[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beförderungseinheit zur Beförderung einer
Druckhülse von einer Zufuhrposition in eine Arbeitsposition in einer Druckmaschine,
eine Beförderungsvorrichtung zur Beförderung einer Druckhülse von einer Zufuhrposition
in eine Arbeitsposition in einer Druckmaschine, ein System für die Produktion von
Druckerzeugnissen sowie eine Rüstverfahren zum Rüsten einer Druckmaschine mit einer
Druckhülse.
[0002] Druckmaschinen, insbesondere Flexodruckmaschinen, sind aus dem Stand der Technik
bekannt. Derartige Druckmaschinen werden dazu genutzt, Druckerzeugnisse, wie bspw.
Printmedien, bedruckte Verpackungen oder dergleichen zu produzieren, wobei bspw. ein
Formatzylinder vorgesehen sein kann, auf welchem das zu bedruckende Flachmaterial
verläuft und um den Formatzylinder herum Farbwerke angeordnet sind, welche die Druckfarbe
auf das Flachmaterial aufbringen. Derartige Farbwerke weisen dabei meist unterschiedliche
Druckhülsen auf, welche auf Aufnahmelagern der Druckmaschine drehbar gelagert sind
und die Druckfarbe verteilen bzw. das Druckbild erzeugen. Im Falle eines Bildwechsels
oder eines Verschleißes der Druckhülsen, müssen solche Druckhülsen im Laufe des Betriebes
nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden. Dazu ist es bekannt, mehrere Druckhülsen
mit einem Transportwagen zur Druckmaschine zu fahren, diese dem Transportwagen zu
entnehmen und in die Druckmaschine einzusetzen. Bei der Entnahme der Druckhülse aus
dem Transportwagen und dem Einsetzen der Druckhülse in die Druckmaschine werden jedoch
im Normalfall zwei Personen benötigt, da die Druckhülsen unhandlich sind und auch
ein hohes Gewicht aufweisen können. Darüber hinaus ist die Oberfläche der Druckhülsen
in bestimmten Bereichen äußerst empfindlich, sodass ein Anfassen dieser Oberfläche
durch einen Bediener bereits zu einem Defekt der Druckhülse bzw. des zu produzierenden
Druckbildes führen kann. Ein direktes Schieben der Druckhülsen von dem Transportwagen
auf die Druckmaschine ist häufig schon deshalb nicht möglich, da der Transportwagen
mehrere Druckhülsen aufnimmt und ein exaktes Ausrichten der jeweiligen Druckhülse
gegenüber einer Aufnahme in der Druckmaschine mittels des Transportwagens somit nicht
möglich ist.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, voranstehende aus dem Stand der Technik
bekannte Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist eine Aufgabe der
vorliegenden Erfindung ein Rüsten einer Druckmaschine mit einer Druckhülse zu vereinfachen
und die erforderliche Rüstzeit zum Rüsten der Druckmaschine zu verkürzen.
[0004] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Beförderungseinheit mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, eine Beförderungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 13,
ein System mit den Merkmalen des Anspruchs 17 sowie ein Rüstverfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 18.
[0005] Weitere Merkmale und Details zur Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Beförderungseinheit beschrieben worden sind, selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung, dem erfindungsgemäßen
System und/oder dem erfindungsgemäßen Rüstverfahren und jeweils umgekehrt, sodass
bzgl. der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug
genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Erfindungsgemäß weist die Beförderungseinheit für eine Beförderung einer Druckhülse
von einer Zufuhrposition zu einer Arbeitsposition, die sich in einer Druckmaschine
befindet, ein Aufnahmemittel zur Aufnahme der Druckhülse und eine Verschlusseinheit
auf. Die Verschlusseinheit ist dabei in einen Sicherheitszustand, in einen Zufuhrzustand
und in einen Abgabezustand bringbar. Ferner ist die Druckhülse durch das Aufnahmemittel
im Zufuhrzustand der Verschlusseinheit aufnehmbar, wobei die Druckhülse dem Aufnahmemittel
im Abgabezustand der Verschlusseinheit entnehmbar ist, und eine Entnahme der Druckhülse
im Sicherheitszustand der Verschlusseinheit verhindert ist.
[0007] Insbesondere ist die Druckhülse somit dem Aufnahmemittel im Abgabezustand entnehmbar
und die Entnahme im Sicherheitszustand verhindert, wenn sich die Druckhülse auf dem
Aufnahmemittel befindet. Insbesondere kann neben der Entnahme auch die Aufnahme der
Druckhülse durch das Aufnahmemittel im Sicherheitszustand der Verschlusseinheit verhindert
sein. Somit kann das Aufnahmemittel im Sicherheitszustand zumindest bereichsweise
unzugänglich sein. Insbesondere können der Zufuhrzustand, der Sicherheitszustand und/oder
der Abgabezustand nacheinander erreichbar und/oder ansteuerbar sein. Die Zufuhrposition
kann vorzugsweise eine Lagerung der Druckhülsen auf einem Transportwagen, insbesondere
einem Hubwagen, umfassen. Die Arbeitsposition kann ferner auf einem Aufnahmelager
der Druckmaschine vorgesehen sein. Insbesondere kann die Arbeitsposition somit die
Position der Druckhülse sein, in welcher sich die Druckhülse im Betrieb der Druckmaschine
befindet. Die Verschlusseinheit kann vorzugsweise direkt am Aufnahmemittel angeordnet
sein. Insbesondere kann die Verschlusseinheit das Aufnahmemittel mit einer Beförderungsstruktur
der Beförderungseinheit verbinden. Das Aufnahmemittel kann somit direkt an der Verschlusseinheit
gelagert sein. Im Zufuhrzustand ist die Druckhülse durch das Aufnahmemittel aufnehmbar.
Vorzugsweise kann die Beförderungseinheit im Zufuhrzustand an der Zufuhrposition angeordnet
sein, sodass die Druckhülse bspw. von einem Transportwagen, auf das Aufnahmemittel
aufbringbar ist. Zur Entnahme der Druckhülse im Abgabezustand kann das Aufnahmemittel
vorzugsweise an der Arbeitsposition angeordnet sein, sodass ein Bediener die Druckhülse
von der Beförderungseinheit in die Arbeitsposition schieben kann. Insbesondere kann
während der Entnahme der Druckhülse das Aufnahmemittel die Druckhülse zusammen mit
einem Aufnahmelager der Druckmaschine lagern. Insbesondere ist im Sicherheitszustand
die Entnahme der Druckhülse verhindert, wenn die Druckhülse vom Aufnahmemittel aufgenommen
ist. Dadurch ist es bspw. möglich, die Beförderungseinheit von einer Ausrichtung zur
Zufuhrposition zu einer Ausrichtung zur Arbeitsposition zu bewegen, ohne dass die
Druckhülse herunterfallen kann und somit beschädigt werden kann. Im Sicherheitszustand
kann die Verschlusseinheit ferner eine Öffnung oder ein Ende des Aufnahmemittels verdecken,
um eine Entnahme der Druckhülse zu verhindern. Vorzugsweise ist auch eine Aufnahme
der Druckhülse im Zufuhrzustand verhindert, sodass das Aufnahmemittel im Sicherheitszustand
durch die Verschlusseinheit zumindest teilweise verschlossen ist. Unter der Druckhülse
kann vorzugsweise ein Drucksleeve oder Sleeve verstanden werden. Insbesondere kann
die Druckhülse eine Druckbildstruktur umfassen, durch welche ein Flachmaterial mit
einem Druckbild mittels Druckfarbe bedruckbar ist. Die Druckmaschine kann vorzugsweise
eine Flexodruckmaschine sein. Zur Beförderung der Druckhülse von der Zufuhrposition
zur Arbeitsposition ist die Beförderungseinheit insbesondere beweglich ausgebildet.
So kann die Beförderungseinheit an einem Rahmen geführt sein oder z.B. über Rollen
auf einem Untergrund bewegbar sein. Insbesondere kann die Beförderung der Druckhülse
durch die Beförderungseinheit von der Zufuhrposition zu der Arbeitsposition somit
zumindest einen Teil der Strecke oder die vollständige Strecke zwischen der Zufuhrposition
und der Arbeitsposition umfassen. Unter der Beförderung kann somit vorzugsweise ein
zumindest abschnittsweiser Transport verstanden werden.
[0008] Insbesondere kann die Beförderung der Druckhülse von der Zufuhrposition zu der Arbeitsposition
somit zumindest abschnittsweise mittels der Beförderungseinheit erfolgen. Daher ist
es durch die erfindungsgemäße Beförderungseinheit möglich, die Druckhülse von einem
Transportwagen in die Druckmaschine in einfacher und zeitsparender Weise zu befördern.
Durch die Beförderungseinheit kann dazu lediglich ein einzelner Bediener notwendig
sein, welcher die Druckhülse vom Transportwagen auf die Beförderungseinheit schiebt
und von der Beförderungseinheit in die Druckmaschine. Ein zweiter Bediener, welcher
einen Teil des Gewichtes der Druckhülse trägt, ist durch die Beförderungseinheit insbesondere
nicht notwendig. Bei der Überführung der Verschlusseinheit vom Zufuhrzustand in den
Abgabezustand kann bspw. vorgesehen sein, dass das Aufnahmemittel gedreht wird, sodass
die Druckhülse mit einem ersten Ende voran in die Beförderungseinheit eingebracht
wird und mit einem zweiten, dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende voran aus der
Beförderungseinheit entnommen wird. Häufig ergibt sich jedoch aus dem Produktionsablauf,
dass die Druckhülsen bereits auf dem Transportwagen derart ausgerichtet sind, dass
ein erstes Ende, welches vom Transportwagen zur Druckmaschine orientiert ist, als
erstes in der Druckmaschine zu montieren ist. Vorzugsweise ist die Druckhülse durch
das Aufnahmemittel im Zufuhrzustand einseitig des Aufnahmemittels aufnehmbar und im
Abgabezustand auf der gegenüberliegenden Seite des Aufnahmemittels dem Aufnahmemittel
entnehmbar. Durch die Beförderungseinheit ist somit weniger Körperkraft durch den
Bediener notwendig, um die Druckhülse von der Zufuhrposition in die Arbeitsposition
zu befördern. Dies wirkt sich positiv auf die Arbeitssicherheit und gleichzeitig die
Rüstzeit der Druckmaschine aus. Zum einen können Kosten dadurch eingespart werden,
dass das Rüsten durch einen einzelnen Bediener durchführbar ist und zum anderen kann
durch die Beförderungseinheit eine schnelle, präzise Ausrichtung des Aufnahmemittels
an der Zufuhrposition und anschließend an der Arbeitsposition erfolgen, sodass sogar
eine Justierung einer Hubbühne, auf welcher die Beförderung der Druckhülse stattfinden
kann, nicht notwendig sein kann.
[0009] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass das Aufnahmemittel und die Verschlusseinheit
eine Schleuse für die Druckhülse bilden, wodurch die Druckhülse im Zufuhrzustand an
einer Aufnahmeseite der Beförderungseinheit durch das Aufnahmemittel aufnehmbar ist
und im Abgabezustand an einer Abgabeseite der Beförderungseinheit dem Aufnahmemittel
entnehmbar ist. Vorzugsweise kann dabei im Zufuhrzustand eine Entnahme der Druckhülse
an der Abgabeseite und im Abgabezustand eine Aufnahme der Druckhülse an der Aufnahmeseite
durch die Verschlusseinheit verhindert sein. Dadurch ergibt sich eine einfache Folge
von Arbeitsschritten, welche in hoher Geschwindigkeit durch einen Bediener ausführbar
ist. So ist bspw. eine Drehung des Aufnahmemittels und/oder der Beförderungseinheit
nicht notwendig, wenn Entnahme und Aufnahme der Druckhülse an unterschiedlichen Seiten
erfolgen. Vorzugsweise liegt die Aufnahmeseite in Bezug auf das Aufnahmemittel der
Abgabeseite gegenüber oder im Wesentlichen gegenüber. Dadurch kann die Ausrichtung
des Aufnahmemittels an der Zufuhrposition und an der Arbeitsposition erleichtert sein.
Durch die Schleusenwirkung kann ferner sichergestellt sein, dass das Aufnahmemittel
an der richtigen Position mit der Druckhülse bestückbar ist und an der richtigen Position
die Druckhülse dem Aufnahmemittel entnommen werden kann. Vorzugsweise kann das Aufnahmemittel
dazu horizontal oder im Wesentlichen horizontal an der Verschlusseinheit und/oder
einer Beförderungsstruktur der Beförderungseinheit angeordnet sein.
[0010] Es kann im Rahmen der Erfindung ferner vorgesehen sein, dass die Verschlusseinheit
ein erstes Verschlusselement und ein zweites Verschlusselement aufweist, wobei das
erste Verschlusselement im Abgabezustand ein erstes Ende des Aufnahmemittels fixiert
und das zweite Verschlusselement im Zufuhrzustand ein zweites Ende des Aufnahmemittels
fixiert. Vorzugsweise ist das erste Ende des Aufnahmemittels an der Aufnahmeseite
vorgesehen und das zweite Ende an der Abgabeseite der Beförderungseinheit. Somit kann
vorzugsweise das Aufnahmemittel durch die Verschlusseinheit gelagert sein, insbesondere
wobei die Lagerung im Abgabezustand durch das erste Verschlusselement realisiert ist
und im Zufuhrzustand durch das zweite Verschlusselement. Dadurch kann das Aufnahmemittel
besonders einfach ausgestaltet sein. Gleichzeitig kann die Bauteilzahl der Beförderungseinheit
insgesamt gering ausgeführt sein, sodass Kosten der Beförderungseinheit eingespart
werden können und gleichzeitig sich ein verschleißarmer Aufbau ergibt. Gleichzeitig
kann dadurch die Schleusenwirkung realisiert sein, welche eine einfache Abfolge von
Arbeitsschritten ermöglicht, um die Druckhülse von der Zufuhrposition in die Arbeitsposition
zu befördern.
[0011] Vorzugsweise kann das erste Verschlusselement im Abgabezustand und das zweite Verschlusselement
im Zufuhrzustand gegenüber dem Aufnahmemittel als Momentenstütze wirken. Dadurch kann
das Verschlusselement bspw. im Abgabezustand, wenn die Druckhülse noch durch das Aufnahmemittel
aufgenommen ist, ein Gewicht der Druckhülse durch Lagerung des Aufnahmemittels aufnehmen,
ohne dass das Aufnahmemittel durch weitere Maßnahmen abgestützt ist. Durch das zweite
Verschlusselement kann im Zufuhrzustand ebenfalls zumindest ein Gewicht des Aufnahmemittels
aufnehmbar sein, sodass auch im Zufuhrzustand keine weitere Abstützung des Aufnahmemittels
notwendig ist. Dadurch kann eine hohe konstruktive Freiheit für das Aufnahmemittel
geschaffen sein, wobei das Aufnahmemittel gleichzeitig von beiden Seite zur Aufnahme
bzw. Abgabe der Druckhülse zugänglich sein kann, ohne dass weitere Abstützungen störend
wirken. Insbesondere kann das Aufnahmemittel im Zufuhrzustand und im Abgabezustand
jeweils einseitig vollumfänglich frei zugänglich sein.
[0012] Vorteilhafterweise kann bei einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit das erste
und/oder das zweite Verschlusselement zwei Schwenkabschnitte aufweisen, welche zum
Greifen des Aufnahmemittels ausgebildet sind. Vorzugsweise kann dabei jeder der Schwenkabschnitte
einen Führungsbereich zum Führen des Aufnahmemittels beim Greifen des Aufnahmemittels
aufweisen. Somit kann das erste und/oder zweite Verschlusselement durch die zwei Schwenkabschnitte
als Greifer ausgebildet sein. Bspw. kann das erste Verschlusselement vom Aufnahmemittel
im Zufuhrzustand der Verschlusseinheit gelöst sein und im Abgabezustand das Aufnahmemittel
zumindest teilweise umgreifen und/oder das zweite Verschlusselement das Aufnahmemittel
im Abgabezustand greifen und im Zufuhrzustand vom Aufnahmemittel gelöst sein. Dadurch
kann sich eine hängende Lagerung des Aufnahmemittels ergeben, wodurch ein Aufschieben
der Druckhülse auch für das Aufnahmemittel erleichtert sein kann. Insbesondere kann
das Aufnahmemittel bspw. als Aufnahmedorn ausgebildet sein, welcher jeweils einseitig
durch Verschlusselemente aufgegriffen wird. Insbesondere wenn das Aufnahmemittel dazu
ausgebildet ist sich im Abgabe- und/oder im Zufuhrzustand einseitig zu neigen, ist
es vorteilhaft, wenn jeder der Schwenkabschnitte einen Führungsbereich zum Führen
des Aufnahmemittels aufweist. Dadurch kann selbst wenn sich das Aufnahmemittel etwas
neigt, noch sichergestellt sein, dass das Aufnahmemittel in eine sichere Position
geführt wird, in welcher das Aufnahmemittel gelagert wird. Insbesondere ist es dadurch
nicht notwendig, die Verschlusselemente translatorisch zu verstellen, sodass die Verschlusselemente
insbesondere lediglich rotatorisch gelagert sein können. Eine translatorische Bewegung
eines Endes des Aufnahmemittels kann durch den Führungsbereich dennoch realisierbar
sein.
[0013] Vorzugsweise ist das Aufnahmemittel derart ausgebildet, dass das Aufnahmemittel,
insbesondere vor der Entnahme der Druckhülse, einseitig geneigt ist, wenn sich die
Verschlusseinheit im Abgabezustand befindet. So kann bspw. das erste Verschlusselement
als Momentenstütze wirken und ein Gewicht von der Druckhülse und ein Gewicht des Aufnahmemittels
dazu führen, dass das Aufnahmemittel sich einseitig absenkt, insbesondere entlang
einer Biegelinie. Dadurch kann die Druckhülse dem Aufnahmemittel einfacher entnehmbar
sein, da Druckhülse und Aufnahmemittel etwas schräg stehen, und somit die Druckhülse
einfacher vom Aufnahmemittel, insbesondere durch Rutschen, abgenommen werden kann.
Insbesondere kann das Aufnahmemittel derart ausgebildet sein, dass das Aufnahmemittel
vor Aufnahme der Druckhülse einseitig geneigt ist, wenn sich die Verschlusseinheit
im Zufuhrzustand befindet. Dadurch kann die Zufuhr der Druckhülse zum Aufnahmemittel
vereinfacht sein, da bspw. das Aufnahmemittel, wenn dieses als Aufnahmedorn ausgebildet
ist, eine Mantelfläche aufweisen kann, die sich ebenfalls der Druckhülse entgegenneigt,
sodass die Druckhülse einfacher aufschiebbar ist. Vorzugsweise ist das Aufnahmemittel
dabei derart dimensioniert, dass eine Dehnung während der Neigung innerhalb eines
elastischen Bereich eines Materials des Aufnahmemittels verbleibt. Dadurch kann die
Lebensdauer des Aufnahmemittels erhöht sein.
[0014] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Aufnahmemittel um einen Aufnahmedorn, auf welchen
eine Durchgangsöffnung der Druckhülse derart aufschiebbar ist, dass die Druckhülse
mit einer Mantelfläche der Durchgangsöffnung auf dem Aufnahmedorn aufliegt. Dadurch
ist es nicht notwendig, dass eine Außenseite der Druckhülse durch die Beförderungseinheit
kontaktiert wird, sodass die Außenseite, insbesondere vollständig, eine Druckstruktur
aufweisen kann und die Druckstruktur nicht durch einen Kontakt mit der Beförderungseinheit
beim Befördern beschädigt wird. Gleichzeitig kann der Aufnahmedorn beim Aufnehmen
der Druckhülse einen Teil der Gewichtskraft der Druckhülse lagern und somit den Bediener
beim Aufschieben und beim Entnehmen der Druckhülse unterstützen, sodass bspw. der
Bediener lediglich die translatorische Schiebebewegung durchführt.
[0015] Ferner kann es von Vorteil sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit
das Aufnahmemittel einen Einfädelungsbereich und/oder eine Gleitbeschichtung aufweist,
insbesondere wobei durch den Einfädelungsbereich und/oder die Gleitbeschichtung ein
Aufschieben der Druckhülse auf das Aufnahmemittel erleichtert ist. Der Einfädelungsbereich
kann bspw. eine Fase und/oder Rundung umfassen, sodass der Durchmesser an einem Ende,
insbesondere an beiden Enden, des Aufnahmemittels reduziert ist und somit auch eine
geringfügige Abweichung bei der Positionierung des Aufnahmemittels an der Arbeitsposition
bzw. der Zufuhrposition tolerierbar ist. Durch die Gleitbeschichtung kann ferner das
Aufschieben weiter erleichtert sein, sodass die Druckhülse beim Aufschieben auf das
Aufnahmemittel lediglich einen geringen Reibungswiderstand erfährt. Dadurch kann die
Beförderung der Druckhülse von der Zufuhrposition zur Arbeitsposition insgesamt erleichtert
sein.
[0016] Es ist ferner denkbar, dass bei einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit eine
Steuereinheit vorgesehen ist, durch welche die Verschlusseinheit derart ansteuerbar
ist, dass der Zufuhrzustand und der Abgabezustand jeweils lediglich ausgehend von
einem Sicherheitszustand erreichbar ist. Dadurch kann sichergestellt sein, dass das
Aufnahmemittel zu jedem Zeitpunkt des Beförderungsvorgangs sicher gelagert ist und
insbesondere nicht etwa durch Fehlbedienung mitsamt der Druckhülse oder einzeln aus
der Beförderungseinheit herausfallen kann, wenn das Aufnahmemittel durch die Verschlusseinheit
gelagert ist. Die Steuereinheit kann ferner einen Mikrocontroller und/oder einen Prozessor
umfassen. Vorzugsweise kann die Steuereinheit an einer Beförderungsstruktur der Beförderungseinheit
oder an einem Rahmen einer Beförderungsvorrichtung angeordnet sein.
[0017] Vorzugsweise kann bei einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit ein Griffmittel
vorgesehen sein, an welchem die Beförderungseinheit manuell bewegbar ist. Vorzugsweise
kann dabei das Griffmittel einen ersten Griffabschnitt und einen zweiten Griffabschnitt
zum beidhändigen Greifen des Griffmittels aufweisen. Der erste und/oder zweite Griffabschnitt
können vorzugsweise jeweils exzentrisch sein. Dadurch kann sich eine intuitive beidhändige
Greifbarkeit des Griffmittels ergeben, sodass der Benutzer das Griffmittel zuverlässig
bedienen kann und gleichzeitig sichergestellt ist, dass der Bediener das Griffmittel
umfasst, wenn die Verschlusseinheit vom Zufuhrzustand und/oder vom Abgabezustand in
den Sicherheitszustand überführt wird. Dadurch kann sichergestellt sein, dass sich
der Benutzer nicht verletzt, wenn bspw. zwei Schwenkabschnitte des ersten und/oder
zweiten Verschlusselementes das Aufnahmemittel greifen, so dass damit eine Quetschgefahr
reduziert ist. Vorzugsweise können der erste und zweite Griffabschnitt derart angeordnet
sein, dass der erste und zweite Griffabschnitt in einer Ebene greifbar sind. Dadurch
ergibt sich eine ergonomisch günstige Haltung des Benutzers, wenn dieser die Beförderungseinheit
verstellt. Durch die manuelle Bewegbarkeit der Beförderungseinheit ergibt sich ferner
eine einfache Steuerungsmöglichkeit der Beförderungseinheit, sodass der Bediener in
intuitiv und schnell von der Zufuhrposition zur Arbeitsposition die Beförderungseinheit
verstellen kann, ohne bspw. auf eine Antriebssteuerung angewiesen zu sein. Insbesondere
kann die Beförderungseinheit dabei eine Hubunterstützung zur Unterstützung einer manuellen,
vorzugsweise vertikalen, Bewegung umfassen. So kann eine Gasdruckfeder vorgesehen
sein, durch welche ein Kraft zur Unterstützung der manuellen Bewegung des Bedieners
aufbringbar ist. Zusätzlich oder alternativ kann durch das Antriebsmittel die Hubunterstützung
realisierbar sein.
[0018] Vorteilhafterweise kann bei einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit ferner ein
Antriebsmittel vorgesehen sein, durch welches die Beförderungseinheit, vorzugsweise
vertikal und/oder horizontal, verstellbar ist. Vorzugsweise kann dabei das Antriebsmittel
durch zumindest ein Bedienelement ansteuerbar sein, welches an einer Beförderungsstruktur
der Beförderungseinheit angeordnet ist. Die Beförderungsstruktur kann bspw. eine Verstrebung
umfassen, welche die Aufnahmeseite und die Abgabeseite der Beförderungseinheit verbindet.
Das Antriebsmittel kann vorzugsweise einen elektrischen, hydraulischen und/oder pneumatischen
Antrieb umfassen. So ist bspw. ein pneumatischer Antrieb von Vorteil, da in entsprechenden
Produktionsumgebungen ohnehin häufig pneumatische Anschlüsse vorhanden sind, um derartige
Antriebsmittel mit entsprechendem Luftdruck zu versorgen. Das Bedienelement kann mit
dem Antriebsmittel dazu eingesetzt werden, eine Feinjustierung des Aufnahmemittels,
insbesondere in vertikaler Richtung, zu ermöglichen. Weiterhin kann das Bedienelement
vorzugsweise als Taster ausgestaltet sein, der eine geringe Verstellung des Aufnahmemittels
ermöglicht. Somit kann bspw. vorgesehen sein, dass die Beförderungseinheit manuell
in eine grobe Orientierung zur Zufuhrposition bzw. zur Arbeitsposition verstellt wird
und anschließend eine Feinjustierung über das Antriebsmittel erfolgt. So kann durch
das Antriebsmittel eine sehr feine Ausrichtung des Aufnahmemittels erreichbar sein
und gleichzeitig kann der Bediener sich auf die Positionierung konzentrieren, ohne
z.B. das Griffmittel bedienen zu müssen. So ist bspw. denkbar, dass das Bedienelement
an einer Fernbedienung angeordnet ist, welche über ein Kabel mit der Beförderungseinheit
verbunden ist oder welche kabellos ausgeführt ist.
[0019] Vorzugsweise kann bei einer bei erfindungsgemäßen Beförderungseinheit eine, insbesondere
optische, Positionierungshilfe vorgesehen sein, durch welche eine Relativposition
der Beförderungseinheit zu der Druckhülse in der Zufuhrposition und/oder zu der Arbeitsposition
bestimmbar ist. Die optische Positionierungshilfe kann bspw. einen Laser umfassen,
welcher an der Verschlusseinheit angeordnet ist und derart ausgerichtet ist, dass
in einem bestimmten Abstand von der Positionierungshilfe ein erzeugtes Laserlicht
auf eine Orientierung des Aufnahmemittels schließen lassen kann. Zusätzlich oder alternativ
ist auch eine mechanische Positionierungshilfe denkbar, welche bspw. ausklappbar sein
kann, um eine Relativposition der Beförderungseinheit zur Zufuhrposition bzw. zur
Arbeitsposition zu bestimmen. Zusätzlich oder alternativ kann das Aufnahmemittel teleskopierbar
ausgebildet sein, um somit eine Positionierung zu erleichtern und/oder für einen Bediener
den Übergang der Druckhülse von der Beförderungseinheit in die Arbeitsposition bzw.
von der Zufuhrposition zur Beförderungseinheit zu erleichtern.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Beförderungsvorrichtung zur Beförderung
einer Druckhülse von einer Zufuhrposition zu einer Arbeitsposition in einer Druckmaschine
beansprucht. Dabei ist eine erfindungsgemäße Beförderungseinheit vorgesehen, die bewegbar
an einem Rahmen gelagert ist. Damit bringt eine erfindungsgemäße Beförderungsvorrichtung
die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich bereits mit Bezug auf eine erfindungsgemäße
Beförderungseinheit beschrieben worden sind. Durch die Lagerung der Beförderungseinheit
an dem Rahmen kann zum einen sichergestellt sein, dass die Beförderungseinheit die
notwendige Beweglichkeit aufweist, um die Druckhülse von der Zufuhrposition zur Arbeitsposition
zu befördern und gleichzeitig die Gewichtskraft aufnehmen kann, welche zur Beförderung
der Druckhülse benötigt wird. So kann der Rahmen vorzugsweise feststehend ausgeführt
sein, sodass eine Relativposition der Beförderungseinheit zur Druckmaschine und/oder
zur Arbeitsposition sichergestellt ist. Dadurch kann bspw. realisiert sein, dass die
Druckhülsen gem. eines Produktionsablaufes von einem Transportwagen zur Druckmaschine
über weite Teile des Weges befördert werden und lediglich die Entnahme der Druckhülsen
vom Transportwagen in die Druckmaschine durch die Beförderungseinheit realisiert wird,
wobei insbesondere durch die Beförderungseinheit eine Verteilung der Druckhülsen in
die jeweiligen Arbeitspositionen erleichtert sein kann.
[0021] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass die Beförderungseinheit an dem Rahmen
aufgehängt ist. Dadurch kann bspw. ein Fußraum unterhalb der Beförderungseinheit frei
sein und somit als Arbeitsfläche, Bewegungsfläche und/oder als Ablagefläche weiterhin
zur Verfügung stehen. Ferner ergibt sich durch die hängende Lagerung der Vorteil,
dass eine einfache Höhenverstellbarkeit des Aufnahmemittels realisiert sein kann.
Ferner kann der Rahmen an, insbesondere auf, einer verstellbaren Hubbühne befestigt
sein. Dadurch kann bspw. eine Höhenverstellbarkeit des Aufnahmemittels in geringem
Maße ausgeführt sein, sodass der Bediener zu jeder Zeit in einer komfortablen Höhe
arbeiten kann, ohne bspw. in einen Überkopfbereich hineinreichen zu müssen. Dadurch
kann die Arbeitssicherheit weiter gesteigert sein und gleichzeitig auch die benötigte
Zeit für den Rüstvorgang reduziert sein. Die Hubbühne kann vorzugsweise eine Plattform
umfassen, mit welcher der Rahmen insbesondere zusammen mit einem Transportwagen zum
Transportieren der Druckhülse verstellbar ist.
[0022] Es ist im Rahmen der Erfindung ferner denkbar, dass der Rahmen zumindest eine Schiene
aufweist, an welcher die Beförderungseinheit bewegbar gelagert ist. Vorzugsweise kann
der Rahmen ein Schienenpaar aufweisen, an welchem die Beförderungseinheit gelagert
ist. Dadurch ergibt sich eine einfache Möglichkeit, die Beförderungseinheit entlang
des Rahmens zu verstellen. Insbesondere kann die Beförderungseinheit Rollen aufweisen,
welche auf der Schiene bzw. dem Schienenpaar laufen. Auch eine Gleitführung ist hier
denkbar. Vorzugsweise kann durch die Schiene bzw. das Schienenpaar eine lineare Verstellbarkeit
der Beförderungseinheit, insbesondere parallel zu einer Vorderseite der Druckmaschine
realisierbar sein. Somit kann sichergestellt sein, dass der Abstand der Beförderungseinheit
zur Zufuhrposition und zur Arbeitsposition beibehalten wird und der Bediener lediglich
die horizontale und/oder vertikale Positionierung übernehmen muss, nicht jedoch noch
eine Positionierung in einer weiteren Raumrichtung.
[0023] Es ist ferner denkbar, dass zumindest das Aufnahmemittel, insbesondere die Beförderungseinheit,
um eine vertikale Achse drehbar gelagert ist, vorzugsweise um zumindest 180 Grad.
Dadurch kann bspw. eine Fehlorientierung einer Druckhülse auf dem Transportwagen korrigierbar
sein, sodass auch wenn die Druckhülse entgegengesetzt zur benötigten Orientierung
in der Druckmaschine in der Zufuhrposition orientiert ist die Druckmaschine, in einfacher
Art und Weise in die Arbeitsposition beförderbar ist. Dabei kann bspw. der Zufuhrzustand
der Verschlusseinheit dem Abgabezustand der Verschlusseinheit entsprechen, wobei das
Aufnahmemittel jeweils gedreht ist.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein System für die Produktion von Druckerzeugnissen
beansprucht. Das System für die Produktion von Druckerzeugnissen weist dabei eine
Druckmaschine auf, in welcher eine Druckhülse in einer Arbeitsposition platzierbar
ist. Ferner weist das System für die Produktion von Druckerzeugnissen eine Beförderungsvorrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Beförderung der Druckhülse von einer Zufuhrposition
zur Arbeitsposition auf. Damit bringt ein erfindungsgemäßes System die gleichen Vorteile
mit sich, wie sie ausführlich bereits mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Beförderungsvorrichtung
und/oder eine erfindungsgemäße Beförderungseinheit beschrieben worden sind. Vorzugsweise
kann der Rahmen der Beförderungsvorrichtung zumindest in einer Richtung feststehend
zur Druckmaschine ausgeführt sein.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Rüstverfahren zum Rüsten einer
Druckmaschine mit einer Druckhülse unter Verwendung einer Beförderungseinheit beansprucht.
Dabei umfasst das Rüstverfahren folgende Schritte:
- Aufbringen, vorzugsweise Aufschieben, der Druckhülse von einer Zufuhrposition auf
ein Aufnahmemittel der Beförderungseinheit,
- Überführen einer Verschlusseinheit der Beförderungseinheit von einem Zufuhrzustand,
in welchem die Druckhülse durch das Aufnahmemittel aufnehmbar ist, in einen Sicherheitszustand,
in welchem eine Entnahme der Druckhülse verhindert ist,
- Überführen der Verschlusseinheit vom Sicherheitszustand in einen Abgabezustand, in
welchem die Druckhülse dem Aufnahmemittel entnehmbar ist,
- Entnehmen der Druckhülse vom Aufnahmemittel und Einbringen der Druckhülse in eine
Arbeitsposition in der Druckmaschine.
[0026] Insbesondere erfolgen das Entnehmen der Druckhülse vom Aufnahmemittel und das Einbringen
in die Arbeitsposition simultan, vorzugsweise so dass ein Ende der Druckhülse, welches
von dem Aufnahmemittel heruntergeschoben wird, auf eine Hülsenaufnahme in der Druckmaschine
geschoben wird. Somit bringt ein erfindungsgemäßes Rüstverfahren die gleichen Vorteile
mit sich, wie sie ausführlich bereits mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Beförderungseinheit
beschrieben worden sind. Insbesondere kann die Beförderungseinheit Teil einer erfindungsgemäßen
Beförderungsvorrichtung und/oder Teil eines erfindungsgemäßen Systems sein. Somit
bringt ein erfindungsgemäßes Rüstverfahren auch die gleichen Vorteile mit sich, wie
sie ausführlich bereits mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Beförderungsvorrichtung
und/oder ein erfindungsgemäßes System beschrieben worden sind. Das Aufnahmemittel
kann vorzugsweise als Aufnahmedorn aufgeführt sein, sodass die Druckmaschine vorzugsweise
auf das Aufnahmemittel aufgeschoben werden kann. Insbesondere kann das Aufschieben
derart ausgeführt werden, dass eine Mantelfläche einer Durchgangsöffnung der Druckhülse
auf dem Aufnahmemittel aufliegt. Das Überführen der Verschlusseinheit vom Zufuhrzustand
in den Sicherheitszustand kann vorzugsweise ein Greifen des Aufnahmemittels durch
ein Verschlusselement der Verschlusseinheit umfassen. Das Überführen der Verschlusseinheit
vom Sicherheitszustand in den Abgabezustand kann vorzugsweise ein Lösen eines Verschlusselementes
vom Aufnahmemittel umfassen. Insbesondere kann die Entnahme der Druckhülse von einer
Abgabeseite der Beförderungseinheit aus erfolgen und das Aufbringen der Druckhülse
von einer Aufnahmeseite aus.
[0027] Im Rahmen der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass das Rüstverfahren den folgenden
Schritt umfasst:
- Überführen der Verschlusseinheit von dem Sicherheitszustand in den Zufuhrzustand.
[0028] Dies ist bspw. nicht notwendig, wenn sich die Verschlusseinheit bereits im Zufuhrzustand
befindet, wenn die Druckhülse auf das Aufnahmemittel aufgebracht werden soll. Durch
die Zwischenschaltung des Sicherheitszustandes kann ferner gewährleistet sein, dass
das Aufnahmemittel durch die Verschlusseinheit selbst lagerbar ist und andererseits,
dass ein sicherer Transport der Druckhülse mittels der Beförderungseinheit durchführbar
ist.
[0029] Es ist bei einem erfindungsgemäßen Rüstverfahren ferner denkbar, dass das Rüstverfahren
folgenden Schritt umfasst:
- Bewegen der Beförderungseinheit zwischen einer Zufuhrposition und einer Arbeitsposition.
[0030] Vorzugsweise kann dabei das Bewegen zumindest teilweise manuell und/oder zumindest
teilweise automatisiert erfolgen. Das zumindest teilweise automatisierte Bewegen kann
dabei bspw. durch ein Bedienelement gesteuert werden. Das zumindest teilweise manuelle
Bewegen der Beförderungseinheit kann bspw. durch ein Antriebsmittel unterstützt werden,
sodass der Bediener lediglich einen geringen Anteil des Gewichtes bei der Bewegung
bemerkt. Durch die Bewegung der Beförderungseinheit von der Zufuhrposition zu der
Arbeitsposition ist es bspw. nicht notwendig, dass Zufuhrposition und Arbeitsposition
schon im Vorfeld aneinander ausgerichtet sind, sondern die Bewegung kann mittels der
Beförderungseinheit in vertikaler und/oder horizontaler Richtung erfolgen.
[0031] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass das Bewegen der Beförderungseinheit
zumindest einen der folgenden Schritte umfasst:
- Ausrichten des Aufnahmemittels an der Zufuhrposition der Druckhülse,
- Ausrichten des Aufnahmemittels an der Arbeitsposition der Druckhülse.
[0032] Das Ausrichten des Aufnahmemittels kann insbesondere eine Feinjustierung mittels
eines Antriebsmittels umfassen. Ferner kann die Beförderungseinheit eine Positionierungshilfe
umfassen, welche das Ausrichten des Aufnahmemittels an der Zufuhrposition bzw. der
Arbeitsposition erleichtert. Insbesondere kann das Ausrichten der Zufuhrposition bspw.
umfassen, dass das Aufnahmemittel parallel zu einem Aufnahmelager eines Transportwagens
ausgerichtet wird und/oder das Ausrichten des Aufnahmemittels an der Arbeitsposition
kann ein Orientieren des Aufnahmemittels an einem Aufnahmelager der Druckmaschine
umfassen. Dadurch kann bspw. ein manuelles Bewegen der Beförderungseinheit eine grobe
Positionierung vorsehen und anschließend ein Ausrichten des Aufnahmemittels mittels
Feinjustierung. Dadurch kann die Aufnahme der Druckhülse bzw. die Entnahme der Druckhülse
für den Bediener weiter erleichtert sein, insbesondere wenn das Aufnahmemittel möglichst
exakt ausgerichtet ist.
[0033] Vorteilhafterweise kann bei einem erfindungsgemäßen Rüstverfahren das Überführen
der Verschlusseinheit vom Sicherheitszustand in den Zufuhrzustand durch Öffnen eines
ersten Verschlusselementes der Verschlusseinheit erfolgen, insbesondere wobei das
erste Verschlusselement im Sicherheitszustand ein erstes Ende des Aufnahmemittels
umgreift und im Zufuhrzustand vom ersten Ende des Aufnahmemittels gelöst ist. Dadurch
kann die Lagerung des Aufnahmemittels zumindest teilweise durch die Verschlusseinheit
erfolgen und gleichzeitig ein einfaches Aufschieben der Druckhülse auf das Aufnahmemittel
erleichtert sein, insbesondere ohne dass das Aufnahmemittel eine Außenseite der Druckhülse
kontaktiert.
[0034] Es ist bei einem erfindungsgemäßen Rüstverfahren ferner denkbar, dass das Überführen
der Verschlusseinheit vom Sicherheitszustand in den Abgabezustand durch Öffnen eines
zweiten Verschlusselementes der Verschlusseinheit erfolgt, insbesondere wobei das
zweite Verschlusselement im Sicherheitszustand ein erstes Ende des Aufnahmemittels
umgreift und im Zufuhrzustand vom zweiten Ende des Aufnahmemittels gelöst ist. Dadurch
kann eine zumindest teilweise Lagerung des Aufnahmemittels durch die Verschlusseinheit
realisiert sein und die Entnahme in einfacher Art und Weise ermöglicht sein. Insbesondere
kann das Aufnahmemittel somit im Abgabezustand ein freies Ende aufweisen, von welchem
die Druckhülse lediglich heruntergeschoben bzw. heruntergezogen wird.
[0035] Vorteilhafterweise kann bei einem erfindungsgemäßen Rüstverfahren sich das Aufnahmemittel
einseitig neigen, wenn die Verschlusseinheit vom Sicherheitszustand in den Abgabezustand
überführt wird, insbesondere wobei die Neigung beim Überführen der Verschlusseinheit
vom Abgabezustand in den Sicherheitszustand zumindest im Wesentlichen aufgehoben wird.
Der Ausdruck im Wesentlich aufgehoben bezieht sich dabei darauf, dass weiterhin eine
Biegelinie des Aufnahmemittels durch das Eigengewicht des Aufnahmemittels und/oder
durch das Gewicht der Druckhülse gegeben sein kann, wobei jedoch zumindest die beiden
Enden des Aufnahmemittels sich vorzugsweise in einer Ebene befinden können. Je nach
Ausgestaltung des Aufnahmemittels kann die Neigung auch vollständig im Sicherheitszustand
aufgehoben sein. Durch die Neigung kann insbesondere im Abgabezustand ein Abnehmen
der Druckhülse vom Aufnahmemittel erleichtert sein, wenn dieses sich einseitig leicht
neigt und somit die Druckhülse vom Aufnahmemittel zumindest teilweise herunterrutschen
kann. Das Aufheben der Neigung kann bspw. durch einen Führungsbereich eines Verschlusselementes
gewährleistet werden.
[0036] Die Verfahrensschritte können dabei zumindest teilweise parallel oder zeitlich nacheinander
ablaufen. Dabei können die Verfahrensschritte in der beschriebenen Reihenfolge oder
in einer anderen Reihenfolge durchgeführt werden. Insbesondere können einzelne Verfahrensschritte
oder alle Verfahrensschritte wiederholt werden.
[0037] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung zu einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung, welche in den Figuren
schematisch dargestellt sind. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder
den Zeichnungen hervorgehende Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver
Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritte, können sowohl für sich
als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die Figuren nur beschreibenden Charakter haben und nicht dazu gedacht
sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes System mit einer erfindungsgemäßen Beförderungsvorrichtung und
einer erfindungsgemäßen Beförderungseinheit in schematischer Perspektivansicht,
- Fig. 2a und 2b
- eine erfindungsgemäße Beförderungseinheit, die in einem Zufuhrzustand mit einer Druckhülse
beladen wird,
- Fig. 3a und 3b
- die erfindungsgemäße Beförderungseinheit des ersten Ausführungsbeispiels in einem
Sicherheitszustand,
- Fig. 4a und 4b
- die erfindungsgemäße Beförderungseinheit gem. dem ersten Ausführungsbeispiel bei der
Entnahme der Druckhülse in schematischer Ansicht,
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Beförderungseinheit mit einer Positionierungshilfe in schematischer
Ansicht,
- Fig. 6
- ein Aufnahmemittel mit einer Verschlusseinheit in einem weiteren Ausführungsbeispiel
in schematischer Ansicht,
- Fig. 7a und 7b
- Aufnahmemittel in weiteren Ausführungsbeispielen in schematischer Ansicht,
- Fig. 8
- ein erfindungsgemäßes Rüstverfahren in schematischer Darstellung von Verfahrensschritten.
[0038] In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0039] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes System 5 für die Produktion von Druckerzeugnissen
in einem ersten Ausführungsbeispiel in schematischer Darstellung. Dabei ist ein Teil
einer Druckmaschine 6 gezeigt, in welcher eine Druckhülse 2 in einer Arbeitsposition
4 platzierbar ist. Die Arbeitsposition 4 kann dabei eine Hülsenaufnahme 6.1 innerhalb
der Druckmaschine 6 umfassen, auf welche die Druckhülse 2 aufschiebbar ist. Vor der
Druckmaschine 6 ist eine Beförderungsvorrichtung 1 zur Beförderung der Druckhülse
2 von einer Zufuhrposition 3 in die Arbeitsposition 4 angeordnet. Die Zufuhrposition
3 umfasst dabei zumindest einen Transportwagen 8, welcher auf einer Hubbühne 7 platziert
ist, sodass die Druckhülse 2 aus der Zufuhrposition 3 dem Transportwagen 8 entnommen
werden kann und einer Beförderungseinheit 10 der Beförderungsvorrichtung 1 zugeführt
werden kann. Die Beförderungseinheit 10 ist dazu an einem Rahmen 30 angeordnet, insbesondere
aufgehängt. Dazu weist der Rahmen 30 ein Schienenpaar mit zwei Schienen 33 auf, an
welchen die Beförderungseinheit 10 bewegbar gelagert ist. Dadurch kann die Beförderungseinheit
10 entlang der Schienen 33, insbesondere linear, verstellt werden, ohne dass der Abstand
zur Druckmaschine 6 verändert wird. Um die Beförderungseinheit 10 zu bewegen, weist
die Beförderungseinheit 10 ein Griffmittel 13 auf, an welchem ein Bediener 9 die Beförderungseinheit
10 verstellen kann. Zur Aufnahme der Druckhülse 2 weist die Beförderungseinheit 10
dabei ein Aufnahmemittel 11 auf, welches durch eine Verschlusseinheit 20 an einer
Aufnahmeseite 10.1 und an einer Abgabeseite 10.2 in einem Sicherheitszustand I gelagert
ist. In Figur 1 ist die Verschlusseinheit 20 in einem Abgabezustand III gezeigt, wobei
die Verschlusseinheit 20 zumindest teilweise geöffnet ist, sodass das Aufnahmemittel
11 an der Abgabeseite 10.2 der Beförderungseinheit 10 von der Verschlusseinheit 20
gelöst ist. Zur zumindest teilweise automatisierten Bewegung der Beförderungseinheit
10 weist die Beförderungsvorrichtung 1, insbesondere die Beförderungseinheit 10, ein
Antriebsmittel 31 auf. Das Antriebsmittel 31 kann insbesondere als Elektromotor, als
Hydraulikmotor und/oder Pneumatikmotor ausgeführt sein. Zusätzlich oder alternativ
kann das Antriebsmittel 31 eine Gasdruckfeder umfassen, welche bspw. eine manuelle
Vertikalbewegung der Beförderungseinheit 10 unterstützen kann, sodass der Bediener
9 lediglich eine geringe Kraft aufwenden muss, um die Beförderungseinheit 10 zu bewegen,
insbesondere anzuheben. Zusätzlich oder alternativ kann das Antriebsmittel 31 dazu
vorgesehen sein eine Feinjustierung der Beförderungseinheit 10 zu ermöglichen, wobei
die Bewegung der Beförderungseinheit 10 vorzugsweise durch ein Bedienelement 32 ansteuerbar
sein kann. Insbesondere kann das Bedienelement 32 am Griffmittel 13 angeordnet sein,
um eine ergonomisch günstige, intuitive Betätigung zu ermöglichen. Wie dargestellt,
ist der Rahmen 30 der Beförderungsvorrichtung 1 auf der Hubbühne 7 fest montiert,
wobei dieser mit einer Plattform der Hubbühne 7 in der Höhe verstellbar ist. Dadurch
kann die Bedienung der Beförderungseinheit 10 in einer für den Bediener 9 angenehmen
Höhe auch dann erfolgen, wenn die zu erreichende Arbeitsposition 4 für die Druckhülse
2 in einem Überkopfbereich des Bedieners 9 innerhalb der Druckmaschine 6 gelegen ist.
[0040] Die Figuren 2a und 2b zeigen die Beförderungseinheit 10 des ersten Ausführungsbeispiels
in schematischer Ansicht in einem Zufuhrzustand II. Insbesondere weist die Beförderungsvorrichtung
1, vorzugsweise die Beförderungseinheit 10, eine Steuereinheit 34 auf, welche derart
ausgestaltet ist, dass der Zufuhrzustand II und der Abgabezustand III jeweils lediglich
vom Sicherheitszustand I aus erreichbar sind. Somit kann vorgesehen sein, dass zwischen
dem Zufuhrzustand II und dem Abgabezustand III der Sicherheitszustand I steuerungstechnisch
zwischengeschaltet ist, so dass eine Fehlbedienung verhinderbar ist. Dabei ist ein
zweites Verschlusselement 22 der Verschlusseinheit 20 an der Abgabeseite 10.2 der
Beförderungseinheit 10 verschlossen und lagert das Aufnahmemittel 11. Ferner sind
zwei Schwenkabschnitte 23 eines ersten Verschlusselementes 21 um eine Schwenkachse
verschwenkt und vom Aufnahmemittel 11 gelöst. Dadurch ist eine Überführung 101 der
Verschlusseinheit 20 der Beförderungseinheit 10 von dem Sicherheitszustand I in dem
Zufuhrzustand II gewährleistet. Das erste und zweite Verschlusselement 21, 22 sind
insbesondere an einer Beförderungsstruktur 15 der Beförderungseinheit 10 angeordnet,
vorzugsweise wobei das Aufnahmemittel 11 durch die Verschlusselemente 21, 22 von der
Beförderungsstruktur 15 getrennt ist. In Figur 2a ist die Beförderungseinheit 10 mit
dem Aufnahmemittel 11 an der Zufuhrposition 3 ausgerichtet, sodass eine Druckhülse
2 vom Transportwagen 8 entsprechend einer Bewegung 102 auf das Aufnahmemittel 11 aufgeschoben
werden kann. Dies kann vorzugsweise manuell durch einen Bediener 9 erfolgen. Während
des Aufbringens 102 der Druckhülse 2 auf das Aufnahmemittel 11 wird die Druckhülse
2 dabei zumindest teilweise durch eine Transportaufnahme 8.1 des Transportwagens 8
zur Aufnahme der Druckhülse 2 auf dem Transportwagen 8 und zumindest teilweise durch
das Aufnahmemittel 11 gestützt, bis die Druckhülse 2 lediglich durch das Aufnahmemittel
11 gestützt wird. Das Aufnahmemittel 11 wird dabei ferner in einer Durchgangsöffnung
2.1 der Druckhülse 2 angeordnet, sodass diese auf einer Mantelfläche 2.2 der Durchgangsöffnung
2.1 innen gelagert ist und eine Außenfläche der Druckhülse 2 nicht durch das Aufnahmemittel
11 kontaktiert wird und dadurch Beschädigungen vermieden werden können. In Figur 2b
ist ferner der Zufuhrzustand II der Verschlusseinheit 20 gezeigt, während die Druckhülse
2 auf das Aufnahmemittel 11 aufgebracht ist. Daraufhin kann ein Überführen 103 der
Verschlusseinheit 20 der Beförderungseinheit 10 vom Zufuhrzustand II in den Sicherheitszustand
I erfolgen, indem die Schwenkabschnitte 23 zum Aufnahmemittel 11 hin verschwenkt werden,
und dadurch das Aufnahmemittel 11 greifen. Das zweite Verschlusselement 22 wirkt dabei
als Momentenstütze, so dass eine Gewichtskraft des Aufnahmemittels 11 und/oder der
Druckhülse 2 insbesondere einseitig abstützbar ist.
[0041] Figur 3a zeigt die Verschlusseinheit 20 im Sicherheitszustand I, in welchem eine
Entnahme der Druckhülse 2 verhindert ist, in dem das erste und zweite Verschlusselement
21, 22 der Verschlusseinheit 20 geschlossen ist. Dabei umgreifen das erste und zweite
Verschlusselement 21, 22 jeweils ein erstes Ende 11.1 und ein zweites Ende 11.2, sodass
diese fixiert sind. Insbesondere im Sicherheitszustand I, kann die Beförderungseinheit
10 um eine Vertikalachse 14 zumindest bereichsweise drehbar gelagert sein, um das
Aufnahmemittel 11 zusammen mit der Druckhülse 2 in eine für die Entnahme günstige
Position zu bringen. Wie in Figur 3b dargestellt, kann insbesondere ein Bewegen 104
der Beförderungseinheit 10 von der Zufuhrposition 3 zu einer Arbeitsposition 4 durchgeführt
werden. Insbesondere wird die Beförderungseinheit 10 dabei entlang der Schienen 33
des Rahmens 30, vorzugsweise linear, verstellt, sodass die Druckhülse 2 zur vorgesehenen
Arbeitsposition 4 in der Druckmaschine 6 befördert werden kann. Dazu kann der Bediener
9 beispielsweise das Griffmittel 13 an einem ersten und einem zweiten Griffabschnitt
13.1, 13.2 mit jeweils einer Hand, insbesondere in einer Ebene, greifen und die Beförderungseinheit
10 dadurch beidhändig zumindest teilweise manuell verstellen.
[0042] Figur 4a zeigt dabei eine Ausrichtung der Beförderungseinheit 10 mit dem Aufnahmemittel
11 an der Arbeitsposition 4, wobei das Aufnahmemittel 11 an einer Hülsenaufnahme 6.1
ausgerichtet wird. Dabei kann über das Bedienelement 32 die Beförderungseinheit 10
vorzugsweise feinjustiert werden, indem das Antriebsmittel 31 angesteuert wird und
eine Vertikalbewegung des Aufnahmemittels 11 bewirkt. Insbesondere nach vollzogener
Ausrichtung der Beförderungseinheit 10 an der Arbeitsposition 4 wird, wie in Figur
4b dargestellt, ein Überführen 105 der Verschlusseinheit 20 vom Sicherheitszustand
I in den Abgabezustand III durchgeführt, sodass die Druckhülse 2 dem Aufnahmemittel
11 in Richtung der Arbeitsposition 4 entnehmbar ist. Dazu werden zwei Schwenkabschnitte
23 des zweiten Verschlusselementes 22 der Verschlusseinheit 20 verschwenkt, sodass
das Aufnahmemittel 11 vom zweiten Verschlusselement 22 gelöst ist und hier die Druckhülse
2 entsprechend zugänglich ist. Insbesondere kann die Druckhülse 2 damit an der Abgabeseite
10.2 der Beförderungseinheit 10 entnommen werden. Dabei kann bspw. die Druckhülse
2 vom Aufnahmemittel 11 auf die Hülsenaufnahme 6.1 der Druckmaschine 6 entsprechend
einer Entnahme 106 der Druckhülse 2 geschoben werden. Dabei wird die Drückhülse 2
teilweise durch das Aufnahmemittel 11 gelagert und teilweise durch die Hülsenaufnahme
6.1 der Druckmaschine 6. Anschließend kann das Verfahren entsprechend für die nächste
Druckhülse 2 auf dem Transportwagen 8 wiederholt werden.
[0043] Figur 5 zeigt eine Beförderungseinheit 10 eines Systems 5 in einer Teildarstellung
mit einer Druckhülse 2, die auf einem Aufnahmemittel 11 gelagert ist und wobei das
Aufnahmemittel 11 durch ein zweites Verschlusselement 22 einer Verschlusseinheit 20
gelagert wird. Dabei weist die Beförderungseinheit 10 eine Positionierungshilfe 12
auf, die insbesondere eine optische Positionierungshilfe ist. Dabei wird ein Lichtstrahl,
insbesondere ein Laserstrahl, von der Positionierungshilfe 12 abgestrahlt, sodass
eine Relativbeziehung der Beförderungseinheit 10 bzw. des Aufnahmemittels 11 zu einer
Hülsenaufnahme 6.1 einer Druckmaschine 6 in einer Arbeitsposition 4 bestimmbar ist.
Dadurch hat ein Bediener 9 eine einfache Orientierungshilfe, um die Entnahme der Druckhülse
2 vom Aufnahmemittel 11 und insbesondere die Zufuhr der Druckhülse 2 zur Hülsenaufnahme
6.1 der Druckmaschine 6 geometrisch abschätzen zu können.
[0044] Figur 6 zeigt ein erstes Ende 11.1 eines Aufnahmemittels 11 in schematischer Darstellung,
wobei das erste Ende 11.1 des Aufnahmemittels 11 durch zwei Schwenkabschnitte 23 eines
ersten Verschlusselementes 21 einer Verschlusseinheit 20 umgriffen ist. Die Schwenkabschnitte
23 weisen dabei jeweils einen Führungsbereich 23.1 auf, durch welchen das erste Ende
11.1 des Aufnahmemittels 11 auch dann durch das erste Verschlusselement 21 greifbar
ist, wenn sich das Aufnahmemittel 11 einseitig neigt und somit ein Aufnahmebereich
der Verschlusseinheit 20 nicht konzentrisch zum ersten Ende 11.1 des Aufnahmemittels
11 ist. Der Führungsbereich 23.1 weist dabei jeweils eine kurvenartige oder schräge
Form auf, sodass das erste Ende 11.1 geführt wird, bis dieses vorzugsweise vollständig
durch das erste Verschlusselement 21 aufgenommen ist.
[0045] Die Figur 7a zeigt ferner ein Aufnahmemittel 11, welches als Aufnahmedorn ausgeführt
ist und somit eine stangenartige Längserstreckung aufweist. Eine Druckhülse 2 liegt
dabei mit einer Mantelfläche 2.2, einer Durchgangsöffnung 2.1 der Druckhülse 2 auf
dem Aufnahmemittel 11 auf, sodass ein Außenbereich der Druckhülse 2 nicht durch das
Aufnahmemittel 11 kontaktiert wird. Das Aufnahmemittel 11 weist ferner einen Einfädelungsbereich
11.4 auf, welcher zumindest bereichsweise schräg ausgebildet ist, sodass die Druckhülse
2 einfacher auf das Aufnahmemittel 11 aufschiebbar ist. Ferner kann dadurch insbesondere
eine exakte Positionierung des Aufnahmemittels 11 nicht notwendig sein. Darüber hinaus
weist das Aufnahmemittel 11 eine Gleitbeschichtung 11.3 auf, durch welche ein Reibwiderstand
zwischen der Druckhülse 2 und dem Aufnahmemittel 11 reduziert ist, sodass ein Aufschieben
der Druckhülse 2 auf das Aufnahmemittel 11 und eine Entnahme der Druckhülse 2 vom
Aufnahmemittel 11 für einen Bediener 9 erleichtert ist.
[0046] Figur 7b zeigt ferner eine Beförderungseinheit 10 mit einem Aufnahmemittel 11, wobei
eine Verschlusseinheit 20 der Beförderungseinheit 10 in einem Zufuhrzustand II dargestellt
ist. Das Aufnahmemittel 11 ist dabei durch ein zweites Verschlusselement 22 gelagert,
wobei das zweite Verschlusselement 22 als Momentenstütze für das Aufnahmemittel 11
wirkt. Dabei neigt sich das Aufnahmemittel 11 unter seinem Eigengewicht entlang einer
Neigungsrichtung 11.5 einseitig nach unten, da ein erstes Verschlusselement 21 der
Verschlusseinheit 20 vom Aufnahmemittel 11 gelöst ist. Das Aufnahmemittel 11 neigt
sich dementsprechend entlang einer Biegelinie. Die Neigung entlang der Neigungsrichtung
11.5 wird entsprechend größer, wenn eine Druckhülse 2 auf dem Aufnahmemittel 11 aufliegt
und somit ebenfalls durch ihr Gewicht zumindest teilweise zur Biegelinie beiträgt.
Vorzugsweise sind das erste und/oder das zweite Verschlusselement 21, 22 entsprechend
des Ausführungsbeispiels der Figur 6 ausgebildet, um die Neigung des Aufnahmemittels
11 auszugleichen, wenn die Verschlusseinheit 20 schließt.
[0047] Figur 8 zeigt ferner ein Rüstverfahren 100 in schematischer Darstellung von Verfahrensschritten
in einem weiteren Ausführungsbeispiel. So ist zunächst ein Überführen 101 einer Verschlusseinheit
20 einer Beförderungseinheit 10 von einem Sicherheitszustand I in einem Zufuhrzustand
II vorgesehen. Im Sicherheitszustand I ist dabei ein Aufnahmemittel 11 durch die Verschlusseinheit
20 verschlossen und im Zufuhrzustand II ist eine Aufnahme einer Druckhülse 2 durch
das Aufnahmemittel 11 möglich. Anschließend erfolgt ein Aufbringen 102, insbesondere
durch Aufschieben, der Druckhülse 2 von einer Zufuhrposition 3 auf das Aufnahmemittel
11 der Beförderungseinheit 10 und ein Überführen 103 der Verschlusseinheit 20 von
dem Zufuhrzustand II in den Sicherheitszustand I. Dadurch ist ein Bewegen 104 der
Beförderungseinheit 10 von der Zufuhrposition 3 zu einer Arbeitsposition 4 der Druckmaschine
6 zumindest teilweise manuell und/oder zumindest teilweise automatisiert möglich,
wobei die Beförderungseinheit 10 verstellt wird, sodass die Drückhülse 2 bequem auf
eine Hülsenaufnahme 6.1 einer Druckmaschine 6 aufgeschoben werden kann. Um dies weiter
zu vereinfachen kann vorgesehen sein, dass das Bewegen 104 ein Ausrichten des Aufnahmemittels
11 an der Zufuhrposition 3 und/oder ein Ausrichten des Aufnahmemittels 11 an der Arbeitsposition
4 umfasst. Anschließend kann ein Überprüfen 105 der Verschlusseinheit 20 vom Sicherheitszustand
I in einen Abgabezustand III erfolgen, in welchem die Druckhülse 2 im Aufnahmemittel
11 entnehmbar ist, sodass ein Entnehmen 106 der Druckhülse 2 vom Aufnahmemittel 11
erfolgen kann und die Druckhülse 2 in die Arbeitsposition 4 bewegt werden kann.
[0048] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsform beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezuaszeichenliste
[0049]
- 1
- Beförderungsvorrichtung
- 2
- Druckhülse
- 2.1
- Durchgangsöffnung
- 2.2
- Mantelfläche
- 3
- Zufuhrposition
- 4
- Arbeitsposition
- 5
- System
- 6
- Druckmaschine
- 6.1
- Hülsenaufnahme
- 7
- Hubbühne
- 8
- Transportwagen
- 8.1
- Transportaufnahme
- 9
- Bediener
- 10
- Beförderungseinheit
- 10.1
- Aufnahmeseite
- 10.2
- Abgabeseite
- 11
- Aufnahmemittel
- 11.1
- erstes Ende von 11
- 11.2
- zweites Ende von 11
- 11.3
- Gleitbeschichtung
- 11.4
- Einfädelungsbereich
- 11.5
- Neigungsrichtung
- 12
- Positionierungshilfe
- 13
- Griffmittel
- 13.1
- erster Griffabschnitt
- 13.2
- zweiter Griffabschnitt
- 14
- Vertikalachse
- 15
- Beförderungsstruktur
- 20
- Verschlusseinheit
- 21
- erstes Verschlusselement
- 22
- zweites Verschlusselement
- 23
- Schwenkabschnitt
- 23.1
- Führungsbereich
- 30
- Rahmen
- 31
- Antriebsmittel
- 32
- Bedienelement
- 33
- Schiene
- 34
- Steuereinheit
- I
- Sicherheitszustand
- II
- Zufuhrzustand
- III
- Abgabezustand
- 100
- Rüstverfahren
- 101
- Verfahrensschritt
- 102
- Verfahrensschritt
- 103
- Verfahrensschritt
- 104
- Verfahrensschritt
- 105
- Verfahrensschritt
- 106
- Verfahrensschritt
1. Beförderungseinheit (10) für eine Beförderung einer Druckhülse (2) von einer Zufuhrposition
(3) zu einer Arbeitsposition (4) in einer Druckmaschine (6) aufweisend ein Aufnahmemittel
(11) zur Aufnahme der Druckhülse (2) und eine Verschlusseinheit (20),
wobei die Verschlusseinheit (20) in einen Sicherheitszustand (I), in einen Zufuhrzustand
(II) und in einen Abgabezustand (III) bringbar ist,
wobei die Druckhülse (2) durch das Aufnahmemittel (11) im Zufuhrzustand (II) der Verschlusseinheit
(20) aufnehmbar ist,
wobei die Druckhülse (2) dem Aufnahmemittel (11) im Abgabezustand (III) der Verschlusseinheit
(20) entnehmbar ist,
und eine Entnahme der Druckhülse (2) im Sicherheitszustand (I) der Verschlusseinheit
(20) verhindert ist.
2. Beförderungseinheit (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmemittel (11) und die Verschlusseinheit (20) eine Schleuse für die Druckhülse
(2) bilden, wodurch die Druckhülse (2) im Zufuhrzustand (II) an einer Aufnahmeseite
(10.1) der Beförderungseinheit (10) durch das Aufnahmemittel (11) aufnehmbar ist und
im Abgabezustand (III) an einer Abgabeseite (10.2) der Beförderungseinheit (10) dem
Aufnahmemittel (11) entnehmbar ist, insbesondere wobei im Zufuhrzustand (II) eine
Entnahme der Druckhülse (2) an der Abgabeseite (10.2) und im Abgabezustand (III) eine
Aufnahme der Druckhülse (2) an der Aufnahmeseite (10.1) durch die Verschlusseinheit
(20) verhindert ist.
3. Beförderungseinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschlusseinheit (20) ein erstes Verschlusselement (21) und ein zweites Verschlusselement
(22) aufweist, wobei das erste Verschlusselement (21) im Abgabezustand (III) ein erstes
Ende (11.1) des Aufnahmemittels (11) fixiert und das zweite Verschlusselement (22)
im Zufuhrzustand (II) ein zweites Ende (11.2) des Aufnahmemittels (11) fixiert und/oder
dass das erste Verschlusselement (21) im Abgabezustand (III) und das zweite Verschlusselement
(22) im Zufuhrzustand (II) gegenüber dem Aufnahmemittel (11) als Momentenstütze wirken.
4. Beförderungseinheit (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste und/oder das zweite Verschlusselement (21, 22) zwei Schwenkabschnitte (23)
aufweist, welche zum Greifen des Aufnahmemittels (11) ausgebildet sind, insbesondere
wobei jeder der Schwenkabschnitte (23) einen Führungsbereich (23.1) zum Führen des
Aufnahmemittels (11) beim Greifen des Aufnahmemittels (11) aufweist.
5. Beförderungseinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmemittel (11) derart ausgebildet ist, dass das Aufnahmemittel (11) einseitig
geneigt ist, wenn sich die Verschlusseinheit (20) im Abgabezustand (III) befindet
und/oder dass es sich bei dem Aufnahmemittel (11) um einen Aufnahmedorn handelt, auf
welchen eine Durchgangsöffnung (2.1) der Druckhülse (2) derart aufschiebbar ist, dass
die Druckhülse (2) mit einer Mantelfläche (2.2) der Durchgangsöffnung (2.1) auf dem
Aufnahmedorn aufliegt und/oder dass das Aufnahmemittel (11) einen Einfädelungsbereich
(11.4) und/oder eine Gleitbeschichtung (11.3) aufweist, insbesondere wobei durch den
Einfädelungsbereich (11.4) und/oder die Gleitbeschichtung (11.3) ein Aufschieben der
Druckhülse (2) auf das Aufnahmemittel (11) erleichtert ist.
6. Beförderungseinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinheit (34) vorgesehen ist, durch welche die Verschlusseinheit (20) derart
ansteuerbar ist, dass der Zufuhrzustand (II) und der Abgabezustand (III) jeweils lediglich
ausgehend von einem Sicherheitszustand (I) erreichbar ist und/oder dass ein Griffmittel
(13) vorgesehen ist, an welchem die Beförderungseinheit (10) manuell bewegbar ist,
insbesondere wobei das Griffmittel (13) einen ersten Griffabschnitt (13.1) und einen
zweiten Griffabschnitt (13.2) zum beidhändigen Greifen des Griffmittels (13) aufweist.
7. Beförderungseinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Antriebsmittel (31) vorgesehen ist, durch welchen das Aufnahmemittel (11) verstellbar
ist, insbesondere wobei das Antriebsmittel (31) durch zumindest ein Bedienelement
(32) ansteuerbar ist und/oder dass eine, insbesondere optische, Positionierungshilfe
(12) vorgesehen ist, durch welche eine Relativposition der Beförderungseinheit (10)
zu der Druckhülse (2) in der Zufuhrposition (3) und/oder zu der Arbeitsposition (4)
bestimmbar ist.
8. Beförderungsvorrichtung (1) zur Beförderung einer Druckhülse (2) von einer Zufuhrposition
(3) zu einer Arbeitsposition (4) in einer Druckmaschine (6),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Beförderungseinheit (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche bewegbar an
einem Rahmen (30) gelagert ist.
9. Beförderungsvorrichtung (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beförderungseinheit (10) an dem Rahmen (30) aufgehängt ist und/oder der Rahmen
(30) an einer verstellbaren Hubbühne (7) befestigt ist.
10. Beförderungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (30) zumindest eine Schiene (33), insbesondere ein Schienenpaar, aufweist,
an welcher die Beförderungseinheit (10) bewegbar gelagert ist und/oder dass zumindest
das Aufnahmemittel (11), insbesondere um zumindest 180°, um eine Vertikalachse (14)
drehbar gelagert ist.
11. System (5) für die Produktion von Druckerzeugnissen aufweisend eine Druckmaschine
(6), in welcher eine Druckhülse (2) in einer Arbeitsposition (4) platzierbar ist,
und
eine Beförderungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Beförderung
der Druckhülse (2) von einer Zufuhrposition (3) zur Arbeitsposition (4).
12. Rüstverfahren (100) zum Rüsten einer Druckmaschine (6) mit einer Druckhülse (2) unter
Verwendung einer Beförderungseinheit (10), insbesondere gemäß einem der Ansprüche
1 bis 7, umfassend die folgenden Schritte:
- Aufbringen (102), insbesondere Aufschieben, der Druckhülse (2) von einer Zufuhrposition
(3) auf ein Aufnahmemittel (11) der Beförderungseinheit (10),
- Überführen (103) einer Verschlusseinheit (20) der Beförderungseinheit (10) von einem
Zufuhrzustand (II), in welchem die Druckhülse (2) durch das Aufnahmemittel (11) aufnehmbar
ist, in einen Sicherheitszustand (I), in welchem eine Entnahme der Druckhülse (2)
verhindert ist,
- Überführen (105) der Verschlusseinheit (20) vom Sicherheitszustand (I) in einen
Abgabezustand (III), in welchem die Druckhülse (2) dem Aufnahmemittel (11) entnehmbar
ist,
- Entnehmen (106) der Druckhülse (2) vom Aufnahmemittel (11) und Einbringen der Druckhülse
(2) in eine Arbeitsposition (4) in der Druckmaschine (6).
13. Rüstverfahren (100) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rüstverfahren (100) den folgenden Schritt umfasst:
- Überführen (101) der Verschlusseinheit (20) von dem Sicherheitszustand (I) in den
Zufuhrzustand (II) und/oder
- Bewegen (104) der Beförderungseinheit (10) zwischen der Zufuhrposition (3) und der
Arbeitsposition (4), insbesondere wobei das Bewegen (104) zumindest teilweise manuell
und/oder zumindest teilweise automatisiert erfolgt.
14. Rüstverfahren (100) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bewegen (104) der Beförderungseinheit (10) zumindest einen der folgenden Schritte
umfasst:
- Ausrichten des Aufnahmemittels (11) an der Zufuhrposition (3) der Druckhülse (2),
- Ausrichten des Aufnahmemittels (11) an der Arbeitsposition (4) der Druckhülse (2).
15. Rüstverfahren (100) nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überführen (101) der Verschlusseinheit (20) vom Sicherheitszustand (I) in den
Zufuhrzustand (II) durch Öffnen eines ersten Verschlusselementes (21) der Verschlusseinheit
(20) erfolgt, insbesondere wobei das erste Verschlusselement (21) im Sicherheitszustand
(I) ein erstes Ende (11.1) des Aufnahmemittels (11) umgreift und im Zufuhrzustand
(II) vom ersten Ende (11.1) des Aufnahmemittels (11) gelöst ist.
16. Rüstverfahren (100) nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überführen (105) der Verschlusseinheit (20) vom Sicherheitszustand (I) in den
Abgabezustand (III) durch Öffnen eines zweiten Verschlusselementes (22) der Verschlusseinheit
(20) erfolgt, insbesondere wobei das zweite Verschlusselement (22) im Sicherheitszustand
(I) ein zweites Ende (11.2) des Aufnahmemittels (11) umgreift und im Zufuhrzustand
(II) vom zweiten Ende (11.1) des Aufnahmemittels (11) gelöst ist.
17. Rüstverfahren (100) nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich das Aufnahmemittel (11) einseitig neigt, wenn die Verschlusseinheit (20) vom
Sicherheitszustand (I) in den Abgabezustand (III) überführt wird, insbesondere wobei
die Neigung beim Überführen der Verschlusseinheit (20) vom Abgabezustand (III) in
den Sicherheitszustand (I) zumindest im Wesentlichen aufgehoben wird.
18. Rüstverfahren (100) nach einem der Ansprüche 12 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beförderungseinheit (10) Teil einer Beförderungsvorrichtung (1) nach einem der
Ansprüche 8 bis 10 und/oder Teil eines Systems nach Anspruch 11 ist.