[0001] Verschiedene Ausführungsbeispiele betreffen eine Kompaktoranordnung, eine Kompaktoreinrichtung
und ein Verfahren zum Montieren einer Kompaktoranordnung.
[0002] Im Allgemeinen werden zum Kompaktieren von Objekten verschiedene Konzepte verwendet,
wobei die Objekte zerteilt, gepresst, und/oder auf eine andere Art umgeformt werden,
um deren Platzbedarf zu verringern. Aufgrund des eingeführten Pfandsystems für Einweg-
und Mehrwegbehälter (z.B. Flaschen, Dosen, Gläser, etc.) werden zunehmend automatisierte
Rücknahmesysteme verwendet, um die Rücknahme großer Mengen an Behältern logistisch
einfach zu gestalten. Derartige Rücknahmesysteme können die Behälter beispielsweise
nach Art und/oder Material sortieren. Ferner können verschiedene Optionen für die
Rücknahme von Einzelbehältern oder Gebinden (z.B. einem Kasten, etc.) vorgesehen sein.
In der Regel kann es erforderlich oder hilfreich sein, die Behälter zu zerkleinern,
um einen effizienten Abtransport dieser zu ermöglichen. Dabei können nicht nur Einweg-Kunststoffbehälter,
sondern auch Einweg-Glasbehälter, kompaktiert werden. Mehrwegbehälter und Mehrweggebinde
werden in der Regel separat gesammelt und abtransportiert ohne diese zu kompaktieren.
In der Lebensmittelindustrie werden die leeren Behälter auch als Leergut bezeichnet
und das Rücknahmesystem als Leergutrücknahmeanlage oder Leergutrücknahmeautomat.
[0003] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wird eine Kompaktoranordnung zum Kompaktieren
von Behältern bereitgestellt, die beispielsweise platzsparend transportiert werden
kann und einfach und kostengünstig montiert (z.B. aufgestellt und/oder gewartet) werden
kann. Dabei kann die Kompaktoranordnung derart bereitgestellt sein, dass diese beispielsweise
ohne schweres Gerät aufgestellt und/oder repariert werden kann. Ferner kann die Kompaktoranordnung
derart bereitgestellt sein, dass diese auch ohne Fachpersonal gereinigt, oder anderweitig
gewartet werden kann.
[0004] Ferner kann die Kompaktoranordnung derart bereitgestellt sein, dass ein Rücknahmebetrieb
einer gesamten Kompaktoreinrichtung mit mehreren Kompaktoranordnungen bei der Wartung
einer der mehreren Kompaktoranordnungen nicht unterbrochen werden muss. Dazu wird
beispielsweise eine Kompaktoranordnung bereitgestellt, die einen Kompaktor, mittels
dessen zu kompaktierende Behälter kompaktiert werden können, und eine Transportvorrichtung,
mittels derer die Behälter in der Kompaktoranordnung bzw. durch die Kompaktoranordnung
hindurch transportiert werden, derart bereitgestellt, dass der Kompaktor unabhängig
von der Transportvorrichtung montiert (z.B. ausgetauscht, gereinigt und/oder repariert)
werden kann.
[0005] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wird eine Kompaktoranordnung bereitgestellt,
die Folgendes aufweist: ein Tragegestell zum Tragen eines Kompaktors, wobei das Tragegestell
mehrere Hohlprofile aufweist; und mehrere Standelemente zum Aufstellen des Tragegestells
auf einem Untergrund, wobei jeweils ein Standelement der mehreren Standelemente durch
je ein Hohlprofil der mehreren Hohlprofile gesteckt ist. Die mehreren Hohlprofile
und die mehreren Standelemente können derart eingerichtet sein, dass die mehreren
Standelemente durch die mehreren Hohlprofile hindurch bewegt werden können zum Anheben
des Tragegestells auf eine vordefinierte Höhe. Ferner kann die Kompaktoranordnung
eine Verbindungsstruktur aufweisen zum Verbinden des Tragegestells mit den mehreren
Standelementen derart, dass das Tragegestell auf den Standelementen in der vordefinierten
Höhe abgestützt wird.
[0006] Anschaulich wird hierin, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, eine Kompaktoreinrichtung
bereitgestellt, die mittels eines Selbsthebemechanismus montiert (z.B. aufgestellt)
werden kann.
[0007] Ferner wird ein Verfahren zum Montieren (z.B. zum Aufstellen, Reparieren, Reinigen,
etc.) einer Kompaktoranordnung bereitgestellt, wobei das Verfahren Folgendes aufweist:
Aufstellen eines Tragegestells auf einen Untergrund, wobei das Tragegestell mehrere
Hohlprofile aufweist; Einstecken mehrerer Standelemente (z.B. von oben) in die mehreren
Hohlprofile hinein, wobei jeweils ein Standelement der mehreren Standelemente in ein
Hohlprofil der mehreren Hohlprofile gesteckt ist; Durchschieben der Standelemente
durch die Hohlprofile zum Anheben des Tragegestells auf eine vordefinierte Höhe; und
Verbinden des Tragegestells mit den mehreren Standelementen so dass das Tragegestell
auf den Standelementen in der vordefinierten Höhe abgestützt wird.
[0008] Anschaulich sind die Hohlprofile des Tragegestells derart angeordnet und ausgerichtet,
dass die Standelemente im Wesentlichen vertikal in diese eingesteckt werden können.
Nach dem Durchschieben der Standelemente durch die Hohlprofile hindurch, d.h. nach
dem Anheben des Tragegestells sind die Standelemente im Wesentlichen vertikal zum
Untergrund ausgerichtet.
[0009] Ausführungsbeispiele sind in den Figuren dargestellt und werden im Folgenden näher
erläutert.
[0010] Es zeigen
Fig.1A und Fig.1B einen Kompaktor in verschiedenen schematischen Ansichten, gemäß
verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.2A und Fig.2B eine Kompaktoranordnung in verschiedenen schematischen Ansichten,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.3A und Fig.3B jeweils eine Kompaktoreinrichtung in einer schematischen Perspektivansicht,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4A ein Tragegestell einer Kompaktoranordnung in einer schematischen Perspektivansicht,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4B ein Hohlprofil eines Tragegestell einer Kompaktoranordnung in einer schematischen
Perspektivansicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4C Standelement einer Kompaktoranordnung in einer schematischen Perspektivansicht,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4D ein Tragegestell und Standelemente einer Kompaktoranordnung in einer schematischen
Perspektivansicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4E ein Tragegestell und einen Kompaktor einer Kompaktoranordnung in einer schematischen
Perspektivansicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.4F und Fig.4G jeweils ein zweites Tragegestellteil einer Kompaktoranordnung in
einer schematischen Perspektivansicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.5A und Fig.5B jeweils eine Kompaktoranordnung in einer schematischen Perspektivansicht,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Figs.6A bis 6I jeweils eine schematische Perspektivansicht einer Kompaktoranordnung
zu verschiedenen Zeitpunkten während eines Montierens, gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.7 ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Montieren einer Kompaktoranordnung,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
Fig.8 eine Kompaktoranordnung mit einem Gehäuse in einer schematischen Perspektivansicht,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen; und
Figs.9A bis 9H jeweils eine schematische Perspektivansicht einer Kompaktoranordnung
zu verschiedenen Zeitpunkten während eines Montierens, gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
[0011] In der folgenden ausführlichen Beschreibung wird auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen, die Teil dieser bilden und in denen zur Veranschaulichung spezifische
Ausführungsformen gezeigt sind, in denen die Erfindung ausgeübt werden kann. In dieser
Hinsicht wird Richtungsterminologie wie etwa "oben", "unten", "vorne", "hinten", "vorderes",
"hinteres", usw. mit Bezug auf die Orientierung der beschriebenen Figur(en) verwendet.
Da Komponenten von Ausführungsformen in einer Anzahl verschiedener Orientierungen
positioniert werden können, dient die Richtungsterminologie zur Veranschaulichung
und ist auf keinerlei Weise einschränkend. Es versteht sich, dass andere Ausführungsformen
benutzt und strukturelle oder logische Änderungen vorgenommen werden können, ohne
von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es versteht sich, dass
die Merkmale der hierin beschriebenen verschiedenen beispielhaften Ausführungsformen
miteinander kombiniert werden können, sofern nicht spezifisch anders angegeben. Die
folgende ausführliche Beschreibung ist deshalb nicht in einschränkendem Sinne aufzufassen,
und der Schutzumfang der vorliegenden Erfindung wird durch die angefügten Ansprüche
definiert.
[0012] Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe "verbunden", "angeschlossen" sowie
"gekoppelt" verwendet zum Beschreiben sowohl einer direkten als auch einer indirekten
Verbindung, eines direkten oder indirekten Anschlusses sowie einer direkten oder indirekten
Kopplung. In den Figuren werden identische oder ähnliche Elemente mit identischen
Bezugszeichen versehen, soweit dies zweckmäßig ist.
[0013] Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe "unterhalb", "oberhalb" sowie "neben"
zum Beschreiben relativer Lagen beispielsweise bezüglich einer Aufstellung der Kompaktoranordnung
auf einem horizontalen Untergrund verwendet.
[0014] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen wird eine Kompaktoranordnung 100 beschrieben,
wobei die Kompaktoranordnung 100 mindestens einen Kompaktor 102 aufweist.
Fig.1A und
Fig.1B veranschaulichen einen Kompaktor 102 einer Kompaktoranordnung 100 in einer schematischen
Querschnittsansicht und einer schematischen Draufsicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
[0015] Ein Kompaktor 102 kann beispielsweise als funktionelle Baugruppe einer Leergutrücknahmeanlage
(auch als Kompaktoreinrichtung bezeichnet) verstanden werden. Der Kompaktor 102 kann
beispielsweise eingerichtet sein, zumindest einen Teil des der Leergutrücknahmeanlage
zugeführten Leerguts 104 (auch als Behälter bezeichnet) zu kompaktieren, d.h. dessen
Platzbedarf zu verringern. Dies kann beispielsweise erfolgen, indem das Leergut umgeformt
und/oder gepresst (z.B. in eine flache Form gedrückt) wird. Das kompaktierte Leergut
104k kann in einem Frachtbehälter 152 gesammelt werden, welcher beispielsweise unter
dem Kompaktor 102 angeordnet sein kann oder werden kann. Beispielsweise kann das kompaktierte
Leergut 104k nach unten aus dem Kompaktor 102 ausgeworfen 101s werden.
[0016] Das Leergut 104 kann in diesem Zusammenhang als entleerte Verkaufsverpackung und/oder
als entleerter Verkaufsbehälter verstanden werden, wie etwa Einwegflaschen, Einwegpfandflaschen,
Getränkedosen, Mehrwegflaschen, und Ähnliches. Die Leergutrücknahmeanlage kann beispielsweise
Teil einer Leergut-Rückführungskette sein, welche das Leergut beispielsweise einer
Wiederverwendung oder einer Verwertung (z.B. zur Rohstoff-Rückgewinnung) zuführt.
[0017] Der Kompaktor 102 kann mindestens ein Kompaktierwerk 112 (anschaulich eine Vorrichtung
zum Verringern des Platzbedarfs), auch als Schneidwerk bezeichnet, aufweisen, mittels
dessen das Leergut 104 kompaktiert wird. Das Kompaktierwerk 112 kann zumindest eine
Kompaktierwalze 112w (z.B. eine Einzel-Kompaktierwalze, mehrere gegenläufige Kompaktierwalzen,
etc.) und einen Antrieb 112a (z.B. einen elektrischen Motor oder Ähnliches) aufweisen
zum Antreiben der Kompaktierwalze 112w. Optional kann das Kompaktierwerk 112 eine
Zuführvorrichtung 112t (z.B. ein Zuführband) aufweisen zum Zuführen 101t des Leerguts
104 in Richtung der Kompaktierwalze 112w.
[0018] Die Zuführvorrichtung 112t kann einen Bandförderer aufweisen oder als ein Bandförderer
ausgestaltet sein. Der Bandförderer kann beispielsweise ein Transportband (z.B. einen
Gurt, ein Kettenband, oder Ähnliches; es ist anzumerken, dass auch mehrere Bänder,
Gurte oder dergleichen zur Realisierung des Transportbandes vorgesehen sein können,
wobei die mehreren Bänder, Gurte oder dergleichen auf gemeinsamen Spannrollen gespannt
sein können oder jeweils auf separate Spannrollen, die optional gemeinsam in gleicher
Weise angesteuert werden können) aufweisen, auf welchem das Leergut 104 transportiert
wird. Das Transportband kann mittels mehrerer Tragrollen abgestützt sein. Alternativ
oder zusätzlich dazu kann die Zuführvorrichtung 112t einen Rollenförderer aufweisen,
welcher eine Vielzahl von Transportrollen aufweist, wobei die Transportrollen eine
Transportfläche bereitstellen, auf welcher das Leergut 104 transportiert wird. Es
können alternativ oder zusätzlich dazu noch andere Förderertypen verwendet werden,
welche zum Transportieren des Leerguts 104 geeignet sind. Optional kann die Zuführvorrichtung
112t mindestens ein Schaufelrad (nicht dargestellt) aufweisen, welches eingerichtet
ist, das transportierte Leergut 104 zu der Kompaktierwalze 112w zu führen. Ferner
kann optional auch eine Rutsche als Zuführvorrichtung 112t verwendet werden, wobei
die Rutsche derart eingerichtet ist, dass das Leergut 104 in Richtung der Kompaktierwalze
112w rutschen kann.
[0019] Ferner kann das Kompaktierwerk 112 eine Vielzahl anderer Bauteile aufweisen, z.B.
Schutzbleche, Blenden, Lager, Führungselemente, und Ähnliches, welche zum Betreiben
des Kompaktierwerks 112 hilfreich sein können.
[0020] Fig.2A und
Fig.2B veranschaulichen eine Kompaktoranordnung 100 in einer schematischen Seiten- oder
Querschnittsansicht und in einer schematischen Draufsicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
[0021] Der Kompaktor 102 kann Bestandteil der Kompaktoranordnung 100 sein (siehe nachfolgende
Figuren). Die Kompaktoranordnung 100 kann zusätzlich zu dem Kompaktor 102 weitere
funktionelle Baugruppen aufweisen, welche beispielsweise den Betrieb des Kompaktors
102 unterstützen und/oder den Kompaktor 102 in eine Ablaufkette einer Leergutrücknahmeanlage
einbinden.
[0022] Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise ein Tragegestell 204 aufweisen. Das
Tragegestell 204 kann genau ein Tragegestellteil aufweisen, z.B. bestehend aus fest
miteinander verbundenen Trageelementen, oder mehrere Tragegestellteile, z.B. zwei
miteinander lösbar gekuppelte Tragegestellteile, aufweisen. Mittels des Tragegestells
204 kann der Kompaktor 102 abgestützt sein oder werden. Beispielsweise kann das Tragegestell
204 den Kompaktor 102 in einer vordefinierten Arbeitshöhe (z.B. in einer Höhe in einem
Bereich von ungefähr 0,5 bis ungefähr 2 m) abstützen. Somit kann beispielsweise ein
Frachtbehälter 152 (z.B. ein Container, ein anderer Großraum-Behälter, etc.) unter
dem Kompaktor 102 angeordnet werden. Beispielsweise kann das Tragegestell 204 mehrere
Stützbeine 206 (auch als Standelemente bezeichnet) aufweisen, oder mit anderen Worten,
kann das Tragegestell 204 mittels mehrerer Stützbeine 206 abgestützt sein. Zwischen
den mehreren Stützbeinen 206 unter dem Kompaktor 102 kann ein Sammelbereich 204r bereitgestellt
sein zum Aufnehmen eines Frachtbehälters 152. Mittels des Frachtbehälters 152 kann
beispielsweise das kompaktierte Leergut 104k auf einfache Weise gesammelt und abtransportiert
werden. Beispielsweise kann einfach ein voller Frachtbehälter 152 gegen einen leeren
Frachtbehälter 152 ausgetauscht werden. Anstelle des Frachtbehälters 152 kann beispielsweise
auch ein Abtransportband oder eine andere Transportvorrichtung verwendet werden, um
das in den Sammelbereich 204r fallende kompaktierte Leergut 104k weiter zu transportieren,
z.B. in einen entfernt aufgestellten Frachtbehälter 152.
[0023] Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise eine Transportvorrichtung 200t aufweisen,
welche eingerichtet ist, dem Kompaktor 102 das Leergut 104 zuzuführen oder das Leergut
104 an diesem vorbei zu führen. Die Transportvorrichtung 200t kann beispielsweise
Teil einer Transportstrecke sein, entlang derer das Leergut 104 transportiert wird.
Beispielsweise kann das Leergut 104 mittels der Transportvorrichtung 200t durch eine
Kompaktoranordnung 100 hindurch oder jeweils durch mehrere Kompaktoranordnungen 100
hindurch transportiert werden.
[0024] Beispielsweise kann zu kompaktierendes Leergut 104 (z.B. Einweg-Kunststoffbehälter,
Einweg-Blechdosen, etc.), welches mittels der Transportvorrichtung 200t transportiert
wird, erkannt werden, z.B. mittels einer entsprechend eingerichteten Sensoranordnung,
und selektiv dem Kompaktor 102 zugeführt werden, z.B. mittels einer entsprechend eingerichteten
Selektiervorrichtung 200s, die beispielsweise basierend auf Sensordaten der Sensoranordnung
gesteuert bzw. geregelt wird. Nicht zu kompaktierendes Leergut 104 (z.B. Mehrweg-Behälter,
etc.), dass mittels der Transportvorrichtung 200t transportiert wird, kann beispielsweise
an dem Kompaktor 102 vorbei und durch die Kompaktoranordnung 100 hindurch transportiert
werden.
[0025] Die Selektiervorrichtung 200s kann beispielsweise eingerichtet sein, aus einem Leergut-Strom,
welcher mittels der Transportvorrichtung 200t geführt wird, das Leergut 104, welches
eine der Kompaktoranordnung 100 zugeordnete Kategorie (z.B. "zum Kompaktieren") aufweist,
herauszuteilen und dem Kompaktor zuzuführen. Anschaulich kann jedem Kompaktor 102
genau eine Selektiervorrichtung 200s zugeordnet sein.
[0026] Die Selektiervorrichtung 200s kann optional eingerichtet sein, das Kategorisieren
des Leerguts 104 durchzuführen, z.B. nach "zu kompaktierend" oder "nicht zu kompaktierend"
und optional nach zusätzlichen Merkmalen wie beispielsweise Behältertyp, Rückführungstyp,
Material und/oder Farbe. Als zu kompaktierend kategorisiertes Leergut 104 kann beispielsweise
weiter nach seiner Farbe und/oder Material unterkategorisiert werden und ferner danach,
ob es überhaupt dem betreffenden Kompaktor 102 zugeführt werden soll. Das Kategorisieren
kann alternativ oder zusätzlich mittels einer Kategorisiereinrichtung am Eingang 302
einer Leergutrücknahmeanlage (vergleiche die nachfolgenden Figuren) erfolgen. Die
Kategorisiereinrichtung kann dann beispielsweise die Kompaktoranordnungen 100 ansteuern
und/oder Daten an die Kompaktoranordnungen 100 liefern.
[0027] Die Kompaktoranordnung 100 kann optional ein Gehäuse 300g aufweisen, in welchem der
Kompaktor 102, die Selektiervorrichtung 200s und die Transportvorrichtung 200t der
Kompaktoranordnung 100 angeordnet sind. Das Gehäuse 300g kann zumindest eine erste
Öffnung aufweisen, durch welche hindurch der Kompaktoranordnung 100 Leergut 104 zugeführt
(z.B. mittels der Transportvorrichtung 200t aufgenommen) werden kann, z.B. entlang
der Transportstrecke. Optional kann das Gehäuse 300g eine zweite Öffnung aufweisen,
durch welche hindurch das an dem Kompaktor 102 vorbei transportierte Leergut 104 aus
der Kompaktoranordnung 100 ausgegeben wird.
[0028] Fig.3A und
Fig.3B veranschaulichen jeweils eine Kompaktoreinrichtung 300 (auch als Leergutrücknahmeanlage
bezeichnet) in einer schematischen Perspektivansicht, gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
[0029] Die Kompaktoreinrichtung 300 kann, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, mehrere
Kompaktoranordnungen 100 aufweisen, wie sie hierin beschrieben sind. Diese können
entlang einer Reihe oder entlang mehrerer Reihen angeordnet sein und somit beispielsweise
eine Transportstrecke oder mehrere Transportstrecken bilden.
[0030] Die Ablaufkette beim Betreiben der Kompaktoreinrichtung 300 kann an ihrem Anfang
302 beispielsweise eine Überprüfung des Leerguts 104 (z.B. auf dessen Rücknahmefähigkeit,
oder Ähnliches) aufweisen. Beispielsweise können zur Überprüfung verschiedene Merkmale
des Leerguts 104 (wie beispielsweise Leerguttyp, Gewicht, Gebindetyp, Barcode-Informationen,
etc.) erfasst werden. Das als rücknahmefähig kategorisierte Leergut 104 kann dann
von der Kompaktoreinrichtung 300 angenommen werden.
[0031] Die mehreren Kompaktoranordnungen 100 können in die Ablaufkette der Kompaktoreinrichtung
300 eingebunden sein. Die mehreren Kompaktoranordnungen 100 können beispielsweise
gemäß der Unterkategorisierung kompaktieren. Von den mehreren Kompaktoranordnungen
kann eine erste Kompaktoranordnung 100 beispielsweise Leergut einer ersten Unterkategorie
(z.B. "blau" oder "Kunststoff") kompaktieren und eine zweite Kompaktoranordnung 100
kann Leergut einer zweiten Unterkategorie (z.B. "rot" oder "Blech") kompaktieren.
Alternativ dazu können die Kompaktoranordnungen 100 nacheinander aufgefüllt werden,
ohne das Leergut zu unterscheiden. Beispielsweise kann dann eine erste Kompaktoranordnung
100 der mehreren Kompaktoranordnungen gewartet werden während eine zweite Kompaktoranordnung
100 der mehreren Kompaktoranordnungen den Betrieb der jeweiligen Transportstrecke
aufrechterhält.
[0032] Zum Bereitstellen zweier paralleler Transportstrecken 306 kann eine Kompaktoranordnung
100 zwei Kompaktoren 102 aufweisen, welche nebeneinander (z.B. anschaulich "Rücken
an Rücken") auf einem gemeinsamen Tragegestell 204 der Kompaktoranordnung 100 angeordnet
sind (auch als Doppelmodul 300d bezeichnet). Die Kompaktoren 102 eines Doppelmoduls
300d können parallel zueinander eingebunden sein (d.h. zwei unterschiedliche Transportstrecken
bedienen). Optional können mehrere Einzelmodule (d.h. eine Kompaktoranordnung 100
mit nur einem Kompaktor 102) oder mehrere Doppelmodule 300d entlang einer Transportstrecke
306 hintereinander (d.h. in Serie) eingebunden sein. Somit kann beispielsweise ein
Kompaktor 102 eines ersten Einzelmoduls oder Doppelmoduls 300d gewartet werden während
der dazu serielle Kompaktor 102 eines zweiten Einzelmoduls oder Doppelmoduls 300d
den Betrieb aufrechterhält. Mehrere Doppelmodule 300d können alternativ oder zusätzlich
parallel zueinander (d.h. in verschiedenen Transportstrecken-Paaren) eingebunden sein.
[0033] Alternativ dazu können die Kompaktoranordnungen 100 jeweils nur einen Kompaktor 102
aufweisen und/oder separat aufgestellt sein oder werden.
[0034] Die Ablaufkette kann an einem ersten Ende einen ersten Sammelraum 304a (z.B. mit
dem Frachtbehälter 152 darin) zum Aufnehmen des zu kompaktierenden Leerguts 104k aufweisen,
wie vorangehend beschrieben ist. Die Ablaufkette kann optional an einem zweiten Ende
zumindest einen zweiten Sammelraum 304b für nicht zu kompaktierendes Einzel-Leergut
(z.B. Mehrweg-Leergut oder Glasflaschen), an einem dritten Ende einen dritten Sammelraum
304c für Leergut-Kisten und/oder an einem vierten Ende einen vierten Sammelraum 304d
für nicht verwertbares Leergut (z.B. zu entsorgendes Leergut) aufweisen. Die Enden
der Ablaufkette können mittels eines Transportsystems verbunden sein. Das Transportsystem
kann beispielsweise mehrere Transportstrecken 306 aufweisen und optional an Stellen,
an denen sich das Transportsystem verzweigt (d.h. zwei Transportstrecken aneinandergrenzen),
eine Selektiervorrichtung aufweisen.
[0035] Wie in Fig.3B dargestellt ist, kann das Leergut 104 aus dem Kompaktor 102 der jeweiligen
Kompaktoranordnung 100 auch auf ein Abtransportband 308 fallen, mittels dessen das
kompaktierte Leergut 104k in separat (z.B. neben den Kompaktoranordnungen 100) aufgestellten
Containern 152 abtransportiert werden kann. Somit kann beispielsweise die Kompaktoreinrichtung
300 platzsparend bereitgestellt sein, da keine Container von unterhalb des Kompaktors
102 der jeweiligen Kompaktoranordnung 100 ausgetauscht werden müssen. Ferner kann
kompaktiertes Leergut 104k mittels mindestens eines Abtransportbands 308 aus mehreren
Kompaktoranordnungen 100 (z.B. kategorieweise) zusammengeführt werden.
[0036] Zum Bereitstellen zweier paralleler Transportstrecken können zwei Kompaktoren 102
nebeneinander auf einem gemeinsamen Tragegestell 204 der Kompaktoranordnung angeordnet
sein oder werden. Diese können dann auf einfache Weise aufgestellt werden, wie hierin
beschrieben ist. Alternativ dazu können die Kompaktoranordnungen 100 jeweils nur einen
Kompaktor 102 aufweisen und separat aufgestellt sein oder werden.
[0037] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Kompaktoranordnung 100 ein Tragegestell
204 zum Tragen eines Kompaktors 102 aufweisen, wobei das Tragegestell 204 mehrere
Hohlprofile 404h aufweist; und die Kompaktoranordnung 100 kann mehrere Standelemente
206 aufweisen zum Aufstellen des Tragegestells 204 auf einem Untergrund, wie in den
Figuren 4A bis 4I in verschiedenen schematischen Ansichten dargestellt ist. Dabei
kann ein Kompaktor 102 zum Kompaktieren von Behältern, wie beispielsweise vorangehend
beschrieben ist, auf dem Tragegestell 204 angeordnet (z.B. befestigt) sein oder werden.
[0038] Das Tragegestell 204 kann beispielsweise mehrere Tragegestellteile aufweisen, z.B.
ein erstes Tragegestellteil 404a und ein zweites Tragegestellteil 404b, wobei beispielsweise
das erste Tragegestellteil 404a die mehreren Hohlprofile 404h aufweist und mittels
der Standelemente 206 aufgestellt ist.
[0039] Ferner können auch mehrere erste Tragegestellteile 404a zu einem gemeinsamen ersten
Tragegestellteil 404a miteinander verbunden werden, so dass das gemeinsame erste Tragegestellteil
404a zwei Aufnahmeräume aufweist zum Aufnehmen zweier zweiter Tragegestellteile 404b
(auch als erstes zusätzliches Tragegestellteil 404b und zweites zusätzliches Tragegestellteil
404b bezeichnet).
[0040] Im Folgenden sind Ausführungsformen beschrieben, bei denen das Tragegestell 204 zwei
Tragegestellteile 404a, 404b aufweist, die passend zueinander eingerichtet sind. Es
versteht sich, dass in gleicher Weise auch nur ein Tragegestell 204 verwendet werden
kann, dass beispielsweise aus nur einem (d.h. einen zusammenhängenden bzw. verbundenen)
Tragrahmen gebildet ist.
[0041] In
Fig.4A ist das erste Tragegestellteil 404a der Kompaktoranordnung 100 in einer perspektivischen
Ansicht dargestellt, gemäß verschiedenen Ausführungsformen.
[0042] Das erste Tragegestellteil 404a kann beispielsweise einen Tragrahmen 434r aufweisen
sowie passend zu den zu tragenden Aufbauten entsprechend eingerichtete Trageelemente
434e.
[0043] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das erste Tragegestellteil 404a derart
eingerichtet sein, dass dieses einen Aufnahmeraum 400a zum Aufnehmen eines zweiten
Tragegestellteils 404b definiert bzw. bildet. Anschaulich kann das erste Tragegestellteil
404a ein äußeres Tragegestellteil sein, wobei das zweite Tragegestellteil 404b ein
inneres Tragegestellteil ist, welches von dem äußeren Tragegestellteil zumindest abschnittsweise
umgeben wird. Dabei kann der Aufnahmeraum 400a derart bereitgestellt sein, dass der
auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnete Kompaktor 102 aufgenommen werden
kann (siehe Fig.4F).
[0044] Das erste Tragegestellteil 404a kann beispielsweise mindestens einen Anschlag 434a
aufweisen. Mittels des mindestens einen Anschlags 434a kann eine Befestigungsposition
zum Befestigen des zweiten Tragegestellteils 404b in dem Aufnahmeraum 400a definiert
sein.
[0045] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen können zwei dieser ersten Tragegestellteile
404a zu einem gemeinsamen ersten Tragegestellteil 404a verbunden werden, so dass beispielsweise
zwei Kompaktoren 102 mittels des gemeinsamen ersten Tragegestellteils 404a getragen
werden können, siehe beispielsweise Fig.9A bis 9H.
[0046] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das erste Tragegestellteil 404a mehrere
Hohlprofile 404h aufweisen. Diese sind derart eingerichtet, dass jeweils ein Standelement
206 durch je ein Hohlprofil 404h gesteckt sein kann oder werden kann. Die Standelemente
206 können beispielsweise als Standfüße zum Aufstellen des ersten Tragegestellteils
404a bzw. des Tragegestells 204 verstanden werden.
[0047] In
Fig.4B ist ein Hohlprofil 404h in einer schematischen Ansicht dargestellt. Das Hohlprofil
404h ist beispielsweise derart eingerichtet, dass dieses auf einfache Weise in den
Tragrahmen 434r eingesteckt werden kann bzw. mit dem Tragrahmen 434r verbunden werden
kann. Das Hohlprofil 404h weist eine axial durchgehende Öffnung 404o auf. Diese Öffnung
404o ist passend zu dem jeweiligen Standelement 206 eingerichtet, welches durch das
Hohlprofil 404h geschoben werden soll. Ferner können weitere Elemente 404k verwendet
werden, um beispielsweise das Hohlprofil 404h form- und/oder kraftschlüssig mit dem
Tragrahmen 434r zu verbinden.
[0048] In
Fig.4C ist ein Standelement 206 in einer schematischen Ansicht dargestellt. Das Standelement
206 weist eine Außenkontur passend zu der Öffnung 404o des Hohlprofils 404h auf, so
dass das Standelement (z.B. vollständig) durch die Öffnung 404o der Hohlprofile 404h
hindurch geschoben werden kann. Das Standelement 206 kann dann in dem jeweiligen Hohlprofil
404h (oder an dem ersten Tragegestellteil 404a) fixiert werden, z.B. mittels eines
Stifts, oder eines Splints, oder jeder anderen geeigneten Verbindung. Dazu können
die Standelemente 206 und die Hohlprofile 404h jeweils zueinander passende Durchgangslöcher
aufweisen.
[0049] Zum Justieren der Lage des ersten Tragegestellteils 404a relativ zu dem Untergrund
können die Standelemente 206 Justierelemente oder, mit anderen Worten, Justierabschnitte
404s (z.B. höhenverstellbare Standfüße) aufweisen. Zum Einstellen einer Höhenposition,
in welcher der Kompaktor 102 relativ zu dem Untergrund angeordnet ist, können auch
unterschiedliche Sätze von Standelementen 206 verwendet werden. Ferner können die
Standelemente verschieden weit durch die Hohlprofile 404h hindurch gesteckt werden
und entsprechend in einer gewünschten Höhe fixiert werden. Dazu können die Standelemente
206 und die Hohlprofile 404h jeweils zueinander passende Sätze an Durchgangslöchern
aufweisen.
[0050] Ferner kann das erste Tragegestellteil 404a mittels mehreren Standelementen 206 aufgestellt
sein oder werden, wie beispielsweise in
Fig.4D veranschaulicht ist.
[0051] In
Fig.4E ist eine Kompaktoranordnung 100 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt, gemäß
verschiedenen Ausführungsformen. Dabei wird der Kompaktor 102 mittels des Tragegestells
204 getragen, d.h. auf einer vordefinierten Höhe und in einer vordefinierten Lage
positioniert. Das Tragegestell 204 kann aus nur einem ersten Tragegestellteil 404a
und nur einem zweiten Tragegestellteile 404b bestehen, wie hierin beschrieben ist.
Ferner kann das Tragegestell 204 aus nur einem ersten Tragegestellteil 404a und mehreren
(z.B. zwei) zweiten Tragegestellteilen 404b bestehen, wie hierin beschrieben ist.
[0052] Wie in Fig.4E veranschaulicht ist, kann das zweite Tragegestellteil 404b in der Befestigungsposition
im Aufnahmeraum 400a des ersten Tragegestellteils 404a positioniert sein oder werden,
gemäß verschiedenen Ausführungsformen. Anschaulich kann das zweite Tragegestellteil
404b auf einfache Weise von dem ersten Tragegestellteil 404a entfernt werden, z.B.
nach unten hin abgesenkt werden.
[0053] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen können das erste Tragegestellteil 404a und
das zweite Tragegestellteil 404b derart eingerichtet sein, dass das zweite Tragegestellteil
404b entlang einer Montagerichtung 400m in den Aufnahmeraum 400a hinein und aus dem
Aufnahmeraum 400a heraus bewegt werden kann. Das zweite Tragegestellteil 404b und
der auf dem zweiten Tragegestellteil angeordnete Kompaktor 102 können gemeinsam entlang
der Montagerichtung 400m in den Aufnahmeraum 400a hinein und aus dem Aufnahmeraum
400a heraus bewegbar sein. Dies kann beispielsweise eine Montage der Kompaktoranordnung
100, z.B. deren Aufstellen und Wartung, erleichtern.
[0054] Anschaulich kann das zweite Tragegestellteil 404b solang nach oben angehoben werden,
bis dieses einen Formschluss mit dem Anschlag 434a eingeht und der Kompaktor 102 in
dem Aufnahmeraum 400a positioniert ist. Die Befestigungspositionierung des zweiten
Tragegestellteils 404b relativ zu dem ersten Tragegestellteil 404a kann vordefiniert
sein. Das erste Tragegestellteil 404a und das zweite Tragegestellteil 404b können
in der Befestigungsposition lösbar miteinander gekuppelt werden. Dabei können prinzipiell
geeignete Verbindungselemente wie Schrauben, Klemmen, Stifte, oder Ähnliches verwendet
werden. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann ein Verbindungselement zum lösbaren
Verbinden verwendet werden, welches sich werkzeugfrei (anschaulich manuell) verbinden
und lösen lässt.
[0055] Die Standelemente 206 sind beispielsweise nicht fest (bzw. nicht direkt körperlich)
mit dem zweiten Tragegestellteil 404b verbunden, so dass das zweite Tragegestellteil
404b unabhängig von dem ersten Tragegestellteil 404a abgesenkt und/oder angehoben
werden kann. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen können die Standelemente 206 derart
angeordnet sein, dass das zweite Tragegestellteil 404b in den Bereich 204r zwischen
den Standelementen 206 abgesenkt werden kann.
[0056] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen können die Standelemente 206 zum Anheben des
ersten Tragegestellteils 404a auf eine vordefinierte Höhenposition verwendet werden.
Dazu kann eine Hubvorrichtung verwendet werden (siehe Fig.6A bis 6I sowie Fig.9A bis
9H). Zum Anheben und Absenken des zweiten Tragegestellteils 404b relativ zu dem ersten
Tragegestellteil 404a, zum Anheben des ersten Tragegestellteils 404a relativ zum Untergrund,
und zum gemeinsamen Anheben des ersten Tragegestellteils 404a und des zweiten Tragegestellteils
404b relativ zum Untergrund kann jeweils die gleiche oder dieselbe Hubvorrichtung
verwendet werden.
[0057] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann beispielsweise passend zu dem ersten Tragegestellteil
404a der Kompaktoranordnung 100 ein zweites Tragegestellteil 404b bereitgestellt sein
oder werden, wie in
Fig.4F in einer schematischen Ansicht veranschaulicht ist.
[0058] Das zweite Tragegestellteil 404b kann einen Tragrahmen 414r aufweisen sowie passend
zu den zu tragenden Aufbauten eingerichtete Trageelemente 414e. Beispielsweise kann
das zweite Tragegestellteil 404b eine Lageranordnung 414m zum Lagern eines Antriebs
112a aufweisen (siehe Fig.4G). Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das zweite
Tragegestellteil 404b mehrere Stützfüße 424 aufweisen. Wenn das zweite Tragegestellteil
404b auf einem Untergrund abgestellt ist, ist beispielsweise der Tragrahmen 414r mittels
der Stützfüße 424 abgestützt. Somit kann beispielsweise der Tragrahmen 414r des zweiten
Tragegestellteils 404b mittels eines Hubwagens unterfahren werden und das zweite Tragegestellteil
404b kann angehoben bzw. transportiert werden (siehe Fig.6A und 9A).
[0059] Wie in
Fig.4G in einer perspektivischen Ansicht dargestellt ist, kann, gemäß verschiedenen Ausführungsformen,
ein Kompaktor 102 auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet sein oder werden.
Wie vorangehend beschrieben ist, kann der Kompaktor 102 einen Antrieb 112a (z.B. einen
Motor), ein Kompaktierwerk 112 und eine Zuführvorrichtung 112t aufweisen. Ferner kann
der Kompaktor 102 weitere Bauteile aufweisen, wenn dies zum Betreiben des Kompaktors
102 hilfreich ist. Der Kompaktor 102 kann von einer externen Quelle (z.B. von einer
Versorgungsvorrichtung) mit elektrischer Energie versorgt werden, z.B. mittels einer
elektrischen Leitungsführung. Der Antrieb 112a zum Antreiben des Kompaktierwerks 112
kann fest mit dem zweiten Tragegestellteil 404b verbunden sein. Alternativ dazu kann
der Antrieb 112a federnd bzw. schwingungsgedämpft auf dem zweiten Tragegestellteil
404b abgestützt sein. Das Kompaktierwerk 112 kann fest mit dem zweiten Tragegestellteil
404b verbunden sein. Alternativ dazu kann das Kompaktierwerk 112 federnd bzw. schwingungsgedämpft
auf dem zweiten Tragegestellteil 404b abgestützt sein.
[0060] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das zweite Tragegestellteil 404b mindestens
eine Kupplung aufweisen (nicht dargestellt) zum Ankuppeln eines Zugmittels einer Hubvorrichtung
an das zweite Tragegestell 404b. Das erste Tragegestellteil 404a kann beispielsweise
derart eingerichtet sein, dass die Hubvorrichtung an dem zweiten Tragegestell abgestützt
werden kann. Die Kupplung kann beispielsweise eine Öse, einen Haken, oder jedes andere
geeignete Element sein zum Befestigen eines Zugmittels. Dabei kann die Kupplung derart
positioniert sein, dass das zweite Tragegestellteil 404b mittels des Zugmittels der
Hubvorrichtung im Schwerpunkt bzw. auf einer vertikalen Achse durch den Schwerpunkt
aufgehängt werden kann.
[0061] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung 100 weitere Baugruppen
aufweisen, wie beispielsweise in
Fig.5A in einer schematischen Ansicht dargestellt ist.
[0062] Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise eine Transportvorrichtung 200t zum
Transportieren der Behälter 104 in der Kompaktoranordnung 100 aufweisen, wie beispielsweise
vorangehend beschrieben ist. Die Transportvorrichtung 200t kann derart eingerichtet
sein, dass die Behälter 104 in die Kompaktoranordnung 100 hinein zu dem Kompaktor
102 und/oder durch die Kompaktoranordnung 100 hindurch zu einer zusätzlichen Kompaktoranordnung
100 transportiert werden können. Die Transportvorrichtung 200t kann beispielsweise
an dem ersten Tragegestellteil 404a angeordnet sein oder werden.
[0063] Die Kompaktoranordnung 100 kann ferner, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, eine
Selektiervorrichtung 200s aufweisen zum Selektieren von mittels der Transportvorrichtung
200t transportierten Behältern und zum Zuführen der selektierten Behälter zu dem Kompaktierwerk
112 des Kompaktors 102.
[0064] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Selektiervorrichtung 200s an dem ersten
Tragegestellteil 404a angeordnet sein. Die Selektiervorrichtung 200s kann unbeweglich
gelagert sein, z.B. in einer fest vorgegebenen Position und Lage bezüglich des ersten
Tragegestellteils 404a. Alternativ dazu kann die Selektiervorrichtung 200s beweglich,
z.B. schwenkbar, eingerichtet sein, so dass mittels eines Abschnitts der Selektiervorrichtung
200s beispielsweise bei Bedarf (z.B. im Wartungsfall) die Transportvorrichtung 200t
zumindest teilweise abgedeckt werden kann, wie beispielsweise in
Fig.5B veranschaulicht ist.
[0065] Die Kompaktoranordnung 100 kann, gemäß verschiedenen Ausführungsformen, ferner eine
Elektronik-Baugruppe 500e aufweisen zum Betreiben des Kompaktors 102, zum Betreiben
der Transportvorrichtung 200t bzw. zum Betreiben der Selektiervorrichtung 200s. Als
Betreiben kann dabei ein Steuern, ein Regeln, und/oder ein Versorgen mit elektrischer
Energie verstanden werden. Die Elektronik-Baugruppe 500e kann beispielsweise an dem
ersten Tragegestellteil 404a angeordnet sein oder werden. Die Transportvorrichtung
200t kann beispielsweise einen eigenen (separaten) Antrieb aufweisen. Beispielsweise
kann eine Bandtransportvorrichtung verwendet werden, bei welchem ein Transportband
zwischen zwei Umlenkrollen gespannt ist, wobei mindestens eine Umlenkrolle angetrieben
ist.
[0066] Beim Schwenken der Selektiervorrichtung 200s von einer Betriebsposition, wie beispielsweise
in Fig.5A veranschaulicht ist, in eine Wartungsposition (auch als Montageposition
bezeichnet), wie beispielsweise in Fig.5B veranschaulicht ist, kann eine elektrische
Energieversorgung des Kompaktors 102 (bzw. zumindest des Antriebs 112a des Kompaktors
102) unterbrochen werden, z.B. mittels eines Sicherheitsschalters 501.
[0067] In den nachfolgenden Figuren 6A bis 6I ist eine Kompaktoranordnung 100 zu verschiedenen
Zeitpunkten während eines Montierens in einer Perspektivansicht dargestellt, gemäß
verschiedenen Ausführungsformen, z.B. während eines Verfahrens zum Montieren (z.B.
des Aufstellens) der Kompaktoranordnung 100.
[0068] Wie in
Fig.6A veranschaulicht ist, kann eine Kompaktoranordnung 100 mittels eines Hubwagens 600w
transportiert werden. Die Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise in diesem Zustand
geliefert werden. Die Kompaktoranordnung 100 kann somit auf einfache Weise an einem
gewünschten Aufstellort abgestellt werden. Dazu kann das Tragegestell 204 bzw. das
zweite Tragegestellteil 404b Stützfüße 424 aufweisen, wie vorangehend beschrieben
ist. Zum Transportieren kann beispielsweise das zweite Tragegestellteil 404b mit dem
ersten Tragegestellteil 404a mittels einer lösbaren Verbindung gekuppelt sein.
[0069] Zum Montieren der Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise dessen Gehäuse 300g
entfernt werden, wie beispielsweise in
Fig.6B veranschaulicht ist.
[0070] Anschließend können die Standelemente 206 in die entsprechenden Hohlprofile 404h
eingesteckt werden, wie beispielsweise in
Fig.6C veranschaulicht ist.
[0071] Anschließend kann die Selektiervorrichtung 200s in die Wartungsposition bzw. Montageposition
gelappt werden, wie beispielsweise in
Fig.6D veranschaulicht ist.
[0072] Anschließend kann eine Hubvorrichtung 600h auf die Standelemente 206 aufgesetzt werden,
wie beispielsweise in
Fig.6E und
Fig.6F veranschaulicht ist.
[0073] Wie in
Fig.6G veranschaulicht ist, kann ein Zugmittel 600z der Hubvorrichtung 600h mit dem Tragegestell
204 bzw. mit dem zweiten Tragegestellteil 404b gekuppelt werden. Die Hubvorrichtung
600h kann beispielsweise eine Kurbel und ein Zugseil aufweisen. Somit kann eine Kraft
zwischen den Standelementen 206 und dem Tragegestell 204 vermittelt werden, so dass
das Tragegestell 204 angehoben werden kann. Anschaulich wird somit ein Selbsthebemechanismus
bereitgestellt, bei dem die Standelemente 206 durch die Hohlprofile 404h hindurch
gedrückt werden, bis das Tragegestell 204 (z.B. aufweisend die beiden Tragegestellteile
404a, 404b) auf einer vordefinierten Höhe positioniert ist, wie in
Fig.6H veranschaulicht ist. Anschließend kann beispielsweise die Hubvorrichtung 600h entfernt
werden und beispielsweise ein Gehäuse 300g der Kompaktoranordnung 100 befestigt werden,
z.B. aufgesetzt werden, wie beispielsweise in Fig.8 in einer schematischen Perspektivansicht
veranschaulicht ist. Vor dem Anbringen des Gehäuses 300g kann die Selektiervorrichtung
200s aus der Montageposition (bzw. Wartungsposition) in die Betriebsposition bewegt
werden. Somit steht die Kompaktoranordnung 100 zum Kompaktieren von Behältern 104,
die mittels der Transportvorrichtung 200t transportiert werden, bereit, wie vorangehend
beschrieben ist.
[0074] Ferner kann der Kompaktor 102 der Kompaktoranordnung 100 auf einfache Weise gewartet,
gereinigt, ausgetauscht und/oder repariert werden (dies kann hierin auch als montiert
werden bezeichnet sein). In
Fig.6I ist die Kompaktoranordnung 100 in einer schematischen Perspektivansicht dargestellt.
Gemäß verschiedenen Ausführungsformen, kann die Hubvorrichtung 600h auf das Tragegestell
204 aufgesetzt werden, d.h. auf das erste Tragegestellteil 404a oder auf die Standelemente.
Wenn die Kompaktoranordnung 100 in Betrieb war, kann zuvor das Gehäuse 300g entfernt
werden und die Selektiervorrichtung 200s aus der Betriebsposition in die Montageposition
(bzw. Wartungsposition) bewegt werden.
[0075] Der Kompaktor 102 kann beispielsweise mittels der Hubvorrichtung 600h gemeinsam mit
dem zweiten Tragegestellteil 404b abgesenkt werden. Die Hubvorrichtung 600h kann beispielsweise
manuell betrieben werden. Die Hubvorrichtung 600h kann sich auf dem ersten Tragegestellteil
404a abstützen und mittels eines Zugmittels 600z an das zweite Tragegestellteil 404b
gekuppelt sein oder werden.
[0076] Das zweite Tragegestellteil 404b kann beispielsweise auf einem Untergrund abgestellt
werden. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Montage der Kompaktoranordnung
100 (z.B. ein einfaches und schnelles Austauschen des Kompaktors 102 gegen einen anderen,
oder einen verbesserten Zugang zu dem Kompaktor 102 Zwecks einer Reparatur oder Ähnlichem).
Aufgrund dessen, dass beispielsweise die Transportvorrichtung 200t an dem ersten Tragegestellteil
404a angeordnet ist, kann diese weiter betrieben werden, auch wenn sich der Kompaktor
102 nicht in dessen Befestigungsposition in dem Aufnahmeraum 400a des ersten Tragegestellteils
404a befindet. Daher kann es beispielsweise hilfreich sein, die Transportvorrichtung
200t in diesem Fall abzudecken bzw. unzugänglich zu machen, z.B. mittels Schwenkens
der Selektiervorrichtung 200s über die Transportvorrichtung 200t. Dabei kann ein Transportkanal
zum Transportieren der Behälter durch die Kompaktoranordnung 100 hindurch bereitgestellt
sein. Dabei wird der Transportkanal derart bereitgestellt, dass der Transportweg für
die zu transportierenden Behälter 104 nicht gestört wird.
[0077] Fig.7 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens 700 zum Montieren (z.B. zum
Aufstellen) einer Kompaktoranordnung 100, siehe auch Fig.6A bis 6I, gemäß verschiedenen
Ausführungsformen. Das Verfahren 700 zum Montieren einer Kompaktoranordnung 100 kann
beispielsweise Folgendes aufweisen: in 710, Aufstellen eines Tragegestells 204 auf
einen Untergrund, wobei das Tragegestell mehrere Hohlprofile 404h aufweist; in 720,
Einstecken mehrerer Standelemente 206 (z.B. von oben) in die mehreren Hohlprofile
404h hinein, wobei jeweils ein Standelement 206 der mehreren Standelemente in ein
Hohlprofil 404h der mehreren Hohlprofile gesteckt ist; in 730, Durchschieben der Standelemente
206 durch die Hohlprofile 404h zum Anheben des Tragegestells 204 auf eine vordefinierte
Höhe; und anschließend, in 740, Verbinden des Tragegestells 204 mit den mehreren Standelementen
206 so dass das Tragegestell auf den Standelementen 206 in der vordefinierten Höhe
abgestützt wird.
[0078] Wenn das Tragegestell 204 beispielsweise aus zwei Tragegestellteilen 404a, 404b gebildet
ist, wie hierin beschrieben ist, kann das Verfahren 700 Folgendes aufweisen: in 710,
Aufstellen der Kompaktoranordnung 100 (z.B. Aufstellen der beiden Tragegestellteile
404a, 404b sowie des Kompaktors 102, welcher auf dem zweiten Tragegestellteil 404b
angeordnet ist) auf einen Untergrund, wobei das erste Tragegestellteil 404a mehrere
Hohlprofile 404h aufweist; in 720, Einstecken mehrerer Standelemente 206 (z.B. von
oben) in die mehreren Hohlprofile 404h hinein, wobei jeweils ein Standelement 206
der mehreren Standelemente in ein Hohlprofil 404h der mehreren Hohlprofile gesteckt
ist; in 730, Durchschieben der Standelemente 206 durch die Hohlprofile 404h zum Anheben
der beiden Tragegestellteile 404a, 404b auf eine vordefinierte Höhe (hier kann beispielsweise
das zweite Tragegestellteil 404b angehoben werden, wobei das erste Tragegestellteil
404a gleichzeitig mit angehoben wird, da das zweite Tragegestellteil 404b zumindest
einen Formschluss mit dem ersten Tragegestellteil 404a bildet); und anschließend,
in 740, Verbinden des ersten Tragegestellteils 404a mit den mehreren Standelementen
206 so dass erste Tragegestellteil 404a auf den Standelementen 206 in der vordefinierten
Höhe abgestützt wird. Das zweite Tragegestellteil 404b ist dabei beispielsweise mittels
einer lösbaren Verbindung mit dem ersten Tragegestellteil 404a gekuppelt.
[0079] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung 100 ausgetauscht
oder gereinigt werden, ohne das Tragegestell 204 (bzw. das erste Tragegestellteil
404a) wieder abzusenken. Dazu kann beispielsweise ein Verfahren aufweisen: Lösen des
zweiten Tragegestellteils 404b von dem ersten Tragegestellteil 404a; Entfernen (z.B.
mittels Absenkens) des auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordneten Kompaktors
102 aus dem Aufnahmeraum 400a des ersten Tragegestellteils 404a; und beispielsweise
Abstellen des zweiten Tragegestellteils 404b auf dem Untergrund. Dazu kann eine Hubvorrichtung
verwendet werden, wie vorangehend beschrieben ist, siehe beispielsweise Fig.6I.
[0080] Wie beispielsweise in
Fig.8 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt ist, kann die Kompaktoranordnung 100
(z.B. während diese in dem Betriebsmodus betrieben wird) ein Gehäuse 300g aufweisen.
Das Gehäuse 300g kann den Kompaktor 102, die Selektiervorrichtung 200s und die Transportvorrichtung
200t abdecken.
[0081] Allgemein kann die Kompaktoranordnung 100 derart eingerichtet sein, dass diese sowohl
im Betriebsmodus als auch im Montagemodus (z.B. Wartungsmodus) einen ausreichenden
Eingriff-Schutz bietet, so dass ein Benutzer und/oder Servicepersonal vor einem versehentlichen
Eingriff in sich bewegende Bauteile (z.B. in das Kompaktierwerk 112 des Kompaktors
102) geschützt ist.
[0082] In den vorangehend beschriebenen Figuren ist jeweils eine Kompaktoranordnung 100
mit nur einem Kompaktor 102 dargestellt. In analoger Weise kann auch eine Kompaktoranordnung
100 bereitgestellt sein oder werden, die zwei Kompaktoren 102 oder auch mehr als zwei
Kompaktoren 102 aufweist.
[0083] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen können zwei der ersten Tragegestellteile 404a
zu einem gemeinsamen ersten Tragegestellteil 404a verbunden sein oder werden oder,
mit anderen Worten, kann das erste Tragegestellteil 404a derart eingerichtet sein,
dass dieses zwei (oder mehr als zwei) Aufnahmeräume 400a aufweist zum Aufnehmen von
zwei (oder mehr als zwei) zweiten Tragegestellteilen 404b. Somit können beispielsweise
zwei Kompaktoren 102 (oder mehr als zwei Kompaktoren 102) nebeneinander auf einem
gemeinsamen ersten Tragegestellteil 404a angeordnet sein oder werden (siehe Fig.9A
bis 9H).
[0084] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann die Kompaktoranordnung 100, wie vorangehend
beschrieben ist, ein erstes Tragegestellteil 404a und ein zweites Tragegestellteil
404b aufweisen, welche derart eingerichtet sind, dass diese lösbar miteinander gekuppelt
werden können, sowie einen Kompaktor zum Kompaktieren von Behältern, wobei der Kompaktor
auf dem zweiten Tragegestellteil angeordnet ist. Die Kompaktoranordnung 100 kann ferner
ein zusätzliches zweites Tragegestellteil 404b sowie einen zusätzlichen Kompaktor
102 aufweisen, die in gleicher Weise wie das vorangehend zweite Tragegestellteil 404b
und der Kompaktor 102 eingerichtet sind. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann
das erste Tragegestellteil derart eingerichtet ist, dass dieses einen zusätzlichen
Aufnahmeraum 400a zum Aufnehmen des zusätzlichen zweiten Tragegestellteils 404b und
des auf dem zusätzlichen zweiten Tragegestellteil 404b angeordneten zusätzlichen Kompaktors
102 aufweist.
[0085] In den Figuren 9A bis 9H ist jeweils eine Kompaktoranordnung 100 mit zwei Kompaktoren
102 zu verschiedenen Zeitpunkten während eines Montagevorgangs, z.B. während eines
Aufstellens oder Wartungsvorgangs, in einer perspektivischen Ansicht dargestellt.
[0086] Dabei kann das Tragegestell 204 der Kompaktoranordnung 100 Folgendes aufweisen: ein
erstes Tragegestellteil 404a und zwei zweite Tragegestellteile 404b, wobei jeweils
ein Kompaktor 102 auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet ist. Das erste
Tragegestellteil 404a ist derart eingerichtet (z.B. anschaulich wie zwei miteinander
verbundene erste Tragegestellteile 404a wie sie bezüglich Fig.6A bis 6I beschrieben
sind), dass die Kompaktoren 102 mit den zweiten Tragegestellteilen 404b in jeweils
einen Aufnahmeraum des ersten Tragegestellteils 404a eingebracht werden können. Anschaulich
ist in den Figuren 9A bis 9H ein Doppelmodul beschrieben, welches zwei Kompaktoren
102 aufweist, wobei das Doppelmodul in ähnlicher Weise eingerichtet ist, wie das Einzelmodul.
Beispielsweise können für jeden Kompaktor 102 eine Transportvorrichtung 200t, eine
Selektiervorrichtung 200s und eine Elektronik-Baugruppe 500e an dem ersten Tragegestellteil
404a befestigt sein. Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Doppelmodul wie
nachfolgend beschrieben ist montiert bzw. aufgestellt werden.
[0087] Wie in
Fig.9A veranschaulicht ist, kann eine Kompaktoranordnung 100 mittels eines Hubwagens 600w
transportiert werden, gemäß verschiedenen Ausführungsformen. Die Kompaktoranordnung
100 kann beispielsweise in diesem Zustand geliefert werden. Die Kompaktoranordnung
100 kann somit auf einfache Weise an einem gewünschten Aufstellort abgestellt werden.
[0088] Dazu kann das Tragegestell 204 bzw. die zweiten Tragegestellteile 404b Stützfüße
424 aufweisen, wie vorangehend beschrieben ist. Zum Transportieren können beispielsweise
beide zweite Tragegestellteile 404b jeweils mit dem ersten Tragegestellteil 404a mittels
einer lösbaren Verbindung gekuppelt sein.
[0089] Zum Montieren der Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise dessen Gehäuse 300g
entfernt sein werden.
[0090] Anschließend können die Standelemente 206 in die entsprechenden Hohlprofile 404h
des Tragegestells 204 bzw. des ersten Tragegestellteils 404a eingesteckt werden, wie
beispielsweise in
Fig.9B veranschaulicht ist. Dazu können beispielsweise sechs Standelemente 206 verwendet
werden, um das gesamte erste Tragegestellteil 404a anzuheben.
[0091] Zumindest eine der Selektiervorrichtungen 200s der Kompaktoranordnung 100 kann in
die Wartungsposition bzw. Montageposition gelappt sein oder werden. Beispielsweise
kann diejenige Selektiervorrichtung 200s der Kompaktoranordnung 100 in die Wartungsposition
bzw. Montageposition gelappt werden, die dem Kompaktor 102 (sowie dem zugehörigen
zweiten Tragegestellteil 404b) zugeordnet ist, der gleichzeitig mit dem ersten Tragegestellteil
404a angehoben wird, wie in
Fig.9C und
Fig.9D veranschaulicht ist.
[0092] Ferner kann eine Hubvorrichtung 600h auf einige der Standelemente 206 aufgesetzt
werden, z.B. auf vier Standelemente, die dem Kompaktor 102 (sowie dem zugehörigen
zweiten Tragegestellteil 404b) zugeordnet ist, der gleichzeitig mit dem ersten Tragegestellteil
404a angehoben wird.
[0093] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann ein Kompaktor 102 und das zugehörige zweite
Tragegestellteil 404b, auf dem der Kompaktor 102 angeordnet ist, als Kompaktor-Modul
bezeichnet werden. Die bezüglich der Figuren 9A bis 9H beschriebene Kompaktoranordnung
100 weist beispielsweise ein Tragegestell 204, 404a auf, dass zwei Kompaktor-Module
tragen kann. Die vorangehend bezüglich der Figuren 6A bis 6I beschriebene Kompaktoranordnung
100 weist beispielsweise ein Tragegestell 204, 404a auf, dass nur ein Kompaktor-Modul
tragen kann. Im Folgenden wird ohne Beschränkung der Allgemeinheit der Kompaktor 102
(sowie das zugehörige zweite Tragegestellteil 404b), der gleichzeitig mit dem ersten
Tragegestellteil 404a angehoben wird, als erster Kompaktor 102 bezeichnet, und der
andere Kompaktor 102 (sowie das zugehörige zweite Tragegestellteil 404b) als zweiter
Kompaktor 102.
[0094] Wie in Fig.9D veranschaulicht ist, kann der erste Kompaktor 102 der beiden Kompaktoren
mittels dessen zweiten Tragegestellteils 404b in einem ersten Aufnahmeraum der beiden
Aufnahmeräume des ersten Tragegestellteils 404a angeordnet sein, und gemeinsam mit
dem ersten Tragegestellteil 404a angehoben werden.
[0095] Wie vorangehend beschrieben, kann ein Zugmittel 600z der Hubvorrichtung 600h mit
dem zweiten Tragegestellteil 404b des ersten Kompaktors 102 (d.h. mit dem ersten Kompaktor-Modul)
gekuppelt werden. Die Hubvorrichtung 600h kann beispielsweise eine Kurbel und ein
Zugseil aufweisen. Somit kann eine Kraft zwischen den Standelementen 206 und dem ersten
Tragegestellteil 404a vermittelt werden, so dass das erste Tragegestellteil 404a gemeinsam
mit dem ersten Kompaktor 102 angehoben werden kann. Anschaulich wird somit ein Selbsthebemechanismus
bereitgestellt, bei dem die Standelemente 206 durch die Hohlprofile 404h hindurch
gedrückt werden, bis das erste Tragegestellteil 404a auf einer vordefinierten Höhe
positioniert ist. Dabei kann der zweite Kompaktor 102 mit dem zweiten Tragegestellteil
404b (d.h. das zweite Kompaktor-Modul) auf dem Untergrund stehend verbleiben, d.h.
nicht mit angehoben werden.
[0096] Wie in Fig.9C und Fig.9D veranschaulicht ist, kann das erste Tragegestellteil 404a
mittels der Hubvorrichtung 600h derart angehoben werden, dass ein erstes Kompaktor-Modul
der beiden Kompaktor-Module gleichzeitig mit dem ersten Tragegestellteil 404a angehoben
wird. Dazu kann beispielsweise die Hubvorrichtung 600h mit dem ersten Kompaktor-Modul
gekuppelt sein. Ferner kann die Hubvorrichtung 600h auf mehreren Standelementen 206
abgestützt sein, so dass das erste Tragegestellteil 404a mittels eines Selbsthebemechanismus
angehoben werden kann. Das Anheben kann beispielsweise manuell mittels einer Kurbel
und eines umgelenkten Zugmittels erfolgen.
[0097] Anschließend kann der zweite Kompaktor 102 (bzw. das zweite Kompaktor-Modul) in den
zugehörigen Aufnahmeraum des ersten Tragegestellteils 404a gehoben werden, wie beispielsweise
in
Fig.9E und
Fig.9F veranschaulicht ist. Ferner kann zum Anheben des zweiten Kompaktor-Moduls die Hubvorrichtung
600h umgesetzt werden, wie in Fig.9E veranschaulicht ist. Die Hubvorrichtung 600h
kann beispielsweise auf dem ersten Tragegestellteil 404a abgestützt sein oder werden
und das Zugmittel 900z kann mit dem zweiten Kompaktor-Modul gekuppelt werden. Ferner
können die jeweiligen Selektiervorrichtungen 200s entsprechend umgestellt werden.
[0098] Wie beispielsweise in
Fig.9G in einer perspektivischen Ansicht veranschaulicht ist, können auch beide Kompaktoren
102 der Kompaktoranordnung 100 gleichzeitig im Betriebsmodus sein. Dazu kann die Hubvorrichtung
600h entfernt sein. Auch können bis auf vier Standelemente 206 alle zusätzlichen,
beispielsweise zum Montieren der Kompaktoranordnung 100 verwendeten, Standelemente
206 entfernt werden.
[0099] Wie beispielsweise in
Fig.9H in einer perspektivischen Ansicht dargestellt ist, kann die Kompaktoranordnung 100
(z.B. während beide Kompaktoren 102 in dem Betriebsmodus betrieben werden) ein Gehäuse
300g aufweisen. Das Gehäuse 300g kann die beiden Kompaktoren 102, die beiden Selektiervorrichtungen
200s und die beiden Transportvorrichtungen 200t der Kompaktoranordnung 100 abdecken.
[0100] Die Kompaktoranordnung 100 kann auf einfache Weise gewartet werden. Der jeweilige
Kompaktor 102 der Kompaktoranordnung 100 kann beispielsweise mittels der Hubvorrichtung
600h gemeinsam mit dem zugehörigen zweiten Tragegestellteil 404b abgesenkt werden.
Anschaulich kann jedes der Kompaktor-Module unabhängig voneinander abgesenkt werden
um diese zu reinigen, zu reparieren, auszutauschen, oder Ähnliches. Die Hubvorrichtung
600h kann beispielsweise manuell betrieben werden. Die Hubvorrichtung 600h kann sich
auf dem ersten Tragegestellteil 404a abstützen und mittels eines Zugmittels 600z an
das zweite Tragegestellteil 404b gekuppelt sein oder werden, wie beispielsweise in
Fig.9E und Fig.9F veranschaulicht ist.
[0101] Das zweite Tragegestellteil 404b kann beispielsweise auf einem Untergrund abgestellt
werden. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Montage der Kompaktoranordnung
100 (z.B. ein einfaches und schnelles Austauschen des Kompaktors 102 gegen einen anderen,
oder einen verbesserten Zugang zu dem Kompaktor 102 Zwecks einer Reparatur oder Ähnlichem).
Aufgrund dessen, dass beispielsweise beide Transportvorrichtungen 200t an dem ersten
Tragegestellteil 404a angeordnet sind, können diese weiter betrieben werden, auch
wenn sich einer der Kompaktoren 102 oder beide Kompaktoren 102 nicht in dem ersten
Tragegestellteil 404a befinden. Daher kann es beispielsweise hilfreich sein, die Transportvorrichtung
200t abzudecken bzw. unzugänglich zu machen, z.B. mittels Schwenkens der Selektiervorrichtung
200s über die Transportvorrichtung 200t. Dabei kann ein Transportkanal zum Transportieren
der Behälter durch die Kompaktoranordnung 100 hindurch bereitgestellt sein. Dabei
wird der Transportkanal beispielsweise derart bereitgestellt, dass der Transportweg
für die zu transportierenden Behälter 104 nicht gestört wird.
[0102] Der jeweilige Kompaktor 102 kann beispielsweise mittels dessen zweiten Tragegestellteils
404b unterhalb des ersten Tragegestellteils 404a auf dem Untergrund angeordnet sein
oder werden. In diesem Zustand ist beispielsweise der jeweilige Kompaktor 102 für
eine Wartung frei zugänglich. Der andere der beiden Kompaktoren 102 kann beispielsweise
im regulären Betrieb sein. Wie in Fig.9E veranschaulicht ist, ist entsprechend auch
eine der beiden Selektiervorrichtungen 200s in die Wartungsposition geschwenkt und
die andere der beiden Selektiervorrichtungen 200s ist in der Betriebsposition. Alternativ
dazu können in ähnlicher Weise auch beide Kompaktoren 102 nacheinander aus dem ersten
Tragegestellteil 404a entfernt, z.B. abgesenkt, werden.
[0103] Das Schwenken der jeweiligen Selektiervorrichtung 200s in die Wartungsposition (bzw.
Montageposition) kann beispielsweise ermöglichen, dass das Zugmittel 600z der Hubvorrichtung
600h entsprechend geführt werden kann.
[0104] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann das Tragegestell 204 der Kompaktoranordnung
100 ein erstes Tragegestellteil 404a aufweisen, wie vorangehend beschrieben ist, wobei
das erste Tragegestellteil 404a einen ersten Aufnahmeraum aufweist zum Aufnehmen eines
ersten zusätzlichen Tragegestellteils 404b (das zusätzliche Tragegestellteil wird
hierin auch als zweites Tragegestellteil 404b bezeichnet) und wobei das erste Tragegestellteil
einen zweiten Ausnahmeraum aufweist zum Aufnehmen eines zweiten zusätzlichen Tragegestellteils
404b (das zusätzliche Tragegestellteil wird hierin auch als zweites Tragegestellteil
404b bezeichnet); wobei das Anheben des Tragegestells 204 derart erfolgt, dass das
erste zusätzliche Tragegestellteil 404b in dem ersten Aufnahmeraum befestigt wird
und gemeinsam mit dem ersten Tragegestellteil 404a angehoben wird, und wobei schließend,
das zweite zusätzliche Tragegestellteil 404b in den zweiten Aufnahmeraum gehoben wird
und in dem zweiten Aufnahmeraum befestigt wird.
[0105] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann eine Kompaktoranordnung 100 Folgendes
aufweisen: ein Tragegestell 204 zum Tragen eines Kompaktors 102 oder zum Tragen mehrerer
Kompaktoren 102.
[0106] Zum Tragen eines Kompaktors 102 kann das Tragegestell 204 ein erstes Tragegestellteil
404a und ein zweites Tragegestellteil 404b, welche derart eingerichtet sind, dass
diese lösbar miteinander gekuppelt werden können, wobei der Kompaktor 102 auf dem
zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet ist. Der Kompaktor 102 kann (z.B. direkt)
an dem zweiten Tragegestellteil 404b befestigt sein. Das erste Tragegestellteil 404a
kann einen Aufnahmeraum aufweisen zum Aufnehmen des auf dem zweiten Tragegestellteil
404b angeordneten Kompaktors 102.
[0107] Zum Tragen zweier Kompaktoren 102 kann das Tragegestell 204 ein erstes Tragegestellteil
404a (anschaulich zwei miteinander verbundene erste Tragegestellteile 404b, wie hierin
beschrieben ist) aufweisen sowie ein erstes zusätzliches Tragegestellteil 404b und
ein zweites zusätzliches Tragegestellteil, welche derart eingerichtet sind, dass die
zusätzlichen Tragegestellteile 404b lösbar mit dem ersten Tragegestellteil 404a gekuppelt
werden können, wobei ein erster Kompaktor 102 auf dem ersten zusätzlichen Tragegestellteil
404b angeordnet ist, und wobei ein zweiter Kompaktor 102 auf dem zweiten zusätzlichen
Tragegestellteil 404b angeordnet ist (das jeweilige zusätzliche Tragegestellteil wird
hierin auch als zweites Tragegestellteil 404b bezeichnet). Der jeweilige Kompaktor
102 kann (z.B. direkt) an dem jeweiligen zusätzlichen Tragegestellteil 404b befestigt
sein. Das erste Tragegestellteil 404a kann einen ersten Aufnahmeraum aufweisen zum
Aufnehmen des auf dem ersten zusätzlichen Tragegestellteil 404b angeordneten ersten
Kompaktors 102 und einen zweiten Aufnahmeraum zum Aufnehmen des auf dem zweiten zusätzlichen
Tragegestellteil 404b angeordneten zweiten Kompaktors 102.
[0108] Gemäß verschiedenen Ausführungsformen kann ein Verfahren zum Montieren (z.B. zum
Warten, Reinigen, Reparieren, etc.) einer Kompaktoranordnung 100 Folgendes aufweisen:
Lösen eines zweiten Tragegestellteils 404b von einem ersten Tragegestellteil 404a
eines Tragegestells 204 einer Kompaktoranordnung 100; Entfernen (z.B. mittels Absenkens)
eines auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordneten Kompaktors 102 aus einem
Aufnahmeraum 400a des ersten Tragegestellteils 404a; und beispielsweise Abstellen
des zweiten Tragegestellteils 404b auf einem Untergrund.
[0109] Im Folgenden werden mit Bezug auf die vorangehend beschriebenen Figuren verschiedene
Beispiele und Kombinationen von Beispielen aufgeführt.
[0110] Beispiel 1 ist eine Kompaktoranordnung 100 zum Kompaktieren von Behältern 104, die
Kompaktoranordnung 100 aufweisend: ein Tragegestell 204 zum Tragen eines Kompaktors
102, wobei das Tragegestell 204 mehrere Hohlprofile 404h aufweist; mehrere Standelemente
206 zum Aufstellen des Tragegestells 204 auf einem Untergrund, wobei jeweils ein Standelement
der mehreren Standelemente 206 durch je ein Hohlprofil der mehreren Hohlprofile 404h
gesteckt ist, wobei die mehreren Hohlprofile 404h und die mehreren Standelemente 206
derart eingerichtet sind, dass die mehreren Standelemente 206 durch die mehreren Hohlprofile
404h hindurch bewegt werden können zum Anheben des Tragegestells 204 auf eine vordefinierte
Höhe; und eine Verbindungsstruktur zum Verbinden des Tragegestells 204 mit den mehreren
Standelementen 206 derart, dass das Tragegestell 204 auf den Standelementen 206 in
der vordefinierten Höhe abgestützt wird.
[0111] In Beispiel 2 weist die Kompaktoranordnung gemäß Beispiel 1 optional ferner auf:
eine Hubvorrichtung 600h, welche derart eingerichtet ist, dass eine Kraft zwischen
dem Tragegestell 204 und den mehreren Standelementen 206 übertragen wird zum Anheben
des Tragegestells 204.
[0112] In Beispiel 3 weist die Kompaktoranordnung gemäß Beispiel 2 optional auf, dass die
Hubvorrichtung 600h auf den mehreren Standelementen 206 abgestützt z.B. aufgesteckt
oder aufgesetzt ist.
[0113] In Beispiel 4 weist die Kompaktoranordnung gemäß einem der Beispiele 1 bis 3 optional
auf, dass die Verbindungsstruktur das jeweilige Standelement 206 in dem jeweiligen
Hohlprofil 404h fixiert.
[0114] In Beispiel 5 weist die Kompaktoranordnung gemäß einem der Beispiele 1 bis 4 optional
auf, dass jedes der Standelemente 206 an dessen Endabschnitt ein höhenverstellbar
eingerichtetes Justierelement 404s aufweist, mit welchem das Standelement 206 auf
dem Untergrund aufsteht.
[0115] In Beispiel 6 weist die Kompaktoranordnung gemäß einem der Beispiele 1 bis 5 optional
auf, dass das Tragegestell 204 ein erstes Tragegestellteil 404a und ein zweites Tragegestellteil
404b aufweist, wobei der Kompaktor 102 auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnet
ist, und wobei das erste Tragegestellteil 404a derart eingerichtet ist, dass dieses
einen Aufnahmeraum 400a zum Aufnehmen des auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordneten
Kompaktors 102 bildet.
[0116] In Beispiel 7 weist die Kompaktoranordnung gemäß Beispiel 6 optional auf, dass das
Tragestell 204 derart eingerichtet ist, dass das zweite Tragegestellteil 404b und
der auf dem zweiten Tragegestellteil 404b angeordnete Kompaktor entlang einer Montagerichtung
400m in den Aufnahmeraum 400a hinein und aus dem Aufnahmeraum heraus bewegt werden
kann.
[0117] In Beispiel 8 weist die Kompaktoranordnung gemäß Beispiel 6 oder 7 optional auf,
dass das Tragegestell 204 mindestens einen Anschlag 434a aufweist, welcher eine Befestigungsposition
des zweiten Tragegestellteils 404b in dem Aufnahmeraum 400a des ersten Tragegestellteils
404a definiert, so dass die beiden Tragegestellteile 404a, 404b in der Befestigungsposition
lösbar miteinander gekuppelt werden können.
[0118] In Beispiel 9 weist die Kompaktoranordnung gemäß Beispiel 8 optional auf, dass das
zweite Tragegestellteil 404b eine Aufhängstruktur zum Ankuppeln der Hubvorrichtung
aufweist, so dass das erste Tragegestellteil 404a mittels des zweiten Tragegestellteils
404b mittels der Hubvorrichtung 600h angehoben werden kann.
[0119] In Beispiel 10 weist die Kompaktoranordnung gemäß einem der Beispiele 1 bis 9 optional
auf, dass der Kompaktor 102 ein Kompaktierwerk 112 zum Kompaktieren der Behälter 104
und einen Antrieb 112a zum Antreiben der Kompaktierwerks 112 aufweist.
[0120] Beispiel 11 ist eine Kompaktoreinrichtung 300, aufweisend: mehrere Kompaktoranordnungen
100 gemäß einem der Beispiele 1 bis 10, wobei die Kompaktoranordnungen 100 derart
relativ zueinander angeordnet sind, dass Behälter 104 entlang eines Transportwegs
durch die Kompaktoranordnungen 100 hindurch transportiert werden können.
[0121] Beispiel 12 ist ein Verfahren zum Montieren einer Kompaktoranordnung 100, das Verfahren
aufweisend: Aufstellen eines Tragegestells 204 auf einen Untergrund, wobei das Tragegestell
mehrere Hohlprofile 404h aufweist; Einstecken mehrerer Standelemente 206 in die mehreren
Hohlprofile hinein, wobei jeweils ein Standelement der mehreren Standelemente in ein
Hohlprofil 404h der mehreren Hohlprofile gesteckt ist; Durchschieben der Standelemente
206 durch die Hohlprofile zum Anheben des Tragegestells 204 auf eine vordefinierte
Höhe; und Verbinden des Tragegestells 204 mit den mehreren Standelementen 206, so
dass das Tragegestell 204 auf den Standelementen 206 in der vordefinierten Höhe abgestützt
wird.
[0122] In Beispiel 13 weist das Verfahren gemäß Beispiel 12 optional auf, dass zum Durchschieben
der Standelemente 206 durch die Hohlprofile 404h hindurch eine Hubkraft zwischen den
Standelementen 206 und dem Tragegestell 204 erzeugt wird.
[0123] In Beispiel 14 weist das Verfahren gemäß Beispiel 13 optional auf, dass die Hubkraft
mittels eine Zugmittels 600z erzeugt wird.
[0124] In Beispiel 15 weist das Verfahren gemäß einem der Beispiele 12 bis 14 optional auf,
dass das Tragegestell 204 ein erstes Tragegestellteil 404a aufweist, wobei das erste
Tragegestellteil 404a einen ersten Aufnahmeraum 400a aufweist zum Aufnehmen eines
ersten zusätzlichen Tragegestellteils 404b und wobei das erste Tragegestellteil 404a
einen zweiten Ausnahmeraum 400a aufweist zum Aufnehmen eines zweiten zusätzlichen
Tragegestellteils 404b; wobei das Anheben des Tragegestells 204 derart erfolgt, dass
das erste zusätzliche Tragegestellteil 404b in dem ersten Aufnahmeraum 400a befestigt
wird und gemeinsam mit dem ersten Tragegestellteil 404a angehoben wird, und wobei
schließend das zweite zusätzliche Tragegestellteil 404b in den zweiten Aufnahmeraum
400a gehoben wird.
1. Kompaktoranordnung (100) zum Kompaktieren von Behältern (104), die Kompaktoranordnung
(100) aufweisend:
• ein Tragegestell (204) zum Tragen eines Kompaktors (102), wobei das Tragegestell
(204) mehrere Hohlprofile (404h) aufweist;
• mehrere Standelemente (206) zum Aufstellen des Tragegestells (204) auf einem Untergrund,
wobei jeweils ein Standelement der mehreren Standelemente (206) durch je ein Hohlprofil
der mehreren Hohlprofile (404h) gesteckt ist,
• wobei die mehreren Hohlprofile (404h) und die mehreren Standelemente (206) derart
eingerichtet sind, dass die mehreren Standelemente (206) durch die mehreren Hohlprofile
(404h) hindurch bewegt werden können zum Anheben des Tragegestells (204) auf eine
vordefinierte Höhe; und
• eine Verbindungsstruktur zum Verbinden des Tragegestells (204) mit den mehreren
Standelementen (206) derart, dass das Tragegestell (204) auf den Standelementen (206)
in der vordefinierten Höhe abgestützt wird.
2. Kompaktoranordnung gemäß Anspruch 1, ferner aufweisend:
eine Hubvorrichtung (600h), welche derart eingerichtet ist, dass eine Kraft zwischen
dem Tragegestell (204) und den mehreren Standelementen (206) übertragen wird zum Anheben
des Tragegestells (204).
3. Kompaktoranordnung gemäß Anspruch 2,
wobei die Hubvorrichtung (600h) auf den mehreren Standelementen (206) abgestützt (z.B.
aufgesteckt oder aufgesetzt) ist.
4. Kompaktoranordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei die Verbindungsstruktur das jeweilige Standelement (206) in dem jeweiligen Hohlprofil
(404h) fixiert.
5. Kompaktoranordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei jedes der Standelemente (206) an dessen Endabschnitt ein höhenverstellbar eingerichtetes
Justierelement (404s) aufweist, mit welchem das Standelement (206) auf dem Untergrund
aufsteht.
6. Kompaktoranordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei das Tragegestell (204) ein erstes Tragegestellteil (404a) und ein zweites Tragegestellteil
(404b) aufweist,
wobei der Kompaktor (102) auf dem zweiten Tragegestellteil (404b) angeordnet ist,
und
wobei das erste Tragegestellteil (404a) derart eingerichtet ist, dass dieses einen
Aufnahmeraum (400a) zum Aufnehmen des auf dem zweiten Tragegestellteil (404b) angeordneten
Kompaktors (102) bildet.
7. Kompaktoranordnung gemäß Anspruch 6,
wobei das Tragestell (204) derart eingerichtet ist, dass das zweite Tragegestellteil
(404b) und der auf dem zweiten Tragegestellteil (404b) angeordnete Kompaktor (102)
entlang einer Montagerichtung (400m) in den Aufnahmeraum (400a) hinein und aus dem
Aufnahmeraum (400a) heraus bewegt werden kann.
8. Kompaktoranordnung gemäß Anspruch 6 oder 7,
wobei das Tragegestell (204) mindestens einen Anschlag (434a) aufweist, welcher eine
Befestigungsposition des zweiten Tragegestellteils (404b) in dem Aufnahmeraum (400a)
des ersten Tragegestellteils (404a) definiert, so dass die beiden Tragegestellteile
(404a, 404b) in der Befestigungsposition lösbar miteinander gekuppelt werden können.
9. Kompaktoranordnung gemäß Anspruch 8,
wobei das zweite Tragegestellteil (404b) eine Aufhängstruktur zum Ankuppeln der Hubvorrichtung
aufweist, so dass das erste Tragegestellteil (404a) mittels des zweiten Tragegestellteils
(404b) mittels der Hubvorrichtung (600h) angehoben werden kann.
10. Kompaktoranordnung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei der Kompaktor (102) ein Kompaktierwerk (112) zum Kompaktieren der Behälter (104)
und einen Antrieb (112a) zum Antreiben der Kompaktierwerks (112) aufweist.
11. Kompaktoreinrichtung (300), aufweisend:
mehrere Kompaktoranordnungen (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei die Kompaktoranordnungen (100) derart relativ zueinander angeordnet sind,
dass Behälter (104) entlang eines Transportwegs durch die Kompaktoranordnungen (100)
hindurch transportiert werden können.
12. Verfahren zum Montieren einer Kompaktoranordnung, das Verfahren aufweisend:
• Aufstellen eines Tragegestells (204) auf einen Untergrund, wobei das Tragegestell
mehrere Hohlprofile (404h) aufweist;
• Einstecken mehrerer Standelemente (206) in die mehreren Hohlprofile hinein, wobei
jeweils ein Standelement der mehreren Standelemente in ein Hohlprofil (404h) der mehreren
Hohlprofile gesteckt ist;
• Durchschieben der Standelemente (206) durch die Hohlprofile zum Anheben des Tragegestells
(204) auf eine vordefinierte Höhe; und
• Verbinden des Tragegestells (204) mit den mehreren Standelementen (206), so dass
das Tragegestell (204) auf den Standelementen (206) in der vordefinierten Höhe abgestützt
wird.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12,
wobei zum Durchschieben der Standelemente (206) durch die Hohlprofile (404h) hindurch
eine Hubkraft zwischen den Standelementen (206) und dem Tragegestell (204) erzeugt
wird.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13,
wobei die Hubkraft mittels eine Zugmittels (600z) erzeugt wird.
15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 12 bis 14,
wobei das Tragegestell (204) ein erstes Tragegestellteil (404a) aufweist, wobei das
erste Tragegestellteil (404a) einen ersten Aufnahmeraum (400a) aufweist zum Aufnehmen
eines ersten zusätzlichen Tragegestellteils (404b) und wobei das erste Tragegestellteil
(404a) einen zweiten Ausnahmeraum (400a) aufweist zum Aufnehmen eines zweiten zusätzlichen
Tragegestellteils (404b); wobei das Anheben des Tragegestells (204) derart erfolgt,
dass das erste zusätzliche Tragegestellteil (404b) in dem ersten Aufnahmeraum (400a)
befestigt wird und gemeinsam mit dem ersten Tragegestellteil (404a) angehoben wird,
und wobei schließend das zweite zusätzliche Tragegestellteil (404b) in den zweiten
Aufnahmeraum (400a) gehoben wird.