[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rettungstrage zur Personenrettung.
[0002] Es ist eine Vielzahl verschiedener Rettungstragen bekannt. Üblicherweise weisen Rettungstragen
ein Gestänge oder eine Wanne auf, welche der Rettungstrage eine Steifigkeit geben.
Hierdurch kann eine Person leicht auf die Rettungstrage gelegt und stabil transportiert
werden. Steife Rettungstragen, beispielsweise Rettungswannen, die gelegentlich von
Rettungskräften eingesetzt werden, sind zwar ein guter Schutz für die zu rettende
Person, sind aber schwer zu handhaben. In engen Umgebungen kann es jedoch schwer möglich
oder sogar unmöglich sein, eine feste Trage, welche üblicherweise eine Länge von mehr
als 2 m und eine Breite von 50 cm aufweist, zu bewegen. Zudem sind derartige feste
Tragen aufgrund der Abmaße nicht nur unhandlich im Transport sondern auch in der Lagerung.
[0003] Weiterhin sind flexible Rettungstragen bekannt. Diese sind tuchartig ausgebildet
und somit flexibel. Flexible Tragen können eng gepackt, insbesondere zusammengerollt
werden und sind so leicht zu lagern und zu transportieren. Solche Rettungstragen werden
beispielsweise in der Höhenrettung eingesetzt. Zum Transport einer Person können diese
dann in Längsrichtung halb um die zu rettende Person gerollt werden, sodass die Person
in der Rettungstrage stabilisiert wird. Solche Rettungstragen weisen oftmals vier
oder sechs Handgriffe auf, z.B. jeweils rechts und links im Bereich der Schulter,
in der Mitte und am Fußende. Hierdurch können bis zu sechs Retter die Person in der
Rettungstrage gut tragen.
[0004] In der
US 4124908 A ist eine insgesamt flexible Rettungsunterlage zur Personenrettung beschrieben, die
nicht nur flexibel gehandhabt werden kann, sondern in nicht benutztem Zustand auch
aufgerollt bevorratet, beispielsweise in einem Gebäude an einem vorgegebenen Platz
untergebracht werden kann.
[0005] Aus der
DE 20316498 U1 geht ferner eine Rettungsunterlage zur Personenrettung mit einer im wesentlichen
rechteckigen Unterlagsmatte aus einem eine hohe Zugfestigkeit aufweisenden, im wesentlichen
reißfesten Kunststoff-Flächenmaterial, mit an der Unterlagsmatte angebrachten Tragschlaufen
und über die Länge der Unterlagsmatte verteilt angebrachten Personensicherungsgurten
hervor.
[0006] Zudem ist aus der
DE 10 2014 016509 A1 eine aufrollbare Rettungstrage bekannt, die wenigstens zwei Bänder zum Fixieren einer
Person in Längsrichtung der Rettungstrage aufweist. Die Bänder zum Fixieren einer
Person in Längsrichtung der Rettungstrage sind so angeordnet, dass die Bänder oberhalb
eines ersten Bereiches befestigt sind, wobei der erste Bereich zur Aufnahme der Schultern
einer Person an der Rettungstrage ausgebildet ist. Die Rettungstrage weist einen Fußsteg
auf, wobei der Fußsteg in Längsrichtung der Trage verstellbar ist.
[0007] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Rettungstrage bereitzustellen, die
bei der Personenrettung eine kälteisolierende, trockene Einbettung der auf der Rettungstrage
zu transportierenden Person gewährleistet.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Rettungstrage mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Rettungstrage ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Die erfindungsgemäße Rettungstrage weist einen im Wesentlichen rechteckigen, aufrollbaren
und/oder zusammenfaltbaren Unterlagentrag aus flexiblem, reißfestem, wasserresistentem
Flächenmaterial auf, wobei an jeder Längsseite des Unterlagentrags mindestens zwei
Tragschlaufen fixiert sind und auf der die zu rettenden Person aufnehmenden innenseitigen
Auflagefläche des Unterlagentrags eine Kälteschutzeinheit, die aus einem deckenartigen
Wärmerhaltungselement und einem auf dieser auswechselbar vorgesehenen, Körperflüssigkeiten
absorbierenden Substrat besteht, lösbar befestigt ist und die in der an den Traglaschen
getragenen Lage des Unterlagentrags eine hüllenartige, kälteisolierende Einbettung
für die aufzunehmende Person bildet.
[0010] Bevorzugt ist die von der Kälteschutzeinheit gebildete hüllenartige, kälteisolierende
Einbettung in der an den Traglaschen getragenen Lage des Unterlagentrags durch einander
zugeordnete Klettverschlusselemente, die jeweils an der Unterfläche des deckenartigen
Wärmeschutzelementes jeweils im Bereich der Längskanten letzterer vorgesehen sind,
lösbar zu verschließen.
[0011] Der rechteckige Unterlagentrag bildet bevorzugt in der an den Traglaschen getragenen
Lage zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf diesem positionierten,
Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat die hüllenartige Einbettung für die aufzunehmende
Person.
[0012] Der rechteckige Unterlagentrag kann in der an den Traglaschen getragenen Lage, in
der letzterer zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf dieser
positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat die hüllenartige Einbettung
für die aufzunehmende Person bildet, mitttels eines entlang seiner Längskanten vorgesehenen
Klettverschlusses oder Reißverschlusses zu verschließen sein.
[0013] Das deckenartige Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit kann aus einer kaschierten
Schicht aus einer flexiblen, geschlossen-porigen Schaumstofffolie, insbesondere einer
kälteisolierenden Polyethylenfolie bestehen, deren Oberfläche mit einer dünnen kälteisolierenden
Metallschicht wie z.B. einer Aluminiumschicht einer Srärke im Bereich von 0,6 µ bis
50 µ beschichtet sein kann. Die Metallschicht ist wärmereflektierend, was insbesondere
bei Patienten mit Brandwunden von Vorteil ist. Zudem ist das Material des deckenartigen
Wärmeerhaltungselementes besonders hautfreundlich, antiallergen und atmungsaktiv und
schließt ein Einnisten von Milben und/oder Bakterien aus.
[0014] Die Polyethylenfolie kann ein Stärke im Bereich von 0,7 mm bis 5 mm aufweisen und
aus einer Vielzahl von Luftbläschen bestehen, wobei z.B. bei einer Folienstärke von
2 mm bis zu 2 Millionen Luftbläschen pro m
2 Flächeneinheit vorgesehen sein können. Hierdurch ist die Polyethylenfolie sowohl
flexibel als auch geschlossen-porig, was eine erhöhte Isolationswirkung gegen Wärmeverluste,
Feuchtigkeitsundurchlässigkeit sowie Schwerentflammbarkeit bzw. Unbrennbarkeit des
deckenartigen Wärmeerhaltungselementes mit sich bringt.
[0015] Die Unterfläche der mit der kälteisolierenden Metallschicht versehenen Polyethylenfolie
ist lösbar klebend mittels Klebestellen und/oder Klebstreifen oder ganzflächig mit
der innenseitigen Auflagefläche des Unterlagentrags verbunden.
[0016] Bevorzugt ist das deckenartige Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit aus
einer Schicht von maximal drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien gebildet, die
miteinander durch elastische Fäden verbunden sind, wobei die Unterfläche der in der
Schicht unten liegenden Kälteschutzfolie lösbar klebend mittels der Klebestellen und/oder
der Klebstreifen oder ganzflächig mit der innenseitigen Auflagefläche des Unterlagentrags
verbunden ist.
[0017] Der Unterlagentrag und das deckenartig Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit
können durch ein doppelseitiges Klebeband lösbar miteinander verbunden sein. Ebenso
kann das Körperflüssigkeiten absorbierende Substrat auf der Innenfläche des Wärmeerhaltungselementes
lösbar mittels Klebestellen und/oder Klebstreifen fixiert sein.
[0018] Zudem können in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit Wärmepads
integriert sein, die die Körperwärme der eingewickelten zu rettenden Person erhalten.
Auch können an jeder Längsseite des rechteckförmigen Unterlagentrags z.B. drei Tragschlaufen
vorgesehen sein, damit der Unterlagentrag auch bei einer maximalen Belastbarkeit von
500 kg sicher zu tragen ist.
[0019] Der Unterlagentrag und das deckenartig Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit
können durch ein doppelseitiges Klebeband lösbar miteinander zu verbunden sein. Zudem
können in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit Wärmepads
integriert sein.
[0020] Vorzugsweise ist das Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat ein hochabsorbierendes
Laken wie z.B. ein Vliesstofflaken mit einem Saugvolumen im Bereich von 2 Liter bis
9 Liter, insbesondere von 4 bis 6 Liter, z.B. 4 Liter Körperflüssigkeiten. In dem
Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat bzw. Laken kann ein spezieller Saugkern
mit einem Saugvolumen bis zu 8 Liter Körperflüssigkeiten herausnehmbar integriert
sein. Die Abmaße des aus dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat bzw. Laken
heraustrennbare Saugkerns liegen bevorzugt im Bereich einer Länge von 180 cm bis 220
cm und einer Breite von 40 cm x 80 cm und betragen z.B. 200 cm x 60 cm.
[0021] Am Fußende des Unterlagentrags kann ein Fußsack angebracht sein, der auswechselbar
und/oder verstellbar an dem Unterlagentrag fixiert sein kann. Bevorzugt ist das in
der Draufsicht auf den Fußsacks gesehene Oberteil des letzteren zweigeteilt und längsmittig
durch einen zweiten Reißverschluss zu verschließen.
[0022] An der innenseitigen Aufnahmefläche des Unterlagentrags kann eine verschließbare
Dokumententasche befestigt und derart positioniert sein, dass diese in der an den
Tragschlaufen getragenen Lage der hüllenartigen Einbettung durch deren Öffnungsbereich
von außen zugänglich ist.
[0023] Bevorzugt ist der rechteckige Unterlagentrag der Rettungstrage, an dessen Längsseiten
mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind, zusammen mit der auf der innenseitigen
Aufnahmefläche des Unterlagentrags lösbar befestigten Kälteschutzeinheit, die aus
dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf dieser auswechselbar befestigten
Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat besteht, zu einem Paket einer Grundfläche
von ca. 35 cm x ca. 30 cm und einer Höhe von ca. 15 cm zusammenfaltbar. Dieses Paket
kann bevorzugt in einer kleinflächig stapelbaren Vakuumverpackung aufgenommen sein
und ein Gewicht von ca. 1,5 kg aufweisen.
[0024] Die erfindungsgemäße Rettungstrage ermöglicht durch die auf dem Unterlagentrag lösbar
positionierte Kälteschutzeinheit eine effektive die Köperwärme erhaltende Einbettung
der auf dem Unterlagentrag aufgelegten zu rettenden Person, wobei das Körperflüssigkeiten
absorbierende Substrat der Kälteschutzeinheit, in der die zu rettende Person eingebettet
ist, gewährleistet, dass im gegebenen Fall z.B. Blut und Sekrete der eingebetteten
Person aufgesaugt und deren Körperwärme auf einem konstanten erforderliche Wärmegrad
erhalten bleibt. Zudem sind bei Bedarf die lösbar auf dem Unterlagentrag der Rettungstrage
befestigte Kälteschutzeinheit insgesamt oder nur das Körperflüssigkeiten absorbierende
Substrat, das auf dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement lösbar angebracht ist,
und/oder der Saugkern, der auf dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement oder in dem
Körperflüssigkeiten absorbierenden Vliesstofflaken lösbar integriert ist, bei Bedarf,
wie z.B. einer erforderlichen Umbettung der zu rettenden Person problemlos auszuwechseln.
Auch das deckenartige Wärmeerhaltungselement kann bei Bedarf ausgewechselt werden.
[0025] Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Rettungstrage anhand der Zeichnungen näher
erläutert. In den Zeichnungen sind:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Rettungstrage gemäß mindestens einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine andere Rettungstrage gemäß mindestens
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 ein schematischer Querschnitt einer weiteren Rettungstrage gemäß mindestens
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Fig. 4 eine schematische Querschnittansicht eines Teils einer weiteren Rettungstrage
gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und
Fig. 5 eine transparente Draufsicht auf eine Vakuumverpackung, in der eine weitere
Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zusammengefaltet
vakuumverpackt ist.
[0026] In Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht auf eine Rettungstrage 1 gemäß mindestens
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei der Unterlagentrag
2 sowie die auf deren innenseitigen Aufnahmefläche 3 lösbar positionierte Kälteschutzeinheit
4 aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement 5 und dem auf diesem lösbar fixierten,
Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat 6 eine kälteisolierende hüllenartige Einbettung
7 für die zu rettende Person bilden. Die hüllenartige Einbettung 7 ist entlang der
einander gegenüberliegenden Längskanten 8 mittels z.B. eines Klettverschlusses 16
oder eines ersten Reißverschlusses derart verschließbar, das der Oberkörper, insbesondere
der Kopf der zu rettenden Person in einem von außen zugänglich Öffnungsbereich 9 der
hüllenartigen Einbettung 7 zu liegen kommt.
[0027] Wie Fig. 1 zeigt, sind an der Außenfläche 10 des Unterlagentrags 2 sechs Tragschlaufen
11 reißfest derart befestigt, das an der gebildeten hüllenartigen Einbettung 7 an
deren beiden Längsseiten 12 jeweils drei der Tragschlaufen 11 einander gegenüberliegend
positioniert sind, die an jeder Längsseite 12 der hüllenartigen Einbettung 7 jeweils
im gleichen Abstand zueinander angeordnet sind, so dass die in der hüllenartigen Einbettung
7 der Rettungstrage 1 aufgenommene zu rettenden Person von sechs Rettungskräften getragen
werden kann.
[0028] Bei einer in Fig. 2 gezeigten anderen Ausführungsform der Rettungstrage 1 ist am
Fußende 13 letzterer ein abnehmbarer und/oder verstellbarer Fußsack 14 an der Rettungstrage
1 derart befestigt, dass die Füße der in der hüllenartigen Einbettung 7 der Rettungstrage
1 befindlichen Person vom Fußsack 14 aufgenommen werden können und letztere insbesondere
in der schrägen oder aufrechten Transportstellung der Rettungstrage 1 nach unten gesichert
in der hüllenartigen Einbettung 7 getragen werden kann. Das Oberteil 15 des Fußsacks
14 ist bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform - gesehen in der Draufsicht - zweigeteilt
und längsmittig durch einen zweiten Reißverschluss 26 verschließbar. Bevorzugt hat
der Fußsack 14 die Abmaße ca. 35 cm x 30 cm x 15 cm.
[0029] Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt einer weiteren Rettungstrage 1 gemäß
mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei auf der innenseitigen
Aufnahmefläche 3 des Unterlagentrags 2 der Rettungstrage 1 die Kälteschutzeinheit
4 als hüllenartige Einbettung 7 positioniert ist. Letztere wird von dem deckenartigen
Wärmeerhaltungselement 5, das z.B. aus einer Schicht von maximal drei metallbeschichtete
Kälteschutzfolien gebildet sein kann, die miteinander durch elastische Fäden verbunden
sind, und dem auf dessen Innenfläche auswechselbar positionierten, Körperflüssigkeiten
absorbierende Substrat 6 gebildet. Letzteres kann z.B. ein hochabsorbierendes VliesstoffLaken
mit einem Saugvolumen von z.B. 4 Liter Körperflüssigkeit sein. Der Verschluss der
hüllenartigen Einbettung 7 ist, wie Fig. 3 zeigt, durch in Eingriff stehende Klettverschlusselemente
17 gegeben, die jeweils im Bereich der Längskanten 18 des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
5 auf dessen Unterseite 19 bzw. auf der untersten Schicht der metallbeschichteten
Kälteschutzfolie 23 des letzteren positioniert sind.
[0030] Wie aus Fig. 4 hervorgeht, die eine schematische Querschnittansicht eines Teils einer
weiteren Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zeigt, ist hier das deckenartige Wärmeerhaltungselement 5 der Kälteschutzeinheit 4
aus einer Schicht von drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien 23 gebildet, die miteinander
durch elastische Fäden 24 verbunden sind. Die Unterfläche 25 der in der Schicht unten
liegenden Kälteschutzfolie 23 ist mittels im Abstand zueinander positionierten Klebestellen
oder Klebstreifen 27 oder ganzflächig klebend mit der innenseitigen Aufnahmefläche
3 des Unterlagentrags 2 lösbar verbunden ist. Auf der oberen Fläche 28 der in der
Schicht obersten der drei übereinander liegenden Kälteschutzfolien 23 ist als das
Körperflüssigkeiten absorbierendes Substrat 6 ein hochabsorbierendes Vliesstofflaken
positioniert, in dem mittig ein spezieller Saugkern 21 mit einem Saugvolumen bis zu
8 Liter Körperflüssigkeit integriert ist. Der Saugkern 21 ist mit seiner Unterfläche
28 mittels im Abstand zueinander angeordneter Klebstellen oder Klebestreifen 29 schnell
auswechselbar auf der oberen Fläche 28 der in der Schicht des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
5 obersten Kälteschutzfolie 23 befestigt.
[0031] Aus Fig. 5 geht eine transparente Draufsicht auf eine Vakuumverpackung 31 hervor,
in der eine weitere Rettungstrage 1 gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zusammengefaltet vakuumverpackt ist. Hierzu ist der rechteckige Unterlagentrag
2, an dessen Längsseiten mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind, zusammen mit
der auf der innenseitigen Aufnahmefläche 3 des Unterlagentrags 2 lösbar befestigten
Kälteschutzeinheit 4, die aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement 5 und dem auf
dieser auswechselbar befestigten Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat 6 besteht,
zu einem Paket 30 einer Grundfläche von ca. 35 cm x ca. 30 cm und einer Höhe von ca.
15 c zusammenfaltbar und das Paket 30 in einer Vakuumverpackung 31 vakuumverpackt
aufgenommen, die kleinflächig stapelbar ist.
[0032] Es versteht sich, dass die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung nicht beschränkt
sind auf die speziellen Strukturen, Verfahrensschritte oder Materialien, die hier
offenbart sind, sondern auf deren Äquivalente ausgedehnt werden können, wie es für
einen Durchschnittsfachmann auf den relevanten Gebieten erkennbar ist.
[0033] Es versteht sich, dass die hier benutzte Terminologie lediglich zum Beschreiben bestimmter
Ausführungsformen verwendet wird und nicht als beschränkend auszulegen ist. Die beschriebenen
Merkmale, Strukturen oder Eigenschaften können in jeder geeigneten Weise in einer
oder mehreren Ausführungsformen kombiniert werden.
[0034] Liste der Bezugszeichen:
- 1
- Rettungstrage
- 2
- Unterlagentrag
- 3
- innenseitige Aufnahmefläche des Unterlagentrags
- 4
- Kälteschutzeinheit
- 5
- deckenartiges Wärmeerhaltungselement
- 6
- Körperflüssigkeiten absorbierendes Substrat
- 7
- hüllenartige Einbettung
- 8
- Längskanten der hüllenartigen Einbettung
- 9
- Öffnungsbereich der hüllenartigen Einbettung
- 10
- Außenfläche des Unterlagentrags
- 11
- Tragschlaufen
- 12
- Längsseiten der hüllenartigen Einbettung
- 13
- Fußende der hüllenartigen Einbettung
- 14
- Fußsack
- 15
- Oberteil des Fußsacks
- 16
- Klettverschluss, erster Reißverschluss
- 17
- Klettverschlusselemente
- 18
- Längskanten des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
- 19
- Unterfläche des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
- 20
- Längskanten des Unterlagentrags
- 21
- Saugkern
- 22
- doppelseitiges Klebeband
- 23
- Kälteschutzfolien
- 24
- elastische Fäden
- 25
- Unterfläche der untersten Kälteschutzfolien
- 26
- zweiter Reißverschluss
- 27
- Klebestellen, Klebestreifen zur Kälteschutzfolienbefestigung
- 28
- Unterfläche des Saugkerns
- 29
- Klebestellen oder Klebestreifen zur auswechselbaren Saugkernbefestigung
- 30
- zusammengefaltetes Paket
- 31
- Vakuumverpackung
1. Rettungstrage (1) zur Personenrettung mit einem im Wesentlichen rechteckigen, aufrollbaren
und/oder zusammenfaltbaren Unterlagentrag (2) aus flexiblem, reißfestem, wasserresistentem
Flächenmaterial und mit an jeder Längsseite des rechteckigen Unterlagentrags (2) mindestens
zweifixierten Tragschlaufen (11), wobei auf der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des
Unterlagentrags (2) eine Kälteschutzeinheit (4), die aus einem deckenartigen Wärmeerhaltungselement
(5) und einem auf dieser auswechselbar vorgesehenen, Körperflüssigkeiten absorbierenden
Substrat (6) besteht, lösbar befestigt ist und die in der an den Traglaschen (11)
getragenen Lage des Unterlagentrags (2) eine hüllenartige kälteisolierende Einbettung
(7) für die aufzunehmende Person bildet.
2. Rettungstrag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Kälteschutzeinheit (4) gebildete hüllenartige Einbettung (7) in der an
den Traglaschen (11) getragenen Lage des Unterlagentrags (2) durch einander zugeordnete
Klettverschlusselemente (17), die jeweils an der Unterfläche (18) des deckenartigen
Wärmeerhaltungselements (5) jeweils im Bereich der Längskanten (19) letzterer vorgesehen
sind, lösbar zu verschließen ist.
3. Rettungstrage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2) in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage
zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und dem auf dieser positionierten,
Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) die hüllenartige Einbettung (7) für
die aufzunehmende Person bildet.
4. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2) in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage,
in der letzterer zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und dem
auf dieser positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) die hüllenartige
Einbettung (7) für die aufzunehmende Person bildet, mitttels eines entlang der Längskanten
(20) des Unterlagentrags (2) verlaufenden Klettverschlusses (16) oder eines ersten
Reißverschlusses zu verschließen ist.
5. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterlagentrag (2) und das deckenartige Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit
(4) durch ein doppelseitiges Klebeband (22) lösbar miteinander verbunden sind.
6. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das deckenartige Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit (4) aus einer
Schicht von maximal drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien (23) gebildet ist, die
miteinander durch elastische Fäden (24) verbunden sind, wobei die Unterfläche (25)
der in der Schicht unten liegenden Kälteschutzfolie (23) mittels Klebestellen, Klebstreifen
oder ganzflächig klebend mit der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags
(2) lösbar verbunden ist.
7. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit (4) Wärmepads
integriert sind.
8. Rettungstrage nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) ein hochabsorbierendes Laken
mit einem Saugvolumen im Bereich von 2 Liter bis 9 Liter Körperflüssigkeit ist.
9. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) bzw. Laken ein herausnehmbar
fixierter Saugkern (21) mit einem Saugvolumen von maximal 9 Liter Körperflüssigkeiten
integriert ist.
10. Rettungstrage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperflüssigkeiten absorbierende Laken (6) ein PP-Vliesstofflaken mit integriertem
Trockenvliesstoff- Saugkern aus Zellstoff und hochabsorbierenden Polymeren ist.
11. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterlagentrag (2) eine maximale Belastbarkeit von 500 kg aufweist.
12. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass am Fußende (13) des Unterlagentrags (2) ein Fußsack (14) auswechselbar und/oder verstellbar
mittels eines Klettverschlusses fixiert ist, wobei das in der Draufsicht auf den Fußsacks
(13) gesehene Oberteil (15) des letzteren zweigeteilt und längsmittig durch einen
zweiten Reißverschluss (26) zu verschließen ist.
13. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass an der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) eine verschließbare
Dokumententasche befestigt und derart positioniert ist, dass letzterer in der an den
Tragschlaufen (11) getragenen Lage der hüllenartigen Einbettung (7) durch den Öffnungsbereich
(9) letzterer von außen zugänglich ist.
14. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2), an dessen Längsseiten mindestens zwei Tragschlaufen
fixiert sind, zusammen mit der auf der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags
(2) lösbar befestigten Kälteschutzeinheit (4), die aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement
(5) und dem auf dieser auswechselbar befestigten Körperflüssigkeiten absorbierenden
Substrat (6) besteht, zu einem Paket einer Grundfläche von ca. 35 cm x ca. 30 cm und
einer Höhe von ca. 15 c zusammenfaltbar ist.
15. Rettungstrage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Paket in einer kleinflächig stapelbaren Vakuumverpackung aufgenommen ist.