[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Heizvorrichtung insbesondere
für ein Kraftfahrzeug mit einem Leistungsteil und einem Steuerteil, wobei das Steuerteil
eine LV-Schnittstelle für Steuersignale und eine HV-Schnittstelle für einen Leistungsstrom
zum Betrieb des Leistungsteils aufweist.
[0002] Eine gattungsbildende elektrische Heizvorrichtung ist beispielsweise aus der
EP 2 017 548 A1 bekannt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine verbesserte Anschlussmöglichkeit
des Leistungsstroms und der Steuersignale an den Steuerteil zu schaffen.
[0004] Zur Lösung des Problems ist mit der vorliegenden Erfindung eine elektrische Heizvorrichtung
mit den Merkmalen von Anspruch 1 angegeben. Bei dieser elektrischen Heizvorrichtung
handelt es sich bevorzugt um eine Heizvorrichtung für ein Kraftfahrzeug. Der Leistungsteil
hat dabei bevorzugt ein oder mehrere PTC-Elemente, die zwischen Kontaktblechen anliegen,
welche die PTC-Elemente bestromen. Üblicherweise ist eine Vielzahl von PTC-Elementen
vorgesehen. Dabei können einzelne oder mehrere PTC-Elemente unterschiedliche PTC-Heizelemente
bilden, die innerhalb der elektrischen Heizvorrichtung aufgenommen sind und über das
Steuerteil gesteuert werden. Eine solche elektrische Heizvorrichtung ist beispielsweise
aus der
EP 2 884 197 A1 bzw. der zuvor genannten
EP 2 017 548 A1 bekannt.
[0005] Der grundsätzliche Aufbau dieser vorbekannten Heizvorrichtung kann auch zur Verwirklichung
der erfindungsgemäßen Heizvorrichtung gewählt werden.
[0006] Dabei eignet sich die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung insbesondere für
den Einsatz in elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen, in denen der Leistungsteil
mit Hochvolt-Strombetrieben wird. Wenngleich in der vorliegenden Beschreibung die
dem Leistungsstrom zugeordneten Komponenten als HV-Komponenten (Hochvolt) bezeichnet
werden, ist die vorliegende Erfindung zwar in besonderer Weise für Hochvolt-Anwendungen
geeignet, sie lässt sich aber auch für solche Fallgestaltungen einsetzen, bei denen
der Leistungsteil mit 12 Volt betrieben wird, wie dies bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor
üblich ist. Auch ein solcher Leistungsstrom kann HV im Sinne der Erfindung sein.
[0007] Zur Lösung des obigen Problems hat die erfindungsgemäße elektrische Heizvorrichtung
ein einheitliches Steckerelement, das an dem Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung
vorgesehen ist, und HV-Steckkontaktelemente für den Leistungsstrom und LV-Steckkontakte
für die Steuersignale aufweist. Die HV-Steckkontaktelemente sind dabei elektrisch
an die HV-Schnittstelle des Steuerteils angeschlossen. Die LV-Steckkontaktelemente
sind an die entsprechende LV-Schnittstelle des Steuerteils angeschlossen. Dieser Anschluss
ist üblicherweise ein permanenter Anschluss. Der Anschluss erfolgt üblicherweise durch
elektrische Leiterbahnen des Steckerelements, die regelmäßig innerhalb des Steckerelements
von außen durch das Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung hindurchgeführt werden,
um zu dem Steuerteil zu gelangen. Die HV- bzw. LV-Steckkontaktelemente hingegen liegen
an der Außenseite des Gehäuses frei. Sie liegen regelmäßig innerhalb eines Steckergehäuses
frei, welches bevorzugt fest mit dem Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung verbunden
ist. Ein solches Steckergehäuse ist üblicherweise aus Kunststoff ausgebildet. Das
Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung kann auch ganz oder teilweise aus Kunststoff
bzw. ganz oder teilweise auch aus Metall ausgebildet sein. Mit Blick auf eine gute
Abschirmung insbesondere bei Hochvoltanwendungen ist eine Ausbildung des Gehäuses
aus Metall zu bevorzugen.
[0008] Das Steckergehäuse des einheitlichen Steckerelementes kann einteilig oder mehrteilig
ausgebildet sein. Bei einer mehrteiligen Ausgestaltung ist es zu bevorzugen, die Gehäuseteile
fluiddicht miteinander zu verbinden, um das Eindringen von Feuchtigkeit oder Verschmutzung
insbesondere im Bereich der zu der HV-Schnittstelle führenden Leiterbahn zu verhindern.
[0009] Die HV- bzw. LV-Steckkontaktelemente sind als weibliche oder männliche Steckkontaktelemente
vorgesehen, so dass ein zu dem Steckerelement passender Gegenstecker durch Aufstecken
auf das Steckerelement mit dem HV- bzw. LV-Steckkontaktelement bzw. mehrerer dieser
Steckkontaktelemente verbunden werden kann. Die Steckkontaktierung kann dabei über
ein einheitliches Gegensteckergehäuse erfolgen, welches die zugeordneten LV- und HV-Steckkontaktelemente
in sich aufnimmt. Bevorzugt sind indes die zugeordneten Steckkontaktelemente unterschiedlichen
Gegensteckern zugeordnet, wobei die zugeordneten HV-Steckkontaktelemente einen Gegenstecker
und die zugeordneten LV-Steckkontaktelemente einem anderen Gegenstecker zugeordnet
sind. So werden die Steuersignale einerseits und der Leistungsstrom andererseits über
unterschiedliche Gegenstecker angeschlossen, zu denen ein Steckergehäuse des einheitlichen
Steckerelements angepasste Führungsflächen ausformt, so dass das Fügen von weiblichen
und männlichen Steckkontaktelementen durch die Führungsflächen des Steckergehäuses
und zugeordnete Gegenflächen der Gegenstecker geführt wird.
[0010] Das zuvor bereits erwähnte Steckergehäuse ist bevorzugt fest mit dem gemeinsamen
Gehäuse verbunden, welches Steuerteil und Leistungsteil zu einer baulichen Einheit
verbindet. Dieses einheitliche Gehäuse kann gleichwohl aus mehreren Komponenten bestehen,
die einander zugeordnet sind, üblicherweise festgefügt sind, wie dies die
EP 2 884 197 A1 für einen Flüssigkeitsheizer und die
EP 2 017 548 A1 für einen Luftheizer lehrt. Diese vorbekannten elektrischen Heizvorrichtungen sind
jeweils Beispiele für elektrische Heizvorrichtungen für ein Kraftfahrzeug mit einem
Leistungsteil und einem Steuerteil und damit Ausführungsbeispiele für den grundlegenden
Aufbau der elektrischen Heizvorrichtung gemäß den oberbegrifflichen Merkmalen von
Anspruch 1. Das Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung kann ein Kunststoffgehäuse
sein. Es kann auch ein Metallgehäuse sein. Das Gehäuse kann teilweise aus Kunststoff
und teilweise aus Metall ausgebildet sein. Entsprechendes gilt für ein Steuergehäuse,
welches die Steuerkomponenten des Steuerteils in sich aufnimmt. Teile des Steuergehäuses
können dabei auch gleichzeitig Gehäuseteile des Leistungsteils sein oder das Gehäuse
des Leistungsteils vollständig ausbilden.
[0011] Zur guten Verbindung des Steckergehäuses und Abdichtung der Durchführung des Steckergehäuses
durch das Gehäuse der elektrischen Heizvorrichtung wird gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, das Steckergehäuse mit zumindest zwei Flanschabschnitten
auszubilden, die zwischen sich Wandabschnitte eines Steuergehäuses des Steuerteils
aufnehmen. Die Wandabschnitte können dabei durch eine einheitliche Wand des Steuergehäuses
gebildet sein, die mit einer Bohrung zum Hindurchführen des Steckergehäuses versehen
ist. Bevorzugt werden die Wandabschnitte indes durch zumindest zwei Gehäuseteile des
Steuergehäuses gebildet, die eine zum Hindurchführen des Steckergehäuses angepasst
ausgebildete Ausnehmung aufweisen, die außen- und innenseitig in Bezug auf das Steuergehäuse
von den entsprechenden Flanschabschnitten umfänglich überragt wird. So bilden die
Flanschabschnitte und die Wandabschnitte eine Art Labyrinthdichtung aus, die für eine
gute Dichtigkeit im Bereich der Durchführung des Steckergehäuses sorgt. Es versteht
sich, dass das Steckergehäuse in die Wand des Steuergehäuses eingeklebt sein kann,
um eine gute Abdichtung zu erreichen. Eine übliche Dichtung, beispielsweise eine elastomere
Dichtung kann ebenfalls zum Einsatz kommen, um die Durchführung des Steckergehäuses
in dem Steuergehäuse abzudichten. Die Dichtigkeit sollte in jedem Fall verhindern,
dass Feuchtigkeit in das Steuergehäuse gelangt.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung bildet das Steckerelement
eine HV-Steckeraufnahme aus, die die HV-Steckkontaktelemente umfänglich umgibt und
Führungsflächen für einen Leistungsstecker aufweist. Desweiteren bildet das Steckerelement
bevorzugt eine LV-Steckeraufnahme aus, die die LV-Steckkontaktelemente umfänglich
umgibt und Führungsflächen für einen Steuerstecker aufweist. Die HV-Steckeraufnahme
eignet sich dementsprechend zur Führung und üblicherweise mechanischen Verriegelung
des Leistungssteckers gegen das Steckergehäuse derart, dass die zugeordneten Steckkontaktelemente,
die von dem Leistungsstecker gehalten sind und mit einem üblicherweise an den Leistungsstecker
angeschlossenen Kabel elektrisch verbunden sind, im gefügten Zustand des Leistungssteckers
die HV-Steckkontaktelemente kontaktiert. Entsprechendes gilt für die LV-Steckeraufnahme.
Die HV- bzw. LV-Steckeraufnahme kann als weibliche oder männliche Steckeraufnahme
ausgebildet sein. Korrespondierend sind der Leistungsstecker bzw. der Steuerstecker
als männliches oder weibliches Steckerelement ausgebildet. Entsprechendes gilt für
die Steckkontaktelemente des Steckerelements bzw. des zugeordneten Gegensteckers,
der an das Steckerelement anzuschließen ist.
[0013] Bevorzugt geben die Führungsflächen für den Leistungsstecker und die Führungsflächen
für den Steuerstecker Steckrichtungen vor, die um zumindest 80° relativ zueinander
verschieden sind. Die unterschiedlichen zugeordneten Gegenstecker werden dementsprechend
mit einem Winkel von zumindest 80° an das Steckerelement angesteckt. Bevorzugt geben
die Führungsflächen für den Leistungsstecker bzw. den Steuerstecker Steckrichtungen
vor, die im Wesentlichen parallel zu einer von dem Steckerelement durchragten Wand
des Steuergehäuses des Steuerteils verlaufen. Die Gegenstecker und dementsprechend
auch die daran angeschlossenen Kabel verlaufen dementsprechend bevorzugt parallel
zu der entsprechenden Wand des Steuergehäuses, wodurch eine platzsparende Anordnung
geschaffen ist. Besonders bevorzugt sind die Steckrichtungen um etwa 180° versetzt.
Die zugeordneten Gegenstecker werden danach beim Anstecken an das Steckerelement aufeinander
zu bewegt.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung bildet das Steckergehäuse
eine Anlagefläche aus, an der eine Leiterplatte des Steuerteils anliegt. Diese Leiterplatte
hat üblicherweise Kontaktzungen zum Aufnehmen für Kontaktzungen des Steckerelements,
die von der Anlagefläche abragen und die mit den HV- bzw. LV-Steckkontaktelementen
elektrisch verbunden sind. Besagte Kontaktzungen bilden üblicherweise das innere Ende
der elektrisch leitenden Bahnen des Steckerelements aus. Außenseitig erfolgt der elektrische
Anschluss an das Steckerelement über die HV- bzw. LV-Steckkontaktelemente. Im Innern
des Steuergehäuses erfolgt der Anschluss an Leiterbahnen der Steuervorrichtung, bevorzugt
an Leiterbahnen der der Leiterplatte über besagte Kontaktzungen. An der Leiterplatte
sind dementsprechend Kontaktzungenaufnahmen ausgebildet, bevorzugt solche, wie sie
in
EP 2 236 330 A1 bzw.
EP 2 897 230 A1 beschrieben sind. Neben den Kontaktzungen ist die Anlagefläche üblicherweise von
einem Trennsteg überragt, der zwischen zwei den HV-Steckkontaktelementen zugeordneten
HV-Kontaktzungen vorgesehen ist, um die Luft- und Kriechstrecke zwischen diesen HV-Kontaktzungen
zu erhöhen.
[0015] Die Leiterplatte muss dabei kein einheitliches Gebilde sein. Die Leiterplatte muss
auch nicht notwendigerweise als übliche Leiterplatte mit mehreren Ebenen von leitenden
Bahnen innerhalb einer isolierenden Platte ausgebildet sein. Die Leiterbahn kann vielmehr
ganz oder teilweise auch so ausgebildet sein, wie dies die
EP 2 505 931 A1 der vorliegenden Anmelderin lehrt. Jedenfalls aber sind bevorzugt sämtliche Leiterbahnen,
an die die Kontaktzungen angeschlossen sind, im Wesentlichen in einer Ebene vorgesehen.
Folglich können auch mehrere Anlageflächensegmente vorgesehen sein, wobei ein Flächensegment
beispielsweise von den HV-Kontaktzungen und das andere Flächensegment von den LV-Kontaktzungen
durchragt ist. Damit können unterschiedlich dicke Bereiche der Leiterplatte angeschlossen
werden, die sich beispielsweise durch unterschiedliche gestaltende Leiterbahnen für
die Steuersignale einerseits und für den Leistungsstrom andererseits ergeben.
[0016] Das Steckergehäuse nimmt bevorzugt L-förmig geformte Kontaktbleche in sich auf. Diese
L-Form ist üblicherweise durch Stanzen eines die Kontaktbleche ausbildenden Blechmaterials
geformt. Aus der durch das ursprüngliche Blechmaterial gebildeten Ebene heraus können
die Kontaktzungen gebogen sein. Mit dieser Blechbearbeitung ergeben sich die jeweiligen
elektrischen Verbindungsstellen im Inneren des Steuergehäuses und an der Außenseite
des Steuergehäuses auf einfache Weise.
[0017] Bevorzugt ist das Steuergehäuse durch Umspritzen eines das Steuergehäuse ganz oder
teilweise ausbildenden Kunststoffmaterials um die Kontaktbleche ausgebildet. Das Material
des Steuergehäuses wird beim Umspritzen mit dem Material der Kontaktbleche verbunden.
Wird das Kunststoffmaterial beispielsweise aus einem Duroplast gebildet, kann durch
das Umspritzen zuverlässig eine vollständige Abdichtung der Durchführung der Kontaktbleche
durch das Steuergehäuse geschaffen werden. Dabei können bewegliche Kerne zum Einsatz
kommen, die während des Spritzgießens die Kontaktbleche an vorbestimmter Position
in der Spritzgießform halten, bis das umspritzte Kunststoffmaterial erstarrt und hinreichend
formstabil ist.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
[0019] In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Seitenansicht eines Steuergehäusebodens mit einem Steckerelement;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Draufsicht des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine unterseitige Ansicht des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1 und 2 ohne Steuergehäuseboden
und mit der Leiterplatte;
- Fig. 4
- Kontaktbleche zur Ausbildung der Leiterbahnen für HV- und LV-Kontaktzungen innerhalb
des Steckergehäuses;
- Fig. 5
- eine perspektivische Seitenansicht der Oberseite des Ausführungsbeispiels des Steckergehäuses;
- Fig. 6
- eine Darstellung gemäß Fig. 5 der Unterseite des Ausführungsbeispiels des Steckergehäuses;
und
- Fig. 7
- eine Gesamtdarstellung eines Ausführungsbeispiels einer elektrischen Heizvorrichtung
mit dem Steckergehäuse.
Die Fig.1 zeigt eine Draufsicht auf einen Steuergehäuseboden 2, der eine Leiterplatte
4 in sich aufnimmt, die mit nicht gezeigten elektronischen Bauteilen bestückt ist,
um einen Leistungsstrom für elektrische Heizelemente zu schalten bzw. zu steuern,
die in Fig. 7 wiedergegeben ist.
[0020] Der Steuergehäuseboden 2 ist aus Aluminium gebildet und hat einen umlaufenden Rand
6, der eine Durchbrechung 8 aufweist, in die ein Steckerelement 10 eingesetzt ist.
Das Steckerelement 10 ist ein einheitliches Bauteil und ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
mit einem einheitlichen, d. h., vorliegend einteiligen Steckergehäuse 12 versehen.
Teile des Steckergehäuses 12 befinden sich außerhalb des Steuergehäusebodens 2, andere
Teile des Steckergehäuses 12 befinden sich innerhalb des Steuergehäusebodens 2 und
damit innerhalb eines Steuergehäuses.
[0021] Das Steckergehäuse 12 bildet eine LV-Steckeraufnahme 14 und eine HV-Steckeraufnahme
16 aus. Die LV-Steckeraufnahme 14 umgibt umfänglich vorliegend drei in Fig. 4 dargestellte
LV-Steckkontaktelemente 18.1-18.3. Die HV-Steckeraufnahme 16 umgibt zwei HV-Steckkontaktelemente
20.1, 20.2. Fig. 4 gibt die Ausrichtung der entsprechenden Kontaktelemente 18, 20
an. Die LV-Steckkontaktelemente 14 werden durch L-förmig geschnittene Kontaktbleche
22.1-3 ausgeformt. Die HV-Steckkontaktelemente 20.1; 20.2 werden durch gleichfalls
L-förmig ausgestanzte HV-Kontaktbleche 24.1, 24.2 ausgeformt. Die entsprechenden Kontaktbleche
22, 24 haben LV-Kontaktzungen 26 bzw. HV-Kontaktzungen 28, die aus der Ebene des L-förmig
geschnittenen Blechs herausgebogen sind.
[0022] Die Fig. 6 zeigt die entsprechenden freien Enden der Kontaktzungen 26, 28. Die entsprechenden
freien Enden 26, 28 überragen eine Anlagefläche 30, die zur flächigen Anlage gegen
die Leiterplatte 4 angepasst ausgebildet ist. Zwischen den HV-Kontaktzungen 28.1 und
28.2 befindet sich ein einteilig an dem Steckergehäuse 12 ausgebildeter Trennsteg
32, der die HV-Kontaktzunge 28 überragt und wesentlich breiter als diese ist. Durch
diesen Trennsteg 32 wird die Luft- und Kriechstrecke zwischen den beiden HV-Kontaktzungen
28.1; 28.2 erhöht.
[0023] Wie insbesondere die Fig. 5 und 6 verdeutlichen, sind die von den HV- bzw. LV-Steckeraufnahmen
14, 16 gebildeten Öffnungen 34, 36 einander gegenüberliegend vorgesehen. Die durch
die Steckeraufnahmen 14, 16 gebildeten Führungsflächen für nicht gezeigte Gegenstecker
für Strom- bzw. Steuersignale erstrecken sich dementsprechend parallel zueinander.
Wie ferner Fig. 1 verdeutlicht, verläuft die hierdurch vorgegebene Steckrichtung parallel
zu derjenigen mit Bezugszeichen 38 gekennzeichneten Wand des Steuergehäusebodens,
die von dem Steckerelement 10 durchsetzt ist.
[0024] Die Montage des Steckerelements 10 an dieser Wand 38 wird insbesondere mit Fig. 2
verdeutlicht. Hierzu hat das Steckergehäuse 12 einen inneren Flansch 40 und einen
äußeren Flansch 42, die zwischen sich das Material der Wand 38 einschließen und klemmen,
so dass eine Abdichtung bewirkt ist. Die Wand 38 bildet ferner eine äußere Aufnahme
44 aus, die den äußeren Flansch 42 außenseitig formschlüssig einschließt. Durch diese
Ausgestaltung ist eine Labyrinthdichtung gegeben, welche verhindert, dass im Bereich
der Durchbrechung 8 Feuchtigkeit oder Verschmutzung in das Steuergehäuse gelangen
kann.
[0025] Das in Figur 1 gezeigte Steckergehäuse 12 ist mit einer Adapterkappe 46 für den Anschluss
eines LV-Gegenelementes versehen. Diese Adapterkappe 46 ist mit dem Steckergehäuse
12 verrastet. Während das Steckergehäuse 12 durch einen roten Kunststoff ausgebildet
ist, ist die Adapterkappe 46 zur Kennzeichnung der LV-Seite blau eingefärbt.
[0026] Statt der Adapterkappe 46 gemäß Figur 1 kann das Steckergehäuse 12 als solches auch
mehrteilig ausgebildet und beispielsweise durch Rasten, Kleben oder Schweißen zu einer
Einheit gefügt sein. Dabei sind stoffschlüssige Verbindungen zwischen den Gehäusehälften
zu bevorzugen, um eine nach außen abgedichtete Aufnahme der stromführenden Bahnen
innerhalb des Steckergehäuses sicherzustellen. Bei einer solchen zumindest zweiteiligen
Ausgestaltung kann ein die LV-Steckeraufnahme ausbildendes Teil des Steckergehäuses
aus einem anders eingefärbten Kunststoff als das die HV-Steckeraufnahme ausbildende
Teil des Steckergehäuses ausgeformt sein. Dabei ist die HV-Steckeraufnahme üblicherweise
rot oder orange eingefärbt, wohingegen die LV-Steckeraufnahme durch einen blau oder
schwarz eingefärbten Kunststoff gebildet sein kann. Dabei kann der das HV-Teil bildende
Kunststoff auch diejenigen Teile des Steckergehäuses ausbilden, die sich bis in das
Steuergehäuse erstrecken. Bei dieser Ausgestaltung kann das Steckergehäuse zweiteilig
ausgebildet sein mit einem innen und außen vorgesehenen und die HV-Steckeraufnahme
ausbildenden Teil und einem zunächst separat spritzgegossenen und anders eingefärbten
Teil, welches die LV-Steckeraufnahme ausformt und mit dem zuerst genannten Gehäuseteil
üblicherweise stoffschlüssig oder formschlüssig, zumindest aber abgedichtet verbunden
ist.
[0027] Die Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer elektrischen Heizvorrichtung, die
im Detail in
EP 2 017 548 A1 beschrieben ist. Auf diese Beschreibung wird verwiesen. Nachfolgend sollen lediglich
die wesentlichen Teile von Leistungsteil und Steuerteil diskutiert werden.
[0028] Figur 7 verdeutlicht eine elektrische Heizvorrichtung mit einem Leistungsteil 50
und einem Steuerteil 52, die zu einer Einheit gefügt sind. In der Explosionsdarstellung
gemäß Figur 7 ist ein Steuergehäuseboden 54 und ein zugeordneter Steuergehäusedeckel
56 von einem Kunststoffrahmen 58 abgehoben, der den Leistungsteil 50 umgibt. Dieser
wird durch einen Heizblock 60 gebildet, der aus Heizelementen 62 und Radiatorelemente
64 gebildet ist, die geschichtet gegeneinander liegen. Die Heizelemente 62 werden
durch mehrere in Längsrichtung hintereinander liegende PTC-Elemente gebildet, an denen
beidseitig Kontaktbleche zur Bestromung anliegen.
[0029] Einzelnen dieser Kontaktbleche sind endseitig in Richtung auf das Steuerteil 52 über
den Rahmen 58 hinaus verlängert und durch eine Dichtungsanordnung 66 hindurchgeführt,
die ausführlich in
EP 2 017 548 A1 beschrieben ist.
[0030] Das Steuerteil 52 umfasst eine Leiterplatte 68, die u.a. mit Federzungen 70 und Leistungstransistoren
72 bestückt ist. Die Federzungen 70 nehmen elektrisch kontaktierend die mit Bezugszeichen
74 gekennzeichneten Kontaktzungen, die durch die über den Rahmen 58 hinaus verlängerten
Kontaktbleche gebildet sind. Den Leistungstransistoren 72 zugeordnet sind ferner Kühlelemente
76 vorgesehen, die durch die Dichtungsanordnung 66 hindurchgeführt und in Fenstern
78 freiliegen, die durch den Rahmen 58 gebildet sind.
[0031] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Steckerelement 10 in Ausnehmungen zwischen
dem Steuergehäuseboden 54 und dem Steuergehäusedeckel 56 eingelassen. In der Explosionsdarstellung
ragt das Steuerteil befestigt an der Leiterplatte 68 von dieser ab.
[0032] Die zuvor vorgestellte Beschreibung zu Figur 7 stellt eine elektrische Heizvorrichtung
für ein Kraftfahrzeug am Beispiel eines Luftheizers vor. Das Steckerelement kann ebenso
gut an einem Steuergehäuse verwirklicht werden, wie es in
EP 2 884 197 A1 für einen Flüssigkeitsheizer offenbart ist. Durch diese Bezugnahme wird die Offenbarung
dieser früheren Anmeldung der vorliegenden Anmelderin in den Offenbarungsgehalt der
vorliegenden Anmeldung einbezogen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 2
- Steuergehäuseboden
- 4
- Leiterplatte
- 6
- Rand
- 8
- Durchbrechung
- 10
- Steckerelement
- 12
- Steckergehäuse
- 14
- LV-Steckeraufnahme
- 16
- HV-Steckeraufnahme
- 18.1
- LV-Steckkontaktelement
- 18.2
- LV-Steckkontaktelement
- 18.3
- LV-Steckkontaktelement
- 20.1
- HV-Steckkontaktelement
- 20.2
- HV-Steckkontaktelement
- 22.1-3
- LV-Kontaktblech
- 24.1/24.2
- HV-Kontaktblech
- 26
- LV-Kontaktsteg
- 28
- HV-Kontaktsteg
- 30
- Anlagefläche
- 34
- LV-Öffnung
- 35
- Trennsteg
- 36
- HV-Öffnung
- 38
- Wand
- 40
- innerer Flansch
- 42
- äußerer Flansch
- 44
- äußere Aufnahme
- 46
- Adapterkappe
- 50
- Leistungsteil
- 52
- Steuerteil
- 54
- Steuergehäuseboden
- 56
- Steuergehäusedeckel
- 58
- Rahmen
- 60
- Heizblock
- 62
- Heizelement
- 64
- Radiatorelement
- 66
- Dichtungsanordnung
- 68
- Leiterplatte
- 70
- Federzunge
- 72
- Leistungstransistor
- 74
- Kontaktzunge
- 76
- Kühlelement
- 78
- Fenster
1. Elektrische Heizvorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einem Leistungsteil
(50) und einem Steuerteil (52), wobei das Steuerteil (52) eine LV-Schnittstelle für
Steuersignale und eine HV-Schnittstelle für einen Leistungsstrom zum Betrieb des Leistungsteils
(50) aufweist, wobei das Steuerteil (52) und das Leistungsteil (50) in baulicher Einheit
in einem gemeinsamen Gehäuse (2; 58, 54, 56) vorgesehen sind, gekennzeichnet durch ein einheitliches Steckerelement (10), das an dem Gehäuse (2; 58, 54, 56) vorgesehen
ist und HV-Steckkontaktelemente (20) für den Leistungsstrom, die elektrisch an die
HV-Schnittstelle angeschlossen sind und LV-Steckkontaktelemente (18) für die Steuersignale,
die elektrisch an die LV-Schnittstellen angeschlossen sind, aufweist.
2. Elektrische Heizvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckerelement (10) ein Steckergehäuse (12) aufweist, das fest mit dem Gehäuse
(2) verbunden ist.
3. Elektrische Heizvorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (12) zumindest zwei Flanschabschnitte (40, 42) ausbildet, die
zwischen sich Wandabschnitte (38) eines Steuergehäuses (2) des Steuerteils (52) aufnehmen.
4. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckerelement (10) eine HV-Steckeraufnahme (16) ausbildet, die die HV-Steckkontaktelemente
(20) umfänglich umgibt und Führungsflächen für einen Leistungsstecker ausbildet, dass
das Steckerelement (10) eine LV-Steckaufnahme (14) ausbildet, die die LV-Steckkontaktelemente
(18) umfänglich umgibt und Führungsflächen für einen Steuerstecker ausbildet, und
dass die Führungsflächen für den Leistungsstecker eine Steckrichtung vorgeben, die
um zumindest 80° von der durch die Führungsflächen für den Steuerstecker vorgegebene
Steckrichtung versetzt ist.
5. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsflächen für den Leistungsstecker und die Führungsflächen für den Steuerstecker
Steckrichtungen vorgeben, die im Wesentlichen parallel zu einer von dem Steckerelement
(10) durchragten Wand (38) eines Steuergehäuses (2) des Steuerteils (52) verlaufen.
6. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckrichtungen um etwa 180° versetzt sind.
7. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (12) eine Anlagefläche (30) ausbildet, an der eine Leiterplatte
(4) des Steuerteils (52) anliegt und die von Kontaktzungen (26, 28) überragt ist,
die mit den HV- und LV-Steckkontaktelementen (18; 20) elektrisch verbunden sind.
8. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (12) L-geformte Kontaktbleche (22; 24) in sich aufnimmt.
9. Elektrische Heizvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (12) durch Umspritzen eines das Steckergehäuse (12) ganz oder
teilweise ausbildenden Kunststoffmaterials um die Kontaktbleche (22; 24) mit den Kontaktblechen
(22; 24) verbunden ist.
10. Elektrische Heizvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (12) einteilig ausgebildet ist.