[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Schichtanordnung für ein
Sicherheitsdokument und ein Sicherheitsdokument.
Hintergrund
[0002] Es sind Sicherheitsdokumente bekannt, bei denen Schichtanordnungen zum Einsatz kommen,
wobei in der Schichtanordnung mehrere Schichten aus Kunststoffmaterial übereinander
gestapelt sind, zum Beispiel mittels Laminieren von mehreren Schichten aus dem gleichen
oder verschiedenen Kunststofffolien. Solche Sicherheitsdokumente werden beispielsweise
in Form einer Karte hergestellt, zum Beispiel Plastikkarte. Ein Beispiel sind sogenannten
Chipkarten oder Smartcards, bei denen in die Plastikkarte ein Chip integriert ist.
[0003] Aus dem Dokument
EP 2 307 614 B1 ist ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitselements mit beidseitig aufgebrachter
Beschichtung bekannt. Bei dem Sicherheitsdokument handelt es sich beispielsweise um
eine Banknote, ein Wertpapier oder eine Karte. Beim Herstellen des Sicherheitselements
wird in einem Substrat eine Öffnung hergestellt, die einseitig mit einer zumindest
teilweisen lichtdurchlässigen Folie verschlossen wird.
[0004] Im Dokument
DE 10 2014 000 133 B4 ist ein Verfahren zum Bearbeiten eines ebenen, zumindest einlagigen Substrats offenbart.
Eine Fensteröffnung im Substrat dient zum Aufnehmen elektronischer Bauteile, eines
Chips oder dergleichen. Das Substrat kann als mehrlagiges Kunststoffsubstrat ausgebildet
sein.
[0005] Im Dokument
WO 98 / 50883 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Kunststoffkarte mit einem Schichtaufbau beschrieben.
In den Schichtaufbau werden eine Flachspule und ein mit ihr verbundener Chip eingebettet.
[0006] Das Dokument
EP 1 719 637 A2 beschreibt ein Sicherheitsdokument mit einem transparenten Fenster, in welches ein
ultraviolettes Licht blockierender Stoff eingebracht ist. Innerhalb des transparenten
Fensterbereichs werden auf jeweils gegenüberliegenden Seiten des ultraviolettes Licht
blockierenden Stoffs unsichtbare ultraviolett fluoreszierende Tintenmuster gedruckt.
Wenn entweder die Vorderseite oder die Rückseite des Sicherheitsdokuments mit ultraviolettem
Licht bestrahlt wird, wird nur das an dieser Seite innerhalb des transparenten Fensterbereichs
gedruckte Muster sichtbar. Wenn die Vorderseite und die Rückseite gleichzeitig mit
ultraviolettem Licht bestrahlt werden, werden die auf beiden Seiten des ultraviolettes
Licht blockierenden Stoffs innerhalb des transparenten Fensterbereichs gedruckten
Muster gleichzeitig sichtbar.
[0007] Aus dem Dokument
DE 10 2012 209 665 A1 ist ein Verfahren zum Individualisieren eines Sicherheitsdokuments bekannt, bei dem
ein Dokumentenrohling, der einen Laminationskörper umfasst, und eine digitale Druckeinrichtung
bereitgestellt werden. Mindestens eine Außenfläche des Laminationskörpers wird mittels
der digitalen Druckeinrichtung mittels mindestens einer Zubereitung zum Einbringen
von Individualisierungsinformationen in den Laminationskörper bedruckt. Hierbei wird
der Dokumentenrohling mit einem Laminationskörper bereitgestellt, der zumindest in
einem Individualisierungsbereich in einer an die mindestens eine Außenfläche angrenzenden
äußeren Materialschicht eine Vielzahl die äußere Materialschicht bis zu einer Informationsschicht
durchdringende Perforationsöffnungen aufweist. Die Individualisierungsinformationen
werden so auf die Außenfläche aufgedruckt, dass zumindest ein Teil der Individualisierungsinformationen
durch die Perforationsöffnungen hindurch auf die Informationsschicht gedruckt wird.
[0008] Im Dokument
EP 2 559 563 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen eines Sicherheitsdokumentes offenbart. Es werden
transparente externe Schichten und mindestens eine halbtransparente interne Schicht
mit einer Durchsichtsfläche, die transparenter ist als der größte Rest des Dokumentes,
bereitgestellt. Die Schichten werden laminiert, um das Sicherheitsdokument zu bilden
und, vor und/oder nach dem Laminieren der Schichten, werden personalisierte Daten
und ein Durchsichtssicherheitsmerkmal in der Durchsichtsfläche auf das Dokument aufgebracht.
Das Durchsichtsmerkmal umfasst ein erstes Teilbild, das auf eine Seite der mindestens
einen halbtransparenten internen Schicht aufgebracht ist, und ein zweites Teilbild,
das auf die andere Seite der mindestens einen halbtransparenten internen Schicht aufgebracht
ist. Das erste und zweite Teilbild bilden ein vollständiges Bild, wenn es im Durchlicht
betrachtet wird. Vor dem Aufbringen des Durchsichtssicherheitsmerkmals werden personalisierte
Daten für das Sicherheitsdokument und das vollständige Bild für das Durchsichtssicherheitsmerkmal
erhalten. Das vollständige Bild wird, unter Verwendung einer Funktion, die einen Wert
hat, welcher von mindestens einem Teil der personalisierten Daten für das Sicherheitsdokument
abhängt, in das erste Teilbild und in das zweite Teilbild geteilt.
[0009] Das Dokument
US 2015/0360500 A1 offenbart ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0010] Eine Übersicht über verschiedene Druckverfahren findet sich im Vortrag Drucken oder
Beschichten: Organic Electronics Saxony - Workshop (U. Herzau-Gerhardt, 20.03.2013,
http://www.oes-net.de/uploads/media/Vortrag_HTWK_Herzau-Gerhardt.pdf).
Zusammenfassung
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, verbesserte Technologien zum Herstellen einer Schichtanordnung
für ein Sicherheitsdokument und ein Sicherheitsdokument anzugeben, mit denen auf auch
für die Massenfertigung geeignete Art und Weise effizient eine Individualisierung
des Sicherheitsdokuments bereitgestellt werden kann, beispielweise zum Personalisieren.
[0012] Zur Lösung sind ein Verfahren zum Herstellen einer Schichtanordnung für ein Sicherheitsdokument
sowie ein Sicherheitsdokument nach den unabhängigen Ansprüchen 1 und 13 geschaffen.
Alternative Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0013] Bei dem Sicherheitsdokument kann es sich beispielsweise um einen Ausweis oder anderes
Identitätsdokument handeln, zum Beispiel eine Plastik- oder Kunststoffkarte. Alternativ
kann die Schichtanordnung in ein Ausweis- oder Sicherheitsdokument anderer Art integriert
sein.
[0014] Mit dem innenliegenden Druckbild ist ein in die Schichtanordnung eingebettetes Druckbild
bereitgestellt, welches in die Schichtanordnung mit dem Stapel von Schichten aus Kunststoffmaterial
integriert und von außen einsehbar ist, zum Beispiel durch mit dem Druckbild überlappende
Klarsichtfolienabschnitte der Schichten.
[0015] Die Schichten im flachen Stapel des Halbzeugs können aus einem oder mehreren verschiedenen
Kunststoffmaterialien bestehen. Es kann vorgesehen sein, das eine oder mehrere Schichten
aus einer Kunststofffolie gebildet sind.
[0016] Der Stapel von Schichten des Halbzeugs kann als Stapel übereinanderliegender Schichten
ausgeführt sein, die gegen eine Relativbewegung zueinander gesichert sind, insbesondere
ein Verrutschen, zum Beispiel mittels Heften und / oder Klammern.
[0017] Ein Teil der Schichten oder alle Schichten des Stapels des Halbzeugs können laminiert
sein. Die Lamination erfolgt beispielsweise in einem bei der Herstellung von Sicherheitsdokumenten
bekannten Heißpressverfahren, bei dem thermoplastische Kunststoffe unter erhöhten
Temperaturen zusammengepresst werden, so dass ein Monoblock gebildet wird. Das Fügen
der gestapelten Schichten kann aber auch mittels Einsatz von Klebstoff und / oder
mittels Kunststoffschweißen erfolgen.
[0018] Die Ausnehmung kann zumindest teilweise als Durchbruch in der außenliegenden Schicht
hergestellt sein, wobei das Druckbild dann auf eine darunterliegende Schicht gedruckt
werden kann. Das Druckbild kann ganz oder teilweise auf die darunterliegende Schicht
gedruckt sein. Das Druckbild kann teilweise auf die darunterliegende Schicht und teilweise
auf die außenliegende Schicht im Bereich der Ausnehmung gedruckt sein. Der Durchbruch
kann sich durch mehrere Schichten hindurch erstrecken.
[0019] Die Ausnehmung kann zumindest teilweise als Vertiefung in der außenliegenden Schicht
hergestellt sein, wobei das Druckbild im Bereich der Vertiefung gedruckt werden kann.
Das Druckbild kann teilweise oder vollständig in der Vertiefung der außenliegenden
Schicht mittels Drucken hergestellt werden. Im Unterschied zum Durchbruch ist die
außenliegende Schicht beim Herstellen der Vertiefung nicht durchgehend entfernt.
[0020] Die Ausnehmung kann mittels mechanischer Bearbeitung in der außenliegenden Schicht
hergestellt werden. Eine mechanische Bearbeitung kann beispielsweise mittels Fräsen,
Hobeln und / oder Gravieren ausgeführt werden. Alternativ oder ergänzend kann ein
Stempeln mit einer Gravur zum Herstellen der Ausnehmung verwendet werden.
[0021] Die Ausnehmung kann mittels Laserbearbeitung in der außenliegenden Schicht hergestellt
werden. Die Laserbearbeitung kann mit der mechanischen Bearbeitung zum Herstellen
der Ausnehmung kombiniertwerden.
[0022] Das Druckbild ist einen die Ausnehmung umgebenden Ausnehmungsrand zumindest abschnittsweise
erfassend gedruckt. Das zum Herstellen des Druckbilds genutzte Material, beispielsweise
eine Drucktinte, wird teilweise auch auf den die Ausnehmung umgebenden Ausnehmungsrand
gedruckt. Hierdurch kann in einer Ausgestaltung eine mittels einer optischen Ausleseeinrichtung
und / oder mit bloßem Auge erkennbare Bildstörstelle im Druckbild hergestellt werden.
[0023] Der die Ausnehmung umgebende Ausnehmungsrand kann zumindest abschnittsweise mit Wandschrägen
hergestellt werden.
[0024] Das Druckbild kann mit einer Druckschichtdicke hergestellt werden, die geringer als
eine Höhe der Ausnehmung ist. Die Schichtdickte des Druckbilds kann im Wesentlichen
gleich der Höhe der Ausnehmung sein. In einer alternativen Ausgestaltung ist die Druckschichtdicke
höher als die Höhe der Ausnehmung. Bei diesen oder anderen Ausführungsformen kann
das Druckbild die Fläche der Ausnehmung ganz oder teilweise überdecken.
[0025] Der die Ausnehmung umgebende Ausnehmungsrand ist zumindest abschnittsweise einer
äußeren Druckbildkontur folgend hergestellt. Der Ausnehmungsrand folgt hinsichtlich
seines Verlaufes hierbei wenigstens teilweise der äußeren Kontur des Druckbilds, wobei
der äußere Rand des Druckbilds und der Ausnehmungsrand aneinanderstoßen können. Alternativ
können die beiden Ränder voneinander beabstandet sein.
[0026] Das Druckbild kann mit ein Sicherheitsdokument individualisierenden Bildstörstellen
hergestellt werden. Die Bildstörstellen können mit Hilfe einer optischen Leseeinrichtung
auswertbar sein, beispielsweise mit Hilfe einer Kamera und einer nachgelagerten digitalen
Bildanalyse. Es kann vorgesehen sein, dass die das Sicherheitsdokument individualisierenden
Bildstörstellen mit bloßem Auge sichtbar sind. Die Bildstörstellen können Personen
identifizierend sein, beispielsweise dadurch, dass beim Auslesen mit Hilfe einer optischen
Ausleseeinrichtung die hierbei bestimmten Bildstörstellen einem personenbezogenen
Datensatz zugeordnet werden können. Die Bildstörstellen können sich bei den verschiedenen
Ausführungen über einen Teilbereich des Druckbilds oder über das gesamte Druckbild
erstrecken.
[0027] Im Bereich der Ausnehmung können in der Schichtanordnung das Sicherheitsdokument
individualisierende Störstellen hergestellt werden, die den Bildstörstellen zugeordnet
sind. Die Störstellen im Bereich der Ausnehmung können mittels mechanischer Bearbeitung
und / oder Laserbearbeitung hergestellt werden. Beispielsweise können die Störstellen
als oberflächenseitige Vertiefungen im Bereich der Ausnehmung hergestellt werden.
Auf diese Weise können in einer Ausgestaltung zugeordnete Bildstörstellen entstehen,
wenn das Druckbild aufgedruckt wird, beispielsweise dadurch, dass die Störstellen
in der außenliegenden Schicht und / oder einer darunterliegenden Schicht der Schichtanordnung
zu einem anderen Verlaufen des aufgedruckten Druckmaterials führen als außerhalb der
Störstellen. Bei dieser Ausgestaltung können die Bildstörstellen automatisch aufgrund
der vorher hergestellten Stör- oder Fehlstellen im Bereich der Ausnehmung in dem Schichtmaterial
entstehen. Die den Störstellen zugeordneten Bildstörstellen können hinsichtlich ihres
Verlaufs und / oder ihrer Formgebung den Störstellen entsprechend ausgebildet sein.
Die Störstellen können auf einer Oberfläche der außenliegenden Schicht und / oder
auf der Oberfläche einer darunterliegenden Schicht hergestellt sein. Die Schicht der
Schichtanordnung, in welcher die Störstellen hergestellt werden, kann aus einem opaken
Schichtmaterial bestehen.
[0028] In die Schichtanordnung kann ein elektronisches Speichermedium eingelagert werden,
und in dem elektronischen Speichermedium können auslesbare elektronische Daten gespeichert
werden, die Informationen über die Bildstörstellen und / oder die Störstellen anzeigen.
Die elektronischen Daten können zum Beispiel maschinell und / oder mit bloßem Auge
auslesbare Eigenschaften der Störstellen und / oder der Bildstörstellen angeben, zum
Beispiel einen Verlauf. Ist die Schichtanordnung in ein Sicherheitsdokument integriert,
können beim Auslesen des Sicherheitsdokuments die elektronischen Daten aus dem Speichermedium
ausgelesen werden, beispielsweise aus dem Chip einer Chipkarte. Des Weiteren kann
das Druckbild optisch ausgelesen werden, worauf die Bildstörstellen bestimmt werden.
Im Anschluss können die ausgelesenen elektronischen Daten und die bestimmten Bildstörstellen
verglichen werden, um so eine Prüfung des Sicherheitsdokuments durchzuführen. Alternativ
zum Einbringen des Speichermediums beim Herstellen der Schichtanordnung kann vorgesehen
sein, dass elektrische Speichermedium beim weiteren Prozessieren der Schichtanordnung
zum Herstellen eines Sicherheitsdokuments einzubringen. Das Speichern der elektronischen
Daten kann beispielsweise im Rahmen einer Personalisierung des Sicherheitsdokuments
vorgenommen werden.
[0029] Das Verfahren kann die folgenden Schritte vorsehen: Erzeugen von elektronischen Bearbeitungsdaten
mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung, wobei hierbei personenbezogene und /
oder nicht personenbezogene Daten verarbeitet und eine das Sicherheitsdokument individualisierende
Anordnung der Störstellen bestimmt werden; Übertragen der elektronischen Bearbeitungsdaten
an die Bearbeitungseinrichtung; und Herstellen der Störstellen gemäß der das Sicherheitsdokument
individualisierenden Anordnung mittels der Bearbeitungseinrichtung. Beim Erzeugen
der elektronischen Bearbeitungsdaten kann mittels Bestimmen der Anordnung der Störstellen
eine Kodierung der personenbezogenen und / oder der nicht personenbezogenen Daten
ausgeführt werden, indem in Abhängigkeit von diesen Daten die das Sicherheitsdokument
individualisierende Anordnung der Störstellen bestimmt wird. Die personenbezogenen
und / oder die nicht personenbezogenen Daten können so in eine individualisierende
Anordnung von Störstellen umgesetzt werden. Diese Anordnung wird sodann mittels der
Bearbeitungseinrichtung in der Schichtanordnung hergestellt. Die Störstellen können
beim Aufbringen des Druckbilds zu zugeordneten Bildstörstellen führen. Hierdurch kann
die individualisierende Anordnung der Störstellen in eine zugeordnete Anordnung von
Bildstörstellen umgesetzt werden. Es können ergänzende Bildstörstellen vorgesehen
sein, die nicht in Bezug zu einer zugeordneten Störstelle stehen. Derartige zusätzliche
Bildstörstellen können im Rahmen des Aufdruckens des Druckbilds hergestellt werden.
Die elektronischen Bearbeitungsdaten und/oder hieraus gewonnene elektronische Daten
können in dem Speichermedium hinterlegt werden.
[0030] Das Verfahren kann alternativ oder ergänzend die folgenden Schritte vorsehen: Erzeugen
von elektronischen Druckdaten mittels der Datenverarbeitungseinrichtung, wobei hierbei
die personenbezogenen und / oder die nicht personenbezogenen Daten verarbeitet und
eine das Sicherheitsdokument individualisierende Ausbildung der Bildstörstellen bestimmt
werden; Übertragen der elektronischen Druckdaten an die Druckeinrichtung; und Herstellen
der Bildstörstellen gemäß der das Sicherheitsdokument individualisierenden Anordnung
beim Drucken mittels der Bearbeitungseinrichtung. Die personenbezogenen und / oder
die nicht personenbezogenen Daten bestimmen die das Sicherheitsdokument individualisierende
Ausbildung der Bildstörstellen, so dass die Daten kodiert werden in eine Anordnung
und Ausprägung der Bildstörstellen. Bildstörstellen können zum Beispiel mittels eines
höheren oder eines geringeren Druckmaterialaustrags, geänderter Farbe und /oder der
Verwendung unterschiedlicher Druckmuster im Bereich der Störstellen beim Aufbringen
des Druckbilds hergestellt werden. Dieses kann dem Überlappungsbereich mit den und
/ oder Bereiche außerhalb der zuvor hergestellten Störstellen betreffen.
[0031] Die gemäß den alternativen Ausgestaltungen hergestellte Schichtanordnung kann einer
weiteren Prozessesierung zugeführt werden, um ein Sicherheitsdokument herzustellen,
beispielswiese eine Plastik- oder Kunststoffkarte, sei es mit oder ohne Chip. Technologien
zum Integrieren der Schichtanordnung in eine solche Karte oder ein anderes Sicherheitsdokument
sind als solche in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Die Schichtanordnung kann
hierbei beispielweise auf der Vorder- und / oder der Rückseite um eine oder mehrere
weitere Schichten ergänzt werden, beispielsweise mittels Auflaminieren von Kunststoffmaterialschichten.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0032] Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf Figuren einer
Zeichnung erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung zum Herstellen eines Schichtaufbaus mit einem Druckbild
für eine Kunststoffkarte;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung für ein alternatives Verfahren zum Herstellen eines
Schichtaufbaus mit einem Druckbild für eine Kunststoffkarte;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung für ein weiteres alternatives Verfahren zum Herstellen
eines Schichtaufbaus mit einem Druckbild für eine Kunststoffkarte;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Kunststoffkarte, bei der in einem Kartenkörper,
der als Schichtaufbau gebildet ist, ein Sichtfenster vorgesehen ist;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Kunststoffkarte, bei der in einem Kartenkörper,
der als Schichtaufbau gebildet ist, ein Sichtfenster vorgesehen ist, wobei hierin
ein Druckbild von einem Rand umgeben ist, welcher einer äußeren Kontur des Druckbilds
folgend ausgebildet;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren Kunststoffkarte, bei der im Bereich des
Druckbilds Bildfehlstellen einer Kontur folgend ausgebildet sind;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Anordnung mit Teilen einer Vorrichtung zum Herstellen
einer Kunststoffkarte und
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Kunststoffkarte, die zusätzlich zu dem innenliegenden
Druckbild einen Chip aufweist.
[0033] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung für ein Verfahren zum Herstellen eines
Schichtaufbaus 1 mit einem Druckbild 2 für ein Sicherheitsdokument, beispielweise
eine Kunststoffkarte. Der Schichtaufbau wird bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
in einer einfachen Ausgestaltung mit Schichten 3, 4 bereitgestellt. Hierbei handelt
es sich um Schichten, die jeweils aus einem Kunststoffmaterial bestehen. Der Schichtaufbau
1 kann als vereinzelter Bogen oder als Endlosmaterial von der Rolle für die weitere
Bearbeitung bereitgestellt werden. Im Rahmen der weiteren Verarbeitung wird in der
Schicht 3 eine Ausnehmung 5 hergestellt, indem die Schicht 3 im Bereich der Ausnehmung
5 entfernt wird. Zum Herstellen der Ausnehmung 5 können mechanische oder nicht mechanische
Verfahren genutzt werden, insbesondere Mikrofräsen, Mikrohobeln, Mikrogravieren und
/ oder Laserbearbeiten. Insbesondere beim Nutzen der mechanischen Bearbeitungsverfahren
wie Mikrofräsen oder Mikrohobeln können Seitenwände 6, 7 der Ausnehmung 5 als schräge
Wandabschnitte ausgebildet werden, was in Fig. 1 gezeigt ist. Alternativ können die
Seitenwände 6, 7 im Wesentlichen aufrecht stehend auf der Schicht 4 ausgebildet sein.
[0034] Nachfolgend wird im Bereich der Ausnehmung 5 auf der Schicht 4 ein Druckbild 2 mittels
eines Druckverfahrens aufgetragen. Zum Beispiel kann ein Inkjet-Druckverfahren genutzt
werden. Auf diese Weise wird in der Ausnehmung 5 ein einliegendes Druckbild erzeugt.
Die Höhe des aufgetragenen Druckmaterials (Tinte) kann geringer als 20 µm sein. Die
Höhe des Druckbilds 2 kann geringer oder etwa gleich der Schichtdicke der Schicht
3 sein. In einer Ausführungsform handelt es sich bei der Schicht 3 um eine opake Schicht.
Die Schicht 4 kann als transparente oder opake Schicht ausgebildet sein, wobei bei
transparenter Ausbildung das Druckbild 2 durch die Schicht 4 hindurch einsehbar ist.
[0035] Das Druckbild 2 kann die Ausnehmung 5 in ihrer gesamten Breite oder in Teilen erfassen,
was in Fig. 1 gezeigt ist, wo das Druckbild 2 von einem Rand 8 umgeben ist, einem
Bereich der Ausnehmung 5, der nicht bedruckt ist.
[0036] Der so hergestellte Schichtaufbau 1 kann dann dem weiteren Prozessieren zum Herstellen
einer Kunststoffkarte zugeführt werden. Hierbei wird auf die Deckseite 9 des Schichtaufbaus
1 wenigstens eine weitere Schicht auflaminiert, sodass das Druckbild 2 überdeckt ist.
Weitere Laminierschritte können vorgesehen sein, um schließlich die Kunststoffkarte
mit einem integrierten oder innenliegendem Druckbild herzustellen, welches von einer
oder beiden Seiten der Kunststoffkarte durch transparente Schichten hindurch einsehbar
ist.
[0037] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines alternativen Verfahrens zum Herstellen
eines Schichtaufbaus für eine Kunststoffkarte. Für gleiche Merkmale werden in Fig.
2 dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 1 verwendet.
[0038] Während oder nach dem Herstellen der Ausnehmung 5 werden bei dem Verfahren nach Fig.
2 im Bereich der Ausnehmung 5 auf einer Oberfläche 10 der Schicht 4 Sollfehl- oder
Sollstörstellen 11, 12 erzeugt, die bei der dargestellten Ausführungsform als Vertiefungen
ausgebildet sind, die zum Beispiel V-Form im Querschnitt aufweisen können. Die Sollstörstellen
11, 12 können mittels mechanischer Bearbeitung, insbesondere mittels Mikrofräsen und
/ oder Mikrohobeln hergestellt werden. Alternativ oder ergänzend können ein Mikrogravieren
und / oder eine Laserbearbeitung genutzt werden. Die verschiedenen Bearbeitungsverfahren
können miteinander kombiniert werden.
[0039] Beim anschließenden Auftragen des Druckbilds 2 entstehen im Bereich der Sollstörstellen
11, 12 Bildfehl- oder Bildstörstellen 13, 14 des Druckbilds 2. Zum Beispiel kann sich
beim Bedrucken die aufgebrachte Farbe im Bereich Sollstörstellen 11, 12 mit höherer
Schichtdicke sammeln, was zum einer Schattenkontur innerhalb des Druckbilds führen
kann. Auf diese Weise wird das Druckbild 2 gezielt mit zusätzlichen fälschungssicheren
Merkmalen versehen, die mit bloßem Auge sichtbar sein können. Alternativ oder ergänzend
kann eine Auswertung des Druckbilds 2 mittels optischer Messung vorgesehen sein.
[0040] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung für ein weiteres alternatives Verfahren
eines Schichtaufbaus 1 für eine Kunststoffkarte. Für gleiche Merkmale werden in Fig.
3 dieselben Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2 verwendet.
[0041] Im Unterschied zu dem Verfahren aus Fig. 2 werden bei der Ausgestaltung in Fig. 3
die Sollstörstellen 11, 12 in der Schicht 4 hergestellt, ohne dass vorher die Ausnehmung
5 (vgl. Fig. 1 und 2) hergestellt wird. Den Bereich der Sollstörstellen 11, 12 überstreichend
wird das Druckbild 2 auf der Schicht 4 aufgebracht, sodass die Bildstörstellen 13,
14 im Druckbild 2 entstehen. Das Druckbild 2 kann beispielsweise als Druckraster aufgedruckt
werden. Die Bildstörstellen 13, 14 im Druckbild 2 können hierbei insbesondere dadurch
entstehen, dass die Tinte aufgedruckter Rasterpunkte im Bereich von Seitenwände 15,
16 der Sollstörstellen 11, 12 aufgrund der schrägen Ausbildung verläuft, im Unterscheid
zu der Tinte von Rasterpunkten auf der horizontalen Oberfläche der Schicht 4.
[0042] Der Schichtaufbau 1 kann bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 dann dem weiteren
Prozessieren der Kunststoffkarte zugeführt werden, um ein oder mehrere Schichten aufzulaminieren,
wodurch eine Kunststoffkarte mit integriertem oder innenliegendem Druckbild hergestellt
wird. Für den weiteren Herstellungsprozess sind als solche verschiedene Verfahrensgestaltungen
bekannt, weshalb diese hier nicht weiter zu erläutern sind. Es können ein oder mehrere
transparente Schichten aus Kunststoffmaterial auflaminiert werden, durch welche hindurch
das Druckbild 2 einsehbar ist. Es können ein oder mehrere opake Schichten integriert
werden, durch die hindurch ein dahinter liegendes Bild nicht einsehbar ist, wobei
dann in die opake Schicht gegebenenfalls eine Ausnehmung als Fenster einzuarbeiten
ist, um die Einsehbarkeit des Druckbilds 2 zu ermöglichen. Verschiedene Schichtaufbauten
mit transparenten und opaken Schichten können vorgesehen sein, wobei das innenliegende
Druckbild 2 von wenigstens einer Flachseite der Kunststoffkarte durch eine oder mehrere
transparente Schichten hindurch einsehbar ist.
[0043] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Kunststoffkarte 40, bei der in einem
Kartenkörper 41, der als Schichtaufbau gebildet ist, ein Sichtfenster 42 vorgesehen
ist, in welchem das Druckbild 2 zu sehen ist. Das Druckbild 2 ist bei der gezeigten
Ausführungsform von dem Rand 43 umgeben. Der Rand 43 ist einer äußeren Kontur 44 des
Druckbilds 2 folgend ausgebildet, was Fig. 5 schematisch zeigt. Hierfür wurde die
Ausnehmung 5 beim Herstellen des Schichtaufbaus 1 entsprechend hergestellt.
[0044] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Kunststoffkarte 60, bei
der im Bereich des Druckbilds 2 die Bildstörstellen 61 ausgebildet sind.
[0045] Auf dem Sicherheitsdokument, insbesondere der Kunststoffkarte, kann ergänzend eine
Darstellung der Ausbildung der Bildstörstellen aufgedruckt sein, zum Beispiel in Form
einer Liniendarstellung für den Verlauf der Bildstörstellen oder als ein Referenzbild.
Auf diese Weise sind zum Beispiel beliebige Konturen oder Symbole als Störstellen
in das Druckbild einarbeitbar, die zum Vergleich auf der Kunststoffkarte dargestellt
sind, was eine Echtheitsprüfung auf einfache und effiziente Art und Weise unterstützt.
Fig. 6 zeigt dies beispielhaft für die Bildstörstellen 61 bei der weiteren Kunststoffkarte
60 (vgl. Karte unten links).
[0046] Für das Herstellen des Schichtaufbaus 1 in seinen verschiedenen Ausgestaltungen für
das nachfolgende weitere Prozessieren zum Herstellen der Kunststoffkarte kann eine
Vorrichtung vorgesehen sein, für die Vorrichtungsteile in Fig. 7 schematisch dargestellt
sind. Bei der Vorrichtung in Fig. 7 stellt ein Raster-Bildprozessor 70 aufbereitete
digitale Daten bereit, die Steuerdaten sowohl für ein Drucksystem 71 zum Drucken des
Druckbilds 2 wie auch Bearbeitungssysteme 72, 73 umfassen, die dazu dienen, beim Herstellen
des Schichtaufbaus 1 die Ausnehmung 5 und / oder die Sollstörstellen 11, 12 herzustellen,
insbesondere mittels Laserbearbeitung und / oder mechanischer Bearbeitung. Der Raster-Bildprozessor
70 wird auch als Pixelflächenrechner bezeichnet. Üblicherweise dient der Raster-Bildprozessor
70 dazu, Daten aus der Druckvorstufe für einen Belichter oder einen Drucker aufzubereiten,
sodass dieser das mittels einer Layout-Seite bestimmte Druckbild 2 herstellen kann.
Hierbei empfängt der Raster-Bildprozessor 70 für den Druck bestimmte Daten, die mithilfe
einer Seitenbeschreibungssprache wie Postscript abgespeichert wurden, und positioniert
alle dargelegten Bestandteile erneut, um sie dann in ein Rasternetz von Rasterpunkten
zu überführen. Es kann hierbei eine belichtungsfähige Bitmap erstellt werden. Die
so im Raster-Bildprozessor 70 erzeugten Daten können als Rasterdaten über eine Datenbanken
74a dem Drucksystem 71 zugeführt werden, welches beim Herstellen des Schichtaufbaus
1 das Druckbild 2 erzeugt.
[0047] Zusätzlich werden die von dem Raster-Bildprozessor 70 bereitgestellten Rasterdaten
als Bearbeitungsdaten über eine weitere Datenbank 74b in einer jeweiligen Steuereinrichtung
75, 76 für die Bearbeitungseinrichtungen 72, 73 verarbeitet und in entsprechende Steuersignale
umgewandelt. Dieses erfolgt mittels Bereitstellen und Übergeben eines oder mehrerer
Datenfiles. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die Bearbeitungsvorrichtungen 72, 73
einer mechanischen Bearbeitung (Fräsen, Hobeln) und / oder einer Laserbearbeitung
dienen. Aufgrund der Verarbeitung der Rasterdaten sowohl für die Steuerung des Drucksystems
71 wie auch die Steuerung der Bearbeitungsvorrichtung 72, 73 kann beim Herstellen
des Schichtaufbaus 1 eine höchste Präzision beim Herstellen der Ausnehmung 5 und /
oder der Sollstörstellen 11, 12 einerseits und dem nachträglichen Aufbringen des Druckbilds
2 in deren Bereich anderseits gewährleistet werden.
[0048] Die von dem Raster-Bildprozessor 70 bereitgestellten Rasterdaten können zum Erzeugen
der Rasterdaten 74a und der Bearbeitungsdaten 74b mit unterschiedlicher Auflösung
verarbeitet werden. Die Bearbeitungsdaten 74b können für die Bearbeitungssystem 72,
73 in einem jeweils angepasstem Format bereitgestellt werden, zum Beispiel in einer
"CNC-Sprache", die von den mechanischen Bearbeitungseinrichtungen (Fräsen, Hobeln)
verarbeitbar ist. Für eine Laserbearbeitung können Rasterdaten für den Laser ("Punktgröße,
Intensität") an sich sowie Koordinaten für ein Spiegelsystem des Lasers bereitgestellt
werden.
[0049] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer Kunststoffkarte 80, die zusätzlich
zu dem innenliegenden Druckbild 2 einen Chip 81 aufweist. Dem Aufbau einer üblichen
Chipkarte entsprechend kann der Chip 81 beim Herstellen der Kunststoffkarte 80 mit
elektronischen Daten beschrieben werden, die von einem geeignetem Lesegerät, wie dieses
in verschiedenen Ausgestaltungen als solches bekannt ist, ausgelesen werden können.
Der Eintrag derartiger elektronischer Daten in den Chip 81 kann im Rahmen einer Personalisierung
erfolgen. Es kann vorgesehen sein, dass die elektronischen Daten, die auf dem Chip
81 gespeichert werden, Fehlstellen-Daten umfassen, die Informationen betreffend die
Sollstörstellen 11, 12 und / oder die Bildstörstellen 13, 14 im Druckbild 2 anzeigen.
Beispielsweise kann die Kontur (Linienform und / oder Bildkontur) durch die Fehlstellen-Daten
angezeigt werden.
[0050] Im Rahmen einer Echtheitsprüfung für die Kunststoffkarte 80 können die Fehl- oder
Störstellen-Daten mithilfe des Kartenlesegeräts ausgelesen und dem Nutzer des Kartenlesegeräts
über eine Anzeige angezeigt werden, sodass der Nutzer die angezeigten Informationen
mit dem mit bloßen Auge sichtbaren Bildstörstellen der Chipkarte 80 vergleichen kann.
Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das innenliegende Druckbild 2
mit den Bildstörstellen mithilfe einer Scaneinrichtung eingescannt wird und in dem
Scanbild die Bildstörstellen bestimmt werden, um diese mit dem im Chip 81 gespeicherten
Störstellen-Daten zu vergleichen. Dieses kann mithilfe eines Prüfgeräts ausgeführt
werden, welches die Scaneinrichtung und das Kartenlesegerät, zum Beispiel ein Chipkarten-Lesegerät,
als getrennte oder integrierte Funktionseinheiten aufweist. In Abhängigkeit vom Ergebnis
des Vergleichs kann dem Nutzer mittels optischer und / oder akustischer Ausgabe das
Ergebnis der Echtheitsprüfung mitgeteilt werden. Prüfvorrichtungen, die eingerichtet
sind, Kunststoffkarten mit Chip zu scannen und elektronische Daten von den Chip der
Kunststoffkarte auszulesen, sind als solche in verschiedenen Ausführungsformen bekannt,
beispielsweise als Prüfterminal.
[0051] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie der Zeichnung offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein, insofern die Ausführungen unterhalb
der Ansprüche fallen.
Bezugszichenliste
[0052]
- 1
- Schichtaufbau
- 2
- Druckbild
- 3,4
- Schichten
- 5
- Ausnehmung
- 6, 7
- Seitenwände
- 8
- Druckbild 2 umgebender Rand
- 9
- Deckseite
- 10
- Oberfläche
- 11, 12
- Sollstörstellen in Schicht
- 13, 14
- Bildstörstellen
- 15, 16
- Seitenwände
- 40
- Kunststoffkarte
- 41
- Kartenkörper
- 42
- Sichtfenster
- 43
- Rand
- 44
- äußere Kontur
- 60
- weitere Kunststoffkarte
- 61
- Bildstörstellen
- 70
- Raster-Bildprozessor
- 71
- Drucksystem
- 72, 73
- Bearbeitungssysteme
- 74a
- Datenbank
- 74b
- weitere Datenbank
- 75,76
- jeweilige Steuereinrichtung
- 80
- Chipkarte
- 81
- Chip
1. Verfahren zum Herstellen einer Schichtanordnung für ein Sicherheitsdokument, mit folgenden
Schritten:
- Bereitstellen eines Halbzeugs mit einer Schichtanordnung (1) mit einem Stapel von
Schichten aus Kunststoffmaterial;
- Herstellen einer Ausnehmung (5) in einer außenliegenden Schicht der Schichtanordnung
(1) mit Hilfe einer Bearbeitungseinrichtung;
- Drucken eines Druckbilds (2) im Bereich der Ausnehmung (5) mittels einer Druckeinrichtung,
gekennzeichnet durch den weiteren folgenden Schritt:
- Herstellen eines innenliegenden Druckbilds, wobei hierbei eine weitere Schicht aus
Kunststoffmaterial auf die außenliegende Schicht aufgebracht wird, derart, dass zumindest
die Ausnehmung (5) mit dem Druckbild (2) von der weiteren Schicht überdeckt wird,
und wobei das innenliegende Druckbild von einer Vorder- und / oder einer Rückseite
der Schichtanordnung (1) durch wenigstens eine der Schichten hindurch von außen einsehbar
ist,
wobei
- das Druckbild (2) einen die Ausnehmung umgebenden Ausnehmungsrand zumindest abschnittsweise
erfassend gedruckt wird; und
- der die Ausnehmung (5) umgebende Ausnehmungsrand zumindest abschnittsweise einer
äußeren Druckbildkontur folgend hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (5) zumindest teilweise als Durchbruch in der außenliegenden Schicht
hergestellt wird und das Druckbild (2) auf einer darunterliegenden Schicht gedruckt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (5) zumindest teilweise als Vertiefung in der außenliegenden Schicht
hergestellt wird und das Druckbild (2) im Bereich der Vertiefung gedruckt wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (5) mittels mechanischer Bearbeitung in der außenliegenden Schicht
hergestellt wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (5) mittels Laserbearbeitung in der außenliegenden Schicht hergestellt
wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Ausnehmung (5) umgebende Ausnehmungsrand zumindest abschnittsweise mit Wandschrägen
hergestellt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbild (2) mit einer Druckschichtdicke hergestellt wird, die geringer als
eine Höhe der Ausnehmung ist.
8. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckbild (2) mit ein Sicherheitsdokument individualisierenden Bildstörstellen
(13, 14) hergestellt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Ausnehmung in der Schichtanordnung das Sicherheitsdokument individualisierende
Störstellen (11, 12) hergestellt werden, die den Bildstörstellen (13, 14) zugeordnet
sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in die Schichtanordnung eine elektronisches Speichermedium (81) eingelagert wird
und in dem elektronischen Speichermedium auslesbare elektronische Daten gespeichert
werden, die Informationen über die Bildstörstellen (13, 14) und / oder die Störstellen
(11, 12) anzeigen.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- Erzeugen von elektronischen Bearbeitungsdaten mittels einer Datenverarbeitungseinrichtung,
wobei hierbei personenbezogene und / oder nicht personenbezogene Daten verarbeitet
und eine das Sicherheitsdokument individualisierende Anordnung der Störstellen (11,
12) bestimmt werden;
- Übertragen der elektronischen Bearbeitungsdaten an die Bearbeitungseinrichtung;
und
- Herstellen der Störstellen (11, 12) gemäß der das Sicherheitsdokument individualisierenden
Anordnung mittels der Bearbeitungseinrichtung.
12. Verfahren nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, soweit auf Anspruch 8
rückbezogen,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
- Erzeugen von elektronischen Druckdaten mittels der Datenverarbeitungseinrichtung,
wobei hierbei die personenbezogenen und / oder die nicht personenbezogenen Daten verarbeitet
und eine das Sicherheitsdokument individualisierende Ausbildung der Bildstörstellen
(13, 14) bestimmt werden;
- Übertragen der elektronischen Druckdaten an die Druckeinrichtung; und
- Herstellen der Bildstörstellen (13, 14) gemäß der das Sicherheitsdokument individualisierenden
Anordnung beim Drucken mittels der Bearbeitungseinrichtung.
13. Sicherheitsdokument, mit einer Schichtanordnung, die nach mindestens einem der vorangehenden
Ansprüche hergestellt ist und ein innenliegendes Druckbild aufweist, welches von einer
Vorder- und / oder einer Rückseite der Schichtanordnung durch wenigstens eine der
Schichten hindurch von außen einsehbar ist.
1. A method for producing a layer arrangement for a security document, having the following
steps:
- providing a semi-finished product with a layer arrangement (1) with a stack of layers
made from plastic material;
- producing a recess (5) in an external layer of the layer arrangement (1) with the
aid of a machining device;
- printing a printed image (2) in the region of the recess (5) by means of a printing
device,
characterized by the further following step:
- producing an internal printed image, wherein a further layer made from plastic material
is hereby applied onto the external layer in such a manner that at least the recess
(5) with the printed image (2) is covered by the further layer, and wherein the internal
printed image is visible from outside from a front and/or rear side of the layer arrangement
(1) through at least one of the layers,
wherein
- the printed image (2) is printed at least in certain regions encompassing a recess
edge surrounding the recess; and
- the recess edge surrounding the recess (5) is produced following an external printed
image contour at least in certain sections.
2. The method according to Claim 1, characterized in that the recess (5) is produced at least partially as an opening in the external layer
and the printed image (2) is printed on a layer lying therebelow.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterized in that the recess (5) is produced at least partially as a depression in the external layer
and the printed image (2) is printed in the region of the depression.
4. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the recess (5) is produced by means of mechanical machining in the external layer.
5. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the recess (5) is produced by means of laser machining in the external layer.
6. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the recess edge surrounding the recess (5) is produced with wall bevels at least
in certain sections.
7. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the printed image (2) is produced with a printed layer thickness which is smaller
than a height of the recess.
8. The method according to at least one of the preceding claims, characterized in that the printed image (2) is produced with image imperfections (13, 14) individualizing
a security document.
9. The method according to Claim 8, characterized in that imperfections (11, 12) individualizing the security document are produced in the
layer arrangement in the region of the recess, which imperfections are assigned to
the image imperfections (13, 14).
10. The method according to Claim 8 or 9, characterized in that an electronic storage medium (81) is embedded into the layer arrangement and readable
electronic data are stored in the electronic storage medium, which data show information
about the image imperfections (13, 14) and/or the imperfections (11, 12).
11. The method according to Claim 9 or 10,
characterized by the following steps:
- creating electronic machining data by means of a data-processing device, wherein
personal and/or non-personal data are processed here and an arrangement of the imperfections
(11, 12) individualizing the security document is determined;
- transferring the electronic machining data to the machining device; and
- producing the imperfections (11, 12) according to the arrangement individualizing
the security document by means of the machining device.
12. The method according to at least one of the preceding claims, insofar as referred
back to Claim 8,
characterized by the following steps:
- creating electronic printing data by means of the data-processing device, wherein
the personal and/or the non-personal data are processed hereby and a formation of
the image imperfections (13, 14) individualizing the security document is determined;
- transferring the electronic printing data to the printing device; and
- producing the image imperfections (13, 14) according to the arrangement individualizing
the security document during printing by means of the machining device.
13. A security document having a layer arrangement, which is produced according to at
least one of the preceding claims and has an internal printed image, which is visible
from outside from a front and/or rear side of the layer arrangement through at least
one of the layers.
1. Procédé, destiné à créer un ensemble de couches pour un document de sécurité, comprenant
les étapes suivantes, consistant à :
- mettre à disposition un produit semi-fini pourvu d'un ensemble de couches (1) comportant
une pile de couches en matière plastique ;
- ménager un évidement (5) dans une couche externe de l'ensemble de couches (1) à
l'aide d'un système d'usinage ;
- imprimer une image imprimée (2) dans la région de l'évidement (5) au moyen d'un
système d'imprimante
caractérisé par l'étape additionnelle suivante consistant à :
- créer une image imprimée interne, à cet effet, une couche additionnelle en matière
plastique étant appliquée sur la couche externe, de telle sorte qu'au moins l'évidement
(5) doté de l'image imprimée (2) soit recouvert par la couche additionnelle, et l'image
imprimée interne étant consultable par l'extérieur à partir d'une face avant et/ou
arrière de l'ensemble de couches (1), à travers au moins l'une des couches,
dans lequel
- on imprime l'image imprimée (2) de sorte qu'elle englobe au moins par endroits un
bord d'évidement entourant l'évidement ; et
- on crée au moins par endroits le bord d'évidement entourant l'évidement (5) en suivant
un contour extérieur de l'image imprimée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on créé au moins partiellement l'évidement (5) sous la forme d'un ajour dans la couche
externe et on imprime l'image imprimée (2) sur une couche sous-jacente.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on créé au moins partiellement l'évidement (5) sous la forme d'un creux dans la couche
externe et on imprime l'image imprimée (2) dans la région du creux,
4. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on créé l'évidement (5) par usinage mécanique dans la couche externe.
5. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on créé l'évidement (5) par usinage au laser dans la couche externe.
6. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on crée au moins par endroits le bord d'évidement entourant l'évidement (5) avec des
parois inclinées.
7. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on créé l'image imprimée (2) avec une épaisseur de la couche imprimée qui est inférieure
à la hauteur de l'évidement.
8. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'on créé l'image imprimée (2) avec des points perturbateurs d'image (13, 14) individualisant
un document de sécurité.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que dans la région de l'évidement, dans l'ensemble de couches, on crée des points perturbateurs
(11, 12) individualisant le document de sécurité, qui sont associés aux points perturbateurs
d'image (13, 14).
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que dans l'ensemble de couches, on introduit un milieu de mémoire électronique (81) et
dans le milieu de mémoire électronique, on mémorise des données électroniques lisibles,
qui donnent des informations sur les points perturbateurs d'image (13, 14) et / ou
sur les points perturbateurs (11, 12).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé par les étapes suivantes, consistant à
- générer des données électroniques d'usinage au moyen d'un système de traitement
de données, à cet effet, des données personnelles et / ou non personnelles étant traitées
et une disposition individualisant le document de sécurité des points perturbateurs
(11, 12) étant déterminée ;
- transférer les données électroniques d'usinage au système de traitement ; et
- créer les zones perturbatrices (11, 12) selon la disposition individualisant le
document de sécurité, au moyen du système de traitement.
12. Procédé selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, dans la mesure
où elle se réfère à la revendication 8,
caractérisé par les étapes suivantes, consistant à :
- créer des données d'impression électroniques au moyen du système de traitement des
données, à cet effet, les données personnelles et / ou non personnelles étant traitées
et une création individualisant le document de sécurité des points perturbateurs d'image
(13, 14) étant déterminée ;
- transférer les données d'impression électroniques au système d'imprimante ; et
- créer les points perturbateurs d'image (13, 14) selon la disposition individualisant
le document de sécurité lors de l'impression, au moyen du système de traitement.
13. Document de sécurité, comprenant un ensemble de couches, qui est créé selon au moins
l'une quelconque des revendications précédentes et qui comporte une image imprimée,
laquelle est consultable par l'extérieur à partir d'une face avant et/ou arrière de
l'ensemble de couches à travers au moins l'une des couches.