und/oder 38 denkbar. In bevorzugten Ausführungsformen beträgt die Querschnittsfläche
des äußeren Venturirohrs 36 an der ersten Engstelle 40 zwischen 30 % und 60 %, besonders
bevorzugt zwischen 40 % und 50 % des Querschnitts des äußeren Venturirohrs 36 an der
ersten Austrittsöffnung 44. In bevorzugten Ausführungsformen beträgt die Querschnittsfläche
des inneren Venturirohrs 38 an der zweiten Austrittsöffnung 46 zwischen 5 % und 30
%, besonders bevorzugt zwischen 10 % und 20 % des Querschnitts des äußeren Venturirohrs
36 an der ersten Austrittsöffnung 44. In bevorzugten Ausführungsformen beträgt die
Querschnittsfläche des inneren Venturirohrs 38 an der zweiten Engstelle 42 zwischen
40 % und 70 %, besonders bevorzugt zwischen 50 % und 60 % des Querschnitts des inneren
Venturirohrs 38 an der zweiten Austrittsöffnung 46.
[0042] Im Ausführungsbeispiel ist die zweite Austrittsöffnung 46 im axialen Bereich an der
ersten Engstelle 40 angeordnet. Die zweite Austrittsöffnung 46 ist an der Längsachse
55 bzw. an einer Symmetrieachse des äußeren Venturirohrs 36 angeordnet. Auf diese
Weise wird der Steuerdruck 62 minimal. Die Druckrückgewinnung wird so maximal. In
alternativen Ausführungsformen ist es denkbar, dass die zweite Austrittsöffnung 46
gegenüber der Engstelle 40 einen Abstand bezüglich der Längsrichtung 57 hat. Auf diese
Weise kann über diesen Abstand der Steuerdruck 62 vergrößert bzw. eingestellt werden.
Das kann beispielsweise zur Anpassung der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12 an unterschiedliche
Brennstoffarten vorteilhaft sein.
[0043] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen ist das innere Venturirohr 38 gegenüber
dem äußeren Venturirohr 36 axial verschiebbar. Abhängig von der Position des inneren
Venturirohrs 38 ändert sich der Abstand der zweiten Austrittsöffnung 46 von der ersten
Engstelle 40. Auf diese Weise lässt sich der Steuerdruck 62 auf einen gewünschten
Wert einstellen, falls notwendig auch im Betrieb des Heizsystems 10. Es ist denkbar,
dass die Position des inneren Venturirohrs 38 durch einen elektronischen Stellantrieb
verstellbar ist, insbesondere durch das Steuergerät 22.
[0044] Weiterhin ist es denkbar, dass die Position der Düse 54 gegenüber dem inneren Venturirohr
38 axial verstellbar ist. Auf diese Weise kann ein Abstand der Düse 54 von der zweiten
Engstelle 42 bezüglich der Längsrichtung 57 eingestellt werden. Auf diese Weise lässt
sich der Steuerdruck 62 auf einen gewünschten Wert einstellen, falls notwendig auch
im Betrieb des Heizsystems 10. Es ist denkbar, dass die Position der Düse 54 durch
einen elektronischen Stellantrieb verstellbar ist, insbesondere durch das Steuergerät
22.
[0045] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen sind die Düse 54 und das innere Venturirohr
38 axial verstellbar. Auf diese Weise lässt sich der Steuerdruck 62 besonders präzise
und zuverlässig einstellen.
[0046] Im Ausführungsbeispiel ist die Düse 54 konzentrisch innerhalb des inneren Venturirohrs
38 angeordnet. Auf diese Weise strömt der Brennstoff 28 weitgehend zentral in die
durch das innere Venturirohr 38 geführte Luft 26b (siehe Figur 3b). In alternativen
Ausführungen ist die Düse 54 nicht konzentrisch im äußeren Venturirohr 36 angeordnet.
Durch den asymmetrisch in die Luft 26b einströmenden Brennstoff 28 werden Turbulenzen
bzw. Verwirbelungen im Brennstoff-Luft-Gemisch 30 begünstigt. Das kann für eine besonders
gute Durchmischung des Brennstoff-Luft-Gemischs 30 vorteilhaft sein.
[0047] In besonderen Ausführungsformen hat eine Symmetrieachse der Düse 54 einen Abstand
zwischen 10 % und 50 %, bevorzugt zwischen 20 % und 40 %, besonders bevorzugt weitgehend
30 % eines Venturidurchmessers des inneren Venturirohrs 38 zur Längsachse 55 und/oder
zu einer Symmetrieachse des inneren Venturirohrs 38. Es ist denkbar, dass zwischen
der Symmetrieachse der Düse 54 und der Symmetrieachse des inneren Venturirohrs 38
ein Winkel zwischen 5 ° und 20 °, bevorzugt zwischen 10 ° und 15 ° vorliegt, insbesondere
ein einstellbarer Winkel. Auf diese Weise sind Turbulenzen bzw. Verwirbelungen im
Brennstoff-Luft-Gemisch 30 begünstigbar.
[0048] Im Ausführungsbeispiel ist das innere Venturirohr 38 konzentrisch innerhalb des äußeren
Venturirohrs 36 angeordnet. Auf diese Weise strömt die aus dem inneren Venturirohr
38 austretende Brennstoff-Luft-Mischung 30 weitgehend zentral in die durch das äußere
Venturirohr 36 geführte Luft 26a (siehe Figur 3b). In alternativen Ausführungsformen
ist das innere Venturirohr 38 nicht konzentrisch im äußeren Venturirohr 36 angeordnet.
Durch die asymmetrisch in die durch das äußere Venturirohr 36 geführte Luft 26a einströmende
Brennstoff-Luft-Mischung 30 werden Turbulenzen bzw. Verwirbelungen im aus der ersten
Austrittsöffnung 44 ausströmenden Brennstoff-Luft-Gemisch 30 begünstigt. Das kann
für eine besonders gute Durchmischung des Brennstoff-Luft-Gemischs 30 vorteilhaft
sein.
[0049] In besonderen Ausführungsformen hat eine Symmetrieachse des inneren Venturirohrs
einen Abstand zwischen 10 % und 50 %, bevorzugt zwischen 20 % und 40 %, besonders
bevorzugt weitgehend 30 % eines Venturidurchmessers des äußeren Venturirohrs 36 zur
Längsachse 55 und/oder zu der Symmetrieachse des äußeren Venturirohrs 36. Es ist denkbar,
dass zwischen der Symmetrieachse des inneren Venturirohrs 38 und der Symmetrieachse
des äußeren Venturirohrs 36 ein Winkel zwischen 5 ° und 20 °, bevorzugt zwischen 10
° und 15 ° vorliegt, insbesondere ein einstellbarer Winkel. Auf diese Weise sind Turbulenzen
bzw. Verwirbelungen im Brennstoff-Luft-Gemisch 30 begünstigbar.
[0050] In besonderen Ausführungen ist es denkbar, dass die Düse 54 und/oder das innere Venturirohr
38 radial bzw. senkrecht zur Längsachse 55 bzw. Symmetrieachse der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
12 verstellbar ist bzw. sind, insbesondere durch einen Stellantrieb. Auf diese Weise
ist die Stärke der Turbulenz bzw. Verwirbelung des Brennstoff-Luft-Gemischs 30 einstellbar.
[0051] Im Ausführungsbeispiel hat das äußere Venturirohr 36 einen kreisförmigen Querschnitt.
Das innere Venturirohr 38 hat einen kreisförmigen Querschnitt. Die Düse 54 hat einen
kreisförmigen Querschnitt. Dadurch wird ein Brennstoffstrom mit weitgehend kreisförmigen
Querschnitt zentral in einen Luftstrom mit weitgehend kreisförmigen Querschnitt eingedüst.
Das ermöglicht eine besonders laminare Strömung. In weiteren Varianten sind Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung
12 mit alternativen Geometrien der Querschnitte des äußeren Venturirohrs 36 und/oder
des inneren Venturirohrs 38 und/oder der Düse 54 denkbar. Beispielsweise ist es möglich,
dass das äußere Venturirohr 36, das innere Venturirohr 38 und die Düse 54 einen weitgehend
rechteckigen und/oder ovalen Querschnitt haben. Auf diese Weise hat der in die Luft
26 eingeströmte Brennstoff 28 im Querschnitt eine unterschiedliche Länge und Breite,
was die Entstehung von Strömungsinstabilitäten und somit Turbulenzen bzw. Verwirbelungen
begünstigt.
[0052] Es ist denkbar, dass sich der Querschnitt des äußeren Venturirohrs 36 und/oder des
inneren Venturirohrs 38 entlang der Länge der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung 12
verändert. Beispielsweise kann das äußere Venturirohr 36 einen weitgehend kreisförmigen
Querschnitt haben, welcher sich erst in der Nähe der ersten Austrittsöffnung 44 stetig
in einen ovalen Querschnitt ändert. Auf diese Weise werden Turbulenzen bzw. Verwirbelungen
erst dann begünstigt, sobald ein großer Teil des Drucks 60 zurückgewonnen wurde.
[0053] Im Ausführungsbeispiel ist die zweite Eintrittsöffnung 50 an der ersten Eintrittsöffnung
48 angeordnet (siehe Figur 2). Auf diese Weise können Turbulenzen bzw. Verwirbelungen
verhindert werden, da so die unmittelbar am inneren Venturirohr 38 vorbeiströmende
Luft 26a (siehe Figur 3b) eine geringe Geschwindigkeit hat. Es sind alternative Ausführungsformen
denkbar, in denen das innere Venturirohr 38 tiefer im äußeren Venturirohr 36 angeordnet
ist, so dass die zweite Eintrittsöffnung 50 einen größeren Abstand bezüglich der Längsrichtung
57 zur ersten Eintrittsöffnung 48 hat. In solchen Ausführungsformen sind Turbulenzen
bzw. Verwirbelungen durch eine aerodynamisch günstige Form des inneren Venturirohrs
38 verhinderbar.
[0054] Im Ausführungsbeispiel hat die Düse 54 eine feste Form, insbesondere einen konstanten
Öffnungsquerschnitt. In Varianten des Ausführungsbeispiels hat die Düse 54 eine einstellbare
Drossel 68. Die Drossel 68 ist zur Verminderung bzw. Einstellung des Ducks des durch
die Düse 54 bereitgestellten Brennstoffs 28 vorgesehen.
[0055] Die Figuren 5a bis 5c zeigen eine besondere Variante, in der die Drossel 68 eine
auswechselbare Festdrossel 70 ist. Die Festdrossel 70 bildet das Endstück der Düse
54. Die Festdrossel 70 ist in drei unterschiedlichen Ausführungen mit einem jeweils
unterschiedlichen Druckabfall vorgesehen. Die Festdrossel 70 weist eine Drosselplatte
72 auf. Die Drosselpatte 72 ist senkrecht zur Strömungsrichtung des Brennstoffs 28
in der Festdrossel angebracht. Der Brennstoff kann nur durch eine kreisförmige Öffnung
in der Mitte der Drosselplatte 72 strömen. Auf diese Weise wird der Strömungsquerschnitt
der Festdrossel 70 verkleinert. Die Festdrossel 70 weist in unterschiedlichen Ausführungen
unterschiedlich große kreisförmige Öffnungen auf. Die in Figur 5a gezeigte Ausführung
der Festdrossel 70 ist für die Verwendung von L-Gas als Brennstoff 28 vorgesehen.
Die in Figur 5b gezeigte Ausführung der Festdrossel 70 ist für die Verwendung von
H-Gas vorgesehen. Die in Figur 5c gezeigte Ausführung der Festdrossel 70 ist für die
Verwendung von LPG vorgesehen. LPG oder Liquefied Petroleum Gas wird auch Autogas
genannt.
[0056] Die Figuren 6a bis 6c zeigen eine weitere Variante einer einstellbaren Drossel 68.
Die Düse 54 hat eine sich verjüngende Spitze, welche an ihrem Ende eine dritte Austrittsöffnung
74 aufweist. Die dritte Austrittöffnung 74 ist dazu vorgesehen, den Brennstoff 28
aus der Düse 54 herauszuleiten. Die Drossel 68 wird durch eine axial in Düse 54 angeordneten
Nadel 76 realisiert. Die Nadel 76 ist innerhalb der Düse 54 axial verschiebbar. Auf
diese Weise wird der Strömungsquerschnitt der Düse 54 verkleinert. Durch axiales Verschieben
der Nadel 76 ist der Strömungsquerschnitt und somit der Druckabfall des durch die
Düse 54 bereitgestellten Brennstoffs 28 einstellbar. Vorteilhaft weist die Nadel 76
einen Querschnitt bzw. eine Querschnittsfläche auf, welche weitgehend dem Querschnitt
bzw. der Querschnittsfläche der dritten Austrittsöffnung 74 entspricht.
[0057] Die Figuren 6a bis 6c zeigen unterschiedliche Einstellungen der Drossel 68 mit der
Nadel 76. Die in Figur 6a gezeigte Einstellung der Drossel 68 ist für die Verwendung
von L-Gas vorgesehen. Die in Figur 6b gezeigte Einstellung der Drossel 68 ist für
die Verwendung von H-Gas vorgesehen. Die in Figur 6c gezeigte Einstellung der Drossel
68 ist für die Verwendung von LPG vorgesehen. In besonders vorteilhaften Varianten
ist die Nadel 76 automatisch verstellbar, beispielsweise durch einen Stellantrieb.
Vorteilhaft kann die Nadel 76 durch das Steuergerät 22 eingestellt werden. Auf diese
Weise kann die Drossel 68 im laufenden Betrieb eingestellt werden. Das ist für die
schnelle Berücksichtigung von Qualitätsschwankungen des Brennstoffs 28 von Vorteil.
1. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12), insbesondere für ein von einem Gebläse (14)
unterstütztes Heizgerät (10), umfassend einen Lufteinlass (52), ein äußeres Venturirohr
(36) mit einer ersten Engestelle (40), ein inneres Venturirohr (38) mit einer zweiten
Engstelle (42) und eine Düse (54) im Bereich der zweiten Engstelle (42) zum Zuführen
von Brennstoff (28), dadurch gekennzeichnet, dass das innere Venturirohr (38) innerhalb des äußeren Venturirohrs (36) angeordnet ist.
2. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Venturirohr (36) eine erste Austrittsöffnung (44) aufweist, das innere
Venturirohr (38) eine zweite Austrittsöffnung (46) aufweist und die zweite Austrittsöffnung
(46) weitgehend an der ersten Engstelle (40) des äußeren Venturirohrs (36) angeordnet
ist.
3. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (54) weitgehend konzentrisch innerhalb des inneren Venturirohrs (38) angeordnet
ist.
4. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Venturirohr (38) weitgehend konzentrisch innerhalb des äußeren Venturirohrs
(36) angeordnet ist.
5. Brennerstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Venturirohr (38) und/oder das äußere Venturirohr (36) einen jeweils weitgehend
kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
6. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Eintrittsöffnung (48) des äußeren Venturirohrs (36) bezüglich einer Längsrichtung
(57) der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) weitgehend an einer zweiten Eintrittsöffnung
(50) des inneren Venturirohrs (38) angeordnet ist.
7. Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (54) eine einstellbare Drossel (68) zur Verminderung des Drucks des durch
die Düse (54) strömenden Brennstoffs (28) aufweist, insbesondere eine auswechselbare
Festdrossel (70).
8. Heizgerät (10) mit einem von einem Gebläse (14) unterstützten Brenner (16) und einer
Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die
einem durch das Gebläse (14) angesaugtem Luftstrom (26) über eine Brennstoffleitung
(32) insbesondere gasförmigen Brennstoff (28) zuführt.
9. Heizgerät (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebläse (14) der Brennstoff-Luft-Mischeinrichtung (12) Luft (26) mit einem einstellbaren
Luftstrom (26) bereitstellt.
10. Heizgerät (10) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Brennstoffregelventil (18) den Brennstoff (28) mit einem vorbestimmbaren, insbesondere
konstanten Druck bereitstellt.