[0001] Die Erfindung betrifft eine Düse für eine Brennkammer eines Triebwerks zur Bereitstellung
eines Kraftstoff-Luft-Gemisches an einer Düsenaustrittsöffnung der Düse.
[0002] Eine (Einspritz-) Düse für eine Brennkammer eines Triebwerks, insbesondere für eine
Ringbrennkammer eines Gasturbinentriebwerks umfasst einen die Düsenaustrittsöffnung
aufweisenden Düsenhauptkörper, der neben einem Kraftstoffleitkanal zur Förderung von
Kraftstoff an die Düsenaustrittsöffnung mehrere (mindestens zwei) Luftleitkanäle zur
Förderung von mit dem Kraftstoff zu vermischender Luft an die Düsenaustrittsöffnung
aufweist. Eine Düse dient üblicherweise auch zum Verdrallen der zugeführten Luft,
die dann, mit dem zugeführten Kraftstoff gemischt, an der Düsenaustrittsöffnung der
Düse in die Brennkammer gefördert wird. Mehrere Düsen sind beispielsweise in einer
Düsenbaugruppe zusammengefasst, die mehrere nebeneinander, üblicherweise entlang einer
Kreislinie angeordnete Düsen zur Einbringung von Kraftstoff in die Brennkammer umfasst.
[0003] Aus dem Stand der Technik, zum Beispiel der
US 9,423,137 B2, bekannte Düsen mit mehreren Luftleitkanälen und mindestens einem Kraftstoffleitkanal
sehen vor, dass sich ein erster Luftleitkanal entlang einer Düsenlängsachse des Düsenhauptkörpers
erstreckt und ein Kraftstoffleitkanal gegenüber dem ersten Luftleitkanal, bezogen
auf die Düsenlängsachse, radial weiter außen liegt. Mindestens ein weiterer Luftleitkanal
ist dann zusätzlich gegenüber dem Kraftstoffleitkanal, bezogen auf die Düsenlängsachse,
radial weiter außen liegend vorgesehen. Ein Ende des Kraftstoffleitkanals, an dem
Kraftstoff aus dem Kraftstoffleitkanal in Richtung der Luft aus dem ersten Luftleitkanal
ausströmt, liegt hierbei typischerweise bezogen auf die Düsenlängsachse und in Richtung
der Düsenaustrittsöffnung vor dem Ende des zweiten Luftleitkanals, aus dem Luft dann
in Richtung eines Gemisches aus Luft aus dem ersten Luftleitkanal und Kraftstoff aus
dem Kraftstoffleitkanal ausströmt. Aus dem Stand der Technik ist ferner bekannt und
beispielsweise auch in der
US 9,423,137 B2 vorgesehen, eine solche Düse mit einem dritten Luftleitkanal zu versehen, dessen
gegebenenfalls radial nach außen versetztes Ende in axialer Richtung auf das Ende
des zweiten Luftleitkanals folgt.
[0004] An der Brennkammer ist die Düse über eine Brennerdichtung positioniert, die die Düse
zum Brennraum der Brennkammer hin abdichtet. Die Brennerdichtung ist hierbei üblicherweise
schwimmend an einer Kopfplatte der Brennkammer gelagert, um bei verschiedenen Betriebszuständen
radiale und axiale Bewegungen zwischen der Düse und der Brennkammer auszugleichen
und eine zuverlässige Dichtwirkung zu gewährleisten.
[0005] Zur Führung des von der Düse bereitgestellten Kraftstoff-Luft-Gemisches weist die
Brennerdichtung häufig brennraumseitig ein Strömungsleitelement auf. Durch die axiale
Verlagerbarkeit der Düse relativ zu der Brennerdichtung und dessen Strömungsleitelement
variieren hierbei jedoch die aerodynamischen Bedingungen in Abhängigkeit vom Betriebszustand
des Triebwerks. Auch erschwert ein konstruktionsbedingt vorzusehender radialer Abstand
zwischen der Düse und der Brennerdichtung eine exakt vorgegebene Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
über das Strömungsleitelement der Brennerdichtung. Beide vorgenannten Aspekte beeinflussen
die Entstehung von unerwünschten Rußemissionen.
[0006] Es besteht vor diesem Hintergrund die Aufgabe, eine in dieser Hinsicht weiter verbesserte
Brennkammerbaugruppe bereitzustellen, die eine Düse zur Bereitstellung eines Kraftstoff-Luft-Gemisches
umfasst.
[0007] Diese Aufgabe ist mit einer Düse des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß ist eine Düse für eine Brennkammer eines Triebwerks zur Bereitstellung
eines Kraftstoff-Luft-Gemisches an einer Düsenaustrittsöffnung der Düse vorgeschlagen,
wobei die Düse einen die Düsenaustrittsöffnung aufweisenden Düsenhauptkörper umfasst,
der sich entlang einer Düsenlängsachse erstreckt. Der Düsenhauptkörper umfasst hierbei
ferner wenigstens das Folgende:
- mindestens einen sich entlang der Düsenlängsachse erstreckenden ersten, inneren Luftleitkanal
zur Förderung von Luft an die Düsenaustrittsöffnung,
- mindestens einen gegenüber dem ersten Luftleitkanal, bezogen auf die Düsenlängsachse,
radial weiter außen liegenden Kraftstoffleitkanal zur Förderung von Kraftstoff an
die Düsenaustrittsöffnung, und
- mindestens einen gegenüber dem Kraftstoffleitkanal, bezogen auf die Düsenlängsachse,
radial weiter außen liegenden weiteren Luftleitkanal, wobei an einem im Bereich der
Düsenaustrittsöffnung liegenden Ende dieses mindestens einen weiteren Luftleitkanals
ein Luftleitelement zur Führung aus dem mindestens einen weiteren Luftleitkanal strömender
Luft vorgesehen ist.
[0009] An dem Luftleitelement des mindestens einen weiteren Luftleitkanals ist nun eine
sich in, bezogen auf die Düsenlängsachse, axialer Richtung erstreckende Verlängerung
für die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches vorgesehen. Die axiale Richtung, entlang
der sich die Verlängerung erstreckt, weist dabei bei bestimmungsgemäßer Anordnung
einer die Düse umfassenden Brennkammerbaugruppe an einer Brennkammer zu einem Brennraum
der Brennkammer. Die axiale Verlängerung liegt somit bei bestimmungsgemäßer Anordnung
der Düse an der Brennkammer innerhalb des Brennraums und erstreckt sich in Strömungsrichtung
des bereitzustellenden Kraftstoff-Luft-Gemisches.
[0010] Bei einer erfindungsgemäßen Düse ist mithin vorgesehen, dass der Düsenhauptkörper
im Bereich des Luftleitelements des mindestens einen weiteren (bei mehreren Luftleitkanälen
des radial äußersten) Luftleitkanals mit einer Verlängerung für die Führung des an
der Düsenaustrittsöffnung bereitgestellten Kraftstoff-Luft-Gemisches ausgebildet ist.
Die axiale Verlängerung ist damit zur Führung des erzeugten Gemisches aus Kraftstoff
aus dem Kraftstoffleitkanal und der Luft aus dem ersten, inneren Luftleitkanal und
dem mindestens einen weiteren Luftleitkanal eingerichtet und vorgesehen. Während somit
das Luftleitelement des mindestens einen weiteren Luftleitkanals zur Führung der Luft
aus dem mindestens einen weiteren Luftleitkanal eingerichtet und vorgesehen ist, insbesondere
dazu, die strömende und üblicherweise verdrallte Luft mit einer radial nach innen
weisenden Richtungskomponente umzulenken, ist die axiale Verlängerung für die Führung
des erzeugten Kraftstoff-Luft-Gemisches eingerichtet und vorgesehen. Derart ist eine
Gemischführung in die Düse integriert, wodurch etwaige brennraumseitige Strömungselemente
an einer Brennerdichtung, über die die Düse an der Brennkammer positioniert wird,
entfallen können. Die Brennerdichtung kann hierdurch auf ihre Dichtungsfunktion beschränkt
und ohne strömungsbeeinflussende, aerodynamische Elemente ausgeführt werden. Indem
die Gemischführung an der Düse selbst integriert ist, bleibt eine etwaige betriebsbedingte
axiale Verlagerung der Düse und der Brennerdichtung relativ zueinander ohne störenden
Einfluss auf die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches.
[0011] In einem Ausführungsbeispiel ist die Verlängerung rohrförmig ausgebildet. Die Verlängerung
ist hierbei dann zum Beispiel nach Art eines Rohrstücks am brennraumseitigen Ende
des Düsenhauptkörpers ausgebildet. Insbesondere kann die Verlängerung an dem Düsenhauptkörper
also rohrförmiges Endstück ausgeformt oder hieran angeformt sein.
[0012] In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass sich die Verlängerung mit einer
Länge in axialer Richtung erstreckt, die kleiner ist als das 3,5-fache einer Höhe
des mindestens einen weiteren Luftleitkanals und/oder die kleiner ist als das 3,5-fache
einer Höhe eines in dem mindestens einen weiteren Luftleitkanals vorgesehenen Verdrallelements.
In dieser Ausführungsvariante gilt somit bei einer Höhe H des mindestens einen weiteren
Luftleitkanals oder des Verdrallelements für eine Länge l
5, mit der sich die Verlängerung in axialer Richtung erstreckt: l
5 ≤ 3,5 H. Ein entsprechender geometrischer Zusammenhang zwischen der Länge der axialen
Verlängerung und der Höhe des mindestens einen weiteren Luftleitkanals und/oder eines
in diesem Luftleitkanal vorgesehenen Verdrallelements hat sich als vorteilhaft für
die Strömungsbeeinflussung erwiesen.
[0013] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Luftleitelement des mindestens
einen weiteren Luftleitkanals einen (im Betrieb des Triebwerks von Luft aus dem Luftleitkanal
durchströmten, hohlen) Abschnitt aufweist, an dem ein durch das Luftleitelement definierter
Innendurchmesser und damit eine durchströmte Querschnittsfläche der Düsenaustrittsöffnung
minimal ist, und sich die Verlängerung, gemessen von einem ersten Bezugspunkt an diesen
Abschnitt und an der Stelle des minimalen Innendurchmessers, in axialer Richtung bis
zu einem zweiten Bezugspunkt erstreckt, der in einem bestimmten Abstand von dem ersten
Bezugspunkt liegt. Hierbei ist beispielsweise vorgesehen, dass der entlang der Düsenlängsachse
gemessene Abstand zwischen dem ersten Bezugspunkt und dem zweiten Bezugspunkt
- (a) mindestens so groß ist wie eine Höhe des mindestens einen weiteren Luftleitkanals
und/oder eine Höhe eines in dem mindestens einen weiteren Luftleitkanal vorgesehenen
Verdrallelements und
- (b) maximal dem 3,5-fachen dieser Höhe entspricht.
[0014] Für den Abstand I zwischen dem ersten Bezugspunkt an dem minimalen Innendurchmesser
des Luftleitelements und dem stromab hierzu liegenden zweiten Bezugspunkt gilt dann
entsprechend bei einer Höhe H des mindestens einen weiteren Luftleitkanals oder des
hierin vorgesehenen Verdrallelements: H ≤ l ≤ 3,5 H.
[0015] In einer Ausführungsvariante schließt eine radial außen liegende Mantelfläche der
Verlängerung an einer radial außen liegenden Mantelfläche des Luftleitelements an.
Dies schließt insbesondere ein, dass das Luftleitelement und die Verlängerung im Wesentlichen
oder genau denselben Außendurchmesser aufweisen. Durch die Verlängerung vergrößert
sich somit ein maximaler Außendurchmesser der Düse an ihrem im bestimmungsgemäß montierten
Zustand in den Brennraum hineinreichenden Ende nicht.
[0016] Alternativ oder ergänzend schließt sich eine innere Mantelfläche der Verlängerung
in axialer Richtung an eine innere Mantelfläche des Luftleitelements des mindestens
einen weiteren Luftleitkanals an. Eine innere Mantelfläche des Luftleitelements geht
somit beispielsweise absatzfrei respektive ohne Vor- oder Rücksprung in die innere
Mantelfläche der Verlängerung über. Derart gehen in einer solchen Ausführungsvariante
die Mantelflächen der Verlängerung und des Luftleitelements an einem Übergang kontinuierlich
ineinander über.
[0017] In einer Ausführungsvariante weist die Verlängerung mindestens zwei in axialer Richtung
aufeinanderfolgende Abschnitte mit unterschiedlichen Innendurchmesser auf. Dies schließt
beispielsweise ein, dass ein erster Abschnitt der Verlängerung mit in axialer Richtung
gleichbleibendem Innendurchmesser (entlang der Düsenlängsachse) stromauf eines zweiten
Abschnitts vorgesehen ist, der einen anderen und sich gegebenenfalls bis zum Ende
der Verlängerung vergrößernden Innendurchmesser aufweist. Hierbei kann in dem zweiten
Abschnitt eine kontinuierliche Aufweitung der durchströmten Öffnung vorgesehen sein.
[0018] In einer Weiterbildung ist eine in axialer Richtung gemessene Länge eines zweiten
(endseitigen) Abschnitts, der einen größeren und/oder sich in axialer Richtung vergrößernden
Innendurchmesser aufweist, deutlich kleiner als eine entsprechende (axiale) Länge
des ersten Abschnitts. Beispielsweise macht die Länge des zweiten stromab liegenden,
kürzeren Abschnitts nur einen Bruchteil der Länge des ersten Abschnitts aus.
[0019] Alternativ oder ergänzend kann sich an mindestens einem Abschnitt der Verlängerung
ein Innendurchmesser (der Düsenaustrittsöffnung) in axialer Richtung kontinuierlich
oder mindestens einmal gestuft vergrößern. Diese Variante schließt folglich insbesondere
die vorstehend erläuterte Variante ein, dass zwei Abschnitte mit unterschiedlichen
Innendurchmesser vorgesehen sind. Hiervon sind aber auch Varianten umfasst, bei denen
nicht nur ein Abschnitt der Verlängerung, sondern die Verlängerung an sich einen sich
kontinuierlich diffusorartig vergrößernden Innendurchmesser aufweist. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Abschnitt der Verlängerung oder die
Verlängerung an sich eine innere Mantelfläche aufweist, die bezüglich der Düsenlängsachse
radial nach außen weisend verläuft und/oder konkav gewölbt ist. In einem Ausführungsbeispiel
definiert die innere Mantelfläche der Verlängerung derart beispielsweise eine sich
kegelstumpfförmig aufweitende (Düsenaustritts-) Öffnung für das Kraftstoff-Luft-Gemisch.
Im Hinblick auf die Strömungsführung kann insbesondere an einem in axialer Richtung
liegenden Ende der Verlängerung eine gegebenenfalls zusätzlich vorgesehen Aufweitung
der durch die Verlängerung definierten (Düsenaustritts-) Öffnung vorgesehen sein.
[0020] In Abweichung von einer der vorstehend erläuterten Ausführungsvarianten kann in einer
Ausführungsvariante auch vorgesehen sein, dass die Verlängerung einen in axialer Richtung
gleichbleibenden Innendurchmesser aufweist.
[0021] Ein weiterer Aspekt der vorgeschlagenen Lösung betrifft die Bereitstellung einer
Brennkammerbaugruppe, mit einer Brennerdichtung, die einen sich entlang der Düsenlängsachse
erstreckenden Lagerabschnitt mit einer Durchgangsöffnung aufweist, und mit einer Düse,
die in der Durchgangsöffnung des Lagerabschnitts positioniert ist. Die Düse weist
dann auch hier eine sich in axialer Richtung erstreckende Verlängerung für die Führung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches auf.
[0022] Hierbei ist in einer Ausführungsvariante vorgesehen, dass die Verlängerung der Düse
in axialer Richtung (die bei bestimmungsgemäßer Anordnung der Brennkammerbaugruppe
an einer Brennkammer zu einem Brennraum der Brennkammer weist) über den Lagerabschnitt
hinaus vorsteht. Die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches, das an der Düsenaustrittsöffnung
bereitgestellt wird, in Richtung des Brennraums erfolgt hier somit ausschließlich
über die Düse und deren axiale Verlängerung.
[0023] Insbesondere vor diesem Hintergrund kann in einer Ausführungsvariante vorgesehen
sein, dass die Brennerdichtung ohne (brennraumseitige) Strömungsleitelemente ausgebildet
ist. Die Brennerdichtung ist somit auf die Funktion der Dichtung beschränkt und ist
nicht für eine aerodynamische Funktion ausgelegt. Die Funktion der Strömungsführung
des Kraftstoff-Luft-Gemisches übernimmt dann allein oder zumindest vornehmlich die
Düse mit ihrer axialen Verlängerung.
[0024] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ist im Übrigen auch ein Triebwerk mit mindestens
einer erfindungsgemäßen Düse oder einer erfindungsgemäßen Brennkammerbaugruppe vorgesehen.
[0025] Die beigefügten Figuren veranschaulichen exemplarisch mögliche Ausführungsvarianten
der vorgeschlagenen Lösung.
[0026] Hierbei zeigen:
- Figuren 1 bis 7
- jeweils ausschnittsweise und in Querschnittsansicht unterschiedliche Ausführungsvarianten
einer erfindungsgemäßen Düse mit axialer Verlängerung im Bereich einer Düsenaustrittsöffnung;
- Figur 8A
- ein Triebwerk, in dem eine Brennkammer mit einer Düse entsprechend einer der Ausführungsvarianten
der Figuren 1 bis 7 zum Einsatz kommt;
- Figur 8B
- ausschnittsweise und in vergrößertem Maßstab die Brennkammer des Triebwerks der Figur
8A;
- Figur 8C
- in Querschnittsansicht den grundsätzlichen Aufbau einer Düse gemäß dem Stand der Technik
und die umliegenden Komponenten des Triebwerks im eingebauten Zustand der Düse;
- Figur 8D
- eine Rückansicht auf eine Düsenaustrittsöffnung unter Darstellung von Verdrallelementen,
die in radial außen liegenden Luftleitkanälen der Düse vorgesehen sind.
[0027] Die Figur 8A veranschaulicht schematisch und in Schnittdarstellung ein (Turbofan-)
Triebwerk T, bei dem die einzelnen Triebwerkskomponenten entlang einer Rotationsachse
oder Mittelachse M hintereinander angeordnet sind und das Triebwerk T als Turbofan-Triebwerk
ausgebildet ist. An einem Einlass oder Intake E des Triebwerks T wird Luft entlang
einer Eintrittsrichtung mittels eines Fans F angesaugt. Dieser in einem Fangehäuse
FC angeordnete Fan F wird über eine Rotorwelle S angetrieben, die von einer Turbine
TT des Triebwerks T in Drehung versetzt wird. Die Turbine TT schließt sich hierbei
an einen Verdichter V an, der beispielsweise einen Niederdruckverdichter 11 und einen
Hochdruckverdichter 12 aufweist, sowie gegebenenfalls noch einen Mitteldruckverdichter.
Der Fan F führt einerseits in einem Primärluftstrom F1 dem Verdichter V Luft zu sowie
andererseits, zur Erzeugung des Schubs, in einem Sekundärluftstrom F2 einem Sekundärstromkanal
oder Bypasskanal B. Der Bypasskanal B verläuft hierbei um ein den Verdichter V und
die Turbine TT umfassendes Kerntriebwerk, das einen Primärstromkanal für die durch
den Fan F dem Kerntriebwerk zugeführte Luft umfasst.
[0028] Die über den Verdichter V in den Primärstromkanal geförderte Luft gelangt in einen
Brennkammerabschnitt BKA des Kerntriebwerks, in dem die Antriebsenergie zum Antreiben
der Turbine TT erzeugt wird. Die Turbine TT weist hierfür eine Hochdruckturbine 13,
eine Mitteldruckturbine 14 und einen Niederdruckturbine 15 auf. Die Turbine TT treibt
dabei über die bei der Verbrennung frei werdende Energie die Rotorwelle S und damit
den Fan F an, um über die die in den Bypasskanal B geförderte Luft den erforderlichen
Schub zu erzeugen. Sowohl die Luft aus dem Bypasskanal B als auch die Abgase aus dem
Primärstromkanal des Kerntriebwerks strömen über einen Auslass A am Ende des Triebwerks
T aus. Der Auslass A weist hierbei üblicherweise eine Schubdüse mit einem zentral
angeordneten Auslasskonus C auf.
[0029] Figur 8B zeigt einen Längsschnitt durch den Brennkammerabschnitt BKA des Triebwerks
T. Hieraus ist insbesondere in eine (Ring-) Brennkammer 3 des Triebwerks T ersichtlich.
Zur Einspritzung von Kraftstoff respektive eines Luft-Kraftstoff-Gemisches in einen
Brennraum 30 der Brennkammer 3 ist eine Düsenbaugruppe vorgesehen. Diese umfasst einen
Brennkammerring R, an dem entlang einer Kreislinie um die Mittelachse M mehrere (Kraftstoff
/ Einpritz-) Düsen 2 angeordnet sind. Hierbei sind an dem Brennkammerring R die Düsenaustrittsöffnungen
der jeweiligen Düsen 2 vorgesehen, die innerhalb der Brennkammer 3 liegen. Jede Düse
2 umfasst dabei einen Flansch, über den eine Düse 2 an ein Außengehäuse G der Brennkammer
3 geschraubt ist.
[0030] Die Figur 8C zeigt nun in Querschnittsansicht den grundsätzlichen Aufbau einer Düse
2 sowie die umliegenden Komponenten des Triebwerks T im eingebauten Zustand der Düse
2. Die Düse 2 ist hierbei Teil eines Brennkammersystems des Triebwerks T. Die Düse
2 befindet sich stromab eines Diffusors DF und wird bei der Montage durch ein Zugangsloch
L durch einen Brennkammerkopf 31, durch ein Hitzeschild 300 und eine Kopfplatte 310
der Brennkammer 3 bis zum Brennraum 30 der Brennkammer 3 eingeschoben, sodass eine
an einem Düsenhauptkörper 20 ausgebildete Düsenaustrittsöffnung in den Brennraum 30
reicht. Die Düse 2 umfasst ferner einen sich im Wesentlichen radial bezüglich der
Mittelachse M erstreckenden Düsenstamm 21, in dem eine Kraftstoffzuleitung 210 untergebracht
ist, die Kraftstoff zu dem Düsenhauptkörper 20 fördert. Am Düsenhauptkörper 20 sind
ferner eine Kraftstoffkammer 22, Kraftstoffpassagen 220, Hitzeschilde 23 sowie Luftkammern
zur Isolation 23a und 23b ausgebildet.
[0031] Zusätzlich bildet der Düsenhauptkörper 20 einen mittig entlang einer Düsenlängsachse
DM verlaufenden (ersten) inneren Luftleitkanal 26 und hierzu radial weiter außen liegende
(zweite und dritte) äußere Luftleitkanäle 27a und 27b aus. Diese Luftleitkanäle 26,
27a und 27b erstrecken sich in Richtung der Düsenaustrittsöffnung der Düse 2.
[0032] Des Weiteren ist noch wenigstens ein Kraftstoffleitkanal 26 an dem Düsenhauptkörper
20 ausgebildet. Dieser Kraftstoffleitkanal 25 liegt zwischen dem ersten inneren Luftleitkanal
26 und dem zweiten äußeren Luftleitkanal 27a. Das Ende des Kraftstoffleitkanals 25,
über den im Betrieb der Düse 2 Kraftstoff in Richtung der Luft aus dem ersten inneren
Luftleitkanal 26 ausströmt, liegt, bezogen auf die Düsenlängsachse DM und in Richtung
der Düsenaustrittsöffnung, vor einem Ende des zweiten Luftleitkanals 27a, aus dem
Luft aus dem zweiten, äußeren Luftleitkanal 27a in Richtung eines Gemisches aus Luft
aus dem ersten, inneren Luftleitkanal 26 und Kraftstoff aus dem Kraftstoffleitkanal
25 ausströmt.
[0033] In den äußeren Luftleitkanälen 27a und 27b sind Verdrallelemente 270a, 270b zum Verdrallen
der hierüber zugeführten Luft vorgesehen. Ferner umfasst der Düsenhauptkörper 20 am
Ende des dritten äußeren Luftleitkanals 27b noch ein äußeres, radial nach innen weisendes
Luftleitelement 271b. Bei der Düse 2, bei der sich z.B. um eine druckunterstützte
Einspritzdüse handelt, folgen entsprechend der Figur 8C, bezogen auf die Düsenlängsachse
DM und in Richtung der Düsenaustrittsöffnung, auf das Ende des Kraftstoffleitkanals
25, aus dem im Betrieb des Triebwerks T Kraftstoff der Luft aus dem ersten inneren,
sich mittig erstreckenden Luftleitkanal 26 zugeführt wird, die Enden der zweiten und
dritten radial außen liegenden Luftleitkanäle 27a und 27b. Aus diesen zweiten und
dritten Luftleitkanälen 27a und 27b gelangt mittels der Verdrallelemente 270a, 270b
verdrallte Luft an die Düsenaustrittsöffnung. Wie anhand der Rückansicht der Figur
8D mit Blick auf die Düsenaustrittsöffnung entlang der Düsenlängsachse DM dargestellt
ist, sind diese Verdrallelemente 270a, 270b innerhalb des jeweiligen Luftleitkanals
27a, 27b über den Umfang verteilt angeordnet.
[0034] Zur Abdichtung der Düse 2 zum Brennraum 30 hin ist an dem Düsenhauptkörper 20 umfangsseitig
noch ein Dichtungselement 28 vorgesehen. Dieses Dichtungselement 28 bildet ein Gegenstück
zu einer Brennerdichtung 4. Diese Brennerdichtung 4 ist schwimmend zwischen dem Hitzeschild
300 und der Kopfplatte 310 gelagert, um bei verschiedenen Betriebszuständen radiale
und axiale Bewegungen zwischen der Düse 2 und der Brennkammer 3 auszugleichen und
eine zuverlässige Dichtung zu gewährleisten.
[0035] Die Brennerdichtung 4 weist üblicherweise ein Strömungsleitelement 40 zum Brennraum
30 auf. Dieses Strömungsleitelement 40 sorgt in Verbindung mit dem dritten äußeren
Luftleitkanal 27b an der Düse 2 für eine gewollte Strömungsführung des Kraftstoff-Luft-Gemischs,
das aus der Düse 2, genauer der verdrallten Luft aus den Luftleitkanälen 26, 27a und
27b, sowie dem Kraftstoffleitkanal 25, entsteht.
[0036] Bei der aus dem Stand der Technik bekannten Ausführung einer Brennerbaugruppe gemäß
der Figur 8C ist nachteilig, dass sich im Betrieb des Triebwerks T die Relativlage
der Brennerdichtung 4 und insbesondere ihrem Strömungsleitelement 40 zu der Düse 2
insbesondere aufgrund thermischer Ausdehnungen verändern kann. Damit variiert eine
aerodynamische Wirkung der Brennerdichtung 4 und insbesondere die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches
über das Strömungsleitelement 40 in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen.
[0037] In dieser Hinsicht schafft die vorgeschlagene Lösung Abhilfe, zu der unterschiedliche
Ausführungsvarianten in den Figuren 1 bis 7 dargestellt sind.
[0038] Hier ist jeweils vorgesehen, dass an dem Luftleitelement 271b des äußersten, dritten
Luftleitkanals 27b eine sich in axialer Richtung erstreckende Verlängerung 5 vorgesehen
ist, um das erzeugte Kraftstoff-Luft-Gemisch in Richtung des Brennraumes 30 zu führen.
Diese Verlängerung 5, die zum Beispiel integral an dem Düsenhautkörper 20 ausgeformt
oder hieran angeformt ist, steht hierbei jeweils über einen Lagerabschnitt 41 der
Brennerdichtung 4 brennerkammerseitig hinaus vor. In diesem Lagerabschnitt 41 ist
die Durchgangsöffnung vorgesehen, über die die Düse 2 an der Brennerdichtung 4 positioniert
ist. Indem damit an der Düsenaustrittsöffnung das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die
düsenseitige Verlängerung 5 in Richtung des Brennraums 30 geführt wird, übernimmt
die Brennerdichtung 4 keine aerodynamische Funktion mehr. Die Brennerdichtung 4 dient
lediglich noch dem Zweck der Dichtung und ist dementsprechend ohne ein Strömungsleitelement
40 ausgebildet.
[0039] Wie insbesondere bei der Düse 2 der Figur 1 vorgesehen ist, weist die sich an das
Luftleitelement 271b anschließende Verlängerung 5 der dargestellten Ausführungsvarianten
einen Außendurchmesser D2 auf, der im Wesentlichen dem Außendurchmesser des Luftleitelements
271b und damit der Düse 2 im Bereich der Brennerdichtung 4 entspricht. Die Verlängerung
5 der jeweiligen Düse 2 ist ferner rohrförmig ausgestaltet und weist eine axiale Länge
l
5 auf, die kleiner ist als das 3,5-fache einer Höhe H des in dem dritten Luftleitkanal
27b vorgesehenen Verdrallelements 270b.
[0040] Die axiale Erstreckung der Verlängerung 5 ist ferner jeweils so bemessen, dass eine
weitere sich als vorteilhaft erwiesene geometrische Beziehung erfüllt ist. So definiert
das Luftleitelement 271b des dritten Luftleitkanals 27b für die Führung von aus dem
Luftleitkanal 27b ausströmender Luft radial nach innen einen Bereich mit einem minimalen
Innendurchmesser D1 und damit eine minimale durchströmte Querschnittsfläche der Düsenaustrittsöffnung.
Ein Abstand I eines Bezugspunktes E1 an der Stelle dieses minimalen Innendurchmessers
D1 zu einem in axialer Richtung liegenden weiteren Bezugspunkt E2, der das Ende der
Verlängerung 5 markiert, ist nun so bemessen, dass gilt: H ≤ l ≤ 3,5 H.
[0041] Insbesondere die Verlängerung 5 der in der Figur 1 dargestellten Düse 2 weist zwei
aufeinanderfolgende Abschnitte 50 und 51 mit unterschiedlichen Innendurchmesser auf.
So schließt sich an das Luftleitelement 271b zunächst ein erster Abschnitt 50 mit
einem entlang der Düsenlängsachse DM konstant bleibenden Innendurchmesser an. Hierauf
folgt in Richtung des Brennraums 30 ein deutlich kürzerer, zweiter Abschnitt 51, an
dem der Innendurchmesser zunimmt und sich mithin die Verlängerung 5 aufweitet.
[0042] Während bei der Ausführungsvariante der Figur 1 die Verlängerung 5 im Übergang von
dem Luftleitelement 271b des radial äußersten, dritten Luftleitkanals 27b einen Absatz
und damit Rücksprung ausbildet, an dem sich der Innendurchmesser vergleichsweise abrupt
vergrößert, sieht die Ausführungsvariante der Figur 2 eine Verlängerung 5 mit einem
weicheren Übergang zwischen einer inneren Mantelfläche des Luftleitelements 271b und
einer inneren Mantelfläche der Verlängerung 5 vor. Hier weitet sich ferner die Verlängerung
5 kontinuierlich diffusorartig auf, sodass sich ein Innendurchmesser der Verlängerung
5 in axialer Richtung kontinuierlich vergrößert und die innere Mantelfläche der Verlängerung
5 bezüglich der Düsenlängsachse DM radial nach außen weisend verläuft.
[0043] Bei den Varianten der Figuren 3 und 4 ist demgegenüber der Übergang zwischen dem
Luftleitelement 271b und der Verlängerung 5 über einen Absatz ausgeführt. Hier ist
dann aber im Unterschied zu den Varianten der Figuren 1 und 2 der stromab liegende
(endseitige) Abschnitt 51 zu einer Abströmkante hin spitz zulaufend ausgeführt.
[0044] Bei der in der Figur 5 dargestellten Variante weist die Verlängerung 5 für einen
weicheren Übergang zwischen dem Luftleitelements 271b und der Verlängerung 5 eine
leichte konkave Innenwölbung. Die Mantelflächen des Luftleitelements 271b und der
Verlängerung 5 gehen hierbei absatzfrei ineinander über. Eine Strömung wird somit
an dem Luftleitelement 271b und der Verlängerung 5 an deren kantenfrei ineinander
übergehenden inneren Mantelfläche entlang geführt. Ferner ist am stromab abliegenden
Ende der Verlängerung 5 eine leichte konvexe Innenwölbung vorgesehen.
[0045] Bei der Ausführungsvariante der Figur 6 ist die Verlängerung 5 ebenfalls derart gestaltet,
dass die Mantelflächen des Luftleitelements 271b und der Verlängerung 5 an einem Übergang
52 absatzfrei ineinander übergehen und sich damit die Verlängerung 5 direkt an das
Luftleitelement 271b des radial äußersten, dritten Luftleitkanals 27b anschließt.
Auch hier ist die Verlängerung 5 derart ausgeführt, dass sich die Verlängerung 5 in
axialer Richtung entlang der Düsenlängsachse DM kontinuierlich bis zu einer spitz
zulaufenden Abströmkante aufweitet. Die innere Mantelfläche der Verlängerung 5 ist
hierbei leicht konkav gewölbt.
[0046] In Abweichung von der Ausführungsvariante der Figur 6 sieht die Ausführungsvariante
der Figur 7 eine kontinuierliche, diffusorartige Ausweitung der sich an das Luftleitelement
271b unmittelbar anschließenden Verlängerung 5 über eine geradlinig verlaufende und
unter einem gleichbleibenden Winkel zur Düsenlangsachse DM radial nach außen weisende
innere Mantelfläche vor.
[0047] Bei den dargestellten Ausführungsvarianten der Figuren 1 bis 7 ist die Düse 2 stromab
eines Luftleitelements 271b jeweils an einem radial äußersten dritten Luftleitkanal
27b axial verlängert. Die hierfür vorgesehene axiale Verlängerung 5 ist jeweils rohrförmig
ausgebildet und weist denselben Außendurchmesser D2 auf, wie die Düse 2 im Bereich
der Brennerdichtung 4. Die innere Kontur der Verlängerung 5 ist hierbei jeweils so
gewählt, dass sich zumindest in einem Abschnitt eine Aufweitung der Verlängerung 5
entlang der Düsenlängsachse DM in Richtung des Brennraums 30 ergibt. Durch die Ausbildung
der Verlängerung 5 an der Düse 2, an der das erzeugte Kraftstoff-Luft-Gemisch in Richtung
des Brennraums 30 geführt wird, beeinflusst eine zugelassene axiale Verlagerbarkeit
der Brennerdichtung 4 und der Düse 2 relativ zueinander nicht die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches.
Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung störender Rußemissionen von Vorteil.
Ferner muss die Brennerdichtung 4 hier lediglich zur Gewährleistung der Dichtwirkung
eingerichtet und ausgeführt sein. Die Integration eines Strömungsleitelements 40 an
der Brennerrichtung 4 kann entfallen.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 11
- Niederdruckverdichter
- 12
- Hochdruckverdichter
- 13
- Hochdruckturbine
- 14
- Mitteldruckturbine
- 15
- Niederdruckturbine
- 2
- Düse
- 20
- Düsenhauptkörper
- 21
- Stamm
- 210
- Kraftstoffzuleitung
- 22
- Kraftstoffkammer
- 220
- Kraftstoffpassage
- 23
- Hitzeschild
- 24a, 24b
- Luftkammer
- 25
- Kraftstoffleitkanal
- 26
- Erster Luftleitkanal
- 270a, 270b
- Verdrallelement
- 271b
- Luftleitelement
- 27a
- Zweiter Luftleitkanal
- 27b
- Dritter Luftleitkanal
- 28
- Dichtungselement
- 3
- Brennkammer
- 30
- Brennraum
- 300
- Hitzeschild
- 31
- Brennkammerkopf
- 310
- Kopfplatte
- 4
- Brennerdichtung
- 40
- Strömungsleitelement
- 41
- Lagerabschnitt
- 5
- Verlängerung
- 50, 51
- Abschnitt
- 52
- Übergang
- A
- Auslass
- B
- Bypasskanal
- BKA
- Brennkammerabschnitt
- C
- Auslasskonus
- D1, D2
- Durchmesser
- DF
- Diffusor
- DM
- Düsenlängsachse
- E
- Einlass / Intake
- E1, E2
- Bezugspunkt / Endbereich
- F
- Fan
- F1, F2
- Fluidstrom
- FC
- Fangehäuse
- G
- Außengehäuse
- H
- Höhe
- L
- Zugangsloch
- I
- Abstand
- l5
- Länge
- M
- Mittelachse / Rotationsachse
- R
- Brennkammerring
- S
- Rotorwelle
- T
- (Turbofan-)Triebwerk
- TT
- Turbine
- V
- Verdichter
1. Düse für eine Brennkammer (3) eines Triebwerks (T) zur Bereitstellung eines Kraftstoff-Luft-Gemisches
an einer Düsenaustrittsöffnung der Düse (2), wobei die Düse (2) einen die Düsenaustrittsöffnung
aufweisenden Düsenhauptkörper (20) umfasst, der sich entlang einer Düsenlängsachse
(DM) erstreckt, und der Düsenhauptkörper (20) ferner wenigstens das Folgende umfasst:
- mindestens einen sich entlang der Düsenlängsachse (DM) erstreckenden ersten, inneren
Luftleitkanal (26) zur Förderung von Luft an die Düsenaustrittsöffnung,
- mindestens einen gegenüber dem ersten Luftleitkanal (26), bezogen auf die Düsenlängsachse
(DM), radial weiter außen liegenden Kraftstoffleitkanal (25) zur Förderung von Kraftstoff
an die Düsenaustrittsöffnung, und
- mindestens einen gegenüber dem Kraftstoffleitkanal (25), bezogen auf die Düsenlängsachse
(DM), radial weiter außen liegenden weiteren Luftleitkanal (27b), wobei an einem im
Bereich der Düsenaustrittsöffnung liegenden Ende dieses mindestens einen weiteren
Luftleitkanals (27b) ein Luftleitelement (271b) zur Führung aus dem mindestens einen
weiteren Luftleitkanal (27b) strömender Luft vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Luftleitelement (271b) des mindestens einen weiteren Luftleitkanals (27b) eine
sich in, bezogen auf die Düsenlängsachse (DM), axialer Richtung erstreckende Verlängerung
(5) für die Führung des Kraftstoff-Luft-Gemisches vorgesehen ist.
2. Düse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (5) rohrförmig ausgebildet ist.
3. Düse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verlängerung (5) mit einer Länge (l5) in axialer Richtung erstreckt, die kleiner ist als das 3,5-fache einer Höhe (H)
des mindestens einen weiteren Luftleitkanals (27b) und/oder eines in dem mindestens
einen weiteren Luftleitkanals (27b) vorgesehenen Verdrallelements (270b).
4. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (271b) des mindestens einen weiteren Luftleitkanals (27b) einen
Abschnitt aufweist, an dem ein durch das Luftleitelement (271b) definierter Innendurchmesser
(D1) der Düsenaustrittsöffnung minimal ist, und sich die Verlängerung (5), gemessen
von einem ersten Bezugspunkt (E1) an diesem Abschnitt und an der Stelle des minimalen
Innendurchmessers (D1), in axialer Richtung bis zu einem zweiten Bezugspunkt (E2)
erstreckt, der in einem Abstand (I) von dem ersten Bezugspunkt (E1) liegt, der
(a) mindestens so groß ist wie eine Höhe (H) des mindestens einen weiteren Luftleitkanals
(27b) und/oder eines in dem mindestens einen weiteren Luftleitkanal (27b) vorgesehenen
Verdrallelements (270b und
(b) maximal dem 3,5-fachen dieser Höhe (H) entspricht.
5. Düse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine radial außen liegende Mantelfläche der Verlängerung (5) an eine radial außen
liegende Mantelfläche des Luftleitelements (271b) anschließt.
6. Düse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (271b) und die Verlängerung (5) im Wesentlichen oder genau denselben
Außendurchmesser (D2) aufweisen.
7. Düse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine innere Mantelfläche der Verlängerung (5) in axialer Richtung an eine innere
Mantelfläche des Luftleitelements (271b) des mindestens einen weiteren Luftleitkanals
(27) anschließt.
8. Düse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (5) mindestens zwei in axialer Richtung aufeinanderfolgende Abschnitte
(50, 51) mit unterschiedlichen Innendurchmessern aufweist.
9. Düse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich an mindestens einem Abschnitt der Verlängerung (5) ein Innendurchmesser in axialer
Richtung kontinuierlich oder mindestens einmal gestuft vergrößert.
10. Düse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt der Verlängerung (5) eine innere Mantelfläche aufweist,
die bezüglich der Düsenlängsachse (DM) radial nach außen weisend verläuft und/oder
konkav gewölbt ist.
11. Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (5) einen in axialer Richtung gleichbleibenden Innendurchmesser
aufweist.
12. Düse nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verlängerung (5) zumindest an einem in axialer Richtung liegenden Ende aufweitet.
13. Brennkammerbaugruppe, mit
- einer Brennerdichtung (4), die einen sich entlang der Düsenlängsachse (DM) erstreckenden
Lagerabschnitt (41) mit einer Durchgangsöffnung aufweist, und
- einer Düse (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, die in der Durchgangsöffnung des
Lagerabschnitts (41) positioniert ist.
14. Brennkammerbaugruppe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung (5) der Düse (2) in axialer Richtung über den Lagerabschnitt (41)
hinaus vorsteht und/oder die Brennerdichtung (4) ohne Strömungsleitelemente (40) ausgebildet
ist.
15. Triebwerk mit mindestens einer Düse nach einem der Ansprüche 1 bis 12 oder einer Brennkammerbaugruppe
nach Anspruch 13 oder 14.