[0001] Die Erfindung betrifft einen Wickeltisch mit integrierter Spendereinheit sowie eine
Kabine mit einem solchen Wickeltisch. Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit
einer solchen Kabine.
[0002] Beim Layout von Kabinen, insbesondere WC-Kabinen bzw. Nasszellen in Fahrzeugen, besonders
in Schienenfahrzeugen, ist man bestrebt, alle technischen Komponenten und Ausstattungsgegenstände
auf möglichst wenige Kabinenwände zu vereinen, idealerweise auf nur eine Kabinenwand.
Dabei sollen möglichst viele Kabinenwände als simple raumbildende Struktur ohne Auf-oder
Einbauten belassen werden. Aus diesem Bestreben ergibt sich die Aufgabenstellung,
Ausstattungsmerkmale, auf die der Fahrgast Zugriff haben soll, sinnvoll, verwechselungssicher
und intuitiv bedienbar aber dennoch dicht gepackt und servicefreundlich auf wenigen
Kabinenwänden anzuordnen.
[0003] Aus der Notwendigkeit der Kostenreduzierung werden in aktuell umgesetzten Projekten
möglichst viele Kabinenwände ausschließlich als raumabgrenzende Elemente genutzt.
Nur wenige Kabinenwandelemente werden zur Aufnahme bzw. zur Anordnung von Bauteilen,
Bedienelementen und Ausstattungsgegenständen definiert. Eine solche Kabinenwand wird
häufig auch als "Technikwand" bezeichnet. Auf diesen wenigen Flächen müssen alle für
die Bedienung durch den Fahrgast vorgesehenen Elemente gesetzeskonform und ergonomisch
sinnvoll positioniert werden.
[0004] Weiterhin soll durch die ergonomisch sinnvolle Anordnung von Bedienelementen dem
Fahrgast eine bestimmte Bedienreihenfolge nahegelegt werden, was insbesondere Personen
mit Sehbehinderung die Nutzung der WC-Kabinen erleichtert. Missbräuchliche Nutzung
soll ganz unterbunden oder zumindest erschwert werden. Die Grundausstattung eines
Sanitärmoduls bzw. einer Ka bine in Schienenfahrzeugen besteht aus Tür mit Griff und
Riegel, Toilette mit Spültaster, Rollenhalter, Waschtisch mit Wasserhahn, Seife, Papierhandtücher
und einem Abfallbehälter sowie Haltegriffen und Notrufeinrichtungen. Bei voll ausgestatteten
Sanitärmodulen bzw. Kabinen können neben diesen Basiselementen noch Einzelblattspender,
Desinfektionsmittelspender, Warmlufthandtrockner, Hygienebeutelspender, Duftspender,
Kleiderhaken und verschiedene Taster zur Bedienung einer elektrisch angetriebenen
Tür gehören. Da diese Ausstattungsgegenstände im Wesentlichen im Greifbereich des
Fahrgastes angeordnet werden müssen, ist es meist sinnvoll, die Teile tendenziell
nebeneinander aufzureihen. Dies ist aber wegen der begrenzten Länge der Kabine an
einer Kabinenwand oftmals nicht möglich oder unerwünscht.
[0005] Zur Umsetzung der genannten Anforderungen wird konzeptionell versucht, verschiedene
Ausrüstungsgegenstände miteinander funktional zu kombinieren, so dass sich durch die
Kombination Vorteile ergeben. Beispielsweise kann der Wickeltisch im Bereich des Leibstuhls
befestigt. Dabei wird der Toilettensitz und Toilettendeckel beim Herunterklappen des
Wickeltisches automatisch geschlossen. Der Bereich wird so für unterschiedliche Aufgaben
mehrfach genutzt. Als erwünschter Nebeneffekt wird die Entsorgung von Windeln in zum
Beispiel eine Vakuum-Toilette deutlich erschwert und daraus folgende Blockaden in
der Verrohrung wirksam vermieden.
[0006] Eine Spendereinheit wie beispielweise ein Hygienebeutelspender wurde bislang nicht
mit anderen Ausrüstungsgegenständen räumlich oder funktional kombiniert. Die Anordnung
für den Hygienebeutelspender war meist als einzelne Aufputzlösung realisiert.
[0008] Die
WO 2011/071242 A2 offenbart einen portablen, faltbaren Wickeltisch mit einer Wickeltischplatte mit
einer Drainageöffnung und an der Unterseite einen ausziehbaren Behälter für Handtücher
sowie unterhalb der Drainageöffnung einen Auffangbehälter.
[0009] Die Aufgabe besteht darin, einen Wickeltisch für eine Kabine mit einer Spendereinheit
für Hygienemittel in vorteilhafter Weise zu kombinieren.
[0010] Die Erfindung ist im Anspruch 1 definiert und vorteilhafte Ausführungen der Erfindung
werden in den Ansprüchen 2-9 beschrieben. 1 Ein Wickeltisch wird zur Verfügung gestellt,
welcher eine Wickeltischplatte umfassend eine Oberseite mit einer Wickelfläche zum
Wickeln und eine Unterseite aufweist. Ferner weist der Wickeltisch ein Befestigungsmittel
an einer Befestigungsseite der Wickeltischplatte auf, dazu ausgebildet, die Wickeltischplatte
um eine Drehachse schwenkbar zu befestigen. Ferner weist der Wickeltisch eine in die
Wickeltischplatte integrierte Spendereinheit zum Spenden von Hygienemitteln auf. Ferner
weist der Wickeltisch eine Entnahmeöffnung der Spendereinheit an der Unterseite der
Wickeltischplatte auf.
[0011] Der Wickeltisch hat den Vorteil, dass durch den Wickeltisch mit der integrierten
Spendereinheit zwei verschiedene Aufgaben erfüllt werden. Einerseits wird eine Wickeltischplatte
mit Wickelfläche zum Wickeln eines Neugeborenen/Babys zur Verfügung gestellt und andererseits
wird ein Hygienemittel zur Verfügung gestellt von dem selbigen Wickeltisch. Wickeln
und Ausgeben von Hygienemitteln werden folglich baulich miteinander kombiniert, wodurch
die Integrationsdichte erhöht sowie Platz eingespart wird. Durch die Positionierung
der Entnahmeöffnung an der Unterseite der Wickeltischplatte werden Zugänglichkeit
und Erreichbarkeit an die jeweilige Nutzungssituation angepasst. Während des Wickelns
sind dabei die Hygienemittel nicht zugänglich, da sich die Entnahmeöffnung auf der
Unterseite der Wickeltischplatte befindet. Somit werden solche Hygienemittel bzw.
Spendereinheiten von der Erfindung umfasst, die vor, während und nach dem Wickeln
nicht benötigt werden bzw. nicht benutzt werden sollen. Ferner sind die Hygienemittel
für die Babys/Neugeborenen nicht erreichbar, wodurch ein mögliches Sicherheitsrisiko
vermieden wird. Das Befestigungsmittel ist dabei so ausgebildet, dass der Wickeltisch
schwenkbar um die Drehachse an der Befestigungsseite des Wickeltischs ist. Wird also
der Wickeltisch um die Drehachse am Ende geschwenkt, dann ist gerade die Entnahmeöffnung
zugänglich währende der Wickeltisch nicht zum Wickeln verwendet werden kann. Der Wickeltisch
kann beispielsweise an eine Kabinenwand angebracht werden. In Frage kommen dabei standesgemäße
Gelenk- und Scharnierkonstruktionen als Befestigungsmittel.
[0012] Eine Nachfüllöffnung der Spendereinheit befindet sich auf der Oberseite des Wickeltischs.
Somit kann das Nachfüllen dann erfolgen, wenn der Wickeltisch zum Wickeln bereitsteht.
[0013] Die Spendereinheit ist bevorzugt ein Hygienebeutelspender. Dann sind die vorliegenden
Hygienemittel also Hygienebeutel. Das umfasst auch grundsätzlich Müllbeutel. Hygienebeutel
eignen sich zur diskreten Entsorgung von gebrauchten, hygienerelevanten Abfällen wie
Tampons und Binden, da das Entweichen von unangenehmen Gerüchen verhindert wird. Vorteilhaft
wird durch die Anordnung der Entnahmeöffnung auf der Unterseite der Wickeltischplatte
ein Entsorgen der Windelverpackungen in solchen Hygienebeuteln vermieden. Dadurch
werden vorteilhaft zusätzliche Hinweise obsolet, dass Hygienebeutelspender nicht für
Verpackungen von Windeln ausgebildet sind. Ferner sind die Hygienebeutelspender für
die Babys/Neugeborenen nicht erreichbar, wodurch ein mögliches Sicherheitsrisiko vermieden
wird.
[0014] Die Wickeltischplatte weist an der Befestigungsseite ein zur Wickeltischplatte angewinkeltes
Wickeltischsegment auf, wobei das Wickeltischsegment die Spendereinheit und/oder die
Nachfüllöffnung und/oder die Entnahmeöffnung umfasst. Durch das angewinkelte Wickeltischsegment
kann die Zugänglichkeit der Entnahmeöffnung je nach Höhe der Anbringung an einer entsprechenden
Kabinenwand optimiert werden. Zudem wird dadurch der benötigte Raumbereich für die
Spendereinheit zur Lagerung der Hygienemittel ermöglicht. Der Bereich des Wickeltischsegments
wird dann nicht zum Wickeln verwendet.
[0015] Bevorzugt ist das Wickeltischsegment bezüglich der Wickeltischplatte um einen Anstellwinkel
α von 0°<α<90°, bevorzugter von 30°<α<60°, noch bevorzugter von α = 45° angewinkelt.
[0016] Die Spendereinheit ist bevorzugt zum Aufnehmen einer Schachtel von Hygienemittel
ausgebildet. Dies ermöglicht eine besonders einfache Handhabung.
[0017] Die Nachfüllöffnung kann eine federbelastete Klappe ohne Griff aufweisen, die derart
ausgebildet ist, dass sich die Klappe durch Aufdrücken von der Unterseite des Wickeltischs
zum Nachfüllen öffnet. Dadurch wird vorteilhaft eine besonders glatte Oberfläche des
Wickeltischs ermöglicht und die Ästhetik verbessert und Reinigung erleichtert.
[0018] Ferner wird eine Kabine umfassend eine Kabinenwand vorgeschlagen. Ferner umfasst
die Kabine einen Wickeltisch gemäß einem der obigen Ausführungen, wobei der Wickeltisch
an der Befestigungsseite mit der Kabinenwand mittels Befestigungsmittel schwenkbar
befestigt ist, sodass in einem aufgeklappten Zustand die Wickeltischplatte senkrecht
zur Kabinenwand und im zugeklappten Zustand die Wickeltischplatte parallel zu der
Kabinenwand orientiert ist.
[0019] Dadurch werden die im Zusammenhang mit den Ausführungen des Wickeltischs genannten
Vorteile auf die Kabine übertragen. Insbesondere ist dabei im zugeklappten Zustand
die Entnahmeöffnung der Spendereinheit bzw. des Hygienebeutelspenders zugänglich,
insbesondere ist diese, wenn auf dem angewinkelten Wickeltischsegment angebracht,
dem Passagier bzw. Benutzer vorteilhaft zugewandt. Im heruntergeklappten Zustand ist
diese auf der Unterseite befindlich nicht zugänglich. Dadurch werden Zugänglichkeit
und Erreichbarkeit an die jeweilige Nutzungssituation angepasst. Eine projektspezifische
Anpassung des Ausstattungsumfangs der Kabine an Betreiberwünsche ist dabei aufwandsarm
umsetzbar. Durch die Anordnung wird eine intensive Nutzung der verfügbaren Kabinenwandfläche
ermöglicht. Situationsabhängig werden Bedienelemente erreichbar oder deren Nutzung
bewusst erschwert bzw. unterbunden. Es entstehen optisch ansprechende und leicht zu
reinigende glatte Oberflächen. Trotzdem werden Wartung und Service nicht behindert.
[0020] Bevorzugt weist die Kabine eine Toilette auf, wobei die Toilette derart positioniert
ist, dass die Wickeltischplatte des Wickeltischs im aufgeklappten Zustand die Toilette
zumindest teilweise überdeckt. Hierbei wird vorteilhaft vermieden, dass Wickelreste
über die Toilette entsorgt werden.
[0021] Ferner wird ein Fahrzeug mit einer Kabine nach einem der obigen Ausführungen vorgeschlagen.
[0022] Das Fahrzeug ist bevorzugt ein motorbetriebenes Fahrzeug, besonders bevorzugt ein
Schienenfahrzeug. Insbesondere bei Schienenfahrzeugen können entsprechende Kabinen
mit entsprechenden Wickeltischen vorgesehen sein. Das Fahrzeug umfasst auch andere
Verkehrsmittel, wie zum Beispiel Busse, Schiffe, und Flugzeuge. Auch dort können Kabinen,
z. B. Sanitärbereiche, mittels der erfindungsgemäßen Kabine ausgestattet werden.
[0023] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele, die im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Oberseite eines erfindungsgemäßen Wickeltischs,
- Figur 2
- eine Unterseite eines erfindungsgemäßen Wickeltischs,
- Figur 3
- eine erfindungsgemäße Kabine mit aufgeklapptem Wickeltisch,
- Figur 4
- eine erfindungsgemäße Kabine mit zugeklapptem Wickeltisch,
- Figur 5
- ein Schnittbild aus drei Teilbildern zur Darstellung des Nachfüllvorgangs, und
- Figur 6
- ein erfindungsgemäßes Fahrzeug.
[0024] In der Figur 1 ist eine Oberseite 4 eines erfindungsgemäßen Wickeltischs 1 gezeigt.
Der Wickeltisch 1 umfasst dabei eine Wickeltischplatte 2. Eine Oberseite 4 der Wickeltischplatte
2 weist dabei eine zum Wickeln eines Babys/Neugeborenen zu verwendende Wickelfläche
6 auf.
[0025] Der Wickeltisch 1 umfasst ferner ein Befestigungsmittel 12 an einer Befestigungsseite
20 der Wickeltischplatte 2. Das Befestigungsmittel 12 ist dabei derart ausgebildet,
dass der Wickeltisch 1 schwenkbar um die Drehachse 9 an der Befestigungsseite 20 des
Wickeltischs 1 ist. Die Drehachse 9 liegt dabei in der Ebene der Wickeltischplatte
2 entlang der Befestigungsseite 20. Mittels des Befestigungsmittels 12 ist der Wickeltisch
mit beispielsweise einer Kabinenwand zu befestigen. In Frage kommen dabei standesgemäße
Gelenk- und Scharnierkonstruktionen, die hierbei mittels eines Drehgelenks 13 mit
einem Verbindunglied 14 realisiert sind.
[0026] In die Wickeltischplatte 2 integriert ist dabei eine Spendereinheit 10 zum Spenden
von Hygienemitteln oder Hygieneerzeugnissen. Hierbei sind solche Hygienemittel von
der Erfindung eingeschlossen, die vor, während und nach dem Wickeln nicht benötigt
werden bzw. auch nicht verwendet werden sollen. Die Entnahmeöffnung 15 befindet sich
hierbei auf einer Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2, was in der vorliegenden Figur
nicht ersichtlich ist, jedoch im Zusammenhang mit der folgenden Figur 2 gezeigt wird.
[0027] Der Wickeltisch 1 hat den Vorteil, dass das Ausgeben von Hygienemitteln und das Wickeln
baulich miteinander kombiniert ist, wodurch Platz eingespart wird, da insbesondere
keine separate Anbringung einer Spendereinheit 10 erfolgen muss. Durch die Positionierung
der Entnahmeöffnung 15 an der Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2 werden Zugänglichkeit
und Erreichbarkeit an die jeweilige Nutzungssituation angepasst. Während des Wickelns
sind die Hygienemittel bzw. die Spendereinheit 10 nicht zugänglich, da sich die Entnahmeöffnung
15 der Spendereinheit 10 auf der Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2 befindet. Ferner
sind die Hygienemittel für die Babys/Neugeborenen nicht erreichbar, wodurch ein mögliches
Sicherheitsrisiko vermieden wird.
[0028] Als Spendereinheit 10 kommt hierbei besonders ein Hygienebeutelspender in Frage.
Somit sind also die vorliegenden Hygienemittel entsprechend Hygienebeutel, die sich
beispielsweise zur diskreten Entsorgung von gebrauchten, hygienerelevanten Abfällen
wie Tampons und Binden eignen, da diese das Entweichen von unangenehmen Gerüchen verhindern.
Solche Hygienebeutel sollen gerade nicht für anfallenden Müll beim Wickeln verwendet
bzw. missbraucht werden, was dem Benutzer durch die Positionierung und damit Unzugänglichkeit
der Entnahmeöffnung 15 auf der Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2 nahegelegt wird.
[0029] Die Nachfüllöffnung 18, in der Figur 1 in rechteckiger Form ausgeführt, befindet
sich dabei auf der Oberseite 4 der Wickeltischplatte 2. Eine nähere Beschreibung des
Nachfüllens erfolgt im Rahmen von Figur 5.
[0030] Der Wickeltisch 1 weist ferner ein bezüglich der Wickeltischplatte 2 angewinkeltes
Wickeltischsegment 7 auf, das sich an der Befestigungsseile 20 befindet. Das Wickeltischsegment
7 ist dabei um einen Anstellwinkel 8 von α orientiert. Der Anstellwinkel 8 beträgt
hierbei α = 45°, wobei je nach Bedarf der Anstellwinkel 8 verändert werden kann. Bevorzugt
ist der Anstellwinkel 8 jedoch im Bereich von 0° < α < 90° bzw. noch bevorzugter in
dem engeren Korridor von 30° < α < 60° oder wie beschrieben von α = 45°. Das angewinkelte
Wickeltischsegment 7 ist dabei nicht zum Wickeln ausgelegt, sondern dient der Unterbringung
der Spendereinheit 10. In dem angewinkelten Wickeltischsegment 7 ist somit die Spendereinheit
10 integriert. Ferner befindet sich auch in diesem Wickeltischsegment 7 die Nachfüllöffnung
18 sowie auf der Unterseite 5 des Wickeltischsegments 7 die Entnahmeöffnung 15 (in
Figur 2 sichtbar).
[0031] In der Figur 2 wird eine Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2 gezeigt. Ferner ist
dabei das angewinkelte Wickeltischsegment 7 sichtbar eingezeichnet, das bezüglich
der Figurenebene derart angewinkelt ist, dass die Unterseite 5 des Wickeltischsegments
7 in die Figurenebene hineinkragt. Dabei ist ferner die Entnahmeöffnung 15 der Spendereinheit
10 sichtbar, die auf der Unterseite 5 des Wickeltischsegments 7 positioniert ist und
durch den Anstellwinkel 8 dem Benutzer zugewandt ist.
[0032] In der Figur 3 wird eine erfindungsgemäße Kabine 50 beschrieben. Dabei weist die
Kabine 50 eine Kabinenwand 55 auf. Der Wickeltisch 1 ist dabei wie in Figur 1 beschrieben
ausgeführt. Dieser ist ferner an der Befestigungsseite 20 mit der Kabinenwand 55 mittels
Befestigungsmittel 12 um eine Drehachse 9 schwenkbar befestigt. In der vorliegenden
Figur befindet sich der Wickeltisch 1 in einem aufgeklappten Zustand, wobei die Wickeltischplatte
2 in diesem Zustand senkrecht von der Kabinenwand 55 in den Innenraum der Kabine 1
ragt bzw. orientiert ist. In diesem Zustand ist der Wickeltisch 1 zum Wickeln von
Neugeborenen/Babys auf der Wickelfläche 6 zu verwenden. Dabei sind die Hygienemittel
der Spendereinheit 10, insbesondere eines Hygienebeutelspenders, unterhalb der Wickeltischplatte
2 positioniert und somit ferner nicht bzw. schwer zugänglich. Hingegen ist die Nachfüllöffnung
18 auf dem zur Wickeltischplatte 2 angewinkelten Wickeltischsegment 7 in dieser Position
zugänglich. An der Kabinenwand 55 ist eine entsprechende Aufnahmevorrichtung 58 zur
Aufnahmen des Wickeltischs 1 vorgesehen, wenn der Wickeltisch 1 um die Drehachse 9
geschwenkt wird und somit in den zugeklappten Zustand mit paralleler Orientierung
zur Kabinenwand 55 überführt wird. Dabei sind entsprechende Arretierungseinrichtungen
vorgesehen zur Fixierung des Wickeltischs 1 vorgesehen, die hier nicht näher beschrieben
sind.
[0033] Ferner weist die Kabine 1 eine Toilette 60 auf. Die Toilette 60 ist dabei so positioniert,
dass diese sich zumindest teilweise unterhalb der Wickeltischplatte 2 befindet. Somit
ist also eine Benutzung der Toilette 60 während der Benutzung des Wickeltischs 1 vermieden.
Dadurch wird dem Benutzer zudem nahegelegt, die anfallenden Wickelabfälle nicht missbräuchlich
in der Toilette 60 zu entsorgen.
[0034] In der Figur 4 wird ebenfalls eine erfindungsmäße Kabine 50 beschrieben. Hierbei
ist der Wickeltisch 1 in einem zugeklappten Zustand gezeigt. In diesem Zustand ist
die Wickeltischplatte 2 parallel zur Kabinenwand 55 orientiert und mit entsprechenden
Arretierungseinrichtungen arretiert. Somit ist die Unterseite 5 der Wickeltischplatte
2 sichtbar. Auf der Unterseite 5, im Besonderen auf dem abgewinkelten Wickeltischsegment
7, befindet sich die Entnahmeöffnung 15. Durch den im Zusammenhang mit den vorherigen
Figuren beschriebenen Anstellwinkel 8, der mit α bezeichnet ist, zwischen Wickeltischplatte
2 und dem angewinkelten Wickeltischsegment 7 ist die Entnahmeöffnung 15 dem Benutzer
im Stehen oder auf der Toilette 60 sitzend zugewandt. Dadurch wird also im zugeklappten
Zustand des Wickeltischs 1 die integrierte Spendereinheit, insbesondere ein Hygienebeutelspender,
dem Benutzer zur Entnahme in komfortabler Weise zur Verfügung gestellt.
[0035] In der Figur 5 wird die Entnahme einer Spendereinheit 10 mittels dreier Teilfiguren
jeweils in Schnittbildern dargestellt.
[0036] Die linke Teilfigur zeigt dabei die Ausgangsposition. Der Wickeltisch 1 wird mit
dem bezüglich eines Anstellwinkels 8, mit α bezeichnet, angewinkelten Wickeltischsegment
7 gezeigt. Hierbei ist die Oberseite 4 sichtbar. Diese zeigt ferner auch die entsprechende
Nachfüllöffnung 18 an, die im Bereich des angewinkelten Wickeltischsegments 7 positioniert
ist. Die Nachfüllöffnung 18 weist ferner eine Klappe 25 auf. Die Klappe 25 ist dabei
grifflos ausgeführt und fügt sich somit glatt in die Oberseite 4 der Wickeltischplatte
2 ein, was optisch ansprechend und pflegeleicht ist.
[0037] In der mittigen Teilfigur ist der zweite Schritt demonstriert. Die Klappe 25 ist
dabei in einem geöffneten Zustand. Dieser Zustand wird durch Einwirkung einer Hand
40 eines Benutzers herbeigeführt, der die Klappe 25 mittels einer Entriegelungsvorrichtung
45 entriegelt. Dazu ist die Klappe 25 federberlastet ausgeführt, und klappt unter
manueller Entriegelung auf, wie in der mittleren Teilfigur dargestellt. Zusätzlich
kann ferner ein Haltemagnet die Klappe 25 in der geschlossenen Position halten. Hinter
der Klappe 25 befindet sich eine quaderförmige Schachtel 30, die als Spendereinheit
10 fungiert und in der die Hygienemittel wie beispielsweise die Hygienebeutelspender
lagern.
[0038] In der rechten Teilfigur ist die Schachtel 30 beim Herausdrücken durch den Benutzer
mittels einer Hand 40 angezeigt. Hierbei erfolgt die Druckausübung aus Richtung der
Unterseite des Wickeltischs 1, also der Seite auf der sich die Entnahmeöffnung 15
befindet. Somit ist der beschriebene Öffnungsvorgang im heruntergeklappten Zustand
des Wickeltischs 1 durchzuführen und die gebrauchte Schachtel 30 kann durch eine neue/volle
Schachtel 30 ersetzt werden. Im zugeklappten Zustand des Wickeltischs 1 ist somit
eine solche Auswechslung bzw. Nachfüllung nicht angedacht.
[0039] In der Figur 6 ist ein Fahrzeug 100 mit einer erfindungsgemäßen Kabine 50 dargestellt.
Die Kabine 50 ist dabei nach einem der in den vorherigen Figuren beschriebenen Ausführungsformen
beschrieben. Das Fahrzeug 100 ist dabei bevorzugt ein Schienenfahrzeug, die Erfindung
ist dabei jedoch nicht auf Schienenfahrzeuge beschränkt.
[0040] Zusammengefasst wird ein Wickeltisch 1 mit Wickeltischplatte 2 vorgeschlagen, der
eine Oberseite 4 mit einer Wickelfläche 6 zum Wickeln und eine Unterseite 5 aufweist,
wobei sich eine Entnahmeöffnung 15 einer Spendereinheit 10, bevorzugt eines Hygienebeutelspenders,
an der Unterseite 5 der Wickeltischplatte 2 befindet.
[0041] Ferner wird eine Kabine 50 mit einer Kabinenwand 55 vorgeschlagen, die einen in den
Figuren näher beschriebenen Wickeltisch 1 aufweist, wobei der Wickeltisch 1 an der
Befestigungsseite 20 mit der Kabinenwand 55 mittels Befestigungsmittel 12 schwenkbar
um die Drehachse 9 befestigt ist, sodass in einem aufgeklappten Zustand die Wickeltischplatte
2 senkrecht zur Kabinenwand 55 und im zugeklappten Zustand die Wickeltischplatte 2
parallel zu der Kabinenwand 55 orientiert ist.
[0042] Durch den Wickeltisch 1 werden Wickeln und das Ausgeben von Hygienemitteln folglich
funktional miteinander kombiniert. Dadurch wird Platz eingespart und die Integrationsdichte
erhöht. Durch die Positionierung der Entnahmeöffnung 15 an der Unterseite 5 der Wickeltischplatte
werden Zugänglichkeit und Erreichbarkeit an die jeweilige Nutzungssituation angepasst.
Während des Wickelns sind dabei die Hygienemittel, bevorzugt Hygienebeutelspender,
nicht zugänglich, da sich die Entnahmeöffnung 15 auf der Unterseite der Wickeltischplatte
befindet. Somit werden solche Hygienemittel bzw. Spendereinheiten von der Erfindung
umfasst, die vor, während und nach dem Wickeln nicht benötigt werden bzw. nicht benutzt
werden sollen. Durch die Anordnung wird eine intensive Nutzung der verfügbaren Kabinenwandfläche
ermöglicht. Situationsabhängig werden Bedienelemente erreichbar oder deren Nutzung
bewusst erschwert bzw. unterbunden. Es entstehen optisch ansprechende und leicht zu
reinigende glatte Oberflächen. Trotzdem werden Wartung und Service nicht behindert.
[0043] Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der beigefügten Ansprüche zu verlassen.
1. Ein Wickeltisch (1) umfassend:
- eine Wickeltischplatte (2) umfassend eine Oberseite (4) mit einer Wickelfläche (6)
zum Wickeln und eine Unterseite (5);
- ein Befestigungsmittel (12) an einer Befestigungsseite (20) der Wickeltischplatte
(2) dazu ausgebildet, die Wickeltischplatte (2) um eine Drehachse (9) schwenkbar zu
befestigen;
- eine in die Wickeltischplatte (2) integrierte Spendereinheit (10) zum Spenden von
Hygienemitteln;
dadurch gekennzeichnet, dass
- eine Entnahmeöffnung (15) der Spendereinheit (10) sich an der Unterseite (5) der
Wickeltischplatte (2) und
- eine Nachfüllöffnung (18) der Spendereinheit (10) sich auf der Oberseite (4) des
Wickeltischs (1) befindet.
2. Wickeltisch (1) nach dem vorherigen Anspruch, wobei die Spendereinheit (10) ein Hygienebeutelspender
ist.
3. Wickeltisch (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Wickeltischplatte (2)
an der Befestigungsseite (20) ein zur Wickeltischplatte (2) angewinkeltes Wickeltischsegment
(7) aufweist, wobei das Wickeltischsegment (7) die Spendereinheit (10) und/oder die
Nachfüllöffnung (18) und/oder die Entnahmeöffnung (15) umfasst.
4. Ein Wickeltisch (1) nach Anspruch 3, wobei das Wickeltischsegment (7) bezüglich der
Wickeltischplatte (2) einen Anstellwinkel (8) α von 0° < α < 90°, bevorzugter von
30° < α < 60°, noch bevorzugter von α = 45° aufweist.
5. Wickeltisch (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Spendereinheit (10)
zum Aufnehmen einer Schachtel (30) von Hygienemittel ausgebildet ist.
6. Wickeltisch (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, wobei die Nachfüllöffnung
(18) eine federbelastete Klappe (25) ohne Griff aufweist, die derart ausgebildet ist,
dass sich die Klappe (25) durch Aufdrücken von der Unterseite (5) des Wickeltischs
(1) zum Nachfüllen öffnet.
7. Eine Kabine (50) umfassend:
- eine Kabinenwand (55);
- einen Wickeltisch (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, wobei der Wickeltisch
(1) an der Befestigungsseite (20) mit der Kabinenwand (55) mittels Befestigungsmittel
(12) um eine Drehachse (9) schwenkbar befestigt ist, sodass in einem aufgeklappten
Zustand die Wickeltischplatte (2) senkrecht zur Kabinenwand (55) und im zugeklappten
Zustand die Wickeltischplatte (2) parallel zu der Kabinenwand (55) orientiert ist.
8. Kabine (50) nach Anspruch 7, wobei die Kabine (50) eine Toilette (60) aufweist, wobei
die Toilette (60) derart positioniert ist, dass die Wickeltischplatte (2) des Wickeltischs
(1) im aufgeklappten Zustand die Toilette (60) zumindest teilweise überdeckt.
9. Ein Fahrzeug (100) mit einer Kabine (50) nach einem der vorherigen Ansprüche 7 bis
8.
1. Changing table (1) comprising:
- a changing-table top (2) comprising an upper side (4), which has a changing surface
(6) for baby-changing purposes, and an underside (5);
- a fastening means (12) on a fastening side (20) of the changing-table top (2), designed
to fasten the changing-table top (2) such that it can be pivoted about an axis of
rotation (9) ;
- a dispenser unit (10) for dispensing hygiene products, said dispensing unit being
integrated in the changing-table top (2),
characterized in that
- a removal opening (15) of the dispenser unit (10) is located on the underside (5)
of the changing-table top (2), and
- a refill opening (18) of the dispenser unit (10) is located on the upper side (4)
of the changing table (1).
2. Changing table (1) according to the preceding claim, wherein the dispenser unit (10)
is a hygiene-bag dispenser.
3. Changing table (1) according to either of the preceding claims, wherein, on the fastening
side (20), the changing-table top (2) has a changing-table segment (7) which is angled
in relation to the changing-table top (2), wherein the changing-table segment (7)
comprises the dispenser unit (10) and/or the refill opening (18) and/or the removal
opening (15).
4. Changing table (1) according to Claim 3, wherein the changing-table segment (7) is
at a positioning angle (8) α of 0° < α < 90°, preferably of 30° < α < 60°, even more
preferably of α = 45°, in relation to the changing-table top (2) .
5. Changing table (1) according to one of the preceding claims, wherein the dispenser
unit (10) is designed to accommodate a box (30) of hygiene products.
6. Changing table (1) according to one of the preceding Claims 1 to 5, wherein the refill
opening (18) has a springloaded flap (25) with no handle, said flap (25) being designed
such that it opens for refilling purposes by pressure being applied from the underside
(5) of the changing table (1).
7. Cubicle (50) comprising:
- a cubicle wall (55);
- a changing table (1) according to one of the preceding Claims 1 to 6, wherein, on
the fastening side (20), the changing table (1) is fastened to the cubicle wall (55)
using the fastening means (12) such that it can be pivoted about an axis of rotation
(9), and therefore, in a swung-opened state, the changing-table top (2) is oriented
perpendicularly in relation to the cubicle wall (55) and, in a swung-closed state,
the changing-table top (2) is oriented parallel to the cubicle wall (55).
8. Cubicle (50) according to Claim 7, wherein the cubicle (50) has a toilet (60), wherein
the toilet (60) is positioned such that, in the swing-opened state, the table top
(2) of the changing table (1) at least partially covers over the toilet (60) .
9. Vehicle (100) having a cubicle (50) according to one of the preceding Claims 7 to
8.
1. Table (1) à langer, comprenant :
- un plateau (2) de table à langer, comprenant une face (4) supérieure ayant une surface
(6) à langer pour langer et une face (5) inférieure ;
- un moyen (12) de fixation constitué sur un côté (20) de fixation du plateau (2)
de la table à langer, de manière à fixer le plateau (2) de la table à langer à pivotement
autour d'un axe (9) de rotation ;
- une unité (10) de distribution, intégrée au plateau (2) de la table à langer pour
distribuer des moyens d'hygiène,
caractérisée en ce que
- une ouverture (15) de prélèvement de l'unité (10) de distribution se trouve sur
la face (5) inférieure du plateau (2) de la table à langer et
- une ouverture (18) de remplissage de l'unité (10) de distribution se trouve sur
la face (4) supérieure de la table (1) à langer.
2. Table (1) à langer suivant la revendication précédente, dans laquelle l'unité (10)
de distribution est un distributeur de sachets d'hygiène.
3. Table (1) à langer suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle le
plateau (2) de la table à langer a, sur le côté (20) de fixation, un segment (7) de
table à langer, faisant un angle avec le plateau (2) de la table à langer, le segment
(7) de la table à langer comprenant l'unité (10) de distribution et/ou l'ouverture
(18) de remplissage et/ou l'ouverture (15) de prélèvement.
4. Table (1) à langer suivant la revendication 3, dans laquelle le segment (7) de table
à langer fait, avec le plateau (2) de la table à langer, un angle (8) d'inclinaison
α de 0° < α < 90°, de préférence de 30°< α < 60°, d'une manière encore plus préférée
de α = 45°.
5. Table (1) à langer suivant l'une des revendications précédentes, dans lequel l'unité
(10) de distribution est constituée pour la réception d'une boîte (30) de moyens d'hygiène.
6. Table (1) à langer suivant l'une des revendications 1 à 5 précédentes, dans laquelle
l'ouverture (18) de remplissage a un volet (25) sans poignée, soumis à l'action d'un
ressort et constitué de manière à ce que le volet (25) s'ouvre, pour le remplissage,
en le poussant de la face (5) inférieure de la table (1) à langer.
7. Cabine (50), comprenant :
- une paroi (55) de cabine ;
- une table (1) à langer suivant l'une des revendications 1 à 6 précédentes, la table
(1) à langer étant, au côté (20) de fixation, fixée à la paroi (55) de la cabine au
moyen de moyens (12) de fixation, à pivotement autour d'un axe (9) de rotation, de
manière à ce que le plateau (2) de la table à langer soit, à l'état rabattu, perpendiculaire
à la paroi (55) de la cabine et, à l'état redressé, parallèle à la paroi (55) de la
cabine.
8. Cabine (50) suivant la revendication 7, dans laquelle la cabine (50) a un water-closet
(60), le water-closet (60) étant placé de manière à ce que le plateau (2) de la table
(1) à langer recouvre, à l'état rabattu, le water-closet (60), au moins en partie.
9. Véhicule (100) ayant une cabine (50) suivant l'une des revendications 7 à 8 précédentes.