[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Aufnahme und Arretierung von
Gegenständen an einem Traggestell gemäß des Oberbegriffes von Patentanspruch 1 sowie
auf ein Traggestell zur Anwendung in einer solchen Vorrichtung gemäß des Oberbegriffes
von Patentanspruch 6.
[0002] Aus der
AT 14 852 U1 ist eine Trägeranordnung für die Lagerung und/oder den Transport und/oder die Reinigung
von Geschirr oder anderen Gegenständen beschrieben. Die Trägeranordnung besteht dabei
aus einer Trägerplatte mit mindestens einer gitterförmigen Struktur, die von quadratischen
Öffnungen gebildet ist. In jede der Aufnahmeöffnungen kann ein Befestigungssockel
eingesetzt werden, der eine Außenkontur aufweist, durch die eine klemmende oder formschlüssige
Verbindung in Form eines Gewindes vorhanden ist und die mit der Innenkontur der jeweiligen
Aufnahmeöffnungen derart zusammenwirkt, dass der Befestigungssockel in der jeweiligen
Aufnahmeöffnung lageorientiert gehalten ist.
[0003] Als nachteilig bei der Ausgestaltung der Trägerplatte hat sich herausgestellt, dass
diese bei Temperaturerhöhungen einem erheblichen Verschleiß unterworfen ist, denn
die Trägerplatte ist aus einem Kunststoff-Werkstoff hergestellt und die Breite der
die Aufnahmeöffnungen einschließenden Stege der Trägerplatte sind bezogen auf die
Wandstärke der Stege in einem Verhältnis ausgestaltet, durch das ein Verzug der jeweiligen
Stege entsteht, wenn entsprechende Gravitationskräfte auf die Trägerplatte einwirken.
Die die Trägerplatte bildenden Gitter oder Stege sind demnach nicht formstabil und
werden insbesondere bei Temperaturerhöhungen verzogen. Die Trägerplatte der vorgenannten
Gattung soll in Geschirrspülmaschinen eingesetzt werden, in denen lediglich eine Temperatur
von ca. 60 °C herrscht. Folglich kann eine solche Trägerplatte in Anwendungen nicht
eingesetzt werden, bei denen eine Mediumstemperatur von über 100 °C vorherrscht. Hochpräzisionsbauteile
aus Metall werden in den Verbindungkörper eingesetzt, um diese zu lagern und reinigen
zu können. Während des Reinigungsvorganges herrschen Temperaturen von ca. 120 °C und
mehr und die Reinigungsmedien, insbesondere Wasser mit Reinigungslösungen, treffen
unmittelbar auf die Trägerplatte auf.
[0004] Zudem kann die aus dem vorgenannten Stand der Technik bekannt gewordene Trägeranordnung
für solche hochwertigen Präzisionsbauteile nicht verwendet werden, da die Verbindung
zwischen der Trägerplatte und den zu reinigenden Gegenständen aufgrund der klemmenden
Fixierung des Befestigungssockels in den jeweiligen Aufnahmeöffnungen ein Spiel aufweist,
so dass der Befestigungssockel bei entsprechenden durch das Medium übertragene Kräfte
wackelt und folglich die mit dem Befestigungssockel verbundenen Gegenstände aneinander
schlagen könnten. In Geschirrspülmaschinen ist ausreichend Bauraum bzw. Platz vorhanden
und geringe Berührungen zwischen den eingelagerten Gegenstände in der Spülmaschine
führen nicht notwendigerweise zu Beschädigungen bzw. das zu reinigende Geschirr wird
nicht beschädigt, wenn dieses sich berührt oder gegeneinander trifft. Zudem kann die
Klemmverbindung zwischen den Befestigungssockel und der Aufnahmeöffnung verloren gehen,
wenn nämlich die Temperaturen des Mediums derart hoch sind, dass zwischen diesen ein
Spiral oder Luftspalt entsteht.
[0005] Die Patentanmelderin hat diese Problematik erkannt und in der jüngeren Vergangenheit
Lösungen entwickelt, durch die dieses Problem zur Abstützung der hochwertigen Präzisionsbauteile
während des Reinigungsvorganges vermieden werden soll. Beispielsweise aus der
EP 2 860 126 A1 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme und Arretierung von Gegenständen bekannt geworden,
die ein Drahtgestell aufweist, dass aus Drahtstäengen die parallel bzw. senkrecht
zueinander verlaufen gebildet ist. Dabei sind die jeweils parallel verlaufenden Drahtstränge
in einer Ebene angeordnet und die die andere Ebene bildenden Drahtstränge verlaufen
unterhalb dieser Ebene, sodass die senkrecht zueinander verlaufenden Drahtstränge
als Befestigungshilfe für einen in die jeweilige Aufnahmeöffnung einsetzbaren Haltesockel
benutzt werden kann. In den Haltesockel eines Verbindungskörpers sind demnach zwei
Klemmnuten eingearbeitet die in unterschiedlichen Ebenen verlaufen. Dabei sind zwei
gegenüberliegende Klemmnuten jeweils den parallel verlaufenden Drahtstränge einer
der Ebenen der Aufnahmeöffnung zugeordnet. Durch Verdrehen des Verbindungskörpers
innerhalb der Aufnahmeöffnung kann somit eine Arretierung zwischen dem Haltesockel
und den die Aufnahmeöffnung umschließenden Drahtsträngen geschaffen werden, so dass
der Verbindungskörper lageorientierten in der jeweiligen Aufnahmeöffnung bzw. an den
Drahtsträngen gehalten ist. Der Boden des Verbindungskörpers dient dabei als Anschlagshilfe.
[0006] Die Drahtstränge sind nachteiligerweise aus einem metallischen Werkstoff herzustellen,
der zwar gewährleistet, dass bei entsprechenden Temperatureinwirkungen kein Verzug
entsteht und das gitterförmige Traggestell formstabil ist, jedoch sind die Herstellungskosten
für solche Traggestelle enorm hoch, da diese zum einen aus Drahtsträngen gebildet
sind, die zeitaufwendig in Knotenpunkten miteinander zu verbinden sind.
[0007] Außerdem können die benachbarten Aufnahmeöffnungen, die seitlich neben einer bereits
benutzten Aufnahmeöffnung liegen, für weitere Verbindungkörper nicht verwendet werden,
da der bereits eingesetzte Verbindungskörper die Drahtstränge überlappt und diese
folglich für benachbarte Fixierungen von Verbindungskörpern nicht mehr frei sind.
Somit ist eine erhebliche Anzahl von Aufnahmeöffnungen freizulassen und der Reinigungsvorgang
ist nicht ausreichend optimiert, da viele der Plätze an den Aufnahmeöffnungen unbelegt
sind.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Aufnahme und Arretierung
von Gegenständen sowie ein Traggestell für eine solche Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, die zum einen kostengünstig und schnell herstellbar ist, und durch die zum
anderen der Reinigungsvorgang, insbesondere für hochwertige Präzisionsbauteile, mit
einer ausreichenden Reinigungstemperatur optimiert ist, ohne dass durch die Temperatureinwirkungen
die Vorrichtung und insbesondere das Traggestell der Vorrichtung einem Verzug oder
Verschleiß unterworfen sind.
[0009] Zudem sollten die Verbindungskörper unabhängig von ihrer Bauraumgröße an Traggestellen
montierbar sein, deren Aufnahmeöffnung unterschiedlich groß bemessene Kantenlänge
ausweisen.
[0010] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von
Patentanspruch 1 sowie durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Patentanspruch
6 gelöst.
[0011] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Dadurch, dass an zwei parallel zueinander verlaufenden Stegen jeweils ein in das
Zentrum der Aufnahmeöffnung ragender plattenförmiger Vorsprung angeformt oder vorgesehen
ist, dass die Vorsprünge in einer der Aufnahmeöffnungen seitlich versetzt zueinander
angeordnet sind bezogen auf die senkrecht zu diesen verlaufende Symmetrieachse und
dass der Haltesockel des jeweiligen Verbindungskörpers an den Vorsprüngen arretierbar
ist und/oder dass die Stege eine geringere Wandstärke als die Breite der Stege aufweisen
und dass im Inneren der jeweiligen Aufnahmeöffnung an den Stegen zwei gegenüberliegende
Vorsprünge angeformt oder angebracht sind, die bezogen auf diese senkrecht zu diesen
verlaufende Symmetrieachse seitlich mit einem identischen Versatz spiegelbildlich
versetzt zueinander verlaufen, ist erreicht, dass zum einen die Vorrichtung auch bei
hohen Temperatureinflüssen von mehr als 100 °C aus einem formstabilen Traggestell
gebildet ist, dass zum anderen der Gegenstand an dem Traggestell gehalten sind und
dass zudem das Traggestell kostengünstig im Kunststoff-Spritzgussverfahren herstellbar
ist und dessen Struktur auch nach einer Vielzahl von Temperaturerhöhungen aufgrund
von Reinigungsmitteln ohne Verzug ist, da die Stege des Traggestelles insbesondere
in Gravitationsrichtung eine erhebliche Breite aufweisen, die dem Verzug aufgrund
von Temperaturschwankungen entgegenwirkt.
[0013] Zudem kann die jeweilige Aufnahmeöffnung als Quadrat ausgestaltet sein, so dass in
dem Traggestell eine optimale Anzahl von Aufnahmeöffnungen vorgesehen werden können
und da jede Aufnahmeöffnung mit einem Verbindungkörper betätigt werden kann, ist der
von dem Traggestell zur Verfügung gestellte Platz optimal ausgenutzt, denn jede Aufnahmeöffnung
ist belegbar. Folglich können eine Vielzahl von Gegenständen gereinigt werden, ohne
dass Platz an dem Traggestell ungenutzt bleibt.
[0014] Darüber hinaus kann das eingesetzte Reinigungsmittel das jeweilige Traggestell, die
oftmals gestapelt übereinander angeordnet sind, optimal durchströmen, so dass das
Reinigungsmittel in Gravitationsrichtung schnell und in ausreichenden Mengen strömen
kann, da die Durchmesser bzw. Kantenlängen der Aufnahmeöffnungen im Verhältnis wesentlich
größer bemessen sind als die Wandstärke der Stege. Folglich benötigen die Stege eine
wesentlich geringere Fläche als die von der jeweiligen Aufnahmeöffnung freigegebenen
Fläche ausgestaltet werden kann.
[0015] Die Befestigung der jeweiligen Haltesockel an den Stegen erfolgt dadurch, dass an
diesen zwei gegenüberliegende Vorsprünge angebracht oder vorgesehen sind, die bezogen
auf die Symmetrieachse der Aufnahmeöffnungen seitlich versetzt zueinander angeordnet
sind. Somit kann der Haltesockel des jeweiligen Verbindungskörpers verdreht in die
Aufnahmeöffnung eingesteckt sein und sobald der Boden des Verbindungskörpers auf der
Oberseite des Traggestells aufliegt, kann der Haltesockel in die jeweilige Richtung
zu dem Vorsprung gedreht sein, so dass die in den Haltesockel eingearbeiteten und
gegenüberliegend verlaufenden Klemmnuten mit dem jeweiligen Vorsprung zusammenwirken
und nach Art einer Hinterschneidung den Vorsprung umgreift, wodurch der Haltesockel
lageorientiert an den beiden Vorsprüngen fixiert ist. Eine solche Verrastung des Haltesockels
an den Vorsprüngen kann schnell herbeigeführt und gegebenenfalls auch wieder zerstörungsfrei
gelöst werden.
[0016] Ferner beinhaltet die erfindungsgemäße Befestigungsart zwischen dem Haltesockel und
den in den Aufnahmeöffnungen vorgesehenen Vorsprüngen, dass eine beliebige Größe von
Verbindungskörpern verwendet werden kann unter der Voraussetzung, dass der jeweilige
Haltesockel identisch ausgestaltet ist. Folglich können auch Verbindungskörpers eingesetzt
werden, deren Boden wesentlich größer ausgestaltet ist als die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung.
Der Verbindungskörper soll nämlich möglichst identisch mit dem Außenumfang des eingesetzten
Gegenstandes sein, um zu verhindern, dass der Gegenstand in dem Verbindungskörper
wackelt und möglicherweise einen benachbarten Gegenstand berührt und Beschädigungen
aufgrund dieser Berührung entstehen.
[0017] Des Weiteren kann eine beliebige Kantenlänge für die Aufnahmeöffnung vorgesehen werden,
denn die Länge des Vorsprungs kann an die Kantenlänge gepasst werden. Gleichwohl kann
dann der jeweilige Haltesockel an zwei gegenüberliegenden Vorsprüngen arretiert sein,
denn der Haltesockel ist nach wie vor zwischen die seitlich versetzt zueinander verlaufenden
Vorsprüngen einsetzbar und durch Verdrehen in Richtung der Vorsprünge mit diesen verbindbar.
Je länger die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung, desto länger ist auch der jeweilige
Vorsprung und umgekehrt auszubilden.
[0018] In der Zeichnung ist eine Vorrichtung dargestellt, die nachfolgend näher erläutert
ist. Im Einzelnen zeigt:
- Figur 1
- eine Vorrichtung zur Aufnahme von Gegenständen mit einem Traggestell, in dem eine
Vielzahl von quadratischen durch Stege gebildete Aufnahmeöffnungen vorgesehen ist
und mit mehreren Verbindungskörpern, die über einen an diesen angeformten Haltesockel
mit dem Traggestell verbindbar sind und in denen die Gegenstände eingesetzt sind,
in perspektivischer Ansicht,
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnittes des Traggestells mit einem Verbindungskörper
gemäß Figur 1,
- Figur 3
- das Traggestell gemäß Figur 1 in Draufsicht und im Schnitt,
- Figur 4a
- das Traggestell gemäß Figur 1 mit einem eingesetzten Verbindungskörper von unten,
- Figur 4b
- das Traggestell gemäß Figur 4a von oben,
- Figur 5a
- das Traggestell gemäß Figur 1 mit vier Verbindungskörpern deren Durchmesser geringer
als die Kantenlänge der jeweiligen Aufnahmeöffnung ist, und
- Figur 5b
- das Traggestell gemäß Figur 5a mit drei Verbindungskörpern, deren Durchmesser größer
bemessen ist als die Kantenlänge der jeweiligen Aufnahmeöffnung.
[0019] Aus Figur 1 ist ersichtlich, dass eine Vorrichtung 1 zur Verfügung gestellt werden
soll, durch die eine Vielzahl von Verbindungskörpern 2 an einem Traggestell 4 befestigbar
sind. Durch den jeweiligen Verbindungskörper 2 soll ein Gegenstand 3, beispielsweise
ein Werkstück als Hochpräzisionsbauteil, gehalten sein, um diese Gegenstände 3 sicher
zu lagern, transportieren und reinigen zu können.
[0020] Das Traggestell 4 wird von Stegen 7, 8 gebildet, die paarweise parallel zueinander
verlaufen. Folglich bilden jeweils zwei Paare der Stege 7, 8 eine der Aufnahmeöffnung
9, denn die Stege 7, 8 stehen senkrecht zueinander. Die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung
9 ist dabei identisch, so dass eine quadratische Aufnahmeöffnung 9 entsteht.
[0021] In den Eckbereichen des Traggestells 4 sind Bohrungen oder Durchgangsöffnungen vorgesehen
in denen Abstandhalter einsetzbar sind, um eine Vielzahl von Traggestellen 4 übereinander
stapeln zu können.
[0022] An dem Verbindungskörper 2 ist ein runder Boden 10 vorgesehen, an dessen eine Stirnseite
ein rechteckförmiger Halssockel 11 und auf der gegenüberliegenden Stirnseite ein oder
mehrere Halte- oder Aufnahmeelemente 12 vorgesehen sind, die einen Raum einschließen,
in dem der jeweilige Gegenstand 3 abgelegt werden kann. Der Haltesockel 11 kann in
eine der Aufnahmeöffnungen 9 - wie dies nachfolgend noch näher erläutert wird - eingesetzt
und lageorientiert mit dem Traggestell 4 fixiert werden. Der Haltesockel 11 verläuft
dabei fluchtend zu der Längsachse 6 des jeweiligen Verbindungskörpers 2.
[0023] Der Boden 10 des Verbindungskörpers 2 weist einen Durchmesser auf, der in etwa der
Kantenlänge der Aufnahmeöffnung 9 entspricht, so dass die dem Traggestell 4 zugewandte
Unterseite des Bodens 10 auf der Oberseite 5 des Traggestells 4 aufliegt und von den
Stegen 7, 8 abgestützt ist. Alternativ kann an zwei gegenüberliegenden Stegen 7, 8
auch jeweils eine Auflagenase 24 angeformt oder vorgesehen sein, die in das Zentrum
13 der jeweiligen Aufnahmeöffnung 9 ragt und als Anschlag für den einzusetzenden Haltesockel
11 des Verbindungskörpers 2 dient, so dass auch Verbindungskörper 2 mit einem kleineren
Durchmesser des Bodens 10 als die Kantenlänge zuverlässig auf der Oberseite 5 des
Traggestells 4 abgestützt sind.
[0024] Eine parallel zu den Stegen 7, 8 verlaufende Symmetrieachse entlang einer der Reihen
von Aufnahmeöffnungen 9 ist mit der Bezugsziffer 14 gekennzeichnet und dient als Bezug
für die Anordnung von Vorsprüngen 21, 22.
[0025] Figur 2 ist zu entnehmen, wie der Haltesockel 11 des Aufnahmekörpers 2 ausgestaltet
ist und in der jeweiligen Aufnahmeöffnung 9 des Traggestelles 4 arretierbar ist. Der
Haltesockel 11 weist nämlich eine rechteckförmige Außenkontur mit vier Kantenlängen
16, 17, 18 und 19 auf. An den längeren Kantenlängen 18, 19 sind Klemmnuten 15 eingearbeitet,
die in ihrem Querschnitt gemeinsam mit der Unterseite des Bodens 10 eine U-förmige
Innenkontur bilden. Die beiden kürzer bemessenen Längskanten 16, 17 zwischen den Klemmnuten
15 sind plan ausgestaltet. Die dazu senkrecht verlaufenden Längskanten 18, 19 tragen
die Klemmnuten 15. Ferner sind die gegenüberliegenden Klemmnuten 15 spiegelbildend
zueinander versetzt angeordnet.
[0026] An der jeweiligen Seitenwand der Stege 7 ist jeweils ein Vorsprung 21, 22 angeformt
oder vorgesehen, die plattenförmig ausgestaltet sind. Die Vorsprünge 21, 22 ragen
demnach in das Zentrum 13 der jeweiligen Aufnahmeöffnung 9 und sind von der Oberseite
5 des Traggestells 4 beabstandet. Die Vorsprünge 21, 22 verlaufen in einer gemeinsamen
Ebene und stehen senkrecht von dem Steg 7 ab.
[0027] Darüber hinaus sind die beiden in einer der Aufnahmeöffnung 9 vorhandenen Vorsprünge
21, 22 bezogen auf die Symmetrieachse 14 spiegelbildlich versetzt zueinander angeordnet.
Der Vorsprung 21 weist einen Versatz V auf, der rechts von der Symmetrieachse 14 verläuft
und der Vorsprung 22 weist einen Versatz V auf, der links von der Symmetrieachse 14
verläuft. Betragsmäßig ist der Versatz V beider Vorsprünge 21, 22 zu der Symmetrieachse
14 identisch. Die geometrischen Abmessungen der Vorsprünge 21, 22 sind ebenso identisch.
[0028] Der diagonale Abstand zwischen zwei Ecken der Vorsprünge 21, 22 entspricht dabei
in etwa der Länge der kürzeren, plan ausgestalteten Längskanten 18, 19 des Haltesockels
11, so dass dieser zwischen den Vorsprüngen 21, 22 eintauchen kann, solange bis der
Boden 10 auf der Oberseite 5 auftrifft. Dann verlaufen die beiden Klemmnuten 15 des
Haltesockels 11 in der von den Vorsprüngen 21, 22 gebildeten Ebene.
[0029] Folglich kann der Haltesockel 11 des jeweiligen Verbindungskörper 2 in die Aufnahmeöffnung
9 eingeschoben und dort zunächst platziert sein, bis der Boden 10 auf der Oberseite
5 des Traggestells 4 und/oder den Auflagenasen 24 aufliegt. Die beiden Klemmnuten
15 verlaufen dabei in der von den Vorsprüngen 21, 22 gleichen Ebene und die Innenkontur
der Klemmnuten 15 ist an die Außenkontur der Vorsprünge 21, 22 angepasst. Sobald der
Haltesockel 11 in der Aufnahmeöffnung 9 eingesetzt ist, kann der Verbindungskörper
2 um etwa 45° verdreht werden, so dass die Klemmnuten 15 in Richtung des jeweiligen
Vorsprunges 21, 22 bewegbar ist. Somit entsteht eine Arretierung des Haltesockels
11 an den beiden Vorsprüngen 21, 22 nach Art einer Hinterschneidung, da die Klemmnuten
15 im montierten Zustand des Haltesockels 11 die Vorsprünge 21, 22 bereichsweise umgreifen.
Durch geeignete konstruktive Maßnahmen kann die kraftschlüssige Wirkverbindung zwischen
dem Haltesockel 11 und den Vorsprüngen 21, 22 verbessert sein, beispielsweise in dem
an den Vorsprüngen 21, 22 Hügel vorgesehen sind, die in der Klemmnut 15 eintauchen
an diesen anliegen.
[0030] In Figur 3 ist die konstruktive Ausgestaltung des Traggestelles 4 in drei Ansichten
abgebildet. Die von der Aufnahmeöffnung 9 gebildeten Felder können mit jeweils einem
der Verbindungskörper 2 bestückt sein.
[0031] Aus den Figuren 4a und 4b ist ersichtlich, wie der jeweilige Verbindungskörper 2
in die Aufnahmeöffnung 9 einsteckbar und durch Verdrehen mit den Vorsprüngen 21, 22
arretierbar ist, ohne dass die Längskanten 16,17, die plan ausgestaltet sind, an den
Vorsprüngen 21, 22 vorbeigeführt sind, solange bis die Längskanten 18, 19 mit den
Klemmnuten 15 in Eingriff mit einem der beiden Vorsprünge 21, 22 gelangen und an diesen
arretiert sind.
[0032] Die Größe der jeweiligen Verbindungskörper 2 kann gemäß den Figuren 5a und 5b variieren.
Solange der Durchmesser des Verbindungskörpers 2 im Inneren der jeweiligen Aufnahmeöffnung
9 verläuft, kann jede benachbarte Aufnahmeöffnung 9 mit einem Verbindungskörper 9
bestückt sein, so dass alle vorhandenen Aufnahmeöffnungen 9 mit einem zu reinigenden
Gegenstand 3 versehen sein können. Sobald der Verbindungskörper 2 einen größeren Durchmesser
als die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung 9 aufweist, steht der Verbindungskörper 9
über die durch die Stege 7, 8 vorgegebene Begrenzung der Aufnahmeöffnung 9 über, so
dass benachbarte Aufnahmeöffnungen 9 abgedeckt sind und folglich zur Aufnahme von
weiteren Verbindungskörper 2 nicht genutzt werden können.
[0033] Das Traggestell 4 ist besonders formstabil, da die Wandstärke der Stege 7, 8 in Bezug
auf die Breite B der Stege 7, 8 wesentlich geringer bemessen ist. Zudem verläuft die
Breite B in Gravitationsrichtung, so dass Eigengewichtskräfte die Formstabilität des
Traggestelles 4 lediglich geringfügig beeinflussen und die Stege 7, 8 diese Eigengewichtkräfte
entgegenwirken, da die Breite B der Stege 7, 8 entsprechend ausgebildet ist. Vorallem
bei Temperatureinflüssen wirken diese geometrischen Ausbildungen einen Verzug des
Traggestelles 4 entgegen.
[0034] Darüber hinaus kann das Traggestell 4 kostengünstig in ein Kunststoffspritzgussverfahren
hergestellt werden und jeder Verbindungskörper 2 kann unabhängig von dessen Größe
an einer identisch ausgestalteten Traggestell 4 befestigt werden, wenn nämlich der
jeweils verwendete Haltesockel 11 der Verbindungskörper 2 identisch, also unabhängig
von der Größe des Verbindungskörpers 2, ausgestaltet ist. Auch wenn die Kantenlänge
der Aufnahmeöffnung 9 vergrößert oder verkleinert sind, kann jeder der entsprechend
ausgestalteten Haltesockel 11 an dem Traggestell 4 arretiert werden. Es ist lediglich
bei der Fertigung des Traggestelles 4 darauf zu achten, dass die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung
9 mit der Länge der Vorsprünge 21, 22 in einem identischen Verhältnis steht, derart,
dass der Haltesockel 11 in die Aufnahmeöffnung eingesteckt werden kann, dass also
die Längskanten 18, 19, die plan ausgestaltet sind, an den Vorsprüngen 21, 22 vorbei
dreht werden können und dass die Längskanten 16, 17 mit den Klemmnuten 15 an die Vorsprünge
21, 22 durch Verdrehen bewegt werden können.
[0035] Wenn das Traggestell 4 in einem Kunststoff-Spritzguss-Verfahren hergestellt ist,
entsteht ein einstückiges Bauteil, das leicht und handlich einsetzbar bzw. benutzbar
ist.
1. Vorrichtung (1) zur Aufnahme und zur Arretierung von Gegenständen (3), beispielsweise
von Werkstücken, Werkzeugen oder dgl.,
- mit einem mehreckigen Traggestell (4) aus Kunststoff, das aus mehreren Stegen (7,
8) gebildet ist, durch die paarweise mindestens eine quadratische Aufnahmeöffnung
(9) geschaffen ist,
- und mit mindestens einem Verbindungskörper (2), der einen auf der Oberseite (5)
des Taggestelles (4) aufliegenden Boden (10) aufweist, an dessen einer Stirnseite
fluchtend zu der Längsachse (6) des Verbindungskörpers (2) ein Haltesockel (11) vorgesehen
ist, der in eine der Aufnahmeöffnungen (9) des Traggestells (4) einsteckbar ist und
an dessen gegenüberliegenden Stirnseite eine oder mehrere Halte- oder Aufnahmeelemente
(12) angebracht sind, durch die die Gegenstände (3) mit dem Verbindungskörper (2)
an dem Traggestell (4) fixierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
- dass an zwei parallel zueinander verlaufenden Stegen (7 oder 8) jeweils ein in das Zentrum
(13) der Aufnahmeöffnung (9) ragender plattenförmiger Vorsprung (21, 22) angeformt
oder vorgesehen ist,
- dass die Vorsprünge (21, 22) in einer der Aufnahmeöffnungen (9) seitlich versetzt zueinander
angeordnet sind bezogen auf die senkrecht zu diesen verlaufende Symmetrieachse (14)
und
- dass der Haltesockel (11) des jeweiligen Verbindungskörpers (2) an den Vorsprüngen (21,
22) arretierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Länge der Vorsprünge (21, 22) an die Kantenlänge der Aufnahmeöffnung (9) derart
angepasst ist, dass der Haltesockel (11) durch Verdrehen an den Vorsprüngen (21, 22)
verrastbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Haltesockel (11) im Querschnitt rechteckförmig ausgestaltet ist,
- dass der Haltesockel (11) in der Ebene (23) der Vorsprünge (21, 22) zwei U-förmig Klemmnuten
(15) aufweist, die diametral und spiegelsymmetrisch jeweils über eine der kürzeren
Längskanten (16 und 17) oder (18 und 19) des Haltesockels (11) verlaufen und die die
jeweiligen Vorsprünge (21, 22) nach Art einer Hinterschneidung im eingesetzten Zustand
des Aufnahmekörpers (2) umgreifen und dass die längeren Längskanten (18 und 19) oder
(16 und 17) plane Außenkanten aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorsprünge (21, 22) bezogen auf die senkrecht zu diesem verlaufenden Symmetrieachse
(14) der Aufnahmeöffnung (9) mit einem identischen Versatz (V) spiegelbildlich versetzt
zu einander ausgerichtet sind und dass die Vorsprünge (21, 22) von der Oberseite (5)
des Traggestelles (4) beabstandet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorsprünge (21, 22) senkrecht von den Stegen (7) oder (8) der jeweiligen Aufnahmeöffnung
(9) abstehen.
6. Traggestell (4), insbesondere für eine Vorrichtung (1) nach einem der vorgenannten
Ansprüche, das aus einem Kunststoff-Werkstoff hergestellt ist und das mindestens vier
Stege (7, 8) aufweist, die paarweise parallel zueinander verlaufen und durch die eine
Vielzahl von quadratischen Aufnahmeöffnungen (9) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stege (7, 8) eine geringere Wandstärke (W) als die Breite (B) der Stege (7, 8)
aufweisen und dass im Inneren der jeweiligen Aufnahmeöffnung (9) an den Stegen (7
oder 8) zwei gegenüberliegende Vorsprünge (21, 22) angeformt oder angebracht sind,
die bezogen auf die senkrecht zu diesen verlaufende Symmetrieachse (14) der Aufnahmeöffnung
(9) mit einem identischen Versatz (V) spiegelbildlich versetzt zueinander verlaufen.
7. Traggestell nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Oberseite (5) des Traggestelles (2) im Bereich der jeweiligen Aufnahmeöffnung
(9) mindestens zwei gegenüberliegende Auflagenasen (24) vorgesehen sind, durch die
die jeweiligen Aufnahmeöffnungen (9) verkleinert sind und dass der Boden (10) des
Verbindungskörpers (2) auf der Oberseite (5) und/oder auf den jeweiligen Auflagenasen
(24) anliegt.
8. Traggestell nach Anspruch 6 und 7,
dadurch gezennzeichnet,
dass die von den Aufnahmeöffnungen (9) freigegebene Fläche des Traggestelles (4) wesentlich
größer bemessen ist als die von den Stegen (7, 8) benötigte Fläche.
9. Vorrichtung oder Traggestell nach einen der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Traggestell (4) in einem Spritzguss-Verfahren als einstückiges Bauteil herstellbar
ist.
10. Vorrichtung oder Traggestell nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Versatz (V) zwischen zwei gegenüberliegenden Vorsprüngen (21, 22) an die Länge
der Längskanten (16 und 17) oder (18 und 19) des Haltesockels (11) angepasst ist und
dass der Haltesockel (11) zwischen der von den Vorsprüngen (21, 22) freigegebenen
Diagonale einschiebbar ist.