[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufzuganlage, insbesondere in Form eines
Kletterliftsystems, mit einem speziell ausgebildeten Schutzdach.
[0002] Aufzuganlagen werden im Allgemeinen dazu eingesetzt, innerhalb bestehender Gebäude
Personen bzw. Gegenstände in einer üblicherweise vertikalen Richtung befördern zu
können. Hierzu kann eine Aufzugkabine mithilfe eines Tragmittels wie z.B. eines oder
mehrerer Seile oder Riemen innerhalb eines Aufzugschachts verlagert werden.
[0003] Bevor die Aufzuganlage in ihrer normalen Betriebsweise betrieben werden kann, kann
sie eventuell bereits während einer Bauphase, während der ein Gebäude noch nicht fertiggestellt
ist, in dem Gebäude installiert werden. Es ist dann möglich, dass die Aufzuganlage
während der Bauphase bereits zum Transport von Personen und/oder Material verwendet
wird, und dass sie während des Baus des Gebäudes mitwächst. Auf diese Weise kann während
der Bauphase zum Beispiel auf gesonderte externe Aufzüge, die beispielsweise an einer
Außenseite des Gebäudes anzubringen wären, verzichtet werden.
[0004] Dazu kann beispielsweise ein Teil von Führungsschienen und eine Aufzugkabine in dem
für die Aufzuganlage vorgesehenen Aufzugschacht bereits zu einem Zeitpunkt montiert
werden, zu dem erst ein oder mehrere untere Stockwerke des Gebäudes fertiggestellt
wurden. Die Aufzugkabine und weitere Komponenten des Aufzugsystems wie z.B. ein Gegengewicht
können dabei typischerweise mittels der Tragmittel an eine Hebeplattform gehängt sein.
An der Hebeplattform kann eine Antriebsmaschine vorgesehen sein, welche die Tragmittel
beispielsweise mithilfe einer Treibscheibe verlagern kann. Die Hebeplattform kann
beispielsweise mit einem Kran oder anderen Mitteln auf eine nächsthöhere Ebene angehoben
werden, um den Transportweg der Aufzuganlage zu verlängern.
[0005] Beispielsweise können bei einem sogenannten Kletterliftsystem die Führungsschienen
und/oder zur Führung der Hebeplattform vorgesehene Halteschienen des Aufzugsystems
sukzessive während der Bauphase des Gebäudes im Aufzugschacht angebracht werden und
die Hebeplattform bei Bedarf an den Führungsschienen bzw. Halteschienen nach oben
befördert werden. Die Hebeplattform kann dann an einer gewünschten höheren Position
beispielsweise mit Streben fixiert werden, die z.B. aus der Hebeplattform heraus in
Öffnungen in den Wänden des Aufzugschachts geschoben werden können.
[0007] Insbesondere für eine während der Bauphase eines Gebäudes eingesetzte Aufzuganlage
kann eine Gefahr bestehen, dass Komponenten der Aufzuganlage durch Schmutz oder herabfallende
Gegenstände geschädigt werden. Auch könnten sich innerhalb des Aufzugschachts befindliche
Personen wie beispielsweise Wartungspersonal z.B. durch herabfallende Gegenstände
zu Schaden kommen.
[0008] Es kann daher unter anderem ein Bedarf an einer Aufzuganlage bestehen, bei der Komponenten
der Aufzuganlage und/oder im Aufzugschacht befindliche Personen effizient gegen herabfallende
Gegenstände oder Schmutz geschützt sind.
[0009] Einem solchen Bedarf kann durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs entsprochen
werden. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen sowie der
nachfolgenden Beschreibung definiert.
[0010] Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Aufzuganlage vorgeschlagen, welche zumindest
einen Aufzugschacht und typischerweise auch wenigstens eine Aufzugkabine, eine Hebeplattform
und ein Tragmittel aufweist. Die Aufzugkabine ist dabei von dem Tragmittel gehalten
und kann mittels des Tragmittels innerhalb des Aufzugschachts verlagert werden. Das
Tragmittel seinerseits ist an der Hebeplattform gehalten, beispielsweise fest verankert
oder über eine Rolle verlaufend. In dem Aufzugschacht, vorzugsweise oberhalb der Hebeplattform,
ist ein Schutzdach vorgesehen. Ein solches Schutzdach wird teilweise auch als Crashdeck
bezeichnet. Das Schutzdach ist dabei vorzugsweise oberhalb zu schützender Komponenten
der Hebeplattform oder oberhalb einer Arbeitsebene, beispielhaft der Schachtgrube,
angeordnet. Das Schutzdach weist eine zentrale Dachkonstruktion und eine periphere
Flankenkonstruktion auf. Die Flankenkonstruktion weist dabei Flankenwände auf, welche
an der Dachkonstruktion, vorzugsweise an seitlichen Rändern der Dachkonstruktion,
befestigt sind und welche gegenüber einer Horizontalen geneigt von der zentralen Dachkonstruktion
nach außen abragend angeordnet sind.
[0011] Mögliche Merkmale und Vorteile von Ausführungsformen der Erfindung können unter anderem
und ohne die Erfindung einzuschränken als auf nachfolgend beschriebenen Ideen und
Erkenntnissen beruhend angesehen werden.
[0012] Ausführungsformen der hierin vorgeschlagenen Aufzuganlage entsprechen hinsichtlich
vieler ihrer Komponenten herkömmlichen Aufzuganlagen. Unter anderem weist eine erfindungsgemäße
Aufzuganlage im Regelfall eine Aufzugkabine auf, in der Personen oder Gegenstände
befördert werden können. Die Aufzugkabine ist dabei meist vertikal innerhalb des Aufzugschachts
verlagerbar. Hierzu ist die Aufzugkabine von dem Tragmittel wie beispielsweise Seilen
oder Riemen gehalten und das Tragmittel ist seinerseits wiederum an der weiter oben
befindlichen Hebeplattform gehalten. Die Hebeplattform ist somit einerseits dazu ausgelegt,
mithilfe des an ihr gehaltenen Tragmittels das Gewicht der Aufzugkabine sowie gegebenenfalls
eines ebenfalls an dem Tragmittel befestigten Gegengewichts zu halten. Andererseits
sollten die Tragmittel derart an der Hebeplattform gehalten werden, dass diese verlagert
werden können und somit die an dem Tragmittel gehaltene Aufzugkabine ebenfalls verlagert
werden kann. An der Hebeplattform kann hierzu gegebenenfalls eine Antriebsmaschine
angeordnet sein, welche zum Antreiben des Tragmittels dient. Die Antriebsmaschine
kann beispielsweise eine Treibscheibe rotierend antreiben und das Tragmittel kann
um die Treibscheibe gelegt sein, um von dieser verlagert werden zu können. Alternativ
können an der Hebeplattform lediglich Umlenkrollen vorgesehen sein, um die das Tragmittel
gewunden ist und eine Antriebsmaschine kann an einer anderen Position innerhalb des
Aufzugschachts oder innerhalb eines Maschinenraums angeordnet sein, um das Tragmittel
verlagern zu können. Auch andere Konfigurationen, in denen das Tragmittel an der Hebeplattform
fest oder relativ zu dieser verlagerbar gehalten ist, können eingesetzt werden.
[0013] Ausführungsformen der hierin vorgeschlagenen Aufzuganlage unterscheiden sich von
herkömmlichen Aufzuganlagen insbesondere durch das in dem Aufzugschacht vorzusehende
Schutzdach und dessen konkrete Ausgestaltung.
[0014] Das Schutzdach ist unter anderem dazu vorgesehen, unterhalb des Schutzdachs befindliche
Komponenten der Hebeplattform insbesondere vor von oben kommenden herabfallenden Gegenständen
sowie eventuell auch Schmutz oder Wasser zu schützen. Auch unterhalb des Schutzdachs
in dem Aufzugschacht befindliche Personen können zu schützen sein.
[0015] Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn die Aufzuganlage mit ihrer Hebeplattform
dazu ausgelegt ist, temporär an verschiedenen Positionen innerhalb des Aufzugschachts
befestigt zu werden, das heißt wenn die Aufzuganlage als Kletterliftsystem dazu ausgelegt
ist, bereits während einer Bauphase in einem Gebäude eingesetzt zu werden und während
dieser Bauphase durch sukzessives Verlagern der Hebeplattform quasi mit dem Gebäude
mitzuwachsen. Während einer solchen Bauphase ist der Aufzugschacht in dem Gebäude
typischerweise noch nach oben hin offen. Außerdem ist die Hebeplattform typischerweise
nicht an einem höchsten Punkt des Gebäudes oder zumindest des Aufzugschachts angeordnet,
wie dies bei fertiggestellten Gebäuden üblicherweise der Fall ist. Daher kann ein
erhöhtes Risiko bestehen, dass von weiter oben in dem Gebäude kommend Gegenstände
wie zum Beispiel Schrauben oder Werkzeuge versehentlich in den Aufzugschacht fallen
und somit dort befindliche Komponenten der Aufzuganlage, insbesondere der Hebeplattform
bzw. einer dort eventuell angeordneten Antriebsmaschine, beschädigen können. Empfindliche
Komponenten der Hebeplattform bzw. der Antriebsmaschine können ferner durch von oben
kommenden Schmutz oder Wasser, beispielsweise Regen, geschädigt werden.
[0016] Um eine solche Schädigung möglichst zu verhindern, wird in herkömmlichen Kletterliftsystemen
oberhalb zu schützender Komponenten ein Schutzdach vorgesehen.
[0017] Allerdings wurde erkannt, dass herkömmlich eingesetzte Schutzdächer häufig nur sehr
aufwendig an der Hebeplattform zu montieren sind. Insbesondere war es meist schwierig,
das Schutzdach derart zu montieren, dass möglichst kein Spalt oder allenfalls ein
sehr schmaler Spalt zwischen dem Schutzdach und Wänden des Aufzugschachts verbleibt,
durch den herabfallende Gegenstände gelangen könnten. Ein bisher notwendiges aufwendiges
Montieren und Anpassen des Schutzdachs an eine Geometrie des Aufzugschachts führte
häufig dazu, dass beim Verlagern der Hebeplattform innerhalb des Aufzugschachts ein
erheblicher Zusatzaufwand allein durch das dabei zunächst notwendige Demontieren und
dann nach dem Verlagern notwendige neue Montieren des Schutzdachs entstehen konnte.
[0018] Ferner wurde erkannt, dass bei herkömmlichen Schutzdächern eine ausreichende Stabilität
und damit Widerstandsfähigkeit gegen herabfallende Gegenstände nur mit hohem Aufwand
zu gewährleisten war. Insbesondere in Randbereichen, in denen das Schutzdach an Wände
des Aufzugschachts angrenzt, musste das Schutzdach besonders stabil ausgebildet werden,
was einen hohen konstruktiven sowie Material- und Gewichts-Aufwand mit sich bringen
konnte.
[0019] Um Defizite herkömmlicher Schutzdächer zu überwinden, wird für Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Aufzuganlage vorgeschlagen, das Schutzdach aus einer zentralen
Dachkonstruktion und einer peripheren Flankenkonstruktion zusammenzusetzen.
[0020] Die zentrale Dachkonstruktion kann dabei oberhalb von zentralen Bereichen der Hebeplattform
angeordnet sein und diese überdecken. Insbesondere kann die zentrale Dachkonstruktion
derart ausgestaltet und dimensioniert sein, dass sie z.B. nicht demontiert zu werden
braucht, wenn die Hebeplattform innerhalb des Aufzugschachts verlagert werden soll.
Beispielsweise kann die zentrale Dachkonstruktion derart bemessen sein, dass ihre
Ränder von Seitenwänden des Aufzugschachts ausreichend, d.h. beispielsweise um wenigstens
10cm, vorzugsweise um wenigstens 30cm, beabstandet sind. Die zentrale Dachkonstruktion
kann beispielsweise eine Platte aus einem ausreichend stabilen Material, zum Beispiel
eine Metallplatte mit einer für eine Schutzfunktion ausreichenden Dicke von typischerweise
wenigstens 3mm, vorzugsweise wenigstens 5mm, sein. Sie kann auch aus mehreren Platten
zusammengesetzt sein.
[0021] Angrenzend an die seitlichen Ränder der zentralen Dachkonstruktion schließen sich
jeweils Bereiche der peripheren Flankenkonstruktion an. Die periphere Flankenkonstruktion
ist somit überwiegend in Bereichen zwischen der zentralen Dachkonstruktion und umgebenden
Seitenwänden des Aufzugschachts angeordnet. Die periphere Flankenkonstruktion deckt
diese Bereiche möglichst weitgehend ab. Eine Kombination aus zentraler Dachkonstruktion
und peripherer Flankenkonstruktion deckt somit weite Bereiche des Querschnitts des
Aufzugschachts ab. Wie weiter unten genauer beschrieben, sollten eventuell verbleibende
Spalte zwischen der Flankenkonstruktion und Wänden des Aufzugschachts möglichst so
klein sein, dass keine Gegenstände signifikanter Größe durch sie hindurchgelangen
können. Unterhalb des Schutzdachs befindliche Komponenten oder Personen sind somit
gegen herabfallende Gegenstände gut geschützt.
[0022] Die Flankenkonstruktion des Schutzdachs ist dabei in einer speziellen Weise ausgestaltet.
Sie weist Flankenwände auf, die an den seitlichen Rändern der zentralen Dachkonstruktion
befestigt sind. Diese Flankenwände ragen von der Dachkonstruktion nach außen hin,
das heißt hin zu einer jeweils benachbarten Wand des Aufzugschachts, ab. Dabei sind
die Flankenwände jedoch nicht horizontal ausgerichtet, sondern erstrecken sich in
einem zu der Horizontalen geneigten Winkel. Mit anderen Worten erstreckt sich das
Schutzdach insbesondere an seinen durch die Flankenwände gebildeten seitlichen Rändern
nicht horizontal, sondern zur Horizontalen geneigt, vorzugsweise unter einem spitzen
Winkel.
[0023] Die geneigte Anordnung der Flankenwände kann vorteilhaft bewirken, dass auf das Schutzdach
lokal an seinem Rand wirkende, von herabfallenden Gegenständen bewirkte Kräfte gemindert
werden können. Ein herabfallender Gegenstand prallt dabei nicht auf einen sich horizontal
erstreckenden Bereich des Schutzdachs und überträgt somit dort lokal einen erheblichen
Impuls. Stattdessen prallt der herabfallende Gegenstand von der geneigt angeordneten
Flankenwand ab und wird zur Seite, d.h. möglichst hin zu der zentralen Dachkonstruktion,
abgelenkt. Dabei wird einerseits lediglich ein betragsmäßig geringerer Impuls auf
die Flankenwand in dem seitlichen Bereich des Schutzdachs ausgeübt, andererseits wirkt
die auf die Flankenwand hierdurch bewirkte Kraft in vorteilhafter Weise derart, dass
die Kraft gut auf die zentrale Dachkonstruktion bzw. auf die Seitenwände abgeleitet
werden kann.
[0024] Insgesamt kann durch das Vorsehen einer zur Horizontalen geneigten Flankenkonstruktion
erreicht werden, dass eine mechanische Stabilität des Schutzdachs insbesondere in
diesen gefährdeten Randbereichen verbessert werden kann. Dabei wird der Tatsache Rechnung
getragen, dass insbesondere in diesen Randbereichen die Gefahr, dass das Schutzdach
von herabfallenden Gegenständen getroffen wird, besonders hoch ist und dass es andererseits
schwierig ist, das Schutzdach in diesen Randbereichen ausreichend stabil zu konstruieren.
Das Schutzdach kann somit mit relativ geringem konstruktivem Aufwand ausreichend stabil
ausgestaltet werden.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform sind die Flankenwände mit ihren unteren Endbereichen
an der Dachkonstruktion befestigt. Mit anderen Worten sind die Flankenwände unten
an den Rändern der zentralen Dachkonstruktion befestigt und ragen dann schräg nach
oben außen von der zentralen Dachkonstruktion ab. Die geneigt angeordneten Flankenwände
können somit eine Art Trichter bilden, so dass von oben auf die Flankenwände fallende
Gegenstände hin zu der zentralen Dachkonstruktion abgelenkt werden und dort aufgefangen
werden können.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform sind die Flankenwände in einem Winkel von zwischen 20°
und 70°, vorzugsweise von zwischen 30° und 60°, stärker bevorzugt von zwischen 40°
und 50°, zur Horizontalen angeordnet. In einem solchen spitzen Winkel zur Horizontalen
ausgerichtete Flankenwände können einerseits herabfallende Gegenstände gut ablenken,
ohne selbst übermäßig mechanisch belastet zu werden. Je größer der Winkel zur Horizontalen
dabei gewählt ist, umso kleiner sind die beim Aufprall auf die Flankenwände ausgeübten
Kräfte. Andererseits müssen die geneigten Flankenwände bei einem solchen höher gewählten
Winkel zur Horizontalen breiter ausgestaltet sein, um einen Bereich zwischen einer
zentralen Dachkonstruktion und den Wänden des Aufzugsschachtes überbrücken zu können.
Die geneigten Flankenwände sollten allerdings aus Gründen eines möglichst geringen
Materialverbrauchs nicht übermäßig breit sein. Je kleiner der Winkel zur Horizontalen
gewählt ist, umso schmalere Flankenwände können diesen Bereich überdecken.
[0027] Die Flankenwände können eben sein, beispielsweise in Form von ebenen Blechen. In
diesem Fall ist ihr Winkel zur Horizontalen klar definiert. Die Flankenwände können
aber auch in sich gebogen sein, so dass ein und dieselbe Flankenwand verschiedene,
in verschiedenen Winkeln zur Horizontalen geneigte Bereiche umfassen kann. Unter "dem
Winkel zur Horizontalen" soll in diesem Fall ein gemittelter Winkel zu den verschiedenen
Bereichen einer Flankenwand verstanden werden.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform sind die peripheren Flankenwände an der zentralen Dachkonstruktion
reversibel lösbar befestigt. Mit anderen Worten können die Flankenwände an der Dachkonstruktion
mehrfach montiert und wieder demontiert werden. Die zentrale Dachkonstruktion und
die daran anzubringenden Flankenwände sind dabei als separate und miteinander lösbar
zu verbindende Komponenten vorgesehen.
[0029] Wird die Hebeplattform aufgrund eines Bauphasenfortschritts auf eine andere Höhe
innerhalb des Aufzugschachts gehoben, kann es nötig sein, Teile des Schutzdachs während
dieses Verlagerns zeitweilig zumindest bereichsweise zu demontieren, da sie ansonsten
das Verlagern der Hebeplattform behindern könnte. Bei der hier vorgeschlagenen Aufzuganlage
kann es genügen, lediglich die Flankenkonstruktion zu demontieren, damit diese während
des Verlagerns der Hebeplattform nicht mit beispielsweise in den Aufzugschacht ragenden
Komponenten in Konflikt kommt. Sobald die Hebeplattform an ihrer neuen Position angelangt
ist und verankert wurde, kann das Schutzdach wieder vollständig montiert werden, das
heißt die Flankenwände an die Dachkonstruktion angebracht werden.
[0030] Dabei kann es gemäß einer Ausführungsform vorteilhaft sein, die Flankenwände jeweils
mittels einer Befestigungskonstruktion an der zentralen Dachkonstruktion zu befestigen,
wobei die Befestigungskonstruktion dazu ausgelegt ist, ein Befestigen der Flankenwände
lösbar und an verschieden von einem jeweiligen Rand der Dachkonstruktion beabstandeten
Positionen zu ermöglichen.
[0031] Mit anderen Worten kann zum Befestigen der Flankenwände an der Dachkonstruktion eine
spezielle Befestigungskonstruktion vorgesehen sein, die es einerseits ermöglicht,
die Flankenwände lösbar an der zentralen Dachkonstruktion zu befestigen, und die andererseits
derart ausgestaltet ist, dass die Flankenwände an verschiedenen Positionen relativ
zu dem Rand der zentralen Dachkonstruktion befestigt werden können.
[0032] Mithilfe der Befestigungskonstruktion kann eine Flankenwand somit je nach Bedarf
näher oder weiter weg von dem jeweiligen Rand der Dachkonstruktion an der Dachkonstruktion
befestigt werden, so dass sie entsprechend mehr oder weniger weit seitlich über die
Dachkonstruktion übersteht. Damit kann die Positionierung der Flankenwände beispielsweise
an sich lokal innerhalb des Aufzugschachts verändernde Gegebenheiten angepasst werden.
Die Befestigungskonstruktion sollte dabei vorteilhafterweise eine stufenlos variable
Positionierung der jeweiligen Flankenwand ermöglichen.
[0033] Gemäß einer speziellen Ausführungsform kann die Befestigungskonstruktion eine reversibel
lösbare und festlegbare Nut-Feder-Verbindung aufweisen, welche in einem geöffneten
Zustand die Flankenwand in lediglich mindestens einer Raumrichtung, vorzugsweise in
zwei Raumrichtungen, hält und welche in einem festgelegten Zustand die Flankenwand
in drei Raumrichtungen hält.
[0034] Mit anderen Worten kann eine Flankenwand mit einer als Nut-Feder-Verbindung ausgestalteten
Befestigungsvorrichtung an der Dachkonstruktion befestigt werden. Die Nut-Feder-Verbindung
soll dabei sowohl stabil festlegbar als auch reversibel lösbar sein. In einem festgelegten
Zustand hält die Nut-Feder-Verbindung die Flankenwand stabil in Position, so dass
sich die Flankenwand in keiner Raumrichtung wesentlich bewegen lässt. Im festgelegten
Zustand ist die Flankenwand somit in drei zueinander orthogonalen Raumrichtungen gehalten.
Die räumliche Festlegung der Flankenwand kann dabei sowohl durch Formschluss als auch
durch Kraftschluss bewirkt werden, welche durch die Nut-Feder-Verbindung bewirkt werden.
[0035] Die Nut-Feder-Verbindung soll sich jedoch reversibel lösen lassen, wobei in einem
geöffneten Zustand die Flankenwand lediglich in zwei Raumrichtungen gehalten ist,
vorzugsweise durch Formschluss, und somit entlang einer zu diesen beiden Raumrichtungen
orthogonalen Richtung verlagert werden kann. Vorzugsweise erstreckt sich diese dritte,
im geöffneten Zustand frei verlagerbare Raumrichtung orthogonal oder zumindest schräg
querend zu dem Rand der zentralen Dachkonstruktion. Dementsprechend kann die Flankenwand
bei gelöster Nut-Feder-Verbindung orthogonal bzw. schräg zu diesem Rand der zentralen
Dachkonstruktion verschoben werden.
[0036] Eine solche, im gelösten Zustand der Nut-Feder-Verbindung zugelassene Verschiebbarkeit
der seitlichen Flankenwände kann unter anderem dazu genutzt werden, die Flankenwände
zeitweilig hin zum Zentrum der Dachkonstruktion zu verlagern, um beispielsweise die
Dachkonstruktion mitsamt der Hebeplattform innerhalb des Aufzugschachts höher heben
zu können. Dabei brauchen die Flankenwände nicht vollständig abmontiert werden, sondern
es kann genügen, die Nut-Feder-Verbindung zu lösen und die Flankenwände lediglich
nach innen zu verschieben, wobei sie jedoch weiterhin in den beiden anderen Raumrichtungen
gehalten sind. An der neuen Position für die Hebeplattform angelangt können die Flankenwände
dann wieder nach außen, hin zu Wänden des Aufzugschachts, geschoben werden und anschließend
die Nut-Feder-Verbindung festgelegt werden.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform sind die Flankenwände an der Dachkonstruktion in einer
Position und Orientierung zu befestigen, in der Kantenbereiche der Flankenwände, welche
an der Dachkonstruktion befestigten Endbereichen der Flankenwände entgegengesetzt
angeordnet sind, von Seitenwänden des Aufzugschachts weniger als 30mm, vorzugsweise
weniger als 10mm, beabstandet sind. Alternativ dazu können die Flankenwände an der
Dachkonstruktion in einer Position und Orientierung befestigt werden, in der Kantenbereiche
der Flankenwände, welche an der Dachkonstruktion befestigten Endbereichen der Flankenwände
entgegengesetzt angeordnet sind, anliegend an den Seitenwänden des Aufzugschachts
angeordnet sind.
[0038] Mit anderen Worten können die Flankenwände selbst sowie die zu ihrer Befestigung
an der Dachkonstruktion eingesetzten Befestigungskonstruktionen derart ausgestaltet
sein, dass jede der Flankenwände in einer Position und Orientierung an der Dachkonstruktion
befestigt werden kann, in der sich die Flankenwand bis nahe hin zu einer benachbarten
Seitenwand des Aufzugschachts erstreckt. Zur zentralen Dachkonstruktion hin gerichtete
Endbereiche der Flankenwände sind dabei an der Dachkonstruktion befestigt. Zu diesen
Endbereichen entgegengesetzte Kantenbereiche reichen bis knapp vor die benachbarte
Wand des Aufzugschachts, so dass ein etwaig verbleibender Spalt zwischen der Flankenwand
des Schutzdachs und der Seitenwand des Aufzugschachts sehr klein, insbesondere kleiner
als 30mm, ist und somit schwere Gegenstände durch solche Spalte kaum hindurchfallen
können.
[0039] Alternativ können gemäß einer Ausführungsform die Flankenwände an der Dachkonstruktion
in einer Position und Orientierung zu befestigen sein, in der Kantenbereiche der Flankenwände,
welche an der Dachkonstruktion befestigten Endbereichen der Flankenwände entgegengesetzt
angeordnet sind, an Seitenwänden des Aufzugschachts anliegen.
In diesem Fall sollen die Flankenwände derart an der zentralen Dachkonstruktion befestigt
werden können, dass ihre außen liegenden Kantenbereiche nicht von der jeweils benachbarten
Seitenwand des Aufzugschachts beabstandet bleiben, sondern an dieser mechanisch anliegen
können. Die Flankenwand kann sich somit mit ihrem außen liegenden Kantenbereich an
der Seitenwand des Aufzugschachts abstützen. Dies kann eine mechanische Festigkeit
der Flankenwand weiter erhöhen. Beispielsweise können beim Aufprall eines herabfallenden
Gegenstandes auf eine Flankenwand auftretende Kräfte einerseits in die zentrale Dachkonstruktion,
andererseits aber auch teilweise in die von der Flankenwand kontaktierte Seitenwand
des Aufzugschachts abgeleitet werden.
[0040] Gemäß einer Ausführungsform weist die Flankenkonstruktion Eckkonstruktionen auf.
Eine Eckkonstruktion weist dabei zwei in einem Winkel zueinander stehende und entlang
einer Kante aneinander befestigte und jeweils geneigt zu der Horizontalen angeordnete
Eckflankenwände auf.
[0041] Mit anderen Worten kann die Flankenkonstruktion über spezielle Eckkonstruktionen
verfügen. Jede Eckkonstruktion weist dabei zwei Eckflankenwände auf. Diese Eckflankenwände
grenzen an einer Kante aneinander an und sind entlang dieser Kante aneinander befestigt.
Eine Befestigung der beiden Eckflankenwände kann dabei reversibel oder irreversibel
sein. Insbesondere können die beiden Eckflankenwände entlang der Kante reversibel
miteinander verschraubt oder, vorzugsweise, irreversibel miteinander verschweißt,
vernietet oder Ähnliches sein. Die Eckflankenwände sind dabei derart ausgestaltet
und derart miteinander verbunden, dass sie relativ zueinander in einem Winkel angeordnet
sind und dabei beide geneigt zu der Horizontalen angeordnet sind. Anders ausgedrückt
kann eine Eckkonstruktion eine Form einer Ecke eines sich nach oben hin öffnenden,
eckigen Trichters aufweisen.
[0042] Die Eckkonstruktionen können als separate Bauteile vorgesehen sein, welche sich jeweils
unabhängig voneinander und/oder unabhängig von anderen Teilen der Flankenkonstruktion
an der zentralen Dachkonstruktion befestigen lassen.
[0043] Gemäß einer Ausführungsform kann eine Eckkonstruktion dabei mittels einer Eckbefestigungskonstruktion
an der Dachkonstruktion befestigt sein. Die Eckbefestigungskonstruktion kann dabei
dazu ausgelegt sein, ein Befestigen der Eckkonstruktionen lösbar und an verschieden
von einer jeweiligen Ecke der Dachkonstruktion beabstandeten Positionen zu ermöglichen.
[0044] Mit anderen Worten kann vorgesehen sein, eine Eckkonstruktion an der Dachkonstruktion
an verschiedenen Positionen lösbar befestigen zu können. Die Positionen können dabei
mehr oder weniger nah einer jeweiligen Ecke der Dachkonstruktion liegen. Eine in ihren
unteren Endbereichen an der Dachkonstruktion befestigte Eckkonstruktion kann dann
mit ihrem zur Horizontalen geneigt angeordneten Eckflankenwänden jeweils über die
Ränder der Dachkonstruktion in der Nähe der jeweiligen Ecke hinaus abragen und sich
hin in eine von Seitenwänden des Aufzugschachts gebildete Ecke erstrecken.
[0045] Eine Eckkonstruktion kann im montierten Zustand dabei eine Ecke des Aufzugschachts
möglichst vollständig ausfüllen. Beispielsweise kann ein seitlicher Abstand zwischen
der Eckkonstruktion und einer jeweiligen Seitenwand des Aufzugschachts kleiner als
30mm betragen. Alternativ kann die Eckkonstruktion mit ihrer freitragenden Kante an
den jeweiligen Seitenwänden des Aufzugschachts anliegen. Spalte zwischen den Seitenwänden
des Aufzugschachts einerseits und dem Schutzdach andererseits können somit verhindert
oder zumindest minimiert werden.
[0046] Gemäß einer Ausführungsform kann die Eckbefestigungskonstruktion eine reversibel
lösbare und festlegbare Nut-Feder-Verbindung aufweisen. Diese Nut-Feder-Verbindung
kann in einem geöffneten Zustand, ähnlich wie bei der weiter oben beschriebenen Nut-Feder-Verbindung,
die Eckkonstruktion in lediglich mindestens einer Raumrichtung, vorzugsweise in zwei
Raumrichtungen, halten und in einem festgelegten Zustand die Eckkonstruktion in drei
Raumrichtungen halten.
[0047] Mit anderen Worten kann wiederum eine Nut-Feder-Verbindung dazu eingesetzt werden,
eine Eckkonstruktion derart lösbar an der zentralen Dachkonstruktion zu befestigen,
dass die Eckkonstruktion im geöffneten Zustand der Nut-Feder-Verbindung entlang der
zentralen Dachkonstruktion hin zu bzw. weg von einer Ecke derselben verschoben werden
kann.
[0048] Die Eckkonstruktionen können somit beispielsweise temporär hin zum Zentrum der zentralen
Dachkonstruktion verlagert werden, um die Hebeplattform mitsamt dem Schutzdach beispielsweise
verlagern zu können. Nach Erreichen einer Zielposition kann das Schutzdach wieder
derart montiert werden, dass es den Querschnitt des Aufzugschachts im Wesentlichen
komplett überdeckt. Hierzu können die Eckkonstruktionen nach außen, hin zu den Ecken
des Aufzugschachts geschoben werden und dann die Nut-Feder-Verbindung festgelegt werden.
[0049] Gemäß einer Ausführungsform können die Flankenwände eine Wandstärke von mindestens
3mm, vorzugsweise mindestens 5mm, aufweisen. Mithilfe einer solchen Wandstärke kann
eine ausreichend hohe mechanische Festigkeit der Flankenwände erreicht werden. Insbesondere
kann erreicht werden, dass Flankenwände von herabfallenden Gegenständen nicht einfach
durchschlagen werden können.
[0050] Gemäß einer Ausführungsform bestehen die Flankenwände aus Metall oder einem mit einer
Metallschicht versehenen Verbundmaterial. Zwar können die Flankenwände prinzipiell
aus einem beliebigen ausreichend mechanisch stabilen Material bestehen wie beispielsweise
auch Kunststoff, Kunststoffverbundmaterialien, Holz, Holzverbundmaterialien oder Ähnlichem.
Es wird jedoch als vorteilhaft erachtet, die Flankenwände aus Metall oder zumindest
mit einer Metallschicht auszubilden, da dadurch einerseits eine ausreichende mechanische
Festigkeit, andererseits aber auch eine einfache Fertigung bei geringen Fertigungs-
und Materialkosten erreicht werden können.
[0051] Es wird daraufhingewiesen, dass einige der möglichen Merkmale und Vorteile der Erfindung
hierin mit Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen beschrieben sind. Ein Fachmann
erkennt, dass die Merkmale in geeigneter Weise kombiniert, angepasst oder ausgetauscht
werden können, um zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung zu gelangen.
[0052] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei weder die Zeichnungen noch die Beschreibung als die
Erfindung einschränkend auszulegen sind.
[0053] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Seitenschnittansicht durch eine Aufzuganlage gemäß einer Ausführungsform;
- Fig. 2:
- eine perspektivische Ansicht von oben auf ein Schutzdach einer herkömmlichen Aufzuganlage;
- Fig. 3:
- eine perspektivische Ansicht von oben auf ein Schutzdach einer Aufzuganlage gemäß
einer Ausführungsform;
- Fig. 4(a):
- Details und einen Montagevorgang für das in Fig. 3 dargestellte Schutzdach;
- Fig. 4(b):
- eine vergrößerte Ansicht eines Bereichs aus Fig. 4(a); und
- Fig. 4(c):
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 4(b).
[0054] Die Figuren sind lediglich schematisch und nicht maßstabsgetreu. Gleiche Bezugszeichen
bezeichnen in den verschiedenen Figuren gleiche oder gleichwirkende Merkmale
[0055] Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 in Form eines Kletterliftsystems gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
[0056] Die Aufzuganlage 1 umfasst einen Aufzugschacht 3, in dem eine Aufzugkabine 5 und
ein Gegengewicht 7 aufgenommen sind. Die Aufzugkabine 5 und das Gegengewicht 7 werden
mithilfe eines Tragmittels 9 an einer Hebeplattform 11 gehalten. Das Tragmittel 9
umfasst typischerweise mehrere Seile oder Riemen. Die Hebeplattform 11 ist zumindest
temporär fest in dem Aufzugschacht 3 festgelegt. An der Hebeplattform 11 sind Befestigungsstellen
13 angebracht, an denen Enden des Tragmittels 9 fest gehalten sind. Ferner ist an
der Hebeplattform 11 eine Antriebsmaschine 15 vorgesehen. Diese Antriebsmaschine 15
treibt eine Treibscheibe 17 rotierend an. Das Tragmittel 9 ist um die Treibscheibe
17 gewunden und kann somit durch die rotierende Treibscheibe 17 verlagert werden,
wodurch die Aufzugkabine 5 und das Gegengewicht 7 innerhalb des Aufzugschachts 3 in
entgegengesetzte Richtungen bewegt werden können.
[0057] Die Aufzuganlage 1 ist dazu ausgelegt, bereits während einer Bauphase in einem Gebäude
eingesetzt zu werden. Das heißt, die Aufzuganlage 1 kann bereits betrieben werden,
wenn das sie aufnehmende Gebäude lediglich erst in Teilen fertiggestellt ist. Nach
bestimmten Baufortschritten kann die Hebeplattform 11 innerhalb des Aufzugschachts
3 nach oben verlagert werden und somit die Aufzuganlage 1 mit dem Gebäude "mitwachsen".
Zum Verlagern der Hebeplattform 11 können hierbei Verankerungen 19 (lediglich sehr
schematisch dargestellt) temporär gelöst werden, dann die Hebeplattform 11 beispielsweise
mittels eines Krans angehoben werden und gegebenenfalls das Tragmittel 9 geeignet
verlängert werden und abschließend die Hebeplattform 11 an ihrer neuen Position wieder
in dem Aufzugschacht 3 verankert werden.
[0058] Um Komponenten der Hebeplattform 11 bzw. der auf ihr montierten Baugruppen wie zum
Beispiel der Antriebsmaschine 15 gegen durch den Aufzugschacht 3 herabfallende Gegenstände
zu schützen, ist oberhalb solcher zu schützender Komponenten ein Schutzdach 21 vorgesehen,
welches als Crashdeck wirken soll. Das Schutzdach 21 ist im dargestellten Beispiel
über Stützen 31 an einer Stützplatte 33 der Hebeplattform 11 abgestützt und überspannt
oberhalb der zu schützenden Komponenten weite Teile der Querschnittsfläche des Aufzugschachts
3. Dabei ist das Schutzdach 21 aufgrund seiner geometrischen Ausgestaltung wie auch
aufgrund der Materialwahl für seine Bestandteile derart ausgestaltet, dass es eine
ausreichende Stabilität aufweist, um die darunter liegenden zu schützenden Komponenten
gegen von oben herabfallende Gegenstände wie typischerweise Schrauben, Werkzeuge,
kleinere Steine etc. beispielhaft während der Installation der Führungsschienen schützen
zu können.
[0059] Bevor auf Details eines Schutzdachs 21 für eine erfindungsgemäße Aufzuganlage mit
Bezug auf Fig. 3 Stellung genommen wird, soll ein in Fig. 2 dargestelltes Schutzdach
21', wie es herkömmlich in Aufzuganlagen eingesetzt wird, kurz erläutert werden.
[0060] Das herkömmliche Schutzdach 21' weist im Wesentlichen über seine gesamte Fläche hin
eine ebene Geometrie auf. An eine plattenartige zentrale Dachkonstruktion 23' sind
an deren Ränder ebenfalls plattenartige Bleche 24' angeschraubt. Die zentrale Dachkonstruktion
23' und die Bleche 24' erstrecken sich dabei im Wesentlichen in der gleichen Ebene
bzw. in parallel zueinander liegenden Ebenen und sind üblicherweise jeweils horizontal
orientiert. Die Bleche 24' dienen dabei dazu, einen ansonsten vorhandenen Spalt zwischen
der zentralen Dachkonstruktion 23' und Wänden 4 des Aufzugschachts 3 zumindest teilweise
zu überbrücken bzw. zu schließen.
[0061] Da in dem Aufzugschacht 3 an manchen Stellen Vorsprünge beispielsweise in Form von
Führungsschienen, Halteklammern etc. nach innen vorstehen können, müssen die Bleche
24' von der zentralen Dachkonstruktion 23' gelöst und entfernt werden, bevor die Hebeplattform
11 mitsamt des Schutzdachs 21' beispielsweise an eine andere Position innerhalb des
Aufzugschachts 3 verlagert werden kann.
[0062] Das Lösen der Bleche 24' sowie das spätere Wiederanbringen der Bleche 24' und insbesondere
deren präzises Ausrichten, um vorhandene Spalte zu überbrücken, können arbeits- und
zeitaufwendig sein.
[0063] Außerdem kann es schwierig sein, die Bleche 24' ausreichend stabil auszulegen, damit
diese den durch herabfallende Gegenstände bewirkten erheblichen Kräften standhalten
können. Dies trifft insbesondere zu, da die Bleche 24' lediglich an ihrer hin zu der
zentralen Dachkonstruktion 23' gerichteten Seite abgestützt sind, an einer gegenüberliegenden
Seite jedoch freitragend sind. Es kann nötig sein, die Bleche 24' aufwendig zu gestalten,
das heißt sie beispielsweise mit Verstärkungsstreben 26' auszustatten, um sie ausreichend
mechanisch widerstandsfähig machen zu können.
[0064] Mit Bezug auf Fig. 3 werden nun mögliche Details eines Schutzdachs 21 für eine erfindungsgemäße
Aufzuganlage 1 beschrieben.
[0065] Das Schutzdach 21 weist ähnlich wie das in Fig. 2 beschriebene herkömmliche Schutzdach
21' eine zentrale Dachkonstruktion 23 auf. Die zentrale Dachkonstruktion 23 ist vorzugsweise
eben und kann im Wesentlichen aus einer Platte oder mehreren zusammengesetzten Platten,
beispielsweise Metallplatten oder Metall-Verbund-Platten oder auch ausreichend dicken
Holzplatten, bestehen.
[0066] Angrenzend an seitliche Ränder 30 der Dachkonstruktion 23 ist eine Flankenkonstruktion
25 vorgesehen. Die Flankenkonstruktion 25 übernimmt im Wesentlichen die gleichen Aufgaben
wie die Bleche 24' der in Fig. 2 dargestellten herkömmlichen Dachkonstruktion 23'.
Allerdings ist die Flankenkonstruktion 25 nicht wie bei dem herkömmlichen Schutzdach
21' aus horizontal angeordneten Blechen 24' zusammengesetzt, sondern weist Flankenwände
27 auf, welche in ihren unteren Endbereichen 28 (siehe vergrößert in Fig. 4(b)) an
den seitlichen Rändern 30 der Dachkonstruktion 23 befestigt sind und welche von dort
aus geneigt zur Horizontalen 57 schräg nach außen oben abragen.
Wie in Fig. 1 veranschaulicht, sind die Flankenwände 27 dabei unter einem Winkel α
von typischerweise zwischen 40° und 50° zur Horizontalen 57 angeordnet. Die Flankenwände
27 erstrecken sich dabei bis an oder zumindest knapp vor eine benachbarte Seitenwand
4 des Aufzugschachts 3 und schließen somit einen Spalt, der sich ansonsten zwischen
der zentralen Dachkonstruktion 23 und der Seitenwand 4 auftun würde.
[0067] Aufgrund ihrer zur Horizontalen 57 geneigten Anordnung können die Flankenwände 27
der Flankenkonstruktion 25 darunterliegende zu schützende Komponenten besonders gut
gegen herabfallende Gegenstände schützen. Wie in Fig. 3 mit Pfeilen 41, 43 veranschaulicht,
wird ein von oben kommender Gegenstand zunächst auf eine der schräg angeordneten Flankenwände
27 stoßen. Da seine meist vertikale Fallrichtung einen spitzen Winkel mit der schräg
stehenden Oberfläche der Flankenwand 27 einnimmt, wird der Gegenstand von der Flankenwand
27 abprallen und sich hin zum Zentrum der Dachkonstruktion 23 bewegen. Bei einem solchen
spitzwinkligen Abprallen werden auf die Flankenkonstruktion 25 wesentlich geringere
Kräfte ausgeübt als dies der Fall ist für horizontal angeordnete Bleche 24', wie sie
herkömmlich bei Schutzdächern 21' verwendet wurden. Außerdem kann sich eine schräg
verlaufende Flankenwand 27 beim Aufprall gegebenenfalls auch an einer angrenzenden
Seitenwand 4 des Aufzugschachts 3 abstützen.
[0068] Mit Bezug auf Fig. 4 soll abschließend erläutert werden, wie das Schutzdach 21 der
erfindungsgemäßen Aufzuganlage 1 und insbesondere dessen Flankenkonstruktion 25 im
Detail vorteilhaft ausgestaltet und damit vorteilhaft montiert werden kann.
[0069] Die Flankenkonstruktion 25 und ihre Flankenwände 27 können sich aus verschiedenen
Komponenten zusammensetzen. Im dargestellten Beispiel weist die Flankenkonstruktion
25 Eckkonstruktionen 35 sowie Seitenkonstruktionen 45 auf.
[0070] Jede der Eckkonstruktionen 35 weist zwei in einem Winkel von beispielsweise 90° zueinander
ausgerichtete Eckflankenwände 37 auf. Jede der Eckflankenwände 37 kann mittels eines
ebenen Blechs oder einer ebenen Platte gebildet sein. An einer aneinander angrenzenden
Kante 39 sind die beiden Eckflankenwände 37 aneinander befestigt, beispielsweise miteinander
verschweißt, verklebt, vernietet, verschraubt oder Ähnliches. Beide Eckflankenwände
37 sind dabei geneigt zur Horizontalen angeordnet.
Ein unterer Endbereich 28 der Eckflankenwände 37 ist derart abgekröpft, dass er im
Wesentlichen horizontal verläuft. An diesem unteren Endbereich 28 ist jede der Eckflankenwände
37 und somit die gesamte Eckkonstruktion 35 an der zentralen Dachkonstruktion 23 befestigt.
[0071] Zum Befestigen wird hierzu eine Eckbefestigungskonstruktion in Form einer reversibel
lösbaren und festlegbaren Nut-Feder-Verbindung 29 eingesetzt. Diese ist schematisch
in Schnittansicht in dem vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 4(c) dargestellt. In einer
einfachen Ausgestaltung umfasst die Nut-Feder-Verbindung 29 eine Schraube 47, die
in die zentrale Dachkonstruktion 23 eingeschraubt ist, sowie ein im unteren abgekröpften
Endbereich 28 der Eckflankenwand 37 vorgesehenes Langloch 49. Solange die Schraube
47 nicht fest angezogen ist, kann die Eckflankenwand 37 in Richtung des Langlochs
49, das heißt in der durch den Pfeil 51 dargestellten Richtung hin zu bzw. weg von
einer Ecke 59 der zentralen Dachkonstruktion 23, verschoben werden. In den beiden
anderen hierzu orthogonal liegenden Raumrichtungen verhindert die Nut-Feder-Verbindung
29 jedoch Bewegungen der Eckflankenwand 37. Aufgrund dieses mithilfe der Nut-Feder-Verbindung
29 ermöglichten Bewegungsfreiheitsgrads kann die Eckkonstruktion 35 somit hin zum
Zentrum der zentralen Dachkonstruktion 23 oder, entgegengesetzt, weg von diesem Zentrum
nach außen hin zu einer Ecke des Aufzugschachts 3 bewegt werden. Sobald die Eckkonstruktion
35 in eine gewünschte Position gebracht wurde, kann die Schraube 47 angezogen werden
und damit die Nut-Feder-Verbindung 29 festgelegt werden, so dass die Eckkonstruktion
35 in allen drei Raumrichtungen fest an der zentralen Dachkonstruktion 23 befestigt
ist.
[0072] Nachdem die Eckkonstruktion 35 auf diese Weise an der zentralen Dachkonstruktion
23 befestigt und in eine gewünschte Position, in der ihre oberen Ränder nahe den Wänden
4 des Aufzugschachts 3 angeordnet sind, gebracht wurde und dort fixiert wurde, können
die Seitenkonstruktionen 45 an der Dachkonstruktion 23 angebracht und/oder in eine
gewünschte Position gebracht werden. Die Seitenkonstruktionen 45 können dabei beispielsweise
mit Blechen oder Platten gebildet werden, die in ihren unteren Endbereichen 28 ähnlich
wie die Eckflankenwände 37 abgekröpft und mithilfe von beispielsweise als Nut-Feder-Verbindungen
29 ausgebildeten Befestigungskonstruktionen an Rändern der zentralen Dachkonstruktion
23 befestigt sind. Bei gelöster Nut-Feder-Verbindung 29 können die Seitenkonstruktionen
45 dabei quer zu einem benachbarten Rand 30 der zentralen Dachkonstruktion in einer
durch den Pfeil 53 angedeuteten Richtung verschoben werden und somit hin zu benachbarten
Seitenwänden 4 des Aufzugschachts 3 verlagert werden. Dabei können die Seitenkonstruktionen
45 vorzugsweise so weit nach außen verschoben werden, dass ihre den unteren Endbereichen
28 entgegengesetzt angeordneten freitragenden Kantenbereiche 32 an die Seitenwände
4 des Aufzugschachts 3 anstoßen.
[0073] Der Vollständigkeit halber sei daraufhingewiesen, dass in den Fig. 3 und 4 noch weitere
Komponenten der Aufzuganlage 1 wie beispielsweise ein Geschwindigkeitsbegrenzer 61,
eine Seilabdeckung 63 sowie eine Abdeckung 65 für einen Führungsschuh dargestellt
sind, welche jedoch für das Verständnis der vorliegenden Erfindung unwesentlich sind.
[0074] Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei daraufhingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Aufzuganlage (1) aufweisend:
einen Aufzugschacht (3); und
ein innerhalb des Aufzugschachts (3) angeordnetes Schutzdach (21),
wobei das Schutzdach (21) eine zentrale Dachkonstruktion (23) und eine periphere Flankenkonstruktion
(25) aufweist,
wobei die Flankenkonstruktion (25) Flankenwände (27) aufweist, welche an der zentralen
Dachkonstruktion (23) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Flankenwände (27)gegenüber einer Horizontalen (57) geneigt von der zentralen
Dachkonstruktion (23) nach außen abragend angeordnet sind.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, wobei untere Endbereiche (28) der Flankenwände (27)
an der zentralen Dachkonstruktion (23) befestigt sind.
3. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) in
einem Winkel (α) von zwischen 20° und 70° zur Horizontalen angeordnet sind.
4. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) an
der Dachkonstruktion (23) reversibel lösbar befestigt sind.
5. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) jeweils
mittels einer Befestigungskonstruktion an der Dachkonstruktion (23) befestigt sind,
wobei die Befestigungskonstruktion (29) dazu ausgelegt ist, ein Befestigen der Flankenwände
(27) lösbar und an verschieden von einem jeweiligen Rand (30) der Dachkonstruktion
(23) beabstandeten Positionen zu ermöglichen.
6. Aufzuganlage nach Anspruch 5, wobei die Befestigungskonstruktion eine reversibel lösbare
und festlegbare Nut-Feder-Verbindung (29) aufweist, welche in einem geöffneten Zustand
die Flankenwand (27) in lediglich mindestens einer Raumrichtung, vorzugsweise in zwei
Raumrichtungen, hält und welche in einem festgelegten Zustand die Flankenwand (27)
in drei Raumrichtungen hält.
7. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) an
der Dachkonstruktion (23) in einer Position und Orientierung zu befestigen sind, in
der Kantenbereiche (32) der Flankenwände (27), welche an der Dachkonstruktion (23)
befestigten Endbereichen (28) der Flankenwände (27) entgegengesetzt angeordnet sind,
von Seitenwänden (4) des Aufzugschachts (3) weniger als 30mm beabstandet sind.
8. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) an
der Dachkonstruktion (23) in einer Position und Orientierung zu befestigen sind, in
der Kantenbereiche (32) der Flankenwände (27), welche an der Dachkonstruktion (23)
befestigten Endbereichen (28) der Flankenwände (27) entgegengesetzt angeordnet sind,
an Seitenwänden (4) des Aufzugschachts (3) anliegen.
9. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenkonstruktion
(25) Eckkonstruktionen (35) aufweist, wobei eine Eckkonstruktion (35) zwei in einem
Winkel zueinander stehende und entlang einer gemeinsamen Kante (39) aneinander befestigte
und jeweils geneigt zu der Horizontalen (57) angeordnete Eckflankenwände (37', 37")
aufweist.
10. Aufzuganlage nach Anspruch 9, wobei die Eckkonstruktionen (35) mittels einer Eckbefestigungskonstruktion
an der Dachkonstruktion (23) befestigt sind, wobei die Eckbefestigungskonstruktion
dazu ausgelegt ist, ein Befestigen der Eckkonstruktionen (35) lösbar und an verschieden
von einer jeweiligen Ecke (59) der Dachkonstruktion (23) beabstandeten Positionen
zu ermöglichen.
11. Aufzuganlage nach Anspruch 10, wobei die Eckbefestigungskonstruktion eine reversibel
lösbare und festlegbare Nut-Feder-Verbindung (29) aufweist, welche in einem geöffneten
Zustand die Eckkonstruktion (35) in lediglich mindestens einer Raumrichtung, vorzugsweise
in zwei Raumrichtungen, hält und welche in einem festgelegten Zustand die Eckkonstruktion
(35) in drei Raumrichtungen hält.
12. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) eine
Wandstärke von mindestens 3mm aufweisen.
13. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Flankenwände (27) aus
Metall oder einem mit einer Metallschicht versehenen Verbundmaterial bestehen.
14. Aufzuganlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner aufweisend:
eine Aufzugkabine (5);
eine Hebeplattform (11); und
ein Tragmittel (9);
wobei die Aufzugkabine (5) von dem Tragmittel (9) gehalten ist und mittels des Tragmittels
(9) innerhalb des Aufzugschachts (3) verlagerbar ist; wobei das Tragmittel (9) an
der Hebeplattform (11) gehalten ist; und
wobei das Schutzdach (21) oberhalb zu schützender Komponenten (15) der Hebeplattform
(11), insbesondere oberhalb einer an der Hebeplattform (11) angeordneten Antriebsmaschine
(15), angeordnet ist.
15. Aufzuganlage nach Anspruch 14, wobei die Hebeplattform (11) dazu ausgelegt ist, temporär
an verschiedenen Positionen innerhalb des Aufzugschachts (3) befestigt zu werden.
1. Elevator system (1) comprising:
an elevator shaft (3); and
a protective roof (21) arranged inside the elevator shaft (3),
wherein the protective roof (21) has a central roof structure (23) and a peripheral
flank structure (25),
wherein the flank structure (25) has flank walls (27) which are fixed to the roof
structure (23) and which are arranged to project outward from the central roof structure
(23) at an angle with respect to the horizontal (57).
2. Elevator system according to claim 1, wherein lower end regions (28) of the flank
walls (27) are fixed to the central roof structure (23).
3. Elevator system according to either of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) are arranged at an angle (α) of between 20° and 70° to the horizontal.
4. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) are fixed to the roof structure (23) in a reversibly detachable manner.
5. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) are each fixed to the roof structure (23) by means of a fixing structure, wherein
the fixing structure (29) is designed to allow the flank walls (27) to be fixed detachably
and at various positions at a distance from a relevant edge (30) of the roof structure
(23).
6. Elevator system according to claim 5, wherein the corner fixing structure comprises
a reversibly releasable and attachable tongue and groove joint (29), which holds the
flank wall (27) in only at least one spatial direction, preferably in two spatial
directions, when released and which holds the flank wall (27) in three spatial directions
when attached.
7. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) are to be fixed to the roof structure (23) in a position and orientation in which
edge regions (32) of the flank walls (27), which are arranged opposite end regions
(28) of the flank walls (27) that are fixed to the roof structure (23), are at a distance
of less than 30 mm from side walls (4) of the elevator shaft (3).
8. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) are to be fixed to the roof structure (23) in a position and orientation in which
edge regions (32) of the flank walls (27), which are arranged opposite end regions
(28) of the flank walls (27) that are fixed to the roof structure (23), rest against
side walls (4) of the elevator shaft (3).
9. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank structure
(25) comprises corner structures (35), wherein a corner structure (35) has two corner
flank walls (37', 37") which are at an angle to one another, are fixed to one another
along a common edge (39) and are each arranged so as to be inclined with respect to
the horizontal (57).
10. Elevator system according to claim 9, wherein the corner structures (35) are fixed
to the roof structure (23) by means of a corner fixing structure, wherein the corner
fixing structure is designed to allow the corner structures (35) to be fixed detachably
and at positions at various distances from a relevant corner (59) of the roof construction
(23).
11. Elevator system according to claim 10, wherein the corner fixing structure comprises
a reversibly releasable and attachable tongue and groove joint (29), which holds the
corner structure (35) in only at least one spatial direction, preferably in two spatial
directions, when released and which holds the corner structure (35) in three spatial
directions when attached.
12. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) have a wall thickness of at least 3 mm.
13. Elevator system according to any of the preceding claims, wherein the flank walls
(27) consist of metal or of a composite material provided with a metal layer.
14. Elevator system according to any of the preceding claims, further having: an elevator
car (5);
a lifting platform (11); and
a supporting means (9);
wherein the elevator car (5) is held by the supporting means (9) and can be displaced
within the elevator shaft (3) by means of the supporting means (9);
wherein the supporting means (9) is held on the lifting platform (11); and
wherein the protective roof (21) is arranged above components (15) of the lifting
platform (11) that are to be protected, in particular above a drive machine (15) arranged
on the lifting platform (11).
15. Elevator system according to claim 14, wherein the lifting platform (11) is designed
to be temporarily fixed at various positions within the elevator shaft (3).
1. Installation d'ascenseur (1) présentant :
une cage d'ascenseur (3) ; et
un toit de protection (21) disposé à l'intérieur de la cage d'ascenseur (3), le toit
de protection (21) présentant une structure de toit (23) centrale et une structure
latérale (25) périphérique, la structure latérale (25) présentant des parois latérales
(27), lesquelles sont fixées à la structure de toit (23) centrale, caractérisée en ce que les parois latérales (27) sont disposées inclinées par rapport à l'horizontale (57)
en faisant saillie vers l'extérieur à partir de la structure de toit (23).
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, dans laquelle les régions d'extrémité
(28) inférieures des parois latérales (27) sont fixées à la structure de toit (23)
centrale.
3. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) sont disposées selon un angle (α) compris entre 20° et 70°
par rapport à l'horizontale.
4. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) sont fixées de manière réversible et amovible à la structure
de toit (23).
5. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) sont respectivement fixées à la structure de toit (23) au
moyen d'une structure de fixation, la structure de fixation (29) étant conçue pour
permettre la fixation amovible des parois latérales (27) et à des positions espacées
différentes d'un bord (30) respectif de la structure de toit (23).
6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, dans laquelle la structure de fixation
présente une liaison à rainure et languette (29) amovible et fixable de manière réversible,
laquelle liaison à rainure et languette, à l'état ouvert, maintient la paroi latérale
(27) dans uniquement au moins une direction spatiale, de préférence dans deux directions
spatiales, et laquelle liaison, dans un état fixe, maintient la paroi latérale (27)
dans trois directions spatiales.
7. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) doivent être fixées à la structure de toit (23) dans une
position et une orientation dans lesquelles les régions de bord (32) des parois latérales
(27), lesquelles sont disposées à l'opposé de zones d'extrémité (28) des parois latérales
(27) fixées sur la structure de toit (23), sont espacées de moins de 30 mm des parois
latérales (4) de la cage d'ascenseur (3)..
8. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) doivent être fixées à la structure de toit (23) dans une
position et une orientation dans lesquelles les régions de bord (32) des parois latérales
(27), lesquelles sont disposées à l'opposé de zones d'extrémité (28) des parois latérales
(27) fixées sur la structure de toit (23), reposent contre les parois latérales (4)
de la cage d'ascenseur (3).
9. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
la structure latérale (25) présente des structures d'angle (35), une structure d'angle
(35) présentant deux parois latérales d'angle (37', 37") formant un angle l'une par
rapport à l'autre, fixées l'une à l'autre le long d'un bord commun (39), et disposées
respectivement de façon inclinée par rapport à l'horizontale (57).
10. Installation d'ascenseur selon la revendication 9, dans laquelle les structures d'angle
(35) sont fixées à la structure de toit (23) au moyen d'une structure de fixation
d'angle, la structure de fixation d'angle étant conçue pour permettre la fixation
amovible des structures d'angle (35) et à des positions espacées différentes d'un
angle respectif (59) de la structure de toit (23).
11. Installation d'ascenseur selon la revendication 10, dans laquelle la structure de
fixation d'angle présente une liaison à rainure et languette (29) amovible et fixable
de manière réversible, laquelle liaison, à l'état ouvert, maintient la structure d'angle
(35) dans uniquement au moins une direction spatiale, de préférence dans deux directions
spatiales, et laquelle liaison, dans un état fixe, maintient la structure d'angle
(35) dans trois directions spatiales.
12. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) présentent une épaisseur de paroi d'au moins 3 mm.
13. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les parois latérales (27) sont constituées de métal ou d'un matériau composite pourvu
d'une couche métallique.
14. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications précédentes, comprenant en
outre :
une cabine d'ascenseur (5) ;
une plate-forme de levage (11) ; et
un moyen de support (9) ;
la cabine d'ascenseur (5) étant maintenue par le moyen de support (9) et pouvant être
déplacée à l'intérieur de la cage d'ascenseur (3) au moyen du moyen de support (9)
; le moyen de support (9) étant maintenu sur la plate-forme de levage (11) ; et
le toit de protection (21) étant disposé au-dessus des composants de protection (15)
de la plate-forme de levage (11), en particulier au-dessus d'une machine d'entraînement
(15) disposée sur la plate-forme de levage (11).
15. Installation d'ascenseur selon la revendication 14, dans laquelle la plate-forme de
levage (11) est conçue pour être fixée temporairement à différentes positions à l'intérieur
de la cage d'ascenseur (3).