(19)
(11) EP 3 479 806 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.05.2019  Patentblatt  2019/19

(21) Anmeldenummer: 17001818.8

(22) Anmeldetag:  07.11.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A61G 1/01(2006.01)
A61G 1/04(2006.01)
A61G 1/013(2006.01)
A61F 7/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA MD

(71) Anmelder: Offen, Christine
13407 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Offen, Christine
    13407 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Hoffmann, Klaus-Dieter 
Fasanenstrasse 74
10719 Berlin
10719 Berlin (DE)

   


(54) RETTUNGSTRAGE ZUR PERSONENRETTUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine Rettungstrage (1) zur Personenrettung mit einem im Wesentlichen rechteckigen, aufrollbaren und/oder zusammenfaltbaren Unterlagentrag (2) aus flexiblem, reißfestem, wasserresistentem Flächenmaterial und mit an jeder Längsseite des rechteckigen Unterlagentrags (2) mindestens zwei fixierten Tragschlaufen (11), wobei auf der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) eine Kälteschutzeinheit (4), die aus einem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und einem auf dieser auswechselbar vorgesehenen, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) besteht, lösbar befestigt und die in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage des Unterlagentrags (2) eine hüllenartige kälteisolierende Einbettung (7) für die aufzunehmende Person bildet.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rettungstrage zur Personenrettung.

[0002] Es ist eine Vielzahl verschiedener Rettungstragen bekannt. Üblicherweise weisen Rettungstragen ein Gestänge oder eine Wanne auf, welche der Rettungstrage eine Steifigkeit geben. Hierdurch kann eine Person leicht auf die Rettungstrage gelegt und stabil transportiert werden. Steife Rettungstragen, beispielsweise Rettungswannen, die gelegentlich von Rettungskräften eingesetzt werden, sind zwar ein guter Schutz für die zu rettende Person, sind aber schwer zu handhaben. In engen Umgebungen kann es jedoch schwer möglich oder sogar unmöglich sein, eine feste Trage, welche üblicherweise eine Länge von mehr als 2 m und eine Breite von 50 cm aufweist, zu bewegen. Zudem sind derartige feste Tragen aufgrund der Abmaße nicht nur unhandlich im Transport sondern auch in der Lagerung.

[0003] Weiterhin sind flexible Rettungstragen bekannt. Diese sind tuchartig ausgebildet und somit flexibel. Flexible Tragen können eng gepackt, insbesondere zusammengerollt werden und sind so leicht zu lagern und zu transportieren. Solche Rettungstragen werden beispielsweise in der Höhenrettung eingesetzt. Zum Transport einer Person können diese dann in Längsrichtung halb um die zu rettende Person gerollt werden, sodass die Person in der Rettungstrage stabilisiert wird. Solche Rettungstragen weisen oftmals vier oder sechs Handgriffe auf, z.B. jeweils rechts und links im Bereich der Schulter, in der Mitte und am Fußende. Hierdurch können bis zu sechs Retter die Person in der Rettungstrage gut tragen.

[0004] In der US 4124908 A ist eine insgesamt flexible Rettungsunterlage zur Personenrettung beschrieben, die nicht nur flexibel gehandhabt werden kann, sondern in nicht benutztem Zustand auch aufgerollt bevorratet, beispielsweise in einem Gebäude an einem vorgegebenen Platz untergebracht werden kann.

[0005] Aus der DE 20316498 U1 geht ferner eine Rettungsunterlage zur Personenrettung mit einer im wesentlichen rechteckigen Unterlagsmatte aus einem eine hohe Zugfestigkeit aufweisenden, im wesentlichen reißfesten Kunststoff-Flächenmaterial, mit an der Unterlagsmatte angebrachten Tragschlaufen und über die Länge der Unterlagsmatte verteilt angebrachten Personensicherungsgurten hervor.

[0006] Zudem ist aus der DE 10 2014 016509 A1 eine aufrollbare Rettungstrage bekannt, die wenigstens zwei Bänder zum Fixieren einer Person in Längsrichtung der Rettungstrage aufweist. Die Bänder zum Fixieren einer Person in Längsrichtung der Rettungstrage sind so angeordnet, dass die Bänder oberhalb eines ersten Bereiches befestigt sind, wobei der erste Bereich zur Aufnahme der Schultern einer Person an der Rettungstrage ausgebildet ist. Die Rettungstrage weist einen Fußsteg auf, wobei der Fußsteg in Längsrichtung der Trage verstellbar ist.

[0007] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Rettungstrage bereitzustellen, die bei der Personenrettung eine kälteisolierende, trockene Einbettung der auf der Rettungstrage zu transportierenden Person gewährleistet.

[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Rettungstrage mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Rettungstrage ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0009] Die erfindungsgemäße Rettungstrage weist einen im Wesentlichen rechteckigen, aufrollbaren und/oder zusammenfaltbaren Unterlagentrag aus flexiblem, reißfestem, wasserresistentem Flächenmaterial auf, wobei an jeder Längsseite des Unterlagentrags mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind und auf der die zu rettenden Person aufnehmenden innenseitigen Auflagefläche des Unterlagentrags eine Kälteschutzeinheit, die aus einem deckenartigen Wärmerhaltungselement und einem auf dieser auswechselbar vorgesehenen, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat besteht, lösbar befestigt ist und die in der an den Traglaschen getragenen Lage des Unterlagentrags eine hüllenartige, kälteisolierende Einbettung für die aufzunehmende Person bildet.

[0010] Bevorzugt ist die von der Kälteschutzeinheit gebildete hüllenartige, kälteisolierende Einbettung in der an den Traglaschen getragenen Lage des Unterlagentrags durch einander zugeordnete Klettverschlusselemente, die jeweils an der Unterfläche des deckenartigen Wärmeschutzelementes jeweils im Bereich der Längskanten letzterer vorgesehen sind, lösbar zu verschließen.

[0011] Der rechteckige Unterlagentrag bildet bevorzugt in der an den Traglaschen getragenen Lage zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf diesem positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat die hüllenartige Einbettung für die aufzunehmende Person.

[0012] Der rechteckige Unterlagentrag kann in der an den Traglaschen getragenen Lage, in der letzterer zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf dieser positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat die hüllenartige Einbettung für die aufzunehmende Person bildet, mitttels eines entlang seiner Längskanten vorgesehenen Klettverschlusses oder Reißverschlusses zu verschließen sein.

[0013] Das deckenartige Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit kann aus einer kaschierten Schicht aus einer flexiblen, geschlossen-porigen Schaumstofffolie, insbesondere einer kälteisolierenden Polyethylenfolie bestehen, deren Oberfläche mit einer dünnen kälteisolierenden Metallschicht wie z.B. einer Aluminiumschicht einer Srärke im Bereich von 0,6 µ bis 50 µ beschichtet sein kann. Die Metallschicht ist wärmereflektierend, was insbesondere bei Patienten mit Brandwunden von Vorteil ist. Zudem ist das Material des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes besonders hautfreundlich, antiallergen und atmungsaktiv und schließt ein Einnisten von Milben und/oder Bakterien aus.

[0014] Die Polyethylenfolie kann ein Stärke im Bereich von 0,7 mm bis 5 mm aufweisen und aus einer Vielzahl von Luftbläschen bestehen, wobei z.B. bei einer Folienstärke von 2 mm bis zu 2 Millionen Luftbläschen pro m2 Flächeneinheit vorgesehen sein können. Hierdurch ist die Polyethylenfolie sowohl flexibel als auch geschlossen-porig, was eine erhöhte Isolationswirkung gegen Wärmeverluste, Feuchtigkeitsundurchlässigkeit sowie Schwerentflammbarkeit bzw. Unbrennbarkeit des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes mit sich bringt.

[0015] Die Unterfläche der mit der kälteisolierenden Metallschicht versehenen Polyethylenfolie ist lösbar klebend mittels Klebestellen und/oder Klebstreifen oder ganzflächig mit der innenseitigen Auflagefläche des Unterlagentrags verbunden.

[0016] Bevorzugt ist das deckenartige Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit aus einer Schicht von maximal drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien gebildet, die miteinander durch elastische Fäden verbunden sind, wobei die Unterfläche der in der Schicht unten liegenden Kälteschutzfolie lösbar klebend mittels der Klebestellen und/oder der Klebstreifen oder ganzflächig mit der innenseitigen Auflagefläche des Unterlagentrags verbunden ist.

[0017] Der Unterlagentrag und das deckenartig Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit können durch ein doppelseitiges Klebeband lösbar miteinander verbunden sein. Ebenso kann das Körperflüssigkeiten absorbierende Substrat auf der Innenfläche des Wärmeerhaltungselementes lösbar mittels Klebestellen und/oder Klebstreifen fixiert sein.

[0018] Zudem können in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit Wärmepads integriert sein, die die Körperwärme der eingewickelten zu rettenden Person erhalten. Auch können an jeder Längsseite des rechteckförmigen Unterlagentrags z.B. drei Tragschlaufen vorgesehen sein, damit der Unterlagentrag auch bei einer maximalen Belastbarkeit von 500 kg sicher zu tragen ist.

[0019] Der Unterlagentrag und das deckenartig Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit können durch ein doppelseitiges Klebeband lösbar miteinander zu verbunden sein. Zudem können in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement der Kälteschutzeinheit Wärmepads integriert sein.

[0020] Vorzugsweise ist das Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat ein hochabsorbierendes Laken wie z.B. ein Vliesstofflaken mit einem Saugvolumen im Bereich von 2 Liter bis 9 Liter, insbesondere von 4 bis 6 Liter, z.B. 4 Liter Körperflüssigkeiten. In dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat bzw. Laken kann ein spezieller Saugkern mit einem Saugvolumen bis zu 8 Liter Körperflüssigkeiten herausnehmbar integriert sein. Die Abmaße des aus dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat bzw. Laken heraustrennbare Saugkerns liegen bevorzugt im Bereich einer Länge von 180 cm bis 220 cm und einer Breite von 40 cm x 80 cm und betragen z.B. 200 cm x 60 cm.

[0021] Am Fußende des Unterlagentrags kann ein Fußsack angebracht sein, der auswechselbar und/oder verstellbar an dem Unterlagentrag fixiert sein kann. Bevorzugt ist das in der Draufsicht auf den Fußsacks gesehene Oberteil des letzteren zweigeteilt und längsmittig durch einen zweiten Reißverschluss zu verschließen.

[0022] An der innenseitigen Aufnahmefläche des Unterlagentrags kann eine verschließbare Dokumententasche befestigt und derart positioniert sein, dass diese in der an den Tragschlaufen getragenen Lage der hüllenartigen Einbettung durch deren Öffnungsbereich von außen zugänglich ist.

[0023] Bevorzugt ist der rechteckige Unterlagentrag der Rettungstrage, an dessen Längsseiten mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind, zusammen mit der auf der innenseitigen Aufnahmefläche des Unterlagentrags lösbar befestigten Kälteschutzeinheit, die aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement und dem auf dieser auswechselbar befestigten Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat besteht, zu einem Paket einer Grundfläche von ca. 35 cm x ca. 30 cm und einer Höhe von ca. 15 cm zusammenfaltbar. Dieses Paket kann bevorzugt in einer kleinflächig stapelbaren Vakuumverpackung aufgenommen sein und ein Gewicht von ca. 1,5 kg aufweisen.

[0024] Die erfindungsgemäße Rettungstrage ermöglicht durch die auf dem Unterlagentrag lösbar positionierte Kälteschutzeinheit eine effektive die Köperwärme erhaltende Einbettung der auf dem Unterlagentrag aufgelegten zu rettenden Person, wobei das Körperflüssigkeiten absorbierende Substrat der Kälteschutzeinheit, in der die zu rettende Person eingebettet ist, gewährleistet, dass im gegebenen Fall z.B. Blut und Sekrete der eingebetteten Person aufgesaugt und deren Körperwärme auf einem konstanten erforderliche Wärmegrad erhalten bleibt. Zudem sind bei Bedarf die lösbar auf dem Unterlagentrag der Rettungstrage befestigte Kälteschutzeinheit insgesamt oder nur das Körperflüssigkeiten absorbierende Substrat, das auf dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement lösbar angebracht ist, und/oder der Saugkern, der auf dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement oder in dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Vliesstofflaken lösbar integriert ist, bei Bedarf, wie z.B. einer erforderlichen Umbettung der zu rettenden Person problemlos auszuwechseln. Auch das deckenartige Wärmeerhaltungselement kann bei Bedarf ausgewechselt werden.

[0025] Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Rettungstrage anhand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen sind:

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf eine andere Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 3 ein schematischer Querschnitt einer weiteren Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,

Fig. 4 eine schematische Querschnittansicht eines Teils einer weiteren Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und

Fig. 5 eine transparente Draufsicht auf eine Vakuumverpackung, in der eine weitere Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zusammengefaltet vakuumverpackt ist.



[0026] In Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht auf eine Rettungstrage 1 gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei der Unterlagentrag 2 sowie die auf deren innenseitigen Aufnahmefläche 3 lösbar positionierte Kälteschutzeinheit 4 aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement 5 und dem auf diesem lösbar fixierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat 6 eine kälteisolierende hüllenartige Einbettung 7 für die zu rettende Person bilden. Die hüllenartige Einbettung 7 ist entlang der einander gegenüberliegenden Längskanten 8 mittels z.B. eines Klettverschlusses 16 oder eines ersten Reißverschlusses derart verschließbar, das der Oberkörper, insbesondere der Kopf der zu rettenden Person in einem von außen zugänglich Öffnungsbereich 9 der hüllenartigen Einbettung 7 zu liegen kommt.

[0027] Wie Fig. 1 zeigt, sind an der Außenfläche 10 des Unterlagentrags 2 sechs Tragschlaufen 11 reißfest derart befestigt, das an der gebildeten hüllenartigen Einbettung 7 an deren beiden Längsseiten 12 jeweils drei der Tragschlaufen 11 einander gegenüberliegend positioniert sind, die an jeder Längsseite 12 der hüllenartigen Einbettung 7 jeweils im gleichen Abstand zueinander angeordnet sind, so dass die in der hüllenartigen Einbettung 7 der Rettungstrage 1 aufgenommene zu rettenden Person von sechs Rettungskräften getragen werden kann.

[0028] Bei einer in Fig. 2 gezeigten anderen Ausführungsform der Rettungstrage 1 ist am Fußende 13 letzterer ein abnehmbarer und/oder verstellbarer Fußsack 14 an der Rettungstrage 1 derart befestigt, dass die Füße der in der hüllenartigen Einbettung 7 der Rettungstrage 1 befindlichen Person vom Fußsack 14 aufgenommen werden können und letztere insbesondere in der schrägen oder aufrechten Transportstellung der Rettungstrage 1 nach unten gesichert in der hüllenartigen Einbettung 7 getragen werden kann. Das Oberteil 15 des Fußsacks 14 ist bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform - gesehen in der Draufsicht - zweigeteilt und längsmittig durch einen zweiten Reißverschluss 26 verschließbar. Bevorzugt hat der Fußsack 14 die Abmaße ca. 35 cm x 30 cm x 15 cm.

[0029] Fig. 3 zeigt einen schematischen Querschnitt einer weiteren Rettungstrage 1 gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei auf der innenseitigen Aufnahmefläche 3 des Unterlagentrags 2 der Rettungstrage 1 die Kälteschutzeinheit 4 als hüllenartige Einbettung 7 positioniert ist. Letztere wird von dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement 5, das z.B. aus einer Schicht von maximal drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien gebildet sein kann, die miteinander durch elastische Fäden verbunden sind, und dem auf dessen Innenfläche auswechselbar positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierende Substrat 6 gebildet. Letzteres kann z.B. ein hochabsorbierendes VliesstoffLaken mit einem Saugvolumen von z.B. 4 Liter Körperflüssigkeit sein. Der Verschluss der hüllenartigen Einbettung 7 ist, wie Fig. 3 zeigt, durch in Eingriff stehende Klettverschlusselemente 17 gegeben, die jeweils im Bereich der Längskanten 18 des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes 5 auf dessen Unterseite 19 bzw. auf der untersten Schicht der metallbeschichteten Kälteschutzfolie 23 des letzteren positioniert sind.

[0030] Wie aus Fig. 4 hervorgeht, die eine schematische Querschnittansicht eines Teils einer weiteren Rettungstrage gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, ist hier das deckenartige Wärmeerhaltungselement 5 der Kälteschutzeinheit 4 aus einer Schicht von drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien 23 gebildet, die miteinander durch elastische Fäden 24 verbunden sind. Die Unterfläche 25 der in der Schicht unten liegenden Kälteschutzfolie 23 ist mittels im Abstand zueinander positionierten Klebestellen oder Klebstreifen 27 oder ganzflächig klebend mit der innenseitigen Aufnahmefläche 3 des Unterlagentrags 2 lösbar verbunden ist. Auf der oberen Fläche 28 der in der Schicht obersten der drei übereinander liegenden Kälteschutzfolien 23 ist als das Körperflüssigkeiten absorbierendes Substrat 6 ein hochabsorbierendes Vliesstofflaken positioniert, in dem mittig ein spezieller Saugkern 21 mit einem Saugvolumen bis zu 8 Liter Körperflüssigkeit integriert ist. Der Saugkern 21 ist mit seiner Unterfläche 28 mittels im Abstand zueinander angeordneter Klebstellen oder Klebestreifen 29 schnell auswechselbar auf der oberen Fläche 28 der in der Schicht des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes 5 obersten Kälteschutzfolie 23 befestigt.

[0031] Aus Fig. 5 geht eine transparente Draufsicht auf eine Vakuumverpackung 31 hervor, in der eine weitere Rettungstrage 1 gemäß mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zusammengefaltet vakuumverpackt ist. Hierzu ist der rechteckige Unterlagentrag 2, an dessen Längsseiten mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind, zusammen mit der auf der innenseitigen Aufnahmefläche 3 des Unterlagentrags 2 lösbar befestigten Kälteschutzeinheit 4, die aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement 5 und dem auf dieser auswechselbar befestigten Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat 6 besteht, zu einem Paket 30 einer Grundfläche von ca. 35 cm x ca. 30 cm und einer Höhe von ca. 15 c zusammenfaltbar und das Paket 30 in einer Vakuumverpackung 31 vakuumverpackt aufgenommen, die kleinflächig stapelbar ist.

[0032] Es versteht sich, dass die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung nicht beschränkt sind auf die speziellen Strukturen, Verfahrensschritte oder Materialien, die hier offenbart sind, sondern auf deren Äquivalente ausgedehnt werden können, wie es für einen Durchschnittsfachmann auf den relevanten Gebieten erkennbar ist.

[0033] Es versteht sich, dass die hier benutzte Terminologie lediglich zum Beschreiben bestimmter Ausführungsformen verwendet wird und nicht als beschränkend auszulegen ist. Die beschriebenen Merkmale, Strukturen oder Eigenschaften können in jeder geeigneten Weise in einer oder mehreren Ausführungsformen kombiniert werden.

[0034] Liste der Bezugszeichen:
1
Rettungstrage
2
Unterlagentrag
3
innenseitige Aufnahmefläche des Unterlagentrags
4
Kälteschutzeinheit
5
deckenartiges Wärmeerhaltungselement
6
Körperflüssigkeiten absorbierendes Substrat
7
hüllenartige Einbettung
8
Längskanten der hüllenartigen Einbettung
9
Öffnungsbereich der hüllenartigen Einbettung
10
Außenfläche des Unterlagentrags
11
Tragschlaufen
12
Längsseiten der hüllenartigen Einbettung
13
Fußende der hüllenartigen Einbettung
14
Fußsack
15
Oberteil des Fußsacks
16
Klettverschluss, erster Reißverschluss
17
Klettverschlusselemente
18
Längskanten des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
19
Unterfläche des deckenartigen Wärmeerhaltungselementes
20
Längskanten des Unterlagentrags
21
Saugkern
22
doppelseitiges Klebeband
23
Kälteschutzfolien
24
elastische Fäden
25
Unterfläche der untersten Kälteschutzfolien
26
zweiter Reißverschluss
27
Klebestellen, Klebestreifen zur Kälteschutzfolienbefestigung
28
Unterfläche des Saugkerns
29
Klebestellen oder Klebestreifen zur auswechselbaren Saugkernbefestigung
30
zusammengefaltetes Paket
31
Vakuumverpackung



Ansprüche

1. Rettungstrage (1) zur Personenrettung mit einem im Wesentlichen rechteckigen, aufrollbaren und/oder zusammenfaltbaren Unterlagentrag (2) aus flexiblem, reißfestem, wasserresistentem Flächenmaterial und mit an jeder Längsseite des rechteckigen Unterlagentrags (2) mindestens zweifixierten Tragschlaufen (11), wobei auf der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) eine Kälteschutzeinheit (4), die aus einem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und einem auf dieser auswechselbar vorgesehenen, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) besteht, lösbar befestigt ist und die in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage des Unterlagentrags (2) eine hüllenartige kälteisolierende Einbettung (7) für die aufzunehmende Person bildet.
 
2. Rettungstrag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Kälteschutzeinheit (4) gebildete hüllenartige Einbettung (7) in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage des Unterlagentrags (2) durch einander zugeordnete Klettverschlusselemente (17), die jeweils an der Unterfläche (18) des deckenartigen Wärmeerhaltungselements (5) jeweils im Bereich der Längskanten (19) letzterer vorgesehen sind, lösbar zu verschließen ist.
 
3. Rettungstrage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2) in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und dem auf dieser positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) die hüllenartige Einbettung (7) für die aufzunehmende Person bildet.
 
4. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2) in der an den Traglaschen (11) getragenen Lage, in der letzterer zusammen mit dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und dem auf dieser positionierten, Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) die hüllenartige Einbettung (7) für die aufzunehmende Person bildet, mitttels eines entlang der Längskanten (20) des Unterlagentrags (2) verlaufenden Klettverschlusses (16) oder eines ersten Reißverschlusses zu verschließen ist.
 
5. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterlagentrag (2) und das deckenartige Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit (4) durch ein doppelseitiges Klebeband (22) lösbar miteinander verbunden sind.
 
6. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das deckenartige Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit (4) aus einer Schicht von maximal drei metallbeschichtete Kälteschutzfolien (23) gebildet ist, die miteinander durch elastische Fäden (24) verbunden sind, wobei die Unterfläche (25) der in der Schicht unten liegenden Kälteschutzfolie (23) mittels Klebestellen, Klebstreifen oder ganzflächig klebend mit der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) lösbar verbunden ist.
 
7. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) der Kälteschutzeinheit (4) Wärmepads integriert sind.
 
8. Rettungstrage nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) ein hochabsorbierendes Laken mit einem Saugvolumen im Bereich von 2 Liter bis 9 Liter Körperflüssigkeit ist.
 
9. Rettungstrage nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) bzw. Laken ein herausnehmbar fixierter Saugkern (21) mit einem Saugvolumen von maximal 9 Liter Körperflüssigkeiten integriert ist.
 
10. Rettungstrage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperflüssigkeiten absorbierende Laken (6) ein PP-Vliesstofflaken mit integriertem Trockenvliesstoff- Saugkern aus Zellstoff und hochabsorbierenden Polymeren ist.
 
11. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterlagentrag (2) eine maximale Belastbarkeit von 500 kg aufweist.
 
12. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass am Fußende (13) des Unterlagentrags (2) ein Fußsack (14) auswechselbar und/oder verstellbar mittels eines Klettverschlusses fixiert ist, wobei das in der Draufsicht auf den Fußsacks (13) gesehene Oberteil (15) des letzteren zweigeteilt und längsmittig durch einen zweiten Reißverschluss (26) zu verschließen ist.
 
13. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass an der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) eine verschließbare Dokumententasche befestigt und derart positioniert ist, dass letzterer in der an den Tragschlaufen (11) getragenen Lage der hüllenartigen Einbettung (7) durch den Öffnungsbereich (9) letzterer von außen zugänglich ist.
 
14. Rettungstrage nach jedem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der rechteckige Unterlagentrag (2), an dessen Längsseiten mindestens zwei Tragschlaufen fixiert sind, zusammen mit der auf der innenseitigen Aufnahmefläche (3) des Unterlagentrags (2) lösbar befestigten Kälteschutzeinheit (4), die aus dem deckenartigen Wärmeerhaltungselement (5) und dem auf dieser auswechselbar befestigten Körperflüssigkeiten absorbierenden Substrat (6) besteht, zu einem Paket einer Grundfläche von ca. 35 cm x ca. 30 cm und einer Höhe von ca. 15 c zusammenfaltbar ist.
 
15. Rettungstrage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Paket in einer kleinflächig stapelbaren Vakuumverpackung aufgenommen ist.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente