| (19) |
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(11) |
EP 3 479 976 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.03.2021 Patentblatt 2021/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.2018 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
KANTENBEARBEITUNGSANORDNUNG
EDGE PROCESSING ARRANGEMENT
DISPOSITIF DE TRAITEMENT DES BORDS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
07.11.2017 DE 102017125937
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.2019 Patentblatt 2019/19 |
| (73) |
Patentinhaber: IMA Schelling Deutschland GmbH |
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32312 Lübbecke (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hampel, Thomas
32312 Lübbecke (DE)
- Hüsener, Stefan
32479 Hille (DE)
- Kottkamp, Tim
32312 Lübbecke (DE)
- Niebur, Dirk
32609 Hüllhorst (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schober, Mirko |
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Thielking & Elbertzhagen
Patentanwälte
Gadderbaumer Strasse 14 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 860 596 EP-A2- 1 346 805 EP-A2- 2 253 440
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EP-A1- 1 977 869 EP-A2- 1 860 593
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kantenbearbeitungsanordnung nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 Eine solche Kantenbearbeitungsanordnung ist aus dem Dokument
EP1977869 A1 bekannt.
[0002] Entsprechende Kantenbearbeitungsanordnungen sind bekannt. Üblicherweise werden Kantenbänder
mit unterschiedlichen Dekoren in einer Kantenvorratseinrichtung in der Nähe einer
Kantenverarbeitungsmaschine vorgesehen. Diese unterschiedlichen Kantenbänder müssen
von der Rolle abgewickelt und in ein Kantenmagazin eingeführt werden. Von dort aus
wird dann die von der Maschinensteuerung der Kantenverarbeitungsmaschine vorgegebene
Kante aus dem Kantenmagazin gefördert und zur Schmalseite des zu bekantenden Werkstücks,
in der Regel ein plattenförmiges Werkstück aus Holz oder Holzersatzstoffen, geführt.
In der Vergangenheit ist schon vorgeschlagen worden, das Kantenband in einer Kantenbandkassette
zu bevorraten, die dann in der Kantenvorratseinrichtung bevorratet wird.
[0003] EP 1 977 869 A1 beschreibt eine Versorgungsvorrichtung, bei der unterschiedliche Materialien und/oder
Bearbeitungseinheiten von einem Lager zur Bearbeitungsmaschine befördert werden. Diese
werden durch eine oder mehrere Aufnahmeeinheiten, wie bspw. Greifer erfasst und gehalten.
Dabei kann es sich bei den Materialien auch um Kassetten mit Kantenmaterial handeln.
Diese Materialien bzw. Bearbeitungseinheiten werden der Bearbeitungsmaschine zur weiteren
Verwendung übergeben.
[0004] EP 1 346 805 A2 offenbart ein Kantenmagazin und ein Lager von Kantenmagazinen, wobei es eine Übergabevorrichtung
vom Lager zu einer Verarbeitungsmaschine gibt.
[0005] EP 1 860 593 A2 offenbart eine Vorrichtung zur Entnahme einer Kassette aus einem Vorrat zur Bearbeitung.
Hierbei geht es allein um die Übergabe und das eventuelle Drehen der Kassette.
[0006] Üblicherweise müssen die Kantenbänder durch eine Bedienperson von den entsprechenden
Rollen abgezogen und händisch in das Kantenmagazin eingebracht werden. Dieses Procedere
ist zeitlich aufwendig, insbesondere wenn an der Kantenverarbeitungsmaschine hohe
Durchlaufraten erzielt werden sollen.
[0007] EP 2 253 440 A2 beschreibt eine Zufuhrvorrichtung für Bandkantenbeschichter. Es wird zwar eine automatische
Zuführung erwähnt, nicht aber näher beschrieben, so dass unklar ist, wie diese ausgestaltet
sein kann.
[0008] EP 1 860 596 A1 beschreibt ein System für Kantenbandkassetten, die aus einem Lager der Produktion
zur Verfügung gestellt werden, wobei die Übergabe automatisch erfolgen kann.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kantenbearbeitungsanordnung der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, dass eine effektivere Kantenverarbeitung
möglich ist.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Kantenbearbeitungsanordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in den Unteransprüchen.
[0011] Die erfindungsgemäße Kantenbearbeitungsanordnung weist eine Kantenbearbeitungsmaschine
auf, die dazu ausgelegt ist, die Schmalseiten von plattenförmige Erzeugnissen aus
Holz- oder Holzersatzstoffen mit einem Kantenband zu verbinden. Ferner umfasst die
Katenbearbeitungsanordnung ein an der Kantenbearbeitungseinrichtung angeordnetes Kantenmagazin
mit einer Kantenführungsvorrichtung, die dazu ausgelegt ist, ein Kantenband zu einem
Andruckbereich der Kantenverarbeitungsmaschine zu führen, in welchem das Kantenband
mit dem plattenförmigen Erzeugnis verbunden wird. Schließlich ist eine vom Kantenmagazin
separat angeordnete Kantenvorratseinrichtung vorgesehen, welche eine Mehrzahl Kantenbandkassetten
bevorraten kann. Die Kantenbandkassetten nehmen jeweils ein zu einer Rolle aufgewickeltes
Kantenband auf.
[0012] Erfindungsgemäß umfasst die Kantenbearbeitungsanordnung weiter eine automatisierte
Handlingvorrichtung, bevorzugt handelt es sich dabei um einen Roboter. Diese ist dazu
ausgelegt, ein in einer Kantenbandkassette bevorratetes Kantenband dem Kantenmagazin
zuzuführen. Auf diese Weise wird der gesamte Handlingprozess verbessert, da nun eine
weitgehende Automatisierung beim Wechsel von Kantenbändern ermöglicht wird. Insbesondere
ist das händische Ein- und Auswechseln von Kantenbändern nicht mehr erforderlich.
Die Kantenbandkassetten werden einfach in die Kantenkassettenvorratseinrichtung eingesetzt
und die Zufuhr zum Kantenmagazin geschieht von dort automatisch.
[0013] Weiterhin ist erfindungsgemäß das Mehrfachwerkzeug in Gestalt eines Kreuzes ausgebildet,
welches am freien Ende eines Abschnitts der Handlingvorrichtung, insbesondere einem
Roboterarm, angeordnet ist. Das freie Ende kann insbesondere auch als Schwenkkopf
ausgebildet sein, der sich um eine Achse B schwenken lässt, um die Freiheitsgrade
der Handlingvorrichtung zu erhöhen. Das Mehrfachwerkzeug kann seinerseits um eine
zur Achse B senkrechte Achse A drehbar gelagert sein. Auf diese Weise lassen sich
die einzelnen Werkzeuge durch Drehen entsprechend positionieren.
[0014] Dieser Prozess kann insbesondere mit Vorteil dadurch vereinfacht werden, dass die
Kantenbearbeitungsanordnung weiter eine Kantentransporteinrichtung umfasst. In vorteilhafter
Weise kann diese Kantentransporteinrichtung an der Handlingvorrichtung selbst angeordnet
sein und sogar durch diese betätigt werden. Diese Art des Kantentransports kann auf
unterschiedliche Weise erreicht werden. Insbesondere kommt hierbei in Betracht, dass
die Kantentransporteinrichtung wenigstens zwei parallel angeordnete, zum direkten
reibschlüssigen Interagieren mit dem Kantenband ausgelegte Einzugrollen oder Einzugwalzen
aufweist. Alternativ oder ergänzend hierzu kann auch ein Greifer an der Kantentransporteinrichtung
vorhanden sein. Wiederum als Alternative oder Ergänzung kann die Kantentransporteinrichtung
eine mit der Kantenbandkassette zusammenwirkende Antriebsrolle aufweisen. Diese Antriebsrolle
greift dann mit einem drehbaren Abschnitt innerhalb der Kantenbandkassette zusammen,
sodass die darin befindliche Rolle auf- oder abgewickelt wird.
[0015] Umfasst die Kantentransporteinrichtung einen Greifer, so kann insbesondere nach einer
bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, dass der Greifer um eine Achse schwenkbar
ausgebildet oder die Handlingvorrichtung so eingerichtet ist, dass die Handlingvorrichtung
ein durch den Greifer festgehaltenes Kantenband verdrehen kann. So kann insbesondere
auf die Anlagengeometrie Rücksicht genommen werden, sofern der Kantenkassettenvorrat
beispielsweise eine horizontale oder liegende Lagerung der Kassetten vorsieht, während
das Kantenband dem Werkstück üblicherweise aufrecht (d.h. mit der Schmalseite nach
oben) dem Werkstück zugeführt wird. Auf die geschilderte Weise kann beim Zuführen
des Kantenbandes aus der Kassette zum Kantenmagazin dieses Band um 90° gedreht werden,
damit es im Kantenmagazin aufrecht aufgenommen werden kann.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist
die Kantenbearbeitungsanordnung eine Kantenerfassungseinrichtung auf. Das von der
Handlingvorrichtung aus der Kantenbandkassette entnommene Kantenband wird von der
Handlingvorrichtung bis zum Magazin geführt und muss dort festgehalten werden, damit
der Einzug des Kantenbandes in das Kantenmagazin möglich ist. Deshalb ist die Kantenerfassungseinrichtung,
die bevorzugt am Kantenmagazin angeordnet ist, dazu ausgelegt, in einem vom Andruckbereich
entfernten Endbereich des Kantenmagazins ein von der Handlingvorrichtung zugeführtes
Kantenband zu halten. Das Kantenband wird solange gehalten, bis eine Vorschubvorrichtung
das Kantenband einzieht.
[0017] Die Kantentransportvorrichtung kann natürlich nicht nur dazu verwendet werden, dass
Kantenband aus der Kassette in das Kantenmagazin zu führen. Ein nicht mehr verwendetes
Kantenband kann auch aus dem Magazin zurückgezogen werden und in die Kantenbandkassette
zurückgeführt werden. Nach einer weiteren Ausführungsform ist daher vorgesehen, die
Kantentransportvorrichtung bidirektional auszulegen, so dass sie das Kantenband zum
Kantenmagazin hin als auch aus diesem zurück in die Kantenbandkassette transportieren
kann.
[0018] Die erfindungsgemäße Handlingvorrichtung kann nicht nur die Zuführung und gegebenenfalls
das Zurückführen von Kantenbändern, sondern eine Reihe von anderen Funktionen übernehmen.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Handlingvorrichtung bevorzugt
ein Kassettentransportwerkzeug. Mit diesem Kassettentransportwerkzeug kann eine Kantenkassette
selbst transportiert werden, indem sie durch das Kassettentransportwerkzeug ergriffen
wird und sich damit durch die Handlingvorrichtung von einem Ort zu einem anderen Ort
bewegen lässt.
[0019] Aufgrund der Anforderungen, die an unterschiedliche Werkstücke zu stellen sind, entsteht
der Bedarf, unterschiedliche Kantenbänder zu bearbeiten. Die erfindungsgemäße Anordnung
kann daher nach einer bevorzugten Ausführungsform eine Reihe von unterschiedlichen
Kantenbändern, d.h. Kantenbänder mit unterschiedlichem Dekor, unterschiedlichen Dicken
und unterschiedlichen Breiten verarbeiten. Bevorzugt kann dazu vorgesehen sein, dass
das Kantenmagazin verstellbare Kantenbandführungen aufweist, die sich auf die Kantenbreite,
insbesondere die Breite quer zur Laufrichtung und quer zur Schmalseite, eines jeweils
in dem Kantenmagazin geführten Kantenbandes anpassen lassen. Dazu kann insbesondere
vorgesehen sein, dass die Handlingvorrichtung ein Verstellwerkzeug zum Verstellen
der Breite der Kantenbandführungen aufweist. Auf diese Weise kann die Handlingvorrichtung,
die eine bestimmte Kante zuführt, die entsprechenden Kantenbandzuführungen am Kantenmagazin
gleichzeitig auf das einzuziehende Kantenband anpassen.
[0020] Wie bereits erwähnt, kann die Handlingvorrichtung so ausgebildet sein, dass sie eine
ganze Reihe von zusätzlichen Aufgaben erfüllen kann. Dazu kann insbesondere vorgesehen
sein, dass die Handlingvorrichtung eine Werkzeugaufnahme aufweist, an der eins oder
eine Mehrzahl der folgenden Werkzeuge und/oder Einrichtungen angeordnet ist/sind:
- i) Ein Paar Einzugrollen zur reibschlüssgen Aufnahme eines zu fördernden Kantenbandes.
Hierdurch kann beispielsweise ein von der Kantenbanderfassungseinrichtung festgehaltenes
Kantenband sodann von der Handlingvorrichtung weiter in die Kantenbandführung vorgeschoben
werden.
- ii) Ein Kassettentransportwerkzeug zum Erfassen und Transportieren einer Kantenbandkassette.
Hiermit kann eine Kassette beispielsweise aus der Kantenkassettenvorratseinrichtung
entnommen und zum Beispiel auf einen Transportwagen verbracht werden, um die Kantenkassette
einzulagern. Auch der umgekehrte Vorgang ist dadurch möglich.
- iii) Ein Verstellwerkzeug, ausgelegt zum Verstellen der Breite einer Kantenbandführung
an dem Kantenmagazin. Wie bereits oben beschrieben, kann die Handlingvorrichtung so
die Führung auf die Art des zugeführten Kantenbandes anpassen.
- iv) Einen Greifer zum Greifen eines Kantenbandes. Durch diesen Greifer wird das Kantenband
zum Kantenmagazin bewegt und dabei aus der Kantenbandkassette herausgezogen.
- v) Ein Messer zum Ablängen des Kantenbandes. Dieses kann eingesetzt werden, wenn lediglich
eine begrenzte Länge eines Kantenstreifens erforderlich ist.
- vi) Ein Sensor oder eine Mehrzahl Sensoren, ausgelegt zum Messen und/oder Erfassen
von wenigstens einer der folgenden Kanteneigenschaften: Kantendicke, Kantenfarbe,
Kantenlänge, Kantenbreite, Kantenmasse. Durch das Erfassen unterschiedlicher Kantenparameter
kann die Maschinensteuerung Informationen über die Art der zugeführten Kante erhalten.
- vii) Eine Scaneinrichtung zum Erkennen von Codes, insbesondere Barcodes oder QR-Codes.
Solche Codes können insbesondere an der Kantenbandkassette oder am Kantenband angeordnet
sein, um der Steuerung der Maschine zu signalisieren, dass die richtige Kante eingelegt
wurde.
- viii) Eine Positionsbestimmungseinrichtung, welche die Vorderkante eines Kantenbandes
erfassen kann, wenn z. B. das Kantenband vorher abgerissen ist.
- ix) Ein freier Aufnahmeplatz zur Aufnahme von weiteren Einrichtungen, insbesondere
von Sonderwerkzeug. Auf diese Weise kann die Handlingvorrichtung noch flexibler gestaltet
werden, und es können weitere Werkzeuge untergebracht werden.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Handlingvorrichtung
dazu ausgelegt sein, die Kantenkassettenvorratseinrichtung derart zu betätigen, dass
eine Bewegung der Handlingvorrichtung auf eine oder mehrere der in der Kantenkassettenvorratseinrichtung
bevorrateten Kantenbandkassetten so übertragen werden kann, dass die darin vorhandene
Kantenbandrolle gedreht wird. Auf diese Weise kann ein Aufspulen oder Abspulen des
Kantenbandes in der Kassette durch die Handlingvorrichtung bewerkstelligt werden.
[0022] Weiter kann nach einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Handlingvorrichtung
eine Bildaufnahmeeinrichtung, insbesondere eine Kamera, aufweist. So können insbesondere
der Verleimbereich und der Bereich des Kantenmagazins überwacht werden. Zum Beispiel
kann eine solche Überwachung dazu genutzt werden, etwaige Fehler zu beheben oder verbrauch-
oder verschleißbehaftete Komponenten oder Materialien zu ersetzen. Die Handlingvorrichtung
kann z. B. zu diesem Zweck - unabhängig von einer Bildaufnahmeeinrichtung - dazu ausgelegt
sein, den Verleimbereich der Kantenbearbeitungsmaschine zu befüllen oder Komponenten
aus dem Verleimbereich auszuwechseln.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert.
Erfindungsgemäße Details lassen sich den Figuren 1 bis 7 entnehmen.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht auf einen Teil der erfindungsgemäßen Kantenbearbeitungsanordnung.
Figur 2A zeigt eine Ausschnittvergrößerung einer Werkzeugaufnahme, die Teil der erfindungsgemäßen
Handlingvorrichtung ist.
Figur 2B zeigt ein beispielhaftes Wechselwerkzeug, welche sich mit einer Werkzeugschnittstelle
an der Handlingvorrichtung verbinden lässt.
Figur 3 zeigt eine weitere perspektivische Ansicht auf einen Teil der erfindungsgemäßen
Kantenbearbeitungsanordnung.
Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Greifers als Teil der Handlingvorrichtung.
Figur 5 zeigt einen Bereich der erfindungsgemäßen Kantenbearbeitungsanordnung zwischen
Handlingvorrichtung und Kantenmagazin.
Figur 6 zeigt einen weiteren Bereich der erfindungsgemäßen Kantenbearbeitungsanordnung
im Bereich einer Kantenbandkassette.
Figur 7 zeigt beispielhaft einige Kantenführungen am Kantenmagazin.
[0024] Die in Figur 1 gezeigte Kantenbearbeitungsanordnung weist eine Kantenbearbeitungsmaschine
1 auf, welche mit Kantenbändern 3 beschickt wird, die aus Kantenkassetten 5 in einer
Kantenkassettenvorratseinrichtung 4 bereitgestellt werden und einem Kantenmagazin
2 zugeführt werden. Die im Kantenmagazin 2 transportierten Kantenbänder 3 werden dann
einer Andruckzone 6 der Kantenbearbeitungsmaschine 1 zugeführt. Erfindungsgemäß erfolgt
die Übergabe des Kantenbandes 3 aus der Kantenkassette 5 zum Kantenmagazin 2 über
eine im gezeigten Beispiel als Roboter ausgebildete Handlingvorrichtung 7. Die Handlingvorrichtung
7 weis erfindungsgemäß ein oder mehrere Werkzeuge auf, die bevorzugt an einem Abschnitt
der Handlingvorrichtung 7, insbesondere einem Roboterarm 71, angeordnet sind. Dabei
kann es sich um Einzelwerkzeuge handeln (in Figur 2B ist beispielsweise ein Wechselwerkzeug
72 mit einer Schnittstelle 72a gezeigt), welche sich an einer entsprechenden Aufnahme
am Abschnitt 71 der Handlingvorrichtung 7 aufnehmen lassen.
[0025] Erfindungsgemäß wird, wie in Figur 2A gezeigt, auch ein Mehrfachwerkzeug 72 vorgesehen,
welches am Abschnitt 71 der Handlingvorrichtung 7 aufgenommen ist.
[0026] Erfindungsgemäß ist das Mehrfachwerkzeug 72 in Gestalt eines Kreuzes ausgebildet,
welches sich am freien Ende 77 des Abschnitts 71 befindet. Das freie Ende 77 ist auch
als Schwenkkopf ausgebildet, der sich um eine Achse B schwenken lässt, um die Freiheitsgrade
der Handlingvorrichtung 7 zu erhöhen. Das Mehrfachwerkzeug 72 ist seinerseits um eine
zur Achse B senkrechte Achse A drehbar gelagert. Auf diese Weise lassen sich die einzelnen
Werkzeuge 73, 74, 75,76 durch Drehen entsprechend positionieren.
[0027] Es können unterschiedliche Werkzeuge an der Werkzeugwechseleinrichtung vorgesehen
sein. Zum Beispiel:
Ein Greifer 74 zum Greifen eines Kantenbandes, beispielsweise um dieses aus der Kassette
zu ziehen und gegebenenfalls zum Kantenmagazin zu führen. Es kann sich anbieten, das
Kantenband zu drehen, sodass der Greifer 74 um eine Schwenkachse 74a verschwenkbar
ausgebildet sein kann. Das Verschwenken kann also durch die Schwenkachse 74a am Mehrfachwerkzeug
72 erfolgen, genauso lässt sich aber alternativ oder ergänzend auch der komplette
Abschnitt 71 der Handlingvorrichtung 7 verschwenken.
[0028] Ein weiteres beispielhaftes Werkzeug 73 dient der Aufnahme von Kantenbandkassetten.
Auch dieses kann als Greifer ausgebildet sein, um die Kantenbandkassetten beispielsweise
aus dem Kassettenvorrat herauszuheben und neue Kassetten in den Kassettenvorrat einzusetzen.
Weiter kann eine Transportvorrichtung 75 vorgesehen sein, die im gezeigten Beispiel
zwei parallel zueinander angeordnete Vorschubrollen umfasst, um über Reibschluss zwischen
ihnen ein Kantenband zu fördern.
[0029] Schließlich kann als weiteres Werkzeug beispielsweise eine Verstelleinrichtung 76
vorgesehen sein, um etwa Kantenstreifenführungen im Kantenmagazin auf die Breite des
Kantenbandes anzupassen. Wie bereits erwähnt, kann anstelle des Mehrfachwerkzeugs
72 auch lediglich eine Einzelaufnahme für ein Einzelwerkzeug am Abschnitt 71 vorgesehen
sein. Auch kann das Mehrfachwerkzeug 72 weitere freie Aufnahmen für weitere Werkzeuge
aufweisen.
[0030] In Figur 3 sind beispielhaft mehrere Manipulationsmöglichkeiten der erfindungsgemäßen
Handlingvorrichtung 7 gezeigt. Im gezeigten Beispiel ist die Handlingvorrichtung 7
ein Handlingroboter, der auf einem Sockel 80 benachbart zum Kantenkassettenvorrat
4 angeordnet ist. Auf dem Sockel 80 ist ein Drehteller 79 angeordnet, der sich um
die Achse B drehen lässt. An diesem Drehteller ist ein erster Roboterarm 78 um eine
Achse D schwenkbar gelagert. Gegenüber dem Arm 78 ist ein zweiter Roboterarm 71 um
eine Achse C schwenkbar gelagert. Am Kopfende des Arms 71 ist ein Schwenkkopf 77 angeordnet,
mit dessen Hilfe sich das Mehrfachwerkzeug 72 um die Achse B schwenken lässt. Gegenüber
dem Kopf 77 lässt sich überdies das Mehrfachwerkzeug 72 noch um die Achse A drehen.
Alle Achsen A bis E können vorhanden sein, müssen aber nicht. So können nur einige
der Achsen, allerdings in beliebiger Kombination, vorhanden sein. In Figur 3 ist außerdem
gezeigt, wie mithilfe des Wechselwerkzeugs 72 gerade eine Kantenbandkassette 5 angehoben
wird.
[0031] Soll ein Kantenstreifen 3 dem Kantenmagazin 2 zugeführt werden, so wird der Greifer
74 an den Kantenausgang der Kantenbandkassette 5 zugestellt und greift dort das Kantenband
3 und zieht es in Pfeilrichtung P heraus. Diese Situation ist in Figur 4 gezeigt.
Die Handlingvorrichtung 7 bewegt den Greifer 74 sodann in Richtung des auf der Seite
der Kantenbearbeitungsmaschine angeordneten Kantenmagazins 2, an dessen von der Maschine
entfernten Ende eine Klemmeinrichtung 25 vorgesehen ist, die das vom Greifer 74 übergebene
vordere Ende des Kantenbandes 3 fixiert. Sodann kann der Greifer 74 wieder vom Kantenband
3 gelöst werden. Als nächstes kommt das in Figur 2A gezeigte Transportwerkzeug 75
zum Einsatz, welches einen Vorschub des Kantenbandes 3 in die Kantenbandführungen
im Kantenmagazin 2 bewirkt.
[0032] Dies kann gegebenenfalls noch durch einen Antrieb 8 unterstützt werden, welcher an
einer Stelle in der Kantenbandkassette 5 angreift, um die darin befindliche Kantenbandrolle
anzutreiben, Figur 6. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Antrieb
8 mit einer Scheibe 51 zusammenwirkt, welche drehfest mit der Kantenbandrolle verbunden
ist. Auf diese Weise lässt sich auch nicht mehr benötigtes Kantenband aus der Führung
im Kantenmagazin 2 wieder in die Kassette 5 einziehen.
[0033] Ist das Kantenband 3 durch eine Fördereinrichtung der Handlingvorrichtung 7 in die
Führungen 21, 22 des Kantenmagazins 2 gelangt, so können die dortigen Führungen, die
aus unteren Abschnitten 22 und zugehörigen oberen Abschnitten 21 (die jeweils als
mit den Öffnungen aufeinander zu weisende C-Profile ausgebildet sein können) gebildet
sind, noch auf die Höhe des Kantenbandes 3 angepasst werden. Dazu kann über eine Stellmutter
24 ein (bevorzugt mit einer Druckfeder) vorgespanntes Andruckelement 23 über das Einstellwerkzeug
76 gegen die Vorspannung bewegt und die Führung auf die richtige Höhe eingestellt
werden. Dies ist in Figur 7 gezeigt.
1. Kantenbearbeitungsanordnung, aufweisend
- eine Kantenbearbeitungsmaschine (1), die dazu ausgelegt ist, die Schmalseiten von
plattenförmigen Erzeugnissen aus Holz- oder Holzersatzstoffen mit einem Kantenband
(3) zu verbinden,
- ein an der Kantenbearbeitungsmaschine(1) angeordnetes Kantenmagazin (2) mit einer
Kantenführungsvorrichtung, die dazu ausgelegt ist, ein Kantenband (3) zu einem Andruckbereich
(6) der Kantenverarbeitungsmaschine (1) zu führen, in welchem das Kantenband (3) mit
dem plattenförmigen Erzeugnis verbunden wird,
- eine vom Kantenmagazin (2) separat angeordnete Kantenkassettenvorratseinrichtung
(4), welche eine Mehrzahl Kantenbandkassetten (5) bevorratet, die jeweils ein zu einer
Rolle aufgewickeltes Kantenband (3) aufnehmen,
- eine automatisierte Handlingvorrichtung (7) umfasst, welche dazu ausgelegt ist,
ein in einer Kantenbandkassette (5) bevorratetes Kantenband (3) dem Kantenmagazin
(2) zuzuführen,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Mehrfachwerkzeug (72) in Gestalt eines Kreuzes ausgebildet ist und am freien
Ende (77) eines Abschnitts (71) der Handlingvorrichtung (7), insbesondere einem Roboterarm,
angeordnet ist, wobei das freie Ende (77) als Schwenkkopf ausgebildet ist, der sich
um eine Achse (B) schwenken lässt, und das Mehrfachwerkzeug (72) seinerseits um eine
zur Achse (B) senkrechte Achse (A) drehbar gelagert ist, so dass sich die einzelnen
Werkzeuge (73, 74, 75, 76) durch Drehen entsprechend positionieren lassen.
2. Kantenbearbeitungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kantenbearbeitungsanordnung weiter eine an der Handlingvorrichtung (7) angeordnete
und durch diese betätigte Kantentransporteinrichtung (74, 75; 8) umfasst.
3. Kantenbearbeitungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kantentransporteinrichtung wenigstens zwei parallel angeordnete, zum direkten
reibschlüssigen Interagieren mit dem Kantenband (3) ausgelegte Einzugrollen oder Einzugwalzen
(75) und/oder einen Greifer (74) und/oder eine mit der Kantenbandkassette (5) zusammenwirkende
Antriebsrolle (8) aufweist.
4. Kantenbearbeitungsanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Greifer (74) um eine Achse (74a) schwenkbar ausgebildet oder die Handlingvorrichtung
so eingerichtet ist, dass die Handlingvorrichtung ein durch den Greifer (74) festgehaltenes
Kantenband verdrehen kann.
5. Kantenbearbeitungsvorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Kantenerfassungseinrichtung (25) aufweist, die dazu ausgelegt ist, in einem
vom Andruckbereich (6) entfernten Endbereich des Kantenmagazins (2) ein von der Handlingvorrichtung
(7) zugeführtes Kantenband (3) zu halten.
6. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) einen Roboter umfasst.
7. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kantentransportvorrichtung bidirektional ausgelegt ist, so dass sie das Kantenband
(3) sowohl zum Kantenmagazin (2) hin als auch aus diesem zurück in die Kantenbandkassette
(5) transportieren kann.
8. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) ein Kassettentransportwerkzeug (73) umfasst, welches
dazu ausgelegt ist, eine Kantenkassette (5) zu greifen, so dass sie durch die Handlingvorrichtung
(7) bewegt werden kann.
9. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kantenmagazin (2) verstellbare Kantenbandführungen (21, 22) aufweist, die sich
auf die Kantenbreite, insbesondere die Breite quer zur Laufrichtung und quer zur Schmalseite,
eines jeweils in dem Kantenmagazin (2) geführten Kantenbandes (3) anpassen lassen.
10. Kantenbearbeitungsanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) ein Verstellwerkzeug (76) zum Verstellen der Breite der
Kantenbandführungen (21, 22) aufweist.
11. Kantenbandbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) eine Werkzeugaufnahme (72) aufweist, an der eins oder
eine Mehrzahl der folgenden Werkzeuge und/oder Einrichtungen angeordnet ist:
i) ein Paar Einzugrollen (75) zur reibschlüssigen Aufnahme eines zu fördernden Kantenbandes
(3);
ii) ein Kassettentransportwerkzeug (73) zum Erfassen und Transportieren einer Kantenbandkassette
(5);
iii) ein Verstellwerkzeug (76), ausgelegt zum Verstellen der Breite einer Kantenbandführung
(21, 22) an dem Kantenmagazin (2);
iv) einen Greifer (74) zum Greifen eines Kantenbandes (3) ;
v) ein Messer zum Ablängen des Kantenbandes;
vi) einer oder eine Mehrzahl Sensoren, ausgelegt zum Messen und/oder Erfassen von
wenigstens einer der folgenden Kanteneigenschaften: Kantendicke, Kantenfarbe, Kantenlänge,
Kantenbreite, Kantenmasse;
vii) eine Scaneinrichtung zum Erkennen von Codes, insbesondere Barcodes oder QR-Codes;
viii) eine Positionsbestimmungseinrichtung, welche die Vorderkante eines Kantenbandes
erfassen kann;
ix) ein freier Aufnahmeplatz zur Aufnahme von weiteren Einrichtungen, insbesondere
von Sonderwerkzeug.
12. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) weiter dazu ausgelegt ist, die Kantenkassettenvorratseinrichtung
(4) derart zu betätigen, dass eine Bewegung der Handlingvorrichtung (7) auf eine oder
mehrere der in der Kantenkassettenvorratseinrichtung (4) bevorrateten Kantenbandkassetten
(5) so übertragen werden, dass die darin vorhandene Kantenbandrolle gedreht wird.
13. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) weiter eine Bildaufnahmeeinrichtung, insbesondere eine
Kamera, aufweist.
14. Kantenbearbeitungsanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Handlingvorrichtung (7) weiter dazu ausgelegt ist, in einen Verleimbereich der
Kantenbearbeitungsmaschine (1) verbrauchs- oder verschleißbehaftete Komponenten oder
Materialien zu ersetzen.
1. Edge processing arrangement, comprising
- an edge processing machine (1) which is designed to connect the narrow sides of
plate-shaped products of wood or wood substitutes to an edge strip (3).
- an edge magazine (2) which is arranged on the edge processing machine (1) and has
an edge guiding device which is designed to guide an edge strip (3) to a contact pressure
region (6) of the edge processing machine (1) in which the edge strip (3) is connected
to the plate-shaped product,
- an edge cassette supply device (4) which is arranged separately from the edge magazine
(2) and which supplies a plurality of edge strip cassettes (5) which each hold one
edge strip (3) wound up into a reel
- an automated handling device (7) which is designed to feed an edge strip (3) supplied
in an edge strip cassette (5) to the edge magazine (2)characterised in that a multi-tool (72) is configured in the form of a cross and is arranged at the free
end (77) of a section (71) of the handling device (7), in particular a robot arm wherein
the free end (77) is formed as a swivel head which can be swivelled about an axis
(B), and the multi-tool (72) is in turn mounted rotatable about an axis (A) perpendicular
to the axis (B) so that the individual tools (73, 74, 75, 76) can be positioned accordingly
through rotation.
2. Edge processing arrangement according to claim 1
characterised in that the edge processing arrangement further comprises an edge transport unit (74, 75;
8) arranged on the handling device (7) and actuated by the latter.
3. Edge processing arrangement according to claim 2
characterised in that the edge transport unit comprises at least two intake reels or intake rollers (75),
which are arranged in parallel and designed for direct friction-engaging interaction
with the edge strip (3), and/or comprises a gripper (74) and/or a drive roller (8)
which interacts with the edge strip cassette (5).
4. Edge processing arrangement according to claim 3
characterised in that the gripper (74) is designed to swivel about an axis (74a) or the handling device
is configured so that the handling device can turn an edge strip which is held firm
by the gripper (74).
5. Edge processing device according to one of the preceding claims
characterised in that it has an edge gripping device (25) which is configured to hold an edge strip (3),
supplied by the handling device (7), in an end region of the edge magazine (2) set
away from the contact pressure region (6).
6. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims
characterised in that the handling device (7) comprises a robot.
7. Edge processing arrangement according to one of claims 2 to 5
characterised in that the edge transport device is of a bidirectional design so that it can transport the
edge strip (3) both to the edge magazine (2) and back from here into the edge strip
cassette (5).
8. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims
characterised in that the handling device (7) comprises a cassette transport tool (73) which is configured
to grip an edge cassette (5) so that the latter can be moved by the handling device
(7).
9. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims
characterised in that the edge magazine (2) has adjustable edge strip guides (21, 22) which can be adapted
to the edge width, in particular the width transversely to the running direction and
transversely to the narrow side of an edge strip (3) guided in the edge magazine (2).
10. Edge processing arrangement according to claim 8
characterised in that the handling device (7) has an adjusting tool (76) for adjusting the width of the
edge strip guides (21, 22).
11. Edge strip processing arrangement according to one of the preceding claims
characterised in that the handling device (7) has a tool holder (72) on which one or a plurality of the
following tools and/or devices is/are arranged:
i) a pair of intake rollers (75) for receiving in friction-engagement an edge strip
(3) which is to be conveyed;
ii) a cassette transport tool (73) for seizing and transporting an edge strip cassette
(5);
iii) an adjusting tool (76) designed for adjusting the width of an edge strip guide
(21, 22) on the edge magazine (2);
iv) a gripper (74) for gripping an edge strip (3);
v) a cutter for cutting the edge strip to length;
vi) one or a plurality of sensors, configured to measure and/or detect at least one
of the following edge properties: edge thickness, edge colour, edge length, edge width,
edge weight;
vii) a scanning device to recognize codes, in particular bar codes or QR codes;
viii) a position determining device which can detect the front edge of an edge strip;
ix) a free reception place for receiving further devices, in particular special tools.
12. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims characterised in that the handling device (7) is further designed to actuate the edge cassette supply unit
(4) in such a way that any movement of the handling device (7) is transferred to one
or more of the edge strip cassettes (5) stored in the edge cassette supply unit (4)
so that the edge strip roller situated therein is turned.
13. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims, characterised in that the handling device (7) further comprises an imaging unit, in particular a camera.
14. Edge processing arrangement according to one of the preceding claims characterised in that the handling device (7) is further designed to replace used or worn components or
materials in a gluing region of the edge processing machine (1).
1. Dispositif d'usinage des bords, comportant :
- une machine d'usinage des bords (1), conçue pour lier les côtés étroits des produits
en forme de plaque en bois ou en matériaux de remplacement du bois avec une bande
de bord (3),
- un magasin de bords (2) agencé à la machine d'usinage des bords (1) avec un dispositif
de guidage de bord, qui est conçu pour guider une bande de bord (3) à une zone de
pression (6) de la machine d'usinage des bords (1), dans laquelle la bande de bord
(3) est liée avec l'élément en forme de plaque,
- un dispositif de stockage de cassettes de bord (4) agencé séparément du magasin
de bords (2), qui stocke une pluralité de cassettes de bandes de bord (3) recevant
chacune une bande de bord (3) enroulée sous la forme d'un rouleau,
- un dispositif automatique de manipulation (7), qui est conçu pour alimenter une
bande de bord (3) stockée dans une cassette de bandes de bord (3) au magasin de bords
(2),
caractérisé en ce
qu'un outil multiple (72) est formé en forme de croix, et est agencé à l'extrémité libre
(77) d'une section (71) du dispositif de manipulation (7), surtout d'un bras robotisé,
dans lequel l'extrémité libre (77) est formée en tant que tête pivotante, qui peut
pivoter autour d'un axe (B), et l'outil multiple (72), à son tour, est monté rotatif
autour d'un axe (A) perpendiculaire à l'axe (B), de sorte que les différents outils
(73, 74, 75, 76) peuvent être positionnés en conséquence par rotation.
2. Dispositif d'usinage des bords selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le dispositif d'usinage des bords comporte en outre un moyen de transport des bords
(74, 75; 8), agencé au dispositif de manipulation (7) et actionné par celui-ci.
3. Dispositif d'usinage des bords selon la revendication 2,
caractérisé en ce
que le moyen de transport des bords comporte au moins deux rouleaux d'alimentation ou
cylindres d'alimentation (75), agencés en parallèle et conçus pour une interaction
directe par friction avec la bande de bord (3), et / ou une pince (74) et / ou un
rouleau entraîneur (8) coopérant avec la cassette de bandes de bord (3).
4. Dispositif d'usinage des bords selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que la pince (74) est formée pivotante autour d'un axe (74a), ou le dispositif de manipulation
(7) est adapté de façon à ce que le dispositif de manipulation (7) puisse tourner
une bande de bord retenue par la pince (74).
5. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes.
caractérisé en ce
qu'il comporte un dispositif de saisie des bords (25), qui est conçu pour retenir une
bande de bord (3), alimentée par le dispositif de manipulation (7) dans une zone terminale
du magasin de bords (2) éloignée de la zone de pression (6).
6. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) comporte un robot.
7. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications 2 à 5,
caractérisé en ce
que le moyen de transport des bords est conçu de manière bidirectionnelle de sorte qu'il
peut transporter la bande de bord (3) non seulement vers le magasin de bords (2) mais
aussi en retour de celui-ci dans la cassette de bandes de bord (3).
8. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) comporte un outil de transport de cassettes (73),
qui est conçu pour saisir une cassette de bords (5) de sorte qu'elle peut être transportée
à travers le dispositif de manipulation (7).
9. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le magasin de bords (2) comporte des guidages de bande de bord (21, 22) réglables,
qui peuvent être adaptés à la largeur du bord, surtout la largeur transversalement
au sens de marche et transversalement au côté étroit de chaque bande de bord (3) guidée
dans le magasin de bords (2).
10. Dispositif d'usinage des bords selon la revendication 8,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) comporte un outil d'ajustement (76) pour ajuster
la largeur des guidages de bande de bord (21, 22).
11. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) comporte un porte-outil (72) sur lequel un ou une
pluralité d'outils suivants et / ou équipements est (sont) agencé(s) :
i. une paire de rouleaux d'alimentation (75) pour la réception par friction d'une
bande de bord (3) à transporter ;
ii. un outil de transport de cassettes (73) pour la saisie et le transport d'une cassette
de bandes de bord (5) ;
iii. un outil d'ajustement (76), conçu pour ajuster la largeur d'un guidage de bande
de bord (21, 22) au magasin de bords (2) ;
iv. une pince (74) pour saisir une bande de bord (3) ;
v. une lame pour couper en longueur la bande de bord ;
vi. un ou une pluralité de capteur(s), conçu(s) pour mesurer et / ou détecter au moins
un parmi : l'épaisseur du bord, la couleur du bord, la longueur du bord, la largeur
du bord, la masse du bord ;
vii. un moyen de balayage pour détecter des codes, surtout des codes à barres ou des
codes QR ;
viii. un moyen de détermination de position, qui peut détecter le bord avant d'une
bande de bord ;
ix. un espace libre pour la réception d'autres équipements, surtout des outils spéciaux.
12. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) est conçu en outre pour actionner le dispositif
de stockage de cassettes de bord (4) de sorte qu'un mouvement du dispositif de manipulation
(7) sera transmis à une ou plusieurs cassettes de bandes de bord (3) stockées dans
le dispositif de stockage de cassettes de bord (4) de manière à ce que le rouleau
du bande de bord y présent soit tourné.
13. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) comporte en outre un dispositif de capture d'image,
surtout une caméra.
14. Dispositif d'usinage des bords selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le dispositif de manipulation (7) est conçu en outre pour remplacer des composants
ou des matériaux soumis à la consommation et à l'usure dans une zone de collage de
la machine d'usinage des bords (1).
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