[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckluftnagler mit einem Arbeitskolben, der mit einem
Eintreibstößel zum Eintreiben eines Befestigungsmittels verbunden ist und beim Auslösen
eines Eintreibvorgangs mit Druckluft beaufschlagt wird, einer Auslöseeinrichtung,
die einen handbetätigbaren Auslöser, einen Aufsetzfühler und eine Kraftübertragungseinrichtung
aufweist, die in einem Einzelauslösebetrieb infolge einer Betätigung des Auslösers
bei betätigtem Aufsetzfühler ein Steuerventil ansteuert, das einen Eintreibvorgang
auslöst.
[0002] Bei dem Aufsetzfühler handelt es sich um ein mechanisches Bauteil, das in der Regel
von einer Feder in einer über ein Mündungswerkzeug des Druckluftnaglers überstehenden
Position gehalten wird. Wird der Druckluftnager an ein Werkstück angesetzt, wird der
Aufsetzfühler gegen die Kraft der Feder verlagert, bis das Mündungswerkzeug an dem
Werkstück anliegt oder fast anliegt. Nur bei derart betätigtem Aufsetzfühler kann
ein Eintreibvorgang ausgelöst werden. Dadurch bieten die bekannten Druckluftnagler
gegenüber Geräten ohne Aufsetzfühler eine erheblich verbesserte Sicherheit gegen unbeabsichtigte
Auslösungen.
[0003] Einige Druckluftnagler mit einer Auslöseeinrichtung der beschriebenen Art können
in zwei unterschiedlichen Betriebsarten eingesetzt werden. Bei der sogenannten Einzelauslösung
wird der Druckluftnagler zunächst an ein Werkstück angesetzt und dadurch der Aufsetzfühler
betätigt. Nachfolgend wird von Hand der Auslöser betätigt und dadurch ein einzelner
Eintreibvorgang ausgelöst.
[0004] Bei der sogenannten Kontaktauslösung, auch als "Touchen" bezeichnet, hält der Benutzer
den Auslöser bereits gedrückt, während er den Druckluftnagler an das Werkstück ansetzt.
Beim Ansetzen an das Werkstück wird der Aufsetzfühler betätigt und dadurch ein Eintreibvorgang
auslöst. Der Druckluftnagler kann wiederholt in schneller Folge angesetzt werden,
was ein sehr schnelles Arbeiten ermöglicht, insbesondere wenn für eine ausreichende
Befestigung viele Befestigungsmittel eingetrieben werden müssen, an deren Positioniergenauigkeit
nur geringe Anforderungen gestellt werden.
[0005] In bestimmten Situationen geht von dem Kontaktauslöseverfahren jedoch ein erhöhtes
Verletzungsrisiko aus. Hält der Benutzer den handbetätigten Auslöser beispielsweise
nicht nur dann gedrückt, wenn er den Druckluftnagler auf ein und demselben Werkstück
in einem Abstand von einigen Zentimetern vom zuletzt eingetriebenen Befestigungsmittel
aufsetzen will, sondern auch dann, wenn er zu einem anderen, entfernt angeordnetem
Werkstück wechselt, kann bei einer unbeabsichtigten Berührung eines Gegenstands oder
Körperteils mit dem Aufsetzfühler ein Eintreibvorgang ausgelöst werden. Beispielsweise
kann es zu Unfällen kommen, wenn ein Benutzer (unter Missachtung wichtiger Sicherheitsvorschriften)
mit dem Druckluftnagler auf eine Leiter steigt, dabei den Auslöser gedrückt hält und
versehentlich mit dem Aufsetzfühler sein Bein streift.
[0006] Aus der Druckschrift
JP 2002 346946 A ist ein Druckluftnagler mit einem Auslöser und einem Aufsetzfühler bekannt geworden.
Wird zuerst der Aufsetzfühler betätigt und dann der Auslöser, ist ein Kontaktauslösebetrieb
aktiv und es können durch aufeinanderfolgende Betätigungen des Aufsetzfühlers solange
Befestigungsmittel eingetrieben werden, bis der Auslöser wieder losgelassen wird.
Wird zuerst der Auslöser betätigt und dann der Aufsetzfühler, ist ein Einzelauslösebetrieb
aktiv und ein weiterer Eintreibvorgang kann erst ausgelöst werden, wenn der Auslöser
zuvor wieder losgelassen wurde. Aus der Druckschrift
US 2005/0023318 A1 ist ein Druckluftnagler mit derselben Funktionalität bekannt geworden. Bei beiden
bekannten Druckluftnaglern kann durch Verwendung des Einzelauslösebetriebs verhindert
werden, dass nach einem einzelnen Eintreibvorgang unbeabsichtigt ein zweites Befestigungsmittel
eingetrieben wird. Das vorstehend skizzierte Verletzungsrisiko besteht jedoch fort.
[0007] Aus der Druckschrift
EP 2 767 365 A1 ist ein Druckluftnagler bekannt geworden, der eine Auslöseeinrichtung mit einem Auslöser,
einem Aufsetzfühler und einer Kraftübertragungseinrichtung aufweist. In einem Einzelauslösebetrieb
steuert die Kraftübertragungseinrichtung infolge einer Betätigung des Auslösers bei
betätigtem Aufsetzfühler ein Steuerventil an, das einen Eintreibvorgang auslöst. Als
zusätzliche Sicherheitsmaßnahme weist der bekannte Druckluftnagler eine Sicherheitssteuerkammer
auf, deren Druck auf einen Sperrkolben einwirkt, was in einer bestimmten Stellung
des Sperrkolbens das Auslösen eines Eintreibvorgangs verhindert. Dabei ist nach dem
Betätigen des Auslösers eine Kontaktauslösung nur für kurze Zeit möglich, nämlich
solange, bis der Druck in der Sicherheitssteuerkammer eine vorgegebene Druckschwelle
passiert hat. Danach ist der Druckluftnagler solange gesperrt, bis der Auslöser losgelassen
wird und der Druck in der Sicherheitssteuerkammer wieder seinen Ausgangszustand erreicht
hat.
[0008] Aus der Druckschrift
DE 10 2013 106 657 A1 ist ein Druckluftnagler mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt
geworden.
[0009] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Druckluftnagler mit einem
verbesserten Sicherheitsmechanismus zur Verfügung zu stellen.
[0010] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Druckluftnagler mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
[0011] Der Druckluftnagler hat
- einen Arbeitskolben, der mit einem Eintreibstößel zum Eintreiben eines Befestigungsmittels
verbunden ist und beim Auslösen eines Eintreibvorgangs mit Druckluft beaufschlagt
wird,
- eine Auslöseeinrichtung, die einen handbetätigbaren Auslöser, einen Aufsetzfühler
und eine Kraftübertragungseinrichtung aufweist, die in einem Einzelauslösebetrieb
infolge einer Betätigung des Auslösers bei betätigtem Aufsetzfühler ein Steuerventil
ansteuert, das einen Eintreibvorgang auslöst, und
- eine Umschalteinrichtung, die die Kraftübertragungseinrichtung für einen Kontaktauslösebetrieb
in eine Kontaktauslösestellung versetzen kann, in der die Kraftübertragungseinrichtung
das Steuerventil bei betätigtem Auslöser infolge einer Betätigung des Aufsetzfühlers
angesteuert.
[0012] Der Druckluftnager wird zum Eintreiben von Befestigungsmitteln wie Nägeln, Stiften
oder Klammern verwendet. Hierzu kann der Druckluftnagler ein Magazin für die Befestigungsmittel
aufweisen, aus dem jeweils ein Befestigungsmittel einer Aufnahme eines Mündungswerkzeugs
des Druckluftnaglers zugeführt wird. Beim Auslösen eines Eintreibvorgangs wird ein
Arbeitskolben des Druckluftnaglers mit Druckluft beaufschlagt. Dabei treibt der Arbeitskolben
einen Eintreibstößel an, der mit dem Arbeitskolben verbunden ist. Der Eintreibstößel
trifft auf ein hinteres Ende des Befestigungsmittels in der Aufnahme des Mündungswerkzeugs
auf und treibt das Befestigungsmittel in das Werkstück ein.
[0013] Die Auslöseeinrichtung hat einen handbetätigbaren Auslöser, beispielsweise in Form
eines Kipp- oder Schiebetasters, und einen Aufsetzfühler. Bei dem Aufsetzfühler kann
es sich um ein mechanisches Bauelement handeln, das über das vordere Ende des Mündungswerkzeugs
übersteht und von einer Feder in dieser Stellung gehalten wird, bis der Druckluftnagler
an ein Werkstück angesetzt wird. Dann wird der Aufsetzfühler entgegen der Richtung
der Federkraft und entgegen der Eintreibrichtung verlagert.
[0014] Der Auslöser und der Aufsetzfühler wirken über eine Kraftübertragungseinrichtung
auf ein Steuerventil ein, dessen Ansteuerung einen Eintreibvorgang auslöst. Zur Ansteuerung
des Steuerventils kann insbesondere ein Steuerstift des Steuerventils von der Kraftübertragungseinrichtung
verlagert werden. Hierfür ist eine gemeinsame Betätigung von Auslöser und Aufsetzfühler
erforderlich. Wird nur entweder der handbetätigbare Auslöser oder der Aufsetzfühler
betätigt, wird das erste Steuerventil nicht angesteuert. Im sogenannten Einzelauslösebetrieb
wird ein Eintreibvorgang außerdem nur dann ausgelöst, wenn der Auslöser bei betätigtem
Aufsetzfühler betätigt wird. Es muss also zuerst der Aufsetzfühler und dann der Auslöser
betätigt werden.
[0015] Solange sich der Druckluftnagler in einem Grundzustand befindet, beispielswiese nach
Inbetriebnahme des Druckluftnaglers (z.B. durch Anschließen des Druckluftnaglers an
eine Druckluftquelle) oder nach einer Arbeitspause, ist es grundsätzlich nicht möglich,
einen Eintreibvorgang dadurch auszulösen, dass zuerst der Auslöser und dann, bei betätigtem
Auslöser, der Aufsetzfühler betätigt wird.
[0016] Um eine solche Kontaktauslösung zu ermöglichen, weist der erfindungsgemäße Druckluftnagler
jedoch eine Umschalteinrichtung auf, mit der die Kraftübertragungseinrichtung für
einen Kontaktauslösebetrieb in eine Kontaktauslösestellung versetzt werden kann. Anders
als in dem Grundzustand, kann die Kraftübertragungseinrichtung in dieser Kontaktauslösestellung
das Steuerventil auch bei betätigtem Auslöser durch anschließendes Betätigen des Aufsetzfühlers
ansteuern.
[0017] Der Druckluftnagler bietet daher eine optimale Betriebssicherheit, denn er erlaubt
grundsätzlich nur einen Einzelauslösebetrieb. Erst mit Hilfe der Umschalteinrichtung,
die auf die Kraftübertragungseinrichtung einwirkt, kann in einen Kontaktauslösebetrieb
gewechselt werden.
[0018] Die Umschalteinrichtung weist eine erste, dem Einzelauslösebetrieb zugeordnete Stellung
und eine zweite, dem Kontaktauslösebetrieb zugeordnete Stellung auf, wobei beim Auslösen
eines Eintreibvorgangs die Umschalteinrichtung in die zweite Stellung verlagert wird.
Befindet sich die Umschalteinrichtung in der ersten Stellung, ist lediglich der erläuterte
Einzelauslösebetrieb möglich. Befindet sie sich in der zweiten Stellung, kann sie
die Kraftübertragungseinrichtung in die Kontaktauslösestellung versetzen und/oder
sie in dieser Kontaktauslösestellung halten. Durch das Verlagern der Umschalteinrichtung
in die zweite Stellung beim Auslösen eines Eintreibvorgangs wird also in den Kontaktlösebetrieb
umgeschaltet, sobald ein (erster) Eintreibvorgang ausgelöst wurde. Insbesondere ist
es somit möglich, nach einem ersten, mittels Einzelauslösung ausgeführten Eintreibvorgang
weitere Befestigungsmittel im Kontaktauslösebetrieb einzutreiben. Dies vereinfacht
insbesondere das Eintreiben mehrerer Befestigungsmittel in schneller Folge in dasselbe
Werkstück, führt jedoch nicht zu einer maßgeblichen Beeinträchtigung der Arbeitssicherheit,
da die aufeinander folgenden Kontaktauslösungen erst möglich sind, wenn zuvor eine
Einzelauslösung ausgeführt wurde.
[0019] In einer Ausgestaltung weist die Umschalteinrichtung eine Zeitsteuerung auf, so dass
die Umschalteinrichtung nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit (automatisch) von der
zweiten Stellung in die erste Stellung zurückgelangt, falls kein Eintreibvorgang ausgelöst
wird. Die vorgegebene Zeit kann beispielsweise im Bereich von 1 Sekunde bis 10 Sekunden
liegen. Die genannte Maßnahme führt dazu, dass nach einer kurzen Arbeitsunterbrechung,
etwa bei einem Wechsel zu einem weiteren Werkstück, keine Kontaktauslösungen mehr
möglich sind. Stattdessen muss nach Ablauf der vorgegebenen Zeit zunächst wieder eine
Einzelauslösung ausgeführt werden.
[0020] Für die Ausführung der Umschalteinrichtung und der Zeitsteuerung gibt es grundsätzlich
zahlreiche Möglichkeiten, einschließlich mechanischer, elektromechanischer oder elektronischer
Lösungen. Bei der Erfindung weist die Umschalteinrichtung einen Steuerkolben auf,
der zwischen der ersten Stellung und der zweiten Stellung beweglich und dazu ausgebildet
ist, die Kraftübertragungseinrichtung in die Kontaktauslösestellung zu verlagern oder
in der Kontaktauslösestellung zu halten. Die Verwendung eines Steuerkolbens für die
Umschalteinrichtung ermöglicht insbesondere eine pneumatische Lösung, die besonders
platzsparend und zuverlässig sein kann.
[0021] Der Steuerkolben ist in einem Steuerzylinder geführt, der ein Steuervolumen aufweist,
wobei der Steuerkolben bei Unter- oder Überschreiten eines vorgegebenen Drucks in
dem Steuervolumen in die erste Stellung verlagert wird. Das Zurückführen der Umschalteinrichtung
in die erste Stellung erfolgt demnach auf Grundlage des Drucks in dem Steuervolumen.
Zusätzlich kann der Steuerkolben mit einer Federkraft beaufschlagt werden, insbesondere
in einer der von dem Druck ausgeübten Kraftrichtung entgegengesetzten Richtung.
[0022] Das Steuervolumen wird beim Auslösen eines Eintreibvorgangs belüftet oder entlüftet.
Mit "Belüften" ist stets gemeint, dass eine Verbindung zu einem druckluftführenden
Raum hergestellt wird. Mit "Entlüften" ist stets gemeint, dass eine Verbindung zu
einem drucklosen Raum, insbesondere zur Außenluft, hergestellt wird. Das Belüften
oder Entlüften des Steuervolumens wird von dem Steuerventil übernommen. Somit wird
bei jeder Betätigung des Steuerventils nicht nur ein Eintreibvorgang ausgelöst, sondern
gleichzeitig wird von dem Steuerventil Druckluft in das Steuervolumen geleitet oder
kann Druckluft aus dem Steuervolumen über das Steuerventil entweichen. Die gewünschte
Druckänderung in dem Steuervolumen wird dadurch sehr schnell und unmittelbar über
das Steuerventil bewirkt. Ein Vorteil dieser Be- oder Entlüftung des Steuervolumen
über das Steuerventil ist, dass die wesentlichen Steuerungsabläufe einschließlich
der Ansteuerung der Umschalteinrichtung auf engem Raum gebündelt werden und mit relativ
geringem Druckluftverbrauch unabhängig bzw. entkoppelt von dem Eintreibvorgang ausgeführt
werden können. Je nach Ausgestaltung der Wirkrichtung des Steuerkolbens wird der Steuerkolben
entweder durch Belüften oder durch Entlüften in die zweite Stellung verlagert.
[0023] In einer Ausgestaltung wird das Steuervolumen über ein Rückschlagventil belüftet.
Dieses Belüften des Steuervolumens führt zu einer Verlagerung des Steuerkolbens in
die zweite Stellung. Durch die Verwendung eines Rückschlagventils bleibt der Druck
in dem Steuervolumen nach der Belüftung zunächst erhalten, insbesondere wenn für die
Belüftung des Steuervolumens das Steuerventil verwendet wird und das Steuerventil
nach dem Eintreibvorgang wieder in eine nicht angesteuerte Stellung verlagert wird.
[0024] In einer Ausgestaltung weist die Zeitsteuerung eine Drossel auf, die mit dem Steuervolumen
verbunden ist. Je nach Wirkrichtung kann das Steuervolumen über die Drossel mit dem
unter Druck stehenden Gehäuseinnenraum oder mit Außenluft verbunden sein oder durch
Ansteuerung eines Ventils damit verbunden werden. Beispielsweise kann bei einer Ausgestaltung,
bei der das Steuervolumen belüftet wird, um den Steuerkolben in die zweite Stellung
zu verlagern, das Steuervolumen über die Drossel mit Außenluft verbunden sein. Dann
entweicht die in dem Steuervolumen befindliche Luft nach jeder Belüftung des Steuervolumens,
d.h. nach jedem Eintreibvorgang, über die Drossel nach außen. Wird eine vorgegebene
Druckschwelle unterschritten, gelangt der Steuerkolben in seine erste Stellung zurück,
insbesondere durch die Kraft einer Feder.
[0025] In einer Ausgestaltung weist die Kraftübertragungseinrichtung ein beweglich gelagertes
Kraftübertragungselement mit einer Schaltfläche zur Betätigung des Steuerventils auf,
wobei das Kraftübertragungselement in der Kontaktauslösestellung der Kraftübertragungseinrichtung
so angeordnet ist, dass es von einem mit dem Aufsetzfühler verbundenen Mitnehmer der
Kraftübertragungseinrichtung mitgenommen wird und eine Bewegung in eine Auslöserichtung
ausführt. Auf diese Weise wird eine einfache Möglichkeit zur Kontaktauslösung ausgehend
von der Kontaktauslösestellung geschaffen.
[0026] In einer Ausgestaltung ist die Umschalteinrichtung dazu ausgebildet, in der zweiten
Stellung eine Bewegung des Kraftübertragungselements entgegen der Auslöserichtung
zu begrenzen. Auf diese Weise kann die Umschalteinrichtung insbesondere verhindern,
dass das Kraftübertragungselement aus der Kontaktauslösestellung entgegen der Auslöserichtung
in eine Grundstellung, in der eine Kontaktauslösung nicht möglich ist, zurückgelangt.
Das Kraftübertragungselement bzw. die Kraftübertragungseinrichtung kann insbesondere
in der Kontaktauslösestellung gehalten werden.
[0027] In einer Ausgestaltung ist das Kraftübertragungselement eine um eine Schwenkachse
schwenkbar in dem Auslöser gelagerte Wippe mit einer Schaltfläche und die Bewegung
ist eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse. Grundsätzlich kann das Kraftübertragungselement
sowohl eine translatorische als auch eine rotatorische Bewegung oder eine Kombination
aus beidem ausführen. Die Verwendung einer Wippe mit einer Schwenkachse ist eine besondere
robuste und einfache Lösung. Die Schaltfläche der Wippe ist derjenige Abschnitt, der
zur Ansteuerung des Steuerventils ausgebildet ist.
[0028] In einer Ausgestaltung weist der Steuerkolben eine Kolbenstange auf, die in der zweiten
Stellung des Steuerkolbens an einer bezüglich einer Schwenkachse der Wippe der Schaltfläche
der Wippe gegenüberliegenden Steuerfläche der Wippe anliegen kann. Dadurch kann die
Kolbenstange eine Bewegung der Wippe entgegen der Auslöserichtung begrenzen.
[0029] In einer Ausgestaltung weist der Steuerkolben eine Kolbenstange auf, die durch eine
Öffnung der Wippe hindurchgeführt ist, so dass die Kolbenstange die Wippe in Richtung
zu dem Steuerkolben hin heranziehen kann. Die Öffnung befindet sich insbesondere auf
derselben Seite der Schwenkachse wie die Schaltfläche der Wippe. Durch Heranziehen
der Wippe mit der Kolbenstange kann ebenfalls eine Bewegung der Wippe entgegen der
Auslöserichtung begrenzt werden.
[0030] In einer Ausgestaltung sind das Steuerventil und der Steuerkolben in einem Ventilblock
zusammengefasst. Gegebenenfalls kann auch die Drossel in den Ventilblock integriert
werden. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders kompakte Anordnung. Der Ventilblock
ist insbesondere oberhalb des Auslösers angeordnet.
[0031] In einer Ausgestaltung weist eine pneumatische Verbindung zwischen dem Steuerventil
und dem Steuervolumen, über die das Steuervolumen von dem Steuerventil belüftet oder
entlüftet wird, ein Gesamtvolumen auf, das kleiner als das Steuervolumen ist. Insbesondere
kann die pneumatische Verbindung aus einer einzigen Leitung bestehen, die von dem
Steuerventil zu dem Steuervolumen führt, beispielsweise von einer Bohrung mit relativ
kleinem Durchmesser und/oder mit relativ kleiner Länge. Diese Ausgestaltung trägt
zu einer hohen Effizienz des Druckluftnaglers bei, weil der Druckluftverbrauch für
die erforderliche Druckänderung in dem Steuervolumen gering ist. Zudem wird der in
dem Druckluftnagler als Druckspeicher zur Verfügung stehende Bauraum durch das geringe
Gesamtvolumen der pneumatischen Verbindung nur unwesentlich verringert.
[0032] In einer Ausgestaltung ist die pneumatische Verbindung innerhalb des Ventilblocks
angeordnet. Dies ermöglicht eine besonders kompakte Bauweise des Druckluftnaglers.
[0033] In einer Ausgestaltung beträgt die Größe des Steuervolumens maximal 5 % der Größe
eines Arbeitsvolumens eines Arbeitszylinders, in dem der Arbeitskolben geführt ist.
[0034] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von zwei in Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Druckluftnaglers in einer teilweise
geschnittenen Darstellung,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts mit Hauptventil und Vorsteuerventil aus
Figur 1,
- Fign. 3 bis 8
- vergrößerte Darstellungen ausgewählter Elemente aus Figur 1 in unterschiedlichen Betriebszuständen,
- Fign. 9 bis 14
- ausgewählte Elemente eines Druckluftnaglers nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
in unterschiedlichen Betriebszuständen.
[0035] Zunächst werden anhand der Fig. 1 einige Elemente des Druckluftnaglers 10 teils überblicksartig
dargestellt. Der Druckluftnagler 10 hat ein unteres Gehäuseteil 140 mit einem Handgriff
12. Das untere Gehäuseteil 140 ist nach oben von einer Gehäusekappe 142 verschlossen.
[0036] Der handbetätigbare Auslöser 14 ist um eine Schwenkachse 16 schwenkbar am Gehäuse
des Druckluftnaglers 10 gelagert und so angeordnet, dass er von einem Benutzer, der
den Druckluftnagler 10 am Handgriff 12 hält, bequem mit dem Zeigefinger betätigt werden
kann. Außerdem gibt es einen Aufsetzfühler 24, der über die Mündung 26 eines Mündungswerkzeugs
28 um einige Millimeter nach unten übersteht. Wird der Druckluftnagler 10 an ein Werkstück
angesetzt, wird der Aufsetzfühler 24 gegen die Kraft einer nicht gezeigten Feder nach
oben verlagert, bis er bündig oder fast bündig mit der Mündung 26 abschließt.
[0037] Die Auslöseeinrichtung des Druckluftnaglers 10 umfasst zusätzlich zu dem Auslöser
14 und dem Aufsetzfühler 24 eine Kraftübertragungseinrichtung, die einen Schieber
30 und ein Kraftübertragungselement in Form einer Wippe 18 aufweist. Der Schieber
30 ist eine Fortsetzung des Aufsetzfühlers 24 oder ist mit dem Aufsetzfühler 24 verbunden.
Er bewegt sich stets gemeinsam mit dem Aufsetzfühler 24 und folgt insbesondere dessen
Bewegung relativ zu dem Gehäuse nach oben, wenn der Druckluftnagler 10 an ein Werkstück
angesetzt wird. Die Wippe 18 weist eine Schaltfläche 20 auf, mit der ein oberhalb
des Auslösers 14 angeordnetes Steuerventil 22 ansteuerbar ist.
[0038] Das Mündungswerkzeug 28 weist eine Aufnahme 46 auf, der jeweils ein Befestigungsmittel
aus einem Magazin 48 zugeführt wird. Aus dieser Position innerhalb der Aufnahme 46
wird das Befestigungsmittel - beispielsweise ein Nagel, ein Stift oder eine Klammer
- von einem Eintreibstößel 50, der mit einem Arbeitskolben 52 des Druckluftnaglers
10 verbunden ist, eingetrieben. Hierzu ist der Arbeitskolben 52 in einem Arbeitszylinder
54 geführt. Oberhalb des Arbeitszylinders 54 und diesen dichtend verschließend ist
ein Hauptventil 56 angeordnet, rechts davon ein Vorsteuerventil 58, das das Hauptventil
56 steuert. Einzelheiten dieser Elemente sowie die damit zusammenhängende Funktion
des Gerätes werden anhand der Ausschnittsvergrößerung der Figur 2 näher erläutert.
[0039] In der Figur 2 sind einzelne Elemente des Druckluftnaglers 10, die in Fig. 1 oberhalb
der Gehäusekappe 142 angeordnet sind, weggelassen. Das Vorsteuerventil 58 ist gut
erkennbar. Es weist einen Steuerkolben 94 auf, der in einer Führungshülse 96 geführt
ist. Das untere Ende des Steuerkolbens 94 ist mit einem unteren O-Ring 100 gegenüber
der Führungshülse 96 abgedichtet. Im Ausgangszustand des Druckluftnaglers 10 ist eine
erste Steuerleitung 82, die mit einem Arbeitsvolumen des Vorsteuerventils 58 verbunden
ist, entlüftet und der Steuerkolben 94 befindet sich in der gezeigten, unteren Stellung.
In dieser Stellung wird er durch die Kraft einer Feder 102 gehalten.
[0040] Der Steuerkolben 94 weist zusätzlich zu dem unteren O-Ring 100 einen mittleren O-Ring
104 und einen oberen O-Ring 106 auf. In der gezeigten, unteren Stellung des Steuerkolbens
94 dichtet der obere O-Ring 106 den Steuerkolben 94 gegenüber der Führungshülse 96
ab und verschließt eine Verbindung zu einer nicht gezeigten Entlüftungsöffnung, die
mit Außenluft verbunden ist. Der mittlere O-Ring 104 befindet sich nicht in Dichtung,
sodass eine Hauptsteuerleitung 110 über eine radiale Bohrung 112 in der Führungshülse
96 und den Ringspalt 70 zwischen Steuerkolben 94 und Führungshülse 96 am mittleren
O-Ring 104 vorbei mit dem Gehäuseinnenraum 64 verbunden ist. Die Hauptsteuerleitung
110 ist über eine in der gezeigten Schnittebene nicht sichtbare Verbindung mit dem
Raum 72, der in die radiale Bohrung 112 mündet, verbunden. Der Gehäuseinnenraum 64
ist im Ausgangszustand des Druckluftnaglers 10 belüftet, d. h. mit einem nicht gezeigten
Druckluftanschluss verbunden und unter Betriebsdruck stehend.
[0041] Die Hauptsteuerleitung 110 ist mit einem Raum 114 oberhalb eines Hauptventil-Stellglieds
116 des Hauptventils 56 verbunden, sodass das Hauptventil-Stellglied 116 mit einer
Kraft nach unten beaufschlagt wird und dadurch den oberen Rand des Arbeitszylinders
54 mittels eines O-Rings 118 gegenüber dem Gehäuseinnenraum 64 abdichtet. Zusätzlich
wird das Hauptventil-Stellglied 116 von einer Feder 120 mit einer Kraft in Richtung
der gezeigten, den Arbeitszylinder 54 verschließenden Stellung beaufschlagt.
[0042] Ein Eintreibvorgang wird durch Belüften der ersten Steuerleitung 82 ausgelöst, indem
der Steuerkolben 94 nach oben verlagert wird, sodass der mittlere O-Ring 104 in Dichtung
gelangt und der obere O-Ring 106 aus der Dichtung fährt. Dadurch wird die Verbindung
der Hauptsteuerleitung 110 zum Gehäuseinnenraum 64 abgesperrt und eine Verbindung
zwischen Hauptsteuerleitung 110 und einer nicht gezeigten Entlüftungsöffnung hergestellt.
Der Raum 114 oberhalb des Hauptventil-Stellglieds 116 wird über die Entlüftungsöffnung
entlüftet und das Hauptventil-Stellglied 116 wird durch den an seiner unteren, äußeren
Ringfläche 122 anstehenden, im Gehäuseinnenraum 64 herrschenden Druck gegen die Kraft
der Feder 120 nach oben verlagert. Dadurch strömt Druckluft aus dem Gehäuseinnenraum
64 in den Arbeitszylinder 54 oberhalb des Arbeitskolbens 52 und treibt den Arbeitskolben
52 nach unten. Bei dieser Abwärtsbewegung treibt der mit dem Arbeitskolben 52 verbundene
Eintreibstößel 50 ein Befestigungsmittel ein.
[0043] Einzelheiten der Auslöseeinrichtung sind besser in der Fig. 3 erkennbar, die einen
Grundzustand des Druckluftnaglers 10 zeigt. Auslöser 14 und Aufsetzfühler 24 sind
nicht betätigt.
[0044] Der Schieber 30 ist am Gehäuse des Druckluftnaglers 10 beweglich geführt und weist
hierzu ein Langloch 32 auf, durch das ein Führungsstift 98 hindurchgeführt ist.
[0045] Der handbetätigbare Auslöser 14, die darin um eine Schwenkachse 38 schwenkbar gelagerte
Wippe 18 und die Schaltfläche 20 der Wippe 18 sind ebenfalls gut erkennbar. Die Schwenkachse
38 befindet sich in einem mittleren Abschnitt der Wippe 18. Ein vorderes Ende 34 der
Wippe 18 liegt in der gezeigten Stellung an einem von einem oberen Ende des Schiebers
30 gebildeten Mitnehmer 36 an. Die Schaltfläche 20 befindet sich zwischen dem vorderen
Ende 34 der Wippe 18 und der Schwenkachse 38 bzw. dem mittleren Abschnitt der Wippe
18. Bei einer Betätigung des Aufsetzfühlers 24 aus der gezeigten Stellung nach oben
nimmt der Mitnehmer 36 das vordere Ende der Wippe 34 mit, so dass die Wippe 18 eine
Schwenkbewegung in einer Auslöserichtung ausführt.
[0046] Unter bestimmten Voraussetzungen, die in Verbindung mit den weiteren Figuren noch
im Einzelnen erläutert werden, steuert die Schaltfläche 20 der Wippe 18 das Steuerventil
22 durch Verlagern eines Steuerstifts 42 nach oben an, wodurch ein Eintreibvorgang
ausgelöst wird. Der Steuerstift 42 des Steuerventils 22 ist in einer in das Gehäuse
eingesetzten und gegenüber diesem abgedichteten Hülse 66 des Steuerventils 22 geführt.
Eine Feder 92 ist um den Steuerstift 42 herum angeordnet und beaufschlagt den Auslöser
14 und die Wippe 18 mit einer Kraft nach unten, entgegen der Auslöserichtung.
[0047] In der gezeichneten Stellung des Steuerventils 22 dichtet ein oberer O-Ring 40 des
ersten Steuerventils 22 jedoch den Gehäuseinnenraum 64 gegenüber einer radialen Bohrung
44 des Steuerventils 22 ab, während sich der untere O-Ring 60 des Steuerventils 22
nicht in Dichtung befindet, so dass die radiale Bohrung 44 mit Außenluft verbunden
ist. Die radiale Bohrung 44 ist über einen Ringspalt 62 mit der ersten Steuerleitung
82 verbunden, so dass auch die erste Steuerleitung 82 in der gezeichneten Stellung
des Steuerventils 22 entlüftet ist.
[0048] In der Figur 3 rechts neben dem Steuerventil 22 ist eine Umschalteinrichtung 80 dargestellt,
die einen in einem Steuerzylinder 68 geführten Steuerkolben 132 mit einer Kolbenstange
134 aufweist. Oberhalb des Steuerkolbens 132 befindet sich ein Steuervolumen 74. Der
Druck in dem Steuervolumen 74 wirkt auf den in Gegenrichtung mit der Kraft einer Feder
76 beaufschlagten Steuerkolben 132 ein. Das Steuervolumen 74 steht über eine Drossel
78 mit Außenluft in Verbindung. Auf der bezüglich der Schwenkachse 38 dem vorderen
Ende 34 der Wippe 18 gegenüberliegenden Seite hat die Wippe 18 eine Steuerfläche 124,
die mit der Kolbenstange 134 zusammenwirken kann.
[0049] Das Steuerventil 22, der Steuerkolben 132 und die Drossel 78 sind zu einem Ventilblock
zusammengefasst. Der Ventilblock ist oberhalb des Auslösers 14 in dem Gehäuse des
Druckluftnaglers 10 angeordnet.
[0050] Eine weitere Verbindung besteht zwischen dem Steuervolumen 74 und dem Ringspalt 62
des Steuerventils 22, und zwar über ein von einem O-Ring 84 gebildetes Rückschlagventil
und eine schräg angeordnete Bohrung 86. Der O-Ring 84 sitzt in einer außen umlaufenden
Dreiecksnut 88 der Hülse 66 und dichtet eine radial angeordnete Bohrung 90 in der
Hülse 66 ab. Die Funktion dieser Verbindung wird im Zusammenhang mit den weiteren
Figuren noch erläutert.
[0051] In der Stellung der Figur 3 befindet sich die Umschalteinrichtung 80 bzw. der Steuerkolben
132 in einer ersten Stellung, die einem Einzelauslösebetrieb zugeordnet ist. Die Kolbenstange
134 steht in dieser Stellung nicht oder nur unwesentlich aus dem Gehäuse vor.
[0052] Figur 4 zeigt die Anordnung aus Figur 3, nachdem der Aufsetzfühler 24 betätigt wurde.
Man erkennt, dass der Mitnehmer 36 bei der Aufwärtsbewegung des Schiebers 30 das vordere
Ende 34 der Wippe 18 mitgenommen hat. Zu einer Ansteuerung des Steuerventils 22 führt
dies noch nicht, da der Auslöser 14 noch nicht betätigt wurde.
[0053] Figur 5 zeigt die Anordnung aus Figur 4, nachdem bei weiterhin betätigtem Aufsetzfühler
24 der Auslöser 14 betätigt wurde. Durch diesen Schritt verlagert sich die Schwenkachse
38 gegenüber der in der Figur 4 gezeigten Stellung nach oben und die Schaltfläche
20 der Wippe 18 steuert das Steuerventil 22 an, indem sie den Steuerstift 42 nach
oben verlagert. Dadurch fährt der obere O-Ring 40 aus der Dichtung heraus und der
untere O-Ring 60 dichtet gegenüber der Hülse 66 ab. Dadurch wird die erste Steuerleitung
82 über die bereits beschriebene Verbindung belüftet, was einen Eintreibvorgang auslöst,
wie im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert.
[0054] Gleichzeitig wird über das von dem O-Ring 84 gebildete Rückschlagventil das Steuervolumen
74 der Umschalteinrichtung 80 belüftet, wodurch der Steuerkolben 132 nach unten fährt,
so dass die Kolbenstange 134 nach unten aus dem Gehäuse des Druckluftnaglers 10 hervorsteht.
Die Umschalteinrichtung 80 befindet sich damit in einer zweiten Stellung.
[0055] Figur 6 zeigt die Anordnung aus Figur 5, kurz nachdem der Druckluftnagler 10 von
dem Werkstück entfernt wurde, wodurch der Aufsetzfühler 24 wieder in seine untere
Grundstellung gelangt ist. Die Wippe 18 hat sich dadurch bei weiterhin betätigtem
Auslöser 14 ein Stück weit entgegen der Auslöserichtung um die Schwenkachse 38 verschwenkt,
so dass das Steuerventil 22 nicht länger angesteuert ist. Der Steuerstift 42 befindet
sich wieder in seiner unteren Stellung, wie in Figur 3 gezeigt.
[0056] Das von dem O-Ring 84 gebildete Rückschlagventil hat die Verbindung zwischen dem
Steuervolumen 74 und der radialen Bohrung 44 des Steuerventils 22, die wieder mit
Außenluft verbunden ist wie in Figur 3, gesperrt, so dass der in dem Steuervolumen
74 aufgebaute Druck nur langsam über die Drossel 78 wieder abgebaut wird. Zu dem in
der Figur 6 gezeigten Zeitpunkt ist der Druck in dem Steuervolumen 74 noch so groß,
dass der Steuerkolben 132 entgegen die Kraft der Feder 76 in seiner zweiten Stellung
gehalten wird.
[0057] Bei betätigtem Auslöser 14 führt dies dazu, dass die Steuerfläche 124 der Wippe 18
an der Kolbenstange 134 anliegt, wodurch eine Rückbewegung der Wippe 18 um die Schwenkachse
38 herum entgegen der Auslöserichtung begrenzt wird und die Wippe 18 in der eingezeichneten
Stellung verbleibt. Diese Stellung der Wippe 18 entspricht einer Kontaktauslösestellung
der Kraftübertragungseinrichtung. Man erkennt, dass eine erneute Betätigung des Aufsetzfühlers
zu dem in Figur 6 dargestellten Zeitpunkt zu einer Kontaktauslösung führt, weil der
Mitnehmer 36 das vordere Ende 34 der Wippe 18 aus der gezeichneten Stellung heraus
nach oben mitnehmen wird. In diesem Fall wird also das Steuerventil 22 erneut angesteuert
und der Druck in dem Steuervolumen 74 wird wieder auf einen dem Druck im Gehäuseinnenraum
64 entsprechenden Druck angehoben, so dass im Anschluss weitere Kontaktauslösungen
möglich sind.
[0058] Dies gilt so lange, bis der Druck in dem Steuervolumen 74 über die Drossel 78 so
weit abgebaut wurde, dass der Steuerkolben 132 wieder in seine erste Stellung zurückgelangt.
Dies ist in der Figur 7 gezeigt. Man erkennt, dass bei weiterhin betätigtem Auslöser
14 die Wippe 18 entgegen der Auslöserichtung gegenüber der Stellung der Figur 6 verschwenkt
ist. In dieser Stellung befindet sich das vordere Ende 34 der Wippe 18 in einem seitlichen
Abstand von dem Mitnehmer 36, so dass es bei einer Betätigung des Aufsetzfühlers 30
von dem Mitnehmer 36 nicht erfasst wird.
[0059] Stattdessen führt eine Betätigung des Aufsetzfühlers 24 ausgehend von der Stellung
der Figur 7 zu der in Figur 8 dargestellten Situation. Man erkennt dort, dass trotz
gleichzeitig betätigtem Auslöser 14 und Aufsetzfühler 24 keine Ansteuerung des Steuerventils
22 erfolgt.
[0060] Die Erläuterung eines zweiten Ausführungsbeispiels erfolgt anhand der Figuren 9 bis
14. Diese Figuren zeigen lediglich einen Ausschnitt eines Druckluftnaglers 10, der
den Ausschnittsdarstellungen der Figuren 3 bis 8 des ersten Ausführungsbeispiels entspricht
und die gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel veränderten Elemente enthält. Die
übrigen Komponenten des Druckluftnaglers 10 des zweiten Ausführungsbeispiels sind
nicht nochmals dargestellt. Sie entsprechen dem ersten Ausführungsbeispiel, wie es
anhand der Figuren 1 und 2 erläutert wurde. Für die im zweiten Ausführungsbeispiel
abgewandelten Elemente werden dieselben Bezugszeichen verwendet wie für die hinsichtlich
Ihrer Funktion vergleichbaren Elemente des ersten Ausführungsbeispiels.
[0061] Figur 9 zeigt eine Grundstellung des Druckluftnaglers 10 mit nicht betätigtem Auslöser
14 und nicht betätigtem Aufsetzfühler 24. Im zweiten Ausführungsbeispiel ist das Steuerventil
22 rechts, die Umschalteinrichtung 80 links angeordnet. Die Wippe 18 ist ebenfalls
schwenkbar um eine Schwenkachse 38 herum in dem Auslöser 14 gelagert, jedoch nicht
mittig, sondern an einem hinteren Ende 126 der Wippe 18. Die Schaltfläche 20, die
mit dem Steuerstift 42 des Steuerventils 22 zusammenwirkt, befindet sich in einem
mittleren Abschnitt der Wippe 18. Das vordere Ende 34 der Wippe 18 ist etwas stärker
als im ersten Ausführungsbeispiel nach unten abgewinkelt und weist außerdem eine schlitzförmige
Öffnung 128 auf, durch die die Kolbenstange 134 des Steuerkolbens 132 hindurchgeführt
ist. Die Kolbenstange 134 weist einen Kopf 130 auf, der die Ränder der schlitzförmigen
Öffnung 128 hintergreift, so dass die Kolbenstange 134 das vordere Ende 34 der Wippe
18 nach oben in Richtung zu dem Steuerkolben 132 hin heranziehen kann. Anders als
im ersten Ausführungsbeispiel befindet sich das Steuervolumen 74 unterhalb des Steuerkolbens
132, ist jedoch ebenfalls mit einer Drossel 78 verbunden. In der Grundstellung der
Fig. 9 befindet sich der Steuerkolben 132 bzw. die Umschalteinrichtung 80 in einer
ersten Stellung.
[0062] Hinsichtlich des Steuerventils 22 und der Verbindungen der einzelnen Räume des Steuerventils
22 mit dem Gehäuseinnenraum 64 der ersten Steuerleitung 82 und dem Steuervolumen 74
über ein von dem O-Ring 84 gebildetes Rückschlagventil ergeben sich gegenüber dem
ersten Ausführungsbeispiel mit Ausnahme der teils abweichenden Anordnung der einzelnen
Elemente keine Änderungen. Die Funktion dieser Elemente wird daher nicht nochmals
erläutert. Stattdessen wird anhand der weiteren Figuren ein typischer Arbeitsablauf
beschrieben.
[0063] Figur 10 zeigt die Anordnung aus Figur 9, nachdem der Aufsetzfühler 24 betätigt wurde.
Wie im ersten Ausführungsbeispiel auch wurde dadurch das vordere Ende 34 der Wippe
von dem Mitnehmer 36 des Schiebers 30 angehoben, so dass sich die gezeichnete Stellung
ergeben hat. Die Kolbenstange 134 behindert diese Aufwärtsbewegung der Wippe 18 nicht,
da der Schlitz 128 im vorderen Ende 34 der Wippe 18 ausreichend groß ausgebildet ist.
Da der Auslöser 14 noch nicht betätigt wurde, befindet sich die Schaltfläche 20 noch
in einem Abstand von dem Steuerstift 42 und das Steuerventil 22 wurde noch nicht angesteuert.
[0064] Figur 11 zeigt die Anordnung aus Figur 10, nachdem der Auslöser 14 bei weiterhin
betätigtem Aufsetzfühler 24 betätigt wurde. Dies hat bereits zu einer Einzelauslösung
geführt, da die Schaltfläche 20 den Steuerstift 42 des Steuerventils 22 nach oben
verlagert hat. Gleichzeitig wurde über das von dem O-Ring 84 gebildete Rückschlagventil
Druckluft in das Steuervolumen 74 gegeben, so dass sich der Steuerkolben 132 mit der
Kolbenstange 134 nach oben, in eine zweite Stellung verlagert hat. Dies entspricht
der zweiten Stellung der Umschalteinrichtung 80.
[0065] Nach dem Entfernen des Druckluftnaglers 10 von dem Werkstück hat sich der Aufsetzfühler
24 mit dem Schieber 30 wieder nach unten bewegt, so dass sich die in der Figur 12
gezeichnete Stellung ergibt. Man erkennt, dass sich die Wippe 18 entgegen der Auslöserichtung
ein Stück weit zurückgeschwenkt hat, so dass sich der Steuerstift 42 zurück in seine
Grundstellung bewegt hat und das Steuerventil 22 nicht länger angesteuert ist. Wie
im ersten Ausführungsbeispiel auch entweicht nun die Luft aus dem Steuervolumen 74
langsam über die Drossel 78.
[0066] Solange der Druck in dem Steuervolumen 74 so hoch ist, dass der Steuerkolben 132
entgegen der Kraft der Feder 76 in der zweiten Stellung verbleibt, verhindert der
Kopf 130 der Kolbenstange 134, dass sich die Wippe 18 weiter entgegen der Auslöserichtung
zurückbewegt als in der Figur 12 gezeigt. Darum befindet sich das vordere Ende 34
der Wippe 18 in einer Stellung, in der es von einer Aufwärtsbewegung des Mitnehmers
36 erfasst wird, so dass eine weitere Ansteuerung des Steuerventils 22 erfolgt. In
der Figur 12 befindet sich die Wippe 18 also in einer Stellung, die der Kontaktauslösestellung
der Kraftübertragungseinrichtung entspricht.
[0067] Ausgehend von dem Zustand der Figur 12 sinkt der Druck in dem Steuervolumen 74 langsam
ab, solange kein weiterer Eintreibvorgang ausgelöst wird. Gegebenenfalls gelangt der
Steuerkolben 132 nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit zurück in seine erste, in der
Figur 9 gezeigte Stellung.
[0068] Dies ist in der Figur 13 dargestellt. Man erkennt, dass sich das vordere Ende 34
der Wippe auch bei diesem Ausführungsbeispiel in einem seitlichen Abstand von dem
Mitnehmer 36 befindet, so dass es bei einer Aufwärtsbewegung des Schiebers 30 nicht
von dem Mitnehmer 36 erfasst wird. Stattdessen bewegt sich der Mitnehmer 36 seitlich
an dem vorderen Ende 34 vorbei und es kommt trotz weiterhin betätigtem Auslöser 14
nicht zu einer Kontaktauslösung. Dies ist für das zweite Ausführungsbeispiel in der
Figur 14 dargestellt.
Liste der verwendeten Bezugszeichen:
[0069]
- 10
- Druckluftnager
- 12
- Handgriff
- 14
- Auslöser
- 16
- Schwenkachse
- 18
- Wippe
- 20
- Schaltfläche
- 22
- Steuerventil
- 24
- Aufsetzfühler
- 26
- Mündung
- 28
- Mündungswerkzeug
- 30
- Schieber
- 32
- Langloch
- 34
- Vorderes Ende
- 36
- Mitnehmer
- 38
- Schwenkachse
- 40
- Oberer O-Ring
- 42
- Steuerstift
- 44
- Radiale Bohrung
- 46
- Aufnahme
- 48
- Magazin
- 50
- Eintreibstößel
- 52
- Arbeitskolben
- 54
- Arbeitszylinder
- 56
- Hauptventil
- 58
- Vorsteuerventil
- 60
- Unterer O-Ring
- 62
- Ringspalt
- 64
- Gehäuseinnenraum
- 66
- Hülse
- 68
- Steuerzylinder
- 70
- Ringspalt
- 72
- Raum
- 74
- Steuervolumen
- 76
- Feder
- 78
- Drossel
- 80
- Umschalteinrichtung
- 82
- Erste Steuerleitung
- 84
- O-Ring
- 86
- Bohrung
- 88
- Dreiecksnut
- 90
- Radiale Bohrung
- 92
- Feder
- 94
- Steuerkolben
- 96
- Führungshülse
- 98
- Führungsstift
- 100
- Unterer O-Ring
- 102
- Feder
- 104
- Mittlerer O-Ring
- 106
- Oberer O-Ring
- 110
- Hauptsteuerleitung
- 112
- Radiale Bohrung
- 114
- Raum
- 116
- Hauptventil-Stellglied
- 118
- O-Ring
- 120
- Feder
- 122
- Ringfläche
- 124
- Steuerfläche
- 126
- Hinteres Ende
- 128
- Öffnung
- 130
- Kopf
- 132
- Steuerkolben
- 134
- Kolbenstange
- 140
- Unteres Gehäuseteil
- 142
- Gehäusekappe
1. Druckluftnagler (10) mit
• einem Arbeitskolben (52), der mit einem Eintreibstößel (50) zum Eintreiben eines
Befestigungsmittels verbunden ist und beim Auslösen eines Eintreibvorgangs mit Druckluft
beaufschlagt wird,
• einer Auslöseeinrichtung, die einen handbetätigbaren Auslöser (14), einen Aufsetzfühler
(24) und eine Kraftübertragungseinrichtung aufweist, die in einem Einzelauslösebetrieb
infolge einer Betätigung des Auslösers (14) bei betätigtem Aufsetzfühler (24) ein
Steuerventil (22) ansteuert, das einen Eintreibvorgang auslöst, und
• einer Umschalteinrichtung (80), die die Kraftübertragungseinrichtung für einen Kontaktauslösebetrieb
in eine Kontaktauslösestellung versetzen kann, in der die Kraftübertragungseinrichtung
das Steuerventil (22) bei betätigtem Auslöser infolge einer Betätigung des Aufsetzfühlers
(24) ansteuert, wobei
• die Umschalteinrichtung (80) eine erste, dem Einzelauslösebetrieb zugeordnete Stellung
und eine zweite, dem Kontaktauslösebetrieb zugeordnete Stellung aufweist,
• beim Auslösen eines Eintreibvorgangs die Umschalteinrichtung (80) in die zweite
Stellung verlagert wird,
• die Umschalteinrichtung (80) einen Steuerkolben (132) aufweist, der zwischen der
ersten Stellung und der zweiten Stellung beweglich und dazu ausgebildet ist, die Kraftübertragungseinrichtung
in die Kontaktauslösestellung zu verlagern oder in der Kontaktauslösestellung zu halten,
• wobei der Steuerkolben (132) in einem Steuerzylinder (68) geführt ist, der ein Steuervolumen
(74) aufweist, wobei der Steuerkolben (132) bei Unter- oder Überschreiten eines vorgegebenen
Drucks in dem Steuervolumen (74) in die erste Stellung verlagert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
• das Steuervolumen (74) beim Auslösen eines Eintreibvorgangs von dem Steuerventil
(22) belüftet oder entlüftet wird.
2. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (80) eine Zeitsteuerung aufweist, so dass die Umschalteinrichtung
(80) nach Ablauf einer vorgegebenen Zeit von der zweiten Stellung in die erste Stellung
zurückgelangt, falls kein Eintreibvorgang ausgelöst wird.
3. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuervolumen (74) über ein Rückschlagventil belüftet oder entlüftet wird.
4. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitsteuerung eine Drossel (78) aufweist, die mit dem Steuervolumen (74) verbunden
ist.
5. Druckluftnagler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraftübertragungseinrichtung ein beweglich gelagertes Kraftübertragungselement
mit einer Schaltfläche (20) zur Betätigung des Steuerventils (22) aufweist, wobei
das Kraftübertragungselement in der Kontaktauslösestellung der Kraftübertragungseinrichtung
so angeordnet ist, dass es von einem mit dem Aufsetzfühler (24) verbundenen Mitnehmer
(36) der Kraftübertragungseinrichtung mitgenommen wird und eine Bewegung in einer
Auslöserichtung ausführt.
6. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (80) dazu ausgebildet ist, in der zweiten Stellung eine Bewegung
des Kraftübertragungselements entgegen der Auslöserichtung zu begrenzen.
7. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftübertragungselement eine um eine Schwenkachse (38) schwenkbar in dem Auslöser
(14) gelagerte Wippe (18) ist, die die Schaltfläche (20) aufweist, und dass die Bewegung
eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse (38) ist.
8. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (132) eine Kolbenstange (134) aufweist, die in der zweiten Stellung
des Steuerkolbens (132) an einer bezüglich der Schwenkachse (38) der Wippe (18) der
Schaltfläche (20) der Wippe (18) der gegenüberliegenden Steuerfläche (124) der Wippe
(18) anliegen kann.
9. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerkolben (132) eine Kolbenstange (134) aufweist, die durch eine Öffnung (128)
der Wippe (18) hindurchgeführt ist, so dass die Kolbenstange (134) die Wippe (18)
in Richtung zu dem Steuerkolben (132) hin heranziehen kann.
10. Druckluftnagler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (22) und der Steuerkolben (132) in einem Ventilblock zusammengefasst
sind.
11. Druckluftnagler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine pneumatische Verbindung zwischen dem Steuerventil (22) und dem Steuervolumen
(74), über die das Steuervolumen (74) von dem Steuerventil (22) belüftet oder entlüftet
wird, ein Gesamtvolumen aufweist, das kleiner als das Steuervolumen (74) ist.
12. Druckluftnagler (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Verbindung innerhalb des Ventilblocks angeordnet ist.
13. Druckluftnagler (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe des Steuervolumens (74) maximal 5 % der Größe eines Arbeitsvolumens eines
Arbeitszylinders, in dem der Arbeitskolben (52) geführt ist, beträgt.
1. Pneumatic nailer (10) with
• a working piston (52) which is connected to a driving plunger (50) for driving in
a fastener, and which is contacted by compressed air when a driving process is triggered,
• a triggering device that has a manually-operated trigger (14), a contact sensor
(24), and a force-transmitting device which controls a control valve (22) that triggers
a driving process in single triggering mode resulting from an actuation of the trigger
(14) when the contact sensor (24) is actuated, and
• a switching device (80) which can change the force-transmitting device for contact
triggering mode into contact triggering position in which the force-transmitting device
controls the control valve (22) when the trigger is actuated as a result of the actuation
of the contact sensor (24), wherein
• the switching device (80) has a first position assigned to single triggering mode,
and a second position assigned to contact triggering mode, and
• when a driving process is triggered the switching device (80) is moved into the
second position,
• the switching device (80) has a control piston (132) which can move between the
first position and the second position and is designed to move the force-transmitting
device into the contact triggering position, or hold it in the contact triggering
position, wherein
• the control piston (132) is guided in a control cylinder (68) which has a control
volume (74), wherein the control piston (132) is moved into the first position when
a set pressure in the control volume (74) is undershot or exceeded, characterized in that,
• upon triggering a driving process the control volume (74) is filled with air or
vented by the control valve (22).
2. Pneumatic nailer (10) according to claim 1, characterized in that the switching device (80) has a time control so that the switching device (80) returns
from the second position into the first position after expiration of a set time, if
a driving process is not triggered.
3. Pneumatic nailer (10) according to claim 1 or 2, characterized in that the control volume (74) is filled with air or vented by a check valve.
4. Pneumatic nailer (10) according to claim 2 or 3, characterized in that the time control has a throttle (78) which is connected to the control volume (74).
5. Pneumatic nailer (10) according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the force-transmitting device has a movably mounted force transmitting element with
a switching surface (20) to actuate the control valve (22), wherein the force transmitting
element is arranged in the contact triggering position of the force-transmitting device
such that it is entrained by a catch (36) connected to the contact sensor (24) and
executes a movement in a triggering direction.
6. Pneumatic nailer (10) according to claim 5, characterized in that the switching device (80) is configured to limit a movement in the second position
of the force transmitting element contrary to the triggering direction.
7. Pneumatic nailer (10) according to claim 5 or 6, characterized in that the force transmitting element is a rocker pivotably mounted in the trigger (14)
on a pivot shaft (38) with a switching surface (20), and the movement is a pivoting
movement about the pivot shaft (38).
8. Pneumatic nailer (10) according to claim 7, characterized in that the control piston (132) has a piston rod (134) which, in the second position of
the control piston (132), can lie against a control surface (124) of the rocker opposite
the switching surface (20) of the rocker (18) with respect to a pivot shaft (38) of
the rocker (18).
9. Pneumatic nailer (10) according to claim 7, characterized in that the control piston (132) has a piston rod (134) which is guided through an opening
(128) in the rocker (18) so that the piston rod (134) can pull the rocker (18) toward
the control piston (132).
10. Pneumatic nailer (10) according to one of the claims 1 to 9, characterized in that the control valve (22) and control piston (132) are combined in a valve block.
11. Pneumatic nailer (10) according to one of the claims 1 to 10, characterized in that a pneumatic connection between the control valve (22) and the control volume (74),
through which the control volume (74) is filled with air or vented by the control
valve (22), has an overall volume which is less than the control volume (74).
12. Pneumatic nailer (10) according to claim 11, characterized in that the pneumatic connection is arranged within the valve block.
13. Pneumatic nailer (10) according to one of the claims 1 to 12, characterized in that the size of the control volume (74) is at most 5% of the size of a working volume
of a working cylinder in which the working piston (52) is guided
1. Cloueur à air comprimé (10) comprenant
• un piston de travail (52), qui est relié à un poussoir d'enfoncement (50) servant
à enfoncer un moyen de fixation et qui est mis sous pression avec de l'air comprimé
lors du déclenchement d'un processus d'enfoncement,
• un dispositif de déclenchement, qui présente un déclencheur (14) pouvant être actionné
à la main, un palpeur de pose (24) et un dispositif de transmission de force, lequel
active une soupape de commande (22) qui déclenche un processus d'enfoncement au cours
d'un mode de déclenchement séquentiel suite à un actionnement du déclencheur (14)
quand le palpeur de pose (24) est actionné,
• un dispositif de commutation (80), qui peut mettre le dispositif de transmission
de force dans une position de déclenchement par contact en vue d'un mode de déclenchement
par contact, dans laquelle le dispositif de transmission de force active la soupape
de commande (22) lorsque le déclencheur est actionné suite à un actionnement du palpeur
de pose (24), dans lequel
• le dispositif de commutation (80) présente une première position associée à un mode
de déclenchement séquentiel et une seconde position associée à un mode de déclenchement
par contact,
• le dispositif de commutation (80) passe dans la seconde position lors du déclenchement
d'un processus d'enfoncement,
• le dispositif de commutation (80) présente un piston de commande (132), qui est
conçu pour se déplacer entre la première position et la seconde position de manière
à mettre le dispositif de transmission de force dans la position de déclenchement
par contact ou pour le maintenir dans la position de déclenchement par contact,
• dans lequel le piston de commande (132) est guidé dans un cylindre de commande (68),
qui présente un volume de commande (74), le piston de commande (132) étant mis dans
la première position en présence d'une valeur inférieure ou supérieure à une pression
prédéfinie dans le volume de commande (74), caractérisé en ce que
• le volume de commande (74) est aéré ou désaéré par la soupape de commande (22) lors
du déclenchement d'un processus d'enfoncement.
2. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commutation (80) présente une commande temporisée, si bien que le
dispositif de commutation (80) revient de la seconde position à la première position
après l'écoulement d'un temps prédéfini, si aucun processus d'enfoncement n'est déclenché.
3. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le volume de commande (74) est aéré ou désaéré par une soupape antiretour.
4. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la commande temporisée présente un organe d'étranglement (78), qui est relié au volume
de commande (74).
5. Cloueur à air comprimé (10) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de transmission de force présente un élément de transmission de force
monté de façon mobile avec un bouton de commande (20) servant à actionner la soupape
de commande (22), dans lequel l'élément de transmission de force est disposé dans
la position de déclenchement par contact du dispositif de transmission de force de
manière à être entraîné par un taquet (36) relié au palpeur de pose (24) du dispositif
de transmission de force et à effectuer un déplacement dans une direction de déclenchement.
6. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif de commutation (80) est conçu de manière à limiter un déplacement de
l'élément de transmission de force en sens inverse de la direction de déclenchement
dans la seconde position.
7. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'élément de transmission de force est une bascule (18), qui présente le bouton de
commande (20), montée dans le déclencheur (14) de façon orientable autour d'un axe
de pivotement (38), et que le déplacement est un mouvement de rotation autour de l'axe
de pivotement (38).
8. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que le piston de commande (132) présente une tige de piston (134), qui peut être appliquée
sur une surface de commande opposée (124) de la bascule (18) par rapport à l'axe de
pivotement (38) de la bascule (18) du bouton de commande (20) à bascule (18) dans
la seconde position du piston de commande (132).
9. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que le piston de commande (132) présente une tige de piston (134), qui est passée à travers
une ouverture (128) de la bascule (18), de sorte que la tige de piston (134) peut
rapprocher la bascule (18) en direction du piston de commande (132).
10. Cloueur à air comprimé (10) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la soupape de commande (22) et le piston de commande (132) sont regroupés dans un
bloc de soupape.
11. Cloueur à air comprimé (10) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'un raccord pneumatique, au moyen duquel le volume de commande (74) est aéré ou désaéré
par la soupape de commande (22), présente un volume total entre la soupape de commande
(22) et le volume de commande (74), qui est plus petit que le volume de commande (74).
12. Cloueur à air comprimé (10) selon la revendication 11, caractérisé en ce que le raccord pneumatique est disposé à l'intérieur du bloc de soupape.
13. Cloueur à air comprimé (10) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la grandeur du volume de commande (74) s'élève au maximum à 5% de la grandeur d'un
volume de travail d'un cylindre de travail, dans lequel le piston de travail (52)
est guidé.